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Publikation
19.03.2026
Geopolitische Risiken, Energie- und Rohstoffvolatilität, knappe Fachkräfte, steigende Produktkomplexität sowie der Druck auf Lieferfähigkeit und Working Capital führen dazu, dass der Produktions-Footprint wieder zur Chefsache wird – nicht als Einmalprojekt, sondern als wiederkehrender Managementprozess. Unternehmen gewinnen nicht mehr dadurch, dass sie den „billigsten“ Standort finden, sondern dadurch, dass sie ihr Netzwerk steuerbar machen. Steuerbar heißt in der Praxis: klare Rollen je Werk, belastbare Wertstrom- und Kapazitätslogik, transparente Kosten- und Servicehebel sowie eine Organisation, die Szenarien schnell bewerten und konsequent umsetzen kann. Wie eine transparente Faktenbasis zu Produktfamilien, Kundensegmenten, Wertströmen und Kapazitäten entsteht, daraus Szenarien, eine Business-Case-Bewertung und letztlich ein OPEX-Umsetzungsprogramm entwickelt wird, zeigt das aktuelle Dossier von Christian Sprenger & Fabian Dichant.
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News, 18.03.2026
18.03.2026
Produzierende Unternehmen der Chemieindustrie stehen vor tiefgreifenden Umbrüchen: Globale Wettbewerbsdynamiken, strukturelle Standortnachteile und volatile Märkte verändern Wertschöpfung und Geschäftsmodelle nachhaltig. Gleichzeitig entstehen neue Wachstumschancen dort, wo Unternehmen Technologien schneller industrialisieren, Innovationskraft systematisch stärken und neue Geschäftsfelder erschließen. Welche Rolle Innovation dabei spielt und wie sich Wertschöpfung von „Volume to Value“ entwickeln lässt, war Thema des digitalen W&P Executive Dialogs „Resilienz durch Innovation als einzig wahre Wachstumsquelle“. Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) verdeutlichte einleitend, wie internationale Wettbewerbsverschiebungen, Produktionsverlagerungen und neue Wachstumsschwerpunkte klassische Geschäftsmodelle in der Chemiebranche zunehmend herausfordern. „Volumina, die früher in Europa produziert wurden, werden künftig von asiatischen Anbietern bedient – das stellt das bisherige Selbstverständnis europäischer Chemieunternehmen in Frage“, so Hundertmark. Damit gerieten nicht nur Produktionskapazitäten unter Druck, sondern auch die strategische Logik vieler Geschäftsmodelle müsse überprüft werden. Hundertmark skizzierte vier Geschäftsmodelltypen, mit denen Unternehmen den Wandel von „Volume to Value“ aktiv gestalten können – vom Systemhaus über rückwärtsintegrierte Nischenanbieter bis hin zu regionalen High End Spezialisten und global ausgerichteten Holdings.  Simon Moser, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Innovation & New Business bei W&P, beschrieb wie Unternehmen mithilfe eines strukturierten Vorgehens neue Geschäftsfelder systematisch erschließen können. Entscheidend sei das klare Zielbilds zu Beginn jedes Projekts: Welche Rolle soll Diversifikation spielen – Absicherung des Kerngeschäfts, Erweiterung bestehender Märkte oder der Sprung in völlig neue Felder? „Am Ende geht es darum, aus hundert Ideen die wenigen herauszufiltern, die relevant, machbar und wirtschaftlich attraktiv sind“, so Moser. Die erfolgreiche Umsetzung erfordere klare Verantwortlichkeiten, fokussierte Teams und einen konsequenten Transfer der identifizierten Chancen in belastbare Markteintrittskonzepte. Philipp Oberniedermayr, Senior Consultant Chemie bei W&P, zeigte wie sich diese strategischen und methodischen Ansätze in konkrete Wachstumsfelder übersetzen lassen. Er verdeutlichte, dass Investitionen in der Chemie zunehmend in spezialisierte Anwendungen fließen – etwa in High Performance Polymere, Halbleiterchemie, Pharmazulieferstoffe oder Wasserbehandlung. Entsprechend wachse die Bedeutung technologischer Kompetenz: „Wir sehen eine klare Bewegung weg von breiten Commodities hin zu spezialisierten Anwendungen mit hoher Wertschöpfungstiefe“, so Oberniedermayr. Damit wird die Fähigkeit von Unternehmen, ihre vorhandenen chemischen oder verfahrenstechnischen Kernkompetenzen gezielt weiterzuentwickeln und entlang wachsender Märkte neu zu positionieren, entscheidend. Die Werkstattdiskussion machte deutlich: Der Wandel von „Volume to Value“ ist nicht allein eine Frage von Technologie und Marktmechanik ist, sondern erfordert organisatorische Weitsicht. Und auch wenn sich die Chemieindustrie den tiefgreifenden strukturellen Veränderungen aktiv stellen muss: Trotz globaler Verschiebungen eröffnen sich zahlreiche Chancen – unternehmerisch genutzt, können sie zur Basis neuer Wachstumspfade werden. 
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Event, 24.03.2026
Digitalevent
24.03.2026
Die Pharma- und MedTech-Branche steht vor einem Wendepunkt: Fortschritte in Genetik, KI-gestützter Wirkstoffentwicklung und Präzisionsmedizin rücken Longevity zunehmend in den strategischen Fokus, während regulatorischer Druck, Entwicklungsrisiken sowie Kosten- und Wettbewerbsintensität spürbar steigen. Zukunftsfähigkeit entsteht dort, wo Unternehmen ihre Innovationskraft konsequent in schnellere Time-to-Market, robuste Portfolios und neue Geschäftsfelder übersetzen – und technologische Innovation gezielt als Wachstums- und Resilienztreiber nutzen.In unserem Executive Dialog am 24. März 2026 (12:00–13:00 Uhr, online) zeigen wir, wie Pharma- und MedTech-Unternehmen Longevity und technologische Innovation strategisch nutzen und in konkrete Marktimpulse überführen. Freuen Sie sich auf Perspektiven zur marktnahen Produktkonzept- und Marktbewertung, zu zentralen Innovationshürden und Stellhebeln für eine schnellere Time-to-Market sowie zu ungenutzten Innovationspotenzialen und deren konsequenter Hebung – mit anschließender Werkstatt-Diskussion & Q&A.
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Event, 25.03.2026
Digitalevent
25.03.2026
Die Bau- und Bauzulieferindustrie steht unter hohem Transformationsdruck. Ein konsequenter Fokus auf Kosten und Effizienz bleibt notwendig, reichtjedoch nicht mehr aus. Wirksame Innovationsfähigkeit, eng verbunden mit der Produktentwicklung sowie die Skalierung neuer Geschäftsmodelle werden zum zentralen Wettbewerbsfaktor. Das industrialisierte und serielle Bauen spielt dabei eine zentrale Rolle und verändert Wertschöpfung, Produktdenken und Kooperationsmodelle. Innovation muss in diesem Kontext systematisch verankert und wirksam umgesetzt werden. Für Bauzulieferer bedeutet dies eine Neuausrichtung der Produktentwicklung: weg von der Komponente, hin zu systemintegrierten Lösungen, Vorfertigung und digitaler Integration. Für Unternehmen der Bauindustrie geht Innovation über technische Produktverbesserungen hinaus – gefragt ist ein ganzheitlicher Blick auf Gebäude als integrierte Systeme und eine konsequente Kundenorientierung. In unserem Webinar zeigen wir, wie Unternehmen Innovation strategisch verankern, effiziente Entwicklungsprozesse gestalten und durch enge Partnerschaften neue Wachstumsfelder erschließen.
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Event, 26.03.2026
Digitalevent
26.03.2026
Die industrielle Automation und Elektrotechnik befindet sich in einer Phase disruptiver Veränderung: Globale Wettbewerber – insbesondere aus China – erhöhen mit hoher Innovationsgeschwindigkeit, aggressiven Preisen und massiver Skalierung den Druck auf europäische Anbieter. Gleichzeitig entstehen durch Digitalisierung, KI-basierte Automatisierung und vernetzte Systeme enorme Wachstumschancen in nahezu allen Industrien. Für Unternehmen wird damit klar: Zukunftssicherung gelingt nur, wenn Innovationskraft systematisch gestärkt und in echte Differenzierungsmerkmaleübersetzt wird. Eine wirksame Patentstrategie spielt dabei eine zentrale Rolle – sowohl als Schutzschild gegen Nachahmer als auch als strategischer Vermögenswert, um technologische Führungspositionen langfristig abzusichern. In unserem Webinar zeigen wir, wie Unternehmen der Automation und Elektrotechnik Innovation, Produktentwicklung und IP-Strategien gezielt verzahnen, um neue Geschäftsfelder zu erschließen, Preisdruck zu begegnen und sich gegenüber Wettbewerbern aus China widerstandsfähig und zukunftsorientiert aufzustellen.
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News, 17.03.2026
17.03.2026
Produzierende Unternehmen stehen heute vor tiefgreifenden Herausforderungen: Variantenvielfalt, volatile Märkte, wachsender internationaler Wettbewerbsdruck und steigende Anforderungen an Planungssicherheit erschweren schnelle und belastbare Portfolioentscheidungen. Gleichzeitig bieten datenbasierte Methoden und Machine Learning neue Möglichkeiten, Produktlandschaften präziser zu bewerten und Ressourcen zielgerichteter einzusetzen. Welche Rolle KI dabei spielt und wie Unternehmen komplexe Portfolios transparenter, effizienter und wirtschaftlich robuster steuern können, war Thema des digitalen W&P Executive Dialogs.  Zum Auftakt ordnete Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), das Thema in die aktuelle unternehmerische Realität ein. Er machte deutlich, dass Produktportfolios heute zentrale Stellhebel für Marktattraktivität, Kostenstrukturen und operative Leistungsfähigkeit sind. „Das Produktportfolio ist der Nukleus der Wertschöpfung – und genau deshalb brauchen Unternehmen datenintelligente Instrumente, um Entscheidungen schneller, fundierter und belastbarer vorzubereiten.“ Mit Blick auf Variantenvielfalt, volatilen Absatz und internationale Wettbewerbsverschiebungen betonte er, dass klassische Analysen und funktionsspezifische Einzelbetrachtungen dieser Komplexität nicht mehr gerecht werden.  Anschließend richtete Dr. Tim Lämmermann, Senior Consultant bei W&P, den Blick auf die strategische Einbettung von KI in Unternehmensprozesse. KI müsse – so Lämmermann – als ganzheitlicher Transformationsprozess verstanden werden, der Strategie, Organisation, Datenqualität und Governance gleichermaßen umfasst. Besonders hob er hervor, dass erfolgreiche KI-Projekte dort entstehen, wo Use Cases klar priorisiert, Rollen eindeutig definiert und Mitarbeitende aktiv eingebunden werden. „KI wirkt erst dann nachhaltig, wenn sie entlang der Wertschöpfung verankert ist, klaren Nutzen stiftet und die Organisation befähigt, bessere Entscheidungen zu treffen.“  Wie diese Prinzipien operativ wirksam werden, zeigte Sebastian Batton, Senior Manager und Leiter Digital Excellence bei W&P. Er beschrieb, wie fragmentierte Datenlandschaften, Excel Grenzen und funktionale Zielkonflikte die Portfoliosteuerung vieler Unternehmen prägen. Machine Learning schließe hier wesentliche Lücken: Modelle könnten Zusammenhänge sichtbar machen und wirtschaftliche Effekte klarer quantifizieren. Batton stellte heraus, dass datengetriebene Transparenz ein entscheidender Erfolgsfaktor ist: „Erst durch datengetriebene Modelle erkennen Unternehmen, welche Produkte Rendite schaffen, wo Komplexität Ressourcen frisst und welche Entscheidungen wirklich Wirkung entfalten.“  Einblicke in die Praxis lieferte Moritz Zoepffel, Senior Consultant bei W&P, der anhand eines Projektbeispiels zeigte, wie Machine Learning Forecasting, Szenariomodellierung und Deckungsbeitragsoptimierung ineinandergreifen. Er beschrieb die operative Realität vieler Unternehmen – eine Vielzahl heterogener Datenpunkte, restriktive Rahmenbedingungen, hohe Variantenvielfalt – und legte dar, warum traditionelle Werkzeuge an strukturelle Grenzen stoßen. „Excel kann die Komplexität heutiger Portfolios nicht mehr abbilden – Machine Learning dagegen macht aus tausenden Varianten eine klar strukturierte Entscheidungsgrundlage.“ Im Ergebnis ließen sich im Projekt sowohl eine signifikant höhere Planungs- und Entscheidungsqualität als auch spürbare wirtschaftliche Effekte erzielen.  In der anschließenden Werkstattdiskussion wurde deutlich, dass datengetriebene Portfoliooptimierung mehr ist als ein technologischer Fortschritt: Sie verändert die Art, wie Unternehmen Entscheidungen vorbereiten und Zielkonflikte auflösen. KI-gestützte Modelle seien dabei als Ergänzung menschlicher Expertise zu verstehen. Sie schaffen Transparenz, simulieren Szenarien, machen Abhängigkeiten sichtbar und geben Entscheidern eine belastbare Grundlage, auch in unsicheren Zeiten verantwortlich zu handeln. Unternehmen, die datenbasierte Portfoliomodelle konsequent einsetzen, steigern nicht nur ihre Effizienz, sondern auch ihre Resilienz und Zukunftsfähigkeit.
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News, 17.03.2026
17.03.2026
Auch 2026 zählt W&P zu den besten Unternehmensberatungen Deutschlands und wird im Ranking von brand eins & Statista zum zwölften Mal in Folge ausgezeichnet – ein erneuter Beleg für die führende Position als Unternehmensberatung für Familienunternehmen mit fundierter Branchenexpertise und funktionaler Beratungskompetenz.Grundlage des Rankings ist eine umfangreiche Befragung von Kunden und Experten. In diesem Jahr wurde W&P in den Branchen „Konsumgüter & Handel“, „Automobil & Zulieferer“ und „Industrial Goods & Services“ sowie im Beratungsfeld „Restrukturierung“ ausgezeichnet. „Seit jeher setzt W&P darauf, unternehmerische Herausforderungen ganzheitlich zu verstehen und im Sinne unserer Kunden tragfähige Lösungen zu entwickeln“, so Gustl F. Thum, Managing Partner und Sprecher der Geschäftsführung von W&P. „Ihr Urteil in diesem Ranking ist für uns eine besondere Anerkennung – und zugleich Ansporn, unsere Beratungsqualität kontinuierlich weiterzuentwickeln.“ Ein besonderer Dank gilt unseren Kunden für die langjährige Partnerschaft auf Augenhöhe sowie allen Mitarbeitenden von W&P, deren Engagement und Professionalität Auszeichnungen wie diese erst möglich machen!
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News, 15.03.2026
15.03.2026
Auf Einladung der W&P Partner Philippe Piscol und Dr. Timo Renz sowie von Björn Seemann und Beatrice Reed von FINVIA Family Office, trafen sich in den vergangenen Tagen fußballbegeisterte Unternehmer sowie Experten aus dem Inso- und Sanierungsumfeld zu zwei besonderen „Kabinentalk“-Abenden – zunächst in der MHP Arena in Stuttgart und wenige Tage später in der Allianz Arena in München. Im Mittelpunkt beider Veranstaltungen stand der Impulsvortrag von Fußball-Legende, Europameister und Unternehmer Oliver Bierhoff. In seiner Keynote zeigte er eindrucksvoll, welche Parallelen sich zwischen Spitzenfußball und erfolgreicher Unternehmensführung ziehen lassen – von Leistungsdruck und Teamkultur bis hin zu strategischen Entscheidungen in herausfordernden Situationen. Abgerundet wurden beide Abende durch exklusive Einblicke hinter die Kulissen der Stadien bei Arenatouren sowie zahlreiche Gelegenheiten zum persönlichen Austausch und spannenden Gesprächen – in einer Atmosphäre, die man sonst nur aus der Kabine kurz vor dem Anpfiff kennt. Beide Events haben gezeigt: Wenn unternehmerische Herausforderungen auf Fußballleidenschaft treffen können sehr wertvolle Perspektiven und Verbindungen entstehen!
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Best Case
12.03.2026
Die familiengeführte Rauch Landmaschinenfabrik GmbH mit Sitz in Rheinmünster entwickelt seit 1921 Lösungen für die Produktbereiche Düngetechnik, Sätechnik und Winterdienst. Mit rund 400 Mitarbeitenden erwirtschaftet RAUCH einen Umsatz von rund 114 Mio. € bei einer Exportquote von über 70 %. RAUCH holte W&P an Bord, um die operative Leistungsfähigkeit mit Fokus auf die Liefertreue im Sinne von OTIF (On Time In Full – pünktliche und vollständige Lieferung) systematisch zu analysieren, Ursachen für Abweichungen strukturiert zu identifizieren und priorisieren sowie die Umsetzungskraft funktionsübergreifend deutlich zu stärken. Im Projektzeitraum von rund sechs Monaten wurde die Liefertreue in den wesentlichen operativen Bereichen signifikant gesteigert und erhöhte sich im Durchschnitt um rund 25 Prozentpunkte. Parallel verbesserten sich weitere zentrale Leistungsparameter, darunter Produktivität, OEE, Prozessstabilität sowie das Bestandsniveau. „W&P hat Shopfloor-Management als zentrale Führungsroutine verankert – mit täglichem Rhythmus, klaren Kennzahlen sowie einem stringenten Abweichungs- und Verbesserungsmanagement. In Kombination mit dem interdisziplinären Task Force Team, die die priorisierten Hebel schnell und konsequent umgesetzt hat, konnten wir in kurzer Zeit die Liefertreue deutlich steigern und die Prozessstabilität unserer Supply Chain nachhaltig stärken“, so Martin Rauch, Geschäftsführer Rauch Landmaschinenfabrik GmbH. Wie das Team von W&P um Christian Sprenger und Fabian Dichant konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 11.03.2026
11.03.2026
Boards, Management und Gläubigergremien stehen in Transaktions- und Sondersituationen zunehmend unter Entscheidungsdruck. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die rechtssichere Vorbereitung, Dokumentation und Begründung von Beschlüssen. Welche Rolle dabei klare Entscheidungsprozesse, juristische Absicherung und ökonomische Bewertungsinstrumente spielen, war Thema des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP. Zum Auftakt ordnete Volker Riedel, Managing Partner, Dr. Wieselhuber & Partner, das Thema aus der Perspektive von Aufsichtsräten und Beiräten ein und stellte die Frage, wie Gremien in GmbH und AG ihre Entscheidungen belastbar vorbereiten und rechtlich absichern können. „Board Decisions betreffen heute immer komplexere Situationen – von strategischen Geschäftsbereichsentscheidungen bis zu M&A-Transaktionen. Genau deshalb brauchen Entscheider einen klaren Rahmen, um verantwortungsvoll und gut abgesichert agieren zu können.“ Für Vorstände, Aufsichtsräte und Beiräte komme es deshalb darauf an, Entscheidungsprozesse strukturiert vorzubereiten, Informationsgrundlagen sauber aufzubauen und zentrale Abwägungen nachvollziehbar zu dokumentieren. Dr. Philipp Müller, Counsel bei Skadden, erläuterte anschließend die juristischen Grundlagen der Geschäftsleiterhaftung. Basis aller Beurteilungen seien die Sorgfaltspflichten nach § 43 GmbHG und § 93 AktG. Entscheidend sei die Unterscheidung zwischen unternehmerischen Entscheidungen, geschützt durch die Business Judgment Rule, und rechtlich gebundenen Entscheidungen, bei denen kein Ermessensspielraum besteht. Müllers zentrale Botschaft: Eine rechtliche Bewertung orientiert sich weniger am Erfolg einer Entscheidung als an der Qualität des Entscheidungsprozesses. Dr. Michael Albrecht, Partner bei Skadden, stellte das Bild der „sicheren Häfen“ des Gesellschaftsrechts in den Mittelpunkt. Für jede Entscheidung müsse zunächst der passende rechtliche Rahmen identifiziert werden. Darauf aufbauend seien Prozesse strukturiert aufzusetzen, Interessenkonflikte zu vermeiden, Informationsgrundlagen sauber zu erarbeiten und Alternativen vollständig zu bewerten. Entscheidend sei eine lückenlose und strukturierte Dokumentation, auch weil mögliche Haftungsfragen häufig erst Jahre später, etwa bei einem Gesellschafterwechsel, erneut geprüft werden. Maximilian Schäfer, Senior Manager bei W&P, rückte die betriebswirtschaftliche Perspektive zur Entscheidungsabsicherung im M&A-Kontext in den Fokus. Er erläuterte die Rolle von Fairness Opinions als Instrument zur Vorbereitung und Absicherung von Transaktionen und Gremienentscheidungen. „Eine Fairness Opinion schafft Transparenz und Sicherheit: Sie stellt nicht nur die finanzielle Angemessenheit eines Transaktionspreises dar, sondern überprüft auch, ob der gesamte Prozess fair und nachvollziehbar geführt wurde.“ Gerade in komplexen oder sensiblen Situationen wie Distressed-M&A oder Direktverhandlungen werde sie damit zu einem wichtigen Instrument für gut abgesicherte Gremienentscheidungen.  Die praktische Anwendung von Fairness Opinions im Distressed-M&A-Umfeld wurde von Dr. jur. Hubertus Bartelheimer, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P vertieft. Er betonte, wie wichtig eine realistische Einschätzung von Markt- und Prozessaussichten ist. „In manchen Fällen zeigt die Analyse ganz klar: Ein M&A-Prozess ist nicht sinnvoll oder gar nicht durchführbar. Unsere Aufgabe ist dann, realistische Alternativen aufzuzeigen und den Gremien eine belastbare Grundlage für ihre Entscheidung zu geben“, so Bartelheimer. Er betonte, dass Fairness Opinions insbesondere in Sondersituationen wie Eigenverwaltungsverfahren, Nachfolgen oder Direktverhandlungen helfen, Fehlentscheidungen zu vermeiden und Gläubiger- wie Gesellschafterinteressen gleichermaßen transparent zu berücksichtigen. Sie schaffen damit eine objektive Entscheidungsbasis auch dort, wo Marktmechanismen oder Strukturen gegen einen Verkauf sprechen. Die abschließende Diskussion aller Referenten machte deutlich: Professionelle Entscheidungsprozesse sind der stärkste Schutz vor Haftung und Fehlentwicklungen. Struktur, Dokumentation und externe Expertise, insbesondere Fairness Opinions, schaffen Transparenz, sichern Gremienentscheidungen ab und verhindern wirtschaftlich oder strategisch falsche Schritte. Unternehmen, die diese Instrumente konsequent nutzen, handeln schneller, sicherer und resilienter – gerade in Sondersituationen oder unter Zeitdruck.
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Event, 09.04.2026
Digitalevent
09.04.2026
Nach den erfolgreichen Workshops zur Liquiditäts- und Bilanzplanung vertiefen wir im Fresh-up-Webinar die kurzfristige Liquiditätsplanung.Im Mittelpunkt stehen die zentralen Steuerungsparameter zur Plausibilisierung einer kurzfristigen Liquiditätsplanung sowie bewährte Maßnahmen zur Liquiditätssicherung. Wir analysieren typische Fehlerquellen, identifizieren operative Erfolgshebel und zeigen, wie Quick-Checks zur fundierten Plausibilisierung der Liquiditätsplanung eingesetzt werden können. Anhand einer praxisnahen Case Study wenden die Teilnehmenden die Methodiken in Kleingruppen direkt an. In diesen Breakout-Sessions werden konkrete Lösungsansätze erarbeitet, anschließend im Plenum diskutiert und durch gezielte fachliche Impulse geschärft. Ziel des Webinars ist es, die methodische Sicherheit zu stärken, um die Plausibilität einer Liquiditätsplanung frühzeitig zu validieren.
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News, 10.03.2026
10.03.2026
Die aktuelle Restrukturierungspraxis zeigt immer deutlicher: Operative Sanierungsmaßnahmen allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, ob das zugrunde liegende Geschäftsmodell noch tragfähig ist – und wie Unternehmen ihre strategische Ausrichtung im Zuge einer Sanierung weiterentwickeln. Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung der Eventreihe „Restructuring Lounge: Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit SGS Management GmbH und Management Link im Haus der Industrie in Wien. Die Gastgeber des Abends, Daniel Emmrich, Partner für Restrukturierung & Sanierung bei W&P, und Dr. Christoph Strobl, Managing Partner SGS Management GmbH, betonten einleitend: Operative Restrukturierung sichert in einem ersten Schritt die Existenz durch Stabilisierung des Unternehmens – langfristige Zukunftsfähigkeit entsteht jedoch in einem zweiten Schritt mit Fokus auf die strategische Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. „Restrukturierung & Sanierung ohne strategische Perspektive ist zum Scheitern verurteilt. Deshalb setzen wir bei Restrukturierungs- und Sanierungsprojekten im ersten Schritt auf die Existenzsicherung und im zweiten Schritt auf eine wertbasierte, strategische Ausrichtung,“ so Emmrich. Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P, verdeutlichte entsprechend mit Blick auf den Wandel in Bau- und Chemiebranche: „Heute müssen oft kurzfristige Entscheidungen getroffen werden – ohne sich gleichzeitig im ‚Firefighting‘ zu verzetteln. Der langfristige Weitblick entscheidet.“ Auch im Maschinen- und Anlagenbau erhöhe die Vielzahl und Dynamik der Veränderungstreiber den Handlungsdruck auf Geschäftsmodelle und Wettbewerbspositionen deutlich. Da ein überaltertes Geschäftsmodell eines der Top-3 Krisenursachen in Unternehmen ist, zeigten Daniel Emmrich und Anna-Katharina Waldner, Managerin bei W&P: Im Zentrum der Rekonfiguration des Geschäftsmodells steht die „wertgetriebene Restrukturierung“. Wenn es gelingt, den Nutzen für Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und Partner zu optimieren, partizipiert das Unternehmen am geschaffenen Mehrwert und stellt dadurch eine entsprechende Marge sicher. Für Waldner ist klar: „Wenn sich der Wind dreht, muss Krisenbewältigung als Chance zur Neuausrichtung erkannt werden.“ Eine internationale, geopolitische Perspektive brachte Ralph Wiegand, Head of China Desk bei Management Link GmbH, ein und zeigte Erfolgsfaktoren für europäische Mittelständler im chinesischen Markt. Die Basis sei vor allem ein Verständnis für das „neue Mindset" im Land der Mitte. Wem es gelinge, einen "Fit" im "Eco-System China“ aufzubauen, werde langfristig profitieren. Ein lokales Netzwerk zur Provinzregierung, Lieferanten und Kunden spiele eine entscheidende Rolle. Entsprechend setze der China Desk von ML exakt hier auf, um notwendige Strukturen vor Ort pragmatisch aufzubauen.  Im Lounge Talk mit Dr. Clemens Jaufer, Rechtsanwalt, diskutierten die Referenten über verschiedene Perspektiven der Restrukturierung mit Fokus auf das Geschäftsmodell. Jaufer zeichnete dabei das Bild eines Segelschiffs in schwerer See und differenzierte zwischen Situationen in welchen kontinuierliche Bewegung der Schlüssel zum Erfolg ist und wo Stillstand, Standortbestimmung und Neuorientierung essenziell sind. Eine besondere Perspektive auf Krisenmanagement eröffnete die Keynote von Prof. Dr. Markus Rex, Klima- und Polarforscher sowie Leiter der MOSAiC-Arktisexpedition. Seine Einblicke in die Dynamik des arktischen Klimas zeigten eindrucksvoll, dass langfristige Entwicklungen weniger durch Einzelereignisse als durch strukturelle Veränderungen geprägt werden – eine Erkenntnis, die sich auch auf wirtschaftliche Transformationsprozesse übertragen lässt. Die Restructuring Lounge machte deutlich: Nachhaltige Sanierung beginnt nicht erst mit der Stabilisierung – sie erfordert zugleich die konsequente Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. Weitere Termine & Anmeldung für die Restructuring Lounges in Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, München und Linz unter https://www.wieselhuber.de/aktuelles/-/Veranstaltungen/.
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Event, 13.04.2026
Stuttgart
13.04.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, wir blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Zum Abschluss ist es uns gelungen einen hochkarätigen Keynote Speaker für unsere Veranstaltung zu gewinnen, der uns auf eine Reise weit über den Tellerrand der gestaltenden Sanierung mitnehmen wird. Die Restructuring Lounge lebt von ihrer Kontinuität – und von den Menschen, die sie prägen. Umso mehr würden wir uns freuen, wenn Sie auch dieses Jahr in Wien wieder Teil dieses Formats sind oder es erstmals kennenlernen.
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Event, 14.04.2026
Digitalevent
14.04.2026
Im Zentrum dieses Webinars steht das gemeinsame Gespräch klassischer Vertreter im Gläubigerausschuss. Ziel ist es, die Arbeit des Ausschusses in allen Phasen aus verschiedenen Blickwinkeln transparent zu machen und die zentralen Spannungsfelder zwischen Gläubigerinteressen, gerichtlicher Einflussnahme, Kundenanforderungen und der Rolle des Verwalters offen zu diskutieren. Statt eines reinen Vortrags rücken wir die interaktive Diskussion zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Gerichte, Lieferanten, Banken und des Pensionssicherungsvereins in den Mittelpunkt. Wie entstehen Mehrheiten? Wo kollidieren Interessen? Wer prägt die strategischen Entscheidungen tatsächlich?
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Event, 14.04.2026
Digitalevent
14.04.2026
Der Maschinen- und Anlagenbau steht im Spannungsfeld aus globalem Wettbewerbsdruck, steigender Komplexität und einer wachsenden Erwartung an digitale, vernetzte und energieeffiziente Lösungen. Gleichzeitig werden Innovationszyklen kürzer, Kundenanforderungen individueller und technologische Sprünge – insbesondere durch KI, Automatisierung und neue Materialien – zum entscheidenden Differenzierungsfaktor. In diesem Umfeld reicht inkrementelle Produktverbesserung längst nicht mehr aus. Unternehmen benötigen eine klare, konsequent umgesetzte Innovationsstrategie, die technologische Leitplanken setzt, Portfolios fokussiert und neue Geschäftsmodelle erschließt. Nur so gelingt es, Innovationsaufwand in marktwirksame Ergebnisse zu übersetzen und die eigene Wettbewerbsposition nachhaltig zu stärken. In unserem Webinar zeigen wir, wie Maschinen- und Anlagenbauer systematisch neue Geschäftsfelder entwickeln, tragfähige Diversifikationsstrategien aufsetzen und ihr bestehendes Kerngeschäft gezielt erweitern – um so zusätzliche Wachstumsquellen zu erschließen und die eigene Resilienz im volatilen Marktumfeld zu stärken.
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Event, 15.04.2026
Digitalevent
15.04.2026
Nicht-performende Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften stellen Unternehmen in der Konsumgüterbranche gerade in konjunkturell anspruchsvollen Zeiten vor erhebliche Herausforderungen: Sie binden Kapital, Management-Attention und müssen von profitablen Geschäften quersubventioniert werden. Damit beeinträchtigen sie die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Gesamtunternehmens. Fakten und Erkenntnisse zu schwachen oder defizitären Geschäftsbereichen liegen meist vor und sind Entscheidern bekannt. Aber was tun? Kann man das Geschäft strategisch transformieren? Muss man hart sanieren? Oder ist das Filetieren z. B. durch Carve Out oder Veräußerung der richtige Weg? Antworten und Handlungsoptionen sind zu prüfen und konsequente Entscheidungen im Management- und Gesellschafterkreis herbeizuführen. In der Realität fehlt häufig die Transparenz und Entscheidungen werden auf die lange Bank geschoben, was die Situation in aller Regel verschlimmert und den Handlungsspielraum weiter einengt. Lernen Sie in unserem Webinar spannende Praxisbeispiele, wie man Lösungen findet.
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Event, 15.04.2026
Frankfurt am Main
15.04.2026
Verhandlungen prägen die entscheidenden Momente in M&A- und Finanzierungsprozessen. Doch so rational wir Entscheidungen auch treffen möchten – Forschung und Praxis zeigen: Psychologie, Spieltheorie und sogar medizinische Erkenntnisse haben oft das letzte Wort. Unsere Expertin Yurda Burghardt bringt in ihrem Vortrag „8 Erfolgsfaktoren kritischer High-Stakes-Verhandlungen“ umfangreiche Erfahrung in Sales, Business Development und Entscheidungspsychologie mit. In der Vergangenheit hat sie u. a. zahlreiche europäische Großkonzerne, vermögende Privatpersonen, aber auch Parteien beraten, wenn es um Unternehmensverkäufe, Finanzierungsstrategien und komplexe Verhandlungssituationen ging. Sie zeigt praxisnah, wie man entscheidende Verhaltensmuster erkennt, seine Verhandlungen optimiert und strategische Entscheidungen besser steuern kann.
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News, 05.03.2026
05.03.2026
Digitale Technologien, neue Vertriebskanäle und veränderte Verbraucherpräferenzen stellen traditionelle Strategien in Frage. Gleichzeitig bieten sie Chancen für Hersteller und Apotheken, sich neu zu positionieren. Klar ist: Der OTC-Markt 2025 ist geprägt von Digitalisierung, neuen Vertriebswegen, natürlichen Alternativen, steigendem Preisdruck und agilem Management. In diesen Feldern wird sich entscheiden, wer zukünftig Erfolg hat. Unternehmen sollten diese Trends nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten – mit Weitsicht und der Bereitschaft, gewohnte Pfade zu verlassen. Wer Tradition und Innovation geschickt verbindet, wird auch weiterhin als Gesundheitspartner bestehen. Jürgen Gottinger, Mitglied der Geschäftsleitung, und Luca Bischoff, Branchenexperte bei Dr. Wieselhuber & Partner, in der Fachzeitschrit "Die erfolgreiche Apotheke"  
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Event, 21.04.2026
Digitalevent
21.04.2026
Erbschafts- und schenkungssteuerliche Fragen beeinflussen Sanierungen häufiger als gedacht. Haltefristen, Verschonungsregeln und individuelle Gesellschafterstrukturen können Transaktionen in der Krise blockieren und damit die gesamte Restrukturierungsstrategie bestimmen. In jüngsten Fällen war ein Verkauf aufgrund drohender Steuerbelastungen nicht möglich – mit direkten Konsequenzen für Finanzierung, Zeitplan und Sanierungsoptionen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob diese steuerlichen Mechanismen auch in der Insolvenz fortgelten und damit schon bei der Nachfolgeplanung beachtet werden müssen. Der Executive Dialog gibt einen kompakten Überblick über relevante Grundlagen, ordnet die praktische Bedeutung für Transaktionsstrukturen und Restrukturierungsmaßnahmen ein und diskutiert, welche Präventivmaßnahmen vor Schenkungen getroffen werden können und, welche nachträglichen Sanierungsmaßnahmen ohne Gefährdung der Steuerneutralität möglich bleiben. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmerfamilien, Gesellschafter, CFOs und Berater, die Sanierungen ganzheitlich – und steuerlich belastbar – gestalten wollen.
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Event, 21.04.2026
Frankfurt am Main
21.04.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, wir blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet.
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News, 04.03.2026
04.03.2026
Wie lassen sich Organisationskosten wirksam senken, ohne in einen reinen Sparmodus zu verfallen? Wie gelingt es, Effizienz und Effektivität so zu steigern, dass das Geschäftsmodell gestärkt statt ausgehöhlt wird? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffkosten, Lieferkettenstörungen, wachsender Insolvenzen und zunehmendem Druck im Mittelstand positionierte Jens Ekopf, Managing Partner und Leiter Business Performance Improvement, Organisationskosten als strategischen Hebel. Kostensenkung sei kein isoliertes Sparprogramm, sondern Teil einer konsequent am Geschäftsmodell ausgerichteten Transformation. Zentral sei dabei ein klarer strategischer Rahmen: „Zuerst müssen die strategischen Leitplanken und der Kern des Geschäftsmodells klar festgelegt werden – denn ohne diesen Rahmen fehlt die Orientierung, um Leistungen und Strukturen sinnvoll zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln.“ Erst auf dieser Basis lasse sich das interne Leistungsportfolio systematisch hinterfragen – hinsichtlich der Notwendigkeit von Leistungen, angemessener Servicelevel, organisatorischer Verortung und effizienter Prozessgestaltung. Abhängig von Ausgangslage und Ambition, zeigen Projekterfahrungen Potenziale von 20 bis 30 Prozent, kurzfristig über Servicelevel-Anpassungen, mittelfristig über Reorganisation und die Ausgestaltung eines belastbaren Target Operating Models. Dass solche Programme weit mehr sind als eine analytische Aufgabenstellung, betonte Leonard Kluck, Senior Manager und Leiter People & Transformation. Leistungsanalysen erzeugten spürbaren Druck, da Mitarbeitende ihre Rolle, Beiträge und Perspektiven neu bewerten. Veränderungsprozesse durchliefen typische emotionale Phasen – von Verunsicherung bis Akzeptanz – und würden in ihrer Wirkung häufig unterschätzt. Transparente Kommunikation, klare Moderation und die gezielte Einbindung konstruktiver Stakeholder seien daher entscheidend, um Dynamik produktiv zu nutzen und Widerstände aktiv zu moderieren. „Veränderungsprogramme sind nie nur eine Excel-Übung. Hinter jeder Maßnahme stehen Menschen, Emotionen und Erwartungen. Entscheidend ist, diese Dynamik ernst zu nehmen, transparent zu kommunizieren und die Organisation Schritt für Schritt durch die Veränderung zu führen.“ In der Werkstattdiskussion, moderiert von Seyma Bosluk, Senior Expert Cost & Controlling Excellence, rückten drei Praxisfragen in den Fokus. Erstens: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Programme zur Organisationskostensenkung? Die Erfahrung zeigt: Viele Unternehmen reagieren erst unter sichtbarem Ergebnisdruck oder bei steigenden Overhead-Quoten, obwohl ein frühzeitiges, proaktives Handeln größere Gestaltungsspielräume eröffnet. Zweitens: Woran lässt sich erkennen, dass Overhead-Strukturen aus dem Gleichgewicht geraten? Neben Benchmarks wurden vor allem interne Warnsignale wie zunehmende Komplexität, überfrequente Reports ohne klaren Nutzen, lange Abstimmungsprozesse oder eine vom Kerngeschäft entkoppelte Kostenentwicklung diskutiert. Drittens: Wie lassen sich politische oder emotionale Widerstände vermeiden? Im Zentrum standen Transparenz, ein klares Narrativ und die frühzeitige Einbindung der Funktionsbereiche, um Energie in konstruktive Mitarbeit statt in Blockade zu lenken. Deutlich wurde: Die nachhaltige Senkung von Organisationskosten gelingt nur, wenn strategische Klarheit, analytische Stringenz und professionelles Change-Management konsequent zusammengedacht werden.
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Event, 22.04.2026
Frankfurt am Main
22.04.2026
Am 22. April 2026 findet wieder die Deutsche Investorenkonferenz statt, das zentrale Treffen für Mittelstands-Private-Equity in Deutschland.Diese Highlights erwarten Sie unter anderem: Private Equity trifft Steuerberatung: Einblicke in den Aufbau einer „Buy-and-Build“-Plattform Private Equity im Defense-Fieber: nachhaltiges Wachstumspotential oder viel Hype um nichts? Hoher Leverage, anstehende Sanierung – und jetzt? So vermeidet man Stolpersteine in der Sanierung Operative Value Creation jenseits der Theorie: Was Daten aus über 30.000 Maßnahmen über Wertsteigerung verraten Zwischen Outperformance und Exit-Stau: Wo LPs neue Investmentchancen sehen  Keynote: Wie Private Equity Europas Reindustrialisierung und Souveränität mitgestaltet … und natürlich ganz viel Raum zum Netzwerken mit alten Bekannten und neuen Kontakten.  Folgende W&P Kollegen wirken als Referierende mit dem Thema "Hoher Leverage, anstehende Sanierung – und jetzt? So vermeidet Private Equity Stolpersteine in der Sanierung" (15.00 - 15.30 Uhr) mit: Volker Riedel, Geschäftsführender Gesellschafter Matthias Müller, Partner Weitere Infos zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
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Best Case
03.03.2026
Die BMK Group GmbH & Co. KG, ein führender Anbieter von Electronic Engineering und Electronic Manufacturing Services (EMS), plante auf ihrem erfolgreichen Wachstumspfad eine Neuausrichtung der Führungsorganisation. Die bestehende Organisation sollte überprüft und gezielt weiterentwickelt werden, um den zukünftigen Anforderungen aus neuen Geschäftsfeldern, steigender Komplexität und inter-nationaler Aufstellung gerecht zu werden. Ziel des Projekts: Die Entwicklung eines klaren und zukunftsfähigen Zielbilds der Führungsorganisation mit klarer Ausrichtung von Geschäftsbereichen. W&P begleitete BMK strukturiert bei der strategischen Ausrichtung der Geschäftsfelder und konzeptionellen Ableitung einer daraus resultierenden Aufbau- und Ablauforganisation. „Ich schätze die vertrauensvolle und kompetente Zusammenarbeit mit W&P. Die strategische Neuausrichtung der Organisation hat sich in Zeiten volatiler Märkte als richtig erwiesen," so Alois Knöferle, Geschäftsführender Gesellschafter BMK Group. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Industrielle Automation & Elektrotechnik bei W&P, konkret vorging? Jetzt reinlesen.
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Event, 23.04.2026
Digitalevent
23.04.2026
Künstliche Intelligenz ist in vielen Serviceorganisationen angekommen – doch wie gelingt der Schritt vom spannenden Pilotprojekt zu echtem, messbarem Mehrwert im Alltag? In diesem interaktiven Online-Impuls beleuchtet Oliver Rörig (Partner, W&P), welche KI-Use Cases im technischen Service tatsächlich Wert schaffen und wie sich deren Nutzen schnell und nachvollziehbar quantifizieren lässt. Ein besonderer Fokus liegt auf den entscheidenden Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Skalierung. Dabei geht es nicht nur um Technologie, sondern vor allem um den Menschen: Wie gelingt Adoption und Change? Wie können Mitarbeitende mitgenommen, Vertrauen aufgebaut und klare Leitplanken geschaffen werden, damit KI im täglichen Service wirklich entlastet und die Qualität spürbar verbessert? Freuen Sie sich auf Praxisbeispiele aus dem Service, einen offenen Austausch sowie Live-Polls und eine Q&A-Session, die den Impuls interaktiv und praxisnah machen. Anmeldung über folgenden ZOOM-Link!
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Event, 29.04.2026
Frankfurt am Main
29.04.2026
In einer Zeit, in der Zinsen, Risikoparameter und Marktmechanismen die Finanzierungspraxis neu definieren, ist eine zentrale Plattform für Entscheidende der Immobilien- und Finanzwirtschaft unverzichtbar. Auf der Jahreskonferenz Finanzierung bei Gastgeber Helaba diskutieren führende Experten, wie Banken ihre Kreditbereitschaft ausrichten, welche Strategien Projektentwickler und Investoren benötigen, um Projekte trotz engerer Eigenkapitalanforderungen zu realisieren, und wie innovative Kapitalstrukturen – von Mezzanine und Alternative Debt bis zu digitalen Tools und KI-gestützten Plattformen – Effizienz und Präzision in der Finanzierung steigern. Ihr Nutzen: Vernetzen Sie sich mit Spitzenkräften aus Banken, Fonds, Investment und Projektentwicklung, gewinnen Sie neue Impulse für Ihre Finanzierungsstrategie und gestalten Sie aktiv die Zukunft des Real Estate Finance. Christian Groschupp, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner, wird auf der Jahreskonferenz Finanzierung am 29. April 2026 einen Impulsvortrag zu der entscheidenden Frage halten: „Wie gelingt Restrukturierung in einem Umfeld aus Vertrauenskrise, ESG-Vorgaben, KI und Kapitaldruck?“ Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung finden Sie hier.
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News, 26.02.2026
26.02.2026
Leistung und Produktivität sind entscheidend für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen – doch wie lassen sich diese konkret messen und gezielt steigern? Welche Rolle spielt People Performance als Steuerungsgröße, und wie können Unternehmen steigenden Personalkosten und stagnierender Produktivität wirksam begegnen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs. „Die Produktivitätsentwicklung im deutschen Mittelstand ist alarmierend: Seit Jahren stagniert das Wachstum, die Personalkosten steigen und gleichzeitig rutschen wir im europäischen Vergleich immer weiter ab. Genau deshalb sind Produktivität und Personalkosteneffizienz jetzt entschlossener denn je anzugehen“, so einleitend Jens Ekopf, Managing Partner bei W&P. Leonard Kluck, Head of People & Transformation bei W&P, dazu: „Performance entsteht dort, wo der Zusammenhang von Input und Output ehrlich betrachtet wird – und die vielen Stellhebel zwischen Menschen, Strukturen und Kultur so ausgerichtet werden, dass echte Wertschöpfung möglich wird.“ Entscheidend sei die Balance zwischen eingesetzten Ressourcen und erzieltem Output – ein Verhältnis, das in vielen Unternehmen aus dem Gleichgewicht geraten sei. Gleichzeitig werde Performance häufig zu eindimensional diskutiert, obwohl sie das Zusammenspiel von People Performance, Business Performance, Struktur, Steuerung und Kultur erfordere. Daraus ergibt sich auch eine klare Rolle für HR als strategischer Übersetzer zwischen Unternehmensstrategie und operativer Umsetzung. Die Ergebnisse des „W&P People Performance & Transformation Check-ups“, vorgestellt von Dr. Valerie Kaiser, Senior Expert People & Transformation bei W&P, bestätigten den Handlungsbedarf über alle Branchen hinweg. People Performance ist ein zentrales „Zahnrad“ für die gesamte Business Performance, während zugleich in vielen Unternehmen eine deutliche Lücke zwischen Zielbild und Umsetzung besteht. Häufig werde Performance zwar gemessen, aber nicht konsequent gesteuert: Es fehlen klare Verantwortlichkeiten, Prioritäten und konsistente Kennzahlensysteme. Gleichzeitig sei die strategische Verankerung entscheidend – Performance müsse sich in Organisation, Rollen, Vergütung und Kultur widerspiegeln. Kaiser zieht auch eine positive Perspektive aus den Umfrageergebnissen: „Unternehmen haben ein gemeinsames Verständnis davon, wohin sich ihre Organisation entwickeln muss – und sie priorisieren dieses Ziel aktiv. Das bestehende Delta zwischen Ist und Soll ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein klarer Kompass für die nächsten Schritte. Genau darin liegt die Chance!“ Fazit der Werkstatt-Diskussion: Nachhaltige Performance funktioniert nur ganzheitlich, einzelne Instrumente greifen zu kurz. Entscheidend ist ihre konsistente Verknüpfung in einer klaren Steuerungslogik. HR kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, um Strategie, Struktur und Umsetzung zu verbinden und Performance wirksam in der Organisation zu verankern. Denn Transformation bedeutet letztlich auch, wieder performanter zu werden und so entscheidende Wettbewerbsvorteile zu sichern.
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News, 26.02.2026
26.02.2026
Wie gelingt es, Vertriebsorganisationen in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld die Bremse zu lösen und wieder auf Wachstumskurs zu bringen? Mehr Leads, höhere Vertriebseffektivität und spürbare Umsatzhebel – wie funktioniert das? Antworten gab es beim digitalen W&P Executive Dialog, in dem der etablierte W&P Sales Power Boosting-Ansatz und Praxisbeispiele mit konkreten Erfolgshebel und notwendige Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfung im Vertrieb – von Strategie und Kundenbearbeitung bis hin zu Steuerung, Prozessen und Datenbasis – vorgestellt wurde.  „Nachdem viele Unternehmen klassische Performancethemen bereits bearbeitet haben, sehen wir heute viele neue Herausforderungen. Insbesondere sinkende Nachfrage, steigender Preisdruck, zunehmender Wettbewerb setzten Vertriebsorganisationen unter Druck, während Defizite in Datenmanagement und Prozessdurchgängigkeit bestehen,“ so einleitend Dr.-Ing. Dirk Artelt, Managing Partner W&P. Entscheidend sei daher die konsequente Weiterentwicklung des Vertriebs: „Der größte Hebel ist die Vitalisierung der Vertriebsmannschaft: weg von einem reaktiven hin zu einem proaktiven Vertrieb, der Marktveränderungen aktiv nutzt und auf veränderte Kundenbedarfe eingeht.“ Voraussetzung dafür sind eine klare strategische Ausrichtung, höhere Transparenz entlang der Pipeline sowie die systematische Nutzung von Daten.  Ferdinand Fiedler, Senior Manager und verantwortlich für den Bereich Sales Excellence bei W&P, stellte entsprechend die zentrale Frage nach der Durchschlagskraft des Vertriebs in schwierigen Marktphasen in den Mittelpunkt. Viele Organisationen bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück, da sie erfolgsverwöhnt zu stark reaktiv agieren und strukturelle Defizite aufweisen. „Oftmals läuft der Vertrieb unter Potenzial, weil er zu stark personengetrieben statt wirklich systematisch arbeitet — ohne klare strategische Ausrichtung, fehlende definierte Zielkunden, ohne saubere Pipeline-Transparenz und ohne eine kennzahlengestützte Steuerung, die Entscheidungen auf Zahlen, Daten und Fakten stützt. Besonders wichtig ist in herausfordernden Zeiten eine saubere Verzahnung mit angrenzenden Bereichen Marketing, Service & Produktmanagement, um Reibungsverluste zu minimieren und gemeinsam am gleichen Strang zu ziehen.“ Der W&P-Ansatz „Sales Power Boosting“ unterstützt Unternehmen dabei, kollaborativ gezielt an diesen Schwachstellen anzusetzen: In einem kompakten, datengetriebenen PowerCheck werden innerhalb von rund zwei Wochen gemeinsam Transparenz und ein belastbares Lagebild geschaffen – basierend auf CRM- und ERP-Daten, Benchmarking und Interviews. Darauf aufbauend werden die wirksamsten Hebel ausgearbeitet, priorisiert und in eine klare Umsetzungsroadmap überführt. Die Umsetzung erfolgt in agilen 14-Tage-Sprints, mit dem Ziel, die Mitarbeitenden zu befähigen, zu motivieren und bereits nach wenigen Wochen messbare Ergebnisse zu erzielen. Stefan Lehmann, Experte für Vertrieb & Pricing bei W&P, zeigte anhand von Praxisbeispielen, wie Transparenz und Benchmarking konkrete Verbesserungen ermöglichen. „Unser Reifegradmodell schafft die Transparenz, die Vertriebsorganisationen strategisch benötigen: Es zeigt klar, in welchen Dimensionen Standards fehlen, wo heterogene Vorgehensweisen den Fortschritt verhindern und an welchen Hebeln eine systematische Vertriebsentwicklung ansetzen muss, “ so Lehmann. Insbesondere der Vergleich zwischen Regionen oder Ländereinheiten offenbart häufig deutliche Unterschiede – etwa in der Segmentierung oder Kundenbearbeitung – und liefert damit konkrete Ansatzpunkte für Standardisierung und Professionalisierung. Gleichzeitig werden Best Practices sichtbar, die als Benchmark dienen und den Wissenstransfer innerhalb der Organisation fördern.  Deutlich wurde: Erfolgreicher Vertrieb erfordert heute mehr als operative Exzellenz. Entscheidend sind eine klare strategische Ausrichtung, datenbasierte Steuerung, konsequente Priorisierung und eine aktivierte Vertriebsmannschaft. Nur so lassen sich in einem herausfordernden Marktumfeld nachhaltige Wachstumsimpulse realisieren und die Topline gezielt stärken.
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Event, 05.05.2026
Digitalevent
05.05.2026
Das Ausproduktionsszenario ist häufig ein sensibler aber höchstrelevanter Entscheidungspunkt. Entscheidend ist dabei nicht nur, wie gerechnet wird, sondern vor allem, zu welchem Zeitpunkt die Entscheidung für oder gegen eine Ausproduktion getroffen wird. Welche Erwartungshaltungen haben Gläubiger an Inhalt, Tiefe und Planung der Vergleichsrechnung, und wie lässt sich das Szenario operativ belastbar und nachvollziehbar abbilden? Im Executive Dialog gehen wir der Frage nach, wann eine Ausproduktion der bessere Case ist und in welchen Branchen sie realistisch tragfähig sein kann. Anhand von Praxisbeispielen diskutieren wir die Erwartungen der Gläubiger, typische Planungsprämissen sowie die operative Umsetzung in der Realität und schaffen damit Klarheit und Entscheidungssicherheit.
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News, 25.02.2026
25.02.2026
Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit BCLP und Elvinger Hoss Prussen stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in Luxemburg und Deutschland auf Restrukturierungen, Insolvenzantragslogiken und Sicherheitenstrukturen auswirken. Im Fokus: Handlungsoptionen sich für Banken, Investoren und Unternehmen in grenzüberschreitenden Finanzierungs- und Immobilienstrukturen. „Grenzüberschreitende Finanzierungsstrukturen sind heute Standard. Es ist also entscheidend, Restrukturierungsinstrumente nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel zu denken,“ so einleitende Volker Riedel, Managing Partner W&P. Die unterschiedliche Ausgestaltung der Insolvenzsysteme beider Länder adressierten Christian Spatz, Rechtsanwalt bei BCLP und Michel Nickels, Partner bei Elvinger Hoss Prussen in ihrem fachlichen Einstieg. Im Zentrum standen unter anderem Insolvenzeröffnungsgründe: Während Luxemburg kumulativ auf Zahlungsunfähigkeit und Kreditunwürdigkeit abstellt, kennt das deutsche Recht zusätzlich den zentralen Eröffnungsgrund der bilanziellen Überschuldung. Daraus ergeben sich unterschiedliche zeitliche Eintrittspunkte für Restrukturierungsmaßnahmen. Moderiert von W&P Partner Christian Groschupp diskutierten im anschließenden Fokustalk Christian Spatz, Michel Nickels und Nicolas Steichen, Partner bei Elvinger Hoss Prussen, die praktischen Unterschiede und strategischen Implikationen beider Systeme, die sich unmittelbar auf die Durchsetzbarkeit von Restrukturierungslösungen auswirken. Deutlich wurde: Eine klare Trennung zwischen operativer und finanzieller Restrukturierung ist in beiden Ländern erforderlich und die Qualität der Vorbereitung entscheidet maßgeblich über Geschwindigkeit und Erfolg des Verfahrens . „StaRUG-Verfahren können sehr schnell umgesetzt werden –  wenn die konzeptionelle Grundlage stimmt,“ so Groschupp. Nicolas Steichen zeigte die Stärken des luxemburgischen Sicherheitenregimes, das auf Finanzgarantieverträgen basiert und weit gefasste Sicherheitenkategorien umfasst. Besonders relevant ist die Flexibilität bei der Verwertung: Verwertungsereignisse können vertraglich definiert werden, eine private Durchsetzung ist ohne gerichtliche Beteiligung möglich. Gläubiger können zudem über Stimm- und Informationsrechte aktiv Einfluss auf Restrukturierungen nehmen. Michel Nickels erläuterte das luxemburgische Reorganisationsverfahren, das seit 2023 in Kraft ist und eine Restrukturierung unter gerichtlicher Aufsicht ermöglicht. Zentrales Eintrittskriterium ist die Gefährdung des Unternehmens – unabhängig davon, ob bereits Insolvenzkriterien erfüllt sind. Damit eröffnet das Verfahren einen deutlich erweiterten Handlungsspielraum, auch in fortgeschrittenen Krisensituationen. Die abschließende Werkstatt-Diskussion zu Fragen rund um Gläubigerrechte, Zwangsversteigerung und Besonderheiten bei Immobiliengesellschaften machte deutlich: Grenzüberschreitende Restrukturierungen erfordern ein tiefes Verständnis der jeweiligen rechtlichen Instrumente sowie ihrer praktischen Anwendung. Entscheidend ist dabei nicht nur die Wahl des geeigneten Verfahrens, sondern insbesondere dessen frühzeitige und strategisch durchdachte Anwendung im Zusammenspiel von rechtlicher, finanzieller und operativer Perspektive.  
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Event, 06.05.2026
Herborn
06.05.2026
Das 116. AFSMI Chapter Meeting bei der Rittal GmbH & Co KG in Herborn steht an. Das Schwerpunkthema ist: Digitale Daten und der Mensch. Rittal ist ein weltweit führender Anbieter von Schaltschranksystemen, Automatisierungs- und Infrastrukturlösungen für Industrie und IT. Oliver Rörig, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner, wird am Donnerstag, den 7. Mai 2026, im „Break-out“ einen Workshop zum Thema „KI-Adoption im Service in 30 Tagen: Use Case schärfen, Leitplanken setzen, Umsetzung starten“ halten. Digitale Daten entstehen heute überall – in Maschinen, Systemen, Prozessen und Services. Sie versprechen Effizienz, Transparenz und bessere Entscheidungen. Gleichzeitig bleibt eine zentrale Frage: Wo bleibt der Mensch in dieser datengetriebenen Welt – und wer führt eigentlich wen? Genau daran knüpft das 116. AFSMI Chaptermeeting bei Rittal in Herborn an: mit Praxisimpulsen, ehrlichen Einblicken und offenem Austausch darüber, wie Technologie und Mensch gemeinsam Zukunft gestalten können – denn am Ende geht es nicht nur um Daten, sondern darum, was wir als Menschen daraus machen. Im Anschluss wird diese Leitfrage in konkrete Umsetzung für den Service übersetzt: In einem kompakten 90-Minuten-Workshop wird in zwei parallelen Gruppen jeweils einen umsetzbaren Startplan entlang zweier Use Cases erarbeitet: „AI-powered Fieldforce of the Future“ und „AI-powered Service Sales Boost“. Ziel ist es, KI nicht als reines IT-Projekt zu behandeln, sondern als Hebel für Service-Performance im Alltag zu verankern. Jede Gruppe schärft den Use Case aus Rollen- und Nutzenperspektive („What’s in it for me?“), definiert minimale Leitplanken (Human-in-the-loop, Qualität, Datenschutz) und entwickelt einen konkreten 30-Tage-Plan inklusive schlankem Mess-Set für Adoption und Wertbeitrag. Ergebnis ist ein sofort nutzbarer One-Pager pro Use Case – plus klare nächste Schritte für Pilotierung und Skalierung. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung finden Sie hier.
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News, 24.02.2026
24.02.2026
Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit Flick Gocke Schaumburg stand die Frage im Mittelpunkt, welche steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten in der Krise tatsächlich tragen – und ob am Ende der Sanierung das Finanzamt über den Erfolg mitentscheidet. W&P Steuerexperte Kai Kramer verdeutlichte anhand einer Fallstudie, wie Rangrücktritte und Forderungsverzichte in Sanierungskonzepten gezielt eingesetzt werden können und welche zentrale Rolle deren steuerliche Behandlung für die Tragfähigkeit der Maßnahmen spielt. Am Beispiel von Intercompany-Darlehen innerhalb eines Konzerns wurde deutlich: Die wirtschaftliche Werthaltigkeit von Forderungen ist die Grundlage für die Wahl des Instruments. Während Rangrücktritte das wirtschaftliche Eigenkapital stärken, ohne unmittelbare steuerliche Effekte auszulösen, führt ein Forderungsverzicht zwar zur bilanziellen Entschuldung, gleichzeitig jedoch zu Erträgen, deren steuerliche Behandlung den Sanierungserfolg maßgeblich beeinflussen kann. „Die Entscheidung über die Steuerfreiheit des Sanierungsertrags ist für das gesamte Konzept absolut entscheidend“, so Kramer. Dr. Alexander Witfeld, Partner, Rechtsanwalt & Steuerberater, Flick Gocke Schaumburg, stellte die steuerliche Perspektive von Restrukturierungen in den Mittelpunkt und betonte die Bedeutung von Planungssicherheit. In manchen Fällen bietet sich eine frühzeitige Abstimmung mit der Finanzverwaltung – etwa über verbindliche Auskünfte – an, um unerwartete Liquiditätsbelastungen zu vermeiden. In anderen Fällen sei auch eine gutachterliche Stellungnahme und angemessene Dokumentation ausreichend. Er zeigte, dass es kein eigenständiges Sanierungssteuerrecht gibt und die relevanten Regelungen aus unterschiedlichen steuerlichen Vorschriften abgeleitet werden müssen. Entsprechend vielfältig ist der „steuerliche Werkzeugkasten“, der von Rangrücktritten und Forderungsverzichten über Step-up-Strukturen und befreiende Schuldübernahmen bis hin zu Lösungen wie Debt-Mezzanine-Swaps, Carve-Outs, einem „Hin- und Herzahlen“ oder Sanierungstreuhandmodellen reicht. In der Werkstatt-Diskussion wurden praktische Herausforderungen weiter vertieft. Moderator und W&P Managing Partner Volker Riedel stellte die Verbindung zwischen steuerlicher Strukturierung und betriebswirtschaftlichem Sanierungskonzept in den Mittelpunkt. „Ohne Sanierungskonzept wird es schwierig sein, steuerfreie Sanierungsgewinne zu generieren“, so Riedel. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die zeitliche Dimension steuerlicher Abstimmungen einen kritischen Faktor darstellt und nur durch frühzeitige, strukturierte Vorbereitung sowie alternative Szenarien beherrschbar ist. „Früh dran sein, entsprechend gut vorbereiten und mitunter auch noch einen Plan B im Köcher haben“, so Kramer. Die Diskussion zeigte: Steuerliche Fragestellungen sind kein Randthema, sondern integraler Bestandteil jeder erfolgreichen Restrukturierung. 
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Event, 07.05.2026
Stuttgart
07.05.2026
In einer dynamischen Wirtschaftswelt reicht es nicht mehr aus, Kosten zu optimieren und bestehende Geschäftsmodelle abzusichern. Langfristige Wettbewerbsfähigkeit entsteht dort, wo Unternehmen gezielt Innovationskraft aufbauen, technologische Entwicklungen vorantreiben und neue Wachstumsfelder erschließen. Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, struktureller Standortnachteile und zunehmenden globalen Wettbewerbs wird Innovation zum entscheidenden Faktor für Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund stellt sich eine zentrale Frage: Quo vadis Innovationsstandort Deutschland? Die Antwort liegt nicht allein in den Unternehmen – sie erfordert einen engen Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik und Förderinstitutionen. Innovationsstrategien, regulatorische Rahmenbedingungen und öffentliche Förderinstrumente müssen stärker zusammengedacht werden, um Geschwindigkeit, Investitionssicherheit und technologische Souveränität zu ermöglichen. Unsere Innovationswerkstatt zeigt, wie führende Unternehmen diese Herausforderungen aktiv angehen. Erleben Sie praxisnahe Einblicke und konkrete Lösungsansätze – aus der Praxis für die Praxis – wie Unternehmen ihre Resilienz stärken und sich zukunftssicher aufstellen.
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Best Case
23.02.2026
Die Banner GmbH mit Sitz in Österreich ist mit seinen Business Units „Automotive“ und „Energy Solutions“ ein international führender Anbieter von Batterielösungen. In einem Marktumfeld mit hoher Wettbewerbsintensität stand die Vertriebseinheit „Energy Solutions“ in Deutschland vor der Herausforderung, an den Erfolg in Österreich und der Schweiz anzuknüpfen. In einem vorausgegangenen Projekt wurde gemeinsam mit W&P bereits ein Konzept zur strategischen Geschäftsentwicklung definiert. Diese Strategie sollte nun umgesetzt, operativ begleiten und erste Vertriebserfolge gewährleistet werden. „Die zielgerichtete Umsetzung der Strategie mithilfe des agilen Projektmanagement-Ansatzes bedeutete für uns anfangs ein Antrainieren notwendige Bausteine wie Methoden, Rollen und Regeln. Dazu bedarf es eines „Trainers“, der das Team motiviert, auf Zug hält und nach vorne bringt. Dies ist dem W&P Team sehr gut gelungen," so Mag. Rudolf Peterbauer Strategic Management & Business Development, Banner GmbH. Wie das Team um Ferdinand Fiedler, Senior Manager Industriegüter, konkret vorging? Im aktuellen Best Case lesen.
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News, 19.02.2026
19.02.2026
Die Fashion- und Lifestylebranche steht unter massivem Druck: Margen, Nachfrage und Marktstrukturen verändern sich rasant. M&A-Transaktionen, Carve-outs und operative Transformationen gewinnen an Bedeutung. Im Fokus des Executive Dialogs von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P): Die zentralen Erfolgsfaktoren von M&A-Prozessen. Die Branche ist geprägt von Saisonalität, kurzen Trendzyklen und frühen Orderentscheidungen sowie strukturellen Herausforderungen wie hohen Lagerbeständen, eingeschränkter Flexibilität im stationären Handel und komplexen Lieferketten. Erfolgreiche Transaktionen erfordern ein klares Verständnis der Wertschöpfungskette und eine konsequente Fokussierung auf den strategischen Kern. Gerade Investoren müssen bereit sein, Chancen aktiv zu ergreifen und operative Verantwortung zu übernehmen. „Man muss sich trauen zu springen“, betonte Dr. Hubertus Bartelheimer, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P. Wer auf vollständige Sicherheit warte, verliere in dynamischen M&A-Prozessen wertvolle Zeit – entscheidend seien Tempo, Klarheit und konsequente Entscheidungen. Dr. Dominik Benner, CEO The Platform Group AG und Vorstand Benner Holding GmbH, zeigte, wie sich M&A als zentraler Wachstumstreiber etabliert hat. Gesunkene Bewertungen und eine deutlich reduzierte Bieterlandschaft eröffnen neue Opportunitäten, während sich die Bewertung zunehmend am EBITDA orientiert. Maßgeblich ist aus seiner Sicht die konsequente operative Weiterentwicklung nach dem Erwerb, etwa durch die Bündelung zentraler Funktionen und die Realisierung von Skaleneffekten. Gleichzeitig warnte er vor einer einseitigen Fokussierung auf Synergien: Auch Dysenergien wie kulturelle Brüche oder steigende Komplexität können den Transaktionserfolg maßgeblich beeinflussen. Philipp Trompeter, W&P Leiter Fashion, Lifestyle & Retail, verdeutlichte anhand des Praxisbeispiels SportScheck die Bedeutung eines belastbaren Investorenkonzepts im M&A-Prozess. Die Grundlage ist ein Transformationsprogramm, in dem die Wertsteigerungspotenziale detailliert und quantifiziert werden. Die Bewertung der Effekte erfolgt anhand von Benchmarks und Branchenexpertise, sodass diese der Due Diligence standhalten. „Ein Investorenkonzept muss die Brücke schlagen zwischen operativer Realität und finanzieller Bewertung – nur dann entsteht Vertrauen auf Investorenseite“, so Trompeter. Christian Dresen, W&P Senior Manager Restructuring & Finance, hob die zentrale Rolle der finanzwirtschaftlichen Modellierung hervor: „Die GuV-Modellierung ist das Herzstück jeder Transaktion – sie macht Potenziale nachvollziehbar und verhandlungsfähig!“ Ausgangspunkt ist die operative Basisplanung, in die die entwickelten Maßnahmenpakete integriert werden. Gerade in Distress-Situationen ist zudem eine differenzierte Abbildung insolvenzspezifischer Effekte erforderlich, um belastbare Entscheidungsgrundlagen zu schaffen. W&P Senior Manager M&A Ante Jelavic stellte klar, dass ein erfolgreicher M&A-Prozess in der Krise eine vorgelagerte operative und finanzielle Restrukturierung voraussetzt. „Investoren kaufen keine Probleme, sie kaufen Lösungen“, weshalb konkrete Maßnahmen, adressierte Risiken und eine belastbare Zukunftsperspektive entscheidend seien, um Vertrauen in die nachhaltige Weiterentwicklung des Geschäftsmodells zu schaffen. Anhand der M&A Transaktion CLOSED, erfolgreich umgesetzt von W&P, zeigte Lothar Hiese, geschäftsführender Partner MSP Management Support Partners GmbH & Co. KG: Eine starke Marke kann ein wichtiger Erfolgsfaktor sein, ersetzt jedoch keine betriebswirtschaftliche Solidität. Prozessexzellenz und Transparenz seien die Grundlage für Geschwindigkeit, Working Capital Management, Digitalisierung und leistungsfähige IT-Systeme dabei zentrale Hebel. In der abschließenden Werkstattdiskussion wurde deutlich: Der M&A-Markt ist anspruchsvoller geworden, viele Unternehmen enden mittlerweile in Stilllegungen oder mehrfachen Insolvenzen. Moderator und W&P Partner Volker Riedel betonte entsprechend die Bedeutung kultureller Integration und warnte: „Synergien sind oft scheue Rehe, die bei kleinsten Störungen verschwinden.“ Gerade im stationären Handel leiden viele Unternehmen unter rückläufiger Frequenz und sinkenden Umsätzen, wodurch finanzielle Mittel fehlen, um in E-Commerce, Omnichannel-Strukturen und moderne IT zu investieren: „Viele Unternehmen wissen, was zu tun ist – ihnen fehlt jedoch die finanzielle Kraft, die notwendigen Transformationen konsequent umzusetzen“, so Philippe Piscol, W&P Partner M&A. Fazit: Erfolgreiche Transaktionen in der aktuellen Marktphase gelingen nur dann, wenn operative Restrukturierung, finanzielle Transparenz, technologische Weiterentwicklung und eine klare Führungsperspektive zusammengedacht werden. Entscheidend ist ein belastbares Zukunftsbild, das Investoren überzeugt und Organisationen Orientierung gibt. 
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Event, 19.05.2026
Digitalevent
19.05.2026
Die Rolle des CTO verändert sich rasant: Innovationsprojekte müssen heute schneller in den Markt, bei gleichzeitig begrenzten Budgets und steigenden technologischen Risiken. Time-to-Market wird damit zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor – nicht nur in der Produktentwicklung, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Idee bis zur Skalierung beim Kunden. Gleichzeitig bleiben viele Unternehmen unter ihren Möglichkeiten, wenn es um die Finanzierung von Innovation geht: Öffentliche Förderprogramme, Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen werden oft nur punktuell genutzt oder gar nicht strategisch in die Innovationsroadmap eingebettet. In unserem Webinar zeigen wir, wie CTOs Time-to-Market gezielt verkürzen, Innovationsportfolios fokussieren und Fördermittel systematisch als Baustein der Innovationsfinanzierung nutzen – um mehr relevante Innovationen schneller, risikoärmer und finanzstärker in den Markt zu bringen.
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News, 18.02.2026
18.02.2026
Im Rahmen des digitalen Executive Dialogs von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit HEUKING und Linklaters stand die Frage im Mittelpunkt, welche Sicherheiten in der Unternehmensfinanzierung tatsächlich tragen – rechtlich, wirtschaftlich und in der Verhandlung. Zum Auftakt ordnete W&P Managing Partner Volker Riedel die sicherheitenbezogenen Herausforderungen in den aktuellen Finanzierungsmarkt ein und machte deutlich, dass Sicherheiten „weil sie durchsetzbar sind, weil sie einen Wert darstellen und weil sie ein zentraler Verhandlungshebel aus Unternehmens- und Kreditgebersicht sind“ zunehmend ein zentrales Steuerungsinstrument für Banken und Unternehmen geworden seien. Entscheidend: Ihre strategisch richtige Ausgestaltung. Sandra Pfister und Beliardis Ehlert‑Gasde, Heuking Kühn Lüer Wojtek, erläuterten entsprechend, wie Sicherheiten aus Sicht der Kreditnehmer strukturiert, priorisiert und verhandelt werden sollten. Sie zeigten, dass Sicherheiten ein strategisches Instrument zur Optimierung der Finanzierungsstruktur darstellen – vom Zugang zu Finanzierung bis zur Verbesserung von Margen, Laufzeiten und Covenants. Dabei wurde deutlich, dass Proportionalität, operative Flexibilität und Zukunftsfähigkeit wesentliche Leitplanken bilden. In ihrer Darstellung der akzessorischen und nicht‑akzessorischen Sicherheiten machten sie deutlich, wie stark rechtliche Anforderungen, Kostenaspekte und nationale Besonderheiten – etwa notarielle Beurkundungspflichten oder das Fehlen eines Sicherheitenregisters – die praktische Umsetzung prägen. Dr. Sabine Vorwerk, Partnerin bei Linklaters LLP, und Eva Ringelspacher, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, stellten die Finanziererperspektive in den Mittelpunkt.  Vorwerk beleuchtete die Sicherheitenstruktur aus Sicht der Kreditgeber und stellte die Durchsetzbarkeit im Krisenfall in den Mittelpunkt. Insbesondere die Limitation Language erweise sich dabei als zentrales Element, da sie den Zugriff auf Sicherheiten innerhalb einer Unternehmensgruppe erheblich begrenzen kann. Ihre praktische Relevanz steigt insbesondere dann, wenn sich die wirtschaftliche Situation des Kreditnehmers verschlechtert. „In der Krise entscheidet nicht nur die Qualität der Sicherheiten, sondern vor allem deren Verwertbarkeit und die Zeit bis zur Realisierung“, so Ringelspacher. Gerade bei Überbrückungsfinanzierungen treffen hoher Zeitdruck, unsichere Zukunftsperspektiven und steigende Anforderungen an die Insolvenzsicherheit der Struktur aufeinander. Überbrückungskredite können dabei als Bargeschäft ausgestaltet werden, sofern neues Geld gegen neue Sicherheiten gewährt wird. Entscheidend ist eine klare und saubere Strukturierung. Die anschließende Werkstattdiskussion zeigte, wie vielschichtig und technisch anspruchsvoll die Sicherheitenstrukturierung inzwischen geworden ist. Diskutiert wurden unter anderem praktische Fragen zur Wirksamkeit von Anzeigen bei Verpfändungen, der Umgang mit Lender‑Liability‑Risiken, die Bewertung von Sicherheiten bei Fresh‑Money‑Vergaben, Auswirkungen der Limitation Language in komplexen Gruppenstrukturen sowie die Rolle von Treuhandmodellen bei der Sicherheitenverwertung. Deutlich wurde: Sicherheiten sind längst nicht nur juristische Konstruktionen, sondern zentrale Verhandlungselemente, deren Werthaltigkeit und Durchsetzbarkeit immer stärker über Refinanzierungsfähigkeit und Restrukturierungserfolg entscheiden.  
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Event, 20.05.2026
Hamburg
20.05.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls, wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet.
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Publikation
12.02.2026
Die Dynamik von Märkten, Technologien und Kundenbedürfnissen nimmt weiter zu – ebenso wie der Bedarf an belastbaren Analysen und fundierten Entscheidungsgrundlagen. Wer Entwicklungen frühzeitig erkennt und gezielt reagiert, verschafft sich im Wettbewerb einen klaren Vorteil. Bei Dr. Wieselhuber & Partner unterstützen wir Sie dabei mit unserer gebündelten Expertise im Bereich Strategic Market Research (SMR). Unser spezialisiertes Team analysiert kontinuierlich Trends, Märkte und Wettbewerbsumfeld unterschiedlicher Branchen und liefert damit verlässliche Entscheidungsimpulse – aktuell, präzise und anwendungsnah. Als besonderen Service stellen wir Ihnen zweimal jährlich kompakte und praxisnahe Einblicke zur Verfügung: Der Market Intelligence Newsletter für das zweite Halbjahr 2025 bietet Ihnen einen strukturierten Überblick über aktuelle Studien, Trendbeobachtungen und strategisch relevante Entwicklungen von Juli bis Dezember 2025. Lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie diese Impulse für Ihre Zukunftsentscheidungen.
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Best Case
10.02.2026
Das Familienunternehmen Fränkische Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG ist Pionier in der Wellrohrfertigung entwickelt und produziert Rohre, Zubehör und Systemkomponenten in den Bereichen Elektro Systeme, Drainage Systeme und Haustechnik. Der Geschäftsbereich „Elektro Systeme“ stand vor der Aufgabe, den Vertrieb angesichts steigender Marktanforderungen und begrenzter Ressourcen stärker performanceorientiert und professionell aufzustellen sowie Transparenz und Steuerbarkeit zu erhöhen. Der Auftrag für W&P: Ein bereichsübergreifendes Programm zur Sales Excellence entwickeln und ein zukunftsfähiges Target Operating Model für den Vertrieb Inland aufsetzen. „Dank des hohen Vertriebs-Know-hows und des tiefen Branchenverständnisses von W&P haben wir ein zukunftsfähiges Vertriebs-Operating-Model mit klaren KPIs und Leistungstransparenz etabliert und die Performance sowie Steuerbarkeit unseres Vertriebs deutlich erhöht,“ so Frank Rauterkus, Leitung Geschäftsbereich Elektro Systeme. Wie das W&P Team um Ferdinand Fiedler konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 09.02.2026
09.02.2026
Künstliche Intelligenz (KI) birgt in nahezu jeder Unternehmensfunktion Potenzial – im Vertrieb jedoch besonders. Grund dafür ist die Art der Vertriebsarbeit selbst: Sie ist komplex, wissensintensiv, aufwendig und erfordert schnelle Reaktionen für den Kunden.  Durch den gezielten Einsatz von KI lassen sich Aufgaben automatisieren und Mitarbeitende gleichzeitig mit relevanten Entscheidungsinformationen versorgen. Dies steigert nicht nur die Effizienz, sondern ermöglicht es Organisationen, schneller, flexibler und intelligenter auf Marktveränderungen, Kundenanforderungen und Projektprobleme zu reagieren. Wie die Herausforderungen & Benefits entlang des Vertriebsprozesses bei Bauzlieferern konkret aussehen? Und wie eine sinnvolle Implementierung von KI zu meistern ist?  Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie, in der aktuellen Ausgabe der RAS.   
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Event, 09.06.2026
Digitalevent
09.06.2026
In diesem Praxis-Seminar lernen Sie, wie man mit einem funktionierenden Risikomanagement in Krise und Restrukturierung Entscheidungen absichert. Sie lernen Risikoidentifikation, -analyse und -aggregation, arbeiten mit simulationsgestützten Optionen und erhalten Bankeinsichten zu PD und Covenants - inklusive einem Workshop zur Kreditverhandlung. Themen: Grundlagen des Risikomanagements in Krise, Restrukturierung und Insolvenz StaRUG-Rahmen mit Fokus auf § 1: Prävention, Krisenmanagement, Risikosteuerung Rechtssichere Entscheidungen: Business Judgement Rule und Haftungsbezug Methoden-Toolbox: Risikoidentifikation, -analyse und -aggregation, praxistauglich Risikoinformation als Basis: Fortführungsprognose, Strategien, simulationsgestützte Optionen Finanzierung & Bankensicht: PD, Covenants, Übergang zur Sanierungsabteilung; Workshop Kreditverhandlung Folgende W&P Kolleginnen und Kollegen wirken in diesem Seminar als Referierende mit: Doreen Laabs, Senior Managerin Moritz Polk, Senior Manager Volker Riedel, Managing Partner Eva Ringelspacher, Mitglied der Geschäftsleitung Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung Weitere Infos zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
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Event, 18.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Die Zeit volumengetriebener Geschäftsmodelle in der Chemie ist vorbei: Globale Wettbewerber und strukturelle Standortnachteile in Europa erhöhen den Druck auf Margen und Wettbewerbsfähigkeit. Zukunftsfähigkeit entsteht dort, wo Unternehmen neue Wachstumsfelder erschließen, Technologien schneller industrialisieren und Innovation systematisch als strategischen Werttreiber nutzen. In unserem Executive Dialog am 18. März 2026 (12:00–13:00 Uhr, online) diskutieren wir, wie Chemieunternehmen den Schritt „From Volume to Value“ schaffen – und Innovationskraft in profitable Geschäftsmodelle der nächsten Dekade übersetzen. Freuen Sie sich auf Impulse zur innovationsgetriebenen Transformation der Chemieindustrie – mit anschließender Werkstatt-Diskussion & Q&A.
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News, 06.02.2026
06.02.2026
Erstmalige Top-Platzierung in der Mergermarket M&A League Table 2025 für Distressed M&A in Deutschland! Das ist ein Meilenstein für das M&A Team um Philippe Piscol und Dr. Hubertus Bartelheimer – und ein starkes Signal für die gemeinsame Positionierung im Transaktions- und Restrukturierungsumfeld in den letzten Jahren.Unser Dank gilt allen unseren Auftraggebern und vor allem unserem mittlerweile 16 köpfigen Team!Philippe Piscol: "Das von Mergermarket ermittelte Ergebnis zeigt, wie konsequent wir dieses Segment aufgebaut und erfolgreich im Markt positioniert haben." Dr. Hubertus Bartelheimer weiter: "Ebenso macht uns unsere Platzierung nach Fallzahlen in derselben Umfrage auf Platz 15 der Deutschen M&A Berater – Distressed & Sunshine kumuliert – stolz und ist für uns Ansporn auch diesen Bereich weiter auszubauen!" Wir freuen uns auf alle weiteren Projekte in 2026. 
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Best Case
05.02.2026
Die Aicher Group betreibt Mobilitätsservices am Münchner Flughafen für Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität (PRM). Im Jahr 2024 stand AICHER, wie andere Dienstleister auch, auf Grund von Verspätungen und Unregelmäßigkeiten durch das steigende Flugaufkommen sowie nicht durchgängig optimierte Prozessabläufe erheblich unter Druck.  Im Rahmen eines operativen Restrukturierungsprojekts musste die Schichtplanung der Operations, die Disposition und das Reporting optimiert werden, um den reibungslosen Ablauf des PRM-Service und die Erfüllung der vertraglichen SLA-Erfüllungsquoten sicherzustellen. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) löste die Herausforderungen durch ein datengetriebenes Modell, entwickelte Machine-Learning (ML) Modelle und dynamische Dashboards.  „W&P hat durch die Einführung neuer ML-Methoden dafür gesorgt, dass der operative Betrieb im Bereich PRM datengetrieben und effizient gesteuert wird. Parallel dazu ist das Modell skalierbar und stellt somit eine zentrale Säule der Zukunftsfähigkeit des PRM-Services dar,“ so Peter Aicher, Geschäftsführender Gesellschafter Aicher Airport Services. Wie das Team um Daniel Emmrich, Partner Operative Restrukturierung, Sebastian Batton, Leiter Digitale Transformation, und Moritz Zoepffel, Digitale Transformation, konkret vorging?  Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 04.02.2026
04.02.2026
Künstliche Intelligenz gilt als Produktivitätshebel im Servicegeschäft – doch in vielen Industrieunternehmen bleibt ihr Einsatz bislang punktuell.  Der digitale W&P Executive Dialog zeigte, wie datenbasierte Ansätze und konkrete KI-Anwendungen den Service strukturell transformieren und neue Ertragsquellen erschließen können. „KI entfaltet ihren Nutzen nicht durch Technologie allein, sondern durch klare Use Cases, saubere Daten und konsequente Umsetzung im Geschäft“, so einleitend W&P Partner Oliver Rörig. Die aktuelle W&P Service-Excellence-Studie offenbare Handlungsbedarf im Mittelstand: Neben Kostendruck und steigenden Kundenanforderungen prägen Investitionsbedarf, Know-how-Lücken und organisatorische Silos die Realität. Erfolgreiche Service-Champions setzen daher auf eigenständige Serviceeinheiten, klare Portfolio- und Pricing-Logiken, eine systematische Ausschöpfung der installierten Basis sowie einen hohen Digitalisierungs- und Datenreifegrad. KI kann dabei gezielt Mehrwert schaffen. Ein strukturiertes Vorgehen – von der Exploration relevanter Anwendungsfälle über Readiness-Checks und Pilotierung bis zur Skalierung inklusive Change Management – ist entscheidend für nachhaltigen Erfolg. Wie sich dieser Ansatz operativ umsetzen lässt, zeigte Sven Walleser, Director Data Solutions bei RATIONAL AG. Der auf professionelle Küchentechnik spezialisierte Hidden Champion vernetzt seine Geräte weltweit und nutzt die entstehende Datenbasis systematisch für digitale Services. KI- und Deep-Learning-Modelle erkennen Anomalien automatisiert, clustern Fehlerbilder und ermöglichen präzisere Diagnosen sowie vorausschauende Wartung. Das reduziert ungeplante Einsätze, erhöht die Effizienz im Feldservice und verbessert die Planbarkeit. Ergänzend zeigte Lukas Riedel, Senior Innovation Manager Aftersales bei Jungheinrich Service & Parts AG & Co. KG, wie KI konsequent in bestehende Serviceprozesse integriert werden kann. Ein eigenständiges Innovationsmanagement testet neue Technologien früh, bewertet sie pragmatisch und skaliert ausschließlich belastbare Lösungen. Zentrale Voraussetzung bleibt eine hohe Datenqualität, da Akzeptanz und Leistungsfähigkeit von KI unmittelbar von der Prozess- und Systemintegration abhängen. In der Werkstattdiskussion standen vor allem Datenbasis, Skalierbarkeit und Governance im Fokus. Eine belastbare Gerätevernetzung und ein strukturiertes Datenmanagement gelten als zentrale Voraussetzung, um KI-Anwendungen effizient zu betreiben und in bestehende Serviceprozesse zu integrieren. Gleichzeitig wurde betont, dass nicht jede Optimierung zwingend KI erfordert, sondern häufig auch klassische Algorithmen und Automatisierungslösungen ausreichen. Für den Einstieg empfehlen sich klar abgegrenzte Use Cases mit schnellem Nutzen, etwa im Knowledge Management oder bei der Automatisierung des Erstkontakts durch Chatbots Fazit der Runde: Der Kundenkontakt dürfe sich durch KI nicht verschlechtern – die Servicequalität müsse mindestens erhalten bleiben, insbesondere dort, wo bisher die persönliche Interaktion Standard ist.
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News, 03.02.2026
03.02.2026
Zum fünften Mal in Folge wird Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) von der Online-Plattform kununu als Top Company ausgezeichnet. Über das Jahr 2025 hinweg haben aktuelle und ehemalige Mitarbeitende ihre Bewertungen abgegeben – das Ergebnis spricht für sich.  W&P erreicht in der Branche Consulting/Beratung erneut 4,9 von 5 Sternen und zählt damit zu den besten Arbeitgebern Deutschlands. Nur rund fünf Prozent aller Arbeitgeber qualifizieren sich überhaupt für das Top-Company-Siegel. Als besonders positiv hervorgehoben wurden erneut die Arbeitsbedingungen, Karrieremöglichkeiten, Mitarbeiterentwicklung und -förderung sowie die Arbeitsatmosphäre. Faktoren, die seit Jahren die Unternehmenskultur bei W&P prägen und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens unterstützen. Vielen Dank an unser W&P Team für das super Teamwork!
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Event, 18.06.2026
Konstanz
18.06.2026
Risikoblind von der Transformation in die Insolvenz? Krisenfrüherkennung als Gamechanger für Berater, Manager und Insolvenzverwalter Unternehmen wie deren Berater bewegen sich heute in einem immer gefährlicher werdenden Umfeld, in dem neue Herausforderungen und drastische Veränderungen in immer kürzeren Abständen auftreten. Ob Wirtschaftskrisen oder Unternehmenskrisen – beide werden durch Veränderungen ausgelöst. Es ist daher unerlässlich, die Wahrnehmung des Unternehmens zu schärfen, sodass Veränderungen möglichst frühzeitig erkannt und, wenn notwendig, angemessene Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Risikomanagement zielt in diesem Kontext darauf ab, Unsicherheit beherrschbar zu machen, ohne die Realität zu vereinfachen. Risiken sollen weder dramatisiert noch ignoriert, sondern faktenbasiert bewertet werden. In der Praxis jedoch reagieren viele Unternehmen erst dann, wenn Insolvenztatbestände bereits erfüllt sind und verbauen sich so die Möglichkeit für eine frühzeitige Reaktion wenn Risiken in krisenhafte Entwicklungen umschlagen. Deshalb hat der Gesetzgeber mit § 1 StaRUG die Pflicht zur Krisenfrüherkennung gesetzlich verankert und die Geschäftsführung ausdrücklich dazu verpflichtet. Die Idee der Krisenfrüherkennung ist einfach: Man verschafft sich Zeit für Gegenmaßnahmen. Je früher Probleme erkannt werden, desto größer ist die Bandbreite möglicher Gegenmaßnahmen. Krisenfrüherkennung iSd StaRUG angewandt, bietet die Chance die flächendeckende Verschleppung von Insolvenzen zu überwinden, neue Sanierungsoptionen zu entwickeln und aus den herkömmlichen Reaktionsmustern auszubrechen. Wegen dieser grundlegenden Bedeutung für alle Entscheidungsträger in und um Unternehmen herum, aber auch für Insolvenzverwalter, widmen wir uns an zwei Tagen allein diesem Thema. Unser Partner Dr. Stephan Hundertmark (Dr. Wieselhuber & Partner) wird gemeinsam mit Marko Wolfrum (FutureValue Group AG) einen Vortrag halten, in dem aus der Perspektive einer Beratungsgesellschaft die Bedeutung und die Möglichkeiten der Risikomanagement-Beratung skizziert werden. Anmeldung hier
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News, 02.02.2026
02.02.2026
Kommentar von Dr. Stephan Hundertmark, Partner und Leiter Chemie & Kunststoffe bei Dr. Wieselhuber & Partner Noch in den 1980er Jahren wurden ca. 70% aller Arzneistoffe für den Weltmarkt in Europa produziert. Heute wird der globale Bedarf vornehmlich aus Indien und China gedeckt, die sich nun ihrerseits über 70% des heute viel größeren globalen Marktes für die API-Herstellung teilen. Europa kommt nurmehr auf knapp 25%. Das Gros der Mengen ist weg, damit die Kapazitäten und die industrielle Wertschöpfung aus der Volumenproduktion. Die gleiche Entwicklung ist auch für die europäische Chemieindustrie unabwendbar! Sie wird sich aber weit schneller vollziehen. Zu dominant sind die Überkapazitäten in China und zu attraktiv ist die komparativen Kostenführerschaft in Indien, das mit dem jüngsten und absolut positiven Freihandelsabkommen näher an uns heranrückt. Noch dazu gibt es in der Chemieindustrie keinen ähnlich wirkungsvollen Patentschutz wie in der Pharmaindustrie. Und doch, immerhin 25% der Pharmaproduktion liegt weiterhin in Europa. Konkret sind dies innovative Produkte und Arzneistoffe sowie häufig die Endfertigung für die westlichen Märkte. Und was heißt das nun für die Chemieindustrie? Zuvorderst einen endgültigen Abschied von früheren Volumina in der Herstellung von Grund- und Basischemikalien aber auch von commoditisierten, ehemaligen Spezialitäten, vor allem im Bereich der Kunststoffe. Dagegen liegt die Zukunft, wenig überraschend, in Innovationen, die als einzige nachhaltige Erfolgs- und Wachstumsquelle für hiesige Chemieunternehmen bleibt.  Die konsequente Transformation, die diese neue Realität für die Europäischen Chemieunternehmen bedeutet, ist bereits im vollen Gang und zwingend notwendig: Geschäftsfelder müssen hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit auf den Prüfstand gestellt, Kapazitäten konsequent angepasst, Kosten gesenkt werden und Innovationspfade und New Business Initiativen, mit allen notwendigen Ressourcen und mutigem Unternehmertum, verfolgt werden. Als Zielbilder für diese Industrie-Transformation können drei Prototypen für erfolgreiche Geschäftsmodelle deutsche Chemieunternehmen der Zukunft skizziert werden: (1) Die internationale Holding und einem konsequenten „local for local-footprint“, in der sich die europäischen Aktivitäten nach den anderen, meist dynamischeren internationalen Regionen-Clustern einreihen. (2) Rückwärtsintegrierte Spezialitätenhersteller, die ihren Zugang zu attraktiven Anwendungen über innovative Produkte durch die Kontrolle und Monetarisierung der Vorstufen noch steigern, Stichwort Verbundproduktion. (3) Systemhäuser, die sich als Problemlöser konsequent auf die vermeintlichen Nebenleistungen zum physischen Produkt konzentrieren, nämlich das Design-in von Produkten in Kundenlösungen, die anwendungstechnische Begleitung und eine hohe Innovationsquote in Anwendungen. Übrigens: Innovationen bedeuten nicht zwingend Klein(st)mengen im Apotheken-Format, um die gewählte Analogie noch etwas auszureizen. Auch im großindustriellen Maßstab entstehen neue Märkte immer auf der Basis von Innovationen und in Anwendungen, die auf neuen Technologien setzen und diese entsprechend skalieren lassen.
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News, 27.01.2026
27.01.2026
Die regulatorischen Entwicklungen im Umgang mit NPEs sowie in der Restrukturierung von Unternehmen haben in den vergangenen Jahren tiefgreifende Veränderungen in der Unternehmenssanierung und Krisenbewältigung innerhalb der EU und besonders in Deutschland bewirkt. Durch von der EU verabschiedete Richtlinien, wie den präventiven Restrukturierungsrahmen, werden Unternehmen nach nationalem Recht verpflichtet, Mechanismen zur frühzeitigen Erkennung finanzieller Schieflagen einzuführen. Ziel ist es, eine flexible, außergerichtliche Sanierung zu ermöglichen und damit eine rechtzeitige Stabilisierung des Geschäftsbetriebs sicherzustellen. Insgesamt zeichnen die aktuellen regulatorischen Anpassungen einen klaren Trend zu einer frühzeitigen und flexiblen Krisenbewältigung. Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Unternehmen und Finanzinstitute agiler auf sich wandelnde wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren können. Entscheidend bleibt jedoch, dass die nationale Umsetzung dieser Vorschriften praxisnah und ausreichend flexibel gestaltet wird, um den unterschiedlichen Strukturen und Bedürfnissen von Unternehmen jeder Größe gerecht zu werden. Matthias Müller, Partner, und Kai Kramer, Senior Manager bei Dr. Wieselhuber & Partner, in der aktuellen nwb. 
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Event, 02.07.2026
München
02.07.2026
Unter dem diesjährigen Leitthema: „Neue Spielregeln – Kapital, Krisen, Konvergenz“ wollen wir gemeinsam mit Ihnen die entscheidenden Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Restrukturierung und Unternehmensfinanzierung in einer dynamischen und sich wandelnden Welt beleuchten. Freuen Sie sich auf ein vielseitiges Programm mit über 20 führenden Experten und inspirierenden Rednern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Besonders hervorzuheben sind unsere Keynote-Speaker: Prof. Dr. Moritz Schularick, einer der gefragtesten Volkswirtschafts- und Finanzexperten, der mit einem datengestützten Überblick zur Lage der deutschen Wirtschaft den inhaltlichen Auftakt unseres Forums gestalten wird. Peer Steinbrück, erfahrener SPD-Politiker und früherer Bundesfinanzminister, der als klarer Krisenmanager gilt und mit langjähriger Regierungs- und Führungserfahrung wichtige wirtschafts- und finanzpolitische Impulse setzte. Networking trifft Genuss:Nach einem Tag voller wertvoller Impulse laden wir Sie ab 19 Uhr herzlich zu unserem Sommerfest ein. Freuen Sie sich auf Summer Drinks und BBQ – ein Abend, der Gelegenheit bietet, sich auszutauschen und den Sommer in entspannter Atmosphäre zu genießen. Eine detaillierte Agenda erhalten Sie in Kürze. 
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Publikation
27.01.2026
In Zeiten wachsender Komplexität, digitaler Transformation und volatiler Märkte reicht es nicht mehr aus, Projekte „nur“ umzusetzen. Sie müssen Wirkung entfalten, echten Mehrwert liefern und strategisch ausgerichtet sein. Entscheidend dabei: Die Qualität der Steuerung. Genau hier setzt ein professionelles Project Management Office (PMO) an – als organisatorischer Fixpunkt und strategischer Enabler. Ein modernes PMO muss zwei zentrale Aufgaben vereinen: strategische Steuerung und operative Exzellenz. Es sorgt dafür, dass die richtigen Projekte angestoßen und effizient umgesetzt werden und schafft die notwendige Transparenz, Qualität und Stabilität in der Durchführung. Gleichzeitig müssen Projekte schnell, wirkungsvoll und zielgerichtet umgesetzt werden, ohne an Klarheit, Qualität oder Relevanz einzubüßen. Ein hybrides PMO verbindet dabei die scheinbaren Gegensätze Struktur (Standardisierung und Governance für Klarheit, Verbindlichkeit und Nachvollziehbarkeit) und Flexibilität (Anpassungsfähigkeit und Agilität für Innovation, Dynamik und Reaktionsfähigkeit). Wie sich komplexe Projektlandschaften so konkret steuern lassen und Transformation aktiv gestaltet werden kann?
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News, 22.01.2026
22.01.2026
Zunehmend sind Sanierungssituationen nicht mehr durch singuläre Krisenursachen geprägt. Welche Rolle spielen Sanierungsinstrumente wie StaRUG und IDW S6 in diesem Umfeld? Wie verändern sich die Anforderungen an Finanzierung, Governance und Verfahrenswahl? Und wo liegen die praktischen Grenzen klassischer Sanierungslogiken? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit GRUB BRUGGER. Zum Auftakt ordnete W&P Managing Partner Volker Riedel die aktuellen Entwicklungen in den übergeordneten Restrukturierungskontext ein und machte deutlich, dass „Sanierung heute immer seltener ein isoliertes Finanzierungsproblem ist, sondern fast immer das Ergebnis struktureller Verschiebungen, neuer Stakeholder-Konstellationen und deutlich härter geführter Interessendiskussionen“. Anhand einer Case Study aus dem Real-Estate-Bereich zeigte Kai Kramer, Senior Manager bei W&P, wie sich gesellschaftsrechtliche, finanzielle und verfahrensrechtliche Fragestellungen in der Praxis überlagern können. Im Mittelpunkt stand ein geschlossener Immobilienfonds in Liquidation, bei dem die Kündigungswelle zahlreicher Kommanditisten zu hohen, nicht mehr bedienbaren Auseinandersetzungsguthaben geführt hatte, während zugleich das Marktumfeld aus Zinsanstieg und Preisrückgängen Verkaufs- und Refinanzierungslösungen blockierte: „In solchen Konstellationen ist StaRUG kein theoretisches Instrument, sondern der entscheidende Hebel, um Sanierungsfähigkeit herzustellen, die Prolongation der Finanzierung zu ermöglichen und die Gesellschaft geordnet und solvent abzuwickeln“.   Dr. Lukas Herbert, Partner bei GRUB BRUGGER, zeigte mit Blick auf die anhaltende Strukturkrise der Automobilzulieferindustrie: Waren früher Stakeholder-Strukturen überschaubar, sind heute Banken, OEMs, Gesellschafter, Schuldscheingläubiger, öffentliche Hand und Fonds in die Prozesse eingebunden – mit jeweils eigenen, deutlich artikulierten Interessen. Hinzu kommen neue Herausforderungen im Cash-Management von Unternehmensgruppen, insbesondere mit Blick auf Auslandsgesellschaften und Cashpool-Strukturen. Vor diesem Hintergrund wird die Vermeidung einer Regelinsolvenz zunehmend zum strategischen Ziel, Eigenverwaltung, Treuhandmodelle und andere Instrumente gewinnen an Bedeutung. W&P Partner Matthias Müller verdeutlichte am Beispiel aus dem Bereich der digitalen Infrastruktur, dass diese Asset-Klasse durch Zinsanstiege, regulatorische Eingriffe und steigende technische Komplexität aktuell deutlich unter Druck steht. Zentrale Hebel der Sanierung bei einem Glasfaserunternehmen waren der Aufbau einer belastbaren Projektplanung, die Herstellung von Transparenz und Informationsgleichheit zwischen Senior Bank und Fonds sowie die Moderation zwischen den unterschiedlichen Stakeholder-Interessen.  „In solchen Konstellationen ist ein Sanierungskonzept nach IDW S6 nicht nur Dokumentation, sondern vor allem Moderation – und es braucht eine belastbare Faktenbasis, damit Entscheidungen überhaupt möglich werden,“ so Müller. Die Werkstattdiskussion zeigte, wie stark sich Sanierungssituationen in Breite und Komplexität ausdifferenziert haben. Diskutiert wurden unter anderem die Auswirkungen der zunehmenden Professionalisierung von Stakeholdern auf konsensuale Lösungen, die Rolle angelsächsischer Investoren mit anderen Instrumentenlogiken, die Bedeutung der Eigenverwaltung zur Stabilisierung internationaler Strukturen sowie Fragen der Dauer von Restrukturierungsperioden und marktüblicher Verschuldungsmultiples. Deutlich wurde dabei, dass in nahezu allen Konstellationen die Refinanzierungsfähigkeit das zentrale Bewertungskriterium bleibt.
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Publikation
21.01.2026
Zehn Ausgaben „Sanierung & Insolvenz“ seit der Erstausgabe in 2021 ein kleiner Meilenstein, der ohne das Vertrauen, das Engagement und die Expertise unseres Netzwerks nicht denkbar wäre. Seit vielen Jahren begleiten wir Unternehmen, Gesellschafter und Investoren auf ihrem Weg durch Veränderungsprozesse, beleuchten in unserem Newsletter immer aktuelle Entwicklungen und teilen praxisnahe Einblicke aus Projekten und Verfahren. Diese Jubiläumsausgabe widmet sich erneut den Themen, die unsere Arbeit aktuell und vielseitig prägen: von Refinanzierungs-/Sanierungsfähigkeitskriterien über Infrastrukturprojekte bis hin zu Fragen von Sozialplan und Interessenausgleich. Ein Highlight ist der Gastbeitrag von Joachim Ponseck zur aktuellen BGH-Entscheidung im Fall Wirecard. Dazu Einblicke in Materialkostensenkungen im operativen Bereich, aktuelle Zahlen zum Insolvenzgeschehen, Best Cases sowie spannende Gespräche – unter anderem mit Heiko Tschauner von Hogan Lovells. Jetzt lesen!
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Best Case
20.01.2026
Die Banner Gruppe mit Sitz in Österreich ist mit ihren Business Units „Automotive“ und „Energy Solutions“ ein international führender Anbieter leistungsstarker Batterielösungen. Aufgrund der angespannten und wettbewerbsintensiven Marktsituation in der Automobilbranche wurde W&P beauftragt, die langfristige Tragfähigkeit des Geschäftsbereichs Automotive zu bewerten, um die Voraussetzungen für die strategische Transformation der Banner Group zu schaffen. Für die Bearbeitung wurde ein strukturierter W&P-Ansatz gewählt, der die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und zentrale Werttreiber transparent machte, strategische Optionen definierte und eine Entscheidungsgrundlage zur Diskussion mit den Gesellschaftern lieferte. „Durch die methodisch sehr strukturierte und in der Tiefe überzeugende Analyse von W&P konnten wir die Tragfähigkeit des Automotive-Geschäfts belastbar bewerten. Die Ergebnisse liefern uns eine klare, faktenbasierte Grundlage für die Diskussion im Gesellschafterkreis und die anstehende strategische Transformation“, so Mag. Werner Töpfl, CEO/Geschäftsführer der Banner GmbH. Wie das Team um Ferdinand Fiedler konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 19.01.2026
19.01.2026
Kommentar von Jürgen-Michael Gottinger, Mitglied der Geschäftsleitung und Dr.-Ing. Dirk Artelt, Managing Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner   Deutsche Familienunternehmen haben traditionell ein hohes Vertrauen in ihre leitenden Manager. Die W&P Studie „Strategisches Management in Familienunternehmen“ zeigt: In einer Stichprobe von 116 Familienunternehmen mit rund 500 Mio. € Umsatz sind in 42 % der Fälle ausschließlich familienfremde Manager in der Geschäftsführung tätig. Der Vergleich mit anderen Untersuchungen zeigt zudem: Der Anteil familiengeführter Positionen sinkt mit zunehmender Unternehmensgröße.  Vor diesem Hintergrund wird es zunehmend wichtiger, dass die Gesellschafter gut organisiert sind und in strategische Entscheidungen eingebunden werden. In vielen Unternehmen entsteht sonst das klassische Principal-Agent-Problem: Kapitalseite und Management ziehen nicht an einem Strang.  Zentrale Erkenntnis der W&P-Studie:  In 36 % der Fälle nimmt die Gesellschafterseite lediglich die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben der Feststellung des Jahresabschlusses bzw. der Gewinnverwendung wahr.  In 69 % der befragten Unternehmen werden strategische Entscheidungen über die Gesellschafterversammlung abgewickelt – die üblicherweise jedoch nur zwei- bis viermal jährlich stattfinden. Dies führt zwangsläufig zu einer ausgeprägten Informationsasymmetrie zwischen angestelltem Management und Gesellschaftern. Abb. 1.: Governance-Struktur deutscher Familienunternehmen Die Abbildung zeigt die bemerkenswerte Rolle der Beiräte: 40 % der Unternehmen verfügen über einen Beirat, der die Strategieentwicklung begleitet. 42 % verfügen über einen Aufsichtsrat, in dem die Gesellschafter vertreten sind – auch dies ein Befund, der stark mit der Unternehmensgröße korreliert. Eine schwache strategische Governance hat zahlreiche Folgen, die immer zulasten der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens gehen, u.a.:  Wachstumsfelder ohne familiären Rückhalt verursachen Konflikte über das Geschäftsportfolio  Kulturelle Entkernung und Verlust der „Familien-DNA“  Hohe Kapitalbindung und fehlende Liquiditätsstrategien z. B. zur Sicherung von Entnahmen oder zur Finanzierung von Erbschaftssteuern  Kontrolllücken und strategische Fehlentscheidungen aufgrund seltener Gesellschafterversammlungen und fehlender KPI-Reportings  Unterschiedliche Zeithorizonte, fehlende Investitionskriterien und daraus resultierende steigende CAPEX-Quoten bis hin zu Rückforderungen der Gesellschafter. Diese Konsequenzen zeigen, wie entscheidend es ist, funktionierende Kontrollgremien zu schaffen. Vor allem Aufsichtsräte, in denen Gesellschafter aktiv mitwirken und die mit klaren Haftungsregeln verbunden sind, stärken die Mitwirkung der Eigentümer und sorgen dafür, dass das Management transparenter berichtet und stärker in die Verantwortung genommen wird. Damit diese Governance-Wirkung jedoch nicht auf der reinen Berichtsebene stehen bleibt, müssen strategische Entscheidungen systematisch strukturiert, gesteuert und überprüfbar gemacht werden. Denn strategische Maßnahmen wirken weit über das Tagesgeschäft hinaus und müssen entsprechend sauber abgebildet werden. Daraus ergeben sich zentrale Anforderungen an die strategische Steuerung: klare Abgrenzung strategischer Initiativen vom operativen Tagesgeschäft  verbindliche Zielfestlegung auf Basis quantifizierbarer Messgrößen regelmäßiges Monitoring der Zielerreichung inklusive Abweichungsanalysen strukturierte Risikobetrachtungen vor Entscheidungsfindung sowie laufende Risikoeinschätzungen im Umsetzungsverlauf   kontinuierliche, standardisierte und vergleichbare Berichterstattung Fazit: Wenn Familienunternehmen ihre langfristige Handlungsfähigkeit sichern wollen, müssen sie die strategische Rolle der Gesellschafter konsequent stärken. Es reicht nicht mehr, Entscheidungen abzunicken oder auf gesetzliche Mindestformate zu vertrauen. Nur eine aktive, informierte und durchsetzungsfähige Eigentümerseite verhindert, dass das Unternehmen in eine Richtung gesteuert wird, die weder kontrolliert noch gewollt ist. Zur Studie "Strategisches Management in Familienunternehmen" .
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Event, 17.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Wir zeigen, wie Machine Learning strategisch genutzt werden kann, um Produktportfolios transparenter zu bewerten, wirtschaftliche Muster zu erkennen und Entscheidungsprozesse zu vereinfachen. Machine Learning macht sichtbar, welche Produkte wirklich zum Ergebnis beitragen und wo Komplexität unnötig Ressourcen bindet. Von der Identifikation schwacher Produkte bis zur Priorisierung rentabler Linien. Ziel ist ein effizienteres, fokussiertes Produktportfolio mit höherem wirtschaftlichem Beitrag. Das Webinar richtet sich an Entscheider, die Produktportfolioentscheidungen schneller und sicherer treffen möchten. Anstelle abstrakter Theorie zeigen wir praxisnah, wie Machine Learning Transparenz schafft, Analysen beschleunigt und Entscheidungsqualität erhöht. Teilnehmende erhalten konkrete Einblicke in Vorgehen, Nutzen und Umsetzbarkeit – und erfahren, wie sich Machine Learning ohne großen Aufwand für Produktportfolioverbesserungen einsetzen lässt.
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News, 13.01.2026
13.01.2026
Zunehmend sind Finanzierer, Unternehmen und Berater mit Situationen konfrontiert, in denen nicht mehr nur Liquiditätsengpässe zu bewältigen sind, sondern strukturelle Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand stehen. Unter welchen Voraussetzungen ist ein Sanierungsgutachten nach IDW S6 heute erforderlich? Welche Anforderungen stellen Banken? Wo sind Abgrenzungen – etwa zum Fortführungskonzept oder zum Independent Business Review – sachgerecht? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit GSK Stockmann. W&P Managing Partner Volker Riedel machte einleitend deutlich, dass „die zunehmende Zahl von Distressed-Situationen, die heute in ein Sanierungsgutachten münden, weniger ein temporäres Phänomen als Ausdruck eines strukturellen Wandels in vielen Branchen“ sei. Eva Ringelspacher, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, betonte entsprechend, dass Banken ihre Maßstäbe in den vergangenen Jahren spürbar geschärft hätten. „Ausgangspunkt ist das Zusammenspiel aus MaRisk, IDW S6 und der fortentwickelten höchstrichterlichen BGH Rechtsprechung. Während neue Kreditvergaben in der Krise regelmäßig ein belastbares Sanierungsgutachten voraussetzen, gibt es bei der Wiedereröffnung eingefrorener Linien oder bei Umwandlung von Kreditarten Graubereiche, die im Einzelfall zu bewerten sind.“ Entscheidend seien eine positive Fortführungsprognose und ein schlüssiges, umsetzbares Sanierungskonzept. Zugleich spielten Themen wie ESG, Cyber-Risiken und Digitalisierung eine zunehmend wichtige Rolle. Dr. Mechtild-Maria Siebke (LL.M.), Rechtsanwältin und Local Partnerin bei GSK Stockmann, ordnete die Thematik aus Sicht der Immobilienfinanzierung ein und verwies auf die Vielzahl von SPV-Strukturen in Restrukturierung. Sie unterschied zwischen Stillhaltevereinbarungen, Prolongationen und Sanierungskrediten, die jeweils einen unterschiedlichen Dokumentationsbedarf auslösten. Maßgeblich sei eine am Risikogehalt der Maßnahme orientierte, angemessene Dokumentation. Andreas Dimmling, Rechtsanwalt und Partner bei GSK Stockmann, stellte die Schutzfunktion des Sanierungskonzepts für Gläubiger in den Vordergrund. Es diene als „Persilschein“, um Risiken der Sittenwidrigkeit, strafrechtlicher Haftung und Insolvenzanfechtung zu begrenzen. W&P Partner Christian Groschupp betonte, dass Restrukturierungen im Immobilienbereich regelmäßig in komplexen Finanzierungsstrukturen mit Senior- und Juniortranchen, Intercreditor-Vereinbarungen und Haftungsverbünden stattfinden und häufig Zweckgesellschaften mit Single-Asset-Strukturen betreffen. „Im Immobilienbereich entscheidet am Ende nicht der Umfang der integrierten Planungsrechnung, sondern die Refinanzierungsfähigkeit am Ende des Sanierungszeitraums – und die hängt aktuell stärker denn je von Loan-to-Value, Standortqualität und Marktannahmen ab.“ Entsprechend unterschieden sich die Maßstäbe deutlich von klassischen Unternehmenssanierungen. Während bei Bestandsobjekten die Fortführung und Refinanzierung im Vordergrund stünden, seien Projektentwicklungen regelmäßig auf eine Verwertung des Objekts ausgerichtet. Die vielfältigen Fragestellungen der Werkstattdiskussion rund um Sanierungsaussagen, Verlängerung von Sanierungskrediten, Fresh Money aus Lieferantenkrediten, Stillhaltevereinbarung, IDW S11, Plausibilitätskontrolle, Prolongation oder eingefrorene Kreditlinien zeigte: Das Thema IDW S6 ist brandaktuell. Entscheidend ist die Zusammenarbeit zwischen Beratern, Juristen und Banken, um im Graubereich zwischen Pflicht und Kür rechtssicher zu agieren. 
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News, 12.01.2026
12.01.2026
Wie gewinnen Sport- und Outdoor-Marken die nächste Generation? Eine aktuelle W&P Studie zeigt, welche Werte, Kanäle und Entscheidungsfaktoren Gen Z, Y und X beim Kauf prägen – und was Unternehmen tun müssen, um langfristig relevant zu bleiben. Philipp Trompeter, Leiter Sport, Lifestyle & Retail bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbH, zeigt in der Branchenzeitschrift SAZ: Der Generationenwandel verändert nicht, was Menschen kaufen, sondern warum - die emotionale Logik des Kaufens verschiebt sich. Nur wer versteht, welche Faktoren die Kaufentscheidungen derjüngeren Generationen Y und Z prägen und was diese Käuferschicht von älteren Kunden unterscheidet, der kann sie auch gezielt ansprechen.
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News, 07.01.2026
07.01.2026
Fabian Hammer ist ab Januar 2026 Mitglied der Geschäftsleitung der Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (W&P). Im Geschäftsfeld Restructuring & Corporate Finance verantwortet er den Bereich (distressed) M&A Real Estate und erweitert damit das W&P-Leistungsportfolio strategisch. Der Fokus von Fabian Hammer, zuvor Director & Standortleiter Hamburg bei FalkenSteg, liegt auf der strukturierten Vermarktung von Immobilien, der Bewertung von Bestands- und Entwicklungsportfolien, Sale-&-Lease-/Rent-Back-Transaktionen für Betriebsgebäude sowie der strategischen Entwicklung von Lösungen für Immobilien und Immobilienportfolios in Sondersituationen.  „Mit Fabian Hammer gewinnen wir nicht nur einen ausgewiesenen Experten für distressed M&A Real Estate Transaktionen, sondern auch eine etablierte Führungskraft“, so Philippe Piscol, Partner & Leiter distressed M&A bei W&P. „Sein unternehmerisches Handeln, Branchen-Know-how und Verhandlungsgeschick sind eine optimale Ergänzung für unser Team und für unsere Mandanten ein echter Mehrwert.“
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Event, 08.09.2026
Düsseldorf
08.09.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls, wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Weitere Informationen folgen in Kürze.
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News, 23.12.2025
23.12.2025
Wir wünschen Frohe Weihnachten sowie einen gelungenen Start in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Neues Jahr! Zum Jahresende möchten wir uns bei allen bedanken, die 2025 so besonders gemacht haben – unseren engagierten Teams, unseren treuen Kunden und unseren verlässlichen Partnern. Ihr Einsatz, Ihre Zusammenarbeit und Ihre Unterstützung bedeuten uns sehr viel und inspirieren uns jeden Tag aufs Neue. Vielen Dank, dass Sie Teil unserer Reise sind.
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News, 18.12.2025
18.12.2025
Kommentar von Prof. Dr. Norbert Wieselhuber, Gründer und Senior Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbH Viele reden von Transformation, wenige wissen, was es ist und noch weniger haben praktische Erfahrungen, oder gar Erfolge vorzuweisen. Gefährlich wird es, wenn man daraus Erfolgsrezepte, pauschale Gültigkeit macht, denn das „Transformationsobjekt Unternehmen“ gibt es nicht und bei strukturellen und disruptiven Veränderungen verlieren Erfahrungen, Erfolgsmuster der Vergangenheit und Gegenwart an Wert und Wirkung. Kann dieser „neuen Welt“ nur mit einer Transformation, also einer fundamentalen, dauerhaft wirksamen Neukonfiguration des Unternehmens entsprochen werden? Der damit verbundene Wandel erfasst alle Komponenten des Systems „Unternehmung. Letztlich entsteht ein neues Unternehmen. „Leichter auf der grünen Wiese“ als am und mit dem bestehenden Organismus eines Unternehmens. Orientierungsgröße ist ein Zielbild des zukünftigen Unternehmens, das einen Pull-Effekt auf die Gestaltungs- und Handlungsoptionen ausübt. Und hier liegt bereits die große Herausforderung der verantwortlichen Management-Ebene. Von welchem Wissenstand geht man aus, wie interpretieren sie Chancen- und Risikopotential der alternativen Zukunftswelten und wie deutlich werden Dissens und Konsens bei der Bildung des Zielunternehmens, bzw. welche Akzeptanz gibt es für einen gemeinsamen, aber auch getrennten Weg in die Zukunft. Es gilt unternehmensindividuell zu beantworten „Was wird wie, wo und wann von wem transferiert“, denn das klärt den Transformationspfad und auch das Transformationsrisiko. Künstliche Intelligenz (KI) ist zweifelsohne „Treiber“ und „Enabler“ zugleich, denn sie verändert und verbessert Leistungserstellung und -vermarktung, Professionalisierung, Transparenz, Aktualität und Wirtschaftlichkeit, ermöglicht neue Geschäftsmodelle und neue Konfigurationen. Hervorzuheben ist, dass KI den Zugang zu globalem Wissen demokratisiert: Wissen als verfügbarer Rohstoff für alle, unabhängig von Unternehmensgröße und Kapitalkraft. Welches genutzt wird, ist Aufgabe und Verantwortung der Top-Entscheider. Die eigene Ressourcenstärke und die notwendigen Fähigkeiten bestimmen Intensität und Zeitachse der Transformation. Das Maß an Radikalität der Transformation wird von Dynamik und Komplexität der zu erwartenden Zukunft und der Ausgangssituation des Unternehmens geprägt. Hier stehen auch Entscheidungen an, inwieweit ein Unternehmen allein, mit der bestehenden Gesellschafterstruktur die Transformation schaffen kann. Nicht alle Branchen und Unternehmen werden von einer radikalen Transformation betroffen sein, denn die Auswirkungen der exogenen Entwicklungen sind unternehmensindividuell und ermöglichen und erfordern spezifische Schritte zur Verbesserung und Sicherung der eigenen Zukunftsfähigkeit. Veränderung oder Transformation – welches ist der richtige, passende Weg? Erfolgreiche Unternehmen und deren Entscheider haben das Unternehmen und seine Geschäfte immer schon neu gedacht und gestaltet. Fundament jeglicher Veränderung und Transformation sind ein wirtschaftlich gesundes, wettbewerbsfähiges und professionell geführtes Unternehmen. Transformation benötigt Zeit, Kraft, Committment, Ausdauer, Resilienz – schafft dies ein Unternehmen allein? Nicht alle die gestartet sind, werden am Ziel ankommen. Ebenso ist die Erkenntnis zutreffend: Transformations-Management ist nicht Krisen-Management. Die „schöpferische Zerstörung“, nicht nur etwas Neues, sondern auch Besseres, Zeitgemäßes zu schaffen, ist eine der interessantesten, aufregendsten, kreativen, aber auch risikoreichen Aufgaben und Herausforderung der Unternehmensgestaltung. Innovation ist die Quelle für ertragreiches Wirtschaftswachstum und Wohlstand einer Gesellschaft – erfolgreiche Unternehmer und Top-Entscheider ist dies bekannt.
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News, 16.12.2025
16.12.2025
Familienunternehmen mit professionellem Strategiemanagement sind krisenrobuster und profitabler. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) unter 116 Familienunternehmen des gehobenen deutschen Mittelstands. Insbesondere in instabilen Märkten erweist sich strategisches Management als entscheidender Resilienzfaktor.  Die quantitative Erhebung, an der sich ausschließlich das Top-Management und Inhaber beteiligten, basiert auf einem Reifegradmodell mit vier Dimensionen: Strategische Steuerung, Unsicherheitskompetenz, kulturelle Einbettung und HR-Verankerung. Für den Zeitraum 2019 – 2024 wurden diese in Relationen zur wirtschaftlichen Performance der Unternehmen gestellt, um so drei Reifegradtypen (RG) zu identifizieren:  RG1: Fokussiert-vernetzt – strategisches Management ist systematisch, mehrdimensional und kulturell verankert RG2: Fragmentarisch-pragmatisch – einzelne Elemente sind etabliert, jedoch nicht durchgängig integriert RG3: Rudimentär – strategisches Management findet punktuell oder nur reaktiv statt Zentrales Ergebnis: Unternehmen mit einem hohen Reifegrad (RG1) erzielen signifikant bessere wirtschaftliche Ergebnisse. Ihre EBIT-Margen bleiben auch in Krisenphasen stabil, während bei RG3 der Anteil der Unternehmen mit Margen unter 2% zwischen 2019 und 2024 von 12% auf 33% stieg.  Strategisches Management wird in Familienunternehmen überwiegend für Effizienz- und Wachstumsthemen genutzt – echte Transformation bleibt die Ausnahme: 83% der Unternehmen setzen auf wachstumsorientierte Strategien im Kerngeschäft („vom Gleichen mehr“), 68% verfolgen Effizienzstrategien, etwa durch Prozessoptimierung oder Kostenführerschaft, 47% konzentrieren sich auf die Verteidigung bestehender Wettbewerbsvorteile, etwa durch Markteintrittsbarrieren oder Kundenbindung. Deutlich seltener finden sich Ansätze, die auf grundsätzliche Erneuerung zielen: Strategische Innovation betreiben lediglich 35 %, strukturelle Geschäftsmodellanpassungen nur 12 %. Besonders auffällig: Lediglich 5 % der Unternehmen setzen sich systematisch mit der möglichen Substitution ihres aktuellen Geschäftsmodells auseinander. „Viele Familienunternehmen betreiben strategische Planung primär als Verlängerung der Vergangenheit, nicht als aktives Zukunftsmanagement. In stabilen Märkten mag dieses Verhalten tragfähig sein – in einer Zeit fundamentaler Transformation jedoch wird es schnell zur Schwäche,“ so die Studienautoren Dr.-Ing. Dirk Artelt und Jürgen Gottinger. Zusätzliche Erkenntnis: In 69 % der befragten Unternehmen werden strategische Entscheidungen über die Gesellschafterversammlung abgewickelt. Da diese Versammlungen üblicherweise nur zwei- bis viermal pro Jahr stattfinden, führt dies zwangsläufig zu einer ausgeprägten Informationsasymmetrie zwischen angestelltem Management und Gesellschaftern. Weitere Herausforderungen liegen in der Umsetzung: Während Strategieakzeptanz in der Geschäftsführung bei 62% liegt, beträgt sie bei Mitarbeitenden nur 26%. Zudem verdrängen in 77% der befragten Unternehmen das Tagesgeschäft strategische Initiativen. Fehlende Priorisierung (45%), fehlende Ressourcen (39%) und das Fehlen eines klar geschärften USPs (35%) zählen zu weiteren Hürden. Auf kultureller Ebene fehlen häufig die Voraussetzungen für erfolgreiche Strategieumsetzung: Nur 15% der Unternehmen verfügen über eine gelebte Fehlerkultur, ebenso wenige über offenes Feedback oder einen offenen Umgang mit strategischer Kritik. Auf HR-Seite prüfen lediglich 22% die strategische Passung ihrer Führungskräfte, nur 10% betreiben qualitative Personalplanung auf Basis von Szenarien. Deutlich wird: Wer als Familienunternehmen langfristig erfolgreich sein will, muss strategisches Management als systemische Führungsaufgabe begreifen – verankert in Struktur, Kultur, Personal und Governance. Nur dann gelingt es, aus strategischer Absicht nachhaltige Wirkung zu entfalten.
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Event, 29.09.2026
München
29.09.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls, wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Weitere Informationen folgen in Kürze.
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Publikation
12.12.2025
Der W&P Trendradar erscheint seit zehn Jahren jährlich und kombiniert Projekterfahrung, Marktanalysen und die Erkenntnisse der umfassenden W&P-Megatrend-Analyse. Die Basis bildet die Praxis: über 250 Beratungsprojekte pro Jahr in mittelständischen und familiengeführten Unternehmen zeigen unmittelbar, wie technologische, regulatorische und finanzielle Entwicklungen in der Realität wirken und wo konkreter Transformationsbedarf entsteht. Ergänzend werden interne und externe Studien, Branchenreports, Technologieanalysen sowie regulatorische Veröffentlichungen ausgewertet. Für 2026 steht fest: Unternehmen müssen sich in einem Umfeld behaupten, das von geopolitischen Spannungen, regulatorischen Eingriffen, hoher Kapitalintensität, Kosteninflation und tiefgreifenden technologischen Umbrüchen geprägt ist. Über alle Branchen – von Industriegütern, Automotive & Mobility, Elektro-& Energietechnik, Medizintechnik, Sicherheitstechnik über Konsumgüter, Chemie-& Kunststoffe, Bau-& Bauzulieferer bis hin zu Pharma& Lifescience – zeigt sich ein gemeinsames Muster: Erfolg entsteht dort, wo das Top-Management Strategien neu ausrichtet, operative Exzellenz stärkt und Digitalisierung sowie KI pragmatisch in Wertschöpfung übersetzt.
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News, 11.12.2025
11.12.2025
Der W&P Trendradar 2026 zeigt: Mittelstand und Familienunternehmen stehen 2026 vor einer doppelten Herausforderung. Zum einen beschleunigt sich die Transformation vieler Branchen deutlich, zum anderen verschärft sich der finanzielle und operative Druck. Unternehmen müssen sich in einem Umfeld behaupten, das von geopolitischen Spannungen, regulatorischen Eingriffen, hoher Kapitalintensität, Kosteninflation und tiefgreifenden technologischen Umbrüchen geprägt ist. Über alle Branchen – von Industriegütern, Automotive & Mobility, Elektro-& Energietechnik, Medizintechnik, Sicherheitstechnik über Konsumgüter, Chemie-& Kunststoffe, Bau-& Bauzulieferer bis hin zu Pharma& Lifescience – zeigt sich ein gemeinsames Muster: Erfolg entsteht dort, wo das Top-Management Strategien neu ausrichtet, operative Exzellenz stärkt und Digitalisierungsowie KIpragmatisch in Wertschöpfung übersetzt. In technologiegetriebenen Märkten werden Software, Daten und KIzu zentralen Differenzierungsfaktoren. Neue Geschäftsmodelle entstehen rund um Services, Plattformen und vernetzte Systeme. Zugleich rückt die Fähigkeit, Wertschöpfungsketten resilienter, regionaler und effizienter zu gestalten, ins Zentrum strategischer Entscheidungen. Unternehmen professionalisieren Planung, Einkauf und Supply Chain, setzen stärker auf Automatisierung und nutzen KI als Enablerfür präzise Prognosen, operative Geschwindigkeit und Risikotransparenz. In konsumentennahen Branchen verschieben sich Marktlogiken: Nachfragevolatilität, verschärfter Preiswettbewerb, Nachhaltigkeitsdruck und neue Käufergenerationenerfordern konsequentes Portfoliomanagement, datengetriebene Vermarktung und strikte Liquiditätssteuerung. Erfolgreiche Player schaffen die Balance zwischen Effizienz und Investitionen in Marke, Innovation und Kundennähe. Gleichzeitig werden Business-Case-Transformationenzur Voraussetzung für Investitionen, Transaktionen und Finanzierung. Insgesamt wird der finanzielle Rahmen enger. Die Zinswendemacht Kapital teurer, Covenants strenger und Refinanzierungen anspruchsvoller. In vielen Branchen steigert dies den Druck auf Kapitalallokation, Working Capital und strukturierte Risikoanalytik. StaRUG-basierte Lösungen, Liability-Management-Ansätze und kreative Finanzierungsarchitekturen gewinnen an Bedeutung –sowohl in industriellen Transformationsprojekten als auch in Real Estate und Leveraged-Finance-Strukturen. Für Familienunternehmen entsteht ein neues Spannungsfeld zwischen Stabilität, Wachstumsambitionen und finanzieller Resilienz. Gleichzeitig zeigt sich ein zentraler Erfolgsfaktor in nahezu allen Branchen: Führung und Organisation entscheiden über Transformationsgeschwindigkeit.Unternehmen, die klare Verantwortlichkeiten setzen, datenbasierte Steuerung etablieren und Kompetenzen gezielt entwickeln, können KI, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle deutlich schneller skalieren. Restrukturierung und Transformation rücken enger zusammen: Portfoliofokussierung, operative Maßnahmenprogramme und schlanke Entscheidungsprozesse bilden die Basis, um Wettbewerbsfähigkeit in volatilen Märkten zu sichern. In Summe entsteht ein Bild der Beschleunigung: 2026 wird für viele Mittelständler zum Jahr der strategischen Neuaufstellung.
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News, 11.12.2025
11.12.2025
Was KI in der Möbelindustrie heute schon kann?Das zeigte Philipp Trompeter, Leiter Fashion, Lifestyle & Retail  bei seinem Impulsvortrag auf der Mitgliederversammlung die möbelindustrie - Verbände der deutschen Möbelindustrie mit Use Cases und Projekteinblicken. Deutlich wurde: Es entstehen bereits spürbare Effekte mit praxisnahen KI-Anwendungen durch intelligente Raumplanung & Produktempfehlungen, präzisere Abverkaufsprognosen, automatisierte Prozessoptimierung, effizientere Personalplanung und datengestützte Materialkostenreduktion.Die Leitplanken für erfolgreiche KI-Projekte sind eindeutig:✔️ Saubere strukturierte Daten sind Rohstoff für jeden KI-Use-Case✔️ Mit einem Pain Point starten - konkrete Probleme führen zu erfolgreichen Use-Cases✔️ KI kann schneller bessere Lösungen liefern - bei richtigem Einsatz erleben Projekte schon jetzt einen KI-Boost.
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News, 10.12.2025
10.12.2025
Mit seiner diesjährigen Weihnachtsspende unterstützt Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) die wichtige Arbeit von Tafel Deutschland und führt damit eine langjährige Tradition fort: das Engagement für Organisationen, die gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und Menschen in schwierigen Lebenslagen konkret unterstützen. Tafel Deutschland setzt sich seit fast drei Jahrzehnten dafür ein, überschüssige Lebensmittel vor der Vernichtung zu bewahren und sie Menschen zur Verfügung zu stellen, die von Armut betroffen oder bedroht sind. Über 960 lokale Tafeln verteilen bundesweit Lebensmittel an rund zwei Millionen Menschen – darunter zahlreiche Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Die Organisation trägt damit aktiv zur Armutsbekämpfung, Ressourcenschonung und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts bei. „Viele Menschen in unserem Land sind auf Unterstützung angewiesen – oft ohne, dass es nach außen sichtbar ist,“ so Gustl F. Thum, Sprecher der Geschäftsführung bei W&P. „Die Arbeit von Tafel Deutschland zeigt eindrucksvoll, wie praktische Solidarität aussehen kann: Die Hilfe kommt dort an, wo sie wirklich gebraucht wird.“ Die diesjährige Spendensumme von 10.000 €, verteilt auf die W&P Standorte München, Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf und Berlin, unterstützt die laufenden Aktivitäten von Tafel Deutschland. Dazu zählen Logistik, Lebensmittelrettung und die Versorgung bedürftiger Menschen in allen Altersgruppen.
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Event, 06.10.2026
Linz
06.10.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls, wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Weitere Informationen folgen in Kürze.
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News, 09.12.2025
09.12.2025
Viele Familienunternehmen stehen vor der Herausforderung, mit defizitären Tochtergesellschaften und schwachen Geschäftsbereichen umzugehen. Solche Einheiten binden Kapital, Managementkapazität und Aufmerksamkeit. Oft werden sie durch profitable Unternehmensteile gestützt, was die Wettbewerbsfähigkeit des Kerngeschäfts mindert und die Stabilität der gesamten Gruppe gefährden kann. W&P Managing Partner Dr. Timo Renz und W&P Partner Matthias Müller zeigen in ihrem Beitrag in DIE NEWS - Zeitschrift für Familienunternehmen was in dieser Situation zu tun ist - und wie die systematische Bewertung wirtschaftlicher, rechtlicher und strategischer Optionen Klarheit und Entscheidungsfähigkeit schafft. 
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News, 04.12.2025
04.12.2025
Mit der Verabschiedung der Gesundheitsreform stehen die Krankenhäuser vor der Aufgabe, die neuen Rahmenbedingungen konsequent umzusetzen. Die Verantwortung dafür liegt bei der Krankenhausführung. Entscheidend wird sein, den erheblichen Transformationsbedarf in konkrete Maßnahmen zu überführen. Nur wenn die historisch gewachsenen Strukturen und Prozesse kurz- bis mittelfristig konsequent weiterentwickelt werden, können Krankenhäuser ihre Zukunftsfähigkeit sichern. Wie das gelingt? Das zeigt Daniel Emmrich, W&P Partner Restrukturierung, zusammen mit Alev Donner Dr. Dr. Jan E. Leister.  Zum Artikel.       
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News, 03.12.2025
03.12.2025
Service entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit zum zentralen Werttreiber im B2B-Geschäft. Auf dem gestrigen Strategiegipfel B2B Service Management wurde deutlich: Konsequente Service Excellence und KI-gestützte Prozesse machen bereits heute den entscheidenden Unterschied.  W&P Partner Oliver Rörig zeigte in einem Vortrag, wie Serviceorganisationen Umsatz, EBIT und Kundenbindung signifikant steigern – und warum KI erst dann wirkt, wenn Prozesse, Daten und Organisation verzahnt sind. Die aktuelle W&P Studie „Service-Champions im Mittelstand 2025“ unterstreicht: Nur 24 % der Unternehmen nutzen KI im Service, während Top-Performer bereits mehr als 30 % EBIT im Servicegeschäft erzielen. Die Erfolgsfaktoren: qualifiziertes Personal, systematisches Wissensmanagement, skalierbare KI-Modelle  und der Aufbau profitabler Service-Portfolios. Fazit: Service wird zum strategischen Wachstumsmotor der Industriegüterbranchen.
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Kommentar, 03.12.2025
03.12.2025
Kommentar von Matthias Müller, Partner, Christian Dresen, Senior Manager und Rouven Hesse, Consultant bei Dr. Wieselhuber & Partner  Struktureller Wandel statt zyklischer Schwankung Das CTI Symposium 2025 hat sehr deutlich gezeigt, wie tiefgreifend sich die globalen Kräfteverhältnisse in der Automobilindustrie verschieben. Die zentrale Botschaft des VW-China-Managements lautete, dass „China for China“ inzwischen gelebte Realität ist: Technologieentwicklung, Plattformentscheidungen und Wertschöpfung werden zunehmend lokal in China gestaltet und nicht mehr selbstverständlich auf Europa übertragen. Für europäische Zulieferer bedeutet dies spürbar sinkende Volumina, weniger Skaleneffekte und einen strukturell steigenden Kostendruck, der sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen dürfte. Vor allem die deutlich differierenden Rahmenbedingungen zwischen China und dem Westen machen die Notwendigkeit deutlich. Laut Aussagen der Referierenden setzt China deutlich mehr Fokus auf Komfortabilität und Platz (Geschwindigkeitsbegrenzungen 120 km/h nahezu überall), wohingegen Europa die Drivability in den Fokus stellt. Bezogen auf die Antriebsstränge ist Strom 10x günstiger als Benzin in China, was die privaten Käufer ebenfalls neue Antriebe bevorzugen lässt. Kürzere Entwicklungszyklen und sinkende Planungssicherheit Parallel dazu verkürzen sich die Entwicklungszyklen der großen Tier-1-Zulieferer auf drei bis fünf Jahre. Damit verlieren mittelständische Supplier jene langfristigen Planungshorizonte, auf denen bisher Investitions- und Kapazitätsentscheidungen basierten. Die Vorlaufzeiten schrumpfen, Umsatz- und Abrufsicherheit nimmt ab und Industrialisierungsentscheidungen müssen häufiger unter Unsicherheit getroffen werden. Die Planbarkeit, die für viele mittelständische Automobilzulieferer lange ein stabiler Rahmen war, löst sich zunehmend auf. Resilienz als Voraussetzung für Transformationsfähigkeit In seinem Vortrag „From Stress to Strength: Restructuring for Financial Resilience of Automotive Suppliers“ hat unser Partner Matthias Müller aufgezeigt, wie Unternehmen in diesem veränderten Umfeld finanzielle Resilienz aufbauen und Transformationsfähigkeit sichern können. Klar wurde, dass Transparenz über Liquidität und Verlustquellen, ein fokussiertes Kernportfolio und robuste Szenarioplanungen zwingende Voraussetzungen sind, um unter wachsender Volatilität handlungsfähig zu bleiben. Transformation gelingt nur, wenn sie finanziell sauber unterlegt ist und in der Umsetzung konsequent gesteuert wird. F&E neu denken: China bedienen – IP schützen Eine zentrale Erkenntnis aus den technischen Panels war zudem, dass mittelständische Unternehmen ihre F&E-Strukturen so aufstellen müssen, dass sie künftig auch chinesische OEMs bedienen können. Dies erfordert höhere Entwicklungsgeschwindigkeit, modulare und regional adaptierbare Technologien sowie Engineering-Kompetenz mit China-Erfahrung. Gleichzeitig entstehen hier neue Risiken: Der Schutz geistigen Eigentums wird anspruchsvoller, vertragliche Anforderungen chinesischer OEMs greifen häufig tiefer in technologische Assets ein und Kundenbeziehungen können in diesem Markt deutlich schneller enden als im klassischen europäischen Umfeld. Mittelständler müssen daher einerseits die Fähigkeit entwickeln, chinesische Nachfrage zu adressieren, und gleichzeitig verhindern, dass technologische Identität, IP und strategische Flexibilität gefährdet werden. Strategische Konsequenzen für den europäischen Mittelstand Das Zusammenspiel aus sinkenden europäischen Volumina, steigenden Kosten, kürzeren Innovationszyklen und neuen Anforderungen an F&E verdeutlicht, dass die Herausforderungen keineswegs zyklischer Natur sind. Es handelt sich um eine strukturelle Verschiebung, die Geschäftsmodelle, Finanzierungsarchitekturen und Standortstrategien nachhaltig verändert. Unternehmen, die finanzielle Stabilität mit strategischer Fokussierung und operativer Umsetzungskraft verbinden, werden sich in dieser neuen Realität behaupten können. The Solution to uncertainty is diversity Nahezu einstimmig traten die Vertreter der OEMs in Ihren Vorträgen mit diesem Statement bezogen auf die Antriebsstränge der Zukunft auf. Der einzige Weg zu Carbon Net Zero ist die Technologieoffenheit in einer unsicheren Zukunft – nicht ein Weg, nicht eine Technologie, Offenheit für alles, um gemeinsam das Ziel zu erreichen. Dies löst jedoch hohe Investitionen in parallellaufende Entwicklungen der verschiedenen Technologien, allen voran EVs, Hybrids und Wasserstoffantriebe aus. Fazit: Resilienz wird zum entscheidenden WettbewerbsfaktorDas CTI Symposium 2025 hat eines klar gemacht: Die Automobiltransformation wird in China getrieben, ihre wirtschaftlichen Folgen treffen Europa jedoch unmittelbar. Unternehmen agieren in China for China und können aufgrund der deutlich differierenden Rahmenbedingungen nicht mehr schlicht europäische Produkte exportieren. Resilienz ist damit kein defensiver Begriff mehr, sondern ein zentraler Wettbewerbsfaktor.  
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News, 02.12.2025
02.12.2025
Das CTI-Symposium in Berlin ist eine der wichtigsten Veranstaltungen der Automobilindustrie und konzentriert sich auf die neuesten Entwicklungen im Bereich Antriebssysteme und intelligente Technologie für Kraftfahrzeuge. In diesem Kontext spricht auch W&P Partner Matthias Müller zum Thema "From Stress to Strength: Restructuring for Financial Resilience of Automotive Suppliers - How automotive suppliers turn crisis pressure into liquidity, innovation and long-term competitiveness." Denn Krise und Transformation sind keine Gegensätze. Wer Transparenz über Ist-Situation, Finanzierungsstruktur und Zukunftsfähigkeit schafft, kann Stress auch in strukturelle Stärke verwandeln – durch konsequente Liquiditätssteuerung, integrierte Planung und eine Finanzierung, die Restrukturierung und Innovation gleichermaßen ermöglicht.  Einen entsprechenden Artikel zu diesem Thema hat er mit Dr. Dirk Artelt, W&P Managing Partner Industriegüter & Automotive, im CTI-Magazin veröffentlicht. Jetzt reinlesen! 
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Kommentar, 27.11.2025
27.11.2025
Kommentar von Fabian Dichant, Senior Manager Business Performance Improvement und Philipp Seiz, Senior Manager Restructuring & Corporate Finance bei Dr. Wieselhuber & Partner Familienunternehmen leben von ihrer Nähe zur Belegschaft, zu den Maschinen und zu ihren Kunden. Genau deshalb entsteht Liquidität nicht in Planungstools, sondern dort, wo Material zu Gutteilen wird. Eine Cashflow-Planung hilft, die Transparenz zu erhöhen und Engpässe aufzudecken. Sie bleibt aber wirkungslos, wenn im Werk zu viel unfertige Arbeit liegt und der Engpass nicht stabil im Takt läuft. Dann klingt der Plan gut, doch die Rechnung geht nicht auf. Der Ort der Wahrheit ist der Engpass. Was dort pro Schicht tatsächlich läuft, entscheidet über Auslieferungen und Auslieferungen entscheiden über Geldeingänge. Unfertige Aufträge binden Kapital, Zeit und Aufmerksamkeit. Je mehr Work-in-Progress (WIP) vor dem Engpass liegt, desto länger werden die Durchlaufzeiten, desto mehr Chaos entsteht in Planung und Einkauf, desto häufiger braucht es Eilbestellungen und Sonderfahrten. Der Finanzplan sieht das oft erst im Rückspiegel; die Linie spürt es sofort. Der schnellste Weg zu spürbarer Liquidität ist unspektakulär: angefangene Aufträge gezielt fertigstellen und in die Rechnungsstellung gehen. Nichts Neues starten, wenn kritische Komponenten fehlen. Morgens am Board klären, was den Engpass heute bremst - Verfügbarkeit, Leistung oder Qualität - und nachmittags prüfen, ob die Bremse gelöst ist. So wandert die Planung aus Excel in die Wirklichkeit. Wie das aussieht, zeigt ein Beispiel aus der Welt eines mittelständischen Herstellers von Büro- und Papierprodukten. Dort ist eine Bogendruckmaschine häufig der Engpass – und Zeit geht vor allem beim Wechsel verloren. Wenn Platte, Papier und Farbkassetten vorbereitet bereitstehen und der Auftrag am Leitstand per Code geladen wird, schrumpft das Wechselfenster auf Minuten. Werden die Aufträge so gereiht, dass sich Farben und Formate möglichst wenig ändern, sinkt der Reinigungs- und Nachstellaufwand, der erste Gutbogen kommt schneller, kleine Lose werden wirtschaftlich und der Stapel halbfertiger Bögen vor dem Engpass schrumpft. Auch die Weiterverarbeitung folgt diesem Prinzip: Werkzeuge und Materialien werden extern vorbereitet, der erste Gutteil sauber freigegeben und die Reihenfolge in Familien gebildet. So bleibt der Takt stabil – ohne neue WIP-Inseln. Genau dadurch bekommt die Cashflow-Planung Substanz, weil die Ausbringung nicht geschätzt, sondern durch kurze Wechselzeiten und eine ruhige Weiterverarbeitung abgesichert ist. Mit solchen Shopfloor-Signalen bekommt die Planung Rückgrat. Die Wochenlieferung wird nicht erhofft, sondern aus Engpass-Leistung und realem Durchsatz abgeleitet. Der Cash-Pfad ist nachvollziehbar: weniger WIP senkt die Bestandsreichweite, mehr „ausliefern & abrechnen“ erhöht die Eingänge. Risiken stehen nicht länger im Kleingedruckten, sondern werden offen adressiert. Ersatzteile an kritischen Aggregaten, Qualifikationslücken in Schichten, fragile Lieferketten bei A-Teilen. Das schafft Vertrauen bei Banken, Gesellschaftern und Belegschaft, weil Fortschritt sichtbar wird und Zusagen gehalten werden. Dafür braucht es kein Kennzahlen-Feuerwerk. Ein kleines, hartes Set, wöchentlich geführt und direkt am Werk entstanden, reicht. Entscheidend ist nicht die Menge der Zahlen, sondern der klare Ursache-Wirkung-Pfad: schnellere Auftragswechsel, stabiler Engpasstakt, sinkendes WIP-Alter und am Ende eine Rechnung, die rausgeht. Dann beschreibt die Cashflow-Planung nicht mehr, was man sich wünscht, sondern was tatsächlich passiert. Familienunternehmen haben hier einen echten Vorteil. Wege sind kurz, Verantwortung ist persönlich, die Identifikation mit dem Produkt ist hoch. Wenn der Werksleiter täglich am Board steht, wenn Meisterinnen und Meister offen sagen, was gestern gehakt hat und was heute anders läuft, entsteht eine Wir-schaffen-das-Mentalität. Die Mannschaft sieht, dass ihre Verbesserung nicht nur eine Zahl in einer Präsentation ist, sondern die Liquidität der Firma stärkt. Das Geld wird im Werk verdient.
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News, 26.11.2025
26.11.2025
Carve-Outs gehören zu den komplexesten Restrukturierungsinstrumenten. Sie verbinden strategische Neuausrichtung mit rechtlichen, finanziellen und operativen Fragestellungen – und können, richtig umgesetzt, sowohl Krisen vorbeugen als auch in schwierigen Situationen den Fortbestand von Unternehmen sichern. Der digitale W&P Executive Dialog in Kooperation mit HEUKING zeigte, wie Sanierungsfähigkeit belastbar geprüft, operative Trennungen effektiv gestaltet und rechtliche Herausforderungen sicher gemeistert werden können. Finanzierungsansätze wie Staple Financing und praxisnahe Lösungswege standen ebenfalls im Mittelpunkt. W&P Managing Partner Volker Riedel betonte einleitend: „Carve-Outs sind nicht nur für große Konzerne, sondern zunehmend auch für den Mittelstand und insbesondere für Familienunternehmen eine wichtige Option, um sich veränderten Marktbedingungen anzupassen.“ Die strukturelle Neuordnung eröffne die Möglichkeit, Komplexität zu reduzieren, sich klarer auf Kernaktivitäten auszurichten und in volatilen Marktumfeldern wieder handlungsfähig zu werden. Matthias Müller, Partner Sanierung & Insolvenz bei W&P, unterstrich, wie zentral die Sanierungsfähigkeitsprüfung im Carve-Out-Prozess ist, denn ein unzureichend vorbereiteter Carve-Out könne dazu führen, dass eine der Einheiten bereits nach kurzer Zeit scheitert. Beide Einheiten – die abgebende wie die aufnehmende – müssen aus operativer und juristisch-betriebswirtschaftlicher Sicht eigenständig tragfähig sein. Die Aufteilung von Gemeinkosten, Fixkosten, Verwaltungsstrukturen, Schlüsselmitarbeitern, Assets, Grundstücken und IP ist dabei anspruchsvoll und führt regelmäßig zu Doppelstrukturen, komplexen Vertragsüberleitungen und bilanziellen Herausforderungen. Finanzierungen, Cash-Pooling-Strukturen, Haftungsbrücken und Pensionsverpflichtungen müssen zudem sauber modelliert und neu zugeordnet werden. „Ein erfolgreicher Carve-Out erfordert die perfekt abgestimmte Lösungskompetenz von operativer und juristisch-betriebswirtschaftlicher Restrukturierung. Ob und inwieweit das notwendige Konzept formale Aspekte bedienen muss, ist in Abhängigkeit von Geschäftsmodell- und Finanzierungs-Score zu bewerten“, so Müller. Der operativen Umsetzung widmete sich Jens Ekopf, Managing Partner und Leiter Business Performance Improvement bei W&P. „Operative Exzellenz ist der Kern eines erfolgreichen Carve-Outs. Wer Transparenz schafft, sauber priorisiert und frühzeitig eine funktionierende Steuerungslogik etabliert, verhindert Reibungsverluste und sichert die Handlungsfähigkeit beider Seiten“, betonte Ekopf. Besonders kritisch sei die Sicherstellung der Business Continuity – vom ersten Tag an und über alle Übergangsphasen hinweg. Prof. Dr. Georg Streit, Partner und Leiter der Praxisgruppe Restrukturierung & Insolvenzrecht bei HEUKING wies auf rechtliche Fallstricke hin – von Haftungsrisiken in Insolvenznähe über Nachhaftungstatbestände im Umwandlungsrecht bis zu Risiken bei Asset Deals wie Betriebsübergang, Betriebssteuern oder Firmenfortführung. Aus rechtlicher Sicht müsse die Stand-Alone-Fähigkeit beider Einheiten durch tragfähige Finanzierungsstrukturen, ausreichende Liquiditätsreserven und klare Patronats- oder Freistellungsverpflichtungen abgesichert werden. Eine saubere Planung, gründliche Due Diligence und belastbare Vertragsgestaltung seien dafür unverzichtbar.  Doreen Laabs, Leiterin Debt Advisory bei W&P, machte deutlich, dass die aktuelle Lage am deutschen Finanzmarkt angespannt sei: „Unternehmen sollen investieren, transformieren und wachsen, haben aber mit steigenden Betriebskosten und zunehmend erschwertem Kapitalzugang zu kämpfen.“ In dieser Situation biete Staple Financing – ein standardisiertes, vorab strukturiertes Finanzierungspaket – auf Verkäuferseite attraktive Möglichkeiten: höhere Transparenz über die Leverage-Fähigkeit des Targets, bessere Vergleichbarkeit der Angebote, weniger Informationsasymmetrien und eine effizientere Transaktionsabwicklung. Ihr Fazit: Staple Financing kann ein wertvolles Instrument sein, muss jedoch präzise auf Zielgruppe und Transaktion abgestimmt werden, um Überraschungen beim Signing zu vermeiden. In der Werkstatt-Diskussion wurde abschließend die Rolle der Eigentümerfamilie bei Carve-Outs in Familienunternehmen hervorgehoben. Häufig geht die Initiative zur Abspaltung von der Familie aus – getrieben durch strategische Neuausrichtung, Fokussierung auf das Kerngeschäft oder finanziellen Druck. Gleichzeitig beeinflussen emotionale Faktoren und interne Dynamiken den Prozess erheblich. Entscheidend sei daher ein stringenter Kommunikations- und Steuerungsansatz: Die Familie sollte regelmäßig, transparent und auch außerhalb formaler Gremien über Fortschritte und Notwendigkeiten informiert werden, um Momentum zu sichern, Missverständnisse zu vermeiden und frühzeitige Abbrüche zu verhindern. Fazit der Referenten: Ein Carve-Out ist ein strategischer Neustart. Unternehmen, die ihn transparent und strukturiert gestalten, reduzieren Komplexität und gewinnen Handlungsfähigkeit zurück.
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News, 25.11.2025
25.11.2025
Die Immobilienwirtschaft steht strukturell, finanziell und regulatorisch unter anhaltendem Druck. In diesem Umfeld gewinnt das StaRUG-Verfahren zunehmend an Relevanz. Es bietet die Möglichkeit, tiefgreifende finanzielle Restrukturierungen durchzusetzen, bevor eine Firmen-Insolvenz unausweichlich wird.  Im Interview mit dem REFD Magazin anlässlich des Real Estate Finance Days erläutert Christian Groschupp, Partner der Dr. Wieselhuber & Partner GmbH, wie das Verfahren in der Praxis eingesetzt wird. Bei der Veranstaltung in Frankfurt, dem Branchentreff für führende Köpfe in der Welt gewerblichen Immobilienfinanzierung, war Christian Groschupp als Panelist zum Thema “Immobilien im Umbruch – Investmentchancen brauchen neue Finanzierungslösungen” dabei. Sein Fazit zur Veranstaltung: “Der REFD 2025 hat eindrucksvoll aufgezeigt: Gläubiger sollten eine aktivere Rolle bei der Bewältigung der Restrukturierungsaufgaben einnehmen, Bestandshalter müssen sich noch intensiver und früher auf die Herausforderungen der Refinanzierung vorbereiten. Mutige Entscheidungen sind gefragt."
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News, 20.11.2025
20.11.2025
Die strategisch erfolgreiche  Unternehmensführung ist eine besondere Kunst. Den klassischen Königsweg gibt es nicht – Individualität ist gefordert. Die aktuelle W&P Studie „Strategisches Management“ gibt dabei einen hochaktuellen Einblick in den Status Quo und den Reifegrad dieses wichtigen Themas in Familienunternehmen. Deshalb steht die Strategie neben Themen rund um Marketing & Vertrieb, KI, Finanzierung, Distressed M&A genauso im Fokus der 32. Ausgabe des Management Support, wie auch Beiträge rund um Kultur und zunehmend wichtige Softskills. Aktuelle Best Cases, Branchen-Insights und Interviews geben Einblicke in die branchenübergreifende Beratungspraxis und liefern unternehmerische Impulse für operativ dringliche und manchmal sogar existenzielle Tagesordnungspunkte. Jetzt reinlesen!
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Best Case
19.11.2025
Die DIAMED Medizintechnik GmbH, spezialisierter Partner für extrakorporale Blutreinigung, liefert Geräte, Verbrauchsmaterial und anwendungsnahen Klinik-Support einschließlich Schulung und Service.  Ziel des Unternehmens: Durch Differenzierung im Intensivumfeld auf Basis erhöhter Produktpräsenz in Krankenhäusern wachsen, die Markenbekanntheit steigern und Cross-Sales-Potenziale aus dem Bestandsgeschäft generieren.  In einem gemeinsamen Projekt mit W&P wurde im Rahmen einer dreistufigen Potenzialanalyse Die DIAMED Medizintechnik GmbH, spezialisierter Partner für extrakorporale Blutreinigung, liefert Geräte, Verbrauchsmaterial und anwendungsnahen Klinik-Support einschließlich Schulung und Service.  Ziel des Unternehmens: Durch Differenzierung im Intensivumfeld auf Basis erhöhter Produktpräsenz in Krankenhäusern wachsen, die Markenbekanntheit steigern und Cross-Sales-Potenziale aus dem Bestandsgeschäft generieren.  In einem gemeinsamen Projekt mit W&P wurde im Rahmen einer dreistufigen Potenzialanalyse - die Zusammenarbeit mit einem möglichen Kooperationspartner für eine neue Lösung zur Sepsiserkennung & -therapieentscheidung evaluiert - und eine Go-/No-Go-Entscheidung für die Produktportfolioerweiterung abgeleitet. „Ein pragmatisches Projektvorgehen und hohe Industrieexpertise haben zu exzellenten Ergebnissen geführt. Die persönliche Zusammenarbeit mit dem Team von Dr. Wieselhuber & Partner haben wir sehr geschätzt und werden bei passenden Fragestellungen wieder auf W&P zukommen,“ so Dr. Sven Steinhoff Geschäftsführer DIAMED Medizintechnik GmbH. Wie das Team um Dr. Michael Marquardt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen. die Zusammenarbeit mit einem möglichen Kooperationspartner für eine neue Lösung zur Sepsiserkennung & -therapieentscheidung evaluiert und eine Go-/No-Go-Entscheidung für die Produktportfolioerweiterung abgeleitet. „Ein pragmatisches Projektvorgehen und hohe Industrieexpertise haben zu exzellenten Ergebnissen geführt. Die persönliche Zusammenarbeit mit dem Team von Dr. Wieselhuber & Partner haben wir sehr geschätzt und werden bei passenden Fragestellungen wieder auf W&P zukommen,“ so Dr. Sven Steinhoff Geschäftsführer DIAMED Medizintechnik GmbH. Wie das Team um Dr. Michael Marquardt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen. 
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Publikation
19.11.2025
In Märkten mit geopolitischem Druck, Technologiesprüngen und starken asiatischen Wettbewerbern wird Time-to-Market zum strategischen Erfolgsfaktor. Zudem treffen oft externe Veränderungen auf interne Schwächen und bremsen das Innovationstempo zusätzlich aus. Besonders riskant ist dabei die Illusion, sich allein über technische Exzellenz differenzieren zu können. Wer zu lange perfektioniert, verliert Zeit – und damit Relevanz. Entscheidend ist vielmehr die Fähigkeit, frühzeitig zu priorisieren, neue Geschäftsmodelle strategisch zu denken und diese mit marktnaher Umsetzung zu verbinden. Unser neues Dossier zeigt, wie Sie Time-to-Market als strategischen Hebel nutzen und Geschwindigkeit systematisch steigern: • Gesamtsystem statt Insellösungen - Strategie × Organisation × Prozesse × Kultur = Geschwindigkeit² • Früh priorisieren & marktnah testen - Relevanz vor Perfektion • Führung als Taktgeber – Tempo wird zur Chefsache
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Publikation
18.11.2025
Ein Sales Power Booster Projekt folgt einem klaren 3-Schritte-Ansatz – pragmatisch, schnell und mit direkter Wirkung: 1. Power Check – 360° Benchmarking des Vertriebs entlang von 7 Analysefeldern und des Online-Booster-Checks 2. Power Readiness – Priorisierung der wirkungsvollsten Booster („Speedboats“) und Entwicklung einer konkreten Roadmap 3. Power Drive – Umsetzung der Maßnahmen in agilen Sprints, begleitet durch W&P als PMO und Sales Coach Ergebnisse & Vorteile - Faktenbasierte Einordnung Ihrer Vertriebsleistung im Benchmarking - Identifikation von 5–10 „Speedboat-Boostern“ mit hohem Umsatzimpact und schneller Umsetzbarkeit - Konkrete Roadmap mit klaren Workstreams, Verantwortlichkeiten und Zeitplan - Sofortige Aktivierung von Quick-Wins mit erprobten Tools und Templates - Nachhaltige Verankerung und schrittweises Empowerment für Umsetzung und durch agiles Projektmanagement
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News, 17.11.2025
17.11.2025
Mehr als 30 Gäste folgten der Einladung in Kooperation mit Rud Pedersen Public Affairs an den Berliner W&P-Standort, um über politische Entscheidungsprozesse in Berlin – insbesondere in der Haushaltswoche zum Bundeshaushalt 2026 – und deren Parallelen zu unternehmerischen Weichenstellungen zu diskutieren. Die Premiere des neuen Formats bot mehr als drei Stunden intensiven Austausch. Im Zentrum stand Otto Fricke, langjähriger haushaltspolitischer Sprecher der FDP, ehemaliger Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages und heute Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes. Unter der Moderation von Michael Bassewitz, Politikredakteur bei ThePioneer, wurden sowohl die technischen Grundlagen des Haushaltsverfahrens als auch die strategische Perspektive für Deutschlands wirtschaftliche Zukunft beleuchtet. Gemeinsam mit Gästen aus Wirtschaft, renommierten Anwaltskanzleien sowie ausgewiesenen Experten des Insolvenz- und Restrukturierungsrechts entstand eine offene Diskussion über Entscheidungslogiken, Prioritäten und die Frage, wie politische Prozesse und unternehmerisches Handeln voneinander lernen können. Aus der Runde kristallisierte sich eine zentrale Erkenntnis heraus: Erfolg erfordert Geduld, Weitblick und klare Prioritäten – egal ob in Politik oder Wirtschaft. Die Gespräche zeigten eindrucksvoll, wie wertvoll externe Perspektiven für unternehmerische Entscheidungen sein können – und wie Beratung in herausfordernden Zeiten mit Blick auf robuste, belastbare Entscheidungen in Strategie und Transformation unterstützen kann.
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Publikation
13.11.2025
Auch das dritte Quartal 2025 ist von Gegensätzen geprägt. Während das Statistische Bundesamt für Deutschland ein kaum nennenswertes Wachstum meldet und Österreich im Sommer kurzfristig in eine technische Rezession geriet, zeigen einzelne Branchen bereits wieder Dynamik: Tourismus und Bau profitierten von Nachholeffekten, der Export verzeichnete nach langen Monaten der Stagnation leichte Zuwächse. Gleichzeitig belasten hohe Zinsen, volatile Energiepreise und anhaltende geopolitische Unsicherheiten weiterhin die Planungen von Unternehmen. Dieser Mix aus zögerlicher Erholung und anhaltendem Druck prägt die Gespräche in Banken, Kanzleien und Aufsichtsgremien. Auf der einen Seite überlagern Insolvenzen bekannter Mittelständler und Restrukturierungen im Immobiliensektor die Schlagzeilen. Auf der anderen Seite entstehen neue Investitionsprojekte: grenzüberschreitende Kooperationen in der Energiewende, Rekordinvestitionen in Digitalisierung und die Rückkehr von Industrieproduktionen, die lange als verloren galten. Besonders auffällig ist der Stimmungsunterschied zwischen traditionellen Kernindustrien und jungen Wachstumssektoren. Während Automobil- und Maschinenbau weiterhin um internationale Wettbewerbsfähigkeit ringen, gelingt es Teilen der Chemie, Logistik und IT, Marktanteile zurückzuerobern. Österreichs starke Familienunternehmen profitieren von resilienten Nischenmärkten, Deutschlands mittelständische Weltmarktführer punkten mit ihrer Ingenieurskunst. Doch die entscheidende Frage bleibt: Wird es gelingen, die vorhandene Kapitalausstattung und Innovationskraft in nachhaltiges Wachstum umzuwandeln? Erste Signale sind ermutigend: Die Investitionsbereitschaft privater Fonds steigt, staatliche Programme beschleunigen Infrastrukturprojekte, und die Nachfrage nach Transformationsfinanzierungen nimmt zu. Unser Sanierungsbarometer erfasst diese fragile Zwischenlage: Noch immer ist die Unsicherheit hoch, deshalb müssen Geschäftsmodelle aktiv gestaltet und umgebaut werden und nicht – nach dem Prinzip „Hoffnung“ auf die nächste Konjunkturwelle gewartet werden. Lassen Sie uns die Ergebnisse daher nicht als Mahnung, sondern als Wegweiser verstehen. Sie zeigen, dass aus den Brüchen der alten Geschäftsmodelle neue Chancen entstehen können – wenn Kapital, Regulierung und Unternehmergeist zusammenspielen.
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News, 12.11.2025
12.11.2025
Das M&A Team um Ante Jelavic und das Fashion, Lifestyle & Retail Team von Philipp Trompeter blicken auf eine erfolgreiche Transaktion: 50 Prozent der Anteile der unitex GmbH wurden vom bisherigen Gesellschafter, der unitex Vermögensverwaltung GmbH, erfolgreich an die INTERCONTACT Beteiligungsgesellschaft mbH als Teil der INTERSPORT Deutschland e.G. verkauft.Philipp Trompeter: "Diese Lösung ist nicht nur für an der Transaktion beteiligte Parteien ein optimaler Weg - auch die Handelspartner und Lieferanten der Unitex werden profitieren!"Die Übernahme der Anteile an der unitex GmbH ist eine zukunftsweisende Partnerschaft, ein sehr positives Zeichen in einem sich konsolidierenden Markt.
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News, 12.11.2025
12.11.2025
Künstliche Intelligenz, Digital Twins und Vision Systeme verändern Produktionsprozesse und industrielle Wertschöpfung grundlegend – von der Effizienzsteigerung über Qualitätsmanagement bis hin zu Flexibilität und Transparenz auf dem Shopfloor. Doch wie erkennt man das Potenzial in der Fertigung und wie lässt es sich heben? Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit Deltia und WILO SE gab es praxisnahe Impulse. „KI ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern Realität im Shopfloor. Sie hilft, Verschwendung zu eliminieren, Qualität zu steigern und den Fachkräftemangel abzufedern – bestenfalls aufsetzend auf bereits verschlankten Proezessen im Zuge einer LEAN Transformation sowie einer optimierten Datentransparenz und -qualität“, so Christian Sprenger, Partner und Leiter Operational Excellence bei W&P, einleitend. Eine aktuelle W&P Studie zeigt, dass die größten Potenziale in Predictive Maintenance, Qualitätskontrolle und Produktionsplanung liegen, jedoch nur rund 25% des deutschen Mittelstands KI bereits im Einsatz hat. Wie KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette zum Einsatz kommt zeigte Jan Daniel, Head of Smart Manufacturing bei W&P. „Gerade die Kombination aus virtuellen Daten, Agentensystemen und Closed Loop Quality zeigt, dass KI-Anwendungen nicht nur Effizienzgewinne bringen, sondern oft schon nach sechs bis neun Monaten einen messbaren ROI erzielen.“ Gleichzeitig warnte er vor typischen Stolpersteinen wie fehlender Governance, Skalierungsschocks oder kulturellen Widerständen und empfahl ein strukturiertes Vorgehen in fünf Phasen – von der Exploration über Use-Case-Definition bis zum Rollout. Maximilian Fischer, CEO Deltia, demonstrierte, wie KI-gestützte Videoanalysen Produktionsprozesse messbar verbessern. Aus Projekten mit ABB und Viessmann berichtete er von Produktivitätssteigerungen zwischen 10 und 20 Prozent. Erfolgsentscheidend seien dabei Transparenz gegenüber den Mitarbeitenden, die Auswahl eines relevanten Businessproblems, crossfunktionale Teams und ein pragmatisches, iteratives Vorgehen. David Graurock, Head of AI Competence Center bei WILO SE, gewährte Einblicke in die KI-Strategie des Dortmunder Pumpenherstellers. Anhand von Praxisbeispielen, die von adaptiver Werkerassistenz über KI-basierte Dichtungsprüfung bis hin zu generativen Anwendungen wie „Wilo GPT“ reichten, zeigte Graurock, wie KI bereits heute Prozesse optimiert und Wissen im Unternehmen nutzbar macht. Take-aways aus der Werkstatt-Diskussion, moderiert von Oliver Rörig, Partner bei W&P: Die Einführung von KI sollte sich immer an konkreten Business-Problemen und klaren Mehrwerten orientieren. Für den Einstieg empfehlen sich Use Cases mit schnellem, sichtbarem Nutzen wie etwa Predictive Maintenance oder visuelle Qualitätsprüfungen. Und auch wenn viele Unternehmen noch am Anfang stehen: Entscheidend sind Erfahrungsaustausch und pragmatisches Vorgehen. Denn eine datenbasierte, skalierbare und ROI-orientierte Einführung von KI ist der Schlüssel zu nachhaltiger Performance-Steigerung in der Produktion. Unternehmen, die diese Transformation aktiv gestalten, sichern sich nicht nur Effizienzgewinne – sie schaffen die Basis für die smarte Fabrik von morgen und steigern nachhaltig Ihre Wettbewerbsfähigkeit.
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Publikation
11.11.2025
Aus unserer Projekterfahrung wissen wir, dass viele mittelständische Sport- und Outdoor-Unternehmen ein hohes Kundendurchschnittsalter von +/- 60 haben. Hierdurch wird Umsatzpotenzial des Sortiments verschenkt. Die Zielsetzung ist daher häufig für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens jüngere Kunden und Fans zu gewinnen. Wie kann das gelingen? Die Antwort hierzu beginnt mit dem Verständnis für welche Faktoren die Kaufentscheidungen von Gen Z, Y und X prägen und der Erkenntnis, wie sich diese verändern. Nur wer seine Kunden versteht kann sie richtig ansprechen. Die W&P Studie „NextGen Insights: Werte, Kanäle, Entscheidungen“ in Kooperation mit Dr. Henrik Vogel, Professor für Marketing an IU München, legt den Grundstein hierzu. Durch eine repräsentative Befragung von 1.700 Teilnehmenden haben sie wesentliche Entwicklungen für Lifestyleunternehmen und explizit für die Sport und Outdoorbranche identifiziert. Anhand des beispielhaften Kaufprozesses einer „Wasserdichten Funktionsjacke“ werden anhand der Customer Journey unter anderem folgende Fragen je Generation beantwortet: • Welche Rolle spielen stationäres Geschäft, Website und Community bei der Kaufentscheidung? • In welchen Kanälen findet zukünftig der eigentliche Kauf statt? • Welche Relevanz hat Nachhaltigkeit bei der Kaufentscheidung wirklich? • Wie können Kunden über die Transaktion hinaus zu Fans gemacht werden? Anbei finden Sie die Übersicht der Studienergebnisse. Für tiefergehende Informationen zu den Ergebnissen der Studie und für einen Austausch zu den Implikationen für Ihr Unternehmen, stehen wir Ihnen mit einem persönlichen Termin gerne zur Verfügung.
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News, 11.11.2025
11.11.2025
Die Bau- und Immobilienwirtschaft befindet sich in einer strukturellen Umbruchphase. Neben Geschäftsmodellen wird vor allem die zugrundeliegende Finanzierungsstrategie zunehmend zum Erfolgsfaktor. Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs standen daher praxisnahe Strategien im Mittelpunkt, wie Finanzierungsinstrumente gezielt zur Transformation eingesetzt werden können. „Im anhaltend schwierigen Marktumfeld der Bauindustrie rückt die finanzielle Stabilität stärker in den Mittelpunkt. Eine tragfähige Finanzierungsarchitektur ist nicht nur Stabilitätsanker, sondern Voraussetzung für unternehmerische und strategische Freiheit“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie bei W&P, verdeutlichte: Trotz der angespannten Lage in der Bauindustrie eröffnen sich Chancen für Unternehmen, die ihre Transformation aktiv steuern. „Der Schlüssel liegt in einer klaren strategischen Priorisierung – im Zusammenspiel von Märkten und Produkten, Operating Model und Finanzierung“, so Markschläger. „Nur wer finanzielle Stabilität und vorausschauendes Liquiditätsmanagement sicherstellt, kann strategische Initiativen mit erhöhtem Kapitalbedarf erfolgreich umsetzen – etwa Industrialisierung der Produktion und Vorfertigung, Digitalisierung, gezielte Zukäufe oder auch Restrukturierungen.“ Im anschließenden Zwiegespräch diskutierte er mit Doreen Laabs, W&P Finance Expertin, welche konkreten Optionen Unternehmen in Sachen Finanzierungsstrategie heute haben: von der Abwägung zwischen bilateralen und konsortialen Finanzierungen über die richtige Nutzung von Aval- und Cash-Kreditlinien bis hin zu zukunftsorientierten Strukturierungsansätzen, die Flexibilität und Liquidität auch in volatilen Marktphasen sichern. Die Diskussion machte deutlich: Banken prüfen ihr Branchenexposure heute sehr genau und achten bei der Kreditvergabe auf zukunftsfähige Geschäftsmodelle, stabile Liquidität und gezielte Investitionen in F&E. Erfolgreiche Finanzierungsstrategien brauchen deshalb vor allem Transparenz, ein klares Verständnis der eigenen Finanzarchitektur und: „Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation! Der proaktive, transparente Austausch mit Banken ist entscheidend, um sich das Vertrauen des Finanzierungspartners zu sichern“, so Laabs. Unternehmen sollten nicht erst dann auf die Bank zugehen, wenn sie „mit dem Rücken an der Wand stehen“, unterstrich auch Oliver Markschläger. Deutlich wurde: Langfristige Kreditlinien, ausreichende Liquiditätsreserven, flexible Covenants und die Vermeidung von Klumpenrisiken durch Konsortialkredite oder breit gestreute Bankpartner sind zentrale Erfolgsfaktoren für stabile, diversifizierte und vorausschauend gestaltete Finanzierungsstrukturen. Auch die Nutzung alternativer Finanzierungsquellen und Förderprogramme können zusätzlich die Handlungsfähigkeit und Resilienz stärken.
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Kommentar, 10.11.2025
10.11.2025
Wer „Produktivität“ im Jahr 2025 noch zur Königskennzahl erhebt, steuert seine Fabrik mit dem Rückspiegel. In hochautomatisierten Wertströmen erzählt die reine Produktivität zu wenig – sie belohnt Tempo, auch wenn die wahren Verluste in Stillständen, Mikrostops, Anfahr- oder Qualitätsproblemen liegen. Die Overall Equipment Effectiveness oder deutsch Gesamtanlageneffektivität, kurz OEE liefert hier die Tiefenschärfe (Verfügbarkeit x Leistung x Qualität). Eine Tiefenschärfe die Führung braucht. Gerade im produzierenden Mittelstand und in Familienunternehmen, die Verantwortung über Generationen tragen, ist das entscheidend: Wer Liefertreue, Qualität und Marge planbar halten will, darf Ursachen nicht hinter einer Sammelkennzahl verstecken. Aktuelle Fälle zeigen: Die „Produktivität“ kann stellenweise sogar deutlich über 100 % stehen. Ein Wunder? Nein, vielmehr das Ergebnis uneinheitlicher Erfassung: gemischte Zeitbasen, unklare Zähler und die Vermengung manueller Tätigkeiten mit automatisierten Maschinenzyklen. Was fehlt, ist Transparenz über die Verlustgründe – man sieht eine Zahl, aber nicht die Ursache. Hier kommt die OEE ins Spiel: OEE trennt Wirkung von Ursache – und macht Führung messbar. Eine tägliche, nur 15-minütige Lagebesprechung im Shopfloor-Meeting richtet den Blick auf Ziel/Ist und die drei größten Verluste des Vortags – mit Verantwortlichen, Maßnahmen und Termin. So entsteht ein Regelkreis vom Signal (Kennzahl) zur Ursache (Verlustcode) zur Wirkung (A3-Maßnahme). Liefertreue wird zur Konsequenz, nicht zum Zufall. Selbst in handwerklichen, manuellen Prozessen sollte „Produktivität“ durch die sogenannte OLE (Overall Labour Effectiveness) ersetzt werden. Die klassische Produktivität (Output je Arbeitsstunde) mischt Anwesenheit, Nutzzeit und First Pass Yield (Erstausbeute) – das produziert Scheinwerte, im Extrem > 100 %. Die OLE übernimmt die OEE-Logik für menschliche Arbeit: Verfügbarkeit (Nutzzeit), Leistung (Taktdisziplin vs. Standard) und Qualität. Der Unterschied zur OEE ist einfach: OEE misst die Effektivität von Anlagen, OLE die Effektivität von Mitarbeitenden in überwiegend manuellen Tätigkeiten - und beide Kennzahlen sollten Teil einer gemeinsame Führungsroutine sein. Die Leitplanke bleibt einfach: Je höher der Automatisierungsgrad, desto zentraler die OEE. Auf Stanz-, Laser- oder Verpackungslinien diktiert die Anlage den Takt; in variantenreicher Montage führt OLE. Als Praxis-Daumenregel gilt: Ab > 40 % automatisierter Wertschöpfungszeit liefert die OEE den primären Steuerimpuls, darunter OLE – OEE bleibt ergänzend relevant, wo Engpass-Anlagen den Fluss bestimmen. Damit das wirkt, braucht es Daten-Disziplin statt Datendeko: Maschinenzustände und Zyklen kommen automatisiert (I/O, bei neueren Anlagen via OPC UA), Telemetrie läuft z. B. per MQTT ins BDE/MES; das Team ergänzt nur das „Warum“ bei manuellen Stopps oder Qualitätsabweichungen. Wo Schnittstellen fehlen, reicht ein robuster Retrofit – etwa eine Lichtschranke als Zählimpuls. Entscheidend ist ein schlanker, einheitlicher Verlustkatalog mit klaren Definitionen und identischer Auflösung über Linien und Werke hinweg. Die Quintessenz für Familienunternehmen: Solange „Produktivität“ als Alleinherrscher regiert, werden Symptome belohnt und Ursachen verdeckt. In automatisierten Bereichen muss OEE führen, in manuellen OLE – verbunden durch einen konsequenten Führungsrhythmus. Wer so steuert, gewinnt Transparenz über Verluste, stabilisiert den Fluss und macht Liefertreue planbar – heute und für die nächste Generation.
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News, 07.11.2025
07.11.2025
Ob globale Unsicherheiten, steigende Finanzierungskosten oder strukturelle Marktveränderung – der Druck auf Unternehmen nimmt weiter zu. In diesem Umfeld reicht reaktives Krisenmanagement nicht mehr aus. Gefragt ist vielmehr eine gestaltende Sanierung: früh initiiert, strategisch verankert und konsequent umgesetzt. Wie man das konkret angehen kann? Dieses Thema stand im Mittelpunkt der Restructuring Lounge Linz von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit SGS. Zum Auftakt machten Daniel Emmrich, Partner bei W&P, und Dr. Christoph Strobl, Managing Partner bei SGS, deutlich: „Zukunftsfähigkeit entsteht durch klare Steuerung, stringente Prioritäten und eine Führung, die Orientierung bietet.“ Zum Start in den Abend präsentierte Dr. Daniel Degischer, Management Center Innsbruck, und Dr. Christoph Strobl,  SGS Management GmbH, in ihrem Impulsvortrag die Ergebnisse des internationalen Forschungsprojekt – finanziert von der österreichischen Nationalbank – zum Thema „Open Strategy in der Restrukturierung und Sanierung“. Durch diesen Ansatz ergeben sich neue und transparente Wege in der Neuausrichtung der Geschäfte, da es gelingt Markt, Organisation und Finanzierung zusammen an einen Tisch zu bringen.  Auch Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, unterstrich: „Viele Unternehmen navigieren auch heute noch ohne belastbare Frühwarnmechanismen. In diesem Fall ist eine integrierte kaufmännische Steuerung gefragt“, so Zubrod. Ohne Krisenfrühwarnsysteme ginge es heute nicht mehr. Im anschließenden Lounge-Talk mit den Referenten sowie Dr. Gernot Hofer, Vorstand, Invest Unternehmensbeteiligungs AG, Dr. Mario Leistentritt, Jaufer Rechtsanwälte GmbH, und Thomas Litzlbauer, Management Factory, wurde vor allem deutlich: Sanierung beginnt nicht erst mit dem Krisenfall, sondern mit klarer Kommunikation, vorausschauender Führung und dem Mut, klare Entscheidungen zu treffen. Eine spannende Brücke zwischen Hochleistungssport und Restrukturierung schlug Prof. Kurt Matzler, Professor für Strategisches Management an der Universität Innsbruck, in seinem abschließenden Impuls „High Performance Mindset“. Als zweifacher Teilnehmer und Finisher des „Race Across America“ zeigte er, zu welcher Leistung der Mensch in der Lage ist, wenn er ein „Warum“ hat und parallel maximale Disziplin und Konsequenz in der Umsetzung beweist – ganz nach dem Motto: „If you can dream it, you can do it“.
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News, 06.11.2025
06.11.2025
Gleich an zwei Münchner Hochschulmessen konnten in der letzten Woche spannende Kontakte geknüpft werden...  An der HM Business School ging's beim KarriereMatch direkt in die Vollen: Vier Stunden durchgehend Gespräche mit hochmotivierten BWL-Studierenden rund um Praktika bei W&P – eine erfrischende & unkomplizierte Veranstaltung mit direktem Draht zu High Potentials.  Auf der HOKO Hochschulkontaktmesse konnten wir dann gestern direkt anknüpfen: Mit der Unterstützung von Andreas Pfeffer, Tim Lämmermann und Lilly Thelen am W&P Stand waren wir definitiv nicht unterbesetzt! Der Infobedarf rund um den Einstieg ins Consulting für Familienunternehmen war vor allem bei Wirtschaftsingenieur- und Maschinenbau-Studierenden in diesem Jahr so hoch wie selten zuvor. Die nächste Berater-Generation für Strategie, Restructuring & Finance und alle Themen rund um Business Perfomance Improvement steht schon in den Startlöchern! 
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News, 04.11.2025
04.11.2025
Familienunternehmen in Deutschland stehen momentan vor einer enormen Herausforderung. Viele, die bereits seit Jahren strukturelle Probleme mit sich tragen, sehen sich nun durch schwache Absatzentwicklungen massiv finanziell unter Druck gesetzt. Die Refinanzierungsmöglichkeiten sind gleichzeitig stark eingeschränkt, Banken zeigen sich zurückhaltend, und viele Gesellschafter sind schlichtweg „aus dem Geld“. Debt Advisor verbringen viel Zeit, um Banken zu einem Standstill zu bewegen, aber an Fresh Money ist kaum zu denken. Was wir jetzt sehen, ist das Ende des „Relationship Banking“ – manche behaupten sogar das Zeitalter des Haircuts hat begonnen. Volker Riedel & Doreen Laabs in der nwb Sanieren & Restrukturieren.
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News, 30.10.2025
30.10.2025
Kommentar von Christian Sprenger, Partner Operational Excellence, und Fabian Dichant, Senior Manager Operational Excellence bei Dr. Wieselhuber & Partner Der Produktionsstandort Deutschland wurde in den letzten Jahren gern als Problemfall beschrieben – teuer, langsam, überreguliert. Auf der Summit Allgäu Produktion 2025 war der Ton anders: Die Probleme sind brutal real, aber niemand versinkt im Selbstmitleid. Genannt wurden unter anderem hohe Energiekosten, Fachkräftemangel, Bürokratie und ein globaler Kostendruck, der durch die geopolitische Lage weiter steigt. Die US-Regierung unter Donald Trump setzt wieder offen auf Industrieprotektionismus, Zölle und „America First“, um Produktion zurück in die USA zu holen. Gleichzeitig kommt aus China eine neue Welle industrieller Konkurrenz: technisch solide, schnell skalierbar und „good enough“ – funktional ausreichend, aber preislich so aggressiv, dass gerade europäische Maschinenbauer und Zulieferer massiv unter Druck geraten. Die Botschaft der zwei Tage war deshalb eindeutig: Wenn wir in fünf Jahren noch wettbewerbsfähig sein wollen, reicht „weiter so“ nicht – gefragt seien laut Georg Weber, CTO WILO SE, mehr Produktivitätssprünge, um in 5 Jahren noch wettbewerbsfähig zu sein. Diese Produktivitätssprünge werden inzwischen nicht mehr als theoretische LEAN-Übung diskutiert, sondern sehr operativ. Automatisierung ist keine Prestigeinsel mehr, sondern Grundvoraussetzung dafür, in einem Hochlohnland stabil und in Qualität liefern zu können. Digitale Assistenzsysteme sollen Prozesse beherrschbar machen: Werkerführung in Echtzeit statt dicker Arbeitsanweisung, sofortiges Feedback statt spätem Nacharbeiten, klare Takte statt individueller Heldenleistung. Nachhaltigkeit wird nicht mehr als Imageblock verkauft, sondern als Teil der Effizienzlogik: Energie verstehen, Verbräuche aktiv steuern, eigene Versorgung sichern, Verluste reduzieren. Es geht weniger um „mehr Leute für mehr Schichten“, sondern darum, die vorhandenen Ressourcen so stabil, standardisiert und störungsarm laufen zu lassen, dass Ausbringung und Liefertreue planbar bleiben. Ein weiterer roter Faden: Geschwindigkeit. Veränderung wird nicht mehr als mehrjähriges Transformationsprogramm beschrieben, sondern als Taktfrage im Tagesgeschäft. Wer jede Entscheidung dreifach absichert, liefert zu spät. Wer die Industrialisierung zu lange absichert, verliert den Markt an jemanden, der schneller lernt. Geschwindigkeit wird damit zur Führungsaufgabe – nicht nur in der Entwicklung, sondern bis tief in die Fertigung. Entbürokratisierung wurde nicht als politisches Schlagwort diskutiert, sondern als Standortfrage. Zu lange Genehmigungswege, zusätzliche Berichtspflichten, wachsende regulatorische Komplexität kosten genau die Geschwindigkeit, die alle gleichzeitig einfordern. Am Ende liefen die Forderungen aus Industrie und Mittelstand erstaunlich deckungsgleich zusammen: weniger Fesseln, mehr Mut zu Sprunginnovationen und ein konsequenter Fokus auf Effizienz und Produktivität direkt am Shopfloor – nicht nur in Präsentationen. Fazit: Wettbewerbsfähigkeit wird sich nicht mehr über Lohnkosten entscheiden, sondern über Exzellenz in der Ausführung. Wer morgen bestehen will, muss heute Standards schaffen, Komplexität runterfahren, Output pro Anlage und Schicht heben und Führung am Shopfloor stärken – und das Ganze mit Tempo.
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News, 29.10.2025
29.10.2025
In unsicheren wirtschaftlichen Zeiten reagieren viele HR-Abteilungen reflexartig mit Stellenabbau oder operativer Routine. Dadurch bleiben Kostensteuerung, Personalbindung und strategische Wirkung unzureichend – und die Organisation verliert an Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Smarte HR-Operating-Modelle verbinden intelligentes Rightsizing mit passgenauen Employee Journeys. Datenbasiertes HR-Controlling, gezielte Freiwilligenprogramme, Potenzialanalysen und systematisches Workforce Management ermöglichen eine differenzierte Steuerung von Kosten, Kompetenzen und Personalentwicklung. Leonard Kluck, Leiter HR Excellence im HR Journal.
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News, 28.10.2025
28.10.2025
Im digitalen Executive Dialog von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) stand die Frage im Mittelpunkt, wie Machine Learning im Mittelstand konkrete Wertbeiträge schaffen kann – jenseits von Hype und Theorie. „Machine Learning ist sicher keine „Knopfdrucklösung" kann aber – richtig eingesetzt – erheblichen Mehrwert stiften und Kosten sparen“, so einleitend  Sebastian Batton, Leiter Digital Excellence W&P. Machine Learning eigne sich überall dort, wo große Datenmengen, viele Einflussfaktoren und komplexe Zusammenhänge zu bewältigen sind, beispielsweise in Sales & Operations Planning, Preisentwicklung, Produktlebenszyklusmanagement, Predictive Maintenance aber auch Personal-, Schicht- und Finanzplanung. Wie sich Machine Learning in der Praxis bewährt, zeigte Julian Tietze, Senior Expert Management Link GmbH. Er stellte ein Projekt zur Optimierung der Personalplanung bei einem Dienstleister am Flughafen München vor, der Passagiere mit Mobilitätseinschränkungen betreut. Durch den Einsatz eines Machine-Learning-Modells konnte die Schichtplanung automatisiert, Kosten reduziert und die Servicequalität signifikant verbessert werden. Moritz Zoepffel, Senior Consultant Digital Excellence W&P, erläuterte die technische Umsetzung. „Ziel war, die bisher subjektive Einschätzung der Schichtplaner durch ein objektives, datenbasiertes Machine-Learning-Modell zu ersetzen, um die operative Komplexität und die stark schwankende Nachfrage besser zu bewältigen.“ Auf Grundlage historischer Auftrags- und Flugplandaten sowie angereicherter Zusatzinformationen prognostiziert das Modell die tatsächliche Nachfrage und generiert daraus automatisiert Schichtpläne, die direkt in der operativen Planung genutzt werden können. Die Modellgüte liegt bei 78 Prozent – ein sehr guter Wert in einem derart komplexen Umfeld. W&P Partner und Moderator Daniel Emmrich resümiert: „Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung war die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden und sein Geschäftsmodell zu verstehen: Das Modell wurde iterativ weiterentwickelt und gemeinsam optimiert.“ Die anschließende Werkstattdiskussion machte deutlich: Machine Learning heißt nicht, in eine Glaskugel zu blicken, sondern hilft ganz konkret, das eigene Geschäft besser zu verstehen, Wirkzusammenhänge zu erkennen und Optimierungen abzuleiten. Um zu starten, werden keine Daten „in Perfektion“ benötigt, vielmehr sei im Unternehmenskontext Muster und Korrelationen in vorhandenen Daten zu identifizieren und daraus einen Use Case zu entwickeln. Wie starten? „Einfach trauen, das Risiko ist sehr überschaubar“, so die Experten unisono. „Im Kleinen anfangen, experimentieren, Know-how sammeln, Expertise entwicklen und aus diesem „kleinen Pflänzchen“ etwas im Unternehmen wachsen lassen.“
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News, 23.10.2025
23.10.2025
Die deutsche Bauwirtschaft steht weiter unter erheblichem Druck. 2025 droht das fünfte Jahr in Folge ein Umsatzrückgang. In diesem Umfeld gilt: Nur wer frühzeitig handelt, bleibt am Steuer. Unternehmen, die Transformation anstoßen, Kosten senken und eine Neuausrichtung einleiten, sichern sich Handlungsfreiheit – statt sich von externen Faktoren oder Finanzierern lenken zu lassen. Wie? Entsprechende Impulse standen im Mittelpunkt des digitalen Executive Dialog „Stagnation in der Bauindustrie“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P). „Je länger der Aufschwung dauert, desto wichtiger werden Durchhaltevermögen, Kapitalreserven, das Erreichen des Break-even und die „Atmungsfähigkeit“ der Unternehmen“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Moderator und W&P Branchenexperte. Georg Charlier, Regional Manager bei JLL, verdeutlichte: Das Marktumfeld bleibt herausfordernd auch wenn mittlerweile vereinzelter Lichtblicke am Horizont sichtbar werden. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferer bei W&P, betonte in seiner strategischen Einordnung entsprechend: „Wer in dieser schwierigen Phase das passende Portfolio und eine leistungsfähige Organisation im Griff hat, kann jetzt strategisch die Weichen stellen und als Gewinner hervorgehen.“ Unternehmen, die breit diversifiziert und effizient aufgestellt sind, verfügen über einen klaren Vorteil. Frühzeitiges Handeln wird damit zum Schlüsselfaktor, um Kosten zu senken, Effizienz zu steigern und neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Dass kaufmännische Steuerung dabei weit mehr ist als ein Reporting-Instrument, unterstrich Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: „Unternehmen dürfen kaufmännische Steuerung nicht als lästige Pflicht begreifen – richtig umgesetzt wird sie zum strategischen Vorteil. Existieren keine derartigen Instrumente bedeutet das auf jeden Fall einen Wettbewerbsnachteil!“ Moritz Polk, Manager bei W&P, ergänzt: „Nur der integrierte Dreiklang aus Strategie-, Finanz- und Liquiditätsmanagement ermöglicht kontrollierte, fundierte Entscheidungen für die Zukunft -  die letztlich Zeit und Kosten sparen.“ Wie das in der Praxis gelingt, zeigte W&P Partner Daniel Emmrich anhand eines Restrukturierungsbeispiels. Er ist sich sicher: „Zentrale Erfolgsfaktoren der Restrukturierung und Neuausrichtung sind vor allem die offene Kommunikation mit allen Finanzierern, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Beratern und Geschäftsführung und der klare Veränderungswille in der Führung.“ In der abschließenden Diskussion wurde deutlich: Die Branche durchläuft tiefgreifende strukturellen Veränderungen – frühes, szenariobasiertes Handeln schafft in dieser Situation Klarheit und sichert Handlungsfähigkeit. Wer jetzt kaufmännische Steuerung als strategisches Führungsinstrument begreift, Effizienz mit klarer Ausrichtung verbindet und strategisch klug handelt, kann gestärkt aus der Stagnation hervorgehen und den Wettbewerb sogar überholen. 
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News, 23.10.2025
23.10.2025
Die Möbelindustrie steht unter anhaltendem Druck: Schwache Konsumnachfrage, stagnierender Wohnungsbau und zunehmender Importdruck prägen die Marktlage. Beim digitalen Executive Dialog von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P)  in Kooperation mit dem Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) standen deshalb die aktuelle Entwicklung, strukturelle Herausforderungen und strategische Handlungsoptionen für Hersteller, Zulieferer und Handel im Fokus. Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie, zeichnete einleitend ein nüchternes Bild der aktuellen Branchenlage. Von Aufschwung könne keine Rede sein, vielmehr bewege sich die Möbelindustrie in einer Seitwärtsphase. Doch trotz der konjunkturellen Schwäche erweise sich der Arbeitsmarkt als stabil – ein Faktor, der das Verbrauchervertrauen langfristig stützen könnte Manuel Schenck, Mitglied der Geschäftsleitung W&P, betonte die entscheidende Rolle eines professionellen Liquiditätsmanagements – sowohl als Enabler für Wachstum als auch als Rettungsanker in Krisenzeiten. „Liquidität ist die zentrale Steuerungsgröße, um Handlungsfähigkeit zu sichern und Chancen gezielt zu nutzen“, so Schenck. Bestände seien die größten kurzfristigen Hebel zur Liquiditätsverbesserung: Durch gezielte Analysen und Steuerung ließen sich oftmals 20 bis 30 Prozent an Potenzialen heben. Philipp Trompeter, Senior Manager Konsumgüter bei W&P, setzte den Schwerpunkt auf Effizienzsteigerung und Kostensenkung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. „Digitalisierung und Automatisierung sind keine Zukunftsvision, sondern eine Notwendigkeit, um Prozesse effizienter, kundenorientierter und schlanker zu gestalten“, betonte er. Besonders in der Auftragsabwicklung und im Kundenservice ließen sich durch digitale Lösungen erhebliche Effizienzgewinne erzielen. Restrukturierungsexperte Christian Dresen, der einen Praxisfall au dem Bereich Möbelhandel vorstellte, unterstrich: Benchmarks aus Projekten und Marktdaten seien essenziell, um die eigene Kostenstruktur realistisch zu bewerten: „Szenarien proaktiv entwickeln und offen kommunizieren – so lassen sich Investitionen und Betriebsmittel gezielt absichern“. Daniel Emmrich, W&P Partner Operative Restrukturierung bei W&P, empfahl eine ehrliche und selbstkritische Standortbestimmung, um den Krisenstatus und den konkreten Handlungsbedarf zu erkennen. „Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung eines frühen, realistischen Bildes ihrer Situation – operativ wie finanziell“, betonte Emmrich. Transparenz sei die Grundlage jeder erfolgreichen Restrukturierung.  In der abschließenden Werkstatt-Diskussion wurden deutlich: Die Branche hat den Ernst der Lage erkannt – jedem ist klar, dass es sich nicht mehr um eine vorübergehende, konjunkturelle Delle handelt sondern vielmehr um eine strukturelle Veränderung der Branche. Entsprechend sollte Restrukturierung als normaler Bestandteil des Unternehmenslebenszyklus verstanden werden – mit einem ganzheitlichen Blick auf Effizienz, Strategie und Finanzierung.  „Entscheidend ist, mutig zu bleiben, Entscheidungen zu treffen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken“, so W&P Managing Partner & Moderator Dr. Timo Renz abschießend. Eine erfolgreiche Veränderung gelinge nur, wenn Berater, Geschäftsführung und alle anderen Beteiligte als Team agieren und die Transformation gemeinsam umsetzen. 
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Publikation
16.10.2025
Die wirtschaftliche Lage der Fußball-Bundesliga stabilisiert sich – doch strukturelle Risiken bleiben bestehen. Das zeigt die aktuelle Studie von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) zur Refinanzierungsfähigkeit und Geschäftsmodellen der Clubs der 1. und 2. Bundesliga. Im Jahr 2024 konnten die Vereine ihr EBITDA im Durchschnitt um rund 30 % steigern. Damit verbessert sich die gesamtwirtschaftliche Refinanzierungsfähigkeit deutlich – vor allem dank gestiegener TV-Erlöse, Transferüberschüsse und effizienterem Kostenmanagement. Finanziell stabil zeigen sich insbesondere Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart und der 1. FC Köln. Neben sportlichem Erfolg tragen auch Investorenbeteiligungen, Europapokal-Einnahmen und konsequente Kostenkontrolle zur Stärkung der Eigenkapitalbasis bei. Deutlich gefährdeter sind hingegen Holstein Kiel, der 1. FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf. Anhaltende Defizite, sinkendes Eigenkapital und fehlende Refinanzierungsalternativen belasten die Zukunftsfähigkeit dieser Clubs spürbar. Im Ausblick zeichnet sich ein Strukturwandel ab: Immer mehr Vereine prüfen alternative Finanzierungsformen – etwa Genossenschaftsmodelle, Fan- und Unternehmensanleihen oder Schuldscheindarlehen. Auch Restrukturierungsinstrumente wie das StaRUG gewinnen an Relevanz, um Krisenszenarien frühzeitig abzufedern.
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Publikation
25.09.2025
Das HR-Management agiert heute in einem komplexen Wirkungsfeld: Es muss steigende Risiken (von Compliance bis Employer Branding), unklare Rollenzuweisungen, kulturelle Spannungen sowie divergierende Stakeholder-Interessen simultan adressieren. Diese Herausforderungen verdichten sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, hybrider Arbeitsmodelle und des wachsenden Anspruchs an sinnstiftende Tätigkeiten. Wie muss das HR-Management konkret ausgestaltet werden, um als „Enabler“ für eine effektive sowie effiziente Organisation und eine performance-orientierte Führungskultur zu wirken?
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Event, 11.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Boards, Management und Gläubigergremien stehen unter zunehmendem Entscheidungsdruck – insbesondere in Transaktions- und Sondersituationen. In diesem Umfeld sind eine belastbare rechtliche Absicherung sowie nachvollziehbare, fundierte ökonomische Bewertungen von zentraler Bedeutung.Im Executive Dialog geben wir praxisnahe Einblicke und konkrete Empfehlungen zur rechtssicheren Dokumentation von Gremienentscheidungen sowie zum gezielten Einsatz von Fairness Opinions. Gemeinsam mit den „White Collar Defense“-Anwälten von Skadden zeigen wir anhand ausgewählter Praxisbeispiele, wie Entscheidungen strukturiert vorbereitet, klar formuliert und sauber dokumentiert werden sollten, um Haftungsrisiken wirksam zu minimieren.
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Kommentar, 16.09.2025
16.09.2025
Kommentar von Fabian Dichant, Senior Manager Business Performance Improvement bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbHSales & Operations Planning, kurz S&OP? Ja, aber oft nur auf dem Papier. Rund 70 % der Unternehmen im produzierenden Mittelstand, insbesondere Familienunternehmen, haben S&OP formal eingeführt, doch nur etwa ein Viertel steuert damit konsequent und unternehmensweit. Rund 80 % organisieren den Prozess immer noch primär in Excel. Die Folge: Silos, Eilaufträge, Fehlteile, häufige Umplanung in der Produktion, hohe (Zwischen-)Bestände und im Ergebnis verschenkte Marge.Viele Unternehmen scheitern nicht an der IT. Sie scheitern an Konsequenz, Rollenklärung und fehlendem Entscheidungsfokus. S&OP ist kein Reporting, sondern ein Führungs- und Ent-scheidungsformat. Ohne klare Verantwortlichkeiten, ohne Prioritäten und ohne Finanzin-tegration bleibt es ein Meeting mit Charts, aber ohne wirkliche Steuerung.Worum geht’s wirklich? S&OP ist Führungsarbeit und das Rückgrat einer integrierten Unternehmenssteuerung: eine Zahl, eine Wahrheit über Nachfrage, Kapazitäten und Finanzwirkung. Der rollierende Prozess setzt einen klaren Takt – mit verlässlichen Entscheidungen statt endloser Abstimmungsrunden. Von statistischem Forecast über Bedarfs- und Kapazitätspla-nung bis zum Abgleich: In Szenarien werden Engpässe sichtbar, Alternativen bewertet und die Finanzwirkung transparent gemacht. Im S&OP-Meeting wird entschieden und der integrierte Plan freigegeben. Ein verbindlicher Monatskalender (Input, Output, Rollen, Termine) macht S&OP planbar – strategisch, taktisch, operativ; langfristig bis kurzfristig. Wer daran rüttelt, landet wieder in Ad-hoc-Feuerwehrmaßnahmen und „best effort“-Excel.So gelingt der Einstieg:1. Fokus setzen: Die 20 % Produkte/Kunden, die 80 % der Menge treiben kommen zuerst in den Scope.2. Rollen festziehen: Eindeutige Verantwortlichkeiten für Forecast, Bedarf, Kapazität, Bedarfs-Kapazitätsabgleich, Finanzen und ein klares Entscheidungsgremium.3. Monatstakt leben: Fixer Kalender, definierte Inputs/Outputs, sauberer Datenhaushalt („gut genug“ genügt zum Start).4. Szenarien verpflichtend: Baseline plus „Was-wäre-wenn“ (Engpass, Nachfrage-Peaks, Lieferverzug) inkl. Finanzwirkung.5. KVP verankern: Jeden Zyklus zwei Verbesserungen beschließen – Prozess, Daten oder Verantwortungen.Der Effekt ist schnell spürbar. Bessere Forecast-Qualität, höhere Lieferfähigkeit und -treue, Bestände runter bei Reaktionsgeschwindigkeit rauf, robustere Ressourcennutzung. Für Pro-duktanläufe zeigt sich das unter anderem in bis zu 20 % höherer Lieferbereitschaft (schnellere Marktdurchdringung). Das reduziert Fehlstarts messbar – weil Produkte zum Launch verfüg-bar sind und zuverlässig geliefert werden.Fazit? Für den produzierenden Mittelstand und Familienunternehmen ist S&OP kein „nice to have“, sondern strategische Steuerung in volatilen Märkten. Wer sich konsequent an den S&OP-Prozess hält, gewinnt Liefertreue, Geschwindigkeit und Kapitalbindung zurück. Wer zögert, bleibt im Nebel – mit Excel als Taschenlampe.
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Publikation
01.09.2025
Die Bauindustrie steht unter massivem Veränderungsdruck. Bauen ist nach 3 Dekaden stagnierender Produktivität zu teuer und zu langsam. Die wesentlichen Treiber dieser Entwicklung sind: Fragmentierte Wertschöpfung, Ungleiche Margen- und Risikoverteilung, Mangelnde Skaleneffekte, Fachkräftemangel, Defizite in der Digitalisierung, Nachhaltigkeitsanforderungen und Regulatorik. Zusammengenommen eine enorme Herausforderung für die Branche und für jedes einzelnen Unternehmen in der Wertschöpfungskette, von der Projektentwicklung bis zum Betrieb und dem Rückbau. Antworten im neuen W&P Dossier „Von der Baustelle zur Produktionshalle - Wie industrielle Vorfertigung die Spielregeln im Bau verändert“.
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Kommentar, 21.08.2025
21.08.2025
Kommentar von Oliver Markschläger, Leiter Bauindustrie bei Dr. Wieselhuber & PartnerViele beobachten, überlegen oder beharren – nur wenige bewegen sich: In der Baubranche ist es seit Jahren Thema, dass industrialisiertes Bauen die fehlende Kundenzentrierung durch fragmentierte Leistungserbringung, zu teure Herstellkosten, lange und volatile Projektlaufzeiten in den Griff bekommen könnte. Doch nur wenige Hersteller widmen sich der Umsetzung mit echter Konsequenz.Ja, es gibt erfreuliche Ausnahmen: Einige Projektentwickler rücken näher an Planung und Produktentwicklung heran, Modul-/Systembauer professionalisieren ihre Fertigung und verproben die eigene Produktentwicklung und erst vor kurzem hat ein GU ein neues Baukastensystem gelaunched. Der Großteil jedoch verharrt im Status quo – und für viele erschöpft sich „industrialisiertes Bauen“ in der Vorstellung von etwas mehr Standarddetails oder dem alleinigen Fokus auf Vorfertigung, ohne das Thema ganzheitlich zu denken. So, als sei die Revolution auf der Baustelle lediglich ein spannendes Thema für Kongresse, Fachzeitschriften oder Imagebroschüren, nicht aber eine ernsthafte Handlungsoption für das eigene Geschäft.Doch dieses Zögern ist keine Vorsicht. Es ist ein Risiko - ein massives! Denn wer auf die perfekte, ausgereifte, in allen Details durchoptimierte Lösung mit fertig aufgebauten Lieferketten und abgestimmten Ökosystemen und perfekten regulatorischen Rahmenbedingungen mit guten Förderbedingungen wartet, verpasst die Chance den Weg mitzugestalten. Industrialisiertes Bauen entwickelt sich in Iterationen – es ist ein Lernprozess, der Anpassungen und Mut verlangt.Fehlende Risikobereitschaft ist der wahre Kostenfaktor In einer Branche, die ohnehin von volatilen Märkten, steigenden Kosten, Fachkräftemangel und häufig geringen Margen geprägt ist, wirkt das Festhalten am Status quo geradezu paradox. Die Angst vor Fehlschlägen oder Investitionsrisiken sorgt dafür, dass viele lieber weiter mit veralteten Prozessen arbeiten, als neue Wege zu gehen. Doch während die Konkurrenz bereits Produktionsketten optimiert, Montagezeiten halbiert und Materialeffizienz steigert, verlieren Zauderer nicht nur Margen, sondern auch Marktanteile.Der Schritt ins industrialisierte Bauen heißt, Strukturen aufbrechen, Rollen neu definieren und Investitionen tätigen, deren Return nicht immer sofort sichtbar ist. Auch heißt es die eine hocheffiziente Produktion (off- und on-site) mit durchdachter Produktionsplanung und integrierter Lieferkette zu gestalten, Prozesse zu digitalisieren, Produktentwicklung schon vor Auftragseingang neu zu denken, KI in die Produkt- und Projektplanung zu integrieren, DfMA Prinzipien in die Planungen integrieren, Lieferanten neu auszuwählen, langfristig zu binden und zu integrieren, Fertigungskapazitäten aufzubauen, Mitarbeiter umzuschulen und ganz neue Köpfe einzustellen… Hört sich anstrengend an? Ja, das ist es und noch dazu riskant! Aber: Risikofreien Wandel gibt es nicht. Und so trennt sich mit diesen Schritten die Spreu vom Weizen: Unternehmen, die eine neue Produktionslogik entwickeln, sichern sich auch ihre Zukunft – und dabei liegt kein Wissens- oder Kompetenzproblem vor, sondern lediglich ein Umsetzungsproblem. Eine Schlüsselrolle auf dem Weg zum industrialisierten Bauen haben die Investoren und Projektentwickler. Sie können und müssen einfordern, dass Bauen günstiger, schneller, nachhaltiger und besser wird. Ihr Druck – kombiniert mit der Pionierarbeit einiger weniger Komplettlösungsanbieter – wird der entscheidende Beschleuniger für die Umsetzung sein.
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Event, 09.03.2026 (Beendet)
Wien
Beendet
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, wir blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Zum Abschluss ist es uns gelungen einen hochkarätigen Keynote Speaker für unsere Veranstaltung zu gewinnen, der uns auf eine Reise weit über den Tellerrand der gestaltenden Sanierung mitnehmen wird. Die Restructuring Lounge lebt von ihrer Kontinuität – und von den Menschen, die sie prägen. Umso mehr würden wir uns freuen, wenn Sie auch dieses Jahr in Wien wieder Teil dieses Formats sind oder es erstmals kennenlernen.
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Publikation
06.08.2025
Während die Wirtschaftspresse täglich von milliardenschweren Investitionen in KI-Rechenzentren berichtet und Top-Talenten Gehaltspakete von hundert Millionen Euro zugesprochen werden, bangen traditionelle Kernbranchen wie Automobil- und Maschinenbau um Stückzahlen, Margen und Marktanteile. Dieser dramatische Kontrast prägt die Stimmung in den Kreditabteilungen, in den Partnerbesprechungen der Kanzleien und in den Geschäftsführungen und Gesellschaftergremien der Familienunternehmen. Doch Deutschland hat zwei entscheidende Trümpfe in der Hand – Kapitalausstattung und Ingenieurskompetenz. Die Bilanzen vieler Mittelständler sind solide, und der Staat kann sich fiskalische Anschubprogramme leisten. Was fehlt, ist Klarheit: ein verlässlicher regulatorischer Rahmen für KI-Anwendungen, beschleunigte Genehmigungsverfahren für neue Fabriken und Anreize für private Infrastruktur-Investoren. Solange die Spielregeln schwammig bleiben, wandelt sich Liquidität zu Liquidationsrisiko. Die jüngste Welle großer Insolvenzverfahren zeigt: Wenn Unsicherheit länger währt als die Eigenkapitalreserven, entscheidet irgendwann der Insolvenzverwalter über den Unternehmensverkauf – nicht mehr der Unternehmer. Das aktuelle W&P Sanierungsbarometer au Basis 230 befragter Top-Experten misst sowohl die Temperatur des Kreditmarkts als auch den Puls dieser Transformationsphase. Banken und Anwälte teilen ihre Einschätzung zu Branchenrisiken auch vor dem Hintergrund vieler stiller Rettungen hinter den Kulissen.
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Best Case
06.08.2025
Die BÜRGER GmbH & Co. KG ist ein führender deutscher Lebensmittelhersteller, der schwäbische Spezialitäten wie z.B. Maultaschen und Spätzle oder italienische Teigwaren produziert. Die organisatorischen Strukturen und Abläufe des Familienunternehmens waren historisch gewachsen und hatten sich nicht mit wachsender Unternehmensgröße entwickelt. Entsprechend gab es Optimierungsbedarf im Hinblick auf Aufgabenverteilung, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen. Zudem stand in der Geschäftsführung und wichtigen anderen Führungspositionen ein Generationswechsel an. Hier kam W&P an Bord: Strukturen, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten zwischen den Bereichen sollten überprüft die Führungsorganisation konzeptionell weiterentwickelt werden. „Dr. Wieselhuber & Partner hat uns bei der Weiterentwicklung unserer Führungsorganisation sehr gut unterstützt. Für uns als mittelständisches Familienunternehmen war es wichtig, einen Partner an der Seite zu haben, der uns nicht nur mit professionellen Methoden, sondern auch mit Fingerspitzengefühl und der erforderlichen Erfahrung begleitet. Die Analysen und Konzepte waren auf den Punkt. Wir sind auch dank der Unterstützung von W&P organisatorisch bestens für die Zukunft aufgestellt“, so Martin Bihlmaier, Geschäftsführer, Bürger GmbH & Co. KG. Wie das Team um Dr. Timo Renz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Kommentar, 05.08.2025
05.08.2025
Der Streit um das Spezi-Design hat Wellen geschlagen – nun ist das Urteil gefallen. Das Landgericht München hat entschieden: Paulaner erhält Recht im Streit um das Flaschendesign seines Cola-Mix-Getränks. Der Wettbewerber „Mio Mio Cola+Orange“ aus dem Hause Berentzen ähnelt in der farblichen Gestaltung in wesentlichen Bestandteilen den Produkten von Paulaner. Es bestehe ein Unterlassungsanspruch wegen Markenrechtsverletzung.So klar das Urteil erscheint: Der vorsitzende Richter hatte sich dennoch bewusst Zeit für die Entscheidung genommen. Denn die Komplexität von Design- und Markenrechtsfällen nimmt auf Grund struktureller Ursachen stetig zu: Hersteller alkoholischer Getränke diversifizieren verstärkt in das alkoholfreie Segment, um auf stagnierende Entwicklungen in ihren Ursprungskategorien zu reagieren. Die Folge: Mehr Produkte, mehr Designs, mehr Nähe im Regal – und damit eine wachsende Wahrscheinlichkeit gestalterischer Überschneidungen. Jeder Fehler im Designprozess kann zu einem wirtschaftlich relevanten Schaden führen. Neue Produkte werden nicht nur entworfen, sondern vorproduziert und ausgeliefert. Kommt es dann zu einer juristischen Niederlage, drohen Rückruf, Entsorgung, Imageschäden – und die vollständige Übernahme der Verfahrenskosten. Für die betroffenen Unternehmen ein reales Risiko.Umso entscheidender ist es, derartige Konflikte frühzeitig zu vermeiden – oder im Fall eines Streitfalls zügig und objektiv zu lösen. Künstliche Intelligenz kann dabei einen wertvollen Beitrag leisten. Produkte lassen sich damit nicht nur hinsichtlich ihrer gestalterischen Attribute systematisch auswerten, sondern auch gezielt konzipieren: als Teil eines datenbasierten und markenstrategischen Produktentwicklungsprozesses.Im Streitfall Paulaner gegen Berentzen zeigt die KI-gestützte Analyse: Von sieben Hauptfarben, die bei Paulaner verwendet werden, finden sich sechs auch auf dem Etikett von Mio Mio Cola+Orange. Auch der grafische Aufbau weist Parallelen auf: Beide Etiketten setzen auf klar strukturierte Farbabgrenzungen und lineare Muster. Unterschiede zeigen sich in der Gewichtung der Farbflächen – Paulaner betont Gelb, Mio Mio eher Lila – doch der Gesamteindruck bleibt visuell nah. Damit stellt sich zunehmend die Frage, wo Kategorie-Codes enden – und wo markenspezifische Farbentscheidungen beginnen, die unter Umständen rechtlich geschützt sein sollten. Durch automatisierte Auswertungen von Etiketten, etwa über E-Commerce-Crawling oder Store-Check-Dokumentation, lassen sich etablierte Farb- und Gestaltungscodes ganzer Warengruppen erfassen. So wird vorab sichtbar, welche visuellen Muster vom Wettbewerb bereits besetzt sind – und welche Differenzierungsoptionen realistisch bestehen.Der Fall Paulaner vs. Berentzen zeigt eindrücklich: Produktgestaltung ohne KI ist künftig kein kalkulierbares Risiko mehr, sondern ein unternehmerisches Wagnis. Die Frage lautet nicht mehr ob, sondern nur noch wie schnell Marken KI in ihren Entwicklungsprozess integrieren.
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Publikation
30.07.2025
Unternehmen stehen heute unter doppeltem Druck: Märkte verändern sich rasant, Kundenbedürfnisse werden individueller, und der Wettbewerb wird zunehmend digital. Gerade in dieser Situation gewinnt Marketing eine neue strategische Bedeutung als Hebel für Wachstum, Differenzierung und Wertsteigerung. Wer Marketing heute ganzheitlich denkt, intelligent orchestriert und datenbasiert steuert, schafft echte Wettbewerbsvorteile – auch und gerade im Mittelstand. Durch moderne Daten- und KI-Technologien lassen sich Effizienzgewinne realisieren, Erlebnisse personalisieren und der Return on Marketing Investment (ROMI) präzise steuern – ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Doch vielen fehlt ein systematischer Zugang. Es mangelt an Know-how, internen Ressourcen und übergreifender Koordination. Ohne strategische Verankerung, bereichsübergreifende Steuerung und gezielten Kompetenzaufbau scheitern viele KI-Initiativen an Strukturen, Kultur oder rechtlichen Unsicherheiten. Wie Künstliche Intelligenz entlang der klassischen 7P des Marketings – Product, Price, Promotion, Place, People, Physical Evidence und Process – gezielt eingesetzt werden kann, um Wirkung zu entfalten? Antworten liefert das aktuelle W&P White Paper „Disruption des Marketing: Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmenswert durch modernes Marketing mit starkem Daten- und KI-Bezug steigern“.
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Best Case
29.07.2025
RGF Staffing, mit international etablierten Marken wie Unique oder Start People, ist einer der größten Anbieter von maßgeschneiderten HR-Lösungen in Deutschland & Europa. Über Jahre hatte RGF Staffing im deutschen Zeitarbeitsmarkt insgesamt 13 mittelständische Unternehmen übernommen, die unter einheitlichen Dach von Unique zusammengeführt werden sollten. Ziel: Die Markt-/Wettbewerbsposition stärken und Effizienzvorteilen im Verbund heben. „Die exzellente Begleitung der Post Merger Integration durch W&P brachte für den Erfolg dieses komplexen Vorhabens einen entscheidenden Mehrwert. Mit hoher fachlicher Kompetenz, strategischem Weitblick, Fingerspitzengefühl und großem persönlichen Engagement wurden alle beteiligten Gesellschaften souverän zusammengeführt. Ich danke dem W&P-Team herzlich für die herausragende Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit,“ so Philipp Geyer, Vorsitzender der Geschäftsführung RGF Staffing Germany GmbH. Wie das Team um Sebastian Fitz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Best Case
21.07.2025
Als Pionier in der Wellrohrfertigung entwickelt und produziert das Familienunternehmen Fränkische Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG, innovative Rohre, Zubehör und Systemkomponenten für Elektro-, Drainage- und Haustechnik. Der Geschäftsbereich „Elektro Systeme“ ist Marktführer für Kabelschutzlösungen in Deutschland. Angesichts des steigenden Wettbewerbsdrucks im Heimatmarkt sowie wachsenden Chancen für Expansion und Internationalisierung, sollte der Wachstumskurs mit einer zukunftsorientierten Strategie abgesichert werden. Hier kam W&P ins Spiel: Gemeinsam mit dem Führungsteam des Geschäftsbereichs wurde eine klare strategische Ausrichtung entwickelt, die das Kerngeschäft stärkt, die Internationalisierung vorantreibt und neue Wachstumssegmente erschließt. „Mit der herausragenden Branchenexpertise, dem passgenauen Methodeneinsatz und dem hohen persönlichen Engagement sowie kulturellen Fit des W&P-Teams, haben wir gemeinsam unsere ambitionierte Wachstumsstrategie mit konkreten Aktivitätenplänen entwickelt. Dank der agilen kollaborativen W&P-Vorgehens-weise wurde zugleich das absolute Commitment im Führungsteam zur erfolgreichen Umsetzung geschaffen,“ so Frank Rauterkus, Leitung Geschäftsbereich Elektro Systeme. Wie das Team um Dr. Stephan Hundertmarkt und Ferdinand Fiedler konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
10.07.2025
Die Einheit „Intelligent Power & Control Systems“ (ICS) innerhalb von Würth Elektronik ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion kundenspezifischer leiterplatten-basierter Systemlösungen für Stromverteiler, Anzeige- und Bedienfelder sowie elektronische Steuerungen. Im Zuge der Wachstumsstrategie hat die ICS die auf zukunftsweisende Lösungen für Automotive-Anwendungen fokussierte enfas GmbH übernommen. Da die enfas-Mitarbeiter mehrheitlich in der Entwicklung tätig waren, lag ein besonderer Schwerpunkt der Integrationsaktivitäten darauf, die zukünftige Entwicklungsorganisation konzeptionell zu gestalten und deren Umsetzung operativ zu begleiten. Zusammen mit W&P sollte die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von WE ICS gesteigert, eine einheitliche Entwicklungsstrategie etabliert sowie Strukturen, Prozesse und Portfolios beider Organisationen zielorientiert ausgerichtet werden. Damit sollten Synergiepotenziale gehoben, wertschöpfende Tätigkeiten optimiert sowie eine bereichs- und standortübergreifenden Zusammenarbeit gefördert werden. „Die professionelle Unterstützung von W&P war ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die zielgerichtete Gestaltung und Umsetzung unserer neuen Entwicklungsorganisation. Die methodische Kompetenz und klare Struktur haben maßgeblich zur Effizienz und Qualität des Integrationsprozesses beigetragen,“ so Dr. Klaus Wittig, CEO, Würth Elektronik ICS. Wie das Team konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Publikation
07.07.2025
Die Dynamik von Märkten, Technologien und Kundenbedürfnissen nimmt weiter zu – ebenso wie der Bedarf an belastbaren Analysen und fundierten Entscheidungsgrundlagen. Wer Entwicklungen frühzeitig erkennt und gezielt reagiert, verschafft sich im Wettbewerb einen klaren Vorteil. Bei Dr. Wieselhuber & Partner unterstützen wir Sie dabei mit unserer gebündelten Expertise im Bereich Strategic Market Research (SMR). Unser spezialisiertes Team analysiert kontinuierlich Trends, Märkte und Wettbewerbsumfeld unterschiedlicher Branchen und liefert damit verlässliche Entscheidungsimpulse – aktuell, präzise und anwendungsnah. Als besonderen Service stellen wir Ihnen zweimal jährlich kompakte und praxisnahe Einblicke zur Verfügung: Der Market Intelligence Newsletter für das erste Halbjahr 2025 bietet Ihnen einen strukturierten Überblick über aktuelle Studien, Trendbeobachtungen und strategisch relevante Entwicklungen von Januar bis Juni 2025. Lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie diese Impulse für Ihre Zukunftsentscheidungen.
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Best Case
30.06.2025
Die DEHN SE, führendes und international tätiges Familienunternehmen der Elektrotechnik, bietet mit seinen Anwendungen in den Bereichen Blitz-, Überspannungs- und Arbeitsschutz Lösungen für die Elektromobilität, den Energiesektor und für den Schutz kritischer Infrastruktur. Dank einer erfolgreich umgesetzten Wachstumsstrategie verzeichnete das Unternehmen ein überproportionales Umsatzplus – allerdings nicht ohne spürbare Wachstumsschmerzen. Insbesondere aktuelle Kostensteigerungen und vielfältige interne wie externe Herausforderungen belasteten das Ergebnis. Um diesen Dynamiken gezielt zu begegnen, wurde W&P beauftragt, auf Basis eines umfassenden Benchmarkings mit den Kennzahlen führender Innovations- und Branchenpioniere die entscheidenden Stellschrauben zu identifizieren und die Profitabilität zielgerichtet und nachhaltig zu optimieren. Mit Erfolg: „Dank der strukturierten und zielgerichteten Vorgehensweise von W&P, konnten wir in kurzer Zeit die wesentlichen Handlungsfelder identifizieren und zentrale Maßnahmen zur Steigerung unserer Profitabilität einleiten,“ so Dr. Philipp Dehn Managing Partner & CEO. Wie das Team um Dr.-Ing. Dirk Artelt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
05.06.2025
Die familiengeführte Buhck Gruppe, führender Dienstleistern der norddeutschen Abfall- und Umweltwirtschaft, ist in den letzten Jahren stark gewaschen bei gleichzeitig hohem Ertragsniveau. Zeit für eine Positionsbestimmung, um einen neutralen Blick auf die aktuelle Unternehmensausrichtung bekommen. W&P wurde beauftragt, einen umfassenden „Fitness-Check“ des Unternehmens durchzuführen und durch tiefgehende betriebswirtschaftliche Auswertungen und Benchmarking die Unternehmenssituation zu bewerten und mögliche Handlungsfelder bzw. Optimierungspotenziale zu identifizieren. Konkret wurden bestehende Transparenzansätze hinsichtlich Effizienz und Kostenstrukturen in den administrativen Zentralfunktionen weiterentwickelt, für Entwicklungen außerhalb des bisherigen Managementfokus auf Basis ausgewählter Kennzahlen sensibilisiert, die gegenwärtige Unternehmensausrichtung unter Beachtung unternehmensspezifischer Charakteristiken objektiv eingeschätzt und konkrete Ansätze zur unternehmensübergreifenden Verbesserung der Performance abgeleitet. „Das W&P-Team hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Durch die fachliche Expertise und fundierter Analysen wurde zielsicher aufgezeigt, wo Handlungsbedarf besteht und welche Optimierungsmaßnahmen eingeleitet werden sollten“, bestätigt Holger Harms, GF und CFO Buhck UmweltservicesGmbH & Co. KG, den Erfolg des Teams um Dr.-Ing. Dirk Artelt.
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Kommentar, 05.06.2025
05.06.2025
„All that lives must die, passing through nature to eternity“ - so Shakespeare bereits im 16. Jahrhundert über die Vergänglichkeit des Lebens. Doch was, wenn man das Leben verlängern oder das Altern sogar stoppen kann? Der neue Megatrend Longevity zielt genau darauf ab.Longevity beschäftigt sich mit der Verlängerung der gesunden Lebensspanne und beruft sich v.a. auf die Vermeidung von Volkskrankheiten, wie Herzkreislaufkrankheiten - im Jahr 2023 in Deutschland mit 33,9% die Haupttodesursache. Auch Diabetes-Typ 2, Adipositas oder ein Herzinfarkt, verursacht durch ungesunde Lebensführung (nicht immer) über lange Zeit, sind gegebenenfalls vermeidbar.Auf dem Longevity-Summit am 27.06 & 28.06 in Berlin zeigte sich, dass Longevity zwei Dimensionen erfüllt: einmal widmet sich Longevity der Prävention von Zivilisationskrankheiten. Ein wichtiges Thema, wenn man die Entwicklung der Prävalenz der oben erwähnten Krankheiten betrachtet und in Verbindung mit dem demografischen Wandel die Entwicklung prognostiziert. Zum anderen wird der Lifestyleaspekt im Sinne von der Aufrechterhaltung, der Kaschierung/Reparatur des Körpers und der Gesundheit auf der Messe präsentiert. In dieser Hinsicht scheint dieser Trend geradezu “modisch”: Es ist “In” Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, die VO2Max zu messen oder das Gesicht mit einer Multi-Ingredienz Creme zu behandeln.Der Markt für diese Produkte wächst mit zweistelligen Zuwachsraten, der wichtigste Vertriebskanal ist das Internet. Und jeder Markt bekommt die Produkte, die die Verbraucher nachfragen oder von denen sie sich subjektiv wie objektiv einen konkreten Nutzen versprechen - Placebo ist ein wichtiger Effekt des Wohlbefindens. Die Zweiteilung des Longevity-Marktes hat Konsequenzen für die teilnehmenden Unternehmen: Große, evidenzorientierte und forschungsintensive Unternehmen prägen den Markt auf der einen Seite, auf der anderen Seite stehen konsumige Aspekte wie die “Life-Extension-Pill” im Vordergrund – von seriöser Forschung bis hin zu Scharlatanerie ist noch alles dabei.Um künftig Vertrauen bei den Verbrauchern für diesen komplexen Markt zu erzeugen, müssen etablierte und neue Anbieter Markenkapital bilden. Neben Bekanntheitsgrad und einem konsequent positionierten Auftritt könnte – realistische Wirkungsversprechen vorausgesetzt – der Longevitymarkt auch die bisher skeptischen Apotheker überzeugen. Dieser ist nach wie vor die vertrauenswürdigste Quelle beim Kauf von Gesundheitsprodukten. Sollte diese Tatsache eintreten, ist in Kürze mit einer radikalen Bereinigung der „bunten“ Anbieterstruktur zu rechnen. Die vielen StartUps, oft mit fragwürdiger USP, dürften in großer Zahl vom Markt verschwinden. Etablierte Pharmaunternehmen mit einer überzeugenden Marke und nachhaltigen Wirkversprechen werden hingegen sehr hohe Umsätze in diesem Markt erzielen können.Die Grundbausteine für ein langes Leben bleiben seit Jahrhunderten unverändert: Sport, gesunde Ernährung und erholsamer Schlaf sind wichtig. Als zusätzliche Ergänzung tragen nun Cremes, NEMs und Tests zum gesunden Lifestyle bei, weshalb Unternehmen in Zukunft über ein zielgerichtetes Marketing für unterschiedliche Zielgruppen Lifestyle-Kaufkraft auf sich ziehen werden und bei hohen Margen erhebliche Umsätze generieren.
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03.06.2025
In den aktuell anspruchsvollen Zeiten reichen weder Reaktivität noch passive Proaktivität: Champions der Transformation richten jetzt, im Rahmen der Business Transformation, die zentralen Dimensionen ihres Geschäfts neu aus – und zwar umfassend zukunftsgerichtet auf ein strategisches Zielbild der Gesamtorganisation. Neuausrichtungen des Unternehmensportfolios mittels Post Merger Integrationen oder Carve- Outs spielen dabei eine zunehmend zentrale Rolle. Business Transformation im Sinne einer Neuausrichtung geschieht nicht zum Selbstzweck, sondern wird von Champions als Resultat ihrer existierenden langfristigen Vision und Mission sowie ihrer mittelfristigen Strategie aktiv vorangetrieben. Diese Unternehmen haben ein klares Verständnis davon, wie ihre Geschäftsmodelle in ihren jeweiligen Marktsegmenten auch in verschiedenen Zukunftsszenarien weiterhin effektiv und effizient wirken werden. Aus diesem Rahmenwerk ergibt sich der Blueprint zur Neuausrichtung aller relevanten Geschäftsdimensionen – die strategischen Leitplanken der Business Transformation in den Dimensionen - Sales Excellence - Operational Excellence - Profit & Controlling Excellence - HR & Change Excellence - Digital Excellence Wie W&P nicht nur bei der Ableitung dieser richtungsweisenden Transformationsleitplanken aus ihrem strategischen Zielbild, sondern auch bei der vorgelagerten Strategieentwicklung unterstützen kann? Jetzt nachlesen!
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02.06.2025
Die Basler AG, ein international führender Anbieter für Bildverarbeitungslösungen, ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Herausforderung für den Vorstand: Es war nicht ausreichend transparent, wie sich die Lagerbevorratung und das veränderte Beschaffungsverhalten der Kunden in naher Zukunft auf Absätze und Umsätze auswirken werden. Um zu erkennen, inwieweit die Planungen des Vertriebs nach bisheriger Methodik überhaupt realistisch sind, wurde W&P wurde damit beauftragt, ein auf Basis eines analytisch-statistisch basierten „Top-Down“ Ansatzes die Planungen des Vertriebs kritisch zu prüfen und um einen eigenen Erwartungswert zu ergänzen. Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Projektumsetzung war ein interdisziplinärer Ansatz aus Controlling und Vertrieb, kombiniert mit methodischer Expertise bei der neutralen Bewertung der Vertriebsplanungen. „W&P ist es innerhalb kürzester Zeit pragmatisch gelungen, eine realistische Bewertung der Vertriebsplanung vorzunehmen“, bestätigt Hardy Mehl, CFO/COO Basler AG. Wie das Team um Dr.-Ing. Dirk Artelt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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27.05.2025
Die aktuelle Studie „Die Konsumgüterbranche im Spannungsfeld – Marken-, Hybrid- vs. Handelsmarkenhersteller“ von W&P zeigt: Der Wettbewerb zwischen Marke und Handelsmarke hat sich weiter intensiviert. Denn die wirtschaftliche Performance vieler FMCG-Unternehmen in Deutschland befindet sich seit Jahren unter starkem Druck. Besonders betroffen: EBIT und Kapitalrendite (ROI), deren Rückgang sich über nahezu alle Geschäftsmodelltypen – Marken-, Handelsmarken- und Hybridhersteller – sowie eine Vielzahl von Warengruppen hinweg erstreckt. Bei Studienbestellung kontaktieren wir Sie für ein persönliches Gespräch mit individualisierten Benchmarks & Daten für Ihr Unternehmen.
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26.05.2025
Das Gefühl der Unsicherheit hat die letzten Monate eine neue Dimension erhalten: Geopolitische Verwerfungen, Protektionismus, Handelskriege, Schuldeninflation. In dieser Situation springt das Hohelied auf die Strategie „des Fahrens auf Sicht“ deutlich zu kurz. Vielmehr braucht es eine Grundentscheidung über die Richtung, um Folgeentscheidungen zu fällen. Es geht darum Fakten und Risiken abzuwägen, strategisch zu planen, auf Performance Management zu setzen – mit maximaler Fokussierung auf das jeweilige Geschäftsmodell und die mikro- und makroseitigen Rahmenbedingungen eines Unternehmens. Das entsprechende Know-how für das erfolgreiche Gelingen rund um Risikomanagement, Business Transformation, Strategie, gestaltende Sanierung und viele weitere Themen finden Sie in der neuen Ausgabe des W&P Management Support. Impulse für Entscheider – jetzt reinlesen!
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20.05.2025
Das aktuelle W&P Sanierungs- und Restrukturierungsbarometer für das erste Quartal 2025 in Deutschland und Österreich verdeutlicht: Der Transformations- und Anpassungsdruck im Mittelstand steigt drastisch – besonders in den Branchen Automobilzulieferer, Maschinen- und Anlagenbau sowie Immobilienentwicklung. Basierend auf quartalsweisen Experteneinschätzungen von Finanzierern und Juristen liefert die neue Studienreihe fundierte Einblicke in die aktuelle Lage am Restrukturierungsmarkt.
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13.05.2025
Die Banner GmbH mit Sitz in Österreich ist mit seinen Business Units „Automotive“ und „Energy Solutions“ ein international führender Anbieter von Batterielösungen. In einem Marktumfeld mit hoher Wettbewerbsintensität stand die Vertriebseinheit „Energy Solutions“ in Deutschland vor der Herausforderung, an den Erfolg in Österreich und der Schweiz anzuknüpfen. W&P wurde beauftragt, gemeinsam mit Banner eine strategische Fokussierung des länderspezifischen Vertriebs zu definieren und bei der Konkretisierung sowie Umsetzung operativer Maßnahmenpakete zu unterstützen. Für die Umsetzung wurde der bewährte W&P-Co-Creation-Ansatz gewählt, in dem ein definiertes Banner-Kernteam und das W&P-Team eng zusammenarbeiteten: „Durch die strukturierte Projektbearbeitung von W&P, bei der alle Beteiligten aktiv eingebunden wurden, konnte eine klare Fokussierung der Marktbearbeitung erreicht werden. Die entwickelte Strategie ist das zentrale Element für die künftige effiziente Zielerreichung in Deutschland “, so Mag. Werner Töpfl CEO/Geschäftsführer von Banner GmbH. So wurden Anwendungsfelder mit hoher strategischer Passung zur Konzentrierung der Marktbearbeitung und Steigerung der Vertriebseffizienz identifiziert, ein übergeordneter Umsetzungsfahrplan für die langfristige Zielerreichung entwickelt, konkrete Handlungsfelder zur operativen Umsetzung der Vertriebsstrategie definiert und das Commitment aller Beteiligten durch kollaborative Strategieentwicklung gesichert. Wie das Team um Ferdinand Fiedler, Senior Manager Industriegüter, konkret vorging? Im aktuellen Best Case lesen.
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05.05.2025
Die thyssenkrupp Steering (tkS) ist Teil der börsennotierten thyssenkrupp AG und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Lenksystemen. Mit rund 10.900 Mitarbeitenden an 24 Standorten steht tkS für technologische Exzellenz – insbesondere im Bereich der Massivumformung. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Transparenz und Steuerungsfähigkeit in der globalen R&D-Planung initiierte das Unternehmen eine umfassende Optimierung des R&D-Controllings. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde beauftragt, den gesamten Prozess strategisch und operativ zu begleiten – von der Analyse der Ausgangssituation über die Zielbildentwicklung bis hin zur Auswahl und Implementierung eines geeigneten Planungstools. Ziel war, die Steuerungsmöglichkeiten und Transparenz durch eine optimierte Schnittstelle zwischen Budget- und Projektplanung zu erhöhen, die Controlling-Effizienz durch systemische Anpassungen zu steigern und ein zukunftsfähiges R&D-Controllingkonzept zu etablieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Projekt- und Jahresplanung wurde durch ein passgenaues Tool effizienter gestaltet, eine adaptierte Prozess- und Gremienstruktur ermöglicht nun eine verbesserte Steuerung der globalen R&D-Ressourcen. Zudem schaffen klar definierte Rollenprofile und ein KPI-gestütztes Dashboard-Konzept Transparenz und Verantwortlichkeit in der Umsetzung. „Dank des strukturierten Vorgehens von W&P konnten wir trotz des äußerst engen Zeitplans diese komplexe Aufgabenstellung zielorientiert lösen, was uns zukünftig eine effizientere Planung und Steuerung unserer R&D-Ressourcen ermöglicht“, so Patrick Vith, CEO & COO der thyssenkrupp Steering. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business bei W&P, das Projekt umgesetzt hat? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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05.05.2025
Die thyssenkrupp Steering (tkS) ist Teil der börsennotierten thyssenkrupp AG und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Lenksystemen. Mit rund 10.900 Mitarbeitenden an 24 Standorten steht tkS für technologische Exzellenz – insbesondere im Bereich der Massivumformung. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Transparenz und Steuerungsfähigkeit in der globalen R&D-Planung initiierte das Unternehmen eine umfassende Optimierung des R&D-Controllings. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde beauftragt, den gesamten Prozess strategisch und operativ zu begleiten – von der Analyse der Ausgangssituation über die Zielbildentwicklung bis hin zur Auswahl und Implementierung eines geeigneten Planungstools. Ziel war, die Steuerungsmöglichkeiten und Transparenz durch eine optimierte Schnittstelle zwischen Budget- und Projektplanung zu erhöhen, die Controlling-Effizienz durch systemische Anpassungen zu steigern und ein zukunftsfähiges R&D-Controllingkonzept zu etablieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Projekt- und Jahresplanung wurde durch ein passgenaues Tool effizienter gestaltet, eine adaptierte Prozess- und Gremienstruktur ermöglicht nun eine verbesserte Steuerung der globalen R&D-Ressourcen. Zudem schaffen klar definierte Rollenprofile und ein KPI-gestütztes Dashboard-Konzept Transparenz und Verantwortlichkeit in der Umsetzung. „Dank des strukturierten Vorgehens von W&P konnten wir trotz des äußerst engen Zeitplans diese komplexe Aufgabenstellung zielorientiert lösen, was uns zukünftig eine effizientere Planung und Steuerung unserer R&D-Ressourcen ermöglicht“, so Patrick Vith, CEO & COO der thyssenkrupp Steering. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business bei W&P, das Projekt umgesetzt hat? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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28.04.2025
Nicht-performende Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften stellen Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen: Sie binden Kapital, Management-Attention und müssen von profitablen Geschäften häufig quersubventioniert werden. Damit beeinträchtigen sie die Wettbewerbsfähigkeit des Kerngeschäfts und die Zukunftsfähigkeit des Gesamtunternehmens. Fakten und Erkenntnisse zu schwachen oder defizitären Geschäftsbereichen liegen meist vor und sind Entscheidern bekannt. Handlungsoptionen und konsequente Entscheidungen im Management- und Gesellschafterkreis, wie mit diesen Geschäftsbereichen oder Tochtergesellschaften umzugehen ist? Häufig Fehlanzeige – mit entsprechender Konsequenz für Effizienz- und Ertragsstärke des Gesamtunternehmens. ■ Emotionale Bindungen an tradierte Geschäftsbereiche verhindern eine objektive Beurteilung und konsequente Entscheidungen ■ Operative Maßnahmen zur Performance-Steigerung werden fortlaufend initiiert, selbst wenn sie in der Vergangenheit bereits gescheitert sind ■ Diskussionen über strategische Optionen finden oft ohne klare Faktengrundlage statt, was eine fundierte Entscheidungsfindung verhindert ■ Ergebnisloses Diskutieren im Kreis von Gesellschaftern/Beiräten führt dazu, dass kritische Geschäftsbereiche trotz erkennbarer Defizite weitergeführt werden, ohne echte Veränderungen einzuleiten ■ Mangelnde Erfahrung mit Sanierungs- und Exit- Strategien wie M&A, außergerichtlichen oder gerichtlichen Verfahren sorgen dafür, dass diese Optionen nicht strukturiert und faktenbasiert geprüft werden – obwohl sie Lösungswege darstellen Klar ist: Es braucht eine strukturierte Analyse und eines systematischen Vorgehen, das sowohl strategische als auch finanzielle und operationale Dimensionen berücksichtigt. Wie also umsetzungsorientierte und konsensfähige Handlungsoptionen entwickeln? Antworten im neuen W&P Dossier „Sanierung ungeliebter Töchter und Geschäftsbereiche“.
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23.04.2025
Umsatz um jeden Preis!? Insbesondere in Wachstumsphasen zeigt sich ein Trend zum Aufbau überproportionaler Organisationkosten. Prozesse werden bürokratisiert, Strukturen redundant und ineffizient aufgebaut und das (interne) Leistungs- und Serviceportfolio wird unkontrolliert erweitert. Diese Phänomene zeigen sich meist an der Schwelle vom sogenannten KMU zu Konzernstrukturen bei Familienunternehmen. In einer abflauenden Konjunkturlage schlägt sich dies rasch in einer dramatisch sinkenden Break-Even-Resilienz nieder. Die Lösung: Organisationskosten angemessen steuern und ggf. anpassen. Organisationskosten als Steuerungsgröße Organisationskosten entstehen aus dem Zusammenspiel von Leistung, Prozessen, Strukturen und Ressourcen. Dieser Vierklang bestimmt, wie effizient und effektiv eine Organisation ihre Leistungen erbringt und welche Personal- als auch Sachkosten entstehen. Wie sich mit einem strategisch-taktischen Management die Organisationskosten dauerhaft proaktiv steuern und eine nachhaltige Balance zwischen Kosten, Leistung und Wertschöpfung schaffen lassen? Wie dadurch die Resilienz der Organisation erhöht werden kann? Antworten im neuen W&P Dossier “Steigerung des Ertrags durch Management der Organisationskosten“. Jetzt herunterladen!
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Event, 03.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Effizienz und konsequente Kostensteuerung zählen zu den zentralen Erfolgsfaktoren unternehmerischer Zukunftsfähigkeit. Wirtschaftliche Unsicherheiten, steigende Kosten und das Risiko einer zunehmenden Kompetenzlücke erhöhen den Druck auf Unternehmen, Mitarbeitende, Leistungen und Strukturen. Die strategische Steuerung und das kritische Hinterfragen des internen Leistungsportfolios werden damit zu einer zentralen Aufgabe der Geschäftsleitung. Im Webinar zeigen wir anhand konkreter Best Practices, wie Sie durch die systematische Analyse von Leistungen, Strukturen und Ressourceneinsatz Ihr Leistungsportfolio wirksam an Effizienz und Effektivität ausrichten. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Organisation leistungsfähiger aufstellen, Synergien heben und nachhaltige Effizienzgewinne realisieren können. Profitieren Sie von praxiserprobten Ansätzen, konkreten Beispielen und dem offenen Austausch mit erfahrenen Experten.
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16.04.2025
Die GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG ist ein international führendes Familienunternehmen spezialisiert auf Prozesstechnik für die Pharma- und Halbleiterindustrie sowie allgemeine industrielle Anwendungen. Durch das starke Wachstum der letzten Jahre und der Ausweitung der Produktions- und Vertriebsgesellschaften baut GEMÜ seine globale Wettbewerbsfähigkeit stetig aus. Ein zentraler Hebel: die strategische Ausrichtung und Effizienzsteigerung der administrativen Bereiche. Um diesen Transformationsprozess professionell aufzusetzen, wurde Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) beauftragt – von der Analyse der Ausgangssituation über die Entwicklung einer langfristigen Funktionalstrategie bis hin zur konkreten Projektaufplanung und Definition der Governance Modelle. „Durch die Zusammenarbeit mit W&P konnten wir schnell und effizient die strategischen Ziele und die erforderlichen Projekte für den Weg zur administrativen Exzellenz definieren, um damit die Performance unseres Unternehmens nachhaltig zu steigern“, so Stephan Müller, Geschäftsführer GEMÜ. Wie das Team um Oliver Rörig, Partner bei W&P, das Projekt begleitete? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
07.04.2025
Die Ensinger GmbH ein international tätiges Familienunternehmen, spezialisiert auf technische Kunststoffe, liefert innovative Lösungen für Branchen wie Maschinenbau, Automobilindustrie, Medizintechnik und Luftfahrt. Um in einer anspruchsvollen Markt- und Wettbewerbssituation langfristig nachhaltiges Wachstum und die Ergebnissicherung zu gewährleisten, wurde das Transformationsprogramm NEXT ins Leben gerufen. Ziel: Ensinger durch optimierte Prozesse, ein klares Rollenverständnis und eine funktional ausgerichtete Organisationsstruktur stärker markt- und kundenorientiert aufzustellen. Das Team um Leonard Kluck, Head of HR Excellence bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde an Bord geholt, um bei Change Management und Kommunikation zu unterstützen: „Im Rahmen unseres Transformationsprogramms konnten wir dank der professionellen Unterstützung von W&P eine klare Programmführung und -steuerung etablieren, unsere internen Stakeholder gezielt auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten und ein nachhaltiges Change-Momentum schaffen, “ so Sven Heidinger, Head of Human Resources. Konkret konnten Ergebnisorientierung und Effizienzsteigerung durch ein stringentes Programmmanagement mit klaren Meilensteinen, Maßnahmenpaketen und transparentem Reporting verbessert, Transformations- und Veränderungsbereitschaft durch die nachhaltige Verankerung eines positiven Change Narrativs gesteigert und Widerständen mittels klarer Kommunikation und verbindlichen Verantwortlichkeiten gesteigert werden.
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Kommentar, 27.02.2025
27.02.2025
Der Amtsantritt von Donald Trump zum 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika markiert einen Wendepunkt insbesondere in der transatlantischen und globalen Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Seine wirtschaftspolitischen Maßnahmen – von protektionistischen Handelsstrategien bis hin zu einem signifikanten Kurswechsel in der Klimapolitik – werfen tiefgreifende Fragen auf: Wie kann sich der deutsche, stark exportabhängige Mittelstand, insbesondere seine zahlreichen Familienunternehmen, in diesem neuen Umfeld behaupten? Welche Konsequenzen ergeben sich für Geschäftsmodelle, Marktmechanismen und Finanzierungsstrategien?Die neuen Spielregeln: Protektionismus und seine FolgenTrumps „America First“-Politik stellt eine fundamentale Neuausrichtung dar, die das wirtschaftliche Kräfteverhältnis verschiebt. Importzölle von 10-20 % auf nicht-amerikanische Waren, ein Sonderzoll von 60 % auf chinesische Produkte sowie Steuererleichterungen für US-Unternehmen werden den Wettbewerb für deutsche Firmen erheblich erschweren.Für mittelständische Exporteure bedeutet dies: Die klassischen Geschäftsmodelle, die auf weltweite Wertschöpfungsketten setzen, stehen auf dem Prüfstand. Produktionsverlagerungen in die USA werden zu einer strategischen Notwendigkeit, erfordern jedoch umfangreiche Investitionen und einen tiefgreifenden Umbau der Unternehmensstruktur. Ein zusätzlicher Hemmschuh: Der verschärfte Einwanderungskurs Trumps verknappt die dringend benötigten Fachkräfte vor Ort, wodurch die Produktionskosten weiter steigen. Gerade für die deutschen „Hidden Champions“ im Bereich Robotik, Steuerungssystemen und digitale Prozesslösungen können sich hieraus erhebliche Wachstumschancen eröffnen.Branchen unter Druck: Wer muss sich warm anziehen?Besonders betroffen sind hochgradig exportabhängige Sektoren wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Chemiebranche.Die Automobilindustrie, für die die USA ein zentraler Absatzmarkt sind, sieht sich mit der Aufhebung des „Inflation Reduction Act“ sowie möglichen Sonderzöllen auf Importfahrzeuge konfrontiert. Die Chemiebranche wiederum leidet unter der Diskrepanz zwischen den strengen Umweltauflagen Europas und der nun deregulierten US-Wirtschaft, was zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnte. Gleichzeitig entstehen neue Chancen: Der verstärkte Fokus auf Nachhaltigkeit und emissionsarme Produktionsverfahren könnte für deutsche Unternehmen mit entsprechender Expertise eine Marktlücke darstellen.Strategien zur Risikominderung und Handlungsempfehlungen für den MittelstandDiversifizierung der Exportmärkte – Raus aus der Komfort-Zone!Angesichts der zunehmenden Abhängigkeiten vom US-Markt ist es für den Mittelstand essenziell, alternative Absatzmärkte zu erschließen. Schwellenländer in Asien, Afrika und Lateinamerika bieten Potenzial für neue Kundenbeziehungen und reduzieren geopolitische Risiken. Strategische Partnerschaften und gezielte M&A-Aktivitäten sollten genutzt werden, um diese Märkte effizient zu durchdringen.Stringentes Supply Chain Risikomanagement – Expect the unexpected!Die Störanfälligkeit internationaler Lieferketten wurde durch Pandemie und geopolitische Konflikte unmissverständlich aufgezeigt. Unternehmen müssen proaktiv ihre Wertschöpfungsketten analysieren und auf mehr Flexibilität ausrichten. Multisourcing-Strategien sowie die gezielte Regionalisierung der Produktion sind Schlüsselfaktoren, um resiliente Strukturen zu schaffen.Professionelles Transformation & Change Management – Nutze das Momentum!Ein klar definierter Transformationsprozess ist entscheidend, um strategische Anpassungen erfolgreich umzusetzen. Unternehmen sollten frühzeitig ein strukturiertes Change Management etablieren, das sowohl interne als auch externe Stakeholder einbindet. Eine transparente Kommunikationsstrategie schafft Vertrauen und verringert Widerstände bei Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Zudem ist eine klare Vision erforderlich, um Unsicherheiten in dynamischen Märkten zu begegnen und den Wandel aktiv zu gestalten.Fazit: Neue Realität, neue Spielregeln – aber auch neue ChancenDie erneute Präsidentschaft Trumps führt auch heute zu Verunsicherungen im deutschen Mittelstand. Während die protektionistische Politik der USA massive Herausforderungen mit sich bringt, eröffnet sie gleichzeitig Möglichkeiten für agile, strategieorientierte Unternehmen – ein ambivalentes Bild. Während der deutsche Export aller Voraussicht nach aufgrund der angekündigten Strafzölle zunächst unter Stress geraten werden, bieten sich gerade für die Unternehmen Vorteile, die bereits in den USA produzieren oder sich als unverzichtbarer Partner für die Reindustrialisierung platziert haben.Die Vergangenheit zeigt, dass disruptive Veränderungen oft als Katalysator für unternehmerische Transformation wirken. Der deutsche Mittelstand hat sich bereits mehrfach als widerstandsfähig erwiesen – nun gilt es, strategische Weichenstellungen entschlossen vorzunehmen, Szenarien durchzuspielen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu sichern.
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Publikation
20.02.2025
Gerade der deutsche Mittelstand steht vor dem Spagat, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und zugleich die finanzielle und wirtschaftliche Stabilität sicherzustellen. Einerseits erfordert der zunehmende Fachkräftemangel signifikante Investitionen in die Gewinnung, Bindung und Weiterentwicklung von Talenten und Schlüsselressourcen. Andererseits verlangen die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine konsequente Kosten- und Liquiditätssteuerung, um potenziellen Schieflagen frühzeitig entgegenzuwirken. Um diese Aspekte miteinander zu verbinden, hat Dr. Wieselhuber & Partner den „HR Cost & Risk Navigator“ entwickelt. In einem fokussierten Projekt analysieren wir innerhalb weniger Tage Ihr HR-Leistungsportfolio, ihre HR-Risikoposition sowie damit direkt und indirekt verbundene Personalkosten. Hieraus leiten wir für Sie maßgeschneiderte Handlungsfelder und Maßnahmen ab, um Potenziale für nachhaltige Kosteneinsparungen und Risikominimierungen sowie eine strategie- und wertschöpfungsorientierte HR-Prozesskette aufzuzeigen. Das Ergebnis: 1. Hohe Transparenz über alle relevanten HR-Kosten und ihre Treiber, als Grundlage für faktenbasierte Entscheidungen 2. Ein pragmatisches Maßnahmenpaket, das Effizienzsteigerungen im HR-Serviceportfolio ermöglicht 3. Konkrete Handlungsempfehlungen für unmittelbar wirksame Kostensenkungen und nachhaltige HR Risikominimierung 4. Ein stringentes Vorgehen für ein effizientes HR-Management als Hebel für langfristigen Erfolg in Bezug auf Ergebnis, Kosten, Liquidität und Risikopositionierung
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Kommentar, 11.02.2025
11.02.2025
Aus der Diskussion um die Corporate Governance von Familienunternehmen ergeben sich in Bezug auf die Funktion und Arbeit von Aufsichts- und Kontrollgremien unterschiedliche Konsequenzen. So ist das Aufgabenspektrum von derartigen Gremien in Familienunternehmen wesentlich weiter zu fassen, da es das Verhältnis von Unternehmen und Eigentümergesellschaftern mit berücksichtigen muss. Die aktuelle Realität zeigt diesbezüglich immer noch ein Ungleichgewicht.Über die Führung von FamilienunternehmenDie wesenseigenen Merkmale von Führung in Familienunternehmen beinhalten zwei fundamental unterschiedliche Systemperspektiven. Während wirtschaftliche Regeln in Unternehmen dominieren, gelten diese in Familien normalerweise nicht ausschließlich, vielmehr herrschen dort auch persönliche, verantwortungsethische Regeln. Eine optimale Gestaltung der Kontroll- und Aufsichtsgremien in Familienunternehmen sucht nun die Symbiose beider Perspektiven.Regulative an der Schnittstelle von Familie und UnternehmenDie Einrichtung eines Beirats als klassisches Aufsichtsgremium in Familienunternehmen kann aus unterschiedlichen Motiven heraus sinnvoll sein:Überwachung und Kontrolle der GeschäftsführungNutzung externen FachwissensVerminderung des Risikos von FehlentscheidungenAusgleich unterschiedlicher GesellschafterinteressenVersachlichung der Zusammenarbeit mit den GeschäftsführernSicherung der Nachfolge in der GeschäftsführungEin vorrangig extern besetzter Beirat mit fachspezifischem Expertenwissen kann als Sparringpartner den komplexen Prozess der Strategiefindung für die Familie moderieren. Ein neutraler Beirat kann auch kritische Themen unparteiisch und objektiv ansprechen. Die Unabhängigkeit des Gremiums gewährleistet so eine ergebnisorientierte Mittlerfunktion zwischen Eigentümern, Management, Mitarbeitern und Kapitalgebern. Vor der konkreten Ausgestaltung des Aufgabenfeldes des Beirats ist durch die Entscheidungsträger des Familienunternehmens über dessen grundsätzliche Funktion als eher beratendes oder stärker kontrollierendes Gremium zu entscheiden:Gerade in Fällen einer komplexeren Gesellschafterstruktur mit Fremdgeschäftsführern steigt der Bedarf nach einem die Geschäftsführung kontrollierenden Gremium. Dabei ist der Beirat der Geschäftsführung de facto überstellt, da er die Beschneidung der Kompetenzen derselben veranlassen kann. Hauptaugenmerk ist dabei die Frage der nachhaltigen Wertsteigerung und der ordnungsgemäßen Unternehmensleitung durch die Geschäftsführung.Ein eher beratender Beirat füllt in strategischen Fragen eine bedeutende Funktion für die Geschäftsführung aus. Aufgrund der für Familienunternehmen oftmals flachen Hierarchien, übernimmt der Beirat Stabstellenfunktion und gibt Feedback an die Geschäftsleitung. Die kritische Auseinandersetzung und der offene Meinungsaustausch stehen im Vordergrund. Gerade in Familienunternehmen mit einer aus jüngeren Familienmitgliedern zusammengesetzten Geschäftsleitung, kann ein derartiger Beirat von besonderem Nutzen sein.Die Realität der GremienarbeitDie Gremienarbeit in vielen Familienunternehmen entspricht jedoch oftmals noch nicht den Erwartungen an ein unabhängiges und ergebnisorientiertes Aufsichts- und Beratungsgremium:Aufgrund der zeitlichen Beanspruchung finden sich in aller Regel vornehmlich Führungskräfte älterer Generationen im Gremium.Die Zusammensetzung des Gremiums erfolgt oftmals über Kriterien jenseits erfolgsrelevanter Gesichtspunkte.Ein geringer Anteil der in den Gremien mittelständischer Unternehmen positionierten Fach und Führungskräfte werden einer Leistungskontrolle unterzogen.Aufgrund des (zumeist) fakultativen Charakters des Gremiums können sich unternehmerisch zweifelhafte Bemessungsgrenzen für Vergütungsmodelle ergeben.Die Zusammensetzung des Gremiums wird noch zu wenig anhand der markt- und organisationsseitig benötigten Fähigkeiten definiert.Zudem nimmt der Anteil der parteiisch besetzten Positionen stetig zu, auch als Ergebnis der demographisch induzierten Alterungsentwicklung. So wird das Gremium oftmals als „Kuschelclub“ für die aus dem aktiven Management ausgeschiedenen Führungskräfte gesehen.Die Optimierung der Leistungserfüllung des Aufsichts- und Kontrollgremiums kann dementsprechend nur über eine entsprechende Qualifikation und Zusammensetzung erfolgen. Für eine höhere Effizienz des Aufsichts- und Kontrollgremiums in Familienunternehmen als „Performancecoach statt Kuschelclub“ muss deshalb Optimierungspotenzial ausgeschöpft werden und zwar in Abhängigkeit des risikopolitischen und strategischen Beitrages des Gremiums, wobei grundlegend fünf Rollen unterschieden werden können:Zahmer Pensionär: Diese Rolle leistet man sich heute kaum mehr aufgrund der nur sehr eingeschränkten Wertschöpfungsbeiträge.Kritischer Redner: Er eignet sich für die tiefergehende Analyse der Geschäftsentwicklung als „kaufmännisches Gewissen“, um bei strategischen Höhenflügen die betriebswirtschaftliche Bodenhaftung zu sichern.Strategischer Macher: Er dient der Verknüpfung von strategischer Überlegung und pragmatischen Umsetzungsmaßnahmen.Fragender Außenseiter: Aufgrund der fehlenden Branchenkompetenz verfügt dieser über das nötige kritische Potenzial, um Problempunkte gezielt anzusprechen, politische Bedenken zu ignorieren und unorthodoxe Wege zu gehen.Intimer Insider: Durch seine Branchenkenntnis und den Unternehmenseinblick übt er prägenden Einfluss auf das Unternehmen aus.Angesichts des steigenden Risiko und Strategiegehalts unternehmerischer Entscheidungen im Transformationsprozess der Branchen sind als Rollen zunehmend „fragende Außenseiter“ und „intime Insider“ gefragt. Darüber hinaus ist das branchen- und themenspezifische Fachwissen des einzelnen Beiratsmitgliedes individuell zu prüfen vor dem Hintergrund der jeweiligen Unternehmenssituation, seiner künftigen strategischen Ausrichtungen und der bereits im Gremium gebündelten Erfahrungen.Die Ausübung der Kontrolle über ein Familienunternehmen und dessen Erfolgsfaktoren obliegt in aller Regel dem Eigentümer bzw. der Eigentümerfamilie. Spätestens dann aber, wenn das Familienunternehmen mehrere Gesellschafter hat, sollten auch diejenigen Familienunternehmen, die dazu gesetzlich nicht verpflichtet sind, ein freiwilliges Kontrollorgan installieren. Zur Verbesserung von Objektivität und Qualität würde es sich empfehlen, familienfremden Sachverstand in das Kontrollorgan zu integrieren. Denn gerade in Anbetracht der langfristigen, auf Generationen ausgerichteten Erfolgsorientierung der Familienunternehmen ist die Beratung und Kontrolle der Unternehmensleitung durch professionell besetzte Gremien von existentieller Bedeutung.
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Publikation
06.02.2025
Gerade das HR-Management steht aktuell im Zentrum eines Spannungsfeldes zwischen steigenden HR-Risiken, nicht verstandenen Rollen- und Prozessanforderungen, starken kulturellen Spannungen sowie einem fragmentiertem Stakeholder-Management. In einer Arbeitswelt, die durch Fachkräftemangel, flexible Arbeitsmodelle und den zunehmenden Wunsch nach Sinnstiftung am Arbeitsplatz komplexer geworden ist, führt das Nichtbeachten dieser Spannungsfelder mittel- bis langfristig zu Konsequenzen: Höhere Fluktuation, geringere Produktivität und Motivation, höhere Abwesenheitsraten, Informationsasymmetrien, Reputationsschwäche. Trivial, aber wahr: Schlüsselfaktor einer nachhaltigen Wertschöpfung war, ist und wird immer der Mensch bleiben. Aber wie muss das HR-Management konkret aussehen, um als Enabler für eine effektive sowie effiziente Organisation und eine performanceorientierte Führungskultur zu wirken? Wie kann ein agiler Management-Ansatz proaktiv auf Spannungsfelder reagieren? Antworten im neuen W&P Dossier „Agilität trifft Exzellenz: Erfolgreiches HR-Management“.
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Publikation
28.01.2025
In Zeiten stetigen Wandels und Unsicherheiten wird die Relevanz fundierter Marktkenntnisse und präziser Analysen immer größer. Die Fähigkeit, zukünftige Entwicklungen und Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen, ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Um Sie dabei zu unterstützen, bündeln wir bei Dr. Wieselhuber & Partner unsere Expertise im Bereich Strategic Market Research (SMR). Unser Team liefert durch kontinuierliche Trend-, Markt- und Wettbewerbsanalysen die Basis für kluge Entscheidungen – immer auf dem neuesten Stand. Gerne teilen wir als Extra-Dienstleistung mit unseren Kunden und Netzwerkpartnern unsere Erkenntnisse in einem kompakten Format. Der Market Intelligence Newsletter erscheint zweimal jährlich und bietet Ihnen einen klar strukturierten Überblick über aktuelle Studien und relevante Trends.
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Kommentar, 23.01.2025
23.01.2025
Von Florenz bis Düsseldorf – eine Mischung aus Hoffnung und auch Sorge. Denn egal ob auf der Ordermesse Pitti Uomo oder den Düsseldorfer Fashion Days (DFD): Bei aller Entschlossenheit und Optimismus, die Unternehmen der Fashionbranche zukunftsfähig aufzustellen, herrscht doch weiter Unsicherheit. Die Branche kämpft mit Unkalkulierbarkeit ausgelöst durch das politische Umfeld, Kaufzurückhaltung und die wirtschaftlich angespannte Situation.Welche Händler und Hersteller werden als nächste Insolvenz anmelden? Wie verändern sich Absatzkanäle oder die Wettbewerbssituation strukturell? Wie kann Ware richtig eingesteuert und die Marge maximiert werden? Wie können Abverkaufszahlen gesteigert und gleichzeitig Profitabilität gesichert und erhöht werden? Fragen wie diese beschäftigen die Entscheider in der Modewelt nach wie vor. Sie stehen vor der Herausforderung, ihre Strategien an die neue Realität anzupassen, neue Absatzkanäle und -märkte zu identifizieren und zukunftsorientiert zu handeln.Fragen wie diese wurden in der Vergangenheit überwiegend vertraulich besprochen, und die Branche zeigte sich eher verschlossen, wenn es zuweilen nicht optimal lief. Erfreulicherweise ist mittlerweile eine schrittweise Öffnung zu erkennen – Sorgen werden mit Wettbewerbern geteilt, Händler und Marken arbeiten zunehmend vertrauensvoller und enger miteinander. Definitiv eine positive Entwicklung, sitzen doch alle Akteure – bedingt durch die exogenen Einflüsse – im selben Boot. Nur wer Zusammenschlüsse wagt und auf Kooperation, ggf. auch mit branchenfremden Organisationen, setzt, stellt sich robust und zukunftsfähig auf. Klar ist: Die Zeit der Eitelkeiten ist definitiv vorbei, jetzt zählt das Miteinander!Die Stärken, die viele Unternehmen der Branche eint – Innovations- und Anpassungsfähigkeit sowie Routine im Umgang mit Wandel – gilt es nun mehr denn je zu nutzen. Besonders die Familienunternehmen der Branche könnten hier eine Schlüsselrolle einnehmen und zeigen, wie durch eine Balance aus Tradition und Innovation erfolgreich eine Brücke zwischen langfristiger Stabilität und kurzfristiger Anpassung geschlagen werden kann. Wer die Aufbruchstimmung der Messe als Auftakt für eine ehrliche Standortbestimmung nutzt und notwendige Transformationsprozesse anstößt, schafft die Basis für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Zukunft.
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Kommentar, 16.01.2025
16.01.2025
War der Wohnbau in Deutschland zuletzt die „Todeszone“ der Industrie, mehren sich auf der BAU 2025 die Stimmen und Anzeichen dafür, dass die Talsohle durchschritten ist. Immobilienpreise stabilisieren sich, Finanzierungen werden wieder günstiger und der Bedarf an Bauleistungen für Wohnungen und Infrastruktur bleibt enorm. Zugleich werden die Auswirkungen des Fachkräftemangels im Handwerk zunehmend für die Unternehmen spürbar. Viele stellen sich die Frage, wer die notwendige Bauleistung eigentlich erbringt, wenn die Babyboomer gehen und Azubis fehlen. Günstige Arbeitskräfte aus anderen EU-Ländern sind es auf Dauer jedenfalls nicht, da es auch dort lokalen Bedarf und die Verrentung der Babyboomer gibt.Industrielles Bauen und serielles Sanieren weiter TrendsDIE prominente Antwort auf den vorgenannten Fachkräftemangel und die hohen Baukosten bleibt die industrielle Vorfertigung am Bau. Das Thema wird seitens der Messe mittlerweile als „Leitthema“ und durch eine eigene Halle (A2) geadelt. Entsprechend ist es Thema auf den Ständen vieler Zulieferunternehmen. Es sind sich auch (fast) alle einig, dass „prefab“ eine Lösung für die vorgenannten Themen und zur Produktivitätssteigerung der Bauindustrie sein wird.Es macht sich aber auch Ernüchterung breit, da die bisherigen Angebote und Erfahrungen noch nicht für ein goldenes Zeitalter sprechen. Noch sind die Baukosten für modulare oder seriell gefertigte Bestandsgebäude nicht wirklich billiger und die Unternehmen fahren auch keine tollen Innovationsrenditen mit ihren prefab-Lösungen ein. Im Ergebnis wird es also einen längeren Atem brauchen, bis der Markt sich etabliert und industrielle Produktivitätssteigerungen auch zu kosten- und margenvorteilen führen. In der oft referenzierten Autoindustrie hat dies schließlich auch Dekaden gedauert.Kooperation für InnovationDie Branche wächst zusammen. Zumindest was die innovativen und führenden Bauzulieferunternehmen vor allem aus Deutschland angeht. Weit prominenter als früher werden Kooperationen und gemeinsame Lösungen mit Namen der Beteiligten ins Schaufenster gestellt. Spitzenreiter ist hier ein Unternehmen im Bereich Elektroinstallation, das großformatig über 30 Kooperationspartner entlang der Wertschöpfungskette darstellt – mit illustren Unternehmen wie unter anderem Siemens, OBO, Schneider, JUNG, Kaiser, Theben. Im Ergebnis ist auch dies eine Antwort auf die Notwendigkeit, die Kleinteiligkeit und Fragmentierung der Bauindustrie zugunsten von industrieller Effizienz und Produktivität zu verknüpfen.Kostendisziplin ist aktuell ein richtiges und wichtiges Thema in der Bauzulieferindustrie und sicher der Grund dafür, dass nicht wenige namhafte Unternehmen als „Stammkunden“ der Messe durch Abwesenheit glänzen. Es wird also spannend sein zu sehen, ob diese Unternehmen in zwei Jahren wieder dabei sind, größere Probleme haben oder es „nur“ eine abnehmende Relevanz der Messe als Marketingplattform ist.
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Publikation
13.01.2025
Die aktuelle wirtschaftliche Lage stellt Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen: Insolvenzen nehmen zu und Restrukturierungsmaßnahmen erfordern eine präzise Balance aus betriebswirtschaftlicher und juristischer Expertise. Die neuesten Ausgabe von Sanierung & Insolvenz bietet wieder fundierte Einblicke in praxisnahe Ansätze und zeigt innovative Wege und Lösungsansätze im Umfeld der Sanierung: Insolvenzen in Deutschland 2024: Ein Überblick über steigende Zahlen und die zugrunde liegenden Trends. Immobilienbewertung im Fokus: Fallstricke und innovative Ansätze in der Restrukturierung. Sanierungskonzepte im Automotive-Sektor: Erfolgsfaktoren in einer Branche im Umbruch. Performance Improvement: Potenziale durch aktives Management nutzen. Sanieren, Verkaufen oder Liquidieren: Entscheidungsgrundlagen für Krisenunternehmen. Darüber hinaus beleuchtet ein Artikel unserer Gastautoren Dr. Susann Brackmann und Philipp Frhr. von der Bussche-Haddenhausen, CMS Hasche Sigle, die Risiken und Strategien im Umgang mit Rückforderungen von Corona-Hilfen. Abschließendes Highlight: Das Interview mit Axel W. Bierbach von Müller-Heydenreich, Bierbach & Kollegen zu aktuellen Entwicklungen und Einblicken in der Restrukturierungspraxis. Jetzt reinlesen!
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Event, 26.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Leistung und Produktivität sind entscheidend für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Organisationen. Kostenexplosion, Fachkräftemangel und steigende Krankenquoten erhöhen den Druck auf HR und Geschäftsführung. Im Webinar zeigen wir, warum People Performance der entscheidende Hebel ist und wie Sie diesen gezielt für Transformation, Produktivität und Kostensenkung nutzen. Grundlage sind die Ergebnisse des W&P People Performance & Transformation Check-ups 2025.Erhalten Sie einen kompakten Überblick über die wichtigsten Treiber von People Performance, die Trends von morgen sowie konkrete Impulse, wie HR zum Schlüssel der Transformation wird. Profitieren Sie von Best Practices, praxisnahen Tools und einem offenen Erfahrungsaustausch mit Experten.
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Event, 26.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
In unserem Webinar „Sales Power Boosting“ zeigen wir, wie Sie in kurzer Zeit spürbare Vertriebsverbesserungen erzielen – anhand konkreter Praxisbeispiele und typischer Erfolgshebel aus zahlreichen Vertriebsprojekten. Sie sehen, wie faktenbasiertes Benchmarking, ein klarer Umsetzungsplan und praxiserprobte W&P-Tools zu messbaren Ergebnissen führen: mehr Leads, höhere Vertriebseffektivität und spürbarer Umsatzhebel – erste Effekte nach rund acht Wochen. Wir erläutern typische Hebel entlang Strategie, Kundengewinnung, Kanäle & Pricing, Organisation/Prozesse sowie Steuerung & KPIs – inklusive konkreter Beispiele, Vorlagen und einer kompakten Roadmap für Ihren Start. Wir geben einen Ausblick darauf, wie durch ein schlankes Programm, dem Sales Power Booster, verborgene Potenziale systematisch sichtbar gemacht (Power Check), die wirkungsvollsten Maßnahmen priorisiert (Power Readiness) und in agilen Sprints (Power Drive) umgesetzt werden. Das Webinar richtet sich an Geschäftsführung, Investoren, Vertriebs- und Marketingverantwortliche, die ohne langen Projektvorlauf Wirkung erzielen wollen. Melden Sie sich an und lösen Sie die Bremsen im Vertrieb – mit einem Ansatz, der Geschwindigkeit und Substanz verbindet.
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Best Case
12.12.2024
Die Adolf Präg GmbH & Co. KG, eine familiengeführte Unternehmensgruppe, betreibt knapp 110 Tankstellen und ist als umfassender Energieversorger von Mobilität (E-Ladestationen) über Wärmeversorgung (Heizöl, Pellets und Gas) bis hin zur Stromlieferung und -speicherung sowie Stromeigenerzeugung (PV-Anlagen) tätig. Nach der Akquisition eines direkten Marktbegleiters wurde W&P beauftragt, im Rahmen der Post-Merger-Integration von der Konzeptionserstellung bis zur Umsetzungsbegleitung zu unterstützen. Ziele: Die vollständige und möglichst reibungslose Integration in die PRÄG Unternehmensgruppe, die Steigerung der Effizienz in der Organisation durch Harmonisierung und Optimierung ausgewählter Prozesse sowie die Schaffung eines einheitlichen Außenauftritts unter der Marke PRÄG. „Mit der professionellen Begleitung von W&P ist es gemeinsam gelungen, die vielfältigen Themen und Aufgaben nicht nur plangemäß, sondern alles in allem sehr, sehr reibungslos und unter fleißigem Engagement aller Beteiligter erfolgreich umzusetzen“, so Marc Deisenhofer, Geschäftsführender Gesellschafter Adolf Präg GmbH & Co. KG. Zusätzlich zum fristgerechten Abschluss der Integration des akquirierten Unternehmens, wurden u.a. Teamgedanke und Motivation der Mitarbeitenden gestärkt, Kundenbeziehungen aufrechterhalten, Marktanteile gesichert, geplante Synergien realisiert. Welche Ziele zusätzlich erreicht wurden und wie das Team um W&P Senior Manager Ferdinand Fiedler konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Event, 25.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Unternehmen in Schieflage? Werden Immobilien‑ oder LBO-Finanzierungen grenzüberschreitend strukturiert, kann der Standort Luxemburg schnell relevant werden. Mit Inkrafttreten des neuen luxemburgischen Rechtsrahmens Law on the Preservation of Enterprises and Modernizing Bankruptcy Law am 1. November 2023 steht nun auch dort eine vollwertige Alternative zur Insolvenz zur Verfügung – analog zum deutschen StaRUG. Für Banken und Private‑Equity‑Investoren eröffnet sich damit eine neue Gestaltungsmöglichkeit bei Restrukturierungen. In unserem Webinar zeigen wir, wie StaRUG und Luxemburg‑Reorg im Vergleich funktionieren und welche praktischen Handlungsoptionen sich aus der neuen Rechtslage ergeben.
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Publikation
02.12.2024
Die 30. Ausgabe der Kundenzeitschrift Management Support von W&P liegt druckfrisch vor. Geboren am 03. März 2010 aus der Überzeugung heraus, dass Erkenntnisse und Erfahrungen von Beratern aus Kundenprojekten in marktführenden Familienunternehmen für EntscheiderInnen der Wirtschaft Mehrwert bieten müssten. Dabei war die Kontinuität dieser Kundenzeitschrift nicht immer gesichert – gerade aufgrund exogener Veränderungen. Die rasante Digitalisierung und Technisierung im Bereich der Kommunikationsmedien und die rapide abnehmenden Zeitbudgets in den Führungsetagen stellten die Existenzberechtigung eines so umfassenden Lesemediums in gedruckter Form mit klarem Fokus auf Inhalt deutlich in Frage. 30 Ausgaben und 14 Jahre später zeigt sich: Trotz Informationsvielfalt, zunehmender Bulletisierung und Überschriftsfokussierung ist der „Wunsch nach fundiert Greifbarem“ unverändert hoch. Naheliegend deshalb das Leitthema der aktuellen Ausgabe „Reise in die Zukunft“, dem gleichnamigen Titel unseres vergangenen W&P-Unternehmer-Forums mit allerlei zukunftsorientierten Praxis- und Methodenberichten aus unserem Berateralltag: Von Carve-Outs, ESG und strategischer GuV-Analyse über Operational Excellence bis hin zu Sunshine M&A und intelligenter Nutzung von KI im Innovations- und Servicekontext. Kurzum: Inmitten einer Zeit der umfassenden Transformation eine neue Ausgabe des W&P Management Support mit konkreten Impulsen für die Top-Management-Agenda der EntscheiderInnen – jetzt reinlesen!
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Event, 24.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Sanierungen sind komplex – und steuerlich oft eine Blackbox. Wie lassen sich Sanierungsgewinne richtig behandeln? Welche steuerlichen Gestaltungsspielräume gibt es wirklich – und wo lauern Risiken, die das Sanierungskonzept im Nachhinein gefährden können? In dieser Veranstaltung diskutieren absolute Fachexperten aus Beratung, Recht und Steuerpraxis genau diese Fragen anhand konkreter Case Studies. Sie erhalten praxisnahe Einblicke, klare Einordnungen und konkrete Handlungsempfehlungen für Ihre tägliche Arbeit. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Fragen direkt mit den Experten zu diskutieren und wertvolle Impulse für Ihre Sanierungsprojekte mitzunehmen.Melden Sie sich an und gewinnen Sie steuerliche Sicherheit in der Krise.
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Best Case
19.11.2024
Die ystral GmbH ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen im Maschinen- und Anlagenbau und ist mit Tochtergesellschaften in China, Indien und Singapur sowie zahlreichen Vertretungen weltweit aktiv. Aufgrund eines immer komplexer werden Markt- und Wettbewerbsumfeldes sowie einer zunehmenden internen Prozesskomplexität stand ystral vor der Herausforderung, den erfolgreichen Wachstumskurs der letzten Jahre fortzusetzen. Zur Sicherung der Auftragseingangsziele wurde W&P beauftragt, gemeinsam mit ystral dem Vertrieb eine klare strategische Ausrichtung zu geben und diese durch die Formulierung von Maßnahmenpaketen in der operativen Umsetzung zu unterstützen. Im Fokus: Die Erhöhung der vertrieblichen Durchschlagskraft bei einem gleichzeitig effizienten Ressourceneinsatz. Im Zuge einer strukturierten und praxiserprobten Vorgehensweise konnten u.a. die Auftragseingangssituation erfolgreich stabilisiert, die Transformation vom Maschinen- zum Systemlieferant realisiert, die vertriebliche Durchschlagskraft bei einem gleichzeitig schonenden Ressourceneinsatz erhöht sowie die Vertriebs- & Kundenfokussierung durch organisatorische und rollenadaptive Anpassungen im Vertrieb gesteigert werden. Durch Etablierung eines proaktiven Servicevertriebs konnte zudem der Serviceanteil gesteigert werden. „Ich bin beeindruckt, wie schnell und strukturiert W&P die Stellhebel im Vertrieb zur kurzfristigen Performance-Steigerung bei gleichzeitiger Sicherstellung einer nachhaltigen Vertriebsstrategie identifiziert hat“, so Dominik Seeger, Mitglied der Geschäftsführung Vertrieb bei ystral. Wie das W&P Team um Ferdinand Fiedler, Senior Manager bei Dr. Wieselhuber & Partner, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Publikation
12.11.2024
Die Rolle des CTOs hat sich grundlegend gewandelt: Angesichts sich wandelnder Marktanforderungen, des zunehmenden Digitalisierungsdrucks und der Notwendigkeit, Innovationszyklen zu beschleunigen, ist die Verantwortung des CTOs heute vielfältiger und komplexer als je zuvor. Diese Entwicklung erfordert strategisches Handeln in Kombination mit Ressourceneffizienz, um langfristig erfolgreich zu bleiben. In der CTO-Agenda von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) werden die zentralen Aufgabenfelder, die den CTO bereits heute beschäftigen und zukünftig prägen werden, skizziert: von der Entwicklung konkreter Zukunftsbilder über ein ganzheitliches Innovationsmanagement bis hin zu einer resilienten, nachhaltigen und leistungsstarken Supply Chain und Produktionsnetzwerken. Die CTO-Agenda bietet zudem wertvolle Perspektiven, konkrete Anregungen und beleuchtet die notwendigen Fach- und Methodenkompetenzen.
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Best Case
04.11.2024
Die Theben AG mit Sitz in Haigerloch ist ein Familienunternehmen mit über 100-jähriger Tradition. Das Unternehmen entwickelt und produziert innovative Lösungen für Zeit und Lichtsteuerung, Bewegungs- und Präsenzmelder sowie Komponenten für die KNX-Gebäudesystemtechnik. Der ambitionierte Wachstumskurs von Theben verlangte auch eine Steigerung der Marketing- und Vertriebsperformance. Gemeinsam mit dem Team von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden darum u.a. Marketing- und Vertriebsperformance sowie Kosten objektiviert, Handlungsfelder zur Optimierung der Performance in Marketing und Vertrieb identifiziert, Führungskräfte und Mitarbeitende zur Performancesteigerung und Kostenoptimierung aktiviert und motiviert. „Das W&P-Team um Dr. Michael Staudinger hat uns mit Branchenverständnis, methodischer Expertise und Pragmatismus Ansatzpunkte zur Performancesteigerung aufgezeigt. Sehr gerne werden wir für zukünftige Aufgabenstellungen erneut auf die Expertise von W&P zurückgreifen“ so Thomas Sell, Vorstand Vertrieb und Marketing bei Theben. Das konkrete Vorgehen von W&P? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Best Case
28.10.2024
InfraServ betreibt als Infrastrukturdienstleiter mit rd. 1.000 Mitarbeitern den größten Chemiepark Bayerns. Das Unternehmen bietet vernetzte Lösungen für Aufgabenbereiche von Firmen der Chemie- und Prozessindustrie - innerhalb und außerhalb des Standorts. Wegen absehbarer, signifikante Remanenzen hat das Unternehmen diverse Ansätze zur Ergebnissicherung initiiert – und in diesem Kontext Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) beauftragt, das Programm „HORIZON 2030“ zu unterstützen. Das Ziel: Realistische Wachstumschancen identifizieren, konsequente Maßnahmen zur nachhaltigen Kostensenkung aktiv unterstützen. Das Ergebnis: Gemeinsam mit W&P konnten substanziellen Umsatzpotenziale bei Bestandskunden inklusive definierter Maßnahmen zur konkreten Umsetzung in der Organisation realisiert und Business Cases zur Ansiedlung neuer Unternehmen am Standort ausgearbeitet werden. Zudem wurden rund 17 Prozent an Personal- und Sachkosteneinsparpotenzialen aus der Service-, Leistungs- und Kostenstrukturanalyse identifiziert. „Durch die Zusammenarbeit mit W&P konnten wir neue Umsatz- und Wachstumspotenziale identifizieren. Das Know-how und die Erfahrung des Beraterteams haben uns geholfen, unser Leistungsspektrum effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Entscheidend für den Projekterfolg war der enge Austausch mit den Beratern, die nicht nur fachlich überzeugten, sondern auch mit Augenmaß agierten und damit gut zu unserer Unternehmenskultur passten“, so Dominik Gschwendtner, Geschäftsleiter Infraserv Gendorf. Wie das Team um Jens Ekop, Partner & Head of BPI bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Kommentar, 10.10.2024
10.10.2024
Operational Excellence ist der „Heilige Gral“ jedes Unternehmens, der den Unterschied zwischen Mittelmäßigkeit und Spitzenleistung in der Unternehmensperformance definiert. In einer sich rasant wandelnden Welt ist es für Unternehmen unerlässlich, effektiv und effizient zu sein, umnachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben und den Unternehmenswert zu steigern. Auf die wichtigsten Elemente, Methoden und Erfolgsfaktoren zur Erzielung von operativer Exzellenz wird nachfolgend eingegangen.DefinitionOperational Excellence (kurz: OPEX) ist ein ganzheitlicher Managementansatz mit systematischer Herangehensweise zur nachhaltigen Generierung von Wettbewerbsvorteilen. Durch OPEX werden die Kosten gesenkt, die Qualität optimiert, die Durchlauf- und Lieferzeiten verkürzt sowie die Kundenzufriedenheit verbessert und damit alle relevanten Hebel zur Steigerung des Unternehmenswerts bedient. Ausgerichtet auf die Unternehmensstrategie, verbindet OPEX die funktionsübergreifende Exzellenz in den Kernfunktionen und der Administration mit der funktionsübergreifenden Exzellenz in den Kernprozessen zur Supply-Chain- und Wertstromoptimierung. Operational Excellence beinhaltet dabei die effektive und effiziente Kooperation von Menschen, Prozessen und Technologien, um optimale Unternehmensergebnisse zu erzielen. Als essenzielles Fundament zur nachhaltigen Erfüllung von OPEX ist dieser durch die Themenfelder Leadership und Kultur, Change-Management, KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) sowie durch ein schlagkräftiges PMO (Project Management Office) zu unterstützen.StrategieOperational Excellence ist kein isoliert zu betrachtendes Ziel, sondern ein ganzheitlicher Managementansatz, der eng mit der Unternehmensstrategie verknüpft sein muss. Hierdurch wird sichergestellt, dass sämtliche Aktivitäten und Maßnahmen sowie auch die Ressourcenallokation konsequent auf die Erreichung der übergeordneten, strategischen Unternehmensziele ausgerichtet sind. Wenn zum Beispiel die Marktführerschaft durch Produktinnovation angestrebt wird, sollte Operational Excellence darauf abzielen, die Effektivität und Effizienz der Produktentwicklung zu steigern und die Time-to-Market zu verkürzen.Funktionale und funktionsübergreifende ExzellenzFunktionale Exzellenz konzentriert sich auf die kontinuierliche Optimierung der Prozesse, Strukturen und Methoden innerhalb der gegebenen Kern- sowie auch der Unterstützungsfunktionen. Ziel ist es, durch Eliminierung und Minimierung der bestehenden (offensichtlichen und verdeckten) Verschwendungen die Wertschöpfung und somit genau das zu steigern, wofür der Kunde bereit ist zu bezahlen. LEAN-Management, Six Sigma und Total Productive Management sind hierbei ausgewählte bewährte Methodiken zur Erzielung „schlanker“ Prozesse mit optimierter Qualität sowie Ausgangspunkt für die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP).Für eine schnelle Bewertung der funktionalen Performance eignen sich neben klassischen Werkzeugen wie Wertstrom- und Prozessanalysen sowie Funktionalinterviews auch digitale Tools wie (Big) Data Analytics als bewährte Methoden in unseren Projekten. Auf Basis schlanker Prozesse können dann in einem zweiten Schritt weitere Optimierungen durch Digitalisierung und Automatisierung angestrebt werden (Bsp.: Robotic process automation (RPA), Internet of Things (IoT), etc.). Die Reihenfolge der Umsetzung ist hierbei entscheidend, um die Skalierbarkeit der Prozesse sicherzustellen und somit den Ressourceneinsatz auf ein Minimum zu beschränken.Neben der funktionalen Exzellenz ist die funktionsübergreifende Optimierung von entscheidender Bedeutung, da gemäß verschiedener Studien bis zu 40 % der unternehmensweiten Potenziale durch funktionsübergreifende Verbesserungsmaßnahmen erzielt werden („End-to- End“). Im Fokus stehen hierbei unter anderen die Kernprozesse Auftragsabwicklung, Sales- & Operations- Planning (S&OP), Produktentwicklung, Life Cycle Management und Innovation (PEP & PIP) sowie Qualitätsmanagement. Zur Erzielung von funktionsübergreifender Exzellenz muss über funktionale Grenzen hinweg operiert sowie eine nahtlose Zusammenarbeit und Integration zwischen verschiedenen Abteilungen und Funktionen sichergestellt werden. Statt isolierter Silos arbeiten die Mitarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen an der Erreichung gemeinsamer Ziele und der Maximierung des Unternehmenserfolgs.Für eine datengestützte Bewertung der funktionsübergreifenden Performance eignet sich Process-Mining als Ergänzung zu den Erkenntnissen aus klassischen End-to-End-Interviews sowie Prozess- und Systemanalysen. Nach Gestaltung von effektiven und effizienten, funktionsübergreifenden Prozessen kann dann weitere Optimierung durch Digitalisierung und Automatisierung angestrebt werden (Bsp.: Prozessautomatisierungen, Integration von Systemen und Anwendungen, Cloud Computing, etc.). Auch hier gilt es, die Prioritäten richtig zu setzen und die Reihenfolge der Umsetzung zu beachten.Das Fundament: Leadership und Kultur, Change-Management, KVP und PMODas Fundament für die nachhaltige Umsetzung operativer Exzellenz bildet eine starke Führung und Unternehmenskultur, unterstützt durch wirksames Change-Management und die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Zudem spielt ein leistungsfähiges Project Management Office (PMO) eine entscheidende Rolle in der Unterstützung und Umsetzung dieser Prinzipien.■ Leadership und Kultur: Eine starke Führung mit einem klaren Fokus auf Performance sowie eine unterstützende Unternehmenskultur sind von entscheidender Bedeutung für das Erzielen von nachhaltiger operativer Exzellenz. Führungskräfte müssen die Vision und die Ziele klar kommunizieren und Innovation, kontinuierliche Verbesserung, Konfliktbewusstsein und gleichfalls eine authentische Zusammenarbeit konsequent vorleben. Eine Kultur des Vertrauens, der Offenheit und des Engagements ist unerlässlich, um Mitarbeiter zu ermutigen, Ideen einzubringen, Risiken einzugehen und sich proaktiv an der Verbesserung der Abläufe zu beteiligen.■ Change-Management: Operational Excellence erfordert spürbare Veränderungen, was zwangsläufig zu Widerständen und Herausforderungen führt. Ein wirkungsvolles Change-Management ist entscheidend, um diese Veränderungen erfolgreich zu bewältigen und sicherzustellen, damit sie von den Mitarbeitern akzeptiert und umgesetzt werden. Dies beinhaltet die klare Kommunikation der Veränderungsgründe und dazugehöriger Konsequenzen, die Einbindung der betroffenen Mitarbeiter, um „Betroffene zu Beteiligten zu machen“, die Bereitstellung von Schulungsangeboten und Coachings sowie die Entwicklung von Stakeholder-spezifischen Anreiz und Incentivierungslogiken.■ Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP): Der kontinuierliche Verbesserungsprozess ist ein zentraler Bestandteil von Operational Excellence. Damit dieser aktiv gelebt wird, müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen und Führungsinstrumente wie beispielsweise Shopfloor-Management etabliert werden, die es den Mitarbeitern ermöglichen, kontinuierlich nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Prozesse, Strukturen und Produkte zu streben.■ Projektmanagement: Projektmanagement ist ein weiteres entscheidendes Element von OPEX, da viele Initiativen zur Prozessverbesserung und Veränderung als Projekte organisiert sind. Ein stringentes Projektmanagement umfasst dabei die Definition von klaren Zielen und Meilensteinen, die Zuweisung von Ressourcen und Verantwortlichkeiten, die Planung und Durchführung von Aktivitäten sowie die Messung, Überwachung und Steuerung des Projektfortschritts. Somit gewährleistet ein strukturiertes Projektmanagement, dass die gewünschten Ergebnisse zur Erzielung der strategischen Ziele erreicht werden.Operative Exzellenz ergebniswirksam machenÜbergeordnetes Ziel des Operational Excellence-Ansatzes ist die nachhaltige Steigerung des ROCE (Return on Capital Employed), also der Rendite auf das eingesetzte Kapital und damit auch die Steigerung des Unternehmenswertes. Wichtig hierbei ist jedoch, bei Umsetzung der funktionalen oder funktionsübergreifenden Exzellenz die Ergebniswirksamkeit der Optimierungsmaßnahmen sicherzustellen.
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Publikation
07.10.2024
Entscheidungsträger im facettenreichen Spirituosenumfeld befinden sich aktuell in einem sehr anspruchsvollen Konfliktverhältnis: Einerseits stehen sie vor kurzfristig hochrelevanten Druckpunkten wie weiter hohen Kostenniveaus, der Herausforderung traditionsreiches Spirituosengeschäft und Digitalisierung übereinzubringen sowie Anforderungen der Endkonsumenten rund ums Thema Gesundheit. Gleichfalls müssen Markentreue und sich stetig wandelnde Produkttrends miteinander vereinbart werden: Der Gin-Hype ist vorbei und Ready-to-Drinks dominieren die Produktinnovation. Aber auch Themen wie Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und der Lifestyle-Trend zum bewussten Alkoholverzicht beschäftigen das Geschäft akut.
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Kommentar, 02.10.2024
02.10.2024
Die Automobilwelt von gestern? War von stetigem Wachstum und Kontinuität geprägt. Etablierte Markt- und eingeschwungene Machtverhältnisse sorgten für Planungssicherheit bei OEMs (Original Equipment Manufacturer) und Zulieferern. Größere Investitionen in Anlagen und Innovationen waren meist mit kalkulierbaren Abnahmemengen unterfüttert, ansonsten wurde stetig Technologie, Portfolio, Prozess etc. optimiert und weiterentwickelt. Die Automobilbranche heute? Gleicht einer Achterbahnfahrt – aktuelle Hiobsbotschaften von deutschen OEMs wie beispielsweise VW oder Zulieferern wie Continental sind nur die Spitze des Eisbergs. Insbesondere die Transformation hin zur Elektromobilität, eine veränderte Wettbewerbssituation durch den Eintritt neuer Player in den Zuliefermarkt, neue Kunden und ein verändertes Konsumentenverhalten zwingen Unternehmen, unter enormer Unsicherheit und hohem Zeitdruck Entscheidungen über signifikante Investitionen zu treffen. Insbesondere kleine und mittlere Zulieferer leiden stark unter diesem Strukturwandel in Deutschland, da sie oft weniger Ressourcen haben, um sich schnell und flexibel an neue Marktanforderungen anzupassen. Zunehmend gehen Marktanteile an asiatische Wettbewerber - und der Einsatz von Restrukturierern, Sanierern und Insolvenzverwaltern in der Branche nimmt zu.Die vorherrschende Unsicherheit durch sich ständig verändernde gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfordert unternehmerische Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft. Die notwendige Transformation betrifft einerseits alle Unternehmensbereiche und erfordert andererseits ein Umdenken der Verantwortlichen.Ein zentrales Thema ist die Marktsituation der OEMs und ihr Spagat zwischen der Ergebnissicherung mit bestehendem Geschäft und Zukunftsorientierung mit neuen Technologien (z.B. Elektromobilität). Gerade für kleine und mittlere Automobilzulieferer und sind die technologischen, wirtschaftlichen und regulatorische Hürden der Transformation große Herausforderungen.In dieser Situation kann es sinnvoll sein, den Footprint zu überprüfen und Verlagerungen von Produktionsstandorten in Erwägung zu ziehen, um den steigenden Kostendruck in den Griff zu bekommen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das Ausmaß der langfristigen volkswirtschaftlichen Auswirkungen, also negative Effekte auf heimische Wirtschaft und Arbeitsmarkt, erst in der Zukunft sichtbar werden.Nachhaltigkeit und CO₂-Management sind weitere Schlüsselthemen, die angesichts strengerer regulatorischer Anforderungen und eines wachsenden Umweltbewusstseins der Verbraucher innovative Ansätze erfordern. Unternehmen sollten hier nicht nur auf externen Druck reagieren, sondern proaktiv nachhaltige Praktiken in ihre Geschäftsstrategien integrieren.Ein weiteres kritisches Thema ist die Sicherung der Liquidität und das Working Capital Management (WCM). Die Sicherung der Liquidität und die Optimierung des WCM sind für die finanzielle Stabilität der Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Dies erfordert eine sorgfältige Planung und Umsetzung von Finanzstrategien sowie eine kontinuierliche Überwachung der finanziellen Gesundheit des Unternehmens.Die Entwicklungen im Bereich der Mobilitätskonzepte (Robotaxis und autonomes Fahren) bieten enorme Chancen für Innovationen und neue Geschäftsfelder. Unternehmen müssen bereit sein, diese neuen Technologien zu nutzen und sich in diesen aufstrebenden Märkten zu positionieren. Die Fähigkeit, Innovationen schnell zu adaptieren und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen, kann in Zukunft über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entscheiden.FazitDer Erfolg der Transformation hängt von der kontinuierlichen Anpassung der Strategie an die neuen Realitäten ab und erfordert eine kompromisslose Situationsanalyse auf allen Ebenen des Unternehmens. Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Wandel vom Top-Management vorgelebt, begleitet und umgesetzt wird. Auch Diversifikation kann eine Schlüsselrolle spielen, um Risiken zu streuen und neue Einnahmequellen zu erschließen.Mehr denn je sind jedoch Führung und Leadership gefragt. Führungskräfte müssen in der Lage sein, ihre Teams durch unsichere Zeiten zu leiten, klare Visionen zu entwickeln und entschlossene Entscheidungen zu treffen. Nur so können Unternehmen die Herausforderungen meistern und gestärkt aus dem Wandel hervorgehen.
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Publikation
27.09.2024
Künstliche Intelligenz (KI) bzw. Artificial Intelligence (AI) ist spätestens seit der Lancierung von ChatGPT ein medialer Hype. Dass Unternehmen wie DM, Merck, Bosch und Siemens erst kürzlich eigene KI-basierte Chatbots eingeführt haben, unterstreicht den starken Mehrwert von KI. Interne ChatGPT-basierte Chatbots schaffen es beispielsweise firmeneigenes Wissen in wenigen Sekunden zu analysieren. Neben der Zeitersparnis beeindruckt wie gut Informationen verdichtet und aufbereitet werden können. Da KI mit Bedacht eingesetzt werden muss, insbesondere vor dem Hintergrund von Datenschutz und Fehleranfälligkeit, stellt sich die Frage, wie Unternehmen auch ohne große Investitionen KI nutzen können.
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Publikation
27.09.2024
Künstliche Intelligenz (KI) hat sich von einer fernen Zukunftsvision zu einer gelebten Realität in vielen deutschen Unternehmen entwickelt, besonders im Marketing und Vertrieb, wo die Anwendungsfälle eine beeindruckende Vielfalt aufweisen. Der Einsatz von KI in diesen Unternehmen lässt sich eindrucksvoll durch den 7P-Ansatz veranschaulichen, der verschiedene Aspekte des Marketings, aber auch des Vertriebs abdeckt
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Best Case
25.09.2024
Das Familienunternehmen Streifeneder zählt zu den größten Anbietern in der Orthopädietechnik, Prothetik und Rehatechnik und steht vor wachsenden Herausforderungen wie insbesondere dem anhaltenden Fachkräftemangel und überbordender Bürokratie. Gemeinsam mit Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde eine umfassende Digitalstrategie entwickelt, um Effizienzsteigerungen zu erzielen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Im Rahmen des W&P Digital Excellence Ansatzes wurden laufende und geplante Digitalprojekte analysiert, priorisiert und ein unternehmensweites Digitalboard etabliert, um die Umsetzung und Verantwortung der Digitalstrategie zentral zu verankern. „Digitalisierung ist für uns eine strategische Säule und Fundament für nachhaltiges Wachstum bei gleichbleibend höchster Versorgungsqualität für unsere Kundinnen und Kunden,“ ​ so der Geschäftsführende Gesellschafter Florian Streifeneder über die Bedeutung von Digitalisierung für das Unternehmen. „Allzu oft wurde Digitalisierung mit aufregenden Mondmissionen gestartet, ohne die notwendigen Strukturen etabliert zu haben. Die Folge: Der Return on Digital blieb aus“, ergänzt Korbinian Richter, Experte für Digitale Transformation bei W&P. „Unser Ziel ist heute mehr denn je: Durch priorisierte Initiativen den Ergebnisbeitrag von Digitalisierung bei unseren Kunden sicherstellen!“ Wie das Team um Korbinian Richter mit dem W&P Digital Excellence Ansatz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Kommentar, 27.08.2024
27.08.2024
Durch Corona, Baukostensteigerung, Ukrainekrieg sowie das veränderte Zinsumfeld sind die goldenen Jahre der hohen Verkaufspreise für Immobilien vorbei. Das aktuelle Transaktionsumfeld zeigt deutlich, dass durch die veränderten Rahmenbedingungen der reibungslose Verkauf von Immobilien nicht mehr zu geplanten oder erwarteten Konditionen möglich ist. Neben gestiegenen Investitionskosten zur Instandhaltung, Bewirtschaftung oder Modernisierung nach ESG Vorgaben, besteht bei einer Vielzahl von Immobilien, unabhängig ob Projektentwicklung oder Bestand, ein enormer Refinanzierungsbedarf mit deutlich höheren Kapitalmarktkosten.Vor allem die Fälligkeit von günstig abgeschlossenen Finanzierungen stellt hierbei einen Problemfaktor für die Zukunft der Projektentwicklung, Immobilien im Bestand als auch Liquiditätsbedarf bei Unternehmensimmobilien dar. So spielen neben mittlerweile ungültigen Verkaufsparametern die deutlich gestiegenen Kostenstrukturen eine übergeordnete Rolle in der Werthaltigkeit von Immobilien. Um diesem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage entsprechend entgegenzuwirken, ist eine Überprüfung der Gegebenheiten in einem frühzeitigen Stadium der Schlüssel für eine gesunde Fortführung oder einen werthaltigen Verkauf.Ausgangslage einschätzenIn erster Linie ist der zeitliche Verfügungsrahmen zu erfassen: Wann läuft meine Finanzierung aus? Welche Refinanzierungskosten kommen auf mich zu? Wie hat sich durch das Marktumfeld mein Kapitalbedarf verändert? Sind die Mittelzuflüsse aus Vermietung und Verpachtung ausreichend, um nach Abzug eine auskömmliche Kapitaldienstdeckung zu erhalten?Weiterer Faktor der Erfassung der Ausgangslage ist, ob der ursprüngliche Business-Case noch standhaft ist. Hier- zu zählen vor allem die Fragen: Sind die prognostizierten Vorverkaufs-, Vorvermietungsquoten oder der Vermietungsstand im Bestand erreicht? Sind die aktuellen Konditionen marktgerecht oder durch die Wertsicherung im Rahmen gestiegener Inflationsraten als nicht nachhaltig zu bewerten?Diese Fragen und weitere Betrachtungen auf Objektebene und des aktuellen, spezifischen Marktumfeldes, zeigen deutlich, ob man sich in gefährliche Fahrwasser begibt oder noch Handlungsoptionen existieren um, das Ruder herumreißen zu können.Zu spät? Wege aus dem TalSpätestens bei drohender Gefährdung der Kapitaldienstfähigkeit, muss gegen eine weitere Verschlechterung das finanzierende Institut hinzugezogen werden. Der konsensuale Weg zeigt sich hierbei als das nachhaltigste Mittel der Wahl, denn potenzielle Verluste bedrohen hierbei beide Seiten. Neben der Analyse des Ist-Zustandes muss hieraus Konsens über einen solventen Weg der nächsten Monate bei Eigentümer und Finanzierer bestehen. Eine Zwangsverwertung sollte erst in Betracht kommen, wenn alle anderen Möglichkeiten nicht zu einem auskömmlichen Ziel führen. Auf Basis der Ausgangslage, müssen an die aktuellen Marktgegebenheiten angepasste Optionen für eine solvente Liquidation oder Fortführung ausgearbeitet werden. Ein passender Maßnahmenkatalog mit einem darstellbaren Business-Case kann im Rahmen eines Independent Business Review für alle Beteiligten die potenzielle Marschrichtung untermauern und Nachvollziehbarkeit der Situation erzeugen.Optionen definieren und gemeinsam verfolgenAuf Grundlage der ermittelten Ausgangssituation im Zusammenspiel aus Objekt- und Finanzierungsparametern, bildet der Verkauf im Status Quo oft den schlechtesten Weg ab. So können bereits geringe Kapitalaufwendungen das Ergebnis im Verkauf deutlich beeinflussen. Hierbei sind neben Marktkonformität auch die Faktoren der richtigen Objektstrategie in den Punkten: Nutzung, Flächenaufteilung, Nachfrageeinordnung, Mieterstrategie, Bewirtschaftung als auch ein wirtschaftlich nachhaltiges Zusammenspiel der Maßnahmen von essenzieller Bedeutung. So kann durch die Anpassung einer Vermietungs- oder Vermarktungsstrategie, oder durch gezielte Einzelmaßnahmen, ein idealer Umsetzungszeitpunkt im zeitlichen Verlauf definiert werden, um die Verbindlichkeiten aus dem Verkauf zu bedienen. Diese Erkenntnisse bieten auch dem Finanzierer einen Planungshorizont und bilden eine Entscheidungsgrundlage für Prolongationen, Stundungen und weitere finanzwirtchaftliche Instrumentarien. Der externe, rationale Blick bietet den Vorteil einer unbefangenen Einordnung der aktuellen Probleme und ebnet den Weg zu einer zufriedenstellenden Lösung. Hierbei werden die Optionen in derart sinnvolle Maßnahmenpakete geschnürt, dass eine liquiditätsabhängige Einordnung in das beste Kosten-/ Nutzen-Verhältnis erfolgen kann. Durch die Abstufung in unterschiedlichem Umfang der Optionen, ist es allen Beteiligten möglich, den genauen Bedarf an Zeit und Kapital zur Umsetzung zu greifen und sich für den besten Weg aus der Situation zu entscheiden.FazitImmobilientransaktionen im aktuellen Marktumfeld verlaufen deutlich schwergängiger und mit höheren Preisabschlägen als vor der Krise. Vor allem wenn Zeit oder Kapital knapp wird und ein Ausfall droht, kommt die Frage nach einer Strategie oft zu spät. Unabhängig davon, ob es sich um eine Projektentwicklung, Bestandsimmobilie oder Unternehmensimmobilie handelt: Die Kernfrage, ob der ursprüngliche Business-Case noch Bestand hat, muss frühzeitig gestellt werden, um maximalen Spielraum für geeignete Gegenmaßnahmen und Handlungsoptionen zu entwickeln. Durch eine Einordnung in das spezifische Marktumfeld, in Verbindung mit einer Ausarbeitung passender Optionen, kann die Wertentwicklung des Transaktionsobjektes bereits durch geringfügige Maßnahmen positiv beeinflusst werden und zu einem deutlich verbesserten Erlösergebnis beitragen.
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Kommentar, 22.08.2024
22.08.2024
Wie sich Sprache und Kultur weiterentwickeln, so durchlaufen auch Familienunternehmen einen stetigen Wandel, angetrieben durch Generationswechsel, den Einsatz von Fremdgeschäftsführern, hybride Gesellschafterstrukturen und unterschiedliche Finanzierungsziele. Diese Faktoren rücken die Finanzierung und Kapitalisierung von Unternehmen, Beteiligungen und Assets in den Vordergrund. Für den Erfolg ist es daher entscheidend, eine multidimensionale Finanzierungsstrategie zu entwickeln.Asset-StrategieDie Asset-Strategie bestimmt den Umgang mit den Vermögenswerten eines Unternehmens, einschließlich der Entscheidung, ob Assets und Geschäftssegmente erhalten, revitalisiert, neu positioniert oder verkauft werden sollen. Dabei wird die Notwendigkeit des Assets für den Geschäftsbetrieb gegen dessen Veräußerbarkeit abgewogen, um zu klären, ob ein Eigentum daran zwingend erforderlich ist.Loan-Strategie Die Loan-Strategie entscheidet, ob Schuldverpflichtungen durch konsensuale Maßnahmen wie Amend & Extend, Umstrukturierungen oder Refinanzierungen, oder durch nicht konsensuale Maßnahmen wie StaRUG-Verfahren, Zwangsvollstreckungen oder Insolvenzverfahren behandelt werden. Konsensuale Lösungen sind oft vorzuziehen, da sie die Beziehungen zu Gläubigern bewahren. Es ist ebenfalls wichtig, die Loan-Strategie des Finanzierers zu verstehen und gegebenenfalls anzupassen, insbesondere in Bezug darauf, ob dieser noch im Geld ist und welche Konsequenzen das für ihn hat.Kapital-Strategie Die Kapital-Strategie zielt darauf ab, die Finanzstruktur des Unternehmens zu optimieren. Es kann erforderlich sein, komplexe Finanzierungsstrukturen zu vereinfachen, um Transparenz und Managementfähigkeit zu verbessern. Wichtige Analysepunkte sind Intercompany-Regelungen, Loan-to-Value-Ratios und Beteiligungs-/Joint-Venture-Strukturen. Eine Restrukturierung könnte notwendig sein, um das finanzielle Risiko zu minimieren.Sponsor-StrategieDie Sponsor-Strategie betrifft die operative, kapital- und liquiditätsseitige Unterstützung durch Investoren oder Eigentümer. Sie beurteilt, ob und wie Investoren das Unternehmen unterstützen, um eine erfolgreiche Restrukturierung zu ermöglichen. Wichtig ist dabei zu klären, ob der Gesellschafter finanziell in der Lage und bereit ist, die Finanzierung auch mit eigenen Mitteln zu sichern, einschließlich des Verkaufs einzelner Vermögenswerte.Auf Basis dieser Grundstrategien ergeben sich damit vier Handlungsfelder für einen Gesellschafter bzw. Eigentümer.Unabhängigkeit ist die Readiness für den Ausstieg aus Geschäften Die Fähigkeit, strategisch und ohne Zeitdruck aus bestimmten Geschäften auszusteigen, ist für Unternehmen entscheidend. Dazu gehört die Entwicklung einer Readiness:- Sorgfältige Bewertung der Profitabilität, Zukunftsfähigkeit und Exit-Bereitschaft der aktuellen Geschäftssegmente und Assets, inklusive der Beachtung von Haftungsrisiken.- Identifikation und Veräußerung von Non-Core-Assets zur Stärkung der Bilanz und zur Konzentration auf Kerngeschäftsbereiche.Entscheidungsfähigkeit und HandlungsbereitschaftEin Unternehmen, das schnell und flexibel auf Marktveränderungen reagieren kann, hat einen erheblichen Vorteil. Dies erfordert:- Agile Management- und Gesellschafterstrukturen für schnelle Entscheidungsfindung.- Analyse der eigenen Marktmacht, insbesondere die Fähigkeit, Preisforderungen durchzusetzen.- Entwicklung von Szenarien und Notfallplänen, um auf diverse Umweltbedingungen vorbereitet zu sein, wobei das Durchspielen von Extremsituationen besonders nützlich ist. Moderation von Interessenkonflikten zwischen StakeholdernIn hybriden Gesellschafterstrukturen mit unterschiedlich kapitalisierten Interessengruppen wie Private Equity, Familienmitglieder und öffentliche Hand ist Folgendes wichtig:- Transparente und proaktive Kommunikation sowie regelmäßiger Dialog mit allen Stakeholdern, um unerfüllbare Erwartungen zu vermeiden.- Einbeziehung der Stakeholder in den Restrukturierungsprozess zur Förderung von Akzeptanz und Unterstützung.- Klare Definition der Ziele und Erwartungen aller Beteiligten inklusive der Fähigkeit und Bereitschaft Geld einzubringen.Strategische Ausrichtungen über die Engagement-Strategie Die Entwicklung einer klaren Engagement-Strategie, die eine Sponsor-Strategie, eine Asset-Strategie für das Anlagevermögensmanagement und eine Finanzierungsstrategie umfasst, ist für jeden Gesellschafter essenziell. Diese Strategien sollten:- Eng miteinander verknüpft sein, um die Gesamtstrategie des Unternehmens widerzuspiegeln.- Die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Gesellschafter darstellen.- Regelmäßig überprüft und an veränderte Bedingungen angepasst werden.- Auf die langfristige Wertsteigerung und Stabilisierung des Unternehmens zielen. FazitFamilienunternehmen stehen ständig im Wandel, zunehmend geprägt durch Generationenwechsel, hybride Gesellschafterstrukturen und dynamische Finanzierungsziele. Die Anpassungsfähigkeit in ihrer Finanzierung und Kapitalisierung ist entscheidend für ihren Erfolg. Kernstrategien wie Asset-, Loan-, Kapital- und Sponsor-Strategien sind zentral für das Management. Diese Strategien sollten nicht nur miteinander verknüpft sein und die Unternehmensgesamtstrategie widerspiegeln, sondern auch die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Gesellschafter berücksichtigen, regelmäßig an neue Umstände angepasst werden und auf eine langfristige Wertsteigerung abzielen.
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Kommentar, 14.08.2024
14.08.2024
„Service-Excellence im After-Sales-Service ist nicht nur wichtig, sondern auch unverzichtbar für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens“, betont ein führender Entscheider im Präzisionsmaschinenbau. „Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung von Kundenbindung und trägt überproportional zum Gesamt-EBIT bei.“ Ein weiterer Kunde, Marktführer im Baumaschinenmarkt, bestätigt dies: „95 % des Umsatzpotenzials bei unseren Kunden beginnt drei bis vier Jahre nach dem Kauf. Allein durch den Aufbau von Lifecycle Services konnten wir unseren Gesamtumsatz letztes Jahr um 20 % steigern.“Für Anbieter, sei es Hersteller oder Händler, ergeben sich durch die Entwicklung und Bereitstellung einer exzellenten Serviceleistung zahlreiche attraktive Erfolgselemente. Dazu zählen unter anderem die Umsatzsicherheit gegen Konjunkturschwankungen, die Steigerung der Unternehmensprofitabilität und die Schaffung neuer Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung von Services.Die Ergebnisse unserer W&P Service-Studie „Service Champions im Mittelstand“ bestätigen diese Einschätzung: Der Service hat zwar einen vergleichsweise geringen Umsatzanteil von „nur“ 20 bis 30% gegenüber dem Produktumsatz. Dennoch leistet er einen signifikant hohen EBIT-Beitrag von bis zu 45% und mehr. Dies unterstreicht die enorme Bedeutung und den hohen Wertbeitrag der After-Sales-Service-Exzellenz für das Gesamtunternehmen.Ein Euro des Serviceumsatzes erzeugt etwa denselben EBIT-Wertbeitrag für das Unternehmen wie drei Euro des Produktumsatzes. Quintessenz: Service-Exzellenz gehört auf die Top-Management-Agenda!Vier Stellhebel für nachhaltige Service-EBIT-SteigerungEs spielen vier grundlegende Stellhebel eine zentrale Rolle, um Umsatz und EBIT zu steigern und nachhaltig zu sichern (siehe Abb.). Der erste Stellhebel konzentriert sich auf das Durchdringen der installierten Produktbasis. Er beinhaltet eine fundierte Analyse und serviceorientierte Segmentierung der bestehenden Kundenbasis, der Identifizierung von lukrativen Umsatzpotenzialen und der Entwicklung gezielter Vertriebsinitiativen. Durch zielgruppenspezifische Servicepakete, der gezielten Schulung des Vertriebspersonals und eine kontinuierliche Verbesserung von Service-Prozessen (KVP) kann die Effizienz und Effektivität im Service-Vertrieb gesteigert werden.Der zweite Stellhebel zielt auf die Optimierung des bestehenden Service-Geschäfts ab. Hierbei stehen das Feintuning der Services, z. B. durch bessere Paketierung oder Inhaltsoptimierung, das Anpassen des Pricing-Modells zur Margenverbesserung, eine effiziente Auslastungssteuerung sowie regionale Skalierung und Erweiterung des Service-Geschäftes und die Steigerung der Rahmenvertragsquote im Fokus.Die Entwicklung neuer Services stellt den dritten Stellhebel dar. Unternehmen sollten potenzielle Services wie Retrofit-Lösungen, Ersatzeilpakete, Garantieverlängerungen, proaktive Services und innovative „Türöffner“-Services in Betracht ziehen, um neue Umsatzquellen zu erschließen und die Kundenbindung zu stärken.Der vierte und letzte Stellhebel liegt in der Digitalisierung der Services, des Frontends und der Service-Prozesse. Durch die Einführung digitaler Geschäftsmodelle, digitaler Fernwartung, Retrofits, Self-Help-Plattformen, Remote-Training und virtueller Inbetriebnahme können Unternehmen nicht nur die Service-Effizienz steigern, sondern sich auch langfristig für die digitale Zukunft absichern.Insgesamt bieten diese Stellhebel kurz-, mittel- und langfristige Strategien, um die Umsatzsteigerung und Profitabilität zu maximieren, die Position beim Kunden zu stärken und die Unternehmen für die Herausforderungen der digitalen Ära zu rüsten.FazitDie Macht der Service-Exzellenz im After-Sales-Service ist entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg. Die Service Studie von W&P unterstreicht, dass Service und Aftersales dem Unternehmen einen vergleichbaren Wertbeitrag wie der Produktumsatz liefern, jedoch dem Top Management einen weitaus stärkeren EBIT-Hebel bieten.Vier Handlungsfelder für eine nachhaltige Service-EBIT-Steigerung warten mit konkreten Strategien zur Umsatzmaximierung und Profitabilitätssicherung auf. Das Durchdringen der Kundenbasis, Optimierung bestehender Services, Entwicklung neuer Angebote und die Digitalisierung von Service-Prozessen.Dieser Weg ist entscheidend, um in der digitalen Ära erfolgreich zu sein und den Gesamterfolg des Unternehmens nachhaltig steigern zu können.
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Event, 19.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Fashion & Lifestyle im Wandel – M&A, Carve-outs und Turnaround-Konzepte als Schlüssel zum Erfolg. Die Branche steht unter massivem Druck: Margen, Nachfrage und Marktstrukturen verändern sich rasant. M&A-Transaktionen, gezielte Carve-outs und operative Transformationen sind entscheidend – sowohl aus Verkäufer- als auch Käuferperspektive. In unserem Webinar geben erfahrene Experten praxisnahe Einblicke anhand aktueller Fälle: Chronext, Closed, Wormland, MBL, Brogle, Weltbild Gruppe und SportScheck Gruppe. Wir beleuchten, wie Deals erfolgreich umgesetzt, Unternehmen stabilisiert und Wachstumspotenziale gehoben werden. Kompakt, praxisnah und strategisch relevant. Für Entscheider, Investoren, Gesellschafter und Verantwortliche aus M&A, Strategie und Transformation.
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Kommentar, 07.08.2024
07.08.2024
Unternehmerisches Handeln, wie es Familienunternehmen meist zu eigen ist, setzt auf Innovationen, das mutige Ergreifen von Chancen und die aktive Gestaltung der Märkte von morgen. Es ist somit der Kern eines „unaufhörlichen Prozess der industriellen Mutation“, wie es bereits der Ökonom Joseph Schumpeter formulierte.Genau dort setzt in vielen Industrien ein neues Leitmotiv für die Innovationsagenda an: Es beginnt mit dem Verständnis, dass Rohstoffe beim End of Life von Produkten weiterhin Wertstoffe sind und das Einweglösungen, die auf der Müllkippe oder in der Verbrennung landen, Verschwendung sind.Das Denken und Wirtschaften in Kreisläufen sowie auf Basis erneuerbarer und nachwachsender Ressourcen ist zugleich auch eine Transformation in nahezu allen Industriebereichen die über Dekaden in linearen Wertschöpfungsstrukturen optimiert wurden. Treiber dieser Transformation sind sowohl regulatorische Vorgaben als auch das Verhalten privater und institutioneller Verbraucher, die einen zunehmenden Market-Pull für Kreislaufprodukte erzeugen.In der Folge werden viele konventionelle Produkte, z. B. Einweg-Convenience-Produkte, sukzessive vom Markt verschwinden. Damit das nicht auch gleich für ganze Unternehmen gilt, müssen sie sich radikal transformieren und mutig innovieren – wie es Familien- und Gründerunternehmen tun und schon immer getan haben.Es geht darum, eingefahrene Pfade zu verlassen und sich im Wettbewerbsumfeld mit Hilfe nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen zu positionieren und das eigene Geschäftsmodell zu hinterfragen. Dabei ist das Thema Nachhaltigkeit nicht als Selbstzweck zu sehen, sondern sollte die Basis dafür sein, unerschlossene, wirtschaftlich attraktive Marktsegmente, sogenannte „Blue Ocean“ zu identifizieren und zu erobern, anstatt sich im überfüllten „Red Ocean“ der bestehenden Wettbewerber zu konkurrieren. Im Kontext der Kreislaufwirtschaft, einem System, das darauf abzielt, den Lebenszyklus von Ressourcen zu maximieren und Abfall zu minimieren, bietet die Blue-Ocean-Strategie eine einzigartige Perspektive zur Förderung nachhaltiger Innovationen.Dies kann durch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle geschehen, die Abfallreduzierung und Ressourceneffizienz in den Mittelpunkt stellen. Dies gilt neben konsum- und rohstoffarmen Industrien ebenso im Maschinenbau. Dort können z. B. durch „Equipment-as-a- Service“-Modelle mit Gebrauchtmaschinen, die nicht nur retrogefitteten Anlagen ein zweites Leben im Sinne der Nachhaltigkeit bescheren, sondern für die Unternehmen zusätzliche Kosten- und Erlöseffekte gebrauchter Maschinen bringen.Worum geht es also?Am Ende des Tages geht es um den wirtschaftlichen Erfolg und nachhaltiges Wachstum fürs Unternehmen. Die Kreislaufwirtschaft sollte deshalb als ganzheitlicher Ansatz gesehen werden und bereits im Innovations- und Entwicklungsprozess ein integraler Bestandteil sein:Wie können Ressourcen effizient genutzt werden?Welche Materialien und Produktionsmethoden ermöglichen es, die Lebensdauer unserer Produkte zu verlängern und ihre Wiederverwertbarkeit zu gewährleisten?Wie lassen sich Rücknahme-, Reverse-Logistics-Lösungen und und Recyclingprozesse effizient in den Lebenszyklus von Produkten und verbundenen Wertschöpfungskette integrieren?Wo können Monomaterialien anstatt von Verbundwerkstoff en eingesetzt werden?Inwiefern können digitale Technologien (z. B. IoT, Blockchain) dabei helfen, die Rückverfolgbarkeit von Materialien und die Effizienz von Recyclingprozessen zu verbessern?Welche konstruktiven Elemente können ein späteres Retrofitting vereinfachen?Push wird Pull für nachhaltige ProdukteUnternehmen, die heute bereits kreislauforientierte Produkte vermarkten, übertreffen das Wachstum im konventionellen Wettbewerb nicht selten im zweistelligen Prozentbereich. Und: In vielen Anwendungen haben gerade Familienunternehmen ihre Nase vorn, da Nachhaltigkeit meist mit langer Tradition und Ernsthaftigkeit als Unternehmenswert gelebt wird. Entsprechend werden Produktmerkmale wie bio-based, nachwachsende Rohstoff e (NawaRo) und Recycling als Gütesiegel verstanden und prominent beworben. Der unternehmerische Nutzen und Erfolg aus Geschäftsmodellen für die Kreislaufwirtschaft ist dabei vielfältig.Entsprechend gilt schon heute, dass unternehmerische Initiativen in der Kreislaufwirtschaft Pioniergewinne liefern und Chancen für innovative Geschäftsmodelle ermöglichen. Was dagegen nicht funktioniert, ist die Adaption alter Geschäftsmodelle für die Kreislaufwirtschaft.FazitDurch Innovation und aktive Marktgestaltung sind Familienunternehmen die treibende Kraft des wirtschaftlichen Wandels. Um in Zukunft noch eine Vorreiterrolle einzunehmen, sollten Unternehmen eine umfassende Integration der Kreislaufwirtschaft in ihre Geschäfts- und Innovationsprozesse vornehmen. Denn die Kreislaufwirtschaft zielt nicht nur darauf ab, den ökologischen Fußabdruck zu minimieren, sondern auch neue, wirtschaftlich attraktive Marktsegmente zu erschließen. Der Fokus liegt dabei auf der Schaffung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen, der effizienten Nutzung von Ressourcen sowie der Optimierung von Recycling- und Retrofit-Prozessen.
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Publikation
30.07.2024
In den ersten 100 Tagen legt ein neuer Chief Technology Officer (CTO) den Grundstein für den langfristigen Erfolg. Dabei sind eine klare Vision, das Identifizieren von Herausforderungen, erste Erfolge und positive Veränderungen entscheidend. Der strukturierte Ansatz des 100-Tageprogramms von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) teilt diesen Prozess in drei Phasen auf und bietet konkrete Handlungsempfehlungen. Phase 1: Licht ins Dunkel bringen (Tag 1-33) In der ersten Phase geht es darum, einen umfassenden Überblick über das Unternehmen zu gewinnen. Welche Kennzahlen sollten genau unter die Lupe genommen werden – Return on R&D, F&E-Quote, der Anteil strategisch relevanter Projekte, der Innovationsgrad im F&E-Portfolio und Projektüberziehungsquote? Wie kann ein solides Verständnis der Kultur, Stärken und Leistungsträger erlangt und Stolpersteine genauso wie Optimierungspotenziale identifiziert werden? Phase 2: Erste Signalfeuer zünden (Tag 34-66) Jetzt geht es darum Ergebnisse zu erzielen, Stakeholdern Fortschritte zu zeigen, erste Quick-Wins zu realisieren. Diese „Signalfeuer“ schaffen ein Momentum für Veränderungen in der Organisation, das gut für die zukünftige Umsetzung genutzt werden kann. Hauptaufgabe in dieser Phase: Notwendige Veränderungen, Vision und einen strategischen Plan für das Unternehmen festlegen. Phase 3: Richtung weisen (Tag 67-100) Nähert sich die Schonfrist dem Ende, geht es in der dritten Phase im Wesentlichen darum, bestehende Strategien, Ziele und die Organisation nachhaltig zu gestalten, Mitarbeitenden die Richtung zu weisen und mit der Transformation zu beginnen. Besondere Herausforderung dabei: Die Balance aus Tagesgeschäft, Optimierung und Zukunftsgestaltung. Entsprechende Benchmarkings unterstützen bei der Identifikation von Optimierungs- und Kostenpotenzialen, Innovations- & F&E-Audits machen Handlungsfelder erkenn- und Entwicklungsbedarfe sichtbar, Agilitäts-Checks ermitteln die Veränderungsbereitschaft in der Organisation.
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Event, 18.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Wie viel Sicherheit ist wirklich sicher? Nach unserem Auftakt zu „Pro & Contra Konsortialfinanzierung“ und dem Deep Dive in die Struktur und Verhandlung von Konsortialkreditverträgen, widmen wir uns im dritten Executive Dialog dem Sicherheitenpaket. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten von Heuking und Dr. Sabine Vorwerk von Linklaters zeigen wir, wie Sie Sicherheiten wirtschaftlich sinnvoll priorisieren, rechtlich belastbar strukturieren und in der Praxis durchsetzbar machen – ohne operative Flexibilität zu verlieren.Zudem beleuchten wir die Architektur des Sicherheitenkonzepts vom Security Agent bis zur Intercreditor-Verzahnung.
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Publikation
24.07.2024
Im ersten Halbjahr 2024 hat sich unser Geschäft auf hohem Niveau stabilisiert und wir freuen uns über spannende Projekte. Besonders hervorzuheben sind die zunehmenden StaRUG-Fälle, klassischen Sanierungskonzept, Entscheidungsvorlagen für Gesellschafter sowie die betriebswirtschaftliche Begleitung großer Insolvenzverfahren, wie zuletzt bei SportScheck. Restrukturierungskompetenz ist heute gefragter denn je, sowohl bei Experten als auch im Management. Wir sind stolz auf die neu hinzugewonnene Expertise unseres Kollegen Leonard Kluck, der durch Sanierungs-Readiness-Checks eine fundierte Beurteilung der Managementkompetenz ermöglicht. Aktuell arbeiten wir intensiv an Vergleichsrechnungen zwischen operativen Restrukturierungen und Insolvenzverfahren, um Gesellschaftern transparente Entscheidungsgrundlagen zu bieten. Unsere Modellierungen unterstützen die Verwaltung und den M&A-Prozess (Fokus Share Deal Modellierungen) und helfen, wirtschaftlich sinnvolle Wege für Krisenunternehmen und Gläubiger zu identifizieren. Wir hoffen, dass Ihnen die aktuelle Ausgabe von „Sanierung & Insolvenz – Neuigkeiten von der juristisch-betriebswirtschaftlichen Nahtstelle“ wertvolle Informationen bietet, und freuen uns auf den persönlichen Austausch. Besonderer Dank gilt Herrn Dr. Kampshoff für die Beantwortung unserer 3 schnellen Fragen zum Schluss.
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Publikation
15.07.2024
Der Bedarf an belastbaren und verlässlichen Zahlen und Fakten über zukünftige Marktentwicklungen, Trends und Kundenbedürfnisse nimmt in diesen hochdynamischen Zeiten deutlich zu. Auch in der täglichen Projektarbeit bei unseren Kunden. Wir bei Dr. Wieselhuber & Partner verstehen uns in diesem Kontext als Vordenker, der bereits schwache Signale durch fundierte Analysen berücksichtigen muss. Unser Kompetenzteam Strategic Market Research (SMR) führt hierfür in Echtzeit regelmäßige Markt-, Trend- und Wettbewerbsrecherchen durch. Bleiben Sie auf dem Laufenden – mit unserem Market Intelligence Newsletter, der zweimal im Jahr kompakt und nach Branchen geclustert die aktuelle Studienlage zusammenfasst.
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Best Case
26.06.2024
Die Wilo SE, multinationaler Technologiekonzern der Pumpen und Pumpensysteme für Gebäudetechnik, Wasserwirtschaft, Industrie und OEM-Bereich entwickelt und produziert, hat sich unternehmensweit ein Ziel gesetzt: Neue Produkte schneller entwickeln und im Markt einführen. Um dafür das Bewusstsein unternehmensübergreifend zu stärken und den Erfolg messbar zu machen, sollte eine entsprechende Kennzahl entwickelt und eingeführt werden. Hier kam Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) an Bord: Denn W&P bietet eine praxiserprobte und strukturierte Vorgehensweise an, um unternehmensindividuell die Spitzenkennzahl „Return on R&D“ zu entwickeln und einzuführen. Bei WILO sollte diese KPI projektbezogen und output-orientiert sein sowie eine systematische Verknüpfung mit den relevanten Schnittstellenbereichen wie z.B. Vertrieb und Operation ermöglichen. „Dank der strukturierten Vorgehensweise von W&P haben wir eine komplexe Herausforderung zielorientiert gelöst. Gemeinsam konnten wir die für uns wichtigste Managementkennzahl zur R&D-übergreifenden Performance-Messung und Steuerung der Neuproduktentstehung einführen“, so Georg Weber, CTO der WILO SE. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Kommentar, 20.06.2024
20.06.2024
Vergangene Woche traf sich die Modeszene in Florenz zur Mode Messe PITTI Uomo. Das Wetter war grandios, die Menschen bestens angezogen und die Stimmung gut. Der Vibe auf dem Messegelände, die Stimmung in der Stadt auf diversen get-togethers bei EntscheiderInnen der ausgelassen und positiv.Nachdem es vor einigen Jahren immer mal wieder hieß: „PITTI – geht Ihr da eigentlich noch hin?“ schien es vergangene Woche so, als wären alle dort. Nachvollziehbar, denn die Messe erfüllt ihre Funktionen erstklassig. Sie bietet: Inspiration für die Sortimente der Händler, Internationalisierungschancen für die Marken und eine Plattform zum Austausch für alle. Zwar brauchen die Menschen und insbesondere die Mode gute Stimmung und ein Gemeinschaftsgefühl, doch dürfen die Augen nicht vor der Realität verschlossen werden.Also alles nur Verdrängung?Bei allen Schwierigkeiten, die im Markt auf die Marktteilnehmer warten, gilt es vor allem, die Ruhe und Positivität zu bewahren. Nicht in Problemen denken, sondern in Lösungen! Und hier genau kommt ein Format wie die PITTI auf die Tagesordnung – nämlich über das durch sie transportierte Gemeinschaftsgefühl. Wenn die Zeiten enger werden, gilt es näher zusammenzurücken, denn die Gemeinschaft ist stärker als jeder Einzelkämpfer. Doch über alldem dürfen die Hausaufgaben, die zu Hause warten, nicht vergessen werden. So berichteten viele Aussteller von gut verlaufenen Gesprächen und teilweise sogar großem Andrang an den Ständen. Die Gedanken drehten sich fast ausschließlich um mehr Absatz, mehr Umsatz!Aber was ist mit dem Ertrag?Topline-Wachstum ist zwar wichtig und naheliegend für viele, oft aber zu kurz gesprungen. Denn nicht jeder Umsatz führt, ganzheitlich betrachtet, zu mehr Ertrag. Und gerade der Ertrag sollte insbesondere in diesen schwierigen Zeiten konsequent an erster Stelle stehen. Wichtig ist hier vor allem Transparenz zur internen Kostenstruktur. Mehr Kunden und mehr Absatz – ggf. sogar im Ausland – führen auch zu mehr Komplexität und den damit verbundenen Prozesskosten.Daraus ergibt sich die Frage: Stimmen Ihre Prozesse? Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind – findet in nahezu jedem Unternehmen Verschwendung statt. Das ist auch nachvollziehbar, da Wachstum und die mitwachsenden Strukturen in der Regel gewisse Ineffizienzen beinhalten.Es ist daher ratsam regelmäßig eine Standortbestimmung durchzuführen, bei der auch eingeübte Arbeitsweisen hinterfragt werden und nach neuen und effizienteren Lösungen gesucht wird. Das ist Arbeit, aber sie lohnt sich im Sinne der Kostenreduzierung und damit Ertragsverbesserung aktuell mehr denn je.Zusammenfassend kann also gesagt werden: Florenz und seine PITTI haben einen guten Vibe, bringen die richtigen Menschen zusammen und geben ein gutes Gefühl, was der Treiber für die zu Hause wartenden Aufgaben sein sollte. Nach der Messe ist bekanntlich vor der Messe. Und so sind wir gespannt, ob die Stimmung im Juli in Düsseldorf, anlässlich der Düsseldorf Fashion Days, ebenso gut ist und die Energie mitgenommen werden kann, um die Herausforderungen der Branche zu besprechen und gemeinsam Lösungen zu finden.Lösungsansätze auch im aktuellen Dossier: „Raus aus der Krise – Transformation und Zukunftsgestaltung in der Fashion- & Lifestylebranche“: https://www.wieselhuber.de/publikationen/publikation/-/274/Raus_aus_der_Krise_-_Transformation_und_Zukunftsgestaltung/
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Publikation
12.06.2024
Steigerungen und erhöhte Volatilität auf der Kostenseite, insbesondere bei Rohstoffen, Logistik, Frachtpreisen, Personal, Miete, ESG-Anforderungen und Energie, sorgen bei zahlreichen Playern im Bereich Fashion- & Lifestyle für wirtschaftliche Anspannung. Für eine erfolgreiche betriebliche Transformation gilt es jetzt die Stärken der vielen mittelständischen Unternehmen der Branche – hohe Margen, Anpassungsfähigkeit und Routine im Umgang mit Wandel – mehr denn je zu nutzen. Voraussetzung: Eine ehrliche Standortbestimmung. Denn die Aufgaben für jedes Unternehmen sind individuell und höchst unterschiedlich. Die Skala reicht von strategischen Herausforderungen, über Handlungsdruck zur Performanceverbesserung bis hin zu harten (gerichtlichen) Sanierungen. „KI für einen Marketing-Effizienzboost einsetzen, operative Potenziale heben, Kosten durch effizientere Organisation und Prozesse senken und Chancen des ESG-Reportings nutzen – mit pragmatischen Stellhebeln wie diesen lässt sich flexibel und schnell auf Marktveränderungen reagieren“, so Manuel Farrokh, Leiter Fashion & Lifestyle bei Dr. Wieselhuber & Partner. Wie dabei konkret vorgehen? Antworten und Impulse gibt es im neuen W&P Dossier „Raus aus der Krise: Transformation und Zukunftsgestaltung in der Fashion & Lifestylebranche“.
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Kommentar, 04.06.2024
04.06.2024
Das Phänomen Zeit kann aus unterschiedlichen Perspektiven interpretiert werden. Als physikalische Größe anhand messbarer Parameter, aus philosophischer Sicht als Fortführung der Gegenwart, von der Vergangenheit kommend und in die Zukunft führend und aus ökonomischer Betrachtung als Wert. Den ökonomischen Stellenwert der Zeit kann man durch folgende Zitate untermauern: „time is money, spare in der Zeit, dann hast du in der Not, Zeitverschwendung ist Geldverschwendung“ etc. Zwei grundsätzliche Ausprägungen kennzeichnen den Zeitbegriff. Einerseits sprechen wir von einem statischen Zeitphänomen, dem Zeitpunkt, dem Zeitraum und andererseits von einer dynamischen, einer messbaren Zeit, wie z. B. km/h, Output/ Zeiteinheit, etc. Beide Dimensionen der Zeit sind bei einem professionellen und wirksamen Zeit-Management zu beachten.Berücksichtigt man das Tempo des gesellschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Wandels und die zunehmende Homogenität des Produkt und Leistungsangebotes in reifen Märkten wird deutlich, dass Zeit ein wichtiger Erfolgsfaktor und eine kritische Ressource geworden ist. Welchen konkreten Input hat Zeit in der Unternehmensführung? Bezogen auf den Zeitpunkt, den Zeitraum bedeutet dies „das richtige timing“ der Entscheidungen und deren Umsetzung. Der mögliche Zeitvorsprung muss durch den Einsatz der kritischen Ressourcen, durch Schnelligkeit genutzt werden. Das relevante „Zeitfenster“ ist nicht unendliche offen, die Positionen müssen schnell besetzt werden und man muss mit Intelligenz, Kreativität und Mut den Zeitwettbewerb für sich entscheiden, um Wettbewerbsvorteile zu generieren. In den „Markt stolpern“, ewig und langwierig organisieren, notwendige Personal- und Investitionsentscheidungen vertagen, stop and go, durch „Abholen, Mitnehmen“ und mehr Problem- als Lösungsorientierung, bedeutet Zeitvergeudung und Ressourcenverschwendung. Es geht auch nicht um „Aufholen“, sondern um Überholen und in Führung zu gehen und den Vorsprung zu halten.Ein weiterer Aspekt eines modernen Zeit-Managements ist das Tempo, die Geschwindigkeit des Unternehmens. Erfolgsentscheidend bei „schnellen Märkten“, denn das Markttempo definiert das Unternehmenstempo. Im Übrigen es gibt auch „langsame Märkte“! Zeitfresser, Tempofallen gibt es viele. Ineffiziente Prozesse, System- und Technologiebrüche, Entscheidungsstau, Qualifikations- und Motivationsmängel, etc. Die häufig, auch von den sogenannten Verantwortungseliten argumentierte und praktizierte „Besonnenheit“, lassen eher Inkompetenz, Mutlosigkeit, Angst, Hoffnung auf bessere und einfachere Zeiten, Risikoaversion und persönliche Karriereambitionen vermuten. Dieses Verhalten charakterisiert eher Zauderer und letztlich Verlierer, denn die Zeit bestimmt nicht nur die Welt, sondern sie ist und bleibt auch ein „knappes Gut“.Die Unternehmenspraxis zeigt leider immer noch, dass es Mängel in einem professionellen Zeit und Speed-Management gibt. Auch für Unternehmen gilt die Anwendung des Gorbatschow-Zitates „wer zu spät kommt, bestraft das Leben“, im Fall der Wirtschaft, der Markt und wer zu langsam ist, darf sich nicht wundern, dass er zu den letzten im Feld gehört. Wann haben Sie , bzw. Ihr Unternehmen und das Management die Aufgabe des Zeit-Management im Sinne „time to market, ready to innovation , production und supply, sowie die Schnelligkeit von Entscheidungsprozessen auf ihre Agenda gesetzt, gemessen und verbessert? Versuchen Sie es einmal mit weniger sequentiellen und mehr simultanen und agilen Management. Auch die Reduktion von Meetings, Arbeitsgruppen, etc. sollte zu weniger Zeitverschwendung und mehr Produktivität führen.
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Publikation
17.05.2024
Im Kontext globaler Veränderungen, Unsicherheit und neuer Schwierigkeiten, macht sich eine allgemeine Zurückhaltung breit. Innovationsdrang und Mut zu neuen Unternehmungen werden ausgebremst, Wege in eine zielgerichtete und positive Zukunft häufig verstellt. Echte Entscheider sind gerade in solchen Situationen die wahren Game Changer – ob als Zukunftsgestalter, Unternehmensarchitekten, Regelbrecher oder einfach „nur“ Unternehmenslenker. Doch welche Werkzeuge braucht es, um dem „Game Over“ zu entgehen und sich Richtung „Wachstum“ zu entwickeln? Um mit starker Hand, eine grundlegende Neuausrichtung – vom Zielbild, über das Geschäftsmodell bis hin zum operativen Setup eines Unternehmens – voranzutreiben? Neu gedachte Strategie, eine Auseinandersetzung mit der Anwendung künstlicher Intelligenz in allen Unternehmensfunktionen, professionelles operatives Management mit einem Fokus auf Business Performance. Diese Themen und weiteres Know-how für das erfolgreiche Gelingen des Wandels finden Sie in der neuen Ausgabe des W&P Management Support. Impulse für Entscheider – jetzt reinlesen!
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Kommentar, 30.04.2024
30.04.2024
Hinter den deutschen Verteidigungs- und Rüstungsherstellern liegen Jahrzehnte mit einem eingeschwungenen und vorhersehbaren Geschäft. Eine Epoche, in der die Branche die Stabilität genutzt hat, um technologische Entwicklungen für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit voranzutreiben? Nur bedingt. Disruptive Veränderungen sind an der Verteidigungs- und Rüstungsindustrie weitgehend vorbeigezogen. Mit dem Krieg gegen die Ukraine entstand dann plötzlich eine neue Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in Europa. Gleichzeitig wurde der gewaltige Modernisierungsbedarf der Streitkräfte offenkundig, die Nachfrage nach Waffen, Fahrzeugen, Kampfjets und anderen Rüstungsgütern in einem nicht mehr gekannten Maße getrieben. Diese Konsequenzen der Zeitenwende treffen die betagten Strukturen der deutschen Hersteller jetzt mit voller Wucht. Was das für sie bedeutet?Klar, aktuell profitiert die Verteidigungs- und Rüstungsindustrie von dem Nachfrageüberhang und kann höhere Preise realisieren. Dies gilt insbesondere für die großen Hersteller. Während der Automatisierungsgrad in der Fertigung bisher aber im Vergleich zu Branchen mit Massenproduktion gering und auch die operative Effizienz nicht auf dem Niveau führender Unternehmen war, gilt es jetzt zu investieren. Dabei wird es nicht genügen, die bisherigen Kapazitäten auszuweiten. Vielmehr müssen neue Effizienzniveaus mit neuen Technologien realisiert werden. Der Wunsch nach langfristigen Aufträgen zur Absicherung dieser Investitionen ist zwar verständlich, aber gleichzeitig Ausdruck für die Denkweise der Branche, die aus der Vergangenheit eine hohe Vorhersehbarkeit des Geschäfts gewohnt ist. Absolute Planungssicherheit wird es aber von den öffentlichen Auftraggebern nicht geben.Vor diesem Hintergrund werden die marktwirtschaftlichen Kräfte zu mehr Wettbewerb führen. Daher wird es wichtig sein, durch gezielte Investitionen die eigene Wettbewerbsfähigkeit ganzheitlich zu steigern – insbesondere in drei wesentlichen Handlungsfeldern.Strategische Ausrichtung schärfen und Strategie an das veränderte Marktumfeld anpassen!Ausgehend von einer systematischen Analyse sind auf Basis der Kernkompetenzen mögliche Stoßrichtungen zu identifizieren, eine klare Fokussierung abzuleiten und geeignete organisatorische Strukturen für eine wirksame Strategieumsetzung bereit zu stellen.Operative Effizienz steigern!Entlang eines intelligenten Skalierungspfades sind vorhandene Kapazitäten technologiegleich auszuweiten und neue Wertschöpfungskonfigurationen zu nutzen, die durch größere Volumina entstehen. Darüber hinaus sollte die Effizienz auch in den indirekten Bereichen der Unternehmen gesteigert werden, um die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Durch ein insgesamt höheres Effizienzniveau steigt dann der Umsatzwachstum bei unterproportionalem Mitarbeiteraufbau.Mitarbeitermanagement professionalisieren!Zwar erscheint die Branche aktuell in einem guten Licht, das Image ist positiver als in der Vergangenheit. Die Unternehmen melden deutlich mehr Bewerber. Gleichzeitig erscheint es aber verfrüht, hierin einen dauerhaften Anstieg zu erwarten. Der über viele Branchen vorherrschende Fachkräftemangel wird in Zukunft auch für die Verteidigungs- und Rüstungsunternehmen eine kritische Wachstumshürde darstellen.Fazit:Viele Unternehmen profitieren von den strukturell ausgeweiteten Investitionen in die Streitkräfte – allen voran natürlich die Verteidigungs- und Rüstungsindustrie. Doch die steigende Nachfrage nach Produkten und Leistungen trifft eine Branche mit großem Nachholbedarf in Sachen Effizienz und Professionalität. Doch in diesem Nachholbedarf stecken auch große Chancen: Die deutschen Verteidigungs- und Rüstungshersteller können jetzt ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern, indem sie sich in dieser heißen Phase weiter professionalisieren und ihre Transformation aktiv gestalten.
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Kommentar, 23.04.2024
23.04.2024
In einer sich ständig verändernden globalen Wirtschaftslandschaft ist die Diskussion um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland neu entflammt. Die Hannover Messe Industrie (HMI) ist und bleibt ein guter Indikator dafür, wie es um die heimischen Industrieunternehmen bestellt ist. Im Vorfeld haben die Unternehmen bereits eine Fülle an Innovationen rund um das Leitmotto „Energizing a sustainable industry“ angekündigt. Ebenso spannend ist jedoch, was nicht auf der Messe gezeigt, aber hinter den Kulissen diskutiert wird: Regulatorische Hürden, Erwartungen an die Politik, Standortverbundenheit von mittelständischen Unternehmen, Innovationskraft.Die wichtigste Industriemesse in Hannover findet in diesem Jahr zu einem Zeitpunkt statt, der von einem Wiederaufleben der Standortdiskussion in Deutschland geprägt ist. Der vorherrschende Mix aus veränderter geopolitischer Situation, steigenden Kosten, konjunktureller Unsicherheit und einer insgesamt großen Unvorhersehbarkeit der zukünftigen Entwicklung stellt den Unternehmen herausfordernde Aufgaben. Gleichzeitig mehren sich die Stimmen, die einen verschärften Fachkräftemangel, hohe Energiekosten und zunehmende Bürokratie durch regulatorische Anforderungen (z.B. ESG, Lieferkettengesetz) als besondere Belastung für Unternehmen in Deutschland beklagen. Also alles schwierig? Stehen wir gar vor einer Deindustrialisierung? Oder sind die tatsächlichen Standortbedingungen besser als das aktuelle Stimmungsbild?Einerseits werden unter dem Leitmotto „Energizing a sustainable industry“ innovative Lösungen in fünf technologischen Trendfeldern präsentiert: CO2-neutrale Produktion, Energy for Industry, Industrie 4.0 und Manufacturing X, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sowie Wasserstoff und Brennstoffzellen. Aus der Perspektive der Wettbewerbsfähigkeit geht es im Kern um die Frage, ob die für die Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen höheren Kosten durch innovative neue Lösungen reduziert oder Effizienzpotenziale dadurch besser erschlossen werden können. Hier setzen die Unternehmen ein positives Zeichen und beeindrucken mit einer großen Innovationskraft rund um den grünen Wandel, wie KI unterstützte Kreislaufwirtschaft, effiziente Lösungen in der Fabrikautomation oder Wasserstofftechnologien. Diese Dynamik zeigt sich auf der Messe nicht nur bei den etablierten Unternehmen, sondern auch durch mehr als 300 Start-ups.Trotz dieser für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland sehr positiven Entwicklung muss das Bild der Messe differenzierter ausfallen. Kritisch im Blick: Die Kosten. So nehmen Unternehmen strenge Kosten-Nutzen-Betrachtung hinsichtlich ihrer HMI-Teilnahme vor. Viele haben deshalb auf eine Teilnahme verzichtet (2019: 6.500 Aussteller; 2024; 4.000 Aussteller).Mehr noch: Viele produzierende Unternehmen stellen aktuell häufig aus Kostengründen ihren Footprint auf den Prüfstand und erwägen Verlagerungen ins Ausland (wie beispielsweise kürzlich der Kettensägen-Gigant Stihl ankündigte). Oftmals wird als Begründung angeführt, dass die bürokratischen Auflagen im Vergleich zu anderen Ländern gestiegen seien. Auch die mit der Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen verbundenen Aufwände und Kosten fallen ins Gewicht. Dies geht so weit, dass selbst die traditionell starke Standortverbundenheit von mittelständischen und Familienunternehmen zu bröckeln scheint.Das gemeinsame Ziel von Politik, Gesellschaft und Unternehmen muss deshalb lauten: Die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sichern! Gelingt es im Rahmen der Branchentransformation die Innovationen in der Breite in den produzierenden Unternehmen zu etablieren, so lassen sich neue Effizienzpotenziale erschließen und der Weg hin zu weiterem nachhaltigem Wirtschaften ebnen.FazitKein Grund für Trübsal! Der Standort Deutschland bietet auch zukünftig hervorragende Chancen in einer veränderten Welt. Viele Innovationen zeigen schon heute, dass Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit sehr wohl vereinbar sind. Damit sich Unternehmen in diesem Kontext jedoch zukunftsfähig aufstellen können und dem Standort erhalten bleiben, braucht es neben politischem Commitment vor allem eines: Den Mut, in der Transformation eine klares strategisches Zukunftsbild zu formulieren, notwendige, wenn auch unangenehme, Entscheidungen zu treffen und konsequent in Innovationen zu investieren.
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Kommentar, 18.04.2024
18.04.2024
In den letzten 30 Jahren ist die Anzahl der Kliniken in Deutschland um rund 21% gesunken – nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab es Ende 2022 noch 1.893 Krankenhäuser. Doch dieser Rückgang hat nicht zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Branche beigetragen: im Jahr 2023 waren 18% der Krankenhäuser insolvenzgefährdet – nach einer Hochrechnung des RWI Krankenhaus Rating Reports 2023 befinden sich bis 2030 rd. 44% der Kliniken in akuter Insolvenzgefahr. Was hat zu dieser Entwicklung geführt und wie gelingt die Befreiung aus dem Krisenmodus?Externe Daumenschrauben: Fachkräftemangel, Kostendruck, Krankenhausfinanzierung, InflationDer demographische Wandel in Deutschland ist Fluch und Segen für die Entwicklung des deutschen Gesundheitsmarkts. Während aufgrund der Bevölkerungsstruktur die Nachfrage nach Dienstleistungen im Gesundheitssektor stetig steigt, nimmt die Zahl verfügbarer Fachkräfte deutlich ab. Aktuelle Prognosen zeigen, dass im Jahr 2035 rd. 1,8 Mio. Fachkräfte im Bereich Gesundheit und Pflege fehlen werden. Weiterer Trigger: Die Finanzierung von Krankenhäusern geht auf das Krankenhausfinanzierungsgesetz aus dem Jahr 1972 zurück. Grundsätzlich spricht man von einem „dualen Finanzierungssystem“, indem Investitionskosten (Neubauten, technische/medizinische Geräte, etc.) durch Fördermittel der Bundesländer finanziert werden, während die Betriebskosten (i.W. Behandlung von Patienten) die Krankenkassen tragen. Aber: Seit 1992 stagnieren die Fördermittel, während sich die Betriebskosten fast verdreifacht haben. Krankenhäuser müssen auch Investitionen aus Eigenmitteln finanzieren, um keinen Investitionsstau im Bestand aufzubauen und in neue technologische Innovationen investieren zu können - das duale Finanzierungssystem ist aus der Balance geraten. Die jährlich durchgeführte Umfrage des DKI zeigt: 78% der Allgemeinkrankenhäuser rechnen für 2023 mit einem negativen, nur 7% der Häuser rechnen mit einem positiven Jahresergebnis. Weiterhin rechnen 71% für 2024 mit einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Wesentlicher Treiber ist dabei die mangelnde Finanzierung der starken Personalkostenentwicklung. Zudem laufen die Maßnahmen des Corona-Schutzschirms (bspw. Freihaltepauschalen und Versorgungszuschläge) aus bzw. zeigen einen deutlichen Rückgang seit 2020. Zudem zeigt die Prognose des Krankenhaus Rating Report 2023, dass der Anteil der KHG-Fördermittel an den Erlösen aus Krankenhausleistungen seit dem Jahr 1991 deutlich rückläufig ist – im Jahr 1991 wurden Erlöse aus Krankenhausleistungen i.H.v. 10% erwirtschaftet, im Jahr 2021 lag der Anteil nurmehr bei 3,2%. Der Krankenhaus-Betriebsvergleich der Solidaris Unternehmensgruppe zeigt, dass die EBITDA-Marge über alle Krankenhäuser im Jahr 2022 bei nur 1,2% liegt. Kombiniert man diese Aussagen, wird deutlich, dass eine Vielzahl von Krankenhäusern eine negative EBIDTA-Marge ausweisen und somit die Liquiditätsreserven deutlich belastet werden bzw. in vielen Fällen bereits aufgebraucht sind. Die aktuelle Inflation tut ihr übriges. Denn ein Krankenhaus kann nicht – wie in anderen Branchen üblich – die Mehrkosten an den Kunden weitergeben, sondern ist an Bundes- bzw. Landesbasisfallpauschalen gebunden, in denen Preissteigerungen nur rückwirkend berücksichtigt werden. Dadurch entsteht – insbesondere in Jahren mit steigender Inflation wie 2022 und 2023 – ein deutliches Vorfinanzierungsvolumen, das durch die Korrektur der Basisfallpauschalen auch in den Folgejahren nicht vollständig ausgeglichen wird. Die entstehende Finanzierungslücke tragen die Krankenhäuser aktuell selbst und dies verschlechtert die wirtschaftliche Situation weiter. Exemplarisch zeigen Auswertungen des IDW, dass die Finanzierungslücke zwischen Inflation und Anpassung der Basisfallpauschalen im Jahr 2022 bereits 4,6%, im Jahr 2023 schon 6,1% betragen hat und auch bei sinkender Inflation im Jahr 2024 wohl immer noch bei 4,0% liegen wird. Berücksichtigt man gegenläufige Effekte im besagten Zeitraum aus Energiehilfen und der Refinanzierung der Pflegepersonalkosten, bleibt eine kumulative Finanzierungslücke für den Zeitraum 2022 bis 2024 i.H.v. rd. 7%.Interne To Do-Liste wächstKrankenhäuser stehen in einem prekären Spannungsfeld aus politischer Regulatorik und gesellschaftlicher Faktoren. Zudem müssen interne Hausaufgaben gemeistert werden, um der aktuellen Entwicklung entgegenzuwirken. Dass dieses Spannungsfeld nicht durch das Krankenhaus allein aufgelöst werden kann, liegt auf der Hand. Dennoch liegt der erste Handlungsbedarf bei den Häusern selbst: Wenn die internen Aufgaben angestossen wurden, Initiativen zur Prozessoptimierung und Digitalisierung insgesamt und die Professionalisierung in der Verwaltung angegangen wurden , kann auch der Druck auf die Politik erhöht werden, um vorliegende Mängel im dualen Finanzierungsproblem zu lösen. Darauf zu warten, dass sich zuerst die politischen und gesellschaftlichen Faktoren in Wohlgefallen auflösen, ist definitiv der falsche Weg und birgt zudem auf der InsO deutliche Haftungsrisiken für die Entscheidungsträger der Einrichtungen.Schritte zur internen Optimierung müssen jetzt, ohne zu zögern, eingeleitet und zudem entsprechende Frühwarnsysteme – insbesondere eine belastbare Liquiditätsplanung – aufgebaut werden, damit die operativen Handlungsspielräume bestimmt und genutzt werden können.
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Publikation
11.04.2024
Seit der Veröffentlichung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) durch die EU ist klar: Die neue Berichtspflicht nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) betrifft ca. 15.000 Familienunternehmen und den Mittelstand in Deutschland ab dem Geschäftsjahr 2025. Die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ist sinnvollerweise konsequent im Dreiklang mit Strategie und Organisation zu betrachten. Und dies aus gutem Grund: Die Entwicklung und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie ermöglicht die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen in einem sich immer weiter Richtung Nachhaltigkeit verändernden Marktumfeld. Sie lenkt den Fokus exakt auf die Themengebiete, in denen das Unternehmen großen Einfluss auf Nachhaltigkeitsaspekte über die eigene Wertschöpfung hat oder von diesen im eigenen Wirtschaften betroffen ist. Wie diese Themen im Rahmen einer sogenannten Wesentlichkeitsanalyse unter Einbezug aller relevanten Stakeholder des Unternehmens identifiziert werden? Wie auf dieser Basis sowohl Berichterstattung, Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie und ihre Verankerung in der Organisation funktionieren? Impulse im neuen W&P Dossier „Nachhaltigkeit im Unternehmen: Berichtspflicht, Strategie, Organisation“.
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Event, 12.02.2026 (Beendet)
München
Beendet
Die Münchner Europa Konferenz hat sich als offene, überparteiliche und internationale Plattform das Ziel gesetzt, einen Beitrag für die politische Integration eines demokratischen Europas der Vielfalt zu leisten. Die Münchner Europa Konferenz bietet unter dieser Maßgabe ein Forum, die aktuellen Entwicklungen zu analysieren, die Grundlagen der europäischen Integration im Bewusstsein zu halten und Wege für künftige Entwicklungen aufzuzeigen. Um diesen Zweck zu erfüllen, veranstaltet die Münchner Europa Konferenz mit Unterstützung von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH zum 10. Mal am Vorabend der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 einen namhaft besetzten Diskussionsabend zum Thema "Europas digitale Souveränität zwischen globalen Machtblöcken".  Als Referenten treten u.a. auf Gerd Chrzanowski, CEO & Komplementär der Schwarz Gruppe Dr. Ralf Wintergerst, CEO Giesecke+Devrient GmbH Georg Eisenreich, MdL, Staatsminister der Justiz Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie  Manfred Weber, MdEP, Vorsitzender des Münchner Europakonferenz e. V.
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Publikation
19.03.2024
Der Sektor „Gesundheit & Pflege“ steht vor zahlreichen komplexen Herausforderungen. In den letzten 18 Monaten hat der Handlungsbedarf der Entscheidungsträger deutlich zugenommen, begleitet von einem kontinuierlichen Anstieg von Insolvenzmeldungen in diesem Bereich. Dr. Wieselhuber & Partner sowie Management Link haben sich intensiv mit diesem Sektor befasst und ein hochqualifiziertes Team mit umfassender Umsetzungskompetenz aufgebaut. Unsere über 35-jährige Beratungserfahrung im deutschen Mittelstand und mehr als 12 Jahre Erfahrung im Interimsmanagement sind dabei miteinander verflochten. Von der Konzeptentwicklung bis zur Implementierung maßgeschneiderter Lösungen unterstützen wir Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen dabei, schwierige Zeiten zu durchlaufen. Unsere fundierte Branchenexpertise wird durch marktführende Methodik ergänzt, wodurch wir uns als idealer Partner für Entscheidungsträger im Bereich „Gesundheit & Pflege“ positionieren. Gerne stellen wir Ihnen einen Überblick über unser Leistungsangebot zur Verfügung, den Sie hier downloaden können.
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Best Case
23.02.2024
Die Münchner Unternehmensgruppe Leonhard Moll Betonwerke ist ein Industrieunternehmen in Familienhand mit über 300 Mio. € Umsatz und über 1.700 Mitarbeitenden. Herausforderung: Das bereits eingeführte ERP-System sollte noch umfassender genutzt werden. Hinzu kam, dass ein weiteres zugekauftes Unternehmen innerhalb von drei Monaten ebenfalls in die bestehende Plattform integriert werden musste. Angesichts der Notwendigkeit bis zu einem unverrückbaren Zeitpunkt den Go Live zu realisieren, reichten die Ressourcen nicht aus, um die zeitgerechte Realisierung zu sichern – und hier kam W&P unterstützend ins Spiel. Zentrale Aufgabe für das Team um Dr. Günter Lubos, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: Den Implementierungsprozess der ERP-Einführung für die neu erworbene Tochtergesellschaft steuern und parallel Effizienzpotenziale durch eine bessere Nutzung des ERP-Systems identifizieren. „Dank der strukturierten Vorgehensweise, der bewiesenen Expertise in dem Kontext und nicht zuletzt entsprechendem Feingespür in Moderation und Koordination hat W&P erheblichen Anteil daran, dass deutliche Effizienzreserven gehoben wurden und die ERP-Um-setzung zeitgerecht erfolgte“, bestätigt Alexander Beer, CFO der Moll Betonwerke, den Projekterfolg. Wie das konkrete Vorgehen aussah? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
22.02.2024
Der Bedarf an belastbaren und verlässlichen Zahlen und Fakten über zukünftige Marktentwicklungen, Trends und Kundenbedürfnisse nimmt in diesen hochdynamischen Zeiten deutlich zu. Auch in der täglichen Projektarbeit bei unseren Kunden. Wir bei Dr. Wieselhuber & Partner verstehen uns in diesem Kontext als Vordenker, der bereits schwache Signale durch fundierte Analysen berücksichtigen muss. Unser Kompetenzteam Strategic Market Research (SMR) führt hierfür in Echtzeit regelmäßige Markt-, Trend- und Wettbewerbsrecherchen durch. Bleiben Sie auf dem Laufenden – mit unserem Market Intelligence Newsletter, der zweimal im Jahr kompakt und nach Branchen geclustert die aktuelle Studienlage zusammenfasst.
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Kommentar, 12.02.2024
12.02.2024
In diesen sich schnell verändernden Zeiten setzen Top- Unternehmen verstärkt auf die Stärkung ihres Servicevertriebs, um nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Dabei gibt es einige nicht einfache Fragen: Wie wichtig ist die Profitabilitätsbeitrag des Service-Verkaufs im Vergleich zum Produktverkauf? Wie geht man mit der Spannung um, dass der Produktumsatz oft höher ist, aber der Service weitaus profitabler sein kann? Und wie navigiert man dies in der aktuellen Wirtschaftskrise, in der die Produktabsatzzahlen eher sinken?Die entscheidende Rolle des systematischen Service-Lead-GenerierungsmodellsDabei ist es besonders wichtig, die bereits bestehende Kundenbasis, die sogenannte installierte Basis an Maschinen, mit in einen systematischen Ansatz einzubeziehen. Dieser Ansatz umfasst verschiedene Schlüsselelemente wie Datenbeschaffung der installierten Basis, service-fokussierte Zielgruppenselektion, Kundenprofilierung, service-relevante Lead-Analyse, die Generierung von Leads durch intelligente sogenannte „Insight-Services“, die konsequente Nachverfolgung durch ein crossfunktionales Vertriebsteam und schließlich die Umwandlung dieser Leads. Die installierte Basis, bestehend aus bereits vorhandenen Kunden und Nutzern, ist dabei der Schatz für die Lead-Generierung im Service-Bereich. Diese Kunden haben bereits Erfahrungen mit Ihrem Unternehmen und Vertrauen in die Dienstleistungen aufgebaut.Die Herausforderungen im globalen Servicevertrieb transparent machenIm globalen Dienstleistungsverkauf stehen Unternehmen vor einer Vielzahl von Herausforderungen, darunter Portfoliokomplexität, Mitarbeiterdynamik und optimale IT-Systeme. Diese Herausforderung müssen transparent gemacht und dann gegebenenfalls adressiert werden.Komplexität des Portfolios:Eine immer wieder auftretende Hürde im globalen Servicevertrieb ist Vereinfachung und präzise Kommunikation des Serviceportfolios für Kollegen im Vertriebsbereich sowie für Kunden auf Entscheider-Ebene. Oftmals fehlt den historisch auf Maschinen und Anlagen fokussierten großen Vertriebsteams das Wissen über das gesamte Spektrum des eigenen Serviceportfolios und dem entsprechenden Wertversprechen. Das Portfolio kann oft zu umfangreich und komplex erscheinen und sowohl die eigenen Vertriebsteams als auch die Kunden überfordern.Anreizsysteme: Effektive Anreizsysteme sind entscheidend für die Förderung des Serviceverkaufs. Viele Unternehmen haben jedoch Schwierigkeiten mit Anreizstrukturen, die die Teams und Manager nicht zur Priorisierung des Serviceverkaufs motivieren, da häufig höhere Anreize für Produktumsätze im Vergleich zu Serviceumsätzen bestehen. Der Grund dafür ist oft, dass diese Anreizstrukturen eher auf Umsatz als auf Profitabilität ausgerichtet sind. Dies kann zu einer Spannung zwischen den Vertriebsverantwortlichen im Service und im Produktbereich führen.Organisatorische Dynamik in Vertriebsteams: Da die Service-Organisation vertrieblich häufig über die produktorientierte Vertriebsorganisation skaliert, führt Dynamik in Vertriebsteams zum Verlust wertvoller Beziehungen, die der Service oft vertrauensvoll über Jahre intern aufgebaut hat und kann zu Mangel an Vertriebskapazitäten für den Service führen. Umso wichtiger ist der Aufbau von eigenen Service-Produktmanager sowie reinen Service-Vertriebsmanagern, die teilweise solche Dynamiken auffangen können.Gewinnspannenverteilung: Die komplexe interne Aufteilung der Gewinnspanne zwischen verschiedenen globalen Geschäftseinheiten im Service-Bereich wie z. B. Ersatzteilen aus verschiedenen Produktionsstandorten kann zu hohen Kosten und uneinheitlichen akkumulierten Preisen führen, oft als „Pfannkuchenpreise“ bezeichnet.Systeme und Technologie: Veraltete und fragmentierte Systeme können den Vertrieb im Dienstleistungsbereich beeinträchtigen. Viele Unternehmen kämpfen mit zahlreichen, nicht integrierten Systemen, die manuelle Dateneingabe erfordern und ineffizient sind und vor allem die installierte Basis nicht adäquat abbilden können.Best Practices zum Service-Sales-BoostUm diese Herausforderungen zu bewältigen und den Servicevertrieb zu verbessern, sollten Unternehmen folgende Best-Practices prüfen und gegebenenfalls auf sich selbst maßgeschneidert umsetzen:Proaktive Service-Vertriebskapazitäten: Ressourcen für einen proaktiven Service-Vertrieb mit ausreichender Kapazität und erfahrenen Value- Selling-Mitarbeitern schaffen.Schlankes Service-Ausschreibungszentrum: Ein schlankes Ausschreibungszentrum mit hoher Automatisierung und optimierten Prozessen schaffen, um schnell und flexibel auf oft komplexe Service- Kundenanforderungen reagieren zu können.Service Intelligence-Center: Daten durch die Einrichtung eines Service Intelligence Centers, das auf Data Mining der installierten Basis und Kundenprofilierung und AI-basierte Leadgenerierung spezialisiert ist, nutzen-Vertriebs-Aktivierungsprogramm: Leistung der Vertriebs-Teams durch ein Service Sales-Aktivierungsprogramm, das gemeinsame Ziele, intelligente Anreize und Unterstützung auf höchster Managementebene fördert, verbessern.Servicerelevante Kundensegmentierung: Kundensegmentierungskriterien entwickeln, die eng mit Dienstleistungen verknüpft sind, um zielgerichteten Service-Vertrieb auf Kundensegmente zu ermöglichen.Vereinfachung und Optimierung des Serviceportfolios: Globales Serviceportfolio und Margensystem rationalisieren, um Klarheit und Entscheidungskompetenz zu erhöhen.Service-Vertriebsstruktur und Synergien: Vertriebsstruktur auf Struktur und Portfolio Synergien überprüfen, um Anreizsysteme zu schaffen, die Serviceumsatz und Produktumsatz optimal incentivieren. Wenn notwendig, Service- Produkt und Vertriebs-Management aufbauen.Programm zur Kulturveränderung: Programm zur Veränderung der Unternehmenskultur initiieren, um eine proaktive Einstellung zum Servicevertrieb zu fördern. Standardisierung von Service-Vertriebsprozessen: Service-Vertriebs- Prozesse standardisieren - um Konsistenz und Effizienz zu steigern.FazitExzellenter Servicevertrieb ist von kritischer Bedeutung angesichts der Spannung zwischen dem Profitbeitrag von Produkt- und Serviceumsätzen und der aktuellen Wirtschaftslage. Erfolgreiche Ansätze erfordern proaktive Service-Vertriebsmaßnahmen, wie die Einbindung der installierten Basis und die Bewältigung organisatorischer Herausforderungen, um nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
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Kommentar, 08.02.2024
08.02.2024
Noch ist das Jahr jung. Und doch zeigen die Eindrücke der Modefabriek Amsterdam, Düsseldorf Fashion Days, CIFF Copenhagen und der ILM in Offenbach schon jetzt: Hersteller und Handel unterliegen einer fundamentalen Transformation und Konsolidierung des Marktes. Historisch gewachsene Disharmonien, exogene, geopolitische Faktoren und neue Technologien wirken 2024 auf Strategien und Geschäftsmodelle ein. Welche Trends jetzt strategische Entscheidungen im Top-Management verlangen?Mieten im Handel: Valider Punkt vs. faule Ausrede?Prominente Insolvenzen zahlen auf die aktuelle Wahrnehmung ein: Zu hohe Mieten sind der Kern allen Übels. Ja, Mieten sind – neben den Personalkosten und hohen Lagerbeständen – die Kostentreiber im Handel. Jedoch allein auf die Mieten abzustellen, lenkt von anderen Problemen ab und ist zu kurz gesprungen. Denn: Jeder Händler, der stationären Handel betreibt, muss mit Kosten für die Nutzung der Flächen und Immobilien – egal ob Miete oder Kauf – rechnen. Generell verschärft die aktuelle Situation der Inflation, steigender Sparquote und damit steigende Kaufzurückhaltung den Handlungsdruck auf die Händler. Marken und Händler der „Modischen Mitte“ sind besonders betroffen. Andererseits gibt es Marken, insbesondere im Premium und Luxussegment (LVMH, BOSS, Douglas) sowie im Niedrigpreis-Segment, die trotz aller Widrigkeiten ein sehr gutes Geschäft machen. Strukturen, Prozesse und die eigene Organisation, Kosten, Filialnetz und das gesamte Geschäftsmodell müssen jetzt kritisch überprüft werden. Es gilt jetzt mehr denn je: Auf Profitabilität abstellen, die Finanzierung sichern und für Frequenz und Abschöpfung sorgen.Lagerbestände: Fluch der Corona-Vergangenheit?Viele Marken und Händler beklagen zu hohe Lagerbestände, die in der unplanbaren Zeit von Lockdowns und Unsicherheit aufgebaut wurden. Guter Rat war hier teuer: Ordern wir zu wenig? Ordern wir zu viel? Wie werden die Limite verteilt? Kommt ein weiterer Lockdown? Kriege und Inflation folgten, die Sparquote stieg, die Frequenz sank und die Umsätze folgten diesem Trend – das Working Capital ist gebunden und führt zur Belastung des Unternehmensergebnisses.Hatten die einen den richtigen Riecher, sehen sich heute viele Händler mit zu hohen Warebeständen konfrontiert, Hersteller sitzen auf hohen Beständen an Fertigware oder Zutaten. Gleichzeitig ist Geld teuer geworden, die Finanzierungskosten sind gestiegen. Hier hilft jetzt nur professionelles Working Capital Management und die Nutzung aller finanzwirtschaftlichen Möglichkeiten. Auch lohnt es das Kreditoren- und Debitorenmanagement genau unter die Lupe zu nehmen und damit ungeahnte finanzielle Möglichkeiten für unterjährig mehr liquiden Headroom freizusetzen.Strategische Ausrichtung: Was tun, wenn niemand kommt?Frequenzen leiden, die Daseinsberechtigung der Marke und Händler wird infrage gestellt. Abwarten und so weitermachen wie bisher, kann nicht die Lösung sein – vielmehr ist “Thinking out of the box” gefragt! Werden die relevanten Marken angeboten und produzieren Hersteller den richtigen Produktmix? Wo gibt es noch weitere Möglichkeiten, um Umsätze zu steigern - in der Diversifizierung? Was sind weitere Fähigkeiten, die das Unternehmen/ der Produzent besitzt?In herausfordernden Zeiten – und im besten Fall davor – ist es überlebenswichtig, das Produktportfolio und Angebot zu überdenken. Produkt- und marktstrategische Themen müssen jetzt in den Vordergrund treten und alle Teilbereiche ergebnisoffen auf den Prüfstand gestellt werden.Vergessene Kosten: Ungeahnte Schätze heben!Etablierte Lieferantenstrukturen und langjährige Beziehungen führen oft zur Haltung „Das machen wir schon immer so“. Doch insbesondere im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (sbA) schlummern häufig ungeahnte Schätze – sogenannte „vergessenen Kosten“ - die es zu heben gilt. Diese sbA stellen oft eine Position in der GuV dar, die stiefmütterlich behandelt wird. Gerade Unternehmen mit relevanten Anteilen an sbA (>10 MEUR) können schnell und einfach bis zu 250 TEUR Ebit wirksame Einsparungen p.a. erzielen. Wenn man sich überlegt, dass bei einer Umsatzrendite von 5 Prozent 5 MEUR mehr Umsatz erzielt werden muss, um auf diesen Ebit-Effekt zu kommen, ist die Optimierung der Sachkosten ein starker Hebel.Datennutzung: Management im Blindflug?Viele Unternehmen verfügen nach wie vor eine unzureichende bis gar keine Datenbasis zur Steuerung ihrer Flächen. Datentransparenz ist mehr frommer Wunsch als gelebte Realität. Die Folgen: Aktionismus, häufiger Kurswechsel sowie der Aufbau von Entscheidungen und Strategien, die wenig mit Zahlen, Daten und Fakten unterlegt sind. Relevante Ergebnistreiber müssen also gezielt gesteuert werden, um ein Unternehmen oder dessen Teilbereich aber auch ganz operativ die Stores und deren Warengruppen und Saisons besser und pragmatisch auswerten zu können, um überhaupt zielführen steuern zu können. Das Controlling hat die Aufgabe vom Erlösmanagement bis zum Kostenmanagement die richtigen Instrumente und KPI bereitzustellen und diese dem Management an die Hand zu geben. In Zeiten von Big Data und Data-Crawling gilt es nun groß zu denken - aber pragmatisch umzusetzen. Nur so ist rasches und zielorientiertes Handeln möglich.Unternehmensnachfolge: Stabwechsel erfolgreich gestalten2024 stehen so viele Unternehmensnachfolgen an, wie lange nicht mehr - Trigema, MarcCain, Bugatti, FTC Cashmere oder die Schera GmbH mit den Marken Raffaello Rossi und Seductive sind einige prominente Beispiele dafür, wie Unternehmensnachfolge gut durchdacht und professionell geregelt werden kann. Ein Unternehmen in die Hände der nächsten Generation oder einem neuen Eigentümer zu übergeben ist nicht nur von wirtschaftlicher, sondern auch hochgradig emotionaler Schritt. Deshalb muss dies ein wohl überlegter und gut geplanter Schritt sein und braucht vor allem eines: eine unternehmerische Vision gepaart mit starkem Unternehmergeist und Empathie. Geerbtes oder Erworbenes bloß zu verwalten, das reicht nicht aus. Mit einem neuen und zeitgemäßen strategischen Konzept, einer geänderten Führung beziehungsweise der Neustrukturierung des Gesellschafterkreises müssen die Unternehmenszukunft und Arbeitsplätze gesichert werden. Nur wenn die Nachfolge im Unternehmen, bei der Belegschaft und ebenso bei den Geschäftspartnern etabliert und akzeptiert ist, gelingt der Stabwechsel.Die Stimmung aller Player auf den Branchentreffen 2024 hat deutlich gemacht: Das Prinzip Hoffnung funktioniert weder im Handel noch bei den Herstellern. Die Stimmung nach außen ist wie immer blendend, es wird sich aber spürbar mehr über Probleme ausgetaucht und offen diskutiert. Die Realität ist jedem Händler und jeder Marke bekannt. Und die Liste der Herausforderungen 2024 hat es in sich. Entscheider sprechen im 4-Augengespräch über Sorgen und teilweise auch über deren Ratlosigkeit. In Schockstarre zu verfallen ist jedenfalls keine Lösung, jetzt heißt es warm anziehen und los! Denn nur wer oben genannte Trends erfolgreich anpackt und entsprechende Aufgaben konsequent erledigt, kann als Gewinner aus der angespannten Lage hervorgehen. Jede Krise bietet auch immer eine Chance!
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Best Case
07.02.2024
BRUGG Pipes, einer der führenden europäischen Anbieter für Fernwärmeleitungen, industrielle und urbane Versorgungsinfrastruktur, hat sein umfassendes Produktsortiment bestens im Griff: Eng begleitet von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden im Rahmen einer Portfoliooptimierung alle Verkaufsartikel massiv reduziert, neu strukturiert und im ERP-System implementiert. „Das Know-how und die maximale Umsetzungsorientierung von W&P war der Garant für den erfolgreichen Veränderungsprozess in der Organisation und in den Systemen. Das Ergebnis hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagt Boris Mäder, CMO der BRUGG Pipes. So wurde das Portfolio im Live-System in weniger als 3 Wochen Hypercare umgesetzt, die Korrekturquote im neuen Produktdatenmodell lag unter 1%, das Standardportfolio wurde um 87% low-performer Artikel von über 60.000 auf unter 9.000 verkleinert, die Artikelmerkmale um ca. 70% für die effiziente Portfoliosteuerung reduziert. Wie das Team um Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
29.01.2024
Mit dem ERP-System, egal von welchem Anbieter, verknüpft sich meist die Hoffnung auf mehr Effizienz und niedrigere Kosten. Die Realität holt diese Hoffnung oft schnell ein. Große Erwartungen beim Management und den Anwendern werden enttäuscht. Nicht selten schlägt diese Enttäuschung in Ablehnung gegenüber dem neuen System um. Das muss nicht sein! Dies setzt allerdings voraus, dass man eine ERP-Einführung oder dessen Optimierung nicht als reines IT-Thema begreift. Denn es handelt sich letztendlich um ein Organisationsprojekt, das alle Prozesse, Strukturen und Datenbestände des Unternehmens betrifft. In unserem aktuellen Dossier „ERP als Effizienz-Booster nutzen“ stellen wir dar, worauf es zur Erreichung der Effizienzziele tatsächlich ankommt. Es zeigt die möglichen Ansatzpunkte in den Prozessen und welchen Einfluss die richtige Datenmigration auf die Effizienz hat. Ein Überblick über beispielhafte W&P Projekte gibt Einblick, wie W&P diese Effizienzziele realisiert hat und welcher Nutzen daraus entstanden ist. Es liegt es in der Natur der Sache, dass dieses Dossier eher allgemeingültig geschrieben ist und nicht auf die speziellen Herausforderungen Ihres Unternehmens eingehen kann. Sprich: Diese schriftliche Unterlage kann nur erste Eindrücke vermitteln, ersetzt jedoch nicht das persönliche Kennenlernen. Wir würden uns deshalb freuen, wenn Sie uns die Gelegenheit zu einem vertraulichen und unverbindlichen Gespräch geben würden, in dessen Rahmen wir Ansatzpunkte einer möglichen Zusammenarbeit besprechen könnten. Gerne besuchen wir Sie hierzu an Ihrem Stammsitz.
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Best Case
24.01.2024
Das Familienunternehmen LAUDA Dr. R. Wobser GmbH & Co. KG, weltweit führender Hersteller von Temperiergeräten und –anlagen, hat mit seiner Unternehmensstrategie DRIVE 250 ambitionierte Wachstumsziele definiert. Teil dessen: DRIVE Digital. Darin werden Digitalinitiativen definiert, die Wachstum und Profitabilität mit Hilfe digitaler Technologien unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen. Zusammen mit Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden mittels des Digital Excellence Ansatzes zentrale Bereiche der Digitalstrategie definiert, in einem Bottom-Up und Top-Down-Ansatz verifiziert und ausgearbeitet. Das Ergebnis? Kann sich laut Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter LAUDA, sehen lassen: „Mit dem Digital Excellence-Ansatz konnten wir unsere Digitalstrategie so ausgestalten, dass die Umsetzung genau auf unsere Organisation abgestimmt ist. W&P ist die für uns passende Boutique unter den Digitalstrategen.“ „Die Entwicklung der Digitalstrategie sollte fester Bestandteil jedes Strategieprozesses sein. Leider sieht die Realität im deutschen Mittelstand hierzu aktuell ernüchternd aus,“ so Dr.-Ing. Dirk Artelt, Geschäftsführender Gesellschafter W&P und Experte für Industriegüter. Wie das Team um Korbinian Richter, Experte Digitale Transformation bei W&P, im Rahmen des Digital Excellence Ansatzes konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Kommentar, 18.01.2024
18.01.2024
Die Geschäfte im Spirituosenumfeld sind weitgehend stabil. Und doch sprechen Hersteller wie Henkell-Freixenet und Rotkäppchen-Mumm von erheblichen produktionsseitigen Verteuerungen und nie dagewesenen Kostensteigerungen in allen Bereichen: Seit 2020 sind Kartoffelpreise um rund 20%, Getreidepreise um rund 80%, Glasflaschenpreise um rund 60% und auch Transportkosten um rund ein Fünftel gestiegen. Gewerbliche Finanzierungszinssätze haben sich teilweise verdreifacht und Energiekosten je nach Energiequelle um bis zu 750% gesteigert. Hinzu kommt: Insbesondere bei Personalvollkosten, vor allem in der Verwaltung, haben sich Optimierungspotenziale in Höhe von 15 bis 30% angestaut. Diese akuten Kostendruckpunkte treffen bei Herstellern und inländischen Vertriebsgesellschaften internationaler Spirituosenakteure gleichermaßen auf langfristig angehäufte strukturelle Ineffizienzen in Kostenstrukturen sowohl der Produktion als auch der Verwaltung. Klar ist: Entscheidungsträger im Spirituosenumfeld können sich nicht länger vor dem „Kostengespenst“ wegducken, minimal-invasive Wohlfühlaktionen reichen nicht aus. Insbesondere dann nicht, wenn auf Markt- und Kundenseite die Kostenzuwächse nicht mehr oder nur noch teilweise weitergeben werden können.Konsequenzen? Für alle schmerzhaft spürbarDie Folgen dieses Kostendrucks treffen traditionelle Player, große Anbieter und Start-Ups gleichermaßen: Ende 2023 meldete die traditionsreiche Altenburger Destillerie wiederholt Insolvenz an - dabei galt die Thüringer Brennerei 2021 noch aus einer 2019 angemeldeten Insolvenz als gerettet. Gleichzeitig bricht der Industrie der umsatzschwache, aber kulturprägende Unterbau weg. Nach Berechnungen der LVWO kann ein großer Teil der nur noch rund 11.000 hauptsächlich nebenerwerblich aktiven Kleinbrennereien – vor 20 Jahren laut Statista noch rund 23.000 - schon heute nicht mehr profitabel wirtschaften. Gleichfalls werden die in den letzten Jahren entstandenen Start-Ups, inspiriert von der Craft-Spirits-Szene in den USA, in Zeiten steigender Kosten beweisen müssen, ob sie nicht nur Wachstum, sondern auch Profitabilität können. Und auch die großen deutschsprachigen Anbieter werden sich der Ergebniswirkung der beschriebenen Kostenanstiege nicht länger entziehen können.Rotkäppchen-Mumm macht vor, wie’s geht!Als einer der führenden Akteure im DACH-Spirituosenumfeld beantwortet Rotkäppchen-Mumm unterdessen die herausfordernden Fragestellungen des anspruchsvollen Kostenumfelds mit einem umfassenden, strategieorientierten Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramm – inklusive offen kommunizierter Vorhaben zu Reorganisation und Personalabbau.Vor dem Hintergrund der Wettbewerbsfähigkeit sollten Entscheidungsträger im Spirituosenumfeld so schnell wie möglich nachziehen: Kostenstrukturen sind einer pragmatischen und umsichtigen, strategieorientierten Überprüfung zu unterziehen, Marktsegment- und Markenstrategien dienen als Leitplanken für Footprint und Organisationformate. Auch die lokale Produktion muss auf den Prüfstand: Sind Werke hinreichend kosteneffizient und performant aufgestellt – und, aller regionaler Verbundenheit zum Trotz, richtig verortet? Schlussendlich sollte auch der Umfang des Verwaltungsapparats, den Overheads, hinterfragt werden: Sind Verwaltungsleistungen im Kontext von Strategie und Geschäftsmodell überhaupt wertstiftend? Werden Leistungen in einem nachfrageorientierten Umfang und von richtig organisierten Leistungserbringern erbracht? Sind entsprechende Prozesse und Systeme optimiert? Was kann noch weiter digitalisiert und/oder automatisiert werden?Wenn Spirituosenunternehmen jetzt noch sicherstellen, dass identifizierte Potenziale in konkrete Personal- und Sachkosteneffekte überführt, geplant und konsequent mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl im Umgang mit allen relevanten Stakeholdern realisiert werden, erscheint der immense Kostendruck schon gleich viel weniger gespenstisch.
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Kommentar, 11.01.2024
11.01.2024
Das Geschäftsumfeld wandelt sich rasant – die deutsche Bundesregierung spricht von „Zeitenwende“ und „der größten Transformation der Deutschen Industrie seit mindestens 100 Jahren“. Die Pax Americana steht im globalen Wettbewerb der Nationen unter massivem Druck, Markt- und Produktwelten sowie interne Organisationen werden zunehmend komplexer und damit kostenintensiver, während Anforderungen aus den Bereichen Digitalisierung, Klima und Mensch den Deutschen Mittelstand und seine wertvollen Familienunternehmen, das Rückgrat unseres wirtschaftlichen Handelns vor die Gefahr stellen, unwiderruflich abgehängt zu werden.In diesem makro-, meso- und mikroökonomischen Umfeld sind ausgewählte Unternehmer in der Lage diese aversiven Umstände für sich nutzbar zu machen und stechen durch ihre unternehmerische Resilienz, Wachstumsstabilität und Innovationskraft hervor – echte Champions eben.Um aus diesen anspruchsvollen Zeiten als Champion hervorzugehen, reichen weder Reaktivität noch eine alleinig passive Proaktivität: Champions dieser Transformation bereiten sich nicht nur auf den zu antizipierenden Verlauf der Dinge vor, sondern richten gerade jetzt alle Dimensionen Ihres Geschäfts neu aus – wir nennen das Business Transformation – und zwar umfassend zukunftsgerichtet auf ein selbstgewähltes strategisches Zielbild. Damit entscheiden sie sich bewusst schon heute sowie an den kommenden Scheidepunkten für eine Zukunft, in der das eigene Unternehmen nachhaltig prosperieren wird.Strategische TransformationsleitplankenDiese Business Transformation im Sinne einer Neuausrichtung, geschieht nicht zum Selbstzweck, sondern wird von Champions als konsequentes Resultat ihrer zumeist bereits existenten langfristigen Vision und Mission sowie ihrer subsequenten mittelfristigen Strategie aktiv gelebt. Diese Unternehmen haben eine visionäre Vorstellung und ein klares Verständnis davon, wie ihre Geschäftsmodelle in ihren jeweiligen Marktsegmenten auch in verschiedenen Zukunftsszenarien weiterhin effektiv und effizient wirken werden. Aus diesem Rahmenwerk ergibt sich sodann auch der Blueprint zur Neuausrichtung aller relevanten Geschäftsdimensionen – die strategischen Leitplanken der Business Transformation.Ganzheitliche Business TransformationDie wesentliche Herausforderung der konkret resultierenden Business Transformation besteht nun darin diese strategischen Leitplanken unter Berücksichtigung individueller und hochkomplexer Kausalzusammenhänge sowie entgegen den verschiedensten internen und externen Widerständen in spürbar wirksame Anpassungen der zentralen Dimensionen Ihres Geschäfts zu übersetzen. Bei dieser Übersetzung verfolgen Champions einen konsequent ganzheitlichen Ansatz: Business Transformation bedeutet die umfassende Neuausrichtung aller wesentlichen ineinandergreifenden Geschäftsdimensionen: das Geschäftsmodell, das Betriebsmodell, das Kollaborationsmodell sowie entsprechende Governance- und Steuerungsansätze und die sich darin ausdrückende Unternehmenskultur.Diese fünf Dimensionen gilt es als Elemente eines sich ständig erneuernden Unternehmensapparats zu verstehen, die in ihrer logischen Reihenfolge aufeinander abgestimmt und regelmäßig neu auszurichten sind.Konzeption und UmsetzungSolche Transformationsinitiativen scheitern häufig an mangelhaft definierten geschäftsmodell-prägenden Zielen sowie unkonkreten Ansätzen, der unzureichenden Verknüpfung von Transformation und strategischem Leitbild oder der zumeist vernachlässigten Veränderungsbereitschaft der gesamten Organisation. Change & Transformation Management dürfen dabei keine leeren Floskeln bleiben – man hat sich intensiv auch mit den normativen Dimensionen einer Organisation auseinanderzusetzen.Champions richten daher ihre Transformationsvorhaben so früh wie möglich darauf aus, zunächst überhaupt alle wesentlichen Geschäftsdimensionen in ihrer Wechselwirkung und Vollständigkeit aufeinander abzustimmen und gleichfalls darauf, valide Messbarkeit wesentlicher Programmerfolge zu gewährleisten. Getreu dem Motto „You can’t manage, what you can’t measure”, muss jede Business Transformation im Sinne eines entsprechenden Business Case positiv auf Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wirken und die Ertrags- und Liquiditätssituation spürbar verbessern, um das transformierte Geschäft nachhaltig resilienter aufzustellen.Damit dies gelingt, ist es in der Transformation von entscheidender Bedeutung, ein notwendiges Fingerspitzengefühl zu beweisen, das es erlaubt die gebotene Umsichtigkeit sowie den aber ebenso zwingend erforderlichen Nachdruck auszubalancieren.FazitNur wer alle zentralen Geschäftsdimensionen entlang gewissenhaft abgeleiteter Transformationsleitplanken aufeinander abstimmt und für die Gesamtorganisation verkraftbar sowie messbar neu ausrichtet, kann heute die langfristig wirkenden Weichen für eine Zukunft stellen, in der das eigene Unternehmen nachhaltig prosperiert. Vor dem Hintergrund dieser Erfolgskriterien setzen erfolgreiche Unternehmer bei der Konzeption und Umsetzung ihrer Business Transformation auf den Mehrwert einer externen Hand, die als Wegbegleiter sowohl Subjektverständnis als auch Objektivität sowie Best Practices und umfassende Erfahrung im Umgang mit multidimensionalen Herausforderungen mitbringt. Gefragt ist ein erprobter Mix aus „Hands-on“-Pragmatismus und zielgerichtetem Methodik-Einsatz sowie ein klarer Fokus auf ein ganzheitliches Programm-, Stakeholder- und Veränderungsmanagement.
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Publikation
09.01.2024
Das Jahr 2023 war von einem starken Anstieg der formalgetriebenen Restrukturierung geprägt. Hohe Verschuldungen haben sich durch Zinseffekte und BIP-Schwäche auf das Rating durchgeschlagen und die Notwendigkeit von formalgetriebenen Stellungnahmen befördert. Und 2024? Die erwartete Restrukturierungswelle ist im Hochlauf und die Aussichten für das Jahr 2024 lassen sich im mittlerweile geflügelten Satz zusammenfassen: „Survive to 2025“. Fragestellungen rund um die Refinanzierungsfähigkeit im Real Estate – in STaRUG-Verfahren wie auch im Rahmen von IBR/S6 – sowie Krisenfälle in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau sowie Bauzulieferindustrie werden das Jahr bestimmen. Auch das Retailgeschäft wird voraussichtlich Stammkunde in der gerichtlichen Restrukturierung bleiben. Spannend wird zu verfolgen sein, ob und ab wann der Käufermarkt und das Distressed Corporate M&A-Geschäft anzieht. Wie steigende Finanzierungskosten Unternehmen konkret belasten? Wie in der finanziellen Restrukturierung refinanzierungsfähige Verschuldungsrelationen wiederhergestellt werden können? Wie Vergleichsrechnungen im IDW S6 der Realitätsvermittlung und Konsensfindung dienen? Spannende Praxisimpulse dazu, ein genauer Blick auf Refinanzierungsfähigkeit im Real Estate sowie Anleiherestrukturierung in der Immobilienwirtschaft und ein Interview mit Sylwia Bea-Pulverich von Norton Rose Fulbright - jetzt in der aktuellen Ausgabe von „Sanierung & Insolvenz – Neuigkeiten von der juristisch-betriebswirtschaftlichen Nahtstelle“.
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Kommentar, 18.12.2023
18.12.2023
Das Thema Personal gehört heute zu jeder guten Unternehmens- bzw. Gesellschaftsdiskussion. Unternehmenskultur, Anreizprinzipien, Employer Branding, Servant Leadership, Genz Z, War of Talents, Blind Signing - die Anforderungen an HR-Abteilungen sind hoch. Da liegt die Frage auf der Hand: Kann HR der bunten Themenvielfalt überhaupt noch proaktiv begegnen? Oder heißt es vielerorts nach passiver Vogel-Strauß-Manier: Kopf in den Sand?Zumeist tun sich HR-Verantwortliche schwer im Umgang mit Trendthemen – und sie bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück: Konsequenzen und Effekte werden nicht hinreichend strategisch und taktisch eingeordnet, geschweige denn auf operativer Ebene in neue Prozessstandards überführt oder gar in „Ursache-Wirkungsbeziehungen“ übersetzt. Dabei ist das dringend notwendig, schließlich lassen sich nur so begründete Entscheidungen treffen, die ein Unternehmen wettbewerbs- und ertragsfähig halten. „Kopf in den Sand“ ist also keine Lösung. Vielmehr muss sich HR maximal agil, schnell, taktisch und mit strategischem Weitblick aufstellen – und zwar als……unternehmensweiter Stratege:HR-Verantwortliche müssen jetzt den Sprung vom Verwalter zum Gestalter machen – und an den Tisch der „strategischen Entscheider“: Aktuelle sowie zukünftige Schlüsselressourcen müssen geprüft, maßgeschneiderte Recruiting- und Retention-Konzepte entwickelt, die konsequente Minimierung von Fluktuation und Absenzrisiken vorangetrieben sowie Performance-Probleme aufgedeckt werden. Außerdem zu klären: Wie konsequent übernimmt HR die Verantwortung für den gesamten „Personalkostenblock“? Das HR-Management muss all diese Themen in eindeutige kosten- und leistungswirtschaftliche Zusammenhänge sowie Konsequenzen übersetzen und konkrete Handlungsempfehlungen erschließen.…Architekt von Führungsleitplanken:Erwartungen an New Work-Konzepte seitens der Arbeitnehmer kollidieren häufig mit den Anforderungen von Arbeitgebern. Das HR-Management muss für beide Seiten passende Führungsleitplanken entwickeln: Leistungsorientierung, Erwartungsmanagement, Aufgabenzuordnung, Entscheidungspartizipation, Anerkennungs- und Führungsgrundsätze. Jobangebot und Arbeitnehmernachfrage driften demografiebedingt weiter auseinander: Die Rolle als unternehmensinterner Vermittler sowie strategischer Akteur mit Blick auf Arbeitsmarkt und Geschäftsmodellentwicklung ist wichtiger denn je.…Entwickler von Retention-Programmen„Blind Signing“ und „Quiet Quitting“ machen deutlich: Integrität und Loyalität im Unternehmenskontext sind hochaktuell. Um diese Mitarbeitereigenschaften zu entwickeln, muss HR seinen Fokus von der bis dato gut geölten und inputorientierten „Recruiting-Maschine“ hin zu einem nachhaltigen Retention Management verschieben, das den Verbleib der Mitarbeiter in einer ansprechenden und gleichzeitig produktivitätsfördernden Unternehmenskultur forciert. Fluktuation, zunehmende Krankenstände, Commitment- und Performance-Defizite lassen sich so konsequent bekämpfen.…Designer „wertvoller“ ArbeitGenerative AI trifft Unternehmen immer häufiger ins Mark ihrer Geschäftsmodelle: Welche Aktivitäten sind als Kernkompetenz zu erhalten? Welche sollten digitalisiert oder outsourct werden? Wer/was ist dabei Schlüsselressource? Die Bewertung der zukünftig „wertvollen“ Tätigkeiten und dazu passender menschlicher Anforderungsprofile, steht vornehmlich im HR-Management auf der Tagesordnung. Im elementaren Spannungsfeld zwischen „Mensch“ und „digitaler Vereinfachung“ ist der HR-Bereich einer der elementarsten Taktgeber, um die Weiterentwicklung der „wertvollen“ Geschäftsaktivitäten zu begleiten und gleichzeitig die Transformationsbereitschaft in den eigenen Reihen auszubauen.Fakt ist: HR muss in der Wirklichkeit ankommen. Den Kopf in den Sand zu stecken, wird nicht helfen, denn die genannten Phänomene werden nicht einfach verschwinden – was sie auch nicht müssen! Denn wenn Personalleiter ihre neue, bunte Aufgabenpalette als Strategen, Architekten, Entwickler und Designer als Chance ergreifen, aktuelle Trends für sich und ihr Unternehmen zu nutzen, dann passiert vor allem eines: Eine Transformation der HR-Funktion vom blinden Vogel Strauß (übrigens ein Mythos) hin zum agilen Sprinter und Langstreckenläufer (der er eigentlich ist).
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Kommentar, 13.12.2023
13.12.2023
Aldi Süd hat diese Woche angekündigt, den Test eines eigenen Lebensmittel-Lieferdiensts nicht ausweiten zu wollen. Der Test wurde Ende August gestartet und folgt der bewährten Picnic-Marktbearbeitungsstrategie. Dabei können sich Verbraucher zunächst auf eine Warteliste für ein Liefergebiet setzen lassen. Bei ausreichender Nutzeranzahl wird ein Liefergebiet bzw. eine entsprechende Route für die Belieferung freigeschaltet. Bei der Preisgestaltung der Servicegebühr war Aldi Süd im Vergleich zu REWE sehr pragmatisch. Die Servicegebühr für die Warenlieferung lag bei 4,50 Euro, entfiel jedoch vollständig bei einem Warenkorb von 50 Euro.Die Gründe für die Nicht-Skalierung wirken auf den ersten Blick plausibel, sind jedoch wenig überraschend und lassen sowohl an dem Test als auch an einer umfassenden Vertriebs- und Digitalstrategie zweifeln:Zunächst sind die kommunizierten Testergebnisse Common Sense: Dass der Online-Handel mit Lebensmitteln aktuell kein rentables Geschäftsmodell ist, ist seit Jahren hinreichend bekannt. Ebenso ist bekannt, dass Liefergebühren eine Hürde bei der Verbraucherakzeptanz darstellen. Die Cash-Burn-Rate der Gorillas lag im Juli 2022 (wohlgemerkt nach Sparmaßnahmen) bei monatlich 25 Mio. Euro.[https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2022/Lieferdienst-Gorillas-Glanz-und-Elend-eines-Start-Ups,gorillas120.html] Die Ambition in kürzester Zeit mit eigenen Mitarbeitern, ohne das Know-how und die Technologie von etablierten Lieferdiensten, Haushalte profitabel beliefern zu können, war mehr als ambitioniert.Weiterhin war die Pilotregion einseitig gewählt: Etablierte Lieferdienste wie Gorillas, Flink und Knuspr haben Großstädte als Lieferregionen selektiert, da die urbane Bevölkerung offener ist für neue Lieferkonzepte, bereit ist ein Preispremium für Zeitersparnis zu zahlen und viele Leute auf einer verhältnismäßig geringen Fläche wohnen, was die Belieferung effizient macht. Bei Aldi Süd fiel die Wahl auf Mülheim an der Ruhr, Duisburg und Oberhausen; wohl primär aufgrund der Nähe zur Zentrale, was nachvollziehbar ist, aber die Übertragbarkeit des Piloten auf weitere Regionen stark einschränkt.Strategische Optionen wirken nicht ausgeschöpft: Händler stehen bei ihren Lieferdiensten vor einer Make-or-Buy-Entscheidung. So hat REWE beispielsweise einen eigenen Lieferdienst etabliert; hat aber dieses Jahr zudem 150 Mio. Euro in Flink investiert, unter der strategischen Prämisse, dass Flink sich langfristig am Markt gegen die verbleibenden Lieferdienste durchsetzen wird.[https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/rewe-chef-im-interview-die-preiskaempfe-sind-noch-lange-nicht-vorbei/29192830.html] Neben der Steigerung von Käuferreichweite und Einkaufshäufigkeit, ist davon auszugehen, dass im Rahmen der Belieferung von REWE strategisch wichtige Kundendaten gesammelt und ausgewertet werden; insbesondere wenn hierbei die eigene App und das zukünftige eigene Loyalitätsprogramm verwendet werden. Hierbei ergeben sich auch neue Geschäftsmodelle wie beispielsweise. Retail Media, die eine reduzierte Liefergebühr ggf. gegenfinanzieren könne. Edeka hat sich mit seiner Investition in Picnic und dem Verkauf von Bringmeister klar gegen eine eigene Belieferung entschieden.[https://verbund.edeka/presse/pressemeldungen/rockaway-capital-übernimmt-bringmeister.html]Angesichts der Tatsache, dass einige Lieferdienst-Ikonen (wie unter anderem Getir) derzeit in ihren Finanzierungsrunden vergleichsweise günstige Einstiegskonditionen bieten, stellt sich die Frage, warum Aldi Süd nicht investiert oder zumindest stärker mit Start-ups kooperiert. Neben dem wichtigen Kapital könnte Aldi Süd auch mit seinen Stärken (Einkaufsvorteile, breite Produktpalette, deutschlandweite Marktabdeckung) die Schwächen von Start-ups kompensieren. Da die Anzahl der Lieferdienste sich in den letzten zwei Jahren auch wieder reduziert hat, schwindet die strategische Unsicherheit bei der Frage, auf welchen Anbieter man setzen sollte.Zusammenfassend: Aldi Süd lässt viele Potenziale sowohl in der Strategie als auch im aktuellen Test ungenutzt. Viele treue Aldi-Kunden werden auch in Zukunft ihre Einkäufe weiterhin klassisch in den Filialen tätigen müssen.
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Kommentar, 06.12.2023
06.12.2023
Die Zukunftsaussichten des Fleischersatzmarktes scheinen rosig: Während der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch kontinuierlich sinkt - auf 52,2 Kilo 2022, also -8.1% gegenüber 2021 [https://www.bmel-statistik.de/ernaehrung-fischerei/versorgungsbilanzen/fleisch] - steigt der Konsum von Fleischersatzprodukten alljährlich zweistellig. Mit einem geschätzten 0,44 Kilo Pro-Kopf-Verzehr im Vergleichszeitraum 2022 [https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1351033/umfrage/pro-kopf-absatz-fleischersatzprodukte/] liegt er zwar deutlich hinter vielen Prognosen zurück, doch die steigende Zahl an in Deutschland produzierenden Unternehmen zeigt: Die Attraktivität des Fleischersatzmarktes bleibt hoch – gleichzeitig wird er wesentlich wettbewerbsintensiver. Jüngstes Beispiel: Die Übernahme der Rügenwalder Mühle.Die Zeiten des „moralischen Preispremiums“ für Fleischersatzprodukte gegenüber Fleischprodukten sind vorbei. Nachdem Fleischersatzprodukte bisher deutlich teurer als Fleischprodukte waren, haben Lidl und Aldi die Preise der Fleischersatzprodukte bei ihren Eigenmarken angeglichen [https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/fleischersatz-preise-100.html]. Es ist davon auszugehen, dass der Preisverfall bei Markenprodukten im Rahmen der hitzig geführten Preisverhandlungen im LEH ebenfalls eintreten wird. Auch die Boomjahre für Investoren haben vorerst ein Ende. Während Beyond Meat 2019 noch ein Allzeithoch von 215 € pro Aktie erzielte, steht die Aktie heute bei unter 8 €. Auch die gehypte The Very Good Food Company wurde vom Nasdaq delisted und stellte ihren Betrieb ein. Die Geschichte von The Very Good Food Company steht symptomatisch für eine Branche, die vieles anders machen wollte, nun aber in der harten Realität der Lebensmittelindustrie angekommen ist: Die schnelle und kapitalintensive Expansion des Unternehmens fand ein abruptes Ende, als Investoren kein weiteres Kapital zuschießen wollten. Zu gering waren die Aussichten profitabel zu wachsen und viele strategische Schlenker ohne guten Business Case (wie eigene Restaurants, Zukäufe von Unternehmen und Piloten in China sowie ein stationäres und D2C-Geschäft) ließen das Vertrauen in die Führung schwinden.Bei der Rügenwalder Mühle geht die Geschichte nun weitaus vernünftiger weiter. Die Rügenwalder Mühle ist die aktuelle Nummer 1 im Markt für Fleischersatzprodukte, kämpfte aber in letzter Zeit mit Lieferproblemen und gegen starke Wettbewerber wie Billie Green und viele Eigenmarken. Einen Investor aus der Position der Stärke zu suchen war weitsichtig und konsequent. Der neue Mehrheitseigentümer Pfeifer & Langen wurde bewusst ausgewählt und steigt bei dem bisherigen Familienunternehmen ein. Neben dem wichtigen Kapital für die weitere Expansion, sind auch gute Kontakte in die Agrarwirtschaft wichtig, um Rohstoffe günstig und verlässlich einkaufen zu können. Die Entscheidung für eine Partnerschaft mit dem Zuckerkonzern mag für viele Fans von Fleischersatzprodukten zunächst schwer zu verdauen sein, war allerdings ein weitsichtiger Schritt, um sich in einem wettbewerbsintensiven Markt zu behaupten.Relevant wird sein, wie innovativ die Rügenwalder Mühle zukünftig ist. Als Pionier hat das Unternehmen neue Maßstäbe in der Produktkategorie Fleischersatzprodukte gesetzt. Die erste Produkteinführung nach der Übernahme von Pfeifer & Langen sind Me-too-Fleischersatztrockenmischungen, bisher stark von Greenforce besetzt, die mit dem Start-Up Koro entwickelt wurden. Der revolutionäre Innovationsgeist alter Tage, bei dem mutig echte Produktinnovationen geschaffen wurden, ist einem ökonomischen Pragmatismus gewichen. Eine vegane Trockenmischung anzubieten, ist im Hinblick auf das lange MHD und das durchaus interessante E-Commerce-Geschäft schlichtweg vernünftig.Neben der Weiterführung der Marktdurchdringung des nationalen Fleischersatzmarktes sowie der moderaten Produktdifferenzierung, wird eine starke Expansion nur durch den Eintritt in neue Märkte sowie echte Produktinnovationen gelingen. „Nur“ erwachsen sein, reicht also nicht aus: Neben dem strategischen Rational, wird es wichtig sein, auch den alten Innovationsgeist früherer Pioniere wiederzubeleben.
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Publikation
01.12.2023
Komplexität, Dynamik und Turbulenzen der Märkte nehmen zu. Geopolitische Disharmonien, exogene Faktoren und neue Technologien wirken auf Strategien und Geschäftsmodelle ein. Die Herausforderungen, Aufgaben, aber auch die Chancen für Unternehmen und deren Führung sind umfangreich, neu, groß und riskobehaftet. Analytik, Kreativität, Mut, Entscheidungskraft und Umsetzungsstärke, sowie Resilienz der Entscheider, der Zukunftsgestalter, der intelligenten und innovativen Macher sind gefordert. Es gibt wieder einmal nicht den „einzigen und richtigen Weg“ in eine erfolgreiche Zukunft, sondern die strategische und operative Business Transformation ist immer geschäfts- und unternehmensspezifisch zu gestalten. Der Einstieg und der Handlungsbedarf , Zeit- und Entscheidungsdruck sind vielfältig und definieren unseren Beratungsansatz. Die Breite und Vielfalt unserer Beratung, Unternehmen zukunftsgerecht und ertragswirksam zu gestalten, dokumentieren die Beiträge unserer erfahrenen und kompetenten Berater im neuen Management Support. Wir haben sowohl „das Ganze“, als auch „das Detail“ im Fokus und unsere Empfehlungen sind immer darauf ausgerichtet Zukunfts- und Überlebensfähigkeit, sowie Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft zu verbessern. Referenzen und Kommentare von W&P Beratungskunden aus verschiedenen Branchen mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen bestätigen die erfolgreiche Zusammenarbeit. Jetzt reinlesen!
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Best Case
30.11.2023
Gebr. Pfeiffer SE (GP), ein führender Hersteller von Vertikalmühlen und Anlagen zur Materialaufbereitung, will sich künftig über neue Wachstumsquellen und Diversifikation zukunftsfähiger aufzustellen. Um die Abhängigkeit – insbesondere von der Zementindustrie - zu verringern, sollten vom New Business /& Innovation-Team um Simon Moser attraktive Geschäftsfelder für ein profitables Wachstum identifiziert sowie die Nutzung und ggf. Erweiterung bestehender Kompetenzen & Assets geprüft werden. „Mit qualifizierter Unterstützung von W&P konnten wir die Grundlagen für den Eintritt in einen neuen Markt legen. Das strukturierte Vorgehen und die begleitenden Recherchen von W&P haben schnell zu belastbaren Ergebnissen geführt. Durch Nutzung des Methodenbaukasten und der Kompetenz von W&P ist es uns im Anschluss darüber hinaus möglich gewesen, ein geeignetes M&A-Target zu identifizieren,“ so Mathias Dülfer, Vorstandsvorsitzender, Gebr. Pfeiffer SE. Wie W&P im Rahmen seiner „Zukunftswerkstatt“ konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
09.11.2023
Die Baerlocher Firmengruppe, global führender Anbieter von Additiven, Stabilisatoren und Gleitmitteln für die Kunststoffindustrie, blickt in die Zukunft: Im Projekt „Future Organization“ wurde die strategische Neuausrichtung der globalen Organisation realisiert. Über einen Zeitraum von 2 Jahren unterstützte W&P - von der Konzeption über die Planung bis zur Umsetzung. Das Ergebnis: Eine nachhaltig wettbewerbsfähige Wachstumsorganisation, die erfolgreiche Implementierung der neuen globalen Führungsorganisation, der Aufbau eines neuen Forschungs-und Entwicklungszentrums in der Türkei, die Erweiterung von F&E-Aktivitäten uvm. „Ein zentraler Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Konzeption und Umsetzung unserer Wachstumsorganisation war ohne Zweifel die fachliche Expertise, das hohe Commitment und die exzellente Zusammenarbeit mit W&P“, so Arne Schulle, CEO der Baerlocher Firmengruppe. Wie das W&P-Team um Dr. Stephan Hundertmark im Projekt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Publikation
31.10.2023
Viele Unternehmen der produzierenden Industrie sind aktuell mit einer zunehmenden Eintrübung von Auftragseingängen und Umsätzen konfrontiert. Hinzu kommt eine große Unsicherheit über die zukünftige geopolitische und makroökonomische Entwicklung gepaart mit steigenden Kosten (Material-, Personal-, Finanzierungskosten etc.). Daraus erwächst unmittelbar eine erhebliche Belastung der Ertragssituation: - Welche ertragssichernden Maßnahmen sind in dieser Situation geeignet? - Was ist bei deren Konzeption und Umsetzung zu beachten? In unserem aktuellen Dossier "Ertragssicherung in herausfordernden Zeiten" zeigen wir, wo Ansatzpunkte bestehen und wie vorzugehen ist, um die Ertragssituation produzierender Unternehmen zu stabilisieren bzw. zu verbessern. Dabei greifen wir auf Erfahrungen aus einer Vielzahl von Projekten in unterschiedlichen Branchen und Unternehmenssituationen zurück. Weil eine umsatzseitige Lösung durch den Hebel Preis vor dem Hintergrund der aktuellen Markt- und Wettbewerbssituation nicht möglich erscheint, liegt der Schwerpunkt auf Kostensenkungsmaßnahmen. Gerne würden wir dieses Thema mit Ihnen in einem unverbindlichen und vertraulichen Erstgespräch weiter vertiefen. In der Zwischenzeit wünschen wir Ihnen schon erste Inspirationen beim Lesen!
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Best Case
25.10.2023
Die Oberalp Gruppe, Anbieter von Ausrüstung und Textilien für nahezu alle Aktivitäten auf dem Berg, nimmt regelmäßig aktuelle Megatrends unter die Lupe. Diesmal: Die Potenziale des Metaverse für die Bergsportbranche im Allgemeinen und für die Oberalp Gruppe mit seinen Bergsportmarken Salewa, Dynafit, Wild Country, Pomoca, Evolv und LaMunt. W&P unterstützte durch die Erstellung der Studie „Mountaineering and the Metaverse – Separating facts from fiction“ und entwickelte eine entsprechende Strategie, die sie den Händlern der Gruppe auf dem jährlichen Oberalp Summit vorstellten. Dafür wurden die zugrundeliegenden technologische Entwicklungen und Voraussetzungen des Metaverse, zentrale und treibende Metaverse-Unternehmen und -Plattformen sowie ihre Einflüsse auf Bergsportindustrie und Oberalp Gruppe analysiert. Auf Basis dieser Ergebnisse konnten dann konkrete Initiativen abgeleitet und validiert werden. „Mit W&P haben wir es geschafft, aus dem Megatrend Metaverse ein für die Bergsportindustrie und die Oberalp Gruppe handhab- und umsetzbares Thema zu machen. Damit sind wir einen wesentlichen Schritt in Richtung Zukunft virtueller Welten gegangen und starten mit der Umsetzung. Die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht“, so Stefan Rainer, Chief Sales Officer.
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Event, 04.02.2026 (Beendet)
München
Beendet
Eine fundierte GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung ist nicht nur eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensführung, sondern auch ein entscheidender Faktor in Sanierungs- und Restrukturierungsprozessen. Besonders herausfordernd ist dabei die Schnittstelle zwischen juristischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten.Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, haben wir dieses interaktive Workshopformat entwickelt, das Ihnen in kompakter Form praxisrelevantes Wissen vermittelt. Innerhalb eines Vormittags erarbeiten wir gemeinsam anhand eines realitätsnahen Praxisbeispiels die zentralen Themen einer belastbaren GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung.Unser Workshop richtet sich speziell an JuristInnen mit ersten Erfahrungen in den Bereichen Sanierung & Restrukturierung. Teilen Sie die Einladung gerne hausintern mit KollegInnen, die von diesem praxisorientierten Format profitieren könnten.Während des Workshops erarbeiten Sie in Gruppen eine praxisnahe Fallstudie und analysieren typische Fallstricke bei der Planung. Im Fokus stehen die Identifikation und Diskussion von Schwachstellen, die Überprüfung von Datenqualität und Validität sowie die Durchführung zentraler Qualitätschecks.Abgerundet wird das Event durch ein gemeinsames Mittagessen, bei dem wir den Austausch vertiefen und die Veranstaltung ausklingen lassen.
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Publikation
11.10.2023
So bunt der Blumenstrauß ist, so vielfältig sind Digitalinitiativen im deutschen Mittelstand. Bei all der bunten Vielfalt bleibt richtig und wichtig, dass der Beitrag der Digitalisierung zu Umsatzwachstum und Ergebnisverbesserung sichergestellt ist. Dafür sind Ordnung und auch bewusste Entscheidungen, Dinge nicht zu tun, notwendig - aber meist nicht die Realität. Es braucht Ansatz, der das “weiter so” verhindert, was die vergangenen Jahre guter Konjunktur noch erlaubt hatten: - Unkoordinierte Aktivitäten ohne konkretes und ausreichend kommuniziertes Zielbild - Fehlende Transparenz über den Wertbeitrag des digitalen Projektportfolios - Überproportionale Belastung für Kompetenzträger und daher kaum Projekte in-time und in-budget
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Event, 03.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Unsere digitale Veranstaltung zeigt Ihnen, wie KI zum echten Turbo für das Servicegeschäft wird. Erfahren Sie, wie moderne KI-Technologien Prozesse beschleunigen, die Servicequalität erhöhen und neue Umsatz- und Ertragspotenziale freisetzen. Branchenexperten demonstrieren anhand konkreter Praxisbeispiele, wie KI-Lösungen bereits heute im After-Sales erfolgreich eingesetzt werden. Dabei beleuchten wir sowohl die Chancen als auch die wichtigsten Herausforderungen der digitalen Transformation und zeigen praxiserprobte Ansätze, mit denen Serviceorganisationen nachhaltig zukunftsfähig werden.   Warum teilnehmen? Diese kompakte Veranstaltung richtet sich an Entscheider und Fachleute aus kapitalintensiven Industriegüterbranchen, die den nächsten Schritt in Richtung KI-gestützter Service-Exzellenz gehen wollen. Freuen Sie sich auf wertvolle Impulse, konkrete Anwendungsbeispiele und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Führungskräften.
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Kommentar, 27.09.2023
27.09.2023
Ein Bauarbeiter der 1991 noch ein komplettes Haus gebaut hat, schafft dies heute in der gleichen Zeit nicht mehr. Ein VW-Mitarbeiter, der 1991 einen Golf gebaut hat, schafft heute in der gleichen Zeit fast zwei. Oder anders: Die Produktivität je Arbeitsstunde ist in den letzten 30 Jahren am Bau faktisch gesunken, während sie sich in der produzierenden Industrie fast verdoppelt hat. Dieser alarmierende Befund ist das Ergebnis ausgebliebener Investitionen in Effizienzsteigerungen und Automatisierung am Bau. Hier wird noch gearbeitet wie vor Jahrzehnten – nach Gewerken getrennt, Stein auf Stein. Die produzierende Industrie hingegen hat sich schon vor 150 Jahren von der handwerklichen und Manufakturproduktion auf den Weg in die Industrialisierung gemacht.Das Festhalten am handwerklichen Bauen war in der vergangenen Boom-Dekade durchaus geschickt, jedoch wenig weitsichtig. So wurden Defizite in der Wirtschaftlichkeit und Effizienz am Bau einfach überdeckt - durch günstige Arbeitskräfte, vor allem aus Osteuropa. Der Fachkräftemangel war so lange kein Thema, Rohstoffe und Finanzierungen waren billig, und die Nachfrage trotz stetig steigender Baupreise hoch. Jeder konnte es sich leisten und über unplanbare Bauzeiten, Kostenüberschreitungen, größere und kleinere Mängel in der manuellen Ausführung je nach Tagesform wurde großzügig hinweggesehen. Außerdem gab es ja die Wunderwaffe „Digitalisierung“ mit BIM, die über die Planung schon alles richten würde - auch wenn damit grob 80% der Wertschöpfung am Bau aus der Lösungsfindung ausgeklammert wird.Nun sind die Zinsen hoch, Rohstoffe teuer und die Branche rutscht in die Krise. Und ohne eigene Antworten auf den immensen Bedarf an neuen Wohnungen und zur Sanierung des Gebäudebestands von 118 Mio. Wohnimmobilien in der EU zu haben, kommt der Ruf nach dem Staat und Steuergeldern. Als Ergebnisse des Baugipfels werden nun Förderungen für Familien und Investoren angestoßen und der (zu Recht!) beklagenswerte Normen- und Vorgaben-Dschungel durch Genehmigungsfiktion und Typengenehmigungen etwas gelichtet. Aus der Krise führen werden diese Maßnahmen aber nicht!Wenn es um bezahlbares Bauen, kurze Bauzeiten und Ressourceneffizienz beim Bau, in der Nutzung und beim Rückbau geht, ist die Bauindustrie in der Pflicht Lösungen anzubieten und sich selbst eine Zukunft zu erarbeiten. Genau das ermöglichen industrialisierte Prozesse mit effektiver Automatisierung und Skaleneffekten, industrieller Qualitätssicherung, höherer Montageeffizienz und Ressourceneffizienz sowie wetterunabhängige Abläufe. Dies alles sind Vorteile der industriellen Vorfertigung von Bauteilen oder anders: von modularem Bauen oder „prefab“.Mit Zeit-, Ressourcen- und Kostenersparnissen ist das die Lösung und zugleich die fundamentale Transformation, vor der die Bauwirtschaft jetzt steht. Neu ist diese Erkenntnis nicht. Geht man mit offenen Augen durch Europa, werden im mehrstöckigen Geschosswohnbau z.B. in UK, den Niederlanden aber auch in Deutschland bereits Objekte mit 50, 100 und mehr Wohneinheiten mit prefab gebaut. Die Wachstumsraten in Europa, Asien und Amerika liegen bei 6% und darüber.Fazit: Wie bei jeder Transformation sind es nicht unbedingt die arrivierten Spieler, Problemseher und Abwartenden, die im Wettbewerb bestehen bleiben. Vielmehr sind Unternehmen der Bauwirtschaft, deren Management und Gesellschafter in der Pflicht, ihre künftige Rolle in der Transformation zu erarbeiten und dem eigenen Unternehmen mit Lösungen für bezahlbares, planbares und hochwertiges Bauen eine Zukunft zu geben.
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Best Case
22.09.2023
Die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW) ist ein international führender Hersteller smarter Fertigungslösungen, die in der Automobilindustrie, der Elektromobilität, bei Land- und Baumaschinen, in der Medizintechnik sowie in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen. Aktuelle Herausforderung: Fertigungsmaschinen und -anlagen müssen sich in Zukunft schnell und einfach an veränderte Anforderungen anpassen können. Das gilt für die Produktivität, Flexibilität, Konnektivität und Modularität von Maschinen. Gleichzeitig erhöhen sich die ökologischen und ökonomischen Anforderungen an produzierende Unternehmen und ihre Maschinen. Um diesen gerecht zu werden, erweitert SW sein Portfolio durch Equipment-as-a-Service (EaaS) mit Gebrauchtmaschinen als neues Geschäftsmodell. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) unterstützte erfolgreich bei der Erarbeitung von Konzept und Businessplans: „Durch […] W&P konnten wir in sehr kurzer Zeit, strukturiert und professionell ein für uns neues Geschäftsmodell erarbeiten und in die Umsetzung bringen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor: Alle Teammitglieder und Stakeholder wurden von W&P abgeholt und eingebunden!“ so Norbert Hils, Head of New Business Development.
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Kommentar, 06.09.2023
06.09.2023
In den letzten Jahrzehnten hat die Globalisierung dazu geführt, dass Unternehmen ihre Produktion und Dienstleistungen in Länder mit niedrigeren Löhnen und geringeren Kosten verlagert haben. Dadurch konnten sie wettbewerbsfähiger anbieten und ihre Profitabilität steigern. Die Krisen und „Black Swan“ Events der letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass Methoden der Vergangenheit in einer immer turbulenteren und schlechter planbaren Welt nicht mehr zum Erfolg führen. Die Verwundbarkeit von einst erfolgreichen, globalen Lieferketten wurde beispielsweise durch einen blockierten Suez-Kanal, zunehmend nationalistische Tendenzen, politische Instabilität, die COVID-19-Pandemie und nicht zuletzt den Krieg in der Ukraine schonungslos offengelegt.Aufgrund der erforderlichen „Feuerwehraktionen“ im Tagesgeschäft der letzten Jahre hat sich in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) in den Lieferketten durch wieder mehr strategische und konzeptionelle Maßnahmen verbessert werden muss. Dabei gilt es, die Auswirkungen von unvorhersehbaren Ereignissen in der Zukunft zu mildern und die Lieferfähigkeit zu jeder Zeit aufrechterhalten zu können.Aufbau von autarken, unabhängigen LieferkreisenDer strategische Lösungsansatz besteht in dem Aufbau von autarken, unabhängigen Lieferkreisen zur Erhöhung der Resilienz und Lieferfähigkeit. Bei global agierenden Unternehmen betriff t dies in der Regel die drei Weltregionen „Amerika“, „EMEA“ und „Asia-Pacific“ oder eine noch weiter untergliederte Struktur (z. B. Nord- vs. Südamerika oder China vs. Rest von Asien).Dieser Lösungsansatz kombiniert mehrere Vorteile: Zunächst werden die Wiederbeschaffungszeiten und somit die Risiken und Unsicherheiten im (bisher sehr langen) Beschaffungsprozess deutlich verringert. Die einzelnen Supply Chains sind folglich überschaubarer und besser zu steuern. Unternehmen haben wieder mehr Kontrolle über ihre Lieferketten und können schneller auf Änderungsbedarfe reagieren. Schließlich wird die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein durch kürzere Transportwege mit geringeren CO2Emmissionen berücksichtigt.Bei der Umsetzung des Zielbildes von unabhängigen, robusten Lieferkreisen müssen die folgenden Handlungsfelder bearbeitet werden: Transparentes Mengengerüst 2030Grundlage zur Ausgestaltung der Lieferkreise ist das erwartete Mengengerüst in den jeweiligen Weltregionen (auf operationsrelevantem Detaillierungsniveau). Dieses bestimmt nicht nur die erforderlichen Produktions- und Beschaffungskapazitäten, sondern hat auch Einfluss auf den Funktionsumfang und die Größe der regionalen Organisationseinheiten.Leistungsfähige WertschöpfungsarchitekturBevor es um die Festlegung und Dimensionierung der Produktionsstandorte in den einzelnen Lieferkreisen geht, sollte die Frage nach den Kernkompetenzen beantwortet und die strategische Make-or-Buy Entscheidung getroffen werden. So sollte nur das selbst produziert werden, womit ein höherer Kundennutzen erzielt werden kann. Beispiele dafür: Günstigere Herstellkosten, individuellere Leistungserbringung, schnellere Lieferzeiten, höhere Flexibilität und Qualität etc.. Volumenabhängig kann dann die Wertschöpfungstiefe definiert werden. Geringe Stückzahlen sprechen eher nur für den Aufbau von Lagerbeständen oder kundennahen Wertschöpfungsprozessen (z. B. Endmontage oder Verpackung). Große Stückzahlen mit Skaleneffekten (kritische Masse), rechtfertigen hingegen eigene Produktionskapazitäten auch in vorgelagerten Fertigungsstufen.Skalierbare LieferantenbasisRobuste, autarke Lieferketten in den Regionen basieren vor allem auf einer professionellen und skalierbaren Lieferantenbasis. Der strategische Einkauf ist an dieser Stelle gefordert, nicht nur einmalig wettbewerbsfähige Sourcing-Strukturen mit geringen Einstandspreisen aufzubauen, sondern diese auch stetig in Richtung Transparenz, Kollaboration, Bestandsoptimierung und ganzheitlicher Lieferperformance weiterzuentwickeln. Dadurch dass in allen Weltregionen analoge, redundante Strukturen aufgebaut werden, ist die Lieferfähigkeit auch im Falle von unvorhersehbaren Störungen bis zu einem gewissen Ausmaß gewährleistet.Synergetische FührungsorganisationDurch den Aufbau von autarken Lieferkreisen muss auch die Organisation mit den regional erforderlichen (Minimal-) Funktionen in volumenabhängiger Dimension ausgestattet werden. Um dabei globale Standards zu schaffen und funktionale Synergien ausnutzen zu können, muss ein Mindestmaß an Zentralisierung und Richtlinienkompetenz vorhanden sein. Als Beispiele dafür dienen ein global ausgerolltes Produktionssystem mit standardisierten KPIs in allen Werken oder aber ein strategischer Zentraleinkauf, der lokale Beschaffungsalternativen gemäß der regionalen Kundenanforderungen zulässt.Effiziente StandardprozesseZur Sicherstellung einer global hohen Effizienz und Skalierbarkeit, müssen die dezentralen Prozesse end-to-end-optimiert, standardisiert und einheitlich systemgestützt ablaufen. So sollte beispielsweise der Order-to-Cash Prozess in allen Weltregionen die gleiche automatisierte Terminierungs- und Auftragsbestätigungslogik aufweisen. Zudem sollten einheitliche KPIs dafür sorgen, dass die SCM-Performance – mit Zahlen, Daten und Fakten gestützt – ganzheitlich gemessen und kontinuierlich verbessert werden kann (Liefertreue, Qualität, Kosten, Bestände, …).Nach den Krisen und Lieferabrissen der letzten Jahre steht der Aufbau von autarken, resilienten Lieferkreisen ganz oben auf der COO-Agenda. Obwohl die Transformation dorthin kein Sprint ist, wird der Aufwand durch eine hohe Lieferfähigkeit, Transparenz und Steuerungsfähigkeit sowie geringere CO2-Emissionen belohnt.
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Kommentar, 17.08.2023
17.08.2023
Nachhaltiges Unternehmertum ist immer auch Wandel und Veränderung. Selbstverständlich wird in attraktive Geschäftsfelder für künftiges Wachstum investiert und wenig dynamische Geschäftsbereiche geraten aus dem Fokus. Attraktivität bemisst sich dabei – auch das eine kaufmännische Binsenweisheit – am künftigen Kundeninteresse und wachsender Nachfrage. Von einem individuellen Erfolgsfaktor zu einer unternehmerischen Notwendigkeit wird es dann, wenn neben Veränderungen in Märkten auch regulatorische Vorgaben die Zukunftsfähigkeit von Geschäftsfeldern beeinflussen.So stellt sich mit dem Green Deal in Europa und dem globalen Megatrend der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitswende ganz konkret die Frage, welche Geschäftsfelder langfristig attraktiv sind und welchen früher oder später die Nachfrage und Tragfähigkeit abhandenkommt. Neu ist zusätzlich, dass der Nachfragerückgang in vielen Branchen anders als in vergangenen Boom-Jahren dafür sorgt, dass unattraktive Geschäftsfelder schneller zu Verlustbringern werden.Das Management ist also aufgefordert, die heutigen Geschäftsfelder kritisch hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit zu beurteilen. Dafür ist zuerst eine geeignete Segmentierung notwendig, aus der sich Kriterien zur Attraktivität und Zukunftsfähigkeit ableiten lassen. Dabei ist die Nachhaltigkeitswende DER globale Megatrend, der viele Branchen fundamental verändern wird.Grün oder Schwarz – Segmentierung der GeschäftsfelderGrüne Geschäftsfelder haben eine Zukunft, da sie auf Produkte und Lösungen setzen, die hinsichtlich ökologischer und sozialer Kriterien auch langfristig ökonomisch attraktiv sind und über Innovationen Differenzierungs- und Wachstumschancen bieten. Schwarze Geschäftsfelder sind in der Konsequenz solche, die aufgrund ihrer Wertschöpfung oder dem Produktdesign vom Markt nicht mehr nachgefragt oder vollständig durch alternative Lösungen substituiert werden. Eindrückliche Beispiele sind das Quasi-Aus des Verbrennermotors im PKW ebenso wie Einwegprodukte überall dort, wo Kreislauflösungen langfristig ökonomisch und ökologisch die bessere Wahl sind.Zur Beurteilung, ob ein Geschäftsfeld „grün“ oder „schwarz“ ist, braucht es notwendigerweise harte Kriterien. Regulatorische Vorgaben, beispielsweise zu kreislaufgeführten Rohstoff en und Recyling-Anteilen bis hin zu Verboten, sind unbeachtlich einer möglicherweise diskussionswürdigen Begründung, belastbare Entscheidungsgrundlagen für Unternehmen.Gleiches gilt für die Bepreisung von Treibhausgasemissionen als eines der wirksamsten Anreizinstrumente, um eben diese zu reduzieren. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Ausweitung der CO2-Bepreisung sukzessive weitere Industriezweige und Produkte betrifft. Über den Product Carbon Footprint kommen diese CO2-Preise dann auch in den Herstellungskosten an und machen Produkte teurer als nachhaltige, grüne Lösungen. Schon heute können also künftige Preise bestimmt werden und mit weniger emissionsintensiven Alternativen zur Beurteilung der Zukunftsfähigkeit verglichen werden. Können Produkte dann aufgrund der Herstellungsverfahren, über lock-in-Effekte in Anlagentechnologien oder Rohstoffklassen nicht nachhaltig weiterentwickelt werden, sind diese als „schwarze“ Geschäftsfelder zu betrachten.Abschließend behalten alle „klassischen“ Attraktivitätskriterien auch in einer nachhaltigen Segmentierung von Geschäftsfeldern ihre Gültigkeit. So gilt es zu beurteilen, welche Marktsegmente langfristig wachsen werden und welche Innovations- und Differenzierungschancen bieten. Letzteres ist sicher weit häufiger in grünen Segmenten gegeben, die den Megatrend Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft adressieren.Umsetzung im Management des GeschäftsfeldportfoliosDas Management des Geschäftsfeldportfolios ist eine kontinuierliche und langfristige Aufgabe im Unternehmen. Entsprechend geht es bei der Umsetzung auch nicht um aktionistische Entscheidungen und falsche Konsequenz, die der heutigen Tragfähigkeit mehr schaden, als es der Fokussierung auf attraktive Geschäftsfelder der Zukunft dient. Gerade mittelständische und Familienunternehmen agieren hier mit Weitsicht und Ausdauer.Zur Umsetzung einer „grünen“ und „schwarzen“ Geschäftsfeldsegmentierung braucht es zur Bewertung der vorgenannten Kriterien eine fundierte strategische Marktforschung, die explizit auch das regulatorische Umfeld mit einbezieht. Weiter sind Veränderung von Kundenpräferenzen und Kaufkriterien sowie neue Entscheidungsbeteiligte zu erfassen. Hier liefern Kundenbefragungen und Experteninterviews die nötigen belastbaren Einschätzungen für die Bewertung der Geschäftsfelder.Da auch strategische Überlegungen zur Geschäftsfeldsegmentierung nie alternativlos sind, gilt es zuletzt verschiedene szenariobasierte Alternativen zur Geschäftsfeldentwicklung aufzustellen. In Abhängigkeit der Szenario- Ausprägungen sind Investitionsbedarfe, Ertragspotenziale und Risikoabschätzungen aufzustellen. Auf der Basis kann dann abschließend eine Aufteilung in grüne und somit nachhaltig zukunftsfähige Geschäftsfelder und schwarze Auslaufmodelle erfolgen.Bleibt zuletzt die Frage, wie mit den schwarzen Geschäftsfeldern umzugehen ist. Sofern keine akute Krisen- und Verlustsituation vorliegt, ist meist ein sukzessives Zurückfahren der Aktivitäten bis zum endgültigen Ausstieg sinnvoll. Ungleich aufwendiger ist ein Carve-out, um die Geschäftssegmente abzuspalten und typischerweise zu verkaufen. Mit aller Konsequenz verfolgt, können über diesen Weg jedoch weit schneller Freiheitsgrade geschaffen werden, um die „grünen“ Geschäfte nachhaltig zu entwickeln.Fazit: Die Nachhaltigkeitswende macht ein aktives Management des Geschäftsfeldportfolios notwendig. Für Familienunternehmen und deren Management gilt es zu bestimmen, welche „grünen“ Geschäftsfelder zukunftsfähig sind und welche „schwarzen“ Bereiche keine Zukunft für das Unternehmen haben. Gut beraten ist, wer diese Gestaltungsaufgabe selbstbestimmt angeht und nicht durch zu spätes reagieren vom Markt abgehängt wird oder die eigenen Freiheitsgrade an Dritte verliert.
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Kommentar, 14.08.2023
14.08.2023
Die Steuerung der Business Performance ist eine wesentliche Aufgabe eines CFO. Sein vorhandener Werkzeugkasten? Der ist oft gut bestückt, aber recht kleinteilig ausgestattet. Vor allem dann, wenn Beirat, Aufsichtsrat oder Gesellschafter einfache und griffige Kennzahlen wünschen, fehlen häufig die notwendigen Instrumente. Mit welchen KPIs die Performance betreffend Umsatz, Kosten und Kapital am besten abbilden? Und wie dabei sowohl operative als auch strategische Aspekte berücksichtigen? Und gleichzeitig Zusammenhänge darstellen, die zur Performance führen?Umsatzperformance – ohne Umsatz keine PerformanceDie Umsatzperformance des Unternehmens in Form von prozentualem Wachstum oder Rückgang ist ein einfach zu messender Wert. Sie hat aber nur dann Aussagekraft, wenn sie in die beiden Komponenten Mengen- und Margenentwicklung zerlegt und auf ihre Rohertragswirkung gemessen wird. Geht das Mengenwachstum zu Lasten der Marge, ist die Marge stabil oder rückläufig? Dies sind Fragen, die mittels der differenzierten Betrachtung nach den Wachstumsquellen zu beantworten sind.Deckungsbeitrag nach Herstellkosten – 10 benchmarkfähige KPIsDie Qualität des Deckungsbeitrags nach (variablen) Herstellkosten als Wert über alle Produkte bildet in diesem Zusammenhang eine weitere wichtige und zugleich benchmarkfähige KPI. Sie sollte zum einen ein Minimum in % vom Umsatz erreichen und bildet zum anderen die Basis für die Ermittlung vom Break-Even und vor allem der Break Even-Resilienz. Damit ist der prozentuale Abstand des Break-Even Umsatz zum Ist- oder Plan-Umsatz zu verstehen. Diese eher strategische – und ebenfalls benchmarkfähige - KPI zeigt, in welchem Maße das Unternehmen bei Absatzschwankungen oder Preisrückgängen hinsichtlich seines Ergebnisses gefährdet ist. Deckungsbeitragsqualität und Break Even bilden die Brücke zum nächsten „KPI-Paket“ zur Bewertung der Kostenperformance.Kostenperformance – wesentlicher ErgebnistreiberInsbesondere in einem personalkostenintensiven Unternehmen stellt die Personalkostenproduktivität eine wesentliche Messgröße dar. Die Relation aus Rohertrag zu den Personalkosten ist eine benchmarkfähige KPI. Wieviel Personalkosten sind in Relation erforderlich, um den Rohertrag zu erwirtschaften? Dabei egalisiert sie die Wertschöpfungstiefe im Benchmarkvergleich. Auch Unternehmen mit unterschiedlicher Wertschöpfungstiefe lassen sich so vergleichen und die Ertragskraft unterschiedlicher Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen.Die Kapazitätsauslastung von Maschinen, aber auch die Auslastung von Mitarbeitern, z.B. im Projektgeschäft, ist ein weiterer wichtiger Performancetreiber. Niedrige Auslastung erzeugt Leerkosten. Eine dauerhaft hohe Auslastung bei Maschinen verschleißt diese schneller, erhöht die Instandhaltungskosten und ist ein Signal für notwendige Erweiterungsinvestitionen. Zu viele teure Überstunden wiederum signalisieren zusätzlichen Bedarf an personellen Kapazitäten.Die Quote der Vertriebskosten als operative Größe signalisiert, ob und in welchem Umfang der Vertrieb effizient ausgerichtet ist. Eine im Vergleich zum Benchmark angemessene F&E-Quote ist Grundlage für neue Produkte und damit zukünftige Umsätze. Mit ihrem eher strategischen Charakter sendet sie fast schon „investive“ Signale. Die Verwaltungskostenquote hingegen dient vor allem als operatives Effizienzkriterium. Die Bedeutung der jeweiligen Kostenquoten kann dabei von Branche zu Branche schwanken. So gibt es Branchen, in denen F&E stark im Fokus steht, bei anderen hingegen ist dies der Vertrieb.Kapitalperformance – in Zeiten steigender Zinsen von zunehmender BedeutungKapital wird in Zeiten steigender Zinsen wieder zunehmend zu einem wichtigen Performancemerkmal. Im Hinblick auf die Verschuldungs- und Entschuldungsfähigkeit bildet die Relation von verzinslichen Fremdkapital nach Abzug von Finanzmitteln (Nebt Debt) in Relation zum EBITDA eine wichtige KPI für den CFO. Sie findet sich in vielen Kreditverträgen als Covenance wieder und besitzt zweierlei Aussageinhalte: Zu einen, wie lange es dauert, Verbindlichkeiten via EBITDA zurückzuzahlen. Zum anderen, welcher Spielraum – gemessen an Benchmark und/oder Covenance - für eine Ausweitung der Fremdverschuldung, z.B. im Rahmen von Investitionsplänen, noch besteht. Letzteres ist damit wieder vor allem eine strategische KPI.Die Cash Conversion Rate weist auf die Kapitalbindung aus Umlaufvermögen und Lieferantenverbindlichkeiten hin. Gemessen in Tagen bildet sie auch und vor allem für die operative Steuerung eine wichtige Kennzahl.Die Relation aus Abschreibungen und Investitionen in %, möglichst gemessen über einen längeren Zeitraum, signalisiert als strategische Kennzahl den Grad der Substanzerhaltung der Aktiva. Liegt die Afa längerfristig über den Investitionen, so signalisiert dies Substanzverzehr. Diese KPI weist u.U. darauf hin, dass das Unternehmen zwar ein „gutes“ Ergebnis erwirtschaftet, dies jedoch auf Grund unterlassener Investitionen zu Lasten der Zukunft geht.Die Eigenkapitalquote als „klassische“ Bilanzkennzahl zeigt den Grad der Unabhängigkeit des Unternehmens von externem Kapital auf. Ergänzt um die Eigenkapitalverzinsung als Relation von EAT zu Eigenkapital informiert es vor allem Anteilseigner darüber, ob und in welchem Umfang das Unternehmen ein lohnendes Investment darstellt.FazitAlle dargestellten Kennzahlen haben bereits jeweils einzeln eine hohe Aussagekraft hinsichtlich der Quellen und Ursachen der Performance. Besondere Aussagekraft entfalten sie dann, wenn ihre Inhalte miteinander verknüpft werden. Mit einigen wenigen Performance-KPI ist der CFO schnell in der Lage, die Performance des Unternehmens, ihre Entwicklung, vorhandene Schwachstellen, aber auch und vor allem unausgeschöpfte Potenziale zu identifizieren und darzustellen. Er hat damit sowohl ein aussagefähiges operatives als auch ein strategisches Werkzeug zur Unternehmenssteuerung in der Hand.
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Publikation
01.08.2023
Nach finanzwirtschaftlich getriebenen Real Estate Sanierungen nimmt das Insolvenzgeschehen Fahrt auf, steigende Fallzahlen in Automotive, Maschinenbau, Bau- und Immobiliengewerbe sowie im Kontext von Private Equity / Private Debt sind zu erwarten. Die Erhöhung von Verschuldungskapazitäten bzw. des allgemeinen Unternehmenswerts, die Absicherung bestehender Assets und Sicherstellung der organisatorischen Umsetzung sind gefragt. Segmente, Geschäftseinheiten und Assets müssen auf die Umsetzbarkeit einer potenziellen Aufspaltung geprüft werden – um so Ressourcen und Kapital für die Transformation freizusetzen. Wie beispielsweise Carve Out als Lösungsansatz in der Restrukturierung integrieren? Weitere Brennpunkt-Branche: Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Für sie steigt zunehmend der Druck auf Grund soziökonomischer Rahmenbedingungen und politischer Vorgaben. Wie hier stringentes Controlling und die Entwicklung alternativer Szenarien helfen? Antworten liefert die aktuelle Ausgabe von „Sanierung & Insolvenz – Neuigkeiten von der juristisch-betriebswirtschaftlichen Nahtstelle“ in einem spannenden Themen-Potpourri. Fachbeiträge – u.a. der Gastautoren von Dentons und Clifford Chance - sowie Praxisbeispiele aus dem W&P-Beratungsalltag liefern wertvolle Impulse für disruptive Zeiten.
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Kommentar, 20.07.2023
20.07.2023
Was auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun hat, teilt doch eine Gemeinsamkeit: Die grundlegende Transformation von Industrien.Die andauernde Diskussion um das „Heizungsgesetz“ verdeckt die eigentliche Transformation in der Heizungs- und Klimatechnik. Das ist der Technologiewechsel hin zu elektrischen Wärmepumpen, die nicht mehr auf fossile Brennstoffe wie Öl und Gas ausgerichtet, sondern um einen Kern aus Kompressor- und Wärmetauschertechnologie und Steuerungselektronik aufgebaut sind. Mit diesem Technologiewandel werden frühere Kernkompetenzen morgen bedeutungslos. Dies ist die vornehmlich mechanische Wertschöpfung rund um den Brennkessel und die in der Fläche über Dekaden geschulte Installateure, die zwar mit Gas- aber nicht mit Stromleitungen vertraut sind. Hier überlagern sich aktuell also zwei Wellen: Das rasante Marktwachstum für Wärmepumpen mit globalen Champions wie LG im Wettbewerb und die Erosion alter Erfolgsmuster. Das Familienunternehmen Viessmann und seine Gesellschafter, denen bereits mit der Umstellung von Öl auf Gas eine fundamentale Transformation gelang, haben das offenkundig erkannt und mit unternehmerischer Weitsicht und souveränem Abstand zum eigenen Ego bewertet. Ergebnis ist der Zusammenschluss mit einen starken Partner, um den Wandel von vorne als „rule maker“ zu gestalten und nicht als „rule taker“ abgehängt zu werden.Ungleich größer als das Beispiel Wärmepumpen ist die anlaufende Transformation der Bauwirtschaft. Anders als 200 Jahre nach der industriellen Revolution wird am Bau noch immer handwerklich am Bauplatz gearbeitet. Die Industrialisierung des Baues erfolgt hier unter dem Schlagwort „Prefab“ oder „Modulares Bauen“ und meint die Verlagerung der Bauwertschöpfung vom Bauplatz in die Fabrik. Es ist die notwendige und zugleich späte Antwort auf Kostenexplosionen, Ressourcenverschwendung und die Unplanbarkeit von Bauabwicklungen. Die durchgehende Digitalisierung des Bauens mit BIM wirkt hier als Katalysator. Entsprechend sind digitale Kompetenzen zukünftig ein elementarer Erfolgsfaktor von Unternehmen der Bauindustrie. Bauzulieferer müssen sich ebenso auf eine industrielle Wertschöpfung umstellen, die durch Entwicklungs-, Einkaufs- und Supply Chain-Prozesse aus Industriegütermärkten bestimmt ist. Konkret: der dreistufige Vertrieb von 15l Eimern Bauchemie, der Palette Hohlziegel und von Dachbahnen als 50m Rollenware hat keine Zukunft!Und die Automobilindustrie? Ist mit Blick auf Deutschland ein Paradebeispiel dafür, was bei der Negierung von industriellen Transformationen passiert. Noch vor wenigen Jahren wurde mit ausgefeilten akademischen Begründungen die Untauglichkeit der Elektromobilität „bewiesen“ und weiter auf Verbrennersysteme gesetzt. Relevante Fakten, z.B. ca. 1.500 bewegliche Teile beim Verbrenner für Motor+Getriebe vs. ca. 200 beim E-Auto, waren schon damals verfügbar und der Klimawandel auch keine Neuigkeit mehr. Ergebnis heute sind marktführende Automobilhersteller aus den USA und China, die deutsche Hersteller bei der Elektromobilität auf die Plätze verweisen.Fazit: Jede Transformation muss hinsichtlich der Transformationsnotwendigkeit aus der Vogelperspektive bewertet werden. Das heißt: Es ist zu klären, was in welchem Umfang und wie schnell geändert werden muss. Zudem sollte das Transformationsvermögen des Unternehmens - von der Organisation bis zur Finanzkraft – genau geprüft werden. Nur wenn diese Faktoren ein „Match“ ergeben, wird die Transformation auch gelingen.
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Publikation
13.07.2023
Strategien unter Unsicherheit – geht das überhaupt? Ja, doch dafür müssen alle „Rädchen“ des strategischen, Risiko- und Performance-Managements ineinandergreifen, statt „wait and see“ braucht es in Sachen Strategiegestaltung ein neues Mindset. Wer Chancenpotentiale auch in unsicheren Zeiten gezielt heben will, muss sich strategischen Fragen stellen: - Wie robust und widerstandsfähig ist das Geschäftsmodell gegenüber externen Schocks? - Welche Marktentwicklung nehmen die heutigen Geschäftsfelder in Zukunft? - Auf welche Wettbewerbskonstellation trifft ein Unternehmen zukünftig? - Wie verändert sich die Wertschöpfungsstruktur der Branche? - Wo muss nachhaltig investiert werden, um Werte für das Unternehmen zu schaffen? - Sind Schlüsselressourcen, Kernkompetenzen und Assets auf eine aktive Zukunftsgestaltung des Unternehmens ausgerichtet? - Wie stark ist das Führungsteam eingebunden und in die Verantwortung gebracht, damit die Unternehmensstrategie erfolgreich fortgeführt und eine notwendige Transformation gelingen kann? - uvm. Welche Leitmaxime das Management verfolgen zudem verfolgen sollte, jetzt im aktuellen Sonderdruck nachlesen.
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Kommentar, 05.07.2023
05.07.2023
„Das Metaverse“ war DAS Hype-Thema des letzten Jahres. Analysten überboten sich in der Höhe ihrer Marktprognosen, nahezu täglich gab es neue Berichte zu den Entwicklungen auf Plattformen wie Roblox und den neuesten NFT-Drops. Stand heute? Im Silicon Valley befindet sich das Thema Künstliche Intelligenz jetzt auf der Überholspur. Also: Aus, der Zauber beim Metaverse? Orientiert am Gartner-Hype-Cycle abgestürzt vom „Gipfel der überzogenen Erwartungen“ ins „Tal der Enttäuschungen“? Oder birgt das Metaverse vor dem Hintergrund von Apples angekündigtem AR/VR-Headset Vision eben doch noch Potential?Zukunftsthema GenZBloomberg sagt dem Metaverse im Jahr 2030 ein Markvolumen von 1 Billion Dollar voraus, Goldman Sachs rechnet mit einem 8 Billionen Dollar-Markt. Demgegenüber stehen die neuesten Meldungen über Massenentlassungen in den VR-Abteilungen großer Tech- und Entertainmentkonzerne - allem voran bei Metas Reality Labs, Microsoft und Disney. Die Erwartungen an das Metaverse und die damit verbundenen Technologien sind stark angeschlagen. Und doch lohnt ein weiterer Blick, denn: Diese Entscheidungen sind in einem gesamtwirtschaftlichen Kontext von steigenden Kosten und zurückgehenden Konsumausgaben einzuordnen. Zudem setzt Apple mit Vision Pro neue Standards bzgl. intuitiver Bedienung und User-Experience. Das abstrakte Thema wird durch das Zusammenspiel von Hard- und Software-Entwicklungen zunehmend konkreter. In immersiven Welten verschmelzen die reale und digitale Umgebung, künstliche Intelligenz ist hierbei nicht Konkurrenz, sondern vielmehr ein Werkzeug, um immersive Technologien voranzutreiben.Erste Anwendungen sind bereits im Einsatz und haben Auswirkungen auf das Arbeitsleben und Geschäftsmodelle. In der Industrie werden digitale Zwillinge von Produktionsanlagen genutzt, um die Effizienz zu erhöhen, Mitarbeiter zu schulen oder das Leistungsangebot für Kaufinteressenten erlebbar zu machen. Die Anwendungsfälle im Konsumgüterbereich sind ungleich höher, denn Shopping ist nach Gaming und Reisen die Aktivität, der der User im Metaverse am liebsten nachgehen würden. Insbesondere Mode, Sport und Freizeitartikel sind hierbei besonders interessant. Denn gegenwärtig ist das Onlinegeschäft in der Mode-, Sport- und Freizeitbranche aufgrund hoher Retourenquoten häufig wenig profitabel – Verbesserungspotenziale durch AR und VR liegen auf der Hand. Darüber hinaus ist für viele Konsumgüterhersteller die Erschließung von Generation Z als Kundengruppe eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Dazu wird die Markenkommunikation über Metaverse-Plattformen wie Roblox und Fortnite zunehmend wichtiger.Metaversability-CheckErfolg und Nutzen immersiver Technologien hängen stark vom Geschäftsfeld und der jeweiligen Unternehmens-DNA ab – und von einer Strategie. Damit unternehmens-spezifische Potenziale und Handlungsfelder individuell abgeleitet werden können, sollte zuerst die sogenannte „Metaversability“ bestimmt werden.Sehen Kunden Nutzen im Metaverse und halten sich künftig dort auf?Wird sich die Markenbildung der Branche durch Metaverseplattformen verändern?Werden physische Produkte künftig auf Metaverseplattformen verkauft?Werden künftig digitale Produkte (Skins und Tokens) des Unternehmens verkauft?Werden virtuelle Welten Einfluss auf die Wertschöpfung haben?Basierend auf den Antworten können Zukunftsszenarien mit einer Roadmap für unternehmensindividuelle Initiativen entwickelt werden. Konkret kann das zum Beispiel die Einrichtung eines virtuellen Showrooms sein. Dabei zeigt sich, ob Mitarbeiter zukunftsorientiert eingestellt sind und über ausreichend Know-how verfügen, wie sich Produkte in eine virtuelle Umgebung transferieren lassen und wo virtuelle Welten Prozesse und Kommunikation verbessern können. Die Bewertung, wie gut das eigene Unternehmen auf virtuelle Anwendungen vorbereitet ist, identifiziert also auch implizite Potenziale der digitalen Transformation.FazitWann erweiterte Realitäten in der Mitte der Gesellschaft ankommen, hängt von der Entwicklungsgeschwindigkeit von Hardware und Software ab und ist aktuell nicht exakt vorauszusagen. Dass mit der Verbreitung jedoch drastische Veränderungen im Konsumentenverhalten einhergehen, ist absehbar. Entsprechend sollten Unternehmen der Konsumgüterbranche nun individuell Chancen und Risiken bewerten, um ihren Weg im Umgang mit immersiven Technologien festzulegen. Wer stattdessen lieber in den aktuellen Abgesang des Metaverse einstimmt, wird den richtigen Zeitpunkt für die Generierung von Kundenmehrwerten, Differenzierung und Wettbewerbsvorteilen durch immersive Technologien und das Metaverse verpassen.
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Kommentar, 21.06.2023
21.06.2023
Restrukturierungen haben Hochkonjunktur. In einem wirtschaftlich dynamischen Umfeld sind Unternehmen zunehmend gezwungen, Restrukturierungsmaßnahmen anzustoßen, um mit ihren Geschäftsmodellen wettbewerbsfähig zu bleiben. Egal, ob dabei die aktuelle Produkt- und Dienstleistungspalette leicht angepasst wird oder komplett neue Geschäftsbereiche erschaffen werden - alle Transformationen sind in der Regel mit hohen Investitionen und Kosten verbunden, die aktuell durch steigende Zinsen und Finanzierungskosten weiter in die Höhe getrieben werden.Ein Scheitern der Restrukturierung ist keine Option. Und doch belegen unterschiedliche Studien, dass rund 70 % aller Transformationen fehlschlagen. Der Hauptgrund dafür ist häufig ein fehlendes, effektives Projekt Management Office (PMO), das die gesamte Veränderungsinitiative steuert und sicherstellt, dass alle Projektaktivitäten im Einklang mit den strategischen Zielen und Vorgaben des Unternehmens durchgeführt werden.Startschuss nutzenDie meisten PMOs scheitern meist schon zu Beginn, kurz nachdem die zu überwachenden Maßnahmen aufgesetzt wurden. Aus Sicht der Involvierten entsteht damit kein sinnvoller oder erkennbarerer Mehrwert – und schon ist die Initiative Schnee von gestern und wird wieder abgeschafft.Wie also sollten PMOs aufgestellt sein und eingesetzt werden, um sinnvollen Output sowohl für die einzelnen Projektteammitglieder als auch für die Geschäftsleitung und externe Stakeholder zu generieren? Wie sehen die Erfolgsfaktoren aus?Unterstützung des Managements: Das PMO benötigt die volle Unterstützung des Managements, um effektiv arbeiten zu können. Das Management sollte das PMO in Entscheidungsprozesse einbinden, Ressourcen zur Verfügung stellen und die Bedeutung des PMOs für den Erfolg von Projekten und Restrukturierungen anerkennen.Kompetentes Team: Die Kompetenz des Teams „macht“ das PMO. Die Teammitglieder können Projektmanagementmethoden und -tools effektiv anwenden und den Projektleitern bei Bedarf Unterstützung und Beratung anbieten.Effektive Kommunikation: Eine klare und effektive Kommunikation ist entscheidend für den Erfolg des PMOs. Alle relevanten Stakeholder müssen regelmäßig über den Projektfortschritt informiert werden, Kommunikationskanäle für Feedback und Fragen offen sein.Verankerung in der Unternehmensstrategie: Es ist wichtig, dass das PMO strategische Prioritäten versteht und sicherstellt, dass alle Projekte und Aktivitäten in diese Richtung ausgerichtet sind, um die Geschäftsziele zu unterstützen.Hürden nehmenVerantwortlichkeiten, Rollen und die Zusammenarbeit mit anderen Teammitgliedern müssen innerhalb des PMOs klar definiert sein – nur so lassen sich Verwirrung und Konflikte vermeiden und letztlich ein effizientes Projekt realisieren. Zudem sollte ein PMO in der Lage sein, sich an verschiedene Projekte und Restrukturierungssituationen anzupassen; ist es zu starr und wenig flexibel, kann es nicht auf veränderte Anforderungen oder unvorhergesehene Probleme reagieren. Dies kann die erfolgreiche Umsetzung der Projekte beeinträchtigen.Last but not least sollten Leistung und Ergebnisse von Projekten im Rahmen einer Performance-Messung unbedingt dokumentiert werden. Leistungskennzahlen, die regelmäßig überprüft werden, helfen die Effektivität der Projekte zu beurteilen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Nur so lässt sich der Erfolg des PMOs objektiv bewerten.Balance haltenLetztlich kommt es auf die richtige Balance an: Ein erfolgreiches PMO benötigt sowohl das Engagement und die Unterstützung des Managements als auch genügend Autonomie und Flexibilität, um effektiv zu arbeiten und Veränderungen voranzutreiben. Es sollte als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und nicht als starres Kontrollinstrument verstanden werden. In Anbetracht weiter zunehmender Restrukturierungen wird ein starkes PMO in Zukunft unverzichtbar – denn ein Scheitern ist ausgeschlossen.
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Kommentar, 31.05.2023
31.05.2023
„Data driven enterprise“ – „AI fi rst“ – „Real-Time decision making“ – der Buzzword-Dschungel ist groß und der Weg zum datengetriebenen Unternehmen verspricht vieles, doch leider verläuft er in der Praxis oft irrwegig. Einige Gründe dafür sind: Fehlende digitale Kompetenzen, funktionsorientierte Sichtweisen und Fokus auf die sehr detaillierte Planung anstatt direkter Umsetzung.Ein datengetriebenes Unternehmen ist ein Unternehmen, welches Daten zur Unterstützung von Geschäftsentscheidungen und -prozessen nutzt. Studien belegen, dass diese Unternehmen effizienter arbeiten und am Ende ertragsstärker sind. Voraussetzungen hierfür sind Investitionen in Tools, Technologien und Mitarbeitende, die die Datenerfassung, -analyse und -visualisierung ermöglichen.Doch wie kann diese Transformation für ein Unternehmen erfolgreich aussehen? Wie kann man am besten starten? Am Anfang von allem steht die Vision der Geschäftsführung. Sie geben der Organisation das Ziel des datengetriebenen Unternehmens vor. Und der nächste Schritt erfolgt dann nicht mit einem großen Knall, sondern in verdaulichen Schritten, sonst kann dies zu einer Überforderung der Organisation führen.Think big, start small, scale fastDie Vision ist groß, die Umsetzung wirkt lang, umso wichtiger ist es den richtigen Startpunkt zu wählen und die Erfolgsfaktoren zu kennen: Sich vertraut mit den neuen technologischen Möglichkeiten machen, Kompetenzen aufbauen, Entscheidungsmuster aufbrechen und direkt erste Erfolge nachweisen. Eine der technischen Möglichkeiten ist Process Mining: Eine leistungsstarke Technik, die Algorithmen zur Analyse und Visualisierung von Geschäftsprozessen auf der Grundlage von Daten aus verschiedenen Quellen verwendet. Durch die Analyse von Prozessdaten können unsichtbare Ineffizienzen, Engpässe und andere Problemmuster identifiziert werden.Es ist zu empfehlen, mit weniger komplexen Prozessen zu starten, die einen schnellen monetären Effekt nachweisen. Hierfür eigenen sich insbesondere der Kreditoren- und Debitorenprozess (siehe Abb.). Danach kann die Methodik in Wellen für weitere Prozesse ausgerollt und durch den Aufbau eines Center of Excellence organisatorisch verankert werden. Die Optimierungsfelder der Debitoren- und Kreditorenprozesse liegen in Umsatzsicherung, Working Capital, Produktivität und Compliance & Rsikomanagement. Die Effekte sind entweder direkt monetär messbar (z. B. höherer Free-Cashflow) oder durch Reduzierung von Aufwänden spürbar (z. B. No-Touch-Rate):UmsatzsicherungDer folgende Optimierungsbereich scheint sehr offensichtlich zu sein, doch gerade die Themen um Umsatzsicherung und Ausgabenvermeidung werden in Unternehmen häufig stiefmütterlich behandelt: Der Anteil an doppelten bezahlten Rechnungen im Einkauf (Referenz > 1 %), oder falsch hinterlegte Einkaufskonditionen aufgrund Mengenvereinbarungen im Rahmenvertag des Lieferanten. Es sind nicht die Einzelfälle, die es komplex machen, sondern die Menge an Prozessschnittstellen, Abhängigkeiten, Sonderfällen und funktionaler Kollaboration, die zu diesen ungewollten Effekten führen.Working CapitalWorking Capital Optimierungen haben in den letzten Jahren aufgrund der makroökonomischen Situation deutlich an Relevanz gewonnen. Die Optimierung des Cash Conversion Cycles mit Days Payable Outstanding und Days Sales Outstanding steht auf der Agenda eines jeden CFOs. Der größte Hebel liegt darin, sich von einer reaktiven Position hin zu einem proaktiven Vorgehen zu entwickeln. Die Realität in den Unternehmen zeigt, dass die Prozessqualität in den letzten Jahren gelitten hat und sich Ineffizienzen eingeschlichen haben. Zahlungsbedingungen (Zahlungsfrist, Skonto) sind heterogen gewachsen, Zahlungen der Kunden gehen verspätet ein (Referenz 27 % der Rechnungssumme) und werden nicht konsequent angemahnt, Skonto wird trotz Fristablauf gewährt (Referenz > 2 % der Rechnungen). Dies hat nicht nur Einfluss auf den Free-Cashflow, sondern mindert direkt den Ertrag des Unternehmens. Häufig werden in der Unternehmensrealität dann Gründe angeführt wie „Es handelt sich um einen strategischen Kunden, den man nicht anmahnen kann“ oder „Der Kunde war in der Vergangenheit sehr zuverlässig, was Zahlungen angeht“. Diese Denkmuster kosten Unternehmen unter dem Strich Profitabilität – mit einer vollkommenen Transparenz über den End-to-End Prozess werden Interdependenzen zwischen Teilprozessen erkannt und Lösungsmöglichkeiten können individuell, faktenbasiert diskutiert werden.ProduktivitätZiel ist es, nicht wertstiftende Arbeiten von Mitarbeitenden zu minimieren und durch Automatisierung zu ersetzen. Die mehrmalige Eingabe von Daten oder Veränderung von hinterlegten Stammdaten potenziert sich im täglichen Arbeitsablauf. Kleine Automatisierungen von repetitiven Tätigkeiten entlasten zügig die Mitarbeitenden in operativen Prozessen. Jedoch sind ERP-Systeme dafür häufig zu unflexibel und Anpassungen zu teuer. Anders sieht es bei Process Mining aus, das Aktionen im ERP triggern und steuern kann. Die Technologie ermöglicht beispielsweise das Versenden von Zahlungserinnerungen via E-Mail, Änderungen von Zahlungsbedingungen oder das Überprüfen von Bestellung, Wareneingang und Rechnung (3-Way-Match).Compliance & RisikomanagementCompliance ist in Unternehmen ein schwieriges Unterfangen, oftmals personenbezogen und stark papierbasiert. Process Mining bietet Werkzeuge, um Compliance- Vorgaben einzuhalten. Es kann überprüft werden, ob geplante Aufgabentrennungen erfolgreich im Alltag umgesetzt, Kreditlimits geändert oder Genehmigungsprozesse effizient definiert sind.FazitDie Potenziale für Ihr Unternehmen sind groß – sie müssen sie nur nutzen. Technologisch können Prozesse und Ineffizienzen heute in einer End-to-End Sicht analysiert und direkt aufgelöst werden. Der Einfluss ist direkt messbar. Debitoren- und Kreditorenprozess sind gute Einstiegsmöglichkeiten, um eine neue Arbeitsweise zu implementieren, datengetrieben zu agieren und messbare Erfolge zu generieren. Das Risiko ist gering, der Ressourcenaufwand überschaubar und die positiven Effekte sicher.
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Publikation
25.05.2023
Betrachtet man die globale Situation genauer, so lassen sich drei primäre Herausforderungen ableiten, die es bezüglich Ihrer Auswirkungen auf die Unternehmen in dieser Kombination und Stärke so noch nicht gegeben hat: 1. Engpässe bei Ressourcen durch gestörte Lieferketten und Preissteigerungen 2. Entkopplung und Regionalisierung der Märkte 3. Inflation und Kaufkraftverluste Diese neuen Herausforderungen kommen zu den bekannten Herausforderungen wie Fachkräftemangel, geänderte Markt- und Kundenanforderungen, Umweltschutz und Nachhaltigkeit hinzu und erhöhen noch einmal massiv den Druck auf die Unternehmen, Maßnahmen zu ergreifen, um das Ergebnis auf ei- nem stabilen Niveau zu halten oder idealerweise zu steigern. Dabei kommt insbesondere den Kosten für Energie und Produktionsmaterialien, wie z. B. Rohstof- fen, Halbzeugen und Vorprodukten aktuell eine große Bedeutung zu, oder um es mit anderem Worten zu sagen: „Verschwendung können sich die Unternehmen nicht mehr leisten.“ Um unseren Kunden die Maximierung der ökonomischen und ökologischen Effizienz zu ermöglichen und Produktion und Supply-Chain fit für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu machen, hat Dr. Wieselhuber & Partner das „Smart Operations“- Konzept entwickelt.
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Best Case
17.05.2023
Die GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG ist spezialisiert auf Ventile für die Pharmaindustrie und allgemeine industrielle Anwendungen. Mit seinen heute über 2.400 Mitarbeitern weltweit befindet sich GEMÜ auf dem Weg zu einem Smarten Unternehmen. Ein Kernbaustein: Die digitale Transformation der Produktion. Hierzu wurde eine I4.0-Strategie definiert, mit der Vision einer digitalisierten, CO2-neutralen, bedarfsgetriebenen und robuste Supply Chain. W&P wurde beauftragt diese Strategie auf Vollständigkeit, Wirksamkeit und Tragfähigkeit sowie mögliche strukturelle und organisatorische Auswirkungen zu überprüfen. „Der Erfahrungsschatz und die Best- Practice-Ansätze vom W&P-Team kombiniert mit der hoch-individuellen, auf unsere Bedarfe zugeschnittenen Vorgehensweise kamen bei diesem Projekt voll zu unseren Gunsten zum Tragen. Ein echter Erfolg!“ so Matthias Fick, Geschäftsführer von GEMÜ. Mehr zum konkreten Vorgehen des W&P Teams um W&P Partner Oliver Rörig mehr im aktuellen Best Case.
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Publikation
10.05.2023
Es ist (wieder) Zeit: Die Organisation als Performancetreiber erlebt eine Renaissance auf der Top-Management Agenda. Denn egal ob Wachstumsunternehmen, Stuck-in-the-Middle-Position oder Low Performer - alle Unternehmen mussten und müssen permanent Brände löschen und ihre Handlungsfähigkeit aufrecht erhalten. Im „irgendwie Funktionieren“ bleibt jedoch die Anpassung der Organisation häufig auf der Strecke. Die Konsequenz? Sand ist im Getriebe, die Ursachen dafür sind vielfältig: Doppel- und Mehrfachstrukturen erschweren Führbarkeit, erhöhen Komplexität, verringern Flexibilität und drücken auf die Fixkosten Erfolgsrezepte der Vergangenheit behindern Veränderungsbereitschaft und Flexibilität Performancehemmer werden nicht konsequent hinterfragt Prozessbrüche, nicht aus Kundensicht zu Ende gedachte End-to-End-Prozesse sowie ungeregelte Schnittstellen verhindern Effizienz Verankerung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit hinkt den zahlreichen losgetretenen Initiativen hinterher u.v.m. „Die Reorganisation oder zumindest eine evolutionäre Weiterentwicklung ist in vielen Unternehmen überfällig!“ so W&P Managing Partner Dr. Timo Renz. „Die Organisation muss wieder der Motor der Strategie werden und die Performance stützen und treiben.“ Klar ist: Organisationsthemen sollten strukturiert, faktenorientiert und mit dem notwendigen „Fingerspitzengefühl“ angegangen werden. W&P hat für mehr Performance in Organisationstrukturen und -prozessen die vier Perspektiven Struktur & Koordination, Steuerung & Systeme, Prozesse & Automatisierung sowie Führung & Kultur identifiziert. Wo und wie man hier ansetzt? Jetzt im neuen Dossier „Renaissance der Organisationsgestaltung“ lesen.
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Publikation
09.05.2023
Eine Umfrage der Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (W&P) unter rund 70 Sanierungsbankern zeigt: Realität und Erwartungshaltung an ESG und Cyber Security in einem Sanierungskonzept klaffen zwischen Unternehmen und Banken weit auseinander. Auch im Bereich Markt & Vertrieb werden diese Themen sehr unterschiedlich bewertet. Diese Diskrepanz birgt erhebliche Risiken mit negativen Auswirkungen bis hin zur Ablehnung neuer Finanzierungsanfragen. Während ESG aktuell weder deskriptiv noch in den Financials von Sanierungskonzepten priorisiert wird, erwarten 57 % der befragten Banken künftig verbale Beschreibung von Risiken, ihre Abbildung in der Planung sowie die Definition konkreter ESG-Maßnahmen. Die Gefährdung einer positiven Sanierungsaussage bei Nichtberücksichtigung von ESG-Aspekten beurteilen die Befragten unterschiedlicher: Nur rund die Hälfte stuft diesen Fall als kritisch ein, wodurch erhebliches Konfliktpotential in Finanziererkreisen möglich ist. Banken stufen künftig den Stellenwert von Cyber Security deutlich höher ein als bisher.  Da es sich um eine reale und konstante Bedrohung handelt, gaben 75 % der Befragten an, dass ein Sanierungskonzept zukünftig konkrete Maßnahmen zur Risikoreduzierung enthalten muss – hinsichtlich der Finanzierung sind die Banken auch überwiegend (73 %) gewillt, diese zu übernehmen.   Das Thema ESG gewinnt auch im Reporting zunehmend an Bedeutung. Parallel wird das Risiko, dass sich durch Stapelkrisen ein deutlicher, gegebenenfalls nicht finanzierbarer, Investitionsstau gebildet hat, erkannt. Aus Sicht von Markt & Vertrieb kommen laut der Befragten höhere Risiken auf die Unternehmen zu: Insbesondere Umsatzentwicklung, Finanzierungsfähigkeit und Kostenstruktur werden genannt. Cyber Security erfährt im Rahmen der Kreditvergabe eine untergeordnete Priorität und wird aus der Marktperspektive als „versicherbares Risiko“ betrachtet. Folgerichtig wird es bei der Kreditvergabe nicht priorisiert, die Dokumentationsanforderungen sind gering. Fazit: ESG-Aspekte werden den Prozess der Kreditvergabe maßgeblich mitbestimmen. Cyber Security-Risiken hingegen können durch Versicherungen abgedeckt werden und haben somit keinen entscheidenden Einfluss auf die Kreditvergabe.
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Best Case
04.05.2023
Die KBW GmbH & Co. KG ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen aus Rohrbach, das seit 1995 im Automotive-Bereich auf Karosserie- und Prototypenbau spezialisiert ist. Dieselskandal und Corona-Pandemie hatten die Auftragslage rund um den Prototypenbau deutlich schrumpfen lassen, wodurch das Unternehmen - trotz getätigter Investitionen in die Produktion - in Schieflage geriet. Ein Sanierungskonzept wurde erforderlich, das von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) umgesetzt wurde. Mit Erfolg: Die konsequente Umsetzung aller Maßnahmen und die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Beratern und Finanzierern waren erfolgreich. So konnten unter anderem rund 70 Arbeitsplätze inkl. der Altersvorsorge für alle Mitarbeitenden gesichert, Struktur- und Finanzierungskosten nachhaltig gesenkt und eine langfristige Partnerschaft zu einem führenden OEM aufgebaut werden. Wie das Team um W&P-Partner Daniel Emmrich konkret vorgegangen ist? Mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
20.04.2023
Die Windmöller & Hölscher KG (W&H) ist ein deutsches Maschinenbauunternehmen und international tätiger Anbieter von Extrusions-, Druck- und Verarbeitungsmaschinen zur Herstellung und Verarbeitung flexibler Verpackungen. Um den erfolgreichen Wachstumskurs von W&H zu unterstützen und strategischen Anforderungen gerecht zu werden, wurde es notwendig, die Transparenz und Steuerungsmöglichkeiten im F&E-Bereich weiter zu optimieren: Wie sollte ein aussagekräftiges F&E-Controlling zur Unterstützung eines professionellen​ F&E-Managements gestaltet werden?​ Welche KPIs/Informationen zur F&E sollten aus Stakeholder-Sicht zur Verfügung gestellt werden? Wie kann das F&E-Controlling implementiert und nachhaltig bei W&H verankert werden?​ Wie das Wieselhuber-Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business, diese Fragen adressierte und entsprechende Maßnahmen auf den Weg brachte, ist im aktuellen Best Case zu lesen.
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Kommentar, 17.04.2023
17.04.2023
8 %, 10 %, 12 % – die aktuellen Tarifforderungen haben Werte erreicht, die vor kurzem noch undenkbar schienen. Dies stellt vor allem das Management personalkostenintensiver Unternehmen mit hoher Wertschöpfung vor erhebliche Herausforderungen. Können steigende Personalkosten nicht über das Pricing an die Kunden weitergegeben werden, sind vor allem CFO und COO gefordert. Sie müssen dafür sorgen, dass die Produktivität im Unternehmen steigt. In letzter Konsequenz heißt das: Mit weniger Personal bei höheren Personalkosten pro Kopf die gleiche oder sogar eine höhere Leistung zu erbringen als bisher.Warum sind hier COO und CFO – Funktionen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben – gemeinsam gefordert? Wer die Produktivität steigern will, braucht zunächst Transparenz: Wo liegen unentdeckte Produktivitätspotenziale? Wie hoch sind diese Potenziale in Euro gemessen? Dies zu erkennen ist Aufgabe des Finanzvorstands. Kostenrechnung, Kalkulation und Produktionscontrolling können aufzeigen, inwieweit steigende Personalkosten durch bisher unentdeckte Potenziale kompensiert werden können. Um diese Potenziale auch tatsächlich zu realisieren, bedarf es der Konkretisierung und vor allem der Umsetzung entsprechender Maßnahmen - Aufgabe des COO. Durch Maßnahmen, die zu einer Beschleunigung des Wertstroms, einer besseren Kapazitätsauslastung, einem geringeren Ressourcenbedarf und damit zu niedrigeren Produktionskosten führen, können echte Produktivitätssteigerungen erzielt werden. Kurz: Die geschaffene Transparenz wird genutzt, um dort anzusetzen, wo die größten Effekte erzielt werden können.Häufig ist das Zusammenspiel der Funktionen im Unternehmen durch ein „Nebeneinander“ geprägt, jeder „macht sein Ding“. Bei moderat steigenden (Personal-)Kosten mag dies ohne allzu große negative Effekte auf das Ergebnis funktionieren. Angesichts der zu erwartenden Tarifsteigerungen hat diese Art der Zusammenarbeit jedoch keine Zukunft mehr. Nur wenn COO und CFO Hand in Hand arbeiten und gemeinsam eine gestaltende Rolle einnehmen, besteht die Chance, den hohen Personalkostensteigerungen eine Produktivitätssteigerung entgegenzusetzen.
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Event, 22.01.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Im Rahmen unseres digitalen Executive Dialogs geben wir einen kompakten Einblick in aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Best Practices – von StaRUG-Prozessen über Kapitalmaßnahmen bis hin zu IDW-S6-konformen Restrukturierungskonzepten in Infrastruktur-, Real Estate- und Automotive-Situationen.Dabei beleuchten wir insbesondere die aktuellen Druckpunkte in der Automotive-Wertschöpfungskette: sinkende Volumina, volatile Abrufe, erhöhte Werkzeug- und Vorfinanzierungsbedarfe, Lieferantenrisiken und OEM-Verhandlungsmuster.Anhand konkreter Case Studies diskutieren wir typische Stolpersteine, rechtliche und finanzielle Erfolgsfaktoren sowie den Einfluss von Banken, OEMs, Fonds und Gesellschaftern auf Sanierungsentscheidungen. Eine moderierte Werkstatt-Diskussion bietet abschließend Raum für Fragen und den Austausch.
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Kommentar, 24.01.2023
24.01.2023
Das bisherige Paradigma preisoptimierter Beschaffung mit unbegrenzt globalisierten und performanten Lieferketten steht auf dem Prüfstand. Nicht nur die akuten Versorgungsprobleme bedeuten einen Stresstest für die Supply Chains. Die stark gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Transportkosten erhöhen den Druck ebenfalls signifikant. Strategisch stellt zudem der steigende Protektionismus die Lieferketten vor erhebliche Herausforderungen. Begriffe wie Reshoring, Friendshoring, Decoupling, Local-to-local und Glokalisierung machen die Runde. Alle Aspekte der bisherigen Wertschöpfungsarchitektur müssen kritisch beleuchtet werden:Wie sollten mittelständische Unternehmer ihr Unternehmen zukunftsorientiert ausrichten?Wie können Risiken in den Lieferketten frühzeitig transparent gemacht, bewertet und beherrscht werden? Wie können künftige Volatilitäten bestmöglich verkraftet werden?Ist die Regionalisierung der Wertschöpfungsarchitektur sinnvoll und machbar für eine stärkere Robustheit und Nachhaltigkeit? Sind Insourcing und eine größere Fertigungstiefe adäquate Stellhebel?Welche Rolle spielt eine Diversifikation der Beschaffung? Ist eine strategische Lagerhaltung gegenüber Just-in-Time-Konzepten das Gebot der Stunde?Und last but not least: Lassen sich digitale und effiziente Fabriken mit ihren sinkenden Skaleneffekten für modulare Supply-Chain-Netzwerke nutzen?Massiver Druck auf die LieferkettenSeit 2020 haben wir eine unvergleichliche Sequenz von disruptiven, temporären Ereignissen erlebt. Aber auch anhaltende Trends wie Fachkräftemangel, Inflation, Protektionismus und Handelsbarrieren erhöhen den Druck auf die Wertschöpfungsstruktur deutlich. Preisexplosionen, Lieferengpässe bis hin zu Produktionsstillständen, Hamsterkäufe und Überbestellungen (Bullwhip-Effekt) – es ist alles geboten. Diese aktuellen Probleme sind symptomatisch. Wir müssen erkennen, wie volatil unsere globalen Warenströme wirklich sind. Weder die politischen, noch die marktseitigen Rahmenbedingungen werden sich wieder, wie gewohnt, stabilisieren. Die einseitige Auslegung der Lieferketten auf die Ausschöpfung maximaler Kostenvorteile – ohne Kernfaktoren wie Risiken, Abhängigkeiten und Umwelteinflüsse – hat ausgedient.Durch die aktuellen Entwicklungen erleben Unternehmen, dass langfristige Kundenbeziehungen zum Asset werden. Die Verfügbarkeit von Artikeln schlägt die Kostenprämisse. Die aus der Not geborenen Taskforces werden zur Dauereinrichtung und zum agilen Nukleus innerhalb der Unternehmen. Bestehende Liefernetzwerke erweitern sich dynamisch. Lange überfällige Digitalisierungsinitativen werden in kürzester Zeit operationalisiert.Erleben wir aktuell ein lange überfälliges Fitnessprogramm in den Unternehmen? Wie lassen sich die gewonnenen Erfahrungen verstetigen, um eine größere Robustheit und Zukunftsfähigkeit zu erlangen? Reicht der aktuelle Management-Baukasten aus oder müssen komplett neue Wege gegangen werden?Die Stellhebel einer zukunftsfähigen Supply Chain – lean, green, digital, robustDie Zielsetzung ist eine robuste Supply Chain, die zudem effizient (lean), nachhaltig (green) und digital ist. Das Gebot der Stunde lautet strategische Neuausrichtung auf ein zukunftsfähiges Wertschöpfungsmodell.Konkret müssen acht Stellhebel optimiert werden:Transparenz schaffenPlanbarkeit erhöhenRisiken managenDigitalisierung und Analytics nutzenEffizienz steigernRobuste und agile Supply-Chain-Netzwerke gestaltenKonsequent auf Nachhaltigkeit ausrichtenMitarbeitende mitnehmenDie konkreten Ansatzpunkte sind vielfältig und unternehmensspezifisch. Sie betreffen sowohl taktische als auch strategische Elemente, wobei natürlich alle im Auge zu behalten sind.Nicht alle Risiken können vermieden werden. Doch lassen sich die relevantesten mit einem proaktiven Risikomanagement identifizieren, im Rahmen von Szenarien betrachten und auf Mitigationspotenzial durchspielen. Der W&P Supply-Chain-Control-Tower erlaubt eine Ende-zu-Ende-Transparenz in Echtzeit, um operative Risiken zu managen. Ein State-of-the-art Bestandsmanagement unter Zuhilfenahme von KI-gestützter, kollaborativer und integrierter Bedarfsvorhersage und Planung ermöglicht die gezielte Bevorratung, ohne jedoch das Working Capital und des Bestandsrisiko zu überreizen.Strategisch gilt es, die Wertschöpfungsarchitektur modularer und mit der richtigen Balance aus regionalen und globalen Anteilen, Redundanzen, Skaleneffekten und Spezialisierung zu gestalten. Ein mehrgleisiges Fahren und hybride Ansätze sollten hierbei in Erwägung gezogen werden. Die ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungstiefe unter Berücksichtigung von robusten, agilen und diversifizierten Liefernetzwerken und Kooperation/Koopetition ist notwendig. Darüber hinaus muss sich der Einkauf komplett neu aufstellen. Neben dem Preis gilt es Kernfaktoren wie das Ausfallrisiko, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Lieferperformance sowie Umweltaspekte zu bewerten. Fähigkeiten zur aktiven Unterstützung kriselnder Kernlieferanten müssen, wo notwendig, aufgebaut oder zugekauft werden.Produktseitig hilft ein aktives Portfoliomanagement, um den Fokus auf die margen- und umsatzträchtigen Produkte zu legen. Signifikante Potenziale für die Robustheit liegen schlussendlich auch in der Produktausprägung z. B. durch einen Produktbaukasten, Reengineering oder Software-Features.FazitDie aktuelle Dynamik durch disruptive Ereignisse und damit strategische Herausforderungen für die Supply Chain werden auf absehbare Zeit bleiben. Der Managementbaukasten aus operativer und digitaler Exzellenz ist in den meisten Fällen ausreichend, muss aber neu interpretiert werden. In der Anpassung und fokussierten Ausgestaltung der einzelnen Stellhebel liegt das größte Potenzial. Hierbei geht es nicht nur um radikale Lösungen, sondern oft auch um die fokussierte Identifikation der spezifischen und wirksamen Ansätze sowie deren Verankerung in der Organisation.
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Best Case
10.01.2023
Die Unternehmensgruppe Böllhoff, Familienunternehmen in 4. Familiengeneration, ist weltweiter Partner für 360° Verbindungstechnik mit Montage- und Logistiklösungen. Anfang 2021 erwarb das Unternehmen die Verbindungselemente Engel GmbH – ebenfalls ein Familienunternehmen. Um den Transformationsprozess vom eigenständigen, operativ von der Inhaberfamilie geführten Familienunternehmen in eine Tochtergesellschaft der familiengeführten Böllhoff Gruppe zu begleiten, wurde bewusst auf die Unterstützung durch einen erfahrenen Interim Manger gesetzt. Ziel war, den Charakter und die Eigenständigkeit der Firma Engel als Tochtergesellschaft zu erhalten: „Die Entscheidung, auf die Expertise und die Erfahrung eines Interim-Managers mit hoher Umsetzungsqualität zu setzen, wurde eindrucksvoll bestätigt. Die Unterstützung von W&P bei der Auswahl und Installierung der interimistischen Führungsfunktion war sehr wertvoll“, so Wilhelm A. Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter Böllhoff Gruppe. Der Projektverlauf unterm Strich? Sehr erfolgreich. So konnte der Umsatz unter Interim-CEO Dr. Bernd-Michael Brunck um 30 % und die EBIT-Rendite über 5% (2021) auf 9% (2022) gesteigert werden – unterstützt von einem motivierten und neu ausgerichteten Führungsteam. Mehr im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 22.12.2022
22.12.2022
Wir stehen vor, oder besser, in einer Zeitenwende. Die Auslöser sind exogene Faktoren, Schocks wie Kriege, Naturkatastrophen, Pandemien und politische Entwicklungen. Sie sind nicht „vom Himmel gefallen“, sondern von Menschen verursacht. Also kein Alibi für die Menschheit und den sog. Verantwortungseliten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Man würde es sich jedoch zu einfach machen, die Schuld und Verantwortung nur auf die Entscheidungsträger zu schieben, denn in aufgeklärten, informierten Gesellschaften sollten Empfindsamkeit, Erkenntnisfähigkeit und Handlungsfähigkeit in der Bevölkerung vorhanden sein, dass alle, zumindest die Mehrheit, in der erfolgreichen Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen engagiert sind. Der Mensch als vernunftbegabtes Wesen, als kreatives Individuum, ausgestattet mit einem starken Überlebenswillen sollte dazu in der Lage sein? Es wird allerdings nicht nur mit dem Einsatz von immer höheren finanziellen Ressourcen, mit steigenden Staatsausgaben, mit einer Vollkasko-Mentalität, mit einer individuellen, aber auch institutionellen Vorteilsmaximierung, einer Selbstoptimierung, einer Selbstverwirklichung ohne Selbstverantwortung, mehr Bindungslosigkeit und mangelnder Loyalität gelingen, diese „neue Zeit“ zum Wohl aller gesellschaftlichen Gruppierungen und zum eigenen Wohlstand und existenziellen Sicherheit zu gestalten. Es wird auch in Zukunft nicht ohne Leistung, Kreativität, wirksamen Ressourceneinsatz und Initiative gehen. Stabile, ethische Grundwerte und kulturelle Veränderungen werden den Weg in eine „neue Zeit“ begleiten müssen.Warum diese sehr komprimierten Ausführungen zu gesellschaftlichen, makro-ökonomischen Rahmenbedingungen? Ganz einfach: Unternehmen sind Bestandteil dieses Gesellschaftssystems und können nicht losgelöst davon eine Transformation „von heute auf morgen“ erfolgreich gestalten. Auch Unternehmen sind von Menschen geschaffene künstliche Systeme, die einem bestimmten Lebenszyklus angehören, die in die Zeit passen oder aus der Zeit gefallen sind und letztlich nur durch deren Gestalter an neue Zeiten anzupassen und auszurichten sind. Also, die Eigentümer, das Management sind wieder einmal gefordert. Keine neue Erkenntnis, aber eine herausfordernde und anstrengende Tätigkeit. Wo liegen die wesentlichen Herausforderungen, Weichenstellungen und Entscheidungen?Instabilität, Disruption, veränderte Machtkonstellationen in den Märkten, etc. erfordern mehr Denken in Alternativen, in Szenarien. Die „Sicherheiten“ gehören der Vergangenheit an. Die Unternehmenskonfiguration muss Flexibilität, Schnelligkeit, Kreativität und Initiative ermöglichen. Einen entscheidenden Beitrag zu diesen Unternehmensmerkmalen muss die Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen liefern. Leadership ist einer der Grundvoraussetzungen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem notwendigen Tempo und den unterstützenden Methoden und Systemen in die „richtige Richtung“ zu bewegen. Der „Lohn“ dafür sind wettbewerbsfähige, ertragsstarke Unternehmen und somit attraktive Arbeitgeber und sichere Arbeitsplätze. Hohe operative Effizienz, solide Finanzierung, ein passendes Risikoprofil und Ressourcenausstattung sind die stabile Basis für den „Sprung in die Zukunft“. Es wird kein „Kurzstreckenrennen“, sondern eher ein Marathon – stellen Sie sich und Ihr Unternehmen darauf ein.Wenn dies alles gut gelingen soll, dann braucht man das richtige Timing – nicht zu spät, aber auch nicht zu früh – und eine qualifizierte Mannschaft, die richtigen Berater und das Quäntchen Glück.
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Kommentar, 05.12.2022
05.12.2022
In den hochkarätigen Beiträgen von UnternehmerInnen und einem engagierten Publikum auf dem Handelsblatt Industriegipfel geht es um nichts weniger, als die Zukunftsfähigkeit der deutschen Industrie.Die Ausgangslage? Kritisch!Rohstoffarmut und somit Importabhängigkeit in allen Materialklassen und EnergieträgernDie weltweit höchsten Energiepreise, die aktuell weit über die Kostentragfähigkeit von eigentlich gesunden Geschäftsmodellen gehenNegative Demographie mit dem Ergebnis eines weiter steigenden FachkräftemangelsEine Bürokratie, die mehr auf Sanktionen und detailverliebte Regelungen setzt, anstelle von unternehmerischer Freiheit und Innovationskraft Zusätzlich teilt sich die Welt mit Amerika und China wieder in Blöcke, die sich ideologisch und wirtschaftlich zunehmend unversöhnlich gegenüberstehen. Und dazwischen die EU, mit der westlich-liberalen Lebensweise den USA verbunden und wirtschaftlich aufs engste mit China verflochten.In Summe reichlich Futter für notwendige Strategiediskussionen, wenn man sein Unternehmen nicht ohnmächtig in die Bedeutungslosigkeit führen will.Die Lösung internationaler Konzerne wird eine noch stärker forcierte Aufstellung in der Triade mit Nordamerika, Asien und China und der EU sein. Noch mehr „local for local“ und mit vielen Wertschöpfungsprozessen raus aus dem im Weltmarkt nachteiligen Standort Deutschland. Bleiben dann einzig noch Holding-Funktionen vor Ort, wird das im Ergebnis gravierende Lücken aus fehlenden Wertschöpfungsstufen und Vorprodukten bedeuten. Gerade in der stark vernetzten und von Clustern geprägten Maschinenbau-, Automobil- und Chemieindustrie keine schönen Aussichten für die Wirtschaft insgesamt und besonders für den Mittelstand und Familienunternehmen, die eigentlichen Wohlstandsgaranten unserer Gesellschaft.Bleibt für letztere, die Familienunternehmen, weiterhin auf die eigenen Stärken zu bauen und darauf zu vertrauen, das die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen schnell wieder tragbare Energiekosten und Versorgungssicherheit sowie eine Reduzierung der Bürokratie gewährleisten. Denn dann – und das zeigt sich in allen Beiträge der UnternehmerInnen auf dem Industriegipfel – bieten z.B. Kreislaufwirtschaft, die Energiewende, Elektromobilität und Industrie 4.0 ein riesiges Innovationspotential. Dies zu nutzen ist dann die Fortschreibung der bisherigen Erfolgsgeschichte, in der deutsche Unternehmen mit überlegenen Lösungen und Produkten lokale Standortnachteile mehr als ausgleichen.
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Best Case
15.11.2022
MEDICE, ein inhabergeführtes Familienunternehmen aus Iserlohn, ist Hersteller und Entwickler von Arzneimitteln und an drei Standorten in Deutschland und knapp 50 Partnern weltweit aktiv. Wachstumsstarke Jahre, eine große Post Merger Integration sowie steigende Anforderungen an Prozesssicherheit und -effizienz führten zu einem großen Projektportfolio – unter anderem auch im digitalen Bereich. Um hier nachhaltig die Transparenz über die Gesamtheit der digitalen Projekte zu verbessern und diese künftig effektiver zu kontrollieren, wurde W&P an Bord geholt. Die W&P Spezialisten für Digitale Transformation reduzierten und priorisierten über 200 Initiativen auf 34 strategisch relevante, führten eine Rhythmik für den Antrag und die Umsetzung der Initiativen ein, etablierten eine projektindividuelle Berechnung des ROI und entwickelten gemeinsam mit den Verantwortlichen bei Medice eine Digitalisierungs-Roadmap, mit der die Planung und Umsetzung digitaler Projekte jetzt auch strategisch verankert ist: „Die Digitalisierungs-Roadmap hat uns mit der klaren Bewertung des Projektnutzens ein perfektes Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem auch die Basis für die stringente Umsetzung geschaffen wurde“, so Stefan Lehmkühler, Leitung IT & Digitalisierung Medice. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
02.11.2022
Die Böllhoff Gruppe ist ein international agierender Anbieter von Verbindungstechnik. Das Familienunternehmen produziert und vertreibt Spezialverbindungselemente, DIN- und Normteile und Montagetechnik. Auch anwendungstechnische Beratung sowie After Sales Service gehören zum Portfolio. Ziel des Managements mit Unterstützung von W&P: Eine Positionsbestimmung hinsichtlich der Kosten und Effizienz der zentralen Gruppenfunktionen im Abgleich zu Unternehmen mit ähnlicher Organisationsstruktur und Größe vor. Basis für die Durchführung des Projektes waren von W&P bereitgestellte Benchmark-Werte aus einer Datenbank, die auch spezifische Einflussfaktoren auf den Effizienzstatus ermittelte und bewertete. Durch den Abgleich der Böllhoff-Werte mit diesen, wurden Abweichungen und Ursachen im Rahmen von Interviews und Workshops ermittelt und entsprechende To Do’s und Aktivitäten zur Effizienzsteigerung erarbeitet. Willhelm Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der Böllhoff Gruppe: „W&P hat nicht nur eine sehr gute Arbeit geleistet, sondern die Erwartungen übertroffen.“ Wie das konkrete Vorgehen aussah? Mehr im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 28.10.2022
28.10.2022
Die K2022 war eindrucksvoll wie eh und je: Hier zeigte sich die Kunststoffindustrie selbstbewusst und als wichtiger Teil der Lösung für die globale Nachhaltigkeitswende.Die spannende Frage dazu ist: Was ist Show? Was ist echt?Schon bei der K2019 war Nachhaltigkeit die Headline bei den meisten Ständen. Also sollte man davon ausgehen, dass nachhaltige Produkte und Lösungen heute schon ein fester Bestandteil im Angebot der Unternehmen sind. Klar, zwischen beiden Shows liegen eine Pandemie, Störungen der globalen Lieferkette in nicht gekanntem Ausmaß und mittlerweile auch ein Krieg in Europa. Trotzdem haben Unternehmen das Innovieren ja nicht eingestellt und Entwicklungsprojekte weiter voran getrieben.Im Ergebnis fanden sich auch bei allen Unternehmen vom Polymer über Additive und Masterbatches bis zu Verarbeitungsmaschinen innovative Lösungen. Dabei geht es entweder um Ansätze rund um Kunststoffrecycling oder und die Ablösung fossiler Rohstoffe durch regenerative und biobasierte Ressourcen. Um nun zu beurteilen was Show und was Echt ist, hat der gemeine Kaufmann einen schlichten Maßstab: Was davon ist schon im Umsatz der Unternehmen angekommen?First MoverFür die Nachhaltigkeitswende top positioniert sind Unternehmen, die sich schon 7 Jahre und länger mit den Thema Recycling und alternative Rohstoffe beschäftigen (kleine zeitliche Einordnung: der EU Circular Economy Action Plan datiert aus 2015):Umsatzanteil von nachhaltigen Lösungen mind. 15% bis 30% und mehrAnteil am Produktportfolio bis zu 60%, im Schnitt 25-30%Etablierte Anwendungen, robuste Kundenbeziehungen, Marktstellung als Problemlöser, Wachstum aus diesem New BusinessLate FollowerDie meisten Unternehmen haben das Thema tatsächlich erst mit der letzten K ernsthaft in Angriff genommen. In der Folge sieht es so aus:Umsatzanteil nachhaltiger Lösungen im einstelligen Prozentbereich – nur EU näher an 10%, RoW nahe 1-3%Anteil am Produktportfolio reicht selten über 10%Langwieriges Innovationsmarketing, gerade in den aktuellen Krisenzeiteninterne Konflikte um Ressourcen, Kapazitäten und Investitionsmittel gegen etablierte, konventionelle Produkte ohne eine konsequente Machtpromotion in der Geschäftsführung Die LetztenZugegebenermaßen wenige Unternehmen. Man muss aber feststellen, dass der Startschuss zur Nachhaltigkeitswende schlicht überhört wurde, wenn ein Unternehmensvertreter stolz berichtet, dass just erste Rec-basierte Halbzeuge beim Kunden zur Bemusterung sind - während parallel über 150 kto an Produkten aus Virgin-Material produziert werden.Fazit: Der Geschwindigkeitswettbewerb in der Kunststoffindustrie ist in vollem Gang und First Mover profitieren schon heute von ihrer Innovationsleitung und Konsequenz. Die Verfolger müssen nun also unter erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufholen, um den Anschluss und Ihre Zukunft nicht zu verlieren.
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Kommentar, 11.10.2022
11.10.2022
Situative Veränderungen in der deutschen Molkereibranche erfordern momentan den vollen Einsatz aller Führungskapazitäten. Gleichzeitig nimmt der strategische Transformationsdruck durch neue Technologien, politische Umbrüche, gesellschaftlichen Wertewandel und internationalen Wettbewerb täglich zu. Das erfordert Kraft für Kursanpassungen, die für viele Player aktuell kaum zu mobilisieren zu sein scheint.Wer in dieser Gemengelage jedoch nicht nur Brände löschen, sondern dem Transformationsdruck strategisch begegnen will, sollte entlang folgender 10 Impulse schrittweise eine zukunftsfähige Perspektive entwickeln:Proteinalternativen auf den Radar nehmenAlternative Proteine sollten als Chance begriffen werden. Proteine aus Fermentation sind dezentral produzierbar, kostengünstig und nachhaltig. Nicht ohne Grund sind die Wagniskapitalflüsse in diese Technologien erheblich.Nachhaltigkeit strategisch verankernNachhaltigkeit muss strategisch auf der Unternehmensagenda verankert werden. Jüngere Generationen fordern hierzu volle Transparenz. Ihre Werthaltungen wirken sich auf das Konsumverhalten und die Markenwahl aus.Marken- und Marketingleistungen anpassenTraditionsmarken müssen die eigenen Marken- und Marketingleistungen im Portfolio sowie ihre Omnichannel-Präsenz auf digitalen Plattformen, im Social-Commerce und bei Schnelllieferdiensten überprüfen. Vermarktungs- und Kommunikationsinnovationen sind erforderlich, um vor allem jüngere Generationen auf ihrer Customer Journey besser zu erreichen.Challenger Brands als Chance begreifenInnovative, derzeit noch vor allem pflanzliche Milchalternativen, drängen mit Challenger Brands und Start-up Spirit in die Regale. Es gilt diese neuen Marken vorurteilsfrei zu analysieren und Lernkomponenten für das eigene Geschäft herauszuarbeiten.Innovationskraft im „War for Milk“ steigernGeringe Innovationskraft führt zu generischen Sortimenten mit sinkender Profitabilität. Steigende Milchauszahlungspreise können dann kaum noch gestemmt werden. Strategische Innovationen von heute garantieren mit guter Profitabilität einen wettbewerbsfähigen Milchauszahlungspreis von morgen.Produktion zukunftsfähig ausbauenViele Produktionsstätten sind nicht mehr state-of-the-art. Die Entwicklung und Umsetzung einer smarten, zukunftsfähigen Operations-Agenda bei der lean, green und digital Hand in Hand gehen, ist Pflicht für Profitabilität und Nachhaltigkeit.Finanzierungsarchitektur überdenkenDie Anforderungen an die Relation von Eigenkapital- zu Fremdkapitalausstattung seitens der Finanzierer steigen. Erforderlich sind maximale Transparenz - z. B. in Bezug auf Ertrags-/Verlustquellen, Planung, Finanzierung und Kapitalbedarfe - und langfristige Finanzierungskonzepte, um z. B. Innovationsthemen entsprechend umsetzen zu können.Organisationspotenziale hebenDas Image als Arbeitgeber muss attraktiver werden, um Talente anzuziehen. Anstehende Generationswechsel sind ein kritischer Erfolgsfaktor für Kontinuität und Wandel und zeitgleicheine Gelegenheit für wirksames Employer Branding, um für Bewerber erste Wahl zu sein.Business Continuity Management aufbauenMit Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg wächst die Bedeutung alternativer Abläufe und Szenario-Entwicklung deutlich. Um vorbereitet zu sein, heißt es bei Schlüsselthemen wie alternativer Energieversorgung oder der Sicherheit der Supply Chain auf exogene Störungen vorbereitet zu sein und das Geschäft weiter betreiben zu können.Brände löschenUnsicherheit bei der Energieversorgung, Inflation, schlechtes Konsumklima, Personalmangel und eine weitere Corona-Welle.: Das operative Tagesgeschäft bindet Managementkapazitäten. Organisiertes Krisenmanagement ist Pflicht für das Top-Management in der Molkerei-Branche.FazitDas Management situativer Veränderungen und der strategische Transformationsdruck passieren zeitgleich. Inhaltlich sind sie jedoch nicht zwingend miteinander verbunden. Ein „nacheinander abarbeiten“ funktioniert nicht, weil strategische Transformation ohne Rücksicht auf die situativen Krisen stattfindet.Das erzeugt eine erbarmungslose Situation, die in eine strategische Sackgasse führt, wenn nur im Hier und Jetzt akute Brände gelöscht werden ohne Blick auf strategische Perspektiven. Gefragt sind jetzt ein planvolles Vorgehen und eine kluge Priorisierung. Nur wer heute die Zukunft im Sinn hat, für den klappt es auch mit dem Morgen und Übermorgen.
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Kommentar, 29.09.2022
29.09.2022
Die allgemeine Wirtschaftslage nach der Finanzkrise 2009? Stabil. Doch in der jüngeren Vergangenheit machte sich Unsicherheit breit: Unerwartete „Black Swan Events“ wie Corona, der Krieg gegen die Ukraine, der Brexit oder auch die Blockade des Suezkanals hatten massive Auswirkungen auf Gesellschaft und Geschäftsleben. In den weltweiten Lieferketten kam es teils zum temporären, kompletten Versorgungs-Abriss mit bekannten Folgen: Fehlende Halbleiterchips, pflanzliche Öle, Düngemittel, Schiffscontainer, Holz und sogar LKW-Fahrer.In dieser VUCA-Welt (Volatile, Uncertain, Complex und Ambigious) werden immer mehr Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit gefordert, doch: Klassische Risikobewertungsansätze und kurzfristige Notfallpläne stoßen hier an ihre Grenzen. Denn sie fokussieren auf Risiken mit hohen Eintrittswahrscheinlichkeiten und lassen damit Black Swan Events außer Acht. Stattdessen gibt es eine Methode, die man z.B. aus der Luftfahrt kennt - das Business Continuity Management (BCM). Statt nach jedem unvorhersehbaren Ereignis überrascht in den Krisenmodus zu schalten, ist das Ziel von BCM, Unternehmen einen „präventiven Notfallplanplan“ an die Hand zu geben.Multiple Zukunftsszenarien – und das bitte gleichzeitig!Im Kern werden bei BCM multiple – auch unwahrscheinliche – Zukunftsszenarien und ihre Konsequenzen durchgespielt. Während bislang verstärkt Strategien im Mikro-Umfeld des Unternehmens gebildet wurden (z.B. Kunden und Wettbewerb), werden im BCM vor allem Risiken in der Makro-Umwelt betrachtet (z.B. Weltpolitik oder Gesetzgebung). Die Liste branchen- oder firmenspezifischer BCM-Szenarien ist dabei lang: Rohstoffverfügbarkeit, Energiebeschaffung, Cyber-Sicherheit gehören genauso dazu wie Umweltkatastrophen. Daraus werden dann entweder präventive Maßnahmen zur Risikovermeidung umgesetzt oder aber reaktive Maßnahmen zur besseren Risikobeherrschung entwickelt, die im Eintrittsfall einfach aus der Schublade gezogen und routiniert durchgeführt werden können.Pragmatismus gegen BürokratiemonsterBei der Einführung von BCM sollte darauf geachtet werden, kulturkompatibel und pragmatisch vorzugehen – schließlich könnte die die Angst vor einem Bürokratiemonster sinnvolle BCM-Aktivitäten schon im Keim ersticken.Denn bei richtig angewendetem BCM profitieren Unternehmen in mehrfacher Hinsicht:Der Fortbestand des Unternehmens wird durch eingeleitete Präventivmaßnahmen oder aber durch planvoll ausgeführte Maßnahmen zur besseren Risikobeherrschung besser abgesichert.BCM kann zu relevanten Kostenreduktionen bei Versicherungen durch niedrigere Prämien sorgen, da bestimmte versicherungsrelevante Risiken im Vorfeld ausgeschlossen werden.Das Monetarisierungspotenzial von BCM ist signifikant: ein Lieferant, der glaubhaft belegen kann, dass er trotz wesentlicher Störfaktoren weiter lieferfähig bleibt, hat nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern kann diesen als „jederzeit zuverlässiger Partner“ auch vermarkten. Steigende Preise durch Risikomanagement-Maßnahmen werden bei den hohen Abhängigkeiten in den Lieferketten und in der aktuellen VUCA-Welt zunehmend akzeptiert.FazitUnternehmen, die auf „Black Swan Events“ vorbereitet sein wollen, kommen an BCM nicht mehr vorbei. In der heutigen Zeitenwende besteht im Grunde für jede Organisation diese Notwendigkeit. Zu Recht wird teilweise schon politisch ein gesetzlich verpflichtendes BCM für bestimmte Branchen gefordert. Wer BCM jetzt als Chance begreift, kann sich als Pionier Vorteile sichern und ist nicht nur zur Reaktion gezwungen, wenn Lieferanten, Kunden, Versicherungen oder eben Gesetzgeber BCM einfordern.
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Event, 15.01.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Das Jahr 2026 steht im Zeichen der „Debt Maturities“ – und stellt Unternehmen vor erhebliche finanzielle Herausforderungen. Steigende Refinanzierungsbedarfe treffen auf eine zunehmend restriktive Kreditvergabe und strengere regulatorische Anforderungen an Banken. Damit rückt eine zentrale Frage in den Fokus: Wie entscheidend sind Bonität, Kennzahlen und Planung für Finanzierungsentscheidungen unter dem Blickwinkel der Banken-Regulatorik? Referentin Eva Ringelspacher von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH zeigt, wie das Zusammenspiel aus Bonitätsanalyse und -prüfung, dem Erreichen relevanter Finanzkennzahlen sowie einer belastbaren Unternehmensplanung in Zeiten immer strengerer regulatorischer Vorgaben funktioniert. Dabei stehen insbesondere folgende Fragestellungen im Mittelpunkt: Welche Kriterien fließen in die Ratingermittlung ein und wie wirken sie sich auf Kreditkonditionen aus?  Finanzkennzahlen: Welche Rolle spielen sie als Entscheidungsgrundlage der Banken, im Risikomanagement und im Vergleich zu Peers? Unternehmensplanung: Wie wird sie zur zentralen Entscheidungsgrundlage für die Risikominimierung und das frühzeitige Erkennen von Abweichungen? Banken-Regulatorik: Warum intensivere Bonitätsprüfungen zunehmend zu restriktiveren Kreditvergaben führen Eva Ringelspacher vermittelt praxisnah, worauf Banken heute und künftig besonderen Wert legen, welche Anforderungen Unternehmen erfüllen müssen und wie sie sich frühzeitig auf anstehende Refinanzierungen vorbereiten können. Nutzen Sie die Gelegenheit, wertvolle Einblicke zu gewinnen und Ihre Fragen direkt an eine erfahrene Expertin zu richten. Anmeldung hier.
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Kommentar, 24.08.2022
24.08.2022
Insbesondere der M&A-Markt für kleinere und mittlere Transaktionen hat nach der Schockstarre durch den Ukraine-Krieg wieder an Fahrt gewonnen. Nicht nur Finanzinvestoren sind aktuell gerade im Smallcap-Markt sehr aktiv, wenn es um Akquisitionen und Übernahmen geht. Auch viele Familienunternehmen denken derzeit intensiv über sinnvolle Ergänzungen entlang der Wertschöpfungskette nach, streben den Eintritt in neue regionale Märkte an, wollen die Technologiebasis erweitern oder grundsätzlich die Portfolios ihrer Geschäftsfelder weiter diversifizieren. Ein „Grüne Wiese-Ansatz“ dauert meist zu lange, daher liegt es nahe, sich nach geeigneten Übernahmekandidaten umzuschauen.Übernahmen aus Portokasse bezahlen oder Banken am Risiko beteiligen?Egal ob die Herangehensweise dabei eher opportunistisch getrieben ist oder einem strategischen Masterplan folgt – zu erfolgreichen Diversifikationen und New Business-Aktivitäten gehört auch die Planung der Übernahmefinanzierung. Familienunternehmen neigen häufig dazu, Akquisitionen überwiegend aus der „Portokasse“, sprich aus dem liquiden Eigenkapital, zu finanzieren. Diese weitreichende Unabhängigkeit hat jedoch ihren Preis. Denn mit ihr geht auch die Übernahme des vollen Risikos der Transaktion einher. Finanzinvestoren agieren hier aufgrund ihres Geschäftsmodellansatzes völlig anders. Aber auch konservativ handelnde Familienunternehmen sollten sich die Frage stellen, ob man Fremdkapitalgeber zumindest ein Stück weit am Risiko neuer Geschäfte beteiligen sollte.Grundsatzfragen möglichst frühzeitig klärenDie Frage nach einer möglichen Kaufpreisfremdfinanzierung sollte in jedem Fall von Anfang an integrativer Bestandteil der Akquisitions- bzw. Übernahmeplanung sein. Dabei gilt das Motto: Je früher, umso besser! Man sollte sich hierzu mit folgenden grundlegenden Fragen auseinandersetzen, welche in erheblichem Maße die Übernahmefinanzierung bestimmen werden:Über welche freien Eigenmittel verfügen Sie, und wieviel davon wollen Sie für die Übernahme einsetzen?Wollen Sie ausschließlich mit dem eingesetzten Eigenkapital haften oder sind Sie bereit, weitere Haftungen und Garantien zu stellen?Über welche nachhaltigen Cashflows verfügt das Zielunternehmen, die zur Finanzierung der Übernahme eingesetzt werden könnten?Sind Sie in der Lage und willens, auf Ausschüttungen der Beteiligung für einen längeren Zeitraum zu verzichten?Wie wichtig ist das aktuelle Management der Beteiligung für den Erfolg und möchten Sie das Management direkt am Kapital beteiligen? Typische Akquisitions- und Finanzierungsstruktur von FinanzinvestorenAus der individuellen Beantwortung dieser Grundsatzfragen und dem konkreten Kaufpreis ergibt sich der grundsätzliche Rahmen für die Finanzierungs- und Transaktionsstruktur. Bei dem Erwerb neuer Beteiligungen durch Finanzinvestoren hat sich ein typisches Muster für die Akquisitions- und Finanzierungsstruktur herausgebildet. Die Anteile an der Zielgesellschaft werden regelmäßig nicht direkt vom Investor erworben. Stattdessen wird eine spezielle Zweckgesellschaft (AkquiCo) als Erwerbergesellschaft gegründet, welche die Anteile an der eigentlichen Zielgesellschaft hält. An der AkquiCo könnte je nach Zielsetzung optional auch das Management der übernommenen Gesellschaft beteiligt werden. Der Eigenkapitalbeitrag zur Finanzierung der Übernahme wird als Kapitaleinlage oder als Gesellschafterdarlehen durch die Holding des Investors (HoldCo) in die Erwerbergesellschaft eingebracht. Üblicherweise beläuft sich das anteilige Eigenkapital auf mind. 25-30% des Gesamtfinanzierungsvolumens. Die restliche Kaufpreissumme wird durch ein erstrangiges Darlehen (Senior Debt) auf Ebene der Erwerbergesellschaft dargestellt.Fremdkapitalanteil der Übernahmefinanzierung als Multiplikator des nachhaltigen EBITDA Die Höhe des Fremdkapitals wird dabei durch einen EBITDA-Multiplikator begrenzt. Bei tendenziell zyklischen Geschäftsmodellen mit hohem Investitionsbedarf (z. B. Automobilzulieferer, Baubranche) gilt beispielsweise eine maximale Verschuldungsgrenze von 3,5 – 4,0x des normalisierten EBITDA des Zielunternehmens als tragfähig. Das nachhaltige EBITDA wird vereinfachend als Maßstab für die Fähigkeit zur Generierung von Cashflow herangezogen. Bei sog. „Higher Value oder Superior Industrial“-Branchen kann die Verschuldung auf das 5- bis 6-fache EBITDA ausgedehnt werden. Dabei handelt es sich um Geschäftsmodelle, bei denen die EBITDA-Marge zwischen 10 und 20% betragen kann. Finanzinvestoren neigen dazu, die Spielräume für eine Fremdfinanzierung maximal auszunutzen und damit ihre Eigenkapitalrendite zu hebeln. Aus diesem Grund spricht man von sog. LBO-Finazierungen (Leveraged Buyout). Je nach Konstellation ist eine Aufstockung des Eigenkapitals durch Mezzanine- Kapital erforderlich, beispielsweise wenn der Investor seinen Eigenkapitaleinsatz auf einen bestimmten Betrag begrenzen möchte. Die notwendige Umlauffinanzierung wird meist durch eine Kreditlinie auf Ebene der Zielgesellschaft dargestellt.Risikobegrenzung durch Ring Fencing-StrukturenDie Besicherung der Akquisitionsfinanzierung wird meist auf die Verpfändung der Gesellschaftsanteile der AkquiCo an der Zielgesellschaft sowie eine Besicherung durch deren Assets beschränkt. Dazu gehören vor allem die Globalzession der Forderungen aus Lieferung und Leistung, eine Raumsicherungsübereignung der Waren sowie Pfandrechte an Sachanlagen, Grundstücken und dem Immobilienbesitz. Weitere Haftungen oder Garantien für die Zielgesellschaft und die Finanzierung werden regelmäßig nicht gestellt. Somit wird das Risiko aus der Akquisition für den Investor auf das eingebrachte Eigenkapital begrenzt. Bei dieser Struktur spricht man auch von einem sog. „Ring Fencing“ bzw. einer Non-Recourse-Finanzierung, also einer Abschottung der Risiken der Akquisition von den anderen Aktivitäten des Übernehmers.FazitMit einer intelligenten Gestaltung der Transaktions- und Finanzierungsstruktur können die finanziellen Risiken aus einer Übernahme auf den Eigenkapitaleinsatz begrenzt werden. Die Möglichkeit der anteiligen Fremdfinanzierung basiert auf dem Geschäftsmodell und der Ertragskraft des Zielunternehmens. Finanzinvestoren fokussieren sich hier meist auf die Maximierung ihrer Eigenkapitalrendite. Familienunternehmen können sich durch eine weniger aggressive Hebelung der Fremdverschuldung positiv abheben und dabei trotzdem eine gezielte Risikosteuerung betreiben.
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Kommentar, 17.08.2022
17.08.2022
Nicht nur Großkonzerne, sondern auch die meisten mittelständischen Unternehmen agieren in internationalen Beschaffungs-, Produktions-, und Logistik- Netzwerken. Aufgrund des strategischen Charakters sowie der hohen Ergebnis- und Working Capital-Auswirkungen sollten Standortentscheidungen gut überlegt sein, um die Ertragskraft und Liquidität dauerhaft zu sichern.Viele Unternehmen beschäftigen sich gerade mit folgenden, typischen Kernfragen der Standortentwicklung:Wie viele Standorte sind erforderlich?Reichen die vorhandenen Kapazitäten aus, um weiteres Wachstum zu realisieren?Sind die Standorte unterausgelastet und verursachen Leerkosten?Wie hoch sollte die Wertschöpfungstiefe der einzelnen Standorte sein?Wie hoch sind die Einsparpotenziale durch „Redimensionierung“, also den Abbau von Überkapazitäten im Produktions- und Logistiknetzwerk?Welche Rolle haben die einzelnen Standorte im zukünftigen Werksverbund?Ist ein zentrales Werk mit hohen Skaleneffekten besser als kundennahe, dezentrale Standorte? Zur Beantwortung dieser Fragen sollte eine fundierte Entscheidungsvorlage erarbeitet werden, um das Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig und krisenfest aufzustellen. Grundlage dafür ist immer eine Annahme über die zukünftige Entwicklung von Umsatz und Absatz in den Zielregionen des Unternehmens.Da die Zukunft aufgrund der zunehmenden Volatilität der Märkte – nicht erst seit der Pandemie – immer schwieriger zu prognostizieren ist, sollte nicht mehr nur eine einzige, starre Mittelfristplanung erstellt werden, sondern vielmehr verschiedene Szenarien erstellt und simuliert werden.Im Operations-Kontext geht es dabei um die Entwicklung und Bewertung unterschiedlicher Standortszenarien auf Basis von differenzierenden Annahmen über das zukünftige Produktionsvolumen und über die Produktkalkulation zu den Standorten. Die Herausforderung besteht darin, gleichzeitig die operations-relevanten Aspekte (z. B. Kapazitätsauslastung und Mitarbeiterbedarf je Maschine) mit finanzwirtschaftlichen Aussagen zu Investitionsbedarf, Working Capital und GuV-Effekte zu verknüpfen, um alle Stakeholder mit ihren spezifischen Informationsbedarfen versorgen zu können. Im Ergebnis sollte eine belastbare Quantifizierung für die verschiedenen Umsatz- und Standortszenarien vorliegen sowie eine Umsetzungsempfehlung mit konkretem Fahrplan zur sukzessiven Transformation vom Ist- in den Soll-Zustand.ProjektbeispielW&P begleitete einen mittelständischen Automobilzulieferer bei der Neuaufstellung des Produktionsfootprints, da der Hersteller von Aluminiumdruckguss-Komponenten unter den Folgen des Wandels in Richtung Elektromobilität und dem Nachfrageeinbruch in der Pandemie in eine Ergebniskrise geraten ist. Der Fokus des W&P-Projekts lag von Beginn an auf der Neukonfiguration des Produktionsfootprints, um relevante Kostenpositionen zu adressieren. Jedes der vier deutschen Werke produzierte bereits vor der Pandemie unterhalb der möglichen Kapazitäten – bei gleichzeitig negativen Umsatzprognosen. Die in der Automobilindustrie vorherrschende Unsicherheit machte Zusagen für Neugeschäfte zur Steigerung der Auslastung nicht möglich. Die Schließung einer oder mehrerer der vier Standorte und die Konsolidierung der Kapazitäten war somit die logische Konsequenz.VorgehensweiseUm den Erfolg des Projektes zu gewährleisten, galt es vor allem von Beginn an sicherzustellen, dass alle Stakeholder, bestehend aus den Eigentümern, der Geschäftsführung und den Werkleitern mit W&P an einem Strang ziehen. Im Ergebnis der ersten Abstimmung konnten vier Kernszenarien zur Anpassung des Produktionsfootprints definiert und wesentliche Leitplanken des Projektes festgelegt werden. Aufgrund des negativen Absatzrückgangs wurde in diesem Fall nur ein Umsatzszenario unterstellt, das konservativ auf ein sehr niedriges und somit auf jeden Fall zu erreichendes Umsatzniveau ausgelegt war.Zur Erstellung einer Entscheidungsvorlage bestand die Kernaufgabe darin, die Profitabilität der vier Szenarien und die entstehenden Einmalkosten zu quantifizieren sowie die relevanten Entscheidungskriterien aufzuzeigen. Neben dem Quick-Check jedes der Werke zur Aufnahme standortspezifischer Gegebenheiten und produktionstechnischer Schwerpunkte stand vor allem der Aufbau einer soliden Zahlenbasis im Vordergrund.In dem von W&P erstellten Kapazitäts- und Quantifizierungsmodell wurden zukünftige Anlagenauslastungen, Einmalkosten für Verlagerungen, Investitionskosten, Abfindungen sowie die jährlichen Betriebskosten für die vier Szenarien berechnet. Erfolgsfaktoren im Projekt waren vor allem der hohe Detailgrad, der sich beispielsweise bei der Berechnung der Anlagenauslastungen auf Basis der Schusszahlen der einzelnen Produkte je Druckgussanlage zeigte, da dies nicht nur die Ebene der anfangs teilweise kritischen Werkleiter, sondern auch die anderen Stakeholder von der Solidität der berechneten Szenarien überzeugt hat. Darüber hinaus war die Kombination von Operations- und betriebswirtschaftlicher Kompetenz entscheidend für die Glaubwürdigkeit und die Akzeptanz der erarbeiteten Entscheidungsgrundlage.ErgebnisDas einzig profitable Szenario hatte die Schließung von zwei der vier Werke zur Folge. Im Ergebnis des Projektes lag ein detailliert ausgearbeiteter Zeitplan für die Verlagerungen, Schließungen und den Hochlauf der Standorte vor, der inzwischen 1:1 umgesetzt wurde. Die aktuelle Zeit ist durch Krisen, Volatilität und eine nur schwer vorhersehbare Zukunft geprägt. Umso wichtiger ist es, dieser Unsicherheit proaktiv durch die Bewertung verschiedener Umsatz- und Absatz-Szenarien entgegenzuwirken, um später die passende und vorgedachte Lösung zur Gestaltung der Wertschöpfungsarchitektur „aus der Schublade ziehen“ zu können.FazitDie aktuelle Zeit ist durch Krisen, Volatilität und eine nur schwer vorhersehbare Zukunft geprägt. Umso wichtiger ist es, dieser Unsicherheit proaktiv durch die Bewertung verschiedener Umsatz- und Absatz-Szenarien entgegenzuwirken, um später die passende und vorgedachte Lösung zur Gestaltung der Wertschöpfungsarchitektur „aus der Schublade ziehen“ zu können.
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Event, 13.01.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Was benötigen Finanzierer bei einem Kreditnehmer in der Krise – ist es ein IBR, ein Sanierungsgutachten in Anlehnung an IDW S6, ein Sanierungs-gutachten, gem. der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BGHs? Zu welchem Zeitpunkt und in welcher Situation ist ein Gutachten erforderlich: Standstill, Tilgungsstundung, Fresh Money? Und gibt es hiervon Ausnahmen? Diese Fragen und weitere Themen werden in unserem Executive Dialog in Kooperation mit GSK Stockmann thematisiert.
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Best Case
25.07.2022
Die Unternehmensgruppe Hörmann ist ein Industriekonzern mit vier Geschäftsfeldern - Automotive, Engineering, Communication und Intralogistics. Das Familienunternehmen ist weltweit aktiv und verfügt über 27 Tochtergesellschaften. Zur Verbesserung der Ergebnissteuerung im Geschäftsfeld Automotive setzte die Gruppenführung auf die Expertise von W&P, um die Instrumente im kostensensiblen Geschäftsfeld Automotive zu optimieren. Hauptaufgabe war es, das Produktportfolio mit Hilfe von BI-Instrumenten hinsichtlich der kosten- und ergebnistreibenden Faktoren zu analysieren, erste Handlungsoptionen zur Optimierung abzuleiten und ein Konzept zur Ergebnisdarstellung des Produktportfolios aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zu erarbeiten. Hinzu kam die Erstellung eines Prototypen zur Ergebnisdarstellung als Basis für die SAP Umsetzung in CO-PA. Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Projektumsetzung: Der interdisziplinäre Ansatz aus Controlling, Operations und Data Analytics. Das unterstreicht auch Johann Schmid-Davis, CFO der Hörmann Gruppe: „Der interdisziplinäre und fachlich durch hohes State-of-the-Art-Wissen gekennzeichnete Projektansatz von W&P war für das Projekt ein wichtiger Erfolgsfaktor.“ Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 21.07.2022
21.07.2022
Die Weltgemeinschaft befindet sich als Ergebnis geopolitscher Verwerfungen, protektionistischer Ambitionen sowie anderer exogener Faktoren wie der Pandemie oder die russische Invasion in der Ukraine in einer Phase der „Deglobalisierung“, auch als „Globalisierung 2.0“ beschrieben. Das Phänomen selbst wie auch die wirtschaftlichen und ökonomischen Antworten international agierender Unternehmen hierauf werden unter dem Begriff „Decoupling“ subsummiert. Strategische, operative und organisatorische Reaktionen sind dabei breit gefächert. Im Wesentlichen resultiert hieraus die Notwendigkeit eine gewisse unternehmerische Unabhängigkeit in geschäftsrelevanten Schlüsselregionen sicherzustellen, um so die kontraproduktiven geopolitischen Entwicklungen abfedern zu können.Für die meisten internationalen aufgestellten Unternehmen gilt, dass sie in der Regel durch eine Matrix-Organisation geprägt sind, welche in der Kernlogik einerseits meist eine funktionale, oder divisionale Achse und andererseits eine regionale Achse aufweist. In dem Maße, wie einzelne Länder Handelsbarrieren aufbauen oder durch technische Standards Marktzugänge beschränken, wird sich das Decoupling zukünftig vermehrt in der Organisation und Neuordnung von Verantwortlichkeiten international agierender Unternehmen widerspiegeln müssen. Im Ergebnis bedeutet dies, die organisatorische Achse der Regionen bzw. Länder prominenter in der Organisationsstruktur zu verankern.Entscheidend für den Erfolg einer solchen Matrix-Organisation ist die richtige Balance zwischen den beiden Achsen. Um die Strukturen nicht zu atomisieren und zu kleinteilig zu gestalten, werden zum Teil einzelne Landesgesellschaften zu regionalen Clustern zusammengefasst. Hierbei ist entscheidend, dass sich derartige organisatorische Gebilde hinsichtlich ihres Verantwortungsspektrums deutlich von dem einer gewöhnlichen Landesgesellschaft abheben, da ihnen zwangsläufig höhere Freiheitsgrade zugesprochen werden müssen, um die sich ergebenden kontraproduktiven Effekte abzufangen.Organisatorische Balance aus zentraler und dezentraler VerantwortungWird als Folge des Decoupling ein Land oder eine Region, mit besonderen Freiräumen und Verantwortlichkeiten ausgestattet, um so autarker agieren zu können, kommt dem richtigen „Balancing“ zwischen zentraler und dezentraler Verantwortung eine elementare Bedeutung zu (siehe Abb. 2): Einerseits muss Verantwortung von oben nach unten abgegeben werden, um den Anforderungen der neuen geopolitischen Gegebenheiten zu genügen, z. B. für den Aufbau einer funktionsfähigen Supply Chain aus der Region für die Region. Andererseits muss mitunter auch Verantwortung von den einzelnen Landesgesellschaften eines derartigen Länder-Clusters an den neuen Zwischen-Layer abgegeben werden, um Vielfaltskosten und Komplexität in Grenzen zu halten. Denn ein völliges Loslösen bzw. Verselbständigen aller Landesgesellschaften einer internationalen Unternehmensgruppe kann nicht funktionieren und ist in der Regel auch nicht zu bezahlen.Wo der richtige Trennpunkt liegt, kann nicht allgemeingültig beschrieben werden, denn in einem Fall geht es um die beschriebene Versorgung der Unternehmen aus der eigenen Region heraus. Im anderen Fall mag es in erster Linie um höhere Freiheitsgrade bei der Adaption der zentral entwickelten Produkte an die regionalen Marktgegebenheiten gehen. Daher ist exakt darauf zu achten, welche konkrete strategisch-operative Ausgangssituation im jeweiligen Markt und den Landesgesellschaften vorliegt und wie konkret diese von den geopolitischen Verwerfungen betroffen sind. Die Rahmenbedingungen in den USA, in China oder jüngst in Russland sind und bleiben sehr verschieden.Widerspruchsfrei durch KompromisseDie richtigen Antworten auf das Decoupling werden häufig mit Kernzielen an die konkrete Ausgestaltung der Matrix-Organisation verbunden:1. Mehr Unternehmertum und Eigenständigkeit2. Steigerung der operativen Agilität und Flexibilität3. Wahrung regionaler Kundenorientierung4. Sicherstellung einer stabilen LieferketteKonträr dazu stehen aber gängige Kernziele bei der Ausgestaltung einer jeden Organisation:1. Einfachheit und Transparenz von Strukturen und Aufgaben2. Effizienz und Wirtschaftlichkeit sowie Nutzung von SynergienWegen der Widersprüchlichkeit dieser Ziele werden die organisatorischen Maßnahmen zwangsläufig zu gewissen Kompromissen führen müssen, die einen Ausgleich zwischen Autonomie auf der einen Seite und Effizienz und Wirtschaftlichkeit auf der anderen Seite schaffen.Daher sind zur Sicherstellung einer sinnvoll funktionierenden Zusammenarbeit aller Elemente einer derartigen Organisation klare „Spielregeln“ festzustellen, damit die Dreistufigkeit „Zentrale – Region – Landesgesellschaft“ sich nicht gegenseitig behindert. Die alten Regeln, wonach sich die zentralen Einheiten um die übergeordneten strategischen sowie „Compliance“- relevanten Sachverhalte konzentrieren, um nur einige Beispiele zu nennen, und die lokalen Organisationen für die erfolgreiche Umsetzung des operativen Tagesgeschäfts verantwortlich sind, verändert sich unter den Bedingungen des Decoupling: Die Verlagerung von Verantwortung auf die regionale bzw. lokale Ebene kann im Extremfall zu einer sehr weitreichenden Verselbständigung dieser Einheiten von zentralen Vorgaben führen, wird in der Regel aber häufig nicht so stark ausgeprägt sein. Wie weit die jeweiligen Lösungen auszugestalten sind, hängt daher im Wesentlichen vom Eskalationslevel der jeweiligen geopolitischen Verwerfungen in den einzelnen Regionen bzw. Ländern ab. In jedem Fall sind in Zeiten des Decoupling die zentralen Rahmenbedingungen und strategischen Leitplanken nicht zu eng zu fassen, um den lokalen Einheiten die nötige Flexibilität und Agilität zu ermöglichen.FazitGeopolitische Veränderungen führen zur unternehmerischen Notwendigkeit, globale Organisationen verstärkt zu regionalisieren. Der steigenden strukturellen Komplexität in Folge der Dezentralisierung, ist durch eine klare Kaskadierung der zentralen und dezentralen Verantwortungen zu begegnen. Ziel sollte es sein, gewisse unternehmerische Freiräume für die Regionen und Länder eines globalen Unternehmens zu erhalten bzw. zu stärken, um den Kunden und das regionale Geschäft trotz der widrigen Umstände in den Mittelpunkt des unternehmerischen Handels zu stellen.
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Kommentar, 12.07.2022
12.07.2022
Wachstum im Heimatmarkt – der in der Regel 40 bis 60 % des Umsatzes ausmacht – wird zunehmend aufwendiger, so dass die erfolgreiche Fortsetzung der begonnenen Internationalisierung eine wichtige strategische Wachstumsquelle bei Familienunternehmen ist.Seit zwei Dekaden ist der Begriff VUCA (volatility, uncertainty, complexity und ambiguity) Teil dieser strategischen Agenda. Gerade in den letzten beiden Jahren wurde deutlich, welches bis dato kaum vorstellbare Ausmaß Unsicherheit, Volatilität und Komplexität einnehmen können.Die sorgfältige strategische und operative Steuerung der Internationalisierung ist vor diesem Hintergrund noch wichtiger und diffiziler als zuvor. Denn eines scheint sich abzuzeichnen: das neue Normal ist das Nichtnormale. Grundsätzlich gelten auch weiterhin die gleichen Fragestellungen und Gestaltungsparameter wie zuvor. Doch die Entscheidungen sollten noch sorgfältiger mit Fakten fundiert und der Fokus klarer gezogen werden, um sich gerade jetzt nicht zu verzetteln und zu viele Schauplätze zu bespielen.Erfolgsfaktoren der InternationalisierungAus Erfahrung in zahlreichen strategischen Gestaltungsprozessen sind folgende Aspekte wichtige Erfolgsfaktoren für eine gelungene internationale Ausweitung des profitablen Geschäfts und damit Absicherung der unternehmerischen Zukunftsfähigkeit.Faktenbasierte und selbstkritische StatusbestimmungWelche Marktposition hat man in den bestehenden Märkten, hat man die Wahrnehmungsschwelle schon überschritten? Was sind die tatsächlichen Ergebnisbeiträge unter Berücksichtigung des Aufwandes aus der Zentrale? Hierfür ist die „Ergebnis- und Verlustquellen-Analyse“ (EVQA) ein probates Werkzeug. Sie analysiert Geschäftsbereiche und Märkte hinsichtlich sämtlicher Aufwände/Kosten und zeigt damit faktenbasiert deren tatsächlichen Ergebnisbeitrag. Nicht selten zeigt eine derartige Analyse überraschende Ergebnisse und erschüttert alte Glaubenssätze.Internationalisierungsfähigkeit der OrganisationSind die Organisationsdimensionen Geschäftsbereiche und Märkte klar geregelt? Wer hat wo welchen Durchgriff? Dabei muss nicht zwingend in allen Märkten die gleiche Regel greifen, doch sie sollte klar sein. Und besonders wichtig, die Geschäftsbereiche sollten auch wirklich „international“ sein, also die Märkte im Detail verstehen und nicht nur den größten Heimatmarkt als einzige Leitmaxime akzeptieren - denn das funktioniert nicht. Gerade durch die hohe Spezialisierung von tlw. hoch automatisierten Wertschöpfungsketten können die Anforderungen an Produkte beispielsweise in Osteuropa erheblich über denen des deutschen Marktes liegen.Reifegrad der Tochtergesellschaften/Märkte beachtenMärkte und Tochtergesellschaften/Niederlassungen sind aus Sicht des Unternehmens jeweils nicht im gleichen Reifestadion. Es empfiehlt sich, die Marktbearbeitung modular in Stufen zu entwickeln, um so junge Marktorganisationen nicht zu überfordern, sondern strukturiert zu entwickeln und wachsen zu lassen.Geschäftsbereiche, Leistungen oder Zielgruppen werden mit wachsender Reife stufenweise „zugeschaltet“. Hierbei unterstützen die zentralen Funktionseinheiten mit effizient und modular bereitgestellten Strategieelementen (z. B. Marketing, Logistik, Anwendungstechnik, Service, …) und deren Operationalisierung. Das stellt Kohärenz und Effizienz sicher und vermeidet, dass jede Landesgesellschaft das Rad neu erfindet.Denken in strategische LändergruppenDie Praxis zeigt, dass sich internationale Märkte aus Unternehmensperspektive in Gruppen entlang ihrer Durchdringungsreife sortieren lassen. Um sicherzustellen, dass nicht jeder Opportunität in irgendwelchen Märkten hinterhergelaufen wird und sich die Organisation somit verzettelt, sollten diese Ländergruppen mit hart einzuhaltenden Freiheitsgraden und Anforderungen versehen werden. Ziel dieser Übung ist es, die vorhandenen Ressourcen (Managementkapazität, Liquidität, Mitarbeiter) gezielt und nicht kurzsichtig opportunistisch einzusetzen. Denn Fokus und damit Durchschlagskraft ist das was häufig fehlt.Strukturierte Marktcharakterisierung und -priorisierungIn der Marktbewertung zur weiteren Durchdringung oder Definition eines zukünftigen Markteintritts sind die Märkte in einem sauberen Prozess transparent zu charakterisieren, detailliert zu durchleuchten und zu bewerten. Dieses standardisierte Vorgehen erfordert Methodensicherheit, mitunter temporäre Kapazitäten zur Charakterisierung und eine saubere Moderation der Priorisierung und Auswahl. Gerade bei dieser Fragestellung ist eine konsequente Outside-In Perspektive unerlässlich, um ein faktenbasiertes Bild über beispielsweise Potentiale, Dynamik, Passung, Protektionismus, Wettbewerb, Anforderungen und Differenzierungschancen zu zeichnen. Erst diese Information lässt fundierte unternehmerische Bewertung und Entscheidungsfindung zu. Hierbei ist der neutrale Blick und das reflektierte Hinterfragen durch externe Beratung häufig unerlässlich.FazitInternationalisierung bleibt die stärkste Wachstumsquelle und damit wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit und Robustheit von Unternehmen, doch die Anforderungen und die Komplexität sind mit VUCA erheblich gestiegen. Dabei hilft es, den internationalen Strategieprozess strukturiert und methodensicher begleiten zu lassen und die Unternehmensentwicklung somit abzusichern.
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Kommentar, 07.07.2022
07.07.2022
Der Anstieg von Rohstoff-, Energie- und teilweise bereits Arbeitskosten schlägt sich aktuell in der Ergebnisrechnung von Unternehmen nieder. Und diese Entwicklung wird so bald nicht enden. Viele Controller werden dabei mit Herausforderungen konfrontiert, die sie bis dato nicht kannten. Denn während einige Unternehmen mit ausländischen Tochterfirmen in einem inflationären Umfeld vielleicht über ein geeignetes Instrumentarium verfügen, ist Inflation für die meisten Controller völliges „Neuland“, das einige Fragen für sie aufwirft:Bildet die Ergebnisrechnung die tatsächliche Ergebnissituation noch richtig ab bzw. wie sieht das inflationsbereinigte Ergebnis des Unternehmens aus?Werden insbesondere die Materialeinsatzkosten in der Ergebnisrechnung realitätsbezogen abgebildet?Inwieweit ist eine Standardkostenrechnung noch geeignet, um das Produktportfolio und das Unternehmen zielgerichtet zu steuern und wo sind Anpassungen nötig? Sind statische Kalkulationen noch angemessen oder bedarf es häufigerer Anpassungen?Sind die mit dem Kunden vereinbarten Preisgleitklauseln zur Erlössicherung ausreichend?Ist das Vertriebscontrolling richtig aufgestellt, um rasch auf steigende Einstandspreise zu reagieren und eine Antwort auf der Erlösseite zu finden?Wer sich also stabil aufstellen will, muss jetzt im Controlling handeln. Zunächst ist Transparenz darüber gefragt, wo und wie sich die Inflation im Unternehmen, in den Herstell- und damit in den Produktkosten niederschlägt. Dazu werden Instrumente benötigt, die die Auswirkungen des Inflationsgeschehen laufend beobachten und transparent machen.Dabei genügt vielleicht nicht mehr, einmal zu Beginn des Jahres Maschinenstundensätze oder Kostensätze als Kalkulationsbasis festzulegen. Stattdessen müssen ggf. die Materialpreise über Durchschnittswerte in einem kürzeren Intervall als bislang gleitende Durchschnitte über längere Perioden ermittelt werden.Management des Produktportfolios als wichtige ControllingaufgabeDie Zusammensetzung des Produktportfolios hat entscheidenden Anteil an der Ergebnissicherung in inflationären Zeiten. Die Konzentration auf Produkte, die in ausreichender Menge auf Basis der Verfügbarkeit von Vorprodukten - Stichwort „Lieferkettensicherheit“ - erstellt werden können sowie die Sicherung der prozentualen Deckungsbeitragsqualität (Deckungsbeitrag in Relation zum Erlös des Produktes) sind dabei wichtige Controllingprojekte.Die Deckungsbeitragsmarge wird dabei durch steigende Einstandspreise, insbesondere beim Material, bedroht. Um hier Entscheidungshilfen zur Portfoliosteuerung zu geben, sollte das Controlling sich nicht nur auf die rein „wertmäßigen“ Controlling-Größen wie z.B. den Deckungsbeitrag fokussieren. Vielmehr bedarf es eines „Drill Down“ in die mengenrelevanten Größen - ausgehend vom Produktergebnis. Wieviel Energieaufwand geht in welche Produkte ein, wieviel personelle Ressourcen sind nötig, um bestimmte Produkte zu fertigen? Welche „bedrohten“ Rohstoffmengen infolge von Lieferengpässen sind für welche Produkte erforderlich? Welche einzusetzenden Materialien sind besonders stark inflationsbedroht? Um derartige Fragen zu beantworten, ist ein vom Unternehmenscontrolling starker Fokus auf das Produktionscontrolling gefragt - oder zumindest eine enge Zusammenarbeit mit Produktion und Einkauf.Wachsende Bedeutung des Vertriebscontrolling zur Steuerung des PricingNeben der Optimierung des Portfolios unter Kostengesichtspunkten und der Suche nach Einsparungspotenzialen, kommt bei steigenden Einstandspreisen dem Pricing und damit der Optimierung der Erlöse große Bedeutung zu – was vor allem das Vertriebscontrolling fordert. Umfassende Transparenz bei der Erlös- und Konditionenqualität bei Kunden und Produkten ist dabei ein wichtiges Element. In welchen Kombinationen wird angesichts der steigenden Preise die beste Marge realisiert? Welche Preis-Mengen-Relationen sind zu erwarten? Welche Auswirkungen haben Anpassungen auf das Produkt- und Kundenportfolio? Diese Fragen lassen sich am besten auf Basis eines umfassenden Vertriebscontrollings mit entsprechenden Instrumenten beantworten.Interdisziplinärer Controllingansatz – Erfolgsfaktor in inflationären ZeitenBetrachtet man alle Einzelaspekte, die sich aus Inflationstendenzen und Preissteigerungen ergeben, so wird eines offensichtlich: Nur wenn alle Funktionsbereiche im Unternehmen zusammenarbeiten, kann den aktuellen Herausforderungen effektiv begegnet werden. Das Controlling muss seine Betrachtungsweise ausweiten und eine Vielzahl von Aspekten einbeziehen, die bislang nicht von Bedeutung waren. Nur wer schnellstmöglich resiliente Instrumente etabliert, wird auch im inflationären Umfeld Fuß fassen.
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Kommentar, 30.06.2022
30.06.2022
Carve-Outs stehen nicht nur bei großen börsennotierten Unternehmen im Fokus, sondern sind auch ein bewährtes Instrument in mittelständischen Portfoliounternehmen, um Unternehmenswerte nachhaltig zu sichern und zu steigern. Aktuelle Herausforderungen treiben diesen Trend und führen zu einem verstärkten und beschleunigten Blick auf das eigene Geschäftsmodell und die zukünftige strategische Ausrichtung.Die MotivationVerkäufer möchten das Portfolio bereinigen, weil es die strategische Ausrichtung der Gruppe erfordert, weil der Kapitalbedarf für diese Geschäftseinheit, die Möglichkeiten der verbleibenden Geschäfte blockiert oder weil einfach Geld zur Finanzierung der Restrukturierung bzw. zur Entschuldung benötigt wird. Zudem können Carve-Outs genutzt werden, um eine interne Konsolidierung der Strukturen voranzutreiben, um damit u.a. der Einführung neuer (IT-) Systeme gerecht zu werden.Die Risikoreduzierung in der Gruppenstruktur durch den Aufbau von Ring-Fencing-Kreisen kann ebenso ein Treiber für Carve-Outs sein. Diese können als Basis für eine risikoadäquate Kapital- und Finanzierungsstruktur dienen. Dabei muss nicht jedes Carve-Out an einen Finanzinvestor oder strategischen Investor verkauft werden, sondern es kann auch eine gesonderte Kapitalisierung über bspw. einen Börsengang erfolgen.Am Anfang steht die IdeeUm die Basis für einen Carve-Out zu schaffen, ist es wichtig, die auszugliedernde Einheit eindeutig zu definieren und klar abzugrenzen. Der W&P Transformationswürfel zeigt bildlich die unterschiedlichen Dimensionen auf, die es zu beachten gilt.Zentral ist in diesem Zusammenhang sowohl strategisch als auch organisatorisch eine Stand-Alone-Fähigkeit herzustellen. Die Carve-Out Einheit muss zukünftig befähigt werden, eigenständig einen steten und ausreichend positiven Cash-Flow zu generieren, der resilient gegenüber Markt- und Umfeldvolatilitäten ist. Als Leitplanken hierbei gelten die zentralen Kennzahlen der Finanzierung, des Eigenkapitals und des Verschuldungsgrades. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass eine Entflechtung der Geschäftsprozesse von den Shared Services der Mutterorganisation stattfindet. Je mehr Kriterien erfüllt sind, desto „Mehr-Wert“ wird generiert.Blick auf GeschäftssegmenteDie zentrale Fragestellung ist hierbei, mit welchen Segmenten eigentlich ehrliches und nachhaltiges Geld verdient wird. Erst mit einer neutralen Bewertung der Profitabilität einzelner Segmente im Sinne einer szenarienbasierten Prozesskostenrechnung wird dies ersichtlich. Damit können Ergebnis- und Verlustträgern ohne und mit Potenzial transparent identifiziert werden.Blick auf die AssetsDie veräußerbaren Assets dienen als „Asset Coverage“ in der Refinanzierung der Akquisition. Die Assets sichern Geschäfte ab, wenn der Cashflow schwankt. Jedes Asset sollte auf seinen originären Marktwert überprüft werden. Insbesondere Immobilien, die für eine Projektentwicklung in Frage kommen, sollten gesondert betrachtet werden.Wertgenerierung an der Schnittstelle von Segmenten und AssetsEs muss unterschieden werden, ob der Carve-Out aus der Geschäftslogik resultiert oder aus dem „Best-Price- Modell“ erfolgt. Im Best-Price-Model wird die best-mögliche Verwertung dadurch erreicht, dass das Unternehmen vorbehaltlos nach Segmenten, Assets und Einzelgesellschaften zerlegt wird. Fiktiv durchgeführte Verkaufsprozesse zeigen dann schnell auf, welche Kombinationen daraus den größtmöglichen Wert bringt.Zudem wird ersichtlich, wann eine Geschäftseinheit aus dem Geld läuft und die Restrukturierungskosten die freien zur Verfügung stehenden liquiden Mittel übersteigen.Menschen, Prozesse und Assets im Carve-Out – ein paar Stolperfallen in der UmsetzungDie Definition der Top-Line des Carve-Outs ist häufig schnell gemacht. Auch die wesentlichen Wertschöpfungen und Abteilungen ergeben sich fast zwangsläufig. Doch ist dann die Einheit bereits überlebensfähig bzw. transaktionsbereit? Leider finden wir immer wieder das „Arm-Ab-Modell“. Schnell sind zwar die gewünschten Funktionen und Fähigkeiten des Carve-Outs definiert. Erfolgt jedoch die Abtrennung des Armes zu früh ohne fundierte Vorbereitung, wird meist schnell deutlich, dass es Blutgefäße, Nervenbahnen und sonstige stabilisierende Bestandteile gibt, die jetzt nicht mehr arbeiten und einen erfolgreichen Carve-Out behindern.Ein Augenmerk ist daher auf die Verträge (Kunden, Lieferanten, Kreditfinanzierung für Immobilien, Maschinen etc.), die Sicherstellung der Aufrechterhaltung der notwendigen Geschäftsprozesse (Abkopplung von den Shared-Services der Mutterorganisation) sowie auch insbesondere auf die personelle Ausstattung zu legen. Die personellen Anforderungsprofile in Carve-Out-Einheiten sind häufig sehr unterschiedlich. So muss zum Beispiel im Bereiche Finance die Führungskraft deutlich übergreifender denken, als im bestehenden, dafür aber hoch spezialisierten Aufgabenumfeld. Sind die Stellen in Mengen und Profi l bestimmt, kommt die arbeitsrechtliche Umsetzung. So manche konzeptionellen Überlegungen implodieren bereits an dieser Stelle an der Allokation der Kompetenz und der Kosten.FazitEin Carve-Out ist aktuell ein beliebtes Instrument, – insbesondere auch bei bonitätsstarken Unternehmen – um Geschäftsportfolios zu gestalten und neu aufzustellen. Durch den Verkauf von Unternehmenseinheiten können Ressourcen und Kapital für eine Transformation des Unternehmens freigesetzt werden bzw. diese erst ermöglichen. Die spezifischen Segmente, Geschäftseinheiten und Assets sind somit unter Berücksichtigung aller Handlungsoptionen wie Restrukturierung vor oder nach dem Verkauf, Refinanzierbarkeit und Liquidation zu prüfen, mit dem Ziel, Werte nachhaltig zu sichern und zu steigern. Zentraler Erfolgsfaktor ist hier die Kombination aus dem Verständnis der Strategieberatung, der lösungsorientierten Finanzierungen bei Corporates und Real Estate in komplexen Situationen und der handfesten langjährigen Erfahrung an der juristisch-betriebswirtschaftlichen Nahtstelle.
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22.06.2022
Die Remmers Gruppe, bereits 1949 gegründet, ist ein international agierendes Unternehmen in der Baustofftechnik – und noch heute ein erfolgreiches, unabhängiges Familienunternehmen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat der Spezialist für die Herstellung von bauchemischen Produkten, Holzfarben und -lacken sowie Industrielacken die marktseitige Unternehmensstrategie zusammen mit W&P zukunftsfähig ausgerichtet. Im Rahmen eines umfassenden Strategieprozesses wurden unter anderem internationale Zielgruppen und Märkte für die Priorisierung der strategischen Ausrichtung analysiert, marktseitige Strukturen neu gegliedert, gemeinsam mit neu installierten Market Unit Leitern detaillierte Strukturen erarbeitet und die Führungsorganisation konsequent neu ausgerichtet. Mit Erfolg, wie Dirk Sieverding, Vorstandsvorsitzender und Gesellschafter Remmers Group AG, bestätigt: „Durch die ausgeprägte Branchenexpertise und die fundierte Strategieerfahrung des W&P-Teams haben wir unsere Strategie neu definiert und damit den Grundstein für weiteres Wachstum gelegt“. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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30.05.2022
Uzin Utz bietet mit sechs eigenständigen Premiummarken weltweit alles rund um die Neuverlegung, Renovierung und Werterhaltung von Bodenbelägen aller Art. In einem gemeinsamen Projekt-Scoping mit W&P hatte das Familienunternehmen ein neues strategisches Ziel entwickelt: Die Abgrenzung und Erschließung eines neuen Segments außerhalb des Premium-Bereiches. „Mit dem Projekt haben wir unsere Zielgruppenstrategie gezielt und fakten-basiert weiterentwickelt. Grundlage dafür war die herausragende Kombination aus Branchen-, Marketing- und Vertriebs-Expertise von W&P“, so Philipp Utz, Mitglied des Vorstands, Uzin Utz AG. Mittels einer Marktbefragung und der Entwicklung eines Persona-Konzepts wurden Kernzielgruppen u.a. mit entsprechenden Marken- und Preispräferenzen, Einkaufs-/Verbrauchsverhalten sowie bevorzugten Produkt-/Service-/ und Beratungsleistungen identifiziert und daraus Maßnahmen für den richtigen Markt- und Vertriebsangang abgeleitet. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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16.06.2021
Der bekannte, größte Feind der Digitalisierung? Excel! Darum stand für den namhaften deutschen Hersteller von Kaltband und kaltgewalztem Bandstahl, Risse + Wilke, fest: Das Vertriebsreporting, das bis dato weitgehend in Excel und über ein SAP Business Warehouse stattfand, brauchte ein Update. Gemeinsam mit W&P wurde in einem IT-Quick-Check das Reporting analysiert und Optimierungspotenziale identifiziert. Die Ziele: Ein zentrales hochgradig standardisiertes Tool für Reporting und Controlling implementieren, die Berichtserstellung und -verteilung automatisieren, Self-Service-Reporting für individuelle Ad-hoc-Analysen der Mitarbeitenden einführen und ein durchgängiges KPI-System aufsetzen. Zudem sollten die dafür notwendigen Daten ansprechend und nutzerorientiert visualisiert und in der Datenanalyse interaktiv zu bearbeiten sein. Nach bereits sechs Wochen konnten sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeitende auf ein durchgängiges Standard-Vertriebsreporting zugreifen, das nun den Vertriebserfolg transparent macht: „Ein echter Mehrwert für die tägliche Vertriebsarbeit. W&P lieferte analytisch fundiert, schnell und in enger Abstimmung mit uns ein zukunftsfähiges Vertriebstool“, findet Marcus Clases, Director of Sales, Risse + Wilke Kaltband. Wie die schnelle Umsetzung gelang? Mehr im aktuellen Best Case.
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11.05.2021
Das Familienunternehmen Pfeifer, einer der Weltmarktführer im Bereich Seiltechnik, Seilbau, Bautechnik, Hebetechnik und Anschlag-/ Zurrtechnik, macht es vor: Im Zuge einer Digitalisierungs-Initiative, die auf die Transformation von Prozessen, Systemen und Teil-Geschäftsmodellen abzielte, wurde ein Data Analytics Projekt zur Analyse bisher ungenutzter Datenbeständen ins Leben gerufen. Mit Unterstützung des W&P Digitalisierungsteams wurde dafür ein Datenmodell zur Verknüpfung der Vertriebs- und Servicedaten aus ERP und dem bestehenden Service-Systems erstellt, Daten-Qualitäts-Quick-Checks durchgeführt und interaktive BI-Analysen zu u.a. Kundensegmentierung, installierter Basis, Fremdprodukten und Vertriebspotenzialen aufgesetzt. „Durch den Data-Analytics Ansatz von W&P konnten wir unsere Datensilos aufbrechen und sind dadurch heute vernetzter und vor allem schlagkräftiger an unseren Kunden und deren Bedürfnissen dran“, bestätigt Gerhard Pfeifer Geschäftsführender Gesellschafter Pfeifer Seil- und Hebetechnik, den Erfolg des Projekts.
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27.04.2021
Liefertreue erhöhen, „Feuerwehraktionen“ adé: Mit diesem Ziel startete das W&P Projektteam bei Lenze SE, Hersteller und Entwickler für Antriebstechnik und Automation. Mit einem end-to-End Prozessansatz wurde der Order-to-Cash Prozesse datenbasiert analysiert – um dann mit entsprechenden Maßnahmen die Durchlaufzeiten zu reduzieren, die OTD (On Time Delivery) zu steigern und die Prozessstabilität zu verbessern. Christian Wendler, CEO von Lenze SE: „In dieser Art und Weise hat noch niemand eine so wertschöpfende Prozessanalyse gefahren. Die Themen wurden klar identifiziert und quantifiziert.“ Wie genau die Skalierung der Prozesse gelang und welche Erfolgsfaktoren dabei eine entscheidende Rolle spielten? Mehr im aktuellen Best Case.
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14.04.2021
Erfolgreiche Unternehmensentwicklung ist vor allem eines: langfristig vorausgedacht. Entsprechend handelte das weltweit agierende Familienunternehmen Worlée, Distributor und Produzent von chemischen, natürlichen und kosmetischen Rohstoffen – und stellte seine Unternehmensstrategie auf den Prüfstand. Um den komplexen Anforderungen an die optimale Kundenorientierung in vielfältigen und dynamischen Wettbewerbssituationen gerecht zu werden, wurden entsprechende organisatorische Anpassungen vorgenommen. „Mit der Unterstützung von W&P haben wir unsere Ausrichtung auf Kunden und Märkte gestärkt und zugleich die Strukturen unseres Familienunternehmens für die künftige Entwicklung fit gemacht. Wir haben dabei sehr von der Umsetzungskompetenz und Konsequenz des W&P-Teams profitiert“, so Reinhold von Eben-Worlée CEO Worlée Gruppe. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Wie mit individuellen, systematischen und pragmatischen Projekten die weitere Unternehmensentwicklung von Worlée erfolgreich auf den Weg gebracht wurde? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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28.07.2020
Nach Jahren des profitablen Wachstums entwickelten sich die Umsätze beim Antriebsspezialisten AUMA Drives GmbH rückläufig - bei nahezu unveränderter Kostenbasis. Die Profitabilität war entsprechend beeinträchtigt. Die Konzernleitung der AUMA Gruppe regierte schnell und konsequent: Für die Tochtergesellschaft wurde ein internes Restrukturierungsprojekt aufgesetzt, W&P in das Projektteam eingebunden. Mit Erfolg, so CEO der AUMA Gruppe, Dr. Jörg Hoffmann: „W&P hat schnell und unkompliziert seine Aufgaben im Projektteam übernommen und in sehr kurzer Zeit belastbare Ergebnisse vorgelegt. W&P hatte somit maßgeblichen Anteil am Projekterfolg und übertraf dabei auch unsere Erwartungen “. Wie die steile Perfomance-Steigerung gelang? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Best Case
21.06.2020
Die Chance, seine Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu steigern, gelingt nur mit systematischer Innovationstätigkeit in allen Unternehmensfunktionen. OTTO FUCHS weiß das. Das führende, international tätige Unternehmen der NE-Metallindustrie, hat deshalb den Ausbau seiner Innovationstätigkeiten in Angriff genommen, um den Markt noch proaktiver wie bisher zu gestalten und das bisherige Kerngeschäft durch neue Geschäftsfelder auszubauen. Unterstützung kam seitens W&P: „Auf Basis des W&P Innovations-Checks konnten wir unser Innovationsmanagement gezielt weiterentwickeln und Otto Fuchs professionell auf die Zukunft vorbereiten“, so Jörg Ihne, Chief Technology Officer bei OTTO FUCHS. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Event, 02.12.2025 (Beendet)
Berlin
Beendet
Das CTI-Symposium in Berlin ist eine der wichtigsten Veranstaltungen der Automobilindustrie und konzentriert sich auf die neuesten Entwicklungen im Bereich Antriebssysteme und intelligente Technologie für Kraftfahrzeuge. Über 650 hochkarätige Experten und Entscheidungsträger aus OEMs, Tier-1-Zulieferern, Technologieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Regierungsbehörden kommen zusammen, um die neuesten Entwicklungen bei elektrifizierten Antriebssträngen, Hybridlösungen, Energiesystemen, Softwareintegration und Mobilitätsstrategien zu erörtern. Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung verändern die Mobilitätsbranche. Aber es ist nicht nur die Technologie, die den Wandel vorantreibt – regulatorische Unsicherheit, sich verändernde politische Rahmenbedingungen und geopolitische Dynamiken definieren die Art und Weise, wie wir innovativ sind, investieren und zusammenarbeiten, neu. Um diese Transformation zu meistern, sind ein offener Dialog, sektorübergreifende Zusammenarbeit und modernste Technik erforderlich.  In diesem Kontext spricht auch Matthias Müller, Partner von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH, zum Thema "From Stress to Strength: Restructuring for Financial Resilience of Automotive Suppliers - How automotive suppliers turn crisis pressure into liquidity, innovation and long-term competitiveness." Haben wir Ihr Interesse geweckt? Mehr Informationen und zur Anmeldung kommen sie hier   
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Best Case
19.03.2020
Für Unternehmen, die sich in einem Verdrängungsmarkt bewegen, ist die Vertriebsperformance existenziell. So auch für Würth Elektronik, einem führenden Produzenten von Leiterplatten und von elektromechanischen Komponenten. Mit seiner maßgeschneiderten Methode der „Agilen Vertriebsaktivierung“ hat W&P Würth dabei unterstützt, seine Vertriebsperformance entscheidend zu steigern und so das Wachstumsziel von ca. 20% mit bestehender Mannschaft trotz negativer Marktentwicklung zu übertreffen. Wie? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Event, 26.11.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Carve-Outs gehören zu den komplexesten Restrukturierungsinstrumenten. Sie verbinden strategische Neuausrichtung mit rechtlichen, finanziellen und operativen Fragen und können richtig umgesetzt sowohl Krisen vorbeugen als auch in schwierigen Situationen den Fortbestand sichern.In unserem Executive Dialog zeigen wir, wie Sanierungsfähigkeit geprüft, operative Trennungen umgesetzt und rechtliche Herausforderungen gemeistert werden können. Ergänzend beleuchten wir Finanzierungsansätze wie Staple Financing und diskutieren in einer Werkstatt-Runde praxisnahe Lösungsansätze für erfolgreiche Carve-Outs.
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Event, 18.11.2025 (Beendet)
Hannover
Beendet
Unter dem Motto „Treffpunkt Zukunft – Messen als Brückenbauer in der wirtschaftlichen Transition“ laden wir herzlich zum 14. Executive Round-Table ein. Gemeinsam mit der Deutschen Messe AG möchten wir darüber sprechen, welche Rolle Messen in Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche spielen – und wie sie Unternehmen dabei unterstützen, sich neu auszurichten, nachhaltiger zu wirtschaften und Innovationen sichtbar zu machen.Freuen Sie sich auf spannende Impulse, inspirierende Diskussionen und wertvolle Networking-Möglichkeiten in exklusiver Runde. Da die Teilnehmerzahl auf ca. 30 Personen begrenzt ist, bitten wir um eine frühzeitige Anmeldung.
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Event, 13.11.2025 (Beendet)
Bar Campari
Beendet
ReTurn - Forum für Restrukturierung und Turnaround Management lädt in Kooperation mit Dr. Wieselhuber & Partner herzlichst zum ReTurn-Breakfast in Wien zu folgendem Thema: „Krisenfrühwarnsystem in Theorie und Praxis“Vortragende:Dr. Christoph Strobl / SGS Management GmbHJohannes Zubrod / Dr. Wieselhuber & Partner GmbHMoritz Polk / Dr. Wieselhuber & Partner GmbH Anmeldung unter: ReTurn Breakfast in Wien - 13.11.2025 - 08:30 - Anmeldung  
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Event, 11.11.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
KI ist längst mehr als ein Buzzword – sie wird zum echten Performance-Treiber in der indu-striellen Fertigung. In diesem Webinar zeigen wir Ihnen, wie Künstliche Intelligenz, Digital Twins, Generative AI und Vision Systeme die Prozesse auf dem Shopfloor nachhaltig verändern. Erleben Sie anhand von praxisorientierten Vorträgen, wie Unternehmen durch smarte Techno-logien Kosten senken, Transparenz und Flexibilität erhöhen und gleichzeitig Mitarbeitende gezielt entlasten. Herr Fischer (Deltia) wird auf die ROI-Potenziale von KI in der Fertigung anhand von mehr als 30 KI-Installationen eingehen. Anschließend wird Herr Graurock von der Firma WILO SE den Einsatz und die Mehrwerte von KI anhand konkreter Praxisbeispiele aufzeigen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Werkstatt-Diskussion/Q&A.Warum teilnehmen?Erkennen Sie das Potenzial Ihrer Fertigung? Lernen Sie, wie Sie mit KI Potenziale identifizierenkönnen, die Ihnen dabei helfen Ihre Performance nachhaltig zu verbessern. Profitieren Sie von Best Practices und realen Beispielen.
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Event, 11.11.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Die Bau- und Immobilienwirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen. NebenMärkten und Geschäftsmodellen wird auch die zugrundeliegende Finanzierungsstrategieder Unternehmen zunehmend zum Erfolgsfaktor – oft jedoch unterschätzt, was inschwierigen Marktphasen schnell zum Risiko wird.In unserem Webinar nehmen wir Sie mit auf eine praxisnahe Reise durch die Weltmoderner Finanzierungsstrategien. Dabei gehen wir gezielt auf folgende Fragen ein:Bilateral oder Konsortialvertrag? Wir beleuchten die Unterschiede, Vor- und Nachteileund geben Orientierung, welcher Weg sich in welcher Situation eignet.Aval- und Cash-Kreditlinien – wie funktionieren sie, wann sind sie sinnvoll und wielassen sich Risiken steuern?Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft: Welche Instrumente sichern UnternehmenLiquidität und Flexibilität auch in unsicheren Zeiten?Das Webinar bietet Impulse aus der Praxis, Raum für Fragen und Austausch. Sie erhaltenkonkrete Anregungen, wie Ihre Finanzierung nicht nur Stabilität schafft, sondern aktivdie Transformation unterstützt.
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Event, 10.11.2025 (Beendet)
Berlin
Beendet
Eine fundierte GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung ist nicht nur eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensführung, sondern auch ein entscheidender Faktor in Sanierungs- und Restrukturierungsprozessen. Besonders herausfordernd ist dabei die Schnittstelle zwischen juristischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten.Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, haben wir dieses interaktive Workshopformat entwickelt, das Ihnen in kompakter Form praxisrelevantes Wissen vermittelt. Innerhalb eines Vormittags erarbeiten wir gemeinsam anhand eines realitätsnahen Praxisbeispiels die zentralen Themen einer belastbaren GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung.Unser Workshop richtet sich speziell an JuristInnen mit ersten Erfahrungen in den Bereichen Sanierung & Restrukturierung. Teilen Sie die Einladung gerne hausintern mit KollegInnen, die von diesem praxisorientierten Format profitieren könnten.Während des Workshops erarbeiten Sie in Gruppen eine praxisnahe Fallstudie und analysieren typische Fallstricke bei der Planung. Im Fokus stehen die Identifikation und Diskussion von Schwachstellen, die Überprüfung von Datenqualität und Validität sowie die Durchführung zentraler Qualitätschecks.Abgerundet wird das Event durch ein gemeinsames Mittagessen, bei dem wir den Austausch vertiefen und die Veranstaltung ausklingen lassen.
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Publikation
19.03.2026
Geopolitische Risiken, Energie- und Rohstoffvolatilität, knappe Fachkräfte, steigende Produktkomplexität sowie der Druck auf Lieferfähigkeit und Working Capital führen dazu, dass der Produktions-Footprint wieder zur Chefsache wird – nicht als Einmalprojekt, sondern als wiederkehrender Managementprozess. Unternehmen gewinnen nicht mehr dadurch, dass sie den „billigsten“ Standort finden, sondern dadurch, dass sie ihr Netzwerk steuerbar machen. Steuerbar heißt in der Praxis: klare Rollen je Werk, belastbare Wertstrom- und Kapazitätslogik, transparente Kosten- und Servicehebel sowie eine Organisation, die Szenarien schnell bewerten und konsequent umsetzen kann. Wie eine transparente Faktenbasis zu Produktfamilien, Kundensegmenten, Wertströmen und Kapazitäten entsteht, daraus Szenarien, eine Business-Case-Bewertung und letztlich ein OPEX-Umsetzungsprogramm entwickelt wird, zeigt das aktuelle Dossier von Christian Sprenger & Fabian Dichant.
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Event, 25.03.2026
Digitalevent
25.03.2026
Die Bau- und Bauzulieferindustrie steht unter hohem Transformationsdruck. Ein konsequenter Fokus auf Kosten und Effizienz bleibt notwendig, reichtjedoch nicht mehr aus. Wirksame Innovationsfähigkeit, eng verbunden mit der Produktentwicklung sowie die Skalierung neuer Geschäftsmodelle werden zum zentralen Wettbewerbsfaktor. Das industrialisierte und serielle Bauen spielt dabei eine zentrale Rolle und verändert Wertschöpfung, Produktdenken und Kooperationsmodelle. Innovation muss in diesem Kontext systematisch verankert und wirksam umgesetzt werden. Für Bauzulieferer bedeutet dies eine Neuausrichtung der Produktentwicklung: weg von der Komponente, hin zu systemintegrierten Lösungen, Vorfertigung und digitaler Integration. Für Unternehmen der Bauindustrie geht Innovation über technische Produktverbesserungen hinaus – gefragt ist ein ganzheitlicher Blick auf Gebäude als integrierte Systeme und eine konsequente Kundenorientierung. In unserem Webinar zeigen wir, wie Unternehmen Innovation strategisch verankern, effiziente Entwicklungsprozesse gestalten und durch enge Partnerschaften neue Wachstumsfelder erschließen.
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Event, 26.03.2026
Digitalevent
26.03.2026
Die industrielle Automation und Elektrotechnik befindet sich in einer Phase disruptiver Veränderung: Globale Wettbewerber – insbesondere aus China – erhöhen mit hoher Innovationsgeschwindigkeit, aggressiven Preisen und massiver Skalierung den Druck auf europäische Anbieter. Gleichzeitig entstehen durch Digitalisierung, KI-basierte Automatisierung und vernetzte Systeme enorme Wachstumschancen in nahezu allen Industrien. Für Unternehmen wird damit klar: Zukunftssicherung gelingt nur, wenn Innovationskraft systematisch gestärkt und in echte Differenzierungsmerkmaleübersetzt wird. Eine wirksame Patentstrategie spielt dabei eine zentrale Rolle – sowohl als Schutzschild gegen Nachahmer als auch als strategischer Vermögenswert, um technologische Führungspositionen langfristig abzusichern. In unserem Webinar zeigen wir, wie Unternehmen der Automation und Elektrotechnik Innovation, Produktentwicklung und IP-Strategien gezielt verzahnen, um neue Geschäftsfelder zu erschließen, Preisdruck zu begegnen und sich gegenüber Wettbewerbern aus China widerstandsfähig und zukunftsorientiert aufzustellen.
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News, 17.03.2026
17.03.2026
Auch 2026 zählt W&P zu den besten Unternehmensberatungen Deutschlands und wird im Ranking von brand eins & Statista zum zwölften Mal in Folge ausgezeichnet – ein erneuter Beleg für die führende Position als Unternehmensberatung für Familienunternehmen mit fundierter Branchenexpertise und funktionaler Beratungskompetenz.Grundlage des Rankings ist eine umfangreiche Befragung von Kunden und Experten. In diesem Jahr wurde W&P in den Branchen „Konsumgüter & Handel“, „Automobil & Zulieferer“ und „Industrial Goods & Services“ sowie im Beratungsfeld „Restrukturierung“ ausgezeichnet. „Seit jeher setzt W&P darauf, unternehmerische Herausforderungen ganzheitlich zu verstehen und im Sinne unserer Kunden tragfähige Lösungen zu entwickeln“, so Gustl F. Thum, Managing Partner und Sprecher der Geschäftsführung von W&P. „Ihr Urteil in diesem Ranking ist für uns eine besondere Anerkennung – und zugleich Ansporn, unsere Beratungsqualität kontinuierlich weiterzuentwickeln.“ Ein besonderer Dank gilt unseren Kunden für die langjährige Partnerschaft auf Augenhöhe sowie allen Mitarbeitenden von W&P, deren Engagement und Professionalität Auszeichnungen wie diese erst möglich machen!
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Best Case
12.03.2026
Die familiengeführte Rauch Landmaschinenfabrik GmbH mit Sitz in Rheinmünster entwickelt seit 1921 Lösungen für die Produktbereiche Düngetechnik, Sätechnik und Winterdienst. Mit rund 400 Mitarbeitenden erwirtschaftet RAUCH einen Umsatz von rund 114 Mio. € bei einer Exportquote von über 70 %. RAUCH holte W&P an Bord, um die operative Leistungsfähigkeit mit Fokus auf die Liefertreue im Sinne von OTIF (On Time In Full – pünktliche und vollständige Lieferung) systematisch zu analysieren, Ursachen für Abweichungen strukturiert zu identifizieren und priorisieren sowie die Umsetzungskraft funktionsübergreifend deutlich zu stärken. Im Projektzeitraum von rund sechs Monaten wurde die Liefertreue in den wesentlichen operativen Bereichen signifikant gesteigert und erhöhte sich im Durchschnitt um rund 25 Prozentpunkte. Parallel verbesserten sich weitere zentrale Leistungsparameter, darunter Produktivität, OEE, Prozessstabilität sowie das Bestandsniveau. „W&P hat Shopfloor-Management als zentrale Führungsroutine verankert – mit täglichem Rhythmus, klaren Kennzahlen sowie einem stringenten Abweichungs- und Verbesserungsmanagement. In Kombination mit dem interdisziplinären Task Force Team, die die priorisierten Hebel schnell und konsequent umgesetzt hat, konnten wir in kurzer Zeit die Liefertreue deutlich steigern und die Prozessstabilität unserer Supply Chain nachhaltig stärken“, so Martin Rauch, Geschäftsführer Rauch Landmaschinenfabrik GmbH. Wie das Team von W&P um Christian Sprenger und Fabian Dichant konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Event, 09.04.2026
Digitalevent
09.04.2026
Nach den erfolgreichen Workshops zur Liquiditäts- und Bilanzplanung vertiefen wir im Fresh-up-Webinar die kurzfristige Liquiditätsplanung.Im Mittelpunkt stehen die zentralen Steuerungsparameter zur Plausibilisierung einer kurzfristigen Liquiditätsplanung sowie bewährte Maßnahmen zur Liquiditätssicherung. Wir analysieren typische Fehlerquellen, identifizieren operative Erfolgshebel und zeigen, wie Quick-Checks zur fundierten Plausibilisierung der Liquiditätsplanung eingesetzt werden können. Anhand einer praxisnahen Case Study wenden die Teilnehmenden die Methodiken in Kleingruppen direkt an. In diesen Breakout-Sessions werden konkrete Lösungsansätze erarbeitet, anschließend im Plenum diskutiert und durch gezielte fachliche Impulse geschärft. Ziel des Webinars ist es, die methodische Sicherheit zu stärken, um die Plausibilität einer Liquiditätsplanung frühzeitig zu validieren.
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Event, 13.04.2026
Stuttgart
13.04.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, wir blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Zum Abschluss ist es uns gelungen einen hochkarätigen Keynote Speaker für unsere Veranstaltung zu gewinnen, der uns auf eine Reise weit über den Tellerrand der gestaltenden Sanierung mitnehmen wird. Die Restructuring Lounge lebt von ihrer Kontinuität – und von den Menschen, die sie prägen. Umso mehr würden wir uns freuen, wenn Sie auch dieses Jahr in Wien wieder Teil dieses Formats sind oder es erstmals kennenlernen.
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Event, 14.04.2026
Digitalevent
14.04.2026
Der Maschinen- und Anlagenbau steht im Spannungsfeld aus globalem Wettbewerbsdruck, steigender Komplexität und einer wachsenden Erwartung an digitale, vernetzte und energieeffiziente Lösungen. Gleichzeitig werden Innovationszyklen kürzer, Kundenanforderungen individueller und technologische Sprünge – insbesondere durch KI, Automatisierung und neue Materialien – zum entscheidenden Differenzierungsfaktor. In diesem Umfeld reicht inkrementelle Produktverbesserung längst nicht mehr aus. Unternehmen benötigen eine klare, konsequent umgesetzte Innovationsstrategie, die technologische Leitplanken setzt, Portfolios fokussiert und neue Geschäftsmodelle erschließt. Nur so gelingt es, Innovationsaufwand in marktwirksame Ergebnisse zu übersetzen und die eigene Wettbewerbsposition nachhaltig zu stärken. In unserem Webinar zeigen wir, wie Maschinen- und Anlagenbauer systematisch neue Geschäftsfelder entwickeln, tragfähige Diversifikationsstrategien aufsetzen und ihr bestehendes Kerngeschäft gezielt erweitern – um so zusätzliche Wachstumsquellen zu erschließen und die eigene Resilienz im volatilen Marktumfeld zu stärken.
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Event, 15.04.2026
Frankfurt am Main
15.04.2026
Verhandlungen prägen die entscheidenden Momente in M&A- und Finanzierungsprozessen. Doch so rational wir Entscheidungen auch treffen möchten – Forschung und Praxis zeigen: Psychologie, Spieltheorie und sogar medizinische Erkenntnisse haben oft das letzte Wort. Unsere Expertin Yurda Burghardt bringt in ihrem Vortrag „8 Erfolgsfaktoren kritischer High-Stakes-Verhandlungen“ umfangreiche Erfahrung in Sales, Business Development und Entscheidungspsychologie mit. In der Vergangenheit hat sie u. a. zahlreiche europäische Großkonzerne, vermögende Privatpersonen, aber auch Parteien beraten, wenn es um Unternehmensverkäufe, Finanzierungsstrategien und komplexe Verhandlungssituationen ging. Sie zeigt praxisnah, wie man entscheidende Verhaltensmuster erkennt, seine Verhandlungen optimiert und strategische Entscheidungen besser steuern kann.
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Event, 21.04.2026
Digitalevent
21.04.2026
Erbschafts- und schenkungssteuerliche Fragen beeinflussen Sanierungen häufiger als gedacht. Haltefristen, Verschonungsregeln und individuelle Gesellschafterstrukturen können Transaktionen in der Krise blockieren und damit die gesamte Restrukturierungsstrategie bestimmen. In jüngsten Fällen war ein Verkauf aufgrund drohender Steuerbelastungen nicht möglich – mit direkten Konsequenzen für Finanzierung, Zeitplan und Sanierungsoptionen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob diese steuerlichen Mechanismen auch in der Insolvenz fortgelten und damit schon bei der Nachfolgeplanung beachtet werden müssen. Der Executive Dialog gibt einen kompakten Überblick über relevante Grundlagen, ordnet die praktische Bedeutung für Transaktionsstrukturen und Restrukturierungsmaßnahmen ein und diskutiert, welche Präventivmaßnahmen vor Schenkungen getroffen werden können und, welche nachträglichen Sanierungsmaßnahmen ohne Gefährdung der Steuerneutralität möglich bleiben. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmerfamilien, Gesellschafter, CFOs und Berater, die Sanierungen ganzheitlich – und steuerlich belastbar – gestalten wollen.
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News, 04.03.2026
04.03.2026
Wie lassen sich Organisationskosten wirksam senken, ohne in einen reinen Sparmodus zu verfallen? Wie gelingt es, Effizienz und Effektivität so zu steigern, dass das Geschäftsmodell gestärkt statt ausgehöhlt wird? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffkosten, Lieferkettenstörungen, wachsender Insolvenzen und zunehmendem Druck im Mittelstand positionierte Jens Ekopf, Managing Partner und Leiter Business Performance Improvement, Organisationskosten als strategischen Hebel. Kostensenkung sei kein isoliertes Sparprogramm, sondern Teil einer konsequent am Geschäftsmodell ausgerichteten Transformation. Zentral sei dabei ein klarer strategischer Rahmen: „Zuerst müssen die strategischen Leitplanken und der Kern des Geschäftsmodells klar festgelegt werden – denn ohne diesen Rahmen fehlt die Orientierung, um Leistungen und Strukturen sinnvoll zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln.“ Erst auf dieser Basis lasse sich das interne Leistungsportfolio systematisch hinterfragen – hinsichtlich der Notwendigkeit von Leistungen, angemessener Servicelevel, organisatorischer Verortung und effizienter Prozessgestaltung. Abhängig von Ausgangslage und Ambition, zeigen Projekterfahrungen Potenziale von 20 bis 30 Prozent, kurzfristig über Servicelevel-Anpassungen, mittelfristig über Reorganisation und die Ausgestaltung eines belastbaren Target Operating Models. Dass solche Programme weit mehr sind als eine analytische Aufgabenstellung, betonte Leonard Kluck, Senior Manager und Leiter People & Transformation. Leistungsanalysen erzeugten spürbaren Druck, da Mitarbeitende ihre Rolle, Beiträge und Perspektiven neu bewerten. Veränderungsprozesse durchliefen typische emotionale Phasen – von Verunsicherung bis Akzeptanz – und würden in ihrer Wirkung häufig unterschätzt. Transparente Kommunikation, klare Moderation und die gezielte Einbindung konstruktiver Stakeholder seien daher entscheidend, um Dynamik produktiv zu nutzen und Widerstände aktiv zu moderieren. „Veränderungsprogramme sind nie nur eine Excel-Übung. Hinter jeder Maßnahme stehen Menschen, Emotionen und Erwartungen. Entscheidend ist, diese Dynamik ernst zu nehmen, transparent zu kommunizieren und die Organisation Schritt für Schritt durch die Veränderung zu führen.“ In der Werkstattdiskussion, moderiert von Seyma Bosluk, Senior Expert Cost & Controlling Excellence, rückten drei Praxisfragen in den Fokus. Erstens: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Programme zur Organisationskostensenkung? Die Erfahrung zeigt: Viele Unternehmen reagieren erst unter sichtbarem Ergebnisdruck oder bei steigenden Overhead-Quoten, obwohl ein frühzeitiges, proaktives Handeln größere Gestaltungsspielräume eröffnet. Zweitens: Woran lässt sich erkennen, dass Overhead-Strukturen aus dem Gleichgewicht geraten? Neben Benchmarks wurden vor allem interne Warnsignale wie zunehmende Komplexität, überfrequente Reports ohne klaren Nutzen, lange Abstimmungsprozesse oder eine vom Kerngeschäft entkoppelte Kostenentwicklung diskutiert. Drittens: Wie lassen sich politische oder emotionale Widerstände vermeiden? Im Zentrum standen Transparenz, ein klares Narrativ und die frühzeitige Einbindung der Funktionsbereiche, um Energie in konstruktive Mitarbeit statt in Blockade zu lenken. Deutlich wurde: Die nachhaltige Senkung von Organisationskosten gelingt nur, wenn strategische Klarheit, analytische Stringenz und professionelles Change-Management konsequent zusammengedacht werden.
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Best Case
03.03.2026
Die BMK Group GmbH & Co. KG, ein führender Anbieter von Electronic Engineering und Electronic Manufacturing Services (EMS), plante auf ihrem erfolgreichen Wachstumspfad eine Neuausrichtung der Führungsorganisation. Die bestehende Organisation sollte überprüft und gezielt weiterentwickelt werden, um den zukünftigen Anforderungen aus neuen Geschäftsfeldern, steigender Komplexität und inter-nationaler Aufstellung gerecht zu werden. Ziel des Projekts: Die Entwicklung eines klaren und zukunftsfähigen Zielbilds der Führungsorganisation mit klarer Ausrichtung von Geschäftsbereichen. W&P begleitete BMK strukturiert bei der strategischen Ausrichtung der Geschäftsfelder und konzeptionellen Ableitung einer daraus resultierenden Aufbau- und Ablauforganisation. „Ich schätze die vertrauensvolle und kompetente Zusammenarbeit mit W&P. Die strategische Neuausrichtung der Organisation hat sich in Zeiten volatiler Märkte als richtig erwiesen," so Alois Knöferle, Geschäftsführender Gesellschafter BMK Group. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Industrielle Automation & Elektrotechnik bei W&P, konkret vorging? Jetzt reinlesen.
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Event, 29.04.2026
Frankfurt am Main
29.04.2026
In einer Zeit, in der Zinsen, Risikoparameter und Marktmechanismen die Finanzierungspraxis neu definieren, ist eine zentrale Plattform für Entscheidende der Immobilien- und Finanzwirtschaft unverzichtbar. Auf der Jahreskonferenz Finanzierung bei Gastgeber Helaba diskutieren führende Experten, wie Banken ihre Kreditbereitschaft ausrichten, welche Strategien Projektentwickler und Investoren benötigen, um Projekte trotz engerer Eigenkapitalanforderungen zu realisieren, und wie innovative Kapitalstrukturen – von Mezzanine und Alternative Debt bis zu digitalen Tools und KI-gestützten Plattformen – Effizienz und Präzision in der Finanzierung steigern. Ihr Nutzen: Vernetzen Sie sich mit Spitzenkräften aus Banken, Fonds, Investment und Projektentwicklung, gewinnen Sie neue Impulse für Ihre Finanzierungsstrategie und gestalten Sie aktiv die Zukunft des Real Estate Finance. Christian Groschupp, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner, wird auf der Jahreskonferenz Finanzierung am 29. April 2026 einen Impulsvortrag zu der entscheidenden Frage halten: „Wie gelingt Restrukturierung in einem Umfeld aus Vertrauenskrise, ESG-Vorgaben, KI und Kapitaldruck?“ Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung finden Sie hier.
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News, 26.02.2026
26.02.2026
Wie gelingt es, Vertriebsorganisationen in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld die Bremse zu lösen und wieder auf Wachstumskurs zu bringen? Mehr Leads, höhere Vertriebseffektivität und spürbare Umsatzhebel – wie funktioniert das? Antworten gab es beim digitalen W&P Executive Dialog, in dem der etablierte W&P Sales Power Boosting-Ansatz und Praxisbeispiele mit konkreten Erfolgshebel und notwendige Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfung im Vertrieb – von Strategie und Kundenbearbeitung bis hin zu Steuerung, Prozessen und Datenbasis – vorgestellt wurde.  „Nachdem viele Unternehmen klassische Performancethemen bereits bearbeitet haben, sehen wir heute viele neue Herausforderungen. Insbesondere sinkende Nachfrage, steigender Preisdruck, zunehmender Wettbewerb setzten Vertriebsorganisationen unter Druck, während Defizite in Datenmanagement und Prozessdurchgängigkeit bestehen,“ so einleitend Dr.-Ing. Dirk Artelt, Managing Partner W&P. Entscheidend sei daher die konsequente Weiterentwicklung des Vertriebs: „Der größte Hebel ist die Vitalisierung der Vertriebsmannschaft: weg von einem reaktiven hin zu einem proaktiven Vertrieb, der Marktveränderungen aktiv nutzt und auf veränderte Kundenbedarfe eingeht.“ Voraussetzung dafür sind eine klare strategische Ausrichtung, höhere Transparenz entlang der Pipeline sowie die systematische Nutzung von Daten.  Ferdinand Fiedler, Senior Manager und verantwortlich für den Bereich Sales Excellence bei W&P, stellte entsprechend die zentrale Frage nach der Durchschlagskraft des Vertriebs in schwierigen Marktphasen in den Mittelpunkt. Viele Organisationen bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück, da sie erfolgsverwöhnt zu stark reaktiv agieren und strukturelle Defizite aufweisen. „Oftmals läuft der Vertrieb unter Potenzial, weil er zu stark personengetrieben statt wirklich systematisch arbeitet — ohne klare strategische Ausrichtung, fehlende definierte Zielkunden, ohne saubere Pipeline-Transparenz und ohne eine kennzahlengestützte Steuerung, die Entscheidungen auf Zahlen, Daten und Fakten stützt. Besonders wichtig ist in herausfordernden Zeiten eine saubere Verzahnung mit angrenzenden Bereichen Marketing, Service & Produktmanagement, um Reibungsverluste zu minimieren und gemeinsam am gleichen Strang zu ziehen.“ Der W&P-Ansatz „Sales Power Boosting“ unterstützt Unternehmen dabei, kollaborativ gezielt an diesen Schwachstellen anzusetzen: In einem kompakten, datengetriebenen PowerCheck werden innerhalb von rund zwei Wochen gemeinsam Transparenz und ein belastbares Lagebild geschaffen – basierend auf CRM- und ERP-Daten, Benchmarking und Interviews. Darauf aufbauend werden die wirksamsten Hebel ausgearbeitet, priorisiert und in eine klare Umsetzungsroadmap überführt. Die Umsetzung erfolgt in agilen 14-Tage-Sprints, mit dem Ziel, die Mitarbeitenden zu befähigen, zu motivieren und bereits nach wenigen Wochen messbare Ergebnisse zu erzielen. Stefan Lehmann, Experte für Vertrieb & Pricing bei W&P, zeigte anhand von Praxisbeispielen, wie Transparenz und Benchmarking konkrete Verbesserungen ermöglichen. „Unser Reifegradmodell schafft die Transparenz, die Vertriebsorganisationen strategisch benötigen: Es zeigt klar, in welchen Dimensionen Standards fehlen, wo heterogene Vorgehensweisen den Fortschritt verhindern und an welchen Hebeln eine systematische Vertriebsentwicklung ansetzen muss, “ so Lehmann. Insbesondere der Vergleich zwischen Regionen oder Ländereinheiten offenbart häufig deutliche Unterschiede – etwa in der Segmentierung oder Kundenbearbeitung – und liefert damit konkrete Ansatzpunkte für Standardisierung und Professionalisierung. Gleichzeitig werden Best Practices sichtbar, die als Benchmark dienen und den Wissenstransfer innerhalb der Organisation fördern.  Deutlich wurde: Erfolgreicher Vertrieb erfordert heute mehr als operative Exzellenz. Entscheidend sind eine klare strategische Ausrichtung, datenbasierte Steuerung, konsequente Priorisierung und eine aktivierte Vertriebsmannschaft. Nur so lassen sich in einem herausfordernden Marktumfeld nachhaltige Wachstumsimpulse realisieren und die Topline gezielt stärken.
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News, 25.02.2026
25.02.2026
Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit BCLP und Elvinger Hoss Prussen stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in Luxemburg und Deutschland auf Restrukturierungen, Insolvenzantragslogiken und Sicherheitenstrukturen auswirken. Im Fokus: Handlungsoptionen sich für Banken, Investoren und Unternehmen in grenzüberschreitenden Finanzierungs- und Immobilienstrukturen. „Grenzüberschreitende Finanzierungsstrukturen sind heute Standard. Es ist also entscheidend, Restrukturierungsinstrumente nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel zu denken,“ so einleitende Volker Riedel, Managing Partner W&P. Die unterschiedliche Ausgestaltung der Insolvenzsysteme beider Länder adressierten Christian Spatz, Rechtsanwalt bei BCLP und Michel Nickels, Partner bei Elvinger Hoss Prussen in ihrem fachlichen Einstieg. Im Zentrum standen unter anderem Insolvenzeröffnungsgründe: Während Luxemburg kumulativ auf Zahlungsunfähigkeit und Kreditunwürdigkeit abstellt, kennt das deutsche Recht zusätzlich den zentralen Eröffnungsgrund der bilanziellen Überschuldung. Daraus ergeben sich unterschiedliche zeitliche Eintrittspunkte für Restrukturierungsmaßnahmen. Moderiert von W&P Partner Christian Groschupp diskutierten im anschließenden Fokustalk Christian Spatz, Michel Nickels und Nicolas Steichen, Partner bei Elvinger Hoss Prussen, die praktischen Unterschiede und strategischen Implikationen beider Systeme, die sich unmittelbar auf die Durchsetzbarkeit von Restrukturierungslösungen auswirken. Deutlich wurde: Eine klare Trennung zwischen operativer und finanzieller Restrukturierung ist in beiden Ländern erforderlich und die Qualität der Vorbereitung entscheidet maßgeblich über Geschwindigkeit und Erfolg des Verfahrens . „StaRUG-Verfahren können sehr schnell umgesetzt werden –  wenn die konzeptionelle Grundlage stimmt,“ so Groschupp. Nicolas Steichen zeigte die Stärken des luxemburgischen Sicherheitenregimes, das auf Finanzgarantieverträgen basiert und weit gefasste Sicherheitenkategorien umfasst. Besonders relevant ist die Flexibilität bei der Verwertung: Verwertungsereignisse können vertraglich definiert werden, eine private Durchsetzung ist ohne gerichtliche Beteiligung möglich. Gläubiger können zudem über Stimm- und Informationsrechte aktiv Einfluss auf Restrukturierungen nehmen. Michel Nickels erläuterte das luxemburgische Reorganisationsverfahren, das seit 2023 in Kraft ist und eine Restrukturierung unter gerichtlicher Aufsicht ermöglicht. Zentrales Eintrittskriterium ist die Gefährdung des Unternehmens – unabhängig davon, ob bereits Insolvenzkriterien erfüllt sind. Damit eröffnet das Verfahren einen deutlich erweiterten Handlungsspielraum, auch in fortgeschrittenen Krisensituationen. Die abschließende Werkstatt-Diskussion zu Fragen rund um Gläubigerrechte, Zwangsversteigerung und Besonderheiten bei Immobiliengesellschaften machte deutlich: Grenzüberschreitende Restrukturierungen erfordern ein tiefes Verständnis der jeweiligen rechtlichen Instrumente sowie ihrer praktischen Anwendung. Entscheidend ist dabei nicht nur die Wahl des geeigneten Verfahrens, sondern insbesondere dessen frühzeitige und strategisch durchdachte Anwendung im Zusammenspiel von rechtlicher, finanzieller und operativer Perspektive.  
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Event, 07.05.2026
Stuttgart
07.05.2026
In einer dynamischen Wirtschaftswelt reicht es nicht mehr aus, Kosten zu optimieren und bestehende Geschäftsmodelle abzusichern. Langfristige Wettbewerbsfähigkeit entsteht dort, wo Unternehmen gezielt Innovationskraft aufbauen, technologische Entwicklungen vorantreiben und neue Wachstumsfelder erschließen. Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, struktureller Standortnachteile und zunehmenden globalen Wettbewerbs wird Innovation zum entscheidenden Faktor für Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund stellt sich eine zentrale Frage: Quo vadis Innovationsstandort Deutschland? Die Antwort liegt nicht allein in den Unternehmen – sie erfordert einen engen Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik und Förderinstitutionen. Innovationsstrategien, regulatorische Rahmenbedingungen und öffentliche Förderinstrumente müssen stärker zusammengedacht werden, um Geschwindigkeit, Investitionssicherheit und technologische Souveränität zu ermöglichen. Unsere Innovationswerkstatt zeigt, wie führende Unternehmen diese Herausforderungen aktiv angehen. Erleben Sie praxisnahe Einblicke und konkrete Lösungsansätze – aus der Praxis für die Praxis – wie Unternehmen ihre Resilienz stärken und sich zukunftssicher aufstellen.
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Best Case
23.02.2026
Die Banner GmbH mit Sitz in Österreich ist mit seinen Business Units „Automotive“ und „Energy Solutions“ ein international führender Anbieter von Batterielösungen. In einem Marktumfeld mit hoher Wettbewerbsintensität stand die Vertriebseinheit „Energy Solutions“ in Deutschland vor der Herausforderung, an den Erfolg in Österreich und der Schweiz anzuknüpfen. In einem vorausgegangenen Projekt wurde gemeinsam mit W&P bereits ein Konzept zur strategischen Geschäftsentwicklung definiert. Diese Strategie sollte nun umgesetzt, operativ begleiten und erste Vertriebserfolge gewährleistet werden. „Die zielgerichtete Umsetzung der Strategie mithilfe des agilen Projektmanagement-Ansatzes bedeutete für uns anfangs ein Antrainieren notwendige Bausteine wie Methoden, Rollen und Regeln. Dazu bedarf es eines „Trainers“, der das Team motiviert, auf Zug hält und nach vorne bringt. Dies ist dem W&P Team sehr gut gelungen," so Mag. Rudolf Peterbauer Strategic Management & Business Development, Banner GmbH. Wie das Team um Ferdinand Fiedler, Senior Manager Industriegüter, konkret vorging? Im aktuellen Best Case lesen.
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Event, 19.05.2026
Digitalevent
19.05.2026
Die Rolle des CTO verändert sich rasant: Innovationsprojekte müssen heute schneller in den Markt, bei gleichzeitig begrenzten Budgets und steigenden technologischen Risiken. Time-to-Market wird damit zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor – nicht nur in der Produktentwicklung, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Idee bis zur Skalierung beim Kunden. Gleichzeitig bleiben viele Unternehmen unter ihren Möglichkeiten, wenn es um die Finanzierung von Innovation geht: Öffentliche Förderprogramme, Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen werden oft nur punktuell genutzt oder gar nicht strategisch in die Innovationsroadmap eingebettet. In unserem Webinar zeigen wir, wie CTOs Time-to-Market gezielt verkürzen, Innovationsportfolios fokussieren und Fördermittel systematisch als Baustein der Innovationsfinanzierung nutzen – um mehr relevante Innovationen schneller, risikoärmer und finanzstärker in den Markt zu bringen.
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Event, 20.05.2026
Hamburg
20.05.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls, wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet.
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Best Case
10.02.2026
Das Familienunternehmen Fränkische Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG ist Pionier in der Wellrohrfertigung entwickelt und produziert Rohre, Zubehör und Systemkomponenten in den Bereichen Elektro Systeme, Drainage Systeme und Haustechnik. Der Geschäftsbereich „Elektro Systeme“ stand vor der Aufgabe, den Vertrieb angesichts steigender Marktanforderungen und begrenzter Ressourcen stärker performanceorientiert und professionell aufzustellen sowie Transparenz und Steuerbarkeit zu erhöhen. Der Auftrag für W&P: Ein bereichsübergreifendes Programm zur Sales Excellence entwickeln und ein zukunftsfähiges Target Operating Model für den Vertrieb Inland aufsetzen. „Dank des hohen Vertriebs-Know-hows und des tiefen Branchenverständnisses von W&P haben wir ein zukunftsfähiges Vertriebs-Operating-Model mit klaren KPIs und Leistungstransparenz etabliert und die Performance sowie Steuerbarkeit unseres Vertriebs deutlich erhöht,“ so Frank Rauterkus, Leitung Geschäftsbereich Elektro Systeme. Wie das W&P Team um Ferdinand Fiedler konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Event, 09.06.2026
Digitalevent
09.06.2026
In diesem Praxis-Seminar lernen Sie, wie man mit einem funktionierenden Risikomanagement in Krise und Restrukturierung Entscheidungen absichert. Sie lernen Risikoidentifikation, -analyse und -aggregation, arbeiten mit simulationsgestützten Optionen und erhalten Bankeinsichten zu PD und Covenants - inklusive einem Workshop zur Kreditverhandlung. Themen: Grundlagen des Risikomanagements in Krise, Restrukturierung und Insolvenz StaRUG-Rahmen mit Fokus auf § 1: Prävention, Krisenmanagement, Risikosteuerung Rechtssichere Entscheidungen: Business Judgement Rule und Haftungsbezug Methoden-Toolbox: Risikoidentifikation, -analyse und -aggregation, praxistauglich Risikoinformation als Basis: Fortführungsprognose, Strategien, simulationsgestützte Optionen Finanzierung & Bankensicht: PD, Covenants, Übergang zur Sanierungsabteilung; Workshop Kreditverhandlung Folgende W&P Kolleginnen und Kollegen wirken in diesem Seminar als Referierende mit: Doreen Laabs, Senior Managerin Moritz Polk, Senior Manager Volker Riedel, Managing Partner Eva Ringelspacher, Mitglied der Geschäftsleitung Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung Weitere Infos zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
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News, 06.02.2026
06.02.2026
Erstmalige Top-Platzierung in der Mergermarket M&A League Table 2025 für Distressed M&A in Deutschland! Das ist ein Meilenstein für das M&A Team um Philippe Piscol und Dr. Hubertus Bartelheimer – und ein starkes Signal für die gemeinsame Positionierung im Transaktions- und Restrukturierungsumfeld in den letzten Jahren.Unser Dank gilt allen unseren Auftraggebern und vor allem unserem mittlerweile 16 köpfigen Team!Philippe Piscol: "Das von Mergermarket ermittelte Ergebnis zeigt, wie konsequent wir dieses Segment aufgebaut und erfolgreich im Markt positioniert haben." Dr. Hubertus Bartelheimer weiter: "Ebenso macht uns unsere Platzierung nach Fallzahlen in derselben Umfrage auf Platz 15 der Deutschen M&A Berater – Distressed & Sunshine kumuliert – stolz und ist für uns Ansporn auch diesen Bereich weiter auszubauen!" Wir freuen uns auf alle weiteren Projekte in 2026. 
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News, 04.02.2026
04.02.2026
Künstliche Intelligenz gilt als Produktivitätshebel im Servicegeschäft – doch in vielen Industrieunternehmen bleibt ihr Einsatz bislang punktuell.  Der digitale W&P Executive Dialog zeigte, wie datenbasierte Ansätze und konkrete KI-Anwendungen den Service strukturell transformieren und neue Ertragsquellen erschließen können. „KI entfaltet ihren Nutzen nicht durch Technologie allein, sondern durch klare Use Cases, saubere Daten und konsequente Umsetzung im Geschäft“, so einleitend W&P Partner Oliver Rörig. Die aktuelle W&P Service-Excellence-Studie offenbare Handlungsbedarf im Mittelstand: Neben Kostendruck und steigenden Kundenanforderungen prägen Investitionsbedarf, Know-how-Lücken und organisatorische Silos die Realität. Erfolgreiche Service-Champions setzen daher auf eigenständige Serviceeinheiten, klare Portfolio- und Pricing-Logiken, eine systematische Ausschöpfung der installierten Basis sowie einen hohen Digitalisierungs- und Datenreifegrad. KI kann dabei gezielt Mehrwert schaffen. Ein strukturiertes Vorgehen – von der Exploration relevanter Anwendungsfälle über Readiness-Checks und Pilotierung bis zur Skalierung inklusive Change Management – ist entscheidend für nachhaltigen Erfolg. Wie sich dieser Ansatz operativ umsetzen lässt, zeigte Sven Walleser, Director Data Solutions bei RATIONAL AG. Der auf professionelle Küchentechnik spezialisierte Hidden Champion vernetzt seine Geräte weltweit und nutzt die entstehende Datenbasis systematisch für digitale Services. KI- und Deep-Learning-Modelle erkennen Anomalien automatisiert, clustern Fehlerbilder und ermöglichen präzisere Diagnosen sowie vorausschauende Wartung. Das reduziert ungeplante Einsätze, erhöht die Effizienz im Feldservice und verbessert die Planbarkeit. Ergänzend zeigte Lukas Riedel, Senior Innovation Manager Aftersales bei Jungheinrich Service & Parts AG & Co. KG, wie KI konsequent in bestehende Serviceprozesse integriert werden kann. Ein eigenständiges Innovationsmanagement testet neue Technologien früh, bewertet sie pragmatisch und skaliert ausschließlich belastbare Lösungen. Zentrale Voraussetzung bleibt eine hohe Datenqualität, da Akzeptanz und Leistungsfähigkeit von KI unmittelbar von der Prozess- und Systemintegration abhängen. In der Werkstattdiskussion standen vor allem Datenbasis, Skalierbarkeit und Governance im Fokus. Eine belastbare Gerätevernetzung und ein strukturiertes Datenmanagement gelten als zentrale Voraussetzung, um KI-Anwendungen effizient zu betreiben und in bestehende Serviceprozesse zu integrieren. Gleichzeitig wurde betont, dass nicht jede Optimierung zwingend KI erfordert, sondern häufig auch klassische Algorithmen und Automatisierungslösungen ausreichen. Für den Einstieg empfehlen sich klar abgegrenzte Use Cases mit schnellem Nutzen, etwa im Knowledge Management oder bei der Automatisierung des Erstkontakts durch Chatbots Fazit der Runde: Der Kundenkontakt dürfe sich durch KI nicht verschlechtern – die Servicequalität müsse mindestens erhalten bleiben, insbesondere dort, wo bisher die persönliche Interaktion Standard ist.
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Event, 18.06.2026
Konstanz
18.06.2026
Risikoblind von der Transformation in die Insolvenz? Krisenfrüherkennung als Gamechanger für Berater, Manager und Insolvenzverwalter Unternehmen wie deren Berater bewegen sich heute in einem immer gefährlicher werdenden Umfeld, in dem neue Herausforderungen und drastische Veränderungen in immer kürzeren Abständen auftreten. Ob Wirtschaftskrisen oder Unternehmenskrisen – beide werden durch Veränderungen ausgelöst. Es ist daher unerlässlich, die Wahrnehmung des Unternehmens zu schärfen, sodass Veränderungen möglichst frühzeitig erkannt und, wenn notwendig, angemessene Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Risikomanagement zielt in diesem Kontext darauf ab, Unsicherheit beherrschbar zu machen, ohne die Realität zu vereinfachen. Risiken sollen weder dramatisiert noch ignoriert, sondern faktenbasiert bewertet werden. In der Praxis jedoch reagieren viele Unternehmen erst dann, wenn Insolvenztatbestände bereits erfüllt sind und verbauen sich so die Möglichkeit für eine frühzeitige Reaktion wenn Risiken in krisenhafte Entwicklungen umschlagen. Deshalb hat der Gesetzgeber mit § 1 StaRUG die Pflicht zur Krisenfrüherkennung gesetzlich verankert und die Geschäftsführung ausdrücklich dazu verpflichtet. Die Idee der Krisenfrüherkennung ist einfach: Man verschafft sich Zeit für Gegenmaßnahmen. Je früher Probleme erkannt werden, desto größer ist die Bandbreite möglicher Gegenmaßnahmen. Krisenfrüherkennung iSd StaRUG angewandt, bietet die Chance die flächendeckende Verschleppung von Insolvenzen zu überwinden, neue Sanierungsoptionen zu entwickeln und aus den herkömmlichen Reaktionsmustern auszubrechen. Wegen dieser grundlegenden Bedeutung für alle Entscheidungsträger in und um Unternehmen herum, aber auch für Insolvenzverwalter, widmen wir uns an zwei Tagen allein diesem Thema. Unser Partner Dr. Stephan Hundertmark (Dr. Wieselhuber & Partner) wird gemeinsam mit Marko Wolfrum (FutureValue Group AG) einen Vortrag halten, in dem aus der Perspektive einer Beratungsgesellschaft die Bedeutung und die Möglichkeiten der Risikomanagement-Beratung skizziert werden. Anmeldung hier
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Event, 02.07.2026
München
02.07.2026
Unter dem diesjährigen Leitthema: „Neue Spielregeln – Kapital, Krisen, Konvergenz“ wollen wir gemeinsam mit Ihnen die entscheidenden Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Restrukturierung und Unternehmensfinanzierung in einer dynamischen und sich wandelnden Welt beleuchten. Freuen Sie sich auf ein vielseitiges Programm mit über 20 führenden Experten und inspirierenden Rednern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Besonders hervorzuheben sind unsere Keynote-Speaker: Prof. Dr. Moritz Schularick, einer der gefragtesten Volkswirtschafts- und Finanzexperten, der mit einem datengestützten Überblick zur Lage der deutschen Wirtschaft den inhaltlichen Auftakt unseres Forums gestalten wird. Peer Steinbrück, erfahrener SPD-Politiker und früherer Bundesfinanzminister, der als klarer Krisenmanager gilt und mit langjähriger Regierungs- und Führungserfahrung wichtige wirtschafts- und finanzpolitische Impulse setzte. Networking trifft Genuss:Nach einem Tag voller wertvoller Impulse laden wir Sie ab 19 Uhr herzlich zu unserem Sommerfest ein. Freuen Sie sich auf Summer Drinks und BBQ – ein Abend, der Gelegenheit bietet, sich auszutauschen und den Sommer in entspannter Atmosphäre zu genießen. Eine detaillierte Agenda erhalten Sie in Kürze. 
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News, 22.01.2026
22.01.2026
Zunehmend sind Sanierungssituationen nicht mehr durch singuläre Krisenursachen geprägt. Welche Rolle spielen Sanierungsinstrumente wie StaRUG und IDW S6 in diesem Umfeld? Wie verändern sich die Anforderungen an Finanzierung, Governance und Verfahrenswahl? Und wo liegen die praktischen Grenzen klassischer Sanierungslogiken? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit GRUB BRUGGER. Zum Auftakt ordnete W&P Managing Partner Volker Riedel die aktuellen Entwicklungen in den übergeordneten Restrukturierungskontext ein und machte deutlich, dass „Sanierung heute immer seltener ein isoliertes Finanzierungsproblem ist, sondern fast immer das Ergebnis struktureller Verschiebungen, neuer Stakeholder-Konstellationen und deutlich härter geführter Interessendiskussionen“. Anhand einer Case Study aus dem Real-Estate-Bereich zeigte Kai Kramer, Senior Manager bei W&P, wie sich gesellschaftsrechtliche, finanzielle und verfahrensrechtliche Fragestellungen in der Praxis überlagern können. Im Mittelpunkt stand ein geschlossener Immobilienfonds in Liquidation, bei dem die Kündigungswelle zahlreicher Kommanditisten zu hohen, nicht mehr bedienbaren Auseinandersetzungsguthaben geführt hatte, während zugleich das Marktumfeld aus Zinsanstieg und Preisrückgängen Verkaufs- und Refinanzierungslösungen blockierte: „In solchen Konstellationen ist StaRUG kein theoretisches Instrument, sondern der entscheidende Hebel, um Sanierungsfähigkeit herzustellen, die Prolongation der Finanzierung zu ermöglichen und die Gesellschaft geordnet und solvent abzuwickeln“.   Dr. Lukas Herbert, Partner bei GRUB BRUGGER, zeigte mit Blick auf die anhaltende Strukturkrise der Automobilzulieferindustrie: Waren früher Stakeholder-Strukturen überschaubar, sind heute Banken, OEMs, Gesellschafter, Schuldscheingläubiger, öffentliche Hand und Fonds in die Prozesse eingebunden – mit jeweils eigenen, deutlich artikulierten Interessen. Hinzu kommen neue Herausforderungen im Cash-Management von Unternehmensgruppen, insbesondere mit Blick auf Auslandsgesellschaften und Cashpool-Strukturen. Vor diesem Hintergrund wird die Vermeidung einer Regelinsolvenz zunehmend zum strategischen Ziel, Eigenverwaltung, Treuhandmodelle und andere Instrumente gewinnen an Bedeutung. W&P Partner Matthias Müller verdeutlichte am Beispiel aus dem Bereich der digitalen Infrastruktur, dass diese Asset-Klasse durch Zinsanstiege, regulatorische Eingriffe und steigende technische Komplexität aktuell deutlich unter Druck steht. Zentrale Hebel der Sanierung bei einem Glasfaserunternehmen waren der Aufbau einer belastbaren Projektplanung, die Herstellung von Transparenz und Informationsgleichheit zwischen Senior Bank und Fonds sowie die Moderation zwischen den unterschiedlichen Stakeholder-Interessen.  „In solchen Konstellationen ist ein Sanierungskonzept nach IDW S6 nicht nur Dokumentation, sondern vor allem Moderation – und es braucht eine belastbare Faktenbasis, damit Entscheidungen überhaupt möglich werden,“ so Müller. Die Werkstattdiskussion zeigte, wie stark sich Sanierungssituationen in Breite und Komplexität ausdifferenziert haben. Diskutiert wurden unter anderem die Auswirkungen der zunehmenden Professionalisierung von Stakeholdern auf konsensuale Lösungen, die Rolle angelsächsischer Investoren mit anderen Instrumentenlogiken, die Bedeutung der Eigenverwaltung zur Stabilisierung internationaler Strukturen sowie Fragen der Dauer von Restrukturierungsperioden und marktüblicher Verschuldungsmultiples. Deutlich wurde dabei, dass in nahezu allen Konstellationen die Refinanzierungsfähigkeit das zentrale Bewertungskriterium bleibt.
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Best Case
20.01.2026
Die Banner Gruppe mit Sitz in Österreich ist mit ihren Business Units „Automotive“ und „Energy Solutions“ ein international führender Anbieter leistungsstarker Batterielösungen. Aufgrund der angespannten und wettbewerbsintensiven Marktsituation in der Automobilbranche wurde W&P beauftragt, die langfristige Tragfähigkeit des Geschäftsbereichs Automotive zu bewerten, um die Voraussetzungen für die strategische Transformation der Banner Group zu schaffen. Für die Bearbeitung wurde ein strukturierter W&P-Ansatz gewählt, der die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und zentrale Werttreiber transparent machte, strategische Optionen definierte und eine Entscheidungsgrundlage zur Diskussion mit den Gesellschaftern lieferte. „Durch die methodisch sehr strukturierte und in der Tiefe überzeugende Analyse von W&P konnten wir die Tragfähigkeit des Automotive-Geschäfts belastbar bewerten. Die Ergebnisse liefern uns eine klare, faktenbasierte Grundlage für die Diskussion im Gesellschafterkreis und die anstehende strategische Transformation“, so Mag. Werner Töpfl, CEO/Geschäftsführer der Banner GmbH. Wie das Team um Ferdinand Fiedler konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Event, 17.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Wir zeigen, wie Machine Learning strategisch genutzt werden kann, um Produktportfolios transparenter zu bewerten, wirtschaftliche Muster zu erkennen und Entscheidungsprozesse zu vereinfachen. Machine Learning macht sichtbar, welche Produkte wirklich zum Ergebnis beitragen und wo Komplexität unnötig Ressourcen bindet. Von der Identifikation schwacher Produkte bis zur Priorisierung rentabler Linien. Ziel ist ein effizienteres, fokussiertes Produktportfolio mit höherem wirtschaftlichem Beitrag. Das Webinar richtet sich an Entscheider, die Produktportfolioentscheidungen schneller und sicherer treffen möchten. Anstelle abstrakter Theorie zeigen wir praxisnah, wie Machine Learning Transparenz schafft, Analysen beschleunigt und Entscheidungsqualität erhöht. Teilnehmende erhalten konkrete Einblicke in Vorgehen, Nutzen und Umsetzbarkeit – und erfahren, wie sich Machine Learning ohne großen Aufwand für Produktportfolioverbesserungen einsetzen lässt.
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News, 12.01.2026
12.01.2026
Wie gewinnen Sport- und Outdoor-Marken die nächste Generation? Eine aktuelle W&P Studie zeigt, welche Werte, Kanäle und Entscheidungsfaktoren Gen Z, Y und X beim Kauf prägen – und was Unternehmen tun müssen, um langfristig relevant zu bleiben. Philipp Trompeter, Leiter Sport, Lifestyle & Retail bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbH, zeigt in der Branchenzeitschrift SAZ: Der Generationenwandel verändert nicht, was Menschen kaufen, sondern warum - die emotionale Logik des Kaufens verschiebt sich. Nur wer versteht, welche Faktoren die Kaufentscheidungen derjüngeren Generationen Y und Z prägen und was diese Käuferschicht von älteren Kunden unterscheidet, der kann sie auch gezielt ansprechen.
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Event, 08.09.2026
Düsseldorf
08.09.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls, wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Weitere Informationen folgen in Kürze.
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News, 23.12.2025
23.12.2025
Wir wünschen Frohe Weihnachten sowie einen gelungenen Start in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Neues Jahr! Zum Jahresende möchten wir uns bei allen bedanken, die 2025 so besonders gemacht haben – unseren engagierten Teams, unseren treuen Kunden und unseren verlässlichen Partnern. Ihr Einsatz, Ihre Zusammenarbeit und Ihre Unterstützung bedeuten uns sehr viel und inspirieren uns jeden Tag aufs Neue. Vielen Dank, dass Sie Teil unserer Reise sind.
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News, 16.12.2025
16.12.2025
Familienunternehmen mit professionellem Strategiemanagement sind krisenrobuster und profitabler. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) unter 116 Familienunternehmen des gehobenen deutschen Mittelstands. Insbesondere in instabilen Märkten erweist sich strategisches Management als entscheidender Resilienzfaktor.  Die quantitative Erhebung, an der sich ausschließlich das Top-Management und Inhaber beteiligten, basiert auf einem Reifegradmodell mit vier Dimensionen: Strategische Steuerung, Unsicherheitskompetenz, kulturelle Einbettung und HR-Verankerung. Für den Zeitraum 2019 – 2024 wurden diese in Relationen zur wirtschaftlichen Performance der Unternehmen gestellt, um so drei Reifegradtypen (RG) zu identifizieren:  RG1: Fokussiert-vernetzt – strategisches Management ist systematisch, mehrdimensional und kulturell verankert RG2: Fragmentarisch-pragmatisch – einzelne Elemente sind etabliert, jedoch nicht durchgängig integriert RG3: Rudimentär – strategisches Management findet punktuell oder nur reaktiv statt Zentrales Ergebnis: Unternehmen mit einem hohen Reifegrad (RG1) erzielen signifikant bessere wirtschaftliche Ergebnisse. Ihre EBIT-Margen bleiben auch in Krisenphasen stabil, während bei RG3 der Anteil der Unternehmen mit Margen unter 2% zwischen 2019 und 2024 von 12% auf 33% stieg.  Strategisches Management wird in Familienunternehmen überwiegend für Effizienz- und Wachstumsthemen genutzt – echte Transformation bleibt die Ausnahme: 83% der Unternehmen setzen auf wachstumsorientierte Strategien im Kerngeschäft („vom Gleichen mehr“), 68% verfolgen Effizienzstrategien, etwa durch Prozessoptimierung oder Kostenführerschaft, 47% konzentrieren sich auf die Verteidigung bestehender Wettbewerbsvorteile, etwa durch Markteintrittsbarrieren oder Kundenbindung. Deutlich seltener finden sich Ansätze, die auf grundsätzliche Erneuerung zielen: Strategische Innovation betreiben lediglich 35 %, strukturelle Geschäftsmodellanpassungen nur 12 %. Besonders auffällig: Lediglich 5 % der Unternehmen setzen sich systematisch mit der möglichen Substitution ihres aktuellen Geschäftsmodells auseinander. „Viele Familienunternehmen betreiben strategische Planung primär als Verlängerung der Vergangenheit, nicht als aktives Zukunftsmanagement. In stabilen Märkten mag dieses Verhalten tragfähig sein – in einer Zeit fundamentaler Transformation jedoch wird es schnell zur Schwäche,“ so die Studienautoren Dr.-Ing. Dirk Artelt und Jürgen Gottinger. Zusätzliche Erkenntnis: In 69 % der befragten Unternehmen werden strategische Entscheidungen über die Gesellschafterversammlung abgewickelt. Da diese Versammlungen üblicherweise nur zwei- bis viermal pro Jahr stattfinden, führt dies zwangsläufig zu einer ausgeprägten Informationsasymmetrie zwischen angestelltem Management und Gesellschaftern. Weitere Herausforderungen liegen in der Umsetzung: Während Strategieakzeptanz in der Geschäftsführung bei 62% liegt, beträgt sie bei Mitarbeitenden nur 26%. Zudem verdrängen in 77% der befragten Unternehmen das Tagesgeschäft strategische Initiativen. Fehlende Priorisierung (45%), fehlende Ressourcen (39%) und das Fehlen eines klar geschärften USPs (35%) zählen zu weiteren Hürden. Auf kultureller Ebene fehlen häufig die Voraussetzungen für erfolgreiche Strategieumsetzung: Nur 15% der Unternehmen verfügen über eine gelebte Fehlerkultur, ebenso wenige über offenes Feedback oder einen offenen Umgang mit strategischer Kritik. Auf HR-Seite prüfen lediglich 22% die strategische Passung ihrer Führungskräfte, nur 10% betreiben qualitative Personalplanung auf Basis von Szenarien. Deutlich wird: Wer als Familienunternehmen langfristig erfolgreich sein will, muss strategisches Management als systemische Führungsaufgabe begreifen – verankert in Struktur, Kultur, Personal und Governance. Nur dann gelingt es, aus strategischer Absicht nachhaltige Wirkung zu entfalten.
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News, 11.12.2025
11.12.2025
Was KI in der Möbelindustrie heute schon kann?Das zeigte Philipp Trompeter, Leiter Fashion, Lifestyle & Retail  bei seinem Impulsvortrag auf der Mitgliederversammlung die möbelindustrie - Verbände der deutschen Möbelindustrie mit Use Cases und Projekteinblicken. Deutlich wurde: Es entstehen bereits spürbare Effekte mit praxisnahen KI-Anwendungen durch intelligente Raumplanung & Produktempfehlungen, präzisere Abverkaufsprognosen, automatisierte Prozessoptimierung, effizientere Personalplanung und datengestützte Materialkostenreduktion.Die Leitplanken für erfolgreiche KI-Projekte sind eindeutig:✔️ Saubere strukturierte Daten sind Rohstoff für jeden KI-Use-Case✔️ Mit einem Pain Point starten - konkrete Probleme führen zu erfolgreichen Use-Cases✔️ KI kann schneller bessere Lösungen liefern - bei richtigem Einsatz erleben Projekte schon jetzt einen KI-Boost.
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News, 10.12.2025
10.12.2025
Mit seiner diesjährigen Weihnachtsspende unterstützt Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) die wichtige Arbeit von Tafel Deutschland und führt damit eine langjährige Tradition fort: das Engagement für Organisationen, die gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und Menschen in schwierigen Lebenslagen konkret unterstützen. Tafel Deutschland setzt sich seit fast drei Jahrzehnten dafür ein, überschüssige Lebensmittel vor der Vernichtung zu bewahren und sie Menschen zur Verfügung zu stellen, die von Armut betroffen oder bedroht sind. Über 960 lokale Tafeln verteilen bundesweit Lebensmittel an rund zwei Millionen Menschen – darunter zahlreiche Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Die Organisation trägt damit aktiv zur Armutsbekämpfung, Ressourcenschonung und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts bei. „Viele Menschen in unserem Land sind auf Unterstützung angewiesen – oft ohne, dass es nach außen sichtbar ist,“ so Gustl F. Thum, Sprecher der Geschäftsführung bei W&P. „Die Arbeit von Tafel Deutschland zeigt eindrucksvoll, wie praktische Solidarität aussehen kann: Die Hilfe kommt dort an, wo sie wirklich gebraucht wird.“ Die diesjährige Spendensumme von 10.000 €, verteilt auf die W&P Standorte München, Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf und Berlin, unterstützt die laufenden Aktivitäten von Tafel Deutschland. Dazu zählen Logistik, Lebensmittelrettung und die Versorgung bedürftiger Menschen in allen Altersgruppen.
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News, 04.12.2025
04.12.2025
Mit der Verabschiedung der Gesundheitsreform stehen die Krankenhäuser vor der Aufgabe, die neuen Rahmenbedingungen konsequent umzusetzen. Die Verantwortung dafür liegt bei der Krankenhausführung. Entscheidend wird sein, den erheblichen Transformationsbedarf in konkrete Maßnahmen zu überführen. Nur wenn die historisch gewachsenen Strukturen und Prozesse kurz- bis mittelfristig konsequent weiterentwickelt werden, können Krankenhäuser ihre Zukunftsfähigkeit sichern. Wie das gelingt? Das zeigt Daniel Emmrich, W&P Partner Restrukturierung, zusammen mit Alev Donner Dr. Dr. Jan E. Leister.  Zum Artikel.       
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Kommentar, 03.12.2025
03.12.2025
Kommentar von Matthias Müller, Partner, Christian Dresen, Senior Manager und Rouven Hesse, Consultant bei Dr. Wieselhuber & Partner  Struktureller Wandel statt zyklischer Schwankung Das CTI Symposium 2025 hat sehr deutlich gezeigt, wie tiefgreifend sich die globalen Kräfteverhältnisse in der Automobilindustrie verschieben. Die zentrale Botschaft des VW-China-Managements lautete, dass „China for China“ inzwischen gelebte Realität ist: Technologieentwicklung, Plattformentscheidungen und Wertschöpfung werden zunehmend lokal in China gestaltet und nicht mehr selbstverständlich auf Europa übertragen. Für europäische Zulieferer bedeutet dies spürbar sinkende Volumina, weniger Skaleneffekte und einen strukturell steigenden Kostendruck, der sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen dürfte. Vor allem die deutlich differierenden Rahmenbedingungen zwischen China und dem Westen machen die Notwendigkeit deutlich. Laut Aussagen der Referierenden setzt China deutlich mehr Fokus auf Komfortabilität und Platz (Geschwindigkeitsbegrenzungen 120 km/h nahezu überall), wohingegen Europa die Drivability in den Fokus stellt. Bezogen auf die Antriebsstränge ist Strom 10x günstiger als Benzin in China, was die privaten Käufer ebenfalls neue Antriebe bevorzugen lässt. Kürzere Entwicklungszyklen und sinkende Planungssicherheit Parallel dazu verkürzen sich die Entwicklungszyklen der großen Tier-1-Zulieferer auf drei bis fünf Jahre. Damit verlieren mittelständische Supplier jene langfristigen Planungshorizonte, auf denen bisher Investitions- und Kapazitätsentscheidungen basierten. Die Vorlaufzeiten schrumpfen, Umsatz- und Abrufsicherheit nimmt ab und Industrialisierungsentscheidungen müssen häufiger unter Unsicherheit getroffen werden. Die Planbarkeit, die für viele mittelständische Automobilzulieferer lange ein stabiler Rahmen war, löst sich zunehmend auf. Resilienz als Voraussetzung für Transformationsfähigkeit In seinem Vortrag „From Stress to Strength: Restructuring for Financial Resilience of Automotive Suppliers“ hat unser Partner Matthias Müller aufgezeigt, wie Unternehmen in diesem veränderten Umfeld finanzielle Resilienz aufbauen und Transformationsfähigkeit sichern können. Klar wurde, dass Transparenz über Liquidität und Verlustquellen, ein fokussiertes Kernportfolio und robuste Szenarioplanungen zwingende Voraussetzungen sind, um unter wachsender Volatilität handlungsfähig zu bleiben. Transformation gelingt nur, wenn sie finanziell sauber unterlegt ist und in der Umsetzung konsequent gesteuert wird. F&E neu denken: China bedienen – IP schützen Eine zentrale Erkenntnis aus den technischen Panels war zudem, dass mittelständische Unternehmen ihre F&E-Strukturen so aufstellen müssen, dass sie künftig auch chinesische OEMs bedienen können. Dies erfordert höhere Entwicklungsgeschwindigkeit, modulare und regional adaptierbare Technologien sowie Engineering-Kompetenz mit China-Erfahrung. Gleichzeitig entstehen hier neue Risiken: Der Schutz geistigen Eigentums wird anspruchsvoller, vertragliche Anforderungen chinesischer OEMs greifen häufig tiefer in technologische Assets ein und Kundenbeziehungen können in diesem Markt deutlich schneller enden als im klassischen europäischen Umfeld. Mittelständler müssen daher einerseits die Fähigkeit entwickeln, chinesische Nachfrage zu adressieren, und gleichzeitig verhindern, dass technologische Identität, IP und strategische Flexibilität gefährdet werden. Strategische Konsequenzen für den europäischen Mittelstand Das Zusammenspiel aus sinkenden europäischen Volumina, steigenden Kosten, kürzeren Innovationszyklen und neuen Anforderungen an F&E verdeutlicht, dass die Herausforderungen keineswegs zyklischer Natur sind. Es handelt sich um eine strukturelle Verschiebung, die Geschäftsmodelle, Finanzierungsarchitekturen und Standortstrategien nachhaltig verändert. Unternehmen, die finanzielle Stabilität mit strategischer Fokussierung und operativer Umsetzungskraft verbinden, werden sich in dieser neuen Realität behaupten können. The Solution to uncertainty is diversity Nahezu einstimmig traten die Vertreter der OEMs in Ihren Vorträgen mit diesem Statement bezogen auf die Antriebsstränge der Zukunft auf. Der einzige Weg zu Carbon Net Zero ist die Technologieoffenheit in einer unsicheren Zukunft – nicht ein Weg, nicht eine Technologie, Offenheit für alles, um gemeinsam das Ziel zu erreichen. Dies löst jedoch hohe Investitionen in parallellaufende Entwicklungen der verschiedenen Technologien, allen voran EVs, Hybrids und Wasserstoffantriebe aus. Fazit: Resilienz wird zum entscheidenden WettbewerbsfaktorDas CTI Symposium 2025 hat eines klar gemacht: Die Automobiltransformation wird in China getrieben, ihre wirtschaftlichen Folgen treffen Europa jedoch unmittelbar. Unternehmen agieren in China for China und können aufgrund der deutlich differierenden Rahmenbedingungen nicht mehr schlicht europäische Produkte exportieren. Resilienz ist damit kein defensiver Begriff mehr, sondern ein zentraler Wettbewerbsfaktor.  
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Kommentar, 27.11.2025
27.11.2025
Kommentar von Fabian Dichant, Senior Manager Business Performance Improvement und Philipp Seiz, Senior Manager Restructuring & Corporate Finance bei Dr. Wieselhuber & Partner Familienunternehmen leben von ihrer Nähe zur Belegschaft, zu den Maschinen und zu ihren Kunden. Genau deshalb entsteht Liquidität nicht in Planungstools, sondern dort, wo Material zu Gutteilen wird. Eine Cashflow-Planung hilft, die Transparenz zu erhöhen und Engpässe aufzudecken. Sie bleibt aber wirkungslos, wenn im Werk zu viel unfertige Arbeit liegt und der Engpass nicht stabil im Takt läuft. Dann klingt der Plan gut, doch die Rechnung geht nicht auf. Der Ort der Wahrheit ist der Engpass. Was dort pro Schicht tatsächlich läuft, entscheidet über Auslieferungen und Auslieferungen entscheiden über Geldeingänge. Unfertige Aufträge binden Kapital, Zeit und Aufmerksamkeit. Je mehr Work-in-Progress (WIP) vor dem Engpass liegt, desto länger werden die Durchlaufzeiten, desto mehr Chaos entsteht in Planung und Einkauf, desto häufiger braucht es Eilbestellungen und Sonderfahrten. Der Finanzplan sieht das oft erst im Rückspiegel; die Linie spürt es sofort. Der schnellste Weg zu spürbarer Liquidität ist unspektakulär: angefangene Aufträge gezielt fertigstellen und in die Rechnungsstellung gehen. Nichts Neues starten, wenn kritische Komponenten fehlen. Morgens am Board klären, was den Engpass heute bremst - Verfügbarkeit, Leistung oder Qualität - und nachmittags prüfen, ob die Bremse gelöst ist. So wandert die Planung aus Excel in die Wirklichkeit. Wie das aussieht, zeigt ein Beispiel aus der Welt eines mittelständischen Herstellers von Büro- und Papierprodukten. Dort ist eine Bogendruckmaschine häufig der Engpass – und Zeit geht vor allem beim Wechsel verloren. Wenn Platte, Papier und Farbkassetten vorbereitet bereitstehen und der Auftrag am Leitstand per Code geladen wird, schrumpft das Wechselfenster auf Minuten. Werden die Aufträge so gereiht, dass sich Farben und Formate möglichst wenig ändern, sinkt der Reinigungs- und Nachstellaufwand, der erste Gutbogen kommt schneller, kleine Lose werden wirtschaftlich und der Stapel halbfertiger Bögen vor dem Engpass schrumpft. Auch die Weiterverarbeitung folgt diesem Prinzip: Werkzeuge und Materialien werden extern vorbereitet, der erste Gutteil sauber freigegeben und die Reihenfolge in Familien gebildet. So bleibt der Takt stabil – ohne neue WIP-Inseln. Genau dadurch bekommt die Cashflow-Planung Substanz, weil die Ausbringung nicht geschätzt, sondern durch kurze Wechselzeiten und eine ruhige Weiterverarbeitung abgesichert ist. Mit solchen Shopfloor-Signalen bekommt die Planung Rückgrat. Die Wochenlieferung wird nicht erhofft, sondern aus Engpass-Leistung und realem Durchsatz abgeleitet. Der Cash-Pfad ist nachvollziehbar: weniger WIP senkt die Bestandsreichweite, mehr „ausliefern & abrechnen“ erhöht die Eingänge. Risiken stehen nicht länger im Kleingedruckten, sondern werden offen adressiert. Ersatzteile an kritischen Aggregaten, Qualifikationslücken in Schichten, fragile Lieferketten bei A-Teilen. Das schafft Vertrauen bei Banken, Gesellschaftern und Belegschaft, weil Fortschritt sichtbar wird und Zusagen gehalten werden. Dafür braucht es kein Kennzahlen-Feuerwerk. Ein kleines, hartes Set, wöchentlich geführt und direkt am Werk entstanden, reicht. Entscheidend ist nicht die Menge der Zahlen, sondern der klare Ursache-Wirkung-Pfad: schnellere Auftragswechsel, stabiler Engpasstakt, sinkendes WIP-Alter und am Ende eine Rechnung, die rausgeht. Dann beschreibt die Cashflow-Planung nicht mehr, was man sich wünscht, sondern was tatsächlich passiert. Familienunternehmen haben hier einen echten Vorteil. Wege sind kurz, Verantwortung ist persönlich, die Identifikation mit dem Produkt ist hoch. Wenn der Werksleiter täglich am Board steht, wenn Meisterinnen und Meister offen sagen, was gestern gehakt hat und was heute anders läuft, entsteht eine Wir-schaffen-das-Mentalität. Die Mannschaft sieht, dass ihre Verbesserung nicht nur eine Zahl in einer Präsentation ist, sondern die Liquidität der Firma stärkt. Das Geld wird im Werk verdient.
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News, 25.11.2025
25.11.2025
Die Immobilienwirtschaft steht strukturell, finanziell und regulatorisch unter anhaltendem Druck. In diesem Umfeld gewinnt das StaRUG-Verfahren zunehmend an Relevanz. Es bietet die Möglichkeit, tiefgreifende finanzielle Restrukturierungen durchzusetzen, bevor eine Firmen-Insolvenz unausweichlich wird.  Im Interview mit dem REFD Magazin anlässlich des Real Estate Finance Days erläutert Christian Groschupp, Partner der Dr. Wieselhuber & Partner GmbH, wie das Verfahren in der Praxis eingesetzt wird. Bei der Veranstaltung in Frankfurt, dem Branchentreff für führende Köpfe in der Welt gewerblichen Immobilienfinanzierung, war Christian Groschupp als Panelist zum Thema “Immobilien im Umbruch – Investmentchancen brauchen neue Finanzierungslösungen” dabei. Sein Fazit zur Veranstaltung: “Der REFD 2025 hat eindrucksvoll aufgezeigt: Gläubiger sollten eine aktivere Rolle bei der Bewältigung der Restrukturierungsaufgaben einnehmen, Bestandshalter müssen sich noch intensiver und früher auf die Herausforderungen der Refinanzierung vorbereiten. Mutige Entscheidungen sind gefragt."
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Best Case
19.11.2025
Die DIAMED Medizintechnik GmbH, spezialisierter Partner für extrakorporale Blutreinigung, liefert Geräte, Verbrauchsmaterial und anwendungsnahen Klinik-Support einschließlich Schulung und Service.  Ziel des Unternehmens: Durch Differenzierung im Intensivumfeld auf Basis erhöhter Produktpräsenz in Krankenhäusern wachsen, die Markenbekanntheit steigern und Cross-Sales-Potenziale aus dem Bestandsgeschäft generieren.  In einem gemeinsamen Projekt mit W&P wurde im Rahmen einer dreistufigen Potenzialanalyse Die DIAMED Medizintechnik GmbH, spezialisierter Partner für extrakorporale Blutreinigung, liefert Geräte, Verbrauchsmaterial und anwendungsnahen Klinik-Support einschließlich Schulung und Service.  Ziel des Unternehmens: Durch Differenzierung im Intensivumfeld auf Basis erhöhter Produktpräsenz in Krankenhäusern wachsen, die Markenbekanntheit steigern und Cross-Sales-Potenziale aus dem Bestandsgeschäft generieren.  In einem gemeinsamen Projekt mit W&P wurde im Rahmen einer dreistufigen Potenzialanalyse - die Zusammenarbeit mit einem möglichen Kooperationspartner für eine neue Lösung zur Sepsiserkennung & -therapieentscheidung evaluiert - und eine Go-/No-Go-Entscheidung für die Produktportfolioerweiterung abgeleitet. „Ein pragmatisches Projektvorgehen und hohe Industrieexpertise haben zu exzellenten Ergebnissen geführt. Die persönliche Zusammenarbeit mit dem Team von Dr. Wieselhuber & Partner haben wir sehr geschätzt und werden bei passenden Fragestellungen wieder auf W&P zukommen,“ so Dr. Sven Steinhoff Geschäftsführer DIAMED Medizintechnik GmbH. Wie das Team um Dr. Michael Marquardt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen. die Zusammenarbeit mit einem möglichen Kooperationspartner für eine neue Lösung zur Sepsiserkennung & -therapieentscheidung evaluiert und eine Go-/No-Go-Entscheidung für die Produktportfolioerweiterung abgeleitet. „Ein pragmatisches Projektvorgehen und hohe Industrieexpertise haben zu exzellenten Ergebnissen geführt. Die persönliche Zusammenarbeit mit dem Team von Dr. Wieselhuber & Partner haben wir sehr geschätzt und werden bei passenden Fragestellungen wieder auf W&P zukommen,“ so Dr. Sven Steinhoff Geschäftsführer DIAMED Medizintechnik GmbH. Wie das Team um Dr. Michael Marquardt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen. 
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Publikation
18.11.2025
Ein Sales Power Booster Projekt folgt einem klaren 3-Schritte-Ansatz – pragmatisch, schnell und mit direkter Wirkung: 1. Power Check – 360° Benchmarking des Vertriebs entlang von 7 Analysefeldern und des Online-Booster-Checks 2. Power Readiness – Priorisierung der wirkungsvollsten Booster („Speedboats“) und Entwicklung einer konkreten Roadmap 3. Power Drive – Umsetzung der Maßnahmen in agilen Sprints, begleitet durch W&P als PMO und Sales Coach Ergebnisse & Vorteile - Faktenbasierte Einordnung Ihrer Vertriebsleistung im Benchmarking - Identifikation von 5–10 „Speedboat-Boostern“ mit hohem Umsatzimpact und schneller Umsetzbarkeit - Konkrete Roadmap mit klaren Workstreams, Verantwortlichkeiten und Zeitplan - Sofortige Aktivierung von Quick-Wins mit erprobten Tools und Templates - Nachhaltige Verankerung und schrittweises Empowerment für Umsetzung und durch agiles Projektmanagement
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Publikation
13.11.2025
Auch das dritte Quartal 2025 ist von Gegensätzen geprägt. Während das Statistische Bundesamt für Deutschland ein kaum nennenswertes Wachstum meldet und Österreich im Sommer kurzfristig in eine technische Rezession geriet, zeigen einzelne Branchen bereits wieder Dynamik: Tourismus und Bau profitierten von Nachholeffekten, der Export verzeichnete nach langen Monaten der Stagnation leichte Zuwächse. Gleichzeitig belasten hohe Zinsen, volatile Energiepreise und anhaltende geopolitische Unsicherheiten weiterhin die Planungen von Unternehmen. Dieser Mix aus zögerlicher Erholung und anhaltendem Druck prägt die Gespräche in Banken, Kanzleien und Aufsichtsgremien. Auf der einen Seite überlagern Insolvenzen bekannter Mittelständler und Restrukturierungen im Immobiliensektor die Schlagzeilen. Auf der anderen Seite entstehen neue Investitionsprojekte: grenzüberschreitende Kooperationen in der Energiewende, Rekordinvestitionen in Digitalisierung und die Rückkehr von Industrieproduktionen, die lange als verloren galten. Besonders auffällig ist der Stimmungsunterschied zwischen traditionellen Kernindustrien und jungen Wachstumssektoren. Während Automobil- und Maschinenbau weiterhin um internationale Wettbewerbsfähigkeit ringen, gelingt es Teilen der Chemie, Logistik und IT, Marktanteile zurückzuerobern. Österreichs starke Familienunternehmen profitieren von resilienten Nischenmärkten, Deutschlands mittelständische Weltmarktführer punkten mit ihrer Ingenieurskunst. Doch die entscheidende Frage bleibt: Wird es gelingen, die vorhandene Kapitalausstattung und Innovationskraft in nachhaltiges Wachstum umzuwandeln? Erste Signale sind ermutigend: Die Investitionsbereitschaft privater Fonds steigt, staatliche Programme beschleunigen Infrastrukturprojekte, und die Nachfrage nach Transformationsfinanzierungen nimmt zu. Unser Sanierungsbarometer erfasst diese fragile Zwischenlage: Noch immer ist die Unsicherheit hoch, deshalb müssen Geschäftsmodelle aktiv gestaltet und umgebaut werden und nicht – nach dem Prinzip „Hoffnung“ auf die nächste Konjunkturwelle gewartet werden. Lassen Sie uns die Ergebnisse daher nicht als Mahnung, sondern als Wegweiser verstehen. Sie zeigen, dass aus den Brüchen der alten Geschäftsmodelle neue Chancen entstehen können – wenn Kapital, Regulierung und Unternehmergeist zusammenspielen.
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News, 12.11.2025
12.11.2025
Das M&A Team um Ante Jelavic und das Fashion, Lifestyle & Retail Team von Philipp Trompeter blicken auf eine erfolgreiche Transaktion: 50 Prozent der Anteile der unitex GmbH wurden vom bisherigen Gesellschafter, der unitex Vermögensverwaltung GmbH, erfolgreich an die INTERCONTACT Beteiligungsgesellschaft mbH als Teil der INTERSPORT Deutschland e.G. verkauft.Philipp Trompeter: "Diese Lösung ist nicht nur für an der Transaktion beteiligte Parteien ein optimaler Weg - auch die Handelspartner und Lieferanten der Unitex werden profitieren!"Die Übernahme der Anteile an der unitex GmbH ist eine zukunftsweisende Partnerschaft, ein sehr positives Zeichen in einem sich konsolidierenden Markt.
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Publikation
11.11.2025
Aus unserer Projekterfahrung wissen wir, dass viele mittelständische Sport- und Outdoor-Unternehmen ein hohes Kundendurchschnittsalter von +/- 60 haben. Hierdurch wird Umsatzpotenzial des Sortiments verschenkt. Die Zielsetzung ist daher häufig für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens jüngere Kunden und Fans zu gewinnen. Wie kann das gelingen? Die Antwort hierzu beginnt mit dem Verständnis für welche Faktoren die Kaufentscheidungen von Gen Z, Y und X prägen und der Erkenntnis, wie sich diese verändern. Nur wer seine Kunden versteht kann sie richtig ansprechen. Die W&P Studie „NextGen Insights: Werte, Kanäle, Entscheidungen“ in Kooperation mit Dr. Henrik Vogel, Professor für Marketing an IU München, legt den Grundstein hierzu. Durch eine repräsentative Befragung von 1.700 Teilnehmenden haben sie wesentliche Entwicklungen für Lifestyleunternehmen und explizit für die Sport und Outdoorbranche identifiziert. Anhand des beispielhaften Kaufprozesses einer „Wasserdichten Funktionsjacke“ werden anhand der Customer Journey unter anderem folgende Fragen je Generation beantwortet: • Welche Rolle spielen stationäres Geschäft, Website und Community bei der Kaufentscheidung? • In welchen Kanälen findet zukünftig der eigentliche Kauf statt? • Welche Relevanz hat Nachhaltigkeit bei der Kaufentscheidung wirklich? • Wie können Kunden über die Transaktion hinaus zu Fans gemacht werden? Anbei finden Sie die Übersicht der Studienergebnisse. Für tiefergehende Informationen zu den Ergebnissen der Studie und für einen Austausch zu den Implikationen für Ihr Unternehmen, stehen wir Ihnen mit einem persönlichen Termin gerne zur Verfügung.
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Kommentar, 10.11.2025
10.11.2025
Wer „Produktivität“ im Jahr 2025 noch zur Königskennzahl erhebt, steuert seine Fabrik mit dem Rückspiegel. In hochautomatisierten Wertströmen erzählt die reine Produktivität zu wenig – sie belohnt Tempo, auch wenn die wahren Verluste in Stillständen, Mikrostops, Anfahr- oder Qualitätsproblemen liegen. Die Overall Equipment Effectiveness oder deutsch Gesamtanlageneffektivität, kurz OEE liefert hier die Tiefenschärfe (Verfügbarkeit x Leistung x Qualität). Eine Tiefenschärfe die Führung braucht. Gerade im produzierenden Mittelstand und in Familienunternehmen, die Verantwortung über Generationen tragen, ist das entscheidend: Wer Liefertreue, Qualität und Marge planbar halten will, darf Ursachen nicht hinter einer Sammelkennzahl verstecken. Aktuelle Fälle zeigen: Die „Produktivität“ kann stellenweise sogar deutlich über 100 % stehen. Ein Wunder? Nein, vielmehr das Ergebnis uneinheitlicher Erfassung: gemischte Zeitbasen, unklare Zähler und die Vermengung manueller Tätigkeiten mit automatisierten Maschinenzyklen. Was fehlt, ist Transparenz über die Verlustgründe – man sieht eine Zahl, aber nicht die Ursache. Hier kommt die OEE ins Spiel: OEE trennt Wirkung von Ursache – und macht Führung messbar. Eine tägliche, nur 15-minütige Lagebesprechung im Shopfloor-Meeting richtet den Blick auf Ziel/Ist und die drei größten Verluste des Vortags – mit Verantwortlichen, Maßnahmen und Termin. So entsteht ein Regelkreis vom Signal (Kennzahl) zur Ursache (Verlustcode) zur Wirkung (A3-Maßnahme). Liefertreue wird zur Konsequenz, nicht zum Zufall. Selbst in handwerklichen, manuellen Prozessen sollte „Produktivität“ durch die sogenannte OLE (Overall Labour Effectiveness) ersetzt werden. Die klassische Produktivität (Output je Arbeitsstunde) mischt Anwesenheit, Nutzzeit und First Pass Yield (Erstausbeute) – das produziert Scheinwerte, im Extrem > 100 %. Die OLE übernimmt die OEE-Logik für menschliche Arbeit: Verfügbarkeit (Nutzzeit), Leistung (Taktdisziplin vs. Standard) und Qualität. Der Unterschied zur OEE ist einfach: OEE misst die Effektivität von Anlagen, OLE die Effektivität von Mitarbeitenden in überwiegend manuellen Tätigkeiten - und beide Kennzahlen sollten Teil einer gemeinsame Führungsroutine sein. Die Leitplanke bleibt einfach: Je höher der Automatisierungsgrad, desto zentraler die OEE. Auf Stanz-, Laser- oder Verpackungslinien diktiert die Anlage den Takt; in variantenreicher Montage führt OLE. Als Praxis-Daumenregel gilt: Ab > 40 % automatisierter Wertschöpfungszeit liefert die OEE den primären Steuerimpuls, darunter OLE – OEE bleibt ergänzend relevant, wo Engpass-Anlagen den Fluss bestimmen. Damit das wirkt, braucht es Daten-Disziplin statt Datendeko: Maschinenzustände und Zyklen kommen automatisiert (I/O, bei neueren Anlagen via OPC UA), Telemetrie läuft z. B. per MQTT ins BDE/MES; das Team ergänzt nur das „Warum“ bei manuellen Stopps oder Qualitätsabweichungen. Wo Schnittstellen fehlen, reicht ein robuster Retrofit – etwa eine Lichtschranke als Zählimpuls. Entscheidend ist ein schlanker, einheitlicher Verlustkatalog mit klaren Definitionen und identischer Auflösung über Linien und Werke hinweg. Die Quintessenz für Familienunternehmen: Solange „Produktivität“ als Alleinherrscher regiert, werden Symptome belohnt und Ursachen verdeckt. In automatisierten Bereichen muss OEE führen, in manuellen OLE – verbunden durch einen konsequenten Führungsrhythmus. Wer so steuert, gewinnt Transparenz über Verluste, stabilisiert den Fluss und macht Liefertreue planbar – heute und für die nächste Generation.
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News, 06.11.2025
06.11.2025
Gleich an zwei Münchner Hochschulmessen konnten in der letzten Woche spannende Kontakte geknüpft werden...  An der HM Business School ging's beim KarriereMatch direkt in die Vollen: Vier Stunden durchgehend Gespräche mit hochmotivierten BWL-Studierenden rund um Praktika bei W&P – eine erfrischende & unkomplizierte Veranstaltung mit direktem Draht zu High Potentials.  Auf der HOKO Hochschulkontaktmesse konnten wir dann gestern direkt anknüpfen: Mit der Unterstützung von Andreas Pfeffer, Tim Lämmermann und Lilly Thelen am W&P Stand waren wir definitiv nicht unterbesetzt! Der Infobedarf rund um den Einstieg ins Consulting für Familienunternehmen war vor allem bei Wirtschaftsingenieur- und Maschinenbau-Studierenden in diesem Jahr so hoch wie selten zuvor. Die nächste Berater-Generation für Strategie, Restructuring & Finance und alle Themen rund um Business Perfomance Improvement steht schon in den Startlöchern! 
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News, 29.10.2025
29.10.2025
In unsicheren wirtschaftlichen Zeiten reagieren viele HR-Abteilungen reflexartig mit Stellenabbau oder operativer Routine. Dadurch bleiben Kostensteuerung, Personalbindung und strategische Wirkung unzureichend – und die Organisation verliert an Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Smarte HR-Operating-Modelle verbinden intelligentes Rightsizing mit passgenauen Employee Journeys. Datenbasiertes HR-Controlling, gezielte Freiwilligenprogramme, Potenzialanalysen und systematisches Workforce Management ermöglichen eine differenzierte Steuerung von Kosten, Kompetenzen und Personalentwicklung. Leonard Kluck, Leiter HR Excellence im HR Journal.
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News, 28.10.2025
28.10.2025
Im digitalen Executive Dialog von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) stand die Frage im Mittelpunkt, wie Machine Learning im Mittelstand konkrete Wertbeiträge schaffen kann – jenseits von Hype und Theorie. „Machine Learning ist sicher keine „Knopfdrucklösung" kann aber – richtig eingesetzt – erheblichen Mehrwert stiften und Kosten sparen“, so einleitend  Sebastian Batton, Leiter Digital Excellence W&P. Machine Learning eigne sich überall dort, wo große Datenmengen, viele Einflussfaktoren und komplexe Zusammenhänge zu bewältigen sind, beispielsweise in Sales & Operations Planning, Preisentwicklung, Produktlebenszyklusmanagement, Predictive Maintenance aber auch Personal-, Schicht- und Finanzplanung. Wie sich Machine Learning in der Praxis bewährt, zeigte Julian Tietze, Senior Expert Management Link GmbH. Er stellte ein Projekt zur Optimierung der Personalplanung bei einem Dienstleister am Flughafen München vor, der Passagiere mit Mobilitätseinschränkungen betreut. Durch den Einsatz eines Machine-Learning-Modells konnte die Schichtplanung automatisiert, Kosten reduziert und die Servicequalität signifikant verbessert werden. Moritz Zoepffel, Senior Consultant Digital Excellence W&P, erläuterte die technische Umsetzung. „Ziel war, die bisher subjektive Einschätzung der Schichtplaner durch ein objektives, datenbasiertes Machine-Learning-Modell zu ersetzen, um die operative Komplexität und die stark schwankende Nachfrage besser zu bewältigen.“ Auf Grundlage historischer Auftrags- und Flugplandaten sowie angereicherter Zusatzinformationen prognostiziert das Modell die tatsächliche Nachfrage und generiert daraus automatisiert Schichtpläne, die direkt in der operativen Planung genutzt werden können. Die Modellgüte liegt bei 78 Prozent – ein sehr guter Wert in einem derart komplexen Umfeld. W&P Partner und Moderator Daniel Emmrich resümiert: „Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung war die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden und sein Geschäftsmodell zu verstehen: Das Modell wurde iterativ weiterentwickelt und gemeinsam optimiert.“ Die anschließende Werkstattdiskussion machte deutlich: Machine Learning heißt nicht, in eine Glaskugel zu blicken, sondern hilft ganz konkret, das eigene Geschäft besser zu verstehen, Wirkzusammenhänge zu erkennen und Optimierungen abzuleiten. Um zu starten, werden keine Daten „in Perfektion“ benötigt, vielmehr sei im Unternehmenskontext Muster und Korrelationen in vorhandenen Daten zu identifizieren und daraus einen Use Case zu entwickeln. Wie starten? „Einfach trauen, das Risiko ist sehr überschaubar“, so die Experten unisono. „Im Kleinen anfangen, experimentieren, Know-how sammeln, Expertise entwicklen und aus diesem „kleinen Pflänzchen“ etwas im Unternehmen wachsen lassen.“
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News, 23.10.2025
23.10.2025
Die Möbelindustrie steht unter anhaltendem Druck: Schwache Konsumnachfrage, stagnierender Wohnungsbau und zunehmender Importdruck prägen die Marktlage. Beim digitalen Executive Dialog von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P)  in Kooperation mit dem Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) standen deshalb die aktuelle Entwicklung, strukturelle Herausforderungen und strategische Handlungsoptionen für Hersteller, Zulieferer und Handel im Fokus. Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie, zeichnete einleitend ein nüchternes Bild der aktuellen Branchenlage. Von Aufschwung könne keine Rede sein, vielmehr bewege sich die Möbelindustrie in einer Seitwärtsphase. Doch trotz der konjunkturellen Schwäche erweise sich der Arbeitsmarkt als stabil – ein Faktor, der das Verbrauchervertrauen langfristig stützen könnte Manuel Schenck, Mitglied der Geschäftsleitung W&P, betonte die entscheidende Rolle eines professionellen Liquiditätsmanagements – sowohl als Enabler für Wachstum als auch als Rettungsanker in Krisenzeiten. „Liquidität ist die zentrale Steuerungsgröße, um Handlungsfähigkeit zu sichern und Chancen gezielt zu nutzen“, so Schenck. Bestände seien die größten kurzfristigen Hebel zur Liquiditätsverbesserung: Durch gezielte Analysen und Steuerung ließen sich oftmals 20 bis 30 Prozent an Potenzialen heben. Philipp Trompeter, Senior Manager Konsumgüter bei W&P, setzte den Schwerpunkt auf Effizienzsteigerung und Kostensenkung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. „Digitalisierung und Automatisierung sind keine Zukunftsvision, sondern eine Notwendigkeit, um Prozesse effizienter, kundenorientierter und schlanker zu gestalten“, betonte er. Besonders in der Auftragsabwicklung und im Kundenservice ließen sich durch digitale Lösungen erhebliche Effizienzgewinne erzielen. Restrukturierungsexperte Christian Dresen, der einen Praxisfall au dem Bereich Möbelhandel vorstellte, unterstrich: Benchmarks aus Projekten und Marktdaten seien essenziell, um die eigene Kostenstruktur realistisch zu bewerten: „Szenarien proaktiv entwickeln und offen kommunizieren – so lassen sich Investitionen und Betriebsmittel gezielt absichern“. Daniel Emmrich, W&P Partner Operative Restrukturierung bei W&P, empfahl eine ehrliche und selbstkritische Standortbestimmung, um den Krisenstatus und den konkreten Handlungsbedarf zu erkennen. „Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung eines frühen, realistischen Bildes ihrer Situation – operativ wie finanziell“, betonte Emmrich. Transparenz sei die Grundlage jeder erfolgreichen Restrukturierung.  In der abschließenden Werkstatt-Diskussion wurden deutlich: Die Branche hat den Ernst der Lage erkannt – jedem ist klar, dass es sich nicht mehr um eine vorübergehende, konjunkturelle Delle handelt sondern vielmehr um eine strukturelle Veränderung der Branche. Entsprechend sollte Restrukturierung als normaler Bestandteil des Unternehmenslebenszyklus verstanden werden – mit einem ganzheitlichen Blick auf Effizienz, Strategie und Finanzierung.  „Entscheidend ist, mutig zu bleiben, Entscheidungen zu treffen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken“, so W&P Managing Partner & Moderator Dr. Timo Renz abschießend. Eine erfolgreiche Veränderung gelinge nur, wenn Berater, Geschäftsführung und alle anderen Beteiligte als Team agieren und die Transformation gemeinsam umsetzen. 
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Publikation
25.09.2025
Das HR-Management agiert heute in einem komplexen Wirkungsfeld: Es muss steigende Risiken (von Compliance bis Employer Branding), unklare Rollenzuweisungen, kulturelle Spannungen sowie divergierende Stakeholder-Interessen simultan adressieren. Diese Herausforderungen verdichten sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, hybrider Arbeitsmodelle und des wachsenden Anspruchs an sinnstiftende Tätigkeiten. Wie muss das HR-Management konkret ausgestaltet werden, um als „Enabler“ für eine effektive sowie effiziente Organisation und eine performance-orientierte Führungskultur zu wirken?
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Kommentar, 16.09.2025
16.09.2025
Kommentar von Fabian Dichant, Senior Manager Business Performance Improvement bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbHSales & Operations Planning, kurz S&OP? Ja, aber oft nur auf dem Papier. Rund 70 % der Unternehmen im produzierenden Mittelstand, insbesondere Familienunternehmen, haben S&OP formal eingeführt, doch nur etwa ein Viertel steuert damit konsequent und unternehmensweit. Rund 80 % organisieren den Prozess immer noch primär in Excel. Die Folge: Silos, Eilaufträge, Fehlteile, häufige Umplanung in der Produktion, hohe (Zwischen-)Bestände und im Ergebnis verschenkte Marge.Viele Unternehmen scheitern nicht an der IT. Sie scheitern an Konsequenz, Rollenklärung und fehlendem Entscheidungsfokus. S&OP ist kein Reporting, sondern ein Führungs- und Ent-scheidungsformat. Ohne klare Verantwortlichkeiten, ohne Prioritäten und ohne Finanzin-tegration bleibt es ein Meeting mit Charts, aber ohne wirkliche Steuerung.Worum geht’s wirklich? S&OP ist Führungsarbeit und das Rückgrat einer integrierten Unternehmenssteuerung: eine Zahl, eine Wahrheit über Nachfrage, Kapazitäten und Finanzwirkung. Der rollierende Prozess setzt einen klaren Takt – mit verlässlichen Entscheidungen statt endloser Abstimmungsrunden. Von statistischem Forecast über Bedarfs- und Kapazitätspla-nung bis zum Abgleich: In Szenarien werden Engpässe sichtbar, Alternativen bewertet und die Finanzwirkung transparent gemacht. Im S&OP-Meeting wird entschieden und der integrierte Plan freigegeben. Ein verbindlicher Monatskalender (Input, Output, Rollen, Termine) macht S&OP planbar – strategisch, taktisch, operativ; langfristig bis kurzfristig. Wer daran rüttelt, landet wieder in Ad-hoc-Feuerwehrmaßnahmen und „best effort“-Excel.So gelingt der Einstieg:1. Fokus setzen: Die 20 % Produkte/Kunden, die 80 % der Menge treiben kommen zuerst in den Scope.2. Rollen festziehen: Eindeutige Verantwortlichkeiten für Forecast, Bedarf, Kapazität, Bedarfs-Kapazitätsabgleich, Finanzen und ein klares Entscheidungsgremium.3. Monatstakt leben: Fixer Kalender, definierte Inputs/Outputs, sauberer Datenhaushalt („gut genug“ genügt zum Start).4. Szenarien verpflichtend: Baseline plus „Was-wäre-wenn“ (Engpass, Nachfrage-Peaks, Lieferverzug) inkl. Finanzwirkung.5. KVP verankern: Jeden Zyklus zwei Verbesserungen beschließen – Prozess, Daten oder Verantwortungen.Der Effekt ist schnell spürbar. Bessere Forecast-Qualität, höhere Lieferfähigkeit und -treue, Bestände runter bei Reaktionsgeschwindigkeit rauf, robustere Ressourcennutzung. Für Pro-duktanläufe zeigt sich das unter anderem in bis zu 20 % höherer Lieferbereitschaft (schnellere Marktdurchdringung). Das reduziert Fehlstarts messbar – weil Produkte zum Launch verfüg-bar sind und zuverlässig geliefert werden.Fazit? Für den produzierenden Mittelstand und Familienunternehmen ist S&OP kein „nice to have“, sondern strategische Steuerung in volatilen Märkten. Wer sich konsequent an den S&OP-Prozess hält, gewinnt Liefertreue, Geschwindigkeit und Kapitalbindung zurück. Wer zögert, bleibt im Nebel – mit Excel als Taschenlampe.
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Kommentar, 21.08.2025
21.08.2025
Kommentar von Oliver Markschläger, Leiter Bauindustrie bei Dr. Wieselhuber & PartnerViele beobachten, überlegen oder beharren – nur wenige bewegen sich: In der Baubranche ist es seit Jahren Thema, dass industrialisiertes Bauen die fehlende Kundenzentrierung durch fragmentierte Leistungserbringung, zu teure Herstellkosten, lange und volatile Projektlaufzeiten in den Griff bekommen könnte. Doch nur wenige Hersteller widmen sich der Umsetzung mit echter Konsequenz.Ja, es gibt erfreuliche Ausnahmen: Einige Projektentwickler rücken näher an Planung und Produktentwicklung heran, Modul-/Systembauer professionalisieren ihre Fertigung und verproben die eigene Produktentwicklung und erst vor kurzem hat ein GU ein neues Baukastensystem gelaunched. Der Großteil jedoch verharrt im Status quo – und für viele erschöpft sich „industrialisiertes Bauen“ in der Vorstellung von etwas mehr Standarddetails oder dem alleinigen Fokus auf Vorfertigung, ohne das Thema ganzheitlich zu denken. So, als sei die Revolution auf der Baustelle lediglich ein spannendes Thema für Kongresse, Fachzeitschriften oder Imagebroschüren, nicht aber eine ernsthafte Handlungsoption für das eigene Geschäft.Doch dieses Zögern ist keine Vorsicht. Es ist ein Risiko - ein massives! Denn wer auf die perfekte, ausgereifte, in allen Details durchoptimierte Lösung mit fertig aufgebauten Lieferketten und abgestimmten Ökosystemen und perfekten regulatorischen Rahmenbedingungen mit guten Förderbedingungen wartet, verpasst die Chance den Weg mitzugestalten. Industrialisiertes Bauen entwickelt sich in Iterationen – es ist ein Lernprozess, der Anpassungen und Mut verlangt.Fehlende Risikobereitschaft ist der wahre Kostenfaktor In einer Branche, die ohnehin von volatilen Märkten, steigenden Kosten, Fachkräftemangel und häufig geringen Margen geprägt ist, wirkt das Festhalten am Status quo geradezu paradox. Die Angst vor Fehlschlägen oder Investitionsrisiken sorgt dafür, dass viele lieber weiter mit veralteten Prozessen arbeiten, als neue Wege zu gehen. Doch während die Konkurrenz bereits Produktionsketten optimiert, Montagezeiten halbiert und Materialeffizienz steigert, verlieren Zauderer nicht nur Margen, sondern auch Marktanteile.Der Schritt ins industrialisierte Bauen heißt, Strukturen aufbrechen, Rollen neu definieren und Investitionen tätigen, deren Return nicht immer sofort sichtbar ist. Auch heißt es die eine hocheffiziente Produktion (off- und on-site) mit durchdachter Produktionsplanung und integrierter Lieferkette zu gestalten, Prozesse zu digitalisieren, Produktentwicklung schon vor Auftragseingang neu zu denken, KI in die Produkt- und Projektplanung zu integrieren, DfMA Prinzipien in die Planungen integrieren, Lieferanten neu auszuwählen, langfristig zu binden und zu integrieren, Fertigungskapazitäten aufzubauen, Mitarbeiter umzuschulen und ganz neue Köpfe einzustellen… Hört sich anstrengend an? Ja, das ist es und noch dazu riskant! Aber: Risikofreien Wandel gibt es nicht. Und so trennt sich mit diesen Schritten die Spreu vom Weizen: Unternehmen, die eine neue Produktionslogik entwickeln, sichern sich auch ihre Zukunft – und dabei liegt kein Wissens- oder Kompetenzproblem vor, sondern lediglich ein Umsetzungsproblem. Eine Schlüsselrolle auf dem Weg zum industrialisierten Bauen haben die Investoren und Projektentwickler. Sie können und müssen einfordern, dass Bauen günstiger, schneller, nachhaltiger und besser wird. Ihr Druck – kombiniert mit der Pionierarbeit einiger weniger Komplettlösungsanbieter – wird der entscheidende Beschleuniger für die Umsetzung sein.
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Publikation
06.08.2025
Während die Wirtschaftspresse täglich von milliardenschweren Investitionen in KI-Rechenzentren berichtet und Top-Talenten Gehaltspakete von hundert Millionen Euro zugesprochen werden, bangen traditionelle Kernbranchen wie Automobil- und Maschinenbau um Stückzahlen, Margen und Marktanteile. Dieser dramatische Kontrast prägt die Stimmung in den Kreditabteilungen, in den Partnerbesprechungen der Kanzleien und in den Geschäftsführungen und Gesellschaftergremien der Familienunternehmen. Doch Deutschland hat zwei entscheidende Trümpfe in der Hand – Kapitalausstattung und Ingenieurskompetenz. Die Bilanzen vieler Mittelständler sind solide, und der Staat kann sich fiskalische Anschubprogramme leisten. Was fehlt, ist Klarheit: ein verlässlicher regulatorischer Rahmen für KI-Anwendungen, beschleunigte Genehmigungsverfahren für neue Fabriken und Anreize für private Infrastruktur-Investoren. Solange die Spielregeln schwammig bleiben, wandelt sich Liquidität zu Liquidationsrisiko. Die jüngste Welle großer Insolvenzverfahren zeigt: Wenn Unsicherheit länger währt als die Eigenkapitalreserven, entscheidet irgendwann der Insolvenzverwalter über den Unternehmensverkauf – nicht mehr der Unternehmer. Das aktuelle W&P Sanierungsbarometer au Basis 230 befragter Top-Experten misst sowohl die Temperatur des Kreditmarkts als auch den Puls dieser Transformationsphase. Banken und Anwälte teilen ihre Einschätzung zu Branchenrisiken auch vor dem Hintergrund vieler stiller Rettungen hinter den Kulissen.
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Kommentar, 05.08.2025
05.08.2025
Der Streit um das Spezi-Design hat Wellen geschlagen – nun ist das Urteil gefallen. Das Landgericht München hat entschieden: Paulaner erhält Recht im Streit um das Flaschendesign seines Cola-Mix-Getränks. Der Wettbewerber „Mio Mio Cola+Orange“ aus dem Hause Berentzen ähnelt in der farblichen Gestaltung in wesentlichen Bestandteilen den Produkten von Paulaner. Es bestehe ein Unterlassungsanspruch wegen Markenrechtsverletzung.So klar das Urteil erscheint: Der vorsitzende Richter hatte sich dennoch bewusst Zeit für die Entscheidung genommen. Denn die Komplexität von Design- und Markenrechtsfällen nimmt auf Grund struktureller Ursachen stetig zu: Hersteller alkoholischer Getränke diversifizieren verstärkt in das alkoholfreie Segment, um auf stagnierende Entwicklungen in ihren Ursprungskategorien zu reagieren. Die Folge: Mehr Produkte, mehr Designs, mehr Nähe im Regal – und damit eine wachsende Wahrscheinlichkeit gestalterischer Überschneidungen. Jeder Fehler im Designprozess kann zu einem wirtschaftlich relevanten Schaden führen. Neue Produkte werden nicht nur entworfen, sondern vorproduziert und ausgeliefert. Kommt es dann zu einer juristischen Niederlage, drohen Rückruf, Entsorgung, Imageschäden – und die vollständige Übernahme der Verfahrenskosten. Für die betroffenen Unternehmen ein reales Risiko.Umso entscheidender ist es, derartige Konflikte frühzeitig zu vermeiden – oder im Fall eines Streitfalls zügig und objektiv zu lösen. Künstliche Intelligenz kann dabei einen wertvollen Beitrag leisten. Produkte lassen sich damit nicht nur hinsichtlich ihrer gestalterischen Attribute systematisch auswerten, sondern auch gezielt konzipieren: als Teil eines datenbasierten und markenstrategischen Produktentwicklungsprozesses.Im Streitfall Paulaner gegen Berentzen zeigt die KI-gestützte Analyse: Von sieben Hauptfarben, die bei Paulaner verwendet werden, finden sich sechs auch auf dem Etikett von Mio Mio Cola+Orange. Auch der grafische Aufbau weist Parallelen auf: Beide Etiketten setzen auf klar strukturierte Farbabgrenzungen und lineare Muster. Unterschiede zeigen sich in der Gewichtung der Farbflächen – Paulaner betont Gelb, Mio Mio eher Lila – doch der Gesamteindruck bleibt visuell nah. Damit stellt sich zunehmend die Frage, wo Kategorie-Codes enden – und wo markenspezifische Farbentscheidungen beginnen, die unter Umständen rechtlich geschützt sein sollten. Durch automatisierte Auswertungen von Etiketten, etwa über E-Commerce-Crawling oder Store-Check-Dokumentation, lassen sich etablierte Farb- und Gestaltungscodes ganzer Warengruppen erfassen. So wird vorab sichtbar, welche visuellen Muster vom Wettbewerb bereits besetzt sind – und welche Differenzierungsoptionen realistisch bestehen.Der Fall Paulaner vs. Berentzen zeigt eindrücklich: Produktgestaltung ohne KI ist künftig kein kalkulierbares Risiko mehr, sondern ein unternehmerisches Wagnis. Die Frage lautet nicht mehr ob, sondern nur noch wie schnell Marken KI in ihren Entwicklungsprozess integrieren.
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Best Case
29.07.2025
RGF Staffing, mit international etablierten Marken wie Unique oder Start People, ist einer der größten Anbieter von maßgeschneiderten HR-Lösungen in Deutschland & Europa. Über Jahre hatte RGF Staffing im deutschen Zeitarbeitsmarkt insgesamt 13 mittelständische Unternehmen übernommen, die unter einheitlichen Dach von Unique zusammengeführt werden sollten. Ziel: Die Markt-/Wettbewerbsposition stärken und Effizienzvorteilen im Verbund heben. „Die exzellente Begleitung der Post Merger Integration durch W&P brachte für den Erfolg dieses komplexen Vorhabens einen entscheidenden Mehrwert. Mit hoher fachlicher Kompetenz, strategischem Weitblick, Fingerspitzengefühl und großem persönlichen Engagement wurden alle beteiligten Gesellschaften souverän zusammengeführt. Ich danke dem W&P-Team herzlich für die herausragende Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit,“ so Philipp Geyer, Vorsitzender der Geschäftsführung RGF Staffing Germany GmbH. Wie das Team um Sebastian Fitz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Best Case
10.07.2025
Die Einheit „Intelligent Power & Control Systems“ (ICS) innerhalb von Würth Elektronik ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion kundenspezifischer leiterplatten-basierter Systemlösungen für Stromverteiler, Anzeige- und Bedienfelder sowie elektronische Steuerungen. Im Zuge der Wachstumsstrategie hat die ICS die auf zukunftsweisende Lösungen für Automotive-Anwendungen fokussierte enfas GmbH übernommen. Da die enfas-Mitarbeiter mehrheitlich in der Entwicklung tätig waren, lag ein besonderer Schwerpunkt der Integrationsaktivitäten darauf, die zukünftige Entwicklungsorganisation konzeptionell zu gestalten und deren Umsetzung operativ zu begleiten. Zusammen mit W&P sollte die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von WE ICS gesteigert, eine einheitliche Entwicklungsstrategie etabliert sowie Strukturen, Prozesse und Portfolios beider Organisationen zielorientiert ausgerichtet werden. Damit sollten Synergiepotenziale gehoben, wertschöpfende Tätigkeiten optimiert sowie eine bereichs- und standortübergreifenden Zusammenarbeit gefördert werden. „Die professionelle Unterstützung von W&P war ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die zielgerichtete Gestaltung und Umsetzung unserer neuen Entwicklungsorganisation. Die methodische Kompetenz und klare Struktur haben maßgeblich zur Effizienz und Qualität des Integrationsprozesses beigetragen,“ so Dr. Klaus Wittig, CEO, Würth Elektronik ICS. Wie das Team konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Best Case
30.06.2025
Die DEHN SE, führendes und international tätiges Familienunternehmen der Elektrotechnik, bietet mit seinen Anwendungen in den Bereichen Blitz-, Überspannungs- und Arbeitsschutz Lösungen für die Elektromobilität, den Energiesektor und für den Schutz kritischer Infrastruktur. Dank einer erfolgreich umgesetzten Wachstumsstrategie verzeichnete das Unternehmen ein überproportionales Umsatzplus – allerdings nicht ohne spürbare Wachstumsschmerzen. Insbesondere aktuelle Kostensteigerungen und vielfältige interne wie externe Herausforderungen belasteten das Ergebnis. Um diesen Dynamiken gezielt zu begegnen, wurde W&P beauftragt, auf Basis eines umfassenden Benchmarkings mit den Kennzahlen führender Innovations- und Branchenpioniere die entscheidenden Stellschrauben zu identifizieren und die Profitabilität zielgerichtet und nachhaltig zu optimieren. Mit Erfolg: „Dank der strukturierten und zielgerichteten Vorgehensweise von W&P, konnten wir in kurzer Zeit die wesentlichen Handlungsfelder identifizieren und zentrale Maßnahmen zur Steigerung unserer Profitabilität einleiten,“ so Dr. Philipp Dehn Managing Partner & CEO. Wie das Team um Dr.-Ing. Dirk Artelt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Kommentar, 05.06.2025
05.06.2025
„All that lives must die, passing through nature to eternity“ - so Shakespeare bereits im 16. Jahrhundert über die Vergänglichkeit des Lebens. Doch was, wenn man das Leben verlängern oder das Altern sogar stoppen kann? Der neue Megatrend Longevity zielt genau darauf ab.Longevity beschäftigt sich mit der Verlängerung der gesunden Lebensspanne und beruft sich v.a. auf die Vermeidung von Volkskrankheiten, wie Herzkreislaufkrankheiten - im Jahr 2023 in Deutschland mit 33,9% die Haupttodesursache. Auch Diabetes-Typ 2, Adipositas oder ein Herzinfarkt, verursacht durch ungesunde Lebensführung (nicht immer) über lange Zeit, sind gegebenenfalls vermeidbar.Auf dem Longevity-Summit am 27.06 & 28.06 in Berlin zeigte sich, dass Longevity zwei Dimensionen erfüllt: einmal widmet sich Longevity der Prävention von Zivilisationskrankheiten. Ein wichtiges Thema, wenn man die Entwicklung der Prävalenz der oben erwähnten Krankheiten betrachtet und in Verbindung mit dem demografischen Wandel die Entwicklung prognostiziert. Zum anderen wird der Lifestyleaspekt im Sinne von der Aufrechterhaltung, der Kaschierung/Reparatur des Körpers und der Gesundheit auf der Messe präsentiert. In dieser Hinsicht scheint dieser Trend geradezu “modisch”: Es ist “In” Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, die VO2Max zu messen oder das Gesicht mit einer Multi-Ingredienz Creme zu behandeln.Der Markt für diese Produkte wächst mit zweistelligen Zuwachsraten, der wichtigste Vertriebskanal ist das Internet. Und jeder Markt bekommt die Produkte, die die Verbraucher nachfragen oder von denen sie sich subjektiv wie objektiv einen konkreten Nutzen versprechen - Placebo ist ein wichtiger Effekt des Wohlbefindens. Die Zweiteilung des Longevity-Marktes hat Konsequenzen für die teilnehmenden Unternehmen: Große, evidenzorientierte und forschungsintensive Unternehmen prägen den Markt auf der einen Seite, auf der anderen Seite stehen konsumige Aspekte wie die “Life-Extension-Pill” im Vordergrund – von seriöser Forschung bis hin zu Scharlatanerie ist noch alles dabei.Um künftig Vertrauen bei den Verbrauchern für diesen komplexen Markt zu erzeugen, müssen etablierte und neue Anbieter Markenkapital bilden. Neben Bekanntheitsgrad und einem konsequent positionierten Auftritt könnte – realistische Wirkungsversprechen vorausgesetzt – der Longevitymarkt auch die bisher skeptischen Apotheker überzeugen. Dieser ist nach wie vor die vertrauenswürdigste Quelle beim Kauf von Gesundheitsprodukten. Sollte diese Tatsache eintreten, ist in Kürze mit einer radikalen Bereinigung der „bunten“ Anbieterstruktur zu rechnen. Die vielen StartUps, oft mit fragwürdiger USP, dürften in großer Zahl vom Markt verschwinden. Etablierte Pharmaunternehmen mit einer überzeugenden Marke und nachhaltigen Wirkversprechen werden hingegen sehr hohe Umsätze in diesem Markt erzielen können.Die Grundbausteine für ein langes Leben bleiben seit Jahrhunderten unverändert: Sport, gesunde Ernährung und erholsamer Schlaf sind wichtig. Als zusätzliche Ergänzung tragen nun Cremes, NEMs und Tests zum gesunden Lifestyle bei, weshalb Unternehmen in Zukunft über ein zielgerichtetes Marketing für unterschiedliche Zielgruppen Lifestyle-Kaufkraft auf sich ziehen werden und bei hohen Margen erhebliche Umsätze generieren.
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Best Case
02.06.2025
Die Basler AG, ein international führender Anbieter für Bildverarbeitungslösungen, ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Herausforderung für den Vorstand: Es war nicht ausreichend transparent, wie sich die Lagerbevorratung und das veränderte Beschaffungsverhalten der Kunden in naher Zukunft auf Absätze und Umsätze auswirken werden. Um zu erkennen, inwieweit die Planungen des Vertriebs nach bisheriger Methodik überhaupt realistisch sind, wurde W&P wurde damit beauftragt, ein auf Basis eines analytisch-statistisch basierten „Top-Down“ Ansatzes die Planungen des Vertriebs kritisch zu prüfen und um einen eigenen Erwartungswert zu ergänzen. Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Projektumsetzung war ein interdisziplinärer Ansatz aus Controlling und Vertrieb, kombiniert mit methodischer Expertise bei der neutralen Bewertung der Vertriebsplanungen. „W&P ist es innerhalb kürzester Zeit pragmatisch gelungen, eine realistische Bewertung der Vertriebsplanung vorzunehmen“, bestätigt Hardy Mehl, CFO/COO Basler AG. Wie das Team um Dr.-Ing. Dirk Artelt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
26.05.2025
Das Gefühl der Unsicherheit hat die letzten Monate eine neue Dimension erhalten: Geopolitische Verwerfungen, Protektionismus, Handelskriege, Schuldeninflation. In dieser Situation springt das Hohelied auf die Strategie „des Fahrens auf Sicht“ deutlich zu kurz. Vielmehr braucht es eine Grundentscheidung über die Richtung, um Folgeentscheidungen zu fällen. Es geht darum Fakten und Risiken abzuwägen, strategisch zu planen, auf Performance Management zu setzen – mit maximaler Fokussierung auf das jeweilige Geschäftsmodell und die mikro- und makroseitigen Rahmenbedingungen eines Unternehmens. Das entsprechende Know-how für das erfolgreiche Gelingen rund um Risikomanagement, Business Transformation, Strategie, gestaltende Sanierung und viele weitere Themen finden Sie in der neuen Ausgabe des W&P Management Support. Impulse für Entscheider – jetzt reinlesen!
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Best Case
13.05.2025
Die Banner GmbH mit Sitz in Österreich ist mit seinen Business Units „Automotive“ und „Energy Solutions“ ein international führender Anbieter von Batterielösungen. In einem Marktumfeld mit hoher Wettbewerbsintensität stand die Vertriebseinheit „Energy Solutions“ in Deutschland vor der Herausforderung, an den Erfolg in Österreich und der Schweiz anzuknüpfen. W&P wurde beauftragt, gemeinsam mit Banner eine strategische Fokussierung des länderspezifischen Vertriebs zu definieren und bei der Konkretisierung sowie Umsetzung operativer Maßnahmenpakete zu unterstützen. Für die Umsetzung wurde der bewährte W&P-Co-Creation-Ansatz gewählt, in dem ein definiertes Banner-Kernteam und das W&P-Team eng zusammenarbeiteten: „Durch die strukturierte Projektbearbeitung von W&P, bei der alle Beteiligten aktiv eingebunden wurden, konnte eine klare Fokussierung der Marktbearbeitung erreicht werden. Die entwickelte Strategie ist das zentrale Element für die künftige effiziente Zielerreichung in Deutschland “, so Mag. Werner Töpfl CEO/Geschäftsführer von Banner GmbH. So wurden Anwendungsfelder mit hoher strategischer Passung zur Konzentrierung der Marktbearbeitung und Steigerung der Vertriebseffizienz identifiziert, ein übergeordneter Umsetzungsfahrplan für die langfristige Zielerreichung entwickelt, konkrete Handlungsfelder zur operativen Umsetzung der Vertriebsstrategie definiert und das Commitment aller Beteiligten durch kollaborative Strategieentwicklung gesichert. Wie das Team um Ferdinand Fiedler, Senior Manager Industriegüter, konkret vorging? Im aktuellen Best Case lesen.
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Publikation
05.05.2025
Die thyssenkrupp Steering (tkS) ist Teil der börsennotierten thyssenkrupp AG und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Lenksystemen. Mit rund 10.900 Mitarbeitenden an 24 Standorten steht tkS für technologische Exzellenz – insbesondere im Bereich der Massivumformung. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Transparenz und Steuerungsfähigkeit in der globalen R&D-Planung initiierte das Unternehmen eine umfassende Optimierung des R&D-Controllings. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde beauftragt, den gesamten Prozess strategisch und operativ zu begleiten – von der Analyse der Ausgangssituation über die Zielbildentwicklung bis hin zur Auswahl und Implementierung eines geeigneten Planungstools. Ziel war, die Steuerungsmöglichkeiten und Transparenz durch eine optimierte Schnittstelle zwischen Budget- und Projektplanung zu erhöhen, die Controlling-Effizienz durch systemische Anpassungen zu steigern und ein zukunftsfähiges R&D-Controllingkonzept zu etablieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Projekt- und Jahresplanung wurde durch ein passgenaues Tool effizienter gestaltet, eine adaptierte Prozess- und Gremienstruktur ermöglicht nun eine verbesserte Steuerung der globalen R&D-Ressourcen. Zudem schaffen klar definierte Rollenprofile und ein KPI-gestütztes Dashboard-Konzept Transparenz und Verantwortlichkeit in der Umsetzung. „Dank des strukturierten Vorgehens von W&P konnten wir trotz des äußerst engen Zeitplans diese komplexe Aufgabenstellung zielorientiert lösen, was uns zukünftig eine effizientere Planung und Steuerung unserer R&D-Ressourcen ermöglicht“, so Patrick Vith, CEO & COO der thyssenkrupp Steering. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business bei W&P, das Projekt umgesetzt hat? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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23.04.2025
Umsatz um jeden Preis!? Insbesondere in Wachstumsphasen zeigt sich ein Trend zum Aufbau überproportionaler Organisationkosten. Prozesse werden bürokratisiert, Strukturen redundant und ineffizient aufgebaut und das (interne) Leistungs- und Serviceportfolio wird unkontrolliert erweitert. Diese Phänomene zeigen sich meist an der Schwelle vom sogenannten KMU zu Konzernstrukturen bei Familienunternehmen. In einer abflauenden Konjunkturlage schlägt sich dies rasch in einer dramatisch sinkenden Break-Even-Resilienz nieder. Die Lösung: Organisationskosten angemessen steuern und ggf. anpassen. Organisationskosten als Steuerungsgröße Organisationskosten entstehen aus dem Zusammenspiel von Leistung, Prozessen, Strukturen und Ressourcen. Dieser Vierklang bestimmt, wie effizient und effektiv eine Organisation ihre Leistungen erbringt und welche Personal- als auch Sachkosten entstehen. Wie sich mit einem strategisch-taktischen Management die Organisationskosten dauerhaft proaktiv steuern und eine nachhaltige Balance zwischen Kosten, Leistung und Wertschöpfung schaffen lassen? Wie dadurch die Resilienz der Organisation erhöht werden kann? Antworten im neuen W&P Dossier “Steigerung des Ertrags durch Management der Organisationskosten“. Jetzt herunterladen!
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Best Case
16.04.2025
Die GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG ist ein international führendes Familienunternehmen spezialisiert auf Prozesstechnik für die Pharma- und Halbleiterindustrie sowie allgemeine industrielle Anwendungen. Durch das starke Wachstum der letzten Jahre und der Ausweitung der Produktions- und Vertriebsgesellschaften baut GEMÜ seine globale Wettbewerbsfähigkeit stetig aus. Ein zentraler Hebel: die strategische Ausrichtung und Effizienzsteigerung der administrativen Bereiche. Um diesen Transformationsprozess professionell aufzusetzen, wurde Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) beauftragt – von der Analyse der Ausgangssituation über die Entwicklung einer langfristigen Funktionalstrategie bis hin zur konkreten Projektaufplanung und Definition der Governance Modelle. „Durch die Zusammenarbeit mit W&P konnten wir schnell und effizient die strategischen Ziele und die erforderlichen Projekte für den Weg zur administrativen Exzellenz definieren, um damit die Performance unseres Unternehmens nachhaltig zu steigern“, so Stephan Müller, Geschäftsführer GEMÜ. Wie das Team um Oliver Rörig, Partner bei W&P, das Projekt begleitete? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Kommentar, 27.02.2025
27.02.2025
Der Amtsantritt von Donald Trump zum 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika markiert einen Wendepunkt insbesondere in der transatlantischen und globalen Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Seine wirtschaftspolitischen Maßnahmen – von protektionistischen Handelsstrategien bis hin zu einem signifikanten Kurswechsel in der Klimapolitik – werfen tiefgreifende Fragen auf: Wie kann sich der deutsche, stark exportabhängige Mittelstand, insbesondere seine zahlreichen Familienunternehmen, in diesem neuen Umfeld behaupten? Welche Konsequenzen ergeben sich für Geschäftsmodelle, Marktmechanismen und Finanzierungsstrategien?Die neuen Spielregeln: Protektionismus und seine FolgenTrumps „America First“-Politik stellt eine fundamentale Neuausrichtung dar, die das wirtschaftliche Kräfteverhältnis verschiebt. Importzölle von 10-20 % auf nicht-amerikanische Waren, ein Sonderzoll von 60 % auf chinesische Produkte sowie Steuererleichterungen für US-Unternehmen werden den Wettbewerb für deutsche Firmen erheblich erschweren.Für mittelständische Exporteure bedeutet dies: Die klassischen Geschäftsmodelle, die auf weltweite Wertschöpfungsketten setzen, stehen auf dem Prüfstand. Produktionsverlagerungen in die USA werden zu einer strategischen Notwendigkeit, erfordern jedoch umfangreiche Investitionen und einen tiefgreifenden Umbau der Unternehmensstruktur. Ein zusätzlicher Hemmschuh: Der verschärfte Einwanderungskurs Trumps verknappt die dringend benötigten Fachkräfte vor Ort, wodurch die Produktionskosten weiter steigen. Gerade für die deutschen „Hidden Champions“ im Bereich Robotik, Steuerungssystemen und digitale Prozesslösungen können sich hieraus erhebliche Wachstumschancen eröffnen.Branchen unter Druck: Wer muss sich warm anziehen?Besonders betroffen sind hochgradig exportabhängige Sektoren wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Chemiebranche.Die Automobilindustrie, für die die USA ein zentraler Absatzmarkt sind, sieht sich mit der Aufhebung des „Inflation Reduction Act“ sowie möglichen Sonderzöllen auf Importfahrzeuge konfrontiert. Die Chemiebranche wiederum leidet unter der Diskrepanz zwischen den strengen Umweltauflagen Europas und der nun deregulierten US-Wirtschaft, was zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnte. Gleichzeitig entstehen neue Chancen: Der verstärkte Fokus auf Nachhaltigkeit und emissionsarme Produktionsverfahren könnte für deutsche Unternehmen mit entsprechender Expertise eine Marktlücke darstellen.Strategien zur Risikominderung und Handlungsempfehlungen für den MittelstandDiversifizierung der Exportmärkte – Raus aus der Komfort-Zone!Angesichts der zunehmenden Abhängigkeiten vom US-Markt ist es für den Mittelstand essenziell, alternative Absatzmärkte zu erschließen. Schwellenländer in Asien, Afrika und Lateinamerika bieten Potenzial für neue Kundenbeziehungen und reduzieren geopolitische Risiken. Strategische Partnerschaften und gezielte M&A-Aktivitäten sollten genutzt werden, um diese Märkte effizient zu durchdringen.Stringentes Supply Chain Risikomanagement – Expect the unexpected!Die Störanfälligkeit internationaler Lieferketten wurde durch Pandemie und geopolitische Konflikte unmissverständlich aufgezeigt. Unternehmen müssen proaktiv ihre Wertschöpfungsketten analysieren und auf mehr Flexibilität ausrichten. Multisourcing-Strategien sowie die gezielte Regionalisierung der Produktion sind Schlüsselfaktoren, um resiliente Strukturen zu schaffen.Professionelles Transformation & Change Management – Nutze das Momentum!Ein klar definierter Transformationsprozess ist entscheidend, um strategische Anpassungen erfolgreich umzusetzen. Unternehmen sollten frühzeitig ein strukturiertes Change Management etablieren, das sowohl interne als auch externe Stakeholder einbindet. Eine transparente Kommunikationsstrategie schafft Vertrauen und verringert Widerstände bei Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Zudem ist eine klare Vision erforderlich, um Unsicherheiten in dynamischen Märkten zu begegnen und den Wandel aktiv zu gestalten.Fazit: Neue Realität, neue Spielregeln – aber auch neue ChancenDie erneute Präsidentschaft Trumps führt auch heute zu Verunsicherungen im deutschen Mittelstand. Während die protektionistische Politik der USA massive Herausforderungen mit sich bringt, eröffnet sie gleichzeitig Möglichkeiten für agile, strategieorientierte Unternehmen – ein ambivalentes Bild. Während der deutsche Export aller Voraussicht nach aufgrund der angekündigten Strafzölle zunächst unter Stress geraten werden, bieten sich gerade für die Unternehmen Vorteile, die bereits in den USA produzieren oder sich als unverzichtbarer Partner für die Reindustrialisierung platziert haben.Die Vergangenheit zeigt, dass disruptive Veränderungen oft als Katalysator für unternehmerische Transformation wirken. Der deutsche Mittelstand hat sich bereits mehrfach als widerstandsfähig erwiesen – nun gilt es, strategische Weichenstellungen entschlossen vorzunehmen, Szenarien durchzuspielen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu sichern.
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Kommentar, 11.02.2025
11.02.2025
Aus der Diskussion um die Corporate Governance von Familienunternehmen ergeben sich in Bezug auf die Funktion und Arbeit von Aufsichts- und Kontrollgremien unterschiedliche Konsequenzen. So ist das Aufgabenspektrum von derartigen Gremien in Familienunternehmen wesentlich weiter zu fassen, da es das Verhältnis von Unternehmen und Eigentümergesellschaftern mit berücksichtigen muss. Die aktuelle Realität zeigt diesbezüglich immer noch ein Ungleichgewicht.Über die Führung von FamilienunternehmenDie wesenseigenen Merkmale von Führung in Familienunternehmen beinhalten zwei fundamental unterschiedliche Systemperspektiven. Während wirtschaftliche Regeln in Unternehmen dominieren, gelten diese in Familien normalerweise nicht ausschließlich, vielmehr herrschen dort auch persönliche, verantwortungsethische Regeln. Eine optimale Gestaltung der Kontroll- und Aufsichtsgremien in Familienunternehmen sucht nun die Symbiose beider Perspektiven.Regulative an der Schnittstelle von Familie und UnternehmenDie Einrichtung eines Beirats als klassisches Aufsichtsgremium in Familienunternehmen kann aus unterschiedlichen Motiven heraus sinnvoll sein:Überwachung und Kontrolle der GeschäftsführungNutzung externen FachwissensVerminderung des Risikos von FehlentscheidungenAusgleich unterschiedlicher GesellschafterinteressenVersachlichung der Zusammenarbeit mit den GeschäftsführernSicherung der Nachfolge in der GeschäftsführungEin vorrangig extern besetzter Beirat mit fachspezifischem Expertenwissen kann als Sparringpartner den komplexen Prozess der Strategiefindung für die Familie moderieren. Ein neutraler Beirat kann auch kritische Themen unparteiisch und objektiv ansprechen. Die Unabhängigkeit des Gremiums gewährleistet so eine ergebnisorientierte Mittlerfunktion zwischen Eigentümern, Management, Mitarbeitern und Kapitalgebern. Vor der konkreten Ausgestaltung des Aufgabenfeldes des Beirats ist durch die Entscheidungsträger des Familienunternehmens über dessen grundsätzliche Funktion als eher beratendes oder stärker kontrollierendes Gremium zu entscheiden:Gerade in Fällen einer komplexeren Gesellschafterstruktur mit Fremdgeschäftsführern steigt der Bedarf nach einem die Geschäftsführung kontrollierenden Gremium. Dabei ist der Beirat der Geschäftsführung de facto überstellt, da er die Beschneidung der Kompetenzen derselben veranlassen kann. Hauptaugenmerk ist dabei die Frage der nachhaltigen Wertsteigerung und der ordnungsgemäßen Unternehmensleitung durch die Geschäftsführung.Ein eher beratender Beirat füllt in strategischen Fragen eine bedeutende Funktion für die Geschäftsführung aus. Aufgrund der für Familienunternehmen oftmals flachen Hierarchien, übernimmt der Beirat Stabstellenfunktion und gibt Feedback an die Geschäftsleitung. Die kritische Auseinandersetzung und der offene Meinungsaustausch stehen im Vordergrund. Gerade in Familienunternehmen mit einer aus jüngeren Familienmitgliedern zusammengesetzten Geschäftsleitung, kann ein derartiger Beirat von besonderem Nutzen sein.Die Realität der GremienarbeitDie Gremienarbeit in vielen Familienunternehmen entspricht jedoch oftmals noch nicht den Erwartungen an ein unabhängiges und ergebnisorientiertes Aufsichts- und Beratungsgremium:Aufgrund der zeitlichen Beanspruchung finden sich in aller Regel vornehmlich Führungskräfte älterer Generationen im Gremium.Die Zusammensetzung des Gremiums erfolgt oftmals über Kriterien jenseits erfolgsrelevanter Gesichtspunkte.Ein geringer Anteil der in den Gremien mittelständischer Unternehmen positionierten Fach und Führungskräfte werden einer Leistungskontrolle unterzogen.Aufgrund des (zumeist) fakultativen Charakters des Gremiums können sich unternehmerisch zweifelhafte Bemessungsgrenzen für Vergütungsmodelle ergeben.Die Zusammensetzung des Gremiums wird noch zu wenig anhand der markt- und organisationsseitig benötigten Fähigkeiten definiert.Zudem nimmt der Anteil der parteiisch besetzten Positionen stetig zu, auch als Ergebnis der demographisch induzierten Alterungsentwicklung. So wird das Gremium oftmals als „Kuschelclub“ für die aus dem aktiven Management ausgeschiedenen Führungskräfte gesehen.Die Optimierung der Leistungserfüllung des Aufsichts- und Kontrollgremiums kann dementsprechend nur über eine entsprechende Qualifikation und Zusammensetzung erfolgen. Für eine höhere Effizienz des Aufsichts- und Kontrollgremiums in Familienunternehmen als „Performancecoach statt Kuschelclub“ muss deshalb Optimierungspotenzial ausgeschöpft werden und zwar in Abhängigkeit des risikopolitischen und strategischen Beitrages des Gremiums, wobei grundlegend fünf Rollen unterschieden werden können:Zahmer Pensionär: Diese Rolle leistet man sich heute kaum mehr aufgrund der nur sehr eingeschränkten Wertschöpfungsbeiträge.Kritischer Redner: Er eignet sich für die tiefergehende Analyse der Geschäftsentwicklung als „kaufmännisches Gewissen“, um bei strategischen Höhenflügen die betriebswirtschaftliche Bodenhaftung zu sichern.Strategischer Macher: Er dient der Verknüpfung von strategischer Überlegung und pragmatischen Umsetzungsmaßnahmen.Fragender Außenseiter: Aufgrund der fehlenden Branchenkompetenz verfügt dieser über das nötige kritische Potenzial, um Problempunkte gezielt anzusprechen, politische Bedenken zu ignorieren und unorthodoxe Wege zu gehen.Intimer Insider: Durch seine Branchenkenntnis und den Unternehmenseinblick übt er prägenden Einfluss auf das Unternehmen aus.Angesichts des steigenden Risiko und Strategiegehalts unternehmerischer Entscheidungen im Transformationsprozess der Branchen sind als Rollen zunehmend „fragende Außenseiter“ und „intime Insider“ gefragt. Darüber hinaus ist das branchen- und themenspezifische Fachwissen des einzelnen Beiratsmitgliedes individuell zu prüfen vor dem Hintergrund der jeweiligen Unternehmenssituation, seiner künftigen strategischen Ausrichtungen und der bereits im Gremium gebündelten Erfahrungen.Die Ausübung der Kontrolle über ein Familienunternehmen und dessen Erfolgsfaktoren obliegt in aller Regel dem Eigentümer bzw. der Eigentümerfamilie. Spätestens dann aber, wenn das Familienunternehmen mehrere Gesellschafter hat, sollten auch diejenigen Familienunternehmen, die dazu gesetzlich nicht verpflichtet sind, ein freiwilliges Kontrollorgan installieren. Zur Verbesserung von Objektivität und Qualität würde es sich empfehlen, familienfremden Sachverstand in das Kontrollorgan zu integrieren. Denn gerade in Anbetracht der langfristigen, auf Generationen ausgerichteten Erfolgsorientierung der Familienunternehmen ist die Beratung und Kontrolle der Unternehmensleitung durch professionell besetzte Gremien von existentieller Bedeutung.
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Publikation
28.01.2025
In Zeiten stetigen Wandels und Unsicherheiten wird die Relevanz fundierter Marktkenntnisse und präziser Analysen immer größer. Die Fähigkeit, zukünftige Entwicklungen und Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen, ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Um Sie dabei zu unterstützen, bündeln wir bei Dr. Wieselhuber & Partner unsere Expertise im Bereich Strategic Market Research (SMR). Unser Team liefert durch kontinuierliche Trend-, Markt- und Wettbewerbsanalysen die Basis für kluge Entscheidungen – immer auf dem neuesten Stand. Gerne teilen wir als Extra-Dienstleistung mit unseren Kunden und Netzwerkpartnern unsere Erkenntnisse in einem kompakten Format. Der Market Intelligence Newsletter erscheint zweimal jährlich und bietet Ihnen einen klar strukturierten Überblick über aktuelle Studien und relevante Trends.
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Kommentar, 23.01.2025
23.01.2025
Von Florenz bis Düsseldorf – eine Mischung aus Hoffnung und auch Sorge. Denn egal ob auf der Ordermesse Pitti Uomo oder den Düsseldorfer Fashion Days (DFD): Bei aller Entschlossenheit und Optimismus, die Unternehmen der Fashionbranche zukunftsfähig aufzustellen, herrscht doch weiter Unsicherheit. Die Branche kämpft mit Unkalkulierbarkeit ausgelöst durch das politische Umfeld, Kaufzurückhaltung und die wirtschaftlich angespannte Situation.Welche Händler und Hersteller werden als nächste Insolvenz anmelden? Wie verändern sich Absatzkanäle oder die Wettbewerbssituation strukturell? Wie kann Ware richtig eingesteuert und die Marge maximiert werden? Wie können Abverkaufszahlen gesteigert und gleichzeitig Profitabilität gesichert und erhöht werden? Fragen wie diese beschäftigen die Entscheider in der Modewelt nach wie vor. Sie stehen vor der Herausforderung, ihre Strategien an die neue Realität anzupassen, neue Absatzkanäle und -märkte zu identifizieren und zukunftsorientiert zu handeln.Fragen wie diese wurden in der Vergangenheit überwiegend vertraulich besprochen, und die Branche zeigte sich eher verschlossen, wenn es zuweilen nicht optimal lief. Erfreulicherweise ist mittlerweile eine schrittweise Öffnung zu erkennen – Sorgen werden mit Wettbewerbern geteilt, Händler und Marken arbeiten zunehmend vertrauensvoller und enger miteinander. Definitiv eine positive Entwicklung, sitzen doch alle Akteure – bedingt durch die exogenen Einflüsse – im selben Boot. Nur wer Zusammenschlüsse wagt und auf Kooperation, ggf. auch mit branchenfremden Organisationen, setzt, stellt sich robust und zukunftsfähig auf. Klar ist: Die Zeit der Eitelkeiten ist definitiv vorbei, jetzt zählt das Miteinander!Die Stärken, die viele Unternehmen der Branche eint – Innovations- und Anpassungsfähigkeit sowie Routine im Umgang mit Wandel – gilt es nun mehr denn je zu nutzen. Besonders die Familienunternehmen der Branche könnten hier eine Schlüsselrolle einnehmen und zeigen, wie durch eine Balance aus Tradition und Innovation erfolgreich eine Brücke zwischen langfristiger Stabilität und kurzfristiger Anpassung geschlagen werden kann. Wer die Aufbruchstimmung der Messe als Auftakt für eine ehrliche Standortbestimmung nutzt und notwendige Transformationsprozesse anstößt, schafft die Basis für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Zukunft.
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Publikation
13.01.2025
Die aktuelle wirtschaftliche Lage stellt Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen: Insolvenzen nehmen zu und Restrukturierungsmaßnahmen erfordern eine präzise Balance aus betriebswirtschaftlicher und juristischer Expertise. Die neuesten Ausgabe von Sanierung & Insolvenz bietet wieder fundierte Einblicke in praxisnahe Ansätze und zeigt innovative Wege und Lösungsansätze im Umfeld der Sanierung: Insolvenzen in Deutschland 2024: Ein Überblick über steigende Zahlen und die zugrunde liegenden Trends. Immobilienbewertung im Fokus: Fallstricke und innovative Ansätze in der Restrukturierung. Sanierungskonzepte im Automotive-Sektor: Erfolgsfaktoren in einer Branche im Umbruch. Performance Improvement: Potenziale durch aktives Management nutzen. Sanieren, Verkaufen oder Liquidieren: Entscheidungsgrundlagen für Krisenunternehmen. Darüber hinaus beleuchtet ein Artikel unserer Gastautoren Dr. Susann Brackmann und Philipp Frhr. von der Bussche-Haddenhausen, CMS Hasche Sigle, die Risiken und Strategien im Umgang mit Rückforderungen von Corona-Hilfen. Abschließendes Highlight: Das Interview mit Axel W. Bierbach von Müller-Heydenreich, Bierbach & Kollegen zu aktuellen Entwicklungen und Einblicken in der Restrukturierungspraxis. Jetzt reinlesen!
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Event, 26.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
In unserem Webinar „Sales Power Boosting“ zeigen wir, wie Sie in kurzer Zeit spürbare Vertriebsverbesserungen erzielen – anhand konkreter Praxisbeispiele und typischer Erfolgshebel aus zahlreichen Vertriebsprojekten. Sie sehen, wie faktenbasiertes Benchmarking, ein klarer Umsetzungsplan und praxiserprobte W&P-Tools zu messbaren Ergebnissen führen: mehr Leads, höhere Vertriebseffektivität und spürbarer Umsatzhebel – erste Effekte nach rund acht Wochen. Wir erläutern typische Hebel entlang Strategie, Kundengewinnung, Kanäle & Pricing, Organisation/Prozesse sowie Steuerung & KPIs – inklusive konkreter Beispiele, Vorlagen und einer kompakten Roadmap für Ihren Start. Wir geben einen Ausblick darauf, wie durch ein schlankes Programm, dem Sales Power Booster, verborgene Potenziale systematisch sichtbar gemacht (Power Check), die wirkungsvollsten Maßnahmen priorisiert (Power Readiness) und in agilen Sprints (Power Drive) umgesetzt werden. Das Webinar richtet sich an Geschäftsführung, Investoren, Vertriebs- und Marketingverantwortliche, die ohne langen Projektvorlauf Wirkung erzielen wollen. Melden Sie sich an und lösen Sie die Bremsen im Vertrieb – mit einem Ansatz, der Geschwindigkeit und Substanz verbindet.
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Event, 25.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Unternehmen in Schieflage? Werden Immobilien‑ oder LBO-Finanzierungen grenzüberschreitend strukturiert, kann der Standort Luxemburg schnell relevant werden. Mit Inkrafttreten des neuen luxemburgischen Rechtsrahmens Law on the Preservation of Enterprises and Modernizing Bankruptcy Law am 1. November 2023 steht nun auch dort eine vollwertige Alternative zur Insolvenz zur Verfügung – analog zum deutschen StaRUG. Für Banken und Private‑Equity‑Investoren eröffnet sich damit eine neue Gestaltungsmöglichkeit bei Restrukturierungen. In unserem Webinar zeigen wir, wie StaRUG und Luxemburg‑Reorg im Vergleich funktionieren und welche praktischen Handlungsoptionen sich aus der neuen Rechtslage ergeben.
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Event, 24.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Sanierungen sind komplex – und steuerlich oft eine Blackbox. Wie lassen sich Sanierungsgewinne richtig behandeln? Welche steuerlichen Gestaltungsspielräume gibt es wirklich – und wo lauern Risiken, die das Sanierungskonzept im Nachhinein gefährden können? In dieser Veranstaltung diskutieren absolute Fachexperten aus Beratung, Recht und Steuerpraxis genau diese Fragen anhand konkreter Case Studies. Sie erhalten praxisnahe Einblicke, klare Einordnungen und konkrete Handlungsempfehlungen für Ihre tägliche Arbeit. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Fragen direkt mit den Experten zu diskutieren und wertvolle Impulse für Ihre Sanierungsprojekte mitzunehmen.Melden Sie sich an und gewinnen Sie steuerliche Sicherheit in der Krise.
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Publikation
12.11.2024
Die Rolle des CTOs hat sich grundlegend gewandelt: Angesichts sich wandelnder Marktanforderungen, des zunehmenden Digitalisierungsdrucks und der Notwendigkeit, Innovationszyklen zu beschleunigen, ist die Verantwortung des CTOs heute vielfältiger und komplexer als je zuvor. Diese Entwicklung erfordert strategisches Handeln in Kombination mit Ressourceneffizienz, um langfristig erfolgreich zu bleiben. In der CTO-Agenda von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) werden die zentralen Aufgabenfelder, die den CTO bereits heute beschäftigen und zukünftig prägen werden, skizziert: von der Entwicklung konkreter Zukunftsbilder über ein ganzheitliches Innovationsmanagement bis hin zu einer resilienten, nachhaltigen und leistungsstarken Supply Chain und Produktionsnetzwerken. Die CTO-Agenda bietet zudem wertvolle Perspektiven, konkrete Anregungen und beleuchtet die notwendigen Fach- und Methodenkompetenzen.
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Best Case
28.10.2024
InfraServ betreibt als Infrastrukturdienstleiter mit rd. 1.000 Mitarbeitern den größten Chemiepark Bayerns. Das Unternehmen bietet vernetzte Lösungen für Aufgabenbereiche von Firmen der Chemie- und Prozessindustrie - innerhalb und außerhalb des Standorts. Wegen absehbarer, signifikante Remanenzen hat das Unternehmen diverse Ansätze zur Ergebnissicherung initiiert – und in diesem Kontext Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) beauftragt, das Programm „HORIZON 2030“ zu unterstützen. Das Ziel: Realistische Wachstumschancen identifizieren, konsequente Maßnahmen zur nachhaltigen Kostensenkung aktiv unterstützen. Das Ergebnis: Gemeinsam mit W&P konnten substanziellen Umsatzpotenziale bei Bestandskunden inklusive definierter Maßnahmen zur konkreten Umsetzung in der Organisation realisiert und Business Cases zur Ansiedlung neuer Unternehmen am Standort ausgearbeitet werden. Zudem wurden rund 17 Prozent an Personal- und Sachkosteneinsparpotenzialen aus der Service-, Leistungs- und Kostenstrukturanalyse identifiziert. „Durch die Zusammenarbeit mit W&P konnten wir neue Umsatz- und Wachstumspotenziale identifizieren. Das Know-how und die Erfahrung des Beraterteams haben uns geholfen, unser Leistungsspektrum effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Entscheidend für den Projekterfolg war der enge Austausch mit den Beratern, die nicht nur fachlich überzeugten, sondern auch mit Augenmaß agierten und damit gut zu unserer Unternehmenskultur passten“, so Dominik Gschwendtner, Geschäftsleiter Infraserv Gendorf. Wie das Team um Jens Ekop, Partner & Head of BPI bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Kommentar, 02.10.2024
02.10.2024
Die Automobilwelt von gestern? War von stetigem Wachstum und Kontinuität geprägt. Etablierte Markt- und eingeschwungene Machtverhältnisse sorgten für Planungssicherheit bei OEMs (Original Equipment Manufacturer) und Zulieferern. Größere Investitionen in Anlagen und Innovationen waren meist mit kalkulierbaren Abnahmemengen unterfüttert, ansonsten wurde stetig Technologie, Portfolio, Prozess etc. optimiert und weiterentwickelt. Die Automobilbranche heute? Gleicht einer Achterbahnfahrt – aktuelle Hiobsbotschaften von deutschen OEMs wie beispielsweise VW oder Zulieferern wie Continental sind nur die Spitze des Eisbergs. Insbesondere die Transformation hin zur Elektromobilität, eine veränderte Wettbewerbssituation durch den Eintritt neuer Player in den Zuliefermarkt, neue Kunden und ein verändertes Konsumentenverhalten zwingen Unternehmen, unter enormer Unsicherheit und hohem Zeitdruck Entscheidungen über signifikante Investitionen zu treffen. Insbesondere kleine und mittlere Zulieferer leiden stark unter diesem Strukturwandel in Deutschland, da sie oft weniger Ressourcen haben, um sich schnell und flexibel an neue Marktanforderungen anzupassen. Zunehmend gehen Marktanteile an asiatische Wettbewerber - und der Einsatz von Restrukturierern, Sanierern und Insolvenzverwaltern in der Branche nimmt zu.Die vorherrschende Unsicherheit durch sich ständig verändernde gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfordert unternehmerische Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft. Die notwendige Transformation betrifft einerseits alle Unternehmensbereiche und erfordert andererseits ein Umdenken der Verantwortlichen.Ein zentrales Thema ist die Marktsituation der OEMs und ihr Spagat zwischen der Ergebnissicherung mit bestehendem Geschäft und Zukunftsorientierung mit neuen Technologien (z.B. Elektromobilität). Gerade für kleine und mittlere Automobilzulieferer und sind die technologischen, wirtschaftlichen und regulatorische Hürden der Transformation große Herausforderungen.In dieser Situation kann es sinnvoll sein, den Footprint zu überprüfen und Verlagerungen von Produktionsstandorten in Erwägung zu ziehen, um den steigenden Kostendruck in den Griff zu bekommen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das Ausmaß der langfristigen volkswirtschaftlichen Auswirkungen, also negative Effekte auf heimische Wirtschaft und Arbeitsmarkt, erst in der Zukunft sichtbar werden.Nachhaltigkeit und CO₂-Management sind weitere Schlüsselthemen, die angesichts strengerer regulatorischer Anforderungen und eines wachsenden Umweltbewusstseins der Verbraucher innovative Ansätze erfordern. Unternehmen sollten hier nicht nur auf externen Druck reagieren, sondern proaktiv nachhaltige Praktiken in ihre Geschäftsstrategien integrieren.Ein weiteres kritisches Thema ist die Sicherung der Liquidität und das Working Capital Management (WCM). Die Sicherung der Liquidität und die Optimierung des WCM sind für die finanzielle Stabilität der Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Dies erfordert eine sorgfältige Planung und Umsetzung von Finanzstrategien sowie eine kontinuierliche Überwachung der finanziellen Gesundheit des Unternehmens.Die Entwicklungen im Bereich der Mobilitätskonzepte (Robotaxis und autonomes Fahren) bieten enorme Chancen für Innovationen und neue Geschäftsfelder. Unternehmen müssen bereit sein, diese neuen Technologien zu nutzen und sich in diesen aufstrebenden Märkten zu positionieren. Die Fähigkeit, Innovationen schnell zu adaptieren und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen, kann in Zukunft über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entscheiden.FazitDer Erfolg der Transformation hängt von der kontinuierlichen Anpassung der Strategie an die neuen Realitäten ab und erfordert eine kompromisslose Situationsanalyse auf allen Ebenen des Unternehmens. Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Wandel vom Top-Management vorgelebt, begleitet und umgesetzt wird. Auch Diversifikation kann eine Schlüsselrolle spielen, um Risiken zu streuen und neue Einnahmequellen zu erschließen.Mehr denn je sind jedoch Führung und Leadership gefragt. Führungskräfte müssen in der Lage sein, ihre Teams durch unsichere Zeiten zu leiten, klare Visionen zu entwickeln und entschlossene Entscheidungen zu treffen. Nur so können Unternehmen die Herausforderungen meistern und gestärkt aus dem Wandel hervorgehen.
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Publikation
27.09.2024
Künstliche Intelligenz (KI) bzw. Artificial Intelligence (AI) ist spätestens seit der Lancierung von ChatGPT ein medialer Hype. Dass Unternehmen wie DM, Merck, Bosch und Siemens erst kürzlich eigene KI-basierte Chatbots eingeführt haben, unterstreicht den starken Mehrwert von KI. Interne ChatGPT-basierte Chatbots schaffen es beispielsweise firmeneigenes Wissen in wenigen Sekunden zu analysieren. Neben der Zeitersparnis beeindruckt wie gut Informationen verdichtet und aufbereitet werden können. Da KI mit Bedacht eingesetzt werden muss, insbesondere vor dem Hintergrund von Datenschutz und Fehleranfälligkeit, stellt sich die Frage, wie Unternehmen auch ohne große Investitionen KI nutzen können.
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Best Case
25.09.2024
Das Familienunternehmen Streifeneder zählt zu den größten Anbietern in der Orthopädietechnik, Prothetik und Rehatechnik und steht vor wachsenden Herausforderungen wie insbesondere dem anhaltenden Fachkräftemangel und überbordender Bürokratie. Gemeinsam mit Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde eine umfassende Digitalstrategie entwickelt, um Effizienzsteigerungen zu erzielen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Im Rahmen des W&P Digital Excellence Ansatzes wurden laufende und geplante Digitalprojekte analysiert, priorisiert und ein unternehmensweites Digitalboard etabliert, um die Umsetzung und Verantwortung der Digitalstrategie zentral zu verankern. „Digitalisierung ist für uns eine strategische Säule und Fundament für nachhaltiges Wachstum bei gleichbleibend höchster Versorgungsqualität für unsere Kundinnen und Kunden,“ ​ so der Geschäftsführende Gesellschafter Florian Streifeneder über die Bedeutung von Digitalisierung für das Unternehmen. „Allzu oft wurde Digitalisierung mit aufregenden Mondmissionen gestartet, ohne die notwendigen Strukturen etabliert zu haben. Die Folge: Der Return on Digital blieb aus“, ergänzt Korbinian Richter, Experte für Digitale Transformation bei W&P. „Unser Ziel ist heute mehr denn je: Durch priorisierte Initiativen den Ergebnisbeitrag von Digitalisierung bei unseren Kunden sicherstellen!“ Wie das Team um Korbinian Richter mit dem W&P Digital Excellence Ansatz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Kommentar, 14.08.2024
14.08.2024
„Service-Excellence im After-Sales-Service ist nicht nur wichtig, sondern auch unverzichtbar für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens“, betont ein führender Entscheider im Präzisionsmaschinenbau. „Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung von Kundenbindung und trägt überproportional zum Gesamt-EBIT bei.“ Ein weiterer Kunde, Marktführer im Baumaschinenmarkt, bestätigt dies: „95 % des Umsatzpotenzials bei unseren Kunden beginnt drei bis vier Jahre nach dem Kauf. Allein durch den Aufbau von Lifecycle Services konnten wir unseren Gesamtumsatz letztes Jahr um 20 % steigern.“Für Anbieter, sei es Hersteller oder Händler, ergeben sich durch die Entwicklung und Bereitstellung einer exzellenten Serviceleistung zahlreiche attraktive Erfolgselemente. Dazu zählen unter anderem die Umsatzsicherheit gegen Konjunkturschwankungen, die Steigerung der Unternehmensprofitabilität und die Schaffung neuer Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung von Services.Die Ergebnisse unserer W&P Service-Studie „Service Champions im Mittelstand“ bestätigen diese Einschätzung: Der Service hat zwar einen vergleichsweise geringen Umsatzanteil von „nur“ 20 bis 30% gegenüber dem Produktumsatz. Dennoch leistet er einen signifikant hohen EBIT-Beitrag von bis zu 45% und mehr. Dies unterstreicht die enorme Bedeutung und den hohen Wertbeitrag der After-Sales-Service-Exzellenz für das Gesamtunternehmen.Ein Euro des Serviceumsatzes erzeugt etwa denselben EBIT-Wertbeitrag für das Unternehmen wie drei Euro des Produktumsatzes. Quintessenz: Service-Exzellenz gehört auf die Top-Management-Agenda!Vier Stellhebel für nachhaltige Service-EBIT-SteigerungEs spielen vier grundlegende Stellhebel eine zentrale Rolle, um Umsatz und EBIT zu steigern und nachhaltig zu sichern (siehe Abb.). Der erste Stellhebel konzentriert sich auf das Durchdringen der installierten Produktbasis. Er beinhaltet eine fundierte Analyse und serviceorientierte Segmentierung der bestehenden Kundenbasis, der Identifizierung von lukrativen Umsatzpotenzialen und der Entwicklung gezielter Vertriebsinitiativen. Durch zielgruppenspezifische Servicepakete, der gezielten Schulung des Vertriebspersonals und eine kontinuierliche Verbesserung von Service-Prozessen (KVP) kann die Effizienz und Effektivität im Service-Vertrieb gesteigert werden.Der zweite Stellhebel zielt auf die Optimierung des bestehenden Service-Geschäfts ab. Hierbei stehen das Feintuning der Services, z. B. durch bessere Paketierung oder Inhaltsoptimierung, das Anpassen des Pricing-Modells zur Margenverbesserung, eine effiziente Auslastungssteuerung sowie regionale Skalierung und Erweiterung des Service-Geschäftes und die Steigerung der Rahmenvertragsquote im Fokus.Die Entwicklung neuer Services stellt den dritten Stellhebel dar. Unternehmen sollten potenzielle Services wie Retrofit-Lösungen, Ersatzeilpakete, Garantieverlängerungen, proaktive Services und innovative „Türöffner“-Services in Betracht ziehen, um neue Umsatzquellen zu erschließen und die Kundenbindung zu stärken.Der vierte und letzte Stellhebel liegt in der Digitalisierung der Services, des Frontends und der Service-Prozesse. Durch die Einführung digitaler Geschäftsmodelle, digitaler Fernwartung, Retrofits, Self-Help-Plattformen, Remote-Training und virtueller Inbetriebnahme können Unternehmen nicht nur die Service-Effizienz steigern, sondern sich auch langfristig für die digitale Zukunft absichern.Insgesamt bieten diese Stellhebel kurz-, mittel- und langfristige Strategien, um die Umsatzsteigerung und Profitabilität zu maximieren, die Position beim Kunden zu stärken und die Unternehmen für die Herausforderungen der digitalen Ära zu rüsten.FazitDie Macht der Service-Exzellenz im After-Sales-Service ist entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg. Die Service Studie von W&P unterstreicht, dass Service und Aftersales dem Unternehmen einen vergleichbaren Wertbeitrag wie der Produktumsatz liefern, jedoch dem Top Management einen weitaus stärkeren EBIT-Hebel bieten.Vier Handlungsfelder für eine nachhaltige Service-EBIT-Steigerung warten mit konkreten Strategien zur Umsatzmaximierung und Profitabilitätssicherung auf. Das Durchdringen der Kundenbasis, Optimierung bestehender Services, Entwicklung neuer Angebote und die Digitalisierung von Service-Prozessen.Dieser Weg ist entscheidend, um in der digitalen Ära erfolgreich zu sein und den Gesamterfolg des Unternehmens nachhaltig steigern zu können.
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Kommentar, 07.08.2024
07.08.2024
Unternehmerisches Handeln, wie es Familienunternehmen meist zu eigen ist, setzt auf Innovationen, das mutige Ergreifen von Chancen und die aktive Gestaltung der Märkte von morgen. Es ist somit der Kern eines „unaufhörlichen Prozess der industriellen Mutation“, wie es bereits der Ökonom Joseph Schumpeter formulierte.Genau dort setzt in vielen Industrien ein neues Leitmotiv für die Innovationsagenda an: Es beginnt mit dem Verständnis, dass Rohstoffe beim End of Life von Produkten weiterhin Wertstoffe sind und das Einweglösungen, die auf der Müllkippe oder in der Verbrennung landen, Verschwendung sind.Das Denken und Wirtschaften in Kreisläufen sowie auf Basis erneuerbarer und nachwachsender Ressourcen ist zugleich auch eine Transformation in nahezu allen Industriebereichen die über Dekaden in linearen Wertschöpfungsstrukturen optimiert wurden. Treiber dieser Transformation sind sowohl regulatorische Vorgaben als auch das Verhalten privater und institutioneller Verbraucher, die einen zunehmenden Market-Pull für Kreislaufprodukte erzeugen.In der Folge werden viele konventionelle Produkte, z. B. Einweg-Convenience-Produkte, sukzessive vom Markt verschwinden. Damit das nicht auch gleich für ganze Unternehmen gilt, müssen sie sich radikal transformieren und mutig innovieren – wie es Familien- und Gründerunternehmen tun und schon immer getan haben.Es geht darum, eingefahrene Pfade zu verlassen und sich im Wettbewerbsumfeld mit Hilfe nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen zu positionieren und das eigene Geschäftsmodell zu hinterfragen. Dabei ist das Thema Nachhaltigkeit nicht als Selbstzweck zu sehen, sondern sollte die Basis dafür sein, unerschlossene, wirtschaftlich attraktive Marktsegmente, sogenannte „Blue Ocean“ zu identifizieren und zu erobern, anstatt sich im überfüllten „Red Ocean“ der bestehenden Wettbewerber zu konkurrieren. Im Kontext der Kreislaufwirtschaft, einem System, das darauf abzielt, den Lebenszyklus von Ressourcen zu maximieren und Abfall zu minimieren, bietet die Blue-Ocean-Strategie eine einzigartige Perspektive zur Förderung nachhaltiger Innovationen.Dies kann durch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle geschehen, die Abfallreduzierung und Ressourceneffizienz in den Mittelpunkt stellen. Dies gilt neben konsum- und rohstoffarmen Industrien ebenso im Maschinenbau. Dort können z. B. durch „Equipment-as-a- Service“-Modelle mit Gebrauchtmaschinen, die nicht nur retrogefitteten Anlagen ein zweites Leben im Sinne der Nachhaltigkeit bescheren, sondern für die Unternehmen zusätzliche Kosten- und Erlöseffekte gebrauchter Maschinen bringen.Worum geht es also?Am Ende des Tages geht es um den wirtschaftlichen Erfolg und nachhaltiges Wachstum fürs Unternehmen. Die Kreislaufwirtschaft sollte deshalb als ganzheitlicher Ansatz gesehen werden und bereits im Innovations- und Entwicklungsprozess ein integraler Bestandteil sein:Wie können Ressourcen effizient genutzt werden?Welche Materialien und Produktionsmethoden ermöglichen es, die Lebensdauer unserer Produkte zu verlängern und ihre Wiederverwertbarkeit zu gewährleisten?Wie lassen sich Rücknahme-, Reverse-Logistics-Lösungen und und Recyclingprozesse effizient in den Lebenszyklus von Produkten und verbundenen Wertschöpfungskette integrieren?Wo können Monomaterialien anstatt von Verbundwerkstoff en eingesetzt werden?Inwiefern können digitale Technologien (z. B. IoT, Blockchain) dabei helfen, die Rückverfolgbarkeit von Materialien und die Effizienz von Recyclingprozessen zu verbessern?Welche konstruktiven Elemente können ein späteres Retrofitting vereinfachen?Push wird Pull für nachhaltige ProdukteUnternehmen, die heute bereits kreislauforientierte Produkte vermarkten, übertreffen das Wachstum im konventionellen Wettbewerb nicht selten im zweistelligen Prozentbereich. Und: In vielen Anwendungen haben gerade Familienunternehmen ihre Nase vorn, da Nachhaltigkeit meist mit langer Tradition und Ernsthaftigkeit als Unternehmenswert gelebt wird. Entsprechend werden Produktmerkmale wie bio-based, nachwachsende Rohstoff e (NawaRo) und Recycling als Gütesiegel verstanden und prominent beworben. Der unternehmerische Nutzen und Erfolg aus Geschäftsmodellen für die Kreislaufwirtschaft ist dabei vielfältig.Entsprechend gilt schon heute, dass unternehmerische Initiativen in der Kreislaufwirtschaft Pioniergewinne liefern und Chancen für innovative Geschäftsmodelle ermöglichen. Was dagegen nicht funktioniert, ist die Adaption alter Geschäftsmodelle für die Kreislaufwirtschaft.FazitDurch Innovation und aktive Marktgestaltung sind Familienunternehmen die treibende Kraft des wirtschaftlichen Wandels. Um in Zukunft noch eine Vorreiterrolle einzunehmen, sollten Unternehmen eine umfassende Integration der Kreislaufwirtschaft in ihre Geschäfts- und Innovationsprozesse vornehmen. Denn die Kreislaufwirtschaft zielt nicht nur darauf ab, den ökologischen Fußabdruck zu minimieren, sondern auch neue, wirtschaftlich attraktive Marktsegmente zu erschließen. Der Fokus liegt dabei auf der Schaffung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen, der effizienten Nutzung von Ressourcen sowie der Optimierung von Recycling- und Retrofit-Prozessen.
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Publikation
30.07.2024
In den ersten 100 Tagen legt ein neuer Chief Technology Officer (CTO) den Grundstein für den langfristigen Erfolg. Dabei sind eine klare Vision, das Identifizieren von Herausforderungen, erste Erfolge und positive Veränderungen entscheidend. Der strukturierte Ansatz des 100-Tageprogramms von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) teilt diesen Prozess in drei Phasen auf und bietet konkrete Handlungsempfehlungen. Phase 1: Licht ins Dunkel bringen (Tag 1-33) In der ersten Phase geht es darum, einen umfassenden Überblick über das Unternehmen zu gewinnen. Welche Kennzahlen sollten genau unter die Lupe genommen werden – Return on R&D, F&E-Quote, der Anteil strategisch relevanter Projekte, der Innovationsgrad im F&E-Portfolio und Projektüberziehungsquote? Wie kann ein solides Verständnis der Kultur, Stärken und Leistungsträger erlangt und Stolpersteine genauso wie Optimierungspotenziale identifiziert werden? Phase 2: Erste Signalfeuer zünden (Tag 34-66) Jetzt geht es darum Ergebnisse zu erzielen, Stakeholdern Fortschritte zu zeigen, erste Quick-Wins zu realisieren. Diese „Signalfeuer“ schaffen ein Momentum für Veränderungen in der Organisation, das gut für die zukünftige Umsetzung genutzt werden kann. Hauptaufgabe in dieser Phase: Notwendige Veränderungen, Vision und einen strategischen Plan für das Unternehmen festlegen. Phase 3: Richtung weisen (Tag 67-100) Nähert sich die Schonfrist dem Ende, geht es in der dritten Phase im Wesentlichen darum, bestehende Strategien, Ziele und die Organisation nachhaltig zu gestalten, Mitarbeitenden die Richtung zu weisen und mit der Transformation zu beginnen. Besondere Herausforderung dabei: Die Balance aus Tagesgeschäft, Optimierung und Zukunftsgestaltung. Entsprechende Benchmarkings unterstützen bei der Identifikation von Optimierungs- und Kostenpotenzialen, Innovations- & F&E-Audits machen Handlungsfelder erkenn- und Entwicklungsbedarfe sichtbar, Agilitäts-Checks ermitteln die Veränderungsbereitschaft in der Organisation.
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Publikation
24.07.2024
Im ersten Halbjahr 2024 hat sich unser Geschäft auf hohem Niveau stabilisiert und wir freuen uns über spannende Projekte. Besonders hervorzuheben sind die zunehmenden StaRUG-Fälle, klassischen Sanierungskonzept, Entscheidungsvorlagen für Gesellschafter sowie die betriebswirtschaftliche Begleitung großer Insolvenzverfahren, wie zuletzt bei SportScheck. Restrukturierungskompetenz ist heute gefragter denn je, sowohl bei Experten als auch im Management. Wir sind stolz auf die neu hinzugewonnene Expertise unseres Kollegen Leonard Kluck, der durch Sanierungs-Readiness-Checks eine fundierte Beurteilung der Managementkompetenz ermöglicht. Aktuell arbeiten wir intensiv an Vergleichsrechnungen zwischen operativen Restrukturierungen und Insolvenzverfahren, um Gesellschaftern transparente Entscheidungsgrundlagen zu bieten. Unsere Modellierungen unterstützen die Verwaltung und den M&A-Prozess (Fokus Share Deal Modellierungen) und helfen, wirtschaftlich sinnvolle Wege für Krisenunternehmen und Gläubiger zu identifizieren. Wir hoffen, dass Ihnen die aktuelle Ausgabe von „Sanierung & Insolvenz – Neuigkeiten von der juristisch-betriebswirtschaftlichen Nahtstelle“ wertvolle Informationen bietet, und freuen uns auf den persönlichen Austausch. Besonderer Dank gilt Herrn Dr. Kampshoff für die Beantwortung unserer 3 schnellen Fragen zum Schluss.
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Kommentar, 20.06.2024
20.06.2024
Vergangene Woche traf sich die Modeszene in Florenz zur Mode Messe PITTI Uomo. Das Wetter war grandios, die Menschen bestens angezogen und die Stimmung gut. Der Vibe auf dem Messegelände, die Stimmung in der Stadt auf diversen get-togethers bei EntscheiderInnen der ausgelassen und positiv.Nachdem es vor einigen Jahren immer mal wieder hieß: „PITTI – geht Ihr da eigentlich noch hin?“ schien es vergangene Woche so, als wären alle dort. Nachvollziehbar, denn die Messe erfüllt ihre Funktionen erstklassig. Sie bietet: Inspiration für die Sortimente der Händler, Internationalisierungschancen für die Marken und eine Plattform zum Austausch für alle. Zwar brauchen die Menschen und insbesondere die Mode gute Stimmung und ein Gemeinschaftsgefühl, doch dürfen die Augen nicht vor der Realität verschlossen werden.Also alles nur Verdrängung?Bei allen Schwierigkeiten, die im Markt auf die Marktteilnehmer warten, gilt es vor allem, die Ruhe und Positivität zu bewahren. Nicht in Problemen denken, sondern in Lösungen! Und hier genau kommt ein Format wie die PITTI auf die Tagesordnung – nämlich über das durch sie transportierte Gemeinschaftsgefühl. Wenn die Zeiten enger werden, gilt es näher zusammenzurücken, denn die Gemeinschaft ist stärker als jeder Einzelkämpfer. Doch über alldem dürfen die Hausaufgaben, die zu Hause warten, nicht vergessen werden. So berichteten viele Aussteller von gut verlaufenen Gesprächen und teilweise sogar großem Andrang an den Ständen. Die Gedanken drehten sich fast ausschließlich um mehr Absatz, mehr Umsatz!Aber was ist mit dem Ertrag?Topline-Wachstum ist zwar wichtig und naheliegend für viele, oft aber zu kurz gesprungen. Denn nicht jeder Umsatz führt, ganzheitlich betrachtet, zu mehr Ertrag. Und gerade der Ertrag sollte insbesondere in diesen schwierigen Zeiten konsequent an erster Stelle stehen. Wichtig ist hier vor allem Transparenz zur internen Kostenstruktur. Mehr Kunden und mehr Absatz – ggf. sogar im Ausland – führen auch zu mehr Komplexität und den damit verbundenen Prozesskosten.Daraus ergibt sich die Frage: Stimmen Ihre Prozesse? Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind – findet in nahezu jedem Unternehmen Verschwendung statt. Das ist auch nachvollziehbar, da Wachstum und die mitwachsenden Strukturen in der Regel gewisse Ineffizienzen beinhalten.Es ist daher ratsam regelmäßig eine Standortbestimmung durchzuführen, bei der auch eingeübte Arbeitsweisen hinterfragt werden und nach neuen und effizienteren Lösungen gesucht wird. Das ist Arbeit, aber sie lohnt sich im Sinne der Kostenreduzierung und damit Ertragsverbesserung aktuell mehr denn je.Zusammenfassend kann also gesagt werden: Florenz und seine PITTI haben einen guten Vibe, bringen die richtigen Menschen zusammen und geben ein gutes Gefühl, was der Treiber für die zu Hause wartenden Aufgaben sein sollte. Nach der Messe ist bekanntlich vor der Messe. Und so sind wir gespannt, ob die Stimmung im Juli in Düsseldorf, anlässlich der Düsseldorf Fashion Days, ebenso gut ist und die Energie mitgenommen werden kann, um die Herausforderungen der Branche zu besprechen und gemeinsam Lösungen zu finden.Lösungsansätze auch im aktuellen Dossier: „Raus aus der Krise – Transformation und Zukunftsgestaltung in der Fashion- & Lifestylebranche“: https://www.wieselhuber.de/publikationen/publikation/-/274/Raus_aus_der_Krise_-_Transformation_und_Zukunftsgestaltung/
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Publikation
12.06.2024
Steigerungen und erhöhte Volatilität auf der Kostenseite, insbesondere bei Rohstoffen, Logistik, Frachtpreisen, Personal, Miete, ESG-Anforderungen und Energie, sorgen bei zahlreichen Playern im Bereich Fashion- & Lifestyle für wirtschaftliche Anspannung. Für eine erfolgreiche betriebliche Transformation gilt es jetzt die Stärken der vielen mittelständischen Unternehmen der Branche – hohe Margen, Anpassungsfähigkeit und Routine im Umgang mit Wandel – mehr denn je zu nutzen. Voraussetzung: Eine ehrliche Standortbestimmung. Denn die Aufgaben für jedes Unternehmen sind individuell und höchst unterschiedlich. Die Skala reicht von strategischen Herausforderungen, über Handlungsdruck zur Performanceverbesserung bis hin zu harten (gerichtlichen) Sanierungen. „KI für einen Marketing-Effizienzboost einsetzen, operative Potenziale heben, Kosten durch effizientere Organisation und Prozesse senken und Chancen des ESG-Reportings nutzen – mit pragmatischen Stellhebeln wie diesen lässt sich flexibel und schnell auf Marktveränderungen reagieren“, so Manuel Farrokh, Leiter Fashion & Lifestyle bei Dr. Wieselhuber & Partner. Wie dabei konkret vorgehen? Antworten und Impulse gibt es im neuen W&P Dossier „Raus aus der Krise: Transformation und Zukunftsgestaltung in der Fashion & Lifestylebranche“.
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Kommentar, 30.04.2024
30.04.2024
Hinter den deutschen Verteidigungs- und Rüstungsherstellern liegen Jahrzehnte mit einem eingeschwungenen und vorhersehbaren Geschäft. Eine Epoche, in der die Branche die Stabilität genutzt hat, um technologische Entwicklungen für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit voranzutreiben? Nur bedingt. Disruptive Veränderungen sind an der Verteidigungs- und Rüstungsindustrie weitgehend vorbeigezogen. Mit dem Krieg gegen die Ukraine entstand dann plötzlich eine neue Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in Europa. Gleichzeitig wurde der gewaltige Modernisierungsbedarf der Streitkräfte offenkundig, die Nachfrage nach Waffen, Fahrzeugen, Kampfjets und anderen Rüstungsgütern in einem nicht mehr gekannten Maße getrieben. Diese Konsequenzen der Zeitenwende treffen die betagten Strukturen der deutschen Hersteller jetzt mit voller Wucht. Was das für sie bedeutet?Klar, aktuell profitiert die Verteidigungs- und Rüstungsindustrie von dem Nachfrageüberhang und kann höhere Preise realisieren. Dies gilt insbesondere für die großen Hersteller. Während der Automatisierungsgrad in der Fertigung bisher aber im Vergleich zu Branchen mit Massenproduktion gering und auch die operative Effizienz nicht auf dem Niveau führender Unternehmen war, gilt es jetzt zu investieren. Dabei wird es nicht genügen, die bisherigen Kapazitäten auszuweiten. Vielmehr müssen neue Effizienzniveaus mit neuen Technologien realisiert werden. Der Wunsch nach langfristigen Aufträgen zur Absicherung dieser Investitionen ist zwar verständlich, aber gleichzeitig Ausdruck für die Denkweise der Branche, die aus der Vergangenheit eine hohe Vorhersehbarkeit des Geschäfts gewohnt ist. Absolute Planungssicherheit wird es aber von den öffentlichen Auftraggebern nicht geben.Vor diesem Hintergrund werden die marktwirtschaftlichen Kräfte zu mehr Wettbewerb führen. Daher wird es wichtig sein, durch gezielte Investitionen die eigene Wettbewerbsfähigkeit ganzheitlich zu steigern – insbesondere in drei wesentlichen Handlungsfeldern.Strategische Ausrichtung schärfen und Strategie an das veränderte Marktumfeld anpassen!Ausgehend von einer systematischen Analyse sind auf Basis der Kernkompetenzen mögliche Stoßrichtungen zu identifizieren, eine klare Fokussierung abzuleiten und geeignete organisatorische Strukturen für eine wirksame Strategieumsetzung bereit zu stellen.Operative Effizienz steigern!Entlang eines intelligenten Skalierungspfades sind vorhandene Kapazitäten technologiegleich auszuweiten und neue Wertschöpfungskonfigurationen zu nutzen, die durch größere Volumina entstehen. Darüber hinaus sollte die Effizienz auch in den indirekten Bereichen der Unternehmen gesteigert werden, um die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Durch ein insgesamt höheres Effizienzniveau steigt dann der Umsatzwachstum bei unterproportionalem Mitarbeiteraufbau.Mitarbeitermanagement professionalisieren!Zwar erscheint die Branche aktuell in einem guten Licht, das Image ist positiver als in der Vergangenheit. Die Unternehmen melden deutlich mehr Bewerber. Gleichzeitig erscheint es aber verfrüht, hierin einen dauerhaften Anstieg zu erwarten. Der über viele Branchen vorherrschende Fachkräftemangel wird in Zukunft auch für die Verteidigungs- und Rüstungsunternehmen eine kritische Wachstumshürde darstellen.Fazit:Viele Unternehmen profitieren von den strukturell ausgeweiteten Investitionen in die Streitkräfte – allen voran natürlich die Verteidigungs- und Rüstungsindustrie. Doch die steigende Nachfrage nach Produkten und Leistungen trifft eine Branche mit großem Nachholbedarf in Sachen Effizienz und Professionalität. Doch in diesem Nachholbedarf stecken auch große Chancen: Die deutschen Verteidigungs- und Rüstungshersteller können jetzt ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern, indem sie sich in dieser heißen Phase weiter professionalisieren und ihre Transformation aktiv gestalten.
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Kommentar, 23.04.2024
23.04.2024
In einer sich ständig verändernden globalen Wirtschaftslandschaft ist die Diskussion um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland neu entflammt. Die Hannover Messe Industrie (HMI) ist und bleibt ein guter Indikator dafür, wie es um die heimischen Industrieunternehmen bestellt ist. Im Vorfeld haben die Unternehmen bereits eine Fülle an Innovationen rund um das Leitmotto „Energizing a sustainable industry“ angekündigt. Ebenso spannend ist jedoch, was nicht auf der Messe gezeigt, aber hinter den Kulissen diskutiert wird: Regulatorische Hürden, Erwartungen an die Politik, Standortverbundenheit von mittelständischen Unternehmen, Innovationskraft.Die wichtigste Industriemesse in Hannover findet in diesem Jahr zu einem Zeitpunkt statt, der von einem Wiederaufleben der Standortdiskussion in Deutschland geprägt ist. Der vorherrschende Mix aus veränderter geopolitischer Situation, steigenden Kosten, konjunktureller Unsicherheit und einer insgesamt großen Unvorhersehbarkeit der zukünftigen Entwicklung stellt den Unternehmen herausfordernde Aufgaben. Gleichzeitig mehren sich die Stimmen, die einen verschärften Fachkräftemangel, hohe Energiekosten und zunehmende Bürokratie durch regulatorische Anforderungen (z.B. ESG, Lieferkettengesetz) als besondere Belastung für Unternehmen in Deutschland beklagen. Also alles schwierig? Stehen wir gar vor einer Deindustrialisierung? Oder sind die tatsächlichen Standortbedingungen besser als das aktuelle Stimmungsbild?Einerseits werden unter dem Leitmotto „Energizing a sustainable industry“ innovative Lösungen in fünf technologischen Trendfeldern präsentiert: CO2-neutrale Produktion, Energy for Industry, Industrie 4.0 und Manufacturing X, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sowie Wasserstoff und Brennstoffzellen. Aus der Perspektive der Wettbewerbsfähigkeit geht es im Kern um die Frage, ob die für die Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen höheren Kosten durch innovative neue Lösungen reduziert oder Effizienzpotenziale dadurch besser erschlossen werden können. Hier setzen die Unternehmen ein positives Zeichen und beeindrucken mit einer großen Innovationskraft rund um den grünen Wandel, wie KI unterstützte Kreislaufwirtschaft, effiziente Lösungen in der Fabrikautomation oder Wasserstofftechnologien. Diese Dynamik zeigt sich auf der Messe nicht nur bei den etablierten Unternehmen, sondern auch durch mehr als 300 Start-ups.Trotz dieser für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland sehr positiven Entwicklung muss das Bild der Messe differenzierter ausfallen. Kritisch im Blick: Die Kosten. So nehmen Unternehmen strenge Kosten-Nutzen-Betrachtung hinsichtlich ihrer HMI-Teilnahme vor. Viele haben deshalb auf eine Teilnahme verzichtet (2019: 6.500 Aussteller; 2024; 4.000 Aussteller).Mehr noch: Viele produzierende Unternehmen stellen aktuell häufig aus Kostengründen ihren Footprint auf den Prüfstand und erwägen Verlagerungen ins Ausland (wie beispielsweise kürzlich der Kettensägen-Gigant Stihl ankündigte). Oftmals wird als Begründung angeführt, dass die bürokratischen Auflagen im Vergleich zu anderen Ländern gestiegen seien. Auch die mit der Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen verbundenen Aufwände und Kosten fallen ins Gewicht. Dies geht so weit, dass selbst die traditionell starke Standortverbundenheit von mittelständischen und Familienunternehmen zu bröckeln scheint.Das gemeinsame Ziel von Politik, Gesellschaft und Unternehmen muss deshalb lauten: Die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sichern! Gelingt es im Rahmen der Branchentransformation die Innovationen in der Breite in den produzierenden Unternehmen zu etablieren, so lassen sich neue Effizienzpotenziale erschließen und der Weg hin zu weiterem nachhaltigem Wirtschaften ebnen.FazitKein Grund für Trübsal! Der Standort Deutschland bietet auch zukünftig hervorragende Chancen in einer veränderten Welt. Viele Innovationen zeigen schon heute, dass Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit sehr wohl vereinbar sind. Damit sich Unternehmen in diesem Kontext jedoch zukunftsfähig aufstellen können und dem Standort erhalten bleiben, braucht es neben politischem Commitment vor allem eines: Den Mut, in der Transformation eine klares strategisches Zukunftsbild zu formulieren, notwendige, wenn auch unangenehme, Entscheidungen zu treffen und konsequent in Innovationen zu investieren.
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Publikation
11.04.2024
Seit der Veröffentlichung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) durch die EU ist klar: Die neue Berichtspflicht nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) betrifft ca. 15.000 Familienunternehmen und den Mittelstand in Deutschland ab dem Geschäftsjahr 2025. Die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ist sinnvollerweise konsequent im Dreiklang mit Strategie und Organisation zu betrachten. Und dies aus gutem Grund: Die Entwicklung und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie ermöglicht die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen in einem sich immer weiter Richtung Nachhaltigkeit verändernden Marktumfeld. Sie lenkt den Fokus exakt auf die Themengebiete, in denen das Unternehmen großen Einfluss auf Nachhaltigkeitsaspekte über die eigene Wertschöpfung hat oder von diesen im eigenen Wirtschaften betroffen ist. Wie diese Themen im Rahmen einer sogenannten Wesentlichkeitsanalyse unter Einbezug aller relevanten Stakeholder des Unternehmens identifiziert werden? Wie auf dieser Basis sowohl Berichterstattung, Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie und ihre Verankerung in der Organisation funktionieren? Impulse im neuen W&P Dossier „Nachhaltigkeit im Unternehmen: Berichtspflicht, Strategie, Organisation“.
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Publikation
19.03.2024
Der Sektor „Gesundheit & Pflege“ steht vor zahlreichen komplexen Herausforderungen. In den letzten 18 Monaten hat der Handlungsbedarf der Entscheidungsträger deutlich zugenommen, begleitet von einem kontinuierlichen Anstieg von Insolvenzmeldungen in diesem Bereich. Dr. Wieselhuber & Partner sowie Management Link haben sich intensiv mit diesem Sektor befasst und ein hochqualifiziertes Team mit umfassender Umsetzungskompetenz aufgebaut. Unsere über 35-jährige Beratungserfahrung im deutschen Mittelstand und mehr als 12 Jahre Erfahrung im Interimsmanagement sind dabei miteinander verflochten. Von der Konzeptentwicklung bis zur Implementierung maßgeschneiderter Lösungen unterstützen wir Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen dabei, schwierige Zeiten zu durchlaufen. Unsere fundierte Branchenexpertise wird durch marktführende Methodik ergänzt, wodurch wir uns als idealer Partner für Entscheidungsträger im Bereich „Gesundheit & Pflege“ positionieren. Gerne stellen wir Ihnen einen Überblick über unser Leistungsangebot zur Verfügung, den Sie hier downloaden können.
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Best Case
23.02.2024
Die Münchner Unternehmensgruppe Leonhard Moll Betonwerke ist ein Industrieunternehmen in Familienhand mit über 300 Mio. € Umsatz und über 1.700 Mitarbeitenden. Herausforderung: Das bereits eingeführte ERP-System sollte noch umfassender genutzt werden. Hinzu kam, dass ein weiteres zugekauftes Unternehmen innerhalb von drei Monaten ebenfalls in die bestehende Plattform integriert werden musste. Angesichts der Notwendigkeit bis zu einem unverrückbaren Zeitpunkt den Go Live zu realisieren, reichten die Ressourcen nicht aus, um die zeitgerechte Realisierung zu sichern – und hier kam W&P unterstützend ins Spiel. Zentrale Aufgabe für das Team um Dr. Günter Lubos, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: Den Implementierungsprozess der ERP-Einführung für die neu erworbene Tochtergesellschaft steuern und parallel Effizienzpotenziale durch eine bessere Nutzung des ERP-Systems identifizieren. „Dank der strukturierten Vorgehensweise, der bewiesenen Expertise in dem Kontext und nicht zuletzt entsprechendem Feingespür in Moderation und Koordination hat W&P erheblichen Anteil daran, dass deutliche Effizienzreserven gehoben wurden und die ERP-Um-setzung zeitgerecht erfolgte“, bestätigt Alexander Beer, CFO der Moll Betonwerke, den Projekterfolg. Wie das konkrete Vorgehen aussah? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Kommentar, 08.02.2024
08.02.2024
Noch ist das Jahr jung. Und doch zeigen die Eindrücke der Modefabriek Amsterdam, Düsseldorf Fashion Days, CIFF Copenhagen und der ILM in Offenbach schon jetzt: Hersteller und Handel unterliegen einer fundamentalen Transformation und Konsolidierung des Marktes. Historisch gewachsene Disharmonien, exogene, geopolitische Faktoren und neue Technologien wirken 2024 auf Strategien und Geschäftsmodelle ein. Welche Trends jetzt strategische Entscheidungen im Top-Management verlangen?Mieten im Handel: Valider Punkt vs. faule Ausrede?Prominente Insolvenzen zahlen auf die aktuelle Wahrnehmung ein: Zu hohe Mieten sind der Kern allen Übels. Ja, Mieten sind – neben den Personalkosten und hohen Lagerbeständen – die Kostentreiber im Handel. Jedoch allein auf die Mieten abzustellen, lenkt von anderen Problemen ab und ist zu kurz gesprungen. Denn: Jeder Händler, der stationären Handel betreibt, muss mit Kosten für die Nutzung der Flächen und Immobilien – egal ob Miete oder Kauf – rechnen. Generell verschärft die aktuelle Situation der Inflation, steigender Sparquote und damit steigende Kaufzurückhaltung den Handlungsdruck auf die Händler. Marken und Händler der „Modischen Mitte“ sind besonders betroffen. Andererseits gibt es Marken, insbesondere im Premium und Luxussegment (LVMH, BOSS, Douglas) sowie im Niedrigpreis-Segment, die trotz aller Widrigkeiten ein sehr gutes Geschäft machen. Strukturen, Prozesse und die eigene Organisation, Kosten, Filialnetz und das gesamte Geschäftsmodell müssen jetzt kritisch überprüft werden. Es gilt jetzt mehr denn je: Auf Profitabilität abstellen, die Finanzierung sichern und für Frequenz und Abschöpfung sorgen.Lagerbestände: Fluch der Corona-Vergangenheit?Viele Marken und Händler beklagen zu hohe Lagerbestände, die in der unplanbaren Zeit von Lockdowns und Unsicherheit aufgebaut wurden. Guter Rat war hier teuer: Ordern wir zu wenig? Ordern wir zu viel? Wie werden die Limite verteilt? Kommt ein weiterer Lockdown? Kriege und Inflation folgten, die Sparquote stieg, die Frequenz sank und die Umsätze folgten diesem Trend – das Working Capital ist gebunden und führt zur Belastung des Unternehmensergebnisses.Hatten die einen den richtigen Riecher, sehen sich heute viele Händler mit zu hohen Warebeständen konfrontiert, Hersteller sitzen auf hohen Beständen an Fertigware oder Zutaten. Gleichzeitig ist Geld teuer geworden, die Finanzierungskosten sind gestiegen. Hier hilft jetzt nur professionelles Working Capital Management und die Nutzung aller finanzwirtschaftlichen Möglichkeiten. Auch lohnt es das Kreditoren- und Debitorenmanagement genau unter die Lupe zu nehmen und damit ungeahnte finanzielle Möglichkeiten für unterjährig mehr liquiden Headroom freizusetzen.Strategische Ausrichtung: Was tun, wenn niemand kommt?Frequenzen leiden, die Daseinsberechtigung der Marke und Händler wird infrage gestellt. Abwarten und so weitermachen wie bisher, kann nicht die Lösung sein – vielmehr ist “Thinking out of the box” gefragt! Werden die relevanten Marken angeboten und produzieren Hersteller den richtigen Produktmix? Wo gibt es noch weitere Möglichkeiten, um Umsätze zu steigern - in der Diversifizierung? Was sind weitere Fähigkeiten, die das Unternehmen/ der Produzent besitzt?In herausfordernden Zeiten – und im besten Fall davor – ist es überlebenswichtig, das Produktportfolio und Angebot zu überdenken. Produkt- und marktstrategische Themen müssen jetzt in den Vordergrund treten und alle Teilbereiche ergebnisoffen auf den Prüfstand gestellt werden.Vergessene Kosten: Ungeahnte Schätze heben!Etablierte Lieferantenstrukturen und langjährige Beziehungen führen oft zur Haltung „Das machen wir schon immer so“. Doch insbesondere im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (sbA) schlummern häufig ungeahnte Schätze – sogenannte „vergessenen Kosten“ - die es zu heben gilt. Diese sbA stellen oft eine Position in der GuV dar, die stiefmütterlich behandelt wird. Gerade Unternehmen mit relevanten Anteilen an sbA (>10 MEUR) können schnell und einfach bis zu 250 TEUR Ebit wirksame Einsparungen p.a. erzielen. Wenn man sich überlegt, dass bei einer Umsatzrendite von 5 Prozent 5 MEUR mehr Umsatz erzielt werden muss, um auf diesen Ebit-Effekt zu kommen, ist die Optimierung der Sachkosten ein starker Hebel.Datennutzung: Management im Blindflug?Viele Unternehmen verfügen nach wie vor eine unzureichende bis gar keine Datenbasis zur Steuerung ihrer Flächen. Datentransparenz ist mehr frommer Wunsch als gelebte Realität. Die Folgen: Aktionismus, häufiger Kurswechsel sowie der Aufbau von Entscheidungen und Strategien, die wenig mit Zahlen, Daten und Fakten unterlegt sind. Relevante Ergebnistreiber müssen also gezielt gesteuert werden, um ein Unternehmen oder dessen Teilbereich aber auch ganz operativ die Stores und deren Warengruppen und Saisons besser und pragmatisch auswerten zu können, um überhaupt zielführen steuern zu können. Das Controlling hat die Aufgabe vom Erlösmanagement bis zum Kostenmanagement die richtigen Instrumente und KPI bereitzustellen und diese dem Management an die Hand zu geben. In Zeiten von Big Data und Data-Crawling gilt es nun groß zu denken - aber pragmatisch umzusetzen. Nur so ist rasches und zielorientiertes Handeln möglich.Unternehmensnachfolge: Stabwechsel erfolgreich gestalten2024 stehen so viele Unternehmensnachfolgen an, wie lange nicht mehr - Trigema, MarcCain, Bugatti, FTC Cashmere oder die Schera GmbH mit den Marken Raffaello Rossi und Seductive sind einige prominente Beispiele dafür, wie Unternehmensnachfolge gut durchdacht und professionell geregelt werden kann. Ein Unternehmen in die Hände der nächsten Generation oder einem neuen Eigentümer zu übergeben ist nicht nur von wirtschaftlicher, sondern auch hochgradig emotionaler Schritt. Deshalb muss dies ein wohl überlegter und gut geplanter Schritt sein und braucht vor allem eines: eine unternehmerische Vision gepaart mit starkem Unternehmergeist und Empathie. Geerbtes oder Erworbenes bloß zu verwalten, das reicht nicht aus. Mit einem neuen und zeitgemäßen strategischen Konzept, einer geänderten Führung beziehungsweise der Neustrukturierung des Gesellschafterkreises müssen die Unternehmenszukunft und Arbeitsplätze gesichert werden. Nur wenn die Nachfolge im Unternehmen, bei der Belegschaft und ebenso bei den Geschäftspartnern etabliert und akzeptiert ist, gelingt der Stabwechsel.Die Stimmung aller Player auf den Branchentreffen 2024 hat deutlich gemacht: Das Prinzip Hoffnung funktioniert weder im Handel noch bei den Herstellern. Die Stimmung nach außen ist wie immer blendend, es wird sich aber spürbar mehr über Probleme ausgetaucht und offen diskutiert. Die Realität ist jedem Händler und jeder Marke bekannt. Und die Liste der Herausforderungen 2024 hat es in sich. Entscheider sprechen im 4-Augengespräch über Sorgen und teilweise auch über deren Ratlosigkeit. In Schockstarre zu verfallen ist jedenfalls keine Lösung, jetzt heißt es warm anziehen und los! Denn nur wer oben genannte Trends erfolgreich anpackt und entsprechende Aufgaben konsequent erledigt, kann als Gewinner aus der angespannten Lage hervorgehen. Jede Krise bietet auch immer eine Chance!
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Publikation
29.01.2024
Mit dem ERP-System, egal von welchem Anbieter, verknüpft sich meist die Hoffnung auf mehr Effizienz und niedrigere Kosten. Die Realität holt diese Hoffnung oft schnell ein. Große Erwartungen beim Management und den Anwendern werden enttäuscht. Nicht selten schlägt diese Enttäuschung in Ablehnung gegenüber dem neuen System um. Das muss nicht sein! Dies setzt allerdings voraus, dass man eine ERP-Einführung oder dessen Optimierung nicht als reines IT-Thema begreift. Denn es handelt sich letztendlich um ein Organisationsprojekt, das alle Prozesse, Strukturen und Datenbestände des Unternehmens betrifft. In unserem aktuellen Dossier „ERP als Effizienz-Booster nutzen“ stellen wir dar, worauf es zur Erreichung der Effizienzziele tatsächlich ankommt. Es zeigt die möglichen Ansatzpunkte in den Prozessen und welchen Einfluss die richtige Datenmigration auf die Effizienz hat. Ein Überblick über beispielhafte W&P Projekte gibt Einblick, wie W&P diese Effizienzziele realisiert hat und welcher Nutzen daraus entstanden ist. Es liegt es in der Natur der Sache, dass dieses Dossier eher allgemeingültig geschrieben ist und nicht auf die speziellen Herausforderungen Ihres Unternehmens eingehen kann. Sprich: Diese schriftliche Unterlage kann nur erste Eindrücke vermitteln, ersetzt jedoch nicht das persönliche Kennenlernen. Wir würden uns deshalb freuen, wenn Sie uns die Gelegenheit zu einem vertraulichen und unverbindlichen Gespräch geben würden, in dessen Rahmen wir Ansatzpunkte einer möglichen Zusammenarbeit besprechen könnten. Gerne besuchen wir Sie hierzu an Ihrem Stammsitz.
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Kommentar, 18.01.2024
18.01.2024
Die Geschäfte im Spirituosenumfeld sind weitgehend stabil. Und doch sprechen Hersteller wie Henkell-Freixenet und Rotkäppchen-Mumm von erheblichen produktionsseitigen Verteuerungen und nie dagewesenen Kostensteigerungen in allen Bereichen: Seit 2020 sind Kartoffelpreise um rund 20%, Getreidepreise um rund 80%, Glasflaschenpreise um rund 60% und auch Transportkosten um rund ein Fünftel gestiegen. Gewerbliche Finanzierungszinssätze haben sich teilweise verdreifacht und Energiekosten je nach Energiequelle um bis zu 750% gesteigert. Hinzu kommt: Insbesondere bei Personalvollkosten, vor allem in der Verwaltung, haben sich Optimierungspotenziale in Höhe von 15 bis 30% angestaut. Diese akuten Kostendruckpunkte treffen bei Herstellern und inländischen Vertriebsgesellschaften internationaler Spirituosenakteure gleichermaßen auf langfristig angehäufte strukturelle Ineffizienzen in Kostenstrukturen sowohl der Produktion als auch der Verwaltung. Klar ist: Entscheidungsträger im Spirituosenumfeld können sich nicht länger vor dem „Kostengespenst“ wegducken, minimal-invasive Wohlfühlaktionen reichen nicht aus. Insbesondere dann nicht, wenn auf Markt- und Kundenseite die Kostenzuwächse nicht mehr oder nur noch teilweise weitergeben werden können.Konsequenzen? Für alle schmerzhaft spürbarDie Folgen dieses Kostendrucks treffen traditionelle Player, große Anbieter und Start-Ups gleichermaßen: Ende 2023 meldete die traditionsreiche Altenburger Destillerie wiederholt Insolvenz an - dabei galt die Thüringer Brennerei 2021 noch aus einer 2019 angemeldeten Insolvenz als gerettet. Gleichzeitig bricht der Industrie der umsatzschwache, aber kulturprägende Unterbau weg. Nach Berechnungen der LVWO kann ein großer Teil der nur noch rund 11.000 hauptsächlich nebenerwerblich aktiven Kleinbrennereien – vor 20 Jahren laut Statista noch rund 23.000 - schon heute nicht mehr profitabel wirtschaften. Gleichfalls werden die in den letzten Jahren entstandenen Start-Ups, inspiriert von der Craft-Spirits-Szene in den USA, in Zeiten steigender Kosten beweisen müssen, ob sie nicht nur Wachstum, sondern auch Profitabilität können. Und auch die großen deutschsprachigen Anbieter werden sich der Ergebniswirkung der beschriebenen Kostenanstiege nicht länger entziehen können.Rotkäppchen-Mumm macht vor, wie’s geht!Als einer der führenden Akteure im DACH-Spirituosenumfeld beantwortet Rotkäppchen-Mumm unterdessen die herausfordernden Fragestellungen des anspruchsvollen Kostenumfelds mit einem umfassenden, strategieorientierten Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramm – inklusive offen kommunizierter Vorhaben zu Reorganisation und Personalabbau.Vor dem Hintergrund der Wettbewerbsfähigkeit sollten Entscheidungsträger im Spirituosenumfeld so schnell wie möglich nachziehen: Kostenstrukturen sind einer pragmatischen und umsichtigen, strategieorientierten Überprüfung zu unterziehen, Marktsegment- und Markenstrategien dienen als Leitplanken für Footprint und Organisationformate. Auch die lokale Produktion muss auf den Prüfstand: Sind Werke hinreichend kosteneffizient und performant aufgestellt – und, aller regionaler Verbundenheit zum Trotz, richtig verortet? Schlussendlich sollte auch der Umfang des Verwaltungsapparats, den Overheads, hinterfragt werden: Sind Verwaltungsleistungen im Kontext von Strategie und Geschäftsmodell überhaupt wertstiftend? Werden Leistungen in einem nachfrageorientierten Umfang und von richtig organisierten Leistungserbringern erbracht? Sind entsprechende Prozesse und Systeme optimiert? Was kann noch weiter digitalisiert und/oder automatisiert werden?Wenn Spirituosenunternehmen jetzt noch sicherstellen, dass identifizierte Potenziale in konkrete Personal- und Sachkosteneffekte überführt, geplant und konsequent mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl im Umgang mit allen relevanten Stakeholdern realisiert werden, erscheint der immense Kostendruck schon gleich viel weniger gespenstisch.
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Kommentar, 11.01.2024
11.01.2024
Das Geschäftsumfeld wandelt sich rasant – die deutsche Bundesregierung spricht von „Zeitenwende“ und „der größten Transformation der Deutschen Industrie seit mindestens 100 Jahren“. Die Pax Americana steht im globalen Wettbewerb der Nationen unter massivem Druck, Markt- und Produktwelten sowie interne Organisationen werden zunehmend komplexer und damit kostenintensiver, während Anforderungen aus den Bereichen Digitalisierung, Klima und Mensch den Deutschen Mittelstand und seine wertvollen Familienunternehmen, das Rückgrat unseres wirtschaftlichen Handelns vor die Gefahr stellen, unwiderruflich abgehängt zu werden.In diesem makro-, meso- und mikroökonomischen Umfeld sind ausgewählte Unternehmer in der Lage diese aversiven Umstände für sich nutzbar zu machen und stechen durch ihre unternehmerische Resilienz, Wachstumsstabilität und Innovationskraft hervor – echte Champions eben.Um aus diesen anspruchsvollen Zeiten als Champion hervorzugehen, reichen weder Reaktivität noch eine alleinig passive Proaktivität: Champions dieser Transformation bereiten sich nicht nur auf den zu antizipierenden Verlauf der Dinge vor, sondern richten gerade jetzt alle Dimensionen Ihres Geschäfts neu aus – wir nennen das Business Transformation – und zwar umfassend zukunftsgerichtet auf ein selbstgewähltes strategisches Zielbild. Damit entscheiden sie sich bewusst schon heute sowie an den kommenden Scheidepunkten für eine Zukunft, in der das eigene Unternehmen nachhaltig prosperieren wird.Strategische TransformationsleitplankenDiese Business Transformation im Sinne einer Neuausrichtung, geschieht nicht zum Selbstzweck, sondern wird von Champions als konsequentes Resultat ihrer zumeist bereits existenten langfristigen Vision und Mission sowie ihrer subsequenten mittelfristigen Strategie aktiv gelebt. Diese Unternehmen haben eine visionäre Vorstellung und ein klares Verständnis davon, wie ihre Geschäftsmodelle in ihren jeweiligen Marktsegmenten auch in verschiedenen Zukunftsszenarien weiterhin effektiv und effizient wirken werden. Aus diesem Rahmenwerk ergibt sich sodann auch der Blueprint zur Neuausrichtung aller relevanten Geschäftsdimensionen – die strategischen Leitplanken der Business Transformation.Ganzheitliche Business TransformationDie wesentliche Herausforderung der konkret resultierenden Business Transformation besteht nun darin diese strategischen Leitplanken unter Berücksichtigung individueller und hochkomplexer Kausalzusammenhänge sowie entgegen den verschiedensten internen und externen Widerständen in spürbar wirksame Anpassungen der zentralen Dimensionen Ihres Geschäfts zu übersetzen. Bei dieser Übersetzung verfolgen Champions einen konsequent ganzheitlichen Ansatz: Business Transformation bedeutet die umfassende Neuausrichtung aller wesentlichen ineinandergreifenden Geschäftsdimensionen: das Geschäftsmodell, das Betriebsmodell, das Kollaborationsmodell sowie entsprechende Governance- und Steuerungsansätze und die sich darin ausdrückende Unternehmenskultur.Diese fünf Dimensionen gilt es als Elemente eines sich ständig erneuernden Unternehmensapparats zu verstehen, die in ihrer logischen Reihenfolge aufeinander abgestimmt und regelmäßig neu auszurichten sind.Konzeption und UmsetzungSolche Transformationsinitiativen scheitern häufig an mangelhaft definierten geschäftsmodell-prägenden Zielen sowie unkonkreten Ansätzen, der unzureichenden Verknüpfung von Transformation und strategischem Leitbild oder der zumeist vernachlässigten Veränderungsbereitschaft der gesamten Organisation. Change & Transformation Management dürfen dabei keine leeren Floskeln bleiben – man hat sich intensiv auch mit den normativen Dimensionen einer Organisation auseinanderzusetzen.Champions richten daher ihre Transformationsvorhaben so früh wie möglich darauf aus, zunächst überhaupt alle wesentlichen Geschäftsdimensionen in ihrer Wechselwirkung und Vollständigkeit aufeinander abzustimmen und gleichfalls darauf, valide Messbarkeit wesentlicher Programmerfolge zu gewährleisten. Getreu dem Motto „You can’t manage, what you can’t measure”, muss jede Business Transformation im Sinne eines entsprechenden Business Case positiv auf Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wirken und die Ertrags- und Liquiditätssituation spürbar verbessern, um das transformierte Geschäft nachhaltig resilienter aufzustellen.Damit dies gelingt, ist es in der Transformation von entscheidender Bedeutung, ein notwendiges Fingerspitzengefühl zu beweisen, das es erlaubt die gebotene Umsichtigkeit sowie den aber ebenso zwingend erforderlichen Nachdruck auszubalancieren.FazitNur wer alle zentralen Geschäftsdimensionen entlang gewissenhaft abgeleiteter Transformationsleitplanken aufeinander abstimmt und für die Gesamtorganisation verkraftbar sowie messbar neu ausrichtet, kann heute die langfristig wirkenden Weichen für eine Zukunft stellen, in der das eigene Unternehmen nachhaltig prosperiert. Vor dem Hintergrund dieser Erfolgskriterien setzen erfolgreiche Unternehmer bei der Konzeption und Umsetzung ihrer Business Transformation auf den Mehrwert einer externen Hand, die als Wegbegleiter sowohl Subjektverständnis als auch Objektivität sowie Best Practices und umfassende Erfahrung im Umgang mit multidimensionalen Herausforderungen mitbringt. Gefragt ist ein erprobter Mix aus „Hands-on“-Pragmatismus und zielgerichtetem Methodik-Einsatz sowie ein klarer Fokus auf ein ganzheitliches Programm-, Stakeholder- und Veränderungsmanagement.
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Kommentar, 18.12.2023
18.12.2023
Das Thema Personal gehört heute zu jeder guten Unternehmens- bzw. Gesellschaftsdiskussion. Unternehmenskultur, Anreizprinzipien, Employer Branding, Servant Leadership, Genz Z, War of Talents, Blind Signing - die Anforderungen an HR-Abteilungen sind hoch. Da liegt die Frage auf der Hand: Kann HR der bunten Themenvielfalt überhaupt noch proaktiv begegnen? Oder heißt es vielerorts nach passiver Vogel-Strauß-Manier: Kopf in den Sand?Zumeist tun sich HR-Verantwortliche schwer im Umgang mit Trendthemen – und sie bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück: Konsequenzen und Effekte werden nicht hinreichend strategisch und taktisch eingeordnet, geschweige denn auf operativer Ebene in neue Prozessstandards überführt oder gar in „Ursache-Wirkungsbeziehungen“ übersetzt. Dabei ist das dringend notwendig, schließlich lassen sich nur so begründete Entscheidungen treffen, die ein Unternehmen wettbewerbs- und ertragsfähig halten. „Kopf in den Sand“ ist also keine Lösung. Vielmehr muss sich HR maximal agil, schnell, taktisch und mit strategischem Weitblick aufstellen – und zwar als……unternehmensweiter Stratege:HR-Verantwortliche müssen jetzt den Sprung vom Verwalter zum Gestalter machen – und an den Tisch der „strategischen Entscheider“: Aktuelle sowie zukünftige Schlüsselressourcen müssen geprüft, maßgeschneiderte Recruiting- und Retention-Konzepte entwickelt, die konsequente Minimierung von Fluktuation und Absenzrisiken vorangetrieben sowie Performance-Probleme aufgedeckt werden. Außerdem zu klären: Wie konsequent übernimmt HR die Verantwortung für den gesamten „Personalkostenblock“? Das HR-Management muss all diese Themen in eindeutige kosten- und leistungswirtschaftliche Zusammenhänge sowie Konsequenzen übersetzen und konkrete Handlungsempfehlungen erschließen.…Architekt von Führungsleitplanken:Erwartungen an New Work-Konzepte seitens der Arbeitnehmer kollidieren häufig mit den Anforderungen von Arbeitgebern. Das HR-Management muss für beide Seiten passende Führungsleitplanken entwickeln: Leistungsorientierung, Erwartungsmanagement, Aufgabenzuordnung, Entscheidungspartizipation, Anerkennungs- und Führungsgrundsätze. Jobangebot und Arbeitnehmernachfrage driften demografiebedingt weiter auseinander: Die Rolle als unternehmensinterner Vermittler sowie strategischer Akteur mit Blick auf Arbeitsmarkt und Geschäftsmodellentwicklung ist wichtiger denn je.…Entwickler von Retention-Programmen„Blind Signing“ und „Quiet Quitting“ machen deutlich: Integrität und Loyalität im Unternehmenskontext sind hochaktuell. Um diese Mitarbeitereigenschaften zu entwickeln, muss HR seinen Fokus von der bis dato gut geölten und inputorientierten „Recruiting-Maschine“ hin zu einem nachhaltigen Retention Management verschieben, das den Verbleib der Mitarbeiter in einer ansprechenden und gleichzeitig produktivitätsfördernden Unternehmenskultur forciert. Fluktuation, zunehmende Krankenstände, Commitment- und Performance-Defizite lassen sich so konsequent bekämpfen.…Designer „wertvoller“ ArbeitGenerative AI trifft Unternehmen immer häufiger ins Mark ihrer Geschäftsmodelle: Welche Aktivitäten sind als Kernkompetenz zu erhalten? Welche sollten digitalisiert oder outsourct werden? Wer/was ist dabei Schlüsselressource? Die Bewertung der zukünftig „wertvollen“ Tätigkeiten und dazu passender menschlicher Anforderungsprofile, steht vornehmlich im HR-Management auf der Tagesordnung. Im elementaren Spannungsfeld zwischen „Mensch“ und „digitaler Vereinfachung“ ist der HR-Bereich einer der elementarsten Taktgeber, um die Weiterentwicklung der „wertvollen“ Geschäftsaktivitäten zu begleiten und gleichzeitig die Transformationsbereitschaft in den eigenen Reihen auszubauen.Fakt ist: HR muss in der Wirklichkeit ankommen. Den Kopf in den Sand zu stecken, wird nicht helfen, denn die genannten Phänomene werden nicht einfach verschwinden – was sie auch nicht müssen! Denn wenn Personalleiter ihre neue, bunte Aufgabenpalette als Strategen, Architekten, Entwickler und Designer als Chance ergreifen, aktuelle Trends für sich und ihr Unternehmen zu nutzen, dann passiert vor allem eines: Eine Transformation der HR-Funktion vom blinden Vogel Strauß (übrigens ein Mythos) hin zum agilen Sprinter und Langstreckenläufer (der er eigentlich ist).
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Kommentar, 13.12.2023
13.12.2023
Aldi Süd hat diese Woche angekündigt, den Test eines eigenen Lebensmittel-Lieferdiensts nicht ausweiten zu wollen. Der Test wurde Ende August gestartet und folgt der bewährten Picnic-Marktbearbeitungsstrategie. Dabei können sich Verbraucher zunächst auf eine Warteliste für ein Liefergebiet setzen lassen. Bei ausreichender Nutzeranzahl wird ein Liefergebiet bzw. eine entsprechende Route für die Belieferung freigeschaltet. Bei der Preisgestaltung der Servicegebühr war Aldi Süd im Vergleich zu REWE sehr pragmatisch. Die Servicegebühr für die Warenlieferung lag bei 4,50 Euro, entfiel jedoch vollständig bei einem Warenkorb von 50 Euro.Die Gründe für die Nicht-Skalierung wirken auf den ersten Blick plausibel, sind jedoch wenig überraschend und lassen sowohl an dem Test als auch an einer umfassenden Vertriebs- und Digitalstrategie zweifeln:Zunächst sind die kommunizierten Testergebnisse Common Sense: Dass der Online-Handel mit Lebensmitteln aktuell kein rentables Geschäftsmodell ist, ist seit Jahren hinreichend bekannt. Ebenso ist bekannt, dass Liefergebühren eine Hürde bei der Verbraucherakzeptanz darstellen. Die Cash-Burn-Rate der Gorillas lag im Juli 2022 (wohlgemerkt nach Sparmaßnahmen) bei monatlich 25 Mio. Euro.[https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2022/Lieferdienst-Gorillas-Glanz-und-Elend-eines-Start-Ups,gorillas120.html] Die Ambition in kürzester Zeit mit eigenen Mitarbeitern, ohne das Know-how und die Technologie von etablierten Lieferdiensten, Haushalte profitabel beliefern zu können, war mehr als ambitioniert.Weiterhin war die Pilotregion einseitig gewählt: Etablierte Lieferdienste wie Gorillas, Flink und Knuspr haben Großstädte als Lieferregionen selektiert, da die urbane Bevölkerung offener ist für neue Lieferkonzepte, bereit ist ein Preispremium für Zeitersparnis zu zahlen und viele Leute auf einer verhältnismäßig geringen Fläche wohnen, was die Belieferung effizient macht. Bei Aldi Süd fiel die Wahl auf Mülheim an der Ruhr, Duisburg und Oberhausen; wohl primär aufgrund der Nähe zur Zentrale, was nachvollziehbar ist, aber die Übertragbarkeit des Piloten auf weitere Regionen stark einschränkt.Strategische Optionen wirken nicht ausgeschöpft: Händler stehen bei ihren Lieferdiensten vor einer Make-or-Buy-Entscheidung. So hat REWE beispielsweise einen eigenen Lieferdienst etabliert; hat aber dieses Jahr zudem 150 Mio. Euro in Flink investiert, unter der strategischen Prämisse, dass Flink sich langfristig am Markt gegen die verbleibenden Lieferdienste durchsetzen wird.[https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/rewe-chef-im-interview-die-preiskaempfe-sind-noch-lange-nicht-vorbei/29192830.html] Neben der Steigerung von Käuferreichweite und Einkaufshäufigkeit, ist davon auszugehen, dass im Rahmen der Belieferung von REWE strategisch wichtige Kundendaten gesammelt und ausgewertet werden; insbesondere wenn hierbei die eigene App und das zukünftige eigene Loyalitätsprogramm verwendet werden. Hierbei ergeben sich auch neue Geschäftsmodelle wie beispielsweise. Retail Media, die eine reduzierte Liefergebühr ggf. gegenfinanzieren könne. Edeka hat sich mit seiner Investition in Picnic und dem Verkauf von Bringmeister klar gegen eine eigene Belieferung entschieden.[https://verbund.edeka/presse/pressemeldungen/rockaway-capital-übernimmt-bringmeister.html]Angesichts der Tatsache, dass einige Lieferdienst-Ikonen (wie unter anderem Getir) derzeit in ihren Finanzierungsrunden vergleichsweise günstige Einstiegskonditionen bieten, stellt sich die Frage, warum Aldi Süd nicht investiert oder zumindest stärker mit Start-ups kooperiert. Neben dem wichtigen Kapital könnte Aldi Süd auch mit seinen Stärken (Einkaufsvorteile, breite Produktpalette, deutschlandweite Marktabdeckung) die Schwächen von Start-ups kompensieren. Da die Anzahl der Lieferdienste sich in den letzten zwei Jahren auch wieder reduziert hat, schwindet die strategische Unsicherheit bei der Frage, auf welchen Anbieter man setzen sollte.Zusammenfassend: Aldi Süd lässt viele Potenziale sowohl in der Strategie als auch im aktuellen Test ungenutzt. Viele treue Aldi-Kunden werden auch in Zukunft ihre Einkäufe weiterhin klassisch in den Filialen tätigen müssen.
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Publikation
01.12.2023
Komplexität, Dynamik und Turbulenzen der Märkte nehmen zu. Geopolitische Disharmonien, exogene Faktoren und neue Technologien wirken auf Strategien und Geschäftsmodelle ein. Die Herausforderungen, Aufgaben, aber auch die Chancen für Unternehmen und deren Führung sind umfangreich, neu, groß und riskobehaftet. Analytik, Kreativität, Mut, Entscheidungskraft und Umsetzungsstärke, sowie Resilienz der Entscheider, der Zukunftsgestalter, der intelligenten und innovativen Macher sind gefordert. Es gibt wieder einmal nicht den „einzigen und richtigen Weg“ in eine erfolgreiche Zukunft, sondern die strategische und operative Business Transformation ist immer geschäfts- und unternehmensspezifisch zu gestalten. Der Einstieg und der Handlungsbedarf , Zeit- und Entscheidungsdruck sind vielfältig und definieren unseren Beratungsansatz. Die Breite und Vielfalt unserer Beratung, Unternehmen zukunftsgerecht und ertragswirksam zu gestalten, dokumentieren die Beiträge unserer erfahrenen und kompetenten Berater im neuen Management Support. Wir haben sowohl „das Ganze“, als auch „das Detail“ im Fokus und unsere Empfehlungen sind immer darauf ausgerichtet Zukunfts- und Überlebensfähigkeit, sowie Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft zu verbessern. Referenzen und Kommentare von W&P Beratungskunden aus verschiedenen Branchen mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen bestätigen die erfolgreiche Zusammenarbeit. Jetzt reinlesen!
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Best Case
09.11.2023
Die Baerlocher Firmengruppe, global führender Anbieter von Additiven, Stabilisatoren und Gleitmitteln für die Kunststoffindustrie, blickt in die Zukunft: Im Projekt „Future Organization“ wurde die strategische Neuausrichtung der globalen Organisation realisiert. Über einen Zeitraum von 2 Jahren unterstützte W&P - von der Konzeption über die Planung bis zur Umsetzung. Das Ergebnis: Eine nachhaltig wettbewerbsfähige Wachstumsorganisation, die erfolgreiche Implementierung der neuen globalen Führungsorganisation, der Aufbau eines neuen Forschungs-und Entwicklungszentrums in der Türkei, die Erweiterung von F&E-Aktivitäten uvm. „Ein zentraler Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Konzeption und Umsetzung unserer Wachstumsorganisation war ohne Zweifel die fachliche Expertise, das hohe Commitment und die exzellente Zusammenarbeit mit W&P“, so Arne Schulle, CEO der Baerlocher Firmengruppe. Wie das W&P-Team um Dr. Stephan Hundertmark im Projekt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Best Case
25.10.2023
Die Oberalp Gruppe, Anbieter von Ausrüstung und Textilien für nahezu alle Aktivitäten auf dem Berg, nimmt regelmäßig aktuelle Megatrends unter die Lupe. Diesmal: Die Potenziale des Metaverse für die Bergsportbranche im Allgemeinen und für die Oberalp Gruppe mit seinen Bergsportmarken Salewa, Dynafit, Wild Country, Pomoca, Evolv und LaMunt. W&P unterstützte durch die Erstellung der Studie „Mountaineering and the Metaverse – Separating facts from fiction“ und entwickelte eine entsprechende Strategie, die sie den Händlern der Gruppe auf dem jährlichen Oberalp Summit vorstellten. Dafür wurden die zugrundeliegenden technologische Entwicklungen und Voraussetzungen des Metaverse, zentrale und treibende Metaverse-Unternehmen und -Plattformen sowie ihre Einflüsse auf Bergsportindustrie und Oberalp Gruppe analysiert. Auf Basis dieser Ergebnisse konnten dann konkrete Initiativen abgeleitet und validiert werden. „Mit W&P haben wir es geschafft, aus dem Megatrend Metaverse ein für die Bergsportindustrie und die Oberalp Gruppe handhab- und umsetzbares Thema zu machen. Damit sind wir einen wesentlichen Schritt in Richtung Zukunft virtueller Welten gegangen und starten mit der Umsetzung. Die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht“, so Stefan Rainer, Chief Sales Officer.
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Publikation
11.10.2023
So bunt der Blumenstrauß ist, so vielfältig sind Digitalinitiativen im deutschen Mittelstand. Bei all der bunten Vielfalt bleibt richtig und wichtig, dass der Beitrag der Digitalisierung zu Umsatzwachstum und Ergebnisverbesserung sichergestellt ist. Dafür sind Ordnung und auch bewusste Entscheidungen, Dinge nicht zu tun, notwendig - aber meist nicht die Realität. Es braucht Ansatz, der das “weiter so” verhindert, was die vergangenen Jahre guter Konjunktur noch erlaubt hatten: - Unkoordinierte Aktivitäten ohne konkretes und ausreichend kommuniziertes Zielbild - Fehlende Transparenz über den Wertbeitrag des digitalen Projektportfolios - Überproportionale Belastung für Kompetenzträger und daher kaum Projekte in-time und in-budget
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Kommentar, 27.09.2023
27.09.2023
Ein Bauarbeiter der 1991 noch ein komplettes Haus gebaut hat, schafft dies heute in der gleichen Zeit nicht mehr. Ein VW-Mitarbeiter, der 1991 einen Golf gebaut hat, schafft heute in der gleichen Zeit fast zwei. Oder anders: Die Produktivität je Arbeitsstunde ist in den letzten 30 Jahren am Bau faktisch gesunken, während sie sich in der produzierenden Industrie fast verdoppelt hat. Dieser alarmierende Befund ist das Ergebnis ausgebliebener Investitionen in Effizienzsteigerungen und Automatisierung am Bau. Hier wird noch gearbeitet wie vor Jahrzehnten – nach Gewerken getrennt, Stein auf Stein. Die produzierende Industrie hingegen hat sich schon vor 150 Jahren von der handwerklichen und Manufakturproduktion auf den Weg in die Industrialisierung gemacht.Das Festhalten am handwerklichen Bauen war in der vergangenen Boom-Dekade durchaus geschickt, jedoch wenig weitsichtig. So wurden Defizite in der Wirtschaftlichkeit und Effizienz am Bau einfach überdeckt - durch günstige Arbeitskräfte, vor allem aus Osteuropa. Der Fachkräftemangel war so lange kein Thema, Rohstoffe und Finanzierungen waren billig, und die Nachfrage trotz stetig steigender Baupreise hoch. Jeder konnte es sich leisten und über unplanbare Bauzeiten, Kostenüberschreitungen, größere und kleinere Mängel in der manuellen Ausführung je nach Tagesform wurde großzügig hinweggesehen. Außerdem gab es ja die Wunderwaffe „Digitalisierung“ mit BIM, die über die Planung schon alles richten würde - auch wenn damit grob 80% der Wertschöpfung am Bau aus der Lösungsfindung ausgeklammert wird.Nun sind die Zinsen hoch, Rohstoffe teuer und die Branche rutscht in die Krise. Und ohne eigene Antworten auf den immensen Bedarf an neuen Wohnungen und zur Sanierung des Gebäudebestands von 118 Mio. Wohnimmobilien in der EU zu haben, kommt der Ruf nach dem Staat und Steuergeldern. Als Ergebnisse des Baugipfels werden nun Förderungen für Familien und Investoren angestoßen und der (zu Recht!) beklagenswerte Normen- und Vorgaben-Dschungel durch Genehmigungsfiktion und Typengenehmigungen etwas gelichtet. Aus der Krise führen werden diese Maßnahmen aber nicht!Wenn es um bezahlbares Bauen, kurze Bauzeiten und Ressourceneffizienz beim Bau, in der Nutzung und beim Rückbau geht, ist die Bauindustrie in der Pflicht Lösungen anzubieten und sich selbst eine Zukunft zu erarbeiten. Genau das ermöglichen industrialisierte Prozesse mit effektiver Automatisierung und Skaleneffekten, industrieller Qualitätssicherung, höherer Montageeffizienz und Ressourceneffizienz sowie wetterunabhängige Abläufe. Dies alles sind Vorteile der industriellen Vorfertigung von Bauteilen oder anders: von modularem Bauen oder „prefab“.Mit Zeit-, Ressourcen- und Kostenersparnissen ist das die Lösung und zugleich die fundamentale Transformation, vor der die Bauwirtschaft jetzt steht. Neu ist diese Erkenntnis nicht. Geht man mit offenen Augen durch Europa, werden im mehrstöckigen Geschosswohnbau z.B. in UK, den Niederlanden aber auch in Deutschland bereits Objekte mit 50, 100 und mehr Wohneinheiten mit prefab gebaut. Die Wachstumsraten in Europa, Asien und Amerika liegen bei 6% und darüber.Fazit: Wie bei jeder Transformation sind es nicht unbedingt die arrivierten Spieler, Problemseher und Abwartenden, die im Wettbewerb bestehen bleiben. Vielmehr sind Unternehmen der Bauwirtschaft, deren Management und Gesellschafter in der Pflicht, ihre künftige Rolle in der Transformation zu erarbeiten und dem eigenen Unternehmen mit Lösungen für bezahlbares, planbares und hochwertiges Bauen eine Zukunft zu geben.
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Kommentar, 06.09.2023
06.09.2023
In den letzten Jahrzehnten hat die Globalisierung dazu geführt, dass Unternehmen ihre Produktion und Dienstleistungen in Länder mit niedrigeren Löhnen und geringeren Kosten verlagert haben. Dadurch konnten sie wettbewerbsfähiger anbieten und ihre Profitabilität steigern. Die Krisen und „Black Swan“ Events der letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass Methoden der Vergangenheit in einer immer turbulenteren und schlechter planbaren Welt nicht mehr zum Erfolg führen. Die Verwundbarkeit von einst erfolgreichen, globalen Lieferketten wurde beispielsweise durch einen blockierten Suez-Kanal, zunehmend nationalistische Tendenzen, politische Instabilität, die COVID-19-Pandemie und nicht zuletzt den Krieg in der Ukraine schonungslos offengelegt.Aufgrund der erforderlichen „Feuerwehraktionen“ im Tagesgeschäft der letzten Jahre hat sich in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) in den Lieferketten durch wieder mehr strategische und konzeptionelle Maßnahmen verbessert werden muss. Dabei gilt es, die Auswirkungen von unvorhersehbaren Ereignissen in der Zukunft zu mildern und die Lieferfähigkeit zu jeder Zeit aufrechterhalten zu können.Aufbau von autarken, unabhängigen LieferkreisenDer strategische Lösungsansatz besteht in dem Aufbau von autarken, unabhängigen Lieferkreisen zur Erhöhung der Resilienz und Lieferfähigkeit. Bei global agierenden Unternehmen betriff t dies in der Regel die drei Weltregionen „Amerika“, „EMEA“ und „Asia-Pacific“ oder eine noch weiter untergliederte Struktur (z. B. Nord- vs. Südamerika oder China vs. Rest von Asien).Dieser Lösungsansatz kombiniert mehrere Vorteile: Zunächst werden die Wiederbeschaffungszeiten und somit die Risiken und Unsicherheiten im (bisher sehr langen) Beschaffungsprozess deutlich verringert. Die einzelnen Supply Chains sind folglich überschaubarer und besser zu steuern. Unternehmen haben wieder mehr Kontrolle über ihre Lieferketten und können schneller auf Änderungsbedarfe reagieren. Schließlich wird die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein durch kürzere Transportwege mit geringeren CO2Emmissionen berücksichtigt.Bei der Umsetzung des Zielbildes von unabhängigen, robusten Lieferkreisen müssen die folgenden Handlungsfelder bearbeitet werden: Transparentes Mengengerüst 2030Grundlage zur Ausgestaltung der Lieferkreise ist das erwartete Mengengerüst in den jeweiligen Weltregionen (auf operationsrelevantem Detaillierungsniveau). Dieses bestimmt nicht nur die erforderlichen Produktions- und Beschaffungskapazitäten, sondern hat auch Einfluss auf den Funktionsumfang und die Größe der regionalen Organisationseinheiten.Leistungsfähige WertschöpfungsarchitekturBevor es um die Festlegung und Dimensionierung der Produktionsstandorte in den einzelnen Lieferkreisen geht, sollte die Frage nach den Kernkompetenzen beantwortet und die strategische Make-or-Buy Entscheidung getroffen werden. So sollte nur das selbst produziert werden, womit ein höherer Kundennutzen erzielt werden kann. Beispiele dafür: Günstigere Herstellkosten, individuellere Leistungserbringung, schnellere Lieferzeiten, höhere Flexibilität und Qualität etc.. Volumenabhängig kann dann die Wertschöpfungstiefe definiert werden. Geringe Stückzahlen sprechen eher nur für den Aufbau von Lagerbeständen oder kundennahen Wertschöpfungsprozessen (z. B. Endmontage oder Verpackung). Große Stückzahlen mit Skaleneffekten (kritische Masse), rechtfertigen hingegen eigene Produktionskapazitäten auch in vorgelagerten Fertigungsstufen.Skalierbare LieferantenbasisRobuste, autarke Lieferketten in den Regionen basieren vor allem auf einer professionellen und skalierbaren Lieferantenbasis. Der strategische Einkauf ist an dieser Stelle gefordert, nicht nur einmalig wettbewerbsfähige Sourcing-Strukturen mit geringen Einstandspreisen aufzubauen, sondern diese auch stetig in Richtung Transparenz, Kollaboration, Bestandsoptimierung und ganzheitlicher Lieferperformance weiterzuentwickeln. Dadurch dass in allen Weltregionen analoge, redundante Strukturen aufgebaut werden, ist die Lieferfähigkeit auch im Falle von unvorhersehbaren Störungen bis zu einem gewissen Ausmaß gewährleistet.Synergetische FührungsorganisationDurch den Aufbau von autarken Lieferkreisen muss auch die Organisation mit den regional erforderlichen (Minimal-) Funktionen in volumenabhängiger Dimension ausgestattet werden. Um dabei globale Standards zu schaffen und funktionale Synergien ausnutzen zu können, muss ein Mindestmaß an Zentralisierung und Richtlinienkompetenz vorhanden sein. Als Beispiele dafür dienen ein global ausgerolltes Produktionssystem mit standardisierten KPIs in allen Werken oder aber ein strategischer Zentraleinkauf, der lokale Beschaffungsalternativen gemäß der regionalen Kundenanforderungen zulässt.Effiziente StandardprozesseZur Sicherstellung einer global hohen Effizienz und Skalierbarkeit, müssen die dezentralen Prozesse end-to-end-optimiert, standardisiert und einheitlich systemgestützt ablaufen. So sollte beispielsweise der Order-to-Cash Prozess in allen Weltregionen die gleiche automatisierte Terminierungs- und Auftragsbestätigungslogik aufweisen. Zudem sollten einheitliche KPIs dafür sorgen, dass die SCM-Performance – mit Zahlen, Daten und Fakten gestützt – ganzheitlich gemessen und kontinuierlich verbessert werden kann (Liefertreue, Qualität, Kosten, Bestände, …).Nach den Krisen und Lieferabrissen der letzten Jahre steht der Aufbau von autarken, resilienten Lieferkreisen ganz oben auf der COO-Agenda. Obwohl die Transformation dorthin kein Sprint ist, wird der Aufwand durch eine hohe Lieferfähigkeit, Transparenz und Steuerungsfähigkeit sowie geringere CO2-Emissionen belohnt.
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Kommentar, 17.08.2023
17.08.2023
Nachhaltiges Unternehmertum ist immer auch Wandel und Veränderung. Selbstverständlich wird in attraktive Geschäftsfelder für künftiges Wachstum investiert und wenig dynamische Geschäftsbereiche geraten aus dem Fokus. Attraktivität bemisst sich dabei – auch das eine kaufmännische Binsenweisheit – am künftigen Kundeninteresse und wachsender Nachfrage. Von einem individuellen Erfolgsfaktor zu einer unternehmerischen Notwendigkeit wird es dann, wenn neben Veränderungen in Märkten auch regulatorische Vorgaben die Zukunftsfähigkeit von Geschäftsfeldern beeinflussen.So stellt sich mit dem Green Deal in Europa und dem globalen Megatrend der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitswende ganz konkret die Frage, welche Geschäftsfelder langfristig attraktiv sind und welchen früher oder später die Nachfrage und Tragfähigkeit abhandenkommt. Neu ist zusätzlich, dass der Nachfragerückgang in vielen Branchen anders als in vergangenen Boom-Jahren dafür sorgt, dass unattraktive Geschäftsfelder schneller zu Verlustbringern werden.Das Management ist also aufgefordert, die heutigen Geschäftsfelder kritisch hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit zu beurteilen. Dafür ist zuerst eine geeignete Segmentierung notwendig, aus der sich Kriterien zur Attraktivität und Zukunftsfähigkeit ableiten lassen. Dabei ist die Nachhaltigkeitswende DER globale Megatrend, der viele Branchen fundamental verändern wird.Grün oder Schwarz – Segmentierung der GeschäftsfelderGrüne Geschäftsfelder haben eine Zukunft, da sie auf Produkte und Lösungen setzen, die hinsichtlich ökologischer und sozialer Kriterien auch langfristig ökonomisch attraktiv sind und über Innovationen Differenzierungs- und Wachstumschancen bieten. Schwarze Geschäftsfelder sind in der Konsequenz solche, die aufgrund ihrer Wertschöpfung oder dem Produktdesign vom Markt nicht mehr nachgefragt oder vollständig durch alternative Lösungen substituiert werden. Eindrückliche Beispiele sind das Quasi-Aus des Verbrennermotors im PKW ebenso wie Einwegprodukte überall dort, wo Kreislauflösungen langfristig ökonomisch und ökologisch die bessere Wahl sind.Zur Beurteilung, ob ein Geschäftsfeld „grün“ oder „schwarz“ ist, braucht es notwendigerweise harte Kriterien. Regulatorische Vorgaben, beispielsweise zu kreislaufgeführten Rohstoff en und Recyling-Anteilen bis hin zu Verboten, sind unbeachtlich einer möglicherweise diskussionswürdigen Begründung, belastbare Entscheidungsgrundlagen für Unternehmen.Gleiches gilt für die Bepreisung von Treibhausgasemissionen als eines der wirksamsten Anreizinstrumente, um eben diese zu reduzieren. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Ausweitung der CO2-Bepreisung sukzessive weitere Industriezweige und Produkte betrifft. Über den Product Carbon Footprint kommen diese CO2-Preise dann auch in den Herstellungskosten an und machen Produkte teurer als nachhaltige, grüne Lösungen. Schon heute können also künftige Preise bestimmt werden und mit weniger emissionsintensiven Alternativen zur Beurteilung der Zukunftsfähigkeit verglichen werden. Können Produkte dann aufgrund der Herstellungsverfahren, über lock-in-Effekte in Anlagentechnologien oder Rohstoffklassen nicht nachhaltig weiterentwickelt werden, sind diese als „schwarze“ Geschäftsfelder zu betrachten.Abschließend behalten alle „klassischen“ Attraktivitätskriterien auch in einer nachhaltigen Segmentierung von Geschäftsfeldern ihre Gültigkeit. So gilt es zu beurteilen, welche Marktsegmente langfristig wachsen werden und welche Innovations- und Differenzierungschancen bieten. Letzteres ist sicher weit häufiger in grünen Segmenten gegeben, die den Megatrend Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft adressieren.Umsetzung im Management des GeschäftsfeldportfoliosDas Management des Geschäftsfeldportfolios ist eine kontinuierliche und langfristige Aufgabe im Unternehmen. Entsprechend geht es bei der Umsetzung auch nicht um aktionistische Entscheidungen und falsche Konsequenz, die der heutigen Tragfähigkeit mehr schaden, als es der Fokussierung auf attraktive Geschäftsfelder der Zukunft dient. Gerade mittelständische und Familienunternehmen agieren hier mit Weitsicht und Ausdauer.Zur Umsetzung einer „grünen“ und „schwarzen“ Geschäftsfeldsegmentierung braucht es zur Bewertung der vorgenannten Kriterien eine fundierte strategische Marktforschung, die explizit auch das regulatorische Umfeld mit einbezieht. Weiter sind Veränderung von Kundenpräferenzen und Kaufkriterien sowie neue Entscheidungsbeteiligte zu erfassen. Hier liefern Kundenbefragungen und Experteninterviews die nötigen belastbaren Einschätzungen für die Bewertung der Geschäftsfelder.Da auch strategische Überlegungen zur Geschäftsfeldsegmentierung nie alternativlos sind, gilt es zuletzt verschiedene szenariobasierte Alternativen zur Geschäftsfeldentwicklung aufzustellen. In Abhängigkeit der Szenario- Ausprägungen sind Investitionsbedarfe, Ertragspotenziale und Risikoabschätzungen aufzustellen. Auf der Basis kann dann abschließend eine Aufteilung in grüne und somit nachhaltig zukunftsfähige Geschäftsfelder und schwarze Auslaufmodelle erfolgen.Bleibt zuletzt die Frage, wie mit den schwarzen Geschäftsfeldern umzugehen ist. Sofern keine akute Krisen- und Verlustsituation vorliegt, ist meist ein sukzessives Zurückfahren der Aktivitäten bis zum endgültigen Ausstieg sinnvoll. Ungleich aufwendiger ist ein Carve-out, um die Geschäftssegmente abzuspalten und typischerweise zu verkaufen. Mit aller Konsequenz verfolgt, können über diesen Weg jedoch weit schneller Freiheitsgrade geschaffen werden, um die „grünen“ Geschäfte nachhaltig zu entwickeln.Fazit: Die Nachhaltigkeitswende macht ein aktives Management des Geschäftsfeldportfolios notwendig. Für Familienunternehmen und deren Management gilt es zu bestimmen, welche „grünen“ Geschäftsfelder zukunftsfähig sind und welche „schwarzen“ Bereiche keine Zukunft für das Unternehmen haben. Gut beraten ist, wer diese Gestaltungsaufgabe selbstbestimmt angeht und nicht durch zu spätes reagieren vom Markt abgehängt wird oder die eigenen Freiheitsgrade an Dritte verliert.
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Publikation
01.08.2023
Nach finanzwirtschaftlich getriebenen Real Estate Sanierungen nimmt das Insolvenzgeschehen Fahrt auf, steigende Fallzahlen in Automotive, Maschinenbau, Bau- und Immobiliengewerbe sowie im Kontext von Private Equity / Private Debt sind zu erwarten. Die Erhöhung von Verschuldungskapazitäten bzw. des allgemeinen Unternehmenswerts, die Absicherung bestehender Assets und Sicherstellung der organisatorischen Umsetzung sind gefragt. Segmente, Geschäftseinheiten und Assets müssen auf die Umsetzbarkeit einer potenziellen Aufspaltung geprüft werden – um so Ressourcen und Kapital für die Transformation freizusetzen. Wie beispielsweise Carve Out als Lösungsansatz in der Restrukturierung integrieren? Weitere Brennpunkt-Branche: Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Für sie steigt zunehmend der Druck auf Grund soziökonomischer Rahmenbedingungen und politischer Vorgaben. Wie hier stringentes Controlling und die Entwicklung alternativer Szenarien helfen? Antworten liefert die aktuelle Ausgabe von „Sanierung & Insolvenz – Neuigkeiten von der juristisch-betriebswirtschaftlichen Nahtstelle“ in einem spannenden Themen-Potpourri. Fachbeiträge – u.a. der Gastautoren von Dentons und Clifford Chance - sowie Praxisbeispiele aus dem W&P-Beratungsalltag liefern wertvolle Impulse für disruptive Zeiten.
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Kommentar, 05.07.2023
05.07.2023
„Das Metaverse“ war DAS Hype-Thema des letzten Jahres. Analysten überboten sich in der Höhe ihrer Marktprognosen, nahezu täglich gab es neue Berichte zu den Entwicklungen auf Plattformen wie Roblox und den neuesten NFT-Drops. Stand heute? Im Silicon Valley befindet sich das Thema Künstliche Intelligenz jetzt auf der Überholspur. Also: Aus, der Zauber beim Metaverse? Orientiert am Gartner-Hype-Cycle abgestürzt vom „Gipfel der überzogenen Erwartungen“ ins „Tal der Enttäuschungen“? Oder birgt das Metaverse vor dem Hintergrund von Apples angekündigtem AR/VR-Headset Vision eben doch noch Potential?Zukunftsthema GenZBloomberg sagt dem Metaverse im Jahr 2030 ein Markvolumen von 1 Billion Dollar voraus, Goldman Sachs rechnet mit einem 8 Billionen Dollar-Markt. Demgegenüber stehen die neuesten Meldungen über Massenentlassungen in den VR-Abteilungen großer Tech- und Entertainmentkonzerne - allem voran bei Metas Reality Labs, Microsoft und Disney. Die Erwartungen an das Metaverse und die damit verbundenen Technologien sind stark angeschlagen. Und doch lohnt ein weiterer Blick, denn: Diese Entscheidungen sind in einem gesamtwirtschaftlichen Kontext von steigenden Kosten und zurückgehenden Konsumausgaben einzuordnen. Zudem setzt Apple mit Vision Pro neue Standards bzgl. intuitiver Bedienung und User-Experience. Das abstrakte Thema wird durch das Zusammenspiel von Hard- und Software-Entwicklungen zunehmend konkreter. In immersiven Welten verschmelzen die reale und digitale Umgebung, künstliche Intelligenz ist hierbei nicht Konkurrenz, sondern vielmehr ein Werkzeug, um immersive Technologien voranzutreiben.Erste Anwendungen sind bereits im Einsatz und haben Auswirkungen auf das Arbeitsleben und Geschäftsmodelle. In der Industrie werden digitale Zwillinge von Produktionsanlagen genutzt, um die Effizienz zu erhöhen, Mitarbeiter zu schulen oder das Leistungsangebot für Kaufinteressenten erlebbar zu machen. Die Anwendungsfälle im Konsumgüterbereich sind ungleich höher, denn Shopping ist nach Gaming und Reisen die Aktivität, der der User im Metaverse am liebsten nachgehen würden. Insbesondere Mode, Sport und Freizeitartikel sind hierbei besonders interessant. Denn gegenwärtig ist das Onlinegeschäft in der Mode-, Sport- und Freizeitbranche aufgrund hoher Retourenquoten häufig wenig profitabel – Verbesserungspotenziale durch AR und VR liegen auf der Hand. Darüber hinaus ist für viele Konsumgüterhersteller die Erschließung von Generation Z als Kundengruppe eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Dazu wird die Markenkommunikation über Metaverse-Plattformen wie Roblox und Fortnite zunehmend wichtiger.Metaversability-CheckErfolg und Nutzen immersiver Technologien hängen stark vom Geschäftsfeld und der jeweiligen Unternehmens-DNA ab – und von einer Strategie. Damit unternehmens-spezifische Potenziale und Handlungsfelder individuell abgeleitet werden können, sollte zuerst die sogenannte „Metaversability“ bestimmt werden.Sehen Kunden Nutzen im Metaverse und halten sich künftig dort auf?Wird sich die Markenbildung der Branche durch Metaverseplattformen verändern?Werden physische Produkte künftig auf Metaverseplattformen verkauft?Werden künftig digitale Produkte (Skins und Tokens) des Unternehmens verkauft?Werden virtuelle Welten Einfluss auf die Wertschöpfung haben?Basierend auf den Antworten können Zukunftsszenarien mit einer Roadmap für unternehmensindividuelle Initiativen entwickelt werden. Konkret kann das zum Beispiel die Einrichtung eines virtuellen Showrooms sein. Dabei zeigt sich, ob Mitarbeiter zukunftsorientiert eingestellt sind und über ausreichend Know-how verfügen, wie sich Produkte in eine virtuelle Umgebung transferieren lassen und wo virtuelle Welten Prozesse und Kommunikation verbessern können. Die Bewertung, wie gut das eigene Unternehmen auf virtuelle Anwendungen vorbereitet ist, identifiziert also auch implizite Potenziale der digitalen Transformation.FazitWann erweiterte Realitäten in der Mitte der Gesellschaft ankommen, hängt von der Entwicklungsgeschwindigkeit von Hardware und Software ab und ist aktuell nicht exakt vorauszusagen. Dass mit der Verbreitung jedoch drastische Veränderungen im Konsumentenverhalten einhergehen, ist absehbar. Entsprechend sollten Unternehmen der Konsumgüterbranche nun individuell Chancen und Risiken bewerten, um ihren Weg im Umgang mit immersiven Technologien festzulegen. Wer stattdessen lieber in den aktuellen Abgesang des Metaverse einstimmt, wird den richtigen Zeitpunkt für die Generierung von Kundenmehrwerten, Differenzierung und Wettbewerbsvorteilen durch immersive Technologien und das Metaverse verpassen.
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Kommentar, 21.06.2023
21.06.2023
Restrukturierungen haben Hochkonjunktur. In einem wirtschaftlich dynamischen Umfeld sind Unternehmen zunehmend gezwungen, Restrukturierungsmaßnahmen anzustoßen, um mit ihren Geschäftsmodellen wettbewerbsfähig zu bleiben. Egal, ob dabei die aktuelle Produkt- und Dienstleistungspalette leicht angepasst wird oder komplett neue Geschäftsbereiche erschaffen werden - alle Transformationen sind in der Regel mit hohen Investitionen und Kosten verbunden, die aktuell durch steigende Zinsen und Finanzierungskosten weiter in die Höhe getrieben werden.Ein Scheitern der Restrukturierung ist keine Option. Und doch belegen unterschiedliche Studien, dass rund 70 % aller Transformationen fehlschlagen. Der Hauptgrund dafür ist häufig ein fehlendes, effektives Projekt Management Office (PMO), das die gesamte Veränderungsinitiative steuert und sicherstellt, dass alle Projektaktivitäten im Einklang mit den strategischen Zielen und Vorgaben des Unternehmens durchgeführt werden.Startschuss nutzenDie meisten PMOs scheitern meist schon zu Beginn, kurz nachdem die zu überwachenden Maßnahmen aufgesetzt wurden. Aus Sicht der Involvierten entsteht damit kein sinnvoller oder erkennbarerer Mehrwert – und schon ist die Initiative Schnee von gestern und wird wieder abgeschafft.Wie also sollten PMOs aufgestellt sein und eingesetzt werden, um sinnvollen Output sowohl für die einzelnen Projektteammitglieder als auch für die Geschäftsleitung und externe Stakeholder zu generieren? Wie sehen die Erfolgsfaktoren aus?Unterstützung des Managements: Das PMO benötigt die volle Unterstützung des Managements, um effektiv arbeiten zu können. Das Management sollte das PMO in Entscheidungsprozesse einbinden, Ressourcen zur Verfügung stellen und die Bedeutung des PMOs für den Erfolg von Projekten und Restrukturierungen anerkennen.Kompetentes Team: Die Kompetenz des Teams „macht“ das PMO. Die Teammitglieder können Projektmanagementmethoden und -tools effektiv anwenden und den Projektleitern bei Bedarf Unterstützung und Beratung anbieten.Effektive Kommunikation: Eine klare und effektive Kommunikation ist entscheidend für den Erfolg des PMOs. Alle relevanten Stakeholder müssen regelmäßig über den Projektfortschritt informiert werden, Kommunikationskanäle für Feedback und Fragen offen sein.Verankerung in der Unternehmensstrategie: Es ist wichtig, dass das PMO strategische Prioritäten versteht und sicherstellt, dass alle Projekte und Aktivitäten in diese Richtung ausgerichtet sind, um die Geschäftsziele zu unterstützen.Hürden nehmenVerantwortlichkeiten, Rollen und die Zusammenarbeit mit anderen Teammitgliedern müssen innerhalb des PMOs klar definiert sein – nur so lassen sich Verwirrung und Konflikte vermeiden und letztlich ein effizientes Projekt realisieren. Zudem sollte ein PMO in der Lage sein, sich an verschiedene Projekte und Restrukturierungssituationen anzupassen; ist es zu starr und wenig flexibel, kann es nicht auf veränderte Anforderungen oder unvorhergesehene Probleme reagieren. Dies kann die erfolgreiche Umsetzung der Projekte beeinträchtigen.Last but not least sollten Leistung und Ergebnisse von Projekten im Rahmen einer Performance-Messung unbedingt dokumentiert werden. Leistungskennzahlen, die regelmäßig überprüft werden, helfen die Effektivität der Projekte zu beurteilen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Nur so lässt sich der Erfolg des PMOs objektiv bewerten.Balance haltenLetztlich kommt es auf die richtige Balance an: Ein erfolgreiches PMO benötigt sowohl das Engagement und die Unterstützung des Managements als auch genügend Autonomie und Flexibilität, um effektiv zu arbeiten und Veränderungen voranzutreiben. Es sollte als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und nicht als starres Kontrollinstrument verstanden werden. In Anbetracht weiter zunehmender Restrukturierungen wird ein starkes PMO in Zukunft unverzichtbar – denn ein Scheitern ist ausgeschlossen.
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Publikation
25.05.2023
Betrachtet man die globale Situation genauer, so lassen sich drei primäre Herausforderungen ableiten, die es bezüglich Ihrer Auswirkungen auf die Unternehmen in dieser Kombination und Stärke so noch nicht gegeben hat: 1. Engpässe bei Ressourcen durch gestörte Lieferketten und Preissteigerungen 2. Entkopplung und Regionalisierung der Märkte 3. Inflation und Kaufkraftverluste Diese neuen Herausforderungen kommen zu den bekannten Herausforderungen wie Fachkräftemangel, geänderte Markt- und Kundenanforderungen, Umweltschutz und Nachhaltigkeit hinzu und erhöhen noch einmal massiv den Druck auf die Unternehmen, Maßnahmen zu ergreifen, um das Ergebnis auf ei- nem stabilen Niveau zu halten oder idealerweise zu steigern. Dabei kommt insbesondere den Kosten für Energie und Produktionsmaterialien, wie z. B. Rohstof- fen, Halbzeugen und Vorprodukten aktuell eine große Bedeutung zu, oder um es mit anderem Worten zu sagen: „Verschwendung können sich die Unternehmen nicht mehr leisten.“ Um unseren Kunden die Maximierung der ökonomischen und ökologischen Effizienz zu ermöglichen und Produktion und Supply-Chain fit für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu machen, hat Dr. Wieselhuber & Partner das „Smart Operations“- Konzept entwickelt.
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Publikation
10.05.2023
Es ist (wieder) Zeit: Die Organisation als Performancetreiber erlebt eine Renaissance auf der Top-Management Agenda. Denn egal ob Wachstumsunternehmen, Stuck-in-the-Middle-Position oder Low Performer - alle Unternehmen mussten und müssen permanent Brände löschen und ihre Handlungsfähigkeit aufrecht erhalten. Im „irgendwie Funktionieren“ bleibt jedoch die Anpassung der Organisation häufig auf der Strecke. Die Konsequenz? Sand ist im Getriebe, die Ursachen dafür sind vielfältig: Doppel- und Mehrfachstrukturen erschweren Führbarkeit, erhöhen Komplexität, verringern Flexibilität und drücken auf die Fixkosten Erfolgsrezepte der Vergangenheit behindern Veränderungsbereitschaft und Flexibilität Performancehemmer werden nicht konsequent hinterfragt Prozessbrüche, nicht aus Kundensicht zu Ende gedachte End-to-End-Prozesse sowie ungeregelte Schnittstellen verhindern Effizienz Verankerung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit hinkt den zahlreichen losgetretenen Initiativen hinterher u.v.m. „Die Reorganisation oder zumindest eine evolutionäre Weiterentwicklung ist in vielen Unternehmen überfällig!“ so W&P Managing Partner Dr. Timo Renz. „Die Organisation muss wieder der Motor der Strategie werden und die Performance stützen und treiben.“ Klar ist: Organisationsthemen sollten strukturiert, faktenorientiert und mit dem notwendigen „Fingerspitzengefühl“ angegangen werden. W&P hat für mehr Performance in Organisationstrukturen und -prozessen die vier Perspektiven Struktur & Koordination, Steuerung & Systeme, Prozesse & Automatisierung sowie Führung & Kultur identifiziert. Wo und wie man hier ansetzt? Jetzt im neuen Dossier „Renaissance der Organisationsgestaltung“ lesen.
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Best Case
20.04.2023
Die Windmöller & Hölscher KG (W&H) ist ein deutsches Maschinenbauunternehmen und international tätiger Anbieter von Extrusions-, Druck- und Verarbeitungsmaschinen zur Herstellung und Verarbeitung flexibler Verpackungen. Um den erfolgreichen Wachstumskurs von W&H zu unterstützen und strategischen Anforderungen gerecht zu werden, wurde es notwendig, die Transparenz und Steuerungsmöglichkeiten im F&E-Bereich weiter zu optimieren: Wie sollte ein aussagekräftiges F&E-Controlling zur Unterstützung eines professionellen​ F&E-Managements gestaltet werden?​ Welche KPIs/Informationen zur F&E sollten aus Stakeholder-Sicht zur Verfügung gestellt werden? Wie kann das F&E-Controlling implementiert und nachhaltig bei W&H verankert werden?​ Wie das Wieselhuber-Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business, diese Fragen adressierte und entsprechende Maßnahmen auf den Weg brachte, ist im aktuellen Best Case zu lesen.
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Event, 22.01.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Im Rahmen unseres digitalen Executive Dialogs geben wir einen kompakten Einblick in aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Best Practices – von StaRUG-Prozessen über Kapitalmaßnahmen bis hin zu IDW-S6-konformen Restrukturierungskonzepten in Infrastruktur-, Real Estate- und Automotive-Situationen.Dabei beleuchten wir insbesondere die aktuellen Druckpunkte in der Automotive-Wertschöpfungskette: sinkende Volumina, volatile Abrufe, erhöhte Werkzeug- und Vorfinanzierungsbedarfe, Lieferantenrisiken und OEM-Verhandlungsmuster.Anhand konkreter Case Studies diskutieren wir typische Stolpersteine, rechtliche und finanzielle Erfolgsfaktoren sowie den Einfluss von Banken, OEMs, Fonds und Gesellschaftern auf Sanierungsentscheidungen. Eine moderierte Werkstatt-Diskussion bietet abschließend Raum für Fragen und den Austausch.
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Best Case
10.01.2023
Die Unternehmensgruppe Böllhoff, Familienunternehmen in 4. Familiengeneration, ist weltweiter Partner für 360° Verbindungstechnik mit Montage- und Logistiklösungen. Anfang 2021 erwarb das Unternehmen die Verbindungselemente Engel GmbH – ebenfalls ein Familienunternehmen. Um den Transformationsprozess vom eigenständigen, operativ von der Inhaberfamilie geführten Familienunternehmen in eine Tochtergesellschaft der familiengeführten Böllhoff Gruppe zu begleiten, wurde bewusst auf die Unterstützung durch einen erfahrenen Interim Manger gesetzt. Ziel war, den Charakter und die Eigenständigkeit der Firma Engel als Tochtergesellschaft zu erhalten: „Die Entscheidung, auf die Expertise und die Erfahrung eines Interim-Managers mit hoher Umsetzungsqualität zu setzen, wurde eindrucksvoll bestätigt. Die Unterstützung von W&P bei der Auswahl und Installierung der interimistischen Führungsfunktion war sehr wertvoll“, so Wilhelm A. Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter Böllhoff Gruppe. Der Projektverlauf unterm Strich? Sehr erfolgreich. So konnte der Umsatz unter Interim-CEO Dr. Bernd-Michael Brunck um 30 % und die EBIT-Rendite über 5% (2021) auf 9% (2022) gesteigert werden – unterstützt von einem motivierten und neu ausgerichteten Führungsteam. Mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
02.11.2022
Die Böllhoff Gruppe ist ein international agierender Anbieter von Verbindungstechnik. Das Familienunternehmen produziert und vertreibt Spezialverbindungselemente, DIN- und Normteile und Montagetechnik. Auch anwendungstechnische Beratung sowie After Sales Service gehören zum Portfolio. Ziel des Managements mit Unterstützung von W&P: Eine Positionsbestimmung hinsichtlich der Kosten und Effizienz der zentralen Gruppenfunktionen im Abgleich zu Unternehmen mit ähnlicher Organisationsstruktur und Größe vor. Basis für die Durchführung des Projektes waren von W&P bereitgestellte Benchmark-Werte aus einer Datenbank, die auch spezifische Einflussfaktoren auf den Effizienzstatus ermittelte und bewertete. Durch den Abgleich der Böllhoff-Werte mit diesen, wurden Abweichungen und Ursachen im Rahmen von Interviews und Workshops ermittelt und entsprechende To Do’s und Aktivitäten zur Effizienzsteigerung erarbeitet. Willhelm Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der Böllhoff Gruppe: „W&P hat nicht nur eine sehr gute Arbeit geleistet, sondern die Erwartungen übertroffen.“ Wie das konkrete Vorgehen aussah? Mehr im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 11.10.2022
11.10.2022
Situative Veränderungen in der deutschen Molkereibranche erfordern momentan den vollen Einsatz aller Führungskapazitäten. Gleichzeitig nimmt der strategische Transformationsdruck durch neue Technologien, politische Umbrüche, gesellschaftlichen Wertewandel und internationalen Wettbewerb täglich zu. Das erfordert Kraft für Kursanpassungen, die für viele Player aktuell kaum zu mobilisieren zu sein scheint.Wer in dieser Gemengelage jedoch nicht nur Brände löschen, sondern dem Transformationsdruck strategisch begegnen will, sollte entlang folgender 10 Impulse schrittweise eine zukunftsfähige Perspektive entwickeln:Proteinalternativen auf den Radar nehmenAlternative Proteine sollten als Chance begriffen werden. Proteine aus Fermentation sind dezentral produzierbar, kostengünstig und nachhaltig. Nicht ohne Grund sind die Wagniskapitalflüsse in diese Technologien erheblich.Nachhaltigkeit strategisch verankernNachhaltigkeit muss strategisch auf der Unternehmensagenda verankert werden. Jüngere Generationen fordern hierzu volle Transparenz. Ihre Werthaltungen wirken sich auf das Konsumverhalten und die Markenwahl aus.Marken- und Marketingleistungen anpassenTraditionsmarken müssen die eigenen Marken- und Marketingleistungen im Portfolio sowie ihre Omnichannel-Präsenz auf digitalen Plattformen, im Social-Commerce und bei Schnelllieferdiensten überprüfen. Vermarktungs- und Kommunikationsinnovationen sind erforderlich, um vor allem jüngere Generationen auf ihrer Customer Journey besser zu erreichen.Challenger Brands als Chance begreifenInnovative, derzeit noch vor allem pflanzliche Milchalternativen, drängen mit Challenger Brands und Start-up Spirit in die Regale. Es gilt diese neuen Marken vorurteilsfrei zu analysieren und Lernkomponenten für das eigene Geschäft herauszuarbeiten.Innovationskraft im „War for Milk“ steigernGeringe Innovationskraft führt zu generischen Sortimenten mit sinkender Profitabilität. Steigende Milchauszahlungspreise können dann kaum noch gestemmt werden. Strategische Innovationen von heute garantieren mit guter Profitabilität einen wettbewerbsfähigen Milchauszahlungspreis von morgen.Produktion zukunftsfähig ausbauenViele Produktionsstätten sind nicht mehr state-of-the-art. Die Entwicklung und Umsetzung einer smarten, zukunftsfähigen Operations-Agenda bei der lean, green und digital Hand in Hand gehen, ist Pflicht für Profitabilität und Nachhaltigkeit.Finanzierungsarchitektur überdenkenDie Anforderungen an die Relation von Eigenkapital- zu Fremdkapitalausstattung seitens der Finanzierer steigen. Erforderlich sind maximale Transparenz - z. B. in Bezug auf Ertrags-/Verlustquellen, Planung, Finanzierung und Kapitalbedarfe - und langfristige Finanzierungskonzepte, um z. B. Innovationsthemen entsprechend umsetzen zu können.Organisationspotenziale hebenDas Image als Arbeitgeber muss attraktiver werden, um Talente anzuziehen. Anstehende Generationswechsel sind ein kritischer Erfolgsfaktor für Kontinuität und Wandel und zeitgleicheine Gelegenheit für wirksames Employer Branding, um für Bewerber erste Wahl zu sein.Business Continuity Management aufbauenMit Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg wächst die Bedeutung alternativer Abläufe und Szenario-Entwicklung deutlich. Um vorbereitet zu sein, heißt es bei Schlüsselthemen wie alternativer Energieversorgung oder der Sicherheit der Supply Chain auf exogene Störungen vorbereitet zu sein und das Geschäft weiter betreiben zu können.Brände löschenUnsicherheit bei der Energieversorgung, Inflation, schlechtes Konsumklima, Personalmangel und eine weitere Corona-Welle.: Das operative Tagesgeschäft bindet Managementkapazitäten. Organisiertes Krisenmanagement ist Pflicht für das Top-Management in der Molkerei-Branche.FazitDas Management situativer Veränderungen und der strategische Transformationsdruck passieren zeitgleich. Inhaltlich sind sie jedoch nicht zwingend miteinander verbunden. Ein „nacheinander abarbeiten“ funktioniert nicht, weil strategische Transformation ohne Rücksicht auf die situativen Krisen stattfindet.Das erzeugt eine erbarmungslose Situation, die in eine strategische Sackgasse führt, wenn nur im Hier und Jetzt akute Brände gelöscht werden ohne Blick auf strategische Perspektiven. Gefragt sind jetzt ein planvolles Vorgehen und eine kluge Priorisierung. Nur wer heute die Zukunft im Sinn hat, für den klappt es auch mit dem Morgen und Übermorgen.
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Event, 15.01.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Das Jahr 2026 steht im Zeichen der „Debt Maturities“ – und stellt Unternehmen vor erhebliche finanzielle Herausforderungen. Steigende Refinanzierungsbedarfe treffen auf eine zunehmend restriktive Kreditvergabe und strengere regulatorische Anforderungen an Banken. Damit rückt eine zentrale Frage in den Fokus: Wie entscheidend sind Bonität, Kennzahlen und Planung für Finanzierungsentscheidungen unter dem Blickwinkel der Banken-Regulatorik? Referentin Eva Ringelspacher von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH zeigt, wie das Zusammenspiel aus Bonitätsanalyse und -prüfung, dem Erreichen relevanter Finanzkennzahlen sowie einer belastbaren Unternehmensplanung in Zeiten immer strengerer regulatorischer Vorgaben funktioniert. Dabei stehen insbesondere folgende Fragestellungen im Mittelpunkt: Welche Kriterien fließen in die Ratingermittlung ein und wie wirken sie sich auf Kreditkonditionen aus?  Finanzkennzahlen: Welche Rolle spielen sie als Entscheidungsgrundlage der Banken, im Risikomanagement und im Vergleich zu Peers? Unternehmensplanung: Wie wird sie zur zentralen Entscheidungsgrundlage für die Risikominimierung und das frühzeitige Erkennen von Abweichungen? Banken-Regulatorik: Warum intensivere Bonitätsprüfungen zunehmend zu restriktiveren Kreditvergaben führen Eva Ringelspacher vermittelt praxisnah, worauf Banken heute und künftig besonderen Wert legen, welche Anforderungen Unternehmen erfüllen müssen und wie sie sich frühzeitig auf anstehende Refinanzierungen vorbereiten können. Nutzen Sie die Gelegenheit, wertvolle Einblicke zu gewinnen und Ihre Fragen direkt an eine erfahrene Expertin zu richten. Anmeldung hier.
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Event, 13.01.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Was benötigen Finanzierer bei einem Kreditnehmer in der Krise – ist es ein IBR, ein Sanierungsgutachten in Anlehnung an IDW S6, ein Sanierungs-gutachten, gem. der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BGHs? Zu welchem Zeitpunkt und in welcher Situation ist ein Gutachten erforderlich: Standstill, Tilgungsstundung, Fresh Money? Und gibt es hiervon Ausnahmen? Diese Fragen und weitere Themen werden in unserem Executive Dialog in Kooperation mit GSK Stockmann thematisiert.
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Kommentar, 21.07.2022
21.07.2022
Die Weltgemeinschaft befindet sich als Ergebnis geopolitscher Verwerfungen, protektionistischer Ambitionen sowie anderer exogener Faktoren wie der Pandemie oder die russische Invasion in der Ukraine in einer Phase der „Deglobalisierung“, auch als „Globalisierung 2.0“ beschrieben. Das Phänomen selbst wie auch die wirtschaftlichen und ökonomischen Antworten international agierender Unternehmen hierauf werden unter dem Begriff „Decoupling“ subsummiert. Strategische, operative und organisatorische Reaktionen sind dabei breit gefächert. Im Wesentlichen resultiert hieraus die Notwendigkeit eine gewisse unternehmerische Unabhängigkeit in geschäftsrelevanten Schlüsselregionen sicherzustellen, um so die kontraproduktiven geopolitischen Entwicklungen abfedern zu können.Für die meisten internationalen aufgestellten Unternehmen gilt, dass sie in der Regel durch eine Matrix-Organisation geprägt sind, welche in der Kernlogik einerseits meist eine funktionale, oder divisionale Achse und andererseits eine regionale Achse aufweist. In dem Maße, wie einzelne Länder Handelsbarrieren aufbauen oder durch technische Standards Marktzugänge beschränken, wird sich das Decoupling zukünftig vermehrt in der Organisation und Neuordnung von Verantwortlichkeiten international agierender Unternehmen widerspiegeln müssen. Im Ergebnis bedeutet dies, die organisatorische Achse der Regionen bzw. Länder prominenter in der Organisationsstruktur zu verankern.Entscheidend für den Erfolg einer solchen Matrix-Organisation ist die richtige Balance zwischen den beiden Achsen. Um die Strukturen nicht zu atomisieren und zu kleinteilig zu gestalten, werden zum Teil einzelne Landesgesellschaften zu regionalen Clustern zusammengefasst. Hierbei ist entscheidend, dass sich derartige organisatorische Gebilde hinsichtlich ihres Verantwortungsspektrums deutlich von dem einer gewöhnlichen Landesgesellschaft abheben, da ihnen zwangsläufig höhere Freiheitsgrade zugesprochen werden müssen, um die sich ergebenden kontraproduktiven Effekte abzufangen.Organisatorische Balance aus zentraler und dezentraler VerantwortungWird als Folge des Decoupling ein Land oder eine Region, mit besonderen Freiräumen und Verantwortlichkeiten ausgestattet, um so autarker agieren zu können, kommt dem richtigen „Balancing“ zwischen zentraler und dezentraler Verantwortung eine elementare Bedeutung zu (siehe Abb. 2): Einerseits muss Verantwortung von oben nach unten abgegeben werden, um den Anforderungen der neuen geopolitischen Gegebenheiten zu genügen, z. B. für den Aufbau einer funktionsfähigen Supply Chain aus der Region für die Region. Andererseits muss mitunter auch Verantwortung von den einzelnen Landesgesellschaften eines derartigen Länder-Clusters an den neuen Zwischen-Layer abgegeben werden, um Vielfaltskosten und Komplexität in Grenzen zu halten. Denn ein völliges Loslösen bzw. Verselbständigen aller Landesgesellschaften einer internationalen Unternehmensgruppe kann nicht funktionieren und ist in der Regel auch nicht zu bezahlen.Wo der richtige Trennpunkt liegt, kann nicht allgemeingültig beschrieben werden, denn in einem Fall geht es um die beschriebene Versorgung der Unternehmen aus der eigenen Region heraus. Im anderen Fall mag es in erster Linie um höhere Freiheitsgrade bei der Adaption der zentral entwickelten Produkte an die regionalen Marktgegebenheiten gehen. Daher ist exakt darauf zu achten, welche konkrete strategisch-operative Ausgangssituation im jeweiligen Markt und den Landesgesellschaften vorliegt und wie konkret diese von den geopolitischen Verwerfungen betroffen sind. Die Rahmenbedingungen in den USA, in China oder jüngst in Russland sind und bleiben sehr verschieden.Widerspruchsfrei durch KompromisseDie richtigen Antworten auf das Decoupling werden häufig mit Kernzielen an die konkrete Ausgestaltung der Matrix-Organisation verbunden:1. Mehr Unternehmertum und Eigenständigkeit2. Steigerung der operativen Agilität und Flexibilität3. Wahrung regionaler Kundenorientierung4. Sicherstellung einer stabilen LieferketteKonträr dazu stehen aber gängige Kernziele bei der Ausgestaltung einer jeden Organisation:1. Einfachheit und Transparenz von Strukturen und Aufgaben2. Effizienz und Wirtschaftlichkeit sowie Nutzung von SynergienWegen der Widersprüchlichkeit dieser Ziele werden die organisatorischen Maßnahmen zwangsläufig zu gewissen Kompromissen führen müssen, die einen Ausgleich zwischen Autonomie auf der einen Seite und Effizienz und Wirtschaftlichkeit auf der anderen Seite schaffen.Daher sind zur Sicherstellung einer sinnvoll funktionierenden Zusammenarbeit aller Elemente einer derartigen Organisation klare „Spielregeln“ festzustellen, damit die Dreistufigkeit „Zentrale – Region – Landesgesellschaft“ sich nicht gegenseitig behindert. Die alten Regeln, wonach sich die zentralen Einheiten um die übergeordneten strategischen sowie „Compliance“- relevanten Sachverhalte konzentrieren, um nur einige Beispiele zu nennen, und die lokalen Organisationen für die erfolgreiche Umsetzung des operativen Tagesgeschäfts verantwortlich sind, verändert sich unter den Bedingungen des Decoupling: Die Verlagerung von Verantwortung auf die regionale bzw. lokale Ebene kann im Extremfall zu einer sehr weitreichenden Verselbständigung dieser Einheiten von zentralen Vorgaben führen, wird in der Regel aber häufig nicht so stark ausgeprägt sein. Wie weit die jeweiligen Lösungen auszugestalten sind, hängt daher im Wesentlichen vom Eskalationslevel der jeweiligen geopolitischen Verwerfungen in den einzelnen Regionen bzw. Ländern ab. In jedem Fall sind in Zeiten des Decoupling die zentralen Rahmenbedingungen und strategischen Leitplanken nicht zu eng zu fassen, um den lokalen Einheiten die nötige Flexibilität und Agilität zu ermöglichen.FazitGeopolitische Veränderungen führen zur unternehmerischen Notwendigkeit, globale Organisationen verstärkt zu regionalisieren. Der steigenden strukturellen Komplexität in Folge der Dezentralisierung, ist durch eine klare Kaskadierung der zentralen und dezentralen Verantwortungen zu begegnen. Ziel sollte es sein, gewisse unternehmerische Freiräume für die Regionen und Länder eines globalen Unternehmens zu erhalten bzw. zu stärken, um den Kunden und das regionale Geschäft trotz der widrigen Umstände in den Mittelpunkt des unternehmerischen Handels zu stellen.
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Kommentar, 12.07.2022
12.07.2022
Wachstum im Heimatmarkt – der in der Regel 40 bis 60 % des Umsatzes ausmacht – wird zunehmend aufwendiger, so dass die erfolgreiche Fortsetzung der begonnenen Internationalisierung eine wichtige strategische Wachstumsquelle bei Familienunternehmen ist.Seit zwei Dekaden ist der Begriff VUCA (volatility, uncertainty, complexity und ambiguity) Teil dieser strategischen Agenda. Gerade in den letzten beiden Jahren wurde deutlich, welches bis dato kaum vorstellbare Ausmaß Unsicherheit, Volatilität und Komplexität einnehmen können.Die sorgfältige strategische und operative Steuerung der Internationalisierung ist vor diesem Hintergrund noch wichtiger und diffiziler als zuvor. Denn eines scheint sich abzuzeichnen: das neue Normal ist das Nichtnormale. Grundsätzlich gelten auch weiterhin die gleichen Fragestellungen und Gestaltungsparameter wie zuvor. Doch die Entscheidungen sollten noch sorgfältiger mit Fakten fundiert und der Fokus klarer gezogen werden, um sich gerade jetzt nicht zu verzetteln und zu viele Schauplätze zu bespielen.Erfolgsfaktoren der InternationalisierungAus Erfahrung in zahlreichen strategischen Gestaltungsprozessen sind folgende Aspekte wichtige Erfolgsfaktoren für eine gelungene internationale Ausweitung des profitablen Geschäfts und damit Absicherung der unternehmerischen Zukunftsfähigkeit.Faktenbasierte und selbstkritische StatusbestimmungWelche Marktposition hat man in den bestehenden Märkten, hat man die Wahrnehmungsschwelle schon überschritten? Was sind die tatsächlichen Ergebnisbeiträge unter Berücksichtigung des Aufwandes aus der Zentrale? Hierfür ist die „Ergebnis- und Verlustquellen-Analyse“ (EVQA) ein probates Werkzeug. Sie analysiert Geschäftsbereiche und Märkte hinsichtlich sämtlicher Aufwände/Kosten und zeigt damit faktenbasiert deren tatsächlichen Ergebnisbeitrag. Nicht selten zeigt eine derartige Analyse überraschende Ergebnisse und erschüttert alte Glaubenssätze.Internationalisierungsfähigkeit der OrganisationSind die Organisationsdimensionen Geschäftsbereiche und Märkte klar geregelt? Wer hat wo welchen Durchgriff? Dabei muss nicht zwingend in allen Märkten die gleiche Regel greifen, doch sie sollte klar sein. Und besonders wichtig, die Geschäftsbereiche sollten auch wirklich „international“ sein, also die Märkte im Detail verstehen und nicht nur den größten Heimatmarkt als einzige Leitmaxime akzeptieren - denn das funktioniert nicht. Gerade durch die hohe Spezialisierung von tlw. hoch automatisierten Wertschöpfungsketten können die Anforderungen an Produkte beispielsweise in Osteuropa erheblich über denen des deutschen Marktes liegen.Reifegrad der Tochtergesellschaften/Märkte beachtenMärkte und Tochtergesellschaften/Niederlassungen sind aus Sicht des Unternehmens jeweils nicht im gleichen Reifestadion. Es empfiehlt sich, die Marktbearbeitung modular in Stufen zu entwickeln, um so junge Marktorganisationen nicht zu überfordern, sondern strukturiert zu entwickeln und wachsen zu lassen.Geschäftsbereiche, Leistungen oder Zielgruppen werden mit wachsender Reife stufenweise „zugeschaltet“. Hierbei unterstützen die zentralen Funktionseinheiten mit effizient und modular bereitgestellten Strategieelementen (z. B. Marketing, Logistik, Anwendungstechnik, Service, …) und deren Operationalisierung. Das stellt Kohärenz und Effizienz sicher und vermeidet, dass jede Landesgesellschaft das Rad neu erfindet.Denken in strategische LändergruppenDie Praxis zeigt, dass sich internationale Märkte aus Unternehmensperspektive in Gruppen entlang ihrer Durchdringungsreife sortieren lassen. Um sicherzustellen, dass nicht jeder Opportunität in irgendwelchen Märkten hinterhergelaufen wird und sich die Organisation somit verzettelt, sollten diese Ländergruppen mit hart einzuhaltenden Freiheitsgraden und Anforderungen versehen werden. Ziel dieser Übung ist es, die vorhandenen Ressourcen (Managementkapazität, Liquidität, Mitarbeiter) gezielt und nicht kurzsichtig opportunistisch einzusetzen. Denn Fokus und damit Durchschlagskraft ist das was häufig fehlt.Strukturierte Marktcharakterisierung und -priorisierungIn der Marktbewertung zur weiteren Durchdringung oder Definition eines zukünftigen Markteintritts sind die Märkte in einem sauberen Prozess transparent zu charakterisieren, detailliert zu durchleuchten und zu bewerten. Dieses standardisierte Vorgehen erfordert Methodensicherheit, mitunter temporäre Kapazitäten zur Charakterisierung und eine saubere Moderation der Priorisierung und Auswahl. Gerade bei dieser Fragestellung ist eine konsequente Outside-In Perspektive unerlässlich, um ein faktenbasiertes Bild über beispielsweise Potentiale, Dynamik, Passung, Protektionismus, Wettbewerb, Anforderungen und Differenzierungschancen zu zeichnen. Erst diese Information lässt fundierte unternehmerische Bewertung und Entscheidungsfindung zu. Hierbei ist der neutrale Blick und das reflektierte Hinterfragen durch externe Beratung häufig unerlässlich.FazitInternationalisierung bleibt die stärkste Wachstumsquelle und damit wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit und Robustheit von Unternehmen, doch die Anforderungen und die Komplexität sind mit VUCA erheblich gestiegen. Dabei hilft es, den internationalen Strategieprozess strukturiert und methodensicher begleiten zu lassen und die Unternehmensentwicklung somit abzusichern.
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Kommentar, 30.06.2022
30.06.2022
Carve-Outs stehen nicht nur bei großen börsennotierten Unternehmen im Fokus, sondern sind auch ein bewährtes Instrument in mittelständischen Portfoliounternehmen, um Unternehmenswerte nachhaltig zu sichern und zu steigern. Aktuelle Herausforderungen treiben diesen Trend und führen zu einem verstärkten und beschleunigten Blick auf das eigene Geschäftsmodell und die zukünftige strategische Ausrichtung.Die MotivationVerkäufer möchten das Portfolio bereinigen, weil es die strategische Ausrichtung der Gruppe erfordert, weil der Kapitalbedarf für diese Geschäftseinheit, die Möglichkeiten der verbleibenden Geschäfte blockiert oder weil einfach Geld zur Finanzierung der Restrukturierung bzw. zur Entschuldung benötigt wird. Zudem können Carve-Outs genutzt werden, um eine interne Konsolidierung der Strukturen voranzutreiben, um damit u.a. der Einführung neuer (IT-) Systeme gerecht zu werden.Die Risikoreduzierung in der Gruppenstruktur durch den Aufbau von Ring-Fencing-Kreisen kann ebenso ein Treiber für Carve-Outs sein. Diese können als Basis für eine risikoadäquate Kapital- und Finanzierungsstruktur dienen. Dabei muss nicht jedes Carve-Out an einen Finanzinvestor oder strategischen Investor verkauft werden, sondern es kann auch eine gesonderte Kapitalisierung über bspw. einen Börsengang erfolgen.Am Anfang steht die IdeeUm die Basis für einen Carve-Out zu schaffen, ist es wichtig, die auszugliedernde Einheit eindeutig zu definieren und klar abzugrenzen. Der W&P Transformationswürfel zeigt bildlich die unterschiedlichen Dimensionen auf, die es zu beachten gilt.Zentral ist in diesem Zusammenhang sowohl strategisch als auch organisatorisch eine Stand-Alone-Fähigkeit herzustellen. Die Carve-Out Einheit muss zukünftig befähigt werden, eigenständig einen steten und ausreichend positiven Cash-Flow zu generieren, der resilient gegenüber Markt- und Umfeldvolatilitäten ist. Als Leitplanken hierbei gelten die zentralen Kennzahlen der Finanzierung, des Eigenkapitals und des Verschuldungsgrades. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass eine Entflechtung der Geschäftsprozesse von den Shared Services der Mutterorganisation stattfindet. Je mehr Kriterien erfüllt sind, desto „Mehr-Wert“ wird generiert.Blick auf GeschäftssegmenteDie zentrale Fragestellung ist hierbei, mit welchen Segmenten eigentlich ehrliches und nachhaltiges Geld verdient wird. Erst mit einer neutralen Bewertung der Profitabilität einzelner Segmente im Sinne einer szenarienbasierten Prozesskostenrechnung wird dies ersichtlich. Damit können Ergebnis- und Verlustträgern ohne und mit Potenzial transparent identifiziert werden.Blick auf die AssetsDie veräußerbaren Assets dienen als „Asset Coverage“ in der Refinanzierung der Akquisition. Die Assets sichern Geschäfte ab, wenn der Cashflow schwankt. Jedes Asset sollte auf seinen originären Marktwert überprüft werden. Insbesondere Immobilien, die für eine Projektentwicklung in Frage kommen, sollten gesondert betrachtet werden.Wertgenerierung an der Schnittstelle von Segmenten und AssetsEs muss unterschieden werden, ob der Carve-Out aus der Geschäftslogik resultiert oder aus dem „Best-Price- Modell“ erfolgt. Im Best-Price-Model wird die best-mögliche Verwertung dadurch erreicht, dass das Unternehmen vorbehaltlos nach Segmenten, Assets und Einzelgesellschaften zerlegt wird. Fiktiv durchgeführte Verkaufsprozesse zeigen dann schnell auf, welche Kombinationen daraus den größtmöglichen Wert bringt.Zudem wird ersichtlich, wann eine Geschäftseinheit aus dem Geld läuft und die Restrukturierungskosten die freien zur Verfügung stehenden liquiden Mittel übersteigen.Menschen, Prozesse und Assets im Carve-Out – ein paar Stolperfallen in der UmsetzungDie Definition der Top-Line des Carve-Outs ist häufig schnell gemacht. Auch die wesentlichen Wertschöpfungen und Abteilungen ergeben sich fast zwangsläufig. Doch ist dann die Einheit bereits überlebensfähig bzw. transaktionsbereit? Leider finden wir immer wieder das „Arm-Ab-Modell“. Schnell sind zwar die gewünschten Funktionen und Fähigkeiten des Carve-Outs definiert. Erfolgt jedoch die Abtrennung des Armes zu früh ohne fundierte Vorbereitung, wird meist schnell deutlich, dass es Blutgefäße, Nervenbahnen und sonstige stabilisierende Bestandteile gibt, die jetzt nicht mehr arbeiten und einen erfolgreichen Carve-Out behindern.Ein Augenmerk ist daher auf die Verträge (Kunden, Lieferanten, Kreditfinanzierung für Immobilien, Maschinen etc.), die Sicherstellung der Aufrechterhaltung der notwendigen Geschäftsprozesse (Abkopplung von den Shared-Services der Mutterorganisation) sowie auch insbesondere auf die personelle Ausstattung zu legen. Die personellen Anforderungsprofile in Carve-Out-Einheiten sind häufig sehr unterschiedlich. So muss zum Beispiel im Bereiche Finance die Führungskraft deutlich übergreifender denken, als im bestehenden, dafür aber hoch spezialisierten Aufgabenumfeld. Sind die Stellen in Mengen und Profi l bestimmt, kommt die arbeitsrechtliche Umsetzung. So manche konzeptionellen Überlegungen implodieren bereits an dieser Stelle an der Allokation der Kompetenz und der Kosten.FazitEin Carve-Out ist aktuell ein beliebtes Instrument, – insbesondere auch bei bonitätsstarken Unternehmen – um Geschäftsportfolios zu gestalten und neu aufzustellen. Durch den Verkauf von Unternehmenseinheiten können Ressourcen und Kapital für eine Transformation des Unternehmens freigesetzt werden bzw. diese erst ermöglichen. Die spezifischen Segmente, Geschäftseinheiten und Assets sind somit unter Berücksichtigung aller Handlungsoptionen wie Restrukturierung vor oder nach dem Verkauf, Refinanzierbarkeit und Liquidation zu prüfen, mit dem Ziel, Werte nachhaltig zu sichern und zu steigern. Zentraler Erfolgsfaktor ist hier die Kombination aus dem Verständnis der Strategieberatung, der lösungsorientierten Finanzierungen bei Corporates und Real Estate in komplexen Situationen und der handfesten langjährigen Erfahrung an der juristisch-betriebswirtschaftlichen Nahtstelle.
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Best Case
30.05.2022
Uzin Utz bietet mit sechs eigenständigen Premiummarken weltweit alles rund um die Neuverlegung, Renovierung und Werterhaltung von Bodenbelägen aller Art. In einem gemeinsamen Projekt-Scoping mit W&P hatte das Familienunternehmen ein neues strategisches Ziel entwickelt: Die Abgrenzung und Erschließung eines neuen Segments außerhalb des Premium-Bereiches. „Mit dem Projekt haben wir unsere Zielgruppenstrategie gezielt und fakten-basiert weiterentwickelt. Grundlage dafür war die herausragende Kombination aus Branchen-, Marketing- und Vertriebs-Expertise von W&P“, so Philipp Utz, Mitglied des Vorstands, Uzin Utz AG. Mittels einer Marktbefragung und der Entwicklung eines Persona-Konzepts wurden Kernzielgruppen u.a. mit entsprechenden Marken- und Preispräferenzen, Einkaufs-/Verbrauchsverhalten sowie bevorzugten Produkt-/Service-/ und Beratungsleistungen identifiziert und daraus Maßnahmen für den richtigen Markt- und Vertriebsangang abgeleitet. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Best Case
11.05.2021
Das Familienunternehmen Pfeifer, einer der Weltmarktführer im Bereich Seiltechnik, Seilbau, Bautechnik, Hebetechnik und Anschlag-/ Zurrtechnik, macht es vor: Im Zuge einer Digitalisierungs-Initiative, die auf die Transformation von Prozessen, Systemen und Teil-Geschäftsmodellen abzielte, wurde ein Data Analytics Projekt zur Analyse bisher ungenutzter Datenbeständen ins Leben gerufen. Mit Unterstützung des W&P Digitalisierungsteams wurde dafür ein Datenmodell zur Verknüpfung der Vertriebs- und Servicedaten aus ERP und dem bestehenden Service-Systems erstellt, Daten-Qualitäts-Quick-Checks durchgeführt und interaktive BI-Analysen zu u.a. Kundensegmentierung, installierter Basis, Fremdprodukten und Vertriebspotenzialen aufgesetzt. „Durch den Data-Analytics Ansatz von W&P konnten wir unsere Datensilos aufbrechen und sind dadurch heute vernetzter und vor allem schlagkräftiger an unseren Kunden und deren Bedürfnissen dran“, bestätigt Gerhard Pfeifer Geschäftsführender Gesellschafter Pfeifer Seil- und Hebetechnik, den Erfolg des Projekts.
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Best Case
14.04.2021
Erfolgreiche Unternehmensentwicklung ist vor allem eines: langfristig vorausgedacht. Entsprechend handelte das weltweit agierende Familienunternehmen Worlée, Distributor und Produzent von chemischen, natürlichen und kosmetischen Rohstoffen – und stellte seine Unternehmensstrategie auf den Prüfstand. Um den komplexen Anforderungen an die optimale Kundenorientierung in vielfältigen und dynamischen Wettbewerbssituationen gerecht zu werden, wurden entsprechende organisatorische Anpassungen vorgenommen. „Mit der Unterstützung von W&P haben wir unsere Ausrichtung auf Kunden und Märkte gestärkt und zugleich die Strukturen unseres Familienunternehmens für die künftige Entwicklung fit gemacht. Wir haben dabei sehr von der Umsetzungskompetenz und Konsequenz des W&P-Teams profitiert“, so Reinhold von Eben-Worlée CEO Worlée Gruppe. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Wie mit individuellen, systematischen und pragmatischen Projekten die weitere Unternehmensentwicklung von Worlée erfolgreich auf den Weg gebracht wurde? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Best Case
21.06.2020
Die Chance, seine Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu steigern, gelingt nur mit systematischer Innovationstätigkeit in allen Unternehmensfunktionen. OTTO FUCHS weiß das. Das führende, international tätige Unternehmen der NE-Metallindustrie, hat deshalb den Ausbau seiner Innovationstätigkeiten in Angriff genommen, um den Markt noch proaktiver wie bisher zu gestalten und das bisherige Kerngeschäft durch neue Geschäftsfelder auszubauen. Unterstützung kam seitens W&P: „Auf Basis des W&P Innovations-Checks konnten wir unser Innovationsmanagement gezielt weiterentwickeln und Otto Fuchs professionell auf die Zukunft vorbereiten“, so Jörg Ihne, Chief Technology Officer bei OTTO FUCHS. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Best Case
19.03.2020
Für Unternehmen, die sich in einem Verdrängungsmarkt bewegen, ist die Vertriebsperformance existenziell. So auch für Würth Elektronik, einem führenden Produzenten von Leiterplatten und von elektromechanischen Komponenten. Mit seiner maßgeschneiderten Methode der „Agilen Vertriebsaktivierung“ hat W&P Würth dabei unterstützt, seine Vertriebsperformance entscheidend zu steigern und so das Wachstumsziel von ca. 20% mit bestehender Mannschaft trotz negativer Marktentwicklung zu übertreffen. Wie? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Event, 18.11.2025 (Beendet)
Hannover
Beendet
Unter dem Motto „Treffpunkt Zukunft – Messen als Brückenbauer in der wirtschaftlichen Transition“ laden wir herzlich zum 14. Executive Round-Table ein. Gemeinsam mit der Deutschen Messe AG möchten wir darüber sprechen, welche Rolle Messen in Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche spielen – und wie sie Unternehmen dabei unterstützen, sich neu auszurichten, nachhaltiger zu wirtschaften und Innovationen sichtbar zu machen.Freuen Sie sich auf spannende Impulse, inspirierende Diskussionen und wertvolle Networking-Möglichkeiten in exklusiver Runde. Da die Teilnehmerzahl auf ca. 30 Personen begrenzt ist, bitten wir um eine frühzeitige Anmeldung.
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Event, 11.11.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
KI ist längst mehr als ein Buzzword – sie wird zum echten Performance-Treiber in der indu-striellen Fertigung. In diesem Webinar zeigen wir Ihnen, wie Künstliche Intelligenz, Digital Twins, Generative AI und Vision Systeme die Prozesse auf dem Shopfloor nachhaltig verändern. Erleben Sie anhand von praxisorientierten Vorträgen, wie Unternehmen durch smarte Techno-logien Kosten senken, Transparenz und Flexibilität erhöhen und gleichzeitig Mitarbeitende gezielt entlasten. Herr Fischer (Deltia) wird auf die ROI-Potenziale von KI in der Fertigung anhand von mehr als 30 KI-Installationen eingehen. Anschließend wird Herr Graurock von der Firma WILO SE den Einsatz und die Mehrwerte von KI anhand konkreter Praxisbeispiele aufzeigen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Werkstatt-Diskussion/Q&A.Warum teilnehmen?Erkennen Sie das Potenzial Ihrer Fertigung? Lernen Sie, wie Sie mit KI Potenziale identifizierenkönnen, die Ihnen dabei helfen Ihre Performance nachhaltig zu verbessern. Profitieren Sie von Best Practices und realen Beispielen.
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Event, 10.11.2025 (Beendet)
Berlin
Beendet
Eine fundierte GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung ist nicht nur eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensführung, sondern auch ein entscheidender Faktor in Sanierungs- und Restrukturierungsprozessen. Besonders herausfordernd ist dabei die Schnittstelle zwischen juristischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten.Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, haben wir dieses interaktive Workshopformat entwickelt, das Ihnen in kompakter Form praxisrelevantes Wissen vermittelt. Innerhalb eines Vormittags erarbeiten wir gemeinsam anhand eines realitätsnahen Praxisbeispiels die zentralen Themen einer belastbaren GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung.Unser Workshop richtet sich speziell an JuristInnen mit ersten Erfahrungen in den Bereichen Sanierung & Restrukturierung. Teilen Sie die Einladung gerne hausintern mit KollegInnen, die von diesem praxisorientierten Format profitieren könnten.Während des Workshops erarbeiten Sie in Gruppen eine praxisnahe Fallstudie und analysieren typische Fallstricke bei der Planung. Im Fokus stehen die Identifikation und Diskussion von Schwachstellen, die Überprüfung von Datenqualität und Validität sowie die Durchführung zentraler Qualitätschecks.Abgerundet wird das Event durch ein gemeinsames Mittagessen, bei dem wir den Austausch vertiefen und die Veranstaltung ausklingen lassen.
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News, 18.03.2026
18.03.2026
Produzierende Unternehmen der Chemieindustrie stehen vor tiefgreifenden Umbrüchen: Globale Wettbewerbsdynamiken, strukturelle Standortnachteile und volatile Märkte verändern Wertschöpfung und Geschäftsmodelle nachhaltig. Gleichzeitig entstehen neue Wachstumschancen dort, wo Unternehmen Technologien schneller industrialisieren, Innovationskraft systematisch stärken und neue Geschäftsfelder erschließen. Welche Rolle Innovation dabei spielt und wie sich Wertschöpfung von „Volume to Value“ entwickeln lässt, war Thema des digitalen W&P Executive Dialogs „Resilienz durch Innovation als einzig wahre Wachstumsquelle“. Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) verdeutlichte einleitend, wie internationale Wettbewerbsverschiebungen, Produktionsverlagerungen und neue Wachstumsschwerpunkte klassische Geschäftsmodelle in der Chemiebranche zunehmend herausfordern. „Volumina, die früher in Europa produziert wurden, werden künftig von asiatischen Anbietern bedient – das stellt das bisherige Selbstverständnis europäischer Chemieunternehmen in Frage“, so Hundertmark. Damit gerieten nicht nur Produktionskapazitäten unter Druck, sondern auch die strategische Logik vieler Geschäftsmodelle müsse überprüft werden. Hundertmark skizzierte vier Geschäftsmodelltypen, mit denen Unternehmen den Wandel von „Volume to Value“ aktiv gestalten können – vom Systemhaus über rückwärtsintegrierte Nischenanbieter bis hin zu regionalen High End Spezialisten und global ausgerichteten Holdings.  Simon Moser, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Innovation & New Business bei W&P, beschrieb wie Unternehmen mithilfe eines strukturierten Vorgehens neue Geschäftsfelder systematisch erschließen können. Entscheidend sei das klare Zielbilds zu Beginn jedes Projekts: Welche Rolle soll Diversifikation spielen – Absicherung des Kerngeschäfts, Erweiterung bestehender Märkte oder der Sprung in völlig neue Felder? „Am Ende geht es darum, aus hundert Ideen die wenigen herauszufiltern, die relevant, machbar und wirtschaftlich attraktiv sind“, so Moser. Die erfolgreiche Umsetzung erfordere klare Verantwortlichkeiten, fokussierte Teams und einen konsequenten Transfer der identifizierten Chancen in belastbare Markteintrittskonzepte. Philipp Oberniedermayr, Senior Consultant Chemie bei W&P, zeigte wie sich diese strategischen und methodischen Ansätze in konkrete Wachstumsfelder übersetzen lassen. Er verdeutlichte, dass Investitionen in der Chemie zunehmend in spezialisierte Anwendungen fließen – etwa in High Performance Polymere, Halbleiterchemie, Pharmazulieferstoffe oder Wasserbehandlung. Entsprechend wachse die Bedeutung technologischer Kompetenz: „Wir sehen eine klare Bewegung weg von breiten Commodities hin zu spezialisierten Anwendungen mit hoher Wertschöpfungstiefe“, so Oberniedermayr. Damit wird die Fähigkeit von Unternehmen, ihre vorhandenen chemischen oder verfahrenstechnischen Kernkompetenzen gezielt weiterzuentwickeln und entlang wachsender Märkte neu zu positionieren, entscheidend. Die Werkstattdiskussion machte deutlich: Der Wandel von „Volume to Value“ ist nicht allein eine Frage von Technologie und Marktmechanik ist, sondern erfordert organisatorische Weitsicht. Und auch wenn sich die Chemieindustrie den tiefgreifenden strukturellen Veränderungen aktiv stellen muss: Trotz globaler Verschiebungen eröffnen sich zahlreiche Chancen – unternehmerisch genutzt, können sie zur Basis neuer Wachstumspfade werden. 
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Event, 24.03.2026
Digitalevent
24.03.2026
Die Pharma- und MedTech-Branche steht vor einem Wendepunkt: Fortschritte in Genetik, KI-gestützter Wirkstoffentwicklung und Präzisionsmedizin rücken Longevity zunehmend in den strategischen Fokus, während regulatorischer Druck, Entwicklungsrisiken sowie Kosten- und Wettbewerbsintensität spürbar steigen. Zukunftsfähigkeit entsteht dort, wo Unternehmen ihre Innovationskraft konsequent in schnellere Time-to-Market, robuste Portfolios und neue Geschäftsfelder übersetzen – und technologische Innovation gezielt als Wachstums- und Resilienztreiber nutzen.In unserem Executive Dialog am 24. März 2026 (12:00–13:00 Uhr, online) zeigen wir, wie Pharma- und MedTech-Unternehmen Longevity und technologische Innovation strategisch nutzen und in konkrete Marktimpulse überführen. Freuen Sie sich auf Perspektiven zur marktnahen Produktkonzept- und Marktbewertung, zu zentralen Innovationshürden und Stellhebeln für eine schnellere Time-to-Market sowie zu ungenutzten Innovationspotenzialen und deren konsequenter Hebung – mit anschließender Werkstatt-Diskussion & Q&A.
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News, 17.03.2026
17.03.2026
Produzierende Unternehmen stehen heute vor tiefgreifenden Herausforderungen: Variantenvielfalt, volatile Märkte, wachsender internationaler Wettbewerbsdruck und steigende Anforderungen an Planungssicherheit erschweren schnelle und belastbare Portfolioentscheidungen. Gleichzeitig bieten datenbasierte Methoden und Machine Learning neue Möglichkeiten, Produktlandschaften präziser zu bewerten und Ressourcen zielgerichteter einzusetzen. Welche Rolle KI dabei spielt und wie Unternehmen komplexe Portfolios transparenter, effizienter und wirtschaftlich robuster steuern können, war Thema des digitalen W&P Executive Dialogs.  Zum Auftakt ordnete Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), das Thema in die aktuelle unternehmerische Realität ein. Er machte deutlich, dass Produktportfolios heute zentrale Stellhebel für Marktattraktivität, Kostenstrukturen und operative Leistungsfähigkeit sind. „Das Produktportfolio ist der Nukleus der Wertschöpfung – und genau deshalb brauchen Unternehmen datenintelligente Instrumente, um Entscheidungen schneller, fundierter und belastbarer vorzubereiten.“ Mit Blick auf Variantenvielfalt, volatilen Absatz und internationale Wettbewerbsverschiebungen betonte er, dass klassische Analysen und funktionsspezifische Einzelbetrachtungen dieser Komplexität nicht mehr gerecht werden.  Anschließend richtete Dr. Tim Lämmermann, Senior Consultant bei W&P, den Blick auf die strategische Einbettung von KI in Unternehmensprozesse. KI müsse – so Lämmermann – als ganzheitlicher Transformationsprozess verstanden werden, der Strategie, Organisation, Datenqualität und Governance gleichermaßen umfasst. Besonders hob er hervor, dass erfolgreiche KI-Projekte dort entstehen, wo Use Cases klar priorisiert, Rollen eindeutig definiert und Mitarbeitende aktiv eingebunden werden. „KI wirkt erst dann nachhaltig, wenn sie entlang der Wertschöpfung verankert ist, klaren Nutzen stiftet und die Organisation befähigt, bessere Entscheidungen zu treffen.“  Wie diese Prinzipien operativ wirksam werden, zeigte Sebastian Batton, Senior Manager und Leiter Digital Excellence bei W&P. Er beschrieb, wie fragmentierte Datenlandschaften, Excel Grenzen und funktionale Zielkonflikte die Portfoliosteuerung vieler Unternehmen prägen. Machine Learning schließe hier wesentliche Lücken: Modelle könnten Zusammenhänge sichtbar machen und wirtschaftliche Effekte klarer quantifizieren. Batton stellte heraus, dass datengetriebene Transparenz ein entscheidender Erfolgsfaktor ist: „Erst durch datengetriebene Modelle erkennen Unternehmen, welche Produkte Rendite schaffen, wo Komplexität Ressourcen frisst und welche Entscheidungen wirklich Wirkung entfalten.“  Einblicke in die Praxis lieferte Moritz Zoepffel, Senior Consultant bei W&P, der anhand eines Projektbeispiels zeigte, wie Machine Learning Forecasting, Szenariomodellierung und Deckungsbeitragsoptimierung ineinandergreifen. Er beschrieb die operative Realität vieler Unternehmen – eine Vielzahl heterogener Datenpunkte, restriktive Rahmenbedingungen, hohe Variantenvielfalt – und legte dar, warum traditionelle Werkzeuge an strukturelle Grenzen stoßen. „Excel kann die Komplexität heutiger Portfolios nicht mehr abbilden – Machine Learning dagegen macht aus tausenden Varianten eine klar strukturierte Entscheidungsgrundlage.“ Im Ergebnis ließen sich im Projekt sowohl eine signifikant höhere Planungs- und Entscheidungsqualität als auch spürbare wirtschaftliche Effekte erzielen.  In der anschließenden Werkstattdiskussion wurde deutlich, dass datengetriebene Portfoliooptimierung mehr ist als ein technologischer Fortschritt: Sie verändert die Art, wie Unternehmen Entscheidungen vorbereiten und Zielkonflikte auflösen. KI-gestützte Modelle seien dabei als Ergänzung menschlicher Expertise zu verstehen. Sie schaffen Transparenz, simulieren Szenarien, machen Abhängigkeiten sichtbar und geben Entscheidern eine belastbare Grundlage, auch in unsicheren Zeiten verantwortlich zu handeln. Unternehmen, die datenbasierte Portfoliomodelle konsequent einsetzen, steigern nicht nur ihre Effizienz, sondern auch ihre Resilienz und Zukunftsfähigkeit.
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News, 15.03.2026
15.03.2026
Auf Einladung der W&P Partner Philippe Piscol und Dr. Timo Renz sowie von Björn Seemann und Beatrice Reed von FINVIA Family Office, trafen sich in den vergangenen Tagen fußballbegeisterte Unternehmer sowie Experten aus dem Inso- und Sanierungsumfeld zu zwei besonderen „Kabinentalk“-Abenden – zunächst in der MHP Arena in Stuttgart und wenige Tage später in der Allianz Arena in München. Im Mittelpunkt beider Veranstaltungen stand der Impulsvortrag von Fußball-Legende, Europameister und Unternehmer Oliver Bierhoff. In seiner Keynote zeigte er eindrucksvoll, welche Parallelen sich zwischen Spitzenfußball und erfolgreicher Unternehmensführung ziehen lassen – von Leistungsdruck und Teamkultur bis hin zu strategischen Entscheidungen in herausfordernden Situationen. Abgerundet wurden beide Abende durch exklusive Einblicke hinter die Kulissen der Stadien bei Arenatouren sowie zahlreiche Gelegenheiten zum persönlichen Austausch und spannenden Gesprächen – in einer Atmosphäre, die man sonst nur aus der Kabine kurz vor dem Anpfiff kennt. Beide Events haben gezeigt: Wenn unternehmerische Herausforderungen auf Fußballleidenschaft treffen können sehr wertvolle Perspektiven und Verbindungen entstehen!
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News, 11.03.2026
11.03.2026
Boards, Management und Gläubigergremien stehen in Transaktions- und Sondersituationen zunehmend unter Entscheidungsdruck. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die rechtssichere Vorbereitung, Dokumentation und Begründung von Beschlüssen. Welche Rolle dabei klare Entscheidungsprozesse, juristische Absicherung und ökonomische Bewertungsinstrumente spielen, war Thema des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP. Zum Auftakt ordnete Volker Riedel, Managing Partner, Dr. Wieselhuber & Partner, das Thema aus der Perspektive von Aufsichtsräten und Beiräten ein und stellte die Frage, wie Gremien in GmbH und AG ihre Entscheidungen belastbar vorbereiten und rechtlich absichern können. „Board Decisions betreffen heute immer komplexere Situationen – von strategischen Geschäftsbereichsentscheidungen bis zu M&A-Transaktionen. Genau deshalb brauchen Entscheider einen klaren Rahmen, um verantwortungsvoll und gut abgesichert agieren zu können.“ Für Vorstände, Aufsichtsräte und Beiräte komme es deshalb darauf an, Entscheidungsprozesse strukturiert vorzubereiten, Informationsgrundlagen sauber aufzubauen und zentrale Abwägungen nachvollziehbar zu dokumentieren. Dr. Philipp Müller, Counsel bei Skadden, erläuterte anschließend die juristischen Grundlagen der Geschäftsleiterhaftung. Basis aller Beurteilungen seien die Sorgfaltspflichten nach § 43 GmbHG und § 93 AktG. Entscheidend sei die Unterscheidung zwischen unternehmerischen Entscheidungen, geschützt durch die Business Judgment Rule, und rechtlich gebundenen Entscheidungen, bei denen kein Ermessensspielraum besteht. Müllers zentrale Botschaft: Eine rechtliche Bewertung orientiert sich weniger am Erfolg einer Entscheidung als an der Qualität des Entscheidungsprozesses. Dr. Michael Albrecht, Partner bei Skadden, stellte das Bild der „sicheren Häfen“ des Gesellschaftsrechts in den Mittelpunkt. Für jede Entscheidung müsse zunächst der passende rechtliche Rahmen identifiziert werden. Darauf aufbauend seien Prozesse strukturiert aufzusetzen, Interessenkonflikte zu vermeiden, Informationsgrundlagen sauber zu erarbeiten und Alternativen vollständig zu bewerten. Entscheidend sei eine lückenlose und strukturierte Dokumentation, auch weil mögliche Haftungsfragen häufig erst Jahre später, etwa bei einem Gesellschafterwechsel, erneut geprüft werden. Maximilian Schäfer, Senior Manager bei W&P, rückte die betriebswirtschaftliche Perspektive zur Entscheidungsabsicherung im M&A-Kontext in den Fokus. Er erläuterte die Rolle von Fairness Opinions als Instrument zur Vorbereitung und Absicherung von Transaktionen und Gremienentscheidungen. „Eine Fairness Opinion schafft Transparenz und Sicherheit: Sie stellt nicht nur die finanzielle Angemessenheit eines Transaktionspreises dar, sondern überprüft auch, ob der gesamte Prozess fair und nachvollziehbar geführt wurde.“ Gerade in komplexen oder sensiblen Situationen wie Distressed-M&A oder Direktverhandlungen werde sie damit zu einem wichtigen Instrument für gut abgesicherte Gremienentscheidungen.  Die praktische Anwendung von Fairness Opinions im Distressed-M&A-Umfeld wurde von Dr. jur. Hubertus Bartelheimer, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P vertieft. Er betonte, wie wichtig eine realistische Einschätzung von Markt- und Prozessaussichten ist. „In manchen Fällen zeigt die Analyse ganz klar: Ein M&A-Prozess ist nicht sinnvoll oder gar nicht durchführbar. Unsere Aufgabe ist dann, realistische Alternativen aufzuzeigen und den Gremien eine belastbare Grundlage für ihre Entscheidung zu geben“, so Bartelheimer. Er betonte, dass Fairness Opinions insbesondere in Sondersituationen wie Eigenverwaltungsverfahren, Nachfolgen oder Direktverhandlungen helfen, Fehlentscheidungen zu vermeiden und Gläubiger- wie Gesellschafterinteressen gleichermaßen transparent zu berücksichtigen. Sie schaffen damit eine objektive Entscheidungsbasis auch dort, wo Marktmechanismen oder Strukturen gegen einen Verkauf sprechen. Die abschließende Diskussion aller Referenten machte deutlich: Professionelle Entscheidungsprozesse sind der stärkste Schutz vor Haftung und Fehlentwicklungen. Struktur, Dokumentation und externe Expertise, insbesondere Fairness Opinions, schaffen Transparenz, sichern Gremienentscheidungen ab und verhindern wirtschaftlich oder strategisch falsche Schritte. Unternehmen, die diese Instrumente konsequent nutzen, handeln schneller, sicherer und resilienter – gerade in Sondersituationen oder unter Zeitdruck.
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News, 10.03.2026
10.03.2026
Die aktuelle Restrukturierungspraxis zeigt immer deutlicher: Operative Sanierungsmaßnahmen allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, ob das zugrunde liegende Geschäftsmodell noch tragfähig ist – und wie Unternehmen ihre strategische Ausrichtung im Zuge einer Sanierung weiterentwickeln. Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung der Eventreihe „Restructuring Lounge: Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit SGS Management GmbH und Management Link im Haus der Industrie in Wien. Die Gastgeber des Abends, Daniel Emmrich, Partner für Restrukturierung & Sanierung bei W&P, und Dr. Christoph Strobl, Managing Partner SGS Management GmbH, betonten einleitend: Operative Restrukturierung sichert in einem ersten Schritt die Existenz durch Stabilisierung des Unternehmens – langfristige Zukunftsfähigkeit entsteht jedoch in einem zweiten Schritt mit Fokus auf die strategische Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. „Restrukturierung & Sanierung ohne strategische Perspektive ist zum Scheitern verurteilt. Deshalb setzen wir bei Restrukturierungs- und Sanierungsprojekten im ersten Schritt auf die Existenzsicherung und im zweiten Schritt auf eine wertbasierte, strategische Ausrichtung,“ so Emmrich. Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P, verdeutlichte entsprechend mit Blick auf den Wandel in Bau- und Chemiebranche: „Heute müssen oft kurzfristige Entscheidungen getroffen werden – ohne sich gleichzeitig im ‚Firefighting‘ zu verzetteln. Der langfristige Weitblick entscheidet.“ Auch im Maschinen- und Anlagenbau erhöhe die Vielzahl und Dynamik der Veränderungstreiber den Handlungsdruck auf Geschäftsmodelle und Wettbewerbspositionen deutlich. Da ein überaltertes Geschäftsmodell eines der Top-3 Krisenursachen in Unternehmen ist, zeigten Daniel Emmrich und Anna-Katharina Waldner, Managerin bei W&P: Im Zentrum der Rekonfiguration des Geschäftsmodells steht die „wertgetriebene Restrukturierung“. Wenn es gelingt, den Nutzen für Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und Partner zu optimieren, partizipiert das Unternehmen am geschaffenen Mehrwert und stellt dadurch eine entsprechende Marge sicher. Für Waldner ist klar: „Wenn sich der Wind dreht, muss Krisenbewältigung als Chance zur Neuausrichtung erkannt werden.“ Eine internationale, geopolitische Perspektive brachte Ralph Wiegand, Head of China Desk bei Management Link GmbH, ein und zeigte Erfolgsfaktoren für europäische Mittelständler im chinesischen Markt. Die Basis sei vor allem ein Verständnis für das „neue Mindset" im Land der Mitte. Wem es gelinge, einen "Fit" im "Eco-System China“ aufzubauen, werde langfristig profitieren. Ein lokales Netzwerk zur Provinzregierung, Lieferanten und Kunden spiele eine entscheidende Rolle. Entsprechend setze der China Desk von ML exakt hier auf, um notwendige Strukturen vor Ort pragmatisch aufzubauen.  Im Lounge Talk mit Dr. Clemens Jaufer, Rechtsanwalt, diskutierten die Referenten über verschiedene Perspektiven der Restrukturierung mit Fokus auf das Geschäftsmodell. Jaufer zeichnete dabei das Bild eines Segelschiffs in schwerer See und differenzierte zwischen Situationen in welchen kontinuierliche Bewegung der Schlüssel zum Erfolg ist und wo Stillstand, Standortbestimmung und Neuorientierung essenziell sind. Eine besondere Perspektive auf Krisenmanagement eröffnete die Keynote von Prof. Dr. Markus Rex, Klima- und Polarforscher sowie Leiter der MOSAiC-Arktisexpedition. Seine Einblicke in die Dynamik des arktischen Klimas zeigten eindrucksvoll, dass langfristige Entwicklungen weniger durch Einzelereignisse als durch strukturelle Veränderungen geprägt werden – eine Erkenntnis, die sich auch auf wirtschaftliche Transformationsprozesse übertragen lässt. Die Restructuring Lounge machte deutlich: Nachhaltige Sanierung beginnt nicht erst mit der Stabilisierung – sie erfordert zugleich die konsequente Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. Weitere Termine & Anmeldung für die Restructuring Lounges in Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, München und Linz unter https://www.wieselhuber.de/aktuelles/-/Veranstaltungen/.
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Event, 14.04.2026
Digitalevent
14.04.2026
Im Zentrum dieses Webinars steht das gemeinsame Gespräch klassischer Vertreter im Gläubigerausschuss. Ziel ist es, die Arbeit des Ausschusses in allen Phasen aus verschiedenen Blickwinkeln transparent zu machen und die zentralen Spannungsfelder zwischen Gläubigerinteressen, gerichtlicher Einflussnahme, Kundenanforderungen und der Rolle des Verwalters offen zu diskutieren. Statt eines reinen Vortrags rücken wir die interaktive Diskussion zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Gerichte, Lieferanten, Banken und des Pensionssicherungsvereins in den Mittelpunkt. Wie entstehen Mehrheiten? Wo kollidieren Interessen? Wer prägt die strategischen Entscheidungen tatsächlich?
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Event, 15.04.2026
Digitalevent
15.04.2026
Nicht-performende Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften stellen Unternehmen in der Konsumgüterbranche gerade in konjunkturell anspruchsvollen Zeiten vor erhebliche Herausforderungen: Sie binden Kapital, Management-Attention und müssen von profitablen Geschäften quersubventioniert werden. Damit beeinträchtigen sie die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Gesamtunternehmens. Fakten und Erkenntnisse zu schwachen oder defizitären Geschäftsbereichen liegen meist vor und sind Entscheidern bekannt. Aber was tun? Kann man das Geschäft strategisch transformieren? Muss man hart sanieren? Oder ist das Filetieren z. B. durch Carve Out oder Veräußerung der richtige Weg? Antworten und Handlungsoptionen sind zu prüfen und konsequente Entscheidungen im Management- und Gesellschafterkreis herbeizuführen. In der Realität fehlt häufig die Transparenz und Entscheidungen werden auf die lange Bank geschoben, was die Situation in aller Regel verschlimmert und den Handlungsspielraum weiter einengt. Lernen Sie in unserem Webinar spannende Praxisbeispiele, wie man Lösungen findet.
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News, 05.03.2026
05.03.2026
Digitale Technologien, neue Vertriebskanäle und veränderte Verbraucherpräferenzen stellen traditionelle Strategien in Frage. Gleichzeitig bieten sie Chancen für Hersteller und Apotheken, sich neu zu positionieren. Klar ist: Der OTC-Markt 2025 ist geprägt von Digitalisierung, neuen Vertriebswegen, natürlichen Alternativen, steigendem Preisdruck und agilem Management. In diesen Feldern wird sich entscheiden, wer zukünftig Erfolg hat. Unternehmen sollten diese Trends nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten – mit Weitsicht und der Bereitschaft, gewohnte Pfade zu verlassen. Wer Tradition und Innovation geschickt verbindet, wird auch weiterhin als Gesundheitspartner bestehen. Jürgen Gottinger, Mitglied der Geschäftsleitung, und Luca Bischoff, Branchenexperte bei Dr. Wieselhuber & Partner, in der Fachzeitschrit "Die erfolgreiche Apotheke"  
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Event, 21.04.2026
Frankfurt am Main
21.04.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, wir blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet.
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Event, 22.04.2026
Frankfurt am Main
22.04.2026
Am 22. April 2026 findet wieder die Deutsche Investorenkonferenz statt, das zentrale Treffen für Mittelstands-Private-Equity in Deutschland.Diese Highlights erwarten Sie unter anderem: Private Equity trifft Steuerberatung: Einblicke in den Aufbau einer „Buy-and-Build“-Plattform Private Equity im Defense-Fieber: nachhaltiges Wachstumspotential oder viel Hype um nichts? Hoher Leverage, anstehende Sanierung – und jetzt? So vermeidet man Stolpersteine in der Sanierung Operative Value Creation jenseits der Theorie: Was Daten aus über 30.000 Maßnahmen über Wertsteigerung verraten Zwischen Outperformance und Exit-Stau: Wo LPs neue Investmentchancen sehen  Keynote: Wie Private Equity Europas Reindustrialisierung und Souveränität mitgestaltet … und natürlich ganz viel Raum zum Netzwerken mit alten Bekannten und neuen Kontakten.  Folgende W&P Kollegen wirken als Referierende mit dem Thema "Hoher Leverage, anstehende Sanierung – und jetzt? So vermeidet Private Equity Stolpersteine in der Sanierung" (15.00 - 15.30 Uhr) mit: Volker Riedel, Geschäftsführender Gesellschafter Matthias Müller, Partner Weitere Infos zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
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Event, 23.04.2026
Digitalevent
23.04.2026
Künstliche Intelligenz ist in vielen Serviceorganisationen angekommen – doch wie gelingt der Schritt vom spannenden Pilotprojekt zu echtem, messbarem Mehrwert im Alltag? In diesem interaktiven Online-Impuls beleuchtet Oliver Rörig (Partner, W&P), welche KI-Use Cases im technischen Service tatsächlich Wert schaffen und wie sich deren Nutzen schnell und nachvollziehbar quantifizieren lässt. Ein besonderer Fokus liegt auf den entscheidenden Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Skalierung. Dabei geht es nicht nur um Technologie, sondern vor allem um den Menschen: Wie gelingt Adoption und Change? Wie können Mitarbeitende mitgenommen, Vertrauen aufgebaut und klare Leitplanken geschaffen werden, damit KI im täglichen Service wirklich entlastet und die Qualität spürbar verbessert? Freuen Sie sich auf Praxisbeispiele aus dem Service, einen offenen Austausch sowie Live-Polls und eine Q&A-Session, die den Impuls interaktiv und praxisnah machen. Anmeldung über folgenden ZOOM-Link!
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News, 26.02.2026
26.02.2026
Leistung und Produktivität sind entscheidend für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen – doch wie lassen sich diese konkret messen und gezielt steigern? Welche Rolle spielt People Performance als Steuerungsgröße, und wie können Unternehmen steigenden Personalkosten und stagnierender Produktivität wirksam begegnen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs. „Die Produktivitätsentwicklung im deutschen Mittelstand ist alarmierend: Seit Jahren stagniert das Wachstum, die Personalkosten steigen und gleichzeitig rutschen wir im europäischen Vergleich immer weiter ab. Genau deshalb sind Produktivität und Personalkosteneffizienz jetzt entschlossener denn je anzugehen“, so einleitend Jens Ekopf, Managing Partner bei W&P. Leonard Kluck, Head of People & Transformation bei W&P, dazu: „Performance entsteht dort, wo der Zusammenhang von Input und Output ehrlich betrachtet wird – und die vielen Stellhebel zwischen Menschen, Strukturen und Kultur so ausgerichtet werden, dass echte Wertschöpfung möglich wird.“ Entscheidend sei die Balance zwischen eingesetzten Ressourcen und erzieltem Output – ein Verhältnis, das in vielen Unternehmen aus dem Gleichgewicht geraten sei. Gleichzeitig werde Performance häufig zu eindimensional diskutiert, obwohl sie das Zusammenspiel von People Performance, Business Performance, Struktur, Steuerung und Kultur erfordere. Daraus ergibt sich auch eine klare Rolle für HR als strategischer Übersetzer zwischen Unternehmensstrategie und operativer Umsetzung. Die Ergebnisse des „W&P People Performance & Transformation Check-ups“, vorgestellt von Dr. Valerie Kaiser, Senior Expert People & Transformation bei W&P, bestätigten den Handlungsbedarf über alle Branchen hinweg. People Performance ist ein zentrales „Zahnrad“ für die gesamte Business Performance, während zugleich in vielen Unternehmen eine deutliche Lücke zwischen Zielbild und Umsetzung besteht. Häufig werde Performance zwar gemessen, aber nicht konsequent gesteuert: Es fehlen klare Verantwortlichkeiten, Prioritäten und konsistente Kennzahlensysteme. Gleichzeitig sei die strategische Verankerung entscheidend – Performance müsse sich in Organisation, Rollen, Vergütung und Kultur widerspiegeln. Kaiser zieht auch eine positive Perspektive aus den Umfrageergebnissen: „Unternehmen haben ein gemeinsames Verständnis davon, wohin sich ihre Organisation entwickeln muss – und sie priorisieren dieses Ziel aktiv. Das bestehende Delta zwischen Ist und Soll ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein klarer Kompass für die nächsten Schritte. Genau darin liegt die Chance!“ Fazit der Werkstatt-Diskussion: Nachhaltige Performance funktioniert nur ganzheitlich, einzelne Instrumente greifen zu kurz. Entscheidend ist ihre konsistente Verknüpfung in einer klaren Steuerungslogik. HR kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, um Strategie, Struktur und Umsetzung zu verbinden und Performance wirksam in der Organisation zu verankern. Denn Transformation bedeutet letztlich auch, wieder performanter zu werden und so entscheidende Wettbewerbsvorteile zu sichern.
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Event, 05.05.2026
Digitalevent
05.05.2026
Das Ausproduktionsszenario ist häufig ein sensibler aber höchstrelevanter Entscheidungspunkt. Entscheidend ist dabei nicht nur, wie gerechnet wird, sondern vor allem, zu welchem Zeitpunkt die Entscheidung für oder gegen eine Ausproduktion getroffen wird. Welche Erwartungshaltungen haben Gläubiger an Inhalt, Tiefe und Planung der Vergleichsrechnung, und wie lässt sich das Szenario operativ belastbar und nachvollziehbar abbilden? Im Executive Dialog gehen wir der Frage nach, wann eine Ausproduktion der bessere Case ist und in welchen Branchen sie realistisch tragfähig sein kann. Anhand von Praxisbeispielen diskutieren wir die Erwartungen der Gläubiger, typische Planungsprämissen sowie die operative Umsetzung in der Realität und schaffen damit Klarheit und Entscheidungssicherheit.
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Event, 06.05.2026
Herborn
06.05.2026
Das 116. AFSMI Chapter Meeting bei der Rittal GmbH & Co KG in Herborn steht an. Das Schwerpunkthema ist: Digitale Daten und der Mensch. Rittal ist ein weltweit führender Anbieter von Schaltschranksystemen, Automatisierungs- und Infrastrukturlösungen für Industrie und IT. Oliver Rörig, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner, wird am Donnerstag, den 7. Mai 2026, im „Break-out“ einen Workshop zum Thema „KI-Adoption im Service in 30 Tagen: Use Case schärfen, Leitplanken setzen, Umsetzung starten“ halten. Digitale Daten entstehen heute überall – in Maschinen, Systemen, Prozessen und Services. Sie versprechen Effizienz, Transparenz und bessere Entscheidungen. Gleichzeitig bleibt eine zentrale Frage: Wo bleibt der Mensch in dieser datengetriebenen Welt – und wer führt eigentlich wen? Genau daran knüpft das 116. AFSMI Chaptermeeting bei Rittal in Herborn an: mit Praxisimpulsen, ehrlichen Einblicken und offenem Austausch darüber, wie Technologie und Mensch gemeinsam Zukunft gestalten können – denn am Ende geht es nicht nur um Daten, sondern darum, was wir als Menschen daraus machen. Im Anschluss wird diese Leitfrage in konkrete Umsetzung für den Service übersetzt: In einem kompakten 90-Minuten-Workshop wird in zwei parallelen Gruppen jeweils einen umsetzbaren Startplan entlang zweier Use Cases erarbeitet: „AI-powered Fieldforce of the Future“ und „AI-powered Service Sales Boost“. Ziel ist es, KI nicht als reines IT-Projekt zu behandeln, sondern als Hebel für Service-Performance im Alltag zu verankern. Jede Gruppe schärft den Use Case aus Rollen- und Nutzenperspektive („What’s in it for me?“), definiert minimale Leitplanken (Human-in-the-loop, Qualität, Datenschutz) und entwickelt einen konkreten 30-Tage-Plan inklusive schlankem Mess-Set für Adoption und Wertbeitrag. Ergebnis ist ein sofort nutzbarer One-Pager pro Use Case – plus klare nächste Schritte für Pilotierung und Skalierung. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung finden Sie hier.
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News, 24.02.2026
24.02.2026
Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit Flick Gocke Schaumburg stand die Frage im Mittelpunkt, welche steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten in der Krise tatsächlich tragen – und ob am Ende der Sanierung das Finanzamt über den Erfolg mitentscheidet. W&P Steuerexperte Kai Kramer verdeutlichte anhand einer Fallstudie, wie Rangrücktritte und Forderungsverzichte in Sanierungskonzepten gezielt eingesetzt werden können und welche zentrale Rolle deren steuerliche Behandlung für die Tragfähigkeit der Maßnahmen spielt. Am Beispiel von Intercompany-Darlehen innerhalb eines Konzerns wurde deutlich: Die wirtschaftliche Werthaltigkeit von Forderungen ist die Grundlage für die Wahl des Instruments. Während Rangrücktritte das wirtschaftliche Eigenkapital stärken, ohne unmittelbare steuerliche Effekte auszulösen, führt ein Forderungsverzicht zwar zur bilanziellen Entschuldung, gleichzeitig jedoch zu Erträgen, deren steuerliche Behandlung den Sanierungserfolg maßgeblich beeinflussen kann. „Die Entscheidung über die Steuerfreiheit des Sanierungsertrags ist für das gesamte Konzept absolut entscheidend“, so Kramer. Dr. Alexander Witfeld, Partner, Rechtsanwalt & Steuerberater, Flick Gocke Schaumburg, stellte die steuerliche Perspektive von Restrukturierungen in den Mittelpunkt und betonte die Bedeutung von Planungssicherheit. In manchen Fällen bietet sich eine frühzeitige Abstimmung mit der Finanzverwaltung – etwa über verbindliche Auskünfte – an, um unerwartete Liquiditätsbelastungen zu vermeiden. In anderen Fällen sei auch eine gutachterliche Stellungnahme und angemessene Dokumentation ausreichend. Er zeigte, dass es kein eigenständiges Sanierungssteuerrecht gibt und die relevanten Regelungen aus unterschiedlichen steuerlichen Vorschriften abgeleitet werden müssen. Entsprechend vielfältig ist der „steuerliche Werkzeugkasten“, der von Rangrücktritten und Forderungsverzichten über Step-up-Strukturen und befreiende Schuldübernahmen bis hin zu Lösungen wie Debt-Mezzanine-Swaps, Carve-Outs, einem „Hin- und Herzahlen“ oder Sanierungstreuhandmodellen reicht. In der Werkstatt-Diskussion wurden praktische Herausforderungen weiter vertieft. Moderator und W&P Managing Partner Volker Riedel stellte die Verbindung zwischen steuerlicher Strukturierung und betriebswirtschaftlichem Sanierungskonzept in den Mittelpunkt. „Ohne Sanierungskonzept wird es schwierig sein, steuerfreie Sanierungsgewinne zu generieren“, so Riedel. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die zeitliche Dimension steuerlicher Abstimmungen einen kritischen Faktor darstellt und nur durch frühzeitige, strukturierte Vorbereitung sowie alternative Szenarien beherrschbar ist. „Früh dran sein, entsprechend gut vorbereiten und mitunter auch noch einen Plan B im Köcher haben“, so Kramer. Die Diskussion zeigte: Steuerliche Fragestellungen sind kein Randthema, sondern integraler Bestandteil jeder erfolgreichen Restrukturierung. 
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News, 19.02.2026
19.02.2026
Die Fashion- und Lifestylebranche steht unter massivem Druck: Margen, Nachfrage und Marktstrukturen verändern sich rasant. M&A-Transaktionen, Carve-outs und operative Transformationen gewinnen an Bedeutung. Im Fokus des Executive Dialogs von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P): Die zentralen Erfolgsfaktoren von M&A-Prozessen. Die Branche ist geprägt von Saisonalität, kurzen Trendzyklen und frühen Orderentscheidungen sowie strukturellen Herausforderungen wie hohen Lagerbeständen, eingeschränkter Flexibilität im stationären Handel und komplexen Lieferketten. Erfolgreiche Transaktionen erfordern ein klares Verständnis der Wertschöpfungskette und eine konsequente Fokussierung auf den strategischen Kern. Gerade Investoren müssen bereit sein, Chancen aktiv zu ergreifen und operative Verantwortung zu übernehmen. „Man muss sich trauen zu springen“, betonte Dr. Hubertus Bartelheimer, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P. Wer auf vollständige Sicherheit warte, verliere in dynamischen M&A-Prozessen wertvolle Zeit – entscheidend seien Tempo, Klarheit und konsequente Entscheidungen. Dr. Dominik Benner, CEO The Platform Group AG und Vorstand Benner Holding GmbH, zeigte, wie sich M&A als zentraler Wachstumstreiber etabliert hat. Gesunkene Bewertungen und eine deutlich reduzierte Bieterlandschaft eröffnen neue Opportunitäten, während sich die Bewertung zunehmend am EBITDA orientiert. Maßgeblich ist aus seiner Sicht die konsequente operative Weiterentwicklung nach dem Erwerb, etwa durch die Bündelung zentraler Funktionen und die Realisierung von Skaleneffekten. Gleichzeitig warnte er vor einer einseitigen Fokussierung auf Synergien: Auch Dysenergien wie kulturelle Brüche oder steigende Komplexität können den Transaktionserfolg maßgeblich beeinflussen. Philipp Trompeter, W&P Leiter Fashion, Lifestyle & Retail, verdeutlichte anhand des Praxisbeispiels SportScheck die Bedeutung eines belastbaren Investorenkonzepts im M&A-Prozess. Die Grundlage ist ein Transformationsprogramm, in dem die Wertsteigerungspotenziale detailliert und quantifiziert werden. Die Bewertung der Effekte erfolgt anhand von Benchmarks und Branchenexpertise, sodass diese der Due Diligence standhalten. „Ein Investorenkonzept muss die Brücke schlagen zwischen operativer Realität und finanzieller Bewertung – nur dann entsteht Vertrauen auf Investorenseite“, so Trompeter. Christian Dresen, W&P Senior Manager Restructuring & Finance, hob die zentrale Rolle der finanzwirtschaftlichen Modellierung hervor: „Die GuV-Modellierung ist das Herzstück jeder Transaktion – sie macht Potenziale nachvollziehbar und verhandlungsfähig!“ Ausgangspunkt ist die operative Basisplanung, in die die entwickelten Maßnahmenpakete integriert werden. Gerade in Distress-Situationen ist zudem eine differenzierte Abbildung insolvenzspezifischer Effekte erforderlich, um belastbare Entscheidungsgrundlagen zu schaffen. W&P Senior Manager M&A Ante Jelavic stellte klar, dass ein erfolgreicher M&A-Prozess in der Krise eine vorgelagerte operative und finanzielle Restrukturierung voraussetzt. „Investoren kaufen keine Probleme, sie kaufen Lösungen“, weshalb konkrete Maßnahmen, adressierte Risiken und eine belastbare Zukunftsperspektive entscheidend seien, um Vertrauen in die nachhaltige Weiterentwicklung des Geschäftsmodells zu schaffen. Anhand der M&A Transaktion CLOSED, erfolgreich umgesetzt von W&P, zeigte Lothar Hiese, geschäftsführender Partner MSP Management Support Partners GmbH & Co. KG: Eine starke Marke kann ein wichtiger Erfolgsfaktor sein, ersetzt jedoch keine betriebswirtschaftliche Solidität. Prozessexzellenz und Transparenz seien die Grundlage für Geschwindigkeit, Working Capital Management, Digitalisierung und leistungsfähige IT-Systeme dabei zentrale Hebel. In der abschließenden Werkstattdiskussion wurde deutlich: Der M&A-Markt ist anspruchsvoller geworden, viele Unternehmen enden mittlerweile in Stilllegungen oder mehrfachen Insolvenzen. Moderator und W&P Partner Volker Riedel betonte entsprechend die Bedeutung kultureller Integration und warnte: „Synergien sind oft scheue Rehe, die bei kleinsten Störungen verschwinden.“ Gerade im stationären Handel leiden viele Unternehmen unter rückläufiger Frequenz und sinkenden Umsätzen, wodurch finanzielle Mittel fehlen, um in E-Commerce, Omnichannel-Strukturen und moderne IT zu investieren: „Viele Unternehmen wissen, was zu tun ist – ihnen fehlt jedoch die finanzielle Kraft, die notwendigen Transformationen konsequent umzusetzen“, so Philippe Piscol, W&P Partner M&A. Fazit: Erfolgreiche Transaktionen in der aktuellen Marktphase gelingen nur dann, wenn operative Restrukturierung, finanzielle Transparenz, technologische Weiterentwicklung und eine klare Führungsperspektive zusammengedacht werden. Entscheidend ist ein belastbares Zukunftsbild, das Investoren überzeugt und Organisationen Orientierung gibt. 
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News, 18.02.2026
18.02.2026
Im Rahmen des digitalen Executive Dialogs von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit HEUKING und Linklaters stand die Frage im Mittelpunkt, welche Sicherheiten in der Unternehmensfinanzierung tatsächlich tragen – rechtlich, wirtschaftlich und in der Verhandlung. Zum Auftakt ordnete W&P Managing Partner Volker Riedel die sicherheitenbezogenen Herausforderungen in den aktuellen Finanzierungsmarkt ein und machte deutlich, dass Sicherheiten „weil sie durchsetzbar sind, weil sie einen Wert darstellen und weil sie ein zentraler Verhandlungshebel aus Unternehmens- und Kreditgebersicht sind“ zunehmend ein zentrales Steuerungsinstrument für Banken und Unternehmen geworden seien. Entscheidend: Ihre strategisch richtige Ausgestaltung. Sandra Pfister und Beliardis Ehlert‑Gasde, Heuking Kühn Lüer Wojtek, erläuterten entsprechend, wie Sicherheiten aus Sicht der Kreditnehmer strukturiert, priorisiert und verhandelt werden sollten. Sie zeigten, dass Sicherheiten ein strategisches Instrument zur Optimierung der Finanzierungsstruktur darstellen – vom Zugang zu Finanzierung bis zur Verbesserung von Margen, Laufzeiten und Covenants. Dabei wurde deutlich, dass Proportionalität, operative Flexibilität und Zukunftsfähigkeit wesentliche Leitplanken bilden. In ihrer Darstellung der akzessorischen und nicht‑akzessorischen Sicherheiten machten sie deutlich, wie stark rechtliche Anforderungen, Kostenaspekte und nationale Besonderheiten – etwa notarielle Beurkundungspflichten oder das Fehlen eines Sicherheitenregisters – die praktische Umsetzung prägen. Dr. Sabine Vorwerk, Partnerin bei Linklaters LLP, und Eva Ringelspacher, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, stellten die Finanziererperspektive in den Mittelpunkt.  Vorwerk beleuchtete die Sicherheitenstruktur aus Sicht der Kreditgeber und stellte die Durchsetzbarkeit im Krisenfall in den Mittelpunkt. Insbesondere die Limitation Language erweise sich dabei als zentrales Element, da sie den Zugriff auf Sicherheiten innerhalb einer Unternehmensgruppe erheblich begrenzen kann. Ihre praktische Relevanz steigt insbesondere dann, wenn sich die wirtschaftliche Situation des Kreditnehmers verschlechtert. „In der Krise entscheidet nicht nur die Qualität der Sicherheiten, sondern vor allem deren Verwertbarkeit und die Zeit bis zur Realisierung“, so Ringelspacher. Gerade bei Überbrückungsfinanzierungen treffen hoher Zeitdruck, unsichere Zukunftsperspektiven und steigende Anforderungen an die Insolvenzsicherheit der Struktur aufeinander. Überbrückungskredite können dabei als Bargeschäft ausgestaltet werden, sofern neues Geld gegen neue Sicherheiten gewährt wird. Entscheidend ist eine klare und saubere Strukturierung. Die anschließende Werkstattdiskussion zeigte, wie vielschichtig und technisch anspruchsvoll die Sicherheitenstrukturierung inzwischen geworden ist. Diskutiert wurden unter anderem praktische Fragen zur Wirksamkeit von Anzeigen bei Verpfändungen, der Umgang mit Lender‑Liability‑Risiken, die Bewertung von Sicherheiten bei Fresh‑Money‑Vergaben, Auswirkungen der Limitation Language in komplexen Gruppenstrukturen sowie die Rolle von Treuhandmodellen bei der Sicherheitenverwertung. Deutlich wurde: Sicherheiten sind längst nicht nur juristische Konstruktionen, sondern zentrale Verhandlungselemente, deren Werthaltigkeit und Durchsetzbarkeit immer stärker über Refinanzierungsfähigkeit und Restrukturierungserfolg entscheiden.  
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Publikation
12.02.2026
Die Dynamik von Märkten, Technologien und Kundenbedürfnissen nimmt weiter zu – ebenso wie der Bedarf an belastbaren Analysen und fundierten Entscheidungsgrundlagen. Wer Entwicklungen frühzeitig erkennt und gezielt reagiert, verschafft sich im Wettbewerb einen klaren Vorteil. Bei Dr. Wieselhuber & Partner unterstützen wir Sie dabei mit unserer gebündelten Expertise im Bereich Strategic Market Research (SMR). Unser spezialisiertes Team analysiert kontinuierlich Trends, Märkte und Wettbewerbsumfeld unterschiedlicher Branchen und liefert damit verlässliche Entscheidungsimpulse – aktuell, präzise und anwendungsnah. Als besonderen Service stellen wir Ihnen zweimal jährlich kompakte und praxisnahe Einblicke zur Verfügung: Der Market Intelligence Newsletter für das zweite Halbjahr 2025 bietet Ihnen einen strukturierten Überblick über aktuelle Studien, Trendbeobachtungen und strategisch relevante Entwicklungen von Juli bis Dezember 2025. Lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie diese Impulse für Ihre Zukunftsentscheidungen.
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News, 09.02.2026
09.02.2026
Künstliche Intelligenz (KI) birgt in nahezu jeder Unternehmensfunktion Potenzial – im Vertrieb jedoch besonders. Grund dafür ist die Art der Vertriebsarbeit selbst: Sie ist komplex, wissensintensiv, aufwendig und erfordert schnelle Reaktionen für den Kunden.  Durch den gezielten Einsatz von KI lassen sich Aufgaben automatisieren und Mitarbeitende gleichzeitig mit relevanten Entscheidungsinformationen versorgen. Dies steigert nicht nur die Effizienz, sondern ermöglicht es Organisationen, schneller, flexibler und intelligenter auf Marktveränderungen, Kundenanforderungen und Projektprobleme zu reagieren. Wie die Herausforderungen & Benefits entlang des Vertriebsprozesses bei Bauzlieferern konkret aussehen? Und wie eine sinnvolle Implementierung von KI zu meistern ist?  Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie, in der aktuellen Ausgabe der RAS.   
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Event, 18.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Die Zeit volumengetriebener Geschäftsmodelle in der Chemie ist vorbei: Globale Wettbewerber und strukturelle Standortnachteile in Europa erhöhen den Druck auf Margen und Wettbewerbsfähigkeit. Zukunftsfähigkeit entsteht dort, wo Unternehmen neue Wachstumsfelder erschließen, Technologien schneller industrialisieren und Innovation systematisch als strategischen Werttreiber nutzen. In unserem Executive Dialog am 18. März 2026 (12:00–13:00 Uhr, online) diskutieren wir, wie Chemieunternehmen den Schritt „From Volume to Value“ schaffen – und Innovationskraft in profitable Geschäftsmodelle der nächsten Dekade übersetzen. Freuen Sie sich auf Impulse zur innovationsgetriebenen Transformation der Chemieindustrie – mit anschließender Werkstatt-Diskussion & Q&A.
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Best Case
05.02.2026
Die Aicher Group betreibt Mobilitätsservices am Münchner Flughafen für Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität (PRM). Im Jahr 2024 stand AICHER, wie andere Dienstleister auch, auf Grund von Verspätungen und Unregelmäßigkeiten durch das steigende Flugaufkommen sowie nicht durchgängig optimierte Prozessabläufe erheblich unter Druck.  Im Rahmen eines operativen Restrukturierungsprojekts musste die Schichtplanung der Operations, die Disposition und das Reporting optimiert werden, um den reibungslosen Ablauf des PRM-Service und die Erfüllung der vertraglichen SLA-Erfüllungsquoten sicherzustellen. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) löste die Herausforderungen durch ein datengetriebenes Modell, entwickelte Machine-Learning (ML) Modelle und dynamische Dashboards.  „W&P hat durch die Einführung neuer ML-Methoden dafür gesorgt, dass der operative Betrieb im Bereich PRM datengetrieben und effizient gesteuert wird. Parallel dazu ist das Modell skalierbar und stellt somit eine zentrale Säule der Zukunftsfähigkeit des PRM-Services dar,“ so Peter Aicher, Geschäftsführender Gesellschafter Aicher Airport Services. Wie das Team um Daniel Emmrich, Partner Operative Restrukturierung, Sebastian Batton, Leiter Digitale Transformation, und Moritz Zoepffel, Digitale Transformation, konkret vorging?  Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 03.02.2026
03.02.2026
Zum fünften Mal in Folge wird Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) von der Online-Plattform kununu als Top Company ausgezeichnet. Über das Jahr 2025 hinweg haben aktuelle und ehemalige Mitarbeitende ihre Bewertungen abgegeben – das Ergebnis spricht für sich.  W&P erreicht in der Branche Consulting/Beratung erneut 4,9 von 5 Sternen und zählt damit zu den besten Arbeitgebern Deutschlands. Nur rund fünf Prozent aller Arbeitgeber qualifizieren sich überhaupt für das Top-Company-Siegel. Als besonders positiv hervorgehoben wurden erneut die Arbeitsbedingungen, Karrieremöglichkeiten, Mitarbeiterentwicklung und -förderung sowie die Arbeitsatmosphäre. Faktoren, die seit Jahren die Unternehmenskultur bei W&P prägen und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens unterstützen. Vielen Dank an unser W&P Team für das super Teamwork!
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News, 02.02.2026
02.02.2026
Kommentar von Dr. Stephan Hundertmark, Partner und Leiter Chemie & Kunststoffe bei Dr. Wieselhuber & Partner Noch in den 1980er Jahren wurden ca. 70% aller Arzneistoffe für den Weltmarkt in Europa produziert. Heute wird der globale Bedarf vornehmlich aus Indien und China gedeckt, die sich nun ihrerseits über 70% des heute viel größeren globalen Marktes für die API-Herstellung teilen. Europa kommt nurmehr auf knapp 25%. Das Gros der Mengen ist weg, damit die Kapazitäten und die industrielle Wertschöpfung aus der Volumenproduktion. Die gleiche Entwicklung ist auch für die europäische Chemieindustrie unabwendbar! Sie wird sich aber weit schneller vollziehen. Zu dominant sind die Überkapazitäten in China und zu attraktiv ist die komparativen Kostenführerschaft in Indien, das mit dem jüngsten und absolut positiven Freihandelsabkommen näher an uns heranrückt. Noch dazu gibt es in der Chemieindustrie keinen ähnlich wirkungsvollen Patentschutz wie in der Pharmaindustrie. Und doch, immerhin 25% der Pharmaproduktion liegt weiterhin in Europa. Konkret sind dies innovative Produkte und Arzneistoffe sowie häufig die Endfertigung für die westlichen Märkte. Und was heißt das nun für die Chemieindustrie? Zuvorderst einen endgültigen Abschied von früheren Volumina in der Herstellung von Grund- und Basischemikalien aber auch von commoditisierten, ehemaligen Spezialitäten, vor allem im Bereich der Kunststoffe. Dagegen liegt die Zukunft, wenig überraschend, in Innovationen, die als einzige nachhaltige Erfolgs- und Wachstumsquelle für hiesige Chemieunternehmen bleibt.  Die konsequente Transformation, die diese neue Realität für die Europäischen Chemieunternehmen bedeutet, ist bereits im vollen Gang und zwingend notwendig: Geschäftsfelder müssen hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit auf den Prüfstand gestellt, Kapazitäten konsequent angepasst, Kosten gesenkt werden und Innovationspfade und New Business Initiativen, mit allen notwendigen Ressourcen und mutigem Unternehmertum, verfolgt werden. Als Zielbilder für diese Industrie-Transformation können drei Prototypen für erfolgreiche Geschäftsmodelle deutsche Chemieunternehmen der Zukunft skizziert werden: (1) Die internationale Holding und einem konsequenten „local for local-footprint“, in der sich die europäischen Aktivitäten nach den anderen, meist dynamischeren internationalen Regionen-Clustern einreihen. (2) Rückwärtsintegrierte Spezialitätenhersteller, die ihren Zugang zu attraktiven Anwendungen über innovative Produkte durch die Kontrolle und Monetarisierung der Vorstufen noch steigern, Stichwort Verbundproduktion. (3) Systemhäuser, die sich als Problemlöser konsequent auf die vermeintlichen Nebenleistungen zum physischen Produkt konzentrieren, nämlich das Design-in von Produkten in Kundenlösungen, die anwendungstechnische Begleitung und eine hohe Innovationsquote in Anwendungen. Übrigens: Innovationen bedeuten nicht zwingend Klein(st)mengen im Apotheken-Format, um die gewählte Analogie noch etwas auszureizen. Auch im großindustriellen Maßstab entstehen neue Märkte immer auf der Basis von Innovationen und in Anwendungen, die auf neuen Technologien setzen und diese entsprechend skalieren lassen.
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News, 27.01.2026
27.01.2026
Die regulatorischen Entwicklungen im Umgang mit NPEs sowie in der Restrukturierung von Unternehmen haben in den vergangenen Jahren tiefgreifende Veränderungen in der Unternehmenssanierung und Krisenbewältigung innerhalb der EU und besonders in Deutschland bewirkt. Durch von der EU verabschiedete Richtlinien, wie den präventiven Restrukturierungsrahmen, werden Unternehmen nach nationalem Recht verpflichtet, Mechanismen zur frühzeitigen Erkennung finanzieller Schieflagen einzuführen. Ziel ist es, eine flexible, außergerichtliche Sanierung zu ermöglichen und damit eine rechtzeitige Stabilisierung des Geschäftsbetriebs sicherzustellen. Insgesamt zeichnen die aktuellen regulatorischen Anpassungen einen klaren Trend zu einer frühzeitigen und flexiblen Krisenbewältigung. Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Unternehmen und Finanzinstitute agiler auf sich wandelnde wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren können. Entscheidend bleibt jedoch, dass die nationale Umsetzung dieser Vorschriften praxisnah und ausreichend flexibel gestaltet wird, um den unterschiedlichen Strukturen und Bedürfnissen von Unternehmen jeder Größe gerecht zu werden. Matthias Müller, Partner, und Kai Kramer, Senior Manager bei Dr. Wieselhuber & Partner, in der aktuellen nwb. 
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Publikation
27.01.2026
In Zeiten wachsender Komplexität, digitaler Transformation und volatiler Märkte reicht es nicht mehr aus, Projekte „nur“ umzusetzen. Sie müssen Wirkung entfalten, echten Mehrwert liefern und strategisch ausgerichtet sein. Entscheidend dabei: Die Qualität der Steuerung. Genau hier setzt ein professionelles Project Management Office (PMO) an – als organisatorischer Fixpunkt und strategischer Enabler. Ein modernes PMO muss zwei zentrale Aufgaben vereinen: strategische Steuerung und operative Exzellenz. Es sorgt dafür, dass die richtigen Projekte angestoßen und effizient umgesetzt werden und schafft die notwendige Transparenz, Qualität und Stabilität in der Durchführung. Gleichzeitig müssen Projekte schnell, wirkungsvoll und zielgerichtet umgesetzt werden, ohne an Klarheit, Qualität oder Relevanz einzubüßen. Ein hybrides PMO verbindet dabei die scheinbaren Gegensätze Struktur (Standardisierung und Governance für Klarheit, Verbindlichkeit und Nachvollziehbarkeit) und Flexibilität (Anpassungsfähigkeit und Agilität für Innovation, Dynamik und Reaktionsfähigkeit). Wie sich komplexe Projektlandschaften so konkret steuern lassen und Transformation aktiv gestaltet werden kann?
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Publikation
21.01.2026
Zehn Ausgaben „Sanierung & Insolvenz“ seit der Erstausgabe in 2021 ein kleiner Meilenstein, der ohne das Vertrauen, das Engagement und die Expertise unseres Netzwerks nicht denkbar wäre. Seit vielen Jahren begleiten wir Unternehmen, Gesellschafter und Investoren auf ihrem Weg durch Veränderungsprozesse, beleuchten in unserem Newsletter immer aktuelle Entwicklungen und teilen praxisnahe Einblicke aus Projekten und Verfahren. Diese Jubiläumsausgabe widmet sich erneut den Themen, die unsere Arbeit aktuell und vielseitig prägen: von Refinanzierungs-/Sanierungsfähigkeitskriterien über Infrastrukturprojekte bis hin zu Fragen von Sozialplan und Interessenausgleich. Ein Highlight ist der Gastbeitrag von Joachim Ponseck zur aktuellen BGH-Entscheidung im Fall Wirecard. Dazu Einblicke in Materialkostensenkungen im operativen Bereich, aktuelle Zahlen zum Insolvenzgeschehen, Best Cases sowie spannende Gespräche – unter anderem mit Heiko Tschauner von Hogan Lovells. Jetzt lesen!
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News, 19.01.2026
19.01.2026
Kommentar von Jürgen-Michael Gottinger, Mitglied der Geschäftsleitung und Dr.-Ing. Dirk Artelt, Managing Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner   Deutsche Familienunternehmen haben traditionell ein hohes Vertrauen in ihre leitenden Manager. Die W&P Studie „Strategisches Management in Familienunternehmen“ zeigt: In einer Stichprobe von 116 Familienunternehmen mit rund 500 Mio. € Umsatz sind in 42 % der Fälle ausschließlich familienfremde Manager in der Geschäftsführung tätig. Der Vergleich mit anderen Untersuchungen zeigt zudem: Der Anteil familiengeführter Positionen sinkt mit zunehmender Unternehmensgröße.  Vor diesem Hintergrund wird es zunehmend wichtiger, dass die Gesellschafter gut organisiert sind und in strategische Entscheidungen eingebunden werden. In vielen Unternehmen entsteht sonst das klassische Principal-Agent-Problem: Kapitalseite und Management ziehen nicht an einem Strang.  Zentrale Erkenntnis der W&P-Studie:  In 36 % der Fälle nimmt die Gesellschafterseite lediglich die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben der Feststellung des Jahresabschlusses bzw. der Gewinnverwendung wahr.  In 69 % der befragten Unternehmen werden strategische Entscheidungen über die Gesellschafterversammlung abgewickelt – die üblicherweise jedoch nur zwei- bis viermal jährlich stattfinden. Dies führt zwangsläufig zu einer ausgeprägten Informationsasymmetrie zwischen angestelltem Management und Gesellschaftern. Abb. 1.: Governance-Struktur deutscher Familienunternehmen Die Abbildung zeigt die bemerkenswerte Rolle der Beiräte: 40 % der Unternehmen verfügen über einen Beirat, der die Strategieentwicklung begleitet. 42 % verfügen über einen Aufsichtsrat, in dem die Gesellschafter vertreten sind – auch dies ein Befund, der stark mit der Unternehmensgröße korreliert. Eine schwache strategische Governance hat zahlreiche Folgen, die immer zulasten der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens gehen, u.a.:  Wachstumsfelder ohne familiären Rückhalt verursachen Konflikte über das Geschäftsportfolio  Kulturelle Entkernung und Verlust der „Familien-DNA“  Hohe Kapitalbindung und fehlende Liquiditätsstrategien z. B. zur Sicherung von Entnahmen oder zur Finanzierung von Erbschaftssteuern  Kontrolllücken und strategische Fehlentscheidungen aufgrund seltener Gesellschafterversammlungen und fehlender KPI-Reportings  Unterschiedliche Zeithorizonte, fehlende Investitionskriterien und daraus resultierende steigende CAPEX-Quoten bis hin zu Rückforderungen der Gesellschafter. Diese Konsequenzen zeigen, wie entscheidend es ist, funktionierende Kontrollgremien zu schaffen. Vor allem Aufsichtsräte, in denen Gesellschafter aktiv mitwirken und die mit klaren Haftungsregeln verbunden sind, stärken die Mitwirkung der Eigentümer und sorgen dafür, dass das Management transparenter berichtet und stärker in die Verantwortung genommen wird. Damit diese Governance-Wirkung jedoch nicht auf der reinen Berichtsebene stehen bleibt, müssen strategische Entscheidungen systematisch strukturiert, gesteuert und überprüfbar gemacht werden. Denn strategische Maßnahmen wirken weit über das Tagesgeschäft hinaus und müssen entsprechend sauber abgebildet werden. Daraus ergeben sich zentrale Anforderungen an die strategische Steuerung: klare Abgrenzung strategischer Initiativen vom operativen Tagesgeschäft  verbindliche Zielfestlegung auf Basis quantifizierbarer Messgrößen regelmäßiges Monitoring der Zielerreichung inklusive Abweichungsanalysen strukturierte Risikobetrachtungen vor Entscheidungsfindung sowie laufende Risikoeinschätzungen im Umsetzungsverlauf   kontinuierliche, standardisierte und vergleichbare Berichterstattung Fazit: Wenn Familienunternehmen ihre langfristige Handlungsfähigkeit sichern wollen, müssen sie die strategische Rolle der Gesellschafter konsequent stärken. Es reicht nicht mehr, Entscheidungen abzunicken oder auf gesetzliche Mindestformate zu vertrauen. Nur eine aktive, informierte und durchsetzungsfähige Eigentümerseite verhindert, dass das Unternehmen in eine Richtung gesteuert wird, die weder kontrolliert noch gewollt ist. Zur Studie "Strategisches Management in Familienunternehmen" .
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News, 13.01.2026
13.01.2026
Zunehmend sind Finanzierer, Unternehmen und Berater mit Situationen konfrontiert, in denen nicht mehr nur Liquiditätsengpässe zu bewältigen sind, sondern strukturelle Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand stehen. Unter welchen Voraussetzungen ist ein Sanierungsgutachten nach IDW S6 heute erforderlich? Welche Anforderungen stellen Banken? Wo sind Abgrenzungen – etwa zum Fortführungskonzept oder zum Independent Business Review – sachgerecht? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit GSK Stockmann. W&P Managing Partner Volker Riedel machte einleitend deutlich, dass „die zunehmende Zahl von Distressed-Situationen, die heute in ein Sanierungsgutachten münden, weniger ein temporäres Phänomen als Ausdruck eines strukturellen Wandels in vielen Branchen“ sei. Eva Ringelspacher, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, betonte entsprechend, dass Banken ihre Maßstäbe in den vergangenen Jahren spürbar geschärft hätten. „Ausgangspunkt ist das Zusammenspiel aus MaRisk, IDW S6 und der fortentwickelten höchstrichterlichen BGH Rechtsprechung. Während neue Kreditvergaben in der Krise regelmäßig ein belastbares Sanierungsgutachten voraussetzen, gibt es bei der Wiedereröffnung eingefrorener Linien oder bei Umwandlung von Kreditarten Graubereiche, die im Einzelfall zu bewerten sind.“ Entscheidend seien eine positive Fortführungsprognose und ein schlüssiges, umsetzbares Sanierungskonzept. Zugleich spielten Themen wie ESG, Cyber-Risiken und Digitalisierung eine zunehmend wichtige Rolle. Dr. Mechtild-Maria Siebke (LL.M.), Rechtsanwältin und Local Partnerin bei GSK Stockmann, ordnete die Thematik aus Sicht der Immobilienfinanzierung ein und verwies auf die Vielzahl von SPV-Strukturen in Restrukturierung. Sie unterschied zwischen Stillhaltevereinbarungen, Prolongationen und Sanierungskrediten, die jeweils einen unterschiedlichen Dokumentationsbedarf auslösten. Maßgeblich sei eine am Risikogehalt der Maßnahme orientierte, angemessene Dokumentation. Andreas Dimmling, Rechtsanwalt und Partner bei GSK Stockmann, stellte die Schutzfunktion des Sanierungskonzepts für Gläubiger in den Vordergrund. Es diene als „Persilschein“, um Risiken der Sittenwidrigkeit, strafrechtlicher Haftung und Insolvenzanfechtung zu begrenzen. W&P Partner Christian Groschupp betonte, dass Restrukturierungen im Immobilienbereich regelmäßig in komplexen Finanzierungsstrukturen mit Senior- und Juniortranchen, Intercreditor-Vereinbarungen und Haftungsverbünden stattfinden und häufig Zweckgesellschaften mit Single-Asset-Strukturen betreffen. „Im Immobilienbereich entscheidet am Ende nicht der Umfang der integrierten Planungsrechnung, sondern die Refinanzierungsfähigkeit am Ende des Sanierungszeitraums – und die hängt aktuell stärker denn je von Loan-to-Value, Standortqualität und Marktannahmen ab.“ Entsprechend unterschieden sich die Maßstäbe deutlich von klassischen Unternehmenssanierungen. Während bei Bestandsobjekten die Fortführung und Refinanzierung im Vordergrund stünden, seien Projektentwicklungen regelmäßig auf eine Verwertung des Objekts ausgerichtet. Die vielfältigen Fragestellungen der Werkstattdiskussion rund um Sanierungsaussagen, Verlängerung von Sanierungskrediten, Fresh Money aus Lieferantenkrediten, Stillhaltevereinbarung, IDW S11, Plausibilitätskontrolle, Prolongation oder eingefrorene Kreditlinien zeigte: Das Thema IDW S6 ist brandaktuell. Entscheidend ist die Zusammenarbeit zwischen Beratern, Juristen und Banken, um im Graubereich zwischen Pflicht und Kür rechtssicher zu agieren. 
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News, 07.01.2026
07.01.2026
Fabian Hammer ist ab Januar 2026 Mitglied der Geschäftsleitung der Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (W&P). Im Geschäftsfeld Restructuring & Corporate Finance verantwortet er den Bereich (distressed) M&A Real Estate und erweitert damit das W&P-Leistungsportfolio strategisch. Der Fokus von Fabian Hammer, zuvor Director & Standortleiter Hamburg bei FalkenSteg, liegt auf der strukturierten Vermarktung von Immobilien, der Bewertung von Bestands- und Entwicklungsportfolien, Sale-&-Lease-/Rent-Back-Transaktionen für Betriebsgebäude sowie der strategischen Entwicklung von Lösungen für Immobilien und Immobilienportfolios in Sondersituationen.  „Mit Fabian Hammer gewinnen wir nicht nur einen ausgewiesenen Experten für distressed M&A Real Estate Transaktionen, sondern auch eine etablierte Führungskraft“, so Philippe Piscol, Partner & Leiter distressed M&A bei W&P. „Sein unternehmerisches Handeln, Branchen-Know-how und Verhandlungsgeschick sind eine optimale Ergänzung für unser Team und für unsere Mandanten ein echter Mehrwert.“
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News, 18.12.2025
18.12.2025
Kommentar von Prof. Dr. Norbert Wieselhuber, Gründer und Senior Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbH Viele reden von Transformation, wenige wissen, was es ist und noch weniger haben praktische Erfahrungen, oder gar Erfolge vorzuweisen. Gefährlich wird es, wenn man daraus Erfolgsrezepte, pauschale Gültigkeit macht, denn das „Transformationsobjekt Unternehmen“ gibt es nicht und bei strukturellen und disruptiven Veränderungen verlieren Erfahrungen, Erfolgsmuster der Vergangenheit und Gegenwart an Wert und Wirkung. Kann dieser „neuen Welt“ nur mit einer Transformation, also einer fundamentalen, dauerhaft wirksamen Neukonfiguration des Unternehmens entsprochen werden? Der damit verbundene Wandel erfasst alle Komponenten des Systems „Unternehmung. Letztlich entsteht ein neues Unternehmen. „Leichter auf der grünen Wiese“ als am und mit dem bestehenden Organismus eines Unternehmens. Orientierungsgröße ist ein Zielbild des zukünftigen Unternehmens, das einen Pull-Effekt auf die Gestaltungs- und Handlungsoptionen ausübt. Und hier liegt bereits die große Herausforderung der verantwortlichen Management-Ebene. Von welchem Wissenstand geht man aus, wie interpretieren sie Chancen- und Risikopotential der alternativen Zukunftswelten und wie deutlich werden Dissens und Konsens bei der Bildung des Zielunternehmens, bzw. welche Akzeptanz gibt es für einen gemeinsamen, aber auch getrennten Weg in die Zukunft. Es gilt unternehmensindividuell zu beantworten „Was wird wie, wo und wann von wem transferiert“, denn das klärt den Transformationspfad und auch das Transformationsrisiko. Künstliche Intelligenz (KI) ist zweifelsohne „Treiber“ und „Enabler“ zugleich, denn sie verändert und verbessert Leistungserstellung und -vermarktung, Professionalisierung, Transparenz, Aktualität und Wirtschaftlichkeit, ermöglicht neue Geschäftsmodelle und neue Konfigurationen. Hervorzuheben ist, dass KI den Zugang zu globalem Wissen demokratisiert: Wissen als verfügbarer Rohstoff für alle, unabhängig von Unternehmensgröße und Kapitalkraft. Welches genutzt wird, ist Aufgabe und Verantwortung der Top-Entscheider. Die eigene Ressourcenstärke und die notwendigen Fähigkeiten bestimmen Intensität und Zeitachse der Transformation. Das Maß an Radikalität der Transformation wird von Dynamik und Komplexität der zu erwartenden Zukunft und der Ausgangssituation des Unternehmens geprägt. Hier stehen auch Entscheidungen an, inwieweit ein Unternehmen allein, mit der bestehenden Gesellschafterstruktur die Transformation schaffen kann. Nicht alle Branchen und Unternehmen werden von einer radikalen Transformation betroffen sein, denn die Auswirkungen der exogenen Entwicklungen sind unternehmensindividuell und ermöglichen und erfordern spezifische Schritte zur Verbesserung und Sicherung der eigenen Zukunftsfähigkeit. Veränderung oder Transformation – welches ist der richtige, passende Weg? Erfolgreiche Unternehmen und deren Entscheider haben das Unternehmen und seine Geschäfte immer schon neu gedacht und gestaltet. Fundament jeglicher Veränderung und Transformation sind ein wirtschaftlich gesundes, wettbewerbsfähiges und professionell geführtes Unternehmen. Transformation benötigt Zeit, Kraft, Committment, Ausdauer, Resilienz – schafft dies ein Unternehmen allein? Nicht alle die gestartet sind, werden am Ziel ankommen. Ebenso ist die Erkenntnis zutreffend: Transformations-Management ist nicht Krisen-Management. Die „schöpferische Zerstörung“, nicht nur etwas Neues, sondern auch Besseres, Zeitgemäßes zu schaffen, ist eine der interessantesten, aufregendsten, kreativen, aber auch risikoreichen Aufgaben und Herausforderung der Unternehmensgestaltung. Innovation ist die Quelle für ertragreiches Wirtschaftswachstum und Wohlstand einer Gesellschaft – erfolgreiche Unternehmer und Top-Entscheider ist dies bekannt.
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Event, 29.09.2026
München
29.09.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls, wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Weitere Informationen folgen in Kürze.
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Publikation
12.12.2025
Der W&P Trendradar erscheint seit zehn Jahren jährlich und kombiniert Projekterfahrung, Marktanalysen und die Erkenntnisse der umfassenden W&P-Megatrend-Analyse. Die Basis bildet die Praxis: über 250 Beratungsprojekte pro Jahr in mittelständischen und familiengeführten Unternehmen zeigen unmittelbar, wie technologische, regulatorische und finanzielle Entwicklungen in der Realität wirken und wo konkreter Transformationsbedarf entsteht. Ergänzend werden interne und externe Studien, Branchenreports, Technologieanalysen sowie regulatorische Veröffentlichungen ausgewertet. Für 2026 steht fest: Unternehmen müssen sich in einem Umfeld behaupten, das von geopolitischen Spannungen, regulatorischen Eingriffen, hoher Kapitalintensität, Kosteninflation und tiefgreifenden technologischen Umbrüchen geprägt ist. Über alle Branchen – von Industriegütern, Automotive & Mobility, Elektro-& Energietechnik, Medizintechnik, Sicherheitstechnik über Konsumgüter, Chemie-& Kunststoffe, Bau-& Bauzulieferer bis hin zu Pharma& Lifescience – zeigt sich ein gemeinsames Muster: Erfolg entsteht dort, wo das Top-Management Strategien neu ausrichtet, operative Exzellenz stärkt und Digitalisierung sowie KI pragmatisch in Wertschöpfung übersetzt.
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News, 11.12.2025
11.12.2025
Der W&P Trendradar 2026 zeigt: Mittelstand und Familienunternehmen stehen 2026 vor einer doppelten Herausforderung. Zum einen beschleunigt sich die Transformation vieler Branchen deutlich, zum anderen verschärft sich der finanzielle und operative Druck. Unternehmen müssen sich in einem Umfeld behaupten, das von geopolitischen Spannungen, regulatorischen Eingriffen, hoher Kapitalintensität, Kosteninflation und tiefgreifenden technologischen Umbrüchen geprägt ist. Über alle Branchen – von Industriegütern, Automotive & Mobility, Elektro-& Energietechnik, Medizintechnik, Sicherheitstechnik über Konsumgüter, Chemie-& Kunststoffe, Bau-& Bauzulieferer bis hin zu Pharma& Lifescience – zeigt sich ein gemeinsames Muster: Erfolg entsteht dort, wo das Top-Management Strategien neu ausrichtet, operative Exzellenz stärkt und Digitalisierungsowie KIpragmatisch in Wertschöpfung übersetzt. In technologiegetriebenen Märkten werden Software, Daten und KIzu zentralen Differenzierungsfaktoren. Neue Geschäftsmodelle entstehen rund um Services, Plattformen und vernetzte Systeme. Zugleich rückt die Fähigkeit, Wertschöpfungsketten resilienter, regionaler und effizienter zu gestalten, ins Zentrum strategischer Entscheidungen. Unternehmen professionalisieren Planung, Einkauf und Supply Chain, setzen stärker auf Automatisierung und nutzen KI als Enablerfür präzise Prognosen, operative Geschwindigkeit und Risikotransparenz. In konsumentennahen Branchen verschieben sich Marktlogiken: Nachfragevolatilität, verschärfter Preiswettbewerb, Nachhaltigkeitsdruck und neue Käufergenerationenerfordern konsequentes Portfoliomanagement, datengetriebene Vermarktung und strikte Liquiditätssteuerung. Erfolgreiche Player schaffen die Balance zwischen Effizienz und Investitionen in Marke, Innovation und Kundennähe. Gleichzeitig werden Business-Case-Transformationenzur Voraussetzung für Investitionen, Transaktionen und Finanzierung. Insgesamt wird der finanzielle Rahmen enger. Die Zinswendemacht Kapital teurer, Covenants strenger und Refinanzierungen anspruchsvoller. In vielen Branchen steigert dies den Druck auf Kapitalallokation, Working Capital und strukturierte Risikoanalytik. StaRUG-basierte Lösungen, Liability-Management-Ansätze und kreative Finanzierungsarchitekturen gewinnen an Bedeutung –sowohl in industriellen Transformationsprojekten als auch in Real Estate und Leveraged-Finance-Strukturen. Für Familienunternehmen entsteht ein neues Spannungsfeld zwischen Stabilität, Wachstumsambitionen und finanzieller Resilienz. Gleichzeitig zeigt sich ein zentraler Erfolgsfaktor in nahezu allen Branchen: Führung und Organisation entscheiden über Transformationsgeschwindigkeit.Unternehmen, die klare Verantwortlichkeiten setzen, datenbasierte Steuerung etablieren und Kompetenzen gezielt entwickeln, können KI, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle deutlich schneller skalieren. Restrukturierung und Transformation rücken enger zusammen: Portfoliofokussierung, operative Maßnahmenprogramme und schlanke Entscheidungsprozesse bilden die Basis, um Wettbewerbsfähigkeit in volatilen Märkten zu sichern. In Summe entsteht ein Bild der Beschleunigung: 2026 wird für viele Mittelständler zum Jahr der strategischen Neuaufstellung.
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Event, 06.10.2026
Linz
06.10.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls, wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Weitere Informationen folgen in Kürze.
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News, 09.12.2025
09.12.2025
Viele Familienunternehmen stehen vor der Herausforderung, mit defizitären Tochtergesellschaften und schwachen Geschäftsbereichen umzugehen. Solche Einheiten binden Kapital, Managementkapazität und Aufmerksamkeit. Oft werden sie durch profitable Unternehmensteile gestützt, was die Wettbewerbsfähigkeit des Kerngeschäfts mindert und die Stabilität der gesamten Gruppe gefährden kann. W&P Managing Partner Dr. Timo Renz und W&P Partner Matthias Müller zeigen in ihrem Beitrag in DIE NEWS - Zeitschrift für Familienunternehmen was in dieser Situation zu tun ist - und wie die systematische Bewertung wirtschaftlicher, rechtlicher und strategischer Optionen Klarheit und Entscheidungsfähigkeit schafft. 
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News, 03.12.2025
03.12.2025
Service entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit zum zentralen Werttreiber im B2B-Geschäft. Auf dem gestrigen Strategiegipfel B2B Service Management wurde deutlich: Konsequente Service Excellence und KI-gestützte Prozesse machen bereits heute den entscheidenden Unterschied.  W&P Partner Oliver Rörig zeigte in einem Vortrag, wie Serviceorganisationen Umsatz, EBIT und Kundenbindung signifikant steigern – und warum KI erst dann wirkt, wenn Prozesse, Daten und Organisation verzahnt sind. Die aktuelle W&P Studie „Service-Champions im Mittelstand 2025“ unterstreicht: Nur 24 % der Unternehmen nutzen KI im Service, während Top-Performer bereits mehr als 30 % EBIT im Servicegeschäft erzielen. Die Erfolgsfaktoren: qualifiziertes Personal, systematisches Wissensmanagement, skalierbare KI-Modelle  und der Aufbau profitabler Service-Portfolios. Fazit: Service wird zum strategischen Wachstumsmotor der Industriegüterbranchen.
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News, 02.12.2025
02.12.2025
Das CTI-Symposium in Berlin ist eine der wichtigsten Veranstaltungen der Automobilindustrie und konzentriert sich auf die neuesten Entwicklungen im Bereich Antriebssysteme und intelligente Technologie für Kraftfahrzeuge. In diesem Kontext spricht auch W&P Partner Matthias Müller zum Thema "From Stress to Strength: Restructuring for Financial Resilience of Automotive Suppliers - How automotive suppliers turn crisis pressure into liquidity, innovation and long-term competitiveness." Denn Krise und Transformation sind keine Gegensätze. Wer Transparenz über Ist-Situation, Finanzierungsstruktur und Zukunftsfähigkeit schafft, kann Stress auch in strukturelle Stärke verwandeln – durch konsequente Liquiditätssteuerung, integrierte Planung und eine Finanzierung, die Restrukturierung und Innovation gleichermaßen ermöglicht.  Einen entsprechenden Artikel zu diesem Thema hat er mit Dr. Dirk Artelt, W&P Managing Partner Industriegüter & Automotive, im CTI-Magazin veröffentlicht. Jetzt reinlesen! 
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News, 26.11.2025
26.11.2025
Carve-Outs gehören zu den komplexesten Restrukturierungsinstrumenten. Sie verbinden strategische Neuausrichtung mit rechtlichen, finanziellen und operativen Fragestellungen – und können, richtig umgesetzt, sowohl Krisen vorbeugen als auch in schwierigen Situationen den Fortbestand von Unternehmen sichern. Der digitale W&P Executive Dialog in Kooperation mit HEUKING zeigte, wie Sanierungsfähigkeit belastbar geprüft, operative Trennungen effektiv gestaltet und rechtliche Herausforderungen sicher gemeistert werden können. Finanzierungsansätze wie Staple Financing und praxisnahe Lösungswege standen ebenfalls im Mittelpunkt. W&P Managing Partner Volker Riedel betonte einleitend: „Carve-Outs sind nicht nur für große Konzerne, sondern zunehmend auch für den Mittelstand und insbesondere für Familienunternehmen eine wichtige Option, um sich veränderten Marktbedingungen anzupassen.“ Die strukturelle Neuordnung eröffne die Möglichkeit, Komplexität zu reduzieren, sich klarer auf Kernaktivitäten auszurichten und in volatilen Marktumfeldern wieder handlungsfähig zu werden. Matthias Müller, Partner Sanierung & Insolvenz bei W&P, unterstrich, wie zentral die Sanierungsfähigkeitsprüfung im Carve-Out-Prozess ist, denn ein unzureichend vorbereiteter Carve-Out könne dazu führen, dass eine der Einheiten bereits nach kurzer Zeit scheitert. Beide Einheiten – die abgebende wie die aufnehmende – müssen aus operativer und juristisch-betriebswirtschaftlicher Sicht eigenständig tragfähig sein. Die Aufteilung von Gemeinkosten, Fixkosten, Verwaltungsstrukturen, Schlüsselmitarbeitern, Assets, Grundstücken und IP ist dabei anspruchsvoll und führt regelmäßig zu Doppelstrukturen, komplexen Vertragsüberleitungen und bilanziellen Herausforderungen. Finanzierungen, Cash-Pooling-Strukturen, Haftungsbrücken und Pensionsverpflichtungen müssen zudem sauber modelliert und neu zugeordnet werden. „Ein erfolgreicher Carve-Out erfordert die perfekt abgestimmte Lösungskompetenz von operativer und juristisch-betriebswirtschaftlicher Restrukturierung. Ob und inwieweit das notwendige Konzept formale Aspekte bedienen muss, ist in Abhängigkeit von Geschäftsmodell- und Finanzierungs-Score zu bewerten“, so Müller. Der operativen Umsetzung widmete sich Jens Ekopf, Managing Partner und Leiter Business Performance Improvement bei W&P. „Operative Exzellenz ist der Kern eines erfolgreichen Carve-Outs. Wer Transparenz schafft, sauber priorisiert und frühzeitig eine funktionierende Steuerungslogik etabliert, verhindert Reibungsverluste und sichert die Handlungsfähigkeit beider Seiten“, betonte Ekopf. Besonders kritisch sei die Sicherstellung der Business Continuity – vom ersten Tag an und über alle Übergangsphasen hinweg. Prof. Dr. Georg Streit, Partner und Leiter der Praxisgruppe Restrukturierung & Insolvenzrecht bei HEUKING wies auf rechtliche Fallstricke hin – von Haftungsrisiken in Insolvenznähe über Nachhaftungstatbestände im Umwandlungsrecht bis zu Risiken bei Asset Deals wie Betriebsübergang, Betriebssteuern oder Firmenfortführung. Aus rechtlicher Sicht müsse die Stand-Alone-Fähigkeit beider Einheiten durch tragfähige Finanzierungsstrukturen, ausreichende Liquiditätsreserven und klare Patronats- oder Freistellungsverpflichtungen abgesichert werden. Eine saubere Planung, gründliche Due Diligence und belastbare Vertragsgestaltung seien dafür unverzichtbar.  Doreen Laabs, Leiterin Debt Advisory bei W&P, machte deutlich, dass die aktuelle Lage am deutschen Finanzmarkt angespannt sei: „Unternehmen sollen investieren, transformieren und wachsen, haben aber mit steigenden Betriebskosten und zunehmend erschwertem Kapitalzugang zu kämpfen.“ In dieser Situation biete Staple Financing – ein standardisiertes, vorab strukturiertes Finanzierungspaket – auf Verkäuferseite attraktive Möglichkeiten: höhere Transparenz über die Leverage-Fähigkeit des Targets, bessere Vergleichbarkeit der Angebote, weniger Informationsasymmetrien und eine effizientere Transaktionsabwicklung. Ihr Fazit: Staple Financing kann ein wertvolles Instrument sein, muss jedoch präzise auf Zielgruppe und Transaktion abgestimmt werden, um Überraschungen beim Signing zu vermeiden. In der Werkstatt-Diskussion wurde abschließend die Rolle der Eigentümerfamilie bei Carve-Outs in Familienunternehmen hervorgehoben. Häufig geht die Initiative zur Abspaltung von der Familie aus – getrieben durch strategische Neuausrichtung, Fokussierung auf das Kerngeschäft oder finanziellen Druck. Gleichzeitig beeinflussen emotionale Faktoren und interne Dynamiken den Prozess erheblich. Entscheidend sei daher ein stringenter Kommunikations- und Steuerungsansatz: Die Familie sollte regelmäßig, transparent und auch außerhalb formaler Gremien über Fortschritte und Notwendigkeiten informiert werden, um Momentum zu sichern, Missverständnisse zu vermeiden und frühzeitige Abbrüche zu verhindern. Fazit der Referenten: Ein Carve-Out ist ein strategischer Neustart. Unternehmen, die ihn transparent und strukturiert gestalten, reduzieren Komplexität und gewinnen Handlungsfähigkeit zurück.
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News, 20.11.2025
20.11.2025
Die strategisch erfolgreiche  Unternehmensführung ist eine besondere Kunst. Den klassischen Königsweg gibt es nicht – Individualität ist gefordert. Die aktuelle W&P Studie „Strategisches Management“ gibt dabei einen hochaktuellen Einblick in den Status Quo und den Reifegrad dieses wichtigen Themas in Familienunternehmen. Deshalb steht die Strategie neben Themen rund um Marketing & Vertrieb, KI, Finanzierung, Distressed M&A genauso im Fokus der 32. Ausgabe des Management Support, wie auch Beiträge rund um Kultur und zunehmend wichtige Softskills. Aktuelle Best Cases, Branchen-Insights und Interviews geben Einblicke in die branchenübergreifende Beratungspraxis und liefern unternehmerische Impulse für operativ dringliche und manchmal sogar existenzielle Tagesordnungspunkte. Jetzt reinlesen!
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Publikation
19.11.2025
In Märkten mit geopolitischem Druck, Technologiesprüngen und starken asiatischen Wettbewerbern wird Time-to-Market zum strategischen Erfolgsfaktor. Zudem treffen oft externe Veränderungen auf interne Schwächen und bremsen das Innovationstempo zusätzlich aus. Besonders riskant ist dabei die Illusion, sich allein über technische Exzellenz differenzieren zu können. Wer zu lange perfektioniert, verliert Zeit – und damit Relevanz. Entscheidend ist vielmehr die Fähigkeit, frühzeitig zu priorisieren, neue Geschäftsmodelle strategisch zu denken und diese mit marktnaher Umsetzung zu verbinden. Unser neues Dossier zeigt, wie Sie Time-to-Market als strategischen Hebel nutzen und Geschwindigkeit systematisch steigern: • Gesamtsystem statt Insellösungen - Strategie × Organisation × Prozesse × Kultur = Geschwindigkeit² • Früh priorisieren & marktnah testen - Relevanz vor Perfektion • Führung als Taktgeber – Tempo wird zur Chefsache
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News, 17.11.2025
17.11.2025
Mehr als 30 Gäste folgten der Einladung in Kooperation mit Rud Pedersen Public Affairs an den Berliner W&P-Standort, um über politische Entscheidungsprozesse in Berlin – insbesondere in der Haushaltswoche zum Bundeshaushalt 2026 – und deren Parallelen zu unternehmerischen Weichenstellungen zu diskutieren. Die Premiere des neuen Formats bot mehr als drei Stunden intensiven Austausch. Im Zentrum stand Otto Fricke, langjähriger haushaltspolitischer Sprecher der FDP, ehemaliger Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages und heute Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes. Unter der Moderation von Michael Bassewitz, Politikredakteur bei ThePioneer, wurden sowohl die technischen Grundlagen des Haushaltsverfahrens als auch die strategische Perspektive für Deutschlands wirtschaftliche Zukunft beleuchtet. Gemeinsam mit Gästen aus Wirtschaft, renommierten Anwaltskanzleien sowie ausgewiesenen Experten des Insolvenz- und Restrukturierungsrechts entstand eine offene Diskussion über Entscheidungslogiken, Prioritäten und die Frage, wie politische Prozesse und unternehmerisches Handeln voneinander lernen können. Aus der Runde kristallisierte sich eine zentrale Erkenntnis heraus: Erfolg erfordert Geduld, Weitblick und klare Prioritäten – egal ob in Politik oder Wirtschaft. Die Gespräche zeigten eindrucksvoll, wie wertvoll externe Perspektiven für unternehmerische Entscheidungen sein können – und wie Beratung in herausfordernden Zeiten mit Blick auf robuste, belastbare Entscheidungen in Strategie und Transformation unterstützen kann.
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News, 12.11.2025
12.11.2025
Künstliche Intelligenz, Digital Twins und Vision Systeme verändern Produktionsprozesse und industrielle Wertschöpfung grundlegend – von der Effizienzsteigerung über Qualitätsmanagement bis hin zu Flexibilität und Transparenz auf dem Shopfloor. Doch wie erkennt man das Potenzial in der Fertigung und wie lässt es sich heben? Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit Deltia und WILO SE gab es praxisnahe Impulse. „KI ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern Realität im Shopfloor. Sie hilft, Verschwendung zu eliminieren, Qualität zu steigern und den Fachkräftemangel abzufedern – bestenfalls aufsetzend auf bereits verschlankten Proezessen im Zuge einer LEAN Transformation sowie einer optimierten Datentransparenz und -qualität“, so Christian Sprenger, Partner und Leiter Operational Excellence bei W&P, einleitend. Eine aktuelle W&P Studie zeigt, dass die größten Potenziale in Predictive Maintenance, Qualitätskontrolle und Produktionsplanung liegen, jedoch nur rund 25% des deutschen Mittelstands KI bereits im Einsatz hat. Wie KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette zum Einsatz kommt zeigte Jan Daniel, Head of Smart Manufacturing bei W&P. „Gerade die Kombination aus virtuellen Daten, Agentensystemen und Closed Loop Quality zeigt, dass KI-Anwendungen nicht nur Effizienzgewinne bringen, sondern oft schon nach sechs bis neun Monaten einen messbaren ROI erzielen.“ Gleichzeitig warnte er vor typischen Stolpersteinen wie fehlender Governance, Skalierungsschocks oder kulturellen Widerständen und empfahl ein strukturiertes Vorgehen in fünf Phasen – von der Exploration über Use-Case-Definition bis zum Rollout. Maximilian Fischer, CEO Deltia, demonstrierte, wie KI-gestützte Videoanalysen Produktionsprozesse messbar verbessern. Aus Projekten mit ABB und Viessmann berichtete er von Produktivitätssteigerungen zwischen 10 und 20 Prozent. Erfolgsentscheidend seien dabei Transparenz gegenüber den Mitarbeitenden, die Auswahl eines relevanten Businessproblems, crossfunktionale Teams und ein pragmatisches, iteratives Vorgehen. David Graurock, Head of AI Competence Center bei WILO SE, gewährte Einblicke in die KI-Strategie des Dortmunder Pumpenherstellers. Anhand von Praxisbeispielen, die von adaptiver Werkerassistenz über KI-basierte Dichtungsprüfung bis hin zu generativen Anwendungen wie „Wilo GPT“ reichten, zeigte Graurock, wie KI bereits heute Prozesse optimiert und Wissen im Unternehmen nutzbar macht. Take-aways aus der Werkstatt-Diskussion, moderiert von Oliver Rörig, Partner bei W&P: Die Einführung von KI sollte sich immer an konkreten Business-Problemen und klaren Mehrwerten orientieren. Für den Einstieg empfehlen sich Use Cases mit schnellem, sichtbarem Nutzen wie etwa Predictive Maintenance oder visuelle Qualitätsprüfungen. Und auch wenn viele Unternehmen noch am Anfang stehen: Entscheidend sind Erfahrungsaustausch und pragmatisches Vorgehen. Denn eine datenbasierte, skalierbare und ROI-orientierte Einführung von KI ist der Schlüssel zu nachhaltiger Performance-Steigerung in der Produktion. Unternehmen, die diese Transformation aktiv gestalten, sichern sich nicht nur Effizienzgewinne – sie schaffen die Basis für die smarte Fabrik von morgen und steigern nachhaltig Ihre Wettbewerbsfähigkeit.
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News, 11.11.2025
11.11.2025
Die Bau- und Immobilienwirtschaft befindet sich in einer strukturellen Umbruchphase. Neben Geschäftsmodellen wird vor allem die zugrundeliegende Finanzierungsstrategie zunehmend zum Erfolgsfaktor. Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs standen daher praxisnahe Strategien im Mittelpunkt, wie Finanzierungsinstrumente gezielt zur Transformation eingesetzt werden können. „Im anhaltend schwierigen Marktumfeld der Bauindustrie rückt die finanzielle Stabilität stärker in den Mittelpunkt. Eine tragfähige Finanzierungsarchitektur ist nicht nur Stabilitätsanker, sondern Voraussetzung für unternehmerische und strategische Freiheit“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie bei W&P, verdeutlichte: Trotz der angespannten Lage in der Bauindustrie eröffnen sich Chancen für Unternehmen, die ihre Transformation aktiv steuern. „Der Schlüssel liegt in einer klaren strategischen Priorisierung – im Zusammenspiel von Märkten und Produkten, Operating Model und Finanzierung“, so Markschläger. „Nur wer finanzielle Stabilität und vorausschauendes Liquiditätsmanagement sicherstellt, kann strategische Initiativen mit erhöhtem Kapitalbedarf erfolgreich umsetzen – etwa Industrialisierung der Produktion und Vorfertigung, Digitalisierung, gezielte Zukäufe oder auch Restrukturierungen.“ Im anschließenden Zwiegespräch diskutierte er mit Doreen Laabs, W&P Finance Expertin, welche konkreten Optionen Unternehmen in Sachen Finanzierungsstrategie heute haben: von der Abwägung zwischen bilateralen und konsortialen Finanzierungen über die richtige Nutzung von Aval- und Cash-Kreditlinien bis hin zu zukunftsorientierten Strukturierungsansätzen, die Flexibilität und Liquidität auch in volatilen Marktphasen sichern. Die Diskussion machte deutlich: Banken prüfen ihr Branchenexposure heute sehr genau und achten bei der Kreditvergabe auf zukunftsfähige Geschäftsmodelle, stabile Liquidität und gezielte Investitionen in F&E. Erfolgreiche Finanzierungsstrategien brauchen deshalb vor allem Transparenz, ein klares Verständnis der eigenen Finanzarchitektur und: „Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation! Der proaktive, transparente Austausch mit Banken ist entscheidend, um sich das Vertrauen des Finanzierungspartners zu sichern“, so Laabs. Unternehmen sollten nicht erst dann auf die Bank zugehen, wenn sie „mit dem Rücken an der Wand stehen“, unterstrich auch Oliver Markschläger. Deutlich wurde: Langfristige Kreditlinien, ausreichende Liquiditätsreserven, flexible Covenants und die Vermeidung von Klumpenrisiken durch Konsortialkredite oder breit gestreute Bankpartner sind zentrale Erfolgsfaktoren für stabile, diversifizierte und vorausschauend gestaltete Finanzierungsstrukturen. Auch die Nutzung alternativer Finanzierungsquellen und Förderprogramme können zusätzlich die Handlungsfähigkeit und Resilienz stärken.
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News, 07.11.2025
07.11.2025
Ob globale Unsicherheiten, steigende Finanzierungskosten oder strukturelle Marktveränderung – der Druck auf Unternehmen nimmt weiter zu. In diesem Umfeld reicht reaktives Krisenmanagement nicht mehr aus. Gefragt ist vielmehr eine gestaltende Sanierung: früh initiiert, strategisch verankert und konsequent umgesetzt. Wie man das konkret angehen kann? Dieses Thema stand im Mittelpunkt der Restructuring Lounge Linz von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit SGS. Zum Auftakt machten Daniel Emmrich, Partner bei W&P, und Dr. Christoph Strobl, Managing Partner bei SGS, deutlich: „Zukunftsfähigkeit entsteht durch klare Steuerung, stringente Prioritäten und eine Führung, die Orientierung bietet.“ Zum Start in den Abend präsentierte Dr. Daniel Degischer, Management Center Innsbruck, und Dr. Christoph Strobl,  SGS Management GmbH, in ihrem Impulsvortrag die Ergebnisse des internationalen Forschungsprojekt – finanziert von der österreichischen Nationalbank – zum Thema „Open Strategy in der Restrukturierung und Sanierung“. Durch diesen Ansatz ergeben sich neue und transparente Wege in der Neuausrichtung der Geschäfte, da es gelingt Markt, Organisation und Finanzierung zusammen an einen Tisch zu bringen.  Auch Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, unterstrich: „Viele Unternehmen navigieren auch heute noch ohne belastbare Frühwarnmechanismen. In diesem Fall ist eine integrierte kaufmännische Steuerung gefragt“, so Zubrod. Ohne Krisenfrühwarnsysteme ginge es heute nicht mehr. Im anschließenden Lounge-Talk mit den Referenten sowie Dr. Gernot Hofer, Vorstand, Invest Unternehmensbeteiligungs AG, Dr. Mario Leistentritt, Jaufer Rechtsanwälte GmbH, und Thomas Litzlbauer, Management Factory, wurde vor allem deutlich: Sanierung beginnt nicht erst mit dem Krisenfall, sondern mit klarer Kommunikation, vorausschauender Führung und dem Mut, klare Entscheidungen zu treffen. Eine spannende Brücke zwischen Hochleistungssport und Restrukturierung schlug Prof. Kurt Matzler, Professor für Strategisches Management an der Universität Innsbruck, in seinem abschließenden Impuls „High Performance Mindset“. Als zweifacher Teilnehmer und Finisher des „Race Across America“ zeigte er, zu welcher Leistung der Mensch in der Lage ist, wenn er ein „Warum“ hat und parallel maximale Disziplin und Konsequenz in der Umsetzung beweist – ganz nach dem Motto: „If you can dream it, you can do it“.
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News, 04.11.2025
04.11.2025
Familienunternehmen in Deutschland stehen momentan vor einer enormen Herausforderung. Viele, die bereits seit Jahren strukturelle Probleme mit sich tragen, sehen sich nun durch schwache Absatzentwicklungen massiv finanziell unter Druck gesetzt. Die Refinanzierungsmöglichkeiten sind gleichzeitig stark eingeschränkt, Banken zeigen sich zurückhaltend, und viele Gesellschafter sind schlichtweg „aus dem Geld“. Debt Advisor verbringen viel Zeit, um Banken zu einem Standstill zu bewegen, aber an Fresh Money ist kaum zu denken. Was wir jetzt sehen, ist das Ende des „Relationship Banking“ – manche behaupten sogar das Zeitalter des Haircuts hat begonnen. Volker Riedel & Doreen Laabs in der nwb Sanieren & Restrukturieren.
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News, 30.10.2025
30.10.2025
Kommentar von Christian Sprenger, Partner Operational Excellence, und Fabian Dichant, Senior Manager Operational Excellence bei Dr. Wieselhuber & Partner Der Produktionsstandort Deutschland wurde in den letzten Jahren gern als Problemfall beschrieben – teuer, langsam, überreguliert. Auf der Summit Allgäu Produktion 2025 war der Ton anders: Die Probleme sind brutal real, aber niemand versinkt im Selbstmitleid. Genannt wurden unter anderem hohe Energiekosten, Fachkräftemangel, Bürokratie und ein globaler Kostendruck, der durch die geopolitische Lage weiter steigt. Die US-Regierung unter Donald Trump setzt wieder offen auf Industrieprotektionismus, Zölle und „America First“, um Produktion zurück in die USA zu holen. Gleichzeitig kommt aus China eine neue Welle industrieller Konkurrenz: technisch solide, schnell skalierbar und „good enough“ – funktional ausreichend, aber preislich so aggressiv, dass gerade europäische Maschinenbauer und Zulieferer massiv unter Druck geraten. Die Botschaft der zwei Tage war deshalb eindeutig: Wenn wir in fünf Jahren noch wettbewerbsfähig sein wollen, reicht „weiter so“ nicht – gefragt seien laut Georg Weber, CTO WILO SE, mehr Produktivitätssprünge, um in 5 Jahren noch wettbewerbsfähig zu sein. Diese Produktivitätssprünge werden inzwischen nicht mehr als theoretische LEAN-Übung diskutiert, sondern sehr operativ. Automatisierung ist keine Prestigeinsel mehr, sondern Grundvoraussetzung dafür, in einem Hochlohnland stabil und in Qualität liefern zu können. Digitale Assistenzsysteme sollen Prozesse beherrschbar machen: Werkerführung in Echtzeit statt dicker Arbeitsanweisung, sofortiges Feedback statt spätem Nacharbeiten, klare Takte statt individueller Heldenleistung. Nachhaltigkeit wird nicht mehr als Imageblock verkauft, sondern als Teil der Effizienzlogik: Energie verstehen, Verbräuche aktiv steuern, eigene Versorgung sichern, Verluste reduzieren. Es geht weniger um „mehr Leute für mehr Schichten“, sondern darum, die vorhandenen Ressourcen so stabil, standardisiert und störungsarm laufen zu lassen, dass Ausbringung und Liefertreue planbar bleiben. Ein weiterer roter Faden: Geschwindigkeit. Veränderung wird nicht mehr als mehrjähriges Transformationsprogramm beschrieben, sondern als Taktfrage im Tagesgeschäft. Wer jede Entscheidung dreifach absichert, liefert zu spät. Wer die Industrialisierung zu lange absichert, verliert den Markt an jemanden, der schneller lernt. Geschwindigkeit wird damit zur Führungsaufgabe – nicht nur in der Entwicklung, sondern bis tief in die Fertigung. Entbürokratisierung wurde nicht als politisches Schlagwort diskutiert, sondern als Standortfrage. Zu lange Genehmigungswege, zusätzliche Berichtspflichten, wachsende regulatorische Komplexität kosten genau die Geschwindigkeit, die alle gleichzeitig einfordern. Am Ende liefen die Forderungen aus Industrie und Mittelstand erstaunlich deckungsgleich zusammen: weniger Fesseln, mehr Mut zu Sprunginnovationen und ein konsequenter Fokus auf Effizienz und Produktivität direkt am Shopfloor – nicht nur in Präsentationen. Fazit: Wettbewerbsfähigkeit wird sich nicht mehr über Lohnkosten entscheiden, sondern über Exzellenz in der Ausführung. Wer morgen bestehen will, muss heute Standards schaffen, Komplexität runterfahren, Output pro Anlage und Schicht heben und Führung am Shopfloor stärken – und das Ganze mit Tempo.
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News, 23.10.2025
23.10.2025
Die deutsche Bauwirtschaft steht weiter unter erheblichem Druck. 2025 droht das fünfte Jahr in Folge ein Umsatzrückgang. In diesem Umfeld gilt: Nur wer frühzeitig handelt, bleibt am Steuer. Unternehmen, die Transformation anstoßen, Kosten senken und eine Neuausrichtung einleiten, sichern sich Handlungsfreiheit – statt sich von externen Faktoren oder Finanzierern lenken zu lassen. Wie? Entsprechende Impulse standen im Mittelpunkt des digitalen Executive Dialog „Stagnation in der Bauindustrie“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P). „Je länger der Aufschwung dauert, desto wichtiger werden Durchhaltevermögen, Kapitalreserven, das Erreichen des Break-even und die „Atmungsfähigkeit“ der Unternehmen“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Moderator und W&P Branchenexperte. Georg Charlier, Regional Manager bei JLL, verdeutlichte: Das Marktumfeld bleibt herausfordernd auch wenn mittlerweile vereinzelter Lichtblicke am Horizont sichtbar werden. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferer bei W&P, betonte in seiner strategischen Einordnung entsprechend: „Wer in dieser schwierigen Phase das passende Portfolio und eine leistungsfähige Organisation im Griff hat, kann jetzt strategisch die Weichen stellen und als Gewinner hervorgehen.“ Unternehmen, die breit diversifiziert und effizient aufgestellt sind, verfügen über einen klaren Vorteil. Frühzeitiges Handeln wird damit zum Schlüsselfaktor, um Kosten zu senken, Effizienz zu steigern und neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Dass kaufmännische Steuerung dabei weit mehr ist als ein Reporting-Instrument, unterstrich Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: „Unternehmen dürfen kaufmännische Steuerung nicht als lästige Pflicht begreifen – richtig umgesetzt wird sie zum strategischen Vorteil. Existieren keine derartigen Instrumente bedeutet das auf jeden Fall einen Wettbewerbsnachteil!“ Moritz Polk, Manager bei W&P, ergänzt: „Nur der integrierte Dreiklang aus Strategie-, Finanz- und Liquiditätsmanagement ermöglicht kontrollierte, fundierte Entscheidungen für die Zukunft -  die letztlich Zeit und Kosten sparen.“ Wie das in der Praxis gelingt, zeigte W&P Partner Daniel Emmrich anhand eines Restrukturierungsbeispiels. Er ist sich sicher: „Zentrale Erfolgsfaktoren der Restrukturierung und Neuausrichtung sind vor allem die offene Kommunikation mit allen Finanzierern, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Beratern und Geschäftsführung und der klare Veränderungswille in der Führung.“ In der abschließenden Diskussion wurde deutlich: Die Branche durchläuft tiefgreifende strukturellen Veränderungen – frühes, szenariobasiertes Handeln schafft in dieser Situation Klarheit und sichert Handlungsfähigkeit. Wer jetzt kaufmännische Steuerung als strategisches Führungsinstrument begreift, Effizienz mit klarer Ausrichtung verbindet und strategisch klug handelt, kann gestärkt aus der Stagnation hervorgehen und den Wettbewerb sogar überholen. 
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Publikation
16.10.2025
Die wirtschaftliche Lage der Fußball-Bundesliga stabilisiert sich – doch strukturelle Risiken bleiben bestehen. Das zeigt die aktuelle Studie von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) zur Refinanzierungsfähigkeit und Geschäftsmodellen der Clubs der 1. und 2. Bundesliga. Im Jahr 2024 konnten die Vereine ihr EBITDA im Durchschnitt um rund 30 % steigern. Damit verbessert sich die gesamtwirtschaftliche Refinanzierungsfähigkeit deutlich – vor allem dank gestiegener TV-Erlöse, Transferüberschüsse und effizienterem Kostenmanagement. Finanziell stabil zeigen sich insbesondere Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart und der 1. FC Köln. Neben sportlichem Erfolg tragen auch Investorenbeteiligungen, Europapokal-Einnahmen und konsequente Kostenkontrolle zur Stärkung der Eigenkapitalbasis bei. Deutlich gefährdeter sind hingegen Holstein Kiel, der 1. FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf. Anhaltende Defizite, sinkendes Eigenkapital und fehlende Refinanzierungsalternativen belasten die Zukunftsfähigkeit dieser Clubs spürbar. Im Ausblick zeichnet sich ein Strukturwandel ab: Immer mehr Vereine prüfen alternative Finanzierungsformen – etwa Genossenschaftsmodelle, Fan- und Unternehmensanleihen oder Schuldscheindarlehen. Auch Restrukturierungsinstrumente wie das StaRUG gewinnen an Relevanz, um Krisenszenarien frühzeitig abzufedern.
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Event, 11.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Boards, Management und Gläubigergremien stehen unter zunehmendem Entscheidungsdruck – insbesondere in Transaktions- und Sondersituationen. In diesem Umfeld sind eine belastbare rechtliche Absicherung sowie nachvollziehbare, fundierte ökonomische Bewertungen von zentraler Bedeutung.Im Executive Dialog geben wir praxisnahe Einblicke und konkrete Empfehlungen zur rechtssicheren Dokumentation von Gremienentscheidungen sowie zum gezielten Einsatz von Fairness Opinions. Gemeinsam mit den „White Collar Defense“-Anwälten von Skadden zeigen wir anhand ausgewählter Praxisbeispiele, wie Entscheidungen strukturiert vorbereitet, klar formuliert und sauber dokumentiert werden sollten, um Haftungsrisiken wirksam zu minimieren.
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Publikation
01.09.2025
Die Bauindustrie steht unter massivem Veränderungsdruck. Bauen ist nach 3 Dekaden stagnierender Produktivität zu teuer und zu langsam. Die wesentlichen Treiber dieser Entwicklung sind: Fragmentierte Wertschöpfung, Ungleiche Margen- und Risikoverteilung, Mangelnde Skaleneffekte, Fachkräftemangel, Defizite in der Digitalisierung, Nachhaltigkeitsanforderungen und Regulatorik. Zusammengenommen eine enorme Herausforderung für die Branche und für jedes einzelnen Unternehmen in der Wertschöpfungskette, von der Projektentwicklung bis zum Betrieb und dem Rückbau. Antworten im neuen W&P Dossier „Von der Baustelle zur Produktionshalle - Wie industrielle Vorfertigung die Spielregeln im Bau verändert“.
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Event, 09.03.2026 (Beendet)
Wien
Beendet
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, wir blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Zum Abschluss ist es uns gelungen einen hochkarätigen Keynote Speaker für unsere Veranstaltung zu gewinnen, der uns auf eine Reise weit über den Tellerrand der gestaltenden Sanierung mitnehmen wird. Die Restructuring Lounge lebt von ihrer Kontinuität – und von den Menschen, die sie prägen. Umso mehr würden wir uns freuen, wenn Sie auch dieses Jahr in Wien wieder Teil dieses Formats sind oder es erstmals kennenlernen.
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Best Case
06.08.2025
Die BÜRGER GmbH & Co. KG ist ein führender deutscher Lebensmittelhersteller, der schwäbische Spezialitäten wie z.B. Maultaschen und Spätzle oder italienische Teigwaren produziert. Die organisatorischen Strukturen und Abläufe des Familienunternehmens waren historisch gewachsen und hatten sich nicht mit wachsender Unternehmensgröße entwickelt. Entsprechend gab es Optimierungsbedarf im Hinblick auf Aufgabenverteilung, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen. Zudem stand in der Geschäftsführung und wichtigen anderen Führungspositionen ein Generationswechsel an. Hier kam W&P an Bord: Strukturen, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten zwischen den Bereichen sollten überprüft die Führungsorganisation konzeptionell weiterentwickelt werden. „Dr. Wieselhuber & Partner hat uns bei der Weiterentwicklung unserer Führungsorganisation sehr gut unterstützt. Für uns als mittelständisches Familienunternehmen war es wichtig, einen Partner an der Seite zu haben, der uns nicht nur mit professionellen Methoden, sondern auch mit Fingerspitzengefühl und der erforderlichen Erfahrung begleitet. Die Analysen und Konzepte waren auf den Punkt. Wir sind auch dank der Unterstützung von W&P organisatorisch bestens für die Zukunft aufgestellt“, so Martin Bihlmaier, Geschäftsführer, Bürger GmbH & Co. KG. Wie das Team um Dr. Timo Renz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Publikation
30.07.2025
Unternehmen stehen heute unter doppeltem Druck: Märkte verändern sich rasant, Kundenbedürfnisse werden individueller, und der Wettbewerb wird zunehmend digital. Gerade in dieser Situation gewinnt Marketing eine neue strategische Bedeutung als Hebel für Wachstum, Differenzierung und Wertsteigerung. Wer Marketing heute ganzheitlich denkt, intelligent orchestriert und datenbasiert steuert, schafft echte Wettbewerbsvorteile – auch und gerade im Mittelstand. Durch moderne Daten- und KI-Technologien lassen sich Effizienzgewinne realisieren, Erlebnisse personalisieren und der Return on Marketing Investment (ROMI) präzise steuern – ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Doch vielen fehlt ein systematischer Zugang. Es mangelt an Know-how, internen Ressourcen und übergreifender Koordination. Ohne strategische Verankerung, bereichsübergreifende Steuerung und gezielten Kompetenzaufbau scheitern viele KI-Initiativen an Strukturen, Kultur oder rechtlichen Unsicherheiten. Wie Künstliche Intelligenz entlang der klassischen 7P des Marketings – Product, Price, Promotion, Place, People, Physical Evidence und Process – gezielt eingesetzt werden kann, um Wirkung zu entfalten? Antworten liefert das aktuelle W&P White Paper „Disruption des Marketing: Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmenswert durch modernes Marketing mit starkem Daten- und KI-Bezug steigern“.
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21.07.2025
Als Pionier in der Wellrohrfertigung entwickelt und produziert das Familienunternehmen Fränkische Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG, innovative Rohre, Zubehör und Systemkomponenten für Elektro-, Drainage- und Haustechnik. Der Geschäftsbereich „Elektro Systeme“ ist Marktführer für Kabelschutzlösungen in Deutschland. Angesichts des steigenden Wettbewerbsdrucks im Heimatmarkt sowie wachsenden Chancen für Expansion und Internationalisierung, sollte der Wachstumskurs mit einer zukunftsorientierten Strategie abgesichert werden. Hier kam W&P ins Spiel: Gemeinsam mit dem Führungsteam des Geschäftsbereichs wurde eine klare strategische Ausrichtung entwickelt, die das Kerngeschäft stärkt, die Internationalisierung vorantreibt und neue Wachstumssegmente erschließt. „Mit der herausragenden Branchenexpertise, dem passgenauen Methodeneinsatz und dem hohen persönlichen Engagement sowie kulturellen Fit des W&P-Teams, haben wir gemeinsam unsere ambitionierte Wachstumsstrategie mit konkreten Aktivitätenplänen entwickelt. Dank der agilen kollaborativen W&P-Vorgehens-weise wurde zugleich das absolute Commitment im Führungsteam zur erfolgreichen Umsetzung geschaffen,“ so Frank Rauterkus, Leitung Geschäftsbereich Elektro Systeme. Wie das Team um Dr. Stephan Hundertmarkt und Ferdinand Fiedler konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
07.07.2025
Die Dynamik von Märkten, Technologien und Kundenbedürfnissen nimmt weiter zu – ebenso wie der Bedarf an belastbaren Analysen und fundierten Entscheidungsgrundlagen. Wer Entwicklungen frühzeitig erkennt und gezielt reagiert, verschafft sich im Wettbewerb einen klaren Vorteil. Bei Dr. Wieselhuber & Partner unterstützen wir Sie dabei mit unserer gebündelten Expertise im Bereich Strategic Market Research (SMR). Unser spezialisiertes Team analysiert kontinuierlich Trends, Märkte und Wettbewerbsumfeld unterschiedlicher Branchen und liefert damit verlässliche Entscheidungsimpulse – aktuell, präzise und anwendungsnah. Als besonderen Service stellen wir Ihnen zweimal jährlich kompakte und praxisnahe Einblicke zur Verfügung: Der Market Intelligence Newsletter für das erste Halbjahr 2025 bietet Ihnen einen strukturierten Überblick über aktuelle Studien, Trendbeobachtungen und strategisch relevante Entwicklungen von Januar bis Juni 2025. Lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie diese Impulse für Ihre Zukunftsentscheidungen.
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Best Case
05.06.2025
Die familiengeführte Buhck Gruppe, führender Dienstleistern der norddeutschen Abfall- und Umweltwirtschaft, ist in den letzten Jahren stark gewaschen bei gleichzeitig hohem Ertragsniveau. Zeit für eine Positionsbestimmung, um einen neutralen Blick auf die aktuelle Unternehmensausrichtung bekommen. W&P wurde beauftragt, einen umfassenden „Fitness-Check“ des Unternehmens durchzuführen und durch tiefgehende betriebswirtschaftliche Auswertungen und Benchmarking die Unternehmenssituation zu bewerten und mögliche Handlungsfelder bzw. Optimierungspotenziale zu identifizieren. Konkret wurden bestehende Transparenzansätze hinsichtlich Effizienz und Kostenstrukturen in den administrativen Zentralfunktionen weiterentwickelt, für Entwicklungen außerhalb des bisherigen Managementfokus auf Basis ausgewählter Kennzahlen sensibilisiert, die gegenwärtige Unternehmensausrichtung unter Beachtung unternehmensspezifischer Charakteristiken objektiv eingeschätzt und konkrete Ansätze zur unternehmensübergreifenden Verbesserung der Performance abgeleitet. „Das W&P-Team hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Durch die fachliche Expertise und fundierter Analysen wurde zielsicher aufgezeigt, wo Handlungsbedarf besteht und welche Optimierungsmaßnahmen eingeleitet werden sollten“, bestätigt Holger Harms, GF und CFO Buhck UmweltservicesGmbH & Co. KG, den Erfolg des Teams um Dr.-Ing. Dirk Artelt.
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Publikation
03.06.2025
In den aktuell anspruchsvollen Zeiten reichen weder Reaktivität noch passive Proaktivität: Champions der Transformation richten jetzt, im Rahmen der Business Transformation, die zentralen Dimensionen ihres Geschäfts neu aus – und zwar umfassend zukunftsgerichtet auf ein strategisches Zielbild der Gesamtorganisation. Neuausrichtungen des Unternehmensportfolios mittels Post Merger Integrationen oder Carve- Outs spielen dabei eine zunehmend zentrale Rolle. Business Transformation im Sinne einer Neuausrichtung geschieht nicht zum Selbstzweck, sondern wird von Champions als Resultat ihrer existierenden langfristigen Vision und Mission sowie ihrer mittelfristigen Strategie aktiv vorangetrieben. Diese Unternehmen haben ein klares Verständnis davon, wie ihre Geschäftsmodelle in ihren jeweiligen Marktsegmenten auch in verschiedenen Zukunftsszenarien weiterhin effektiv und effizient wirken werden. Aus diesem Rahmenwerk ergibt sich der Blueprint zur Neuausrichtung aller relevanten Geschäftsdimensionen – die strategischen Leitplanken der Business Transformation in den Dimensionen - Sales Excellence - Operational Excellence - Profit & Controlling Excellence - HR & Change Excellence - Digital Excellence Wie W&P nicht nur bei der Ableitung dieser richtungsweisenden Transformationsleitplanken aus ihrem strategischen Zielbild, sondern auch bei der vorgelagerten Strategieentwicklung unterstützen kann? Jetzt nachlesen!
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Publikation
27.05.2025
Die aktuelle Studie „Die Konsumgüterbranche im Spannungsfeld – Marken-, Hybrid- vs. Handelsmarkenhersteller“ von W&P zeigt: Der Wettbewerb zwischen Marke und Handelsmarke hat sich weiter intensiviert. Denn die wirtschaftliche Performance vieler FMCG-Unternehmen in Deutschland befindet sich seit Jahren unter starkem Druck. Besonders betroffen: EBIT und Kapitalrendite (ROI), deren Rückgang sich über nahezu alle Geschäftsmodelltypen – Marken-, Handelsmarken- und Hybridhersteller – sowie eine Vielzahl von Warengruppen hinweg erstreckt. Bei Studienbestellung kontaktieren wir Sie für ein persönliches Gespräch mit individualisierten Benchmarks & Daten für Ihr Unternehmen.
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Publikation
20.05.2025
Das aktuelle W&P Sanierungs- und Restrukturierungsbarometer für das erste Quartal 2025 in Deutschland und Österreich verdeutlicht: Der Transformations- und Anpassungsdruck im Mittelstand steigt drastisch – besonders in den Branchen Automobilzulieferer, Maschinen- und Anlagenbau sowie Immobilienentwicklung. Basierend auf quartalsweisen Experteneinschätzungen von Finanzierern und Juristen liefert die neue Studienreihe fundierte Einblicke in die aktuelle Lage am Restrukturierungsmarkt.
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Best Case
05.05.2025
Die thyssenkrupp Steering (tkS) ist Teil der börsennotierten thyssenkrupp AG und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Lenksystemen. Mit rund 10.900 Mitarbeitenden an 24 Standorten steht tkS für technologische Exzellenz – insbesondere im Bereich der Massivumformung. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Transparenz und Steuerungsfähigkeit in der globalen R&D-Planung initiierte das Unternehmen eine umfassende Optimierung des R&D-Controllings. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde beauftragt, den gesamten Prozess strategisch und operativ zu begleiten – von der Analyse der Ausgangssituation über die Zielbildentwicklung bis hin zur Auswahl und Implementierung eines geeigneten Planungstools. Ziel war, die Steuerungsmöglichkeiten und Transparenz durch eine optimierte Schnittstelle zwischen Budget- und Projektplanung zu erhöhen, die Controlling-Effizienz durch systemische Anpassungen zu steigern und ein zukunftsfähiges R&D-Controllingkonzept zu etablieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Projekt- und Jahresplanung wurde durch ein passgenaues Tool effizienter gestaltet, eine adaptierte Prozess- und Gremienstruktur ermöglicht nun eine verbesserte Steuerung der globalen R&D-Ressourcen. Zudem schaffen klar definierte Rollenprofile und ein KPI-gestütztes Dashboard-Konzept Transparenz und Verantwortlichkeit in der Umsetzung. „Dank des strukturierten Vorgehens von W&P konnten wir trotz des äußerst engen Zeitplans diese komplexe Aufgabenstellung zielorientiert lösen, was uns zukünftig eine effizientere Planung und Steuerung unserer R&D-Ressourcen ermöglicht“, so Patrick Vith, CEO & COO der thyssenkrupp Steering. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business bei W&P, das Projekt umgesetzt hat? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
28.04.2025
Nicht-performende Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften stellen Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen: Sie binden Kapital, Management-Attention und müssen von profitablen Geschäften häufig quersubventioniert werden. Damit beeinträchtigen sie die Wettbewerbsfähigkeit des Kerngeschäfts und die Zukunftsfähigkeit des Gesamtunternehmens. Fakten und Erkenntnisse zu schwachen oder defizitären Geschäftsbereichen liegen meist vor und sind Entscheidern bekannt. Handlungsoptionen und konsequente Entscheidungen im Management- und Gesellschafterkreis, wie mit diesen Geschäftsbereichen oder Tochtergesellschaften umzugehen ist? Häufig Fehlanzeige – mit entsprechender Konsequenz für Effizienz- und Ertragsstärke des Gesamtunternehmens. ■ Emotionale Bindungen an tradierte Geschäftsbereiche verhindern eine objektive Beurteilung und konsequente Entscheidungen ■ Operative Maßnahmen zur Performance-Steigerung werden fortlaufend initiiert, selbst wenn sie in der Vergangenheit bereits gescheitert sind ■ Diskussionen über strategische Optionen finden oft ohne klare Faktengrundlage statt, was eine fundierte Entscheidungsfindung verhindert ■ Ergebnisloses Diskutieren im Kreis von Gesellschaftern/Beiräten führt dazu, dass kritische Geschäftsbereiche trotz erkennbarer Defizite weitergeführt werden, ohne echte Veränderungen einzuleiten ■ Mangelnde Erfahrung mit Sanierungs- und Exit- Strategien wie M&A, außergerichtlichen oder gerichtlichen Verfahren sorgen dafür, dass diese Optionen nicht strukturiert und faktenbasiert geprüft werden – obwohl sie Lösungswege darstellen Klar ist: Es braucht eine strukturierte Analyse und eines systematischen Vorgehen, das sowohl strategische als auch finanzielle und operationale Dimensionen berücksichtigt. Wie also umsetzungsorientierte und konsensfähige Handlungsoptionen entwickeln? Antworten im neuen W&P Dossier „Sanierung ungeliebter Töchter und Geschäftsbereiche“.
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Event, 03.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Effizienz und konsequente Kostensteuerung zählen zu den zentralen Erfolgsfaktoren unternehmerischer Zukunftsfähigkeit. Wirtschaftliche Unsicherheiten, steigende Kosten und das Risiko einer zunehmenden Kompetenzlücke erhöhen den Druck auf Unternehmen, Mitarbeitende, Leistungen und Strukturen. Die strategische Steuerung und das kritische Hinterfragen des internen Leistungsportfolios werden damit zu einer zentralen Aufgabe der Geschäftsleitung. Im Webinar zeigen wir anhand konkreter Best Practices, wie Sie durch die systematische Analyse von Leistungen, Strukturen und Ressourceneinsatz Ihr Leistungsportfolio wirksam an Effizienz und Effektivität ausrichten. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Organisation leistungsfähiger aufstellen, Synergien heben und nachhaltige Effizienzgewinne realisieren können. Profitieren Sie von praxiserprobten Ansätzen, konkreten Beispielen und dem offenen Austausch mit erfahrenen Experten.
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Best Case
07.04.2025
Die Ensinger GmbH ein international tätiges Familienunternehmen, spezialisiert auf technische Kunststoffe, liefert innovative Lösungen für Branchen wie Maschinenbau, Automobilindustrie, Medizintechnik und Luftfahrt. Um in einer anspruchsvollen Markt- und Wettbewerbssituation langfristig nachhaltiges Wachstum und die Ergebnissicherung zu gewährleisten, wurde das Transformationsprogramm NEXT ins Leben gerufen. Ziel: Ensinger durch optimierte Prozesse, ein klares Rollenverständnis und eine funktional ausgerichtete Organisationsstruktur stärker markt- und kundenorientiert aufzustellen. Das Team um Leonard Kluck, Head of HR Excellence bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde an Bord geholt, um bei Change Management und Kommunikation zu unterstützen: „Im Rahmen unseres Transformationsprogramms konnten wir dank der professionellen Unterstützung von W&P eine klare Programmführung und -steuerung etablieren, unsere internen Stakeholder gezielt auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten und ein nachhaltiges Change-Momentum schaffen, “ so Sven Heidinger, Head of Human Resources. Konkret konnten Ergebnisorientierung und Effizienzsteigerung durch ein stringentes Programmmanagement mit klaren Meilensteinen, Maßnahmenpaketen und transparentem Reporting verbessert, Transformations- und Veränderungsbereitschaft durch die nachhaltige Verankerung eines positiven Change Narrativs gesteigert und Widerständen mittels klarer Kommunikation und verbindlichen Verantwortlichkeiten gesteigert werden.
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Publikation
20.02.2025
Gerade der deutsche Mittelstand steht vor dem Spagat, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und zugleich die finanzielle und wirtschaftliche Stabilität sicherzustellen. Einerseits erfordert der zunehmende Fachkräftemangel signifikante Investitionen in die Gewinnung, Bindung und Weiterentwicklung von Talenten und Schlüsselressourcen. Andererseits verlangen die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine konsequente Kosten- und Liquiditätssteuerung, um potenziellen Schieflagen frühzeitig entgegenzuwirken. Um diese Aspekte miteinander zu verbinden, hat Dr. Wieselhuber & Partner den „HR Cost & Risk Navigator“ entwickelt. In einem fokussierten Projekt analysieren wir innerhalb weniger Tage Ihr HR-Leistungsportfolio, ihre HR-Risikoposition sowie damit direkt und indirekt verbundene Personalkosten. Hieraus leiten wir für Sie maßgeschneiderte Handlungsfelder und Maßnahmen ab, um Potenziale für nachhaltige Kosteneinsparungen und Risikominimierungen sowie eine strategie- und wertschöpfungsorientierte HR-Prozesskette aufzuzeigen. Das Ergebnis: 1. Hohe Transparenz über alle relevanten HR-Kosten und ihre Treiber, als Grundlage für faktenbasierte Entscheidungen 2. Ein pragmatisches Maßnahmenpaket, das Effizienzsteigerungen im HR-Serviceportfolio ermöglicht 3. Konkrete Handlungsempfehlungen für unmittelbar wirksame Kostensenkungen und nachhaltige HR Risikominimierung 4. Ein stringentes Vorgehen für ein effizientes HR-Management als Hebel für langfristigen Erfolg in Bezug auf Ergebnis, Kosten, Liquidität und Risikopositionierung
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Publikation
06.02.2025
Gerade das HR-Management steht aktuell im Zentrum eines Spannungsfeldes zwischen steigenden HR-Risiken, nicht verstandenen Rollen- und Prozessanforderungen, starken kulturellen Spannungen sowie einem fragmentiertem Stakeholder-Management. In einer Arbeitswelt, die durch Fachkräftemangel, flexible Arbeitsmodelle und den zunehmenden Wunsch nach Sinnstiftung am Arbeitsplatz komplexer geworden ist, führt das Nichtbeachten dieser Spannungsfelder mittel- bis langfristig zu Konsequenzen: Höhere Fluktuation, geringere Produktivität und Motivation, höhere Abwesenheitsraten, Informationsasymmetrien, Reputationsschwäche. Trivial, aber wahr: Schlüsselfaktor einer nachhaltigen Wertschöpfung war, ist und wird immer der Mensch bleiben. Aber wie muss das HR-Management konkret aussehen, um als Enabler für eine effektive sowie effiziente Organisation und eine performanceorientierte Führungskultur zu wirken? Wie kann ein agiler Management-Ansatz proaktiv auf Spannungsfelder reagieren? Antworten im neuen W&P Dossier „Agilität trifft Exzellenz: Erfolgreiches HR-Management“.
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Kommentar, 16.01.2025
16.01.2025
War der Wohnbau in Deutschland zuletzt die „Todeszone“ der Industrie, mehren sich auf der BAU 2025 die Stimmen und Anzeichen dafür, dass die Talsohle durchschritten ist. Immobilienpreise stabilisieren sich, Finanzierungen werden wieder günstiger und der Bedarf an Bauleistungen für Wohnungen und Infrastruktur bleibt enorm. Zugleich werden die Auswirkungen des Fachkräftemangels im Handwerk zunehmend für die Unternehmen spürbar. Viele stellen sich die Frage, wer die notwendige Bauleistung eigentlich erbringt, wenn die Babyboomer gehen und Azubis fehlen. Günstige Arbeitskräfte aus anderen EU-Ländern sind es auf Dauer jedenfalls nicht, da es auch dort lokalen Bedarf und die Verrentung der Babyboomer gibt.Industrielles Bauen und serielles Sanieren weiter TrendsDIE prominente Antwort auf den vorgenannten Fachkräftemangel und die hohen Baukosten bleibt die industrielle Vorfertigung am Bau. Das Thema wird seitens der Messe mittlerweile als „Leitthema“ und durch eine eigene Halle (A2) geadelt. Entsprechend ist es Thema auf den Ständen vieler Zulieferunternehmen. Es sind sich auch (fast) alle einig, dass „prefab“ eine Lösung für die vorgenannten Themen und zur Produktivitätssteigerung der Bauindustrie sein wird.Es macht sich aber auch Ernüchterung breit, da die bisherigen Angebote und Erfahrungen noch nicht für ein goldenes Zeitalter sprechen. Noch sind die Baukosten für modulare oder seriell gefertigte Bestandsgebäude nicht wirklich billiger und die Unternehmen fahren auch keine tollen Innovationsrenditen mit ihren prefab-Lösungen ein. Im Ergebnis wird es also einen längeren Atem brauchen, bis der Markt sich etabliert und industrielle Produktivitätssteigerungen auch zu kosten- und margenvorteilen führen. In der oft referenzierten Autoindustrie hat dies schließlich auch Dekaden gedauert.Kooperation für InnovationDie Branche wächst zusammen. Zumindest was die innovativen und führenden Bauzulieferunternehmen vor allem aus Deutschland angeht. Weit prominenter als früher werden Kooperationen und gemeinsame Lösungen mit Namen der Beteiligten ins Schaufenster gestellt. Spitzenreiter ist hier ein Unternehmen im Bereich Elektroinstallation, das großformatig über 30 Kooperationspartner entlang der Wertschöpfungskette darstellt – mit illustren Unternehmen wie unter anderem Siemens, OBO, Schneider, JUNG, Kaiser, Theben. Im Ergebnis ist auch dies eine Antwort auf die Notwendigkeit, die Kleinteiligkeit und Fragmentierung der Bauindustrie zugunsten von industrieller Effizienz und Produktivität zu verknüpfen.Kostendisziplin ist aktuell ein richtiges und wichtiges Thema in der Bauzulieferindustrie und sicher der Grund dafür, dass nicht wenige namhafte Unternehmen als „Stammkunden“ der Messe durch Abwesenheit glänzen. Es wird also spannend sein zu sehen, ob diese Unternehmen in zwei Jahren wieder dabei sind, größere Probleme haben oder es „nur“ eine abnehmende Relevanz der Messe als Marketingplattform ist.
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Event, 26.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Leistung und Produktivität sind entscheidend für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Organisationen. Kostenexplosion, Fachkräftemangel und steigende Krankenquoten erhöhen den Druck auf HR und Geschäftsführung. Im Webinar zeigen wir, warum People Performance der entscheidende Hebel ist und wie Sie diesen gezielt für Transformation, Produktivität und Kostensenkung nutzen. Grundlage sind die Ergebnisse des W&P People Performance & Transformation Check-ups 2025.Erhalten Sie einen kompakten Überblick über die wichtigsten Treiber von People Performance, die Trends von morgen sowie konkrete Impulse, wie HR zum Schlüssel der Transformation wird. Profitieren Sie von Best Practices, praxisnahen Tools und einem offenen Erfahrungsaustausch mit Experten.
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Best Case
12.12.2024
Die Adolf Präg GmbH & Co. KG, eine familiengeführte Unternehmensgruppe, betreibt knapp 110 Tankstellen und ist als umfassender Energieversorger von Mobilität (E-Ladestationen) über Wärmeversorgung (Heizöl, Pellets und Gas) bis hin zur Stromlieferung und -speicherung sowie Stromeigenerzeugung (PV-Anlagen) tätig. Nach der Akquisition eines direkten Marktbegleiters wurde W&P beauftragt, im Rahmen der Post-Merger-Integration von der Konzeptionserstellung bis zur Umsetzungsbegleitung zu unterstützen. Ziele: Die vollständige und möglichst reibungslose Integration in die PRÄG Unternehmensgruppe, die Steigerung der Effizienz in der Organisation durch Harmonisierung und Optimierung ausgewählter Prozesse sowie die Schaffung eines einheitlichen Außenauftritts unter der Marke PRÄG. „Mit der professionellen Begleitung von W&P ist es gemeinsam gelungen, die vielfältigen Themen und Aufgaben nicht nur plangemäß, sondern alles in allem sehr, sehr reibungslos und unter fleißigem Engagement aller Beteiligter erfolgreich umzusetzen“, so Marc Deisenhofer, Geschäftsführender Gesellschafter Adolf Präg GmbH & Co. KG. Zusätzlich zum fristgerechten Abschluss der Integration des akquirierten Unternehmens, wurden u.a. Teamgedanke und Motivation der Mitarbeitenden gestärkt, Kundenbeziehungen aufrechterhalten, Marktanteile gesichert, geplante Synergien realisiert. Welche Ziele zusätzlich erreicht wurden und wie das Team um W&P Senior Manager Ferdinand Fiedler konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
02.12.2024
Die 30. Ausgabe der Kundenzeitschrift Management Support von W&P liegt druckfrisch vor. Geboren am 03. März 2010 aus der Überzeugung heraus, dass Erkenntnisse und Erfahrungen von Beratern aus Kundenprojekten in marktführenden Familienunternehmen für EntscheiderInnen der Wirtschaft Mehrwert bieten müssten. Dabei war die Kontinuität dieser Kundenzeitschrift nicht immer gesichert – gerade aufgrund exogener Veränderungen. Die rasante Digitalisierung und Technisierung im Bereich der Kommunikationsmedien und die rapide abnehmenden Zeitbudgets in den Führungsetagen stellten die Existenzberechtigung eines so umfassenden Lesemediums in gedruckter Form mit klarem Fokus auf Inhalt deutlich in Frage. 30 Ausgaben und 14 Jahre später zeigt sich: Trotz Informationsvielfalt, zunehmender Bulletisierung und Überschriftsfokussierung ist der „Wunsch nach fundiert Greifbarem“ unverändert hoch. Naheliegend deshalb das Leitthema der aktuellen Ausgabe „Reise in die Zukunft“, dem gleichnamigen Titel unseres vergangenen W&P-Unternehmer-Forums mit allerlei zukunftsorientierten Praxis- und Methodenberichten aus unserem Berateralltag: Von Carve-Outs, ESG und strategischer GuV-Analyse über Operational Excellence bis hin zu Sunshine M&A und intelligenter Nutzung von KI im Innovations- und Servicekontext. Kurzum: Inmitten einer Zeit der umfassenden Transformation eine neue Ausgabe des W&P Management Support mit konkreten Impulsen für die Top-Management-Agenda der EntscheiderInnen – jetzt reinlesen!
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Best Case
19.11.2024
Die ystral GmbH ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen im Maschinen- und Anlagenbau und ist mit Tochtergesellschaften in China, Indien und Singapur sowie zahlreichen Vertretungen weltweit aktiv. Aufgrund eines immer komplexer werden Markt- und Wettbewerbsumfeldes sowie einer zunehmenden internen Prozesskomplexität stand ystral vor der Herausforderung, den erfolgreichen Wachstumskurs der letzten Jahre fortzusetzen. Zur Sicherung der Auftragseingangsziele wurde W&P beauftragt, gemeinsam mit ystral dem Vertrieb eine klare strategische Ausrichtung zu geben und diese durch die Formulierung von Maßnahmenpaketen in der operativen Umsetzung zu unterstützen. Im Fokus: Die Erhöhung der vertrieblichen Durchschlagskraft bei einem gleichzeitig effizienten Ressourceneinsatz. Im Zuge einer strukturierten und praxiserprobten Vorgehensweise konnten u.a. die Auftragseingangssituation erfolgreich stabilisiert, die Transformation vom Maschinen- zum Systemlieferant realisiert, die vertriebliche Durchschlagskraft bei einem gleichzeitig schonenden Ressourceneinsatz erhöht sowie die Vertriebs- & Kundenfokussierung durch organisatorische und rollenadaptive Anpassungen im Vertrieb gesteigert werden. Durch Etablierung eines proaktiven Servicevertriebs konnte zudem der Serviceanteil gesteigert werden. „Ich bin beeindruckt, wie schnell und strukturiert W&P die Stellhebel im Vertrieb zur kurzfristigen Performance-Steigerung bei gleichzeitiger Sicherstellung einer nachhaltigen Vertriebsstrategie identifiziert hat“, so Dominik Seeger, Mitglied der Geschäftsführung Vertrieb bei ystral. Wie das W&P Team um Ferdinand Fiedler, Senior Manager bei Dr. Wieselhuber & Partner, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Best Case
04.11.2024
Die Theben AG mit Sitz in Haigerloch ist ein Familienunternehmen mit über 100-jähriger Tradition. Das Unternehmen entwickelt und produziert innovative Lösungen für Zeit und Lichtsteuerung, Bewegungs- und Präsenzmelder sowie Komponenten für die KNX-Gebäudesystemtechnik. Der ambitionierte Wachstumskurs von Theben verlangte auch eine Steigerung der Marketing- und Vertriebsperformance. Gemeinsam mit dem Team von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden darum u.a. Marketing- und Vertriebsperformance sowie Kosten objektiviert, Handlungsfelder zur Optimierung der Performance in Marketing und Vertrieb identifiziert, Führungskräfte und Mitarbeitende zur Performancesteigerung und Kostenoptimierung aktiviert und motiviert. „Das W&P-Team um Dr. Michael Staudinger hat uns mit Branchenverständnis, methodischer Expertise und Pragmatismus Ansatzpunkte zur Performancesteigerung aufgezeigt. Sehr gerne werden wir für zukünftige Aufgabenstellungen erneut auf die Expertise von W&P zurückgreifen“ so Thomas Sell, Vorstand Vertrieb und Marketing bei Theben. Das konkrete Vorgehen von W&P? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Kommentar, 10.10.2024
10.10.2024
Operational Excellence ist der „Heilige Gral“ jedes Unternehmens, der den Unterschied zwischen Mittelmäßigkeit und Spitzenleistung in der Unternehmensperformance definiert. In einer sich rasant wandelnden Welt ist es für Unternehmen unerlässlich, effektiv und effizient zu sein, umnachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben und den Unternehmenswert zu steigern. Auf die wichtigsten Elemente, Methoden und Erfolgsfaktoren zur Erzielung von operativer Exzellenz wird nachfolgend eingegangen.DefinitionOperational Excellence (kurz: OPEX) ist ein ganzheitlicher Managementansatz mit systematischer Herangehensweise zur nachhaltigen Generierung von Wettbewerbsvorteilen. Durch OPEX werden die Kosten gesenkt, die Qualität optimiert, die Durchlauf- und Lieferzeiten verkürzt sowie die Kundenzufriedenheit verbessert und damit alle relevanten Hebel zur Steigerung des Unternehmenswerts bedient. Ausgerichtet auf die Unternehmensstrategie, verbindet OPEX die funktionsübergreifende Exzellenz in den Kernfunktionen und der Administration mit der funktionsübergreifenden Exzellenz in den Kernprozessen zur Supply-Chain- und Wertstromoptimierung. Operational Excellence beinhaltet dabei die effektive und effiziente Kooperation von Menschen, Prozessen und Technologien, um optimale Unternehmensergebnisse zu erzielen. Als essenzielles Fundament zur nachhaltigen Erfüllung von OPEX ist dieser durch die Themenfelder Leadership und Kultur, Change-Management, KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) sowie durch ein schlagkräftiges PMO (Project Management Office) zu unterstützen.StrategieOperational Excellence ist kein isoliert zu betrachtendes Ziel, sondern ein ganzheitlicher Managementansatz, der eng mit der Unternehmensstrategie verknüpft sein muss. Hierdurch wird sichergestellt, dass sämtliche Aktivitäten und Maßnahmen sowie auch die Ressourcenallokation konsequent auf die Erreichung der übergeordneten, strategischen Unternehmensziele ausgerichtet sind. Wenn zum Beispiel die Marktführerschaft durch Produktinnovation angestrebt wird, sollte Operational Excellence darauf abzielen, die Effektivität und Effizienz der Produktentwicklung zu steigern und die Time-to-Market zu verkürzen.Funktionale und funktionsübergreifende ExzellenzFunktionale Exzellenz konzentriert sich auf die kontinuierliche Optimierung der Prozesse, Strukturen und Methoden innerhalb der gegebenen Kern- sowie auch der Unterstützungsfunktionen. Ziel ist es, durch Eliminierung und Minimierung der bestehenden (offensichtlichen und verdeckten) Verschwendungen die Wertschöpfung und somit genau das zu steigern, wofür der Kunde bereit ist zu bezahlen. LEAN-Management, Six Sigma und Total Productive Management sind hierbei ausgewählte bewährte Methodiken zur Erzielung „schlanker“ Prozesse mit optimierter Qualität sowie Ausgangspunkt für die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP).Für eine schnelle Bewertung der funktionalen Performance eignen sich neben klassischen Werkzeugen wie Wertstrom- und Prozessanalysen sowie Funktionalinterviews auch digitale Tools wie (Big) Data Analytics als bewährte Methoden in unseren Projekten. Auf Basis schlanker Prozesse können dann in einem zweiten Schritt weitere Optimierungen durch Digitalisierung und Automatisierung angestrebt werden (Bsp.: Robotic process automation (RPA), Internet of Things (IoT), etc.). Die Reihenfolge der Umsetzung ist hierbei entscheidend, um die Skalierbarkeit der Prozesse sicherzustellen und somit den Ressourceneinsatz auf ein Minimum zu beschränken.Neben der funktionalen Exzellenz ist die funktionsübergreifende Optimierung von entscheidender Bedeutung, da gemäß verschiedener Studien bis zu 40 % der unternehmensweiten Potenziale durch funktionsübergreifende Verbesserungsmaßnahmen erzielt werden („End-to- End“). Im Fokus stehen hierbei unter anderen die Kernprozesse Auftragsabwicklung, Sales- & Operations- Planning (S&OP), Produktentwicklung, Life Cycle Management und Innovation (PEP & PIP) sowie Qualitätsmanagement. Zur Erzielung von funktionsübergreifender Exzellenz muss über funktionale Grenzen hinweg operiert sowie eine nahtlose Zusammenarbeit und Integration zwischen verschiedenen Abteilungen und Funktionen sichergestellt werden. Statt isolierter Silos arbeiten die Mitarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen an der Erreichung gemeinsamer Ziele und der Maximierung des Unternehmenserfolgs.Für eine datengestützte Bewertung der funktionsübergreifenden Performance eignet sich Process-Mining als Ergänzung zu den Erkenntnissen aus klassischen End-to-End-Interviews sowie Prozess- und Systemanalysen. Nach Gestaltung von effektiven und effizienten, funktionsübergreifenden Prozessen kann dann weitere Optimierung durch Digitalisierung und Automatisierung angestrebt werden (Bsp.: Prozessautomatisierungen, Integration von Systemen und Anwendungen, Cloud Computing, etc.). Auch hier gilt es, die Prioritäten richtig zu setzen und die Reihenfolge der Umsetzung zu beachten.Das Fundament: Leadership und Kultur, Change-Management, KVP und PMODas Fundament für die nachhaltige Umsetzung operativer Exzellenz bildet eine starke Führung und Unternehmenskultur, unterstützt durch wirksames Change-Management und die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Zudem spielt ein leistungsfähiges Project Management Office (PMO) eine entscheidende Rolle in der Unterstützung und Umsetzung dieser Prinzipien.■ Leadership und Kultur: Eine starke Führung mit einem klaren Fokus auf Performance sowie eine unterstützende Unternehmenskultur sind von entscheidender Bedeutung für das Erzielen von nachhaltiger operativer Exzellenz. Führungskräfte müssen die Vision und die Ziele klar kommunizieren und Innovation, kontinuierliche Verbesserung, Konfliktbewusstsein und gleichfalls eine authentische Zusammenarbeit konsequent vorleben. Eine Kultur des Vertrauens, der Offenheit und des Engagements ist unerlässlich, um Mitarbeiter zu ermutigen, Ideen einzubringen, Risiken einzugehen und sich proaktiv an der Verbesserung der Abläufe zu beteiligen.■ Change-Management: Operational Excellence erfordert spürbare Veränderungen, was zwangsläufig zu Widerständen und Herausforderungen führt. Ein wirkungsvolles Change-Management ist entscheidend, um diese Veränderungen erfolgreich zu bewältigen und sicherzustellen, damit sie von den Mitarbeitern akzeptiert und umgesetzt werden. Dies beinhaltet die klare Kommunikation der Veränderungsgründe und dazugehöriger Konsequenzen, die Einbindung der betroffenen Mitarbeiter, um „Betroffene zu Beteiligten zu machen“, die Bereitstellung von Schulungsangeboten und Coachings sowie die Entwicklung von Stakeholder-spezifischen Anreiz und Incentivierungslogiken.■ Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP): Der kontinuierliche Verbesserungsprozess ist ein zentraler Bestandteil von Operational Excellence. Damit dieser aktiv gelebt wird, müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen und Führungsinstrumente wie beispielsweise Shopfloor-Management etabliert werden, die es den Mitarbeitern ermöglichen, kontinuierlich nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Prozesse, Strukturen und Produkte zu streben.■ Projektmanagement: Projektmanagement ist ein weiteres entscheidendes Element von OPEX, da viele Initiativen zur Prozessverbesserung und Veränderung als Projekte organisiert sind. Ein stringentes Projektmanagement umfasst dabei die Definition von klaren Zielen und Meilensteinen, die Zuweisung von Ressourcen und Verantwortlichkeiten, die Planung und Durchführung von Aktivitäten sowie die Messung, Überwachung und Steuerung des Projektfortschritts. Somit gewährleistet ein strukturiertes Projektmanagement, dass die gewünschten Ergebnisse zur Erzielung der strategischen Ziele erreicht werden.Operative Exzellenz ergebniswirksam machenÜbergeordnetes Ziel des Operational Excellence-Ansatzes ist die nachhaltige Steigerung des ROCE (Return on Capital Employed), also der Rendite auf das eingesetzte Kapital und damit auch die Steigerung des Unternehmenswertes. Wichtig hierbei ist jedoch, bei Umsetzung der funktionalen oder funktionsübergreifenden Exzellenz die Ergebniswirksamkeit der Optimierungsmaßnahmen sicherzustellen.
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Publikation
07.10.2024
Entscheidungsträger im facettenreichen Spirituosenumfeld befinden sich aktuell in einem sehr anspruchsvollen Konfliktverhältnis: Einerseits stehen sie vor kurzfristig hochrelevanten Druckpunkten wie weiter hohen Kostenniveaus, der Herausforderung traditionsreiches Spirituosengeschäft und Digitalisierung übereinzubringen sowie Anforderungen der Endkonsumenten rund ums Thema Gesundheit. Gleichfalls müssen Markentreue und sich stetig wandelnde Produkttrends miteinander vereinbart werden: Der Gin-Hype ist vorbei und Ready-to-Drinks dominieren die Produktinnovation. Aber auch Themen wie Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und der Lifestyle-Trend zum bewussten Alkoholverzicht beschäftigen das Geschäft akut.
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Publikation
27.09.2024
Künstliche Intelligenz (KI) hat sich von einer fernen Zukunftsvision zu einer gelebten Realität in vielen deutschen Unternehmen entwickelt, besonders im Marketing und Vertrieb, wo die Anwendungsfälle eine beeindruckende Vielfalt aufweisen. Der Einsatz von KI in diesen Unternehmen lässt sich eindrucksvoll durch den 7P-Ansatz veranschaulichen, der verschiedene Aspekte des Marketings, aber auch des Vertriebs abdeckt
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Kommentar, 27.08.2024
27.08.2024
Durch Corona, Baukostensteigerung, Ukrainekrieg sowie das veränderte Zinsumfeld sind die goldenen Jahre der hohen Verkaufspreise für Immobilien vorbei. Das aktuelle Transaktionsumfeld zeigt deutlich, dass durch die veränderten Rahmenbedingungen der reibungslose Verkauf von Immobilien nicht mehr zu geplanten oder erwarteten Konditionen möglich ist. Neben gestiegenen Investitionskosten zur Instandhaltung, Bewirtschaftung oder Modernisierung nach ESG Vorgaben, besteht bei einer Vielzahl von Immobilien, unabhängig ob Projektentwicklung oder Bestand, ein enormer Refinanzierungsbedarf mit deutlich höheren Kapitalmarktkosten.Vor allem die Fälligkeit von günstig abgeschlossenen Finanzierungen stellt hierbei einen Problemfaktor für die Zukunft der Projektentwicklung, Immobilien im Bestand als auch Liquiditätsbedarf bei Unternehmensimmobilien dar. So spielen neben mittlerweile ungültigen Verkaufsparametern die deutlich gestiegenen Kostenstrukturen eine übergeordnete Rolle in der Werthaltigkeit von Immobilien. Um diesem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage entsprechend entgegenzuwirken, ist eine Überprüfung der Gegebenheiten in einem frühzeitigen Stadium der Schlüssel für eine gesunde Fortführung oder einen werthaltigen Verkauf.Ausgangslage einschätzenIn erster Linie ist der zeitliche Verfügungsrahmen zu erfassen: Wann läuft meine Finanzierung aus? Welche Refinanzierungskosten kommen auf mich zu? Wie hat sich durch das Marktumfeld mein Kapitalbedarf verändert? Sind die Mittelzuflüsse aus Vermietung und Verpachtung ausreichend, um nach Abzug eine auskömmliche Kapitaldienstdeckung zu erhalten?Weiterer Faktor der Erfassung der Ausgangslage ist, ob der ursprüngliche Business-Case noch standhaft ist. Hier- zu zählen vor allem die Fragen: Sind die prognostizierten Vorverkaufs-, Vorvermietungsquoten oder der Vermietungsstand im Bestand erreicht? Sind die aktuellen Konditionen marktgerecht oder durch die Wertsicherung im Rahmen gestiegener Inflationsraten als nicht nachhaltig zu bewerten?Diese Fragen und weitere Betrachtungen auf Objektebene und des aktuellen, spezifischen Marktumfeldes, zeigen deutlich, ob man sich in gefährliche Fahrwasser begibt oder noch Handlungsoptionen existieren um, das Ruder herumreißen zu können.Zu spät? Wege aus dem TalSpätestens bei drohender Gefährdung der Kapitaldienstfähigkeit, muss gegen eine weitere Verschlechterung das finanzierende Institut hinzugezogen werden. Der konsensuale Weg zeigt sich hierbei als das nachhaltigste Mittel der Wahl, denn potenzielle Verluste bedrohen hierbei beide Seiten. Neben der Analyse des Ist-Zustandes muss hieraus Konsens über einen solventen Weg der nächsten Monate bei Eigentümer und Finanzierer bestehen. Eine Zwangsverwertung sollte erst in Betracht kommen, wenn alle anderen Möglichkeiten nicht zu einem auskömmlichen Ziel führen. Auf Basis der Ausgangslage, müssen an die aktuellen Marktgegebenheiten angepasste Optionen für eine solvente Liquidation oder Fortführung ausgearbeitet werden. Ein passender Maßnahmenkatalog mit einem darstellbaren Business-Case kann im Rahmen eines Independent Business Review für alle Beteiligten die potenzielle Marschrichtung untermauern und Nachvollziehbarkeit der Situation erzeugen.Optionen definieren und gemeinsam verfolgenAuf Grundlage der ermittelten Ausgangssituation im Zusammenspiel aus Objekt- und Finanzierungsparametern, bildet der Verkauf im Status Quo oft den schlechtesten Weg ab. So können bereits geringe Kapitalaufwendungen das Ergebnis im Verkauf deutlich beeinflussen. Hierbei sind neben Marktkonformität auch die Faktoren der richtigen Objektstrategie in den Punkten: Nutzung, Flächenaufteilung, Nachfrageeinordnung, Mieterstrategie, Bewirtschaftung als auch ein wirtschaftlich nachhaltiges Zusammenspiel der Maßnahmen von essenzieller Bedeutung. So kann durch die Anpassung einer Vermietungs- oder Vermarktungsstrategie, oder durch gezielte Einzelmaßnahmen, ein idealer Umsetzungszeitpunkt im zeitlichen Verlauf definiert werden, um die Verbindlichkeiten aus dem Verkauf zu bedienen. Diese Erkenntnisse bieten auch dem Finanzierer einen Planungshorizont und bilden eine Entscheidungsgrundlage für Prolongationen, Stundungen und weitere finanzwirtchaftliche Instrumentarien. Der externe, rationale Blick bietet den Vorteil einer unbefangenen Einordnung der aktuellen Probleme und ebnet den Weg zu einer zufriedenstellenden Lösung. Hierbei werden die Optionen in derart sinnvolle Maßnahmenpakete geschnürt, dass eine liquiditätsabhängige Einordnung in das beste Kosten-/ Nutzen-Verhältnis erfolgen kann. Durch die Abstufung in unterschiedlichem Umfang der Optionen, ist es allen Beteiligten möglich, den genauen Bedarf an Zeit und Kapital zur Umsetzung zu greifen und sich für den besten Weg aus der Situation zu entscheiden.FazitImmobilientransaktionen im aktuellen Marktumfeld verlaufen deutlich schwergängiger und mit höheren Preisabschlägen als vor der Krise. Vor allem wenn Zeit oder Kapital knapp wird und ein Ausfall droht, kommt die Frage nach einer Strategie oft zu spät. Unabhängig davon, ob es sich um eine Projektentwicklung, Bestandsimmobilie oder Unternehmensimmobilie handelt: Die Kernfrage, ob der ursprüngliche Business-Case noch Bestand hat, muss frühzeitig gestellt werden, um maximalen Spielraum für geeignete Gegenmaßnahmen und Handlungsoptionen zu entwickeln. Durch eine Einordnung in das spezifische Marktumfeld, in Verbindung mit einer Ausarbeitung passender Optionen, kann die Wertentwicklung des Transaktionsobjektes bereits durch geringfügige Maßnahmen positiv beeinflusst werden und zu einem deutlich verbesserten Erlösergebnis beitragen.
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Kommentar, 22.08.2024
22.08.2024
Wie sich Sprache und Kultur weiterentwickeln, so durchlaufen auch Familienunternehmen einen stetigen Wandel, angetrieben durch Generationswechsel, den Einsatz von Fremdgeschäftsführern, hybride Gesellschafterstrukturen und unterschiedliche Finanzierungsziele. Diese Faktoren rücken die Finanzierung und Kapitalisierung von Unternehmen, Beteiligungen und Assets in den Vordergrund. Für den Erfolg ist es daher entscheidend, eine multidimensionale Finanzierungsstrategie zu entwickeln.Asset-StrategieDie Asset-Strategie bestimmt den Umgang mit den Vermögenswerten eines Unternehmens, einschließlich der Entscheidung, ob Assets und Geschäftssegmente erhalten, revitalisiert, neu positioniert oder verkauft werden sollen. Dabei wird die Notwendigkeit des Assets für den Geschäftsbetrieb gegen dessen Veräußerbarkeit abgewogen, um zu klären, ob ein Eigentum daran zwingend erforderlich ist.Loan-Strategie Die Loan-Strategie entscheidet, ob Schuldverpflichtungen durch konsensuale Maßnahmen wie Amend & Extend, Umstrukturierungen oder Refinanzierungen, oder durch nicht konsensuale Maßnahmen wie StaRUG-Verfahren, Zwangsvollstreckungen oder Insolvenzverfahren behandelt werden. Konsensuale Lösungen sind oft vorzuziehen, da sie die Beziehungen zu Gläubigern bewahren. Es ist ebenfalls wichtig, die Loan-Strategie des Finanzierers zu verstehen und gegebenenfalls anzupassen, insbesondere in Bezug darauf, ob dieser noch im Geld ist und welche Konsequenzen das für ihn hat.Kapital-Strategie Die Kapital-Strategie zielt darauf ab, die Finanzstruktur des Unternehmens zu optimieren. Es kann erforderlich sein, komplexe Finanzierungsstrukturen zu vereinfachen, um Transparenz und Managementfähigkeit zu verbessern. Wichtige Analysepunkte sind Intercompany-Regelungen, Loan-to-Value-Ratios und Beteiligungs-/Joint-Venture-Strukturen. Eine Restrukturierung könnte notwendig sein, um das finanzielle Risiko zu minimieren.Sponsor-StrategieDie Sponsor-Strategie betrifft die operative, kapital- und liquiditätsseitige Unterstützung durch Investoren oder Eigentümer. Sie beurteilt, ob und wie Investoren das Unternehmen unterstützen, um eine erfolgreiche Restrukturierung zu ermöglichen. Wichtig ist dabei zu klären, ob der Gesellschafter finanziell in der Lage und bereit ist, die Finanzierung auch mit eigenen Mitteln zu sichern, einschließlich des Verkaufs einzelner Vermögenswerte.Auf Basis dieser Grundstrategien ergeben sich damit vier Handlungsfelder für einen Gesellschafter bzw. Eigentümer.Unabhängigkeit ist die Readiness für den Ausstieg aus Geschäften Die Fähigkeit, strategisch und ohne Zeitdruck aus bestimmten Geschäften auszusteigen, ist für Unternehmen entscheidend. Dazu gehört die Entwicklung einer Readiness:- Sorgfältige Bewertung der Profitabilität, Zukunftsfähigkeit und Exit-Bereitschaft der aktuellen Geschäftssegmente und Assets, inklusive der Beachtung von Haftungsrisiken.- Identifikation und Veräußerung von Non-Core-Assets zur Stärkung der Bilanz und zur Konzentration auf Kerngeschäftsbereiche.Entscheidungsfähigkeit und HandlungsbereitschaftEin Unternehmen, das schnell und flexibel auf Marktveränderungen reagieren kann, hat einen erheblichen Vorteil. Dies erfordert:- Agile Management- und Gesellschafterstrukturen für schnelle Entscheidungsfindung.- Analyse der eigenen Marktmacht, insbesondere die Fähigkeit, Preisforderungen durchzusetzen.- Entwicklung von Szenarien und Notfallplänen, um auf diverse Umweltbedingungen vorbereitet zu sein, wobei das Durchspielen von Extremsituationen besonders nützlich ist. Moderation von Interessenkonflikten zwischen StakeholdernIn hybriden Gesellschafterstrukturen mit unterschiedlich kapitalisierten Interessengruppen wie Private Equity, Familienmitglieder und öffentliche Hand ist Folgendes wichtig:- Transparente und proaktive Kommunikation sowie regelmäßiger Dialog mit allen Stakeholdern, um unerfüllbare Erwartungen zu vermeiden.- Einbeziehung der Stakeholder in den Restrukturierungsprozess zur Förderung von Akzeptanz und Unterstützung.- Klare Definition der Ziele und Erwartungen aller Beteiligten inklusive der Fähigkeit und Bereitschaft Geld einzubringen.Strategische Ausrichtungen über die Engagement-Strategie Die Entwicklung einer klaren Engagement-Strategie, die eine Sponsor-Strategie, eine Asset-Strategie für das Anlagevermögensmanagement und eine Finanzierungsstrategie umfasst, ist für jeden Gesellschafter essenziell. Diese Strategien sollten:- Eng miteinander verknüpft sein, um die Gesamtstrategie des Unternehmens widerzuspiegeln.- Die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Gesellschafter darstellen.- Regelmäßig überprüft und an veränderte Bedingungen angepasst werden.- Auf die langfristige Wertsteigerung und Stabilisierung des Unternehmens zielen. FazitFamilienunternehmen stehen ständig im Wandel, zunehmend geprägt durch Generationenwechsel, hybride Gesellschafterstrukturen und dynamische Finanzierungsziele. Die Anpassungsfähigkeit in ihrer Finanzierung und Kapitalisierung ist entscheidend für ihren Erfolg. Kernstrategien wie Asset-, Loan-, Kapital- und Sponsor-Strategien sind zentral für das Management. Diese Strategien sollten nicht nur miteinander verknüpft sein und die Unternehmensgesamtstrategie widerspiegeln, sondern auch die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Gesellschafter berücksichtigen, regelmäßig an neue Umstände angepasst werden und auf eine langfristige Wertsteigerung abzielen.
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Event, 19.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Fashion & Lifestyle im Wandel – M&A, Carve-outs und Turnaround-Konzepte als Schlüssel zum Erfolg. Die Branche steht unter massivem Druck: Margen, Nachfrage und Marktstrukturen verändern sich rasant. M&A-Transaktionen, gezielte Carve-outs und operative Transformationen sind entscheidend – sowohl aus Verkäufer- als auch Käuferperspektive. In unserem Webinar geben erfahrene Experten praxisnahe Einblicke anhand aktueller Fälle: Chronext, Closed, Wormland, MBL, Brogle, Weltbild Gruppe und SportScheck Gruppe. Wir beleuchten, wie Deals erfolgreich umgesetzt, Unternehmen stabilisiert und Wachstumspotenziale gehoben werden. Kompakt, praxisnah und strategisch relevant. Für Entscheider, Investoren, Gesellschafter und Verantwortliche aus M&A, Strategie und Transformation.
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Event, 18.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Wie viel Sicherheit ist wirklich sicher? Nach unserem Auftakt zu „Pro & Contra Konsortialfinanzierung“ und dem Deep Dive in die Struktur und Verhandlung von Konsortialkreditverträgen, widmen wir uns im dritten Executive Dialog dem Sicherheitenpaket. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten von Heuking und Dr. Sabine Vorwerk von Linklaters zeigen wir, wie Sie Sicherheiten wirtschaftlich sinnvoll priorisieren, rechtlich belastbar strukturieren und in der Praxis durchsetzbar machen – ohne operative Flexibilität zu verlieren.Zudem beleuchten wir die Architektur des Sicherheitenkonzepts vom Security Agent bis zur Intercreditor-Verzahnung.
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Publikation
15.07.2024
Der Bedarf an belastbaren und verlässlichen Zahlen und Fakten über zukünftige Marktentwicklungen, Trends und Kundenbedürfnisse nimmt in diesen hochdynamischen Zeiten deutlich zu. Auch in der täglichen Projektarbeit bei unseren Kunden. Wir bei Dr. Wieselhuber & Partner verstehen uns in diesem Kontext als Vordenker, der bereits schwache Signale durch fundierte Analysen berücksichtigen muss. Unser Kompetenzteam Strategic Market Research (SMR) führt hierfür in Echtzeit regelmäßige Markt-, Trend- und Wettbewerbsrecherchen durch. Bleiben Sie auf dem Laufenden – mit unserem Market Intelligence Newsletter, der zweimal im Jahr kompakt und nach Branchen geclustert die aktuelle Studienlage zusammenfasst.
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Best Case
26.06.2024
Die Wilo SE, multinationaler Technologiekonzern der Pumpen und Pumpensysteme für Gebäudetechnik, Wasserwirtschaft, Industrie und OEM-Bereich entwickelt und produziert, hat sich unternehmensweit ein Ziel gesetzt: Neue Produkte schneller entwickeln und im Markt einführen. Um dafür das Bewusstsein unternehmensübergreifend zu stärken und den Erfolg messbar zu machen, sollte eine entsprechende Kennzahl entwickelt und eingeführt werden. Hier kam Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) an Bord: Denn W&P bietet eine praxiserprobte und strukturierte Vorgehensweise an, um unternehmensindividuell die Spitzenkennzahl „Return on R&D“ zu entwickeln und einzuführen. Bei WILO sollte diese KPI projektbezogen und output-orientiert sein sowie eine systematische Verknüpfung mit den relevanten Schnittstellenbereichen wie z.B. Vertrieb und Operation ermöglichen. „Dank der strukturierten Vorgehensweise von W&P haben wir eine komplexe Herausforderung zielorientiert gelöst. Gemeinsam konnten wir die für uns wichtigste Managementkennzahl zur R&D-übergreifenden Performance-Messung und Steuerung der Neuproduktentstehung einführen“, so Georg Weber, CTO der WILO SE. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Kommentar, 04.06.2024
04.06.2024
Das Phänomen Zeit kann aus unterschiedlichen Perspektiven interpretiert werden. Als physikalische Größe anhand messbarer Parameter, aus philosophischer Sicht als Fortführung der Gegenwart, von der Vergangenheit kommend und in die Zukunft führend und aus ökonomischer Betrachtung als Wert. Den ökonomischen Stellenwert der Zeit kann man durch folgende Zitate untermauern: „time is money, spare in der Zeit, dann hast du in der Not, Zeitverschwendung ist Geldverschwendung“ etc. Zwei grundsätzliche Ausprägungen kennzeichnen den Zeitbegriff. Einerseits sprechen wir von einem statischen Zeitphänomen, dem Zeitpunkt, dem Zeitraum und andererseits von einer dynamischen, einer messbaren Zeit, wie z. B. km/h, Output/ Zeiteinheit, etc. Beide Dimensionen der Zeit sind bei einem professionellen und wirksamen Zeit-Management zu beachten.Berücksichtigt man das Tempo des gesellschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Wandels und die zunehmende Homogenität des Produkt und Leistungsangebotes in reifen Märkten wird deutlich, dass Zeit ein wichtiger Erfolgsfaktor und eine kritische Ressource geworden ist. Welchen konkreten Input hat Zeit in der Unternehmensführung? Bezogen auf den Zeitpunkt, den Zeitraum bedeutet dies „das richtige timing“ der Entscheidungen und deren Umsetzung. Der mögliche Zeitvorsprung muss durch den Einsatz der kritischen Ressourcen, durch Schnelligkeit genutzt werden. Das relevante „Zeitfenster“ ist nicht unendliche offen, die Positionen müssen schnell besetzt werden und man muss mit Intelligenz, Kreativität und Mut den Zeitwettbewerb für sich entscheiden, um Wettbewerbsvorteile zu generieren. In den „Markt stolpern“, ewig und langwierig organisieren, notwendige Personal- und Investitionsentscheidungen vertagen, stop and go, durch „Abholen, Mitnehmen“ und mehr Problem- als Lösungsorientierung, bedeutet Zeitvergeudung und Ressourcenverschwendung. Es geht auch nicht um „Aufholen“, sondern um Überholen und in Führung zu gehen und den Vorsprung zu halten.Ein weiterer Aspekt eines modernen Zeit-Managements ist das Tempo, die Geschwindigkeit des Unternehmens. Erfolgsentscheidend bei „schnellen Märkten“, denn das Markttempo definiert das Unternehmenstempo. Im Übrigen es gibt auch „langsame Märkte“! Zeitfresser, Tempofallen gibt es viele. Ineffiziente Prozesse, System- und Technologiebrüche, Entscheidungsstau, Qualifikations- und Motivationsmängel, etc. Die häufig, auch von den sogenannten Verantwortungseliten argumentierte und praktizierte „Besonnenheit“, lassen eher Inkompetenz, Mutlosigkeit, Angst, Hoffnung auf bessere und einfachere Zeiten, Risikoaversion und persönliche Karriereambitionen vermuten. Dieses Verhalten charakterisiert eher Zauderer und letztlich Verlierer, denn die Zeit bestimmt nicht nur die Welt, sondern sie ist und bleibt auch ein „knappes Gut“.Die Unternehmenspraxis zeigt leider immer noch, dass es Mängel in einem professionellen Zeit und Speed-Management gibt. Auch für Unternehmen gilt die Anwendung des Gorbatschow-Zitates „wer zu spät kommt, bestraft das Leben“, im Fall der Wirtschaft, der Markt und wer zu langsam ist, darf sich nicht wundern, dass er zu den letzten im Feld gehört. Wann haben Sie , bzw. Ihr Unternehmen und das Management die Aufgabe des Zeit-Management im Sinne „time to market, ready to innovation , production und supply, sowie die Schnelligkeit von Entscheidungsprozessen auf ihre Agenda gesetzt, gemessen und verbessert? Versuchen Sie es einmal mit weniger sequentiellen und mehr simultanen und agilen Management. Auch die Reduktion von Meetings, Arbeitsgruppen, etc. sollte zu weniger Zeitverschwendung und mehr Produktivität führen.
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Publikation
17.05.2024
Im Kontext globaler Veränderungen, Unsicherheit und neuer Schwierigkeiten, macht sich eine allgemeine Zurückhaltung breit. Innovationsdrang und Mut zu neuen Unternehmungen werden ausgebremst, Wege in eine zielgerichtete und positive Zukunft häufig verstellt. Echte Entscheider sind gerade in solchen Situationen die wahren Game Changer – ob als Zukunftsgestalter, Unternehmensarchitekten, Regelbrecher oder einfach „nur“ Unternehmenslenker. Doch welche Werkzeuge braucht es, um dem „Game Over“ zu entgehen und sich Richtung „Wachstum“ zu entwickeln? Um mit starker Hand, eine grundlegende Neuausrichtung – vom Zielbild, über das Geschäftsmodell bis hin zum operativen Setup eines Unternehmens – voranzutreiben? Neu gedachte Strategie, eine Auseinandersetzung mit der Anwendung künstlicher Intelligenz in allen Unternehmensfunktionen, professionelles operatives Management mit einem Fokus auf Business Performance. Diese Themen und weiteres Know-how für das erfolgreiche Gelingen des Wandels finden Sie in der neuen Ausgabe des W&P Management Support. Impulse für Entscheider – jetzt reinlesen!
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Kommentar, 18.04.2024
18.04.2024
In den letzten 30 Jahren ist die Anzahl der Kliniken in Deutschland um rund 21% gesunken – nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab es Ende 2022 noch 1.893 Krankenhäuser. Doch dieser Rückgang hat nicht zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Branche beigetragen: im Jahr 2023 waren 18% der Krankenhäuser insolvenzgefährdet – nach einer Hochrechnung des RWI Krankenhaus Rating Reports 2023 befinden sich bis 2030 rd. 44% der Kliniken in akuter Insolvenzgefahr. Was hat zu dieser Entwicklung geführt und wie gelingt die Befreiung aus dem Krisenmodus?Externe Daumenschrauben: Fachkräftemangel, Kostendruck, Krankenhausfinanzierung, InflationDer demographische Wandel in Deutschland ist Fluch und Segen für die Entwicklung des deutschen Gesundheitsmarkts. Während aufgrund der Bevölkerungsstruktur die Nachfrage nach Dienstleistungen im Gesundheitssektor stetig steigt, nimmt die Zahl verfügbarer Fachkräfte deutlich ab. Aktuelle Prognosen zeigen, dass im Jahr 2035 rd. 1,8 Mio. Fachkräfte im Bereich Gesundheit und Pflege fehlen werden. Weiterer Trigger: Die Finanzierung von Krankenhäusern geht auf das Krankenhausfinanzierungsgesetz aus dem Jahr 1972 zurück. Grundsätzlich spricht man von einem „dualen Finanzierungssystem“, indem Investitionskosten (Neubauten, technische/medizinische Geräte, etc.) durch Fördermittel der Bundesländer finanziert werden, während die Betriebskosten (i.W. Behandlung von Patienten) die Krankenkassen tragen. Aber: Seit 1992 stagnieren die Fördermittel, während sich die Betriebskosten fast verdreifacht haben. Krankenhäuser müssen auch Investitionen aus Eigenmitteln finanzieren, um keinen Investitionsstau im Bestand aufzubauen und in neue technologische Innovationen investieren zu können - das duale Finanzierungssystem ist aus der Balance geraten. Die jährlich durchgeführte Umfrage des DKI zeigt: 78% der Allgemeinkrankenhäuser rechnen für 2023 mit einem negativen, nur 7% der Häuser rechnen mit einem positiven Jahresergebnis. Weiterhin rechnen 71% für 2024 mit einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Wesentlicher Treiber ist dabei die mangelnde Finanzierung der starken Personalkostenentwicklung. Zudem laufen die Maßnahmen des Corona-Schutzschirms (bspw. Freihaltepauschalen und Versorgungszuschläge) aus bzw. zeigen einen deutlichen Rückgang seit 2020. Zudem zeigt die Prognose des Krankenhaus Rating Report 2023, dass der Anteil der KHG-Fördermittel an den Erlösen aus Krankenhausleistungen seit dem Jahr 1991 deutlich rückläufig ist – im Jahr 1991 wurden Erlöse aus Krankenhausleistungen i.H.v. 10% erwirtschaftet, im Jahr 2021 lag der Anteil nurmehr bei 3,2%. Der Krankenhaus-Betriebsvergleich der Solidaris Unternehmensgruppe zeigt, dass die EBITDA-Marge über alle Krankenhäuser im Jahr 2022 bei nur 1,2% liegt. Kombiniert man diese Aussagen, wird deutlich, dass eine Vielzahl von Krankenhäusern eine negative EBIDTA-Marge ausweisen und somit die Liquiditätsreserven deutlich belastet werden bzw. in vielen Fällen bereits aufgebraucht sind. Die aktuelle Inflation tut ihr übriges. Denn ein Krankenhaus kann nicht – wie in anderen Branchen üblich – die Mehrkosten an den Kunden weitergeben, sondern ist an Bundes- bzw. Landesbasisfallpauschalen gebunden, in denen Preissteigerungen nur rückwirkend berücksichtigt werden. Dadurch entsteht – insbesondere in Jahren mit steigender Inflation wie 2022 und 2023 – ein deutliches Vorfinanzierungsvolumen, das durch die Korrektur der Basisfallpauschalen auch in den Folgejahren nicht vollständig ausgeglichen wird. Die entstehende Finanzierungslücke tragen die Krankenhäuser aktuell selbst und dies verschlechtert die wirtschaftliche Situation weiter. Exemplarisch zeigen Auswertungen des IDW, dass die Finanzierungslücke zwischen Inflation und Anpassung der Basisfallpauschalen im Jahr 2022 bereits 4,6%, im Jahr 2023 schon 6,1% betragen hat und auch bei sinkender Inflation im Jahr 2024 wohl immer noch bei 4,0% liegen wird. Berücksichtigt man gegenläufige Effekte im besagten Zeitraum aus Energiehilfen und der Refinanzierung der Pflegepersonalkosten, bleibt eine kumulative Finanzierungslücke für den Zeitraum 2022 bis 2024 i.H.v. rd. 7%.Interne To Do-Liste wächstKrankenhäuser stehen in einem prekären Spannungsfeld aus politischer Regulatorik und gesellschaftlicher Faktoren. Zudem müssen interne Hausaufgaben gemeistert werden, um der aktuellen Entwicklung entgegenzuwirken. Dass dieses Spannungsfeld nicht durch das Krankenhaus allein aufgelöst werden kann, liegt auf der Hand. Dennoch liegt der erste Handlungsbedarf bei den Häusern selbst: Wenn die internen Aufgaben angestossen wurden, Initiativen zur Prozessoptimierung und Digitalisierung insgesamt und die Professionalisierung in der Verwaltung angegangen wurden , kann auch der Druck auf die Politik erhöht werden, um vorliegende Mängel im dualen Finanzierungsproblem zu lösen. Darauf zu warten, dass sich zuerst die politischen und gesellschaftlichen Faktoren in Wohlgefallen auflösen, ist definitiv der falsche Weg und birgt zudem auf der InsO deutliche Haftungsrisiken für die Entscheidungsträger der Einrichtungen.Schritte zur internen Optimierung müssen jetzt, ohne zu zögern, eingeleitet und zudem entsprechende Frühwarnsysteme – insbesondere eine belastbare Liquiditätsplanung – aufgebaut werden, damit die operativen Handlungsspielräume bestimmt und genutzt werden können.
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Event, 12.02.2026 (Beendet)
München
Beendet
Die Münchner Europa Konferenz hat sich als offene, überparteiliche und internationale Plattform das Ziel gesetzt, einen Beitrag für die politische Integration eines demokratischen Europas der Vielfalt zu leisten. Die Münchner Europa Konferenz bietet unter dieser Maßgabe ein Forum, die aktuellen Entwicklungen zu analysieren, die Grundlagen der europäischen Integration im Bewusstsein zu halten und Wege für künftige Entwicklungen aufzuzeigen. Um diesen Zweck zu erfüllen, veranstaltet die Münchner Europa Konferenz mit Unterstützung von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH zum 10. Mal am Vorabend der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 einen namhaft besetzten Diskussionsabend zum Thema "Europas digitale Souveränität zwischen globalen Machtblöcken".  Als Referenten treten u.a. auf Gerd Chrzanowski, CEO & Komplementär der Schwarz Gruppe Dr. Ralf Wintergerst, CEO Giesecke+Devrient GmbH Georg Eisenreich, MdL, Staatsminister der Justiz Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie  Manfred Weber, MdEP, Vorsitzender des Münchner Europakonferenz e. V.
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Publikation
22.02.2024
Der Bedarf an belastbaren und verlässlichen Zahlen und Fakten über zukünftige Marktentwicklungen, Trends und Kundenbedürfnisse nimmt in diesen hochdynamischen Zeiten deutlich zu. Auch in der täglichen Projektarbeit bei unseren Kunden. Wir bei Dr. Wieselhuber & Partner verstehen uns in diesem Kontext als Vordenker, der bereits schwache Signale durch fundierte Analysen berücksichtigen muss. Unser Kompetenzteam Strategic Market Research (SMR) führt hierfür in Echtzeit regelmäßige Markt-, Trend- und Wettbewerbsrecherchen durch. Bleiben Sie auf dem Laufenden – mit unserem Market Intelligence Newsletter, der zweimal im Jahr kompakt und nach Branchen geclustert die aktuelle Studienlage zusammenfasst.
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Kommentar, 12.02.2024
12.02.2024
In diesen sich schnell verändernden Zeiten setzen Top- Unternehmen verstärkt auf die Stärkung ihres Servicevertriebs, um nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Dabei gibt es einige nicht einfache Fragen: Wie wichtig ist die Profitabilitätsbeitrag des Service-Verkaufs im Vergleich zum Produktverkauf? Wie geht man mit der Spannung um, dass der Produktumsatz oft höher ist, aber der Service weitaus profitabler sein kann? Und wie navigiert man dies in der aktuellen Wirtschaftskrise, in der die Produktabsatzzahlen eher sinken?Die entscheidende Rolle des systematischen Service-Lead-GenerierungsmodellsDabei ist es besonders wichtig, die bereits bestehende Kundenbasis, die sogenannte installierte Basis an Maschinen, mit in einen systematischen Ansatz einzubeziehen. Dieser Ansatz umfasst verschiedene Schlüsselelemente wie Datenbeschaffung der installierten Basis, service-fokussierte Zielgruppenselektion, Kundenprofilierung, service-relevante Lead-Analyse, die Generierung von Leads durch intelligente sogenannte „Insight-Services“, die konsequente Nachverfolgung durch ein crossfunktionales Vertriebsteam und schließlich die Umwandlung dieser Leads. Die installierte Basis, bestehend aus bereits vorhandenen Kunden und Nutzern, ist dabei der Schatz für die Lead-Generierung im Service-Bereich. Diese Kunden haben bereits Erfahrungen mit Ihrem Unternehmen und Vertrauen in die Dienstleistungen aufgebaut.Die Herausforderungen im globalen Servicevertrieb transparent machenIm globalen Dienstleistungsverkauf stehen Unternehmen vor einer Vielzahl von Herausforderungen, darunter Portfoliokomplexität, Mitarbeiterdynamik und optimale IT-Systeme. Diese Herausforderung müssen transparent gemacht und dann gegebenenfalls adressiert werden.Komplexität des Portfolios:Eine immer wieder auftretende Hürde im globalen Servicevertrieb ist Vereinfachung und präzise Kommunikation des Serviceportfolios für Kollegen im Vertriebsbereich sowie für Kunden auf Entscheider-Ebene. Oftmals fehlt den historisch auf Maschinen und Anlagen fokussierten großen Vertriebsteams das Wissen über das gesamte Spektrum des eigenen Serviceportfolios und dem entsprechenden Wertversprechen. Das Portfolio kann oft zu umfangreich und komplex erscheinen und sowohl die eigenen Vertriebsteams als auch die Kunden überfordern.Anreizsysteme: Effektive Anreizsysteme sind entscheidend für die Förderung des Serviceverkaufs. Viele Unternehmen haben jedoch Schwierigkeiten mit Anreizstrukturen, die die Teams und Manager nicht zur Priorisierung des Serviceverkaufs motivieren, da häufig höhere Anreize für Produktumsätze im Vergleich zu Serviceumsätzen bestehen. Der Grund dafür ist oft, dass diese Anreizstrukturen eher auf Umsatz als auf Profitabilität ausgerichtet sind. Dies kann zu einer Spannung zwischen den Vertriebsverantwortlichen im Service und im Produktbereich führen.Organisatorische Dynamik in Vertriebsteams: Da die Service-Organisation vertrieblich häufig über die produktorientierte Vertriebsorganisation skaliert, führt Dynamik in Vertriebsteams zum Verlust wertvoller Beziehungen, die der Service oft vertrauensvoll über Jahre intern aufgebaut hat und kann zu Mangel an Vertriebskapazitäten für den Service führen. Umso wichtiger ist der Aufbau von eigenen Service-Produktmanager sowie reinen Service-Vertriebsmanagern, die teilweise solche Dynamiken auffangen können.Gewinnspannenverteilung: Die komplexe interne Aufteilung der Gewinnspanne zwischen verschiedenen globalen Geschäftseinheiten im Service-Bereich wie z. B. Ersatzteilen aus verschiedenen Produktionsstandorten kann zu hohen Kosten und uneinheitlichen akkumulierten Preisen führen, oft als „Pfannkuchenpreise“ bezeichnet.Systeme und Technologie: Veraltete und fragmentierte Systeme können den Vertrieb im Dienstleistungsbereich beeinträchtigen. Viele Unternehmen kämpfen mit zahlreichen, nicht integrierten Systemen, die manuelle Dateneingabe erfordern und ineffizient sind und vor allem die installierte Basis nicht adäquat abbilden können.Best Practices zum Service-Sales-BoostUm diese Herausforderungen zu bewältigen und den Servicevertrieb zu verbessern, sollten Unternehmen folgende Best-Practices prüfen und gegebenenfalls auf sich selbst maßgeschneidert umsetzen:Proaktive Service-Vertriebskapazitäten: Ressourcen für einen proaktiven Service-Vertrieb mit ausreichender Kapazität und erfahrenen Value- Selling-Mitarbeitern schaffen.Schlankes Service-Ausschreibungszentrum: Ein schlankes Ausschreibungszentrum mit hoher Automatisierung und optimierten Prozessen schaffen, um schnell und flexibel auf oft komplexe Service- Kundenanforderungen reagieren zu können.Service Intelligence-Center: Daten durch die Einrichtung eines Service Intelligence Centers, das auf Data Mining der installierten Basis und Kundenprofilierung und AI-basierte Leadgenerierung spezialisiert ist, nutzen-Vertriebs-Aktivierungsprogramm: Leistung der Vertriebs-Teams durch ein Service Sales-Aktivierungsprogramm, das gemeinsame Ziele, intelligente Anreize und Unterstützung auf höchster Managementebene fördert, verbessern.Servicerelevante Kundensegmentierung: Kundensegmentierungskriterien entwickeln, die eng mit Dienstleistungen verknüpft sind, um zielgerichteten Service-Vertrieb auf Kundensegmente zu ermöglichen.Vereinfachung und Optimierung des Serviceportfolios: Globales Serviceportfolio und Margensystem rationalisieren, um Klarheit und Entscheidungskompetenz zu erhöhen.Service-Vertriebsstruktur und Synergien: Vertriebsstruktur auf Struktur und Portfolio Synergien überprüfen, um Anreizsysteme zu schaffen, die Serviceumsatz und Produktumsatz optimal incentivieren. Wenn notwendig, Service- Produkt und Vertriebs-Management aufbauen.Programm zur Kulturveränderung: Programm zur Veränderung der Unternehmenskultur initiieren, um eine proaktive Einstellung zum Servicevertrieb zu fördern. Standardisierung von Service-Vertriebsprozessen: Service-Vertriebs- Prozesse standardisieren - um Konsistenz und Effizienz zu steigern.FazitExzellenter Servicevertrieb ist von kritischer Bedeutung angesichts der Spannung zwischen dem Profitbeitrag von Produkt- und Serviceumsätzen und der aktuellen Wirtschaftslage. Erfolgreiche Ansätze erfordern proaktive Service-Vertriebsmaßnahmen, wie die Einbindung der installierten Basis und die Bewältigung organisatorischer Herausforderungen, um nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
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Best Case
07.02.2024
BRUGG Pipes, einer der führenden europäischen Anbieter für Fernwärmeleitungen, industrielle und urbane Versorgungsinfrastruktur, hat sein umfassendes Produktsortiment bestens im Griff: Eng begleitet von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden im Rahmen einer Portfoliooptimierung alle Verkaufsartikel massiv reduziert, neu strukturiert und im ERP-System implementiert. „Das Know-how und die maximale Umsetzungsorientierung von W&P war der Garant für den erfolgreichen Veränderungsprozess in der Organisation und in den Systemen. Das Ergebnis hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagt Boris Mäder, CMO der BRUGG Pipes. So wurde das Portfolio im Live-System in weniger als 3 Wochen Hypercare umgesetzt, die Korrekturquote im neuen Produktdatenmodell lag unter 1%, das Standardportfolio wurde um 87% low-performer Artikel von über 60.000 auf unter 9.000 verkleinert, die Artikelmerkmale um ca. 70% für die effiziente Portfoliosteuerung reduziert. Wie das Team um Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
24.01.2024
Das Familienunternehmen LAUDA Dr. R. Wobser GmbH & Co. KG, weltweit führender Hersteller von Temperiergeräten und –anlagen, hat mit seiner Unternehmensstrategie DRIVE 250 ambitionierte Wachstumsziele definiert. Teil dessen: DRIVE Digital. Darin werden Digitalinitiativen definiert, die Wachstum und Profitabilität mit Hilfe digitaler Technologien unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen. Zusammen mit Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden mittels des Digital Excellence Ansatzes zentrale Bereiche der Digitalstrategie definiert, in einem Bottom-Up und Top-Down-Ansatz verifiziert und ausgearbeitet. Das Ergebnis? Kann sich laut Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter LAUDA, sehen lassen: „Mit dem Digital Excellence-Ansatz konnten wir unsere Digitalstrategie so ausgestalten, dass die Umsetzung genau auf unsere Organisation abgestimmt ist. W&P ist die für uns passende Boutique unter den Digitalstrategen.“ „Die Entwicklung der Digitalstrategie sollte fester Bestandteil jedes Strategieprozesses sein. Leider sieht die Realität im deutschen Mittelstand hierzu aktuell ernüchternd aus,“ so Dr.-Ing. Dirk Artelt, Geschäftsführender Gesellschafter W&P und Experte für Industriegüter. Wie das Team um Korbinian Richter, Experte Digitale Transformation bei W&P, im Rahmen des Digital Excellence Ansatzes konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
09.01.2024
Das Jahr 2023 war von einem starken Anstieg der formalgetriebenen Restrukturierung geprägt. Hohe Verschuldungen haben sich durch Zinseffekte und BIP-Schwäche auf das Rating durchgeschlagen und die Notwendigkeit von formalgetriebenen Stellungnahmen befördert. Und 2024? Die erwartete Restrukturierungswelle ist im Hochlauf und die Aussichten für das Jahr 2024 lassen sich im mittlerweile geflügelten Satz zusammenfassen: „Survive to 2025“. Fragestellungen rund um die Refinanzierungsfähigkeit im Real Estate – in STaRUG-Verfahren wie auch im Rahmen von IBR/S6 – sowie Krisenfälle in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau sowie Bauzulieferindustrie werden das Jahr bestimmen. Auch das Retailgeschäft wird voraussichtlich Stammkunde in der gerichtlichen Restrukturierung bleiben. Spannend wird zu verfolgen sein, ob und ab wann der Käufermarkt und das Distressed Corporate M&A-Geschäft anzieht. Wie steigende Finanzierungskosten Unternehmen konkret belasten? Wie in der finanziellen Restrukturierung refinanzierungsfähige Verschuldungsrelationen wiederhergestellt werden können? Wie Vergleichsrechnungen im IDW S6 der Realitätsvermittlung und Konsensfindung dienen? Spannende Praxisimpulse dazu, ein genauer Blick auf Refinanzierungsfähigkeit im Real Estate sowie Anleiherestrukturierung in der Immobilienwirtschaft und ein Interview mit Sylwia Bea-Pulverich von Norton Rose Fulbright - jetzt in der aktuellen Ausgabe von „Sanierung & Insolvenz – Neuigkeiten von der juristisch-betriebswirtschaftlichen Nahtstelle“.
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Kommentar, 06.12.2023
06.12.2023
Die Zukunftsaussichten des Fleischersatzmarktes scheinen rosig: Während der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch kontinuierlich sinkt - auf 52,2 Kilo 2022, also -8.1% gegenüber 2021 [https://www.bmel-statistik.de/ernaehrung-fischerei/versorgungsbilanzen/fleisch] - steigt der Konsum von Fleischersatzprodukten alljährlich zweistellig. Mit einem geschätzten 0,44 Kilo Pro-Kopf-Verzehr im Vergleichszeitraum 2022 [https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1351033/umfrage/pro-kopf-absatz-fleischersatzprodukte/] liegt er zwar deutlich hinter vielen Prognosen zurück, doch die steigende Zahl an in Deutschland produzierenden Unternehmen zeigt: Die Attraktivität des Fleischersatzmarktes bleibt hoch – gleichzeitig wird er wesentlich wettbewerbsintensiver. Jüngstes Beispiel: Die Übernahme der Rügenwalder Mühle.Die Zeiten des „moralischen Preispremiums“ für Fleischersatzprodukte gegenüber Fleischprodukten sind vorbei. Nachdem Fleischersatzprodukte bisher deutlich teurer als Fleischprodukte waren, haben Lidl und Aldi die Preise der Fleischersatzprodukte bei ihren Eigenmarken angeglichen [https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/fleischersatz-preise-100.html]. Es ist davon auszugehen, dass der Preisverfall bei Markenprodukten im Rahmen der hitzig geführten Preisverhandlungen im LEH ebenfalls eintreten wird. Auch die Boomjahre für Investoren haben vorerst ein Ende. Während Beyond Meat 2019 noch ein Allzeithoch von 215 € pro Aktie erzielte, steht die Aktie heute bei unter 8 €. Auch die gehypte The Very Good Food Company wurde vom Nasdaq delisted und stellte ihren Betrieb ein. Die Geschichte von The Very Good Food Company steht symptomatisch für eine Branche, die vieles anders machen wollte, nun aber in der harten Realität der Lebensmittelindustrie angekommen ist: Die schnelle und kapitalintensive Expansion des Unternehmens fand ein abruptes Ende, als Investoren kein weiteres Kapital zuschießen wollten. Zu gering waren die Aussichten profitabel zu wachsen und viele strategische Schlenker ohne guten Business Case (wie eigene Restaurants, Zukäufe von Unternehmen und Piloten in China sowie ein stationäres und D2C-Geschäft) ließen das Vertrauen in die Führung schwinden.Bei der Rügenwalder Mühle geht die Geschichte nun weitaus vernünftiger weiter. Die Rügenwalder Mühle ist die aktuelle Nummer 1 im Markt für Fleischersatzprodukte, kämpfte aber in letzter Zeit mit Lieferproblemen und gegen starke Wettbewerber wie Billie Green und viele Eigenmarken. Einen Investor aus der Position der Stärke zu suchen war weitsichtig und konsequent. Der neue Mehrheitseigentümer Pfeifer & Langen wurde bewusst ausgewählt und steigt bei dem bisherigen Familienunternehmen ein. Neben dem wichtigen Kapital für die weitere Expansion, sind auch gute Kontakte in die Agrarwirtschaft wichtig, um Rohstoffe günstig und verlässlich einkaufen zu können. Die Entscheidung für eine Partnerschaft mit dem Zuckerkonzern mag für viele Fans von Fleischersatzprodukten zunächst schwer zu verdauen sein, war allerdings ein weitsichtiger Schritt, um sich in einem wettbewerbsintensiven Markt zu behaupten.Relevant wird sein, wie innovativ die Rügenwalder Mühle zukünftig ist. Als Pionier hat das Unternehmen neue Maßstäbe in der Produktkategorie Fleischersatzprodukte gesetzt. Die erste Produkteinführung nach der Übernahme von Pfeifer & Langen sind Me-too-Fleischersatztrockenmischungen, bisher stark von Greenforce besetzt, die mit dem Start-Up Koro entwickelt wurden. Der revolutionäre Innovationsgeist alter Tage, bei dem mutig echte Produktinnovationen geschaffen wurden, ist einem ökonomischen Pragmatismus gewichen. Eine vegane Trockenmischung anzubieten, ist im Hinblick auf das lange MHD und das durchaus interessante E-Commerce-Geschäft schlichtweg vernünftig.Neben der Weiterführung der Marktdurchdringung des nationalen Fleischersatzmarktes sowie der moderaten Produktdifferenzierung, wird eine starke Expansion nur durch den Eintritt in neue Märkte sowie echte Produktinnovationen gelingen. „Nur“ erwachsen sein, reicht also nicht aus: Neben dem strategischen Rational, wird es wichtig sein, auch den alten Innovationsgeist früherer Pioniere wiederzubeleben.
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Best Case
30.11.2023
Gebr. Pfeiffer SE (GP), ein führender Hersteller von Vertikalmühlen und Anlagen zur Materialaufbereitung, will sich künftig über neue Wachstumsquellen und Diversifikation zukunftsfähiger aufzustellen. Um die Abhängigkeit – insbesondere von der Zementindustrie - zu verringern, sollten vom New Business /& Innovation-Team um Simon Moser attraktive Geschäftsfelder für ein profitables Wachstum identifiziert sowie die Nutzung und ggf. Erweiterung bestehender Kompetenzen & Assets geprüft werden. „Mit qualifizierter Unterstützung von W&P konnten wir die Grundlagen für den Eintritt in einen neuen Markt legen. Das strukturierte Vorgehen und die begleitenden Recherchen von W&P haben schnell zu belastbaren Ergebnissen geführt. Durch Nutzung des Methodenbaukasten und der Kompetenz von W&P ist es uns im Anschluss darüber hinaus möglich gewesen, ein geeignetes M&A-Target zu identifizieren,“ so Mathias Dülfer, Vorstandsvorsitzender, Gebr. Pfeiffer SE. Wie W&P im Rahmen seiner „Zukunftswerkstatt“ konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
31.10.2023
Viele Unternehmen der produzierenden Industrie sind aktuell mit einer zunehmenden Eintrübung von Auftragseingängen und Umsätzen konfrontiert. Hinzu kommt eine große Unsicherheit über die zukünftige geopolitische und makroökonomische Entwicklung gepaart mit steigenden Kosten (Material-, Personal-, Finanzierungskosten etc.). Daraus erwächst unmittelbar eine erhebliche Belastung der Ertragssituation: - Welche ertragssichernden Maßnahmen sind in dieser Situation geeignet? - Was ist bei deren Konzeption und Umsetzung zu beachten? In unserem aktuellen Dossier "Ertragssicherung in herausfordernden Zeiten" zeigen wir, wo Ansatzpunkte bestehen und wie vorzugehen ist, um die Ertragssituation produzierender Unternehmen zu stabilisieren bzw. zu verbessern. Dabei greifen wir auf Erfahrungen aus einer Vielzahl von Projekten in unterschiedlichen Branchen und Unternehmenssituationen zurück. Weil eine umsatzseitige Lösung durch den Hebel Preis vor dem Hintergrund der aktuellen Markt- und Wettbewerbssituation nicht möglich erscheint, liegt der Schwerpunkt auf Kostensenkungsmaßnahmen. Gerne würden wir dieses Thema mit Ihnen in einem unverbindlichen und vertraulichen Erstgespräch weiter vertiefen. In der Zwischenzeit wünschen wir Ihnen schon erste Inspirationen beim Lesen!
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Event, 04.02.2026 (Beendet)
München
Beendet
Eine fundierte GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung ist nicht nur eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensführung, sondern auch ein entscheidender Faktor in Sanierungs- und Restrukturierungsprozessen. Besonders herausfordernd ist dabei die Schnittstelle zwischen juristischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten.Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, haben wir dieses interaktive Workshopformat entwickelt, das Ihnen in kompakter Form praxisrelevantes Wissen vermittelt. Innerhalb eines Vormittags erarbeiten wir gemeinsam anhand eines realitätsnahen Praxisbeispiels die zentralen Themen einer belastbaren GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung.Unser Workshop richtet sich speziell an JuristInnen mit ersten Erfahrungen in den Bereichen Sanierung & Restrukturierung. Teilen Sie die Einladung gerne hausintern mit KollegInnen, die von diesem praxisorientierten Format profitieren könnten.Während des Workshops erarbeiten Sie in Gruppen eine praxisnahe Fallstudie und analysieren typische Fallstricke bei der Planung. Im Fokus stehen die Identifikation und Diskussion von Schwachstellen, die Überprüfung von Datenqualität und Validität sowie die Durchführung zentraler Qualitätschecks.Abgerundet wird das Event durch ein gemeinsames Mittagessen, bei dem wir den Austausch vertiefen und die Veranstaltung ausklingen lassen.
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Event, 03.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Unsere digitale Veranstaltung zeigt Ihnen, wie KI zum echten Turbo für das Servicegeschäft wird. Erfahren Sie, wie moderne KI-Technologien Prozesse beschleunigen, die Servicequalität erhöhen und neue Umsatz- und Ertragspotenziale freisetzen. Branchenexperten demonstrieren anhand konkreter Praxisbeispiele, wie KI-Lösungen bereits heute im After-Sales erfolgreich eingesetzt werden. Dabei beleuchten wir sowohl die Chancen als auch die wichtigsten Herausforderungen der digitalen Transformation und zeigen praxiserprobte Ansätze, mit denen Serviceorganisationen nachhaltig zukunftsfähig werden.   Warum teilnehmen? Diese kompakte Veranstaltung richtet sich an Entscheider und Fachleute aus kapitalintensiven Industriegüterbranchen, die den nächsten Schritt in Richtung KI-gestützter Service-Exzellenz gehen wollen. Freuen Sie sich auf wertvolle Impulse, konkrete Anwendungsbeispiele und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Führungskräften.
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Best Case
22.09.2023
Die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW) ist ein international führender Hersteller smarter Fertigungslösungen, die in der Automobilindustrie, der Elektromobilität, bei Land- und Baumaschinen, in der Medizintechnik sowie in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen. Aktuelle Herausforderung: Fertigungsmaschinen und -anlagen müssen sich in Zukunft schnell und einfach an veränderte Anforderungen anpassen können. Das gilt für die Produktivität, Flexibilität, Konnektivität und Modularität von Maschinen. Gleichzeitig erhöhen sich die ökologischen und ökonomischen Anforderungen an produzierende Unternehmen und ihre Maschinen. Um diesen gerecht zu werden, erweitert SW sein Portfolio durch Equipment-as-a-Service (EaaS) mit Gebrauchtmaschinen als neues Geschäftsmodell. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) unterstützte erfolgreich bei der Erarbeitung von Konzept und Businessplans: „Durch […] W&P konnten wir in sehr kurzer Zeit, strukturiert und professionell ein für uns neues Geschäftsmodell erarbeiten und in die Umsetzung bringen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor: Alle Teammitglieder und Stakeholder wurden von W&P abgeholt und eingebunden!“ so Norbert Hils, Head of New Business Development.
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Kommentar, 14.08.2023
14.08.2023
Die Steuerung der Business Performance ist eine wesentliche Aufgabe eines CFO. Sein vorhandener Werkzeugkasten? Der ist oft gut bestückt, aber recht kleinteilig ausgestattet. Vor allem dann, wenn Beirat, Aufsichtsrat oder Gesellschafter einfache und griffige Kennzahlen wünschen, fehlen häufig die notwendigen Instrumente. Mit welchen KPIs die Performance betreffend Umsatz, Kosten und Kapital am besten abbilden? Und wie dabei sowohl operative als auch strategische Aspekte berücksichtigen? Und gleichzeitig Zusammenhänge darstellen, die zur Performance führen?Umsatzperformance – ohne Umsatz keine PerformanceDie Umsatzperformance des Unternehmens in Form von prozentualem Wachstum oder Rückgang ist ein einfach zu messender Wert. Sie hat aber nur dann Aussagekraft, wenn sie in die beiden Komponenten Mengen- und Margenentwicklung zerlegt und auf ihre Rohertragswirkung gemessen wird. Geht das Mengenwachstum zu Lasten der Marge, ist die Marge stabil oder rückläufig? Dies sind Fragen, die mittels der differenzierten Betrachtung nach den Wachstumsquellen zu beantworten sind.Deckungsbeitrag nach Herstellkosten – 10 benchmarkfähige KPIsDie Qualität des Deckungsbeitrags nach (variablen) Herstellkosten als Wert über alle Produkte bildet in diesem Zusammenhang eine weitere wichtige und zugleich benchmarkfähige KPI. Sie sollte zum einen ein Minimum in % vom Umsatz erreichen und bildet zum anderen die Basis für die Ermittlung vom Break-Even und vor allem der Break Even-Resilienz. Damit ist der prozentuale Abstand des Break-Even Umsatz zum Ist- oder Plan-Umsatz zu verstehen. Diese eher strategische – und ebenfalls benchmarkfähige - KPI zeigt, in welchem Maße das Unternehmen bei Absatzschwankungen oder Preisrückgängen hinsichtlich seines Ergebnisses gefährdet ist. Deckungsbeitragsqualität und Break Even bilden die Brücke zum nächsten „KPI-Paket“ zur Bewertung der Kostenperformance.Kostenperformance – wesentlicher ErgebnistreiberInsbesondere in einem personalkostenintensiven Unternehmen stellt die Personalkostenproduktivität eine wesentliche Messgröße dar. Die Relation aus Rohertrag zu den Personalkosten ist eine benchmarkfähige KPI. Wieviel Personalkosten sind in Relation erforderlich, um den Rohertrag zu erwirtschaften? Dabei egalisiert sie die Wertschöpfungstiefe im Benchmarkvergleich. Auch Unternehmen mit unterschiedlicher Wertschöpfungstiefe lassen sich so vergleichen und die Ertragskraft unterschiedlicher Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen.Die Kapazitätsauslastung von Maschinen, aber auch die Auslastung von Mitarbeitern, z.B. im Projektgeschäft, ist ein weiterer wichtiger Performancetreiber. Niedrige Auslastung erzeugt Leerkosten. Eine dauerhaft hohe Auslastung bei Maschinen verschleißt diese schneller, erhöht die Instandhaltungskosten und ist ein Signal für notwendige Erweiterungsinvestitionen. Zu viele teure Überstunden wiederum signalisieren zusätzlichen Bedarf an personellen Kapazitäten.Die Quote der Vertriebskosten als operative Größe signalisiert, ob und in welchem Umfang der Vertrieb effizient ausgerichtet ist. Eine im Vergleich zum Benchmark angemessene F&E-Quote ist Grundlage für neue Produkte und damit zukünftige Umsätze. Mit ihrem eher strategischen Charakter sendet sie fast schon „investive“ Signale. Die Verwaltungskostenquote hingegen dient vor allem als operatives Effizienzkriterium. Die Bedeutung der jeweiligen Kostenquoten kann dabei von Branche zu Branche schwanken. So gibt es Branchen, in denen F&E stark im Fokus steht, bei anderen hingegen ist dies der Vertrieb.Kapitalperformance – in Zeiten steigender Zinsen von zunehmender BedeutungKapital wird in Zeiten steigender Zinsen wieder zunehmend zu einem wichtigen Performancemerkmal. Im Hinblick auf die Verschuldungs- und Entschuldungsfähigkeit bildet die Relation von verzinslichen Fremdkapital nach Abzug von Finanzmitteln (Nebt Debt) in Relation zum EBITDA eine wichtige KPI für den CFO. Sie findet sich in vielen Kreditverträgen als Covenance wieder und besitzt zweierlei Aussageinhalte: Zu einen, wie lange es dauert, Verbindlichkeiten via EBITDA zurückzuzahlen. Zum anderen, welcher Spielraum – gemessen an Benchmark und/oder Covenance - für eine Ausweitung der Fremdverschuldung, z.B. im Rahmen von Investitionsplänen, noch besteht. Letzteres ist damit wieder vor allem eine strategische KPI.Die Cash Conversion Rate weist auf die Kapitalbindung aus Umlaufvermögen und Lieferantenverbindlichkeiten hin. Gemessen in Tagen bildet sie auch und vor allem für die operative Steuerung eine wichtige Kennzahl.Die Relation aus Abschreibungen und Investitionen in %, möglichst gemessen über einen längeren Zeitraum, signalisiert als strategische Kennzahl den Grad der Substanzerhaltung der Aktiva. Liegt die Afa längerfristig über den Investitionen, so signalisiert dies Substanzverzehr. Diese KPI weist u.U. darauf hin, dass das Unternehmen zwar ein „gutes“ Ergebnis erwirtschaftet, dies jedoch auf Grund unterlassener Investitionen zu Lasten der Zukunft geht.Die Eigenkapitalquote als „klassische“ Bilanzkennzahl zeigt den Grad der Unabhängigkeit des Unternehmens von externem Kapital auf. Ergänzt um die Eigenkapitalverzinsung als Relation von EAT zu Eigenkapital informiert es vor allem Anteilseigner darüber, ob und in welchem Umfang das Unternehmen ein lohnendes Investment darstellt.FazitAlle dargestellten Kennzahlen haben bereits jeweils einzeln eine hohe Aussagekraft hinsichtlich der Quellen und Ursachen der Performance. Besondere Aussagekraft entfalten sie dann, wenn ihre Inhalte miteinander verknüpft werden. Mit einigen wenigen Performance-KPI ist der CFO schnell in der Lage, die Performance des Unternehmens, ihre Entwicklung, vorhandene Schwachstellen, aber auch und vor allem unausgeschöpfte Potenziale zu identifizieren und darzustellen. Er hat damit sowohl ein aussagefähiges operatives als auch ein strategisches Werkzeug zur Unternehmenssteuerung in der Hand.
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Kommentar, 20.07.2023
20.07.2023
Was auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun hat, teilt doch eine Gemeinsamkeit: Die grundlegende Transformation von Industrien.Die andauernde Diskussion um das „Heizungsgesetz“ verdeckt die eigentliche Transformation in der Heizungs- und Klimatechnik. Das ist der Technologiewechsel hin zu elektrischen Wärmepumpen, die nicht mehr auf fossile Brennstoffe wie Öl und Gas ausgerichtet, sondern um einen Kern aus Kompressor- und Wärmetauschertechnologie und Steuerungselektronik aufgebaut sind. Mit diesem Technologiewandel werden frühere Kernkompetenzen morgen bedeutungslos. Dies ist die vornehmlich mechanische Wertschöpfung rund um den Brennkessel und die in der Fläche über Dekaden geschulte Installateure, die zwar mit Gas- aber nicht mit Stromleitungen vertraut sind. Hier überlagern sich aktuell also zwei Wellen: Das rasante Marktwachstum für Wärmepumpen mit globalen Champions wie LG im Wettbewerb und die Erosion alter Erfolgsmuster. Das Familienunternehmen Viessmann und seine Gesellschafter, denen bereits mit der Umstellung von Öl auf Gas eine fundamentale Transformation gelang, haben das offenkundig erkannt und mit unternehmerischer Weitsicht und souveränem Abstand zum eigenen Ego bewertet. Ergebnis ist der Zusammenschluss mit einen starken Partner, um den Wandel von vorne als „rule maker“ zu gestalten und nicht als „rule taker“ abgehängt zu werden.Ungleich größer als das Beispiel Wärmepumpen ist die anlaufende Transformation der Bauwirtschaft. Anders als 200 Jahre nach der industriellen Revolution wird am Bau noch immer handwerklich am Bauplatz gearbeitet. Die Industrialisierung des Baues erfolgt hier unter dem Schlagwort „Prefab“ oder „Modulares Bauen“ und meint die Verlagerung der Bauwertschöpfung vom Bauplatz in die Fabrik. Es ist die notwendige und zugleich späte Antwort auf Kostenexplosionen, Ressourcenverschwendung und die Unplanbarkeit von Bauabwicklungen. Die durchgehende Digitalisierung des Bauens mit BIM wirkt hier als Katalysator. Entsprechend sind digitale Kompetenzen zukünftig ein elementarer Erfolgsfaktor von Unternehmen der Bauindustrie. Bauzulieferer müssen sich ebenso auf eine industrielle Wertschöpfung umstellen, die durch Entwicklungs-, Einkaufs- und Supply Chain-Prozesse aus Industriegütermärkten bestimmt ist. Konkret: der dreistufige Vertrieb von 15l Eimern Bauchemie, der Palette Hohlziegel und von Dachbahnen als 50m Rollenware hat keine Zukunft!Und die Automobilindustrie? Ist mit Blick auf Deutschland ein Paradebeispiel dafür, was bei der Negierung von industriellen Transformationen passiert. Noch vor wenigen Jahren wurde mit ausgefeilten akademischen Begründungen die Untauglichkeit der Elektromobilität „bewiesen“ und weiter auf Verbrennersysteme gesetzt. Relevante Fakten, z.B. ca. 1.500 bewegliche Teile beim Verbrenner für Motor+Getriebe vs. ca. 200 beim E-Auto, waren schon damals verfügbar und der Klimawandel auch keine Neuigkeit mehr. Ergebnis heute sind marktführende Automobilhersteller aus den USA und China, die deutsche Hersteller bei der Elektromobilität auf die Plätze verweisen.Fazit: Jede Transformation muss hinsichtlich der Transformationsnotwendigkeit aus der Vogelperspektive bewertet werden. Das heißt: Es ist zu klären, was in welchem Umfang und wie schnell geändert werden muss. Zudem sollte das Transformationsvermögen des Unternehmens - von der Organisation bis zur Finanzkraft – genau geprüft werden. Nur wenn diese Faktoren ein „Match“ ergeben, wird die Transformation auch gelingen.
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Publikation
13.07.2023
Strategien unter Unsicherheit – geht das überhaupt? Ja, doch dafür müssen alle „Rädchen“ des strategischen, Risiko- und Performance-Managements ineinandergreifen, statt „wait and see“ braucht es in Sachen Strategiegestaltung ein neues Mindset. Wer Chancenpotentiale auch in unsicheren Zeiten gezielt heben will, muss sich strategischen Fragen stellen: - Wie robust und widerstandsfähig ist das Geschäftsmodell gegenüber externen Schocks? - Welche Marktentwicklung nehmen die heutigen Geschäftsfelder in Zukunft? - Auf welche Wettbewerbskonstellation trifft ein Unternehmen zukünftig? - Wie verändert sich die Wertschöpfungsstruktur der Branche? - Wo muss nachhaltig investiert werden, um Werte für das Unternehmen zu schaffen? - Sind Schlüsselressourcen, Kernkompetenzen und Assets auf eine aktive Zukunftsgestaltung des Unternehmens ausgerichtet? - Wie stark ist das Führungsteam eingebunden und in die Verantwortung gebracht, damit die Unternehmensstrategie erfolgreich fortgeführt und eine notwendige Transformation gelingen kann? - uvm. Welche Leitmaxime das Management verfolgen zudem verfolgen sollte, jetzt im aktuellen Sonderdruck nachlesen.
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Kommentar, 31.05.2023
31.05.2023
„Data driven enterprise“ – „AI fi rst“ – „Real-Time decision making“ – der Buzzword-Dschungel ist groß und der Weg zum datengetriebenen Unternehmen verspricht vieles, doch leider verläuft er in der Praxis oft irrwegig. Einige Gründe dafür sind: Fehlende digitale Kompetenzen, funktionsorientierte Sichtweisen und Fokus auf die sehr detaillierte Planung anstatt direkter Umsetzung.Ein datengetriebenes Unternehmen ist ein Unternehmen, welches Daten zur Unterstützung von Geschäftsentscheidungen und -prozessen nutzt. Studien belegen, dass diese Unternehmen effizienter arbeiten und am Ende ertragsstärker sind. Voraussetzungen hierfür sind Investitionen in Tools, Technologien und Mitarbeitende, die die Datenerfassung, -analyse und -visualisierung ermöglichen.Doch wie kann diese Transformation für ein Unternehmen erfolgreich aussehen? Wie kann man am besten starten? Am Anfang von allem steht die Vision der Geschäftsführung. Sie geben der Organisation das Ziel des datengetriebenen Unternehmens vor. Und der nächste Schritt erfolgt dann nicht mit einem großen Knall, sondern in verdaulichen Schritten, sonst kann dies zu einer Überforderung der Organisation führen.Think big, start small, scale fastDie Vision ist groß, die Umsetzung wirkt lang, umso wichtiger ist es den richtigen Startpunkt zu wählen und die Erfolgsfaktoren zu kennen: Sich vertraut mit den neuen technologischen Möglichkeiten machen, Kompetenzen aufbauen, Entscheidungsmuster aufbrechen und direkt erste Erfolge nachweisen. Eine der technischen Möglichkeiten ist Process Mining: Eine leistungsstarke Technik, die Algorithmen zur Analyse und Visualisierung von Geschäftsprozessen auf der Grundlage von Daten aus verschiedenen Quellen verwendet. Durch die Analyse von Prozessdaten können unsichtbare Ineffizienzen, Engpässe und andere Problemmuster identifiziert werden.Es ist zu empfehlen, mit weniger komplexen Prozessen zu starten, die einen schnellen monetären Effekt nachweisen. Hierfür eigenen sich insbesondere der Kreditoren- und Debitorenprozess (siehe Abb.). Danach kann die Methodik in Wellen für weitere Prozesse ausgerollt und durch den Aufbau eines Center of Excellence organisatorisch verankert werden. Die Optimierungsfelder der Debitoren- und Kreditorenprozesse liegen in Umsatzsicherung, Working Capital, Produktivität und Compliance & Rsikomanagement. Die Effekte sind entweder direkt monetär messbar (z. B. höherer Free-Cashflow) oder durch Reduzierung von Aufwänden spürbar (z. B. No-Touch-Rate):UmsatzsicherungDer folgende Optimierungsbereich scheint sehr offensichtlich zu sein, doch gerade die Themen um Umsatzsicherung und Ausgabenvermeidung werden in Unternehmen häufig stiefmütterlich behandelt: Der Anteil an doppelten bezahlten Rechnungen im Einkauf (Referenz > 1 %), oder falsch hinterlegte Einkaufskonditionen aufgrund Mengenvereinbarungen im Rahmenvertag des Lieferanten. Es sind nicht die Einzelfälle, die es komplex machen, sondern die Menge an Prozessschnittstellen, Abhängigkeiten, Sonderfällen und funktionaler Kollaboration, die zu diesen ungewollten Effekten führen.Working CapitalWorking Capital Optimierungen haben in den letzten Jahren aufgrund der makroökonomischen Situation deutlich an Relevanz gewonnen. Die Optimierung des Cash Conversion Cycles mit Days Payable Outstanding und Days Sales Outstanding steht auf der Agenda eines jeden CFOs. Der größte Hebel liegt darin, sich von einer reaktiven Position hin zu einem proaktiven Vorgehen zu entwickeln. Die Realität in den Unternehmen zeigt, dass die Prozessqualität in den letzten Jahren gelitten hat und sich Ineffizienzen eingeschlichen haben. Zahlungsbedingungen (Zahlungsfrist, Skonto) sind heterogen gewachsen, Zahlungen der Kunden gehen verspätet ein (Referenz 27 % der Rechnungssumme) und werden nicht konsequent angemahnt, Skonto wird trotz Fristablauf gewährt (Referenz > 2 % der Rechnungen). Dies hat nicht nur Einfluss auf den Free-Cashflow, sondern mindert direkt den Ertrag des Unternehmens. Häufig werden in der Unternehmensrealität dann Gründe angeführt wie „Es handelt sich um einen strategischen Kunden, den man nicht anmahnen kann“ oder „Der Kunde war in der Vergangenheit sehr zuverlässig, was Zahlungen angeht“. Diese Denkmuster kosten Unternehmen unter dem Strich Profitabilität – mit einer vollkommenen Transparenz über den End-to-End Prozess werden Interdependenzen zwischen Teilprozessen erkannt und Lösungsmöglichkeiten können individuell, faktenbasiert diskutiert werden.ProduktivitätZiel ist es, nicht wertstiftende Arbeiten von Mitarbeitenden zu minimieren und durch Automatisierung zu ersetzen. Die mehrmalige Eingabe von Daten oder Veränderung von hinterlegten Stammdaten potenziert sich im täglichen Arbeitsablauf. Kleine Automatisierungen von repetitiven Tätigkeiten entlasten zügig die Mitarbeitenden in operativen Prozessen. Jedoch sind ERP-Systeme dafür häufig zu unflexibel und Anpassungen zu teuer. Anders sieht es bei Process Mining aus, das Aktionen im ERP triggern und steuern kann. Die Technologie ermöglicht beispielsweise das Versenden von Zahlungserinnerungen via E-Mail, Änderungen von Zahlungsbedingungen oder das Überprüfen von Bestellung, Wareneingang und Rechnung (3-Way-Match).Compliance & RisikomanagementCompliance ist in Unternehmen ein schwieriges Unterfangen, oftmals personenbezogen und stark papierbasiert. Process Mining bietet Werkzeuge, um Compliance- Vorgaben einzuhalten. Es kann überprüft werden, ob geplante Aufgabentrennungen erfolgreich im Alltag umgesetzt, Kreditlimits geändert oder Genehmigungsprozesse effizient definiert sind.FazitDie Potenziale für Ihr Unternehmen sind groß – sie müssen sie nur nutzen. Technologisch können Prozesse und Ineffizienzen heute in einer End-to-End Sicht analysiert und direkt aufgelöst werden. Der Einfluss ist direkt messbar. Debitoren- und Kreditorenprozess sind gute Einstiegsmöglichkeiten, um eine neue Arbeitsweise zu implementieren, datengetrieben zu agieren und messbare Erfolge zu generieren. Das Risiko ist gering, der Ressourcenaufwand überschaubar und die positiven Effekte sicher.
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Best Case
17.05.2023
Die GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG ist spezialisiert auf Ventile für die Pharmaindustrie und allgemeine industrielle Anwendungen. Mit seinen heute über 2.400 Mitarbeitern weltweit befindet sich GEMÜ auf dem Weg zu einem Smarten Unternehmen. Ein Kernbaustein: Die digitale Transformation der Produktion. Hierzu wurde eine I4.0-Strategie definiert, mit der Vision einer digitalisierten, CO2-neutralen, bedarfsgetriebenen und robuste Supply Chain. W&P wurde beauftragt diese Strategie auf Vollständigkeit, Wirksamkeit und Tragfähigkeit sowie mögliche strukturelle und organisatorische Auswirkungen zu überprüfen. „Der Erfahrungsschatz und die Best- Practice-Ansätze vom W&P-Team kombiniert mit der hoch-individuellen, auf unsere Bedarfe zugeschnittenen Vorgehensweise kamen bei diesem Projekt voll zu unseren Gunsten zum Tragen. Ein echter Erfolg!“ so Matthias Fick, Geschäftsführer von GEMÜ. Mehr zum konkreten Vorgehen des W&P Teams um W&P Partner Oliver Rörig mehr im aktuellen Best Case.
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Publikation
09.05.2023
Eine Umfrage der Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (W&P) unter rund 70 Sanierungsbankern zeigt: Realität und Erwartungshaltung an ESG und Cyber Security in einem Sanierungskonzept klaffen zwischen Unternehmen und Banken weit auseinander. Auch im Bereich Markt & Vertrieb werden diese Themen sehr unterschiedlich bewertet. Diese Diskrepanz birgt erhebliche Risiken mit negativen Auswirkungen bis hin zur Ablehnung neuer Finanzierungsanfragen. Während ESG aktuell weder deskriptiv noch in den Financials von Sanierungskonzepten priorisiert wird, erwarten 57 % der befragten Banken künftig verbale Beschreibung von Risiken, ihre Abbildung in der Planung sowie die Definition konkreter ESG-Maßnahmen. Die Gefährdung einer positiven Sanierungsaussage bei Nichtberücksichtigung von ESG-Aspekten beurteilen die Befragten unterschiedlicher: Nur rund die Hälfte stuft diesen Fall als kritisch ein, wodurch erhebliches Konfliktpotential in Finanziererkreisen möglich ist. Banken stufen künftig den Stellenwert von Cyber Security deutlich höher ein als bisher.  Da es sich um eine reale und konstante Bedrohung handelt, gaben 75 % der Befragten an, dass ein Sanierungskonzept zukünftig konkrete Maßnahmen zur Risikoreduzierung enthalten muss – hinsichtlich der Finanzierung sind die Banken auch überwiegend (73 %) gewillt, diese zu übernehmen.   Das Thema ESG gewinnt auch im Reporting zunehmend an Bedeutung. Parallel wird das Risiko, dass sich durch Stapelkrisen ein deutlicher, gegebenenfalls nicht finanzierbarer, Investitionsstau gebildet hat, erkannt. Aus Sicht von Markt & Vertrieb kommen laut der Befragten höhere Risiken auf die Unternehmen zu: Insbesondere Umsatzentwicklung, Finanzierungsfähigkeit und Kostenstruktur werden genannt. Cyber Security erfährt im Rahmen der Kreditvergabe eine untergeordnete Priorität und wird aus der Marktperspektive als „versicherbares Risiko“ betrachtet. Folgerichtig wird es bei der Kreditvergabe nicht priorisiert, die Dokumentationsanforderungen sind gering. Fazit: ESG-Aspekte werden den Prozess der Kreditvergabe maßgeblich mitbestimmen. Cyber Security-Risiken hingegen können durch Versicherungen abgedeckt werden und haben somit keinen entscheidenden Einfluss auf die Kreditvergabe.
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Best Case
04.05.2023
Die KBW GmbH & Co. KG ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen aus Rohrbach, das seit 1995 im Automotive-Bereich auf Karosserie- und Prototypenbau spezialisiert ist. Dieselskandal und Corona-Pandemie hatten die Auftragslage rund um den Prototypenbau deutlich schrumpfen lassen, wodurch das Unternehmen - trotz getätigter Investitionen in die Produktion - in Schieflage geriet. Ein Sanierungskonzept wurde erforderlich, das von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) umgesetzt wurde. Mit Erfolg: Die konsequente Umsetzung aller Maßnahmen und die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Beratern und Finanzierern waren erfolgreich. So konnten unter anderem rund 70 Arbeitsplätze inkl. der Altersvorsorge für alle Mitarbeitenden gesichert, Struktur- und Finanzierungskosten nachhaltig gesenkt und eine langfristige Partnerschaft zu einem führenden OEM aufgebaut werden. Wie das Team um W&P-Partner Daniel Emmrich konkret vorgegangen ist? Mehr im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 17.04.2023
17.04.2023
8 %, 10 %, 12 % – die aktuellen Tarifforderungen haben Werte erreicht, die vor kurzem noch undenkbar schienen. Dies stellt vor allem das Management personalkostenintensiver Unternehmen mit hoher Wertschöpfung vor erhebliche Herausforderungen. Können steigende Personalkosten nicht über das Pricing an die Kunden weitergegeben werden, sind vor allem CFO und COO gefordert. Sie müssen dafür sorgen, dass die Produktivität im Unternehmen steigt. In letzter Konsequenz heißt das: Mit weniger Personal bei höheren Personalkosten pro Kopf die gleiche oder sogar eine höhere Leistung zu erbringen als bisher.Warum sind hier COO und CFO – Funktionen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben – gemeinsam gefordert? Wer die Produktivität steigern will, braucht zunächst Transparenz: Wo liegen unentdeckte Produktivitätspotenziale? Wie hoch sind diese Potenziale in Euro gemessen? Dies zu erkennen ist Aufgabe des Finanzvorstands. Kostenrechnung, Kalkulation und Produktionscontrolling können aufzeigen, inwieweit steigende Personalkosten durch bisher unentdeckte Potenziale kompensiert werden können. Um diese Potenziale auch tatsächlich zu realisieren, bedarf es der Konkretisierung und vor allem der Umsetzung entsprechender Maßnahmen - Aufgabe des COO. Durch Maßnahmen, die zu einer Beschleunigung des Wertstroms, einer besseren Kapazitätsauslastung, einem geringeren Ressourcenbedarf und damit zu niedrigeren Produktionskosten führen, können echte Produktivitätssteigerungen erzielt werden. Kurz: Die geschaffene Transparenz wird genutzt, um dort anzusetzen, wo die größten Effekte erzielt werden können.Häufig ist das Zusammenspiel der Funktionen im Unternehmen durch ein „Nebeneinander“ geprägt, jeder „macht sein Ding“. Bei moderat steigenden (Personal-)Kosten mag dies ohne allzu große negative Effekte auf das Ergebnis funktionieren. Angesichts der zu erwartenden Tarifsteigerungen hat diese Art der Zusammenarbeit jedoch keine Zukunft mehr. Nur wenn COO und CFO Hand in Hand arbeiten und gemeinsam eine gestaltende Rolle einnehmen, besteht die Chance, den hohen Personalkostensteigerungen eine Produktivitätssteigerung entgegenzusetzen.
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Kommentar, 24.01.2023
24.01.2023
Das bisherige Paradigma preisoptimierter Beschaffung mit unbegrenzt globalisierten und performanten Lieferketten steht auf dem Prüfstand. Nicht nur die akuten Versorgungsprobleme bedeuten einen Stresstest für die Supply Chains. Die stark gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Transportkosten erhöhen den Druck ebenfalls signifikant. Strategisch stellt zudem der steigende Protektionismus die Lieferketten vor erhebliche Herausforderungen. Begriffe wie Reshoring, Friendshoring, Decoupling, Local-to-local und Glokalisierung machen die Runde. Alle Aspekte der bisherigen Wertschöpfungsarchitektur müssen kritisch beleuchtet werden:Wie sollten mittelständische Unternehmer ihr Unternehmen zukunftsorientiert ausrichten?Wie können Risiken in den Lieferketten frühzeitig transparent gemacht, bewertet und beherrscht werden? Wie können künftige Volatilitäten bestmöglich verkraftet werden?Ist die Regionalisierung der Wertschöpfungsarchitektur sinnvoll und machbar für eine stärkere Robustheit und Nachhaltigkeit? Sind Insourcing und eine größere Fertigungstiefe adäquate Stellhebel?Welche Rolle spielt eine Diversifikation der Beschaffung? Ist eine strategische Lagerhaltung gegenüber Just-in-Time-Konzepten das Gebot der Stunde?Und last but not least: Lassen sich digitale und effiziente Fabriken mit ihren sinkenden Skaleneffekten für modulare Supply-Chain-Netzwerke nutzen?Massiver Druck auf die LieferkettenSeit 2020 haben wir eine unvergleichliche Sequenz von disruptiven, temporären Ereignissen erlebt. Aber auch anhaltende Trends wie Fachkräftemangel, Inflation, Protektionismus und Handelsbarrieren erhöhen den Druck auf die Wertschöpfungsstruktur deutlich. Preisexplosionen, Lieferengpässe bis hin zu Produktionsstillständen, Hamsterkäufe und Überbestellungen (Bullwhip-Effekt) – es ist alles geboten. Diese aktuellen Probleme sind symptomatisch. Wir müssen erkennen, wie volatil unsere globalen Warenströme wirklich sind. Weder die politischen, noch die marktseitigen Rahmenbedingungen werden sich wieder, wie gewohnt, stabilisieren. Die einseitige Auslegung der Lieferketten auf die Ausschöpfung maximaler Kostenvorteile – ohne Kernfaktoren wie Risiken, Abhängigkeiten und Umwelteinflüsse – hat ausgedient.Durch die aktuellen Entwicklungen erleben Unternehmen, dass langfristige Kundenbeziehungen zum Asset werden. Die Verfügbarkeit von Artikeln schlägt die Kostenprämisse. Die aus der Not geborenen Taskforces werden zur Dauereinrichtung und zum agilen Nukleus innerhalb der Unternehmen. Bestehende Liefernetzwerke erweitern sich dynamisch. Lange überfällige Digitalisierungsinitativen werden in kürzester Zeit operationalisiert.Erleben wir aktuell ein lange überfälliges Fitnessprogramm in den Unternehmen? Wie lassen sich die gewonnenen Erfahrungen verstetigen, um eine größere Robustheit und Zukunftsfähigkeit zu erlangen? Reicht der aktuelle Management-Baukasten aus oder müssen komplett neue Wege gegangen werden?Die Stellhebel einer zukunftsfähigen Supply Chain – lean, green, digital, robustDie Zielsetzung ist eine robuste Supply Chain, die zudem effizient (lean), nachhaltig (green) und digital ist. Das Gebot der Stunde lautet strategische Neuausrichtung auf ein zukunftsfähiges Wertschöpfungsmodell.Konkret müssen acht Stellhebel optimiert werden:Transparenz schaffenPlanbarkeit erhöhenRisiken managenDigitalisierung und Analytics nutzenEffizienz steigernRobuste und agile Supply-Chain-Netzwerke gestaltenKonsequent auf Nachhaltigkeit ausrichtenMitarbeitende mitnehmenDie konkreten Ansatzpunkte sind vielfältig und unternehmensspezifisch. Sie betreffen sowohl taktische als auch strategische Elemente, wobei natürlich alle im Auge zu behalten sind.Nicht alle Risiken können vermieden werden. Doch lassen sich die relevantesten mit einem proaktiven Risikomanagement identifizieren, im Rahmen von Szenarien betrachten und auf Mitigationspotenzial durchspielen. Der W&P Supply-Chain-Control-Tower erlaubt eine Ende-zu-Ende-Transparenz in Echtzeit, um operative Risiken zu managen. Ein State-of-the-art Bestandsmanagement unter Zuhilfenahme von KI-gestützter, kollaborativer und integrierter Bedarfsvorhersage und Planung ermöglicht die gezielte Bevorratung, ohne jedoch das Working Capital und des Bestandsrisiko zu überreizen.Strategisch gilt es, die Wertschöpfungsarchitektur modularer und mit der richtigen Balance aus regionalen und globalen Anteilen, Redundanzen, Skaleneffekten und Spezialisierung zu gestalten. Ein mehrgleisiges Fahren und hybride Ansätze sollten hierbei in Erwägung gezogen werden. Die ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungstiefe unter Berücksichtigung von robusten, agilen und diversifizierten Liefernetzwerken und Kooperation/Koopetition ist notwendig. Darüber hinaus muss sich der Einkauf komplett neu aufstellen. Neben dem Preis gilt es Kernfaktoren wie das Ausfallrisiko, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Lieferperformance sowie Umweltaspekte zu bewerten. Fähigkeiten zur aktiven Unterstützung kriselnder Kernlieferanten müssen, wo notwendig, aufgebaut oder zugekauft werden.Produktseitig hilft ein aktives Portfoliomanagement, um den Fokus auf die margen- und umsatzträchtigen Produkte zu legen. Signifikante Potenziale für die Robustheit liegen schlussendlich auch in der Produktausprägung z. B. durch einen Produktbaukasten, Reengineering oder Software-Features.FazitDie aktuelle Dynamik durch disruptive Ereignisse und damit strategische Herausforderungen für die Supply Chain werden auf absehbare Zeit bleiben. Der Managementbaukasten aus operativer und digitaler Exzellenz ist in den meisten Fällen ausreichend, muss aber neu interpretiert werden. In der Anpassung und fokussierten Ausgestaltung der einzelnen Stellhebel liegt das größte Potenzial. Hierbei geht es nicht nur um radikale Lösungen, sondern oft auch um die fokussierte Identifikation der spezifischen und wirksamen Ansätze sowie deren Verankerung in der Organisation.
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Kommentar, 22.12.2022
22.12.2022
Wir stehen vor, oder besser, in einer Zeitenwende. Die Auslöser sind exogene Faktoren, Schocks wie Kriege, Naturkatastrophen, Pandemien und politische Entwicklungen. Sie sind nicht „vom Himmel gefallen“, sondern von Menschen verursacht. Also kein Alibi für die Menschheit und den sog. Verantwortungseliten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Man würde es sich jedoch zu einfach machen, die Schuld und Verantwortung nur auf die Entscheidungsträger zu schieben, denn in aufgeklärten, informierten Gesellschaften sollten Empfindsamkeit, Erkenntnisfähigkeit und Handlungsfähigkeit in der Bevölkerung vorhanden sein, dass alle, zumindest die Mehrheit, in der erfolgreichen Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen engagiert sind. Der Mensch als vernunftbegabtes Wesen, als kreatives Individuum, ausgestattet mit einem starken Überlebenswillen sollte dazu in der Lage sein? Es wird allerdings nicht nur mit dem Einsatz von immer höheren finanziellen Ressourcen, mit steigenden Staatsausgaben, mit einer Vollkasko-Mentalität, mit einer individuellen, aber auch institutionellen Vorteilsmaximierung, einer Selbstoptimierung, einer Selbstverwirklichung ohne Selbstverantwortung, mehr Bindungslosigkeit und mangelnder Loyalität gelingen, diese „neue Zeit“ zum Wohl aller gesellschaftlichen Gruppierungen und zum eigenen Wohlstand und existenziellen Sicherheit zu gestalten. Es wird auch in Zukunft nicht ohne Leistung, Kreativität, wirksamen Ressourceneinsatz und Initiative gehen. Stabile, ethische Grundwerte und kulturelle Veränderungen werden den Weg in eine „neue Zeit“ begleiten müssen.Warum diese sehr komprimierten Ausführungen zu gesellschaftlichen, makro-ökonomischen Rahmenbedingungen? Ganz einfach: Unternehmen sind Bestandteil dieses Gesellschaftssystems und können nicht losgelöst davon eine Transformation „von heute auf morgen“ erfolgreich gestalten. Auch Unternehmen sind von Menschen geschaffene künstliche Systeme, die einem bestimmten Lebenszyklus angehören, die in die Zeit passen oder aus der Zeit gefallen sind und letztlich nur durch deren Gestalter an neue Zeiten anzupassen und auszurichten sind. Also, die Eigentümer, das Management sind wieder einmal gefordert. Keine neue Erkenntnis, aber eine herausfordernde und anstrengende Tätigkeit. Wo liegen die wesentlichen Herausforderungen, Weichenstellungen und Entscheidungen?Instabilität, Disruption, veränderte Machtkonstellationen in den Märkten, etc. erfordern mehr Denken in Alternativen, in Szenarien. Die „Sicherheiten“ gehören der Vergangenheit an. Die Unternehmenskonfiguration muss Flexibilität, Schnelligkeit, Kreativität und Initiative ermöglichen. Einen entscheidenden Beitrag zu diesen Unternehmensmerkmalen muss die Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen liefern. Leadership ist einer der Grundvoraussetzungen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem notwendigen Tempo und den unterstützenden Methoden und Systemen in die „richtige Richtung“ zu bewegen. Der „Lohn“ dafür sind wettbewerbsfähige, ertragsstarke Unternehmen und somit attraktive Arbeitgeber und sichere Arbeitsplätze. Hohe operative Effizienz, solide Finanzierung, ein passendes Risikoprofil und Ressourcenausstattung sind die stabile Basis für den „Sprung in die Zukunft“. Es wird kein „Kurzstreckenrennen“, sondern eher ein Marathon – stellen Sie sich und Ihr Unternehmen darauf ein.Wenn dies alles gut gelingen soll, dann braucht man das richtige Timing – nicht zu spät, aber auch nicht zu früh – und eine qualifizierte Mannschaft, die richtigen Berater und das Quäntchen Glück.
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Kommentar, 05.12.2022
05.12.2022
In den hochkarätigen Beiträgen von UnternehmerInnen und einem engagierten Publikum auf dem Handelsblatt Industriegipfel geht es um nichts weniger, als die Zukunftsfähigkeit der deutschen Industrie.Die Ausgangslage? Kritisch!Rohstoffarmut und somit Importabhängigkeit in allen Materialklassen und EnergieträgernDie weltweit höchsten Energiepreise, die aktuell weit über die Kostentragfähigkeit von eigentlich gesunden Geschäftsmodellen gehenNegative Demographie mit dem Ergebnis eines weiter steigenden FachkräftemangelsEine Bürokratie, die mehr auf Sanktionen und detailverliebte Regelungen setzt, anstelle von unternehmerischer Freiheit und Innovationskraft Zusätzlich teilt sich die Welt mit Amerika und China wieder in Blöcke, die sich ideologisch und wirtschaftlich zunehmend unversöhnlich gegenüberstehen. Und dazwischen die EU, mit der westlich-liberalen Lebensweise den USA verbunden und wirtschaftlich aufs engste mit China verflochten.In Summe reichlich Futter für notwendige Strategiediskussionen, wenn man sein Unternehmen nicht ohnmächtig in die Bedeutungslosigkeit führen will.Die Lösung internationaler Konzerne wird eine noch stärker forcierte Aufstellung in der Triade mit Nordamerika, Asien und China und der EU sein. Noch mehr „local for local“ und mit vielen Wertschöpfungsprozessen raus aus dem im Weltmarkt nachteiligen Standort Deutschland. Bleiben dann einzig noch Holding-Funktionen vor Ort, wird das im Ergebnis gravierende Lücken aus fehlenden Wertschöpfungsstufen und Vorprodukten bedeuten. Gerade in der stark vernetzten und von Clustern geprägten Maschinenbau-, Automobil- und Chemieindustrie keine schönen Aussichten für die Wirtschaft insgesamt und besonders für den Mittelstand und Familienunternehmen, die eigentlichen Wohlstandsgaranten unserer Gesellschaft.Bleibt für letztere, die Familienunternehmen, weiterhin auf die eigenen Stärken zu bauen und darauf zu vertrauen, das die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen schnell wieder tragbare Energiekosten und Versorgungssicherheit sowie eine Reduzierung der Bürokratie gewährleisten. Denn dann – und das zeigt sich in allen Beiträge der UnternehmerInnen auf dem Industriegipfel – bieten z.B. Kreislaufwirtschaft, die Energiewende, Elektromobilität und Industrie 4.0 ein riesiges Innovationspotential. Dies zu nutzen ist dann die Fortschreibung der bisherigen Erfolgsgeschichte, in der deutsche Unternehmen mit überlegenen Lösungen und Produkten lokale Standortnachteile mehr als ausgleichen.
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Best Case
15.11.2022
MEDICE, ein inhabergeführtes Familienunternehmen aus Iserlohn, ist Hersteller und Entwickler von Arzneimitteln und an drei Standorten in Deutschland und knapp 50 Partnern weltweit aktiv. Wachstumsstarke Jahre, eine große Post Merger Integration sowie steigende Anforderungen an Prozesssicherheit und -effizienz führten zu einem großen Projektportfolio – unter anderem auch im digitalen Bereich. Um hier nachhaltig die Transparenz über die Gesamtheit der digitalen Projekte zu verbessern und diese künftig effektiver zu kontrollieren, wurde W&P an Bord geholt. Die W&P Spezialisten für Digitale Transformation reduzierten und priorisierten über 200 Initiativen auf 34 strategisch relevante, führten eine Rhythmik für den Antrag und die Umsetzung der Initiativen ein, etablierten eine projektindividuelle Berechnung des ROI und entwickelten gemeinsam mit den Verantwortlichen bei Medice eine Digitalisierungs-Roadmap, mit der die Planung und Umsetzung digitaler Projekte jetzt auch strategisch verankert ist: „Die Digitalisierungs-Roadmap hat uns mit der klaren Bewertung des Projektnutzens ein perfektes Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem auch die Basis für die stringente Umsetzung geschaffen wurde“, so Stefan Lehmkühler, Leitung IT & Digitalisierung Medice. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 28.10.2022
28.10.2022
Die K2022 war eindrucksvoll wie eh und je: Hier zeigte sich die Kunststoffindustrie selbstbewusst und als wichtiger Teil der Lösung für die globale Nachhaltigkeitswende.Die spannende Frage dazu ist: Was ist Show? Was ist echt?Schon bei der K2019 war Nachhaltigkeit die Headline bei den meisten Ständen. Also sollte man davon ausgehen, dass nachhaltige Produkte und Lösungen heute schon ein fester Bestandteil im Angebot der Unternehmen sind. Klar, zwischen beiden Shows liegen eine Pandemie, Störungen der globalen Lieferkette in nicht gekanntem Ausmaß und mittlerweile auch ein Krieg in Europa. Trotzdem haben Unternehmen das Innovieren ja nicht eingestellt und Entwicklungsprojekte weiter voran getrieben.Im Ergebnis fanden sich auch bei allen Unternehmen vom Polymer über Additive und Masterbatches bis zu Verarbeitungsmaschinen innovative Lösungen. Dabei geht es entweder um Ansätze rund um Kunststoffrecycling oder und die Ablösung fossiler Rohstoffe durch regenerative und biobasierte Ressourcen. Um nun zu beurteilen was Show und was Echt ist, hat der gemeine Kaufmann einen schlichten Maßstab: Was davon ist schon im Umsatz der Unternehmen angekommen?First MoverFür die Nachhaltigkeitswende top positioniert sind Unternehmen, die sich schon 7 Jahre und länger mit den Thema Recycling und alternative Rohstoffe beschäftigen (kleine zeitliche Einordnung: der EU Circular Economy Action Plan datiert aus 2015):Umsatzanteil von nachhaltigen Lösungen mind. 15% bis 30% und mehrAnteil am Produktportfolio bis zu 60%, im Schnitt 25-30%Etablierte Anwendungen, robuste Kundenbeziehungen, Marktstellung als Problemlöser, Wachstum aus diesem New BusinessLate FollowerDie meisten Unternehmen haben das Thema tatsächlich erst mit der letzten K ernsthaft in Angriff genommen. In der Folge sieht es so aus:Umsatzanteil nachhaltiger Lösungen im einstelligen Prozentbereich – nur EU näher an 10%, RoW nahe 1-3%Anteil am Produktportfolio reicht selten über 10%Langwieriges Innovationsmarketing, gerade in den aktuellen Krisenzeiteninterne Konflikte um Ressourcen, Kapazitäten und Investitionsmittel gegen etablierte, konventionelle Produkte ohne eine konsequente Machtpromotion in der Geschäftsführung Die LetztenZugegebenermaßen wenige Unternehmen. Man muss aber feststellen, dass der Startschuss zur Nachhaltigkeitswende schlicht überhört wurde, wenn ein Unternehmensvertreter stolz berichtet, dass just erste Rec-basierte Halbzeuge beim Kunden zur Bemusterung sind - während parallel über 150 kto an Produkten aus Virgin-Material produziert werden.Fazit: Der Geschwindigkeitswettbewerb in der Kunststoffindustrie ist in vollem Gang und First Mover profitieren schon heute von ihrer Innovationsleitung und Konsequenz. Die Verfolger müssen nun also unter erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufholen, um den Anschluss und Ihre Zukunft nicht zu verlieren.
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Kommentar, 29.09.2022
29.09.2022
Die allgemeine Wirtschaftslage nach der Finanzkrise 2009? Stabil. Doch in der jüngeren Vergangenheit machte sich Unsicherheit breit: Unerwartete „Black Swan Events“ wie Corona, der Krieg gegen die Ukraine, der Brexit oder auch die Blockade des Suezkanals hatten massive Auswirkungen auf Gesellschaft und Geschäftsleben. In den weltweiten Lieferketten kam es teils zum temporären, kompletten Versorgungs-Abriss mit bekannten Folgen: Fehlende Halbleiterchips, pflanzliche Öle, Düngemittel, Schiffscontainer, Holz und sogar LKW-Fahrer.In dieser VUCA-Welt (Volatile, Uncertain, Complex und Ambigious) werden immer mehr Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit gefordert, doch: Klassische Risikobewertungsansätze und kurzfristige Notfallpläne stoßen hier an ihre Grenzen. Denn sie fokussieren auf Risiken mit hohen Eintrittswahrscheinlichkeiten und lassen damit Black Swan Events außer Acht. Stattdessen gibt es eine Methode, die man z.B. aus der Luftfahrt kennt - das Business Continuity Management (BCM). Statt nach jedem unvorhersehbaren Ereignis überrascht in den Krisenmodus zu schalten, ist das Ziel von BCM, Unternehmen einen „präventiven Notfallplanplan“ an die Hand zu geben.Multiple Zukunftsszenarien – und das bitte gleichzeitig!Im Kern werden bei BCM multiple – auch unwahrscheinliche – Zukunftsszenarien und ihre Konsequenzen durchgespielt. Während bislang verstärkt Strategien im Mikro-Umfeld des Unternehmens gebildet wurden (z.B. Kunden und Wettbewerb), werden im BCM vor allem Risiken in der Makro-Umwelt betrachtet (z.B. Weltpolitik oder Gesetzgebung). Die Liste branchen- oder firmenspezifischer BCM-Szenarien ist dabei lang: Rohstoffverfügbarkeit, Energiebeschaffung, Cyber-Sicherheit gehören genauso dazu wie Umweltkatastrophen. Daraus werden dann entweder präventive Maßnahmen zur Risikovermeidung umgesetzt oder aber reaktive Maßnahmen zur besseren Risikobeherrschung entwickelt, die im Eintrittsfall einfach aus der Schublade gezogen und routiniert durchgeführt werden können.Pragmatismus gegen BürokratiemonsterBei der Einführung von BCM sollte darauf geachtet werden, kulturkompatibel und pragmatisch vorzugehen – schließlich könnte die die Angst vor einem Bürokratiemonster sinnvolle BCM-Aktivitäten schon im Keim ersticken.Denn bei richtig angewendetem BCM profitieren Unternehmen in mehrfacher Hinsicht:Der Fortbestand des Unternehmens wird durch eingeleitete Präventivmaßnahmen oder aber durch planvoll ausgeführte Maßnahmen zur besseren Risikobeherrschung besser abgesichert.BCM kann zu relevanten Kostenreduktionen bei Versicherungen durch niedrigere Prämien sorgen, da bestimmte versicherungsrelevante Risiken im Vorfeld ausgeschlossen werden.Das Monetarisierungspotenzial von BCM ist signifikant: ein Lieferant, der glaubhaft belegen kann, dass er trotz wesentlicher Störfaktoren weiter lieferfähig bleibt, hat nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern kann diesen als „jederzeit zuverlässiger Partner“ auch vermarkten. Steigende Preise durch Risikomanagement-Maßnahmen werden bei den hohen Abhängigkeiten in den Lieferketten und in der aktuellen VUCA-Welt zunehmend akzeptiert.FazitUnternehmen, die auf „Black Swan Events“ vorbereitet sein wollen, kommen an BCM nicht mehr vorbei. In der heutigen Zeitenwende besteht im Grunde für jede Organisation diese Notwendigkeit. Zu Recht wird teilweise schon politisch ein gesetzlich verpflichtendes BCM für bestimmte Branchen gefordert. Wer BCM jetzt als Chance begreift, kann sich als Pionier Vorteile sichern und ist nicht nur zur Reaktion gezwungen, wenn Lieferanten, Kunden, Versicherungen oder eben Gesetzgeber BCM einfordern.
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Kommentar, 24.08.2022
24.08.2022
Insbesondere der M&A-Markt für kleinere und mittlere Transaktionen hat nach der Schockstarre durch den Ukraine-Krieg wieder an Fahrt gewonnen. Nicht nur Finanzinvestoren sind aktuell gerade im Smallcap-Markt sehr aktiv, wenn es um Akquisitionen und Übernahmen geht. Auch viele Familienunternehmen denken derzeit intensiv über sinnvolle Ergänzungen entlang der Wertschöpfungskette nach, streben den Eintritt in neue regionale Märkte an, wollen die Technologiebasis erweitern oder grundsätzlich die Portfolios ihrer Geschäftsfelder weiter diversifizieren. Ein „Grüne Wiese-Ansatz“ dauert meist zu lange, daher liegt es nahe, sich nach geeigneten Übernahmekandidaten umzuschauen.Übernahmen aus Portokasse bezahlen oder Banken am Risiko beteiligen?Egal ob die Herangehensweise dabei eher opportunistisch getrieben ist oder einem strategischen Masterplan folgt – zu erfolgreichen Diversifikationen und New Business-Aktivitäten gehört auch die Planung der Übernahmefinanzierung. Familienunternehmen neigen häufig dazu, Akquisitionen überwiegend aus der „Portokasse“, sprich aus dem liquiden Eigenkapital, zu finanzieren. Diese weitreichende Unabhängigkeit hat jedoch ihren Preis. Denn mit ihr geht auch die Übernahme des vollen Risikos der Transaktion einher. Finanzinvestoren agieren hier aufgrund ihres Geschäftsmodellansatzes völlig anders. Aber auch konservativ handelnde Familienunternehmen sollten sich die Frage stellen, ob man Fremdkapitalgeber zumindest ein Stück weit am Risiko neuer Geschäfte beteiligen sollte.Grundsatzfragen möglichst frühzeitig klärenDie Frage nach einer möglichen Kaufpreisfremdfinanzierung sollte in jedem Fall von Anfang an integrativer Bestandteil der Akquisitions- bzw. Übernahmeplanung sein. Dabei gilt das Motto: Je früher, umso besser! Man sollte sich hierzu mit folgenden grundlegenden Fragen auseinandersetzen, welche in erheblichem Maße die Übernahmefinanzierung bestimmen werden:Über welche freien Eigenmittel verfügen Sie, und wieviel davon wollen Sie für die Übernahme einsetzen?Wollen Sie ausschließlich mit dem eingesetzten Eigenkapital haften oder sind Sie bereit, weitere Haftungen und Garantien zu stellen?Über welche nachhaltigen Cashflows verfügt das Zielunternehmen, die zur Finanzierung der Übernahme eingesetzt werden könnten?Sind Sie in der Lage und willens, auf Ausschüttungen der Beteiligung für einen längeren Zeitraum zu verzichten?Wie wichtig ist das aktuelle Management der Beteiligung für den Erfolg und möchten Sie das Management direkt am Kapital beteiligen? Typische Akquisitions- und Finanzierungsstruktur von FinanzinvestorenAus der individuellen Beantwortung dieser Grundsatzfragen und dem konkreten Kaufpreis ergibt sich der grundsätzliche Rahmen für die Finanzierungs- und Transaktionsstruktur. Bei dem Erwerb neuer Beteiligungen durch Finanzinvestoren hat sich ein typisches Muster für die Akquisitions- und Finanzierungsstruktur herausgebildet. Die Anteile an der Zielgesellschaft werden regelmäßig nicht direkt vom Investor erworben. Stattdessen wird eine spezielle Zweckgesellschaft (AkquiCo) als Erwerbergesellschaft gegründet, welche die Anteile an der eigentlichen Zielgesellschaft hält. An der AkquiCo könnte je nach Zielsetzung optional auch das Management der übernommenen Gesellschaft beteiligt werden. Der Eigenkapitalbeitrag zur Finanzierung der Übernahme wird als Kapitaleinlage oder als Gesellschafterdarlehen durch die Holding des Investors (HoldCo) in die Erwerbergesellschaft eingebracht. Üblicherweise beläuft sich das anteilige Eigenkapital auf mind. 25-30% des Gesamtfinanzierungsvolumens. Die restliche Kaufpreissumme wird durch ein erstrangiges Darlehen (Senior Debt) auf Ebene der Erwerbergesellschaft dargestellt.Fremdkapitalanteil der Übernahmefinanzierung als Multiplikator des nachhaltigen EBITDA Die Höhe des Fremdkapitals wird dabei durch einen EBITDA-Multiplikator begrenzt. Bei tendenziell zyklischen Geschäftsmodellen mit hohem Investitionsbedarf (z. B. Automobilzulieferer, Baubranche) gilt beispielsweise eine maximale Verschuldungsgrenze von 3,5 – 4,0x des normalisierten EBITDA des Zielunternehmens als tragfähig. Das nachhaltige EBITDA wird vereinfachend als Maßstab für die Fähigkeit zur Generierung von Cashflow herangezogen. Bei sog. „Higher Value oder Superior Industrial“-Branchen kann die Verschuldung auf das 5- bis 6-fache EBITDA ausgedehnt werden. Dabei handelt es sich um Geschäftsmodelle, bei denen die EBITDA-Marge zwischen 10 und 20% betragen kann. Finanzinvestoren neigen dazu, die Spielräume für eine Fremdfinanzierung maximal auszunutzen und damit ihre Eigenkapitalrendite zu hebeln. Aus diesem Grund spricht man von sog. LBO-Finazierungen (Leveraged Buyout). Je nach Konstellation ist eine Aufstockung des Eigenkapitals durch Mezzanine- Kapital erforderlich, beispielsweise wenn der Investor seinen Eigenkapitaleinsatz auf einen bestimmten Betrag begrenzen möchte. Die notwendige Umlauffinanzierung wird meist durch eine Kreditlinie auf Ebene der Zielgesellschaft dargestellt.Risikobegrenzung durch Ring Fencing-StrukturenDie Besicherung der Akquisitionsfinanzierung wird meist auf die Verpfändung der Gesellschaftsanteile der AkquiCo an der Zielgesellschaft sowie eine Besicherung durch deren Assets beschränkt. Dazu gehören vor allem die Globalzession der Forderungen aus Lieferung und Leistung, eine Raumsicherungsübereignung der Waren sowie Pfandrechte an Sachanlagen, Grundstücken und dem Immobilienbesitz. Weitere Haftungen oder Garantien für die Zielgesellschaft und die Finanzierung werden regelmäßig nicht gestellt. Somit wird das Risiko aus der Akquisition für den Investor auf das eingebrachte Eigenkapital begrenzt. Bei dieser Struktur spricht man auch von einem sog. „Ring Fencing“ bzw. einer Non-Recourse-Finanzierung, also einer Abschottung der Risiken der Akquisition von den anderen Aktivitäten des Übernehmers.FazitMit einer intelligenten Gestaltung der Transaktions- und Finanzierungsstruktur können die finanziellen Risiken aus einer Übernahme auf den Eigenkapitaleinsatz begrenzt werden. Die Möglichkeit der anteiligen Fremdfinanzierung basiert auf dem Geschäftsmodell und der Ertragskraft des Zielunternehmens. Finanzinvestoren fokussieren sich hier meist auf die Maximierung ihrer Eigenkapitalrendite. Familienunternehmen können sich durch eine weniger aggressive Hebelung der Fremdverschuldung positiv abheben und dabei trotzdem eine gezielte Risikosteuerung betreiben.
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Kommentar, 17.08.2022
17.08.2022
Nicht nur Großkonzerne, sondern auch die meisten mittelständischen Unternehmen agieren in internationalen Beschaffungs-, Produktions-, und Logistik- Netzwerken. Aufgrund des strategischen Charakters sowie der hohen Ergebnis- und Working Capital-Auswirkungen sollten Standortentscheidungen gut überlegt sein, um die Ertragskraft und Liquidität dauerhaft zu sichern.Viele Unternehmen beschäftigen sich gerade mit folgenden, typischen Kernfragen der Standortentwicklung:Wie viele Standorte sind erforderlich?Reichen die vorhandenen Kapazitäten aus, um weiteres Wachstum zu realisieren?Sind die Standorte unterausgelastet und verursachen Leerkosten?Wie hoch sollte die Wertschöpfungstiefe der einzelnen Standorte sein?Wie hoch sind die Einsparpotenziale durch „Redimensionierung“, also den Abbau von Überkapazitäten im Produktions- und Logistiknetzwerk?Welche Rolle haben die einzelnen Standorte im zukünftigen Werksverbund?Ist ein zentrales Werk mit hohen Skaleneffekten besser als kundennahe, dezentrale Standorte? Zur Beantwortung dieser Fragen sollte eine fundierte Entscheidungsvorlage erarbeitet werden, um das Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig und krisenfest aufzustellen. Grundlage dafür ist immer eine Annahme über die zukünftige Entwicklung von Umsatz und Absatz in den Zielregionen des Unternehmens.Da die Zukunft aufgrund der zunehmenden Volatilität der Märkte – nicht erst seit der Pandemie – immer schwieriger zu prognostizieren ist, sollte nicht mehr nur eine einzige, starre Mittelfristplanung erstellt werden, sondern vielmehr verschiedene Szenarien erstellt und simuliert werden.Im Operations-Kontext geht es dabei um die Entwicklung und Bewertung unterschiedlicher Standortszenarien auf Basis von differenzierenden Annahmen über das zukünftige Produktionsvolumen und über die Produktkalkulation zu den Standorten. Die Herausforderung besteht darin, gleichzeitig die operations-relevanten Aspekte (z. B. Kapazitätsauslastung und Mitarbeiterbedarf je Maschine) mit finanzwirtschaftlichen Aussagen zu Investitionsbedarf, Working Capital und GuV-Effekte zu verknüpfen, um alle Stakeholder mit ihren spezifischen Informationsbedarfen versorgen zu können. Im Ergebnis sollte eine belastbare Quantifizierung für die verschiedenen Umsatz- und Standortszenarien vorliegen sowie eine Umsetzungsempfehlung mit konkretem Fahrplan zur sukzessiven Transformation vom Ist- in den Soll-Zustand.ProjektbeispielW&P begleitete einen mittelständischen Automobilzulieferer bei der Neuaufstellung des Produktionsfootprints, da der Hersteller von Aluminiumdruckguss-Komponenten unter den Folgen des Wandels in Richtung Elektromobilität und dem Nachfrageeinbruch in der Pandemie in eine Ergebniskrise geraten ist. Der Fokus des W&P-Projekts lag von Beginn an auf der Neukonfiguration des Produktionsfootprints, um relevante Kostenpositionen zu adressieren. Jedes der vier deutschen Werke produzierte bereits vor der Pandemie unterhalb der möglichen Kapazitäten – bei gleichzeitig negativen Umsatzprognosen. Die in der Automobilindustrie vorherrschende Unsicherheit machte Zusagen für Neugeschäfte zur Steigerung der Auslastung nicht möglich. Die Schließung einer oder mehrerer der vier Standorte und die Konsolidierung der Kapazitäten war somit die logische Konsequenz.VorgehensweiseUm den Erfolg des Projektes zu gewährleisten, galt es vor allem von Beginn an sicherzustellen, dass alle Stakeholder, bestehend aus den Eigentümern, der Geschäftsführung und den Werkleitern mit W&P an einem Strang ziehen. Im Ergebnis der ersten Abstimmung konnten vier Kernszenarien zur Anpassung des Produktionsfootprints definiert und wesentliche Leitplanken des Projektes festgelegt werden. Aufgrund des negativen Absatzrückgangs wurde in diesem Fall nur ein Umsatzszenario unterstellt, das konservativ auf ein sehr niedriges und somit auf jeden Fall zu erreichendes Umsatzniveau ausgelegt war.Zur Erstellung einer Entscheidungsvorlage bestand die Kernaufgabe darin, die Profitabilität der vier Szenarien und die entstehenden Einmalkosten zu quantifizieren sowie die relevanten Entscheidungskriterien aufzuzeigen. Neben dem Quick-Check jedes der Werke zur Aufnahme standortspezifischer Gegebenheiten und produktionstechnischer Schwerpunkte stand vor allem der Aufbau einer soliden Zahlenbasis im Vordergrund.In dem von W&P erstellten Kapazitäts- und Quantifizierungsmodell wurden zukünftige Anlagenauslastungen, Einmalkosten für Verlagerungen, Investitionskosten, Abfindungen sowie die jährlichen Betriebskosten für die vier Szenarien berechnet. Erfolgsfaktoren im Projekt waren vor allem der hohe Detailgrad, der sich beispielsweise bei der Berechnung der Anlagenauslastungen auf Basis der Schusszahlen der einzelnen Produkte je Druckgussanlage zeigte, da dies nicht nur die Ebene der anfangs teilweise kritischen Werkleiter, sondern auch die anderen Stakeholder von der Solidität der berechneten Szenarien überzeugt hat. Darüber hinaus war die Kombination von Operations- und betriebswirtschaftlicher Kompetenz entscheidend für die Glaubwürdigkeit und die Akzeptanz der erarbeiteten Entscheidungsgrundlage.ErgebnisDas einzig profitable Szenario hatte die Schließung von zwei der vier Werke zur Folge. Im Ergebnis des Projektes lag ein detailliert ausgearbeiteter Zeitplan für die Verlagerungen, Schließungen und den Hochlauf der Standorte vor, der inzwischen 1:1 umgesetzt wurde. Die aktuelle Zeit ist durch Krisen, Volatilität und eine nur schwer vorhersehbare Zukunft geprägt. Umso wichtiger ist es, dieser Unsicherheit proaktiv durch die Bewertung verschiedener Umsatz- und Absatz-Szenarien entgegenzuwirken, um später die passende und vorgedachte Lösung zur Gestaltung der Wertschöpfungsarchitektur „aus der Schublade ziehen“ zu können.FazitDie aktuelle Zeit ist durch Krisen, Volatilität und eine nur schwer vorhersehbare Zukunft geprägt. Umso wichtiger ist es, dieser Unsicherheit proaktiv durch die Bewertung verschiedener Umsatz- und Absatz-Szenarien entgegenzuwirken, um später die passende und vorgedachte Lösung zur Gestaltung der Wertschöpfungsarchitektur „aus der Schublade ziehen“ zu können.
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Best Case
25.07.2022
Die Unternehmensgruppe Hörmann ist ein Industriekonzern mit vier Geschäftsfeldern - Automotive, Engineering, Communication und Intralogistics. Das Familienunternehmen ist weltweit aktiv und verfügt über 27 Tochtergesellschaften. Zur Verbesserung der Ergebnissteuerung im Geschäftsfeld Automotive setzte die Gruppenführung auf die Expertise von W&P, um die Instrumente im kostensensiblen Geschäftsfeld Automotive zu optimieren. Hauptaufgabe war es, das Produktportfolio mit Hilfe von BI-Instrumenten hinsichtlich der kosten- und ergebnistreibenden Faktoren zu analysieren, erste Handlungsoptionen zur Optimierung abzuleiten und ein Konzept zur Ergebnisdarstellung des Produktportfolios aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zu erarbeiten. Hinzu kam die Erstellung eines Prototypen zur Ergebnisdarstellung als Basis für die SAP Umsetzung in CO-PA. Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Projektumsetzung: Der interdisziplinäre Ansatz aus Controlling, Operations und Data Analytics. Das unterstreicht auch Johann Schmid-Davis, CFO der Hörmann Gruppe: „Der interdisziplinäre und fachlich durch hohes State-of-the-Art-Wissen gekennzeichnete Projektansatz von W&P war für das Projekt ein wichtiger Erfolgsfaktor.“ Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 07.07.2022
07.07.2022
Der Anstieg von Rohstoff-, Energie- und teilweise bereits Arbeitskosten schlägt sich aktuell in der Ergebnisrechnung von Unternehmen nieder. Und diese Entwicklung wird so bald nicht enden. Viele Controller werden dabei mit Herausforderungen konfrontiert, die sie bis dato nicht kannten. Denn während einige Unternehmen mit ausländischen Tochterfirmen in einem inflationären Umfeld vielleicht über ein geeignetes Instrumentarium verfügen, ist Inflation für die meisten Controller völliges „Neuland“, das einige Fragen für sie aufwirft:Bildet die Ergebnisrechnung die tatsächliche Ergebnissituation noch richtig ab bzw. wie sieht das inflationsbereinigte Ergebnis des Unternehmens aus?Werden insbesondere die Materialeinsatzkosten in der Ergebnisrechnung realitätsbezogen abgebildet?Inwieweit ist eine Standardkostenrechnung noch geeignet, um das Produktportfolio und das Unternehmen zielgerichtet zu steuern und wo sind Anpassungen nötig? Sind statische Kalkulationen noch angemessen oder bedarf es häufigerer Anpassungen?Sind die mit dem Kunden vereinbarten Preisgleitklauseln zur Erlössicherung ausreichend?Ist das Vertriebscontrolling richtig aufgestellt, um rasch auf steigende Einstandspreise zu reagieren und eine Antwort auf der Erlösseite zu finden?Wer sich also stabil aufstellen will, muss jetzt im Controlling handeln. Zunächst ist Transparenz darüber gefragt, wo und wie sich die Inflation im Unternehmen, in den Herstell- und damit in den Produktkosten niederschlägt. Dazu werden Instrumente benötigt, die die Auswirkungen des Inflationsgeschehen laufend beobachten und transparent machen.Dabei genügt vielleicht nicht mehr, einmal zu Beginn des Jahres Maschinenstundensätze oder Kostensätze als Kalkulationsbasis festzulegen. Stattdessen müssen ggf. die Materialpreise über Durchschnittswerte in einem kürzeren Intervall als bislang gleitende Durchschnitte über längere Perioden ermittelt werden.Management des Produktportfolios als wichtige ControllingaufgabeDie Zusammensetzung des Produktportfolios hat entscheidenden Anteil an der Ergebnissicherung in inflationären Zeiten. Die Konzentration auf Produkte, die in ausreichender Menge auf Basis der Verfügbarkeit von Vorprodukten - Stichwort „Lieferkettensicherheit“ - erstellt werden können sowie die Sicherung der prozentualen Deckungsbeitragsqualität (Deckungsbeitrag in Relation zum Erlös des Produktes) sind dabei wichtige Controllingprojekte.Die Deckungsbeitragsmarge wird dabei durch steigende Einstandspreise, insbesondere beim Material, bedroht. Um hier Entscheidungshilfen zur Portfoliosteuerung zu geben, sollte das Controlling sich nicht nur auf die rein „wertmäßigen“ Controlling-Größen wie z.B. den Deckungsbeitrag fokussieren. Vielmehr bedarf es eines „Drill Down“ in die mengenrelevanten Größen - ausgehend vom Produktergebnis. Wieviel Energieaufwand geht in welche Produkte ein, wieviel personelle Ressourcen sind nötig, um bestimmte Produkte zu fertigen? Welche „bedrohten“ Rohstoffmengen infolge von Lieferengpässen sind für welche Produkte erforderlich? Welche einzusetzenden Materialien sind besonders stark inflationsbedroht? Um derartige Fragen zu beantworten, ist ein vom Unternehmenscontrolling starker Fokus auf das Produktionscontrolling gefragt - oder zumindest eine enge Zusammenarbeit mit Produktion und Einkauf.Wachsende Bedeutung des Vertriebscontrolling zur Steuerung des PricingNeben der Optimierung des Portfolios unter Kostengesichtspunkten und der Suche nach Einsparungspotenzialen, kommt bei steigenden Einstandspreisen dem Pricing und damit der Optimierung der Erlöse große Bedeutung zu – was vor allem das Vertriebscontrolling fordert. Umfassende Transparenz bei der Erlös- und Konditionenqualität bei Kunden und Produkten ist dabei ein wichtiges Element. In welchen Kombinationen wird angesichts der steigenden Preise die beste Marge realisiert? Welche Preis-Mengen-Relationen sind zu erwarten? Welche Auswirkungen haben Anpassungen auf das Produkt- und Kundenportfolio? Diese Fragen lassen sich am besten auf Basis eines umfassenden Vertriebscontrollings mit entsprechenden Instrumenten beantworten.Interdisziplinärer Controllingansatz – Erfolgsfaktor in inflationären ZeitenBetrachtet man alle Einzelaspekte, die sich aus Inflationstendenzen und Preissteigerungen ergeben, so wird eines offensichtlich: Nur wenn alle Funktionsbereiche im Unternehmen zusammenarbeiten, kann den aktuellen Herausforderungen effektiv begegnet werden. Das Controlling muss seine Betrachtungsweise ausweiten und eine Vielzahl von Aspekten einbeziehen, die bislang nicht von Bedeutung waren. Nur wer schnellstmöglich resiliente Instrumente etabliert, wird auch im inflationären Umfeld Fuß fassen.
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Best Case
22.06.2022
Die Remmers Gruppe, bereits 1949 gegründet, ist ein international agierendes Unternehmen in der Baustofftechnik – und noch heute ein erfolgreiches, unabhängiges Familienunternehmen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat der Spezialist für die Herstellung von bauchemischen Produkten, Holzfarben und -lacken sowie Industrielacken die marktseitige Unternehmensstrategie zusammen mit W&P zukunftsfähig ausgerichtet. Im Rahmen eines umfassenden Strategieprozesses wurden unter anderem internationale Zielgruppen und Märkte für die Priorisierung der strategischen Ausrichtung analysiert, marktseitige Strukturen neu gegliedert, gemeinsam mit neu installierten Market Unit Leitern detaillierte Strukturen erarbeitet und die Führungsorganisation konsequent neu ausgerichtet. Mit Erfolg, wie Dirk Sieverding, Vorstandsvorsitzender und Gesellschafter Remmers Group AG, bestätigt: „Durch die ausgeprägte Branchenexpertise und die fundierte Strategieerfahrung des W&P-Teams haben wir unsere Strategie neu definiert und damit den Grundstein für weiteres Wachstum gelegt“. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Best Case
16.06.2021
Der bekannte, größte Feind der Digitalisierung? Excel! Darum stand für den namhaften deutschen Hersteller von Kaltband und kaltgewalztem Bandstahl, Risse + Wilke, fest: Das Vertriebsreporting, das bis dato weitgehend in Excel und über ein SAP Business Warehouse stattfand, brauchte ein Update. Gemeinsam mit W&P wurde in einem IT-Quick-Check das Reporting analysiert und Optimierungspotenziale identifiziert. Die Ziele: Ein zentrales hochgradig standardisiertes Tool für Reporting und Controlling implementieren, die Berichtserstellung und -verteilung automatisieren, Self-Service-Reporting für individuelle Ad-hoc-Analysen der Mitarbeitenden einführen und ein durchgängiges KPI-System aufsetzen. Zudem sollten die dafür notwendigen Daten ansprechend und nutzerorientiert visualisiert und in der Datenanalyse interaktiv zu bearbeiten sein. Nach bereits sechs Wochen konnten sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeitende auf ein durchgängiges Standard-Vertriebsreporting zugreifen, das nun den Vertriebserfolg transparent macht: „Ein echter Mehrwert für die tägliche Vertriebsarbeit. W&P lieferte analytisch fundiert, schnell und in enger Abstimmung mit uns ein zukunftsfähiges Vertriebstool“, findet Marcus Clases, Director of Sales, Risse + Wilke Kaltband. Wie die schnelle Umsetzung gelang? Mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
27.04.2021
Liefertreue erhöhen, „Feuerwehraktionen“ adé: Mit diesem Ziel startete das W&P Projektteam bei Lenze SE, Hersteller und Entwickler für Antriebstechnik und Automation. Mit einem end-to-End Prozessansatz wurde der Order-to-Cash Prozesse datenbasiert analysiert – um dann mit entsprechenden Maßnahmen die Durchlaufzeiten zu reduzieren, die OTD (On Time Delivery) zu steigern und die Prozessstabilität zu verbessern. Christian Wendler, CEO von Lenze SE: „In dieser Art und Weise hat noch niemand eine so wertschöpfende Prozessanalyse gefahren. Die Themen wurden klar identifiziert und quantifiziert.“ Wie genau die Skalierung der Prozesse gelang und welche Erfolgsfaktoren dabei eine entscheidende Rolle spielten? Mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
28.07.2020
Nach Jahren des profitablen Wachstums entwickelten sich die Umsätze beim Antriebsspezialisten AUMA Drives GmbH rückläufig - bei nahezu unveränderter Kostenbasis. Die Profitabilität war entsprechend beeinträchtigt. Die Konzernleitung der AUMA Gruppe regierte schnell und konsequent: Für die Tochtergesellschaft wurde ein internes Restrukturierungsprojekt aufgesetzt, W&P in das Projektteam eingebunden. Mit Erfolg, so CEO der AUMA Gruppe, Dr. Jörg Hoffmann: „W&P hat schnell und unkompliziert seine Aufgaben im Projektteam übernommen und in sehr kurzer Zeit belastbare Ergebnisse vorgelegt. W&P hatte somit maßgeblichen Anteil am Projekterfolg und übertraf dabei auch unsere Erwartungen “. Wie die steile Perfomance-Steigerung gelang? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Event, 02.12.2025 (Beendet)
Berlin
Beendet
Das CTI-Symposium in Berlin ist eine der wichtigsten Veranstaltungen der Automobilindustrie und konzentriert sich auf die neuesten Entwicklungen im Bereich Antriebssysteme und intelligente Technologie für Kraftfahrzeuge. Über 650 hochkarätige Experten und Entscheidungsträger aus OEMs, Tier-1-Zulieferern, Technologieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Regierungsbehörden kommen zusammen, um die neuesten Entwicklungen bei elektrifizierten Antriebssträngen, Hybridlösungen, Energiesystemen, Softwareintegration und Mobilitätsstrategien zu erörtern. Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung verändern die Mobilitätsbranche. Aber es ist nicht nur die Technologie, die den Wandel vorantreibt – regulatorische Unsicherheit, sich verändernde politische Rahmenbedingungen und geopolitische Dynamiken definieren die Art und Weise, wie wir innovativ sind, investieren und zusammenarbeiten, neu. Um diese Transformation zu meistern, sind ein offener Dialog, sektorübergreifende Zusammenarbeit und modernste Technik erforderlich.  In diesem Kontext spricht auch Matthias Müller, Partner von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH, zum Thema "From Stress to Strength: Restructuring for Financial Resilience of Automotive Suppliers - How automotive suppliers turn crisis pressure into liquidity, innovation and long-term competitiveness." Haben wir Ihr Interesse geweckt? Mehr Informationen und zur Anmeldung kommen sie hier   
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Event, 26.11.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Carve-Outs gehören zu den komplexesten Restrukturierungsinstrumenten. Sie verbinden strategische Neuausrichtung mit rechtlichen, finanziellen und operativen Fragen und können richtig umgesetzt sowohl Krisen vorbeugen als auch in schwierigen Situationen den Fortbestand sichern.In unserem Executive Dialog zeigen wir, wie Sanierungsfähigkeit geprüft, operative Trennungen umgesetzt und rechtliche Herausforderungen gemeistert werden können. Ergänzend beleuchten wir Finanzierungsansätze wie Staple Financing und diskutieren in einer Werkstatt-Runde praxisnahe Lösungsansätze für erfolgreiche Carve-Outs.
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Event, 13.11.2025 (Beendet)
Bar Campari
Beendet
ReTurn - Forum für Restrukturierung und Turnaround Management lädt in Kooperation mit Dr. Wieselhuber & Partner herzlichst zum ReTurn-Breakfast in Wien zu folgendem Thema: „Krisenfrühwarnsystem in Theorie und Praxis“Vortragende:Dr. Christoph Strobl / SGS Management GmbHJohannes Zubrod / Dr. Wieselhuber & Partner GmbHMoritz Polk / Dr. Wieselhuber & Partner GmbH Anmeldung unter: ReTurn Breakfast in Wien - 13.11.2025 - 08:30 - Anmeldung  
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Event, 11.11.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Die Bau- und Immobilienwirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen. NebenMärkten und Geschäftsmodellen wird auch die zugrundeliegende Finanzierungsstrategieder Unternehmen zunehmend zum Erfolgsfaktor – oft jedoch unterschätzt, was inschwierigen Marktphasen schnell zum Risiko wird.In unserem Webinar nehmen wir Sie mit auf eine praxisnahe Reise durch die Weltmoderner Finanzierungsstrategien. Dabei gehen wir gezielt auf folgende Fragen ein:Bilateral oder Konsortialvertrag? Wir beleuchten die Unterschiede, Vor- und Nachteileund geben Orientierung, welcher Weg sich in welcher Situation eignet.Aval- und Cash-Kreditlinien – wie funktionieren sie, wann sind sie sinnvoll und wielassen sich Risiken steuern?Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft: Welche Instrumente sichern UnternehmenLiquidität und Flexibilität auch in unsicheren Zeiten?Das Webinar bietet Impulse aus der Praxis, Raum für Fragen und Austausch. Sie erhaltenkonkrete Anregungen, wie Ihre Finanzierung nicht nur Stabilität schafft, sondern aktivdie Transformation unterstützt.
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Publikation
19.03.2026
Geopolitische Risiken, Energie- und Rohstoffvolatilität, knappe Fachkräfte, steigende Produktkomplexität sowie der Druck auf Lieferfähigkeit und Working Capital führen dazu, dass der Produktions-Footprint wieder zur Chefsache wird – nicht als Einmalprojekt, sondern als wiederkehrender Managementprozess. Unternehmen gewinnen nicht mehr dadurch, dass sie den „billigsten“ Standort finden, sondern dadurch, dass sie ihr Netzwerk steuerbar machen. Steuerbar heißt in der Praxis: klare Rollen je Werk, belastbare Wertstrom- und Kapazitätslogik, transparente Kosten- und Servicehebel sowie eine Organisation, die Szenarien schnell bewerten und konsequent umsetzen kann. Wie eine transparente Faktenbasis zu Produktfamilien, Kundensegmenten, Wertströmen und Kapazitäten entsteht, daraus Szenarien, eine Business-Case-Bewertung und letztlich ein OPEX-Umsetzungsprogramm entwickelt wird, zeigt das aktuelle Dossier von Christian Sprenger & Fabian Dichant.
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News, 17.03.2026
17.03.2026
Produzierende Unternehmen stehen heute vor tiefgreifenden Herausforderungen: Variantenvielfalt, volatile Märkte, wachsender internationaler Wettbewerbsdruck und steigende Anforderungen an Planungssicherheit erschweren schnelle und belastbare Portfolioentscheidungen. Gleichzeitig bieten datenbasierte Methoden und Machine Learning neue Möglichkeiten, Produktlandschaften präziser zu bewerten und Ressourcen zielgerichteter einzusetzen. Welche Rolle KI dabei spielt und wie Unternehmen komplexe Portfolios transparenter, effizienter und wirtschaftlich robuster steuern können, war Thema des digitalen W&P Executive Dialogs.  Zum Auftakt ordnete Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), das Thema in die aktuelle unternehmerische Realität ein. Er machte deutlich, dass Produktportfolios heute zentrale Stellhebel für Marktattraktivität, Kostenstrukturen und operative Leistungsfähigkeit sind. „Das Produktportfolio ist der Nukleus der Wertschöpfung – und genau deshalb brauchen Unternehmen datenintelligente Instrumente, um Entscheidungen schneller, fundierter und belastbarer vorzubereiten.“ Mit Blick auf Variantenvielfalt, volatilen Absatz und internationale Wettbewerbsverschiebungen betonte er, dass klassische Analysen und funktionsspezifische Einzelbetrachtungen dieser Komplexität nicht mehr gerecht werden.  Anschließend richtete Dr. Tim Lämmermann, Senior Consultant bei W&P, den Blick auf die strategische Einbettung von KI in Unternehmensprozesse. KI müsse – so Lämmermann – als ganzheitlicher Transformationsprozess verstanden werden, der Strategie, Organisation, Datenqualität und Governance gleichermaßen umfasst. Besonders hob er hervor, dass erfolgreiche KI-Projekte dort entstehen, wo Use Cases klar priorisiert, Rollen eindeutig definiert und Mitarbeitende aktiv eingebunden werden. „KI wirkt erst dann nachhaltig, wenn sie entlang der Wertschöpfung verankert ist, klaren Nutzen stiftet und die Organisation befähigt, bessere Entscheidungen zu treffen.“  Wie diese Prinzipien operativ wirksam werden, zeigte Sebastian Batton, Senior Manager und Leiter Digital Excellence bei W&P. Er beschrieb, wie fragmentierte Datenlandschaften, Excel Grenzen und funktionale Zielkonflikte die Portfoliosteuerung vieler Unternehmen prägen. Machine Learning schließe hier wesentliche Lücken: Modelle könnten Zusammenhänge sichtbar machen und wirtschaftliche Effekte klarer quantifizieren. Batton stellte heraus, dass datengetriebene Transparenz ein entscheidender Erfolgsfaktor ist: „Erst durch datengetriebene Modelle erkennen Unternehmen, welche Produkte Rendite schaffen, wo Komplexität Ressourcen frisst und welche Entscheidungen wirklich Wirkung entfalten.“  Einblicke in die Praxis lieferte Moritz Zoepffel, Senior Consultant bei W&P, der anhand eines Projektbeispiels zeigte, wie Machine Learning Forecasting, Szenariomodellierung und Deckungsbeitragsoptimierung ineinandergreifen. Er beschrieb die operative Realität vieler Unternehmen – eine Vielzahl heterogener Datenpunkte, restriktive Rahmenbedingungen, hohe Variantenvielfalt – und legte dar, warum traditionelle Werkzeuge an strukturelle Grenzen stoßen. „Excel kann die Komplexität heutiger Portfolios nicht mehr abbilden – Machine Learning dagegen macht aus tausenden Varianten eine klar strukturierte Entscheidungsgrundlage.“ Im Ergebnis ließen sich im Projekt sowohl eine signifikant höhere Planungs- und Entscheidungsqualität als auch spürbare wirtschaftliche Effekte erzielen.  In der anschließenden Werkstattdiskussion wurde deutlich, dass datengetriebene Portfoliooptimierung mehr ist als ein technologischer Fortschritt: Sie verändert die Art, wie Unternehmen Entscheidungen vorbereiten und Zielkonflikte auflösen. KI-gestützte Modelle seien dabei als Ergänzung menschlicher Expertise zu verstehen. Sie schaffen Transparenz, simulieren Szenarien, machen Abhängigkeiten sichtbar und geben Entscheidern eine belastbare Grundlage, auch in unsicheren Zeiten verantwortlich zu handeln. Unternehmen, die datenbasierte Portfoliomodelle konsequent einsetzen, steigern nicht nur ihre Effizienz, sondern auch ihre Resilienz und Zukunftsfähigkeit.
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Best Case
12.03.2026
Die familiengeführte Rauch Landmaschinenfabrik GmbH mit Sitz in Rheinmünster entwickelt seit 1921 Lösungen für die Produktbereiche Düngetechnik, Sätechnik und Winterdienst. Mit rund 400 Mitarbeitenden erwirtschaftet RAUCH einen Umsatz von rund 114 Mio. € bei einer Exportquote von über 70 %. RAUCH holte W&P an Bord, um die operative Leistungsfähigkeit mit Fokus auf die Liefertreue im Sinne von OTIF (On Time In Full – pünktliche und vollständige Lieferung) systematisch zu analysieren, Ursachen für Abweichungen strukturiert zu identifizieren und priorisieren sowie die Umsetzungskraft funktionsübergreifend deutlich zu stärken. Im Projektzeitraum von rund sechs Monaten wurde die Liefertreue in den wesentlichen operativen Bereichen signifikant gesteigert und erhöhte sich im Durchschnitt um rund 25 Prozentpunkte. Parallel verbesserten sich weitere zentrale Leistungsparameter, darunter Produktivität, OEE, Prozessstabilität sowie das Bestandsniveau. „W&P hat Shopfloor-Management als zentrale Führungsroutine verankert – mit täglichem Rhythmus, klaren Kennzahlen sowie einem stringenten Abweichungs- und Verbesserungsmanagement. In Kombination mit dem interdisziplinären Task Force Team, die die priorisierten Hebel schnell und konsequent umgesetzt hat, konnten wir in kurzer Zeit die Liefertreue deutlich steigern und die Prozessstabilität unserer Supply Chain nachhaltig stärken“, so Martin Rauch, Geschäftsführer Rauch Landmaschinenfabrik GmbH. Wie das Team von W&P um Christian Sprenger und Fabian Dichant konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 10.03.2026
10.03.2026
Die aktuelle Restrukturierungspraxis zeigt immer deutlicher: Operative Sanierungsmaßnahmen allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, ob das zugrunde liegende Geschäftsmodell noch tragfähig ist – und wie Unternehmen ihre strategische Ausrichtung im Zuge einer Sanierung weiterentwickeln. Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung der Eventreihe „Restructuring Lounge: Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit SGS Management GmbH und Management Link im Haus der Industrie in Wien. Die Gastgeber des Abends, Daniel Emmrich, Partner für Restrukturierung & Sanierung bei W&P, und Dr. Christoph Strobl, Managing Partner SGS Management GmbH, betonten einleitend: Operative Restrukturierung sichert in einem ersten Schritt die Existenz durch Stabilisierung des Unternehmens – langfristige Zukunftsfähigkeit entsteht jedoch in einem zweiten Schritt mit Fokus auf die strategische Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. „Restrukturierung & Sanierung ohne strategische Perspektive ist zum Scheitern verurteilt. Deshalb setzen wir bei Restrukturierungs- und Sanierungsprojekten im ersten Schritt auf die Existenzsicherung und im zweiten Schritt auf eine wertbasierte, strategische Ausrichtung,“ so Emmrich. Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P, verdeutlichte entsprechend mit Blick auf den Wandel in Bau- und Chemiebranche: „Heute müssen oft kurzfristige Entscheidungen getroffen werden – ohne sich gleichzeitig im ‚Firefighting‘ zu verzetteln. Der langfristige Weitblick entscheidet.“ Auch im Maschinen- und Anlagenbau erhöhe die Vielzahl und Dynamik der Veränderungstreiber den Handlungsdruck auf Geschäftsmodelle und Wettbewerbspositionen deutlich. Da ein überaltertes Geschäftsmodell eines der Top-3 Krisenursachen in Unternehmen ist, zeigten Daniel Emmrich und Anna-Katharina Waldner, Managerin bei W&P: Im Zentrum der Rekonfiguration des Geschäftsmodells steht die „wertgetriebene Restrukturierung“. Wenn es gelingt, den Nutzen für Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und Partner zu optimieren, partizipiert das Unternehmen am geschaffenen Mehrwert und stellt dadurch eine entsprechende Marge sicher. Für Waldner ist klar: „Wenn sich der Wind dreht, muss Krisenbewältigung als Chance zur Neuausrichtung erkannt werden.“ Eine internationale, geopolitische Perspektive brachte Ralph Wiegand, Head of China Desk bei Management Link GmbH, ein und zeigte Erfolgsfaktoren für europäische Mittelständler im chinesischen Markt. Die Basis sei vor allem ein Verständnis für das „neue Mindset" im Land der Mitte. Wem es gelinge, einen "Fit" im "Eco-System China“ aufzubauen, werde langfristig profitieren. Ein lokales Netzwerk zur Provinzregierung, Lieferanten und Kunden spiele eine entscheidende Rolle. Entsprechend setze der China Desk von ML exakt hier auf, um notwendige Strukturen vor Ort pragmatisch aufzubauen.  Im Lounge Talk mit Dr. Clemens Jaufer, Rechtsanwalt, diskutierten die Referenten über verschiedene Perspektiven der Restrukturierung mit Fokus auf das Geschäftsmodell. Jaufer zeichnete dabei das Bild eines Segelschiffs in schwerer See und differenzierte zwischen Situationen in welchen kontinuierliche Bewegung der Schlüssel zum Erfolg ist und wo Stillstand, Standortbestimmung und Neuorientierung essenziell sind. Eine besondere Perspektive auf Krisenmanagement eröffnete die Keynote von Prof. Dr. Markus Rex, Klima- und Polarforscher sowie Leiter der MOSAiC-Arktisexpedition. Seine Einblicke in die Dynamik des arktischen Klimas zeigten eindrucksvoll, dass langfristige Entwicklungen weniger durch Einzelereignisse als durch strukturelle Veränderungen geprägt werden – eine Erkenntnis, die sich auch auf wirtschaftliche Transformationsprozesse übertragen lässt. Die Restructuring Lounge machte deutlich: Nachhaltige Sanierung beginnt nicht erst mit der Stabilisierung – sie erfordert zugleich die konsequente Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. Weitere Termine & Anmeldung für die Restructuring Lounges in Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, München und Linz unter https://www.wieselhuber.de/aktuelles/-/Veranstaltungen/.
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Event, 14.04.2026
Digitalevent
14.04.2026
Der Maschinen- und Anlagenbau steht im Spannungsfeld aus globalem Wettbewerbsdruck, steigender Komplexität und einer wachsenden Erwartung an digitale, vernetzte und energieeffiziente Lösungen. Gleichzeitig werden Innovationszyklen kürzer, Kundenanforderungen individueller und technologische Sprünge – insbesondere durch KI, Automatisierung und neue Materialien – zum entscheidenden Differenzierungsfaktor. In diesem Umfeld reicht inkrementelle Produktverbesserung längst nicht mehr aus. Unternehmen benötigen eine klare, konsequent umgesetzte Innovationsstrategie, die technologische Leitplanken setzt, Portfolios fokussiert und neue Geschäftsmodelle erschließt. Nur so gelingt es, Innovationsaufwand in marktwirksame Ergebnisse zu übersetzen und die eigene Wettbewerbsposition nachhaltig zu stärken. In unserem Webinar zeigen wir, wie Maschinen- und Anlagenbauer systematisch neue Geschäftsfelder entwickeln, tragfähige Diversifikationsstrategien aufsetzen und ihr bestehendes Kerngeschäft gezielt erweitern – um so zusätzliche Wachstumsquellen zu erschließen und die eigene Resilienz im volatilen Marktumfeld zu stärken.
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News, 05.03.2026
05.03.2026
Digitale Technologien, neue Vertriebskanäle und veränderte Verbraucherpräferenzen stellen traditionelle Strategien in Frage. Gleichzeitig bieten sie Chancen für Hersteller und Apotheken, sich neu zu positionieren. Klar ist: Der OTC-Markt 2025 ist geprägt von Digitalisierung, neuen Vertriebswegen, natürlichen Alternativen, steigendem Preisdruck und agilem Management. In diesen Feldern wird sich entscheiden, wer zukünftig Erfolg hat. Unternehmen sollten diese Trends nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten – mit Weitsicht und der Bereitschaft, gewohnte Pfade zu verlassen. Wer Tradition und Innovation geschickt verbindet, wird auch weiterhin als Gesundheitspartner bestehen. Jürgen Gottinger, Mitglied der Geschäftsleitung, und Luca Bischoff, Branchenexperte bei Dr. Wieselhuber & Partner, in der Fachzeitschrit "Die erfolgreiche Apotheke"  
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News, 04.03.2026
04.03.2026
Wie lassen sich Organisationskosten wirksam senken, ohne in einen reinen Sparmodus zu verfallen? Wie gelingt es, Effizienz und Effektivität so zu steigern, dass das Geschäftsmodell gestärkt statt ausgehöhlt wird? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffkosten, Lieferkettenstörungen, wachsender Insolvenzen und zunehmendem Druck im Mittelstand positionierte Jens Ekopf, Managing Partner und Leiter Business Performance Improvement, Organisationskosten als strategischen Hebel. Kostensenkung sei kein isoliertes Sparprogramm, sondern Teil einer konsequent am Geschäftsmodell ausgerichteten Transformation. Zentral sei dabei ein klarer strategischer Rahmen: „Zuerst müssen die strategischen Leitplanken und der Kern des Geschäftsmodells klar festgelegt werden – denn ohne diesen Rahmen fehlt die Orientierung, um Leistungen und Strukturen sinnvoll zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln.“ Erst auf dieser Basis lasse sich das interne Leistungsportfolio systematisch hinterfragen – hinsichtlich der Notwendigkeit von Leistungen, angemessener Servicelevel, organisatorischer Verortung und effizienter Prozessgestaltung. Abhängig von Ausgangslage und Ambition, zeigen Projekterfahrungen Potenziale von 20 bis 30 Prozent, kurzfristig über Servicelevel-Anpassungen, mittelfristig über Reorganisation und die Ausgestaltung eines belastbaren Target Operating Models. Dass solche Programme weit mehr sind als eine analytische Aufgabenstellung, betonte Leonard Kluck, Senior Manager und Leiter People & Transformation. Leistungsanalysen erzeugten spürbaren Druck, da Mitarbeitende ihre Rolle, Beiträge und Perspektiven neu bewerten. Veränderungsprozesse durchliefen typische emotionale Phasen – von Verunsicherung bis Akzeptanz – und würden in ihrer Wirkung häufig unterschätzt. Transparente Kommunikation, klare Moderation und die gezielte Einbindung konstruktiver Stakeholder seien daher entscheidend, um Dynamik produktiv zu nutzen und Widerstände aktiv zu moderieren. „Veränderungsprogramme sind nie nur eine Excel-Übung. Hinter jeder Maßnahme stehen Menschen, Emotionen und Erwartungen. Entscheidend ist, diese Dynamik ernst zu nehmen, transparent zu kommunizieren und die Organisation Schritt für Schritt durch die Veränderung zu führen.“ In der Werkstattdiskussion, moderiert von Seyma Bosluk, Senior Expert Cost & Controlling Excellence, rückten drei Praxisfragen in den Fokus. Erstens: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Programme zur Organisationskostensenkung? Die Erfahrung zeigt: Viele Unternehmen reagieren erst unter sichtbarem Ergebnisdruck oder bei steigenden Overhead-Quoten, obwohl ein frühzeitiges, proaktives Handeln größere Gestaltungsspielräume eröffnet. Zweitens: Woran lässt sich erkennen, dass Overhead-Strukturen aus dem Gleichgewicht geraten? Neben Benchmarks wurden vor allem interne Warnsignale wie zunehmende Komplexität, überfrequente Reports ohne klaren Nutzen, lange Abstimmungsprozesse oder eine vom Kerngeschäft entkoppelte Kostenentwicklung diskutiert. Drittens: Wie lassen sich politische oder emotionale Widerstände vermeiden? Im Zentrum standen Transparenz, ein klares Narrativ und die frühzeitige Einbindung der Funktionsbereiche, um Energie in konstruktive Mitarbeit statt in Blockade zu lenken. Deutlich wurde: Die nachhaltige Senkung von Organisationskosten gelingt nur, wenn strategische Klarheit, analytische Stringenz und professionelles Change-Management konsequent zusammengedacht werden.
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Event, 29.04.2026
Frankfurt am Main
29.04.2026
In einer Zeit, in der Zinsen, Risikoparameter und Marktmechanismen die Finanzierungspraxis neu definieren, ist eine zentrale Plattform für Entscheidende der Immobilien- und Finanzwirtschaft unverzichtbar. Auf der Jahreskonferenz Finanzierung bei Gastgeber Helaba diskutieren führende Experten, wie Banken ihre Kreditbereitschaft ausrichten, welche Strategien Projektentwickler und Investoren benötigen, um Projekte trotz engerer Eigenkapitalanforderungen zu realisieren, und wie innovative Kapitalstrukturen – von Mezzanine und Alternative Debt bis zu digitalen Tools und KI-gestützten Plattformen – Effizienz und Präzision in der Finanzierung steigern. Ihr Nutzen: Vernetzen Sie sich mit Spitzenkräften aus Banken, Fonds, Investment und Projektentwicklung, gewinnen Sie neue Impulse für Ihre Finanzierungsstrategie und gestalten Sie aktiv die Zukunft des Real Estate Finance. Christian Groschupp, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner, wird auf der Jahreskonferenz Finanzierung am 29. April 2026 einen Impulsvortrag zu der entscheidenden Frage halten: „Wie gelingt Restrukturierung in einem Umfeld aus Vertrauenskrise, ESG-Vorgaben, KI und Kapitaldruck?“ Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung finden Sie hier.
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Event, 05.05.2026
Digitalevent
05.05.2026
Das Ausproduktionsszenario ist häufig ein sensibler aber höchstrelevanter Entscheidungspunkt. Entscheidend ist dabei nicht nur, wie gerechnet wird, sondern vor allem, zu welchem Zeitpunkt die Entscheidung für oder gegen eine Ausproduktion getroffen wird. Welche Erwartungshaltungen haben Gläubiger an Inhalt, Tiefe und Planung der Vergleichsrechnung, und wie lässt sich das Szenario operativ belastbar und nachvollziehbar abbilden? Im Executive Dialog gehen wir der Frage nach, wann eine Ausproduktion der bessere Case ist und in welchen Branchen sie realistisch tragfähig sein kann. Anhand von Praxisbeispielen diskutieren wir die Erwartungen der Gläubiger, typische Planungsprämissen sowie die operative Umsetzung in der Realität und schaffen damit Klarheit und Entscheidungssicherheit.
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Event, 06.05.2026
Herborn
06.05.2026
Das 116. AFSMI Chapter Meeting bei der Rittal GmbH & Co KG in Herborn steht an. Das Schwerpunkthema ist: Digitale Daten und der Mensch. Rittal ist ein weltweit führender Anbieter von Schaltschranksystemen, Automatisierungs- und Infrastrukturlösungen für Industrie und IT. Oliver Rörig, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner, wird am Donnerstag, den 7. Mai 2026, im „Break-out“ einen Workshop zum Thema „KI-Adoption im Service in 30 Tagen: Use Case schärfen, Leitplanken setzen, Umsetzung starten“ halten. Digitale Daten entstehen heute überall – in Maschinen, Systemen, Prozessen und Services. Sie versprechen Effizienz, Transparenz und bessere Entscheidungen. Gleichzeitig bleibt eine zentrale Frage: Wo bleibt der Mensch in dieser datengetriebenen Welt – und wer führt eigentlich wen? Genau daran knüpft das 116. AFSMI Chaptermeeting bei Rittal in Herborn an: mit Praxisimpulsen, ehrlichen Einblicken und offenem Austausch darüber, wie Technologie und Mensch gemeinsam Zukunft gestalten können – denn am Ende geht es nicht nur um Daten, sondern darum, was wir als Menschen daraus machen. Im Anschluss wird diese Leitfrage in konkrete Umsetzung für den Service übersetzt: In einem kompakten 90-Minuten-Workshop wird in zwei parallelen Gruppen jeweils einen umsetzbaren Startplan entlang zweier Use Cases erarbeitet: „AI-powered Fieldforce of the Future“ und „AI-powered Service Sales Boost“. Ziel ist es, KI nicht als reines IT-Projekt zu behandeln, sondern als Hebel für Service-Performance im Alltag zu verankern. Jede Gruppe schärft den Use Case aus Rollen- und Nutzenperspektive („What’s in it for me?“), definiert minimale Leitplanken (Human-in-the-loop, Qualität, Datenschutz) und entwickelt einen konkreten 30-Tage-Plan inklusive schlankem Mess-Set für Adoption und Wertbeitrag. Ergebnis ist ein sofort nutzbarer One-Pager pro Use Case – plus klare nächste Schritte für Pilotierung und Skalierung. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung finden Sie hier.
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Best Case
23.02.2026
Die Banner GmbH mit Sitz in Österreich ist mit seinen Business Units „Automotive“ und „Energy Solutions“ ein international führender Anbieter von Batterielösungen. In einem Marktumfeld mit hoher Wettbewerbsintensität stand die Vertriebseinheit „Energy Solutions“ in Deutschland vor der Herausforderung, an den Erfolg in Österreich und der Schweiz anzuknüpfen. In einem vorausgegangenen Projekt wurde gemeinsam mit W&P bereits ein Konzept zur strategischen Geschäftsentwicklung definiert. Diese Strategie sollte nun umgesetzt, operativ begleiten und erste Vertriebserfolge gewährleistet werden. „Die zielgerichtete Umsetzung der Strategie mithilfe des agilen Projektmanagement-Ansatzes bedeutete für uns anfangs ein Antrainieren notwendige Bausteine wie Methoden, Rollen und Regeln. Dazu bedarf es eines „Trainers“, der das Team motiviert, auf Zug hält und nach vorne bringt. Dies ist dem W&P Team sehr gut gelungen," so Mag. Rudolf Peterbauer Strategic Management & Business Development, Banner GmbH. Wie das Team um Ferdinand Fiedler, Senior Manager Industriegüter, konkret vorging? Im aktuellen Best Case lesen.
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News, 18.02.2026
18.02.2026
Im Rahmen des digitalen Executive Dialogs von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit HEUKING und Linklaters stand die Frage im Mittelpunkt, welche Sicherheiten in der Unternehmensfinanzierung tatsächlich tragen – rechtlich, wirtschaftlich und in der Verhandlung. Zum Auftakt ordnete W&P Managing Partner Volker Riedel die sicherheitenbezogenen Herausforderungen in den aktuellen Finanzierungsmarkt ein und machte deutlich, dass Sicherheiten „weil sie durchsetzbar sind, weil sie einen Wert darstellen und weil sie ein zentraler Verhandlungshebel aus Unternehmens- und Kreditgebersicht sind“ zunehmend ein zentrales Steuerungsinstrument für Banken und Unternehmen geworden seien. Entscheidend: Ihre strategisch richtige Ausgestaltung. Sandra Pfister und Beliardis Ehlert‑Gasde, Heuking Kühn Lüer Wojtek, erläuterten entsprechend, wie Sicherheiten aus Sicht der Kreditnehmer strukturiert, priorisiert und verhandelt werden sollten. Sie zeigten, dass Sicherheiten ein strategisches Instrument zur Optimierung der Finanzierungsstruktur darstellen – vom Zugang zu Finanzierung bis zur Verbesserung von Margen, Laufzeiten und Covenants. Dabei wurde deutlich, dass Proportionalität, operative Flexibilität und Zukunftsfähigkeit wesentliche Leitplanken bilden. In ihrer Darstellung der akzessorischen und nicht‑akzessorischen Sicherheiten machten sie deutlich, wie stark rechtliche Anforderungen, Kostenaspekte und nationale Besonderheiten – etwa notarielle Beurkundungspflichten oder das Fehlen eines Sicherheitenregisters – die praktische Umsetzung prägen. Dr. Sabine Vorwerk, Partnerin bei Linklaters LLP, und Eva Ringelspacher, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, stellten die Finanziererperspektive in den Mittelpunkt.  Vorwerk beleuchtete die Sicherheitenstruktur aus Sicht der Kreditgeber und stellte die Durchsetzbarkeit im Krisenfall in den Mittelpunkt. Insbesondere die Limitation Language erweise sich dabei als zentrales Element, da sie den Zugriff auf Sicherheiten innerhalb einer Unternehmensgruppe erheblich begrenzen kann. Ihre praktische Relevanz steigt insbesondere dann, wenn sich die wirtschaftliche Situation des Kreditnehmers verschlechtert. „In der Krise entscheidet nicht nur die Qualität der Sicherheiten, sondern vor allem deren Verwertbarkeit und die Zeit bis zur Realisierung“, so Ringelspacher. Gerade bei Überbrückungsfinanzierungen treffen hoher Zeitdruck, unsichere Zukunftsperspektiven und steigende Anforderungen an die Insolvenzsicherheit der Struktur aufeinander. Überbrückungskredite können dabei als Bargeschäft ausgestaltet werden, sofern neues Geld gegen neue Sicherheiten gewährt wird. Entscheidend ist eine klare und saubere Strukturierung. Die anschließende Werkstattdiskussion zeigte, wie vielschichtig und technisch anspruchsvoll die Sicherheitenstrukturierung inzwischen geworden ist. Diskutiert wurden unter anderem praktische Fragen zur Wirksamkeit von Anzeigen bei Verpfändungen, der Umgang mit Lender‑Liability‑Risiken, die Bewertung von Sicherheiten bei Fresh‑Money‑Vergaben, Auswirkungen der Limitation Language in komplexen Gruppenstrukturen sowie die Rolle von Treuhandmodellen bei der Sicherheitenverwertung. Deutlich wurde: Sicherheiten sind längst nicht nur juristische Konstruktionen, sondern zentrale Verhandlungselemente, deren Werthaltigkeit und Durchsetzbarkeit immer stärker über Refinanzierungsfähigkeit und Restrukturierungserfolg entscheiden.  
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Best Case
10.02.2026
Das Familienunternehmen Fränkische Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG ist Pionier in der Wellrohrfertigung entwickelt und produziert Rohre, Zubehör und Systemkomponenten in den Bereichen Elektro Systeme, Drainage Systeme und Haustechnik. Der Geschäftsbereich „Elektro Systeme“ stand vor der Aufgabe, den Vertrieb angesichts steigender Marktanforderungen und begrenzter Ressourcen stärker performanceorientiert und professionell aufzustellen sowie Transparenz und Steuerbarkeit zu erhöhen. Der Auftrag für W&P: Ein bereichsübergreifendes Programm zur Sales Excellence entwickeln und ein zukunftsfähiges Target Operating Model für den Vertrieb Inland aufsetzen. „Dank des hohen Vertriebs-Know-hows und des tiefen Branchenverständnisses von W&P haben wir ein zukunftsfähiges Vertriebs-Operating-Model mit klaren KPIs und Leistungstransparenz etabliert und die Performance sowie Steuerbarkeit unseres Vertriebs deutlich erhöht,“ so Frank Rauterkus, Leitung Geschäftsbereich Elektro Systeme. Wie das W&P Team um Ferdinand Fiedler konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 06.02.2026
06.02.2026
Erstmalige Top-Platzierung in der Mergermarket M&A League Table 2025 für Distressed M&A in Deutschland! Das ist ein Meilenstein für das M&A Team um Philippe Piscol und Dr. Hubertus Bartelheimer – und ein starkes Signal für die gemeinsame Positionierung im Transaktions- und Restrukturierungsumfeld in den letzten Jahren.Unser Dank gilt allen unseren Auftraggebern und vor allem unserem mittlerweile 16 köpfigen Team!Philippe Piscol: "Das von Mergermarket ermittelte Ergebnis zeigt, wie konsequent wir dieses Segment aufgebaut und erfolgreich im Markt positioniert haben." Dr. Hubertus Bartelheimer weiter: "Ebenso macht uns unsere Platzierung nach Fallzahlen in derselben Umfrage auf Platz 15 der Deutschen M&A Berater – Distressed & Sunshine kumuliert – stolz und ist für uns Ansporn auch diesen Bereich weiter auszubauen!" Wir freuen uns auf alle weiteren Projekte in 2026. 
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Event, 18.06.2026
Konstanz
18.06.2026
Risikoblind von der Transformation in die Insolvenz? Krisenfrüherkennung als Gamechanger für Berater, Manager und Insolvenzverwalter Unternehmen wie deren Berater bewegen sich heute in einem immer gefährlicher werdenden Umfeld, in dem neue Herausforderungen und drastische Veränderungen in immer kürzeren Abständen auftreten. Ob Wirtschaftskrisen oder Unternehmenskrisen – beide werden durch Veränderungen ausgelöst. Es ist daher unerlässlich, die Wahrnehmung des Unternehmens zu schärfen, sodass Veränderungen möglichst frühzeitig erkannt und, wenn notwendig, angemessene Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Risikomanagement zielt in diesem Kontext darauf ab, Unsicherheit beherrschbar zu machen, ohne die Realität zu vereinfachen. Risiken sollen weder dramatisiert noch ignoriert, sondern faktenbasiert bewertet werden. In der Praxis jedoch reagieren viele Unternehmen erst dann, wenn Insolvenztatbestände bereits erfüllt sind und verbauen sich so die Möglichkeit für eine frühzeitige Reaktion wenn Risiken in krisenhafte Entwicklungen umschlagen. Deshalb hat der Gesetzgeber mit § 1 StaRUG die Pflicht zur Krisenfrüherkennung gesetzlich verankert und die Geschäftsführung ausdrücklich dazu verpflichtet. Die Idee der Krisenfrüherkennung ist einfach: Man verschafft sich Zeit für Gegenmaßnahmen. Je früher Probleme erkannt werden, desto größer ist die Bandbreite möglicher Gegenmaßnahmen. Krisenfrüherkennung iSd StaRUG angewandt, bietet die Chance die flächendeckende Verschleppung von Insolvenzen zu überwinden, neue Sanierungsoptionen zu entwickeln und aus den herkömmlichen Reaktionsmustern auszubrechen. Wegen dieser grundlegenden Bedeutung für alle Entscheidungsträger in und um Unternehmen herum, aber auch für Insolvenzverwalter, widmen wir uns an zwei Tagen allein diesem Thema. Unser Partner Dr. Stephan Hundertmark (Dr. Wieselhuber & Partner) wird gemeinsam mit Marko Wolfrum (FutureValue Group AG) einen Vortrag halten, in dem aus der Perspektive einer Beratungsgesellschaft die Bedeutung und die Möglichkeiten der Risikomanagement-Beratung skizziert werden. Anmeldung hier
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Event, 02.07.2026
München
02.07.2026
Unter dem diesjährigen Leitthema: „Neue Spielregeln – Kapital, Krisen, Konvergenz“ wollen wir gemeinsam mit Ihnen die entscheidenden Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Restrukturierung und Unternehmensfinanzierung in einer dynamischen und sich wandelnden Welt beleuchten. Freuen Sie sich auf ein vielseitiges Programm mit über 20 führenden Experten und inspirierenden Rednern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Besonders hervorzuheben sind unsere Keynote-Speaker: Prof. Dr. Moritz Schularick, einer der gefragtesten Volkswirtschafts- und Finanzexperten, der mit einem datengestützten Überblick zur Lage der deutschen Wirtschaft den inhaltlichen Auftakt unseres Forums gestalten wird. Peer Steinbrück, erfahrener SPD-Politiker und früherer Bundesfinanzminister, der als klarer Krisenmanager gilt und mit langjähriger Regierungs- und Führungserfahrung wichtige wirtschafts- und finanzpolitische Impulse setzte. Networking trifft Genuss:Nach einem Tag voller wertvoller Impulse laden wir Sie ab 19 Uhr herzlich zu unserem Sommerfest ein. Freuen Sie sich auf Summer Drinks und BBQ – ein Abend, der Gelegenheit bietet, sich auszutauschen und den Sommer in entspannter Atmosphäre zu genießen. Eine detaillierte Agenda erhalten Sie in Kürze. 
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Publikation
21.01.2026
Zehn Ausgaben „Sanierung & Insolvenz“ seit der Erstausgabe in 2021 ein kleiner Meilenstein, der ohne das Vertrauen, das Engagement und die Expertise unseres Netzwerks nicht denkbar wäre. Seit vielen Jahren begleiten wir Unternehmen, Gesellschafter und Investoren auf ihrem Weg durch Veränderungsprozesse, beleuchten in unserem Newsletter immer aktuelle Entwicklungen und teilen praxisnahe Einblicke aus Projekten und Verfahren. Diese Jubiläumsausgabe widmet sich erneut den Themen, die unsere Arbeit aktuell und vielseitig prägen: von Refinanzierungs-/Sanierungsfähigkeitskriterien über Infrastrukturprojekte bis hin zu Fragen von Sozialplan und Interessenausgleich. Ein Highlight ist der Gastbeitrag von Joachim Ponseck zur aktuellen BGH-Entscheidung im Fall Wirecard. Dazu Einblicke in Materialkostensenkungen im operativen Bereich, aktuelle Zahlen zum Insolvenzgeschehen, Best Cases sowie spannende Gespräche – unter anderem mit Heiko Tschauner von Hogan Lovells. Jetzt lesen!
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Event, 17.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Wir zeigen, wie Machine Learning strategisch genutzt werden kann, um Produktportfolios transparenter zu bewerten, wirtschaftliche Muster zu erkennen und Entscheidungsprozesse zu vereinfachen. Machine Learning macht sichtbar, welche Produkte wirklich zum Ergebnis beitragen und wo Komplexität unnötig Ressourcen bindet. Von der Identifikation schwacher Produkte bis zur Priorisierung rentabler Linien. Ziel ist ein effizienteres, fokussiertes Produktportfolio mit höherem wirtschaftlichem Beitrag. Das Webinar richtet sich an Entscheider, die Produktportfolioentscheidungen schneller und sicherer treffen möchten. Anstelle abstrakter Theorie zeigen wir praxisnah, wie Machine Learning Transparenz schafft, Analysen beschleunigt und Entscheidungsqualität erhöht. Teilnehmende erhalten konkrete Einblicke in Vorgehen, Nutzen und Umsetzbarkeit – und erfahren, wie sich Machine Learning ohne großen Aufwand für Produktportfolioverbesserungen einsetzen lässt.
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News, 07.01.2026
07.01.2026
Fabian Hammer ist ab Januar 2026 Mitglied der Geschäftsleitung der Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (W&P). Im Geschäftsfeld Restructuring & Corporate Finance verantwortet er den Bereich (distressed) M&A Real Estate und erweitert damit das W&P-Leistungsportfolio strategisch. Der Fokus von Fabian Hammer, zuvor Director & Standortleiter Hamburg bei FalkenSteg, liegt auf der strukturierten Vermarktung von Immobilien, der Bewertung von Bestands- und Entwicklungsportfolien, Sale-&-Lease-/Rent-Back-Transaktionen für Betriebsgebäude sowie der strategischen Entwicklung von Lösungen für Immobilien und Immobilienportfolios in Sondersituationen.  „Mit Fabian Hammer gewinnen wir nicht nur einen ausgewiesenen Experten für distressed M&A Real Estate Transaktionen, sondern auch eine etablierte Führungskraft“, so Philippe Piscol, Partner & Leiter distressed M&A bei W&P. „Sein unternehmerisches Handeln, Branchen-Know-how und Verhandlungsgeschick sind eine optimale Ergänzung für unser Team und für unsere Mandanten ein echter Mehrwert.“
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News, 18.12.2025
18.12.2025
Kommentar von Prof. Dr. Norbert Wieselhuber, Gründer und Senior Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbH Viele reden von Transformation, wenige wissen, was es ist und noch weniger haben praktische Erfahrungen, oder gar Erfolge vorzuweisen. Gefährlich wird es, wenn man daraus Erfolgsrezepte, pauschale Gültigkeit macht, denn das „Transformationsobjekt Unternehmen“ gibt es nicht und bei strukturellen und disruptiven Veränderungen verlieren Erfahrungen, Erfolgsmuster der Vergangenheit und Gegenwart an Wert und Wirkung. Kann dieser „neuen Welt“ nur mit einer Transformation, also einer fundamentalen, dauerhaft wirksamen Neukonfiguration des Unternehmens entsprochen werden? Der damit verbundene Wandel erfasst alle Komponenten des Systems „Unternehmung. Letztlich entsteht ein neues Unternehmen. „Leichter auf der grünen Wiese“ als am und mit dem bestehenden Organismus eines Unternehmens. Orientierungsgröße ist ein Zielbild des zukünftigen Unternehmens, das einen Pull-Effekt auf die Gestaltungs- und Handlungsoptionen ausübt. Und hier liegt bereits die große Herausforderung der verantwortlichen Management-Ebene. Von welchem Wissenstand geht man aus, wie interpretieren sie Chancen- und Risikopotential der alternativen Zukunftswelten und wie deutlich werden Dissens und Konsens bei der Bildung des Zielunternehmens, bzw. welche Akzeptanz gibt es für einen gemeinsamen, aber auch getrennten Weg in die Zukunft. Es gilt unternehmensindividuell zu beantworten „Was wird wie, wo und wann von wem transferiert“, denn das klärt den Transformationspfad und auch das Transformationsrisiko. Künstliche Intelligenz (KI) ist zweifelsohne „Treiber“ und „Enabler“ zugleich, denn sie verändert und verbessert Leistungserstellung und -vermarktung, Professionalisierung, Transparenz, Aktualität und Wirtschaftlichkeit, ermöglicht neue Geschäftsmodelle und neue Konfigurationen. Hervorzuheben ist, dass KI den Zugang zu globalem Wissen demokratisiert: Wissen als verfügbarer Rohstoff für alle, unabhängig von Unternehmensgröße und Kapitalkraft. Welches genutzt wird, ist Aufgabe und Verantwortung der Top-Entscheider. Die eigene Ressourcenstärke und die notwendigen Fähigkeiten bestimmen Intensität und Zeitachse der Transformation. Das Maß an Radikalität der Transformation wird von Dynamik und Komplexität der zu erwartenden Zukunft und der Ausgangssituation des Unternehmens geprägt. Hier stehen auch Entscheidungen an, inwieweit ein Unternehmen allein, mit der bestehenden Gesellschafterstruktur die Transformation schaffen kann. Nicht alle Branchen und Unternehmen werden von einer radikalen Transformation betroffen sein, denn die Auswirkungen der exogenen Entwicklungen sind unternehmensindividuell und ermöglichen und erfordern spezifische Schritte zur Verbesserung und Sicherung der eigenen Zukunftsfähigkeit. Veränderung oder Transformation – welches ist der richtige, passende Weg? Erfolgreiche Unternehmen und deren Entscheider haben das Unternehmen und seine Geschäfte immer schon neu gedacht und gestaltet. Fundament jeglicher Veränderung und Transformation sind ein wirtschaftlich gesundes, wettbewerbsfähiges und professionell geführtes Unternehmen. Transformation benötigt Zeit, Kraft, Committment, Ausdauer, Resilienz – schafft dies ein Unternehmen allein? Nicht alle die gestartet sind, werden am Ziel ankommen. Ebenso ist die Erkenntnis zutreffend: Transformations-Management ist nicht Krisen-Management. Die „schöpferische Zerstörung“, nicht nur etwas Neues, sondern auch Besseres, Zeitgemäßes zu schaffen, ist eine der interessantesten, aufregendsten, kreativen, aber auch risikoreichen Aufgaben und Herausforderung der Unternehmensgestaltung. Innovation ist die Quelle für ertragreiches Wirtschaftswachstum und Wohlstand einer Gesellschaft – erfolgreiche Unternehmer und Top-Entscheider ist dies bekannt.
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Event, 29.09.2026
München
29.09.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls, wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Weitere Informationen folgen in Kürze.
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News, 11.12.2025
11.12.2025
Was KI in der Möbelindustrie heute schon kann?Das zeigte Philipp Trompeter, Leiter Fashion, Lifestyle & Retail  bei seinem Impulsvortrag auf der Mitgliederversammlung die möbelindustrie - Verbände der deutschen Möbelindustrie mit Use Cases und Projekteinblicken. Deutlich wurde: Es entstehen bereits spürbare Effekte mit praxisnahen KI-Anwendungen durch intelligente Raumplanung & Produktempfehlungen, präzisere Abverkaufsprognosen, automatisierte Prozessoptimierung, effizientere Personalplanung und datengestützte Materialkostenreduktion.Die Leitplanken für erfolgreiche KI-Projekte sind eindeutig:✔️ Saubere strukturierte Daten sind Rohstoff für jeden KI-Use-Case✔️ Mit einem Pain Point starten - konkrete Probleme führen zu erfolgreichen Use-Cases✔️ KI kann schneller bessere Lösungen liefern - bei richtigem Einsatz erleben Projekte schon jetzt einen KI-Boost.
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Event, 06.10.2026
Linz
06.10.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls, wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Weitere Informationen folgen in Kürze.
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News, 03.12.2025
03.12.2025
Service entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit zum zentralen Werttreiber im B2B-Geschäft. Auf dem gestrigen Strategiegipfel B2B Service Management wurde deutlich: Konsequente Service Excellence und KI-gestützte Prozesse machen bereits heute den entscheidenden Unterschied.  W&P Partner Oliver Rörig zeigte in einem Vortrag, wie Serviceorganisationen Umsatz, EBIT und Kundenbindung signifikant steigern – und warum KI erst dann wirkt, wenn Prozesse, Daten und Organisation verzahnt sind. Die aktuelle W&P Studie „Service-Champions im Mittelstand 2025“ unterstreicht: Nur 24 % der Unternehmen nutzen KI im Service, während Top-Performer bereits mehr als 30 % EBIT im Servicegeschäft erzielen. Die Erfolgsfaktoren: qualifiziertes Personal, systematisches Wissensmanagement, skalierbare KI-Modelle  und der Aufbau profitabler Service-Portfolios. Fazit: Service wird zum strategischen Wachstumsmotor der Industriegüterbranchen.
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Kommentar, 27.11.2025
27.11.2025
Kommentar von Fabian Dichant, Senior Manager Business Performance Improvement und Philipp Seiz, Senior Manager Restructuring & Corporate Finance bei Dr. Wieselhuber & Partner Familienunternehmen leben von ihrer Nähe zur Belegschaft, zu den Maschinen und zu ihren Kunden. Genau deshalb entsteht Liquidität nicht in Planungstools, sondern dort, wo Material zu Gutteilen wird. Eine Cashflow-Planung hilft, die Transparenz zu erhöhen und Engpässe aufzudecken. Sie bleibt aber wirkungslos, wenn im Werk zu viel unfertige Arbeit liegt und der Engpass nicht stabil im Takt läuft. Dann klingt der Plan gut, doch die Rechnung geht nicht auf. Der Ort der Wahrheit ist der Engpass. Was dort pro Schicht tatsächlich läuft, entscheidet über Auslieferungen und Auslieferungen entscheiden über Geldeingänge. Unfertige Aufträge binden Kapital, Zeit und Aufmerksamkeit. Je mehr Work-in-Progress (WIP) vor dem Engpass liegt, desto länger werden die Durchlaufzeiten, desto mehr Chaos entsteht in Planung und Einkauf, desto häufiger braucht es Eilbestellungen und Sonderfahrten. Der Finanzplan sieht das oft erst im Rückspiegel; die Linie spürt es sofort. Der schnellste Weg zu spürbarer Liquidität ist unspektakulär: angefangene Aufträge gezielt fertigstellen und in die Rechnungsstellung gehen. Nichts Neues starten, wenn kritische Komponenten fehlen. Morgens am Board klären, was den Engpass heute bremst - Verfügbarkeit, Leistung oder Qualität - und nachmittags prüfen, ob die Bremse gelöst ist. So wandert die Planung aus Excel in die Wirklichkeit. Wie das aussieht, zeigt ein Beispiel aus der Welt eines mittelständischen Herstellers von Büro- und Papierprodukten. Dort ist eine Bogendruckmaschine häufig der Engpass – und Zeit geht vor allem beim Wechsel verloren. Wenn Platte, Papier und Farbkassetten vorbereitet bereitstehen und der Auftrag am Leitstand per Code geladen wird, schrumpft das Wechselfenster auf Minuten. Werden die Aufträge so gereiht, dass sich Farben und Formate möglichst wenig ändern, sinkt der Reinigungs- und Nachstellaufwand, der erste Gutbogen kommt schneller, kleine Lose werden wirtschaftlich und der Stapel halbfertiger Bögen vor dem Engpass schrumpft. Auch die Weiterverarbeitung folgt diesem Prinzip: Werkzeuge und Materialien werden extern vorbereitet, der erste Gutteil sauber freigegeben und die Reihenfolge in Familien gebildet. So bleibt der Takt stabil – ohne neue WIP-Inseln. Genau dadurch bekommt die Cashflow-Planung Substanz, weil die Ausbringung nicht geschätzt, sondern durch kurze Wechselzeiten und eine ruhige Weiterverarbeitung abgesichert ist. Mit solchen Shopfloor-Signalen bekommt die Planung Rückgrat. Die Wochenlieferung wird nicht erhofft, sondern aus Engpass-Leistung und realem Durchsatz abgeleitet. Der Cash-Pfad ist nachvollziehbar: weniger WIP senkt die Bestandsreichweite, mehr „ausliefern & abrechnen“ erhöht die Eingänge. Risiken stehen nicht länger im Kleingedruckten, sondern werden offen adressiert. Ersatzteile an kritischen Aggregaten, Qualifikationslücken in Schichten, fragile Lieferketten bei A-Teilen. Das schafft Vertrauen bei Banken, Gesellschaftern und Belegschaft, weil Fortschritt sichtbar wird und Zusagen gehalten werden. Dafür braucht es kein Kennzahlen-Feuerwerk. Ein kleines, hartes Set, wöchentlich geführt und direkt am Werk entstanden, reicht. Entscheidend ist nicht die Menge der Zahlen, sondern der klare Ursache-Wirkung-Pfad: schnellere Auftragswechsel, stabiler Engpasstakt, sinkendes WIP-Alter und am Ende eine Rechnung, die rausgeht. Dann beschreibt die Cashflow-Planung nicht mehr, was man sich wünscht, sondern was tatsächlich passiert. Familienunternehmen haben hier einen echten Vorteil. Wege sind kurz, Verantwortung ist persönlich, die Identifikation mit dem Produkt ist hoch. Wenn der Werksleiter täglich am Board steht, wenn Meisterinnen und Meister offen sagen, was gestern gehakt hat und was heute anders läuft, entsteht eine Wir-schaffen-das-Mentalität. Die Mannschaft sieht, dass ihre Verbesserung nicht nur eine Zahl in einer Präsentation ist, sondern die Liquidität der Firma stärkt. Das Geld wird im Werk verdient.
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News, 20.11.2025
20.11.2025
Die strategisch erfolgreiche  Unternehmensführung ist eine besondere Kunst. Den klassischen Königsweg gibt es nicht – Individualität ist gefordert. Die aktuelle W&P Studie „Strategisches Management“ gibt dabei einen hochaktuellen Einblick in den Status Quo und den Reifegrad dieses wichtigen Themas in Familienunternehmen. Deshalb steht die Strategie neben Themen rund um Marketing & Vertrieb, KI, Finanzierung, Distressed M&A genauso im Fokus der 32. Ausgabe des Management Support, wie auch Beiträge rund um Kultur und zunehmend wichtige Softskills. Aktuelle Best Cases, Branchen-Insights und Interviews geben Einblicke in die branchenübergreifende Beratungspraxis und liefern unternehmerische Impulse für operativ dringliche und manchmal sogar existenzielle Tagesordnungspunkte. Jetzt reinlesen!
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Publikation
18.11.2025
Ein Sales Power Booster Projekt folgt einem klaren 3-Schritte-Ansatz – pragmatisch, schnell und mit direkter Wirkung: 1. Power Check – 360° Benchmarking des Vertriebs entlang von 7 Analysefeldern und des Online-Booster-Checks 2. Power Readiness – Priorisierung der wirkungsvollsten Booster („Speedboats“) und Entwicklung einer konkreten Roadmap 3. Power Drive – Umsetzung der Maßnahmen in agilen Sprints, begleitet durch W&P als PMO und Sales Coach Ergebnisse & Vorteile - Faktenbasierte Einordnung Ihrer Vertriebsleistung im Benchmarking - Identifikation von 5–10 „Speedboat-Boostern“ mit hohem Umsatzimpact und schneller Umsetzbarkeit - Konkrete Roadmap mit klaren Workstreams, Verantwortlichkeiten und Zeitplan - Sofortige Aktivierung von Quick-Wins mit erprobten Tools und Templates - Nachhaltige Verankerung und schrittweises Empowerment für Umsetzung und durch agiles Projektmanagement
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News, 17.11.2025
17.11.2025
Mehr als 30 Gäste folgten der Einladung in Kooperation mit Rud Pedersen Public Affairs an den Berliner W&P-Standort, um über politische Entscheidungsprozesse in Berlin – insbesondere in der Haushaltswoche zum Bundeshaushalt 2026 – und deren Parallelen zu unternehmerischen Weichenstellungen zu diskutieren. Die Premiere des neuen Formats bot mehr als drei Stunden intensiven Austausch. Im Zentrum stand Otto Fricke, langjähriger haushaltspolitischer Sprecher der FDP, ehemaliger Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages und heute Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes. Unter der Moderation von Michael Bassewitz, Politikredakteur bei ThePioneer, wurden sowohl die technischen Grundlagen des Haushaltsverfahrens als auch die strategische Perspektive für Deutschlands wirtschaftliche Zukunft beleuchtet. Gemeinsam mit Gästen aus Wirtschaft, renommierten Anwaltskanzleien sowie ausgewiesenen Experten des Insolvenz- und Restrukturierungsrechts entstand eine offene Diskussion über Entscheidungslogiken, Prioritäten und die Frage, wie politische Prozesse und unternehmerisches Handeln voneinander lernen können. Aus der Runde kristallisierte sich eine zentrale Erkenntnis heraus: Erfolg erfordert Geduld, Weitblick und klare Prioritäten – egal ob in Politik oder Wirtschaft. Die Gespräche zeigten eindrucksvoll, wie wertvoll externe Perspektiven für unternehmerische Entscheidungen sein können – und wie Beratung in herausfordernden Zeiten mit Blick auf robuste, belastbare Entscheidungen in Strategie und Transformation unterstützen kann.
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News, 12.11.2025
12.11.2025
Künstliche Intelligenz, Digital Twins und Vision Systeme verändern Produktionsprozesse und industrielle Wertschöpfung grundlegend – von der Effizienzsteigerung über Qualitätsmanagement bis hin zu Flexibilität und Transparenz auf dem Shopfloor. Doch wie erkennt man das Potenzial in der Fertigung und wie lässt es sich heben? Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit Deltia und WILO SE gab es praxisnahe Impulse. „KI ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern Realität im Shopfloor. Sie hilft, Verschwendung zu eliminieren, Qualität zu steigern und den Fachkräftemangel abzufedern – bestenfalls aufsetzend auf bereits verschlankten Proezessen im Zuge einer LEAN Transformation sowie einer optimierten Datentransparenz und -qualität“, so Christian Sprenger, Partner und Leiter Operational Excellence bei W&P, einleitend. Eine aktuelle W&P Studie zeigt, dass die größten Potenziale in Predictive Maintenance, Qualitätskontrolle und Produktionsplanung liegen, jedoch nur rund 25% des deutschen Mittelstands KI bereits im Einsatz hat. Wie KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette zum Einsatz kommt zeigte Jan Daniel, Head of Smart Manufacturing bei W&P. „Gerade die Kombination aus virtuellen Daten, Agentensystemen und Closed Loop Quality zeigt, dass KI-Anwendungen nicht nur Effizienzgewinne bringen, sondern oft schon nach sechs bis neun Monaten einen messbaren ROI erzielen.“ Gleichzeitig warnte er vor typischen Stolpersteinen wie fehlender Governance, Skalierungsschocks oder kulturellen Widerständen und empfahl ein strukturiertes Vorgehen in fünf Phasen – von der Exploration über Use-Case-Definition bis zum Rollout. Maximilian Fischer, CEO Deltia, demonstrierte, wie KI-gestützte Videoanalysen Produktionsprozesse messbar verbessern. Aus Projekten mit ABB und Viessmann berichtete er von Produktivitätssteigerungen zwischen 10 und 20 Prozent. Erfolgsentscheidend seien dabei Transparenz gegenüber den Mitarbeitenden, die Auswahl eines relevanten Businessproblems, crossfunktionale Teams und ein pragmatisches, iteratives Vorgehen. David Graurock, Head of AI Competence Center bei WILO SE, gewährte Einblicke in die KI-Strategie des Dortmunder Pumpenherstellers. Anhand von Praxisbeispielen, die von adaptiver Werkerassistenz über KI-basierte Dichtungsprüfung bis hin zu generativen Anwendungen wie „Wilo GPT“ reichten, zeigte Graurock, wie KI bereits heute Prozesse optimiert und Wissen im Unternehmen nutzbar macht. Take-aways aus der Werkstatt-Diskussion, moderiert von Oliver Rörig, Partner bei W&P: Die Einführung von KI sollte sich immer an konkreten Business-Problemen und klaren Mehrwerten orientieren. Für den Einstieg empfehlen sich Use Cases mit schnellem, sichtbarem Nutzen wie etwa Predictive Maintenance oder visuelle Qualitätsprüfungen. Und auch wenn viele Unternehmen noch am Anfang stehen: Entscheidend sind Erfahrungsaustausch und pragmatisches Vorgehen. Denn eine datenbasierte, skalierbare und ROI-orientierte Einführung von KI ist der Schlüssel zu nachhaltiger Performance-Steigerung in der Produktion. Unternehmen, die diese Transformation aktiv gestalten, sichern sich nicht nur Effizienzgewinne – sie schaffen die Basis für die smarte Fabrik von morgen und steigern nachhaltig Ihre Wettbewerbsfähigkeit.
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Kommentar, 10.11.2025
10.11.2025
Wer „Produktivität“ im Jahr 2025 noch zur Königskennzahl erhebt, steuert seine Fabrik mit dem Rückspiegel. In hochautomatisierten Wertströmen erzählt die reine Produktivität zu wenig – sie belohnt Tempo, auch wenn die wahren Verluste in Stillständen, Mikrostops, Anfahr- oder Qualitätsproblemen liegen. Die Overall Equipment Effectiveness oder deutsch Gesamtanlageneffektivität, kurz OEE liefert hier die Tiefenschärfe (Verfügbarkeit x Leistung x Qualität). Eine Tiefenschärfe die Führung braucht. Gerade im produzierenden Mittelstand und in Familienunternehmen, die Verantwortung über Generationen tragen, ist das entscheidend: Wer Liefertreue, Qualität und Marge planbar halten will, darf Ursachen nicht hinter einer Sammelkennzahl verstecken. Aktuelle Fälle zeigen: Die „Produktivität“ kann stellenweise sogar deutlich über 100 % stehen. Ein Wunder? Nein, vielmehr das Ergebnis uneinheitlicher Erfassung: gemischte Zeitbasen, unklare Zähler und die Vermengung manueller Tätigkeiten mit automatisierten Maschinenzyklen. Was fehlt, ist Transparenz über die Verlustgründe – man sieht eine Zahl, aber nicht die Ursache. Hier kommt die OEE ins Spiel: OEE trennt Wirkung von Ursache – und macht Führung messbar. Eine tägliche, nur 15-minütige Lagebesprechung im Shopfloor-Meeting richtet den Blick auf Ziel/Ist und die drei größten Verluste des Vortags – mit Verantwortlichen, Maßnahmen und Termin. So entsteht ein Regelkreis vom Signal (Kennzahl) zur Ursache (Verlustcode) zur Wirkung (A3-Maßnahme). Liefertreue wird zur Konsequenz, nicht zum Zufall. Selbst in handwerklichen, manuellen Prozessen sollte „Produktivität“ durch die sogenannte OLE (Overall Labour Effectiveness) ersetzt werden. Die klassische Produktivität (Output je Arbeitsstunde) mischt Anwesenheit, Nutzzeit und First Pass Yield (Erstausbeute) – das produziert Scheinwerte, im Extrem > 100 %. Die OLE übernimmt die OEE-Logik für menschliche Arbeit: Verfügbarkeit (Nutzzeit), Leistung (Taktdisziplin vs. Standard) und Qualität. Der Unterschied zur OEE ist einfach: OEE misst die Effektivität von Anlagen, OLE die Effektivität von Mitarbeitenden in überwiegend manuellen Tätigkeiten - und beide Kennzahlen sollten Teil einer gemeinsame Führungsroutine sein. Die Leitplanke bleibt einfach: Je höher der Automatisierungsgrad, desto zentraler die OEE. Auf Stanz-, Laser- oder Verpackungslinien diktiert die Anlage den Takt; in variantenreicher Montage führt OLE. Als Praxis-Daumenregel gilt: Ab > 40 % automatisierter Wertschöpfungszeit liefert die OEE den primären Steuerimpuls, darunter OLE – OEE bleibt ergänzend relevant, wo Engpass-Anlagen den Fluss bestimmen. Damit das wirkt, braucht es Daten-Disziplin statt Datendeko: Maschinenzustände und Zyklen kommen automatisiert (I/O, bei neueren Anlagen via OPC UA), Telemetrie läuft z. B. per MQTT ins BDE/MES; das Team ergänzt nur das „Warum“ bei manuellen Stopps oder Qualitätsabweichungen. Wo Schnittstellen fehlen, reicht ein robuster Retrofit – etwa eine Lichtschranke als Zählimpuls. Entscheidend ist ein schlanker, einheitlicher Verlustkatalog mit klaren Definitionen und identischer Auflösung über Linien und Werke hinweg. Die Quintessenz für Familienunternehmen: Solange „Produktivität“ als Alleinherrscher regiert, werden Symptome belohnt und Ursachen verdeckt. In automatisierten Bereichen muss OEE führen, in manuellen OLE – verbunden durch einen konsequenten Führungsrhythmus. Wer so steuert, gewinnt Transparenz über Verluste, stabilisiert den Fluss und macht Liefertreue planbar – heute und für die nächste Generation.
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News, 04.11.2025
04.11.2025
Familienunternehmen in Deutschland stehen momentan vor einer enormen Herausforderung. Viele, die bereits seit Jahren strukturelle Probleme mit sich tragen, sehen sich nun durch schwache Absatzentwicklungen massiv finanziell unter Druck gesetzt. Die Refinanzierungsmöglichkeiten sind gleichzeitig stark eingeschränkt, Banken zeigen sich zurückhaltend, und viele Gesellschafter sind schlichtweg „aus dem Geld“. Debt Advisor verbringen viel Zeit, um Banken zu einem Standstill zu bewegen, aber an Fresh Money ist kaum zu denken. Was wir jetzt sehen, ist das Ende des „Relationship Banking“ – manche behaupten sogar das Zeitalter des Haircuts hat begonnen. Volker Riedel & Doreen Laabs in der nwb Sanieren & Restrukturieren.
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News, 28.10.2025
28.10.2025
Im digitalen Executive Dialog von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) stand die Frage im Mittelpunkt, wie Machine Learning im Mittelstand konkrete Wertbeiträge schaffen kann – jenseits von Hype und Theorie. „Machine Learning ist sicher keine „Knopfdrucklösung" kann aber – richtig eingesetzt – erheblichen Mehrwert stiften und Kosten sparen“, so einleitend  Sebastian Batton, Leiter Digital Excellence W&P. Machine Learning eigne sich überall dort, wo große Datenmengen, viele Einflussfaktoren und komplexe Zusammenhänge zu bewältigen sind, beispielsweise in Sales & Operations Planning, Preisentwicklung, Produktlebenszyklusmanagement, Predictive Maintenance aber auch Personal-, Schicht- und Finanzplanung. Wie sich Machine Learning in der Praxis bewährt, zeigte Julian Tietze, Senior Expert Management Link GmbH. Er stellte ein Projekt zur Optimierung der Personalplanung bei einem Dienstleister am Flughafen München vor, der Passagiere mit Mobilitätseinschränkungen betreut. Durch den Einsatz eines Machine-Learning-Modells konnte die Schichtplanung automatisiert, Kosten reduziert und die Servicequalität signifikant verbessert werden. Moritz Zoepffel, Senior Consultant Digital Excellence W&P, erläuterte die technische Umsetzung. „Ziel war, die bisher subjektive Einschätzung der Schichtplaner durch ein objektives, datenbasiertes Machine-Learning-Modell zu ersetzen, um die operative Komplexität und die stark schwankende Nachfrage besser zu bewältigen.“ Auf Grundlage historischer Auftrags- und Flugplandaten sowie angereicherter Zusatzinformationen prognostiziert das Modell die tatsächliche Nachfrage und generiert daraus automatisiert Schichtpläne, die direkt in der operativen Planung genutzt werden können. Die Modellgüte liegt bei 78 Prozent – ein sehr guter Wert in einem derart komplexen Umfeld. W&P Partner und Moderator Daniel Emmrich resümiert: „Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung war die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden und sein Geschäftsmodell zu verstehen: Das Modell wurde iterativ weiterentwickelt und gemeinsam optimiert.“ Die anschließende Werkstattdiskussion machte deutlich: Machine Learning heißt nicht, in eine Glaskugel zu blicken, sondern hilft ganz konkret, das eigene Geschäft besser zu verstehen, Wirkzusammenhänge zu erkennen und Optimierungen abzuleiten. Um zu starten, werden keine Daten „in Perfektion“ benötigt, vielmehr sei im Unternehmenskontext Muster und Korrelationen in vorhandenen Daten zu identifizieren und daraus einen Use Case zu entwickeln. Wie starten? „Einfach trauen, das Risiko ist sehr überschaubar“, so die Experten unisono. „Im Kleinen anfangen, experimentieren, Know-how sammeln, Expertise entwicklen und aus diesem „kleinen Pflänzchen“ etwas im Unternehmen wachsen lassen.“
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Publikation
16.10.2025
Die wirtschaftliche Lage der Fußball-Bundesliga stabilisiert sich – doch strukturelle Risiken bleiben bestehen. Das zeigt die aktuelle Studie von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) zur Refinanzierungsfähigkeit und Geschäftsmodellen der Clubs der 1. und 2. Bundesliga. Im Jahr 2024 konnten die Vereine ihr EBITDA im Durchschnitt um rund 30 % steigern. Damit verbessert sich die gesamtwirtschaftliche Refinanzierungsfähigkeit deutlich – vor allem dank gestiegener TV-Erlöse, Transferüberschüsse und effizienterem Kostenmanagement. Finanziell stabil zeigen sich insbesondere Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart und der 1. FC Köln. Neben sportlichem Erfolg tragen auch Investorenbeteiligungen, Europapokal-Einnahmen und konsequente Kostenkontrolle zur Stärkung der Eigenkapitalbasis bei. Deutlich gefährdeter sind hingegen Holstein Kiel, der 1. FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf. Anhaltende Defizite, sinkendes Eigenkapital und fehlende Refinanzierungsalternativen belasten die Zukunftsfähigkeit dieser Clubs spürbar. Im Ausblick zeichnet sich ein Strukturwandel ab: Immer mehr Vereine prüfen alternative Finanzierungsformen – etwa Genossenschaftsmodelle, Fan- und Unternehmensanleihen oder Schuldscheindarlehen. Auch Restrukturierungsinstrumente wie das StaRUG gewinnen an Relevanz, um Krisenszenarien frühzeitig abzufedern.
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Kommentar, 16.09.2025
16.09.2025
Kommentar von Fabian Dichant, Senior Manager Business Performance Improvement bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbHSales & Operations Planning, kurz S&OP? Ja, aber oft nur auf dem Papier. Rund 70 % der Unternehmen im produzierenden Mittelstand, insbesondere Familienunternehmen, haben S&OP formal eingeführt, doch nur etwa ein Viertel steuert damit konsequent und unternehmensweit. Rund 80 % organisieren den Prozess immer noch primär in Excel. Die Folge: Silos, Eilaufträge, Fehlteile, häufige Umplanung in der Produktion, hohe (Zwischen-)Bestände und im Ergebnis verschenkte Marge.Viele Unternehmen scheitern nicht an der IT. Sie scheitern an Konsequenz, Rollenklärung und fehlendem Entscheidungsfokus. S&OP ist kein Reporting, sondern ein Führungs- und Ent-scheidungsformat. Ohne klare Verantwortlichkeiten, ohne Prioritäten und ohne Finanzin-tegration bleibt es ein Meeting mit Charts, aber ohne wirkliche Steuerung.Worum geht’s wirklich? S&OP ist Führungsarbeit und das Rückgrat einer integrierten Unternehmenssteuerung: eine Zahl, eine Wahrheit über Nachfrage, Kapazitäten und Finanzwirkung. Der rollierende Prozess setzt einen klaren Takt – mit verlässlichen Entscheidungen statt endloser Abstimmungsrunden. Von statistischem Forecast über Bedarfs- und Kapazitätspla-nung bis zum Abgleich: In Szenarien werden Engpässe sichtbar, Alternativen bewertet und die Finanzwirkung transparent gemacht. Im S&OP-Meeting wird entschieden und der integrierte Plan freigegeben. Ein verbindlicher Monatskalender (Input, Output, Rollen, Termine) macht S&OP planbar – strategisch, taktisch, operativ; langfristig bis kurzfristig. Wer daran rüttelt, landet wieder in Ad-hoc-Feuerwehrmaßnahmen und „best effort“-Excel.So gelingt der Einstieg:1. Fokus setzen: Die 20 % Produkte/Kunden, die 80 % der Menge treiben kommen zuerst in den Scope.2. Rollen festziehen: Eindeutige Verantwortlichkeiten für Forecast, Bedarf, Kapazität, Bedarfs-Kapazitätsabgleich, Finanzen und ein klares Entscheidungsgremium.3. Monatstakt leben: Fixer Kalender, definierte Inputs/Outputs, sauberer Datenhaushalt („gut genug“ genügt zum Start).4. Szenarien verpflichtend: Baseline plus „Was-wäre-wenn“ (Engpass, Nachfrage-Peaks, Lieferverzug) inkl. Finanzwirkung.5. KVP verankern: Jeden Zyklus zwei Verbesserungen beschließen – Prozess, Daten oder Verantwortungen.Der Effekt ist schnell spürbar. Bessere Forecast-Qualität, höhere Lieferfähigkeit und -treue, Bestände runter bei Reaktionsgeschwindigkeit rauf, robustere Ressourcennutzung. Für Pro-duktanläufe zeigt sich das unter anderem in bis zu 20 % höherer Lieferbereitschaft (schnellere Marktdurchdringung). Das reduziert Fehlstarts messbar – weil Produkte zum Launch verfüg-bar sind und zuverlässig geliefert werden.Fazit? Für den produzierenden Mittelstand und Familienunternehmen ist S&OP kein „nice to have“, sondern strategische Steuerung in volatilen Märkten. Wer sich konsequent an den S&OP-Prozess hält, gewinnt Liefertreue, Geschwindigkeit und Kapitalbindung zurück. Wer zögert, bleibt im Nebel – mit Excel als Taschenlampe.
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Event, 09.03.2026 (Beendet)
Wien
Beendet
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, wir blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Zum Abschluss ist es uns gelungen einen hochkarätigen Keynote Speaker für unsere Veranstaltung zu gewinnen, der uns auf eine Reise weit über den Tellerrand der gestaltenden Sanierung mitnehmen wird. Die Restructuring Lounge lebt von ihrer Kontinuität – und von den Menschen, die sie prägen. Umso mehr würden wir uns freuen, wenn Sie auch dieses Jahr in Wien wieder Teil dieses Formats sind oder es erstmals kennenlernen.
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Best Case
06.08.2025
Die BÜRGER GmbH & Co. KG ist ein führender deutscher Lebensmittelhersteller, der schwäbische Spezialitäten wie z.B. Maultaschen und Spätzle oder italienische Teigwaren produziert. Die organisatorischen Strukturen und Abläufe des Familienunternehmens waren historisch gewachsen und hatten sich nicht mit wachsender Unternehmensgröße entwickelt. Entsprechend gab es Optimierungsbedarf im Hinblick auf Aufgabenverteilung, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen. Zudem stand in der Geschäftsführung und wichtigen anderen Führungspositionen ein Generationswechsel an. Hier kam W&P an Bord: Strukturen, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten zwischen den Bereichen sollten überprüft die Führungsorganisation konzeptionell weiterentwickelt werden. „Dr. Wieselhuber & Partner hat uns bei der Weiterentwicklung unserer Führungsorganisation sehr gut unterstützt. Für uns als mittelständisches Familienunternehmen war es wichtig, einen Partner an der Seite zu haben, der uns nicht nur mit professionellen Methoden, sondern auch mit Fingerspitzengefühl und der erforderlichen Erfahrung begleitet. Die Analysen und Konzepte waren auf den Punkt. Wir sind auch dank der Unterstützung von W&P organisatorisch bestens für die Zukunft aufgestellt“, so Martin Bihlmaier, Geschäftsführer, Bürger GmbH & Co. KG. Wie das Team um Dr. Timo Renz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Best Case
21.07.2025
Als Pionier in der Wellrohrfertigung entwickelt und produziert das Familienunternehmen Fränkische Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG, innovative Rohre, Zubehör und Systemkomponenten für Elektro-, Drainage- und Haustechnik. Der Geschäftsbereich „Elektro Systeme“ ist Marktführer für Kabelschutzlösungen in Deutschland. Angesichts des steigenden Wettbewerbsdrucks im Heimatmarkt sowie wachsenden Chancen für Expansion und Internationalisierung, sollte der Wachstumskurs mit einer zukunftsorientierten Strategie abgesichert werden. Hier kam W&P ins Spiel: Gemeinsam mit dem Führungsteam des Geschäftsbereichs wurde eine klare strategische Ausrichtung entwickelt, die das Kerngeschäft stärkt, die Internationalisierung vorantreibt und neue Wachstumssegmente erschließt. „Mit der herausragenden Branchenexpertise, dem passgenauen Methodeneinsatz und dem hohen persönlichen Engagement sowie kulturellen Fit des W&P-Teams, haben wir gemeinsam unsere ambitionierte Wachstumsstrategie mit konkreten Aktivitätenplänen entwickelt. Dank der agilen kollaborativen W&P-Vorgehens-weise wurde zugleich das absolute Commitment im Führungsteam zur erfolgreichen Umsetzung geschaffen,“ so Frank Rauterkus, Leitung Geschäftsbereich Elektro Systeme. Wie das Team um Dr. Stephan Hundertmarkt und Ferdinand Fiedler konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
30.06.2025
Die DEHN SE, führendes und international tätiges Familienunternehmen der Elektrotechnik, bietet mit seinen Anwendungen in den Bereichen Blitz-, Überspannungs- und Arbeitsschutz Lösungen für die Elektromobilität, den Energiesektor und für den Schutz kritischer Infrastruktur. Dank einer erfolgreich umgesetzten Wachstumsstrategie verzeichnete das Unternehmen ein überproportionales Umsatzplus – allerdings nicht ohne spürbare Wachstumsschmerzen. Insbesondere aktuelle Kostensteigerungen und vielfältige interne wie externe Herausforderungen belasteten das Ergebnis. Um diesen Dynamiken gezielt zu begegnen, wurde W&P beauftragt, auf Basis eines umfassenden Benchmarkings mit den Kennzahlen führender Innovations- und Branchenpioniere die entscheidenden Stellschrauben zu identifizieren und die Profitabilität zielgerichtet und nachhaltig zu optimieren. Mit Erfolg: „Dank der strukturierten und zielgerichteten Vorgehensweise von W&P, konnten wir in kurzer Zeit die wesentlichen Handlungsfelder identifizieren und zentrale Maßnahmen zur Steigerung unserer Profitabilität einleiten,“ so Dr. Philipp Dehn Managing Partner & CEO. Wie das Team um Dr.-Ing. Dirk Artelt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
03.06.2025
In den aktuell anspruchsvollen Zeiten reichen weder Reaktivität noch passive Proaktivität: Champions der Transformation richten jetzt, im Rahmen der Business Transformation, die zentralen Dimensionen ihres Geschäfts neu aus – und zwar umfassend zukunftsgerichtet auf ein strategisches Zielbild der Gesamtorganisation. Neuausrichtungen des Unternehmensportfolios mittels Post Merger Integrationen oder Carve- Outs spielen dabei eine zunehmend zentrale Rolle. Business Transformation im Sinne einer Neuausrichtung geschieht nicht zum Selbstzweck, sondern wird von Champions als Resultat ihrer existierenden langfristigen Vision und Mission sowie ihrer mittelfristigen Strategie aktiv vorangetrieben. Diese Unternehmen haben ein klares Verständnis davon, wie ihre Geschäftsmodelle in ihren jeweiligen Marktsegmenten auch in verschiedenen Zukunftsszenarien weiterhin effektiv und effizient wirken werden. Aus diesem Rahmenwerk ergibt sich der Blueprint zur Neuausrichtung aller relevanten Geschäftsdimensionen – die strategischen Leitplanken der Business Transformation in den Dimensionen - Sales Excellence - Operational Excellence - Profit & Controlling Excellence - HR & Change Excellence - Digital Excellence Wie W&P nicht nur bei der Ableitung dieser richtungsweisenden Transformationsleitplanken aus ihrem strategischen Zielbild, sondern auch bei der vorgelagerten Strategieentwicklung unterstützen kann? Jetzt nachlesen!
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Publikation
26.05.2025
Das Gefühl der Unsicherheit hat die letzten Monate eine neue Dimension erhalten: Geopolitische Verwerfungen, Protektionismus, Handelskriege, Schuldeninflation. In dieser Situation springt das Hohelied auf die Strategie „des Fahrens auf Sicht“ deutlich zu kurz. Vielmehr braucht es eine Grundentscheidung über die Richtung, um Folgeentscheidungen zu fällen. Es geht darum Fakten und Risiken abzuwägen, strategisch zu planen, auf Performance Management zu setzen – mit maximaler Fokussierung auf das jeweilige Geschäftsmodell und die mikro- und makroseitigen Rahmenbedingungen eines Unternehmens. Das entsprechende Know-how für das erfolgreiche Gelingen rund um Risikomanagement, Business Transformation, Strategie, gestaltende Sanierung und viele weitere Themen finden Sie in der neuen Ausgabe des W&P Management Support. Impulse für Entscheider – jetzt reinlesen!
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Best Case
05.05.2025
Die thyssenkrupp Steering (tkS) ist Teil der börsennotierten thyssenkrupp AG und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Lenksystemen. Mit rund 10.900 Mitarbeitenden an 24 Standorten steht tkS für technologische Exzellenz – insbesondere im Bereich der Massivumformung. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Transparenz und Steuerungsfähigkeit in der globalen R&D-Planung initiierte das Unternehmen eine umfassende Optimierung des R&D-Controllings. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde beauftragt, den gesamten Prozess strategisch und operativ zu begleiten – von der Analyse der Ausgangssituation über die Zielbildentwicklung bis hin zur Auswahl und Implementierung eines geeigneten Planungstools. Ziel war, die Steuerungsmöglichkeiten und Transparenz durch eine optimierte Schnittstelle zwischen Budget- und Projektplanung zu erhöhen, die Controlling-Effizienz durch systemische Anpassungen zu steigern und ein zukunftsfähiges R&D-Controllingkonzept zu etablieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Projekt- und Jahresplanung wurde durch ein passgenaues Tool effizienter gestaltet, eine adaptierte Prozess- und Gremienstruktur ermöglicht nun eine verbesserte Steuerung der globalen R&D-Ressourcen. Zudem schaffen klar definierte Rollenprofile und ein KPI-gestütztes Dashboard-Konzept Transparenz und Verantwortlichkeit in der Umsetzung. „Dank des strukturierten Vorgehens von W&P konnten wir trotz des äußerst engen Zeitplans diese komplexe Aufgabenstellung zielorientiert lösen, was uns zukünftig eine effizientere Planung und Steuerung unserer R&D-Ressourcen ermöglicht“, so Patrick Vith, CEO & COO der thyssenkrupp Steering. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business bei W&P, das Projekt umgesetzt hat? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
23.04.2025
Umsatz um jeden Preis!? Insbesondere in Wachstumsphasen zeigt sich ein Trend zum Aufbau überproportionaler Organisationkosten. Prozesse werden bürokratisiert, Strukturen redundant und ineffizient aufgebaut und das (interne) Leistungs- und Serviceportfolio wird unkontrolliert erweitert. Diese Phänomene zeigen sich meist an der Schwelle vom sogenannten KMU zu Konzernstrukturen bei Familienunternehmen. In einer abflauenden Konjunkturlage schlägt sich dies rasch in einer dramatisch sinkenden Break-Even-Resilienz nieder. Die Lösung: Organisationskosten angemessen steuern und ggf. anpassen. Organisationskosten als Steuerungsgröße Organisationskosten entstehen aus dem Zusammenspiel von Leistung, Prozessen, Strukturen und Ressourcen. Dieser Vierklang bestimmt, wie effizient und effektiv eine Organisation ihre Leistungen erbringt und welche Personal- als auch Sachkosten entstehen. Wie sich mit einem strategisch-taktischen Management die Organisationskosten dauerhaft proaktiv steuern und eine nachhaltige Balance zwischen Kosten, Leistung und Wertschöpfung schaffen lassen? Wie dadurch die Resilienz der Organisation erhöht werden kann? Antworten im neuen W&P Dossier “Steigerung des Ertrags durch Management der Organisationskosten“. Jetzt herunterladen!
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Best Case
07.04.2025
Die Ensinger GmbH ein international tätiges Familienunternehmen, spezialisiert auf technische Kunststoffe, liefert innovative Lösungen für Branchen wie Maschinenbau, Automobilindustrie, Medizintechnik und Luftfahrt. Um in einer anspruchsvollen Markt- und Wettbewerbssituation langfristig nachhaltiges Wachstum und die Ergebnissicherung zu gewährleisten, wurde das Transformationsprogramm NEXT ins Leben gerufen. Ziel: Ensinger durch optimierte Prozesse, ein klares Rollenverständnis und eine funktional ausgerichtete Organisationsstruktur stärker markt- und kundenorientiert aufzustellen. Das Team um Leonard Kluck, Head of HR Excellence bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde an Bord geholt, um bei Change Management und Kommunikation zu unterstützen: „Im Rahmen unseres Transformationsprogramms konnten wir dank der professionellen Unterstützung von W&P eine klare Programmführung und -steuerung etablieren, unsere internen Stakeholder gezielt auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten und ein nachhaltiges Change-Momentum schaffen, “ so Sven Heidinger, Head of Human Resources. Konkret konnten Ergebnisorientierung und Effizienzsteigerung durch ein stringentes Programmmanagement mit klaren Meilensteinen, Maßnahmenpaketen und transparentem Reporting verbessert, Transformations- und Veränderungsbereitschaft durch die nachhaltige Verankerung eines positiven Change Narrativs gesteigert und Widerständen mittels klarer Kommunikation und verbindlichen Verantwortlichkeiten gesteigert werden.
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Publikation
06.02.2025
Gerade das HR-Management steht aktuell im Zentrum eines Spannungsfeldes zwischen steigenden HR-Risiken, nicht verstandenen Rollen- und Prozessanforderungen, starken kulturellen Spannungen sowie einem fragmentiertem Stakeholder-Management. In einer Arbeitswelt, die durch Fachkräftemangel, flexible Arbeitsmodelle und den zunehmenden Wunsch nach Sinnstiftung am Arbeitsplatz komplexer geworden ist, führt das Nichtbeachten dieser Spannungsfelder mittel- bis langfristig zu Konsequenzen: Höhere Fluktuation, geringere Produktivität und Motivation, höhere Abwesenheitsraten, Informationsasymmetrien, Reputationsschwäche. Trivial, aber wahr: Schlüsselfaktor einer nachhaltigen Wertschöpfung war, ist und wird immer der Mensch bleiben. Aber wie muss das HR-Management konkret aussehen, um als Enabler für eine effektive sowie effiziente Organisation und eine performanceorientierte Führungskultur zu wirken? Wie kann ein agiler Management-Ansatz proaktiv auf Spannungsfelder reagieren? Antworten im neuen W&P Dossier „Agilität trifft Exzellenz: Erfolgreiches HR-Management“.
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Publikation
13.01.2025
Die aktuelle wirtschaftliche Lage stellt Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen: Insolvenzen nehmen zu und Restrukturierungsmaßnahmen erfordern eine präzise Balance aus betriebswirtschaftlicher und juristischer Expertise. Die neuesten Ausgabe von Sanierung & Insolvenz bietet wieder fundierte Einblicke in praxisnahe Ansätze und zeigt innovative Wege und Lösungsansätze im Umfeld der Sanierung: Insolvenzen in Deutschland 2024: Ein Überblick über steigende Zahlen und die zugrunde liegenden Trends. Immobilienbewertung im Fokus: Fallstricke und innovative Ansätze in der Restrukturierung. Sanierungskonzepte im Automotive-Sektor: Erfolgsfaktoren in einer Branche im Umbruch. Performance Improvement: Potenziale durch aktives Management nutzen. Sanieren, Verkaufen oder Liquidieren: Entscheidungsgrundlagen für Krisenunternehmen. Darüber hinaus beleuchtet ein Artikel unserer Gastautoren Dr. Susann Brackmann und Philipp Frhr. von der Bussche-Haddenhausen, CMS Hasche Sigle, die Risiken und Strategien im Umgang mit Rückforderungen von Corona-Hilfen. Abschließendes Highlight: Das Interview mit Axel W. Bierbach von Müller-Heydenreich, Bierbach & Kollegen zu aktuellen Entwicklungen und Einblicken in der Restrukturierungspraxis. Jetzt reinlesen!
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Event, 25.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Unternehmen in Schieflage? Werden Immobilien‑ oder LBO-Finanzierungen grenzüberschreitend strukturiert, kann der Standort Luxemburg schnell relevant werden. Mit Inkrafttreten des neuen luxemburgischen Rechtsrahmens Law on the Preservation of Enterprises and Modernizing Bankruptcy Law am 1. November 2023 steht nun auch dort eine vollwertige Alternative zur Insolvenz zur Verfügung – analog zum deutschen StaRUG. Für Banken und Private‑Equity‑Investoren eröffnet sich damit eine neue Gestaltungsmöglichkeit bei Restrukturierungen. In unserem Webinar zeigen wir, wie StaRUG und Luxemburg‑Reorg im Vergleich funktionieren und welche praktischen Handlungsoptionen sich aus der neuen Rechtslage ergeben.
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Event, 24.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Sanierungen sind komplex – und steuerlich oft eine Blackbox. Wie lassen sich Sanierungsgewinne richtig behandeln? Welche steuerlichen Gestaltungsspielräume gibt es wirklich – und wo lauern Risiken, die das Sanierungskonzept im Nachhinein gefährden können? In dieser Veranstaltung diskutieren absolute Fachexperten aus Beratung, Recht und Steuerpraxis genau diese Fragen anhand konkreter Case Studies. Sie erhalten praxisnahe Einblicke, klare Einordnungen und konkrete Handlungsempfehlungen für Ihre tägliche Arbeit. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Fragen direkt mit den Experten zu diskutieren und wertvolle Impulse für Ihre Sanierungsprojekte mitzunehmen.Melden Sie sich an und gewinnen Sie steuerliche Sicherheit in der Krise.
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Best Case
04.11.2024
Die Theben AG mit Sitz in Haigerloch ist ein Familienunternehmen mit über 100-jähriger Tradition. Das Unternehmen entwickelt und produziert innovative Lösungen für Zeit und Lichtsteuerung, Bewegungs- und Präsenzmelder sowie Komponenten für die KNX-Gebäudesystemtechnik. Der ambitionierte Wachstumskurs von Theben verlangte auch eine Steigerung der Marketing- und Vertriebsperformance. Gemeinsam mit dem Team von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden darum u.a. Marketing- und Vertriebsperformance sowie Kosten objektiviert, Handlungsfelder zur Optimierung der Performance in Marketing und Vertrieb identifiziert, Führungskräfte und Mitarbeitende zur Performancesteigerung und Kostenoptimierung aktiviert und motiviert. „Das W&P-Team um Dr. Michael Staudinger hat uns mit Branchenverständnis, methodischer Expertise und Pragmatismus Ansatzpunkte zur Performancesteigerung aufgezeigt. Sehr gerne werden wir für zukünftige Aufgabenstellungen erneut auf die Expertise von W&P zurückgreifen“ so Thomas Sell, Vorstand Vertrieb und Marketing bei Theben. Das konkrete Vorgehen von W&P? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Kommentar, 02.10.2024
02.10.2024
Die Automobilwelt von gestern? War von stetigem Wachstum und Kontinuität geprägt. Etablierte Markt- und eingeschwungene Machtverhältnisse sorgten für Planungssicherheit bei OEMs (Original Equipment Manufacturer) und Zulieferern. Größere Investitionen in Anlagen und Innovationen waren meist mit kalkulierbaren Abnahmemengen unterfüttert, ansonsten wurde stetig Technologie, Portfolio, Prozess etc. optimiert und weiterentwickelt. Die Automobilbranche heute? Gleicht einer Achterbahnfahrt – aktuelle Hiobsbotschaften von deutschen OEMs wie beispielsweise VW oder Zulieferern wie Continental sind nur die Spitze des Eisbergs. Insbesondere die Transformation hin zur Elektromobilität, eine veränderte Wettbewerbssituation durch den Eintritt neuer Player in den Zuliefermarkt, neue Kunden und ein verändertes Konsumentenverhalten zwingen Unternehmen, unter enormer Unsicherheit und hohem Zeitdruck Entscheidungen über signifikante Investitionen zu treffen. Insbesondere kleine und mittlere Zulieferer leiden stark unter diesem Strukturwandel in Deutschland, da sie oft weniger Ressourcen haben, um sich schnell und flexibel an neue Marktanforderungen anzupassen. Zunehmend gehen Marktanteile an asiatische Wettbewerber - und der Einsatz von Restrukturierern, Sanierern und Insolvenzverwaltern in der Branche nimmt zu.Die vorherrschende Unsicherheit durch sich ständig verändernde gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfordert unternehmerische Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft. Die notwendige Transformation betrifft einerseits alle Unternehmensbereiche und erfordert andererseits ein Umdenken der Verantwortlichen.Ein zentrales Thema ist die Marktsituation der OEMs und ihr Spagat zwischen der Ergebnissicherung mit bestehendem Geschäft und Zukunftsorientierung mit neuen Technologien (z.B. Elektromobilität). Gerade für kleine und mittlere Automobilzulieferer und sind die technologischen, wirtschaftlichen und regulatorische Hürden der Transformation große Herausforderungen.In dieser Situation kann es sinnvoll sein, den Footprint zu überprüfen und Verlagerungen von Produktionsstandorten in Erwägung zu ziehen, um den steigenden Kostendruck in den Griff zu bekommen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das Ausmaß der langfristigen volkswirtschaftlichen Auswirkungen, also negative Effekte auf heimische Wirtschaft und Arbeitsmarkt, erst in der Zukunft sichtbar werden.Nachhaltigkeit und CO₂-Management sind weitere Schlüsselthemen, die angesichts strengerer regulatorischer Anforderungen und eines wachsenden Umweltbewusstseins der Verbraucher innovative Ansätze erfordern. Unternehmen sollten hier nicht nur auf externen Druck reagieren, sondern proaktiv nachhaltige Praktiken in ihre Geschäftsstrategien integrieren.Ein weiteres kritisches Thema ist die Sicherung der Liquidität und das Working Capital Management (WCM). Die Sicherung der Liquidität und die Optimierung des WCM sind für die finanzielle Stabilität der Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Dies erfordert eine sorgfältige Planung und Umsetzung von Finanzstrategien sowie eine kontinuierliche Überwachung der finanziellen Gesundheit des Unternehmens.Die Entwicklungen im Bereich der Mobilitätskonzepte (Robotaxis und autonomes Fahren) bieten enorme Chancen für Innovationen und neue Geschäftsfelder. Unternehmen müssen bereit sein, diese neuen Technologien zu nutzen und sich in diesen aufstrebenden Märkten zu positionieren. Die Fähigkeit, Innovationen schnell zu adaptieren und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen, kann in Zukunft über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entscheiden.FazitDer Erfolg der Transformation hängt von der kontinuierlichen Anpassung der Strategie an die neuen Realitäten ab und erfordert eine kompromisslose Situationsanalyse auf allen Ebenen des Unternehmens. Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Wandel vom Top-Management vorgelebt, begleitet und umgesetzt wird. Auch Diversifikation kann eine Schlüsselrolle spielen, um Risiken zu streuen und neue Einnahmequellen zu erschließen.Mehr denn je sind jedoch Führung und Leadership gefragt. Führungskräfte müssen in der Lage sein, ihre Teams durch unsichere Zeiten zu leiten, klare Visionen zu entwickeln und entschlossene Entscheidungen zu treffen. Nur so können Unternehmen die Herausforderungen meistern und gestärkt aus dem Wandel hervorgehen.
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Publikation
27.09.2024
Künstliche Intelligenz (KI) hat sich von einer fernen Zukunftsvision zu einer gelebten Realität in vielen deutschen Unternehmen entwickelt, besonders im Marketing und Vertrieb, wo die Anwendungsfälle eine beeindruckende Vielfalt aufweisen. Der Einsatz von KI in diesen Unternehmen lässt sich eindrucksvoll durch den 7P-Ansatz veranschaulichen, der verschiedene Aspekte des Marketings, aber auch des Vertriebs abdeckt
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Kommentar, 22.08.2024
22.08.2024
Wie sich Sprache und Kultur weiterentwickeln, so durchlaufen auch Familienunternehmen einen stetigen Wandel, angetrieben durch Generationswechsel, den Einsatz von Fremdgeschäftsführern, hybride Gesellschafterstrukturen und unterschiedliche Finanzierungsziele. Diese Faktoren rücken die Finanzierung und Kapitalisierung von Unternehmen, Beteiligungen und Assets in den Vordergrund. Für den Erfolg ist es daher entscheidend, eine multidimensionale Finanzierungsstrategie zu entwickeln.Asset-StrategieDie Asset-Strategie bestimmt den Umgang mit den Vermögenswerten eines Unternehmens, einschließlich der Entscheidung, ob Assets und Geschäftssegmente erhalten, revitalisiert, neu positioniert oder verkauft werden sollen. Dabei wird die Notwendigkeit des Assets für den Geschäftsbetrieb gegen dessen Veräußerbarkeit abgewogen, um zu klären, ob ein Eigentum daran zwingend erforderlich ist.Loan-Strategie Die Loan-Strategie entscheidet, ob Schuldverpflichtungen durch konsensuale Maßnahmen wie Amend & Extend, Umstrukturierungen oder Refinanzierungen, oder durch nicht konsensuale Maßnahmen wie StaRUG-Verfahren, Zwangsvollstreckungen oder Insolvenzverfahren behandelt werden. Konsensuale Lösungen sind oft vorzuziehen, da sie die Beziehungen zu Gläubigern bewahren. Es ist ebenfalls wichtig, die Loan-Strategie des Finanzierers zu verstehen und gegebenenfalls anzupassen, insbesondere in Bezug darauf, ob dieser noch im Geld ist und welche Konsequenzen das für ihn hat.Kapital-Strategie Die Kapital-Strategie zielt darauf ab, die Finanzstruktur des Unternehmens zu optimieren. Es kann erforderlich sein, komplexe Finanzierungsstrukturen zu vereinfachen, um Transparenz und Managementfähigkeit zu verbessern. Wichtige Analysepunkte sind Intercompany-Regelungen, Loan-to-Value-Ratios und Beteiligungs-/Joint-Venture-Strukturen. Eine Restrukturierung könnte notwendig sein, um das finanzielle Risiko zu minimieren.Sponsor-StrategieDie Sponsor-Strategie betrifft die operative, kapital- und liquiditätsseitige Unterstützung durch Investoren oder Eigentümer. Sie beurteilt, ob und wie Investoren das Unternehmen unterstützen, um eine erfolgreiche Restrukturierung zu ermöglichen. Wichtig ist dabei zu klären, ob der Gesellschafter finanziell in der Lage und bereit ist, die Finanzierung auch mit eigenen Mitteln zu sichern, einschließlich des Verkaufs einzelner Vermögenswerte.Auf Basis dieser Grundstrategien ergeben sich damit vier Handlungsfelder für einen Gesellschafter bzw. Eigentümer.Unabhängigkeit ist die Readiness für den Ausstieg aus Geschäften Die Fähigkeit, strategisch und ohne Zeitdruck aus bestimmten Geschäften auszusteigen, ist für Unternehmen entscheidend. Dazu gehört die Entwicklung einer Readiness:- Sorgfältige Bewertung der Profitabilität, Zukunftsfähigkeit und Exit-Bereitschaft der aktuellen Geschäftssegmente und Assets, inklusive der Beachtung von Haftungsrisiken.- Identifikation und Veräußerung von Non-Core-Assets zur Stärkung der Bilanz und zur Konzentration auf Kerngeschäftsbereiche.Entscheidungsfähigkeit und HandlungsbereitschaftEin Unternehmen, das schnell und flexibel auf Marktveränderungen reagieren kann, hat einen erheblichen Vorteil. Dies erfordert:- Agile Management- und Gesellschafterstrukturen für schnelle Entscheidungsfindung.- Analyse der eigenen Marktmacht, insbesondere die Fähigkeit, Preisforderungen durchzusetzen.- Entwicklung von Szenarien und Notfallplänen, um auf diverse Umweltbedingungen vorbereitet zu sein, wobei das Durchspielen von Extremsituationen besonders nützlich ist. Moderation von Interessenkonflikten zwischen StakeholdernIn hybriden Gesellschafterstrukturen mit unterschiedlich kapitalisierten Interessengruppen wie Private Equity, Familienmitglieder und öffentliche Hand ist Folgendes wichtig:- Transparente und proaktive Kommunikation sowie regelmäßiger Dialog mit allen Stakeholdern, um unerfüllbare Erwartungen zu vermeiden.- Einbeziehung der Stakeholder in den Restrukturierungsprozess zur Förderung von Akzeptanz und Unterstützung.- Klare Definition der Ziele und Erwartungen aller Beteiligten inklusive der Fähigkeit und Bereitschaft Geld einzubringen.Strategische Ausrichtungen über die Engagement-Strategie Die Entwicklung einer klaren Engagement-Strategie, die eine Sponsor-Strategie, eine Asset-Strategie für das Anlagevermögensmanagement und eine Finanzierungsstrategie umfasst, ist für jeden Gesellschafter essenziell. Diese Strategien sollten:- Eng miteinander verknüpft sein, um die Gesamtstrategie des Unternehmens widerzuspiegeln.- Die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Gesellschafter darstellen.- Regelmäßig überprüft und an veränderte Bedingungen angepasst werden.- Auf die langfristige Wertsteigerung und Stabilisierung des Unternehmens zielen. FazitFamilienunternehmen stehen ständig im Wandel, zunehmend geprägt durch Generationenwechsel, hybride Gesellschafterstrukturen und dynamische Finanzierungsziele. Die Anpassungsfähigkeit in ihrer Finanzierung und Kapitalisierung ist entscheidend für ihren Erfolg. Kernstrategien wie Asset-, Loan-, Kapital- und Sponsor-Strategien sind zentral für das Management. Diese Strategien sollten nicht nur miteinander verknüpft sein und die Unternehmensgesamtstrategie widerspiegeln, sondern auch die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Gesellschafter berücksichtigen, regelmäßig an neue Umstände angepasst werden und auf eine langfristige Wertsteigerung abzielen.
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Kommentar, 07.08.2024
07.08.2024
Unternehmerisches Handeln, wie es Familienunternehmen meist zu eigen ist, setzt auf Innovationen, das mutige Ergreifen von Chancen und die aktive Gestaltung der Märkte von morgen. Es ist somit der Kern eines „unaufhörlichen Prozess der industriellen Mutation“, wie es bereits der Ökonom Joseph Schumpeter formulierte.Genau dort setzt in vielen Industrien ein neues Leitmotiv für die Innovationsagenda an: Es beginnt mit dem Verständnis, dass Rohstoffe beim End of Life von Produkten weiterhin Wertstoffe sind und das Einweglösungen, die auf der Müllkippe oder in der Verbrennung landen, Verschwendung sind.Das Denken und Wirtschaften in Kreisläufen sowie auf Basis erneuerbarer und nachwachsender Ressourcen ist zugleich auch eine Transformation in nahezu allen Industriebereichen die über Dekaden in linearen Wertschöpfungsstrukturen optimiert wurden. Treiber dieser Transformation sind sowohl regulatorische Vorgaben als auch das Verhalten privater und institutioneller Verbraucher, die einen zunehmenden Market-Pull für Kreislaufprodukte erzeugen.In der Folge werden viele konventionelle Produkte, z. B. Einweg-Convenience-Produkte, sukzessive vom Markt verschwinden. Damit das nicht auch gleich für ganze Unternehmen gilt, müssen sie sich radikal transformieren und mutig innovieren – wie es Familien- und Gründerunternehmen tun und schon immer getan haben.Es geht darum, eingefahrene Pfade zu verlassen und sich im Wettbewerbsumfeld mit Hilfe nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen zu positionieren und das eigene Geschäftsmodell zu hinterfragen. Dabei ist das Thema Nachhaltigkeit nicht als Selbstzweck zu sehen, sondern sollte die Basis dafür sein, unerschlossene, wirtschaftlich attraktive Marktsegmente, sogenannte „Blue Ocean“ zu identifizieren und zu erobern, anstatt sich im überfüllten „Red Ocean“ der bestehenden Wettbewerber zu konkurrieren. Im Kontext der Kreislaufwirtschaft, einem System, das darauf abzielt, den Lebenszyklus von Ressourcen zu maximieren und Abfall zu minimieren, bietet die Blue-Ocean-Strategie eine einzigartige Perspektive zur Förderung nachhaltiger Innovationen.Dies kann durch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle geschehen, die Abfallreduzierung und Ressourceneffizienz in den Mittelpunkt stellen. Dies gilt neben konsum- und rohstoffarmen Industrien ebenso im Maschinenbau. Dort können z. B. durch „Equipment-as-a- Service“-Modelle mit Gebrauchtmaschinen, die nicht nur retrogefitteten Anlagen ein zweites Leben im Sinne der Nachhaltigkeit bescheren, sondern für die Unternehmen zusätzliche Kosten- und Erlöseffekte gebrauchter Maschinen bringen.Worum geht es also?Am Ende des Tages geht es um den wirtschaftlichen Erfolg und nachhaltiges Wachstum fürs Unternehmen. Die Kreislaufwirtschaft sollte deshalb als ganzheitlicher Ansatz gesehen werden und bereits im Innovations- und Entwicklungsprozess ein integraler Bestandteil sein:Wie können Ressourcen effizient genutzt werden?Welche Materialien und Produktionsmethoden ermöglichen es, die Lebensdauer unserer Produkte zu verlängern und ihre Wiederverwertbarkeit zu gewährleisten?Wie lassen sich Rücknahme-, Reverse-Logistics-Lösungen und und Recyclingprozesse effizient in den Lebenszyklus von Produkten und verbundenen Wertschöpfungskette integrieren?Wo können Monomaterialien anstatt von Verbundwerkstoff en eingesetzt werden?Inwiefern können digitale Technologien (z. B. IoT, Blockchain) dabei helfen, die Rückverfolgbarkeit von Materialien und die Effizienz von Recyclingprozessen zu verbessern?Welche konstruktiven Elemente können ein späteres Retrofitting vereinfachen?Push wird Pull für nachhaltige ProdukteUnternehmen, die heute bereits kreislauforientierte Produkte vermarkten, übertreffen das Wachstum im konventionellen Wettbewerb nicht selten im zweistelligen Prozentbereich. Und: In vielen Anwendungen haben gerade Familienunternehmen ihre Nase vorn, da Nachhaltigkeit meist mit langer Tradition und Ernsthaftigkeit als Unternehmenswert gelebt wird. Entsprechend werden Produktmerkmale wie bio-based, nachwachsende Rohstoff e (NawaRo) und Recycling als Gütesiegel verstanden und prominent beworben. Der unternehmerische Nutzen und Erfolg aus Geschäftsmodellen für die Kreislaufwirtschaft ist dabei vielfältig.Entsprechend gilt schon heute, dass unternehmerische Initiativen in der Kreislaufwirtschaft Pioniergewinne liefern und Chancen für innovative Geschäftsmodelle ermöglichen. Was dagegen nicht funktioniert, ist die Adaption alter Geschäftsmodelle für die Kreislaufwirtschaft.FazitDurch Innovation und aktive Marktgestaltung sind Familienunternehmen die treibende Kraft des wirtschaftlichen Wandels. Um in Zukunft noch eine Vorreiterrolle einzunehmen, sollten Unternehmen eine umfassende Integration der Kreislaufwirtschaft in ihre Geschäfts- und Innovationsprozesse vornehmen. Denn die Kreislaufwirtschaft zielt nicht nur darauf ab, den ökologischen Fußabdruck zu minimieren, sondern auch neue, wirtschaftlich attraktive Marktsegmente zu erschließen. Der Fokus liegt dabei auf der Schaffung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen, der effizienten Nutzung von Ressourcen sowie der Optimierung von Recycling- und Retrofit-Prozessen.
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Event, 18.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Wie viel Sicherheit ist wirklich sicher? Nach unserem Auftakt zu „Pro & Contra Konsortialfinanzierung“ und dem Deep Dive in die Struktur und Verhandlung von Konsortialkreditverträgen, widmen wir uns im dritten Executive Dialog dem Sicherheitenpaket. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten von Heuking und Dr. Sabine Vorwerk von Linklaters zeigen wir, wie Sie Sicherheiten wirtschaftlich sinnvoll priorisieren, rechtlich belastbar strukturieren und in der Praxis durchsetzbar machen – ohne operative Flexibilität zu verlieren.Zudem beleuchten wir die Architektur des Sicherheitenkonzepts vom Security Agent bis zur Intercreditor-Verzahnung.
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Best Case
26.06.2024
Die Wilo SE, multinationaler Technologiekonzern der Pumpen und Pumpensysteme für Gebäudetechnik, Wasserwirtschaft, Industrie und OEM-Bereich entwickelt und produziert, hat sich unternehmensweit ein Ziel gesetzt: Neue Produkte schneller entwickeln und im Markt einführen. Um dafür das Bewusstsein unternehmensübergreifend zu stärken und den Erfolg messbar zu machen, sollte eine entsprechende Kennzahl entwickelt und eingeführt werden. Hier kam Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) an Bord: Denn W&P bietet eine praxiserprobte und strukturierte Vorgehensweise an, um unternehmensindividuell die Spitzenkennzahl „Return on R&D“ zu entwickeln und einzuführen. Bei WILO sollte diese KPI projektbezogen und output-orientiert sein sowie eine systematische Verknüpfung mit den relevanten Schnittstellenbereichen wie z.B. Vertrieb und Operation ermöglichen. „Dank der strukturierten Vorgehensweise von W&P haben wir eine komplexe Herausforderung zielorientiert gelöst. Gemeinsam konnten wir die für uns wichtigste Managementkennzahl zur R&D-übergreifenden Performance-Messung und Steuerung der Neuproduktentstehung einführen“, so Georg Weber, CTO der WILO SE. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Kommentar, 30.04.2024
30.04.2024
Hinter den deutschen Verteidigungs- und Rüstungsherstellern liegen Jahrzehnte mit einem eingeschwungenen und vorhersehbaren Geschäft. Eine Epoche, in der die Branche die Stabilität genutzt hat, um technologische Entwicklungen für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit voranzutreiben? Nur bedingt. Disruptive Veränderungen sind an der Verteidigungs- und Rüstungsindustrie weitgehend vorbeigezogen. Mit dem Krieg gegen die Ukraine entstand dann plötzlich eine neue Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in Europa. Gleichzeitig wurde der gewaltige Modernisierungsbedarf der Streitkräfte offenkundig, die Nachfrage nach Waffen, Fahrzeugen, Kampfjets und anderen Rüstungsgütern in einem nicht mehr gekannten Maße getrieben. Diese Konsequenzen der Zeitenwende treffen die betagten Strukturen der deutschen Hersteller jetzt mit voller Wucht. Was das für sie bedeutet?Klar, aktuell profitiert die Verteidigungs- und Rüstungsindustrie von dem Nachfrageüberhang und kann höhere Preise realisieren. Dies gilt insbesondere für die großen Hersteller. Während der Automatisierungsgrad in der Fertigung bisher aber im Vergleich zu Branchen mit Massenproduktion gering und auch die operative Effizienz nicht auf dem Niveau führender Unternehmen war, gilt es jetzt zu investieren. Dabei wird es nicht genügen, die bisherigen Kapazitäten auszuweiten. Vielmehr müssen neue Effizienzniveaus mit neuen Technologien realisiert werden. Der Wunsch nach langfristigen Aufträgen zur Absicherung dieser Investitionen ist zwar verständlich, aber gleichzeitig Ausdruck für die Denkweise der Branche, die aus der Vergangenheit eine hohe Vorhersehbarkeit des Geschäfts gewohnt ist. Absolute Planungssicherheit wird es aber von den öffentlichen Auftraggebern nicht geben.Vor diesem Hintergrund werden die marktwirtschaftlichen Kräfte zu mehr Wettbewerb führen. Daher wird es wichtig sein, durch gezielte Investitionen die eigene Wettbewerbsfähigkeit ganzheitlich zu steigern – insbesondere in drei wesentlichen Handlungsfeldern.Strategische Ausrichtung schärfen und Strategie an das veränderte Marktumfeld anpassen!Ausgehend von einer systematischen Analyse sind auf Basis der Kernkompetenzen mögliche Stoßrichtungen zu identifizieren, eine klare Fokussierung abzuleiten und geeignete organisatorische Strukturen für eine wirksame Strategieumsetzung bereit zu stellen.Operative Effizienz steigern!Entlang eines intelligenten Skalierungspfades sind vorhandene Kapazitäten technologiegleich auszuweiten und neue Wertschöpfungskonfigurationen zu nutzen, die durch größere Volumina entstehen. Darüber hinaus sollte die Effizienz auch in den indirekten Bereichen der Unternehmen gesteigert werden, um die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Durch ein insgesamt höheres Effizienzniveau steigt dann der Umsatzwachstum bei unterproportionalem Mitarbeiteraufbau.Mitarbeitermanagement professionalisieren!Zwar erscheint die Branche aktuell in einem guten Licht, das Image ist positiver als in der Vergangenheit. Die Unternehmen melden deutlich mehr Bewerber. Gleichzeitig erscheint es aber verfrüht, hierin einen dauerhaften Anstieg zu erwarten. Der über viele Branchen vorherrschende Fachkräftemangel wird in Zukunft auch für die Verteidigungs- und Rüstungsunternehmen eine kritische Wachstumshürde darstellen.Fazit:Viele Unternehmen profitieren von den strukturell ausgeweiteten Investitionen in die Streitkräfte – allen voran natürlich die Verteidigungs- und Rüstungsindustrie. Doch die steigende Nachfrage nach Produkten und Leistungen trifft eine Branche mit großem Nachholbedarf in Sachen Effizienz und Professionalität. Doch in diesem Nachholbedarf stecken auch große Chancen: Die deutschen Verteidigungs- und Rüstungshersteller können jetzt ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern, indem sie sich in dieser heißen Phase weiter professionalisieren und ihre Transformation aktiv gestalten.
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Kommentar, 18.04.2024
18.04.2024
In den letzten 30 Jahren ist die Anzahl der Kliniken in Deutschland um rund 21% gesunken – nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab es Ende 2022 noch 1.893 Krankenhäuser. Doch dieser Rückgang hat nicht zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Branche beigetragen: im Jahr 2023 waren 18% der Krankenhäuser insolvenzgefährdet – nach einer Hochrechnung des RWI Krankenhaus Rating Reports 2023 befinden sich bis 2030 rd. 44% der Kliniken in akuter Insolvenzgefahr. Was hat zu dieser Entwicklung geführt und wie gelingt die Befreiung aus dem Krisenmodus?Externe Daumenschrauben: Fachkräftemangel, Kostendruck, Krankenhausfinanzierung, InflationDer demographische Wandel in Deutschland ist Fluch und Segen für die Entwicklung des deutschen Gesundheitsmarkts. Während aufgrund der Bevölkerungsstruktur die Nachfrage nach Dienstleistungen im Gesundheitssektor stetig steigt, nimmt die Zahl verfügbarer Fachkräfte deutlich ab. Aktuelle Prognosen zeigen, dass im Jahr 2035 rd. 1,8 Mio. Fachkräfte im Bereich Gesundheit und Pflege fehlen werden. Weiterer Trigger: Die Finanzierung von Krankenhäusern geht auf das Krankenhausfinanzierungsgesetz aus dem Jahr 1972 zurück. Grundsätzlich spricht man von einem „dualen Finanzierungssystem“, indem Investitionskosten (Neubauten, technische/medizinische Geräte, etc.) durch Fördermittel der Bundesländer finanziert werden, während die Betriebskosten (i.W. Behandlung von Patienten) die Krankenkassen tragen. Aber: Seit 1992 stagnieren die Fördermittel, während sich die Betriebskosten fast verdreifacht haben. Krankenhäuser müssen auch Investitionen aus Eigenmitteln finanzieren, um keinen Investitionsstau im Bestand aufzubauen und in neue technologische Innovationen investieren zu können - das duale Finanzierungssystem ist aus der Balance geraten. Die jährlich durchgeführte Umfrage des DKI zeigt: 78% der Allgemeinkrankenhäuser rechnen für 2023 mit einem negativen, nur 7% der Häuser rechnen mit einem positiven Jahresergebnis. Weiterhin rechnen 71% für 2024 mit einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Wesentlicher Treiber ist dabei die mangelnde Finanzierung der starken Personalkostenentwicklung. Zudem laufen die Maßnahmen des Corona-Schutzschirms (bspw. Freihaltepauschalen und Versorgungszuschläge) aus bzw. zeigen einen deutlichen Rückgang seit 2020. Zudem zeigt die Prognose des Krankenhaus Rating Report 2023, dass der Anteil der KHG-Fördermittel an den Erlösen aus Krankenhausleistungen seit dem Jahr 1991 deutlich rückläufig ist – im Jahr 1991 wurden Erlöse aus Krankenhausleistungen i.H.v. 10% erwirtschaftet, im Jahr 2021 lag der Anteil nurmehr bei 3,2%. Der Krankenhaus-Betriebsvergleich der Solidaris Unternehmensgruppe zeigt, dass die EBITDA-Marge über alle Krankenhäuser im Jahr 2022 bei nur 1,2% liegt. Kombiniert man diese Aussagen, wird deutlich, dass eine Vielzahl von Krankenhäusern eine negative EBIDTA-Marge ausweisen und somit die Liquiditätsreserven deutlich belastet werden bzw. in vielen Fällen bereits aufgebraucht sind. Die aktuelle Inflation tut ihr übriges. Denn ein Krankenhaus kann nicht – wie in anderen Branchen üblich – die Mehrkosten an den Kunden weitergeben, sondern ist an Bundes- bzw. Landesbasisfallpauschalen gebunden, in denen Preissteigerungen nur rückwirkend berücksichtigt werden. Dadurch entsteht – insbesondere in Jahren mit steigender Inflation wie 2022 und 2023 – ein deutliches Vorfinanzierungsvolumen, das durch die Korrektur der Basisfallpauschalen auch in den Folgejahren nicht vollständig ausgeglichen wird. Die entstehende Finanzierungslücke tragen die Krankenhäuser aktuell selbst und dies verschlechtert die wirtschaftliche Situation weiter. Exemplarisch zeigen Auswertungen des IDW, dass die Finanzierungslücke zwischen Inflation und Anpassung der Basisfallpauschalen im Jahr 2022 bereits 4,6%, im Jahr 2023 schon 6,1% betragen hat und auch bei sinkender Inflation im Jahr 2024 wohl immer noch bei 4,0% liegen wird. Berücksichtigt man gegenläufige Effekte im besagten Zeitraum aus Energiehilfen und der Refinanzierung der Pflegepersonalkosten, bleibt eine kumulative Finanzierungslücke für den Zeitraum 2022 bis 2024 i.H.v. rd. 7%.Interne To Do-Liste wächstKrankenhäuser stehen in einem prekären Spannungsfeld aus politischer Regulatorik und gesellschaftlicher Faktoren. Zudem müssen interne Hausaufgaben gemeistert werden, um der aktuellen Entwicklung entgegenzuwirken. Dass dieses Spannungsfeld nicht durch das Krankenhaus allein aufgelöst werden kann, liegt auf der Hand. Dennoch liegt der erste Handlungsbedarf bei den Häusern selbst: Wenn die internen Aufgaben angestossen wurden, Initiativen zur Prozessoptimierung und Digitalisierung insgesamt und die Professionalisierung in der Verwaltung angegangen wurden , kann auch der Druck auf die Politik erhöht werden, um vorliegende Mängel im dualen Finanzierungsproblem zu lösen. Darauf zu warten, dass sich zuerst die politischen und gesellschaftlichen Faktoren in Wohlgefallen auflösen, ist definitiv der falsche Weg und birgt zudem auf der InsO deutliche Haftungsrisiken für die Entscheidungsträger der Einrichtungen.Schritte zur internen Optimierung müssen jetzt, ohne zu zögern, eingeleitet und zudem entsprechende Frühwarnsysteme – insbesondere eine belastbare Liquiditätsplanung – aufgebaut werden, damit die operativen Handlungsspielräume bestimmt und genutzt werden können.
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Publikation
19.03.2024
Der Sektor „Gesundheit & Pflege“ steht vor zahlreichen komplexen Herausforderungen. In den letzten 18 Monaten hat der Handlungsbedarf der Entscheidungsträger deutlich zugenommen, begleitet von einem kontinuierlichen Anstieg von Insolvenzmeldungen in diesem Bereich. Dr. Wieselhuber & Partner sowie Management Link haben sich intensiv mit diesem Sektor befasst und ein hochqualifiziertes Team mit umfassender Umsetzungskompetenz aufgebaut. Unsere über 35-jährige Beratungserfahrung im deutschen Mittelstand und mehr als 12 Jahre Erfahrung im Interimsmanagement sind dabei miteinander verflochten. Von der Konzeptentwicklung bis zur Implementierung maßgeschneiderter Lösungen unterstützen wir Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen dabei, schwierige Zeiten zu durchlaufen. Unsere fundierte Branchenexpertise wird durch marktführende Methodik ergänzt, wodurch wir uns als idealer Partner für Entscheidungsträger im Bereich „Gesundheit & Pflege“ positionieren. Gerne stellen wir Ihnen einen Überblick über unser Leistungsangebot zur Verfügung, den Sie hier downloaden können.
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Best Case
23.02.2024
Die Münchner Unternehmensgruppe Leonhard Moll Betonwerke ist ein Industrieunternehmen in Familienhand mit über 300 Mio. € Umsatz und über 1.700 Mitarbeitenden. Herausforderung: Das bereits eingeführte ERP-System sollte noch umfassender genutzt werden. Hinzu kam, dass ein weiteres zugekauftes Unternehmen innerhalb von drei Monaten ebenfalls in die bestehende Plattform integriert werden musste. Angesichts der Notwendigkeit bis zu einem unverrückbaren Zeitpunkt den Go Live zu realisieren, reichten die Ressourcen nicht aus, um die zeitgerechte Realisierung zu sichern – und hier kam W&P unterstützend ins Spiel. Zentrale Aufgabe für das Team um Dr. Günter Lubos, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: Den Implementierungsprozess der ERP-Einführung für die neu erworbene Tochtergesellschaft steuern und parallel Effizienzpotenziale durch eine bessere Nutzung des ERP-Systems identifizieren. „Dank der strukturierten Vorgehensweise, der bewiesenen Expertise in dem Kontext und nicht zuletzt entsprechendem Feingespür in Moderation und Koordination hat W&P erheblichen Anteil daran, dass deutliche Effizienzreserven gehoben wurden und die ERP-Um-setzung zeitgerecht erfolgte“, bestätigt Alexander Beer, CFO der Moll Betonwerke, den Projekterfolg. Wie das konkrete Vorgehen aussah? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
07.02.2024
BRUGG Pipes, einer der führenden europäischen Anbieter für Fernwärmeleitungen, industrielle und urbane Versorgungsinfrastruktur, hat sein umfassendes Produktsortiment bestens im Griff: Eng begleitet von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden im Rahmen einer Portfoliooptimierung alle Verkaufsartikel massiv reduziert, neu strukturiert und im ERP-System implementiert. „Das Know-how und die maximale Umsetzungsorientierung von W&P war der Garant für den erfolgreichen Veränderungsprozess in der Organisation und in den Systemen. Das Ergebnis hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagt Boris Mäder, CMO der BRUGG Pipes. So wurde das Portfolio im Live-System in weniger als 3 Wochen Hypercare umgesetzt, die Korrekturquote im neuen Produktdatenmodell lag unter 1%, das Standardportfolio wurde um 87% low-performer Artikel von über 60.000 auf unter 9.000 verkleinert, die Artikelmerkmale um ca. 70% für die effiziente Portfoliosteuerung reduziert. Wie das Team um Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Kommentar, 18.01.2024
18.01.2024
Die Geschäfte im Spirituosenumfeld sind weitgehend stabil. Und doch sprechen Hersteller wie Henkell-Freixenet und Rotkäppchen-Mumm von erheblichen produktionsseitigen Verteuerungen und nie dagewesenen Kostensteigerungen in allen Bereichen: Seit 2020 sind Kartoffelpreise um rund 20%, Getreidepreise um rund 80%, Glasflaschenpreise um rund 60% und auch Transportkosten um rund ein Fünftel gestiegen. Gewerbliche Finanzierungszinssätze haben sich teilweise verdreifacht und Energiekosten je nach Energiequelle um bis zu 750% gesteigert. Hinzu kommt: Insbesondere bei Personalvollkosten, vor allem in der Verwaltung, haben sich Optimierungspotenziale in Höhe von 15 bis 30% angestaut. Diese akuten Kostendruckpunkte treffen bei Herstellern und inländischen Vertriebsgesellschaften internationaler Spirituosenakteure gleichermaßen auf langfristig angehäufte strukturelle Ineffizienzen in Kostenstrukturen sowohl der Produktion als auch der Verwaltung. Klar ist: Entscheidungsträger im Spirituosenumfeld können sich nicht länger vor dem „Kostengespenst“ wegducken, minimal-invasive Wohlfühlaktionen reichen nicht aus. Insbesondere dann nicht, wenn auf Markt- und Kundenseite die Kostenzuwächse nicht mehr oder nur noch teilweise weitergeben werden können.Konsequenzen? Für alle schmerzhaft spürbarDie Folgen dieses Kostendrucks treffen traditionelle Player, große Anbieter und Start-Ups gleichermaßen: Ende 2023 meldete die traditionsreiche Altenburger Destillerie wiederholt Insolvenz an - dabei galt die Thüringer Brennerei 2021 noch aus einer 2019 angemeldeten Insolvenz als gerettet. Gleichzeitig bricht der Industrie der umsatzschwache, aber kulturprägende Unterbau weg. Nach Berechnungen der LVWO kann ein großer Teil der nur noch rund 11.000 hauptsächlich nebenerwerblich aktiven Kleinbrennereien – vor 20 Jahren laut Statista noch rund 23.000 - schon heute nicht mehr profitabel wirtschaften. Gleichfalls werden die in den letzten Jahren entstandenen Start-Ups, inspiriert von der Craft-Spirits-Szene in den USA, in Zeiten steigender Kosten beweisen müssen, ob sie nicht nur Wachstum, sondern auch Profitabilität können. Und auch die großen deutschsprachigen Anbieter werden sich der Ergebniswirkung der beschriebenen Kostenanstiege nicht länger entziehen können.Rotkäppchen-Mumm macht vor, wie’s geht!Als einer der führenden Akteure im DACH-Spirituosenumfeld beantwortet Rotkäppchen-Mumm unterdessen die herausfordernden Fragestellungen des anspruchsvollen Kostenumfelds mit einem umfassenden, strategieorientierten Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramm – inklusive offen kommunizierter Vorhaben zu Reorganisation und Personalabbau.Vor dem Hintergrund der Wettbewerbsfähigkeit sollten Entscheidungsträger im Spirituosenumfeld so schnell wie möglich nachziehen: Kostenstrukturen sind einer pragmatischen und umsichtigen, strategieorientierten Überprüfung zu unterziehen, Marktsegment- und Markenstrategien dienen als Leitplanken für Footprint und Organisationformate. Auch die lokale Produktion muss auf den Prüfstand: Sind Werke hinreichend kosteneffizient und performant aufgestellt – und, aller regionaler Verbundenheit zum Trotz, richtig verortet? Schlussendlich sollte auch der Umfang des Verwaltungsapparats, den Overheads, hinterfragt werden: Sind Verwaltungsleistungen im Kontext von Strategie und Geschäftsmodell überhaupt wertstiftend? Werden Leistungen in einem nachfrageorientierten Umfang und von richtig organisierten Leistungserbringern erbracht? Sind entsprechende Prozesse und Systeme optimiert? Was kann noch weiter digitalisiert und/oder automatisiert werden?Wenn Spirituosenunternehmen jetzt noch sicherstellen, dass identifizierte Potenziale in konkrete Personal- und Sachkosteneffekte überführt, geplant und konsequent mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl im Umgang mit allen relevanten Stakeholdern realisiert werden, erscheint der immense Kostendruck schon gleich viel weniger gespenstisch.
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Publikation
09.01.2024
Das Jahr 2023 war von einem starken Anstieg der formalgetriebenen Restrukturierung geprägt. Hohe Verschuldungen haben sich durch Zinseffekte und BIP-Schwäche auf das Rating durchgeschlagen und die Notwendigkeit von formalgetriebenen Stellungnahmen befördert. Und 2024? Die erwartete Restrukturierungswelle ist im Hochlauf und die Aussichten für das Jahr 2024 lassen sich im mittlerweile geflügelten Satz zusammenfassen: „Survive to 2025“. Fragestellungen rund um die Refinanzierungsfähigkeit im Real Estate – in STaRUG-Verfahren wie auch im Rahmen von IBR/S6 – sowie Krisenfälle in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau sowie Bauzulieferindustrie werden das Jahr bestimmen. Auch das Retailgeschäft wird voraussichtlich Stammkunde in der gerichtlichen Restrukturierung bleiben. Spannend wird zu verfolgen sein, ob und ab wann der Käufermarkt und das Distressed Corporate M&A-Geschäft anzieht. Wie steigende Finanzierungskosten Unternehmen konkret belasten? Wie in der finanziellen Restrukturierung refinanzierungsfähige Verschuldungsrelationen wiederhergestellt werden können? Wie Vergleichsrechnungen im IDW S6 der Realitätsvermittlung und Konsensfindung dienen? Spannende Praxisimpulse dazu, ein genauer Blick auf Refinanzierungsfähigkeit im Real Estate sowie Anleiherestrukturierung in der Immobilienwirtschaft und ein Interview mit Sylwia Bea-Pulverich von Norton Rose Fulbright - jetzt in der aktuellen Ausgabe von „Sanierung & Insolvenz – Neuigkeiten von der juristisch-betriebswirtschaftlichen Nahtstelle“.
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Best Case
09.11.2023
Die Baerlocher Firmengruppe, global führender Anbieter von Additiven, Stabilisatoren und Gleitmitteln für die Kunststoffindustrie, blickt in die Zukunft: Im Projekt „Future Organization“ wurde die strategische Neuausrichtung der globalen Organisation realisiert. Über einen Zeitraum von 2 Jahren unterstützte W&P - von der Konzeption über die Planung bis zur Umsetzung. Das Ergebnis: Eine nachhaltig wettbewerbsfähige Wachstumsorganisation, die erfolgreiche Implementierung der neuen globalen Führungsorganisation, der Aufbau eines neuen Forschungs-und Entwicklungszentrums in der Türkei, die Erweiterung von F&E-Aktivitäten uvm. „Ein zentraler Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Konzeption und Umsetzung unserer Wachstumsorganisation war ohne Zweifel die fachliche Expertise, das hohe Commitment und die exzellente Zusammenarbeit mit W&P“, so Arne Schulle, CEO der Baerlocher Firmengruppe. Wie das W&P-Team um Dr. Stephan Hundertmark im Projekt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Event, 04.02.2026 (Beendet)
München
Beendet
Eine fundierte GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung ist nicht nur eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensführung, sondern auch ein entscheidender Faktor in Sanierungs- und Restrukturierungsprozessen. Besonders herausfordernd ist dabei die Schnittstelle zwischen juristischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten.Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, haben wir dieses interaktive Workshopformat entwickelt, das Ihnen in kompakter Form praxisrelevantes Wissen vermittelt. Innerhalb eines Vormittags erarbeiten wir gemeinsam anhand eines realitätsnahen Praxisbeispiels die zentralen Themen einer belastbaren GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung.Unser Workshop richtet sich speziell an JuristInnen mit ersten Erfahrungen in den Bereichen Sanierung & Restrukturierung. Teilen Sie die Einladung gerne hausintern mit KollegInnen, die von diesem praxisorientierten Format profitieren könnten.Während des Workshops erarbeiten Sie in Gruppen eine praxisnahe Fallstudie und analysieren typische Fallstricke bei der Planung. Im Fokus stehen die Identifikation und Diskussion von Schwachstellen, die Überprüfung von Datenqualität und Validität sowie die Durchführung zentraler Qualitätschecks.Abgerundet wird das Event durch ein gemeinsames Mittagessen, bei dem wir den Austausch vertiefen und die Veranstaltung ausklingen lassen.
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Event, 03.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Unsere digitale Veranstaltung zeigt Ihnen, wie KI zum echten Turbo für das Servicegeschäft wird. Erfahren Sie, wie moderne KI-Technologien Prozesse beschleunigen, die Servicequalität erhöhen und neue Umsatz- und Ertragspotenziale freisetzen. Branchenexperten demonstrieren anhand konkreter Praxisbeispiele, wie KI-Lösungen bereits heute im After-Sales erfolgreich eingesetzt werden. Dabei beleuchten wir sowohl die Chancen als auch die wichtigsten Herausforderungen der digitalen Transformation und zeigen praxiserprobte Ansätze, mit denen Serviceorganisationen nachhaltig zukunftsfähig werden.   Warum teilnehmen? Diese kompakte Veranstaltung richtet sich an Entscheider und Fachleute aus kapitalintensiven Industriegüterbranchen, die den nächsten Schritt in Richtung KI-gestützter Service-Exzellenz gehen wollen. Freuen Sie sich auf wertvolle Impulse, konkrete Anwendungsbeispiele und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Führungskräften.
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Kommentar, 17.08.2023
17.08.2023
Nachhaltiges Unternehmertum ist immer auch Wandel und Veränderung. Selbstverständlich wird in attraktive Geschäftsfelder für künftiges Wachstum investiert und wenig dynamische Geschäftsbereiche geraten aus dem Fokus. Attraktivität bemisst sich dabei – auch das eine kaufmännische Binsenweisheit – am künftigen Kundeninteresse und wachsender Nachfrage. Von einem individuellen Erfolgsfaktor zu einer unternehmerischen Notwendigkeit wird es dann, wenn neben Veränderungen in Märkten auch regulatorische Vorgaben die Zukunftsfähigkeit von Geschäftsfeldern beeinflussen.So stellt sich mit dem Green Deal in Europa und dem globalen Megatrend der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitswende ganz konkret die Frage, welche Geschäftsfelder langfristig attraktiv sind und welchen früher oder später die Nachfrage und Tragfähigkeit abhandenkommt. Neu ist zusätzlich, dass der Nachfragerückgang in vielen Branchen anders als in vergangenen Boom-Jahren dafür sorgt, dass unattraktive Geschäftsfelder schneller zu Verlustbringern werden.Das Management ist also aufgefordert, die heutigen Geschäftsfelder kritisch hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit zu beurteilen. Dafür ist zuerst eine geeignete Segmentierung notwendig, aus der sich Kriterien zur Attraktivität und Zukunftsfähigkeit ableiten lassen. Dabei ist die Nachhaltigkeitswende DER globale Megatrend, der viele Branchen fundamental verändern wird.Grün oder Schwarz – Segmentierung der GeschäftsfelderGrüne Geschäftsfelder haben eine Zukunft, da sie auf Produkte und Lösungen setzen, die hinsichtlich ökologischer und sozialer Kriterien auch langfristig ökonomisch attraktiv sind und über Innovationen Differenzierungs- und Wachstumschancen bieten. Schwarze Geschäftsfelder sind in der Konsequenz solche, die aufgrund ihrer Wertschöpfung oder dem Produktdesign vom Markt nicht mehr nachgefragt oder vollständig durch alternative Lösungen substituiert werden. Eindrückliche Beispiele sind das Quasi-Aus des Verbrennermotors im PKW ebenso wie Einwegprodukte überall dort, wo Kreislauflösungen langfristig ökonomisch und ökologisch die bessere Wahl sind.Zur Beurteilung, ob ein Geschäftsfeld „grün“ oder „schwarz“ ist, braucht es notwendigerweise harte Kriterien. Regulatorische Vorgaben, beispielsweise zu kreislaufgeführten Rohstoff en und Recyling-Anteilen bis hin zu Verboten, sind unbeachtlich einer möglicherweise diskussionswürdigen Begründung, belastbare Entscheidungsgrundlagen für Unternehmen.Gleiches gilt für die Bepreisung von Treibhausgasemissionen als eines der wirksamsten Anreizinstrumente, um eben diese zu reduzieren. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Ausweitung der CO2-Bepreisung sukzessive weitere Industriezweige und Produkte betrifft. Über den Product Carbon Footprint kommen diese CO2-Preise dann auch in den Herstellungskosten an und machen Produkte teurer als nachhaltige, grüne Lösungen. Schon heute können also künftige Preise bestimmt werden und mit weniger emissionsintensiven Alternativen zur Beurteilung der Zukunftsfähigkeit verglichen werden. Können Produkte dann aufgrund der Herstellungsverfahren, über lock-in-Effekte in Anlagentechnologien oder Rohstoffklassen nicht nachhaltig weiterentwickelt werden, sind diese als „schwarze“ Geschäftsfelder zu betrachten.Abschließend behalten alle „klassischen“ Attraktivitätskriterien auch in einer nachhaltigen Segmentierung von Geschäftsfeldern ihre Gültigkeit. So gilt es zu beurteilen, welche Marktsegmente langfristig wachsen werden und welche Innovations- und Differenzierungschancen bieten. Letzteres ist sicher weit häufiger in grünen Segmenten gegeben, die den Megatrend Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft adressieren.Umsetzung im Management des GeschäftsfeldportfoliosDas Management des Geschäftsfeldportfolios ist eine kontinuierliche und langfristige Aufgabe im Unternehmen. Entsprechend geht es bei der Umsetzung auch nicht um aktionistische Entscheidungen und falsche Konsequenz, die der heutigen Tragfähigkeit mehr schaden, als es der Fokussierung auf attraktive Geschäftsfelder der Zukunft dient. Gerade mittelständische und Familienunternehmen agieren hier mit Weitsicht und Ausdauer.Zur Umsetzung einer „grünen“ und „schwarzen“ Geschäftsfeldsegmentierung braucht es zur Bewertung der vorgenannten Kriterien eine fundierte strategische Marktforschung, die explizit auch das regulatorische Umfeld mit einbezieht. Weiter sind Veränderung von Kundenpräferenzen und Kaufkriterien sowie neue Entscheidungsbeteiligte zu erfassen. Hier liefern Kundenbefragungen und Experteninterviews die nötigen belastbaren Einschätzungen für die Bewertung der Geschäftsfelder.Da auch strategische Überlegungen zur Geschäftsfeldsegmentierung nie alternativlos sind, gilt es zuletzt verschiedene szenariobasierte Alternativen zur Geschäftsfeldentwicklung aufzustellen. In Abhängigkeit der Szenario- Ausprägungen sind Investitionsbedarfe, Ertragspotenziale und Risikoabschätzungen aufzustellen. Auf der Basis kann dann abschließend eine Aufteilung in grüne und somit nachhaltig zukunftsfähige Geschäftsfelder und schwarze Auslaufmodelle erfolgen.Bleibt zuletzt die Frage, wie mit den schwarzen Geschäftsfeldern umzugehen ist. Sofern keine akute Krisen- und Verlustsituation vorliegt, ist meist ein sukzessives Zurückfahren der Aktivitäten bis zum endgültigen Ausstieg sinnvoll. Ungleich aufwendiger ist ein Carve-out, um die Geschäftssegmente abzuspalten und typischerweise zu verkaufen. Mit aller Konsequenz verfolgt, können über diesen Weg jedoch weit schneller Freiheitsgrade geschaffen werden, um die „grünen“ Geschäfte nachhaltig zu entwickeln.Fazit: Die Nachhaltigkeitswende macht ein aktives Management des Geschäftsfeldportfolios notwendig. Für Familienunternehmen und deren Management gilt es zu bestimmen, welche „grünen“ Geschäftsfelder zukunftsfähig sind und welche „schwarzen“ Bereiche keine Zukunft für das Unternehmen haben. Gut beraten ist, wer diese Gestaltungsaufgabe selbstbestimmt angeht und nicht durch zu spätes reagieren vom Markt abgehängt wird oder die eigenen Freiheitsgrade an Dritte verliert.
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Publikation
01.08.2023
Nach finanzwirtschaftlich getriebenen Real Estate Sanierungen nimmt das Insolvenzgeschehen Fahrt auf, steigende Fallzahlen in Automotive, Maschinenbau, Bau- und Immobiliengewerbe sowie im Kontext von Private Equity / Private Debt sind zu erwarten. Die Erhöhung von Verschuldungskapazitäten bzw. des allgemeinen Unternehmenswerts, die Absicherung bestehender Assets und Sicherstellung der organisatorischen Umsetzung sind gefragt. Segmente, Geschäftseinheiten und Assets müssen auf die Umsetzbarkeit einer potenziellen Aufspaltung geprüft werden – um so Ressourcen und Kapital für die Transformation freizusetzen. Wie beispielsweise Carve Out als Lösungsansatz in der Restrukturierung integrieren? Weitere Brennpunkt-Branche: Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Für sie steigt zunehmend der Druck auf Grund soziökonomischer Rahmenbedingungen und politischer Vorgaben. Wie hier stringentes Controlling und die Entwicklung alternativer Szenarien helfen? Antworten liefert die aktuelle Ausgabe von „Sanierung & Insolvenz – Neuigkeiten von der juristisch-betriebswirtschaftlichen Nahtstelle“ in einem spannenden Themen-Potpourri. Fachbeiträge – u.a. der Gastautoren von Dentons und Clifford Chance - sowie Praxisbeispiele aus dem W&P-Beratungsalltag liefern wertvolle Impulse für disruptive Zeiten.
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Kommentar, 21.06.2023
21.06.2023
Restrukturierungen haben Hochkonjunktur. In einem wirtschaftlich dynamischen Umfeld sind Unternehmen zunehmend gezwungen, Restrukturierungsmaßnahmen anzustoßen, um mit ihren Geschäftsmodellen wettbewerbsfähig zu bleiben. Egal, ob dabei die aktuelle Produkt- und Dienstleistungspalette leicht angepasst wird oder komplett neue Geschäftsbereiche erschaffen werden - alle Transformationen sind in der Regel mit hohen Investitionen und Kosten verbunden, die aktuell durch steigende Zinsen und Finanzierungskosten weiter in die Höhe getrieben werden.Ein Scheitern der Restrukturierung ist keine Option. Und doch belegen unterschiedliche Studien, dass rund 70 % aller Transformationen fehlschlagen. Der Hauptgrund dafür ist häufig ein fehlendes, effektives Projekt Management Office (PMO), das die gesamte Veränderungsinitiative steuert und sicherstellt, dass alle Projektaktivitäten im Einklang mit den strategischen Zielen und Vorgaben des Unternehmens durchgeführt werden.Startschuss nutzenDie meisten PMOs scheitern meist schon zu Beginn, kurz nachdem die zu überwachenden Maßnahmen aufgesetzt wurden. Aus Sicht der Involvierten entsteht damit kein sinnvoller oder erkennbarerer Mehrwert – und schon ist die Initiative Schnee von gestern und wird wieder abgeschafft.Wie also sollten PMOs aufgestellt sein und eingesetzt werden, um sinnvollen Output sowohl für die einzelnen Projektteammitglieder als auch für die Geschäftsleitung und externe Stakeholder zu generieren? Wie sehen die Erfolgsfaktoren aus?Unterstützung des Managements: Das PMO benötigt die volle Unterstützung des Managements, um effektiv arbeiten zu können. Das Management sollte das PMO in Entscheidungsprozesse einbinden, Ressourcen zur Verfügung stellen und die Bedeutung des PMOs für den Erfolg von Projekten und Restrukturierungen anerkennen.Kompetentes Team: Die Kompetenz des Teams „macht“ das PMO. Die Teammitglieder können Projektmanagementmethoden und -tools effektiv anwenden und den Projektleitern bei Bedarf Unterstützung und Beratung anbieten.Effektive Kommunikation: Eine klare und effektive Kommunikation ist entscheidend für den Erfolg des PMOs. Alle relevanten Stakeholder müssen regelmäßig über den Projektfortschritt informiert werden, Kommunikationskanäle für Feedback und Fragen offen sein.Verankerung in der Unternehmensstrategie: Es ist wichtig, dass das PMO strategische Prioritäten versteht und sicherstellt, dass alle Projekte und Aktivitäten in diese Richtung ausgerichtet sind, um die Geschäftsziele zu unterstützen.Hürden nehmenVerantwortlichkeiten, Rollen und die Zusammenarbeit mit anderen Teammitgliedern müssen innerhalb des PMOs klar definiert sein – nur so lassen sich Verwirrung und Konflikte vermeiden und letztlich ein effizientes Projekt realisieren. Zudem sollte ein PMO in der Lage sein, sich an verschiedene Projekte und Restrukturierungssituationen anzupassen; ist es zu starr und wenig flexibel, kann es nicht auf veränderte Anforderungen oder unvorhergesehene Probleme reagieren. Dies kann die erfolgreiche Umsetzung der Projekte beeinträchtigen.Last but not least sollten Leistung und Ergebnisse von Projekten im Rahmen einer Performance-Messung unbedingt dokumentiert werden. Leistungskennzahlen, die regelmäßig überprüft werden, helfen die Effektivität der Projekte zu beurteilen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Nur so lässt sich der Erfolg des PMOs objektiv bewerten.Balance haltenLetztlich kommt es auf die richtige Balance an: Ein erfolgreiches PMO benötigt sowohl das Engagement und die Unterstützung des Managements als auch genügend Autonomie und Flexibilität, um effektiv zu arbeiten und Veränderungen voranzutreiben. Es sollte als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und nicht als starres Kontrollinstrument verstanden werden. In Anbetracht weiter zunehmender Restrukturierungen wird ein starkes PMO in Zukunft unverzichtbar – denn ein Scheitern ist ausgeschlossen.
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Best Case
17.05.2023
Die GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG ist spezialisiert auf Ventile für die Pharmaindustrie und allgemeine industrielle Anwendungen. Mit seinen heute über 2.400 Mitarbeitern weltweit befindet sich GEMÜ auf dem Weg zu einem Smarten Unternehmen. Ein Kernbaustein: Die digitale Transformation der Produktion. Hierzu wurde eine I4.0-Strategie definiert, mit der Vision einer digitalisierten, CO2-neutralen, bedarfsgetriebenen und robuste Supply Chain. W&P wurde beauftragt diese Strategie auf Vollständigkeit, Wirksamkeit und Tragfähigkeit sowie mögliche strukturelle und organisatorische Auswirkungen zu überprüfen. „Der Erfahrungsschatz und die Best- Practice-Ansätze vom W&P-Team kombiniert mit der hoch-individuellen, auf unsere Bedarfe zugeschnittenen Vorgehensweise kamen bei diesem Projekt voll zu unseren Gunsten zum Tragen. Ein echter Erfolg!“ so Matthias Fick, Geschäftsführer von GEMÜ. Mehr zum konkreten Vorgehen des W&P Teams um W&P Partner Oliver Rörig mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
04.05.2023
Die KBW GmbH & Co. KG ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen aus Rohrbach, das seit 1995 im Automotive-Bereich auf Karosserie- und Prototypenbau spezialisiert ist. Dieselskandal und Corona-Pandemie hatten die Auftragslage rund um den Prototypenbau deutlich schrumpfen lassen, wodurch das Unternehmen - trotz getätigter Investitionen in die Produktion - in Schieflage geriet. Ein Sanierungskonzept wurde erforderlich, das von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) umgesetzt wurde. Mit Erfolg: Die konsequente Umsetzung aller Maßnahmen und die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Beratern und Finanzierern waren erfolgreich. So konnten unter anderem rund 70 Arbeitsplätze inkl. der Altersvorsorge für alle Mitarbeitenden gesichert, Struktur- und Finanzierungskosten nachhaltig gesenkt und eine langfristige Partnerschaft zu einem führenden OEM aufgebaut werden. Wie das Team um W&P-Partner Daniel Emmrich konkret vorgegangen ist? Mehr im aktuellen Best Case.
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Event, 22.01.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Im Rahmen unseres digitalen Executive Dialogs geben wir einen kompakten Einblick in aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Best Practices – von StaRUG-Prozessen über Kapitalmaßnahmen bis hin zu IDW-S6-konformen Restrukturierungskonzepten in Infrastruktur-, Real Estate- und Automotive-Situationen.Dabei beleuchten wir insbesondere die aktuellen Druckpunkte in der Automotive-Wertschöpfungskette: sinkende Volumina, volatile Abrufe, erhöhte Werkzeug- und Vorfinanzierungsbedarfe, Lieferantenrisiken und OEM-Verhandlungsmuster.Anhand konkreter Case Studies diskutieren wir typische Stolpersteine, rechtliche und finanzielle Erfolgsfaktoren sowie den Einfluss von Banken, OEMs, Fonds und Gesellschaftern auf Sanierungsentscheidungen. Eine moderierte Werkstatt-Diskussion bietet abschließend Raum für Fragen und den Austausch.
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Kommentar, 05.12.2022
05.12.2022
In den hochkarätigen Beiträgen von UnternehmerInnen und einem engagierten Publikum auf dem Handelsblatt Industriegipfel geht es um nichts weniger, als die Zukunftsfähigkeit der deutschen Industrie.Die Ausgangslage? Kritisch!Rohstoffarmut und somit Importabhängigkeit in allen Materialklassen und EnergieträgernDie weltweit höchsten Energiepreise, die aktuell weit über die Kostentragfähigkeit von eigentlich gesunden Geschäftsmodellen gehenNegative Demographie mit dem Ergebnis eines weiter steigenden FachkräftemangelsEine Bürokratie, die mehr auf Sanktionen und detailverliebte Regelungen setzt, anstelle von unternehmerischer Freiheit und Innovationskraft Zusätzlich teilt sich die Welt mit Amerika und China wieder in Blöcke, die sich ideologisch und wirtschaftlich zunehmend unversöhnlich gegenüberstehen. Und dazwischen die EU, mit der westlich-liberalen Lebensweise den USA verbunden und wirtschaftlich aufs engste mit China verflochten.In Summe reichlich Futter für notwendige Strategiediskussionen, wenn man sein Unternehmen nicht ohnmächtig in die Bedeutungslosigkeit führen will.Die Lösung internationaler Konzerne wird eine noch stärker forcierte Aufstellung in der Triade mit Nordamerika, Asien und China und der EU sein. Noch mehr „local for local“ und mit vielen Wertschöpfungsprozessen raus aus dem im Weltmarkt nachteiligen Standort Deutschland. Bleiben dann einzig noch Holding-Funktionen vor Ort, wird das im Ergebnis gravierende Lücken aus fehlenden Wertschöpfungsstufen und Vorprodukten bedeuten. Gerade in der stark vernetzten und von Clustern geprägten Maschinenbau-, Automobil- und Chemieindustrie keine schönen Aussichten für die Wirtschaft insgesamt und besonders für den Mittelstand und Familienunternehmen, die eigentlichen Wohlstandsgaranten unserer Gesellschaft.Bleibt für letztere, die Familienunternehmen, weiterhin auf die eigenen Stärken zu bauen und darauf zu vertrauen, das die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen schnell wieder tragbare Energiekosten und Versorgungssicherheit sowie eine Reduzierung der Bürokratie gewährleisten. Denn dann – und das zeigt sich in allen Beiträge der UnternehmerInnen auf dem Industriegipfel – bieten z.B. Kreislaufwirtschaft, die Energiewende, Elektromobilität und Industrie 4.0 ein riesiges Innovationspotential. Dies zu nutzen ist dann die Fortschreibung der bisherigen Erfolgsgeschichte, in der deutsche Unternehmen mit überlegenen Lösungen und Produkten lokale Standortnachteile mehr als ausgleichen.
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Kommentar, 28.10.2022
28.10.2022
Die K2022 war eindrucksvoll wie eh und je: Hier zeigte sich die Kunststoffindustrie selbstbewusst und als wichtiger Teil der Lösung für die globale Nachhaltigkeitswende.Die spannende Frage dazu ist: Was ist Show? Was ist echt?Schon bei der K2019 war Nachhaltigkeit die Headline bei den meisten Ständen. Also sollte man davon ausgehen, dass nachhaltige Produkte und Lösungen heute schon ein fester Bestandteil im Angebot der Unternehmen sind. Klar, zwischen beiden Shows liegen eine Pandemie, Störungen der globalen Lieferkette in nicht gekanntem Ausmaß und mittlerweile auch ein Krieg in Europa. Trotzdem haben Unternehmen das Innovieren ja nicht eingestellt und Entwicklungsprojekte weiter voran getrieben.Im Ergebnis fanden sich auch bei allen Unternehmen vom Polymer über Additive und Masterbatches bis zu Verarbeitungsmaschinen innovative Lösungen. Dabei geht es entweder um Ansätze rund um Kunststoffrecycling oder und die Ablösung fossiler Rohstoffe durch regenerative und biobasierte Ressourcen. Um nun zu beurteilen was Show und was Echt ist, hat der gemeine Kaufmann einen schlichten Maßstab: Was davon ist schon im Umsatz der Unternehmen angekommen?First MoverFür die Nachhaltigkeitswende top positioniert sind Unternehmen, die sich schon 7 Jahre und länger mit den Thema Recycling und alternative Rohstoffe beschäftigen (kleine zeitliche Einordnung: der EU Circular Economy Action Plan datiert aus 2015):Umsatzanteil von nachhaltigen Lösungen mind. 15% bis 30% und mehrAnteil am Produktportfolio bis zu 60%, im Schnitt 25-30%Etablierte Anwendungen, robuste Kundenbeziehungen, Marktstellung als Problemlöser, Wachstum aus diesem New BusinessLate FollowerDie meisten Unternehmen haben das Thema tatsächlich erst mit der letzten K ernsthaft in Angriff genommen. In der Folge sieht es so aus:Umsatzanteil nachhaltiger Lösungen im einstelligen Prozentbereich – nur EU näher an 10%, RoW nahe 1-3%Anteil am Produktportfolio reicht selten über 10%Langwieriges Innovationsmarketing, gerade in den aktuellen Krisenzeiteninterne Konflikte um Ressourcen, Kapazitäten und Investitionsmittel gegen etablierte, konventionelle Produkte ohne eine konsequente Machtpromotion in der Geschäftsführung Die LetztenZugegebenermaßen wenige Unternehmen. Man muss aber feststellen, dass der Startschuss zur Nachhaltigkeitswende schlicht überhört wurde, wenn ein Unternehmensvertreter stolz berichtet, dass just erste Rec-basierte Halbzeuge beim Kunden zur Bemusterung sind - während parallel über 150 kto an Produkten aus Virgin-Material produziert werden.Fazit: Der Geschwindigkeitswettbewerb in der Kunststoffindustrie ist in vollem Gang und First Mover profitieren schon heute von ihrer Innovationsleitung und Konsequenz. Die Verfolger müssen nun also unter erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufholen, um den Anschluss und Ihre Zukunft nicht zu verlieren.
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Kommentar, 11.10.2022
11.10.2022
Situative Veränderungen in der deutschen Molkereibranche erfordern momentan den vollen Einsatz aller Führungskapazitäten. Gleichzeitig nimmt der strategische Transformationsdruck durch neue Technologien, politische Umbrüche, gesellschaftlichen Wertewandel und internationalen Wettbewerb täglich zu. Das erfordert Kraft für Kursanpassungen, die für viele Player aktuell kaum zu mobilisieren zu sein scheint.Wer in dieser Gemengelage jedoch nicht nur Brände löschen, sondern dem Transformationsdruck strategisch begegnen will, sollte entlang folgender 10 Impulse schrittweise eine zukunftsfähige Perspektive entwickeln:Proteinalternativen auf den Radar nehmenAlternative Proteine sollten als Chance begriffen werden. Proteine aus Fermentation sind dezentral produzierbar, kostengünstig und nachhaltig. Nicht ohne Grund sind die Wagniskapitalflüsse in diese Technologien erheblich.Nachhaltigkeit strategisch verankernNachhaltigkeit muss strategisch auf der Unternehmensagenda verankert werden. Jüngere Generationen fordern hierzu volle Transparenz. Ihre Werthaltungen wirken sich auf das Konsumverhalten und die Markenwahl aus.Marken- und Marketingleistungen anpassenTraditionsmarken müssen die eigenen Marken- und Marketingleistungen im Portfolio sowie ihre Omnichannel-Präsenz auf digitalen Plattformen, im Social-Commerce und bei Schnelllieferdiensten überprüfen. Vermarktungs- und Kommunikationsinnovationen sind erforderlich, um vor allem jüngere Generationen auf ihrer Customer Journey besser zu erreichen.Challenger Brands als Chance begreifenInnovative, derzeit noch vor allem pflanzliche Milchalternativen, drängen mit Challenger Brands und Start-up Spirit in die Regale. Es gilt diese neuen Marken vorurteilsfrei zu analysieren und Lernkomponenten für das eigene Geschäft herauszuarbeiten.Innovationskraft im „War for Milk“ steigernGeringe Innovationskraft führt zu generischen Sortimenten mit sinkender Profitabilität. Steigende Milchauszahlungspreise können dann kaum noch gestemmt werden. Strategische Innovationen von heute garantieren mit guter Profitabilität einen wettbewerbsfähigen Milchauszahlungspreis von morgen.Produktion zukunftsfähig ausbauenViele Produktionsstätten sind nicht mehr state-of-the-art. Die Entwicklung und Umsetzung einer smarten, zukunftsfähigen Operations-Agenda bei der lean, green und digital Hand in Hand gehen, ist Pflicht für Profitabilität und Nachhaltigkeit.Finanzierungsarchitektur überdenkenDie Anforderungen an die Relation von Eigenkapital- zu Fremdkapitalausstattung seitens der Finanzierer steigen. Erforderlich sind maximale Transparenz - z. B. in Bezug auf Ertrags-/Verlustquellen, Planung, Finanzierung und Kapitalbedarfe - und langfristige Finanzierungskonzepte, um z. B. Innovationsthemen entsprechend umsetzen zu können.Organisationspotenziale hebenDas Image als Arbeitgeber muss attraktiver werden, um Talente anzuziehen. Anstehende Generationswechsel sind ein kritischer Erfolgsfaktor für Kontinuität und Wandel und zeitgleicheine Gelegenheit für wirksames Employer Branding, um für Bewerber erste Wahl zu sein.Business Continuity Management aufbauenMit Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg wächst die Bedeutung alternativer Abläufe und Szenario-Entwicklung deutlich. Um vorbereitet zu sein, heißt es bei Schlüsselthemen wie alternativer Energieversorgung oder der Sicherheit der Supply Chain auf exogene Störungen vorbereitet zu sein und das Geschäft weiter betreiben zu können.Brände löschenUnsicherheit bei der Energieversorgung, Inflation, schlechtes Konsumklima, Personalmangel und eine weitere Corona-Welle.: Das operative Tagesgeschäft bindet Managementkapazitäten. Organisiertes Krisenmanagement ist Pflicht für das Top-Management in der Molkerei-Branche.FazitDas Management situativer Veränderungen und der strategische Transformationsdruck passieren zeitgleich. Inhaltlich sind sie jedoch nicht zwingend miteinander verbunden. Ein „nacheinander abarbeiten“ funktioniert nicht, weil strategische Transformation ohne Rücksicht auf die situativen Krisen stattfindet.Das erzeugt eine erbarmungslose Situation, die in eine strategische Sackgasse führt, wenn nur im Hier und Jetzt akute Brände gelöscht werden ohne Blick auf strategische Perspektiven. Gefragt sind jetzt ein planvolles Vorgehen und eine kluge Priorisierung. Nur wer heute die Zukunft im Sinn hat, für den klappt es auch mit dem Morgen und Übermorgen.
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Event, 15.01.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Das Jahr 2026 steht im Zeichen der „Debt Maturities“ – und stellt Unternehmen vor erhebliche finanzielle Herausforderungen. Steigende Refinanzierungsbedarfe treffen auf eine zunehmend restriktive Kreditvergabe und strengere regulatorische Anforderungen an Banken. Damit rückt eine zentrale Frage in den Fokus: Wie entscheidend sind Bonität, Kennzahlen und Planung für Finanzierungsentscheidungen unter dem Blickwinkel der Banken-Regulatorik? Referentin Eva Ringelspacher von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH zeigt, wie das Zusammenspiel aus Bonitätsanalyse und -prüfung, dem Erreichen relevanter Finanzkennzahlen sowie einer belastbaren Unternehmensplanung in Zeiten immer strengerer regulatorischer Vorgaben funktioniert. Dabei stehen insbesondere folgende Fragestellungen im Mittelpunkt: Welche Kriterien fließen in die Ratingermittlung ein und wie wirken sie sich auf Kreditkonditionen aus?  Finanzkennzahlen: Welche Rolle spielen sie als Entscheidungsgrundlage der Banken, im Risikomanagement und im Vergleich zu Peers? Unternehmensplanung: Wie wird sie zur zentralen Entscheidungsgrundlage für die Risikominimierung und das frühzeitige Erkennen von Abweichungen? Banken-Regulatorik: Warum intensivere Bonitätsprüfungen zunehmend zu restriktiveren Kreditvergaben führen Eva Ringelspacher vermittelt praxisnah, worauf Banken heute und künftig besonderen Wert legen, welche Anforderungen Unternehmen erfüllen müssen und wie sie sich frühzeitig auf anstehende Refinanzierungen vorbereiten können. Nutzen Sie die Gelegenheit, wertvolle Einblicke zu gewinnen und Ihre Fragen direkt an eine erfahrene Expertin zu richten. Anmeldung hier.
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Kommentar, 21.07.2022
21.07.2022
Die Weltgemeinschaft befindet sich als Ergebnis geopolitscher Verwerfungen, protektionistischer Ambitionen sowie anderer exogener Faktoren wie der Pandemie oder die russische Invasion in der Ukraine in einer Phase der „Deglobalisierung“, auch als „Globalisierung 2.0“ beschrieben. Das Phänomen selbst wie auch die wirtschaftlichen und ökonomischen Antworten international agierender Unternehmen hierauf werden unter dem Begriff „Decoupling“ subsummiert. Strategische, operative und organisatorische Reaktionen sind dabei breit gefächert. Im Wesentlichen resultiert hieraus die Notwendigkeit eine gewisse unternehmerische Unabhängigkeit in geschäftsrelevanten Schlüsselregionen sicherzustellen, um so die kontraproduktiven geopolitischen Entwicklungen abfedern zu können.Für die meisten internationalen aufgestellten Unternehmen gilt, dass sie in der Regel durch eine Matrix-Organisation geprägt sind, welche in der Kernlogik einerseits meist eine funktionale, oder divisionale Achse und andererseits eine regionale Achse aufweist. In dem Maße, wie einzelne Länder Handelsbarrieren aufbauen oder durch technische Standards Marktzugänge beschränken, wird sich das Decoupling zukünftig vermehrt in der Organisation und Neuordnung von Verantwortlichkeiten international agierender Unternehmen widerspiegeln müssen. Im Ergebnis bedeutet dies, die organisatorische Achse der Regionen bzw. Länder prominenter in der Organisationsstruktur zu verankern.Entscheidend für den Erfolg einer solchen Matrix-Organisation ist die richtige Balance zwischen den beiden Achsen. Um die Strukturen nicht zu atomisieren und zu kleinteilig zu gestalten, werden zum Teil einzelne Landesgesellschaften zu regionalen Clustern zusammengefasst. Hierbei ist entscheidend, dass sich derartige organisatorische Gebilde hinsichtlich ihres Verantwortungsspektrums deutlich von dem einer gewöhnlichen Landesgesellschaft abheben, da ihnen zwangsläufig höhere Freiheitsgrade zugesprochen werden müssen, um die sich ergebenden kontraproduktiven Effekte abzufangen.Organisatorische Balance aus zentraler und dezentraler VerantwortungWird als Folge des Decoupling ein Land oder eine Region, mit besonderen Freiräumen und Verantwortlichkeiten ausgestattet, um so autarker agieren zu können, kommt dem richtigen „Balancing“ zwischen zentraler und dezentraler Verantwortung eine elementare Bedeutung zu (siehe Abb. 2): Einerseits muss Verantwortung von oben nach unten abgegeben werden, um den Anforderungen der neuen geopolitischen Gegebenheiten zu genügen, z. B. für den Aufbau einer funktionsfähigen Supply Chain aus der Region für die Region. Andererseits muss mitunter auch Verantwortung von den einzelnen Landesgesellschaften eines derartigen Länder-Clusters an den neuen Zwischen-Layer abgegeben werden, um Vielfaltskosten und Komplexität in Grenzen zu halten. Denn ein völliges Loslösen bzw. Verselbständigen aller Landesgesellschaften einer internationalen Unternehmensgruppe kann nicht funktionieren und ist in der Regel auch nicht zu bezahlen.Wo der richtige Trennpunkt liegt, kann nicht allgemeingültig beschrieben werden, denn in einem Fall geht es um die beschriebene Versorgung der Unternehmen aus der eigenen Region heraus. Im anderen Fall mag es in erster Linie um höhere Freiheitsgrade bei der Adaption der zentral entwickelten Produkte an die regionalen Marktgegebenheiten gehen. Daher ist exakt darauf zu achten, welche konkrete strategisch-operative Ausgangssituation im jeweiligen Markt und den Landesgesellschaften vorliegt und wie konkret diese von den geopolitischen Verwerfungen betroffen sind. Die Rahmenbedingungen in den USA, in China oder jüngst in Russland sind und bleiben sehr verschieden.Widerspruchsfrei durch KompromisseDie richtigen Antworten auf das Decoupling werden häufig mit Kernzielen an die konkrete Ausgestaltung der Matrix-Organisation verbunden:1. Mehr Unternehmertum und Eigenständigkeit2. Steigerung der operativen Agilität und Flexibilität3. Wahrung regionaler Kundenorientierung4. Sicherstellung einer stabilen LieferketteKonträr dazu stehen aber gängige Kernziele bei der Ausgestaltung einer jeden Organisation:1. Einfachheit und Transparenz von Strukturen und Aufgaben2. Effizienz und Wirtschaftlichkeit sowie Nutzung von SynergienWegen der Widersprüchlichkeit dieser Ziele werden die organisatorischen Maßnahmen zwangsläufig zu gewissen Kompromissen führen müssen, die einen Ausgleich zwischen Autonomie auf der einen Seite und Effizienz und Wirtschaftlichkeit auf der anderen Seite schaffen.Daher sind zur Sicherstellung einer sinnvoll funktionierenden Zusammenarbeit aller Elemente einer derartigen Organisation klare „Spielregeln“ festzustellen, damit die Dreistufigkeit „Zentrale – Region – Landesgesellschaft“ sich nicht gegenseitig behindert. Die alten Regeln, wonach sich die zentralen Einheiten um die übergeordneten strategischen sowie „Compliance“- relevanten Sachverhalte konzentrieren, um nur einige Beispiele zu nennen, und die lokalen Organisationen für die erfolgreiche Umsetzung des operativen Tagesgeschäfts verantwortlich sind, verändert sich unter den Bedingungen des Decoupling: Die Verlagerung von Verantwortung auf die regionale bzw. lokale Ebene kann im Extremfall zu einer sehr weitreichenden Verselbständigung dieser Einheiten von zentralen Vorgaben führen, wird in der Regel aber häufig nicht so stark ausgeprägt sein. Wie weit die jeweiligen Lösungen auszugestalten sind, hängt daher im Wesentlichen vom Eskalationslevel der jeweiligen geopolitischen Verwerfungen in den einzelnen Regionen bzw. Ländern ab. In jedem Fall sind in Zeiten des Decoupling die zentralen Rahmenbedingungen und strategischen Leitplanken nicht zu eng zu fassen, um den lokalen Einheiten die nötige Flexibilität und Agilität zu ermöglichen.FazitGeopolitische Veränderungen führen zur unternehmerischen Notwendigkeit, globale Organisationen verstärkt zu regionalisieren. Der steigenden strukturellen Komplexität in Folge der Dezentralisierung, ist durch eine klare Kaskadierung der zentralen und dezentralen Verantwortungen zu begegnen. Ziel sollte es sein, gewisse unternehmerische Freiräume für die Regionen und Länder eines globalen Unternehmens zu erhalten bzw. zu stärken, um den Kunden und das regionale Geschäft trotz der widrigen Umstände in den Mittelpunkt des unternehmerischen Handels zu stellen.
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Kommentar, 12.07.2022
12.07.2022
Wachstum im Heimatmarkt – der in der Regel 40 bis 60 % des Umsatzes ausmacht – wird zunehmend aufwendiger, so dass die erfolgreiche Fortsetzung der begonnenen Internationalisierung eine wichtige strategische Wachstumsquelle bei Familienunternehmen ist.Seit zwei Dekaden ist der Begriff VUCA (volatility, uncertainty, complexity und ambiguity) Teil dieser strategischen Agenda. Gerade in den letzten beiden Jahren wurde deutlich, welches bis dato kaum vorstellbare Ausmaß Unsicherheit, Volatilität und Komplexität einnehmen können.Die sorgfältige strategische und operative Steuerung der Internationalisierung ist vor diesem Hintergrund noch wichtiger und diffiziler als zuvor. Denn eines scheint sich abzuzeichnen: das neue Normal ist das Nichtnormale. Grundsätzlich gelten auch weiterhin die gleichen Fragestellungen und Gestaltungsparameter wie zuvor. Doch die Entscheidungen sollten noch sorgfältiger mit Fakten fundiert und der Fokus klarer gezogen werden, um sich gerade jetzt nicht zu verzetteln und zu viele Schauplätze zu bespielen.Erfolgsfaktoren der InternationalisierungAus Erfahrung in zahlreichen strategischen Gestaltungsprozessen sind folgende Aspekte wichtige Erfolgsfaktoren für eine gelungene internationale Ausweitung des profitablen Geschäfts und damit Absicherung der unternehmerischen Zukunftsfähigkeit.Faktenbasierte und selbstkritische StatusbestimmungWelche Marktposition hat man in den bestehenden Märkten, hat man die Wahrnehmungsschwelle schon überschritten? Was sind die tatsächlichen Ergebnisbeiträge unter Berücksichtigung des Aufwandes aus der Zentrale? Hierfür ist die „Ergebnis- und Verlustquellen-Analyse“ (EVQA) ein probates Werkzeug. Sie analysiert Geschäftsbereiche und Märkte hinsichtlich sämtlicher Aufwände/Kosten und zeigt damit faktenbasiert deren tatsächlichen Ergebnisbeitrag. Nicht selten zeigt eine derartige Analyse überraschende Ergebnisse und erschüttert alte Glaubenssätze.Internationalisierungsfähigkeit der OrganisationSind die Organisationsdimensionen Geschäftsbereiche und Märkte klar geregelt? Wer hat wo welchen Durchgriff? Dabei muss nicht zwingend in allen Märkten die gleiche Regel greifen, doch sie sollte klar sein. Und besonders wichtig, die Geschäftsbereiche sollten auch wirklich „international“ sein, also die Märkte im Detail verstehen und nicht nur den größten Heimatmarkt als einzige Leitmaxime akzeptieren - denn das funktioniert nicht. Gerade durch die hohe Spezialisierung von tlw. hoch automatisierten Wertschöpfungsketten können die Anforderungen an Produkte beispielsweise in Osteuropa erheblich über denen des deutschen Marktes liegen.Reifegrad der Tochtergesellschaften/Märkte beachtenMärkte und Tochtergesellschaften/Niederlassungen sind aus Sicht des Unternehmens jeweils nicht im gleichen Reifestadion. Es empfiehlt sich, die Marktbearbeitung modular in Stufen zu entwickeln, um so junge Marktorganisationen nicht zu überfordern, sondern strukturiert zu entwickeln und wachsen zu lassen.Geschäftsbereiche, Leistungen oder Zielgruppen werden mit wachsender Reife stufenweise „zugeschaltet“. Hierbei unterstützen die zentralen Funktionseinheiten mit effizient und modular bereitgestellten Strategieelementen (z. B. Marketing, Logistik, Anwendungstechnik, Service, …) und deren Operationalisierung. Das stellt Kohärenz und Effizienz sicher und vermeidet, dass jede Landesgesellschaft das Rad neu erfindet.Denken in strategische LändergruppenDie Praxis zeigt, dass sich internationale Märkte aus Unternehmensperspektive in Gruppen entlang ihrer Durchdringungsreife sortieren lassen. Um sicherzustellen, dass nicht jeder Opportunität in irgendwelchen Märkten hinterhergelaufen wird und sich die Organisation somit verzettelt, sollten diese Ländergruppen mit hart einzuhaltenden Freiheitsgraden und Anforderungen versehen werden. Ziel dieser Übung ist es, die vorhandenen Ressourcen (Managementkapazität, Liquidität, Mitarbeiter) gezielt und nicht kurzsichtig opportunistisch einzusetzen. Denn Fokus und damit Durchschlagskraft ist das was häufig fehlt.Strukturierte Marktcharakterisierung und -priorisierungIn der Marktbewertung zur weiteren Durchdringung oder Definition eines zukünftigen Markteintritts sind die Märkte in einem sauberen Prozess transparent zu charakterisieren, detailliert zu durchleuchten und zu bewerten. Dieses standardisierte Vorgehen erfordert Methodensicherheit, mitunter temporäre Kapazitäten zur Charakterisierung und eine saubere Moderation der Priorisierung und Auswahl. Gerade bei dieser Fragestellung ist eine konsequente Outside-In Perspektive unerlässlich, um ein faktenbasiertes Bild über beispielsweise Potentiale, Dynamik, Passung, Protektionismus, Wettbewerb, Anforderungen und Differenzierungschancen zu zeichnen. Erst diese Information lässt fundierte unternehmerische Bewertung und Entscheidungsfindung zu. Hierbei ist der neutrale Blick und das reflektierte Hinterfragen durch externe Beratung häufig unerlässlich.FazitInternationalisierung bleibt die stärkste Wachstumsquelle und damit wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit und Robustheit von Unternehmen, doch die Anforderungen und die Komplexität sind mit VUCA erheblich gestiegen. Dabei hilft es, den internationalen Strategieprozess strukturiert und methodensicher begleiten zu lassen und die Unternehmensentwicklung somit abzusichern.
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Kommentar, 30.06.2022
30.06.2022
Carve-Outs stehen nicht nur bei großen börsennotierten Unternehmen im Fokus, sondern sind auch ein bewährtes Instrument in mittelständischen Portfoliounternehmen, um Unternehmenswerte nachhaltig zu sichern und zu steigern. Aktuelle Herausforderungen treiben diesen Trend und führen zu einem verstärkten und beschleunigten Blick auf das eigene Geschäftsmodell und die zukünftige strategische Ausrichtung.Die MotivationVerkäufer möchten das Portfolio bereinigen, weil es die strategische Ausrichtung der Gruppe erfordert, weil der Kapitalbedarf für diese Geschäftseinheit, die Möglichkeiten der verbleibenden Geschäfte blockiert oder weil einfach Geld zur Finanzierung der Restrukturierung bzw. zur Entschuldung benötigt wird. Zudem können Carve-Outs genutzt werden, um eine interne Konsolidierung der Strukturen voranzutreiben, um damit u.a. der Einführung neuer (IT-) Systeme gerecht zu werden.Die Risikoreduzierung in der Gruppenstruktur durch den Aufbau von Ring-Fencing-Kreisen kann ebenso ein Treiber für Carve-Outs sein. Diese können als Basis für eine risikoadäquate Kapital- und Finanzierungsstruktur dienen. Dabei muss nicht jedes Carve-Out an einen Finanzinvestor oder strategischen Investor verkauft werden, sondern es kann auch eine gesonderte Kapitalisierung über bspw. einen Börsengang erfolgen.Am Anfang steht die IdeeUm die Basis für einen Carve-Out zu schaffen, ist es wichtig, die auszugliedernde Einheit eindeutig zu definieren und klar abzugrenzen. Der W&P Transformationswürfel zeigt bildlich die unterschiedlichen Dimensionen auf, die es zu beachten gilt.Zentral ist in diesem Zusammenhang sowohl strategisch als auch organisatorisch eine Stand-Alone-Fähigkeit herzustellen. Die Carve-Out Einheit muss zukünftig befähigt werden, eigenständig einen steten und ausreichend positiven Cash-Flow zu generieren, der resilient gegenüber Markt- und Umfeldvolatilitäten ist. Als Leitplanken hierbei gelten die zentralen Kennzahlen der Finanzierung, des Eigenkapitals und des Verschuldungsgrades. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass eine Entflechtung der Geschäftsprozesse von den Shared Services der Mutterorganisation stattfindet. Je mehr Kriterien erfüllt sind, desto „Mehr-Wert“ wird generiert.Blick auf GeschäftssegmenteDie zentrale Fragestellung ist hierbei, mit welchen Segmenten eigentlich ehrliches und nachhaltiges Geld verdient wird. Erst mit einer neutralen Bewertung der Profitabilität einzelner Segmente im Sinne einer szenarienbasierten Prozesskostenrechnung wird dies ersichtlich. Damit können Ergebnis- und Verlustträgern ohne und mit Potenzial transparent identifiziert werden.Blick auf die AssetsDie veräußerbaren Assets dienen als „Asset Coverage“ in der Refinanzierung der Akquisition. Die Assets sichern Geschäfte ab, wenn der Cashflow schwankt. Jedes Asset sollte auf seinen originären Marktwert überprüft werden. Insbesondere Immobilien, die für eine Projektentwicklung in Frage kommen, sollten gesondert betrachtet werden.Wertgenerierung an der Schnittstelle von Segmenten und AssetsEs muss unterschieden werden, ob der Carve-Out aus der Geschäftslogik resultiert oder aus dem „Best-Price- Modell“ erfolgt. Im Best-Price-Model wird die best-mögliche Verwertung dadurch erreicht, dass das Unternehmen vorbehaltlos nach Segmenten, Assets und Einzelgesellschaften zerlegt wird. Fiktiv durchgeführte Verkaufsprozesse zeigen dann schnell auf, welche Kombinationen daraus den größtmöglichen Wert bringt.Zudem wird ersichtlich, wann eine Geschäftseinheit aus dem Geld läuft und die Restrukturierungskosten die freien zur Verfügung stehenden liquiden Mittel übersteigen.Menschen, Prozesse und Assets im Carve-Out – ein paar Stolperfallen in der UmsetzungDie Definition der Top-Line des Carve-Outs ist häufig schnell gemacht. Auch die wesentlichen Wertschöpfungen und Abteilungen ergeben sich fast zwangsläufig. Doch ist dann die Einheit bereits überlebensfähig bzw. transaktionsbereit? Leider finden wir immer wieder das „Arm-Ab-Modell“. Schnell sind zwar die gewünschten Funktionen und Fähigkeiten des Carve-Outs definiert. Erfolgt jedoch die Abtrennung des Armes zu früh ohne fundierte Vorbereitung, wird meist schnell deutlich, dass es Blutgefäße, Nervenbahnen und sonstige stabilisierende Bestandteile gibt, die jetzt nicht mehr arbeiten und einen erfolgreichen Carve-Out behindern.Ein Augenmerk ist daher auf die Verträge (Kunden, Lieferanten, Kreditfinanzierung für Immobilien, Maschinen etc.), die Sicherstellung der Aufrechterhaltung der notwendigen Geschäftsprozesse (Abkopplung von den Shared-Services der Mutterorganisation) sowie auch insbesondere auf die personelle Ausstattung zu legen. Die personellen Anforderungsprofile in Carve-Out-Einheiten sind häufig sehr unterschiedlich. So muss zum Beispiel im Bereiche Finance die Führungskraft deutlich übergreifender denken, als im bestehenden, dafür aber hoch spezialisierten Aufgabenumfeld. Sind die Stellen in Mengen und Profi l bestimmt, kommt die arbeitsrechtliche Umsetzung. So manche konzeptionellen Überlegungen implodieren bereits an dieser Stelle an der Allokation der Kompetenz und der Kosten.FazitEin Carve-Out ist aktuell ein beliebtes Instrument, – insbesondere auch bei bonitätsstarken Unternehmen – um Geschäftsportfolios zu gestalten und neu aufzustellen. Durch den Verkauf von Unternehmenseinheiten können Ressourcen und Kapital für eine Transformation des Unternehmens freigesetzt werden bzw. diese erst ermöglichen. Die spezifischen Segmente, Geschäftseinheiten und Assets sind somit unter Berücksichtigung aller Handlungsoptionen wie Restrukturierung vor oder nach dem Verkauf, Refinanzierbarkeit und Liquidation zu prüfen, mit dem Ziel, Werte nachhaltig zu sichern und zu steigern. Zentraler Erfolgsfaktor ist hier die Kombination aus dem Verständnis der Strategieberatung, der lösungsorientierten Finanzierungen bei Corporates und Real Estate in komplexen Situationen und der handfesten langjährigen Erfahrung an der juristisch-betriebswirtschaftlichen Nahtstelle.
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Best Case
16.06.2021
Der bekannte, größte Feind der Digitalisierung? Excel! Darum stand für den namhaften deutschen Hersteller von Kaltband und kaltgewalztem Bandstahl, Risse + Wilke, fest: Das Vertriebsreporting, das bis dato weitgehend in Excel und über ein SAP Business Warehouse stattfand, brauchte ein Update. Gemeinsam mit W&P wurde in einem IT-Quick-Check das Reporting analysiert und Optimierungspotenziale identifiziert. Die Ziele: Ein zentrales hochgradig standardisiertes Tool für Reporting und Controlling implementieren, die Berichtserstellung und -verteilung automatisieren, Self-Service-Reporting für individuelle Ad-hoc-Analysen der Mitarbeitenden einführen und ein durchgängiges KPI-System aufsetzen. Zudem sollten die dafür notwendigen Daten ansprechend und nutzerorientiert visualisiert und in der Datenanalyse interaktiv zu bearbeiten sein. Nach bereits sechs Wochen konnten sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeitende auf ein durchgängiges Standard-Vertriebsreporting zugreifen, das nun den Vertriebserfolg transparent macht: „Ein echter Mehrwert für die tägliche Vertriebsarbeit. W&P lieferte analytisch fundiert, schnell und in enger Abstimmung mit uns ein zukunftsfähiges Vertriebstool“, findet Marcus Clases, Director of Sales, Risse + Wilke Kaltband. Wie die schnelle Umsetzung gelang? Mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
14.04.2021
Erfolgreiche Unternehmensentwicklung ist vor allem eines: langfristig vorausgedacht. Entsprechend handelte das weltweit agierende Familienunternehmen Worlée, Distributor und Produzent von chemischen, natürlichen und kosmetischen Rohstoffen – und stellte seine Unternehmensstrategie auf den Prüfstand. Um den komplexen Anforderungen an die optimale Kundenorientierung in vielfältigen und dynamischen Wettbewerbssituationen gerecht zu werden, wurden entsprechende organisatorische Anpassungen vorgenommen. „Mit der Unterstützung von W&P haben wir unsere Ausrichtung auf Kunden und Märkte gestärkt und zugleich die Strukturen unseres Familienunternehmens für die künftige Entwicklung fit gemacht. Wir haben dabei sehr von der Umsetzungskompetenz und Konsequenz des W&P-Teams profitiert“, so Reinhold von Eben-Worlée CEO Worlée Gruppe. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Wie mit individuellen, systematischen und pragmatischen Projekten die weitere Unternehmensentwicklung von Worlée erfolgreich auf den Weg gebracht wurde? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Event, 02.12.2025 (Beendet)
Berlin
Beendet
Das CTI-Symposium in Berlin ist eine der wichtigsten Veranstaltungen der Automobilindustrie und konzentriert sich auf die neuesten Entwicklungen im Bereich Antriebssysteme und intelligente Technologie für Kraftfahrzeuge. Über 650 hochkarätige Experten und Entscheidungsträger aus OEMs, Tier-1-Zulieferern, Technologieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Regierungsbehörden kommen zusammen, um die neuesten Entwicklungen bei elektrifizierten Antriebssträngen, Hybridlösungen, Energiesystemen, Softwareintegration und Mobilitätsstrategien zu erörtern. Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung verändern die Mobilitätsbranche. Aber es ist nicht nur die Technologie, die den Wandel vorantreibt – regulatorische Unsicherheit, sich verändernde politische Rahmenbedingungen und geopolitische Dynamiken definieren die Art und Weise, wie wir innovativ sind, investieren und zusammenarbeiten, neu. Um diese Transformation zu meistern, sind ein offener Dialog, sektorübergreifende Zusammenarbeit und modernste Technik erforderlich.  In diesem Kontext spricht auch Matthias Müller, Partner von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH, zum Thema "From Stress to Strength: Restructuring for Financial Resilience of Automotive Suppliers - How automotive suppliers turn crisis pressure into liquidity, innovation and long-term competitiveness." Haben wir Ihr Interesse geweckt? Mehr Informationen und zur Anmeldung kommen sie hier   
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Event, 18.11.2025 (Beendet)
Hannover
Beendet
Unter dem Motto „Treffpunkt Zukunft – Messen als Brückenbauer in der wirtschaftlichen Transition“ laden wir herzlich zum 14. Executive Round-Table ein. Gemeinsam mit der Deutschen Messe AG möchten wir darüber sprechen, welche Rolle Messen in Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche spielen – und wie sie Unternehmen dabei unterstützen, sich neu auszurichten, nachhaltiger zu wirtschaften und Innovationen sichtbar zu machen.Freuen Sie sich auf spannende Impulse, inspirierende Diskussionen und wertvolle Networking-Möglichkeiten in exklusiver Runde. Da die Teilnehmerzahl auf ca. 30 Personen begrenzt ist, bitten wir um eine frühzeitige Anmeldung.
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Event, 13.11.2025 (Beendet)
Bar Campari
Beendet
ReTurn - Forum für Restrukturierung und Turnaround Management lädt in Kooperation mit Dr. Wieselhuber & Partner herzlichst zum ReTurn-Breakfast in Wien zu folgendem Thema: „Krisenfrühwarnsystem in Theorie und Praxis“Vortragende:Dr. Christoph Strobl / SGS Management GmbHJohannes Zubrod / Dr. Wieselhuber & Partner GmbHMoritz Polk / Dr. Wieselhuber & Partner GmbH Anmeldung unter: ReTurn Breakfast in Wien - 13.11.2025 - 08:30 - Anmeldung  
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Event, 10.11.2025 (Beendet)
Berlin
Beendet
Eine fundierte GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung ist nicht nur eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensführung, sondern auch ein entscheidender Faktor in Sanierungs- und Restrukturierungsprozessen. Besonders herausfordernd ist dabei die Schnittstelle zwischen juristischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten.Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, haben wir dieses interaktive Workshopformat entwickelt, das Ihnen in kompakter Form praxisrelevantes Wissen vermittelt. Innerhalb eines Vormittags erarbeiten wir gemeinsam anhand eines realitätsnahen Praxisbeispiels die zentralen Themen einer belastbaren GuV-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung.Unser Workshop richtet sich speziell an JuristInnen mit ersten Erfahrungen in den Bereichen Sanierung & Restrukturierung. Teilen Sie die Einladung gerne hausintern mit KollegInnen, die von diesem praxisorientierten Format profitieren könnten.Während des Workshops erarbeiten Sie in Gruppen eine praxisnahe Fallstudie und analysieren typische Fallstricke bei der Planung. Im Fokus stehen die Identifikation und Diskussion von Schwachstellen, die Überprüfung von Datenqualität und Validität sowie die Durchführung zentraler Qualitätschecks.Abgerundet wird das Event durch ein gemeinsames Mittagessen, bei dem wir den Austausch vertiefen und die Veranstaltung ausklingen lassen.
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News, 18.03.2026
18.03.2026
Produzierende Unternehmen der Chemieindustrie stehen vor tiefgreifenden Umbrüchen: Globale Wettbewerbsdynamiken, strukturelle Standortnachteile und volatile Märkte verändern Wertschöpfung und Geschäftsmodelle nachhaltig. Gleichzeitig entstehen neue Wachstumschancen dort, wo Unternehmen Technologien schneller industrialisieren, Innovationskraft systematisch stärken und neue Geschäftsfelder erschließen. Welche Rolle Innovation dabei spielt und wie sich Wertschöpfung von „Volume to Value“ entwickeln lässt, war Thema des digitalen W&P Executive Dialogs „Resilienz durch Innovation als einzig wahre Wachstumsquelle“. Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) verdeutlichte einleitend, wie internationale Wettbewerbsverschiebungen, Produktionsverlagerungen und neue Wachstumsschwerpunkte klassische Geschäftsmodelle in der Chemiebranche zunehmend herausfordern. „Volumina, die früher in Europa produziert wurden, werden künftig von asiatischen Anbietern bedient – das stellt das bisherige Selbstverständnis europäischer Chemieunternehmen in Frage“, so Hundertmark. Damit gerieten nicht nur Produktionskapazitäten unter Druck, sondern auch die strategische Logik vieler Geschäftsmodelle müsse überprüft werden. Hundertmark skizzierte vier Geschäftsmodelltypen, mit denen Unternehmen den Wandel von „Volume to Value“ aktiv gestalten können – vom Systemhaus über rückwärtsintegrierte Nischenanbieter bis hin zu regionalen High End Spezialisten und global ausgerichteten Holdings.  Simon Moser, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Innovation & New Business bei W&P, beschrieb wie Unternehmen mithilfe eines strukturierten Vorgehens neue Geschäftsfelder systematisch erschließen können. Entscheidend sei das klare Zielbilds zu Beginn jedes Projekts: Welche Rolle soll Diversifikation spielen – Absicherung des Kerngeschäfts, Erweiterung bestehender Märkte oder der Sprung in völlig neue Felder? „Am Ende geht es darum, aus hundert Ideen die wenigen herauszufiltern, die relevant, machbar und wirtschaftlich attraktiv sind“, so Moser. Die erfolgreiche Umsetzung erfordere klare Verantwortlichkeiten, fokussierte Teams und einen konsequenten Transfer der identifizierten Chancen in belastbare Markteintrittskonzepte. Philipp Oberniedermayr, Senior Consultant Chemie bei W&P, zeigte wie sich diese strategischen und methodischen Ansätze in konkrete Wachstumsfelder übersetzen lassen. Er verdeutlichte, dass Investitionen in der Chemie zunehmend in spezialisierte Anwendungen fließen – etwa in High Performance Polymere, Halbleiterchemie, Pharmazulieferstoffe oder Wasserbehandlung. Entsprechend wachse die Bedeutung technologischer Kompetenz: „Wir sehen eine klare Bewegung weg von breiten Commodities hin zu spezialisierten Anwendungen mit hoher Wertschöpfungstiefe“, so Oberniedermayr. Damit wird die Fähigkeit von Unternehmen, ihre vorhandenen chemischen oder verfahrenstechnischen Kernkompetenzen gezielt weiterzuentwickeln und entlang wachsender Märkte neu zu positionieren, entscheidend. Die Werkstattdiskussion machte deutlich: Der Wandel von „Volume to Value“ ist nicht allein eine Frage von Technologie und Marktmechanik ist, sondern erfordert organisatorische Weitsicht. Und auch wenn sich die Chemieindustrie den tiefgreifenden strukturellen Veränderungen aktiv stellen muss: Trotz globaler Verschiebungen eröffnen sich zahlreiche Chancen – unternehmerisch genutzt, können sie zur Basis neuer Wachstumspfade werden. 
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Event, 26.03.2026
Digitalevent
26.03.2026
Die industrielle Automation und Elektrotechnik befindet sich in einer Phase disruptiver Veränderung: Globale Wettbewerber – insbesondere aus China – erhöhen mit hoher Innovationsgeschwindigkeit, aggressiven Preisen und massiver Skalierung den Druck auf europäische Anbieter. Gleichzeitig entstehen durch Digitalisierung, KI-basierte Automatisierung und vernetzte Systeme enorme Wachstumschancen in nahezu allen Industrien. Für Unternehmen wird damit klar: Zukunftssicherung gelingt nur, wenn Innovationskraft systematisch gestärkt und in echte Differenzierungsmerkmaleübersetzt wird. Eine wirksame Patentstrategie spielt dabei eine zentrale Rolle – sowohl als Schutzschild gegen Nachahmer als auch als strategischer Vermögenswert, um technologische Führungspositionen langfristig abzusichern. In unserem Webinar zeigen wir, wie Unternehmen der Automation und Elektrotechnik Innovation, Produktentwicklung und IP-Strategien gezielt verzahnen, um neue Geschäftsfelder zu erschließen, Preisdruck zu begegnen und sich gegenüber Wettbewerbern aus China widerstandsfähig und zukunftsorientiert aufzustellen.
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News, 15.03.2026
15.03.2026
Auf Einladung der W&P Partner Philippe Piscol und Dr. Timo Renz sowie von Björn Seemann und Beatrice Reed von FINVIA Family Office, trafen sich in den vergangenen Tagen fußballbegeisterte Unternehmer sowie Experten aus dem Inso- und Sanierungsumfeld zu zwei besonderen „Kabinentalk“-Abenden – zunächst in der MHP Arena in Stuttgart und wenige Tage später in der Allianz Arena in München. Im Mittelpunkt beider Veranstaltungen stand der Impulsvortrag von Fußball-Legende, Europameister und Unternehmer Oliver Bierhoff. In seiner Keynote zeigte er eindrucksvoll, welche Parallelen sich zwischen Spitzenfußball und erfolgreicher Unternehmensführung ziehen lassen – von Leistungsdruck und Teamkultur bis hin zu strategischen Entscheidungen in herausfordernden Situationen. Abgerundet wurden beide Abende durch exklusive Einblicke hinter die Kulissen der Stadien bei Arenatouren sowie zahlreiche Gelegenheiten zum persönlichen Austausch und spannenden Gesprächen – in einer Atmosphäre, die man sonst nur aus der Kabine kurz vor dem Anpfiff kennt. Beide Events haben gezeigt: Wenn unternehmerische Herausforderungen auf Fußballleidenschaft treffen können sehr wertvolle Perspektiven und Verbindungen entstehen!
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Event, 09.04.2026
Digitalevent
09.04.2026
Nach den erfolgreichen Workshops zur Liquiditäts- und Bilanzplanung vertiefen wir im Fresh-up-Webinar die kurzfristige Liquiditätsplanung.Im Mittelpunkt stehen die zentralen Steuerungsparameter zur Plausibilisierung einer kurzfristigen Liquiditätsplanung sowie bewährte Maßnahmen zur Liquiditätssicherung. Wir analysieren typische Fehlerquellen, identifizieren operative Erfolgshebel und zeigen, wie Quick-Checks zur fundierten Plausibilisierung der Liquiditätsplanung eingesetzt werden können. Anhand einer praxisnahen Case Study wenden die Teilnehmenden die Methodiken in Kleingruppen direkt an. In diesen Breakout-Sessions werden konkrete Lösungsansätze erarbeitet, anschließend im Plenum diskutiert und durch gezielte fachliche Impulse geschärft. Ziel des Webinars ist es, die methodische Sicherheit zu stärken, um die Plausibilität einer Liquiditätsplanung frühzeitig zu validieren.
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Event, 13.04.2026
Stuttgart
13.04.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, wir blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Zum Abschluss ist es uns gelungen einen hochkarätigen Keynote Speaker für unsere Veranstaltung zu gewinnen, der uns auf eine Reise weit über den Tellerrand der gestaltenden Sanierung mitnehmen wird. Die Restructuring Lounge lebt von ihrer Kontinuität – und von den Menschen, die sie prägen. Umso mehr würden wir uns freuen, wenn Sie auch dieses Jahr in Wien wieder Teil dieses Formats sind oder es erstmals kennenlernen.
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Event, 15.04.2026
Digitalevent
15.04.2026
Nicht-performende Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften stellen Unternehmen in der Konsumgüterbranche gerade in konjunkturell anspruchsvollen Zeiten vor erhebliche Herausforderungen: Sie binden Kapital, Management-Attention und müssen von profitablen Geschäften quersubventioniert werden. Damit beeinträchtigen sie die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Gesamtunternehmens. Fakten und Erkenntnisse zu schwachen oder defizitären Geschäftsbereichen liegen meist vor und sind Entscheidern bekannt. Aber was tun? Kann man das Geschäft strategisch transformieren? Muss man hart sanieren? Oder ist das Filetieren z. B. durch Carve Out oder Veräußerung der richtige Weg? Antworten und Handlungsoptionen sind zu prüfen und konsequente Entscheidungen im Management- und Gesellschafterkreis herbeizuführen. In der Realität fehlt häufig die Transparenz und Entscheidungen werden auf die lange Bank geschoben, was die Situation in aller Regel verschlimmert und den Handlungsspielraum weiter einengt. Lernen Sie in unserem Webinar spannende Praxisbeispiele, wie man Lösungen findet.
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Event, 21.04.2026
Digitalevent
21.04.2026
Erbschafts- und schenkungssteuerliche Fragen beeinflussen Sanierungen häufiger als gedacht. Haltefristen, Verschonungsregeln und individuelle Gesellschafterstrukturen können Transaktionen in der Krise blockieren und damit die gesamte Restrukturierungsstrategie bestimmen. In jüngsten Fällen war ein Verkauf aufgrund drohender Steuerbelastungen nicht möglich – mit direkten Konsequenzen für Finanzierung, Zeitplan und Sanierungsoptionen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob diese steuerlichen Mechanismen auch in der Insolvenz fortgelten und damit schon bei der Nachfolgeplanung beachtet werden müssen. Der Executive Dialog gibt einen kompakten Überblick über relevante Grundlagen, ordnet die praktische Bedeutung für Transaktionsstrukturen und Restrukturierungsmaßnahmen ein und diskutiert, welche Präventivmaßnahmen vor Schenkungen getroffen werden können und, welche nachträglichen Sanierungsmaßnahmen ohne Gefährdung der Steuerneutralität möglich bleiben. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmerfamilien, Gesellschafter, CFOs und Berater, die Sanierungen ganzheitlich – und steuerlich belastbar – gestalten wollen.
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Event, 22.04.2026
Frankfurt am Main
22.04.2026
Am 22. April 2026 findet wieder die Deutsche Investorenkonferenz statt, das zentrale Treffen für Mittelstands-Private-Equity in Deutschland.Diese Highlights erwarten Sie unter anderem: Private Equity trifft Steuerberatung: Einblicke in den Aufbau einer „Buy-and-Build“-Plattform Private Equity im Defense-Fieber: nachhaltiges Wachstumspotential oder viel Hype um nichts? Hoher Leverage, anstehende Sanierung – und jetzt? So vermeidet man Stolpersteine in der Sanierung Operative Value Creation jenseits der Theorie: Was Daten aus über 30.000 Maßnahmen über Wertsteigerung verraten Zwischen Outperformance und Exit-Stau: Wo LPs neue Investmentchancen sehen  Keynote: Wie Private Equity Europas Reindustrialisierung und Souveränität mitgestaltet … und natürlich ganz viel Raum zum Netzwerken mit alten Bekannten und neuen Kontakten.  Folgende W&P Kollegen wirken als Referierende mit dem Thema "Hoher Leverage, anstehende Sanierung – und jetzt? So vermeidet Private Equity Stolpersteine in der Sanierung" (15.00 - 15.30 Uhr) mit: Volker Riedel, Geschäftsführender Gesellschafter Matthias Müller, Partner Weitere Infos zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
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Event, 23.04.2026
Digitalevent
23.04.2026
Künstliche Intelligenz ist in vielen Serviceorganisationen angekommen – doch wie gelingt der Schritt vom spannenden Pilotprojekt zu echtem, messbarem Mehrwert im Alltag? In diesem interaktiven Online-Impuls beleuchtet Oliver Rörig (Partner, W&P), welche KI-Use Cases im technischen Service tatsächlich Wert schaffen und wie sich deren Nutzen schnell und nachvollziehbar quantifizieren lässt. Ein besonderer Fokus liegt auf den entscheidenden Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Skalierung. Dabei geht es nicht nur um Technologie, sondern vor allem um den Menschen: Wie gelingt Adoption und Change? Wie können Mitarbeitende mitgenommen, Vertrauen aufgebaut und klare Leitplanken geschaffen werden, damit KI im täglichen Service wirklich entlastet und die Qualität spürbar verbessert? Freuen Sie sich auf Praxisbeispiele aus dem Service, einen offenen Austausch sowie Live-Polls und eine Q&A-Session, die den Impuls interaktiv und praxisnah machen. Anmeldung über folgenden ZOOM-Link!
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News, 26.02.2026
26.02.2026
Wie gelingt es, Vertriebsorganisationen in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld die Bremse zu lösen und wieder auf Wachstumskurs zu bringen? Mehr Leads, höhere Vertriebseffektivität und spürbare Umsatzhebel – wie funktioniert das? Antworten gab es beim digitalen W&P Executive Dialog, in dem der etablierte W&P Sales Power Boosting-Ansatz und Praxisbeispiele mit konkreten Erfolgshebel und notwendige Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfung im Vertrieb – von Strategie und Kundenbearbeitung bis hin zu Steuerung, Prozessen und Datenbasis – vorgestellt wurde.  „Nachdem viele Unternehmen klassische Performancethemen bereits bearbeitet haben, sehen wir heute viele neue Herausforderungen. Insbesondere sinkende Nachfrage, steigender Preisdruck, zunehmender Wettbewerb setzten Vertriebsorganisationen unter Druck, während Defizite in Datenmanagement und Prozessdurchgängigkeit bestehen,“ so einleitend Dr.-Ing. Dirk Artelt, Managing Partner W&P. Entscheidend sei daher die konsequente Weiterentwicklung des Vertriebs: „Der größte Hebel ist die Vitalisierung der Vertriebsmannschaft: weg von einem reaktiven hin zu einem proaktiven Vertrieb, der Marktveränderungen aktiv nutzt und auf veränderte Kundenbedarfe eingeht.“ Voraussetzung dafür sind eine klare strategische Ausrichtung, höhere Transparenz entlang der Pipeline sowie die systematische Nutzung von Daten.  Ferdinand Fiedler, Senior Manager und verantwortlich für den Bereich Sales Excellence bei W&P, stellte entsprechend die zentrale Frage nach der Durchschlagskraft des Vertriebs in schwierigen Marktphasen in den Mittelpunkt. Viele Organisationen bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück, da sie erfolgsverwöhnt zu stark reaktiv agieren und strukturelle Defizite aufweisen. „Oftmals läuft der Vertrieb unter Potenzial, weil er zu stark personengetrieben statt wirklich systematisch arbeitet — ohne klare strategische Ausrichtung, fehlende definierte Zielkunden, ohne saubere Pipeline-Transparenz und ohne eine kennzahlengestützte Steuerung, die Entscheidungen auf Zahlen, Daten und Fakten stützt. Besonders wichtig ist in herausfordernden Zeiten eine saubere Verzahnung mit angrenzenden Bereichen Marketing, Service & Produktmanagement, um Reibungsverluste zu minimieren und gemeinsam am gleichen Strang zu ziehen.“ Der W&P-Ansatz „Sales Power Boosting“ unterstützt Unternehmen dabei, kollaborativ gezielt an diesen Schwachstellen anzusetzen: In einem kompakten, datengetriebenen PowerCheck werden innerhalb von rund zwei Wochen gemeinsam Transparenz und ein belastbares Lagebild geschaffen – basierend auf CRM- und ERP-Daten, Benchmarking und Interviews. Darauf aufbauend werden die wirksamsten Hebel ausgearbeitet, priorisiert und in eine klare Umsetzungsroadmap überführt. Die Umsetzung erfolgt in agilen 14-Tage-Sprints, mit dem Ziel, die Mitarbeitenden zu befähigen, zu motivieren und bereits nach wenigen Wochen messbare Ergebnisse zu erzielen. Stefan Lehmann, Experte für Vertrieb & Pricing bei W&P, zeigte anhand von Praxisbeispielen, wie Transparenz und Benchmarking konkrete Verbesserungen ermöglichen. „Unser Reifegradmodell schafft die Transparenz, die Vertriebsorganisationen strategisch benötigen: Es zeigt klar, in welchen Dimensionen Standards fehlen, wo heterogene Vorgehensweisen den Fortschritt verhindern und an welchen Hebeln eine systematische Vertriebsentwicklung ansetzen muss, “ so Lehmann. Insbesondere der Vergleich zwischen Regionen oder Ländereinheiten offenbart häufig deutliche Unterschiede – etwa in der Segmentierung oder Kundenbearbeitung – und liefert damit konkrete Ansatzpunkte für Standardisierung und Professionalisierung. Gleichzeitig werden Best Practices sichtbar, die als Benchmark dienen und den Wissenstransfer innerhalb der Organisation fördern.  Deutlich wurde: Erfolgreicher Vertrieb erfordert heute mehr als operative Exzellenz. Entscheidend sind eine klare strategische Ausrichtung, datenbasierte Steuerung, konsequente Priorisierung und eine aktivierte Vertriebsmannschaft. Nur so lassen sich in einem herausfordernden Marktumfeld nachhaltige Wachstumsimpulse realisieren und die Topline gezielt stärken.
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News, 24.02.2026
24.02.2026
Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit Flick Gocke Schaumburg stand die Frage im Mittelpunkt, welche steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten in der Krise tatsächlich tragen – und ob am Ende der Sanierung das Finanzamt über den Erfolg mitentscheidet. W&P Steuerexperte Kai Kramer verdeutlichte anhand einer Fallstudie, wie Rangrücktritte und Forderungsverzichte in Sanierungskonzepten gezielt eingesetzt werden können und welche zentrale Rolle deren steuerliche Behandlung für die Tragfähigkeit der Maßnahmen spielt. Am Beispiel von Intercompany-Darlehen innerhalb eines Konzerns wurde deutlich: Die wirtschaftliche Werthaltigkeit von Forderungen ist die Grundlage für die Wahl des Instruments. Während Rangrücktritte das wirtschaftliche Eigenkapital stärken, ohne unmittelbare steuerliche Effekte auszulösen, führt ein Forderungsverzicht zwar zur bilanziellen Entschuldung, gleichzeitig jedoch zu Erträgen, deren steuerliche Behandlung den Sanierungserfolg maßgeblich beeinflussen kann. „Die Entscheidung über die Steuerfreiheit des Sanierungsertrags ist für das gesamte Konzept absolut entscheidend“, so Kramer. Dr. Alexander Witfeld, Partner, Rechtsanwalt & Steuerberater, Flick Gocke Schaumburg, stellte die steuerliche Perspektive von Restrukturierungen in den Mittelpunkt und betonte die Bedeutung von Planungssicherheit. In manchen Fällen bietet sich eine frühzeitige Abstimmung mit der Finanzverwaltung – etwa über verbindliche Auskünfte – an, um unerwartete Liquiditätsbelastungen zu vermeiden. In anderen Fällen sei auch eine gutachterliche Stellungnahme und angemessene Dokumentation ausreichend. Er zeigte, dass es kein eigenständiges Sanierungssteuerrecht gibt und die relevanten Regelungen aus unterschiedlichen steuerlichen Vorschriften abgeleitet werden müssen. Entsprechend vielfältig ist der „steuerliche Werkzeugkasten“, der von Rangrücktritten und Forderungsverzichten über Step-up-Strukturen und befreiende Schuldübernahmen bis hin zu Lösungen wie Debt-Mezzanine-Swaps, Carve-Outs, einem „Hin- und Herzahlen“ oder Sanierungstreuhandmodellen reicht. In der Werkstatt-Diskussion wurden praktische Herausforderungen weiter vertieft. Moderator und W&P Managing Partner Volker Riedel stellte die Verbindung zwischen steuerlicher Strukturierung und betriebswirtschaftlichem Sanierungskonzept in den Mittelpunkt. „Ohne Sanierungskonzept wird es schwierig sein, steuerfreie Sanierungsgewinne zu generieren“, so Riedel. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die zeitliche Dimension steuerlicher Abstimmungen einen kritischen Faktor darstellt und nur durch frühzeitige, strukturierte Vorbereitung sowie alternative Szenarien beherrschbar ist. „Früh dran sein, entsprechend gut vorbereiten und mitunter auch noch einen Plan B im Köcher haben“, so Kramer. Die Diskussion zeigte: Steuerliche Fragestellungen sind kein Randthema, sondern integraler Bestandteil jeder erfolgreichen Restrukturierung. 
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News, 19.02.2026
19.02.2026
Die Fashion- und Lifestylebranche steht unter massivem Druck: Margen, Nachfrage und Marktstrukturen verändern sich rasant. M&A-Transaktionen, Carve-outs und operative Transformationen gewinnen an Bedeutung. Im Fokus des Executive Dialogs von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P): Die zentralen Erfolgsfaktoren von M&A-Prozessen. Die Branche ist geprägt von Saisonalität, kurzen Trendzyklen und frühen Orderentscheidungen sowie strukturellen Herausforderungen wie hohen Lagerbeständen, eingeschränkter Flexibilität im stationären Handel und komplexen Lieferketten. Erfolgreiche Transaktionen erfordern ein klares Verständnis der Wertschöpfungskette und eine konsequente Fokussierung auf den strategischen Kern. Gerade Investoren müssen bereit sein, Chancen aktiv zu ergreifen und operative Verantwortung zu übernehmen. „Man muss sich trauen zu springen“, betonte Dr. Hubertus Bartelheimer, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P. Wer auf vollständige Sicherheit warte, verliere in dynamischen M&A-Prozessen wertvolle Zeit – entscheidend seien Tempo, Klarheit und konsequente Entscheidungen. Dr. Dominik Benner, CEO The Platform Group AG und Vorstand Benner Holding GmbH, zeigte, wie sich M&A als zentraler Wachstumstreiber etabliert hat. Gesunkene Bewertungen und eine deutlich reduzierte Bieterlandschaft eröffnen neue Opportunitäten, während sich die Bewertung zunehmend am EBITDA orientiert. Maßgeblich ist aus seiner Sicht die konsequente operative Weiterentwicklung nach dem Erwerb, etwa durch die Bündelung zentraler Funktionen und die Realisierung von Skaleneffekten. Gleichzeitig warnte er vor einer einseitigen Fokussierung auf Synergien: Auch Dysenergien wie kulturelle Brüche oder steigende Komplexität können den Transaktionserfolg maßgeblich beeinflussen. Philipp Trompeter, W&P Leiter Fashion, Lifestyle & Retail, verdeutlichte anhand des Praxisbeispiels SportScheck die Bedeutung eines belastbaren Investorenkonzepts im M&A-Prozess. Die Grundlage ist ein Transformationsprogramm, in dem die Wertsteigerungspotenziale detailliert und quantifiziert werden. Die Bewertung der Effekte erfolgt anhand von Benchmarks und Branchenexpertise, sodass diese der Due Diligence standhalten. „Ein Investorenkonzept muss die Brücke schlagen zwischen operativer Realität und finanzieller Bewertung – nur dann entsteht Vertrauen auf Investorenseite“, so Trompeter. Christian Dresen, W&P Senior Manager Restructuring & Finance, hob die zentrale Rolle der finanzwirtschaftlichen Modellierung hervor: „Die GuV-Modellierung ist das Herzstück jeder Transaktion – sie macht Potenziale nachvollziehbar und verhandlungsfähig!“ Ausgangspunkt ist die operative Basisplanung, in die die entwickelten Maßnahmenpakete integriert werden. Gerade in Distress-Situationen ist zudem eine differenzierte Abbildung insolvenzspezifischer Effekte erforderlich, um belastbare Entscheidungsgrundlagen zu schaffen. W&P Senior Manager M&A Ante Jelavic stellte klar, dass ein erfolgreicher M&A-Prozess in der Krise eine vorgelagerte operative und finanzielle Restrukturierung voraussetzt. „Investoren kaufen keine Probleme, sie kaufen Lösungen“, weshalb konkrete Maßnahmen, adressierte Risiken und eine belastbare Zukunftsperspektive entscheidend seien, um Vertrauen in die nachhaltige Weiterentwicklung des Geschäftsmodells zu schaffen. Anhand der M&A Transaktion CLOSED, erfolgreich umgesetzt von W&P, zeigte Lothar Hiese, geschäftsführender Partner MSP Management Support Partners GmbH & Co. KG: Eine starke Marke kann ein wichtiger Erfolgsfaktor sein, ersetzt jedoch keine betriebswirtschaftliche Solidität. Prozessexzellenz und Transparenz seien die Grundlage für Geschwindigkeit, Working Capital Management, Digitalisierung und leistungsfähige IT-Systeme dabei zentrale Hebel. In der abschließenden Werkstattdiskussion wurde deutlich: Der M&A-Markt ist anspruchsvoller geworden, viele Unternehmen enden mittlerweile in Stilllegungen oder mehrfachen Insolvenzen. Moderator und W&P Partner Volker Riedel betonte entsprechend die Bedeutung kultureller Integration und warnte: „Synergien sind oft scheue Rehe, die bei kleinsten Störungen verschwinden.“ Gerade im stationären Handel leiden viele Unternehmen unter rückläufiger Frequenz und sinkenden Umsätzen, wodurch finanzielle Mittel fehlen, um in E-Commerce, Omnichannel-Strukturen und moderne IT zu investieren: „Viele Unternehmen wissen, was zu tun ist – ihnen fehlt jedoch die finanzielle Kraft, die notwendigen Transformationen konsequent umzusetzen“, so Philippe Piscol, W&P Partner M&A. Fazit: Erfolgreiche Transaktionen in der aktuellen Marktphase gelingen nur dann, wenn operative Restrukturierung, finanzielle Transparenz, technologische Weiterentwicklung und eine klare Führungsperspektive zusammengedacht werden. Entscheidend ist ein belastbares Zukunftsbild, das Investoren überzeugt und Organisationen Orientierung gibt. 
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Event, 20.05.2026
Hamburg
20.05.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls, wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet.
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News, 09.02.2026
09.02.2026
Künstliche Intelligenz (KI) birgt in nahezu jeder Unternehmensfunktion Potenzial – im Vertrieb jedoch besonders. Grund dafür ist die Art der Vertriebsarbeit selbst: Sie ist komplex, wissensintensiv, aufwendig und erfordert schnelle Reaktionen für den Kunden.  Durch den gezielten Einsatz von KI lassen sich Aufgaben automatisieren und Mitarbeitende gleichzeitig mit relevanten Entscheidungsinformationen versorgen. Dies steigert nicht nur die Effizienz, sondern ermöglicht es Organisationen, schneller, flexibler und intelligenter auf Marktveränderungen, Kundenanforderungen und Projektprobleme zu reagieren. Wie die Herausforderungen & Benefits entlang des Vertriebsprozesses bei Bauzlieferern konkret aussehen? Und wie eine sinnvolle Implementierung von KI zu meistern ist?  Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie, in der aktuellen Ausgabe der RAS.   
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Best Case
05.02.2026
Die Aicher Group betreibt Mobilitätsservices am Münchner Flughafen für Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität (PRM). Im Jahr 2024 stand AICHER, wie andere Dienstleister auch, auf Grund von Verspätungen und Unregelmäßigkeiten durch das steigende Flugaufkommen sowie nicht durchgängig optimierte Prozessabläufe erheblich unter Druck.  Im Rahmen eines operativen Restrukturierungsprojekts musste die Schichtplanung der Operations, die Disposition und das Reporting optimiert werden, um den reibungslosen Ablauf des PRM-Service und die Erfüllung der vertraglichen SLA-Erfüllungsquoten sicherzustellen. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) löste die Herausforderungen durch ein datengetriebenes Modell, entwickelte Machine-Learning (ML) Modelle und dynamische Dashboards.  „W&P hat durch die Einführung neuer ML-Methoden dafür gesorgt, dass der operative Betrieb im Bereich PRM datengetrieben und effizient gesteuert wird. Parallel dazu ist das Modell skalierbar und stellt somit eine zentrale Säule der Zukunftsfähigkeit des PRM-Services dar,“ so Peter Aicher, Geschäftsführender Gesellschafter Aicher Airport Services. Wie das Team um Daniel Emmrich, Partner Operative Restrukturierung, Sebastian Batton, Leiter Digitale Transformation, und Moritz Zoepffel, Digitale Transformation, konkret vorging?  Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 03.02.2026
03.02.2026
Zum fünften Mal in Folge wird Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) von der Online-Plattform kununu als Top Company ausgezeichnet. Über das Jahr 2025 hinweg haben aktuelle und ehemalige Mitarbeitende ihre Bewertungen abgegeben – das Ergebnis spricht für sich.  W&P erreicht in der Branche Consulting/Beratung erneut 4,9 von 5 Sternen und zählt damit zu den besten Arbeitgebern Deutschlands. Nur rund fünf Prozent aller Arbeitgeber qualifizieren sich überhaupt für das Top-Company-Siegel. Als besonders positiv hervorgehoben wurden erneut die Arbeitsbedingungen, Karrieremöglichkeiten, Mitarbeiterentwicklung und -förderung sowie die Arbeitsatmosphäre. Faktoren, die seit Jahren die Unternehmenskultur bei W&P prägen und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens unterstützen. Vielen Dank an unser W&P Team für das super Teamwork!
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News, 27.01.2026
27.01.2026
Die regulatorischen Entwicklungen im Umgang mit NPEs sowie in der Restrukturierung von Unternehmen haben in den vergangenen Jahren tiefgreifende Veränderungen in der Unternehmenssanierung und Krisenbewältigung innerhalb der EU und besonders in Deutschland bewirkt. Durch von der EU verabschiedete Richtlinien, wie den präventiven Restrukturierungsrahmen, werden Unternehmen nach nationalem Recht verpflichtet, Mechanismen zur frühzeitigen Erkennung finanzieller Schieflagen einzuführen. Ziel ist es, eine flexible, außergerichtliche Sanierung zu ermöglichen und damit eine rechtzeitige Stabilisierung des Geschäftsbetriebs sicherzustellen. Insgesamt zeichnen die aktuellen regulatorischen Anpassungen einen klaren Trend zu einer frühzeitigen und flexiblen Krisenbewältigung. Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Unternehmen und Finanzinstitute agiler auf sich wandelnde wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren können. Entscheidend bleibt jedoch, dass die nationale Umsetzung dieser Vorschriften praxisnah und ausreichend flexibel gestaltet wird, um den unterschiedlichen Strukturen und Bedürfnissen von Unternehmen jeder Größe gerecht zu werden. Matthias Müller, Partner, und Kai Kramer, Senior Manager bei Dr. Wieselhuber & Partner, in der aktuellen nwb. 
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News, 22.01.2026
22.01.2026
Zunehmend sind Sanierungssituationen nicht mehr durch singuläre Krisenursachen geprägt. Welche Rolle spielen Sanierungsinstrumente wie StaRUG und IDW S6 in diesem Umfeld? Wie verändern sich die Anforderungen an Finanzierung, Governance und Verfahrenswahl? Und wo liegen die praktischen Grenzen klassischer Sanierungslogiken? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit GRUB BRUGGER. Zum Auftakt ordnete W&P Managing Partner Volker Riedel die aktuellen Entwicklungen in den übergeordneten Restrukturierungskontext ein und machte deutlich, dass „Sanierung heute immer seltener ein isoliertes Finanzierungsproblem ist, sondern fast immer das Ergebnis struktureller Verschiebungen, neuer Stakeholder-Konstellationen und deutlich härter geführter Interessendiskussionen“. Anhand einer Case Study aus dem Real-Estate-Bereich zeigte Kai Kramer, Senior Manager bei W&P, wie sich gesellschaftsrechtliche, finanzielle und verfahrensrechtliche Fragestellungen in der Praxis überlagern können. Im Mittelpunkt stand ein geschlossener Immobilienfonds in Liquidation, bei dem die Kündigungswelle zahlreicher Kommanditisten zu hohen, nicht mehr bedienbaren Auseinandersetzungsguthaben geführt hatte, während zugleich das Marktumfeld aus Zinsanstieg und Preisrückgängen Verkaufs- und Refinanzierungslösungen blockierte: „In solchen Konstellationen ist StaRUG kein theoretisches Instrument, sondern der entscheidende Hebel, um Sanierungsfähigkeit herzustellen, die Prolongation der Finanzierung zu ermöglichen und die Gesellschaft geordnet und solvent abzuwickeln“.   Dr. Lukas Herbert, Partner bei GRUB BRUGGER, zeigte mit Blick auf die anhaltende Strukturkrise der Automobilzulieferindustrie: Waren früher Stakeholder-Strukturen überschaubar, sind heute Banken, OEMs, Gesellschafter, Schuldscheingläubiger, öffentliche Hand und Fonds in die Prozesse eingebunden – mit jeweils eigenen, deutlich artikulierten Interessen. Hinzu kommen neue Herausforderungen im Cash-Management von Unternehmensgruppen, insbesondere mit Blick auf Auslandsgesellschaften und Cashpool-Strukturen. Vor diesem Hintergrund wird die Vermeidung einer Regelinsolvenz zunehmend zum strategischen Ziel, Eigenverwaltung, Treuhandmodelle und andere Instrumente gewinnen an Bedeutung. W&P Partner Matthias Müller verdeutlichte am Beispiel aus dem Bereich der digitalen Infrastruktur, dass diese Asset-Klasse durch Zinsanstiege, regulatorische Eingriffe und steigende technische Komplexität aktuell deutlich unter Druck steht. Zentrale Hebel der Sanierung bei einem Glasfaserunternehmen waren der Aufbau einer belastbaren Projektplanung, die Herstellung von Transparenz und Informationsgleichheit zwischen Senior Bank und Fonds sowie die Moderation zwischen den unterschiedlichen Stakeholder-Interessen.  „In solchen Konstellationen ist ein Sanierungskonzept nach IDW S6 nicht nur Dokumentation, sondern vor allem Moderation – und es braucht eine belastbare Faktenbasis, damit Entscheidungen überhaupt möglich werden,“ so Müller. Die Werkstattdiskussion zeigte, wie stark sich Sanierungssituationen in Breite und Komplexität ausdifferenziert haben. Diskutiert wurden unter anderem die Auswirkungen der zunehmenden Professionalisierung von Stakeholdern auf konsensuale Lösungen, die Rolle angelsächsischer Investoren mit anderen Instrumentenlogiken, die Bedeutung der Eigenverwaltung zur Stabilisierung internationaler Strukturen sowie Fragen der Dauer von Restrukturierungsperioden und marktüblicher Verschuldungsmultiples. Deutlich wurde dabei, dass in nahezu allen Konstellationen die Refinanzierungsfähigkeit das zentrale Bewertungskriterium bleibt.
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News, 19.01.2026
19.01.2026
Kommentar von Jürgen-Michael Gottinger, Mitglied der Geschäftsleitung und Dr.-Ing. Dirk Artelt, Managing Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner   Deutsche Familienunternehmen haben traditionell ein hohes Vertrauen in ihre leitenden Manager. Die W&P Studie „Strategisches Management in Familienunternehmen“ zeigt: In einer Stichprobe von 116 Familienunternehmen mit rund 500 Mio. € Umsatz sind in 42 % der Fälle ausschließlich familienfremde Manager in der Geschäftsführung tätig. Der Vergleich mit anderen Untersuchungen zeigt zudem: Der Anteil familiengeführter Positionen sinkt mit zunehmender Unternehmensgröße.  Vor diesem Hintergrund wird es zunehmend wichtiger, dass die Gesellschafter gut organisiert sind und in strategische Entscheidungen eingebunden werden. In vielen Unternehmen entsteht sonst das klassische Principal-Agent-Problem: Kapitalseite und Management ziehen nicht an einem Strang.  Zentrale Erkenntnis der W&P-Studie:  In 36 % der Fälle nimmt die Gesellschafterseite lediglich die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben der Feststellung des Jahresabschlusses bzw. der Gewinnverwendung wahr.  In 69 % der befragten Unternehmen werden strategische Entscheidungen über die Gesellschafterversammlung abgewickelt – die üblicherweise jedoch nur zwei- bis viermal jährlich stattfinden. Dies führt zwangsläufig zu einer ausgeprägten Informationsasymmetrie zwischen angestelltem Management und Gesellschaftern. Abb. 1.: Governance-Struktur deutscher Familienunternehmen Die Abbildung zeigt die bemerkenswerte Rolle der Beiräte: 40 % der Unternehmen verfügen über einen Beirat, der die Strategieentwicklung begleitet. 42 % verfügen über einen Aufsichtsrat, in dem die Gesellschafter vertreten sind – auch dies ein Befund, der stark mit der Unternehmensgröße korreliert. Eine schwache strategische Governance hat zahlreiche Folgen, die immer zulasten der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens gehen, u.a.:  Wachstumsfelder ohne familiären Rückhalt verursachen Konflikte über das Geschäftsportfolio  Kulturelle Entkernung und Verlust der „Familien-DNA“  Hohe Kapitalbindung und fehlende Liquiditätsstrategien z. B. zur Sicherung von Entnahmen oder zur Finanzierung von Erbschaftssteuern  Kontrolllücken und strategische Fehlentscheidungen aufgrund seltener Gesellschafterversammlungen und fehlender KPI-Reportings  Unterschiedliche Zeithorizonte, fehlende Investitionskriterien und daraus resultierende steigende CAPEX-Quoten bis hin zu Rückforderungen der Gesellschafter. Diese Konsequenzen zeigen, wie entscheidend es ist, funktionierende Kontrollgremien zu schaffen. Vor allem Aufsichtsräte, in denen Gesellschafter aktiv mitwirken und die mit klaren Haftungsregeln verbunden sind, stärken die Mitwirkung der Eigentümer und sorgen dafür, dass das Management transparenter berichtet und stärker in die Verantwortung genommen wird. Damit diese Governance-Wirkung jedoch nicht auf der reinen Berichtsebene stehen bleibt, müssen strategische Entscheidungen systematisch strukturiert, gesteuert und überprüfbar gemacht werden. Denn strategische Maßnahmen wirken weit über das Tagesgeschäft hinaus und müssen entsprechend sauber abgebildet werden. Daraus ergeben sich zentrale Anforderungen an die strategische Steuerung: klare Abgrenzung strategischer Initiativen vom operativen Tagesgeschäft  verbindliche Zielfestlegung auf Basis quantifizierbarer Messgrößen regelmäßiges Monitoring der Zielerreichung inklusive Abweichungsanalysen strukturierte Risikobetrachtungen vor Entscheidungsfindung sowie laufende Risikoeinschätzungen im Umsetzungsverlauf   kontinuierliche, standardisierte und vergleichbare Berichterstattung Fazit: Wenn Familienunternehmen ihre langfristige Handlungsfähigkeit sichern wollen, müssen sie die strategische Rolle der Gesellschafter konsequent stärken. Es reicht nicht mehr, Entscheidungen abzunicken oder auf gesetzliche Mindestformate zu vertrauen. Nur eine aktive, informierte und durchsetzungsfähige Eigentümerseite verhindert, dass das Unternehmen in eine Richtung gesteuert wird, die weder kontrolliert noch gewollt ist. Zur Studie "Strategisches Management in Familienunternehmen" .
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News, 12.01.2026
12.01.2026
Wie gewinnen Sport- und Outdoor-Marken die nächste Generation? Eine aktuelle W&P Studie zeigt, welche Werte, Kanäle und Entscheidungsfaktoren Gen Z, Y und X beim Kauf prägen – und was Unternehmen tun müssen, um langfristig relevant zu bleiben. Philipp Trompeter, Leiter Sport, Lifestyle & Retail bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbH, zeigt in der Branchenzeitschrift SAZ: Der Generationenwandel verändert nicht, was Menschen kaufen, sondern warum - die emotionale Logik des Kaufens verschiebt sich. Nur wer versteht, welche Faktoren die Kaufentscheidungen derjüngeren Generationen Y und Z prägen und was diese Käuferschicht von älteren Kunden unterscheidet, der kann sie auch gezielt ansprechen.
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News, 23.12.2025
23.12.2025
Wir wünschen Frohe Weihnachten sowie einen gelungenen Start in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Neues Jahr! Zum Jahresende möchten wir uns bei allen bedanken, die 2025 so besonders gemacht haben – unseren engagierten Teams, unseren treuen Kunden und unseren verlässlichen Partnern. Ihr Einsatz, Ihre Zusammenarbeit und Ihre Unterstützung bedeuten uns sehr viel und inspirieren uns jeden Tag aufs Neue. Vielen Dank, dass Sie Teil unserer Reise sind.
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Publikation
12.12.2025
Der W&P Trendradar erscheint seit zehn Jahren jährlich und kombiniert Projekterfahrung, Marktanalysen und die Erkenntnisse der umfassenden W&P-Megatrend-Analyse. Die Basis bildet die Praxis: über 250 Beratungsprojekte pro Jahr in mittelständischen und familiengeführten Unternehmen zeigen unmittelbar, wie technologische, regulatorische und finanzielle Entwicklungen in der Realität wirken und wo konkreter Transformationsbedarf entsteht. Ergänzend werden interne und externe Studien, Branchenreports, Technologieanalysen sowie regulatorische Veröffentlichungen ausgewertet. Für 2026 steht fest: Unternehmen müssen sich in einem Umfeld behaupten, das von geopolitischen Spannungen, regulatorischen Eingriffen, hoher Kapitalintensität, Kosteninflation und tiefgreifenden technologischen Umbrüchen geprägt ist. Über alle Branchen – von Industriegütern, Automotive & Mobility, Elektro-& Energietechnik, Medizintechnik, Sicherheitstechnik über Konsumgüter, Chemie-& Kunststoffe, Bau-& Bauzulieferer bis hin zu Pharma& Lifescience – zeigt sich ein gemeinsames Muster: Erfolg entsteht dort, wo das Top-Management Strategien neu ausrichtet, operative Exzellenz stärkt und Digitalisierung sowie KI pragmatisch in Wertschöpfung übersetzt.
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News, 10.12.2025
10.12.2025
Mit seiner diesjährigen Weihnachtsspende unterstützt Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) die wichtige Arbeit von Tafel Deutschland und führt damit eine langjährige Tradition fort: das Engagement für Organisationen, die gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und Menschen in schwierigen Lebenslagen konkret unterstützen. Tafel Deutschland setzt sich seit fast drei Jahrzehnten dafür ein, überschüssige Lebensmittel vor der Vernichtung zu bewahren und sie Menschen zur Verfügung zu stellen, die von Armut betroffen oder bedroht sind. Über 960 lokale Tafeln verteilen bundesweit Lebensmittel an rund zwei Millionen Menschen – darunter zahlreiche Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Die Organisation trägt damit aktiv zur Armutsbekämpfung, Ressourcenschonung und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts bei. „Viele Menschen in unserem Land sind auf Unterstützung angewiesen – oft ohne, dass es nach außen sichtbar ist,“ so Gustl F. Thum, Sprecher der Geschäftsführung bei W&P. „Die Arbeit von Tafel Deutschland zeigt eindrucksvoll, wie praktische Solidarität aussehen kann: Die Hilfe kommt dort an, wo sie wirklich gebraucht wird.“ Die diesjährige Spendensumme von 10.000 €, verteilt auf die W&P Standorte München, Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf und Berlin, unterstützt die laufenden Aktivitäten von Tafel Deutschland. Dazu zählen Logistik, Lebensmittelrettung und die Versorgung bedürftiger Menschen in allen Altersgruppen.
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News, 04.12.2025
04.12.2025
Mit der Verabschiedung der Gesundheitsreform stehen die Krankenhäuser vor der Aufgabe, die neuen Rahmenbedingungen konsequent umzusetzen. Die Verantwortung dafür liegt bei der Krankenhausführung. Entscheidend wird sein, den erheblichen Transformationsbedarf in konkrete Maßnahmen zu überführen. Nur wenn die historisch gewachsenen Strukturen und Prozesse kurz- bis mittelfristig konsequent weiterentwickelt werden, können Krankenhäuser ihre Zukunftsfähigkeit sichern. Wie das gelingt? Das zeigt Daniel Emmrich, W&P Partner Restrukturierung, zusammen mit Alev Donner Dr. Dr. Jan E. Leister.  Zum Artikel.       
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Kommentar, 03.12.2025
03.12.2025
Kommentar von Matthias Müller, Partner, Christian Dresen, Senior Manager und Rouven Hesse, Consultant bei Dr. Wieselhuber & Partner  Struktureller Wandel statt zyklischer Schwankung Das CTI Symposium 2025 hat sehr deutlich gezeigt, wie tiefgreifend sich die globalen Kräfteverhältnisse in der Automobilindustrie verschieben. Die zentrale Botschaft des VW-China-Managements lautete, dass „China for China“ inzwischen gelebte Realität ist: Technologieentwicklung, Plattformentscheidungen und Wertschöpfung werden zunehmend lokal in China gestaltet und nicht mehr selbstverständlich auf Europa übertragen. Für europäische Zulieferer bedeutet dies spürbar sinkende Volumina, weniger Skaleneffekte und einen strukturell steigenden Kostendruck, der sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen dürfte. Vor allem die deutlich differierenden Rahmenbedingungen zwischen China und dem Westen machen die Notwendigkeit deutlich. Laut Aussagen der Referierenden setzt China deutlich mehr Fokus auf Komfortabilität und Platz (Geschwindigkeitsbegrenzungen 120 km/h nahezu überall), wohingegen Europa die Drivability in den Fokus stellt. Bezogen auf die Antriebsstränge ist Strom 10x günstiger als Benzin in China, was die privaten Käufer ebenfalls neue Antriebe bevorzugen lässt. Kürzere Entwicklungszyklen und sinkende Planungssicherheit Parallel dazu verkürzen sich die Entwicklungszyklen der großen Tier-1-Zulieferer auf drei bis fünf Jahre. Damit verlieren mittelständische Supplier jene langfristigen Planungshorizonte, auf denen bisher Investitions- und Kapazitätsentscheidungen basierten. Die Vorlaufzeiten schrumpfen, Umsatz- und Abrufsicherheit nimmt ab und Industrialisierungsentscheidungen müssen häufiger unter Unsicherheit getroffen werden. Die Planbarkeit, die für viele mittelständische Automobilzulieferer lange ein stabiler Rahmen war, löst sich zunehmend auf. Resilienz als Voraussetzung für Transformationsfähigkeit In seinem Vortrag „From Stress to Strength: Restructuring for Financial Resilience of Automotive Suppliers“ hat unser Partner Matthias Müller aufgezeigt, wie Unternehmen in diesem veränderten Umfeld finanzielle Resilienz aufbauen und Transformationsfähigkeit sichern können. Klar wurde, dass Transparenz über Liquidität und Verlustquellen, ein fokussiertes Kernportfolio und robuste Szenarioplanungen zwingende Voraussetzungen sind, um unter wachsender Volatilität handlungsfähig zu bleiben. Transformation gelingt nur, wenn sie finanziell sauber unterlegt ist und in der Umsetzung konsequent gesteuert wird. F&E neu denken: China bedienen – IP schützen Eine zentrale Erkenntnis aus den technischen Panels war zudem, dass mittelständische Unternehmen ihre F&E-Strukturen so aufstellen müssen, dass sie künftig auch chinesische OEMs bedienen können. Dies erfordert höhere Entwicklungsgeschwindigkeit, modulare und regional adaptierbare Technologien sowie Engineering-Kompetenz mit China-Erfahrung. Gleichzeitig entstehen hier neue Risiken: Der Schutz geistigen Eigentums wird anspruchsvoller, vertragliche Anforderungen chinesischer OEMs greifen häufig tiefer in technologische Assets ein und Kundenbeziehungen können in diesem Markt deutlich schneller enden als im klassischen europäischen Umfeld. Mittelständler müssen daher einerseits die Fähigkeit entwickeln, chinesische Nachfrage zu adressieren, und gleichzeitig verhindern, dass technologische Identität, IP und strategische Flexibilität gefährdet werden. Strategische Konsequenzen für den europäischen Mittelstand Das Zusammenspiel aus sinkenden europäischen Volumina, steigenden Kosten, kürzeren Innovationszyklen und neuen Anforderungen an F&E verdeutlicht, dass die Herausforderungen keineswegs zyklischer Natur sind. Es handelt sich um eine strukturelle Verschiebung, die Geschäftsmodelle, Finanzierungsarchitekturen und Standortstrategien nachhaltig verändert. Unternehmen, die finanzielle Stabilität mit strategischer Fokussierung und operativer Umsetzungskraft verbinden, werden sich in dieser neuen Realität behaupten können. The Solution to uncertainty is diversity Nahezu einstimmig traten die Vertreter der OEMs in Ihren Vorträgen mit diesem Statement bezogen auf die Antriebsstränge der Zukunft auf. Der einzige Weg zu Carbon Net Zero ist die Technologieoffenheit in einer unsicheren Zukunft – nicht ein Weg, nicht eine Technologie, Offenheit für alles, um gemeinsam das Ziel zu erreichen. Dies löst jedoch hohe Investitionen in parallellaufende Entwicklungen der verschiedenen Technologien, allen voran EVs, Hybrids und Wasserstoffantriebe aus. Fazit: Resilienz wird zum entscheidenden WettbewerbsfaktorDas CTI Symposium 2025 hat eines klar gemacht: Die Automobiltransformation wird in China getrieben, ihre wirtschaftlichen Folgen treffen Europa jedoch unmittelbar. Unternehmen agieren in China for China und können aufgrund der deutlich differierenden Rahmenbedingungen nicht mehr schlicht europäische Produkte exportieren. Resilienz ist damit kein defensiver Begriff mehr, sondern ein zentraler Wettbewerbsfaktor.  
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News, 26.11.2025
26.11.2025
Carve-Outs gehören zu den komplexesten Restrukturierungsinstrumenten. Sie verbinden strategische Neuausrichtung mit rechtlichen, finanziellen und operativen Fragestellungen – und können, richtig umgesetzt, sowohl Krisen vorbeugen als auch in schwierigen Situationen den Fortbestand von Unternehmen sichern. Der digitale W&P Executive Dialog in Kooperation mit HEUKING zeigte, wie Sanierungsfähigkeit belastbar geprüft, operative Trennungen effektiv gestaltet und rechtliche Herausforderungen sicher gemeistert werden können. Finanzierungsansätze wie Staple Financing und praxisnahe Lösungswege standen ebenfalls im Mittelpunkt. W&P Managing Partner Volker Riedel betonte einleitend: „Carve-Outs sind nicht nur für große Konzerne, sondern zunehmend auch für den Mittelstand und insbesondere für Familienunternehmen eine wichtige Option, um sich veränderten Marktbedingungen anzupassen.“ Die strukturelle Neuordnung eröffne die Möglichkeit, Komplexität zu reduzieren, sich klarer auf Kernaktivitäten auszurichten und in volatilen Marktumfeldern wieder handlungsfähig zu werden. Matthias Müller, Partner Sanierung & Insolvenz bei W&P, unterstrich, wie zentral die Sanierungsfähigkeitsprüfung im Carve-Out-Prozess ist, denn ein unzureichend vorbereiteter Carve-Out könne dazu führen, dass eine der Einheiten bereits nach kurzer Zeit scheitert. Beide Einheiten – die abgebende wie die aufnehmende – müssen aus operativer und juristisch-betriebswirtschaftlicher Sicht eigenständig tragfähig sein. Die Aufteilung von Gemeinkosten, Fixkosten, Verwaltungsstrukturen, Schlüsselmitarbeitern, Assets, Grundstücken und IP ist dabei anspruchsvoll und führt regelmäßig zu Doppelstrukturen, komplexen Vertragsüberleitungen und bilanziellen Herausforderungen. Finanzierungen, Cash-Pooling-Strukturen, Haftungsbrücken und Pensionsverpflichtungen müssen zudem sauber modelliert und neu zugeordnet werden. „Ein erfolgreicher Carve-Out erfordert die perfekt abgestimmte Lösungskompetenz von operativer und juristisch-betriebswirtschaftlicher Restrukturierung. Ob und inwieweit das notwendige Konzept formale Aspekte bedienen muss, ist in Abhängigkeit von Geschäftsmodell- und Finanzierungs-Score zu bewerten“, so Müller. Der operativen Umsetzung widmete sich Jens Ekopf, Managing Partner und Leiter Business Performance Improvement bei W&P. „Operative Exzellenz ist der Kern eines erfolgreichen Carve-Outs. Wer Transparenz schafft, sauber priorisiert und frühzeitig eine funktionierende Steuerungslogik etabliert, verhindert Reibungsverluste und sichert die Handlungsfähigkeit beider Seiten“, betonte Ekopf. Besonders kritisch sei die Sicherstellung der Business Continuity – vom ersten Tag an und über alle Übergangsphasen hinweg. Prof. Dr. Georg Streit, Partner und Leiter der Praxisgruppe Restrukturierung & Insolvenzrecht bei HEUKING wies auf rechtliche Fallstricke hin – von Haftungsrisiken in Insolvenznähe über Nachhaftungstatbestände im Umwandlungsrecht bis zu Risiken bei Asset Deals wie Betriebsübergang, Betriebssteuern oder Firmenfortführung. Aus rechtlicher Sicht müsse die Stand-Alone-Fähigkeit beider Einheiten durch tragfähige Finanzierungsstrukturen, ausreichende Liquiditätsreserven und klare Patronats- oder Freistellungsverpflichtungen abgesichert werden. Eine saubere Planung, gründliche Due Diligence und belastbare Vertragsgestaltung seien dafür unverzichtbar.  Doreen Laabs, Leiterin Debt Advisory bei W&P, machte deutlich, dass die aktuelle Lage am deutschen Finanzmarkt angespannt sei: „Unternehmen sollen investieren, transformieren und wachsen, haben aber mit steigenden Betriebskosten und zunehmend erschwertem Kapitalzugang zu kämpfen.“ In dieser Situation biete Staple Financing – ein standardisiertes, vorab strukturiertes Finanzierungspaket – auf Verkäuferseite attraktive Möglichkeiten: höhere Transparenz über die Leverage-Fähigkeit des Targets, bessere Vergleichbarkeit der Angebote, weniger Informationsasymmetrien und eine effizientere Transaktionsabwicklung. Ihr Fazit: Staple Financing kann ein wertvolles Instrument sein, muss jedoch präzise auf Zielgruppe und Transaktion abgestimmt werden, um Überraschungen beim Signing zu vermeiden. In der Werkstatt-Diskussion wurde abschließend die Rolle der Eigentümerfamilie bei Carve-Outs in Familienunternehmen hervorgehoben. Häufig geht die Initiative zur Abspaltung von der Familie aus – getrieben durch strategische Neuausrichtung, Fokussierung auf das Kerngeschäft oder finanziellen Druck. Gleichzeitig beeinflussen emotionale Faktoren und interne Dynamiken den Prozess erheblich. Entscheidend sei daher ein stringenter Kommunikations- und Steuerungsansatz: Die Familie sollte regelmäßig, transparent und auch außerhalb formaler Gremien über Fortschritte und Notwendigkeiten informiert werden, um Momentum zu sichern, Missverständnisse zu vermeiden und frühzeitige Abbrüche zu verhindern. Fazit der Referenten: Ein Carve-Out ist ein strategischer Neustart. Unternehmen, die ihn transparent und strukturiert gestalten, reduzieren Komplexität und gewinnen Handlungsfähigkeit zurück.
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Best Case
19.11.2025
Die DIAMED Medizintechnik GmbH, spezialisierter Partner für extrakorporale Blutreinigung, liefert Geräte, Verbrauchsmaterial und anwendungsnahen Klinik-Support einschließlich Schulung und Service.  Ziel des Unternehmens: Durch Differenzierung im Intensivumfeld auf Basis erhöhter Produktpräsenz in Krankenhäusern wachsen, die Markenbekanntheit steigern und Cross-Sales-Potenziale aus dem Bestandsgeschäft generieren.  In einem gemeinsamen Projekt mit W&P wurde im Rahmen einer dreistufigen Potenzialanalyse Die DIAMED Medizintechnik GmbH, spezialisierter Partner für extrakorporale Blutreinigung, liefert Geräte, Verbrauchsmaterial und anwendungsnahen Klinik-Support einschließlich Schulung und Service.  Ziel des Unternehmens: Durch Differenzierung im Intensivumfeld auf Basis erhöhter Produktpräsenz in Krankenhäusern wachsen, die Markenbekanntheit steigern und Cross-Sales-Potenziale aus dem Bestandsgeschäft generieren.  In einem gemeinsamen Projekt mit W&P wurde im Rahmen einer dreistufigen Potenzialanalyse - die Zusammenarbeit mit einem möglichen Kooperationspartner für eine neue Lösung zur Sepsiserkennung & -therapieentscheidung evaluiert - und eine Go-/No-Go-Entscheidung für die Produktportfolioerweiterung abgeleitet. „Ein pragmatisches Projektvorgehen und hohe Industrieexpertise haben zu exzellenten Ergebnissen geführt. Die persönliche Zusammenarbeit mit dem Team von Dr. Wieselhuber & Partner haben wir sehr geschätzt und werden bei passenden Fragestellungen wieder auf W&P zukommen,“ so Dr. Sven Steinhoff Geschäftsführer DIAMED Medizintechnik GmbH. Wie das Team um Dr. Michael Marquardt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen. die Zusammenarbeit mit einem möglichen Kooperationspartner für eine neue Lösung zur Sepsiserkennung & -therapieentscheidung evaluiert und eine Go-/No-Go-Entscheidung für die Produktportfolioerweiterung abgeleitet. „Ein pragmatisches Projektvorgehen und hohe Industrieexpertise haben zu exzellenten Ergebnissen geführt. Die persönliche Zusammenarbeit mit dem Team von Dr. Wieselhuber & Partner haben wir sehr geschätzt und werden bei passenden Fragestellungen wieder auf W&P zukommen,“ so Dr. Sven Steinhoff Geschäftsführer DIAMED Medizintechnik GmbH. Wie das Team um Dr. Michael Marquardt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen. 
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Publikation
13.11.2025
Auch das dritte Quartal 2025 ist von Gegensätzen geprägt. Während das Statistische Bundesamt für Deutschland ein kaum nennenswertes Wachstum meldet und Österreich im Sommer kurzfristig in eine technische Rezession geriet, zeigen einzelne Branchen bereits wieder Dynamik: Tourismus und Bau profitierten von Nachholeffekten, der Export verzeichnete nach langen Monaten der Stagnation leichte Zuwächse. Gleichzeitig belasten hohe Zinsen, volatile Energiepreise und anhaltende geopolitische Unsicherheiten weiterhin die Planungen von Unternehmen. Dieser Mix aus zögerlicher Erholung und anhaltendem Druck prägt die Gespräche in Banken, Kanzleien und Aufsichtsgremien. Auf der einen Seite überlagern Insolvenzen bekannter Mittelständler und Restrukturierungen im Immobiliensektor die Schlagzeilen. Auf der anderen Seite entstehen neue Investitionsprojekte: grenzüberschreitende Kooperationen in der Energiewende, Rekordinvestitionen in Digitalisierung und die Rückkehr von Industrieproduktionen, die lange als verloren galten. Besonders auffällig ist der Stimmungsunterschied zwischen traditionellen Kernindustrien und jungen Wachstumssektoren. Während Automobil- und Maschinenbau weiterhin um internationale Wettbewerbsfähigkeit ringen, gelingt es Teilen der Chemie, Logistik und IT, Marktanteile zurückzuerobern. Österreichs starke Familienunternehmen profitieren von resilienten Nischenmärkten, Deutschlands mittelständische Weltmarktführer punkten mit ihrer Ingenieurskunst. Doch die entscheidende Frage bleibt: Wird es gelingen, die vorhandene Kapitalausstattung und Innovationskraft in nachhaltiges Wachstum umzuwandeln? Erste Signale sind ermutigend: Die Investitionsbereitschaft privater Fonds steigt, staatliche Programme beschleunigen Infrastrukturprojekte, und die Nachfrage nach Transformationsfinanzierungen nimmt zu. Unser Sanierungsbarometer erfasst diese fragile Zwischenlage: Noch immer ist die Unsicherheit hoch, deshalb müssen Geschäftsmodelle aktiv gestaltet und umgebaut werden und nicht – nach dem Prinzip „Hoffnung“ auf die nächste Konjunkturwelle gewartet werden. Lassen Sie uns die Ergebnisse daher nicht als Mahnung, sondern als Wegweiser verstehen. Sie zeigen, dass aus den Brüchen der alten Geschäftsmodelle neue Chancen entstehen können – wenn Kapital, Regulierung und Unternehmergeist zusammenspielen.
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Publikation
11.11.2025
Aus unserer Projekterfahrung wissen wir, dass viele mittelständische Sport- und Outdoor-Unternehmen ein hohes Kundendurchschnittsalter von +/- 60 haben. Hierdurch wird Umsatzpotenzial des Sortiments verschenkt. Die Zielsetzung ist daher häufig für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens jüngere Kunden und Fans zu gewinnen. Wie kann das gelingen? Die Antwort hierzu beginnt mit dem Verständnis für welche Faktoren die Kaufentscheidungen von Gen Z, Y und X prägen und der Erkenntnis, wie sich diese verändern. Nur wer seine Kunden versteht kann sie richtig ansprechen. Die W&P Studie „NextGen Insights: Werte, Kanäle, Entscheidungen“ in Kooperation mit Dr. Henrik Vogel, Professor für Marketing an IU München, legt den Grundstein hierzu. Durch eine repräsentative Befragung von 1.700 Teilnehmenden haben sie wesentliche Entwicklungen für Lifestyleunternehmen und explizit für die Sport und Outdoorbranche identifiziert. Anhand des beispielhaften Kaufprozesses einer „Wasserdichten Funktionsjacke“ werden anhand der Customer Journey unter anderem folgende Fragen je Generation beantwortet: • Welche Rolle spielen stationäres Geschäft, Website und Community bei der Kaufentscheidung? • In welchen Kanälen findet zukünftig der eigentliche Kauf statt? • Welche Relevanz hat Nachhaltigkeit bei der Kaufentscheidung wirklich? • Wie können Kunden über die Transaktion hinaus zu Fans gemacht werden? Anbei finden Sie die Übersicht der Studienergebnisse. Für tiefergehende Informationen zu den Ergebnissen der Studie und für einen Austausch zu den Implikationen für Ihr Unternehmen, stehen wir Ihnen mit einem persönlichen Termin gerne zur Verfügung.
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News, 07.11.2025
07.11.2025
Ob globale Unsicherheiten, steigende Finanzierungskosten oder strukturelle Marktveränderung – der Druck auf Unternehmen nimmt weiter zu. In diesem Umfeld reicht reaktives Krisenmanagement nicht mehr aus. Gefragt ist vielmehr eine gestaltende Sanierung: früh initiiert, strategisch verankert und konsequent umgesetzt. Wie man das konkret angehen kann? Dieses Thema stand im Mittelpunkt der Restructuring Lounge Linz von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit SGS. Zum Auftakt machten Daniel Emmrich, Partner bei W&P, und Dr. Christoph Strobl, Managing Partner bei SGS, deutlich: „Zukunftsfähigkeit entsteht durch klare Steuerung, stringente Prioritäten und eine Führung, die Orientierung bietet.“ Zum Start in den Abend präsentierte Dr. Daniel Degischer, Management Center Innsbruck, und Dr. Christoph Strobl,  SGS Management GmbH, in ihrem Impulsvortrag die Ergebnisse des internationalen Forschungsprojekt – finanziert von der österreichischen Nationalbank – zum Thema „Open Strategy in der Restrukturierung und Sanierung“. Durch diesen Ansatz ergeben sich neue und transparente Wege in der Neuausrichtung der Geschäfte, da es gelingt Markt, Organisation und Finanzierung zusammen an einen Tisch zu bringen.  Auch Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, unterstrich: „Viele Unternehmen navigieren auch heute noch ohne belastbare Frühwarnmechanismen. In diesem Fall ist eine integrierte kaufmännische Steuerung gefragt“, so Zubrod. Ohne Krisenfrühwarnsysteme ginge es heute nicht mehr. Im anschließenden Lounge-Talk mit den Referenten sowie Dr. Gernot Hofer, Vorstand, Invest Unternehmensbeteiligungs AG, Dr. Mario Leistentritt, Jaufer Rechtsanwälte GmbH, und Thomas Litzlbauer, Management Factory, wurde vor allem deutlich: Sanierung beginnt nicht erst mit dem Krisenfall, sondern mit klarer Kommunikation, vorausschauender Führung und dem Mut, klare Entscheidungen zu treffen. Eine spannende Brücke zwischen Hochleistungssport und Restrukturierung schlug Prof. Kurt Matzler, Professor für Strategisches Management an der Universität Innsbruck, in seinem abschließenden Impuls „High Performance Mindset“. Als zweifacher Teilnehmer und Finisher des „Race Across America“ zeigte er, zu welcher Leistung der Mensch in der Lage ist, wenn er ein „Warum“ hat und parallel maximale Disziplin und Konsequenz in der Umsetzung beweist – ganz nach dem Motto: „If you can dream it, you can do it“.
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News, 30.10.2025
30.10.2025
Kommentar von Christian Sprenger, Partner Operational Excellence, und Fabian Dichant, Senior Manager Operational Excellence bei Dr. Wieselhuber & Partner Der Produktionsstandort Deutschland wurde in den letzten Jahren gern als Problemfall beschrieben – teuer, langsam, überreguliert. Auf der Summit Allgäu Produktion 2025 war der Ton anders: Die Probleme sind brutal real, aber niemand versinkt im Selbstmitleid. Genannt wurden unter anderem hohe Energiekosten, Fachkräftemangel, Bürokratie und ein globaler Kostendruck, der durch die geopolitische Lage weiter steigt. Die US-Regierung unter Donald Trump setzt wieder offen auf Industrieprotektionismus, Zölle und „America First“, um Produktion zurück in die USA zu holen. Gleichzeitig kommt aus China eine neue Welle industrieller Konkurrenz: technisch solide, schnell skalierbar und „good enough“ – funktional ausreichend, aber preislich so aggressiv, dass gerade europäische Maschinenbauer und Zulieferer massiv unter Druck geraten. Die Botschaft der zwei Tage war deshalb eindeutig: Wenn wir in fünf Jahren noch wettbewerbsfähig sein wollen, reicht „weiter so“ nicht – gefragt seien laut Georg Weber, CTO WILO SE, mehr Produktivitätssprünge, um in 5 Jahren noch wettbewerbsfähig zu sein. Diese Produktivitätssprünge werden inzwischen nicht mehr als theoretische LEAN-Übung diskutiert, sondern sehr operativ. Automatisierung ist keine Prestigeinsel mehr, sondern Grundvoraussetzung dafür, in einem Hochlohnland stabil und in Qualität liefern zu können. Digitale Assistenzsysteme sollen Prozesse beherrschbar machen: Werkerführung in Echtzeit statt dicker Arbeitsanweisung, sofortiges Feedback statt spätem Nacharbeiten, klare Takte statt individueller Heldenleistung. Nachhaltigkeit wird nicht mehr als Imageblock verkauft, sondern als Teil der Effizienzlogik: Energie verstehen, Verbräuche aktiv steuern, eigene Versorgung sichern, Verluste reduzieren. Es geht weniger um „mehr Leute für mehr Schichten“, sondern darum, die vorhandenen Ressourcen so stabil, standardisiert und störungsarm laufen zu lassen, dass Ausbringung und Liefertreue planbar bleiben. Ein weiterer roter Faden: Geschwindigkeit. Veränderung wird nicht mehr als mehrjähriges Transformationsprogramm beschrieben, sondern als Taktfrage im Tagesgeschäft. Wer jede Entscheidung dreifach absichert, liefert zu spät. Wer die Industrialisierung zu lange absichert, verliert den Markt an jemanden, der schneller lernt. Geschwindigkeit wird damit zur Führungsaufgabe – nicht nur in der Entwicklung, sondern bis tief in die Fertigung. Entbürokratisierung wurde nicht als politisches Schlagwort diskutiert, sondern als Standortfrage. Zu lange Genehmigungswege, zusätzliche Berichtspflichten, wachsende regulatorische Komplexität kosten genau die Geschwindigkeit, die alle gleichzeitig einfordern. Am Ende liefen die Forderungen aus Industrie und Mittelstand erstaunlich deckungsgleich zusammen: weniger Fesseln, mehr Mut zu Sprunginnovationen und ein konsequenter Fokus auf Effizienz und Produktivität direkt am Shopfloor – nicht nur in Präsentationen. Fazit: Wettbewerbsfähigkeit wird sich nicht mehr über Lohnkosten entscheiden, sondern über Exzellenz in der Ausführung. Wer morgen bestehen will, muss heute Standards schaffen, Komplexität runterfahren, Output pro Anlage und Schicht heben und Führung am Shopfloor stärken – und das Ganze mit Tempo.
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News, 23.10.2025
23.10.2025
Die deutsche Bauwirtschaft steht weiter unter erheblichem Druck. 2025 droht das fünfte Jahr in Folge ein Umsatzrückgang. In diesem Umfeld gilt: Nur wer frühzeitig handelt, bleibt am Steuer. Unternehmen, die Transformation anstoßen, Kosten senken und eine Neuausrichtung einleiten, sichern sich Handlungsfreiheit – statt sich von externen Faktoren oder Finanzierern lenken zu lassen. Wie? Entsprechende Impulse standen im Mittelpunkt des digitalen Executive Dialog „Stagnation in der Bauindustrie“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P). „Je länger der Aufschwung dauert, desto wichtiger werden Durchhaltevermögen, Kapitalreserven, das Erreichen des Break-even und die „Atmungsfähigkeit“ der Unternehmen“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Moderator und W&P Branchenexperte. Georg Charlier, Regional Manager bei JLL, verdeutlichte: Das Marktumfeld bleibt herausfordernd auch wenn mittlerweile vereinzelter Lichtblicke am Horizont sichtbar werden. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferer bei W&P, betonte in seiner strategischen Einordnung entsprechend: „Wer in dieser schwierigen Phase das passende Portfolio und eine leistungsfähige Organisation im Griff hat, kann jetzt strategisch die Weichen stellen und als Gewinner hervorgehen.“ Unternehmen, die breit diversifiziert und effizient aufgestellt sind, verfügen über einen klaren Vorteil. Frühzeitiges Handeln wird damit zum Schlüsselfaktor, um Kosten zu senken, Effizienz zu steigern und neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Dass kaufmännische Steuerung dabei weit mehr ist als ein Reporting-Instrument, unterstrich Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: „Unternehmen dürfen kaufmännische Steuerung nicht als lästige Pflicht begreifen – richtig umgesetzt wird sie zum strategischen Vorteil. Existieren keine derartigen Instrumente bedeutet das auf jeden Fall einen Wettbewerbsnachteil!“ Moritz Polk, Manager bei W&P, ergänzt: „Nur der integrierte Dreiklang aus Strategie-, Finanz- und Liquiditätsmanagement ermöglicht kontrollierte, fundierte Entscheidungen für die Zukunft -  die letztlich Zeit und Kosten sparen.“ Wie das in der Praxis gelingt, zeigte W&P Partner Daniel Emmrich anhand eines Restrukturierungsbeispiels. Er ist sich sicher: „Zentrale Erfolgsfaktoren der Restrukturierung und Neuausrichtung sind vor allem die offene Kommunikation mit allen Finanzierern, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Beratern und Geschäftsführung und der klare Veränderungswille in der Führung.“ In der abschließenden Diskussion wurde deutlich: Die Branche durchläuft tiefgreifende strukturellen Veränderungen – frühes, szenariobasiertes Handeln schafft in dieser Situation Klarheit und sichert Handlungsfähigkeit. Wer jetzt kaufmännische Steuerung als strategisches Führungsinstrument begreift, Effizienz mit klarer Ausrichtung verbindet und strategisch klug handelt, kann gestärkt aus der Stagnation hervorgehen und den Wettbewerb sogar überholen. 
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Event, 11.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Boards, Management und Gläubigergremien stehen unter zunehmendem Entscheidungsdruck – insbesondere in Transaktions- und Sondersituationen. In diesem Umfeld sind eine belastbare rechtliche Absicherung sowie nachvollziehbare, fundierte ökonomische Bewertungen von zentraler Bedeutung.Im Executive Dialog geben wir praxisnahe Einblicke und konkrete Empfehlungen zur rechtssicheren Dokumentation von Gremienentscheidungen sowie zum gezielten Einsatz von Fairness Opinions. Gemeinsam mit den „White Collar Defense“-Anwälten von Skadden zeigen wir anhand ausgewählter Praxisbeispiele, wie Entscheidungen strukturiert vorbereitet, klar formuliert und sauber dokumentiert werden sollten, um Haftungsrisiken wirksam zu minimieren.
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Kommentar, 21.08.2025
21.08.2025
Kommentar von Oliver Markschläger, Leiter Bauindustrie bei Dr. Wieselhuber & PartnerViele beobachten, überlegen oder beharren – nur wenige bewegen sich: In der Baubranche ist es seit Jahren Thema, dass industrialisiertes Bauen die fehlende Kundenzentrierung durch fragmentierte Leistungserbringung, zu teure Herstellkosten, lange und volatile Projektlaufzeiten in den Griff bekommen könnte. Doch nur wenige Hersteller widmen sich der Umsetzung mit echter Konsequenz.Ja, es gibt erfreuliche Ausnahmen: Einige Projektentwickler rücken näher an Planung und Produktentwicklung heran, Modul-/Systembauer professionalisieren ihre Fertigung und verproben die eigene Produktentwicklung und erst vor kurzem hat ein GU ein neues Baukastensystem gelaunched. Der Großteil jedoch verharrt im Status quo – und für viele erschöpft sich „industrialisiertes Bauen“ in der Vorstellung von etwas mehr Standarddetails oder dem alleinigen Fokus auf Vorfertigung, ohne das Thema ganzheitlich zu denken. So, als sei die Revolution auf der Baustelle lediglich ein spannendes Thema für Kongresse, Fachzeitschriften oder Imagebroschüren, nicht aber eine ernsthafte Handlungsoption für das eigene Geschäft.Doch dieses Zögern ist keine Vorsicht. Es ist ein Risiko - ein massives! Denn wer auf die perfekte, ausgereifte, in allen Details durchoptimierte Lösung mit fertig aufgebauten Lieferketten und abgestimmten Ökosystemen und perfekten regulatorischen Rahmenbedingungen mit guten Förderbedingungen wartet, verpasst die Chance den Weg mitzugestalten. Industrialisiertes Bauen entwickelt sich in Iterationen – es ist ein Lernprozess, der Anpassungen und Mut verlangt.Fehlende Risikobereitschaft ist der wahre Kostenfaktor In einer Branche, die ohnehin von volatilen Märkten, steigenden Kosten, Fachkräftemangel und häufig geringen Margen geprägt ist, wirkt das Festhalten am Status quo geradezu paradox. Die Angst vor Fehlschlägen oder Investitionsrisiken sorgt dafür, dass viele lieber weiter mit veralteten Prozessen arbeiten, als neue Wege zu gehen. Doch während die Konkurrenz bereits Produktionsketten optimiert, Montagezeiten halbiert und Materialeffizienz steigert, verlieren Zauderer nicht nur Margen, sondern auch Marktanteile.Der Schritt ins industrialisierte Bauen heißt, Strukturen aufbrechen, Rollen neu definieren und Investitionen tätigen, deren Return nicht immer sofort sichtbar ist. Auch heißt es die eine hocheffiziente Produktion (off- und on-site) mit durchdachter Produktionsplanung und integrierter Lieferkette zu gestalten, Prozesse zu digitalisieren, Produktentwicklung schon vor Auftragseingang neu zu denken, KI in die Produkt- und Projektplanung zu integrieren, DfMA Prinzipien in die Planungen integrieren, Lieferanten neu auszuwählen, langfristig zu binden und zu integrieren, Fertigungskapazitäten aufzubauen, Mitarbeiter umzuschulen und ganz neue Köpfe einzustellen… Hört sich anstrengend an? Ja, das ist es und noch dazu riskant! Aber: Risikofreien Wandel gibt es nicht. Und so trennt sich mit diesen Schritten die Spreu vom Weizen: Unternehmen, die eine neue Produktionslogik entwickeln, sichern sich auch ihre Zukunft – und dabei liegt kein Wissens- oder Kompetenzproblem vor, sondern lediglich ein Umsetzungsproblem. Eine Schlüsselrolle auf dem Weg zum industrialisierten Bauen haben die Investoren und Projektentwickler. Sie können und müssen einfordern, dass Bauen günstiger, schneller, nachhaltiger und besser wird. Ihr Druck – kombiniert mit der Pionierarbeit einiger weniger Komplettlösungsanbieter – wird der entscheidende Beschleuniger für die Umsetzung sein.
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Publikation
06.08.2025
Während die Wirtschaftspresse täglich von milliardenschweren Investitionen in KI-Rechenzentren berichtet und Top-Talenten Gehaltspakete von hundert Millionen Euro zugesprochen werden, bangen traditionelle Kernbranchen wie Automobil- und Maschinenbau um Stückzahlen, Margen und Marktanteile. Dieser dramatische Kontrast prägt die Stimmung in den Kreditabteilungen, in den Partnerbesprechungen der Kanzleien und in den Geschäftsführungen und Gesellschaftergremien der Familienunternehmen. Doch Deutschland hat zwei entscheidende Trümpfe in der Hand – Kapitalausstattung und Ingenieurskompetenz. Die Bilanzen vieler Mittelständler sind solide, und der Staat kann sich fiskalische Anschubprogramme leisten. Was fehlt, ist Klarheit: ein verlässlicher regulatorischer Rahmen für KI-Anwendungen, beschleunigte Genehmigungsverfahren für neue Fabriken und Anreize für private Infrastruktur-Investoren. Solange die Spielregeln schwammig bleiben, wandelt sich Liquidität zu Liquidationsrisiko. Die jüngste Welle großer Insolvenzverfahren zeigt: Wenn Unsicherheit länger währt als die Eigenkapitalreserven, entscheidet irgendwann der Insolvenzverwalter über den Unternehmensverkauf – nicht mehr der Unternehmer. Das aktuelle W&P Sanierungsbarometer au Basis 230 befragter Top-Experten misst sowohl die Temperatur des Kreditmarkts als auch den Puls dieser Transformationsphase. Banken und Anwälte teilen ihre Einschätzung zu Branchenrisiken auch vor dem Hintergrund vieler stiller Rettungen hinter den Kulissen.
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Publikation
30.07.2025
Unternehmen stehen heute unter doppeltem Druck: Märkte verändern sich rasant, Kundenbedürfnisse werden individueller, und der Wettbewerb wird zunehmend digital. Gerade in dieser Situation gewinnt Marketing eine neue strategische Bedeutung als Hebel für Wachstum, Differenzierung und Wertsteigerung. Wer Marketing heute ganzheitlich denkt, intelligent orchestriert und datenbasiert steuert, schafft echte Wettbewerbsvorteile – auch und gerade im Mittelstand. Durch moderne Daten- und KI-Technologien lassen sich Effizienzgewinne realisieren, Erlebnisse personalisieren und der Return on Marketing Investment (ROMI) präzise steuern – ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Doch vielen fehlt ein systematischer Zugang. Es mangelt an Know-how, internen Ressourcen und übergreifender Koordination. Ohne strategische Verankerung, bereichsübergreifende Steuerung und gezielten Kompetenzaufbau scheitern viele KI-Initiativen an Strukturen, Kultur oder rechtlichen Unsicherheiten. Wie Künstliche Intelligenz entlang der klassischen 7P des Marketings – Product, Price, Promotion, Place, People, Physical Evidence und Process – gezielt eingesetzt werden kann, um Wirkung zu entfalten? Antworten liefert das aktuelle W&P White Paper „Disruption des Marketing: Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmenswert durch modernes Marketing mit starkem Daten- und KI-Bezug steigern“.
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Best Case
10.07.2025
Die Einheit „Intelligent Power & Control Systems“ (ICS) innerhalb von Würth Elektronik ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion kundenspezifischer leiterplatten-basierter Systemlösungen für Stromverteiler, Anzeige- und Bedienfelder sowie elektronische Steuerungen. Im Zuge der Wachstumsstrategie hat die ICS die auf zukunftsweisende Lösungen für Automotive-Anwendungen fokussierte enfas GmbH übernommen. Da die enfas-Mitarbeiter mehrheitlich in der Entwicklung tätig waren, lag ein besonderer Schwerpunkt der Integrationsaktivitäten darauf, die zukünftige Entwicklungsorganisation konzeptionell zu gestalten und deren Umsetzung operativ zu begleiten. Zusammen mit W&P sollte die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von WE ICS gesteigert, eine einheitliche Entwicklungsstrategie etabliert sowie Strukturen, Prozesse und Portfolios beider Organisationen zielorientiert ausgerichtet werden. Damit sollten Synergiepotenziale gehoben, wertschöpfende Tätigkeiten optimiert sowie eine bereichs- und standortübergreifenden Zusammenarbeit gefördert werden. „Die professionelle Unterstützung von W&P war ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die zielgerichtete Gestaltung und Umsetzung unserer neuen Entwicklungsorganisation. Die methodische Kompetenz und klare Struktur haben maßgeblich zur Effizienz und Qualität des Integrationsprozesses beigetragen,“ so Dr. Klaus Wittig, CEO, Würth Elektronik ICS. Wie das Team konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Kommentar, 05.06.2025
05.06.2025
„All that lives must die, passing through nature to eternity“ - so Shakespeare bereits im 16. Jahrhundert über die Vergänglichkeit des Lebens. Doch was, wenn man das Leben verlängern oder das Altern sogar stoppen kann? Der neue Megatrend Longevity zielt genau darauf ab.Longevity beschäftigt sich mit der Verlängerung der gesunden Lebensspanne und beruft sich v.a. auf die Vermeidung von Volkskrankheiten, wie Herzkreislaufkrankheiten - im Jahr 2023 in Deutschland mit 33,9% die Haupttodesursache. Auch Diabetes-Typ 2, Adipositas oder ein Herzinfarkt, verursacht durch ungesunde Lebensführung (nicht immer) über lange Zeit, sind gegebenenfalls vermeidbar.Auf dem Longevity-Summit am 27.06 & 28.06 in Berlin zeigte sich, dass Longevity zwei Dimensionen erfüllt: einmal widmet sich Longevity der Prävention von Zivilisationskrankheiten. Ein wichtiges Thema, wenn man die Entwicklung der Prävalenz der oben erwähnten Krankheiten betrachtet und in Verbindung mit dem demografischen Wandel die Entwicklung prognostiziert. Zum anderen wird der Lifestyleaspekt im Sinne von der Aufrechterhaltung, der Kaschierung/Reparatur des Körpers und der Gesundheit auf der Messe präsentiert. In dieser Hinsicht scheint dieser Trend geradezu “modisch”: Es ist “In” Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, die VO2Max zu messen oder das Gesicht mit einer Multi-Ingredienz Creme zu behandeln.Der Markt für diese Produkte wächst mit zweistelligen Zuwachsraten, der wichtigste Vertriebskanal ist das Internet. Und jeder Markt bekommt die Produkte, die die Verbraucher nachfragen oder von denen sie sich subjektiv wie objektiv einen konkreten Nutzen versprechen - Placebo ist ein wichtiger Effekt des Wohlbefindens. Die Zweiteilung des Longevity-Marktes hat Konsequenzen für die teilnehmenden Unternehmen: Große, evidenzorientierte und forschungsintensive Unternehmen prägen den Markt auf der einen Seite, auf der anderen Seite stehen konsumige Aspekte wie die “Life-Extension-Pill” im Vordergrund – von seriöser Forschung bis hin zu Scharlatanerie ist noch alles dabei.Um künftig Vertrauen bei den Verbrauchern für diesen komplexen Markt zu erzeugen, müssen etablierte und neue Anbieter Markenkapital bilden. Neben Bekanntheitsgrad und einem konsequent positionierten Auftritt könnte – realistische Wirkungsversprechen vorausgesetzt – der Longevitymarkt auch die bisher skeptischen Apotheker überzeugen. Dieser ist nach wie vor die vertrauenswürdigste Quelle beim Kauf von Gesundheitsprodukten. Sollte diese Tatsache eintreten, ist in Kürze mit einer radikalen Bereinigung der „bunten“ Anbieterstruktur zu rechnen. Die vielen StartUps, oft mit fragwürdiger USP, dürften in großer Zahl vom Markt verschwinden. Etablierte Pharmaunternehmen mit einer überzeugenden Marke und nachhaltigen Wirkversprechen werden hingegen sehr hohe Umsätze in diesem Markt erzielen können.Die Grundbausteine für ein langes Leben bleiben seit Jahrhunderten unverändert: Sport, gesunde Ernährung und erholsamer Schlaf sind wichtig. Als zusätzliche Ergänzung tragen nun Cremes, NEMs und Tests zum gesunden Lifestyle bei, weshalb Unternehmen in Zukunft über ein zielgerichtetes Marketing für unterschiedliche Zielgruppen Lifestyle-Kaufkraft auf sich ziehen werden und bei hohen Margen erhebliche Umsätze generieren.
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Publikation
27.05.2025
Die aktuelle Studie „Die Konsumgüterbranche im Spannungsfeld – Marken-, Hybrid- vs. Handelsmarkenhersteller“ von W&P zeigt: Der Wettbewerb zwischen Marke und Handelsmarke hat sich weiter intensiviert. Denn die wirtschaftliche Performance vieler FMCG-Unternehmen in Deutschland befindet sich seit Jahren unter starkem Druck. Besonders betroffen: EBIT und Kapitalrendite (ROI), deren Rückgang sich über nahezu alle Geschäftsmodelltypen – Marken-, Handelsmarken- und Hybridhersteller – sowie eine Vielzahl von Warengruppen hinweg erstreckt. Bei Studienbestellung kontaktieren wir Sie für ein persönliches Gespräch mit individualisierten Benchmarks & Daten für Ihr Unternehmen.
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Best Case
13.05.2025
Die Banner GmbH mit Sitz in Österreich ist mit seinen Business Units „Automotive“ und „Energy Solutions“ ein international führender Anbieter von Batterielösungen. In einem Marktumfeld mit hoher Wettbewerbsintensität stand die Vertriebseinheit „Energy Solutions“ in Deutschland vor der Herausforderung, an den Erfolg in Österreich und der Schweiz anzuknüpfen. W&P wurde beauftragt, gemeinsam mit Banner eine strategische Fokussierung des länderspezifischen Vertriebs zu definieren und bei der Konkretisierung sowie Umsetzung operativer Maßnahmenpakete zu unterstützen. Für die Umsetzung wurde der bewährte W&P-Co-Creation-Ansatz gewählt, in dem ein definiertes Banner-Kernteam und das W&P-Team eng zusammenarbeiteten: „Durch die strukturierte Projektbearbeitung von W&P, bei der alle Beteiligten aktiv eingebunden wurden, konnte eine klare Fokussierung der Marktbearbeitung erreicht werden. Die entwickelte Strategie ist das zentrale Element für die künftige effiziente Zielerreichung in Deutschland “, so Mag. Werner Töpfl CEO/Geschäftsführer von Banner GmbH. So wurden Anwendungsfelder mit hoher strategischer Passung zur Konzentrierung der Marktbearbeitung und Steigerung der Vertriebseffizienz identifiziert, ein übergeordneter Umsetzungsfahrplan für die langfristige Zielerreichung entwickelt, konkrete Handlungsfelder zur operativen Umsetzung der Vertriebsstrategie definiert und das Commitment aller Beteiligten durch kollaborative Strategieentwicklung gesichert. Wie das Team um Ferdinand Fiedler, Senior Manager Industriegüter, konkret vorging? Im aktuellen Best Case lesen.
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Publikation
28.04.2025
Nicht-performende Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften stellen Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen: Sie binden Kapital, Management-Attention und müssen von profitablen Geschäften häufig quersubventioniert werden. Damit beeinträchtigen sie die Wettbewerbsfähigkeit des Kerngeschäfts und die Zukunftsfähigkeit des Gesamtunternehmens. Fakten und Erkenntnisse zu schwachen oder defizitären Geschäftsbereichen liegen meist vor und sind Entscheidern bekannt. Handlungsoptionen und konsequente Entscheidungen im Management- und Gesellschafterkreis, wie mit diesen Geschäftsbereichen oder Tochtergesellschaften umzugehen ist? Häufig Fehlanzeige – mit entsprechender Konsequenz für Effizienz- und Ertragsstärke des Gesamtunternehmens. ■ Emotionale Bindungen an tradierte Geschäftsbereiche verhindern eine objektive Beurteilung und konsequente Entscheidungen ■ Operative Maßnahmen zur Performance-Steigerung werden fortlaufend initiiert, selbst wenn sie in der Vergangenheit bereits gescheitert sind ■ Diskussionen über strategische Optionen finden oft ohne klare Faktengrundlage statt, was eine fundierte Entscheidungsfindung verhindert ■ Ergebnisloses Diskutieren im Kreis von Gesellschaftern/Beiräten führt dazu, dass kritische Geschäftsbereiche trotz erkennbarer Defizite weitergeführt werden, ohne echte Veränderungen einzuleiten ■ Mangelnde Erfahrung mit Sanierungs- und Exit- Strategien wie M&A, außergerichtlichen oder gerichtlichen Verfahren sorgen dafür, dass diese Optionen nicht strukturiert und faktenbasiert geprüft werden – obwohl sie Lösungswege darstellen Klar ist: Es braucht eine strukturierte Analyse und eines systematischen Vorgehen, das sowohl strategische als auch finanzielle und operationale Dimensionen berücksichtigt. Wie also umsetzungsorientierte und konsensfähige Handlungsoptionen entwickeln? Antworten im neuen W&P Dossier „Sanierung ungeliebter Töchter und Geschäftsbereiche“.
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Best Case
16.04.2025
Die GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG ist ein international führendes Familienunternehmen spezialisiert auf Prozesstechnik für die Pharma- und Halbleiterindustrie sowie allgemeine industrielle Anwendungen. Durch das starke Wachstum der letzten Jahre und der Ausweitung der Produktions- und Vertriebsgesellschaften baut GEMÜ seine globale Wettbewerbsfähigkeit stetig aus. Ein zentraler Hebel: die strategische Ausrichtung und Effizienzsteigerung der administrativen Bereiche. Um diesen Transformationsprozess professionell aufzusetzen, wurde Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) beauftragt – von der Analyse der Ausgangssituation über die Entwicklung einer langfristigen Funktionalstrategie bis hin zur konkreten Projektaufplanung und Definition der Governance Modelle. „Durch die Zusammenarbeit mit W&P konnten wir schnell und effizient die strategischen Ziele und die erforderlichen Projekte für den Weg zur administrativen Exzellenz definieren, um damit die Performance unseres Unternehmens nachhaltig zu steigern“, so Stephan Müller, Geschäftsführer GEMÜ. Wie das Team um Oliver Rörig, Partner bei W&P, das Projekt begleitete? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
20.02.2025
Gerade der deutsche Mittelstand steht vor dem Spagat, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und zugleich die finanzielle und wirtschaftliche Stabilität sicherzustellen. Einerseits erfordert der zunehmende Fachkräftemangel signifikante Investitionen in die Gewinnung, Bindung und Weiterentwicklung von Talenten und Schlüsselressourcen. Andererseits verlangen die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine konsequente Kosten- und Liquiditätssteuerung, um potenziellen Schieflagen frühzeitig entgegenzuwirken. Um diese Aspekte miteinander zu verbinden, hat Dr. Wieselhuber & Partner den „HR Cost & Risk Navigator“ entwickelt. In einem fokussierten Projekt analysieren wir innerhalb weniger Tage Ihr HR-Leistungsportfolio, ihre HR-Risikoposition sowie damit direkt und indirekt verbundene Personalkosten. Hieraus leiten wir für Sie maßgeschneiderte Handlungsfelder und Maßnahmen ab, um Potenziale für nachhaltige Kosteneinsparungen und Risikominimierungen sowie eine strategie- und wertschöpfungsorientierte HR-Prozesskette aufzuzeigen. Das Ergebnis: 1. Hohe Transparenz über alle relevanten HR-Kosten und ihre Treiber, als Grundlage für faktenbasierte Entscheidungen 2. Ein pragmatisches Maßnahmenpaket, das Effizienzsteigerungen im HR-Serviceportfolio ermöglicht 3. Konkrete Handlungsempfehlungen für unmittelbar wirksame Kostensenkungen und nachhaltige HR Risikominimierung 4. Ein stringentes Vorgehen für ein effizientes HR-Management als Hebel für langfristigen Erfolg in Bezug auf Ergebnis, Kosten, Liquidität und Risikopositionierung
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Kommentar, 23.01.2025
23.01.2025
Von Florenz bis Düsseldorf – eine Mischung aus Hoffnung und auch Sorge. Denn egal ob auf der Ordermesse Pitti Uomo oder den Düsseldorfer Fashion Days (DFD): Bei aller Entschlossenheit und Optimismus, die Unternehmen der Fashionbranche zukunftsfähig aufzustellen, herrscht doch weiter Unsicherheit. Die Branche kämpft mit Unkalkulierbarkeit ausgelöst durch das politische Umfeld, Kaufzurückhaltung und die wirtschaftlich angespannte Situation.Welche Händler und Hersteller werden als nächste Insolvenz anmelden? Wie verändern sich Absatzkanäle oder die Wettbewerbssituation strukturell? Wie kann Ware richtig eingesteuert und die Marge maximiert werden? Wie können Abverkaufszahlen gesteigert und gleichzeitig Profitabilität gesichert und erhöht werden? Fragen wie diese beschäftigen die Entscheider in der Modewelt nach wie vor. Sie stehen vor der Herausforderung, ihre Strategien an die neue Realität anzupassen, neue Absatzkanäle und -märkte zu identifizieren und zukunftsorientiert zu handeln.Fragen wie diese wurden in der Vergangenheit überwiegend vertraulich besprochen, und die Branche zeigte sich eher verschlossen, wenn es zuweilen nicht optimal lief. Erfreulicherweise ist mittlerweile eine schrittweise Öffnung zu erkennen – Sorgen werden mit Wettbewerbern geteilt, Händler und Marken arbeiten zunehmend vertrauensvoller und enger miteinander. Definitiv eine positive Entwicklung, sitzen doch alle Akteure – bedingt durch die exogenen Einflüsse – im selben Boot. Nur wer Zusammenschlüsse wagt und auf Kooperation, ggf. auch mit branchenfremden Organisationen, setzt, stellt sich robust und zukunftsfähig auf. Klar ist: Die Zeit der Eitelkeiten ist definitiv vorbei, jetzt zählt das Miteinander!Die Stärken, die viele Unternehmen der Branche eint – Innovations- und Anpassungsfähigkeit sowie Routine im Umgang mit Wandel – gilt es nun mehr denn je zu nutzen. Besonders die Familienunternehmen der Branche könnten hier eine Schlüsselrolle einnehmen und zeigen, wie durch eine Balance aus Tradition und Innovation erfolgreich eine Brücke zwischen langfristiger Stabilität und kurzfristiger Anpassung geschlagen werden kann. Wer die Aufbruchstimmung der Messe als Auftakt für eine ehrliche Standortbestimmung nutzt und notwendige Transformationsprozesse anstößt, schafft die Basis für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Zukunft.
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Kommentar, 16.01.2025
16.01.2025
War der Wohnbau in Deutschland zuletzt die „Todeszone“ der Industrie, mehren sich auf der BAU 2025 die Stimmen und Anzeichen dafür, dass die Talsohle durchschritten ist. Immobilienpreise stabilisieren sich, Finanzierungen werden wieder günstiger und der Bedarf an Bauleistungen für Wohnungen und Infrastruktur bleibt enorm. Zugleich werden die Auswirkungen des Fachkräftemangels im Handwerk zunehmend für die Unternehmen spürbar. Viele stellen sich die Frage, wer die notwendige Bauleistung eigentlich erbringt, wenn die Babyboomer gehen und Azubis fehlen. Günstige Arbeitskräfte aus anderen EU-Ländern sind es auf Dauer jedenfalls nicht, da es auch dort lokalen Bedarf und die Verrentung der Babyboomer gibt.Industrielles Bauen und serielles Sanieren weiter TrendsDIE prominente Antwort auf den vorgenannten Fachkräftemangel und die hohen Baukosten bleibt die industrielle Vorfertigung am Bau. Das Thema wird seitens der Messe mittlerweile als „Leitthema“ und durch eine eigene Halle (A2) geadelt. Entsprechend ist es Thema auf den Ständen vieler Zulieferunternehmen. Es sind sich auch (fast) alle einig, dass „prefab“ eine Lösung für die vorgenannten Themen und zur Produktivitätssteigerung der Bauindustrie sein wird.Es macht sich aber auch Ernüchterung breit, da die bisherigen Angebote und Erfahrungen noch nicht für ein goldenes Zeitalter sprechen. Noch sind die Baukosten für modulare oder seriell gefertigte Bestandsgebäude nicht wirklich billiger und die Unternehmen fahren auch keine tollen Innovationsrenditen mit ihren prefab-Lösungen ein. Im Ergebnis wird es also einen längeren Atem brauchen, bis der Markt sich etabliert und industrielle Produktivitätssteigerungen auch zu kosten- und margenvorteilen führen. In der oft referenzierten Autoindustrie hat dies schließlich auch Dekaden gedauert.Kooperation für InnovationDie Branche wächst zusammen. Zumindest was die innovativen und führenden Bauzulieferunternehmen vor allem aus Deutschland angeht. Weit prominenter als früher werden Kooperationen und gemeinsame Lösungen mit Namen der Beteiligten ins Schaufenster gestellt. Spitzenreiter ist hier ein Unternehmen im Bereich Elektroinstallation, das großformatig über 30 Kooperationspartner entlang der Wertschöpfungskette darstellt – mit illustren Unternehmen wie unter anderem Siemens, OBO, Schneider, JUNG, Kaiser, Theben. Im Ergebnis ist auch dies eine Antwort auf die Notwendigkeit, die Kleinteiligkeit und Fragmentierung der Bauindustrie zugunsten von industrieller Effizienz und Produktivität zu verknüpfen.Kostendisziplin ist aktuell ein richtiges und wichtiges Thema in der Bauzulieferindustrie und sicher der Grund dafür, dass nicht wenige namhafte Unternehmen als „Stammkunden“ der Messe durch Abwesenheit glänzen. Es wird also spannend sein zu sehen, ob diese Unternehmen in zwei Jahren wieder dabei sind, größere Probleme haben oder es „nur“ eine abnehmende Relevanz der Messe als Marketingplattform ist.
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Event, 26.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
In unserem Webinar „Sales Power Boosting“ zeigen wir, wie Sie in kurzer Zeit spürbare Vertriebsverbesserungen erzielen – anhand konkreter Praxisbeispiele und typischer Erfolgshebel aus zahlreichen Vertriebsprojekten. Sie sehen, wie faktenbasiertes Benchmarking, ein klarer Umsetzungsplan und praxiserprobte W&P-Tools zu messbaren Ergebnissen führen: mehr Leads, höhere Vertriebseffektivität und spürbarer Umsatzhebel – erste Effekte nach rund acht Wochen. Wir erläutern typische Hebel entlang Strategie, Kundengewinnung, Kanäle & Pricing, Organisation/Prozesse sowie Steuerung & KPIs – inklusive konkreter Beispiele, Vorlagen und einer kompakten Roadmap für Ihren Start. Wir geben einen Ausblick darauf, wie durch ein schlankes Programm, dem Sales Power Booster, verborgene Potenziale systematisch sichtbar gemacht (Power Check), die wirkungsvollsten Maßnahmen priorisiert (Power Readiness) und in agilen Sprints (Power Drive) umgesetzt werden. Das Webinar richtet sich an Geschäftsführung, Investoren, Vertriebs- und Marketingverantwortliche, die ohne langen Projektvorlauf Wirkung erzielen wollen. Melden Sie sich an und lösen Sie die Bremsen im Vertrieb – mit einem Ansatz, der Geschwindigkeit und Substanz verbindet.
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Publikation
02.12.2024
Die 30. Ausgabe der Kundenzeitschrift Management Support von W&P liegt druckfrisch vor. Geboren am 03. März 2010 aus der Überzeugung heraus, dass Erkenntnisse und Erfahrungen von Beratern aus Kundenprojekten in marktführenden Familienunternehmen für EntscheiderInnen der Wirtschaft Mehrwert bieten müssten. Dabei war die Kontinuität dieser Kundenzeitschrift nicht immer gesichert – gerade aufgrund exogener Veränderungen. Die rasante Digitalisierung und Technisierung im Bereich der Kommunikationsmedien und die rapide abnehmenden Zeitbudgets in den Führungsetagen stellten die Existenzberechtigung eines so umfassenden Lesemediums in gedruckter Form mit klarem Fokus auf Inhalt deutlich in Frage. 30 Ausgaben und 14 Jahre später zeigt sich: Trotz Informationsvielfalt, zunehmender Bulletisierung und Überschriftsfokussierung ist der „Wunsch nach fundiert Greifbarem“ unverändert hoch. Naheliegend deshalb das Leitthema der aktuellen Ausgabe „Reise in die Zukunft“, dem gleichnamigen Titel unseres vergangenen W&P-Unternehmer-Forums mit allerlei zukunftsorientierten Praxis- und Methodenberichten aus unserem Berateralltag: Von Carve-Outs, ESG und strategischer GuV-Analyse über Operational Excellence bis hin zu Sunshine M&A und intelligenter Nutzung von KI im Innovations- und Servicekontext. Kurzum: Inmitten einer Zeit der umfassenden Transformation eine neue Ausgabe des W&P Management Support mit konkreten Impulsen für die Top-Management-Agenda der EntscheiderInnen – jetzt reinlesen!
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Publikation
12.11.2024
Die Rolle des CTOs hat sich grundlegend gewandelt: Angesichts sich wandelnder Marktanforderungen, des zunehmenden Digitalisierungsdrucks und der Notwendigkeit, Innovationszyklen zu beschleunigen, ist die Verantwortung des CTOs heute vielfältiger und komplexer als je zuvor. Diese Entwicklung erfordert strategisches Handeln in Kombination mit Ressourceneffizienz, um langfristig erfolgreich zu bleiben. In der CTO-Agenda von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) werden die zentralen Aufgabenfelder, die den CTO bereits heute beschäftigen und zukünftig prägen werden, skizziert: von der Entwicklung konkreter Zukunftsbilder über ein ganzheitliches Innovationsmanagement bis hin zu einer resilienten, nachhaltigen und leistungsstarken Supply Chain und Produktionsnetzwerken. Die CTO-Agenda bietet zudem wertvolle Perspektiven, konkrete Anregungen und beleuchtet die notwendigen Fach- und Methodenkompetenzen.
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Kommentar, 10.10.2024
10.10.2024
Operational Excellence ist der „Heilige Gral“ jedes Unternehmens, der den Unterschied zwischen Mittelmäßigkeit und Spitzenleistung in der Unternehmensperformance definiert. In einer sich rasant wandelnden Welt ist es für Unternehmen unerlässlich, effektiv und effizient zu sein, umnachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben und den Unternehmenswert zu steigern. Auf die wichtigsten Elemente, Methoden und Erfolgsfaktoren zur Erzielung von operativer Exzellenz wird nachfolgend eingegangen.DefinitionOperational Excellence (kurz: OPEX) ist ein ganzheitlicher Managementansatz mit systematischer Herangehensweise zur nachhaltigen Generierung von Wettbewerbsvorteilen. Durch OPEX werden die Kosten gesenkt, die Qualität optimiert, die Durchlauf- und Lieferzeiten verkürzt sowie die Kundenzufriedenheit verbessert und damit alle relevanten Hebel zur Steigerung des Unternehmenswerts bedient. Ausgerichtet auf die Unternehmensstrategie, verbindet OPEX die funktionsübergreifende Exzellenz in den Kernfunktionen und der Administration mit der funktionsübergreifenden Exzellenz in den Kernprozessen zur Supply-Chain- und Wertstromoptimierung. Operational Excellence beinhaltet dabei die effektive und effiziente Kooperation von Menschen, Prozessen und Technologien, um optimale Unternehmensergebnisse zu erzielen. Als essenzielles Fundament zur nachhaltigen Erfüllung von OPEX ist dieser durch die Themenfelder Leadership und Kultur, Change-Management, KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) sowie durch ein schlagkräftiges PMO (Project Management Office) zu unterstützen.StrategieOperational Excellence ist kein isoliert zu betrachtendes Ziel, sondern ein ganzheitlicher Managementansatz, der eng mit der Unternehmensstrategie verknüpft sein muss. Hierdurch wird sichergestellt, dass sämtliche Aktivitäten und Maßnahmen sowie auch die Ressourcenallokation konsequent auf die Erreichung der übergeordneten, strategischen Unternehmensziele ausgerichtet sind. Wenn zum Beispiel die Marktführerschaft durch Produktinnovation angestrebt wird, sollte Operational Excellence darauf abzielen, die Effektivität und Effizienz der Produktentwicklung zu steigern und die Time-to-Market zu verkürzen.Funktionale und funktionsübergreifende ExzellenzFunktionale Exzellenz konzentriert sich auf die kontinuierliche Optimierung der Prozesse, Strukturen und Methoden innerhalb der gegebenen Kern- sowie auch der Unterstützungsfunktionen. Ziel ist es, durch Eliminierung und Minimierung der bestehenden (offensichtlichen und verdeckten) Verschwendungen die Wertschöpfung und somit genau das zu steigern, wofür der Kunde bereit ist zu bezahlen. LEAN-Management, Six Sigma und Total Productive Management sind hierbei ausgewählte bewährte Methodiken zur Erzielung „schlanker“ Prozesse mit optimierter Qualität sowie Ausgangspunkt für die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP).Für eine schnelle Bewertung der funktionalen Performance eignen sich neben klassischen Werkzeugen wie Wertstrom- und Prozessanalysen sowie Funktionalinterviews auch digitale Tools wie (Big) Data Analytics als bewährte Methoden in unseren Projekten. Auf Basis schlanker Prozesse können dann in einem zweiten Schritt weitere Optimierungen durch Digitalisierung und Automatisierung angestrebt werden (Bsp.: Robotic process automation (RPA), Internet of Things (IoT), etc.). Die Reihenfolge der Umsetzung ist hierbei entscheidend, um die Skalierbarkeit der Prozesse sicherzustellen und somit den Ressourceneinsatz auf ein Minimum zu beschränken.Neben der funktionalen Exzellenz ist die funktionsübergreifende Optimierung von entscheidender Bedeutung, da gemäß verschiedener Studien bis zu 40 % der unternehmensweiten Potenziale durch funktionsübergreifende Verbesserungsmaßnahmen erzielt werden („End-to- End“). Im Fokus stehen hierbei unter anderen die Kernprozesse Auftragsabwicklung, Sales- & Operations- Planning (S&OP), Produktentwicklung, Life Cycle Management und Innovation (PEP & PIP) sowie Qualitätsmanagement. Zur Erzielung von funktionsübergreifender Exzellenz muss über funktionale Grenzen hinweg operiert sowie eine nahtlose Zusammenarbeit und Integration zwischen verschiedenen Abteilungen und Funktionen sichergestellt werden. Statt isolierter Silos arbeiten die Mitarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen an der Erreichung gemeinsamer Ziele und der Maximierung des Unternehmenserfolgs.Für eine datengestützte Bewertung der funktionsübergreifenden Performance eignet sich Process-Mining als Ergänzung zu den Erkenntnissen aus klassischen End-to-End-Interviews sowie Prozess- und Systemanalysen. Nach Gestaltung von effektiven und effizienten, funktionsübergreifenden Prozessen kann dann weitere Optimierung durch Digitalisierung und Automatisierung angestrebt werden (Bsp.: Prozessautomatisierungen, Integration von Systemen und Anwendungen, Cloud Computing, etc.). Auch hier gilt es, die Prioritäten richtig zu setzen und die Reihenfolge der Umsetzung zu beachten.Das Fundament: Leadership und Kultur, Change-Management, KVP und PMODas Fundament für die nachhaltige Umsetzung operativer Exzellenz bildet eine starke Führung und Unternehmenskultur, unterstützt durch wirksames Change-Management und die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Zudem spielt ein leistungsfähiges Project Management Office (PMO) eine entscheidende Rolle in der Unterstützung und Umsetzung dieser Prinzipien.■ Leadership und Kultur: Eine starke Führung mit einem klaren Fokus auf Performance sowie eine unterstützende Unternehmenskultur sind von entscheidender Bedeutung für das Erzielen von nachhaltiger operativer Exzellenz. Führungskräfte müssen die Vision und die Ziele klar kommunizieren und Innovation, kontinuierliche Verbesserung, Konfliktbewusstsein und gleichfalls eine authentische Zusammenarbeit konsequent vorleben. Eine Kultur des Vertrauens, der Offenheit und des Engagements ist unerlässlich, um Mitarbeiter zu ermutigen, Ideen einzubringen, Risiken einzugehen und sich proaktiv an der Verbesserung der Abläufe zu beteiligen.■ Change-Management: Operational Excellence erfordert spürbare Veränderungen, was zwangsläufig zu Widerständen und Herausforderungen führt. Ein wirkungsvolles Change-Management ist entscheidend, um diese Veränderungen erfolgreich zu bewältigen und sicherzustellen, damit sie von den Mitarbeitern akzeptiert und umgesetzt werden. Dies beinhaltet die klare Kommunikation der Veränderungsgründe und dazugehöriger Konsequenzen, die Einbindung der betroffenen Mitarbeiter, um „Betroffene zu Beteiligten zu machen“, die Bereitstellung von Schulungsangeboten und Coachings sowie die Entwicklung von Stakeholder-spezifischen Anreiz und Incentivierungslogiken.■ Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP): Der kontinuierliche Verbesserungsprozess ist ein zentraler Bestandteil von Operational Excellence. Damit dieser aktiv gelebt wird, müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen und Führungsinstrumente wie beispielsweise Shopfloor-Management etabliert werden, die es den Mitarbeitern ermöglichen, kontinuierlich nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Prozesse, Strukturen und Produkte zu streben.■ Projektmanagement: Projektmanagement ist ein weiteres entscheidendes Element von OPEX, da viele Initiativen zur Prozessverbesserung und Veränderung als Projekte organisiert sind. Ein stringentes Projektmanagement umfasst dabei die Definition von klaren Zielen und Meilensteinen, die Zuweisung von Ressourcen und Verantwortlichkeiten, die Planung und Durchführung von Aktivitäten sowie die Messung, Überwachung und Steuerung des Projektfortschritts. Somit gewährleistet ein strukturiertes Projektmanagement, dass die gewünschten Ergebnisse zur Erzielung der strategischen Ziele erreicht werden.Operative Exzellenz ergebniswirksam machenÜbergeordnetes Ziel des Operational Excellence-Ansatzes ist die nachhaltige Steigerung des ROCE (Return on Capital Employed), also der Rendite auf das eingesetzte Kapital und damit auch die Steigerung des Unternehmenswertes. Wichtig hierbei ist jedoch, bei Umsetzung der funktionalen oder funktionsübergreifenden Exzellenz die Ergebniswirksamkeit der Optimierungsmaßnahmen sicherzustellen.
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Publikation
07.10.2024
Entscheidungsträger im facettenreichen Spirituosenumfeld befinden sich aktuell in einem sehr anspruchsvollen Konfliktverhältnis: Einerseits stehen sie vor kurzfristig hochrelevanten Druckpunkten wie weiter hohen Kostenniveaus, der Herausforderung traditionsreiches Spirituosengeschäft und Digitalisierung übereinzubringen sowie Anforderungen der Endkonsumenten rund ums Thema Gesundheit. Gleichfalls müssen Markentreue und sich stetig wandelnde Produkttrends miteinander vereinbart werden: Der Gin-Hype ist vorbei und Ready-to-Drinks dominieren die Produktinnovation. Aber auch Themen wie Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und der Lifestyle-Trend zum bewussten Alkoholverzicht beschäftigen das Geschäft akut.
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Best Case
25.09.2024
Das Familienunternehmen Streifeneder zählt zu den größten Anbietern in der Orthopädietechnik, Prothetik und Rehatechnik und steht vor wachsenden Herausforderungen wie insbesondere dem anhaltenden Fachkräftemangel und überbordender Bürokratie. Gemeinsam mit Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde eine umfassende Digitalstrategie entwickelt, um Effizienzsteigerungen zu erzielen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Im Rahmen des W&P Digital Excellence Ansatzes wurden laufende und geplante Digitalprojekte analysiert, priorisiert und ein unternehmensweites Digitalboard etabliert, um die Umsetzung und Verantwortung der Digitalstrategie zentral zu verankern. „Digitalisierung ist für uns eine strategische Säule und Fundament für nachhaltiges Wachstum bei gleichbleibend höchster Versorgungsqualität für unsere Kundinnen und Kunden,“ ​ so der Geschäftsführende Gesellschafter Florian Streifeneder über die Bedeutung von Digitalisierung für das Unternehmen. „Allzu oft wurde Digitalisierung mit aufregenden Mondmissionen gestartet, ohne die notwendigen Strukturen etabliert zu haben. Die Folge: Der Return on Digital blieb aus“, ergänzt Korbinian Richter, Experte für Digitale Transformation bei W&P. „Unser Ziel ist heute mehr denn je: Durch priorisierte Initiativen den Ergebnisbeitrag von Digitalisierung bei unseren Kunden sicherstellen!“ Wie das Team um Korbinian Richter mit dem W&P Digital Excellence Ansatz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Event, 19.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Fashion & Lifestyle im Wandel – M&A, Carve-outs und Turnaround-Konzepte als Schlüssel zum Erfolg. Die Branche steht unter massivem Druck: Margen, Nachfrage und Marktstrukturen verändern sich rasant. M&A-Transaktionen, gezielte Carve-outs und operative Transformationen sind entscheidend – sowohl aus Verkäufer- als auch Käuferperspektive. In unserem Webinar geben erfahrene Experten praxisnahe Einblicke anhand aktueller Fälle: Chronext, Closed, Wormland, MBL, Brogle, Weltbild Gruppe und SportScheck Gruppe. Wir beleuchten, wie Deals erfolgreich umgesetzt, Unternehmen stabilisiert und Wachstumspotenziale gehoben werden. Kompakt, praxisnah und strategisch relevant. Für Entscheider, Investoren, Gesellschafter und Verantwortliche aus M&A, Strategie und Transformation.
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Publikation
24.07.2024
Im ersten Halbjahr 2024 hat sich unser Geschäft auf hohem Niveau stabilisiert und wir freuen uns über spannende Projekte. Besonders hervorzuheben sind die zunehmenden StaRUG-Fälle, klassischen Sanierungskonzept, Entscheidungsvorlagen für Gesellschafter sowie die betriebswirtschaftliche Begleitung großer Insolvenzverfahren, wie zuletzt bei SportScheck. Restrukturierungskompetenz ist heute gefragter denn je, sowohl bei Experten als auch im Management. Wir sind stolz auf die neu hinzugewonnene Expertise unseres Kollegen Leonard Kluck, der durch Sanierungs-Readiness-Checks eine fundierte Beurteilung der Managementkompetenz ermöglicht. Aktuell arbeiten wir intensiv an Vergleichsrechnungen zwischen operativen Restrukturierungen und Insolvenzverfahren, um Gesellschaftern transparente Entscheidungsgrundlagen zu bieten. Unsere Modellierungen unterstützen die Verwaltung und den M&A-Prozess (Fokus Share Deal Modellierungen) und helfen, wirtschaftlich sinnvolle Wege für Krisenunternehmen und Gläubiger zu identifizieren. Wir hoffen, dass Ihnen die aktuelle Ausgabe von „Sanierung & Insolvenz – Neuigkeiten von der juristisch-betriebswirtschaftlichen Nahtstelle“ wertvolle Informationen bietet, und freuen uns auf den persönlichen Austausch. Besonderer Dank gilt Herrn Dr. Kampshoff für die Beantwortung unserer 3 schnellen Fragen zum Schluss.
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Kommentar, 20.06.2024
20.06.2024
Vergangene Woche traf sich die Modeszene in Florenz zur Mode Messe PITTI Uomo. Das Wetter war grandios, die Menschen bestens angezogen und die Stimmung gut. Der Vibe auf dem Messegelände, die Stimmung in der Stadt auf diversen get-togethers bei EntscheiderInnen der ausgelassen und positiv.Nachdem es vor einigen Jahren immer mal wieder hieß: „PITTI – geht Ihr da eigentlich noch hin?“ schien es vergangene Woche so, als wären alle dort. Nachvollziehbar, denn die Messe erfüllt ihre Funktionen erstklassig. Sie bietet: Inspiration für die Sortimente der Händler, Internationalisierungschancen für die Marken und eine Plattform zum Austausch für alle. Zwar brauchen die Menschen und insbesondere die Mode gute Stimmung und ein Gemeinschaftsgefühl, doch dürfen die Augen nicht vor der Realität verschlossen werden.Also alles nur Verdrängung?Bei allen Schwierigkeiten, die im Markt auf die Marktteilnehmer warten, gilt es vor allem, die Ruhe und Positivität zu bewahren. Nicht in Problemen denken, sondern in Lösungen! Und hier genau kommt ein Format wie die PITTI auf die Tagesordnung – nämlich über das durch sie transportierte Gemeinschaftsgefühl. Wenn die Zeiten enger werden, gilt es näher zusammenzurücken, denn die Gemeinschaft ist stärker als jeder Einzelkämpfer. Doch über alldem dürfen die Hausaufgaben, die zu Hause warten, nicht vergessen werden. So berichteten viele Aussteller von gut verlaufenen Gesprächen und teilweise sogar großem Andrang an den Ständen. Die Gedanken drehten sich fast ausschließlich um mehr Absatz, mehr Umsatz!Aber was ist mit dem Ertrag?Topline-Wachstum ist zwar wichtig und naheliegend für viele, oft aber zu kurz gesprungen. Denn nicht jeder Umsatz führt, ganzheitlich betrachtet, zu mehr Ertrag. Und gerade der Ertrag sollte insbesondere in diesen schwierigen Zeiten konsequent an erster Stelle stehen. Wichtig ist hier vor allem Transparenz zur internen Kostenstruktur. Mehr Kunden und mehr Absatz – ggf. sogar im Ausland – führen auch zu mehr Komplexität und den damit verbundenen Prozesskosten.Daraus ergibt sich die Frage: Stimmen Ihre Prozesse? Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind – findet in nahezu jedem Unternehmen Verschwendung statt. Das ist auch nachvollziehbar, da Wachstum und die mitwachsenden Strukturen in der Regel gewisse Ineffizienzen beinhalten.Es ist daher ratsam regelmäßig eine Standortbestimmung durchzuführen, bei der auch eingeübte Arbeitsweisen hinterfragt werden und nach neuen und effizienteren Lösungen gesucht wird. Das ist Arbeit, aber sie lohnt sich im Sinne der Kostenreduzierung und damit Ertragsverbesserung aktuell mehr denn je.Zusammenfassend kann also gesagt werden: Florenz und seine PITTI haben einen guten Vibe, bringen die richtigen Menschen zusammen und geben ein gutes Gefühl, was der Treiber für die zu Hause wartenden Aufgaben sein sollte. Nach der Messe ist bekanntlich vor der Messe. Und so sind wir gespannt, ob die Stimmung im Juli in Düsseldorf, anlässlich der Düsseldorf Fashion Days, ebenso gut ist und die Energie mitgenommen werden kann, um die Herausforderungen der Branche zu besprechen und gemeinsam Lösungen zu finden.Lösungsansätze auch im aktuellen Dossier: „Raus aus der Krise – Transformation und Zukunftsgestaltung in der Fashion- & Lifestylebranche“: https://www.wieselhuber.de/publikationen/publikation/-/274/Raus_aus_der_Krise_-_Transformation_und_Zukunftsgestaltung/
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Kommentar, 04.06.2024
04.06.2024
Das Phänomen Zeit kann aus unterschiedlichen Perspektiven interpretiert werden. Als physikalische Größe anhand messbarer Parameter, aus philosophischer Sicht als Fortführung der Gegenwart, von der Vergangenheit kommend und in die Zukunft führend und aus ökonomischer Betrachtung als Wert. Den ökonomischen Stellenwert der Zeit kann man durch folgende Zitate untermauern: „time is money, spare in der Zeit, dann hast du in der Not, Zeitverschwendung ist Geldverschwendung“ etc. Zwei grundsätzliche Ausprägungen kennzeichnen den Zeitbegriff. Einerseits sprechen wir von einem statischen Zeitphänomen, dem Zeitpunkt, dem Zeitraum und andererseits von einer dynamischen, einer messbaren Zeit, wie z. B. km/h, Output/ Zeiteinheit, etc. Beide Dimensionen der Zeit sind bei einem professionellen und wirksamen Zeit-Management zu beachten.Berücksichtigt man das Tempo des gesellschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Wandels und die zunehmende Homogenität des Produkt und Leistungsangebotes in reifen Märkten wird deutlich, dass Zeit ein wichtiger Erfolgsfaktor und eine kritische Ressource geworden ist. Welchen konkreten Input hat Zeit in der Unternehmensführung? Bezogen auf den Zeitpunkt, den Zeitraum bedeutet dies „das richtige timing“ der Entscheidungen und deren Umsetzung. Der mögliche Zeitvorsprung muss durch den Einsatz der kritischen Ressourcen, durch Schnelligkeit genutzt werden. Das relevante „Zeitfenster“ ist nicht unendliche offen, die Positionen müssen schnell besetzt werden und man muss mit Intelligenz, Kreativität und Mut den Zeitwettbewerb für sich entscheiden, um Wettbewerbsvorteile zu generieren. In den „Markt stolpern“, ewig und langwierig organisieren, notwendige Personal- und Investitionsentscheidungen vertagen, stop and go, durch „Abholen, Mitnehmen“ und mehr Problem- als Lösungsorientierung, bedeutet Zeitvergeudung und Ressourcenverschwendung. Es geht auch nicht um „Aufholen“, sondern um Überholen und in Führung zu gehen und den Vorsprung zu halten.Ein weiterer Aspekt eines modernen Zeit-Managements ist das Tempo, die Geschwindigkeit des Unternehmens. Erfolgsentscheidend bei „schnellen Märkten“, denn das Markttempo definiert das Unternehmenstempo. Im Übrigen es gibt auch „langsame Märkte“! Zeitfresser, Tempofallen gibt es viele. Ineffiziente Prozesse, System- und Technologiebrüche, Entscheidungsstau, Qualifikations- und Motivationsmängel, etc. Die häufig, auch von den sogenannten Verantwortungseliten argumentierte und praktizierte „Besonnenheit“, lassen eher Inkompetenz, Mutlosigkeit, Angst, Hoffnung auf bessere und einfachere Zeiten, Risikoaversion und persönliche Karriereambitionen vermuten. Dieses Verhalten charakterisiert eher Zauderer und letztlich Verlierer, denn die Zeit bestimmt nicht nur die Welt, sondern sie ist und bleibt auch ein „knappes Gut“.Die Unternehmenspraxis zeigt leider immer noch, dass es Mängel in einem professionellen Zeit und Speed-Management gibt. Auch für Unternehmen gilt die Anwendung des Gorbatschow-Zitates „wer zu spät kommt, bestraft das Leben“, im Fall der Wirtschaft, der Markt und wer zu langsam ist, darf sich nicht wundern, dass er zu den letzten im Feld gehört. Wann haben Sie , bzw. Ihr Unternehmen und das Management die Aufgabe des Zeit-Management im Sinne „time to market, ready to innovation , production und supply, sowie die Schnelligkeit von Entscheidungsprozessen auf ihre Agenda gesetzt, gemessen und verbessert? Versuchen Sie es einmal mit weniger sequentiellen und mehr simultanen und agilen Management. Auch die Reduktion von Meetings, Arbeitsgruppen, etc. sollte zu weniger Zeitverschwendung und mehr Produktivität führen.
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Publikation
17.05.2024
Im Kontext globaler Veränderungen, Unsicherheit und neuer Schwierigkeiten, macht sich eine allgemeine Zurückhaltung breit. Innovationsdrang und Mut zu neuen Unternehmungen werden ausgebremst, Wege in eine zielgerichtete und positive Zukunft häufig verstellt. Echte Entscheider sind gerade in solchen Situationen die wahren Game Changer – ob als Zukunftsgestalter, Unternehmensarchitekten, Regelbrecher oder einfach „nur“ Unternehmenslenker. Doch welche Werkzeuge braucht es, um dem „Game Over“ zu entgehen und sich Richtung „Wachstum“ zu entwickeln? Um mit starker Hand, eine grundlegende Neuausrichtung – vom Zielbild, über das Geschäftsmodell bis hin zum operativen Setup eines Unternehmens – voranzutreiben? Neu gedachte Strategie, eine Auseinandersetzung mit der Anwendung künstlicher Intelligenz in allen Unternehmensfunktionen, professionelles operatives Management mit einem Fokus auf Business Performance. Diese Themen und weiteres Know-how für das erfolgreiche Gelingen des Wandels finden Sie in der neuen Ausgabe des W&P Management Support. Impulse für Entscheider – jetzt reinlesen!
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Publikation
11.04.2024
Seit der Veröffentlichung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) durch die EU ist klar: Die neue Berichtspflicht nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) betrifft ca. 15.000 Familienunternehmen und den Mittelstand in Deutschland ab dem Geschäftsjahr 2025. Die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ist sinnvollerweise konsequent im Dreiklang mit Strategie und Organisation zu betrachten. Und dies aus gutem Grund: Die Entwicklung und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie ermöglicht die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen in einem sich immer weiter Richtung Nachhaltigkeit verändernden Marktumfeld. Sie lenkt den Fokus exakt auf die Themengebiete, in denen das Unternehmen großen Einfluss auf Nachhaltigkeitsaspekte über die eigene Wertschöpfung hat oder von diesen im eigenen Wirtschaften betroffen ist. Wie diese Themen im Rahmen einer sogenannten Wesentlichkeitsanalyse unter Einbezug aller relevanten Stakeholder des Unternehmens identifiziert werden? Wie auf dieser Basis sowohl Berichterstattung, Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie und ihre Verankerung in der Organisation funktionieren? Impulse im neuen W&P Dossier „Nachhaltigkeit im Unternehmen: Berichtspflicht, Strategie, Organisation“.
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Publikation
22.02.2024
Der Bedarf an belastbaren und verlässlichen Zahlen und Fakten über zukünftige Marktentwicklungen, Trends und Kundenbedürfnisse nimmt in diesen hochdynamischen Zeiten deutlich zu. Auch in der täglichen Projektarbeit bei unseren Kunden. Wir bei Dr. Wieselhuber & Partner verstehen uns in diesem Kontext als Vordenker, der bereits schwache Signale durch fundierte Analysen berücksichtigen muss. Unser Kompetenzteam Strategic Market Research (SMR) führt hierfür in Echtzeit regelmäßige Markt-, Trend- und Wettbewerbsrecherchen durch. Bleiben Sie auf dem Laufenden – mit unserem Market Intelligence Newsletter, der zweimal im Jahr kompakt und nach Branchen geclustert die aktuelle Studienlage zusammenfasst.
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Kommentar, 08.02.2024
08.02.2024
Noch ist das Jahr jung. Und doch zeigen die Eindrücke der Modefabriek Amsterdam, Düsseldorf Fashion Days, CIFF Copenhagen und der ILM in Offenbach schon jetzt: Hersteller und Handel unterliegen einer fundamentalen Transformation und Konsolidierung des Marktes. Historisch gewachsene Disharmonien, exogene, geopolitische Faktoren und neue Technologien wirken 2024 auf Strategien und Geschäftsmodelle ein. Welche Trends jetzt strategische Entscheidungen im Top-Management verlangen?Mieten im Handel: Valider Punkt vs. faule Ausrede?Prominente Insolvenzen zahlen auf die aktuelle Wahrnehmung ein: Zu hohe Mieten sind der Kern allen Übels. Ja, Mieten sind – neben den Personalkosten und hohen Lagerbeständen – die Kostentreiber im Handel. Jedoch allein auf die Mieten abzustellen, lenkt von anderen Problemen ab und ist zu kurz gesprungen. Denn: Jeder Händler, der stationären Handel betreibt, muss mit Kosten für die Nutzung der Flächen und Immobilien – egal ob Miete oder Kauf – rechnen. Generell verschärft die aktuelle Situation der Inflation, steigender Sparquote und damit steigende Kaufzurückhaltung den Handlungsdruck auf die Händler. Marken und Händler der „Modischen Mitte“ sind besonders betroffen. Andererseits gibt es Marken, insbesondere im Premium und Luxussegment (LVMH, BOSS, Douglas) sowie im Niedrigpreis-Segment, die trotz aller Widrigkeiten ein sehr gutes Geschäft machen. Strukturen, Prozesse und die eigene Organisation, Kosten, Filialnetz und das gesamte Geschäftsmodell müssen jetzt kritisch überprüft werden. Es gilt jetzt mehr denn je: Auf Profitabilität abstellen, die Finanzierung sichern und für Frequenz und Abschöpfung sorgen.Lagerbestände: Fluch der Corona-Vergangenheit?Viele Marken und Händler beklagen zu hohe Lagerbestände, die in der unplanbaren Zeit von Lockdowns und Unsicherheit aufgebaut wurden. Guter Rat war hier teuer: Ordern wir zu wenig? Ordern wir zu viel? Wie werden die Limite verteilt? Kommt ein weiterer Lockdown? Kriege und Inflation folgten, die Sparquote stieg, die Frequenz sank und die Umsätze folgten diesem Trend – das Working Capital ist gebunden und führt zur Belastung des Unternehmensergebnisses.Hatten die einen den richtigen Riecher, sehen sich heute viele Händler mit zu hohen Warebeständen konfrontiert, Hersteller sitzen auf hohen Beständen an Fertigware oder Zutaten. Gleichzeitig ist Geld teuer geworden, die Finanzierungskosten sind gestiegen. Hier hilft jetzt nur professionelles Working Capital Management und die Nutzung aller finanzwirtschaftlichen Möglichkeiten. Auch lohnt es das Kreditoren- und Debitorenmanagement genau unter die Lupe zu nehmen und damit ungeahnte finanzielle Möglichkeiten für unterjährig mehr liquiden Headroom freizusetzen.Strategische Ausrichtung: Was tun, wenn niemand kommt?Frequenzen leiden, die Daseinsberechtigung der Marke und Händler wird infrage gestellt. Abwarten und so weitermachen wie bisher, kann nicht die Lösung sein – vielmehr ist “Thinking out of the box” gefragt! Werden die relevanten Marken angeboten und produzieren Hersteller den richtigen Produktmix? Wo gibt es noch weitere Möglichkeiten, um Umsätze zu steigern - in der Diversifizierung? Was sind weitere Fähigkeiten, die das Unternehmen/ der Produzent besitzt?In herausfordernden Zeiten – und im besten Fall davor – ist es überlebenswichtig, das Produktportfolio und Angebot zu überdenken. Produkt- und marktstrategische Themen müssen jetzt in den Vordergrund treten und alle Teilbereiche ergebnisoffen auf den Prüfstand gestellt werden.Vergessene Kosten: Ungeahnte Schätze heben!Etablierte Lieferantenstrukturen und langjährige Beziehungen führen oft zur Haltung „Das machen wir schon immer so“. Doch insbesondere im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (sbA) schlummern häufig ungeahnte Schätze – sogenannte „vergessenen Kosten“ - die es zu heben gilt. Diese sbA stellen oft eine Position in der GuV dar, die stiefmütterlich behandelt wird. Gerade Unternehmen mit relevanten Anteilen an sbA (>10 MEUR) können schnell und einfach bis zu 250 TEUR Ebit wirksame Einsparungen p.a. erzielen. Wenn man sich überlegt, dass bei einer Umsatzrendite von 5 Prozent 5 MEUR mehr Umsatz erzielt werden muss, um auf diesen Ebit-Effekt zu kommen, ist die Optimierung der Sachkosten ein starker Hebel.Datennutzung: Management im Blindflug?Viele Unternehmen verfügen nach wie vor eine unzureichende bis gar keine Datenbasis zur Steuerung ihrer Flächen. Datentransparenz ist mehr frommer Wunsch als gelebte Realität. Die Folgen: Aktionismus, häufiger Kurswechsel sowie der Aufbau von Entscheidungen und Strategien, die wenig mit Zahlen, Daten und Fakten unterlegt sind. Relevante Ergebnistreiber müssen also gezielt gesteuert werden, um ein Unternehmen oder dessen Teilbereich aber auch ganz operativ die Stores und deren Warengruppen und Saisons besser und pragmatisch auswerten zu können, um überhaupt zielführen steuern zu können. Das Controlling hat die Aufgabe vom Erlösmanagement bis zum Kostenmanagement die richtigen Instrumente und KPI bereitzustellen und diese dem Management an die Hand zu geben. In Zeiten von Big Data und Data-Crawling gilt es nun groß zu denken - aber pragmatisch umzusetzen. Nur so ist rasches und zielorientiertes Handeln möglich.Unternehmensnachfolge: Stabwechsel erfolgreich gestalten2024 stehen so viele Unternehmensnachfolgen an, wie lange nicht mehr - Trigema, MarcCain, Bugatti, FTC Cashmere oder die Schera GmbH mit den Marken Raffaello Rossi und Seductive sind einige prominente Beispiele dafür, wie Unternehmensnachfolge gut durchdacht und professionell geregelt werden kann. Ein Unternehmen in die Hände der nächsten Generation oder einem neuen Eigentümer zu übergeben ist nicht nur von wirtschaftlicher, sondern auch hochgradig emotionaler Schritt. Deshalb muss dies ein wohl überlegter und gut geplanter Schritt sein und braucht vor allem eines: eine unternehmerische Vision gepaart mit starkem Unternehmergeist und Empathie. Geerbtes oder Erworbenes bloß zu verwalten, das reicht nicht aus. Mit einem neuen und zeitgemäßen strategischen Konzept, einer geänderten Führung beziehungsweise der Neustrukturierung des Gesellschafterkreises müssen die Unternehmenszukunft und Arbeitsplätze gesichert werden. Nur wenn die Nachfolge im Unternehmen, bei der Belegschaft und ebenso bei den Geschäftspartnern etabliert und akzeptiert ist, gelingt der Stabwechsel.Die Stimmung aller Player auf den Branchentreffen 2024 hat deutlich gemacht: Das Prinzip Hoffnung funktioniert weder im Handel noch bei den Herstellern. Die Stimmung nach außen ist wie immer blendend, es wird sich aber spürbar mehr über Probleme ausgetaucht und offen diskutiert. Die Realität ist jedem Händler und jeder Marke bekannt. Und die Liste der Herausforderungen 2024 hat es in sich. Entscheider sprechen im 4-Augengespräch über Sorgen und teilweise auch über deren Ratlosigkeit. In Schockstarre zu verfallen ist jedenfalls keine Lösung, jetzt heißt es warm anziehen und los! Denn nur wer oben genannte Trends erfolgreich anpackt und entsprechende Aufgaben konsequent erledigt, kann als Gewinner aus der angespannten Lage hervorgehen. Jede Krise bietet auch immer eine Chance!
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Best Case
24.01.2024
Das Familienunternehmen LAUDA Dr. R. Wobser GmbH & Co. KG, weltweit führender Hersteller von Temperiergeräten und –anlagen, hat mit seiner Unternehmensstrategie DRIVE 250 ambitionierte Wachstumsziele definiert. Teil dessen: DRIVE Digital. Darin werden Digitalinitiativen definiert, die Wachstum und Profitabilität mit Hilfe digitaler Technologien unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen. Zusammen mit Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden mittels des Digital Excellence Ansatzes zentrale Bereiche der Digitalstrategie definiert, in einem Bottom-Up und Top-Down-Ansatz verifiziert und ausgearbeitet. Das Ergebnis? Kann sich laut Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter LAUDA, sehen lassen: „Mit dem Digital Excellence-Ansatz konnten wir unsere Digitalstrategie so ausgestalten, dass die Umsetzung genau auf unsere Organisation abgestimmt ist. W&P ist die für uns passende Boutique unter den Digitalstrategen.“ „Die Entwicklung der Digitalstrategie sollte fester Bestandteil jedes Strategieprozesses sein. Leider sieht die Realität im deutschen Mittelstand hierzu aktuell ernüchternd aus,“ so Dr.-Ing. Dirk Artelt, Geschäftsführender Gesellschafter W&P und Experte für Industriegüter. Wie das Team um Korbinian Richter, Experte Digitale Transformation bei W&P, im Rahmen des Digital Excellence Ansatzes konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Kommentar, 18.12.2023
18.12.2023
Das Thema Personal gehört heute zu jeder guten Unternehmens- bzw. Gesellschaftsdiskussion. Unternehmenskultur, Anreizprinzipien, Employer Branding, Servant Leadership, Genz Z, War of Talents, Blind Signing - die Anforderungen an HR-Abteilungen sind hoch. Da liegt die Frage auf der Hand: Kann HR der bunten Themenvielfalt überhaupt noch proaktiv begegnen? Oder heißt es vielerorts nach passiver Vogel-Strauß-Manier: Kopf in den Sand?Zumeist tun sich HR-Verantwortliche schwer im Umgang mit Trendthemen – und sie bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück: Konsequenzen und Effekte werden nicht hinreichend strategisch und taktisch eingeordnet, geschweige denn auf operativer Ebene in neue Prozessstandards überführt oder gar in „Ursache-Wirkungsbeziehungen“ übersetzt. Dabei ist das dringend notwendig, schließlich lassen sich nur so begründete Entscheidungen treffen, die ein Unternehmen wettbewerbs- und ertragsfähig halten. „Kopf in den Sand“ ist also keine Lösung. Vielmehr muss sich HR maximal agil, schnell, taktisch und mit strategischem Weitblick aufstellen – und zwar als……unternehmensweiter Stratege:HR-Verantwortliche müssen jetzt den Sprung vom Verwalter zum Gestalter machen – und an den Tisch der „strategischen Entscheider“: Aktuelle sowie zukünftige Schlüsselressourcen müssen geprüft, maßgeschneiderte Recruiting- und Retention-Konzepte entwickelt, die konsequente Minimierung von Fluktuation und Absenzrisiken vorangetrieben sowie Performance-Probleme aufgedeckt werden. Außerdem zu klären: Wie konsequent übernimmt HR die Verantwortung für den gesamten „Personalkostenblock“? Das HR-Management muss all diese Themen in eindeutige kosten- und leistungswirtschaftliche Zusammenhänge sowie Konsequenzen übersetzen und konkrete Handlungsempfehlungen erschließen.…Architekt von Führungsleitplanken:Erwartungen an New Work-Konzepte seitens der Arbeitnehmer kollidieren häufig mit den Anforderungen von Arbeitgebern. Das HR-Management muss für beide Seiten passende Führungsleitplanken entwickeln: Leistungsorientierung, Erwartungsmanagement, Aufgabenzuordnung, Entscheidungspartizipation, Anerkennungs- und Führungsgrundsätze. Jobangebot und Arbeitnehmernachfrage driften demografiebedingt weiter auseinander: Die Rolle als unternehmensinterner Vermittler sowie strategischer Akteur mit Blick auf Arbeitsmarkt und Geschäftsmodellentwicklung ist wichtiger denn je.…Entwickler von Retention-Programmen„Blind Signing“ und „Quiet Quitting“ machen deutlich: Integrität und Loyalität im Unternehmenskontext sind hochaktuell. Um diese Mitarbeitereigenschaften zu entwickeln, muss HR seinen Fokus von der bis dato gut geölten und inputorientierten „Recruiting-Maschine“ hin zu einem nachhaltigen Retention Management verschieben, das den Verbleib der Mitarbeiter in einer ansprechenden und gleichzeitig produktivitätsfördernden Unternehmenskultur forciert. Fluktuation, zunehmende Krankenstände, Commitment- und Performance-Defizite lassen sich so konsequent bekämpfen.…Designer „wertvoller“ ArbeitGenerative AI trifft Unternehmen immer häufiger ins Mark ihrer Geschäftsmodelle: Welche Aktivitäten sind als Kernkompetenz zu erhalten? Welche sollten digitalisiert oder outsourct werden? Wer/was ist dabei Schlüsselressource? Die Bewertung der zukünftig „wertvollen“ Tätigkeiten und dazu passender menschlicher Anforderungsprofile, steht vornehmlich im HR-Management auf der Tagesordnung. Im elementaren Spannungsfeld zwischen „Mensch“ und „digitaler Vereinfachung“ ist der HR-Bereich einer der elementarsten Taktgeber, um die Weiterentwicklung der „wertvollen“ Geschäftsaktivitäten zu begleiten und gleichzeitig die Transformationsbereitschaft in den eigenen Reihen auszubauen.Fakt ist: HR muss in der Wirklichkeit ankommen. Den Kopf in den Sand zu stecken, wird nicht helfen, denn die genannten Phänomene werden nicht einfach verschwinden – was sie auch nicht müssen! Denn wenn Personalleiter ihre neue, bunte Aufgabenpalette als Strategen, Architekten, Entwickler und Designer als Chance ergreifen, aktuelle Trends für sich und ihr Unternehmen zu nutzen, dann passiert vor allem eines: Eine Transformation der HR-Funktion vom blinden Vogel Strauß (übrigens ein Mythos) hin zum agilen Sprinter und Langstreckenläufer (der er eigentlich ist).
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Publikation
01.12.2023
Komplexität, Dynamik und Turbulenzen der Märkte nehmen zu. Geopolitische Disharmonien, exogene Faktoren und neue Technologien wirken auf Strategien und Geschäftsmodelle ein. Die Herausforderungen, Aufgaben, aber auch die Chancen für Unternehmen und deren Führung sind umfangreich, neu, groß und riskobehaftet. Analytik, Kreativität, Mut, Entscheidungskraft und Umsetzungsstärke, sowie Resilienz der Entscheider, der Zukunftsgestalter, der intelligenten und innovativen Macher sind gefordert. Es gibt wieder einmal nicht den „einzigen und richtigen Weg“ in eine erfolgreiche Zukunft, sondern die strategische und operative Business Transformation ist immer geschäfts- und unternehmensspezifisch zu gestalten. Der Einstieg und der Handlungsbedarf , Zeit- und Entscheidungsdruck sind vielfältig und definieren unseren Beratungsansatz. Die Breite und Vielfalt unserer Beratung, Unternehmen zukunftsgerecht und ertragswirksam zu gestalten, dokumentieren die Beiträge unserer erfahrenen und kompetenten Berater im neuen Management Support. Wir haben sowohl „das Ganze“, als auch „das Detail“ im Fokus und unsere Empfehlungen sind immer darauf ausgerichtet Zukunfts- und Überlebensfähigkeit, sowie Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft zu verbessern. Referenzen und Kommentare von W&P Beratungskunden aus verschiedenen Branchen mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen bestätigen die erfolgreiche Zusammenarbeit. Jetzt reinlesen!
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Publikation
31.10.2023
Viele Unternehmen der produzierenden Industrie sind aktuell mit einer zunehmenden Eintrübung von Auftragseingängen und Umsätzen konfrontiert. Hinzu kommt eine große Unsicherheit über die zukünftige geopolitische und makroökonomische Entwicklung gepaart mit steigenden Kosten (Material-, Personal-, Finanzierungskosten etc.). Daraus erwächst unmittelbar eine erhebliche Belastung der Ertragssituation: - Welche ertragssichernden Maßnahmen sind in dieser Situation geeignet? - Was ist bei deren Konzeption und Umsetzung zu beachten? In unserem aktuellen Dossier "Ertragssicherung in herausfordernden Zeiten" zeigen wir, wo Ansatzpunkte bestehen und wie vorzugehen ist, um die Ertragssituation produzierender Unternehmen zu stabilisieren bzw. zu verbessern. Dabei greifen wir auf Erfahrungen aus einer Vielzahl von Projekten in unterschiedlichen Branchen und Unternehmenssituationen zurück. Weil eine umsatzseitige Lösung durch den Hebel Preis vor dem Hintergrund der aktuellen Markt- und Wettbewerbssituation nicht möglich erscheint, liegt der Schwerpunkt auf Kostensenkungsmaßnahmen. Gerne würden wir dieses Thema mit Ihnen in einem unverbindlichen und vertraulichen Erstgespräch weiter vertiefen. In der Zwischenzeit wünschen wir Ihnen schon erste Inspirationen beim Lesen!
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Publikation
11.10.2023
So bunt der Blumenstrauß ist, so vielfältig sind Digitalinitiativen im deutschen Mittelstand. Bei all der bunten Vielfalt bleibt richtig und wichtig, dass der Beitrag der Digitalisierung zu Umsatzwachstum und Ergebnisverbesserung sichergestellt ist. Dafür sind Ordnung und auch bewusste Entscheidungen, Dinge nicht zu tun, notwendig - aber meist nicht die Realität. Es braucht Ansatz, der das “weiter so” verhindert, was die vergangenen Jahre guter Konjunktur noch erlaubt hatten: - Unkoordinierte Aktivitäten ohne konkretes und ausreichend kommuniziertes Zielbild - Fehlende Transparenz über den Wertbeitrag des digitalen Projektportfolios - Überproportionale Belastung für Kompetenzträger und daher kaum Projekte in-time und in-budget
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Kommentar, 06.09.2023
06.09.2023
In den letzten Jahrzehnten hat die Globalisierung dazu geführt, dass Unternehmen ihre Produktion und Dienstleistungen in Länder mit niedrigeren Löhnen und geringeren Kosten verlagert haben. Dadurch konnten sie wettbewerbsfähiger anbieten und ihre Profitabilität steigern. Die Krisen und „Black Swan“ Events der letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass Methoden der Vergangenheit in einer immer turbulenteren und schlechter planbaren Welt nicht mehr zum Erfolg führen. Die Verwundbarkeit von einst erfolgreichen, globalen Lieferketten wurde beispielsweise durch einen blockierten Suez-Kanal, zunehmend nationalistische Tendenzen, politische Instabilität, die COVID-19-Pandemie und nicht zuletzt den Krieg in der Ukraine schonungslos offengelegt.Aufgrund der erforderlichen „Feuerwehraktionen“ im Tagesgeschäft der letzten Jahre hat sich in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) in den Lieferketten durch wieder mehr strategische und konzeptionelle Maßnahmen verbessert werden muss. Dabei gilt es, die Auswirkungen von unvorhersehbaren Ereignissen in der Zukunft zu mildern und die Lieferfähigkeit zu jeder Zeit aufrechterhalten zu können.Aufbau von autarken, unabhängigen LieferkreisenDer strategische Lösungsansatz besteht in dem Aufbau von autarken, unabhängigen Lieferkreisen zur Erhöhung der Resilienz und Lieferfähigkeit. Bei global agierenden Unternehmen betriff t dies in der Regel die drei Weltregionen „Amerika“, „EMEA“ und „Asia-Pacific“ oder eine noch weiter untergliederte Struktur (z. B. Nord- vs. Südamerika oder China vs. Rest von Asien).Dieser Lösungsansatz kombiniert mehrere Vorteile: Zunächst werden die Wiederbeschaffungszeiten und somit die Risiken und Unsicherheiten im (bisher sehr langen) Beschaffungsprozess deutlich verringert. Die einzelnen Supply Chains sind folglich überschaubarer und besser zu steuern. Unternehmen haben wieder mehr Kontrolle über ihre Lieferketten und können schneller auf Änderungsbedarfe reagieren. Schließlich wird die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein durch kürzere Transportwege mit geringeren CO2Emmissionen berücksichtigt.Bei der Umsetzung des Zielbildes von unabhängigen, robusten Lieferkreisen müssen die folgenden Handlungsfelder bearbeitet werden: Transparentes Mengengerüst 2030Grundlage zur Ausgestaltung der Lieferkreise ist das erwartete Mengengerüst in den jeweiligen Weltregionen (auf operationsrelevantem Detaillierungsniveau). Dieses bestimmt nicht nur die erforderlichen Produktions- und Beschaffungskapazitäten, sondern hat auch Einfluss auf den Funktionsumfang und die Größe der regionalen Organisationseinheiten.Leistungsfähige WertschöpfungsarchitekturBevor es um die Festlegung und Dimensionierung der Produktionsstandorte in den einzelnen Lieferkreisen geht, sollte die Frage nach den Kernkompetenzen beantwortet und die strategische Make-or-Buy Entscheidung getroffen werden. So sollte nur das selbst produziert werden, womit ein höherer Kundennutzen erzielt werden kann. Beispiele dafür: Günstigere Herstellkosten, individuellere Leistungserbringung, schnellere Lieferzeiten, höhere Flexibilität und Qualität etc.. Volumenabhängig kann dann die Wertschöpfungstiefe definiert werden. Geringe Stückzahlen sprechen eher nur für den Aufbau von Lagerbeständen oder kundennahen Wertschöpfungsprozessen (z. B. Endmontage oder Verpackung). Große Stückzahlen mit Skaleneffekten (kritische Masse), rechtfertigen hingegen eigene Produktionskapazitäten auch in vorgelagerten Fertigungsstufen.Skalierbare LieferantenbasisRobuste, autarke Lieferketten in den Regionen basieren vor allem auf einer professionellen und skalierbaren Lieferantenbasis. Der strategische Einkauf ist an dieser Stelle gefordert, nicht nur einmalig wettbewerbsfähige Sourcing-Strukturen mit geringen Einstandspreisen aufzubauen, sondern diese auch stetig in Richtung Transparenz, Kollaboration, Bestandsoptimierung und ganzheitlicher Lieferperformance weiterzuentwickeln. Dadurch dass in allen Weltregionen analoge, redundante Strukturen aufgebaut werden, ist die Lieferfähigkeit auch im Falle von unvorhersehbaren Störungen bis zu einem gewissen Ausmaß gewährleistet.Synergetische FührungsorganisationDurch den Aufbau von autarken Lieferkreisen muss auch die Organisation mit den regional erforderlichen (Minimal-) Funktionen in volumenabhängiger Dimension ausgestattet werden. Um dabei globale Standards zu schaffen und funktionale Synergien ausnutzen zu können, muss ein Mindestmaß an Zentralisierung und Richtlinienkompetenz vorhanden sein. Als Beispiele dafür dienen ein global ausgerolltes Produktionssystem mit standardisierten KPIs in allen Werken oder aber ein strategischer Zentraleinkauf, der lokale Beschaffungsalternativen gemäß der regionalen Kundenanforderungen zulässt.Effiziente StandardprozesseZur Sicherstellung einer global hohen Effizienz und Skalierbarkeit, müssen die dezentralen Prozesse end-to-end-optimiert, standardisiert und einheitlich systemgestützt ablaufen. So sollte beispielsweise der Order-to-Cash Prozess in allen Weltregionen die gleiche automatisierte Terminierungs- und Auftragsbestätigungslogik aufweisen. Zudem sollten einheitliche KPIs dafür sorgen, dass die SCM-Performance – mit Zahlen, Daten und Fakten gestützt – ganzheitlich gemessen und kontinuierlich verbessert werden kann (Liefertreue, Qualität, Kosten, Bestände, …).Nach den Krisen und Lieferabrissen der letzten Jahre steht der Aufbau von autarken, resilienten Lieferkreisen ganz oben auf der COO-Agenda. Obwohl die Transformation dorthin kein Sprint ist, wird der Aufwand durch eine hohe Lieferfähigkeit, Transparenz und Steuerungsfähigkeit sowie geringere CO2-Emissionen belohnt.
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Kommentar, 14.08.2023
14.08.2023
Die Steuerung der Business Performance ist eine wesentliche Aufgabe eines CFO. Sein vorhandener Werkzeugkasten? Der ist oft gut bestückt, aber recht kleinteilig ausgestattet. Vor allem dann, wenn Beirat, Aufsichtsrat oder Gesellschafter einfache und griffige Kennzahlen wünschen, fehlen häufig die notwendigen Instrumente. Mit welchen KPIs die Performance betreffend Umsatz, Kosten und Kapital am besten abbilden? Und wie dabei sowohl operative als auch strategische Aspekte berücksichtigen? Und gleichzeitig Zusammenhänge darstellen, die zur Performance führen?Umsatzperformance – ohne Umsatz keine PerformanceDie Umsatzperformance des Unternehmens in Form von prozentualem Wachstum oder Rückgang ist ein einfach zu messender Wert. Sie hat aber nur dann Aussagekraft, wenn sie in die beiden Komponenten Mengen- und Margenentwicklung zerlegt und auf ihre Rohertragswirkung gemessen wird. Geht das Mengenwachstum zu Lasten der Marge, ist die Marge stabil oder rückläufig? Dies sind Fragen, die mittels der differenzierten Betrachtung nach den Wachstumsquellen zu beantworten sind.Deckungsbeitrag nach Herstellkosten – 10 benchmarkfähige KPIsDie Qualität des Deckungsbeitrags nach (variablen) Herstellkosten als Wert über alle Produkte bildet in diesem Zusammenhang eine weitere wichtige und zugleich benchmarkfähige KPI. Sie sollte zum einen ein Minimum in % vom Umsatz erreichen und bildet zum anderen die Basis für die Ermittlung vom Break-Even und vor allem der Break Even-Resilienz. Damit ist der prozentuale Abstand des Break-Even Umsatz zum Ist- oder Plan-Umsatz zu verstehen. Diese eher strategische – und ebenfalls benchmarkfähige - KPI zeigt, in welchem Maße das Unternehmen bei Absatzschwankungen oder Preisrückgängen hinsichtlich seines Ergebnisses gefährdet ist. Deckungsbeitragsqualität und Break Even bilden die Brücke zum nächsten „KPI-Paket“ zur Bewertung der Kostenperformance.Kostenperformance – wesentlicher ErgebnistreiberInsbesondere in einem personalkostenintensiven Unternehmen stellt die Personalkostenproduktivität eine wesentliche Messgröße dar. Die Relation aus Rohertrag zu den Personalkosten ist eine benchmarkfähige KPI. Wieviel Personalkosten sind in Relation erforderlich, um den Rohertrag zu erwirtschaften? Dabei egalisiert sie die Wertschöpfungstiefe im Benchmarkvergleich. Auch Unternehmen mit unterschiedlicher Wertschöpfungstiefe lassen sich so vergleichen und die Ertragskraft unterschiedlicher Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen.Die Kapazitätsauslastung von Maschinen, aber auch die Auslastung von Mitarbeitern, z.B. im Projektgeschäft, ist ein weiterer wichtiger Performancetreiber. Niedrige Auslastung erzeugt Leerkosten. Eine dauerhaft hohe Auslastung bei Maschinen verschleißt diese schneller, erhöht die Instandhaltungskosten und ist ein Signal für notwendige Erweiterungsinvestitionen. Zu viele teure Überstunden wiederum signalisieren zusätzlichen Bedarf an personellen Kapazitäten.Die Quote der Vertriebskosten als operative Größe signalisiert, ob und in welchem Umfang der Vertrieb effizient ausgerichtet ist. Eine im Vergleich zum Benchmark angemessene F&E-Quote ist Grundlage für neue Produkte und damit zukünftige Umsätze. Mit ihrem eher strategischen Charakter sendet sie fast schon „investive“ Signale. Die Verwaltungskostenquote hingegen dient vor allem als operatives Effizienzkriterium. Die Bedeutung der jeweiligen Kostenquoten kann dabei von Branche zu Branche schwanken. So gibt es Branchen, in denen F&E stark im Fokus steht, bei anderen hingegen ist dies der Vertrieb.Kapitalperformance – in Zeiten steigender Zinsen von zunehmender BedeutungKapital wird in Zeiten steigender Zinsen wieder zunehmend zu einem wichtigen Performancemerkmal. Im Hinblick auf die Verschuldungs- und Entschuldungsfähigkeit bildet die Relation von verzinslichen Fremdkapital nach Abzug von Finanzmitteln (Nebt Debt) in Relation zum EBITDA eine wichtige KPI für den CFO. Sie findet sich in vielen Kreditverträgen als Covenance wieder und besitzt zweierlei Aussageinhalte: Zu einen, wie lange es dauert, Verbindlichkeiten via EBITDA zurückzuzahlen. Zum anderen, welcher Spielraum – gemessen an Benchmark und/oder Covenance - für eine Ausweitung der Fremdverschuldung, z.B. im Rahmen von Investitionsplänen, noch besteht. Letzteres ist damit wieder vor allem eine strategische KPI.Die Cash Conversion Rate weist auf die Kapitalbindung aus Umlaufvermögen und Lieferantenverbindlichkeiten hin. Gemessen in Tagen bildet sie auch und vor allem für die operative Steuerung eine wichtige Kennzahl.Die Relation aus Abschreibungen und Investitionen in %, möglichst gemessen über einen längeren Zeitraum, signalisiert als strategische Kennzahl den Grad der Substanzerhaltung der Aktiva. Liegt die Afa längerfristig über den Investitionen, so signalisiert dies Substanzverzehr. Diese KPI weist u.U. darauf hin, dass das Unternehmen zwar ein „gutes“ Ergebnis erwirtschaftet, dies jedoch auf Grund unterlassener Investitionen zu Lasten der Zukunft geht.Die Eigenkapitalquote als „klassische“ Bilanzkennzahl zeigt den Grad der Unabhängigkeit des Unternehmens von externem Kapital auf. Ergänzt um die Eigenkapitalverzinsung als Relation von EAT zu Eigenkapital informiert es vor allem Anteilseigner darüber, ob und in welchem Umfang das Unternehmen ein lohnendes Investment darstellt.FazitAlle dargestellten Kennzahlen haben bereits jeweils einzeln eine hohe Aussagekraft hinsichtlich der Quellen und Ursachen der Performance. Besondere Aussagekraft entfalten sie dann, wenn ihre Inhalte miteinander verknüpft werden. Mit einigen wenigen Performance-KPI ist der CFO schnell in der Lage, die Performance des Unternehmens, ihre Entwicklung, vorhandene Schwachstellen, aber auch und vor allem unausgeschöpfte Potenziale zu identifizieren und darzustellen. Er hat damit sowohl ein aussagefähiges operatives als auch ein strategisches Werkzeug zur Unternehmenssteuerung in der Hand.
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Publikation
13.07.2023
Strategien unter Unsicherheit – geht das überhaupt? Ja, doch dafür müssen alle „Rädchen“ des strategischen, Risiko- und Performance-Managements ineinandergreifen, statt „wait and see“ braucht es in Sachen Strategiegestaltung ein neues Mindset. Wer Chancenpotentiale auch in unsicheren Zeiten gezielt heben will, muss sich strategischen Fragen stellen: - Wie robust und widerstandsfähig ist das Geschäftsmodell gegenüber externen Schocks? - Welche Marktentwicklung nehmen die heutigen Geschäftsfelder in Zukunft? - Auf welche Wettbewerbskonstellation trifft ein Unternehmen zukünftig? - Wie verändert sich die Wertschöpfungsstruktur der Branche? - Wo muss nachhaltig investiert werden, um Werte für das Unternehmen zu schaffen? - Sind Schlüsselressourcen, Kernkompetenzen und Assets auf eine aktive Zukunftsgestaltung des Unternehmens ausgerichtet? - Wie stark ist das Führungsteam eingebunden und in die Verantwortung gebracht, damit die Unternehmensstrategie erfolgreich fortgeführt und eine notwendige Transformation gelingen kann? - uvm. Welche Leitmaxime das Management verfolgen zudem verfolgen sollte, jetzt im aktuellen Sonderdruck nachlesen.
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Publikation
25.05.2023
Betrachtet man die globale Situation genauer, so lassen sich drei primäre Herausforderungen ableiten, die es bezüglich Ihrer Auswirkungen auf die Unternehmen in dieser Kombination und Stärke so noch nicht gegeben hat: 1. Engpässe bei Ressourcen durch gestörte Lieferketten und Preissteigerungen 2. Entkopplung und Regionalisierung der Märkte 3. Inflation und Kaufkraftverluste Diese neuen Herausforderungen kommen zu den bekannten Herausforderungen wie Fachkräftemangel, geänderte Markt- und Kundenanforderungen, Umweltschutz und Nachhaltigkeit hinzu und erhöhen noch einmal massiv den Druck auf die Unternehmen, Maßnahmen zu ergreifen, um das Ergebnis auf ei- nem stabilen Niveau zu halten oder idealerweise zu steigern. Dabei kommt insbesondere den Kosten für Energie und Produktionsmaterialien, wie z. B. Rohstof- fen, Halbzeugen und Vorprodukten aktuell eine große Bedeutung zu, oder um es mit anderem Worten zu sagen: „Verschwendung können sich die Unternehmen nicht mehr leisten.“ Um unseren Kunden die Maximierung der ökonomischen und ökologischen Effizienz zu ermöglichen und Produktion und Supply-Chain fit für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu machen, hat Dr. Wieselhuber & Partner das „Smart Operations“- Konzept entwickelt.
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Publikation
09.05.2023
Eine Umfrage der Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (W&P) unter rund 70 Sanierungsbankern zeigt: Realität und Erwartungshaltung an ESG und Cyber Security in einem Sanierungskonzept klaffen zwischen Unternehmen und Banken weit auseinander. Auch im Bereich Markt & Vertrieb werden diese Themen sehr unterschiedlich bewertet. Diese Diskrepanz birgt erhebliche Risiken mit negativen Auswirkungen bis hin zur Ablehnung neuer Finanzierungsanfragen. Während ESG aktuell weder deskriptiv noch in den Financials von Sanierungskonzepten priorisiert wird, erwarten 57 % der befragten Banken künftig verbale Beschreibung von Risiken, ihre Abbildung in der Planung sowie die Definition konkreter ESG-Maßnahmen. Die Gefährdung einer positiven Sanierungsaussage bei Nichtberücksichtigung von ESG-Aspekten beurteilen die Befragten unterschiedlicher: Nur rund die Hälfte stuft diesen Fall als kritisch ein, wodurch erhebliches Konfliktpotential in Finanziererkreisen möglich ist. Banken stufen künftig den Stellenwert von Cyber Security deutlich höher ein als bisher.  Da es sich um eine reale und konstante Bedrohung handelt, gaben 75 % der Befragten an, dass ein Sanierungskonzept zukünftig konkrete Maßnahmen zur Risikoreduzierung enthalten muss – hinsichtlich der Finanzierung sind die Banken auch überwiegend (73 %) gewillt, diese zu übernehmen.   Das Thema ESG gewinnt auch im Reporting zunehmend an Bedeutung. Parallel wird das Risiko, dass sich durch Stapelkrisen ein deutlicher, gegebenenfalls nicht finanzierbarer, Investitionsstau gebildet hat, erkannt. Aus Sicht von Markt & Vertrieb kommen laut der Befragten höhere Risiken auf die Unternehmen zu: Insbesondere Umsatzentwicklung, Finanzierungsfähigkeit und Kostenstruktur werden genannt. Cyber Security erfährt im Rahmen der Kreditvergabe eine untergeordnete Priorität und wird aus der Marktperspektive als „versicherbares Risiko“ betrachtet. Folgerichtig wird es bei der Kreditvergabe nicht priorisiert, die Dokumentationsanforderungen sind gering. Fazit: ESG-Aspekte werden den Prozess der Kreditvergabe maßgeblich mitbestimmen. Cyber Security-Risiken hingegen können durch Versicherungen abgedeckt werden und haben somit keinen entscheidenden Einfluss auf die Kreditvergabe.
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Kommentar, 17.04.2023
17.04.2023
8 %, 10 %, 12 % – die aktuellen Tarifforderungen haben Werte erreicht, die vor kurzem noch undenkbar schienen. Dies stellt vor allem das Management personalkostenintensiver Unternehmen mit hoher Wertschöpfung vor erhebliche Herausforderungen. Können steigende Personalkosten nicht über das Pricing an die Kunden weitergegeben werden, sind vor allem CFO und COO gefordert. Sie müssen dafür sorgen, dass die Produktivität im Unternehmen steigt. In letzter Konsequenz heißt das: Mit weniger Personal bei höheren Personalkosten pro Kopf die gleiche oder sogar eine höhere Leistung zu erbringen als bisher.Warum sind hier COO und CFO – Funktionen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben – gemeinsam gefordert? Wer die Produktivität steigern will, braucht zunächst Transparenz: Wo liegen unentdeckte Produktivitätspotenziale? Wie hoch sind diese Potenziale in Euro gemessen? Dies zu erkennen ist Aufgabe des Finanzvorstands. Kostenrechnung, Kalkulation und Produktionscontrolling können aufzeigen, inwieweit steigende Personalkosten durch bisher unentdeckte Potenziale kompensiert werden können. Um diese Potenziale auch tatsächlich zu realisieren, bedarf es der Konkretisierung und vor allem der Umsetzung entsprechender Maßnahmen - Aufgabe des COO. Durch Maßnahmen, die zu einer Beschleunigung des Wertstroms, einer besseren Kapazitätsauslastung, einem geringeren Ressourcenbedarf und damit zu niedrigeren Produktionskosten führen, können echte Produktivitätssteigerungen erzielt werden. Kurz: Die geschaffene Transparenz wird genutzt, um dort anzusetzen, wo die größten Effekte erzielt werden können.Häufig ist das Zusammenspiel der Funktionen im Unternehmen durch ein „Nebeneinander“ geprägt, jeder „macht sein Ding“. Bei moderat steigenden (Personal-)Kosten mag dies ohne allzu große negative Effekte auf das Ergebnis funktionieren. Angesichts der zu erwartenden Tarifsteigerungen hat diese Art der Zusammenarbeit jedoch keine Zukunft mehr. Nur wenn COO und CFO Hand in Hand arbeiten und gemeinsam eine gestaltende Rolle einnehmen, besteht die Chance, den hohen Personalkostensteigerungen eine Produktivitätssteigerung entgegenzusetzen.
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Kommentar, 24.01.2023
24.01.2023
Das bisherige Paradigma preisoptimierter Beschaffung mit unbegrenzt globalisierten und performanten Lieferketten steht auf dem Prüfstand. Nicht nur die akuten Versorgungsprobleme bedeuten einen Stresstest für die Supply Chains. Die stark gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Transportkosten erhöhen den Druck ebenfalls signifikant. Strategisch stellt zudem der steigende Protektionismus die Lieferketten vor erhebliche Herausforderungen. Begriffe wie Reshoring, Friendshoring, Decoupling, Local-to-local und Glokalisierung machen die Runde. Alle Aspekte der bisherigen Wertschöpfungsarchitektur müssen kritisch beleuchtet werden:Wie sollten mittelständische Unternehmer ihr Unternehmen zukunftsorientiert ausrichten?Wie können Risiken in den Lieferketten frühzeitig transparent gemacht, bewertet und beherrscht werden? Wie können künftige Volatilitäten bestmöglich verkraftet werden?Ist die Regionalisierung der Wertschöpfungsarchitektur sinnvoll und machbar für eine stärkere Robustheit und Nachhaltigkeit? Sind Insourcing und eine größere Fertigungstiefe adäquate Stellhebel?Welche Rolle spielt eine Diversifikation der Beschaffung? Ist eine strategische Lagerhaltung gegenüber Just-in-Time-Konzepten das Gebot der Stunde?Und last but not least: Lassen sich digitale und effiziente Fabriken mit ihren sinkenden Skaleneffekten für modulare Supply-Chain-Netzwerke nutzen?Massiver Druck auf die LieferkettenSeit 2020 haben wir eine unvergleichliche Sequenz von disruptiven, temporären Ereignissen erlebt. Aber auch anhaltende Trends wie Fachkräftemangel, Inflation, Protektionismus und Handelsbarrieren erhöhen den Druck auf die Wertschöpfungsstruktur deutlich. Preisexplosionen, Lieferengpässe bis hin zu Produktionsstillständen, Hamsterkäufe und Überbestellungen (Bullwhip-Effekt) – es ist alles geboten. Diese aktuellen Probleme sind symptomatisch. Wir müssen erkennen, wie volatil unsere globalen Warenströme wirklich sind. Weder die politischen, noch die marktseitigen Rahmenbedingungen werden sich wieder, wie gewohnt, stabilisieren. Die einseitige Auslegung der Lieferketten auf die Ausschöpfung maximaler Kostenvorteile – ohne Kernfaktoren wie Risiken, Abhängigkeiten und Umwelteinflüsse – hat ausgedient.Durch die aktuellen Entwicklungen erleben Unternehmen, dass langfristige Kundenbeziehungen zum Asset werden. Die Verfügbarkeit von Artikeln schlägt die Kostenprämisse. Die aus der Not geborenen Taskforces werden zur Dauereinrichtung und zum agilen Nukleus innerhalb der Unternehmen. Bestehende Liefernetzwerke erweitern sich dynamisch. Lange überfällige Digitalisierungsinitativen werden in kürzester Zeit operationalisiert.Erleben wir aktuell ein lange überfälliges Fitnessprogramm in den Unternehmen? Wie lassen sich die gewonnenen Erfahrungen verstetigen, um eine größere Robustheit und Zukunftsfähigkeit zu erlangen? Reicht der aktuelle Management-Baukasten aus oder müssen komplett neue Wege gegangen werden?Die Stellhebel einer zukunftsfähigen Supply Chain – lean, green, digital, robustDie Zielsetzung ist eine robuste Supply Chain, die zudem effizient (lean), nachhaltig (green) und digital ist. Das Gebot der Stunde lautet strategische Neuausrichtung auf ein zukunftsfähiges Wertschöpfungsmodell.Konkret müssen acht Stellhebel optimiert werden:Transparenz schaffenPlanbarkeit erhöhenRisiken managenDigitalisierung und Analytics nutzenEffizienz steigernRobuste und agile Supply-Chain-Netzwerke gestaltenKonsequent auf Nachhaltigkeit ausrichtenMitarbeitende mitnehmenDie konkreten Ansatzpunkte sind vielfältig und unternehmensspezifisch. Sie betreffen sowohl taktische als auch strategische Elemente, wobei natürlich alle im Auge zu behalten sind.Nicht alle Risiken können vermieden werden. Doch lassen sich die relevantesten mit einem proaktiven Risikomanagement identifizieren, im Rahmen von Szenarien betrachten und auf Mitigationspotenzial durchspielen. Der W&P Supply-Chain-Control-Tower erlaubt eine Ende-zu-Ende-Transparenz in Echtzeit, um operative Risiken zu managen. Ein State-of-the-art Bestandsmanagement unter Zuhilfenahme von KI-gestützter, kollaborativer und integrierter Bedarfsvorhersage und Planung ermöglicht die gezielte Bevorratung, ohne jedoch das Working Capital und des Bestandsrisiko zu überreizen.Strategisch gilt es, die Wertschöpfungsarchitektur modularer und mit der richtigen Balance aus regionalen und globalen Anteilen, Redundanzen, Skaleneffekten und Spezialisierung zu gestalten. Ein mehrgleisiges Fahren und hybride Ansätze sollten hierbei in Erwägung gezogen werden. Die ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungstiefe unter Berücksichtigung von robusten, agilen und diversifizierten Liefernetzwerken und Kooperation/Koopetition ist notwendig. Darüber hinaus muss sich der Einkauf komplett neu aufstellen. Neben dem Preis gilt es Kernfaktoren wie das Ausfallrisiko, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Lieferperformance sowie Umweltaspekte zu bewerten. Fähigkeiten zur aktiven Unterstützung kriselnder Kernlieferanten müssen, wo notwendig, aufgebaut oder zugekauft werden.Produktseitig hilft ein aktives Portfoliomanagement, um den Fokus auf die margen- und umsatzträchtigen Produkte zu legen. Signifikante Potenziale für die Robustheit liegen schlussendlich auch in der Produktausprägung z. B. durch einen Produktbaukasten, Reengineering oder Software-Features.FazitDie aktuelle Dynamik durch disruptive Ereignisse und damit strategische Herausforderungen für die Supply Chain werden auf absehbare Zeit bleiben. Der Managementbaukasten aus operativer und digitaler Exzellenz ist in den meisten Fällen ausreichend, muss aber neu interpretiert werden. In der Anpassung und fokussierten Ausgestaltung der einzelnen Stellhebel liegt das größte Potenzial. Hierbei geht es nicht nur um radikale Lösungen, sondern oft auch um die fokussierte Identifikation der spezifischen und wirksamen Ansätze sowie deren Verankerung in der Organisation.
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Kommentar, 22.12.2022
22.12.2022
Wir stehen vor, oder besser, in einer Zeitenwende. Die Auslöser sind exogene Faktoren, Schocks wie Kriege, Naturkatastrophen, Pandemien und politische Entwicklungen. Sie sind nicht „vom Himmel gefallen“, sondern von Menschen verursacht. Also kein Alibi für die Menschheit und den sog. Verantwortungseliten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Man würde es sich jedoch zu einfach machen, die Schuld und Verantwortung nur auf die Entscheidungsträger zu schieben, denn in aufgeklärten, informierten Gesellschaften sollten Empfindsamkeit, Erkenntnisfähigkeit und Handlungsfähigkeit in der Bevölkerung vorhanden sein, dass alle, zumindest die Mehrheit, in der erfolgreichen Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen engagiert sind. Der Mensch als vernunftbegabtes Wesen, als kreatives Individuum, ausgestattet mit einem starken Überlebenswillen sollte dazu in der Lage sein? Es wird allerdings nicht nur mit dem Einsatz von immer höheren finanziellen Ressourcen, mit steigenden Staatsausgaben, mit einer Vollkasko-Mentalität, mit einer individuellen, aber auch institutionellen Vorteilsmaximierung, einer Selbstoptimierung, einer Selbstverwirklichung ohne Selbstverantwortung, mehr Bindungslosigkeit und mangelnder Loyalität gelingen, diese „neue Zeit“ zum Wohl aller gesellschaftlichen Gruppierungen und zum eigenen Wohlstand und existenziellen Sicherheit zu gestalten. Es wird auch in Zukunft nicht ohne Leistung, Kreativität, wirksamen Ressourceneinsatz und Initiative gehen. Stabile, ethische Grundwerte und kulturelle Veränderungen werden den Weg in eine „neue Zeit“ begleiten müssen.Warum diese sehr komprimierten Ausführungen zu gesellschaftlichen, makro-ökonomischen Rahmenbedingungen? Ganz einfach: Unternehmen sind Bestandteil dieses Gesellschaftssystems und können nicht losgelöst davon eine Transformation „von heute auf morgen“ erfolgreich gestalten. Auch Unternehmen sind von Menschen geschaffene künstliche Systeme, die einem bestimmten Lebenszyklus angehören, die in die Zeit passen oder aus der Zeit gefallen sind und letztlich nur durch deren Gestalter an neue Zeiten anzupassen und auszurichten sind. Also, die Eigentümer, das Management sind wieder einmal gefordert. Keine neue Erkenntnis, aber eine herausfordernde und anstrengende Tätigkeit. Wo liegen die wesentlichen Herausforderungen, Weichenstellungen und Entscheidungen?Instabilität, Disruption, veränderte Machtkonstellationen in den Märkten, etc. erfordern mehr Denken in Alternativen, in Szenarien. Die „Sicherheiten“ gehören der Vergangenheit an. Die Unternehmenskonfiguration muss Flexibilität, Schnelligkeit, Kreativität und Initiative ermöglichen. Einen entscheidenden Beitrag zu diesen Unternehmensmerkmalen muss die Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen liefern. Leadership ist einer der Grundvoraussetzungen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem notwendigen Tempo und den unterstützenden Methoden und Systemen in die „richtige Richtung“ zu bewegen. Der „Lohn“ dafür sind wettbewerbsfähige, ertragsstarke Unternehmen und somit attraktive Arbeitgeber und sichere Arbeitsplätze. Hohe operative Effizienz, solide Finanzierung, ein passendes Risikoprofil und Ressourcenausstattung sind die stabile Basis für den „Sprung in die Zukunft“. Es wird kein „Kurzstreckenrennen“, sondern eher ein Marathon – stellen Sie sich und Ihr Unternehmen darauf ein.Wenn dies alles gut gelingen soll, dann braucht man das richtige Timing – nicht zu spät, aber auch nicht zu früh – und eine qualifizierte Mannschaft, die richtigen Berater und das Quäntchen Glück.
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Best Case
15.11.2022
MEDICE, ein inhabergeführtes Familienunternehmen aus Iserlohn, ist Hersteller und Entwickler von Arzneimitteln und an drei Standorten in Deutschland und knapp 50 Partnern weltweit aktiv. Wachstumsstarke Jahre, eine große Post Merger Integration sowie steigende Anforderungen an Prozesssicherheit und -effizienz führten zu einem großen Projektportfolio – unter anderem auch im digitalen Bereich. Um hier nachhaltig die Transparenz über die Gesamtheit der digitalen Projekte zu verbessern und diese künftig effektiver zu kontrollieren, wurde W&P an Bord geholt. Die W&P Spezialisten für Digitale Transformation reduzierten und priorisierten über 200 Initiativen auf 34 strategisch relevante, führten eine Rhythmik für den Antrag und die Umsetzung der Initiativen ein, etablierten eine projektindividuelle Berechnung des ROI und entwickelten gemeinsam mit den Verantwortlichen bei Medice eine Digitalisierungs-Roadmap, mit der die Planung und Umsetzung digitaler Projekte jetzt auch strategisch verankert ist: „Die Digitalisierungs-Roadmap hat uns mit der klaren Bewertung des Projektnutzens ein perfektes Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem auch die Basis für die stringente Umsetzung geschaffen wurde“, so Stefan Lehmkühler, Leitung IT & Digitalisierung Medice. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 29.09.2022
29.09.2022
Die allgemeine Wirtschaftslage nach der Finanzkrise 2009? Stabil. Doch in der jüngeren Vergangenheit machte sich Unsicherheit breit: Unerwartete „Black Swan Events“ wie Corona, der Krieg gegen die Ukraine, der Brexit oder auch die Blockade des Suezkanals hatten massive Auswirkungen auf Gesellschaft und Geschäftsleben. In den weltweiten Lieferketten kam es teils zum temporären, kompletten Versorgungs-Abriss mit bekannten Folgen: Fehlende Halbleiterchips, pflanzliche Öle, Düngemittel, Schiffscontainer, Holz und sogar LKW-Fahrer.In dieser VUCA-Welt (Volatile, Uncertain, Complex und Ambigious) werden immer mehr Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit gefordert, doch: Klassische Risikobewertungsansätze und kurzfristige Notfallpläne stoßen hier an ihre Grenzen. Denn sie fokussieren auf Risiken mit hohen Eintrittswahrscheinlichkeiten und lassen damit Black Swan Events außer Acht. Stattdessen gibt es eine Methode, die man z.B. aus der Luftfahrt kennt - das Business Continuity Management (BCM). Statt nach jedem unvorhersehbaren Ereignis überrascht in den Krisenmodus zu schalten, ist das Ziel von BCM, Unternehmen einen „präventiven Notfallplanplan“ an die Hand zu geben.Multiple Zukunftsszenarien – und das bitte gleichzeitig!Im Kern werden bei BCM multiple – auch unwahrscheinliche – Zukunftsszenarien und ihre Konsequenzen durchgespielt. Während bislang verstärkt Strategien im Mikro-Umfeld des Unternehmens gebildet wurden (z.B. Kunden und Wettbewerb), werden im BCM vor allem Risiken in der Makro-Umwelt betrachtet (z.B. Weltpolitik oder Gesetzgebung). Die Liste branchen- oder firmenspezifischer BCM-Szenarien ist dabei lang: Rohstoffverfügbarkeit, Energiebeschaffung, Cyber-Sicherheit gehören genauso dazu wie Umweltkatastrophen. Daraus werden dann entweder präventive Maßnahmen zur Risikovermeidung umgesetzt oder aber reaktive Maßnahmen zur besseren Risikobeherrschung entwickelt, die im Eintrittsfall einfach aus der Schublade gezogen und routiniert durchgeführt werden können.Pragmatismus gegen BürokratiemonsterBei der Einführung von BCM sollte darauf geachtet werden, kulturkompatibel und pragmatisch vorzugehen – schließlich könnte die die Angst vor einem Bürokratiemonster sinnvolle BCM-Aktivitäten schon im Keim ersticken.Denn bei richtig angewendetem BCM profitieren Unternehmen in mehrfacher Hinsicht:Der Fortbestand des Unternehmens wird durch eingeleitete Präventivmaßnahmen oder aber durch planvoll ausgeführte Maßnahmen zur besseren Risikobeherrschung besser abgesichert.BCM kann zu relevanten Kostenreduktionen bei Versicherungen durch niedrigere Prämien sorgen, da bestimmte versicherungsrelevante Risiken im Vorfeld ausgeschlossen werden.Das Monetarisierungspotenzial von BCM ist signifikant: ein Lieferant, der glaubhaft belegen kann, dass er trotz wesentlicher Störfaktoren weiter lieferfähig bleibt, hat nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern kann diesen als „jederzeit zuverlässiger Partner“ auch vermarkten. Steigende Preise durch Risikomanagement-Maßnahmen werden bei den hohen Abhängigkeiten in den Lieferketten und in der aktuellen VUCA-Welt zunehmend akzeptiert.FazitUnternehmen, die auf „Black Swan Events“ vorbereitet sein wollen, kommen an BCM nicht mehr vorbei. In der heutigen Zeitenwende besteht im Grunde für jede Organisation diese Notwendigkeit. Zu Recht wird teilweise schon politisch ein gesetzlich verpflichtendes BCM für bestimmte Branchen gefordert. Wer BCM jetzt als Chance begreift, kann sich als Pionier Vorteile sichern und ist nicht nur zur Reaktion gezwungen, wenn Lieferanten, Kunden, Versicherungen oder eben Gesetzgeber BCM einfordern.
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Kommentar, 17.08.2022
17.08.2022
Nicht nur Großkonzerne, sondern auch die meisten mittelständischen Unternehmen agieren in internationalen Beschaffungs-, Produktions-, und Logistik- Netzwerken. Aufgrund des strategischen Charakters sowie der hohen Ergebnis- und Working Capital-Auswirkungen sollten Standortentscheidungen gut überlegt sein, um die Ertragskraft und Liquidität dauerhaft zu sichern.Viele Unternehmen beschäftigen sich gerade mit folgenden, typischen Kernfragen der Standortentwicklung:Wie viele Standorte sind erforderlich?Reichen die vorhandenen Kapazitäten aus, um weiteres Wachstum zu realisieren?Sind die Standorte unterausgelastet und verursachen Leerkosten?Wie hoch sollte die Wertschöpfungstiefe der einzelnen Standorte sein?Wie hoch sind die Einsparpotenziale durch „Redimensionierung“, also den Abbau von Überkapazitäten im Produktions- und Logistiknetzwerk?Welche Rolle haben die einzelnen Standorte im zukünftigen Werksverbund?Ist ein zentrales Werk mit hohen Skaleneffekten besser als kundennahe, dezentrale Standorte? Zur Beantwortung dieser Fragen sollte eine fundierte Entscheidungsvorlage erarbeitet werden, um das Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig und krisenfest aufzustellen. Grundlage dafür ist immer eine Annahme über die zukünftige Entwicklung von Umsatz und Absatz in den Zielregionen des Unternehmens.Da die Zukunft aufgrund der zunehmenden Volatilität der Märkte – nicht erst seit der Pandemie – immer schwieriger zu prognostizieren ist, sollte nicht mehr nur eine einzige, starre Mittelfristplanung erstellt werden, sondern vielmehr verschiedene Szenarien erstellt und simuliert werden.Im Operations-Kontext geht es dabei um die Entwicklung und Bewertung unterschiedlicher Standortszenarien auf Basis von differenzierenden Annahmen über das zukünftige Produktionsvolumen und über die Produktkalkulation zu den Standorten. Die Herausforderung besteht darin, gleichzeitig die operations-relevanten Aspekte (z. B. Kapazitätsauslastung und Mitarbeiterbedarf je Maschine) mit finanzwirtschaftlichen Aussagen zu Investitionsbedarf, Working Capital und GuV-Effekte zu verknüpfen, um alle Stakeholder mit ihren spezifischen Informationsbedarfen versorgen zu können. Im Ergebnis sollte eine belastbare Quantifizierung für die verschiedenen Umsatz- und Standortszenarien vorliegen sowie eine Umsetzungsempfehlung mit konkretem Fahrplan zur sukzessiven Transformation vom Ist- in den Soll-Zustand.ProjektbeispielW&P begleitete einen mittelständischen Automobilzulieferer bei der Neuaufstellung des Produktionsfootprints, da der Hersteller von Aluminiumdruckguss-Komponenten unter den Folgen des Wandels in Richtung Elektromobilität und dem Nachfrageeinbruch in der Pandemie in eine Ergebniskrise geraten ist. Der Fokus des W&P-Projekts lag von Beginn an auf der Neukonfiguration des Produktionsfootprints, um relevante Kostenpositionen zu adressieren. Jedes der vier deutschen Werke produzierte bereits vor der Pandemie unterhalb der möglichen Kapazitäten – bei gleichzeitig negativen Umsatzprognosen. Die in der Automobilindustrie vorherrschende Unsicherheit machte Zusagen für Neugeschäfte zur Steigerung der Auslastung nicht möglich. Die Schließung einer oder mehrerer der vier Standorte und die Konsolidierung der Kapazitäten war somit die logische Konsequenz.VorgehensweiseUm den Erfolg des Projektes zu gewährleisten, galt es vor allem von Beginn an sicherzustellen, dass alle Stakeholder, bestehend aus den Eigentümern, der Geschäftsführung und den Werkleitern mit W&P an einem Strang ziehen. Im Ergebnis der ersten Abstimmung konnten vier Kernszenarien zur Anpassung des Produktionsfootprints definiert und wesentliche Leitplanken des Projektes festgelegt werden. Aufgrund des negativen Absatzrückgangs wurde in diesem Fall nur ein Umsatzszenario unterstellt, das konservativ auf ein sehr niedriges und somit auf jeden Fall zu erreichendes Umsatzniveau ausgelegt war.Zur Erstellung einer Entscheidungsvorlage bestand die Kernaufgabe darin, die Profitabilität der vier Szenarien und die entstehenden Einmalkosten zu quantifizieren sowie die relevanten Entscheidungskriterien aufzuzeigen. Neben dem Quick-Check jedes der Werke zur Aufnahme standortspezifischer Gegebenheiten und produktionstechnischer Schwerpunkte stand vor allem der Aufbau einer soliden Zahlenbasis im Vordergrund.In dem von W&P erstellten Kapazitäts- und Quantifizierungsmodell wurden zukünftige Anlagenauslastungen, Einmalkosten für Verlagerungen, Investitionskosten, Abfindungen sowie die jährlichen Betriebskosten für die vier Szenarien berechnet. Erfolgsfaktoren im Projekt waren vor allem der hohe Detailgrad, der sich beispielsweise bei der Berechnung der Anlagenauslastungen auf Basis der Schusszahlen der einzelnen Produkte je Druckgussanlage zeigte, da dies nicht nur die Ebene der anfangs teilweise kritischen Werkleiter, sondern auch die anderen Stakeholder von der Solidität der berechneten Szenarien überzeugt hat. Darüber hinaus war die Kombination von Operations- und betriebswirtschaftlicher Kompetenz entscheidend für die Glaubwürdigkeit und die Akzeptanz der erarbeiteten Entscheidungsgrundlage.ErgebnisDas einzig profitable Szenario hatte die Schließung von zwei der vier Werke zur Folge. Im Ergebnis des Projektes lag ein detailliert ausgearbeiteter Zeitplan für die Verlagerungen, Schließungen und den Hochlauf der Standorte vor, der inzwischen 1:1 umgesetzt wurde. Die aktuelle Zeit ist durch Krisen, Volatilität und eine nur schwer vorhersehbare Zukunft geprägt. Umso wichtiger ist es, dieser Unsicherheit proaktiv durch die Bewertung verschiedener Umsatz- und Absatz-Szenarien entgegenzuwirken, um später die passende und vorgedachte Lösung zur Gestaltung der Wertschöpfungsarchitektur „aus der Schublade ziehen“ zu können.FazitDie aktuelle Zeit ist durch Krisen, Volatilität und eine nur schwer vorhersehbare Zukunft geprägt. Umso wichtiger ist es, dieser Unsicherheit proaktiv durch die Bewertung verschiedener Umsatz- und Absatz-Szenarien entgegenzuwirken, um später die passende und vorgedachte Lösung zur Gestaltung der Wertschöpfungsarchitektur „aus der Schublade ziehen“ zu können.
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Best Case
25.07.2022
Die Unternehmensgruppe Hörmann ist ein Industriekonzern mit vier Geschäftsfeldern - Automotive, Engineering, Communication und Intralogistics. Das Familienunternehmen ist weltweit aktiv und verfügt über 27 Tochtergesellschaften. Zur Verbesserung der Ergebnissteuerung im Geschäftsfeld Automotive setzte die Gruppenführung auf die Expertise von W&P, um die Instrumente im kostensensiblen Geschäftsfeld Automotive zu optimieren. Hauptaufgabe war es, das Produktportfolio mit Hilfe von BI-Instrumenten hinsichtlich der kosten- und ergebnistreibenden Faktoren zu analysieren, erste Handlungsoptionen zur Optimierung abzuleiten und ein Konzept zur Ergebnisdarstellung des Produktportfolios aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zu erarbeiten. Hinzu kam die Erstellung eines Prototypen zur Ergebnisdarstellung als Basis für die SAP Umsetzung in CO-PA. Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Projektumsetzung: Der interdisziplinäre Ansatz aus Controlling, Operations und Data Analytics. Das unterstreicht auch Johann Schmid-Davis, CFO der Hörmann Gruppe: „Der interdisziplinäre und fachlich durch hohes State-of-the-Art-Wissen gekennzeichnete Projektansatz von W&P war für das Projekt ein wichtiger Erfolgsfaktor.“ Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Best Case
22.06.2022
Die Remmers Gruppe, bereits 1949 gegründet, ist ein international agierendes Unternehmen in der Baustofftechnik – und noch heute ein erfolgreiches, unabhängiges Familienunternehmen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat der Spezialist für die Herstellung von bauchemischen Produkten, Holzfarben und -lacken sowie Industrielacken die marktseitige Unternehmensstrategie zusammen mit W&P zukunftsfähig ausgerichtet. Im Rahmen eines umfassenden Strategieprozesses wurden unter anderem internationale Zielgruppen und Märkte für die Priorisierung der strategischen Ausrichtung analysiert, marktseitige Strukturen neu gegliedert, gemeinsam mit neu installierten Market Unit Leitern detaillierte Strukturen erarbeitet und die Führungsorganisation konsequent neu ausgerichtet. Mit Erfolg, wie Dirk Sieverding, Vorstandsvorsitzender und Gesellschafter Remmers Group AG, bestätigt: „Durch die ausgeprägte Branchenexpertise und die fundierte Strategieerfahrung des W&P-Teams haben wir unsere Strategie neu definiert und damit den Grundstein für weiteres Wachstum gelegt“. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Best Case
11.05.2021
Das Familienunternehmen Pfeifer, einer der Weltmarktführer im Bereich Seiltechnik, Seilbau, Bautechnik, Hebetechnik und Anschlag-/ Zurrtechnik, macht es vor: Im Zuge einer Digitalisierungs-Initiative, die auf die Transformation von Prozessen, Systemen und Teil-Geschäftsmodellen abzielte, wurde ein Data Analytics Projekt zur Analyse bisher ungenutzter Datenbeständen ins Leben gerufen. Mit Unterstützung des W&P Digitalisierungsteams wurde dafür ein Datenmodell zur Verknüpfung der Vertriebs- und Servicedaten aus ERP und dem bestehenden Service-Systems erstellt, Daten-Qualitäts-Quick-Checks durchgeführt und interaktive BI-Analysen zu u.a. Kundensegmentierung, installierter Basis, Fremdprodukten und Vertriebspotenzialen aufgesetzt. „Durch den Data-Analytics Ansatz von W&P konnten wir unsere Datensilos aufbrechen und sind dadurch heute vernetzter und vor allem schlagkräftiger an unseren Kunden und deren Bedürfnissen dran“, bestätigt Gerhard Pfeifer Geschäftsführender Gesellschafter Pfeifer Seil- und Hebetechnik, den Erfolg des Projekts.
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Best Case
28.07.2020
Nach Jahren des profitablen Wachstums entwickelten sich die Umsätze beim Antriebsspezialisten AUMA Drives GmbH rückläufig - bei nahezu unveränderter Kostenbasis. Die Profitabilität war entsprechend beeinträchtigt. Die Konzernleitung der AUMA Gruppe regierte schnell und konsequent: Für die Tochtergesellschaft wurde ein internes Restrukturierungsprojekt aufgesetzt, W&P in das Projektteam eingebunden. Mit Erfolg, so CEO der AUMA Gruppe, Dr. Jörg Hoffmann: „W&P hat schnell und unkompliziert seine Aufgaben im Projektteam übernommen und in sehr kurzer Zeit belastbare Ergebnisse vorgelegt. W&P hatte somit maßgeblichen Anteil am Projekterfolg und übertraf dabei auch unsere Erwartungen “. Wie die steile Perfomance-Steigerung gelang? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Best Case
19.03.2020
Für Unternehmen, die sich in einem Verdrängungsmarkt bewegen, ist die Vertriebsperformance existenziell. So auch für Würth Elektronik, einem führenden Produzenten von Leiterplatten und von elektromechanischen Komponenten. Mit seiner maßgeschneiderten Methode der „Agilen Vertriebsaktivierung“ hat W&P Würth dabei unterstützt, seine Vertriebsperformance entscheidend zu steigern und so das Wachstumsziel von ca. 20% mit bestehender Mannschaft trotz negativer Marktentwicklung zu übertreffen. Wie? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Event, 11.11.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
KI ist längst mehr als ein Buzzword – sie wird zum echten Performance-Treiber in der indu-striellen Fertigung. In diesem Webinar zeigen wir Ihnen, wie Künstliche Intelligenz, Digital Twins, Generative AI und Vision Systeme die Prozesse auf dem Shopfloor nachhaltig verändern. Erleben Sie anhand von praxisorientierten Vorträgen, wie Unternehmen durch smarte Techno-logien Kosten senken, Transparenz und Flexibilität erhöhen und gleichzeitig Mitarbeitende gezielt entlasten. Herr Fischer (Deltia) wird auf die ROI-Potenziale von KI in der Fertigung anhand von mehr als 30 KI-Installationen eingehen. Anschließend wird Herr Graurock von der Firma WILO SE den Einsatz und die Mehrwerte von KI anhand konkreter Praxisbeispiele aufzeigen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Werkstatt-Diskussion/Q&A.Warum teilnehmen?Erkennen Sie das Potenzial Ihrer Fertigung? Lernen Sie, wie Sie mit KI Potenziale identifizierenkönnen, die Ihnen dabei helfen Ihre Performance nachhaltig zu verbessern. Profitieren Sie von Best Practices und realen Beispielen.
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Event, 24.03.2026
Digitalevent
24.03.2026
Die Pharma- und MedTech-Branche steht vor einem Wendepunkt: Fortschritte in Genetik, KI-gestützter Wirkstoffentwicklung und Präzisionsmedizin rücken Longevity zunehmend in den strategischen Fokus, während regulatorischer Druck, Entwicklungsrisiken sowie Kosten- und Wettbewerbsintensität spürbar steigen. Zukunftsfähigkeit entsteht dort, wo Unternehmen ihre Innovationskraft konsequent in schnellere Time-to-Market, robuste Portfolios und neue Geschäftsfelder übersetzen – und technologische Innovation gezielt als Wachstums- und Resilienztreiber nutzen.In unserem Executive Dialog am 24. März 2026 (12:00–13:00 Uhr, online) zeigen wir, wie Pharma- und MedTech-Unternehmen Longevity und technologische Innovation strategisch nutzen und in konkrete Marktimpulse überführen. Freuen Sie sich auf Perspektiven zur marktnahen Produktkonzept- und Marktbewertung, zu zentralen Innovationshürden und Stellhebeln für eine schnellere Time-to-Market sowie zu ungenutzten Innovationspotenzialen und deren konsequenter Hebung – mit anschließender Werkstatt-Diskussion & Q&A.
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Event, 25.03.2026
Digitalevent
25.03.2026
Die Bau- und Bauzulieferindustrie steht unter hohem Transformationsdruck. Ein konsequenter Fokus auf Kosten und Effizienz bleibt notwendig, reichtjedoch nicht mehr aus. Wirksame Innovationsfähigkeit, eng verbunden mit der Produktentwicklung sowie die Skalierung neuer Geschäftsmodelle werden zum zentralen Wettbewerbsfaktor. Das industrialisierte und serielle Bauen spielt dabei eine zentrale Rolle und verändert Wertschöpfung, Produktdenken und Kooperationsmodelle. Innovation muss in diesem Kontext systematisch verankert und wirksam umgesetzt werden. Für Bauzulieferer bedeutet dies eine Neuausrichtung der Produktentwicklung: weg von der Komponente, hin zu systemintegrierten Lösungen, Vorfertigung und digitaler Integration. Für Unternehmen der Bauindustrie geht Innovation über technische Produktverbesserungen hinaus – gefragt ist ein ganzheitlicher Blick auf Gebäude als integrierte Systeme und eine konsequente Kundenorientierung. In unserem Webinar zeigen wir, wie Unternehmen Innovation strategisch verankern, effiziente Entwicklungsprozesse gestalten und durch enge Partnerschaften neue Wachstumsfelder erschließen.
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News, 17.03.2026
17.03.2026
Auch 2026 zählt W&P zu den besten Unternehmensberatungen Deutschlands und wird im Ranking von brand eins & Statista zum zwölften Mal in Folge ausgezeichnet – ein erneuter Beleg für die führende Position als Unternehmensberatung für Familienunternehmen mit fundierter Branchenexpertise und funktionaler Beratungskompetenz.Grundlage des Rankings ist eine umfangreiche Befragung von Kunden und Experten. In diesem Jahr wurde W&P in den Branchen „Konsumgüter & Handel“, „Automobil & Zulieferer“ und „Industrial Goods & Services“ sowie im Beratungsfeld „Restrukturierung“ ausgezeichnet. „Seit jeher setzt W&P darauf, unternehmerische Herausforderungen ganzheitlich zu verstehen und im Sinne unserer Kunden tragfähige Lösungen zu entwickeln“, so Gustl F. Thum, Managing Partner und Sprecher der Geschäftsführung von W&P. „Ihr Urteil in diesem Ranking ist für uns eine besondere Anerkennung – und zugleich Ansporn, unsere Beratungsqualität kontinuierlich weiterzuentwickeln.“ Ein besonderer Dank gilt unseren Kunden für die langjährige Partnerschaft auf Augenhöhe sowie allen Mitarbeitenden von W&P, deren Engagement und Professionalität Auszeichnungen wie diese erst möglich machen!
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News, 11.03.2026
11.03.2026
Boards, Management und Gläubigergremien stehen in Transaktions- und Sondersituationen zunehmend unter Entscheidungsdruck. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die rechtssichere Vorbereitung, Dokumentation und Begründung von Beschlüssen. Welche Rolle dabei klare Entscheidungsprozesse, juristische Absicherung und ökonomische Bewertungsinstrumente spielen, war Thema des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP. Zum Auftakt ordnete Volker Riedel, Managing Partner, Dr. Wieselhuber & Partner, das Thema aus der Perspektive von Aufsichtsräten und Beiräten ein und stellte die Frage, wie Gremien in GmbH und AG ihre Entscheidungen belastbar vorbereiten und rechtlich absichern können. „Board Decisions betreffen heute immer komplexere Situationen – von strategischen Geschäftsbereichsentscheidungen bis zu M&A-Transaktionen. Genau deshalb brauchen Entscheider einen klaren Rahmen, um verantwortungsvoll und gut abgesichert agieren zu können.“ Für Vorstände, Aufsichtsräte und Beiräte komme es deshalb darauf an, Entscheidungsprozesse strukturiert vorzubereiten, Informationsgrundlagen sauber aufzubauen und zentrale Abwägungen nachvollziehbar zu dokumentieren. Dr. Philipp Müller, Counsel bei Skadden, erläuterte anschließend die juristischen Grundlagen der Geschäftsleiterhaftung. Basis aller Beurteilungen seien die Sorgfaltspflichten nach § 43 GmbHG und § 93 AktG. Entscheidend sei die Unterscheidung zwischen unternehmerischen Entscheidungen, geschützt durch die Business Judgment Rule, und rechtlich gebundenen Entscheidungen, bei denen kein Ermessensspielraum besteht. Müllers zentrale Botschaft: Eine rechtliche Bewertung orientiert sich weniger am Erfolg einer Entscheidung als an der Qualität des Entscheidungsprozesses. Dr. Michael Albrecht, Partner bei Skadden, stellte das Bild der „sicheren Häfen“ des Gesellschaftsrechts in den Mittelpunkt. Für jede Entscheidung müsse zunächst der passende rechtliche Rahmen identifiziert werden. Darauf aufbauend seien Prozesse strukturiert aufzusetzen, Interessenkonflikte zu vermeiden, Informationsgrundlagen sauber zu erarbeiten und Alternativen vollständig zu bewerten. Entscheidend sei eine lückenlose und strukturierte Dokumentation, auch weil mögliche Haftungsfragen häufig erst Jahre später, etwa bei einem Gesellschafterwechsel, erneut geprüft werden. Maximilian Schäfer, Senior Manager bei W&P, rückte die betriebswirtschaftliche Perspektive zur Entscheidungsabsicherung im M&A-Kontext in den Fokus. Er erläuterte die Rolle von Fairness Opinions als Instrument zur Vorbereitung und Absicherung von Transaktionen und Gremienentscheidungen. „Eine Fairness Opinion schafft Transparenz und Sicherheit: Sie stellt nicht nur die finanzielle Angemessenheit eines Transaktionspreises dar, sondern überprüft auch, ob der gesamte Prozess fair und nachvollziehbar geführt wurde.“ Gerade in komplexen oder sensiblen Situationen wie Distressed-M&A oder Direktverhandlungen werde sie damit zu einem wichtigen Instrument für gut abgesicherte Gremienentscheidungen.  Die praktische Anwendung von Fairness Opinions im Distressed-M&A-Umfeld wurde von Dr. jur. Hubertus Bartelheimer, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P vertieft. Er betonte, wie wichtig eine realistische Einschätzung von Markt- und Prozessaussichten ist. „In manchen Fällen zeigt die Analyse ganz klar: Ein M&A-Prozess ist nicht sinnvoll oder gar nicht durchführbar. Unsere Aufgabe ist dann, realistische Alternativen aufzuzeigen und den Gremien eine belastbare Grundlage für ihre Entscheidung zu geben“, so Bartelheimer. Er betonte, dass Fairness Opinions insbesondere in Sondersituationen wie Eigenverwaltungsverfahren, Nachfolgen oder Direktverhandlungen helfen, Fehlentscheidungen zu vermeiden und Gläubiger- wie Gesellschafterinteressen gleichermaßen transparent zu berücksichtigen. Sie schaffen damit eine objektive Entscheidungsbasis auch dort, wo Marktmechanismen oder Strukturen gegen einen Verkauf sprechen. Die abschließende Diskussion aller Referenten machte deutlich: Professionelle Entscheidungsprozesse sind der stärkste Schutz vor Haftung und Fehlentwicklungen. Struktur, Dokumentation und externe Expertise, insbesondere Fairness Opinions, schaffen Transparenz, sichern Gremienentscheidungen ab und verhindern wirtschaftlich oder strategisch falsche Schritte. Unternehmen, die diese Instrumente konsequent nutzen, handeln schneller, sicherer und resilienter – gerade in Sondersituationen oder unter Zeitdruck.
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Event, 14.04.2026
Digitalevent
14.04.2026
Im Zentrum dieses Webinars steht das gemeinsame Gespräch klassischer Vertreter im Gläubigerausschuss. Ziel ist es, die Arbeit des Ausschusses in allen Phasen aus verschiedenen Blickwinkeln transparent zu machen und die zentralen Spannungsfelder zwischen Gläubigerinteressen, gerichtlicher Einflussnahme, Kundenanforderungen und der Rolle des Verwalters offen zu diskutieren. Statt eines reinen Vortrags rücken wir die interaktive Diskussion zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Gerichte, Lieferanten, Banken und des Pensionssicherungsvereins in den Mittelpunkt. Wie entstehen Mehrheiten? Wo kollidieren Interessen? Wer prägt die strategischen Entscheidungen tatsächlich?
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Event, 15.04.2026
Frankfurt am Main
15.04.2026
Verhandlungen prägen die entscheidenden Momente in M&A- und Finanzierungsprozessen. Doch so rational wir Entscheidungen auch treffen möchten – Forschung und Praxis zeigen: Psychologie, Spieltheorie und sogar medizinische Erkenntnisse haben oft das letzte Wort. Unsere Expertin Yurda Burghardt bringt in ihrem Vortrag „8 Erfolgsfaktoren kritischer High-Stakes-Verhandlungen“ umfangreiche Erfahrung in Sales, Business Development und Entscheidungspsychologie mit. In der Vergangenheit hat sie u. a. zahlreiche europäische Großkonzerne, vermögende Privatpersonen, aber auch Parteien beraten, wenn es um Unternehmensverkäufe, Finanzierungsstrategien und komplexe Verhandlungssituationen ging. Sie zeigt praxisnah, wie man entscheidende Verhaltensmuster erkennt, seine Verhandlungen optimiert und strategische Entscheidungen besser steuern kann.
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Event, 21.04.2026
Frankfurt am Main
21.04.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, wir blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet.
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Best Case
03.03.2026
Die BMK Group GmbH & Co. KG, ein führender Anbieter von Electronic Engineering und Electronic Manufacturing Services (EMS), plante auf ihrem erfolgreichen Wachstumspfad eine Neuausrichtung der Führungsorganisation. Die bestehende Organisation sollte überprüft und gezielt weiterentwickelt werden, um den zukünftigen Anforderungen aus neuen Geschäftsfeldern, steigender Komplexität und inter-nationaler Aufstellung gerecht zu werden. Ziel des Projekts: Die Entwicklung eines klaren und zukunftsfähigen Zielbilds der Führungsorganisation mit klarer Ausrichtung von Geschäftsbereichen. W&P begleitete BMK strukturiert bei der strategischen Ausrichtung der Geschäftsfelder und konzeptionellen Ableitung einer daraus resultierenden Aufbau- und Ablauforganisation. „Ich schätze die vertrauensvolle und kompetente Zusammenarbeit mit W&P. Die strategische Neuausrichtung der Organisation hat sich in Zeiten volatiler Märkte als richtig erwiesen," so Alois Knöferle, Geschäftsführender Gesellschafter BMK Group. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Industrielle Automation & Elektrotechnik bei W&P, konkret vorging? Jetzt reinlesen.
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News, 26.02.2026
26.02.2026
Leistung und Produktivität sind entscheidend für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen – doch wie lassen sich diese konkret messen und gezielt steigern? Welche Rolle spielt People Performance als Steuerungsgröße, und wie können Unternehmen steigenden Personalkosten und stagnierender Produktivität wirksam begegnen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs. „Die Produktivitätsentwicklung im deutschen Mittelstand ist alarmierend: Seit Jahren stagniert das Wachstum, die Personalkosten steigen und gleichzeitig rutschen wir im europäischen Vergleich immer weiter ab. Genau deshalb sind Produktivität und Personalkosteneffizienz jetzt entschlossener denn je anzugehen“, so einleitend Jens Ekopf, Managing Partner bei W&P. Leonard Kluck, Head of People & Transformation bei W&P, dazu: „Performance entsteht dort, wo der Zusammenhang von Input und Output ehrlich betrachtet wird – und die vielen Stellhebel zwischen Menschen, Strukturen und Kultur so ausgerichtet werden, dass echte Wertschöpfung möglich wird.“ Entscheidend sei die Balance zwischen eingesetzten Ressourcen und erzieltem Output – ein Verhältnis, das in vielen Unternehmen aus dem Gleichgewicht geraten sei. Gleichzeitig werde Performance häufig zu eindimensional diskutiert, obwohl sie das Zusammenspiel von People Performance, Business Performance, Struktur, Steuerung und Kultur erfordere. Daraus ergibt sich auch eine klare Rolle für HR als strategischer Übersetzer zwischen Unternehmensstrategie und operativer Umsetzung. Die Ergebnisse des „W&P People Performance & Transformation Check-ups“, vorgestellt von Dr. Valerie Kaiser, Senior Expert People & Transformation bei W&P, bestätigten den Handlungsbedarf über alle Branchen hinweg. People Performance ist ein zentrales „Zahnrad“ für die gesamte Business Performance, während zugleich in vielen Unternehmen eine deutliche Lücke zwischen Zielbild und Umsetzung besteht. Häufig werde Performance zwar gemessen, aber nicht konsequent gesteuert: Es fehlen klare Verantwortlichkeiten, Prioritäten und konsistente Kennzahlensysteme. Gleichzeitig sei die strategische Verankerung entscheidend – Performance müsse sich in Organisation, Rollen, Vergütung und Kultur widerspiegeln. Kaiser zieht auch eine positive Perspektive aus den Umfrageergebnissen: „Unternehmen haben ein gemeinsames Verständnis davon, wohin sich ihre Organisation entwickeln muss – und sie priorisieren dieses Ziel aktiv. Das bestehende Delta zwischen Ist und Soll ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein klarer Kompass für die nächsten Schritte. Genau darin liegt die Chance!“ Fazit der Werkstatt-Diskussion: Nachhaltige Performance funktioniert nur ganzheitlich, einzelne Instrumente greifen zu kurz. Entscheidend ist ihre konsistente Verknüpfung in einer klaren Steuerungslogik. HR kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, um Strategie, Struktur und Umsetzung zu verbinden und Performance wirksam in der Organisation zu verankern. Denn Transformation bedeutet letztlich auch, wieder performanter zu werden und so entscheidende Wettbewerbsvorteile zu sichern.
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News, 25.02.2026
25.02.2026
Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit BCLP und Elvinger Hoss Prussen stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in Luxemburg und Deutschland auf Restrukturierungen, Insolvenzantragslogiken und Sicherheitenstrukturen auswirken. Im Fokus: Handlungsoptionen sich für Banken, Investoren und Unternehmen in grenzüberschreitenden Finanzierungs- und Immobilienstrukturen. „Grenzüberschreitende Finanzierungsstrukturen sind heute Standard. Es ist also entscheidend, Restrukturierungsinstrumente nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel zu denken,“ so einleitende Volker Riedel, Managing Partner W&P. Die unterschiedliche Ausgestaltung der Insolvenzsysteme beider Länder adressierten Christian Spatz, Rechtsanwalt bei BCLP und Michel Nickels, Partner bei Elvinger Hoss Prussen in ihrem fachlichen Einstieg. Im Zentrum standen unter anderem Insolvenzeröffnungsgründe: Während Luxemburg kumulativ auf Zahlungsunfähigkeit und Kreditunwürdigkeit abstellt, kennt das deutsche Recht zusätzlich den zentralen Eröffnungsgrund der bilanziellen Überschuldung. Daraus ergeben sich unterschiedliche zeitliche Eintrittspunkte für Restrukturierungsmaßnahmen. Moderiert von W&P Partner Christian Groschupp diskutierten im anschließenden Fokustalk Christian Spatz, Michel Nickels und Nicolas Steichen, Partner bei Elvinger Hoss Prussen, die praktischen Unterschiede und strategischen Implikationen beider Systeme, die sich unmittelbar auf die Durchsetzbarkeit von Restrukturierungslösungen auswirken. Deutlich wurde: Eine klare Trennung zwischen operativer und finanzieller Restrukturierung ist in beiden Ländern erforderlich und die Qualität der Vorbereitung entscheidet maßgeblich über Geschwindigkeit und Erfolg des Verfahrens . „StaRUG-Verfahren können sehr schnell umgesetzt werden –  wenn die konzeptionelle Grundlage stimmt,“ so Groschupp. Nicolas Steichen zeigte die Stärken des luxemburgischen Sicherheitenregimes, das auf Finanzgarantieverträgen basiert und weit gefasste Sicherheitenkategorien umfasst. Besonders relevant ist die Flexibilität bei der Verwertung: Verwertungsereignisse können vertraglich definiert werden, eine private Durchsetzung ist ohne gerichtliche Beteiligung möglich. Gläubiger können zudem über Stimm- und Informationsrechte aktiv Einfluss auf Restrukturierungen nehmen. Michel Nickels erläuterte das luxemburgische Reorganisationsverfahren, das seit 2023 in Kraft ist und eine Restrukturierung unter gerichtlicher Aufsicht ermöglicht. Zentrales Eintrittskriterium ist die Gefährdung des Unternehmens – unabhängig davon, ob bereits Insolvenzkriterien erfüllt sind. Damit eröffnet das Verfahren einen deutlich erweiterten Handlungsspielraum, auch in fortgeschrittenen Krisensituationen. Die abschließende Werkstatt-Diskussion zu Fragen rund um Gläubigerrechte, Zwangsversteigerung und Besonderheiten bei Immobiliengesellschaften machte deutlich: Grenzüberschreitende Restrukturierungen erfordern ein tiefes Verständnis der jeweiligen rechtlichen Instrumente sowie ihrer praktischen Anwendung. Entscheidend ist dabei nicht nur die Wahl des geeigneten Verfahrens, sondern insbesondere dessen frühzeitige und strategisch durchdachte Anwendung im Zusammenspiel von rechtlicher, finanzieller und operativer Perspektive.  
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Event, 07.05.2026
Stuttgart
07.05.2026
In einer dynamischen Wirtschaftswelt reicht es nicht mehr aus, Kosten zu optimieren und bestehende Geschäftsmodelle abzusichern. Langfristige Wettbewerbsfähigkeit entsteht dort, wo Unternehmen gezielt Innovationskraft aufbauen, technologische Entwicklungen vorantreiben und neue Wachstumsfelder erschließen. Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, struktureller Standortnachteile und zunehmenden globalen Wettbewerbs wird Innovation zum entscheidenden Faktor für Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund stellt sich eine zentrale Frage: Quo vadis Innovationsstandort Deutschland? Die Antwort liegt nicht allein in den Unternehmen – sie erfordert einen engen Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik und Förderinstitutionen. Innovationsstrategien, regulatorische Rahmenbedingungen und öffentliche Förderinstrumente müssen stärker zusammengedacht werden, um Geschwindigkeit, Investitionssicherheit und technologische Souveränität zu ermöglichen. Unsere Innovationswerkstatt zeigt, wie führende Unternehmen diese Herausforderungen aktiv angehen. Erleben Sie praxisnahe Einblicke und konkrete Lösungsansätze – aus der Praxis für die Praxis – wie Unternehmen ihre Resilienz stärken und sich zukunftssicher aufstellen.
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Event, 19.05.2026
Digitalevent
19.05.2026
Die Rolle des CTO verändert sich rasant: Innovationsprojekte müssen heute schneller in den Markt, bei gleichzeitig begrenzten Budgets und steigenden technologischen Risiken. Time-to-Market wird damit zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor – nicht nur in der Produktentwicklung, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Idee bis zur Skalierung beim Kunden. Gleichzeitig bleiben viele Unternehmen unter ihren Möglichkeiten, wenn es um die Finanzierung von Innovation geht: Öffentliche Förderprogramme, Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen werden oft nur punktuell genutzt oder gar nicht strategisch in die Innovationsroadmap eingebettet. In unserem Webinar zeigen wir, wie CTOs Time-to-Market gezielt verkürzen, Innovationsportfolios fokussieren und Fördermittel systematisch als Baustein der Innovationsfinanzierung nutzen – um mehr relevante Innovationen schneller, risikoärmer und finanzstärker in den Markt zu bringen.
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Publikation
12.02.2026
Die Dynamik von Märkten, Technologien und Kundenbedürfnissen nimmt weiter zu – ebenso wie der Bedarf an belastbaren Analysen und fundierten Entscheidungsgrundlagen. Wer Entwicklungen frühzeitig erkennt und gezielt reagiert, verschafft sich im Wettbewerb einen klaren Vorteil. Bei Dr. Wieselhuber & Partner unterstützen wir Sie dabei mit unserer gebündelten Expertise im Bereich Strategic Market Research (SMR). Unser spezialisiertes Team analysiert kontinuierlich Trends, Märkte und Wettbewerbsumfeld unterschiedlicher Branchen und liefert damit verlässliche Entscheidungsimpulse – aktuell, präzise und anwendungsnah. Als besonderen Service stellen wir Ihnen zweimal jährlich kompakte und praxisnahe Einblicke zur Verfügung: Der Market Intelligence Newsletter für das zweite Halbjahr 2025 bietet Ihnen einen strukturierten Überblick über aktuelle Studien, Trendbeobachtungen und strategisch relevante Entwicklungen von Juli bis Dezember 2025. Lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie diese Impulse für Ihre Zukunftsentscheidungen.
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Event, 09.06.2026
Digitalevent
09.06.2026
In diesem Praxis-Seminar lernen Sie, wie man mit einem funktionierenden Risikomanagement in Krise und Restrukturierung Entscheidungen absichert. Sie lernen Risikoidentifikation, -analyse und -aggregation, arbeiten mit simulationsgestützten Optionen und erhalten Bankeinsichten zu PD und Covenants - inklusive einem Workshop zur Kreditverhandlung. Themen: Grundlagen des Risikomanagements in Krise, Restrukturierung und Insolvenz StaRUG-Rahmen mit Fokus auf § 1: Prävention, Krisenmanagement, Risikosteuerung Rechtssichere Entscheidungen: Business Judgement Rule und Haftungsbezug Methoden-Toolbox: Risikoidentifikation, -analyse und -aggregation, praxistauglich Risikoinformation als Basis: Fortführungsprognose, Strategien, simulationsgestützte Optionen Finanzierung & Bankensicht: PD, Covenants, Übergang zur Sanierungsabteilung; Workshop Kreditverhandlung Folgende W&P Kolleginnen und Kollegen wirken in diesem Seminar als Referierende mit: Doreen Laabs, Senior Managerin Moritz Polk, Senior Manager Volker Riedel, Managing Partner Eva Ringelspacher, Mitglied der Geschäftsleitung Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung Weitere Infos zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
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Event, 18.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Die Zeit volumengetriebener Geschäftsmodelle in der Chemie ist vorbei: Globale Wettbewerber und strukturelle Standortnachteile in Europa erhöhen den Druck auf Margen und Wettbewerbsfähigkeit. Zukunftsfähigkeit entsteht dort, wo Unternehmen neue Wachstumsfelder erschließen, Technologien schneller industrialisieren und Innovation systematisch als strategischen Werttreiber nutzen. In unserem Executive Dialog am 18. März 2026 (12:00–13:00 Uhr, online) diskutieren wir, wie Chemieunternehmen den Schritt „From Volume to Value“ schaffen – und Innovationskraft in profitable Geschäftsmodelle der nächsten Dekade übersetzen. Freuen Sie sich auf Impulse zur innovationsgetriebenen Transformation der Chemieindustrie – mit anschließender Werkstatt-Diskussion & Q&A.
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News, 04.02.2026
04.02.2026
Künstliche Intelligenz gilt als Produktivitätshebel im Servicegeschäft – doch in vielen Industrieunternehmen bleibt ihr Einsatz bislang punktuell.  Der digitale W&P Executive Dialog zeigte, wie datenbasierte Ansätze und konkrete KI-Anwendungen den Service strukturell transformieren und neue Ertragsquellen erschließen können. „KI entfaltet ihren Nutzen nicht durch Technologie allein, sondern durch klare Use Cases, saubere Daten und konsequente Umsetzung im Geschäft“, so einleitend W&P Partner Oliver Rörig. Die aktuelle W&P Service-Excellence-Studie offenbare Handlungsbedarf im Mittelstand: Neben Kostendruck und steigenden Kundenanforderungen prägen Investitionsbedarf, Know-how-Lücken und organisatorische Silos die Realität. Erfolgreiche Service-Champions setzen daher auf eigenständige Serviceeinheiten, klare Portfolio- und Pricing-Logiken, eine systematische Ausschöpfung der installierten Basis sowie einen hohen Digitalisierungs- und Datenreifegrad. KI kann dabei gezielt Mehrwert schaffen. Ein strukturiertes Vorgehen – von der Exploration relevanter Anwendungsfälle über Readiness-Checks und Pilotierung bis zur Skalierung inklusive Change Management – ist entscheidend für nachhaltigen Erfolg. Wie sich dieser Ansatz operativ umsetzen lässt, zeigte Sven Walleser, Director Data Solutions bei RATIONAL AG. Der auf professionelle Küchentechnik spezialisierte Hidden Champion vernetzt seine Geräte weltweit und nutzt die entstehende Datenbasis systematisch für digitale Services. KI- und Deep-Learning-Modelle erkennen Anomalien automatisiert, clustern Fehlerbilder und ermöglichen präzisere Diagnosen sowie vorausschauende Wartung. Das reduziert ungeplante Einsätze, erhöht die Effizienz im Feldservice und verbessert die Planbarkeit. Ergänzend zeigte Lukas Riedel, Senior Innovation Manager Aftersales bei Jungheinrich Service & Parts AG & Co. KG, wie KI konsequent in bestehende Serviceprozesse integriert werden kann. Ein eigenständiges Innovationsmanagement testet neue Technologien früh, bewertet sie pragmatisch und skaliert ausschließlich belastbare Lösungen. Zentrale Voraussetzung bleibt eine hohe Datenqualität, da Akzeptanz und Leistungsfähigkeit von KI unmittelbar von der Prozess- und Systemintegration abhängen. In der Werkstattdiskussion standen vor allem Datenbasis, Skalierbarkeit und Governance im Fokus. Eine belastbare Gerätevernetzung und ein strukturiertes Datenmanagement gelten als zentrale Voraussetzung, um KI-Anwendungen effizient zu betreiben und in bestehende Serviceprozesse zu integrieren. Gleichzeitig wurde betont, dass nicht jede Optimierung zwingend KI erfordert, sondern häufig auch klassische Algorithmen und Automatisierungslösungen ausreichen. Für den Einstieg empfehlen sich klar abgegrenzte Use Cases mit schnellem Nutzen, etwa im Knowledge Management oder bei der Automatisierung des Erstkontakts durch Chatbots Fazit der Runde: Der Kundenkontakt dürfe sich durch KI nicht verschlechtern – die Servicequalität müsse mindestens erhalten bleiben, insbesondere dort, wo bisher die persönliche Interaktion Standard ist.
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News, 02.02.2026
02.02.2026
Kommentar von Dr. Stephan Hundertmark, Partner und Leiter Chemie & Kunststoffe bei Dr. Wieselhuber & Partner Noch in den 1980er Jahren wurden ca. 70% aller Arzneistoffe für den Weltmarkt in Europa produziert. Heute wird der globale Bedarf vornehmlich aus Indien und China gedeckt, die sich nun ihrerseits über 70% des heute viel größeren globalen Marktes für die API-Herstellung teilen. Europa kommt nurmehr auf knapp 25%. Das Gros der Mengen ist weg, damit die Kapazitäten und die industrielle Wertschöpfung aus der Volumenproduktion. Die gleiche Entwicklung ist auch für die europäische Chemieindustrie unabwendbar! Sie wird sich aber weit schneller vollziehen. Zu dominant sind die Überkapazitäten in China und zu attraktiv ist die komparativen Kostenführerschaft in Indien, das mit dem jüngsten und absolut positiven Freihandelsabkommen näher an uns heranrückt. Noch dazu gibt es in der Chemieindustrie keinen ähnlich wirkungsvollen Patentschutz wie in der Pharmaindustrie. Und doch, immerhin 25% der Pharmaproduktion liegt weiterhin in Europa. Konkret sind dies innovative Produkte und Arzneistoffe sowie häufig die Endfertigung für die westlichen Märkte. Und was heißt das nun für die Chemieindustrie? Zuvorderst einen endgültigen Abschied von früheren Volumina in der Herstellung von Grund- und Basischemikalien aber auch von commoditisierten, ehemaligen Spezialitäten, vor allem im Bereich der Kunststoffe. Dagegen liegt die Zukunft, wenig überraschend, in Innovationen, die als einzige nachhaltige Erfolgs- und Wachstumsquelle für hiesige Chemieunternehmen bleibt.  Die konsequente Transformation, die diese neue Realität für die Europäischen Chemieunternehmen bedeutet, ist bereits im vollen Gang und zwingend notwendig: Geschäftsfelder müssen hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit auf den Prüfstand gestellt, Kapazitäten konsequent angepasst, Kosten gesenkt werden und Innovationspfade und New Business Initiativen, mit allen notwendigen Ressourcen und mutigem Unternehmertum, verfolgt werden. Als Zielbilder für diese Industrie-Transformation können drei Prototypen für erfolgreiche Geschäftsmodelle deutsche Chemieunternehmen der Zukunft skizziert werden: (1) Die internationale Holding und einem konsequenten „local for local-footprint“, in der sich die europäischen Aktivitäten nach den anderen, meist dynamischeren internationalen Regionen-Clustern einreihen. (2) Rückwärtsintegrierte Spezialitätenhersteller, die ihren Zugang zu attraktiven Anwendungen über innovative Produkte durch die Kontrolle und Monetarisierung der Vorstufen noch steigern, Stichwort Verbundproduktion. (3) Systemhäuser, die sich als Problemlöser konsequent auf die vermeintlichen Nebenleistungen zum physischen Produkt konzentrieren, nämlich das Design-in von Produkten in Kundenlösungen, die anwendungstechnische Begleitung und eine hohe Innovationsquote in Anwendungen. Übrigens: Innovationen bedeuten nicht zwingend Klein(st)mengen im Apotheken-Format, um die gewählte Analogie noch etwas auszureizen. Auch im großindustriellen Maßstab entstehen neue Märkte immer auf der Basis von Innovationen und in Anwendungen, die auf neuen Technologien setzen und diese entsprechend skalieren lassen.
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Publikation
27.01.2026
In Zeiten wachsender Komplexität, digitaler Transformation und volatiler Märkte reicht es nicht mehr aus, Projekte „nur“ umzusetzen. Sie müssen Wirkung entfalten, echten Mehrwert liefern und strategisch ausgerichtet sein. Entscheidend dabei: Die Qualität der Steuerung. Genau hier setzt ein professionelles Project Management Office (PMO) an – als organisatorischer Fixpunkt und strategischer Enabler. Ein modernes PMO muss zwei zentrale Aufgaben vereinen: strategische Steuerung und operative Exzellenz. Es sorgt dafür, dass die richtigen Projekte angestoßen und effizient umgesetzt werden und schafft die notwendige Transparenz, Qualität und Stabilität in der Durchführung. Gleichzeitig müssen Projekte schnell, wirkungsvoll und zielgerichtet umgesetzt werden, ohne an Klarheit, Qualität oder Relevanz einzubüßen. Ein hybrides PMO verbindet dabei die scheinbaren Gegensätze Struktur (Standardisierung und Governance für Klarheit, Verbindlichkeit und Nachvollziehbarkeit) und Flexibilität (Anpassungsfähigkeit und Agilität für Innovation, Dynamik und Reaktionsfähigkeit). Wie sich komplexe Projektlandschaften so konkret steuern lassen und Transformation aktiv gestaltet werden kann?
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Best Case
20.01.2026
Die Banner Gruppe mit Sitz in Österreich ist mit ihren Business Units „Automotive“ und „Energy Solutions“ ein international führender Anbieter leistungsstarker Batterielösungen. Aufgrund der angespannten und wettbewerbsintensiven Marktsituation in der Automobilbranche wurde W&P beauftragt, die langfristige Tragfähigkeit des Geschäftsbereichs Automotive zu bewerten, um die Voraussetzungen für die strategische Transformation der Banner Group zu schaffen. Für die Bearbeitung wurde ein strukturierter W&P-Ansatz gewählt, der die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und zentrale Werttreiber transparent machte, strategische Optionen definierte und eine Entscheidungsgrundlage zur Diskussion mit den Gesellschaftern lieferte. „Durch die methodisch sehr strukturierte und in der Tiefe überzeugende Analyse von W&P konnten wir die Tragfähigkeit des Automotive-Geschäfts belastbar bewerten. Die Ergebnisse liefern uns eine klare, faktenbasierte Grundlage für die Diskussion im Gesellschafterkreis und die anstehende strategische Transformation“, so Mag. Werner Töpfl, CEO/Geschäftsführer der Banner GmbH. Wie das Team um Ferdinand Fiedler konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 13.01.2026
13.01.2026
Zunehmend sind Finanzierer, Unternehmen und Berater mit Situationen konfrontiert, in denen nicht mehr nur Liquiditätsengpässe zu bewältigen sind, sondern strukturelle Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand stehen. Unter welchen Voraussetzungen ist ein Sanierungsgutachten nach IDW S6 heute erforderlich? Welche Anforderungen stellen Banken? Wo sind Abgrenzungen – etwa zum Fortführungskonzept oder zum Independent Business Review – sachgerecht? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit GSK Stockmann. W&P Managing Partner Volker Riedel machte einleitend deutlich, dass „die zunehmende Zahl von Distressed-Situationen, die heute in ein Sanierungsgutachten münden, weniger ein temporäres Phänomen als Ausdruck eines strukturellen Wandels in vielen Branchen“ sei. Eva Ringelspacher, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, betonte entsprechend, dass Banken ihre Maßstäbe in den vergangenen Jahren spürbar geschärft hätten. „Ausgangspunkt ist das Zusammenspiel aus MaRisk, IDW S6 und der fortentwickelten höchstrichterlichen BGH Rechtsprechung. Während neue Kreditvergaben in der Krise regelmäßig ein belastbares Sanierungsgutachten voraussetzen, gibt es bei der Wiedereröffnung eingefrorener Linien oder bei Umwandlung von Kreditarten Graubereiche, die im Einzelfall zu bewerten sind.“ Entscheidend seien eine positive Fortführungsprognose und ein schlüssiges, umsetzbares Sanierungskonzept. Zugleich spielten Themen wie ESG, Cyber-Risiken und Digitalisierung eine zunehmend wichtige Rolle. Dr. Mechtild-Maria Siebke (LL.M.), Rechtsanwältin und Local Partnerin bei GSK Stockmann, ordnete die Thematik aus Sicht der Immobilienfinanzierung ein und verwies auf die Vielzahl von SPV-Strukturen in Restrukturierung. Sie unterschied zwischen Stillhaltevereinbarungen, Prolongationen und Sanierungskrediten, die jeweils einen unterschiedlichen Dokumentationsbedarf auslösten. Maßgeblich sei eine am Risikogehalt der Maßnahme orientierte, angemessene Dokumentation. Andreas Dimmling, Rechtsanwalt und Partner bei GSK Stockmann, stellte die Schutzfunktion des Sanierungskonzepts für Gläubiger in den Vordergrund. Es diene als „Persilschein“, um Risiken der Sittenwidrigkeit, strafrechtlicher Haftung und Insolvenzanfechtung zu begrenzen. W&P Partner Christian Groschupp betonte, dass Restrukturierungen im Immobilienbereich regelmäßig in komplexen Finanzierungsstrukturen mit Senior- und Juniortranchen, Intercreditor-Vereinbarungen und Haftungsverbünden stattfinden und häufig Zweckgesellschaften mit Single-Asset-Strukturen betreffen. „Im Immobilienbereich entscheidet am Ende nicht der Umfang der integrierten Planungsrechnung, sondern die Refinanzierungsfähigkeit am Ende des Sanierungszeitraums – und die hängt aktuell stärker denn je von Loan-to-Value, Standortqualität und Marktannahmen ab.“ Entsprechend unterschieden sich die Maßstäbe deutlich von klassischen Unternehmenssanierungen. Während bei Bestandsobjekten die Fortführung und Refinanzierung im Vordergrund stünden, seien Projektentwicklungen regelmäßig auf eine Verwertung des Objekts ausgerichtet. Die vielfältigen Fragestellungen der Werkstattdiskussion rund um Sanierungsaussagen, Verlängerung von Sanierungskrediten, Fresh Money aus Lieferantenkrediten, Stillhaltevereinbarung, IDW S11, Plausibilitätskontrolle, Prolongation oder eingefrorene Kreditlinien zeigte: Das Thema IDW S6 ist brandaktuell. Entscheidend ist die Zusammenarbeit zwischen Beratern, Juristen und Banken, um im Graubereich zwischen Pflicht und Kür rechtssicher zu agieren. 
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Event, 08.09.2026
Düsseldorf
08.09.2026
Gerade in bewegten und scheinbar unsicheren Zeiten ist es wichtig gewisse Konstanten zu etablieren. Dies ist uns mit dem Format der „Restructuring Lounge – Perspektiven der gestaltenden Sanierung“ in den letzten Jahren gelungen. Das Format hat sich als fester Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus Restrukturierung, Recht, Finanzierung und Management etabliert. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Veranstaltung steht das Geschäftsmodell – denn ein überholtes Geschäftsmodell zählt zu den TOP Krisenursachen in Unternehmen. Wie kann während einer Krise – die nicht selten existenzbedrohend ist – eine Rekonfiguration des Geschäftsmodells aussehen? Hierzu geben wir Brancheneinblicke von Experten aus unserem Haus, blicken auf Praxisbeispiele der Rekonfiguration und geben einen geopolitischen Impuls, wie europäische Mittelständler in China erfolgreich sein können – pragmatisch und praxisnah. Der fachliche Teil wird auch dieses Jahr durch einen Lounge Talk aus verschiedenen Perspektiven abgerundet. Weitere Informationen folgen in Kürze.
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News, 16.12.2025
16.12.2025
Familienunternehmen mit professionellem Strategiemanagement sind krisenrobuster und profitabler. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) unter 116 Familienunternehmen des gehobenen deutschen Mittelstands. Insbesondere in instabilen Märkten erweist sich strategisches Management als entscheidender Resilienzfaktor.  Die quantitative Erhebung, an der sich ausschließlich das Top-Management und Inhaber beteiligten, basiert auf einem Reifegradmodell mit vier Dimensionen: Strategische Steuerung, Unsicherheitskompetenz, kulturelle Einbettung und HR-Verankerung. Für den Zeitraum 2019 – 2024 wurden diese in Relationen zur wirtschaftlichen Performance der Unternehmen gestellt, um so drei Reifegradtypen (RG) zu identifizieren:  RG1: Fokussiert-vernetzt – strategisches Management ist systematisch, mehrdimensional und kulturell verankert RG2: Fragmentarisch-pragmatisch – einzelne Elemente sind etabliert, jedoch nicht durchgängig integriert RG3: Rudimentär – strategisches Management findet punktuell oder nur reaktiv statt Zentrales Ergebnis: Unternehmen mit einem hohen Reifegrad (RG1) erzielen signifikant bessere wirtschaftliche Ergebnisse. Ihre EBIT-Margen bleiben auch in Krisenphasen stabil, während bei RG3 der Anteil der Unternehmen mit Margen unter 2% zwischen 2019 und 2024 von 12% auf 33% stieg.  Strategisches Management wird in Familienunternehmen überwiegend für Effizienz- und Wachstumsthemen genutzt – echte Transformation bleibt die Ausnahme: 83% der Unternehmen setzen auf wachstumsorientierte Strategien im Kerngeschäft („vom Gleichen mehr“), 68% verfolgen Effizienzstrategien, etwa durch Prozessoptimierung oder Kostenführerschaft, 47% konzentrieren sich auf die Verteidigung bestehender Wettbewerbsvorteile, etwa durch Markteintrittsbarrieren oder Kundenbindung. Deutlich seltener finden sich Ansätze, die auf grundsätzliche Erneuerung zielen: Strategische Innovation betreiben lediglich 35 %, strukturelle Geschäftsmodellanpassungen nur 12 %. Besonders auffällig: Lediglich 5 % der Unternehmen setzen sich systematisch mit der möglichen Substitution ihres aktuellen Geschäftsmodells auseinander. „Viele Familienunternehmen betreiben strategische Planung primär als Verlängerung der Vergangenheit, nicht als aktives Zukunftsmanagement. In stabilen Märkten mag dieses Verhalten tragfähig sein – in einer Zeit fundamentaler Transformation jedoch wird es schnell zur Schwäche,“ so die Studienautoren Dr.-Ing. Dirk Artelt und Jürgen Gottinger. Zusätzliche Erkenntnis: In 69 % der befragten Unternehmen werden strategische Entscheidungen über die Gesellschafterversammlung abgewickelt. Da diese Versammlungen üblicherweise nur zwei- bis viermal pro Jahr stattfinden, führt dies zwangsläufig zu einer ausgeprägten Informationsasymmetrie zwischen angestelltem Management und Gesellschaftern. Weitere Herausforderungen liegen in der Umsetzung: Während Strategieakzeptanz in der Geschäftsführung bei 62% liegt, beträgt sie bei Mitarbeitenden nur 26%. Zudem verdrängen in 77% der befragten Unternehmen das Tagesgeschäft strategische Initiativen. Fehlende Priorisierung (45%), fehlende Ressourcen (39%) und das Fehlen eines klar geschärften USPs (35%) zählen zu weiteren Hürden. Auf kultureller Ebene fehlen häufig die Voraussetzungen für erfolgreiche Strategieumsetzung: Nur 15% der Unternehmen verfügen über eine gelebte Fehlerkultur, ebenso wenige über offenes Feedback oder einen offenen Umgang mit strategischer Kritik. Auf HR-Seite prüfen lediglich 22% die strategische Passung ihrer Führungskräfte, nur 10% betreiben qualitative Personalplanung auf Basis von Szenarien. Deutlich wird: Wer als Familienunternehmen langfristig erfolgreich sein will, muss strategisches Management als systemische Führungsaufgabe begreifen – verankert in Struktur, Kultur, Personal und Governance. Nur dann gelingt es, aus strategischer Absicht nachhaltige Wirkung zu entfalten.
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News, 11.12.2025
11.12.2025
Der W&P Trendradar 2026 zeigt: Mittelstand und Familienunternehmen stehen 2026 vor einer doppelten Herausforderung. Zum einen beschleunigt sich die Transformation vieler Branchen deutlich, zum anderen verschärft sich der finanzielle und operative Druck. Unternehmen müssen sich in einem Umfeld behaupten, das von geopolitischen Spannungen, regulatorischen Eingriffen, hoher Kapitalintensität, Kosteninflation und tiefgreifenden technologischen Umbrüchen geprägt ist. Über alle Branchen – von Industriegütern, Automotive & Mobility, Elektro-& Energietechnik, Medizintechnik, Sicherheitstechnik über Konsumgüter, Chemie-& Kunststoffe, Bau-& Bauzulieferer bis hin zu Pharma& Lifescience – zeigt sich ein gemeinsames Muster: Erfolg entsteht dort, wo das Top-Management Strategien neu ausrichtet, operative Exzellenz stärkt und Digitalisierungsowie KIpragmatisch in Wertschöpfung übersetzt. In technologiegetriebenen Märkten werden Software, Daten und KIzu zentralen Differenzierungsfaktoren. Neue Geschäftsmodelle entstehen rund um Services, Plattformen und vernetzte Systeme. Zugleich rückt die Fähigkeit, Wertschöpfungsketten resilienter, regionaler und effizienter zu gestalten, ins Zentrum strategischer Entscheidungen. Unternehmen professionalisieren Planung, Einkauf und Supply Chain, setzen stärker auf Automatisierung und nutzen KI als Enablerfür präzise Prognosen, operative Geschwindigkeit und Risikotransparenz. In konsumentennahen Branchen verschieben sich Marktlogiken: Nachfragevolatilität, verschärfter Preiswettbewerb, Nachhaltigkeitsdruck und neue Käufergenerationenerfordern konsequentes Portfoliomanagement, datengetriebene Vermarktung und strikte Liquiditätssteuerung. Erfolgreiche Player schaffen die Balance zwischen Effizienz und Investitionen in Marke, Innovation und Kundennähe. Gleichzeitig werden Business-Case-Transformationenzur Voraussetzung für Investitionen, Transaktionen und Finanzierung. Insgesamt wird der finanzielle Rahmen enger. Die Zinswendemacht Kapital teurer, Covenants strenger und Refinanzierungen anspruchsvoller. In vielen Branchen steigert dies den Druck auf Kapitalallokation, Working Capital und strukturierte Risikoanalytik. StaRUG-basierte Lösungen, Liability-Management-Ansätze und kreative Finanzierungsarchitekturen gewinnen an Bedeutung –sowohl in industriellen Transformationsprojekten als auch in Real Estate und Leveraged-Finance-Strukturen. Für Familienunternehmen entsteht ein neues Spannungsfeld zwischen Stabilität, Wachstumsambitionen und finanzieller Resilienz. Gleichzeitig zeigt sich ein zentraler Erfolgsfaktor in nahezu allen Branchen: Führung und Organisation entscheiden über Transformationsgeschwindigkeit.Unternehmen, die klare Verantwortlichkeiten setzen, datenbasierte Steuerung etablieren und Kompetenzen gezielt entwickeln, können KI, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle deutlich schneller skalieren. Restrukturierung und Transformation rücken enger zusammen: Portfoliofokussierung, operative Maßnahmenprogramme und schlanke Entscheidungsprozesse bilden die Basis, um Wettbewerbsfähigkeit in volatilen Märkten zu sichern. In Summe entsteht ein Bild der Beschleunigung: 2026 wird für viele Mittelständler zum Jahr der strategischen Neuaufstellung.
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News, 09.12.2025
09.12.2025
Viele Familienunternehmen stehen vor der Herausforderung, mit defizitären Tochtergesellschaften und schwachen Geschäftsbereichen umzugehen. Solche Einheiten binden Kapital, Managementkapazität und Aufmerksamkeit. Oft werden sie durch profitable Unternehmensteile gestützt, was die Wettbewerbsfähigkeit des Kerngeschäfts mindert und die Stabilität der gesamten Gruppe gefährden kann. W&P Managing Partner Dr. Timo Renz und W&P Partner Matthias Müller zeigen in ihrem Beitrag in DIE NEWS - Zeitschrift für Familienunternehmen was in dieser Situation zu tun ist - und wie die systematische Bewertung wirtschaftlicher, rechtlicher und strategischer Optionen Klarheit und Entscheidungsfähigkeit schafft. 
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News, 02.12.2025
02.12.2025
Das CTI-Symposium in Berlin ist eine der wichtigsten Veranstaltungen der Automobilindustrie und konzentriert sich auf die neuesten Entwicklungen im Bereich Antriebssysteme und intelligente Technologie für Kraftfahrzeuge. In diesem Kontext spricht auch W&P Partner Matthias Müller zum Thema "From Stress to Strength: Restructuring for Financial Resilience of Automotive Suppliers - How automotive suppliers turn crisis pressure into liquidity, innovation and long-term competitiveness." Denn Krise und Transformation sind keine Gegensätze. Wer Transparenz über Ist-Situation, Finanzierungsstruktur und Zukunftsfähigkeit schafft, kann Stress auch in strukturelle Stärke verwandeln – durch konsequente Liquiditätssteuerung, integrierte Planung und eine Finanzierung, die Restrukturierung und Innovation gleichermaßen ermöglicht.  Einen entsprechenden Artikel zu diesem Thema hat er mit Dr. Dirk Artelt, W&P Managing Partner Industriegüter & Automotive, im CTI-Magazin veröffentlicht. Jetzt reinlesen! 
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News, 25.11.2025
25.11.2025
Die Immobilienwirtschaft steht strukturell, finanziell und regulatorisch unter anhaltendem Druck. In diesem Umfeld gewinnt das StaRUG-Verfahren zunehmend an Relevanz. Es bietet die Möglichkeit, tiefgreifende finanzielle Restrukturierungen durchzusetzen, bevor eine Firmen-Insolvenz unausweichlich wird.  Im Interview mit dem REFD Magazin anlässlich des Real Estate Finance Days erläutert Christian Groschupp, Partner der Dr. Wieselhuber & Partner GmbH, wie das Verfahren in der Praxis eingesetzt wird. Bei der Veranstaltung in Frankfurt, dem Branchentreff für führende Köpfe in der Welt gewerblichen Immobilienfinanzierung, war Christian Groschupp als Panelist zum Thema “Immobilien im Umbruch – Investmentchancen brauchen neue Finanzierungslösungen” dabei. Sein Fazit zur Veranstaltung: “Der REFD 2025 hat eindrucksvoll aufgezeigt: Gläubiger sollten eine aktivere Rolle bei der Bewältigung der Restrukturierungsaufgaben einnehmen, Bestandshalter müssen sich noch intensiver und früher auf die Herausforderungen der Refinanzierung vorbereiten. Mutige Entscheidungen sind gefragt."
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Publikation
19.11.2025
In Märkten mit geopolitischem Druck, Technologiesprüngen und starken asiatischen Wettbewerbern wird Time-to-Market zum strategischen Erfolgsfaktor. Zudem treffen oft externe Veränderungen auf interne Schwächen und bremsen das Innovationstempo zusätzlich aus. Besonders riskant ist dabei die Illusion, sich allein über technische Exzellenz differenzieren zu können. Wer zu lange perfektioniert, verliert Zeit – und damit Relevanz. Entscheidend ist vielmehr die Fähigkeit, frühzeitig zu priorisieren, neue Geschäftsmodelle strategisch zu denken und diese mit marktnaher Umsetzung zu verbinden. Unser neues Dossier zeigt, wie Sie Time-to-Market als strategischen Hebel nutzen und Geschwindigkeit systematisch steigern: • Gesamtsystem statt Insellösungen - Strategie × Organisation × Prozesse × Kultur = Geschwindigkeit² • Früh priorisieren & marktnah testen - Relevanz vor Perfektion • Führung als Taktgeber – Tempo wird zur Chefsache
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News, 12.11.2025
12.11.2025
Das M&A Team um Ante Jelavic und das Fashion, Lifestyle & Retail Team von Philipp Trompeter blicken auf eine erfolgreiche Transaktion: 50 Prozent der Anteile der unitex GmbH wurden vom bisherigen Gesellschafter, der unitex Vermögensverwaltung GmbH, erfolgreich an die INTERCONTACT Beteiligungsgesellschaft mbH als Teil der INTERSPORT Deutschland e.G. verkauft.Philipp Trompeter: "Diese Lösung ist nicht nur für an der Transaktion beteiligte Parteien ein optimaler Weg - auch die Handelspartner und Lieferanten der Unitex werden profitieren!"Die Übernahme der Anteile an der unitex GmbH ist eine zukunftsweisende Partnerschaft, ein sehr positives Zeichen in einem sich konsolidierenden Markt.
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News, 11.11.2025
11.11.2025
Die Bau- und Immobilienwirtschaft befindet sich in einer strukturellen Umbruchphase. Neben Geschäftsmodellen wird vor allem die zugrundeliegende Finanzierungsstrategie zunehmend zum Erfolgsfaktor. Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs standen daher praxisnahe Strategien im Mittelpunkt, wie Finanzierungsinstrumente gezielt zur Transformation eingesetzt werden können. „Im anhaltend schwierigen Marktumfeld der Bauindustrie rückt die finanzielle Stabilität stärker in den Mittelpunkt. Eine tragfähige Finanzierungsarchitektur ist nicht nur Stabilitätsanker, sondern Voraussetzung für unternehmerische und strategische Freiheit“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie bei W&P, verdeutlichte: Trotz der angespannten Lage in der Bauindustrie eröffnen sich Chancen für Unternehmen, die ihre Transformation aktiv steuern. „Der Schlüssel liegt in einer klaren strategischen Priorisierung – im Zusammenspiel von Märkten und Produkten, Operating Model und Finanzierung“, so Markschläger. „Nur wer finanzielle Stabilität und vorausschauendes Liquiditätsmanagement sicherstellt, kann strategische Initiativen mit erhöhtem Kapitalbedarf erfolgreich umsetzen – etwa Industrialisierung der Produktion und Vorfertigung, Digitalisierung, gezielte Zukäufe oder auch Restrukturierungen.“ Im anschließenden Zwiegespräch diskutierte er mit Doreen Laabs, W&P Finance Expertin, welche konkreten Optionen Unternehmen in Sachen Finanzierungsstrategie heute haben: von der Abwägung zwischen bilateralen und konsortialen Finanzierungen über die richtige Nutzung von Aval- und Cash-Kreditlinien bis hin zu zukunftsorientierten Strukturierungsansätzen, die Flexibilität und Liquidität auch in volatilen Marktphasen sichern. Die Diskussion machte deutlich: Banken prüfen ihr Branchenexposure heute sehr genau und achten bei der Kreditvergabe auf zukunftsfähige Geschäftsmodelle, stabile Liquidität und gezielte Investitionen in F&E. Erfolgreiche Finanzierungsstrategien brauchen deshalb vor allem Transparenz, ein klares Verständnis der eigenen Finanzarchitektur und: „Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation! Der proaktive, transparente Austausch mit Banken ist entscheidend, um sich das Vertrauen des Finanzierungspartners zu sichern“, so Laabs. Unternehmen sollten nicht erst dann auf die Bank zugehen, wenn sie „mit dem Rücken an der Wand stehen“, unterstrich auch Oliver Markschläger. Deutlich wurde: Langfristige Kreditlinien, ausreichende Liquiditätsreserven, flexible Covenants und die Vermeidung von Klumpenrisiken durch Konsortialkredite oder breit gestreute Bankpartner sind zentrale Erfolgsfaktoren für stabile, diversifizierte und vorausschauend gestaltete Finanzierungsstrukturen. Auch die Nutzung alternativer Finanzierungsquellen und Förderprogramme können zusätzlich die Handlungsfähigkeit und Resilienz stärken.
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News, 06.11.2025
06.11.2025
Gleich an zwei Münchner Hochschulmessen konnten in der letzten Woche spannende Kontakte geknüpft werden...  An der HM Business School ging's beim KarriereMatch direkt in die Vollen: Vier Stunden durchgehend Gespräche mit hochmotivierten BWL-Studierenden rund um Praktika bei W&P – eine erfrischende & unkomplizierte Veranstaltung mit direktem Draht zu High Potentials.  Auf der HOKO Hochschulkontaktmesse konnten wir dann gestern direkt anknüpfen: Mit der Unterstützung von Andreas Pfeffer, Tim Lämmermann und Lilly Thelen am W&P Stand waren wir definitiv nicht unterbesetzt! Der Infobedarf rund um den Einstieg ins Consulting für Familienunternehmen war vor allem bei Wirtschaftsingenieur- und Maschinenbau-Studierenden in diesem Jahr so hoch wie selten zuvor. Die nächste Berater-Generation für Strategie, Restructuring & Finance und alle Themen rund um Business Perfomance Improvement steht schon in den Startlöchern! 
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News, 29.10.2025
29.10.2025
In unsicheren wirtschaftlichen Zeiten reagieren viele HR-Abteilungen reflexartig mit Stellenabbau oder operativer Routine. Dadurch bleiben Kostensteuerung, Personalbindung und strategische Wirkung unzureichend – und die Organisation verliert an Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Smarte HR-Operating-Modelle verbinden intelligentes Rightsizing mit passgenauen Employee Journeys. Datenbasiertes HR-Controlling, gezielte Freiwilligenprogramme, Potenzialanalysen und systematisches Workforce Management ermöglichen eine differenzierte Steuerung von Kosten, Kompetenzen und Personalentwicklung. Leonard Kluck, Leiter HR Excellence im HR Journal.
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News, 23.10.2025
23.10.2025
Die Möbelindustrie steht unter anhaltendem Druck: Schwache Konsumnachfrage, stagnierender Wohnungsbau und zunehmender Importdruck prägen die Marktlage. Beim digitalen Executive Dialog von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P)  in Kooperation mit dem Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) standen deshalb die aktuelle Entwicklung, strukturelle Herausforderungen und strategische Handlungsoptionen für Hersteller, Zulieferer und Handel im Fokus. Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie, zeichnete einleitend ein nüchternes Bild der aktuellen Branchenlage. Von Aufschwung könne keine Rede sein, vielmehr bewege sich die Möbelindustrie in einer Seitwärtsphase. Doch trotz der konjunkturellen Schwäche erweise sich der Arbeitsmarkt als stabil – ein Faktor, der das Verbrauchervertrauen langfristig stützen könnte Manuel Schenck, Mitglied der Geschäftsleitung W&P, betonte die entscheidende Rolle eines professionellen Liquiditätsmanagements – sowohl als Enabler für Wachstum als auch als Rettungsanker in Krisenzeiten. „Liquidität ist die zentrale Steuerungsgröße, um Handlungsfähigkeit zu sichern und Chancen gezielt zu nutzen“, so Schenck. Bestände seien die größten kurzfristigen Hebel zur Liquiditätsverbesserung: Durch gezielte Analysen und Steuerung ließen sich oftmals 20 bis 30 Prozent an Potenzialen heben. Philipp Trompeter, Senior Manager Konsumgüter bei W&P, setzte den Schwerpunkt auf Effizienzsteigerung und Kostensenkung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. „Digitalisierung und Automatisierung sind keine Zukunftsvision, sondern eine Notwendigkeit, um Prozesse effizienter, kundenorientierter und schlanker zu gestalten“, betonte er. Besonders in der Auftragsabwicklung und im Kundenservice ließen sich durch digitale Lösungen erhebliche Effizienzgewinne erzielen. Restrukturierungsexperte Christian Dresen, der einen Praxisfall au dem Bereich Möbelhandel vorstellte, unterstrich: Benchmarks aus Projekten und Marktdaten seien essenziell, um die eigene Kostenstruktur realistisch zu bewerten: „Szenarien proaktiv entwickeln und offen kommunizieren – so lassen sich Investitionen und Betriebsmittel gezielt absichern“. Daniel Emmrich, W&P Partner Operative Restrukturierung bei W&P, empfahl eine ehrliche und selbstkritische Standortbestimmung, um den Krisenstatus und den konkreten Handlungsbedarf zu erkennen. „Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung eines frühen, realistischen Bildes ihrer Situation – operativ wie finanziell“, betonte Emmrich. Transparenz sei die Grundlage jeder erfolgreichen Restrukturierung.  In der abschließenden Werkstatt-Diskussion wurden deutlich: Die Branche hat den Ernst der Lage erkannt – jedem ist klar, dass es sich nicht mehr um eine vorübergehende, konjunkturelle Delle handelt sondern vielmehr um eine strukturelle Veränderung der Branche. Entsprechend sollte Restrukturierung als normaler Bestandteil des Unternehmenslebenszyklus verstanden werden – mit einem ganzheitlichen Blick auf Effizienz, Strategie und Finanzierung.  „Entscheidend ist, mutig zu bleiben, Entscheidungen zu treffen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken“, so W&P Managing Partner & Moderator Dr. Timo Renz abschießend. Eine erfolgreiche Veränderung gelinge nur, wenn Berater, Geschäftsführung und alle anderen Beteiligte als Team agieren und die Transformation gemeinsam umsetzen. 
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Publikation
25.09.2025
Das HR-Management agiert heute in einem komplexen Wirkungsfeld: Es muss steigende Risiken (von Compliance bis Employer Branding), unklare Rollenzuweisungen, kulturelle Spannungen sowie divergierende Stakeholder-Interessen simultan adressieren. Diese Herausforderungen verdichten sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, hybrider Arbeitsmodelle und des wachsenden Anspruchs an sinnstiftende Tätigkeiten. Wie muss das HR-Management konkret ausgestaltet werden, um als „Enabler“ für eine effektive sowie effiziente Organisation und eine performance-orientierte Führungskultur zu wirken?
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Publikation
01.09.2025
Die Bauindustrie steht unter massivem Veränderungsdruck. Bauen ist nach 3 Dekaden stagnierender Produktivität zu teuer und zu langsam. Die wesentlichen Treiber dieser Entwicklung sind: Fragmentierte Wertschöpfung, Ungleiche Margen- und Risikoverteilung, Mangelnde Skaleneffekte, Fachkräftemangel, Defizite in der Digitalisierung, Nachhaltigkeitsanforderungen und Regulatorik. Zusammengenommen eine enorme Herausforderung für die Branche und für jedes einzelnen Unternehmen in der Wertschöpfungskette, von der Projektentwicklung bis zum Betrieb und dem Rückbau. Antworten im neuen W&P Dossier „Von der Baustelle zur Produktionshalle - Wie industrielle Vorfertigung die Spielregeln im Bau verändert“.
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Kommentar, 05.08.2025
05.08.2025
Der Streit um das Spezi-Design hat Wellen geschlagen – nun ist das Urteil gefallen. Das Landgericht München hat entschieden: Paulaner erhält Recht im Streit um das Flaschendesign seines Cola-Mix-Getränks. Der Wettbewerber „Mio Mio Cola+Orange“ aus dem Hause Berentzen ähnelt in der farblichen Gestaltung in wesentlichen Bestandteilen den Produkten von Paulaner. Es bestehe ein Unterlassungsanspruch wegen Markenrechtsverletzung.So klar das Urteil erscheint: Der vorsitzende Richter hatte sich dennoch bewusst Zeit für die Entscheidung genommen. Denn die Komplexität von Design- und Markenrechtsfällen nimmt auf Grund struktureller Ursachen stetig zu: Hersteller alkoholischer Getränke diversifizieren verstärkt in das alkoholfreie Segment, um auf stagnierende Entwicklungen in ihren Ursprungskategorien zu reagieren. Die Folge: Mehr Produkte, mehr Designs, mehr Nähe im Regal – und damit eine wachsende Wahrscheinlichkeit gestalterischer Überschneidungen. Jeder Fehler im Designprozess kann zu einem wirtschaftlich relevanten Schaden führen. Neue Produkte werden nicht nur entworfen, sondern vorproduziert und ausgeliefert. Kommt es dann zu einer juristischen Niederlage, drohen Rückruf, Entsorgung, Imageschäden – und die vollständige Übernahme der Verfahrenskosten. Für die betroffenen Unternehmen ein reales Risiko.Umso entscheidender ist es, derartige Konflikte frühzeitig zu vermeiden – oder im Fall eines Streitfalls zügig und objektiv zu lösen. Künstliche Intelligenz kann dabei einen wertvollen Beitrag leisten. Produkte lassen sich damit nicht nur hinsichtlich ihrer gestalterischen Attribute systematisch auswerten, sondern auch gezielt konzipieren: als Teil eines datenbasierten und markenstrategischen Produktentwicklungsprozesses.Im Streitfall Paulaner gegen Berentzen zeigt die KI-gestützte Analyse: Von sieben Hauptfarben, die bei Paulaner verwendet werden, finden sich sechs auch auf dem Etikett von Mio Mio Cola+Orange. Auch der grafische Aufbau weist Parallelen auf: Beide Etiketten setzen auf klar strukturierte Farbabgrenzungen und lineare Muster. Unterschiede zeigen sich in der Gewichtung der Farbflächen – Paulaner betont Gelb, Mio Mio eher Lila – doch der Gesamteindruck bleibt visuell nah. Damit stellt sich zunehmend die Frage, wo Kategorie-Codes enden – und wo markenspezifische Farbentscheidungen beginnen, die unter Umständen rechtlich geschützt sein sollten. Durch automatisierte Auswertungen von Etiketten, etwa über E-Commerce-Crawling oder Store-Check-Dokumentation, lassen sich etablierte Farb- und Gestaltungscodes ganzer Warengruppen erfassen. So wird vorab sichtbar, welche visuellen Muster vom Wettbewerb bereits besetzt sind – und welche Differenzierungsoptionen realistisch bestehen.Der Fall Paulaner vs. Berentzen zeigt eindrücklich: Produktgestaltung ohne KI ist künftig kein kalkulierbares Risiko mehr, sondern ein unternehmerisches Wagnis. Die Frage lautet nicht mehr ob, sondern nur noch wie schnell Marken KI in ihren Entwicklungsprozess integrieren.
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Best Case
29.07.2025
RGF Staffing, mit international etablierten Marken wie Unique oder Start People, ist einer der größten Anbieter von maßgeschneiderten HR-Lösungen in Deutschland & Europa. Über Jahre hatte RGF Staffing im deutschen Zeitarbeitsmarkt insgesamt 13 mittelständische Unternehmen übernommen, die unter einheitlichen Dach von Unique zusammengeführt werden sollten. Ziel: Die Markt-/Wettbewerbsposition stärken und Effizienzvorteilen im Verbund heben. „Die exzellente Begleitung der Post Merger Integration durch W&P brachte für den Erfolg dieses komplexen Vorhabens einen entscheidenden Mehrwert. Mit hoher fachlicher Kompetenz, strategischem Weitblick, Fingerspitzengefühl und großem persönlichen Engagement wurden alle beteiligten Gesellschaften souverän zusammengeführt. Ich danke dem W&P-Team herzlich für die herausragende Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit,“ so Philipp Geyer, Vorsitzender der Geschäftsführung RGF Staffing Germany GmbH. Wie das Team um Sebastian Fitz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Publikation
07.07.2025
Die Dynamik von Märkten, Technologien und Kundenbedürfnissen nimmt weiter zu – ebenso wie der Bedarf an belastbaren Analysen und fundierten Entscheidungsgrundlagen. Wer Entwicklungen frühzeitig erkennt und gezielt reagiert, verschafft sich im Wettbewerb einen klaren Vorteil. Bei Dr. Wieselhuber & Partner unterstützen wir Sie dabei mit unserer gebündelten Expertise im Bereich Strategic Market Research (SMR). Unser spezialisiertes Team analysiert kontinuierlich Trends, Märkte und Wettbewerbsumfeld unterschiedlicher Branchen und liefert damit verlässliche Entscheidungsimpulse – aktuell, präzise und anwendungsnah. Als besonderen Service stellen wir Ihnen zweimal jährlich kompakte und praxisnahe Einblicke zur Verfügung: Der Market Intelligence Newsletter für das erste Halbjahr 2025 bietet Ihnen einen strukturierten Überblick über aktuelle Studien, Trendbeobachtungen und strategisch relevante Entwicklungen von Januar bis Juni 2025. Lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie diese Impulse für Ihre Zukunftsentscheidungen.
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Best Case
05.06.2025
Die familiengeführte Buhck Gruppe, führender Dienstleistern der norddeutschen Abfall- und Umweltwirtschaft, ist in den letzten Jahren stark gewaschen bei gleichzeitig hohem Ertragsniveau. Zeit für eine Positionsbestimmung, um einen neutralen Blick auf die aktuelle Unternehmensausrichtung bekommen. W&P wurde beauftragt, einen umfassenden „Fitness-Check“ des Unternehmens durchzuführen und durch tiefgehende betriebswirtschaftliche Auswertungen und Benchmarking die Unternehmenssituation zu bewerten und mögliche Handlungsfelder bzw. Optimierungspotenziale zu identifizieren. Konkret wurden bestehende Transparenzansätze hinsichtlich Effizienz und Kostenstrukturen in den administrativen Zentralfunktionen weiterentwickelt, für Entwicklungen außerhalb des bisherigen Managementfokus auf Basis ausgewählter Kennzahlen sensibilisiert, die gegenwärtige Unternehmensausrichtung unter Beachtung unternehmensspezifischer Charakteristiken objektiv eingeschätzt und konkrete Ansätze zur unternehmensübergreifenden Verbesserung der Performance abgeleitet. „Das W&P-Team hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Durch die fachliche Expertise und fundierter Analysen wurde zielsicher aufgezeigt, wo Handlungsbedarf besteht und welche Optimierungsmaßnahmen eingeleitet werden sollten“, bestätigt Holger Harms, GF und CFO Buhck UmweltservicesGmbH & Co. KG, den Erfolg des Teams um Dr.-Ing. Dirk Artelt.
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Best Case
02.06.2025
Die Basler AG, ein international führender Anbieter für Bildverarbeitungslösungen, ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Herausforderung für den Vorstand: Es war nicht ausreichend transparent, wie sich die Lagerbevorratung und das veränderte Beschaffungsverhalten der Kunden in naher Zukunft auf Absätze und Umsätze auswirken werden. Um zu erkennen, inwieweit die Planungen des Vertriebs nach bisheriger Methodik überhaupt realistisch sind, wurde W&P wurde damit beauftragt, ein auf Basis eines analytisch-statistisch basierten „Top-Down“ Ansatzes die Planungen des Vertriebs kritisch zu prüfen und um einen eigenen Erwartungswert zu ergänzen. Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Projektumsetzung war ein interdisziplinärer Ansatz aus Controlling und Vertrieb, kombiniert mit methodischer Expertise bei der neutralen Bewertung der Vertriebsplanungen. „W&P ist es innerhalb kürzester Zeit pragmatisch gelungen, eine realistische Bewertung der Vertriebsplanung vorzunehmen“, bestätigt Hardy Mehl, CFO/COO Basler AG. Wie das Team um Dr.-Ing. Dirk Artelt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
20.05.2025
Das aktuelle W&P Sanierungs- und Restrukturierungsbarometer für das erste Quartal 2025 in Deutschland und Österreich verdeutlicht: Der Transformations- und Anpassungsdruck im Mittelstand steigt drastisch – besonders in den Branchen Automobilzulieferer, Maschinen- und Anlagenbau sowie Immobilienentwicklung. Basierend auf quartalsweisen Experteneinschätzungen von Finanzierern und Juristen liefert die neue Studienreihe fundierte Einblicke in die aktuelle Lage am Restrukturierungsmarkt.
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Publikation
05.05.2025
Die thyssenkrupp Steering (tkS) ist Teil der börsennotierten thyssenkrupp AG und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Lenksystemen. Mit rund 10.900 Mitarbeitenden an 24 Standorten steht tkS für technologische Exzellenz – insbesondere im Bereich der Massivumformung. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Transparenz und Steuerungsfähigkeit in der globalen R&D-Planung initiierte das Unternehmen eine umfassende Optimierung des R&D-Controllings. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde beauftragt, den gesamten Prozess strategisch und operativ zu begleiten – von der Analyse der Ausgangssituation über die Zielbildentwicklung bis hin zur Auswahl und Implementierung eines geeigneten Planungstools. Ziel war, die Steuerungsmöglichkeiten und Transparenz durch eine optimierte Schnittstelle zwischen Budget- und Projektplanung zu erhöhen, die Controlling-Effizienz durch systemische Anpassungen zu steigern und ein zukunftsfähiges R&D-Controllingkonzept zu etablieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Projekt- und Jahresplanung wurde durch ein passgenaues Tool effizienter gestaltet, eine adaptierte Prozess- und Gremienstruktur ermöglicht nun eine verbesserte Steuerung der globalen R&D-Ressourcen. Zudem schaffen klar definierte Rollenprofile und ein KPI-gestütztes Dashboard-Konzept Transparenz und Verantwortlichkeit in der Umsetzung. „Dank des strukturierten Vorgehens von W&P konnten wir trotz des äußerst engen Zeitplans diese komplexe Aufgabenstellung zielorientiert lösen, was uns zukünftig eine effizientere Planung und Steuerung unserer R&D-Ressourcen ermöglicht“, so Patrick Vith, CEO & COO der thyssenkrupp Steering. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business bei W&P, das Projekt umgesetzt hat? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Event, 03.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Effizienz und konsequente Kostensteuerung zählen zu den zentralen Erfolgsfaktoren unternehmerischer Zukunftsfähigkeit. Wirtschaftliche Unsicherheiten, steigende Kosten und das Risiko einer zunehmenden Kompetenzlücke erhöhen den Druck auf Unternehmen, Mitarbeitende, Leistungen und Strukturen. Die strategische Steuerung und das kritische Hinterfragen des internen Leistungsportfolios werden damit zu einer zentralen Aufgabe der Geschäftsleitung. Im Webinar zeigen wir anhand konkreter Best Practices, wie Sie durch die systematische Analyse von Leistungen, Strukturen und Ressourceneinsatz Ihr Leistungsportfolio wirksam an Effizienz und Effektivität ausrichten. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Organisation leistungsfähiger aufstellen, Synergien heben und nachhaltige Effizienzgewinne realisieren können. Profitieren Sie von praxiserprobten Ansätzen, konkreten Beispielen und dem offenen Austausch mit erfahrenen Experten.
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Kommentar, 27.02.2025
27.02.2025
Der Amtsantritt von Donald Trump zum 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika markiert einen Wendepunkt insbesondere in der transatlantischen und globalen Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Seine wirtschaftspolitischen Maßnahmen – von protektionistischen Handelsstrategien bis hin zu einem signifikanten Kurswechsel in der Klimapolitik – werfen tiefgreifende Fragen auf: Wie kann sich der deutsche, stark exportabhängige Mittelstand, insbesondere seine zahlreichen Familienunternehmen, in diesem neuen Umfeld behaupten? Welche Konsequenzen ergeben sich für Geschäftsmodelle, Marktmechanismen und Finanzierungsstrategien?Die neuen Spielregeln: Protektionismus und seine FolgenTrumps „America First“-Politik stellt eine fundamentale Neuausrichtung dar, die das wirtschaftliche Kräfteverhältnis verschiebt. Importzölle von 10-20 % auf nicht-amerikanische Waren, ein Sonderzoll von 60 % auf chinesische Produkte sowie Steuererleichterungen für US-Unternehmen werden den Wettbewerb für deutsche Firmen erheblich erschweren.Für mittelständische Exporteure bedeutet dies: Die klassischen Geschäftsmodelle, die auf weltweite Wertschöpfungsketten setzen, stehen auf dem Prüfstand. Produktionsverlagerungen in die USA werden zu einer strategischen Notwendigkeit, erfordern jedoch umfangreiche Investitionen und einen tiefgreifenden Umbau der Unternehmensstruktur. Ein zusätzlicher Hemmschuh: Der verschärfte Einwanderungskurs Trumps verknappt die dringend benötigten Fachkräfte vor Ort, wodurch die Produktionskosten weiter steigen. Gerade für die deutschen „Hidden Champions“ im Bereich Robotik, Steuerungssystemen und digitale Prozesslösungen können sich hieraus erhebliche Wachstumschancen eröffnen.Branchen unter Druck: Wer muss sich warm anziehen?Besonders betroffen sind hochgradig exportabhängige Sektoren wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Chemiebranche.Die Automobilindustrie, für die die USA ein zentraler Absatzmarkt sind, sieht sich mit der Aufhebung des „Inflation Reduction Act“ sowie möglichen Sonderzöllen auf Importfahrzeuge konfrontiert. Die Chemiebranche wiederum leidet unter der Diskrepanz zwischen den strengen Umweltauflagen Europas und der nun deregulierten US-Wirtschaft, was zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnte. Gleichzeitig entstehen neue Chancen: Der verstärkte Fokus auf Nachhaltigkeit und emissionsarme Produktionsverfahren könnte für deutsche Unternehmen mit entsprechender Expertise eine Marktlücke darstellen.Strategien zur Risikominderung und Handlungsempfehlungen für den MittelstandDiversifizierung der Exportmärkte – Raus aus der Komfort-Zone!Angesichts der zunehmenden Abhängigkeiten vom US-Markt ist es für den Mittelstand essenziell, alternative Absatzmärkte zu erschließen. Schwellenländer in Asien, Afrika und Lateinamerika bieten Potenzial für neue Kundenbeziehungen und reduzieren geopolitische Risiken. Strategische Partnerschaften und gezielte M&A-Aktivitäten sollten genutzt werden, um diese Märkte effizient zu durchdringen.Stringentes Supply Chain Risikomanagement – Expect the unexpected!Die Störanfälligkeit internationaler Lieferketten wurde durch Pandemie und geopolitische Konflikte unmissverständlich aufgezeigt. Unternehmen müssen proaktiv ihre Wertschöpfungsketten analysieren und auf mehr Flexibilität ausrichten. Multisourcing-Strategien sowie die gezielte Regionalisierung der Produktion sind Schlüsselfaktoren, um resiliente Strukturen zu schaffen.Professionelles Transformation & Change Management – Nutze das Momentum!Ein klar definierter Transformationsprozess ist entscheidend, um strategische Anpassungen erfolgreich umzusetzen. Unternehmen sollten frühzeitig ein strukturiertes Change Management etablieren, das sowohl interne als auch externe Stakeholder einbindet. Eine transparente Kommunikationsstrategie schafft Vertrauen und verringert Widerstände bei Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Zudem ist eine klare Vision erforderlich, um Unsicherheiten in dynamischen Märkten zu begegnen und den Wandel aktiv zu gestalten.Fazit: Neue Realität, neue Spielregeln – aber auch neue ChancenDie erneute Präsidentschaft Trumps führt auch heute zu Verunsicherungen im deutschen Mittelstand. Während die protektionistische Politik der USA massive Herausforderungen mit sich bringt, eröffnet sie gleichzeitig Möglichkeiten für agile, strategieorientierte Unternehmen – ein ambivalentes Bild. Während der deutsche Export aller Voraussicht nach aufgrund der angekündigten Strafzölle zunächst unter Stress geraten werden, bieten sich gerade für die Unternehmen Vorteile, die bereits in den USA produzieren oder sich als unverzichtbarer Partner für die Reindustrialisierung platziert haben.Die Vergangenheit zeigt, dass disruptive Veränderungen oft als Katalysator für unternehmerische Transformation wirken. Der deutsche Mittelstand hat sich bereits mehrfach als widerstandsfähig erwiesen – nun gilt es, strategische Weichenstellungen entschlossen vorzunehmen, Szenarien durchzuspielen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu sichern.
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Kommentar, 11.02.2025
11.02.2025
Aus der Diskussion um die Corporate Governance von Familienunternehmen ergeben sich in Bezug auf die Funktion und Arbeit von Aufsichts- und Kontrollgremien unterschiedliche Konsequenzen. So ist das Aufgabenspektrum von derartigen Gremien in Familienunternehmen wesentlich weiter zu fassen, da es das Verhältnis von Unternehmen und Eigentümergesellschaftern mit berücksichtigen muss. Die aktuelle Realität zeigt diesbezüglich immer noch ein Ungleichgewicht.Über die Führung von FamilienunternehmenDie wesenseigenen Merkmale von Führung in Familienunternehmen beinhalten zwei fundamental unterschiedliche Systemperspektiven. Während wirtschaftliche Regeln in Unternehmen dominieren, gelten diese in Familien normalerweise nicht ausschließlich, vielmehr herrschen dort auch persönliche, verantwortungsethische Regeln. Eine optimale Gestaltung der Kontroll- und Aufsichtsgremien in Familienunternehmen sucht nun die Symbiose beider Perspektiven.Regulative an der Schnittstelle von Familie und UnternehmenDie Einrichtung eines Beirats als klassisches Aufsichtsgremium in Familienunternehmen kann aus unterschiedlichen Motiven heraus sinnvoll sein:Überwachung und Kontrolle der GeschäftsführungNutzung externen FachwissensVerminderung des Risikos von FehlentscheidungenAusgleich unterschiedlicher GesellschafterinteressenVersachlichung der Zusammenarbeit mit den GeschäftsführernSicherung der Nachfolge in der GeschäftsführungEin vorrangig extern besetzter Beirat mit fachspezifischem Expertenwissen kann als Sparringpartner den komplexen Prozess der Strategiefindung für die Familie moderieren. Ein neutraler Beirat kann auch kritische Themen unparteiisch und objektiv ansprechen. Die Unabhängigkeit des Gremiums gewährleistet so eine ergebnisorientierte Mittlerfunktion zwischen Eigentümern, Management, Mitarbeitern und Kapitalgebern. Vor der konkreten Ausgestaltung des Aufgabenfeldes des Beirats ist durch die Entscheidungsträger des Familienunternehmens über dessen grundsätzliche Funktion als eher beratendes oder stärker kontrollierendes Gremium zu entscheiden:Gerade in Fällen einer komplexeren Gesellschafterstruktur mit Fremdgeschäftsführern steigt der Bedarf nach einem die Geschäftsführung kontrollierenden Gremium. Dabei ist der Beirat der Geschäftsführung de facto überstellt, da er die Beschneidung der Kompetenzen derselben veranlassen kann. Hauptaugenmerk ist dabei die Frage der nachhaltigen Wertsteigerung und der ordnungsgemäßen Unternehmensleitung durch die Geschäftsführung.Ein eher beratender Beirat füllt in strategischen Fragen eine bedeutende Funktion für die Geschäftsführung aus. Aufgrund der für Familienunternehmen oftmals flachen Hierarchien, übernimmt der Beirat Stabstellenfunktion und gibt Feedback an die Geschäftsleitung. Die kritische Auseinandersetzung und der offene Meinungsaustausch stehen im Vordergrund. Gerade in Familienunternehmen mit einer aus jüngeren Familienmitgliedern zusammengesetzten Geschäftsleitung, kann ein derartiger Beirat von besonderem Nutzen sein.Die Realität der GremienarbeitDie Gremienarbeit in vielen Familienunternehmen entspricht jedoch oftmals noch nicht den Erwartungen an ein unabhängiges und ergebnisorientiertes Aufsichts- und Beratungsgremium:Aufgrund der zeitlichen Beanspruchung finden sich in aller Regel vornehmlich Führungskräfte älterer Generationen im Gremium.Die Zusammensetzung des Gremiums erfolgt oftmals über Kriterien jenseits erfolgsrelevanter Gesichtspunkte.Ein geringer Anteil der in den Gremien mittelständischer Unternehmen positionierten Fach und Führungskräfte werden einer Leistungskontrolle unterzogen.Aufgrund des (zumeist) fakultativen Charakters des Gremiums können sich unternehmerisch zweifelhafte Bemessungsgrenzen für Vergütungsmodelle ergeben.Die Zusammensetzung des Gremiums wird noch zu wenig anhand der markt- und organisationsseitig benötigten Fähigkeiten definiert.Zudem nimmt der Anteil der parteiisch besetzten Positionen stetig zu, auch als Ergebnis der demographisch induzierten Alterungsentwicklung. So wird das Gremium oftmals als „Kuschelclub“ für die aus dem aktiven Management ausgeschiedenen Führungskräfte gesehen.Die Optimierung der Leistungserfüllung des Aufsichts- und Kontrollgremiums kann dementsprechend nur über eine entsprechende Qualifikation und Zusammensetzung erfolgen. Für eine höhere Effizienz des Aufsichts- und Kontrollgremiums in Familienunternehmen als „Performancecoach statt Kuschelclub“ muss deshalb Optimierungspotenzial ausgeschöpft werden und zwar in Abhängigkeit des risikopolitischen und strategischen Beitrages des Gremiums, wobei grundlegend fünf Rollen unterschieden werden können:Zahmer Pensionär: Diese Rolle leistet man sich heute kaum mehr aufgrund der nur sehr eingeschränkten Wertschöpfungsbeiträge.Kritischer Redner: Er eignet sich für die tiefergehende Analyse der Geschäftsentwicklung als „kaufmännisches Gewissen“, um bei strategischen Höhenflügen die betriebswirtschaftliche Bodenhaftung zu sichern.Strategischer Macher: Er dient der Verknüpfung von strategischer Überlegung und pragmatischen Umsetzungsmaßnahmen.Fragender Außenseiter: Aufgrund der fehlenden Branchenkompetenz verfügt dieser über das nötige kritische Potenzial, um Problempunkte gezielt anzusprechen, politische Bedenken zu ignorieren und unorthodoxe Wege zu gehen.Intimer Insider: Durch seine Branchenkenntnis und den Unternehmenseinblick übt er prägenden Einfluss auf das Unternehmen aus.Angesichts des steigenden Risiko und Strategiegehalts unternehmerischer Entscheidungen im Transformationsprozess der Branchen sind als Rollen zunehmend „fragende Außenseiter“ und „intime Insider“ gefragt. Darüber hinaus ist das branchen- und themenspezifische Fachwissen des einzelnen Beiratsmitgliedes individuell zu prüfen vor dem Hintergrund der jeweiligen Unternehmenssituation, seiner künftigen strategischen Ausrichtungen und der bereits im Gremium gebündelten Erfahrungen.Die Ausübung der Kontrolle über ein Familienunternehmen und dessen Erfolgsfaktoren obliegt in aller Regel dem Eigentümer bzw. der Eigentümerfamilie. Spätestens dann aber, wenn das Familienunternehmen mehrere Gesellschafter hat, sollten auch diejenigen Familienunternehmen, die dazu gesetzlich nicht verpflichtet sind, ein freiwilliges Kontrollorgan installieren. Zur Verbesserung von Objektivität und Qualität würde es sich empfehlen, familienfremden Sachverstand in das Kontrollorgan zu integrieren. Denn gerade in Anbetracht der langfristigen, auf Generationen ausgerichteten Erfolgsorientierung der Familienunternehmen ist die Beratung und Kontrolle der Unternehmensleitung durch professionell besetzte Gremien von existentieller Bedeutung.
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Publikation
28.01.2025
In Zeiten stetigen Wandels und Unsicherheiten wird die Relevanz fundierter Marktkenntnisse und präziser Analysen immer größer. Die Fähigkeit, zukünftige Entwicklungen und Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen, ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Um Sie dabei zu unterstützen, bündeln wir bei Dr. Wieselhuber & Partner unsere Expertise im Bereich Strategic Market Research (SMR). Unser Team liefert durch kontinuierliche Trend-, Markt- und Wettbewerbsanalysen die Basis für kluge Entscheidungen – immer auf dem neuesten Stand. Gerne teilen wir als Extra-Dienstleistung mit unseren Kunden und Netzwerkpartnern unsere Erkenntnisse in einem kompakten Format. Der Market Intelligence Newsletter erscheint zweimal jährlich und bietet Ihnen einen klar strukturierten Überblick über aktuelle Studien und relevante Trends.
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Event, 26.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Leistung und Produktivität sind entscheidend für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Organisationen. Kostenexplosion, Fachkräftemangel und steigende Krankenquoten erhöhen den Druck auf HR und Geschäftsführung. Im Webinar zeigen wir, warum People Performance der entscheidende Hebel ist und wie Sie diesen gezielt für Transformation, Produktivität und Kostensenkung nutzen. Grundlage sind die Ergebnisse des W&P People Performance & Transformation Check-ups 2025.Erhalten Sie einen kompakten Überblick über die wichtigsten Treiber von People Performance, die Trends von morgen sowie konkrete Impulse, wie HR zum Schlüssel der Transformation wird. Profitieren Sie von Best Practices, praxisnahen Tools und einem offenen Erfahrungsaustausch mit Experten.
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Best Case
12.12.2024
Die Adolf Präg GmbH & Co. KG, eine familiengeführte Unternehmensgruppe, betreibt knapp 110 Tankstellen und ist als umfassender Energieversorger von Mobilität (E-Ladestationen) über Wärmeversorgung (Heizöl, Pellets und Gas) bis hin zur Stromlieferung und -speicherung sowie Stromeigenerzeugung (PV-Anlagen) tätig. Nach der Akquisition eines direkten Marktbegleiters wurde W&P beauftragt, im Rahmen der Post-Merger-Integration von der Konzeptionserstellung bis zur Umsetzungsbegleitung zu unterstützen. Ziele: Die vollständige und möglichst reibungslose Integration in die PRÄG Unternehmensgruppe, die Steigerung der Effizienz in der Organisation durch Harmonisierung und Optimierung ausgewählter Prozesse sowie die Schaffung eines einheitlichen Außenauftritts unter der Marke PRÄG. „Mit der professionellen Begleitung von W&P ist es gemeinsam gelungen, die vielfältigen Themen und Aufgaben nicht nur plangemäß, sondern alles in allem sehr, sehr reibungslos und unter fleißigem Engagement aller Beteiligter erfolgreich umzusetzen“, so Marc Deisenhofer, Geschäftsführender Gesellschafter Adolf Präg GmbH & Co. KG. Zusätzlich zum fristgerechten Abschluss der Integration des akquirierten Unternehmens, wurden u.a. Teamgedanke und Motivation der Mitarbeitenden gestärkt, Kundenbeziehungen aufrechterhalten, Marktanteile gesichert, geplante Synergien realisiert. Welche Ziele zusätzlich erreicht wurden und wie das Team um W&P Senior Manager Ferdinand Fiedler konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
19.11.2024
Die ystral GmbH ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen im Maschinen- und Anlagenbau und ist mit Tochtergesellschaften in China, Indien und Singapur sowie zahlreichen Vertretungen weltweit aktiv. Aufgrund eines immer komplexer werden Markt- und Wettbewerbsumfeldes sowie einer zunehmenden internen Prozesskomplexität stand ystral vor der Herausforderung, den erfolgreichen Wachstumskurs der letzten Jahre fortzusetzen. Zur Sicherung der Auftragseingangsziele wurde W&P beauftragt, gemeinsam mit ystral dem Vertrieb eine klare strategische Ausrichtung zu geben und diese durch die Formulierung von Maßnahmenpaketen in der operativen Umsetzung zu unterstützen. Im Fokus: Die Erhöhung der vertrieblichen Durchschlagskraft bei einem gleichzeitig effizienten Ressourceneinsatz. Im Zuge einer strukturierten und praxiserprobten Vorgehensweise konnten u.a. die Auftragseingangssituation erfolgreich stabilisiert, die Transformation vom Maschinen- zum Systemlieferant realisiert, die vertriebliche Durchschlagskraft bei einem gleichzeitig schonenden Ressourceneinsatz erhöht sowie die Vertriebs- & Kundenfokussierung durch organisatorische und rollenadaptive Anpassungen im Vertrieb gesteigert werden. Durch Etablierung eines proaktiven Servicevertriebs konnte zudem der Serviceanteil gesteigert werden. „Ich bin beeindruckt, wie schnell und strukturiert W&P die Stellhebel im Vertrieb zur kurzfristigen Performance-Steigerung bei gleichzeitiger Sicherstellung einer nachhaltigen Vertriebsstrategie identifiziert hat“, so Dominik Seeger, Mitglied der Geschäftsführung Vertrieb bei ystral. Wie das W&P Team um Ferdinand Fiedler, Senior Manager bei Dr. Wieselhuber & Partner, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Best Case
28.10.2024
InfraServ betreibt als Infrastrukturdienstleiter mit rd. 1.000 Mitarbeitern den größten Chemiepark Bayerns. Das Unternehmen bietet vernetzte Lösungen für Aufgabenbereiche von Firmen der Chemie- und Prozessindustrie - innerhalb und außerhalb des Standorts. Wegen absehbarer, signifikante Remanenzen hat das Unternehmen diverse Ansätze zur Ergebnissicherung initiiert – und in diesem Kontext Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) beauftragt, das Programm „HORIZON 2030“ zu unterstützen. Das Ziel: Realistische Wachstumschancen identifizieren, konsequente Maßnahmen zur nachhaltigen Kostensenkung aktiv unterstützen. Das Ergebnis: Gemeinsam mit W&P konnten substanziellen Umsatzpotenziale bei Bestandskunden inklusive definierter Maßnahmen zur konkreten Umsetzung in der Organisation realisiert und Business Cases zur Ansiedlung neuer Unternehmen am Standort ausgearbeitet werden. Zudem wurden rund 17 Prozent an Personal- und Sachkosteneinsparpotenzialen aus der Service-, Leistungs- und Kostenstrukturanalyse identifiziert. „Durch die Zusammenarbeit mit W&P konnten wir neue Umsatz- und Wachstumspotenziale identifizieren. Das Know-how und die Erfahrung des Beraterteams haben uns geholfen, unser Leistungsspektrum effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Entscheidend für den Projekterfolg war der enge Austausch mit den Beratern, die nicht nur fachlich überzeugten, sondern auch mit Augenmaß agierten und damit gut zu unserer Unternehmenskultur passten“, so Dominik Gschwendtner, Geschäftsleiter Infraserv Gendorf. Wie das Team um Jens Ekop, Partner & Head of BPI bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Publikation
27.09.2024
Künstliche Intelligenz (KI) bzw. Artificial Intelligence (AI) ist spätestens seit der Lancierung von ChatGPT ein medialer Hype. Dass Unternehmen wie DM, Merck, Bosch und Siemens erst kürzlich eigene KI-basierte Chatbots eingeführt haben, unterstreicht den starken Mehrwert von KI. Interne ChatGPT-basierte Chatbots schaffen es beispielsweise firmeneigenes Wissen in wenigen Sekunden zu analysieren. Neben der Zeitersparnis beeindruckt wie gut Informationen verdichtet und aufbereitet werden können. Da KI mit Bedacht eingesetzt werden muss, insbesondere vor dem Hintergrund von Datenschutz und Fehleranfälligkeit, stellt sich die Frage, wie Unternehmen auch ohne große Investitionen KI nutzen können.
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Kommentar, 27.08.2024
27.08.2024
Durch Corona, Baukostensteigerung, Ukrainekrieg sowie das veränderte Zinsumfeld sind die goldenen Jahre der hohen Verkaufspreise für Immobilien vorbei. Das aktuelle Transaktionsumfeld zeigt deutlich, dass durch die veränderten Rahmenbedingungen der reibungslose Verkauf von Immobilien nicht mehr zu geplanten oder erwarteten Konditionen möglich ist. Neben gestiegenen Investitionskosten zur Instandhaltung, Bewirtschaftung oder Modernisierung nach ESG Vorgaben, besteht bei einer Vielzahl von Immobilien, unabhängig ob Projektentwicklung oder Bestand, ein enormer Refinanzierungsbedarf mit deutlich höheren Kapitalmarktkosten.Vor allem die Fälligkeit von günstig abgeschlossenen Finanzierungen stellt hierbei einen Problemfaktor für die Zukunft der Projektentwicklung, Immobilien im Bestand als auch Liquiditätsbedarf bei Unternehmensimmobilien dar. So spielen neben mittlerweile ungültigen Verkaufsparametern die deutlich gestiegenen Kostenstrukturen eine übergeordnete Rolle in der Werthaltigkeit von Immobilien. Um diesem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage entsprechend entgegenzuwirken, ist eine Überprüfung der Gegebenheiten in einem frühzeitigen Stadium der Schlüssel für eine gesunde Fortführung oder einen werthaltigen Verkauf.Ausgangslage einschätzenIn erster Linie ist der zeitliche Verfügungsrahmen zu erfassen: Wann läuft meine Finanzierung aus? Welche Refinanzierungskosten kommen auf mich zu? Wie hat sich durch das Marktumfeld mein Kapitalbedarf verändert? Sind die Mittelzuflüsse aus Vermietung und Verpachtung ausreichend, um nach Abzug eine auskömmliche Kapitaldienstdeckung zu erhalten?Weiterer Faktor der Erfassung der Ausgangslage ist, ob der ursprüngliche Business-Case noch standhaft ist. Hier- zu zählen vor allem die Fragen: Sind die prognostizierten Vorverkaufs-, Vorvermietungsquoten oder der Vermietungsstand im Bestand erreicht? Sind die aktuellen Konditionen marktgerecht oder durch die Wertsicherung im Rahmen gestiegener Inflationsraten als nicht nachhaltig zu bewerten?Diese Fragen und weitere Betrachtungen auf Objektebene und des aktuellen, spezifischen Marktumfeldes, zeigen deutlich, ob man sich in gefährliche Fahrwasser begibt oder noch Handlungsoptionen existieren um, das Ruder herumreißen zu können.Zu spät? Wege aus dem TalSpätestens bei drohender Gefährdung der Kapitaldienstfähigkeit, muss gegen eine weitere Verschlechterung das finanzierende Institut hinzugezogen werden. Der konsensuale Weg zeigt sich hierbei als das nachhaltigste Mittel der Wahl, denn potenzielle Verluste bedrohen hierbei beide Seiten. Neben der Analyse des Ist-Zustandes muss hieraus Konsens über einen solventen Weg der nächsten Monate bei Eigentümer und Finanzierer bestehen. Eine Zwangsverwertung sollte erst in Betracht kommen, wenn alle anderen Möglichkeiten nicht zu einem auskömmlichen Ziel führen. Auf Basis der Ausgangslage, müssen an die aktuellen Marktgegebenheiten angepasste Optionen für eine solvente Liquidation oder Fortführung ausgearbeitet werden. Ein passender Maßnahmenkatalog mit einem darstellbaren Business-Case kann im Rahmen eines Independent Business Review für alle Beteiligten die potenzielle Marschrichtung untermauern und Nachvollziehbarkeit der Situation erzeugen.Optionen definieren und gemeinsam verfolgenAuf Grundlage der ermittelten Ausgangssituation im Zusammenspiel aus Objekt- und Finanzierungsparametern, bildet der Verkauf im Status Quo oft den schlechtesten Weg ab. So können bereits geringe Kapitalaufwendungen das Ergebnis im Verkauf deutlich beeinflussen. Hierbei sind neben Marktkonformität auch die Faktoren der richtigen Objektstrategie in den Punkten: Nutzung, Flächenaufteilung, Nachfrageeinordnung, Mieterstrategie, Bewirtschaftung als auch ein wirtschaftlich nachhaltiges Zusammenspiel der Maßnahmen von essenzieller Bedeutung. So kann durch die Anpassung einer Vermietungs- oder Vermarktungsstrategie, oder durch gezielte Einzelmaßnahmen, ein idealer Umsetzungszeitpunkt im zeitlichen Verlauf definiert werden, um die Verbindlichkeiten aus dem Verkauf zu bedienen. Diese Erkenntnisse bieten auch dem Finanzierer einen Planungshorizont und bilden eine Entscheidungsgrundlage für Prolongationen, Stundungen und weitere finanzwirtchaftliche Instrumentarien. Der externe, rationale Blick bietet den Vorteil einer unbefangenen Einordnung der aktuellen Probleme und ebnet den Weg zu einer zufriedenstellenden Lösung. Hierbei werden die Optionen in derart sinnvolle Maßnahmenpakete geschnürt, dass eine liquiditätsabhängige Einordnung in das beste Kosten-/ Nutzen-Verhältnis erfolgen kann. Durch die Abstufung in unterschiedlichem Umfang der Optionen, ist es allen Beteiligten möglich, den genauen Bedarf an Zeit und Kapital zur Umsetzung zu greifen und sich für den besten Weg aus der Situation zu entscheiden.FazitImmobilientransaktionen im aktuellen Marktumfeld verlaufen deutlich schwergängiger und mit höheren Preisabschlägen als vor der Krise. Vor allem wenn Zeit oder Kapital knapp wird und ein Ausfall droht, kommt die Frage nach einer Strategie oft zu spät. Unabhängig davon, ob es sich um eine Projektentwicklung, Bestandsimmobilie oder Unternehmensimmobilie handelt: Die Kernfrage, ob der ursprüngliche Business-Case noch Bestand hat, muss frühzeitig gestellt werden, um maximalen Spielraum für geeignete Gegenmaßnahmen und Handlungsoptionen zu entwickeln. Durch eine Einordnung in das spezifische Marktumfeld, in Verbindung mit einer Ausarbeitung passender Optionen, kann die Wertentwicklung des Transaktionsobjektes bereits durch geringfügige Maßnahmen positiv beeinflusst werden und zu einem deutlich verbesserten Erlösergebnis beitragen.
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Kommentar, 14.08.2024
14.08.2024
„Service-Excellence im After-Sales-Service ist nicht nur wichtig, sondern auch unverzichtbar für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens“, betont ein führender Entscheider im Präzisionsmaschinenbau. „Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung von Kundenbindung und trägt überproportional zum Gesamt-EBIT bei.“ Ein weiterer Kunde, Marktführer im Baumaschinenmarkt, bestätigt dies: „95 % des Umsatzpotenzials bei unseren Kunden beginnt drei bis vier Jahre nach dem Kauf. Allein durch den Aufbau von Lifecycle Services konnten wir unseren Gesamtumsatz letztes Jahr um 20 % steigern.“Für Anbieter, sei es Hersteller oder Händler, ergeben sich durch die Entwicklung und Bereitstellung einer exzellenten Serviceleistung zahlreiche attraktive Erfolgselemente. Dazu zählen unter anderem die Umsatzsicherheit gegen Konjunkturschwankungen, die Steigerung der Unternehmensprofitabilität und die Schaffung neuer Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung von Services.Die Ergebnisse unserer W&P Service-Studie „Service Champions im Mittelstand“ bestätigen diese Einschätzung: Der Service hat zwar einen vergleichsweise geringen Umsatzanteil von „nur“ 20 bis 30% gegenüber dem Produktumsatz. Dennoch leistet er einen signifikant hohen EBIT-Beitrag von bis zu 45% und mehr. Dies unterstreicht die enorme Bedeutung und den hohen Wertbeitrag der After-Sales-Service-Exzellenz für das Gesamtunternehmen.Ein Euro des Serviceumsatzes erzeugt etwa denselben EBIT-Wertbeitrag für das Unternehmen wie drei Euro des Produktumsatzes. Quintessenz: Service-Exzellenz gehört auf die Top-Management-Agenda!Vier Stellhebel für nachhaltige Service-EBIT-SteigerungEs spielen vier grundlegende Stellhebel eine zentrale Rolle, um Umsatz und EBIT zu steigern und nachhaltig zu sichern (siehe Abb.). Der erste Stellhebel konzentriert sich auf das Durchdringen der installierten Produktbasis. Er beinhaltet eine fundierte Analyse und serviceorientierte Segmentierung der bestehenden Kundenbasis, der Identifizierung von lukrativen Umsatzpotenzialen und der Entwicklung gezielter Vertriebsinitiativen. Durch zielgruppenspezifische Servicepakete, der gezielten Schulung des Vertriebspersonals und eine kontinuierliche Verbesserung von Service-Prozessen (KVP) kann die Effizienz und Effektivität im Service-Vertrieb gesteigert werden.Der zweite Stellhebel zielt auf die Optimierung des bestehenden Service-Geschäfts ab. Hierbei stehen das Feintuning der Services, z. B. durch bessere Paketierung oder Inhaltsoptimierung, das Anpassen des Pricing-Modells zur Margenverbesserung, eine effiziente Auslastungssteuerung sowie regionale Skalierung und Erweiterung des Service-Geschäftes und die Steigerung der Rahmenvertragsquote im Fokus.Die Entwicklung neuer Services stellt den dritten Stellhebel dar. Unternehmen sollten potenzielle Services wie Retrofit-Lösungen, Ersatzeilpakete, Garantieverlängerungen, proaktive Services und innovative „Türöffner“-Services in Betracht ziehen, um neue Umsatzquellen zu erschließen und die Kundenbindung zu stärken.Der vierte und letzte Stellhebel liegt in der Digitalisierung der Services, des Frontends und der Service-Prozesse. Durch die Einführung digitaler Geschäftsmodelle, digitaler Fernwartung, Retrofits, Self-Help-Plattformen, Remote-Training und virtueller Inbetriebnahme können Unternehmen nicht nur die Service-Effizienz steigern, sondern sich auch langfristig für die digitale Zukunft absichern.Insgesamt bieten diese Stellhebel kurz-, mittel- und langfristige Strategien, um die Umsatzsteigerung und Profitabilität zu maximieren, die Position beim Kunden zu stärken und die Unternehmen für die Herausforderungen der digitalen Ära zu rüsten.FazitDie Macht der Service-Exzellenz im After-Sales-Service ist entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg. Die Service Studie von W&P unterstreicht, dass Service und Aftersales dem Unternehmen einen vergleichbaren Wertbeitrag wie der Produktumsatz liefern, jedoch dem Top Management einen weitaus stärkeren EBIT-Hebel bieten.Vier Handlungsfelder für eine nachhaltige Service-EBIT-Steigerung warten mit konkreten Strategien zur Umsatzmaximierung und Profitabilitätssicherung auf. Das Durchdringen der Kundenbasis, Optimierung bestehender Services, Entwicklung neuer Angebote und die Digitalisierung von Service-Prozessen.Dieser Weg ist entscheidend, um in der digitalen Ära erfolgreich zu sein und den Gesamterfolg des Unternehmens nachhaltig steigern zu können.
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Publikation
30.07.2024
In den ersten 100 Tagen legt ein neuer Chief Technology Officer (CTO) den Grundstein für den langfristigen Erfolg. Dabei sind eine klare Vision, das Identifizieren von Herausforderungen, erste Erfolge und positive Veränderungen entscheidend. Der strukturierte Ansatz des 100-Tageprogramms von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) teilt diesen Prozess in drei Phasen auf und bietet konkrete Handlungsempfehlungen. Phase 1: Licht ins Dunkel bringen (Tag 1-33) In der ersten Phase geht es darum, einen umfassenden Überblick über das Unternehmen zu gewinnen. Welche Kennzahlen sollten genau unter die Lupe genommen werden – Return on R&D, F&E-Quote, der Anteil strategisch relevanter Projekte, der Innovationsgrad im F&E-Portfolio und Projektüberziehungsquote? Wie kann ein solides Verständnis der Kultur, Stärken und Leistungsträger erlangt und Stolpersteine genauso wie Optimierungspotenziale identifiziert werden? Phase 2: Erste Signalfeuer zünden (Tag 34-66) Jetzt geht es darum Ergebnisse zu erzielen, Stakeholdern Fortschritte zu zeigen, erste Quick-Wins zu realisieren. Diese „Signalfeuer“ schaffen ein Momentum für Veränderungen in der Organisation, das gut für die zukünftige Umsetzung genutzt werden kann. Hauptaufgabe in dieser Phase: Notwendige Veränderungen, Vision und einen strategischen Plan für das Unternehmen festlegen. Phase 3: Richtung weisen (Tag 67-100) Nähert sich die Schonfrist dem Ende, geht es in der dritten Phase im Wesentlichen darum, bestehende Strategien, Ziele und die Organisation nachhaltig zu gestalten, Mitarbeitenden die Richtung zu weisen und mit der Transformation zu beginnen. Besondere Herausforderung dabei: Die Balance aus Tagesgeschäft, Optimierung und Zukunftsgestaltung. Entsprechende Benchmarkings unterstützen bei der Identifikation von Optimierungs- und Kostenpotenzialen, Innovations- & F&E-Audits machen Handlungsfelder erkenn- und Entwicklungsbedarfe sichtbar, Agilitäts-Checks ermitteln die Veränderungsbereitschaft in der Organisation.
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Publikation
15.07.2024
Der Bedarf an belastbaren und verlässlichen Zahlen und Fakten über zukünftige Marktentwicklungen, Trends und Kundenbedürfnisse nimmt in diesen hochdynamischen Zeiten deutlich zu. Auch in der täglichen Projektarbeit bei unseren Kunden. Wir bei Dr. Wieselhuber & Partner verstehen uns in diesem Kontext als Vordenker, der bereits schwache Signale durch fundierte Analysen berücksichtigen muss. Unser Kompetenzteam Strategic Market Research (SMR) führt hierfür in Echtzeit regelmäßige Markt-, Trend- und Wettbewerbsrecherchen durch. Bleiben Sie auf dem Laufenden – mit unserem Market Intelligence Newsletter, der zweimal im Jahr kompakt und nach Branchen geclustert die aktuelle Studienlage zusammenfasst.
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Publikation
12.06.2024
Steigerungen und erhöhte Volatilität auf der Kostenseite, insbesondere bei Rohstoffen, Logistik, Frachtpreisen, Personal, Miete, ESG-Anforderungen und Energie, sorgen bei zahlreichen Playern im Bereich Fashion- & Lifestyle für wirtschaftliche Anspannung. Für eine erfolgreiche betriebliche Transformation gilt es jetzt die Stärken der vielen mittelständischen Unternehmen der Branche – hohe Margen, Anpassungsfähigkeit und Routine im Umgang mit Wandel – mehr denn je zu nutzen. Voraussetzung: Eine ehrliche Standortbestimmung. Denn die Aufgaben für jedes Unternehmen sind individuell und höchst unterschiedlich. Die Skala reicht von strategischen Herausforderungen, über Handlungsdruck zur Performanceverbesserung bis hin zu harten (gerichtlichen) Sanierungen. „KI für einen Marketing-Effizienzboost einsetzen, operative Potenziale heben, Kosten durch effizientere Organisation und Prozesse senken und Chancen des ESG-Reportings nutzen – mit pragmatischen Stellhebeln wie diesen lässt sich flexibel und schnell auf Marktveränderungen reagieren“, so Manuel Farrokh, Leiter Fashion & Lifestyle bei Dr. Wieselhuber & Partner. Wie dabei konkret vorgehen? Antworten und Impulse gibt es im neuen W&P Dossier „Raus aus der Krise: Transformation und Zukunftsgestaltung in der Fashion & Lifestylebranche“.
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Kommentar, 23.04.2024
23.04.2024
In einer sich ständig verändernden globalen Wirtschaftslandschaft ist die Diskussion um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland neu entflammt. Die Hannover Messe Industrie (HMI) ist und bleibt ein guter Indikator dafür, wie es um die heimischen Industrieunternehmen bestellt ist. Im Vorfeld haben die Unternehmen bereits eine Fülle an Innovationen rund um das Leitmotto „Energizing a sustainable industry“ angekündigt. Ebenso spannend ist jedoch, was nicht auf der Messe gezeigt, aber hinter den Kulissen diskutiert wird: Regulatorische Hürden, Erwartungen an die Politik, Standortverbundenheit von mittelständischen Unternehmen, Innovationskraft.Die wichtigste Industriemesse in Hannover findet in diesem Jahr zu einem Zeitpunkt statt, der von einem Wiederaufleben der Standortdiskussion in Deutschland geprägt ist. Der vorherrschende Mix aus veränderter geopolitischer Situation, steigenden Kosten, konjunktureller Unsicherheit und einer insgesamt großen Unvorhersehbarkeit der zukünftigen Entwicklung stellt den Unternehmen herausfordernde Aufgaben. Gleichzeitig mehren sich die Stimmen, die einen verschärften Fachkräftemangel, hohe Energiekosten und zunehmende Bürokratie durch regulatorische Anforderungen (z.B. ESG, Lieferkettengesetz) als besondere Belastung für Unternehmen in Deutschland beklagen. Also alles schwierig? Stehen wir gar vor einer Deindustrialisierung? Oder sind die tatsächlichen Standortbedingungen besser als das aktuelle Stimmungsbild?Einerseits werden unter dem Leitmotto „Energizing a sustainable industry“ innovative Lösungen in fünf technologischen Trendfeldern präsentiert: CO2-neutrale Produktion, Energy for Industry, Industrie 4.0 und Manufacturing X, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sowie Wasserstoff und Brennstoffzellen. Aus der Perspektive der Wettbewerbsfähigkeit geht es im Kern um die Frage, ob die für die Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen höheren Kosten durch innovative neue Lösungen reduziert oder Effizienzpotenziale dadurch besser erschlossen werden können. Hier setzen die Unternehmen ein positives Zeichen und beeindrucken mit einer großen Innovationskraft rund um den grünen Wandel, wie KI unterstützte Kreislaufwirtschaft, effiziente Lösungen in der Fabrikautomation oder Wasserstofftechnologien. Diese Dynamik zeigt sich auf der Messe nicht nur bei den etablierten Unternehmen, sondern auch durch mehr als 300 Start-ups.Trotz dieser für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland sehr positiven Entwicklung muss das Bild der Messe differenzierter ausfallen. Kritisch im Blick: Die Kosten. So nehmen Unternehmen strenge Kosten-Nutzen-Betrachtung hinsichtlich ihrer HMI-Teilnahme vor. Viele haben deshalb auf eine Teilnahme verzichtet (2019: 6.500 Aussteller; 2024; 4.000 Aussteller).Mehr noch: Viele produzierende Unternehmen stellen aktuell häufig aus Kostengründen ihren Footprint auf den Prüfstand und erwägen Verlagerungen ins Ausland (wie beispielsweise kürzlich der Kettensägen-Gigant Stihl ankündigte). Oftmals wird als Begründung angeführt, dass die bürokratischen Auflagen im Vergleich zu anderen Ländern gestiegen seien. Auch die mit der Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen verbundenen Aufwände und Kosten fallen ins Gewicht. Dies geht so weit, dass selbst die traditionell starke Standortverbundenheit von mittelständischen und Familienunternehmen zu bröckeln scheint.Das gemeinsame Ziel von Politik, Gesellschaft und Unternehmen muss deshalb lauten: Die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sichern! Gelingt es im Rahmen der Branchentransformation die Innovationen in der Breite in den produzierenden Unternehmen zu etablieren, so lassen sich neue Effizienzpotenziale erschließen und der Weg hin zu weiterem nachhaltigem Wirtschaften ebnen.FazitKein Grund für Trübsal! Der Standort Deutschland bietet auch zukünftig hervorragende Chancen in einer veränderten Welt. Viele Innovationen zeigen schon heute, dass Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit sehr wohl vereinbar sind. Damit sich Unternehmen in diesem Kontext jedoch zukunftsfähig aufstellen können und dem Standort erhalten bleiben, braucht es neben politischem Commitment vor allem eines: Den Mut, in der Transformation eine klares strategisches Zukunftsbild zu formulieren, notwendige, wenn auch unangenehme, Entscheidungen zu treffen und konsequent in Innovationen zu investieren.
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Event, 12.02.2026 (Beendet)
München
Beendet
Die Münchner Europa Konferenz hat sich als offene, überparteiliche und internationale Plattform das Ziel gesetzt, einen Beitrag für die politische Integration eines demokratischen Europas der Vielfalt zu leisten. Die Münchner Europa Konferenz bietet unter dieser Maßgabe ein Forum, die aktuellen Entwicklungen zu analysieren, die Grundlagen der europäischen Integration im Bewusstsein zu halten und Wege für künftige Entwicklungen aufzuzeigen. Um diesen Zweck zu erfüllen, veranstaltet die Münchner Europa Konferenz mit Unterstützung von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH zum 10. Mal am Vorabend der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 einen namhaft besetzten Diskussionsabend zum Thema "Europas digitale Souveränität zwischen globalen Machtblöcken".  Als Referenten treten u.a. auf Gerd Chrzanowski, CEO & Komplementär der Schwarz Gruppe Dr. Ralf Wintergerst, CEO Giesecke+Devrient GmbH Georg Eisenreich, MdL, Staatsminister der Justiz Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie  Manfred Weber, MdEP, Vorsitzender des Münchner Europakonferenz e. V.
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Kommentar, 12.02.2024
12.02.2024
In diesen sich schnell verändernden Zeiten setzen Top- Unternehmen verstärkt auf die Stärkung ihres Servicevertriebs, um nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Dabei gibt es einige nicht einfache Fragen: Wie wichtig ist die Profitabilitätsbeitrag des Service-Verkaufs im Vergleich zum Produktverkauf? Wie geht man mit der Spannung um, dass der Produktumsatz oft höher ist, aber der Service weitaus profitabler sein kann? Und wie navigiert man dies in der aktuellen Wirtschaftskrise, in der die Produktabsatzzahlen eher sinken?Die entscheidende Rolle des systematischen Service-Lead-GenerierungsmodellsDabei ist es besonders wichtig, die bereits bestehende Kundenbasis, die sogenannte installierte Basis an Maschinen, mit in einen systematischen Ansatz einzubeziehen. Dieser Ansatz umfasst verschiedene Schlüsselelemente wie Datenbeschaffung der installierten Basis, service-fokussierte Zielgruppenselektion, Kundenprofilierung, service-relevante Lead-Analyse, die Generierung von Leads durch intelligente sogenannte „Insight-Services“, die konsequente Nachverfolgung durch ein crossfunktionales Vertriebsteam und schließlich die Umwandlung dieser Leads. Die installierte Basis, bestehend aus bereits vorhandenen Kunden und Nutzern, ist dabei der Schatz für die Lead-Generierung im Service-Bereich. Diese Kunden haben bereits Erfahrungen mit Ihrem Unternehmen und Vertrauen in die Dienstleistungen aufgebaut.Die Herausforderungen im globalen Servicevertrieb transparent machenIm globalen Dienstleistungsverkauf stehen Unternehmen vor einer Vielzahl von Herausforderungen, darunter Portfoliokomplexität, Mitarbeiterdynamik und optimale IT-Systeme. Diese Herausforderung müssen transparent gemacht und dann gegebenenfalls adressiert werden.Komplexität des Portfolios:Eine immer wieder auftretende Hürde im globalen Servicevertrieb ist Vereinfachung und präzise Kommunikation des Serviceportfolios für Kollegen im Vertriebsbereich sowie für Kunden auf Entscheider-Ebene. Oftmals fehlt den historisch auf Maschinen und Anlagen fokussierten großen Vertriebsteams das Wissen über das gesamte Spektrum des eigenen Serviceportfolios und dem entsprechenden Wertversprechen. Das Portfolio kann oft zu umfangreich und komplex erscheinen und sowohl die eigenen Vertriebsteams als auch die Kunden überfordern.Anreizsysteme: Effektive Anreizsysteme sind entscheidend für die Förderung des Serviceverkaufs. Viele Unternehmen haben jedoch Schwierigkeiten mit Anreizstrukturen, die die Teams und Manager nicht zur Priorisierung des Serviceverkaufs motivieren, da häufig höhere Anreize für Produktumsätze im Vergleich zu Serviceumsätzen bestehen. Der Grund dafür ist oft, dass diese Anreizstrukturen eher auf Umsatz als auf Profitabilität ausgerichtet sind. Dies kann zu einer Spannung zwischen den Vertriebsverantwortlichen im Service und im Produktbereich führen.Organisatorische Dynamik in Vertriebsteams: Da die Service-Organisation vertrieblich häufig über die produktorientierte Vertriebsorganisation skaliert, führt Dynamik in Vertriebsteams zum Verlust wertvoller Beziehungen, die der Service oft vertrauensvoll über Jahre intern aufgebaut hat und kann zu Mangel an Vertriebskapazitäten für den Service führen. Umso wichtiger ist der Aufbau von eigenen Service-Produktmanager sowie reinen Service-Vertriebsmanagern, die teilweise solche Dynamiken auffangen können.Gewinnspannenverteilung: Die komplexe interne Aufteilung der Gewinnspanne zwischen verschiedenen globalen Geschäftseinheiten im Service-Bereich wie z. B. Ersatzteilen aus verschiedenen Produktionsstandorten kann zu hohen Kosten und uneinheitlichen akkumulierten Preisen führen, oft als „Pfannkuchenpreise“ bezeichnet.Systeme und Technologie: Veraltete und fragmentierte Systeme können den Vertrieb im Dienstleistungsbereich beeinträchtigen. Viele Unternehmen kämpfen mit zahlreichen, nicht integrierten Systemen, die manuelle Dateneingabe erfordern und ineffizient sind und vor allem die installierte Basis nicht adäquat abbilden können.Best Practices zum Service-Sales-BoostUm diese Herausforderungen zu bewältigen und den Servicevertrieb zu verbessern, sollten Unternehmen folgende Best-Practices prüfen und gegebenenfalls auf sich selbst maßgeschneidert umsetzen:Proaktive Service-Vertriebskapazitäten: Ressourcen für einen proaktiven Service-Vertrieb mit ausreichender Kapazität und erfahrenen Value- Selling-Mitarbeitern schaffen.Schlankes Service-Ausschreibungszentrum: Ein schlankes Ausschreibungszentrum mit hoher Automatisierung und optimierten Prozessen schaffen, um schnell und flexibel auf oft komplexe Service- Kundenanforderungen reagieren zu können.Service Intelligence-Center: Daten durch die Einrichtung eines Service Intelligence Centers, das auf Data Mining der installierten Basis und Kundenprofilierung und AI-basierte Leadgenerierung spezialisiert ist, nutzen-Vertriebs-Aktivierungsprogramm: Leistung der Vertriebs-Teams durch ein Service Sales-Aktivierungsprogramm, das gemeinsame Ziele, intelligente Anreize und Unterstützung auf höchster Managementebene fördert, verbessern.Servicerelevante Kundensegmentierung: Kundensegmentierungskriterien entwickeln, die eng mit Dienstleistungen verknüpft sind, um zielgerichteten Service-Vertrieb auf Kundensegmente zu ermöglichen.Vereinfachung und Optimierung des Serviceportfolios: Globales Serviceportfolio und Margensystem rationalisieren, um Klarheit und Entscheidungskompetenz zu erhöhen.Service-Vertriebsstruktur und Synergien: Vertriebsstruktur auf Struktur und Portfolio Synergien überprüfen, um Anreizsysteme zu schaffen, die Serviceumsatz und Produktumsatz optimal incentivieren. Wenn notwendig, Service- Produkt und Vertriebs-Management aufbauen.Programm zur Kulturveränderung: Programm zur Veränderung der Unternehmenskultur initiieren, um eine proaktive Einstellung zum Servicevertrieb zu fördern. Standardisierung von Service-Vertriebsprozessen: Service-Vertriebs- Prozesse standardisieren - um Konsistenz und Effizienz zu steigern.FazitExzellenter Servicevertrieb ist von kritischer Bedeutung angesichts der Spannung zwischen dem Profitbeitrag von Produkt- und Serviceumsätzen und der aktuellen Wirtschaftslage. Erfolgreiche Ansätze erfordern proaktive Service-Vertriebsmaßnahmen, wie die Einbindung der installierten Basis und die Bewältigung organisatorischer Herausforderungen, um nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
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Publikation
29.01.2024
Mit dem ERP-System, egal von welchem Anbieter, verknüpft sich meist die Hoffnung auf mehr Effizienz und niedrigere Kosten. Die Realität holt diese Hoffnung oft schnell ein. Große Erwartungen beim Management und den Anwendern werden enttäuscht. Nicht selten schlägt diese Enttäuschung in Ablehnung gegenüber dem neuen System um. Das muss nicht sein! Dies setzt allerdings voraus, dass man eine ERP-Einführung oder dessen Optimierung nicht als reines IT-Thema begreift. Denn es handelt sich letztendlich um ein Organisationsprojekt, das alle Prozesse, Strukturen und Datenbestände des Unternehmens betrifft. In unserem aktuellen Dossier „ERP als Effizienz-Booster nutzen“ stellen wir dar, worauf es zur Erreichung der Effizienzziele tatsächlich ankommt. Es zeigt die möglichen Ansatzpunkte in den Prozessen und welchen Einfluss die richtige Datenmigration auf die Effizienz hat. Ein Überblick über beispielhafte W&P Projekte gibt Einblick, wie W&P diese Effizienzziele realisiert hat und welcher Nutzen daraus entstanden ist. Es liegt es in der Natur der Sache, dass dieses Dossier eher allgemeingültig geschrieben ist und nicht auf die speziellen Herausforderungen Ihres Unternehmens eingehen kann. Sprich: Diese schriftliche Unterlage kann nur erste Eindrücke vermitteln, ersetzt jedoch nicht das persönliche Kennenlernen. Wir würden uns deshalb freuen, wenn Sie uns die Gelegenheit zu einem vertraulichen und unverbindlichen Gespräch geben würden, in dessen Rahmen wir Ansatzpunkte einer möglichen Zusammenarbeit besprechen könnten. Gerne besuchen wir Sie hierzu an Ihrem Stammsitz.
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Kommentar, 11.01.2024
11.01.2024
Das Geschäftsumfeld wandelt sich rasant – die deutsche Bundesregierung spricht von „Zeitenwende“ und „der größten Transformation der Deutschen Industrie seit mindestens 100 Jahren“. Die Pax Americana steht im globalen Wettbewerb der Nationen unter massivem Druck, Markt- und Produktwelten sowie interne Organisationen werden zunehmend komplexer und damit kostenintensiver, während Anforderungen aus den Bereichen Digitalisierung, Klima und Mensch den Deutschen Mittelstand und seine wertvollen Familienunternehmen, das Rückgrat unseres wirtschaftlichen Handelns vor die Gefahr stellen, unwiderruflich abgehängt zu werden.In diesem makro-, meso- und mikroökonomischen Umfeld sind ausgewählte Unternehmer in der Lage diese aversiven Umstände für sich nutzbar zu machen und stechen durch ihre unternehmerische Resilienz, Wachstumsstabilität und Innovationskraft hervor – echte Champions eben.Um aus diesen anspruchsvollen Zeiten als Champion hervorzugehen, reichen weder Reaktivität noch eine alleinig passive Proaktivität: Champions dieser Transformation bereiten sich nicht nur auf den zu antizipierenden Verlauf der Dinge vor, sondern richten gerade jetzt alle Dimensionen Ihres Geschäfts neu aus – wir nennen das Business Transformation – und zwar umfassend zukunftsgerichtet auf ein selbstgewähltes strategisches Zielbild. Damit entscheiden sie sich bewusst schon heute sowie an den kommenden Scheidepunkten für eine Zukunft, in der das eigene Unternehmen nachhaltig prosperieren wird.Strategische TransformationsleitplankenDiese Business Transformation im Sinne einer Neuausrichtung, geschieht nicht zum Selbstzweck, sondern wird von Champions als konsequentes Resultat ihrer zumeist bereits existenten langfristigen Vision und Mission sowie ihrer subsequenten mittelfristigen Strategie aktiv gelebt. Diese Unternehmen haben eine visionäre Vorstellung und ein klares Verständnis davon, wie ihre Geschäftsmodelle in ihren jeweiligen Marktsegmenten auch in verschiedenen Zukunftsszenarien weiterhin effektiv und effizient wirken werden. Aus diesem Rahmenwerk ergibt sich sodann auch der Blueprint zur Neuausrichtung aller relevanten Geschäftsdimensionen – die strategischen Leitplanken der Business Transformation.Ganzheitliche Business TransformationDie wesentliche Herausforderung der konkret resultierenden Business Transformation besteht nun darin diese strategischen Leitplanken unter Berücksichtigung individueller und hochkomplexer Kausalzusammenhänge sowie entgegen den verschiedensten internen und externen Widerständen in spürbar wirksame Anpassungen der zentralen Dimensionen Ihres Geschäfts zu übersetzen. Bei dieser Übersetzung verfolgen Champions einen konsequent ganzheitlichen Ansatz: Business Transformation bedeutet die umfassende Neuausrichtung aller wesentlichen ineinandergreifenden Geschäftsdimensionen: das Geschäftsmodell, das Betriebsmodell, das Kollaborationsmodell sowie entsprechende Governance- und Steuerungsansätze und die sich darin ausdrückende Unternehmenskultur.Diese fünf Dimensionen gilt es als Elemente eines sich ständig erneuernden Unternehmensapparats zu verstehen, die in ihrer logischen Reihenfolge aufeinander abgestimmt und regelmäßig neu auszurichten sind.Konzeption und UmsetzungSolche Transformationsinitiativen scheitern häufig an mangelhaft definierten geschäftsmodell-prägenden Zielen sowie unkonkreten Ansätzen, der unzureichenden Verknüpfung von Transformation und strategischem Leitbild oder der zumeist vernachlässigten Veränderungsbereitschaft der gesamten Organisation. Change & Transformation Management dürfen dabei keine leeren Floskeln bleiben – man hat sich intensiv auch mit den normativen Dimensionen einer Organisation auseinanderzusetzen.Champions richten daher ihre Transformationsvorhaben so früh wie möglich darauf aus, zunächst überhaupt alle wesentlichen Geschäftsdimensionen in ihrer Wechselwirkung und Vollständigkeit aufeinander abzustimmen und gleichfalls darauf, valide Messbarkeit wesentlicher Programmerfolge zu gewährleisten. Getreu dem Motto „You can’t manage, what you can’t measure”, muss jede Business Transformation im Sinne eines entsprechenden Business Case positiv auf Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wirken und die Ertrags- und Liquiditätssituation spürbar verbessern, um das transformierte Geschäft nachhaltig resilienter aufzustellen.Damit dies gelingt, ist es in der Transformation von entscheidender Bedeutung, ein notwendiges Fingerspitzengefühl zu beweisen, das es erlaubt die gebotene Umsichtigkeit sowie den aber ebenso zwingend erforderlichen Nachdruck auszubalancieren.FazitNur wer alle zentralen Geschäftsdimensionen entlang gewissenhaft abgeleiteter Transformationsleitplanken aufeinander abstimmt und für die Gesamtorganisation verkraftbar sowie messbar neu ausrichtet, kann heute die langfristig wirkenden Weichen für eine Zukunft stellen, in der das eigene Unternehmen nachhaltig prosperiert. Vor dem Hintergrund dieser Erfolgskriterien setzen erfolgreiche Unternehmer bei der Konzeption und Umsetzung ihrer Business Transformation auf den Mehrwert einer externen Hand, die als Wegbegleiter sowohl Subjektverständnis als auch Objektivität sowie Best Practices und umfassende Erfahrung im Umgang mit multidimensionalen Herausforderungen mitbringt. Gefragt ist ein erprobter Mix aus „Hands-on“-Pragmatismus und zielgerichtetem Methodik-Einsatz sowie ein klarer Fokus auf ein ganzheitliches Programm-, Stakeholder- und Veränderungsmanagement.
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Kommentar, 13.12.2023
13.12.2023
Aldi Süd hat diese Woche angekündigt, den Test eines eigenen Lebensmittel-Lieferdiensts nicht ausweiten zu wollen. Der Test wurde Ende August gestartet und folgt der bewährten Picnic-Marktbearbeitungsstrategie. Dabei können sich Verbraucher zunächst auf eine Warteliste für ein Liefergebiet setzen lassen. Bei ausreichender Nutzeranzahl wird ein Liefergebiet bzw. eine entsprechende Route für die Belieferung freigeschaltet. Bei der Preisgestaltung der Servicegebühr war Aldi Süd im Vergleich zu REWE sehr pragmatisch. Die Servicegebühr für die Warenlieferung lag bei 4,50 Euro, entfiel jedoch vollständig bei einem Warenkorb von 50 Euro.Die Gründe für die Nicht-Skalierung wirken auf den ersten Blick plausibel, sind jedoch wenig überraschend und lassen sowohl an dem Test als auch an einer umfassenden Vertriebs- und Digitalstrategie zweifeln:Zunächst sind die kommunizierten Testergebnisse Common Sense: Dass der Online-Handel mit Lebensmitteln aktuell kein rentables Geschäftsmodell ist, ist seit Jahren hinreichend bekannt. Ebenso ist bekannt, dass Liefergebühren eine Hürde bei der Verbraucherakzeptanz darstellen. Die Cash-Burn-Rate der Gorillas lag im Juli 2022 (wohlgemerkt nach Sparmaßnahmen) bei monatlich 25 Mio. Euro.[https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2022/Lieferdienst-Gorillas-Glanz-und-Elend-eines-Start-Ups,gorillas120.html] Die Ambition in kürzester Zeit mit eigenen Mitarbeitern, ohne das Know-how und die Technologie von etablierten Lieferdiensten, Haushalte profitabel beliefern zu können, war mehr als ambitioniert.Weiterhin war die Pilotregion einseitig gewählt: Etablierte Lieferdienste wie Gorillas, Flink und Knuspr haben Großstädte als Lieferregionen selektiert, da die urbane Bevölkerung offener ist für neue Lieferkonzepte, bereit ist ein Preispremium für Zeitersparnis zu zahlen und viele Leute auf einer verhältnismäßig geringen Fläche wohnen, was die Belieferung effizient macht. Bei Aldi Süd fiel die Wahl auf Mülheim an der Ruhr, Duisburg und Oberhausen; wohl primär aufgrund der Nähe zur Zentrale, was nachvollziehbar ist, aber die Übertragbarkeit des Piloten auf weitere Regionen stark einschränkt.Strategische Optionen wirken nicht ausgeschöpft: Händler stehen bei ihren Lieferdiensten vor einer Make-or-Buy-Entscheidung. So hat REWE beispielsweise einen eigenen Lieferdienst etabliert; hat aber dieses Jahr zudem 150 Mio. Euro in Flink investiert, unter der strategischen Prämisse, dass Flink sich langfristig am Markt gegen die verbleibenden Lieferdienste durchsetzen wird.[https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/rewe-chef-im-interview-die-preiskaempfe-sind-noch-lange-nicht-vorbei/29192830.html] Neben der Steigerung von Käuferreichweite und Einkaufshäufigkeit, ist davon auszugehen, dass im Rahmen der Belieferung von REWE strategisch wichtige Kundendaten gesammelt und ausgewertet werden; insbesondere wenn hierbei die eigene App und das zukünftige eigene Loyalitätsprogramm verwendet werden. Hierbei ergeben sich auch neue Geschäftsmodelle wie beispielsweise. Retail Media, die eine reduzierte Liefergebühr ggf. gegenfinanzieren könne. Edeka hat sich mit seiner Investition in Picnic und dem Verkauf von Bringmeister klar gegen eine eigene Belieferung entschieden.[https://verbund.edeka/presse/pressemeldungen/rockaway-capital-übernimmt-bringmeister.html]Angesichts der Tatsache, dass einige Lieferdienst-Ikonen (wie unter anderem Getir) derzeit in ihren Finanzierungsrunden vergleichsweise günstige Einstiegskonditionen bieten, stellt sich die Frage, warum Aldi Süd nicht investiert oder zumindest stärker mit Start-ups kooperiert. Neben dem wichtigen Kapital könnte Aldi Süd auch mit seinen Stärken (Einkaufsvorteile, breite Produktpalette, deutschlandweite Marktabdeckung) die Schwächen von Start-ups kompensieren. Da die Anzahl der Lieferdienste sich in den letzten zwei Jahren auch wieder reduziert hat, schwindet die strategische Unsicherheit bei der Frage, auf welchen Anbieter man setzen sollte.Zusammenfassend: Aldi Süd lässt viele Potenziale sowohl in der Strategie als auch im aktuellen Test ungenutzt. Viele treue Aldi-Kunden werden auch in Zukunft ihre Einkäufe weiterhin klassisch in den Filialen tätigen müssen.
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Kommentar, 06.12.2023
06.12.2023
Die Zukunftsaussichten des Fleischersatzmarktes scheinen rosig: Während der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch kontinuierlich sinkt - auf 52,2 Kilo 2022, also -8.1% gegenüber 2021 [https://www.bmel-statistik.de/ernaehrung-fischerei/versorgungsbilanzen/fleisch] - steigt der Konsum von Fleischersatzprodukten alljährlich zweistellig. Mit einem geschätzten 0,44 Kilo Pro-Kopf-Verzehr im Vergleichszeitraum 2022 [https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1351033/umfrage/pro-kopf-absatz-fleischersatzprodukte/] liegt er zwar deutlich hinter vielen Prognosen zurück, doch die steigende Zahl an in Deutschland produzierenden Unternehmen zeigt: Die Attraktivität des Fleischersatzmarktes bleibt hoch – gleichzeitig wird er wesentlich wettbewerbsintensiver. Jüngstes Beispiel: Die Übernahme der Rügenwalder Mühle.Die Zeiten des „moralischen Preispremiums“ für Fleischersatzprodukte gegenüber Fleischprodukten sind vorbei. Nachdem Fleischersatzprodukte bisher deutlich teurer als Fleischprodukte waren, haben Lidl und Aldi die Preise der Fleischersatzprodukte bei ihren Eigenmarken angeglichen [https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/fleischersatz-preise-100.html]. Es ist davon auszugehen, dass der Preisverfall bei Markenprodukten im Rahmen der hitzig geführten Preisverhandlungen im LEH ebenfalls eintreten wird. Auch die Boomjahre für Investoren haben vorerst ein Ende. Während Beyond Meat 2019 noch ein Allzeithoch von 215 € pro Aktie erzielte, steht die Aktie heute bei unter 8 €. Auch die gehypte The Very Good Food Company wurde vom Nasdaq delisted und stellte ihren Betrieb ein. Die Geschichte von The Very Good Food Company steht symptomatisch für eine Branche, die vieles anders machen wollte, nun aber in der harten Realität der Lebensmittelindustrie angekommen ist: Die schnelle und kapitalintensive Expansion des Unternehmens fand ein abruptes Ende, als Investoren kein weiteres Kapital zuschießen wollten. Zu gering waren die Aussichten profitabel zu wachsen und viele strategische Schlenker ohne guten Business Case (wie eigene Restaurants, Zukäufe von Unternehmen und Piloten in China sowie ein stationäres und D2C-Geschäft) ließen das Vertrauen in die Führung schwinden.Bei der Rügenwalder Mühle geht die Geschichte nun weitaus vernünftiger weiter. Die Rügenwalder Mühle ist die aktuelle Nummer 1 im Markt für Fleischersatzprodukte, kämpfte aber in letzter Zeit mit Lieferproblemen und gegen starke Wettbewerber wie Billie Green und viele Eigenmarken. Einen Investor aus der Position der Stärke zu suchen war weitsichtig und konsequent. Der neue Mehrheitseigentümer Pfeifer & Langen wurde bewusst ausgewählt und steigt bei dem bisherigen Familienunternehmen ein. Neben dem wichtigen Kapital für die weitere Expansion, sind auch gute Kontakte in die Agrarwirtschaft wichtig, um Rohstoffe günstig und verlässlich einkaufen zu können. Die Entscheidung für eine Partnerschaft mit dem Zuckerkonzern mag für viele Fans von Fleischersatzprodukten zunächst schwer zu verdauen sein, war allerdings ein weitsichtiger Schritt, um sich in einem wettbewerbsintensiven Markt zu behaupten.Relevant wird sein, wie innovativ die Rügenwalder Mühle zukünftig ist. Als Pionier hat das Unternehmen neue Maßstäbe in der Produktkategorie Fleischersatzprodukte gesetzt. Die erste Produkteinführung nach der Übernahme von Pfeifer & Langen sind Me-too-Fleischersatztrockenmischungen, bisher stark von Greenforce besetzt, die mit dem Start-Up Koro entwickelt wurden. Der revolutionäre Innovationsgeist alter Tage, bei dem mutig echte Produktinnovationen geschaffen wurden, ist einem ökonomischen Pragmatismus gewichen. Eine vegane Trockenmischung anzubieten, ist im Hinblick auf das lange MHD und das durchaus interessante E-Commerce-Geschäft schlichtweg vernünftig.Neben der Weiterführung der Marktdurchdringung des nationalen Fleischersatzmarktes sowie der moderaten Produktdifferenzierung, wird eine starke Expansion nur durch den Eintritt in neue Märkte sowie echte Produktinnovationen gelingen. „Nur“ erwachsen sein, reicht also nicht aus: Neben dem strategischen Rational, wird es wichtig sein, auch den alten Innovationsgeist früherer Pioniere wiederzubeleben.
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Best Case
30.11.2023
Gebr. Pfeiffer SE (GP), ein führender Hersteller von Vertikalmühlen und Anlagen zur Materialaufbereitung, will sich künftig über neue Wachstumsquellen und Diversifikation zukunftsfähiger aufzustellen. Um die Abhängigkeit – insbesondere von der Zementindustrie - zu verringern, sollten vom New Business /& Innovation-Team um Simon Moser attraktive Geschäftsfelder für ein profitables Wachstum identifiziert sowie die Nutzung und ggf. Erweiterung bestehender Kompetenzen & Assets geprüft werden. „Mit qualifizierter Unterstützung von W&P konnten wir die Grundlagen für den Eintritt in einen neuen Markt legen. Das strukturierte Vorgehen und die begleitenden Recherchen von W&P haben schnell zu belastbaren Ergebnissen geführt. Durch Nutzung des Methodenbaukasten und der Kompetenz von W&P ist es uns im Anschluss darüber hinaus möglich gewesen, ein geeignetes M&A-Target zu identifizieren,“ so Mathias Dülfer, Vorstandsvorsitzender, Gebr. Pfeiffer SE. Wie W&P im Rahmen seiner „Zukunftswerkstatt“ konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
25.10.2023
Die Oberalp Gruppe, Anbieter von Ausrüstung und Textilien für nahezu alle Aktivitäten auf dem Berg, nimmt regelmäßig aktuelle Megatrends unter die Lupe. Diesmal: Die Potenziale des Metaverse für die Bergsportbranche im Allgemeinen und für die Oberalp Gruppe mit seinen Bergsportmarken Salewa, Dynafit, Wild Country, Pomoca, Evolv und LaMunt. W&P unterstützte durch die Erstellung der Studie „Mountaineering and the Metaverse – Separating facts from fiction“ und entwickelte eine entsprechende Strategie, die sie den Händlern der Gruppe auf dem jährlichen Oberalp Summit vorstellten. Dafür wurden die zugrundeliegenden technologische Entwicklungen und Voraussetzungen des Metaverse, zentrale und treibende Metaverse-Unternehmen und -Plattformen sowie ihre Einflüsse auf Bergsportindustrie und Oberalp Gruppe analysiert. Auf Basis dieser Ergebnisse konnten dann konkrete Initiativen abgeleitet und validiert werden. „Mit W&P haben wir es geschafft, aus dem Megatrend Metaverse ein für die Bergsportindustrie und die Oberalp Gruppe handhab- und umsetzbares Thema zu machen. Damit sind wir einen wesentlichen Schritt in Richtung Zukunft virtueller Welten gegangen und starten mit der Umsetzung. Die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht“, so Stefan Rainer, Chief Sales Officer.
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Kommentar, 27.09.2023
27.09.2023
Ein Bauarbeiter der 1991 noch ein komplettes Haus gebaut hat, schafft dies heute in der gleichen Zeit nicht mehr. Ein VW-Mitarbeiter, der 1991 einen Golf gebaut hat, schafft heute in der gleichen Zeit fast zwei. Oder anders: Die Produktivität je Arbeitsstunde ist in den letzten 30 Jahren am Bau faktisch gesunken, während sie sich in der produzierenden Industrie fast verdoppelt hat. Dieser alarmierende Befund ist das Ergebnis ausgebliebener Investitionen in Effizienzsteigerungen und Automatisierung am Bau. Hier wird noch gearbeitet wie vor Jahrzehnten – nach Gewerken getrennt, Stein auf Stein. Die produzierende Industrie hingegen hat sich schon vor 150 Jahren von der handwerklichen und Manufakturproduktion auf den Weg in die Industrialisierung gemacht.Das Festhalten am handwerklichen Bauen war in der vergangenen Boom-Dekade durchaus geschickt, jedoch wenig weitsichtig. So wurden Defizite in der Wirtschaftlichkeit und Effizienz am Bau einfach überdeckt - durch günstige Arbeitskräfte, vor allem aus Osteuropa. Der Fachkräftemangel war so lange kein Thema, Rohstoffe und Finanzierungen waren billig, und die Nachfrage trotz stetig steigender Baupreise hoch. Jeder konnte es sich leisten und über unplanbare Bauzeiten, Kostenüberschreitungen, größere und kleinere Mängel in der manuellen Ausführung je nach Tagesform wurde großzügig hinweggesehen. Außerdem gab es ja die Wunderwaffe „Digitalisierung“ mit BIM, die über die Planung schon alles richten würde - auch wenn damit grob 80% der Wertschöpfung am Bau aus der Lösungsfindung ausgeklammert wird.Nun sind die Zinsen hoch, Rohstoffe teuer und die Branche rutscht in die Krise. Und ohne eigene Antworten auf den immensen Bedarf an neuen Wohnungen und zur Sanierung des Gebäudebestands von 118 Mio. Wohnimmobilien in der EU zu haben, kommt der Ruf nach dem Staat und Steuergeldern. Als Ergebnisse des Baugipfels werden nun Förderungen für Familien und Investoren angestoßen und der (zu Recht!) beklagenswerte Normen- und Vorgaben-Dschungel durch Genehmigungsfiktion und Typengenehmigungen etwas gelichtet. Aus der Krise führen werden diese Maßnahmen aber nicht!Wenn es um bezahlbares Bauen, kurze Bauzeiten und Ressourceneffizienz beim Bau, in der Nutzung und beim Rückbau geht, ist die Bauindustrie in der Pflicht Lösungen anzubieten und sich selbst eine Zukunft zu erarbeiten. Genau das ermöglichen industrialisierte Prozesse mit effektiver Automatisierung und Skaleneffekten, industrieller Qualitätssicherung, höherer Montageeffizienz und Ressourceneffizienz sowie wetterunabhängige Abläufe. Dies alles sind Vorteile der industriellen Vorfertigung von Bauteilen oder anders: von modularem Bauen oder „prefab“.Mit Zeit-, Ressourcen- und Kostenersparnissen ist das die Lösung und zugleich die fundamentale Transformation, vor der die Bauwirtschaft jetzt steht. Neu ist diese Erkenntnis nicht. Geht man mit offenen Augen durch Europa, werden im mehrstöckigen Geschosswohnbau z.B. in UK, den Niederlanden aber auch in Deutschland bereits Objekte mit 50, 100 und mehr Wohneinheiten mit prefab gebaut. Die Wachstumsraten in Europa, Asien und Amerika liegen bei 6% und darüber.Fazit: Wie bei jeder Transformation sind es nicht unbedingt die arrivierten Spieler, Problemseher und Abwartenden, die im Wettbewerb bestehen bleiben. Vielmehr sind Unternehmen der Bauwirtschaft, deren Management und Gesellschafter in der Pflicht, ihre künftige Rolle in der Transformation zu erarbeiten und dem eigenen Unternehmen mit Lösungen für bezahlbares, planbares und hochwertiges Bauen eine Zukunft zu geben.
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Best Case
22.09.2023
Die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW) ist ein international führender Hersteller smarter Fertigungslösungen, die in der Automobilindustrie, der Elektromobilität, bei Land- und Baumaschinen, in der Medizintechnik sowie in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen. Aktuelle Herausforderung: Fertigungsmaschinen und -anlagen müssen sich in Zukunft schnell und einfach an veränderte Anforderungen anpassen können. Das gilt für die Produktivität, Flexibilität, Konnektivität und Modularität von Maschinen. Gleichzeitig erhöhen sich die ökologischen und ökonomischen Anforderungen an produzierende Unternehmen und ihre Maschinen. Um diesen gerecht zu werden, erweitert SW sein Portfolio durch Equipment-as-a-Service (EaaS) mit Gebrauchtmaschinen als neues Geschäftsmodell. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) unterstützte erfolgreich bei der Erarbeitung von Konzept und Businessplans: „Durch […] W&P konnten wir in sehr kurzer Zeit, strukturiert und professionell ein für uns neues Geschäftsmodell erarbeiten und in die Umsetzung bringen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor: Alle Teammitglieder und Stakeholder wurden von W&P abgeholt und eingebunden!“ so Norbert Hils, Head of New Business Development.
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Kommentar, 20.07.2023
20.07.2023
Was auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun hat, teilt doch eine Gemeinsamkeit: Die grundlegende Transformation von Industrien.Die andauernde Diskussion um das „Heizungsgesetz“ verdeckt die eigentliche Transformation in der Heizungs- und Klimatechnik. Das ist der Technologiewechsel hin zu elektrischen Wärmepumpen, die nicht mehr auf fossile Brennstoffe wie Öl und Gas ausgerichtet, sondern um einen Kern aus Kompressor- und Wärmetauschertechnologie und Steuerungselektronik aufgebaut sind. Mit diesem Technologiewandel werden frühere Kernkompetenzen morgen bedeutungslos. Dies ist die vornehmlich mechanische Wertschöpfung rund um den Brennkessel und die in der Fläche über Dekaden geschulte Installateure, die zwar mit Gas- aber nicht mit Stromleitungen vertraut sind. Hier überlagern sich aktuell also zwei Wellen: Das rasante Marktwachstum für Wärmepumpen mit globalen Champions wie LG im Wettbewerb und die Erosion alter Erfolgsmuster. Das Familienunternehmen Viessmann und seine Gesellschafter, denen bereits mit der Umstellung von Öl auf Gas eine fundamentale Transformation gelang, haben das offenkundig erkannt und mit unternehmerischer Weitsicht und souveränem Abstand zum eigenen Ego bewertet. Ergebnis ist der Zusammenschluss mit einen starken Partner, um den Wandel von vorne als „rule maker“ zu gestalten und nicht als „rule taker“ abgehängt zu werden.Ungleich größer als das Beispiel Wärmepumpen ist die anlaufende Transformation der Bauwirtschaft. Anders als 200 Jahre nach der industriellen Revolution wird am Bau noch immer handwerklich am Bauplatz gearbeitet. Die Industrialisierung des Baues erfolgt hier unter dem Schlagwort „Prefab“ oder „Modulares Bauen“ und meint die Verlagerung der Bauwertschöpfung vom Bauplatz in die Fabrik. Es ist die notwendige und zugleich späte Antwort auf Kostenexplosionen, Ressourcenverschwendung und die Unplanbarkeit von Bauabwicklungen. Die durchgehende Digitalisierung des Bauens mit BIM wirkt hier als Katalysator. Entsprechend sind digitale Kompetenzen zukünftig ein elementarer Erfolgsfaktor von Unternehmen der Bauindustrie. Bauzulieferer müssen sich ebenso auf eine industrielle Wertschöpfung umstellen, die durch Entwicklungs-, Einkaufs- und Supply Chain-Prozesse aus Industriegütermärkten bestimmt ist. Konkret: der dreistufige Vertrieb von 15l Eimern Bauchemie, der Palette Hohlziegel und von Dachbahnen als 50m Rollenware hat keine Zukunft!Und die Automobilindustrie? Ist mit Blick auf Deutschland ein Paradebeispiel dafür, was bei der Negierung von industriellen Transformationen passiert. Noch vor wenigen Jahren wurde mit ausgefeilten akademischen Begründungen die Untauglichkeit der Elektromobilität „bewiesen“ und weiter auf Verbrennersysteme gesetzt. Relevante Fakten, z.B. ca. 1.500 bewegliche Teile beim Verbrenner für Motor+Getriebe vs. ca. 200 beim E-Auto, waren schon damals verfügbar und der Klimawandel auch keine Neuigkeit mehr. Ergebnis heute sind marktführende Automobilhersteller aus den USA und China, die deutsche Hersteller bei der Elektromobilität auf die Plätze verweisen.Fazit: Jede Transformation muss hinsichtlich der Transformationsnotwendigkeit aus der Vogelperspektive bewertet werden. Das heißt: Es ist zu klären, was in welchem Umfang und wie schnell geändert werden muss. Zudem sollte das Transformationsvermögen des Unternehmens - von der Organisation bis zur Finanzkraft – genau geprüft werden. Nur wenn diese Faktoren ein „Match“ ergeben, wird die Transformation auch gelingen.
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Kommentar, 05.07.2023
05.07.2023
„Das Metaverse“ war DAS Hype-Thema des letzten Jahres. Analysten überboten sich in der Höhe ihrer Marktprognosen, nahezu täglich gab es neue Berichte zu den Entwicklungen auf Plattformen wie Roblox und den neuesten NFT-Drops. Stand heute? Im Silicon Valley befindet sich das Thema Künstliche Intelligenz jetzt auf der Überholspur. Also: Aus, der Zauber beim Metaverse? Orientiert am Gartner-Hype-Cycle abgestürzt vom „Gipfel der überzogenen Erwartungen“ ins „Tal der Enttäuschungen“? Oder birgt das Metaverse vor dem Hintergrund von Apples angekündigtem AR/VR-Headset Vision eben doch noch Potential?Zukunftsthema GenZBloomberg sagt dem Metaverse im Jahr 2030 ein Markvolumen von 1 Billion Dollar voraus, Goldman Sachs rechnet mit einem 8 Billionen Dollar-Markt. Demgegenüber stehen die neuesten Meldungen über Massenentlassungen in den VR-Abteilungen großer Tech- und Entertainmentkonzerne - allem voran bei Metas Reality Labs, Microsoft und Disney. Die Erwartungen an das Metaverse und die damit verbundenen Technologien sind stark angeschlagen. Und doch lohnt ein weiterer Blick, denn: Diese Entscheidungen sind in einem gesamtwirtschaftlichen Kontext von steigenden Kosten und zurückgehenden Konsumausgaben einzuordnen. Zudem setzt Apple mit Vision Pro neue Standards bzgl. intuitiver Bedienung und User-Experience. Das abstrakte Thema wird durch das Zusammenspiel von Hard- und Software-Entwicklungen zunehmend konkreter. In immersiven Welten verschmelzen die reale und digitale Umgebung, künstliche Intelligenz ist hierbei nicht Konkurrenz, sondern vielmehr ein Werkzeug, um immersive Technologien voranzutreiben.Erste Anwendungen sind bereits im Einsatz und haben Auswirkungen auf das Arbeitsleben und Geschäftsmodelle. In der Industrie werden digitale Zwillinge von Produktionsanlagen genutzt, um die Effizienz zu erhöhen, Mitarbeiter zu schulen oder das Leistungsangebot für Kaufinteressenten erlebbar zu machen. Die Anwendungsfälle im Konsumgüterbereich sind ungleich höher, denn Shopping ist nach Gaming und Reisen die Aktivität, der der User im Metaverse am liebsten nachgehen würden. Insbesondere Mode, Sport und Freizeitartikel sind hierbei besonders interessant. Denn gegenwärtig ist das Onlinegeschäft in der Mode-, Sport- und Freizeitbranche aufgrund hoher Retourenquoten häufig wenig profitabel – Verbesserungspotenziale durch AR und VR liegen auf der Hand. Darüber hinaus ist für viele Konsumgüterhersteller die Erschließung von Generation Z als Kundengruppe eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Dazu wird die Markenkommunikation über Metaverse-Plattformen wie Roblox und Fortnite zunehmend wichtiger.Metaversability-CheckErfolg und Nutzen immersiver Technologien hängen stark vom Geschäftsfeld und der jeweiligen Unternehmens-DNA ab – und von einer Strategie. Damit unternehmens-spezifische Potenziale und Handlungsfelder individuell abgeleitet werden können, sollte zuerst die sogenannte „Metaversability“ bestimmt werden.Sehen Kunden Nutzen im Metaverse und halten sich künftig dort auf?Wird sich die Markenbildung der Branche durch Metaverseplattformen verändern?Werden physische Produkte künftig auf Metaverseplattformen verkauft?Werden künftig digitale Produkte (Skins und Tokens) des Unternehmens verkauft?Werden virtuelle Welten Einfluss auf die Wertschöpfung haben?Basierend auf den Antworten können Zukunftsszenarien mit einer Roadmap für unternehmensindividuelle Initiativen entwickelt werden. Konkret kann das zum Beispiel die Einrichtung eines virtuellen Showrooms sein. Dabei zeigt sich, ob Mitarbeiter zukunftsorientiert eingestellt sind und über ausreichend Know-how verfügen, wie sich Produkte in eine virtuelle Umgebung transferieren lassen und wo virtuelle Welten Prozesse und Kommunikation verbessern können. Die Bewertung, wie gut das eigene Unternehmen auf virtuelle Anwendungen vorbereitet ist, identifiziert also auch implizite Potenziale der digitalen Transformation.FazitWann erweiterte Realitäten in der Mitte der Gesellschaft ankommen, hängt von der Entwicklungsgeschwindigkeit von Hardware und Software ab und ist aktuell nicht exakt vorauszusagen. Dass mit der Verbreitung jedoch drastische Veränderungen im Konsumentenverhalten einhergehen, ist absehbar. Entsprechend sollten Unternehmen der Konsumgüterbranche nun individuell Chancen und Risiken bewerten, um ihren Weg im Umgang mit immersiven Technologien festzulegen. Wer stattdessen lieber in den aktuellen Abgesang des Metaverse einstimmt, wird den richtigen Zeitpunkt für die Generierung von Kundenmehrwerten, Differenzierung und Wettbewerbsvorteilen durch immersive Technologien und das Metaverse verpassen.
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Kommentar, 31.05.2023
31.05.2023
„Data driven enterprise“ – „AI fi rst“ – „Real-Time decision making“ – der Buzzword-Dschungel ist groß und der Weg zum datengetriebenen Unternehmen verspricht vieles, doch leider verläuft er in der Praxis oft irrwegig. Einige Gründe dafür sind: Fehlende digitale Kompetenzen, funktionsorientierte Sichtweisen und Fokus auf die sehr detaillierte Planung anstatt direkter Umsetzung.Ein datengetriebenes Unternehmen ist ein Unternehmen, welches Daten zur Unterstützung von Geschäftsentscheidungen und -prozessen nutzt. Studien belegen, dass diese Unternehmen effizienter arbeiten und am Ende ertragsstärker sind. Voraussetzungen hierfür sind Investitionen in Tools, Technologien und Mitarbeitende, die die Datenerfassung, -analyse und -visualisierung ermöglichen.Doch wie kann diese Transformation für ein Unternehmen erfolgreich aussehen? Wie kann man am besten starten? Am Anfang von allem steht die Vision der Geschäftsführung. Sie geben der Organisation das Ziel des datengetriebenen Unternehmens vor. Und der nächste Schritt erfolgt dann nicht mit einem großen Knall, sondern in verdaulichen Schritten, sonst kann dies zu einer Überforderung der Organisation führen.Think big, start small, scale fastDie Vision ist groß, die Umsetzung wirkt lang, umso wichtiger ist es den richtigen Startpunkt zu wählen und die Erfolgsfaktoren zu kennen: Sich vertraut mit den neuen technologischen Möglichkeiten machen, Kompetenzen aufbauen, Entscheidungsmuster aufbrechen und direkt erste Erfolge nachweisen. Eine der technischen Möglichkeiten ist Process Mining: Eine leistungsstarke Technik, die Algorithmen zur Analyse und Visualisierung von Geschäftsprozessen auf der Grundlage von Daten aus verschiedenen Quellen verwendet. Durch die Analyse von Prozessdaten können unsichtbare Ineffizienzen, Engpässe und andere Problemmuster identifiziert werden.Es ist zu empfehlen, mit weniger komplexen Prozessen zu starten, die einen schnellen monetären Effekt nachweisen. Hierfür eigenen sich insbesondere der Kreditoren- und Debitorenprozess (siehe Abb.). Danach kann die Methodik in Wellen für weitere Prozesse ausgerollt und durch den Aufbau eines Center of Excellence organisatorisch verankert werden. Die Optimierungsfelder der Debitoren- und Kreditorenprozesse liegen in Umsatzsicherung, Working Capital, Produktivität und Compliance & Rsikomanagement. Die Effekte sind entweder direkt monetär messbar (z. B. höherer Free-Cashflow) oder durch Reduzierung von Aufwänden spürbar (z. B. No-Touch-Rate):UmsatzsicherungDer folgende Optimierungsbereich scheint sehr offensichtlich zu sein, doch gerade die Themen um Umsatzsicherung und Ausgabenvermeidung werden in Unternehmen häufig stiefmütterlich behandelt: Der Anteil an doppelten bezahlten Rechnungen im Einkauf (Referenz > 1 %), oder falsch hinterlegte Einkaufskonditionen aufgrund Mengenvereinbarungen im Rahmenvertag des Lieferanten. Es sind nicht die Einzelfälle, die es komplex machen, sondern die Menge an Prozessschnittstellen, Abhängigkeiten, Sonderfällen und funktionaler Kollaboration, die zu diesen ungewollten Effekten führen.Working CapitalWorking Capital Optimierungen haben in den letzten Jahren aufgrund der makroökonomischen Situation deutlich an Relevanz gewonnen. Die Optimierung des Cash Conversion Cycles mit Days Payable Outstanding und Days Sales Outstanding steht auf der Agenda eines jeden CFOs. Der größte Hebel liegt darin, sich von einer reaktiven Position hin zu einem proaktiven Vorgehen zu entwickeln. Die Realität in den Unternehmen zeigt, dass die Prozessqualität in den letzten Jahren gelitten hat und sich Ineffizienzen eingeschlichen haben. Zahlungsbedingungen (Zahlungsfrist, Skonto) sind heterogen gewachsen, Zahlungen der Kunden gehen verspätet ein (Referenz 27 % der Rechnungssumme) und werden nicht konsequent angemahnt, Skonto wird trotz Fristablauf gewährt (Referenz > 2 % der Rechnungen). Dies hat nicht nur Einfluss auf den Free-Cashflow, sondern mindert direkt den Ertrag des Unternehmens. Häufig werden in der Unternehmensrealität dann Gründe angeführt wie „Es handelt sich um einen strategischen Kunden, den man nicht anmahnen kann“ oder „Der Kunde war in der Vergangenheit sehr zuverlässig, was Zahlungen angeht“. Diese Denkmuster kosten Unternehmen unter dem Strich Profitabilität – mit einer vollkommenen Transparenz über den End-to-End Prozess werden Interdependenzen zwischen Teilprozessen erkannt und Lösungsmöglichkeiten können individuell, faktenbasiert diskutiert werden.ProduktivitätZiel ist es, nicht wertstiftende Arbeiten von Mitarbeitenden zu minimieren und durch Automatisierung zu ersetzen. Die mehrmalige Eingabe von Daten oder Veränderung von hinterlegten Stammdaten potenziert sich im täglichen Arbeitsablauf. Kleine Automatisierungen von repetitiven Tätigkeiten entlasten zügig die Mitarbeitenden in operativen Prozessen. Jedoch sind ERP-Systeme dafür häufig zu unflexibel und Anpassungen zu teuer. Anders sieht es bei Process Mining aus, das Aktionen im ERP triggern und steuern kann. Die Technologie ermöglicht beispielsweise das Versenden von Zahlungserinnerungen via E-Mail, Änderungen von Zahlungsbedingungen oder das Überprüfen von Bestellung, Wareneingang und Rechnung (3-Way-Match).Compliance & RisikomanagementCompliance ist in Unternehmen ein schwieriges Unterfangen, oftmals personenbezogen und stark papierbasiert. Process Mining bietet Werkzeuge, um Compliance- Vorgaben einzuhalten. Es kann überprüft werden, ob geplante Aufgabentrennungen erfolgreich im Alltag umgesetzt, Kreditlimits geändert oder Genehmigungsprozesse effizient definiert sind.FazitDie Potenziale für Ihr Unternehmen sind groß – sie müssen sie nur nutzen. Technologisch können Prozesse und Ineffizienzen heute in einer End-to-End Sicht analysiert und direkt aufgelöst werden. Der Einfluss ist direkt messbar. Debitoren- und Kreditorenprozess sind gute Einstiegsmöglichkeiten, um eine neue Arbeitsweise zu implementieren, datengetrieben zu agieren und messbare Erfolge zu generieren. Das Risiko ist gering, der Ressourcenaufwand überschaubar und die positiven Effekte sicher.
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Publikation
10.05.2023
Es ist (wieder) Zeit: Die Organisation als Performancetreiber erlebt eine Renaissance auf der Top-Management Agenda. Denn egal ob Wachstumsunternehmen, Stuck-in-the-Middle-Position oder Low Performer - alle Unternehmen mussten und müssen permanent Brände löschen und ihre Handlungsfähigkeit aufrecht erhalten. Im „irgendwie Funktionieren“ bleibt jedoch die Anpassung der Organisation häufig auf der Strecke. Die Konsequenz? Sand ist im Getriebe, die Ursachen dafür sind vielfältig: Doppel- und Mehrfachstrukturen erschweren Führbarkeit, erhöhen Komplexität, verringern Flexibilität und drücken auf die Fixkosten Erfolgsrezepte der Vergangenheit behindern Veränderungsbereitschaft und Flexibilität Performancehemmer werden nicht konsequent hinterfragt Prozessbrüche, nicht aus Kundensicht zu Ende gedachte End-to-End-Prozesse sowie ungeregelte Schnittstellen verhindern Effizienz Verankerung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit hinkt den zahlreichen losgetretenen Initiativen hinterher u.v.m. „Die Reorganisation oder zumindest eine evolutionäre Weiterentwicklung ist in vielen Unternehmen überfällig!“ so W&P Managing Partner Dr. Timo Renz. „Die Organisation muss wieder der Motor der Strategie werden und die Performance stützen und treiben.“ Klar ist: Organisationsthemen sollten strukturiert, faktenorientiert und mit dem notwendigen „Fingerspitzengefühl“ angegangen werden. W&P hat für mehr Performance in Organisationstrukturen und -prozessen die vier Perspektiven Struktur & Koordination, Steuerung & Systeme, Prozesse & Automatisierung sowie Führung & Kultur identifiziert. Wo und wie man hier ansetzt? Jetzt im neuen Dossier „Renaissance der Organisationsgestaltung“ lesen.
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Best Case
20.04.2023
Die Windmöller & Hölscher KG (W&H) ist ein deutsches Maschinenbauunternehmen und international tätiger Anbieter von Extrusions-, Druck- und Verarbeitungsmaschinen zur Herstellung und Verarbeitung flexibler Verpackungen. Um den erfolgreichen Wachstumskurs von W&H zu unterstützen und strategischen Anforderungen gerecht zu werden, wurde es notwendig, die Transparenz und Steuerungsmöglichkeiten im F&E-Bereich weiter zu optimieren: Wie sollte ein aussagekräftiges F&E-Controlling zur Unterstützung eines professionellen​ F&E-Managements gestaltet werden?​ Welche KPIs/Informationen zur F&E sollten aus Stakeholder-Sicht zur Verfügung gestellt werden? Wie kann das F&E-Controlling implementiert und nachhaltig bei W&H verankert werden?​ Wie das Wieselhuber-Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business, diese Fragen adressierte und entsprechende Maßnahmen auf den Weg brachte, ist im aktuellen Best Case zu lesen.
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Best Case
10.01.2023
Die Unternehmensgruppe Böllhoff, Familienunternehmen in 4. Familiengeneration, ist weltweiter Partner für 360° Verbindungstechnik mit Montage- und Logistiklösungen. Anfang 2021 erwarb das Unternehmen die Verbindungselemente Engel GmbH – ebenfalls ein Familienunternehmen. Um den Transformationsprozess vom eigenständigen, operativ von der Inhaberfamilie geführten Familienunternehmen in eine Tochtergesellschaft der familiengeführten Böllhoff Gruppe zu begleiten, wurde bewusst auf die Unterstützung durch einen erfahrenen Interim Manger gesetzt. Ziel war, den Charakter und die Eigenständigkeit der Firma Engel als Tochtergesellschaft zu erhalten: „Die Entscheidung, auf die Expertise und die Erfahrung eines Interim-Managers mit hoher Umsetzungsqualität zu setzen, wurde eindrucksvoll bestätigt. Die Unterstützung von W&P bei der Auswahl und Installierung der interimistischen Führungsfunktion war sehr wertvoll“, so Wilhelm A. Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter Böllhoff Gruppe. Der Projektverlauf unterm Strich? Sehr erfolgreich. So konnte der Umsatz unter Interim-CEO Dr. Bernd-Michael Brunck um 30 % und die EBIT-Rendite über 5% (2021) auf 9% (2022) gesteigert werden – unterstützt von einem motivierten und neu ausgerichteten Führungsteam. Mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
02.11.2022
Die Böllhoff Gruppe ist ein international agierender Anbieter von Verbindungstechnik. Das Familienunternehmen produziert und vertreibt Spezialverbindungselemente, DIN- und Normteile und Montagetechnik. Auch anwendungstechnische Beratung sowie After Sales Service gehören zum Portfolio. Ziel des Managements mit Unterstützung von W&P: Eine Positionsbestimmung hinsichtlich der Kosten und Effizienz der zentralen Gruppenfunktionen im Abgleich zu Unternehmen mit ähnlicher Organisationsstruktur und Größe vor. Basis für die Durchführung des Projektes waren von W&P bereitgestellte Benchmark-Werte aus einer Datenbank, die auch spezifische Einflussfaktoren auf den Effizienzstatus ermittelte und bewertete. Durch den Abgleich der Böllhoff-Werte mit diesen, wurden Abweichungen und Ursachen im Rahmen von Interviews und Workshops ermittelt und entsprechende To Do’s und Aktivitäten zur Effizienzsteigerung erarbeitet. Willhelm Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der Böllhoff Gruppe: „W&P hat nicht nur eine sehr gute Arbeit geleistet, sondern die Erwartungen übertroffen.“ Wie das konkrete Vorgehen aussah? Mehr im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 24.08.2022
24.08.2022
Insbesondere der M&A-Markt für kleinere und mittlere Transaktionen hat nach der Schockstarre durch den Ukraine-Krieg wieder an Fahrt gewonnen. Nicht nur Finanzinvestoren sind aktuell gerade im Smallcap-Markt sehr aktiv, wenn es um Akquisitionen und Übernahmen geht. Auch viele Familienunternehmen denken derzeit intensiv über sinnvolle Ergänzungen entlang der Wertschöpfungskette nach, streben den Eintritt in neue regionale Märkte an, wollen die Technologiebasis erweitern oder grundsätzlich die Portfolios ihrer Geschäftsfelder weiter diversifizieren. Ein „Grüne Wiese-Ansatz“ dauert meist zu lange, daher liegt es nahe, sich nach geeigneten Übernahmekandidaten umzuschauen.Übernahmen aus Portokasse bezahlen oder Banken am Risiko beteiligen?Egal ob die Herangehensweise dabei eher opportunistisch getrieben ist oder einem strategischen Masterplan folgt – zu erfolgreichen Diversifikationen und New Business-Aktivitäten gehört auch die Planung der Übernahmefinanzierung. Familienunternehmen neigen häufig dazu, Akquisitionen überwiegend aus der „Portokasse“, sprich aus dem liquiden Eigenkapital, zu finanzieren. Diese weitreichende Unabhängigkeit hat jedoch ihren Preis. Denn mit ihr geht auch die Übernahme des vollen Risikos der Transaktion einher. Finanzinvestoren agieren hier aufgrund ihres Geschäftsmodellansatzes völlig anders. Aber auch konservativ handelnde Familienunternehmen sollten sich die Frage stellen, ob man Fremdkapitalgeber zumindest ein Stück weit am Risiko neuer Geschäfte beteiligen sollte.Grundsatzfragen möglichst frühzeitig klärenDie Frage nach einer möglichen Kaufpreisfremdfinanzierung sollte in jedem Fall von Anfang an integrativer Bestandteil der Akquisitions- bzw. Übernahmeplanung sein. Dabei gilt das Motto: Je früher, umso besser! Man sollte sich hierzu mit folgenden grundlegenden Fragen auseinandersetzen, welche in erheblichem Maße die Übernahmefinanzierung bestimmen werden:Über welche freien Eigenmittel verfügen Sie, und wieviel davon wollen Sie für die Übernahme einsetzen?Wollen Sie ausschließlich mit dem eingesetzten Eigenkapital haften oder sind Sie bereit, weitere Haftungen und Garantien zu stellen?Über welche nachhaltigen Cashflows verfügt das Zielunternehmen, die zur Finanzierung der Übernahme eingesetzt werden könnten?Sind Sie in der Lage und willens, auf Ausschüttungen der Beteiligung für einen längeren Zeitraum zu verzichten?Wie wichtig ist das aktuelle Management der Beteiligung für den Erfolg und möchten Sie das Management direkt am Kapital beteiligen? Typische Akquisitions- und Finanzierungsstruktur von FinanzinvestorenAus der individuellen Beantwortung dieser Grundsatzfragen und dem konkreten Kaufpreis ergibt sich der grundsätzliche Rahmen für die Finanzierungs- und Transaktionsstruktur. Bei dem Erwerb neuer Beteiligungen durch Finanzinvestoren hat sich ein typisches Muster für die Akquisitions- und Finanzierungsstruktur herausgebildet. Die Anteile an der Zielgesellschaft werden regelmäßig nicht direkt vom Investor erworben. Stattdessen wird eine spezielle Zweckgesellschaft (AkquiCo) als Erwerbergesellschaft gegründet, welche die Anteile an der eigentlichen Zielgesellschaft hält. An der AkquiCo könnte je nach Zielsetzung optional auch das Management der übernommenen Gesellschaft beteiligt werden. Der Eigenkapitalbeitrag zur Finanzierung der Übernahme wird als Kapitaleinlage oder als Gesellschafterdarlehen durch die Holding des Investors (HoldCo) in die Erwerbergesellschaft eingebracht. Üblicherweise beläuft sich das anteilige Eigenkapital auf mind. 25-30% des Gesamtfinanzierungsvolumens. Die restliche Kaufpreissumme wird durch ein erstrangiges Darlehen (Senior Debt) auf Ebene der Erwerbergesellschaft dargestellt.Fremdkapitalanteil der Übernahmefinanzierung als Multiplikator des nachhaltigen EBITDA Die Höhe des Fremdkapitals wird dabei durch einen EBITDA-Multiplikator begrenzt. Bei tendenziell zyklischen Geschäftsmodellen mit hohem Investitionsbedarf (z. B. Automobilzulieferer, Baubranche) gilt beispielsweise eine maximale Verschuldungsgrenze von 3,5 – 4,0x des normalisierten EBITDA des Zielunternehmens als tragfähig. Das nachhaltige EBITDA wird vereinfachend als Maßstab für die Fähigkeit zur Generierung von Cashflow herangezogen. Bei sog. „Higher Value oder Superior Industrial“-Branchen kann die Verschuldung auf das 5- bis 6-fache EBITDA ausgedehnt werden. Dabei handelt es sich um Geschäftsmodelle, bei denen die EBITDA-Marge zwischen 10 und 20% betragen kann. Finanzinvestoren neigen dazu, die Spielräume für eine Fremdfinanzierung maximal auszunutzen und damit ihre Eigenkapitalrendite zu hebeln. Aus diesem Grund spricht man von sog. LBO-Finazierungen (Leveraged Buyout). Je nach Konstellation ist eine Aufstockung des Eigenkapitals durch Mezzanine- Kapital erforderlich, beispielsweise wenn der Investor seinen Eigenkapitaleinsatz auf einen bestimmten Betrag begrenzen möchte. Die notwendige Umlauffinanzierung wird meist durch eine Kreditlinie auf Ebene der Zielgesellschaft dargestellt.Risikobegrenzung durch Ring Fencing-StrukturenDie Besicherung der Akquisitionsfinanzierung wird meist auf die Verpfändung der Gesellschaftsanteile der AkquiCo an der Zielgesellschaft sowie eine Besicherung durch deren Assets beschränkt. Dazu gehören vor allem die Globalzession der Forderungen aus Lieferung und Leistung, eine Raumsicherungsübereignung der Waren sowie Pfandrechte an Sachanlagen, Grundstücken und dem Immobilienbesitz. Weitere Haftungen oder Garantien für die Zielgesellschaft und die Finanzierung werden regelmäßig nicht gestellt. Somit wird das Risiko aus der Akquisition für den Investor auf das eingebrachte Eigenkapital begrenzt. Bei dieser Struktur spricht man auch von einem sog. „Ring Fencing“ bzw. einer Non-Recourse-Finanzierung, also einer Abschottung der Risiken der Akquisition von den anderen Aktivitäten des Übernehmers.FazitMit einer intelligenten Gestaltung der Transaktions- und Finanzierungsstruktur können die finanziellen Risiken aus einer Übernahme auf den Eigenkapitaleinsatz begrenzt werden. Die Möglichkeit der anteiligen Fremdfinanzierung basiert auf dem Geschäftsmodell und der Ertragskraft des Zielunternehmens. Finanzinvestoren fokussieren sich hier meist auf die Maximierung ihrer Eigenkapitalrendite. Familienunternehmen können sich durch eine weniger aggressive Hebelung der Fremdverschuldung positiv abheben und dabei trotzdem eine gezielte Risikosteuerung betreiben.
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Event, 13.01.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Was benötigen Finanzierer bei einem Kreditnehmer in der Krise – ist es ein IBR, ein Sanierungsgutachten in Anlehnung an IDW S6, ein Sanierungs-gutachten, gem. der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BGHs? Zu welchem Zeitpunkt und in welcher Situation ist ein Gutachten erforderlich: Standstill, Tilgungsstundung, Fresh Money? Und gibt es hiervon Ausnahmen? Diese Fragen und weitere Themen werden in unserem Executive Dialog in Kooperation mit GSK Stockmann thematisiert.
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Kommentar, 07.07.2022
07.07.2022
Der Anstieg von Rohstoff-, Energie- und teilweise bereits Arbeitskosten schlägt sich aktuell in der Ergebnisrechnung von Unternehmen nieder. Und diese Entwicklung wird so bald nicht enden. Viele Controller werden dabei mit Herausforderungen konfrontiert, die sie bis dato nicht kannten. Denn während einige Unternehmen mit ausländischen Tochterfirmen in einem inflationären Umfeld vielleicht über ein geeignetes Instrumentarium verfügen, ist Inflation für die meisten Controller völliges „Neuland“, das einige Fragen für sie aufwirft:Bildet die Ergebnisrechnung die tatsächliche Ergebnissituation noch richtig ab bzw. wie sieht das inflationsbereinigte Ergebnis des Unternehmens aus?Werden insbesondere die Materialeinsatzkosten in der Ergebnisrechnung realitätsbezogen abgebildet?Inwieweit ist eine Standardkostenrechnung noch geeignet, um das Produktportfolio und das Unternehmen zielgerichtet zu steuern und wo sind Anpassungen nötig? Sind statische Kalkulationen noch angemessen oder bedarf es häufigerer Anpassungen?Sind die mit dem Kunden vereinbarten Preisgleitklauseln zur Erlössicherung ausreichend?Ist das Vertriebscontrolling richtig aufgestellt, um rasch auf steigende Einstandspreise zu reagieren und eine Antwort auf der Erlösseite zu finden?Wer sich also stabil aufstellen will, muss jetzt im Controlling handeln. Zunächst ist Transparenz darüber gefragt, wo und wie sich die Inflation im Unternehmen, in den Herstell- und damit in den Produktkosten niederschlägt. Dazu werden Instrumente benötigt, die die Auswirkungen des Inflationsgeschehen laufend beobachten und transparent machen.Dabei genügt vielleicht nicht mehr, einmal zu Beginn des Jahres Maschinenstundensätze oder Kostensätze als Kalkulationsbasis festzulegen. Stattdessen müssen ggf. die Materialpreise über Durchschnittswerte in einem kürzeren Intervall als bislang gleitende Durchschnitte über längere Perioden ermittelt werden.Management des Produktportfolios als wichtige ControllingaufgabeDie Zusammensetzung des Produktportfolios hat entscheidenden Anteil an der Ergebnissicherung in inflationären Zeiten. Die Konzentration auf Produkte, die in ausreichender Menge auf Basis der Verfügbarkeit von Vorprodukten - Stichwort „Lieferkettensicherheit“ - erstellt werden können sowie die Sicherung der prozentualen Deckungsbeitragsqualität (Deckungsbeitrag in Relation zum Erlös des Produktes) sind dabei wichtige Controllingprojekte.Die Deckungsbeitragsmarge wird dabei durch steigende Einstandspreise, insbesondere beim Material, bedroht. Um hier Entscheidungshilfen zur Portfoliosteuerung zu geben, sollte das Controlling sich nicht nur auf die rein „wertmäßigen“ Controlling-Größen wie z.B. den Deckungsbeitrag fokussieren. Vielmehr bedarf es eines „Drill Down“ in die mengenrelevanten Größen - ausgehend vom Produktergebnis. Wieviel Energieaufwand geht in welche Produkte ein, wieviel personelle Ressourcen sind nötig, um bestimmte Produkte zu fertigen? Welche „bedrohten“ Rohstoffmengen infolge von Lieferengpässen sind für welche Produkte erforderlich? Welche einzusetzenden Materialien sind besonders stark inflationsbedroht? Um derartige Fragen zu beantworten, ist ein vom Unternehmenscontrolling starker Fokus auf das Produktionscontrolling gefragt - oder zumindest eine enge Zusammenarbeit mit Produktion und Einkauf.Wachsende Bedeutung des Vertriebscontrolling zur Steuerung des PricingNeben der Optimierung des Portfolios unter Kostengesichtspunkten und der Suche nach Einsparungspotenzialen, kommt bei steigenden Einstandspreisen dem Pricing und damit der Optimierung der Erlöse große Bedeutung zu – was vor allem das Vertriebscontrolling fordert. Umfassende Transparenz bei der Erlös- und Konditionenqualität bei Kunden und Produkten ist dabei ein wichtiges Element. In welchen Kombinationen wird angesichts der steigenden Preise die beste Marge realisiert? Welche Preis-Mengen-Relationen sind zu erwarten? Welche Auswirkungen haben Anpassungen auf das Produkt- und Kundenportfolio? Diese Fragen lassen sich am besten auf Basis eines umfassenden Vertriebscontrollings mit entsprechenden Instrumenten beantworten.Interdisziplinärer Controllingansatz – Erfolgsfaktor in inflationären ZeitenBetrachtet man alle Einzelaspekte, die sich aus Inflationstendenzen und Preissteigerungen ergeben, so wird eines offensichtlich: Nur wenn alle Funktionsbereiche im Unternehmen zusammenarbeiten, kann den aktuellen Herausforderungen effektiv begegnet werden. Das Controlling muss seine Betrachtungsweise ausweiten und eine Vielzahl von Aspekten einbeziehen, die bislang nicht von Bedeutung waren. Nur wer schnellstmöglich resiliente Instrumente etabliert, wird auch im inflationären Umfeld Fuß fassen.
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Best Case
30.05.2022
Uzin Utz bietet mit sechs eigenständigen Premiummarken weltweit alles rund um die Neuverlegung, Renovierung und Werterhaltung von Bodenbelägen aller Art. In einem gemeinsamen Projekt-Scoping mit W&P hatte das Familienunternehmen ein neues strategisches Ziel entwickelt: Die Abgrenzung und Erschließung eines neuen Segments außerhalb des Premium-Bereiches. „Mit dem Projekt haben wir unsere Zielgruppenstrategie gezielt und fakten-basiert weiterentwickelt. Grundlage dafür war die herausragende Kombination aus Branchen-, Marketing- und Vertriebs-Expertise von W&P“, so Philipp Utz, Mitglied des Vorstands, Uzin Utz AG. Mittels einer Marktbefragung und der Entwicklung eines Persona-Konzepts wurden Kernzielgruppen u.a. mit entsprechenden Marken- und Preispräferenzen, Einkaufs-/Verbrauchsverhalten sowie bevorzugten Produkt-/Service-/ und Beratungsleistungen identifiziert und daraus Maßnahmen für den richtigen Markt- und Vertriebsangang abgeleitet. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Best Case
27.04.2021
Liefertreue erhöhen, „Feuerwehraktionen“ adé: Mit diesem Ziel startete das W&P Projektteam bei Lenze SE, Hersteller und Entwickler für Antriebstechnik und Automation. Mit einem end-to-End Prozessansatz wurde der Order-to-Cash Prozesse datenbasiert analysiert – um dann mit entsprechenden Maßnahmen die Durchlaufzeiten zu reduzieren, die OTD (On Time Delivery) zu steigern und die Prozessstabilität zu verbessern. Christian Wendler, CEO von Lenze SE: „In dieser Art und Weise hat noch niemand eine so wertschöpfende Prozessanalyse gefahren. Die Themen wurden klar identifiziert und quantifiziert.“ Wie genau die Skalierung der Prozesse gelang und welche Erfolgsfaktoren dabei eine entscheidende Rolle spielten? Mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
21.06.2020
Die Chance, seine Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu steigern, gelingt nur mit systematischer Innovationstätigkeit in allen Unternehmensfunktionen. OTTO FUCHS weiß das. Das führende, international tätige Unternehmen der NE-Metallindustrie, hat deshalb den Ausbau seiner Innovationstätigkeiten in Angriff genommen, um den Markt noch proaktiver wie bisher zu gestalten und das bisherige Kerngeschäft durch neue Geschäftsfelder auszubauen. Unterstützung kam seitens W&P: „Auf Basis des W&P Innovations-Checks konnten wir unser Innovationsmanagement gezielt weiterentwickeln und Otto Fuchs professionell auf die Zukunft vorbereiten“, so Jörg Ihne, Chief Technology Officer bei OTTO FUCHS. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Event, 26.11.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Carve-Outs gehören zu den komplexesten Restrukturierungsinstrumenten. Sie verbinden strategische Neuausrichtung mit rechtlichen, finanziellen und operativen Fragen und können richtig umgesetzt sowohl Krisen vorbeugen als auch in schwierigen Situationen den Fortbestand sichern.In unserem Executive Dialog zeigen wir, wie Sanierungsfähigkeit geprüft, operative Trennungen umgesetzt und rechtliche Herausforderungen gemeistert werden können. Ergänzend beleuchten wir Finanzierungsansätze wie Staple Financing und diskutieren in einer Werkstatt-Runde praxisnahe Lösungsansätze für erfolgreiche Carve-Outs.
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Event, 11.11.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Die Bau- und Immobilienwirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen. NebenMärkten und Geschäftsmodellen wird auch die zugrundeliegende Finanzierungsstrategieder Unternehmen zunehmend zum Erfolgsfaktor – oft jedoch unterschätzt, was inschwierigen Marktphasen schnell zum Risiko wird.In unserem Webinar nehmen wir Sie mit auf eine praxisnahe Reise durch die Weltmoderner Finanzierungsstrategien. Dabei gehen wir gezielt auf folgende Fragen ein:Bilateral oder Konsortialvertrag? Wir beleuchten die Unterschiede, Vor- und Nachteileund geben Orientierung, welcher Weg sich in welcher Situation eignet.Aval- und Cash-Kreditlinien – wie funktionieren sie, wann sind sie sinnvoll und wielassen sich Risiken steuern?Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft: Welche Instrumente sichern UnternehmenLiquidität und Flexibilität auch in unsicheren Zeiten?Das Webinar bietet Impulse aus der Praxis, Raum für Fragen und Austausch. Sie erhaltenkonkrete Anregungen, wie Ihre Finanzierung nicht nur Stabilität schafft, sondern aktivdie Transformation unterstützt.
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