W&P Kommentar
München, 16.09.2015

Sportbranche: Plädoyer für eine offensive Taktik im Online-Spiel

Kommentar von Philipp Prechtl, Leiter Sport, Mode, Luxus bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbH
Philipp P. Prechtl
Leiter Sport, Mode, Luxus 

Spätestens seit der letzten Rüge des Kartellamtes ist für Markenhersteller eines endgültig klar: Der Versuch, Restriktionen für den Online-Vertrieb aufzustellen ist kein gangbarer Weg.

Ganz nebenbei ist dies auch kein Weg, der der Sportartikelbranche gut zu Gesicht steht. Die Industrie steht für Neues, für Dynamik, für Innovation. Sie sollte daher das "Unvermeidbare" anerkennen und aktiv nach Möglichkeiten suchen, um ihre Marken im neuen Zeitalter qualitativ bestmöglich zu positionieren. Nicht weniger verlangen wir seit Jahren auch vom stationären Handel - nämlich anzuerkennen, dass der Online-Handel existiert und Verbraucher dort auch gerne einkaufen. Den Wettbewerb negieren? Das funktioniert nicht! Vielmehr müssen eigene Stärken gesucht, entsprechend genutzt, ausgebaut und aktiv vermarktet werden.

Für Markenhersteller bleibt der Anspruch mehr als gerechtfertigt ausschließlich Vertriebswege zu bedienen, die die Marke qualitativ repräsentieren. Die Marke ist und bleibt das wesentliche Asset! Dieses gilt es auszubauen - durch folgende Spielzüge:
  • Konsistenter Markenauftritt: Die Vertriebskanäle - Wholesale, Online-Handel, Own Retail und eigenes eCommerce - entlang aller "Touchpoints" müssen einheitlich aufgestellt sein.
  • Ganzheitliche Vertriebsstrategie: Von vornherein sollten transparente, kanalunabhängige, qualitative Ansprüche an Händler definiert und die Koexistenz verschiedener Partner im Auge behalten werden.
  • Einheitliche Umsetzung der Markenstrategie: Alle involvierten Player müssen hier in eine Richtung spielen - und sich unbedingt auch neuer Spielzüge in Sachen Bewerbung und Positionierung bedienen, z.B. über Influencer Marketing mittels verbundener Bloggern oder Real-Time-Advertising zum richtigen Zeitpunkt in der Customer Journey.
Auf dem Spielfeld des Online-Handels muss einfach offensiv gespielt werden - auch in der Sportartikelbranche. Denn: Aus der Verteidigungshaltung heraus zu gewinnen wird auf Dauer sehr schwierig - und ist schlicht die falsche Taktik.
 
Ihr Ansprechpartner
Stephanie Meske
Public Relations
 
Telefon
+49 89 / 286 23 139

Fax
+49 89 / 286 23 290

 
Kontaktieren Sie uns
 
Themenrelevante Inhalte
Publikation
mehr
Das Kundenerlebnis wird von vielen Unternehmen falsch...
mehr
Die Digitalisierung als technologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel trifft jedes Unternehmen –...
mehr
Agenda 18:00 Empfang/Eintreffen 18:15 Begrüßung und...
mehr
Agenda 18:00 Empfang/Eintreffen 18:15 Begrüßung und...
mehr
Mitteilung, 17.04.2019
Ein dynamisches Unternehmensumfeld braucht ein zukunftsorientiertes Controlling. Doch wie sehen optimale Controllingprozesse aus, die...
mehr
Am Montag startet die bauma 2019 in München – mit 614.000 m² Ausstellungsfläche größer als je zuvor. Ganz oben auf der...
mehr
Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (W&P), spezialisiert auf die Beratung von Familienunternehmen, stellt sich im...
mehr
Warum sind einige Unternehmen – egal ob Mittelständler oder Start-up - ähnlich erfolgreich wie Google, Apple...
mehr
Beim Weltwirtschaftsforum 2018 wurde das bekannte 24/7-Prinzip um eine aktualisierte Variante ergänzt: 25/8. Ein Ausdruck für die...
mehr
Die Digitalisierung in der SHK-Branche ist seit Jahren in aller Munde. Auf der ISH 2019 wird das nicht anders sein. Smart Home ist...
mehr
Durch den stetig zunehmenden Preis- und Wettbewerbsdruck stehen Unternehmen in der Pflicht, vorhandene...
mehr
Kommentar, 12.02.2019
Komplexität hat im Unternehmenskontext immer einen schalen Beigeschmack. Der Begriff steht synonym für Effizienzverluste, zusätzlichen...
mehr