W&P Kommentar
München, 30.07.2020

Serviceexzellenz und Kosteneffizienz – ein Widerspruch für Konsumgüterunternehmen?

Kommentar von Philipp P. Prechtl, Dr. Johannes B. Berentzen, Leiter Konsumgüter/Handel und Tan Kalaycioglu, Leiter Service und After-Sales bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P)
Philipp P. Prechtl
Mitglied der Geschäftsleitung 
Dr. Johannes B. Berentzen
Mitglied der Geschäftsleitung 
Tan Kalaycioglu
Leiter Service und After-Sales 

Oft hört man im Konsumgüterbereich die Aussage: „Service ist entweder gut oder günstig“. Das typische Problem dabei: Das Produkt steht im Mittelpunkt, Kunden wollen für Service kaum Geld ausgeben und dennoch spielen Komfort und schnelle verbindliche Reaktionen auf Kundenwünsche eine entscheidende Rolle. Das Potenzial exzellenter Services, Kunden und Umsätze langfristig zu sichern, vernachlässigen viele Unternehmen.

Gerade die aktuelle Corona-Krise zeigt, wie wichtig beide Aspekte des Service auch für die Konsumgüter- und Handelsbranchen sind. Denn zum einen geht es darum, Kunden zu binden und keinesfalls zu verlieren. Zum anderen können Unternehmen in ihrem Service signifikante Einsparungen realisieren – und dies, ohne die Leistungen zu reduzieren. Es geht um die intelligent optimierte Leistungserbringung mit dem richtigen Mix an digitalen und persönlichen Kontakten. Dadurch kann sogar eine gesteigerte Servicequalität bei gleichzeitig reduzierten Kosten erbracht werden.

Genau das zeichnet echte Service-Champions aus:
  1. Strategische Überlegenheit der Services und dadurch eine erhöhte Kundenbindung, reduzierte Abwanderungsrisiken und Differenzierung im Wettbewerb und
  2. Operative Effizienz durch reibungslose, intelligente, möglichst digitale Prozesse

Diese Kombination stellt höchste Ansprüche an Organisation, Prozesse und Technologie.

Wer ein echter Service-Champion werden will, für den bieten sich folgende konkrete Schritte an:
  1. Den eigenen Service-Reifegrad feststellen, in Bezug auf
    - strategische Überlegenheit und
    - operative Effizienz der Services
  2. Handlungsfelder und Optimierungsansätze ermitteln
  3. Potenziale quantifizieren
  4. Maßnahmenplan zur Umsetzung entwickeln

Standardlösungen oder Ansätze von der Stange gibt es dafür nicht. Wer die Punkte jedoch fokussiert angeht, kann nicht nur Kunden besser und effizienter binden, sondern sich auch in der Konsumgüterbranche vom Wettbewerb abheben – und das zu geringeren Kosten. Und dies ist gerade in Krisenzeiten wichtiger denn je.
 
Ihr Ansprechpartner
Tan Kalaycioglu
Leiter Service
 
 
Kontaktieren Sie uns
 
Themenrelevante Inhalte
Veranstaltung, 15.02.2022, Kirchlengern
Die W&P-Branchenwerkstatt Möbel feiert Ihr 10 jähriges Jubiläum. Dieses mittlerweile zur Institution gewordene...
mehr
Veranstaltung, 24.06.2021, Digital
Im Frühjahr 2021 grandios unter dem Titel „Der Corona-Effekt – Ergebnissicherung in Zeiten von Nachhaltigkeit und Neuerfindung“...
mehr
Erfolgreiche Unternehmensentwicklung ist vor allem eines: langfristig vorausgedacht. Entsprechend handelte das weltweit...
mehr
Finanzkrise, Abschwungphase nach zehn Jahren Wachstum, Handelskriege, Corona. Stabilität und Vertrauen in...
mehr
Welche Herausforderungen kommen auf die Möbelbranche nach dem langen Lockdown zu? Die Branchenzeitschrift „möbel...
mehr
Die Situation in der Branche könnte unterschiedlicher kaum sein. Hersteller mit starkem LEH-Fokus haben zum Teil Mühe, die...
mehr
Wie lässt sich der Zustand eines „Gleichgewichtes“ eines Unternehmens definieren und warum sollte die...
mehr
Die Schlacht um die Prozente tobt schon seit Ende des Frühjahrs– und nein, damit sind nicht die Prozente für Verbraucher gemeint...
mehr
Am 27. und 30. November stehen wieder Black Friday und Cyber Monday vor der Tür. Auch aus dem deutschen Handelsgeschehen sind die...
mehr




Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Webseite. Mit der Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.