W&P Kommentar
München, 16.01.2015

Kehrtwende auf dem Biermarkt? Mitnichten!

Kommentar von Jürgen-Michael Gottinger, Mitglied der Geschäftsleitung bei Dr. Wieselhuber & Partner
Jürgen M. Gottinger
Mitglied der Geschäftsleitung 

Die deutsche Brauindustrie meldet aktuell für das Jahr 2014 einen Absatzzuwachs - steht dem kränkelnden heimischen Markt für Bier und Biermischgetränke also einen Kehrtwende bevor?

Eher nicht. Denn 2014 war das Jahr des vierten Sterns der Deutschen durch den Sieg bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien - eine lange Party für alle Fans. Das führte natürlich auch dazu, dass sich die Deutschen im vergangenen Jahr im Durchschnitt ein Glas mehr genehmigten.

Den langfristigen Trend nach unten bricht dieses Zwischenhoch aber nicht. Denn allein die demographische Entwicklung impliziert einen sinkenden Inlandskonsum von bis zu 2,0% jährlich - und heizt damit die Konsolidierung des Biermarktes weiter an. Hinzu kommt: Die Häufigkeit des Alkoholkonsums bei Männern zwischen 16 und 54 Jahren sinkt stetig. Diese generelle Entwicklung können auch die positiven Zahlen des Bierabsatzes im vergangenen Weltmeisterjahr nicht aufhalten. Lediglich Brauereien mit einem ausgeprägten Regionalprofil und Spezialisten haben auch 2015 die Möglichkeit, dem Trend zu trotzen und weiter zuzulegen.

Ein kleiner Trost für die gesamte Getränkebranche: Der Absatz von Mineralwasser legte 2014 um mehr als 2% zu - und das obwohl die Deutschen bereits Vize-Europameister im Mineralwasserverbrauch nach Italien sind.

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