München, 29.05.2012

3. Unternehmer-Salon Baden-Württemberg: "Die Welt ist noch nicht zu Ende erfunden": Erfolgsgarant Innovationsstrategie

Führt ein höherer F&E-Aufwand automatisch zu einem größeren Markterfolg? Ein hoher Ressourceneinsatz zwangsläufig zum Innovationserfolg? Klare Antwort von Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender Dürr AG und Hans-Peter Wellendorf, geschäftsführender Gesellschafter der Wellendorff Schmuckmanufaktur, Podiumsteilnehmer des 3. Unternehmer-Salons Baden-Württemberg: Nein, definitiv nicht! Vielmehr entscheidet der richtige strategische Umgang mit kreativem Potential im Unternehmen über den Innovationserfolg. Auch Benchmarking-Studien in unterschiedlichen Industriezweigen beweisen: Spitzenunternehmen wie Dürr oder Wellendorf erzielen mit einem niedrigeren F&E-Aufwand als der Durchschnitt aller Unternehmen einen überdurchschnittlichen Umsatz und Ertrag. Doch wie sieht eine Innovationsstrategie konkret aus, die den Markt "Hurra" schreien lässt? Mit dieser Fragestellung rund um das Thema Innovationsmanagement beschäftigten sich am 24. Mai namhafte Referenten im Rahmen des 3. Unternehmer-Salons Baden-Württemberg im Brenners Parkhotel in Baden-Baden.

Das exklusive Salon-Format von Dr. Wieselhuber & Partner hat mittlerweile Tradition: Bereits im dritten Jahr in Folge trafen sich rund 65 Vertreter der Gesellschafter- bzw. Top-Management-Ebene marktführender Unternehmen der Region, um zum branchenübergreifenden Dialog der Baden-Württembergischen Wirtschaft beizutragen. Den Auftakt zur Veranstaltung machte der international anerkannte Zukunftsforscher und Trendanalytiker Dr. David Bosshart, CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) mit einem Vortrag, in dem er den Einfluss demographischer Entwicklungen auf das zukünftige Innovationsklima genauer unter die Lupe nahm. Professor Dr. Wieselhuber forderte in seiner anschließenden Rede die Unternehmerinnen und Unternehmer dazu auf, das Thema Innovationsmanagement ganz oben auf die Management-Agenda zu setzen, denn: "Die Welt ist noch nicht zu Ende erfunden! Innovationsideen entscheiden unmittelbar über den Fortbestand von Unternehmen - wenn auf Grund von Phantasielosigkeit keine Ideen mehr entstehen, werden über kurz oder lang auch keine Geschäfte mehr getätigt." Vor diesem Hintergrund sei es ein absolutes Muss, aus persönlicher Überzeugung heraus, das kreative Potential seiner Mitarbeiter zu fördern und im Rahmen einer professionellen Innovationsstrategie in die richtigen Bahnen zu lenken.

In der Podiumsdiskussion, moderiert vom Leiter des Baden-Württembergischen Wirtschaftsressorts der Süddeutsche Zeitung Max Hägler, gewährten international erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeiten wie Ralf W. Dieter, Dürr AG, Dr. Franz Kaspar, Geschäftsführer Doduco GmbH, Hans-Peter Wellendorf, Wellendorff Gold-Creationen GmbH & Co KG sowie Nikolas Wild, Vorsitzender des Vorstandes Schöck AG, spannende Einsichten in ihren Umgang mit dem Thema Innovationsmanagement - und gaben den teilnehmenden Unternehmern persönliche Anregungen und Strategien mit auf den Weg:

  • Ralf W. Dieter: "Die Fähigkeit der Vernetzung innerhalb des Unternehmens aber auch innerhalb der Industrie entscheidet über die Innovationskraft. Gerade die Maschinenbau-Branche in Baden-Württemberg muss hier ihre Hausaufgaben machen - andernfalls wird sie über kurz oder lang an der mangelnden Vernetzung scheitern."
  • Dr. Franz Kaspar: "Keine Scheu vor Misserfolgen! Die Summe aller Fehler, die einen nicht umbringen, tragen zum Gelingen bei. Ich bin immer skeptisch, wenn etwas auf Anhieb funktioniert."
  • Hans-Peter Wellendorf: "Die Kreativität der Mitarbeiter ist höchste Gut eines Unternehmens - deshalb muss es entsprechend gefördert und geschult werden. Wir tun das seit vielen Jahren äußerst erfolgreich in unserer Wellendorf-Akademie". 
  • Nikolaus Wild: "Die objektive Beurteilung und das ständige Hinterfragen der Prozesse im Unternehmen - sowohl von außen als auch von innen bringt ständig neue kreative Prozesse hervor."

Ob der Standort Deutschland auch in Zukunft das richtige Umfeld für Innovationen sei? Auf diese abschließende Frage forderten die Unternehmer von der Politik eine deutliche Flexibilisierung bürokratischer Vorschriften sowie fortschrittliche Ansätze, die vielversprechende Bedingungen für junge Talente in Deutschland schaffen, um so kreative Impulsgeber ins Land zu holen und auch hier zu halten.

Die nächsten Unternehmer-Salons finden am 14. Juni 2012 in Wiesbaden sowie am 5. Juli 2012 in München statt.
 
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