Wie gelingt es, Vertriebsorganisationen in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld die Bremse zu lösen und wieder auf Wachstumskurs zu bringen? Mehr Leads, höhere Vertriebseffektivität und spürbare Umsatzhebel – wie funktioniert das? Antworten gab es beim digitalen W&P Executive Dialog, in dem der etablierte W&P Sales Power Boosting-Ansatz und Praxisbeispiele mit konkreten Erfolgshebel und notwendige Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfung im Vertrieb – von Strategie und Kundenbearbeitung bis hin zu Steuerung, Prozessen und Datenbasis – vorgestellt wurde.
„Nachdem viele Unternehmen klassische Performancethemen bereits bearbeitet haben, sehen wir heute viele neue Herausforderungen. Insbesondere sinkende Nachfrage, steigender Preisdruck, zunehmender Wettbewerb setzten Vertriebsorganisationen unter Druck, während Defizite in Datenmanagement und Prozessdurchgängigkeit bestehen,“ so einleitend Dr.-Ing. Dirk Artelt, Managing Partner W&P. Entscheidend sei daher die konsequente Weiterentwicklung des Vertriebs: „Der größte Hebel ist die Vitalisierung der Vertriebsmannschaft: weg von einem reaktiven hin zu einem proaktiven Vertrieb, der Marktveränderungen aktiv nutzt und auf veränderte Kundenbedarfe eingeht.“ Voraussetzung dafür sind eine klare strategische Ausrichtung, höhere Transparenz entlang der Pipeline sowie die systematische Nutzung von Daten.
Ferdinand Fiedler, Senior Manager und verantwortlich für den Bereich Sales Excellence bei W&P, stellte entsprechend die zentrale Frage nach der Durchschlagskraft des Vertriebs in schwierigen Marktphasen in den Mittelpunkt. Viele Organisationen bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück, da sie erfolgsverwöhnt zu stark reaktiv agieren und strukturelle Defizite aufweisen. „Oftmals läuft der Vertrieb unter Potenzial, weil er zu stark personengetrieben statt wirklich systematisch arbeitet — ohne klare strategische Ausrichtung, fehlende definierte Zielkunden, ohne saubere Pipeline-Transparenz und ohne eine kennzahlengestützte Steuerung, die Entscheidungen auf Zahlen, Daten und Fakten stützt. Besonders wichtig ist in herausfordernden Zeiten eine saubere Verzahnung mit angrenzenden Bereichen Marketing, Service & Produktmanagement, um Reibungsverluste zu minimieren und gemeinsam am gleichen Strang zu ziehen.“ Der W&P-Ansatz „Sales Power Boosting“ unterstützt Unternehmen dabei, kollaborativ gezielt an diesen Schwachstellen anzusetzen: In einem kompakten, datengetriebenen PowerCheck werden innerhalb von rund zwei Wochen gemeinsam Transparenz und ein belastbares Lagebild geschaffen – basierend auf CRM- und ERP-Daten, Benchmarking und Interviews. Darauf aufbauend werden die wirksamsten Hebel ausgearbeitet, priorisiert und in eine klare Umsetzungsroadmap überführt. Die Umsetzung erfolgt in agilen 14-Tage-Sprints, mit dem Ziel, die Mitarbeitenden zu befähigen, zu motivieren und bereits nach wenigen Wochen messbare Ergebnisse zu erzielen.
Stefan Lehmann, Experte für Vertrieb & Pricing bei W&P, zeigte anhand von Praxisbeispielen, wie Transparenz und Benchmarking konkrete Verbesserungen ermöglichen. „Unser Reifegradmodell schafft die Transparenz, die Vertriebsorganisationen strategisch benötigen: Es zeigt klar, in welchen Dimensionen Standards fehlen, wo heterogene Vorgehensweisen den Fortschritt verhindern und an welchen Hebeln eine systematische Vertriebsentwicklung ansetzen muss, “ so Lehmann. Insbesondere der Vergleich zwischen Regionen oder Ländereinheiten offenbart häufig deutliche Unterschiede – etwa in der Segmentierung oder Kundenbearbeitung – und liefert damit konkrete Ansatzpunkte für Standardisierung und Professionalisierung. Gleichzeitig werden Best Practices sichtbar, die als Benchmark dienen und den Wissenstransfer innerhalb der Organisation fördern.
Deutlich wurde: Erfolgreicher Vertrieb erfordert heute mehr als operative Exzellenz. Entscheidend sind eine klare strategische Ausrichtung, datenbasierte Steuerung, konsequente Priorisierung und eine aktivierte Vertriebsmannschaft. Nur so lassen sich in einem herausfordernden Marktumfeld nachhaltige Wachstumsimpulse realisieren und die Topline gezielt stärken.