München, 14.06.2012

Finanzierung von genossenschaftlichen Unternehmen - Herausforderungen und Perspektiven

Die Genossenschaft als Organisations- und Unternehmensform erlebt derzeit ein großes gesellschaftliches Interesse.
Manfred Nüssel, der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes, spricht von einer "Renaissance der Genossenschaften". Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2012 zum internationalen Jahr der Genossenschaften ausgerufen, um auf die globale Bedeutung der Unternehmensform aufmerksam zu machen und ihre Rolle für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in vielen Ländern hervorzuheben.

Das neue Bewusstsein für den genossenschaftlichen Gedanken ist Spiegelbild eines gesellschaftlichen Trends. Werte und Themen wie Nachhaltigkeit, Regionalität, Bürgerbeteiligung und Eigenverantwortung gewinnen angesichts der globalen Wirtschafts- und Finanzkrisen zunehmend an Bedeutung. So verwundert es nicht, dass in den vergangenen drei Jahren in Deutschland über 600 Genossenschaften gegründet wurden.

Unabhängig von der jeweiligen Branchenzugehörigkeit und dem konkreten Förderzweck, müssen sich auch Genossenschaften dem Wettbewerb um Marktanteile, Mitglieder und nicht zuletzt Kapital stellen. Hierin unterscheiden sich genossenschaftlich organisierte Unternehmen nicht von anderen Unternehmensformen. Der rechtsformimmanente Eigenkapitalmangel führt allerdings zu erheblichen Nachteilen bei der Finanzierung von Genossenschaften. Zwar erweisen sich Genossenschaften bisher als sehr krisenrobust, offenbaren jedoch in unternehmerischen Schieflagen spezifische Herausforderungen aus Sicht des bankseitigen Krisenmanagements.

Diese Studie hat sich das Ziel gesetzt, die Sichtweise der Banken rund um das Thema Finanzierung, Rating und Krisenmanagement von Genossenschaften zu beleuchten. Folgende Fragestellungen und Aspekte stehen im Vordergrund der Untersuchung:

  • Wird sich die Bereitschaft der Banken zur Finanzierung von Genossenschaften zukünftig verändern, welchen Einfluss hat hierbei Basel III?
  • Welchen Einfluss hat die Rechtsform der Genossenschaft auf das Rating bzw. welches sind die ausschlaggebenden Einflussfaktoren?
  • Welche Maßnahmen können Genossenschaften aus Sicht der Banken zur Verbesserung des Ratings ergreifen?
  • Welches sind die zentralen Krisenursachen von Genossenschaften? Gibt es generelle Krisenmuster und in welchem Zusammenhang stehen diese mit der genossenschaftlichen Gesellschafterstruktur?
  • Welche Maßnahmen und Instrumente sind zur Sanierung von Genossenschaften aus Bankensicht geeignet?

Sollten Sie Interesse haben, an der Umfrage "Genossenschaften 2012" teilzunehmen, teilen Sie uns dies bitte unter befragung@wieselhuber.de mit.

Bei Interesse an den Studienergebnissen wenden Sie sich bitte an Herrn Gustl F. Thum.
 
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