Business Performance Improvement

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Aktuelles

Publikation
19.03.2026
Geopolitische Risiken, Energie- und Rohstoffvolatilität, knappe Fachkräfte, steigende Produktkomplexität sowie der Druck auf Lieferfähigkeit und Working Capital führen dazu, dass der Produktions-Footprint wieder zur Chefsache wird – nicht als Einmalprojekt, sondern als wiederkehrender Managementprozess. Unternehmen gewinnen nicht mehr dadurch, dass sie den „billigsten“ Standort finden, sondern dadurch, dass sie ihr Netzwerk steuerbar machen. Steuerbar heißt in der Praxis: klare Rollen je Werk, belastbare Wertstrom- und Kapazitätslogik, transparente Kosten- und Servicehebel sowie eine Organisation, die Szenarien schnell bewerten und konsequent umsetzen kann. Wie eine transparente Faktenbasis zu Produktfamilien, Kundensegmenten, Wertströmen und Kapazitäten entsteht, daraus Szenarien, eine Business-Case-Bewertung und letztlich ein OPEX-Umsetzungsprogramm entwickelt wird, zeigt das aktuelle Dossier von Christian Sprenger & Fabian Dichant.
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News, 17.03.2026
17.03.2026
Produzierende Unternehmen stehen heute vor tiefgreifenden Herausforderungen: Variantenvielfalt, volatile Märkte, wachsender internationaler Wettbewerbsdruck und steigende Anforderungen an Planungssicherheit erschweren schnelle und belastbare Portfolioentscheidungen. Gleichzeitig bieten datenbasierte Methoden und Machine Learning neue Möglichkeiten, Produktlandschaften präziser zu bewerten und Ressourcen zielgerichteter einzusetzen. Welche Rolle KI dabei spielt und wie Unternehmen komplexe Portfolios transparenter, effizienter und wirtschaftlich robuster steuern können, war Thema des digitalen W&P Executive Dialogs.  Zum Auftakt ordnete Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), das Thema in die aktuelle unternehmerische Realität ein. Er machte deutlich, dass Produktportfolios heute zentrale Stellhebel für Marktattraktivität, Kostenstrukturen und operative Leistungsfähigkeit sind. „Das Produktportfolio ist der Nukleus der Wertschöpfung – und genau deshalb brauchen Unternehmen datenintelligente Instrumente, um Entscheidungen schneller, fundierter und belastbarer vorzubereiten.“ Mit Blick auf Variantenvielfalt, volatilen Absatz und internationale Wettbewerbsverschiebungen betonte er, dass klassische Analysen und funktionsspezifische Einzelbetrachtungen dieser Komplexität nicht mehr gerecht werden.  Anschließend richtete Dr. Tim Lämmermann, Senior Consultant bei W&P, den Blick auf die strategische Einbettung von KI in Unternehmensprozesse. KI müsse – so Lämmermann – als ganzheitlicher Transformationsprozess verstanden werden, der Strategie, Organisation, Datenqualität und Governance gleichermaßen umfasst. Besonders hob er hervor, dass erfolgreiche KI-Projekte dort entstehen, wo Use Cases klar priorisiert, Rollen eindeutig definiert und Mitarbeitende aktiv eingebunden werden. „KI wirkt erst dann nachhaltig, wenn sie entlang der Wertschöpfung verankert ist, klaren Nutzen stiftet und die Organisation befähigt, bessere Entscheidungen zu treffen.“  Wie diese Prinzipien operativ wirksam werden, zeigte Sebastian Batton, Senior Manager und Leiter Digital Excellence bei W&P. Er beschrieb, wie fragmentierte Datenlandschaften, Excel Grenzen und funktionale Zielkonflikte die Portfoliosteuerung vieler Unternehmen prägen. Machine Learning schließe hier wesentliche Lücken: Modelle könnten Zusammenhänge sichtbar machen und wirtschaftliche Effekte klarer quantifizieren. Batton stellte heraus, dass datengetriebene Transparenz ein entscheidender Erfolgsfaktor ist: „Erst durch datengetriebene Modelle erkennen Unternehmen, welche Produkte Rendite schaffen, wo Komplexität Ressourcen frisst und welche Entscheidungen wirklich Wirkung entfalten.“  Einblicke in die Praxis lieferte Moritz Zoepffel, Senior Consultant bei W&P, der anhand eines Projektbeispiels zeigte, wie Machine Learning Forecasting, Szenariomodellierung und Deckungsbeitragsoptimierung ineinandergreifen. Er beschrieb die operative Realität vieler Unternehmen – eine Vielzahl heterogener Datenpunkte, restriktive Rahmenbedingungen, hohe Variantenvielfalt – und legte dar, warum traditionelle Werkzeuge an strukturelle Grenzen stoßen. „Excel kann die Komplexität heutiger Portfolios nicht mehr abbilden – Machine Learning dagegen macht aus tausenden Varianten eine klar strukturierte Entscheidungsgrundlage.“ Im Ergebnis ließen sich im Projekt sowohl eine signifikant höhere Planungs- und Entscheidungsqualität als auch spürbare wirtschaftliche Effekte erzielen.  In der anschließenden Werkstattdiskussion wurde deutlich, dass datengetriebene Portfoliooptimierung mehr ist als ein technologischer Fortschritt: Sie verändert die Art, wie Unternehmen Entscheidungen vorbereiten und Zielkonflikte auflösen. KI-gestützte Modelle seien dabei als Ergänzung menschlicher Expertise zu verstehen. Sie schaffen Transparenz, simulieren Szenarien, machen Abhängigkeiten sichtbar und geben Entscheidern eine belastbare Grundlage, auch in unsicheren Zeiten verantwortlich zu handeln. Unternehmen, die datenbasierte Portfoliomodelle konsequent einsetzen, steigern nicht nur ihre Effizienz, sondern auch ihre Resilienz und Zukunftsfähigkeit.
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Best Case
12.03.2026
Die familiengeführte Rauch Landmaschinenfabrik GmbH mit Sitz in Rheinmünster entwickelt seit 1921 Lösungen für die Produktbereiche Düngetechnik, Sätechnik und Winterdienst. Mit rund 400 Mitarbeitenden erwirtschaftet RAUCH einen Umsatz von rund 114 Mio. € bei einer Exportquote von über 70 %. RAUCH holte W&P an Bord, um die operative Leistungsfähigkeit mit Fokus auf die Liefertreue im Sinne von OTIF (On Time In Full – pünktliche und vollständige Lieferung) systematisch zu analysieren, Ursachen für Abweichungen strukturiert zu identifizieren und priorisieren sowie die Umsetzungskraft funktionsübergreifend deutlich zu stärken. Im Projektzeitraum von rund sechs Monaten wurde die Liefertreue in den wesentlichen operativen Bereichen signifikant gesteigert und erhöhte sich im Durchschnitt um rund 25 Prozentpunkte. Parallel verbesserten sich weitere zentrale Leistungsparameter, darunter Produktivität, OEE, Prozessstabilität sowie das Bestandsniveau. „W&P hat Shopfloor-Management als zentrale Führungsroutine verankert – mit täglichem Rhythmus, klaren Kennzahlen sowie einem stringenten Abweichungs- und Verbesserungsmanagement. In Kombination mit dem interdisziplinären Task Force Team, die die priorisierten Hebel schnell und konsequent umgesetzt hat, konnten wir in kurzer Zeit die Liefertreue deutlich steigern und die Prozessstabilität unserer Supply Chain nachhaltig stärken“, so Martin Rauch, Geschäftsführer Rauch Landmaschinenfabrik GmbH. Wie das Team von W&P um Christian Sprenger und Fabian Dichant konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 04.03.2026
04.03.2026
Wie lassen sich Organisationskosten wirksam senken, ohne in einen reinen Sparmodus zu verfallen? Wie gelingt es, Effizienz und Effektivität so zu steigern, dass das Geschäftsmodell gestärkt statt ausgehöhlt wird? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffkosten, Lieferkettenstörungen, wachsender Insolvenzen und zunehmendem Druck im Mittelstand positionierte Jens Ekopf, Managing Partner und Leiter Business Performance Improvement, Organisationskosten als strategischen Hebel. Kostensenkung sei kein isoliertes Sparprogramm, sondern Teil einer konsequent am Geschäftsmodell ausgerichteten Transformation. Zentral sei dabei ein klarer strategischer Rahmen: „Zuerst müssen die strategischen Leitplanken und der Kern des Geschäftsmodells klar festgelegt werden – denn ohne diesen Rahmen fehlt die Orientierung, um Leistungen und Strukturen sinnvoll zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln.“ Erst auf dieser Basis lasse sich das interne Leistungsportfolio systematisch hinterfragen – hinsichtlich der Notwendigkeit von Leistungen, angemessener Servicelevel, organisatorischer Verortung und effizienter Prozessgestaltung. Abhängig von Ausgangslage und Ambition, zeigen Projekterfahrungen Potenziale von 20 bis 30 Prozent, kurzfristig über Servicelevel-Anpassungen, mittelfristig über Reorganisation und die Ausgestaltung eines belastbaren Target Operating Models. Dass solche Programme weit mehr sind als eine analytische Aufgabenstellung, betonte Leonard Kluck, Senior Manager und Leiter People & Transformation. Leistungsanalysen erzeugten spürbaren Druck, da Mitarbeitende ihre Rolle, Beiträge und Perspektiven neu bewerten. Veränderungsprozesse durchliefen typische emotionale Phasen – von Verunsicherung bis Akzeptanz – und würden in ihrer Wirkung häufig unterschätzt. Transparente Kommunikation, klare Moderation und die gezielte Einbindung konstruktiver Stakeholder seien daher entscheidend, um Dynamik produktiv zu nutzen und Widerstände aktiv zu moderieren. „Veränderungsprogramme sind nie nur eine Excel-Übung. Hinter jeder Maßnahme stehen Menschen, Emotionen und Erwartungen. Entscheidend ist, diese Dynamik ernst zu nehmen, transparent zu kommunizieren und die Organisation Schritt für Schritt durch die Veränderung zu führen.“ In der Werkstattdiskussion, moderiert von Seyma Bosluk, Senior Expert Cost & Controlling Excellence, rückten drei Praxisfragen in den Fokus. Erstens: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Programme zur Organisationskostensenkung? Die Erfahrung zeigt: Viele Unternehmen reagieren erst unter sichtbarem Ergebnisdruck oder bei steigenden Overhead-Quoten, obwohl ein frühzeitiges, proaktives Handeln größere Gestaltungsspielräume eröffnet. Zweitens: Woran lässt sich erkennen, dass Overhead-Strukturen aus dem Gleichgewicht geraten? Neben Benchmarks wurden vor allem interne Warnsignale wie zunehmende Komplexität, überfrequente Reports ohne klaren Nutzen, lange Abstimmungsprozesse oder eine vom Kerngeschäft entkoppelte Kostenentwicklung diskutiert. Drittens: Wie lassen sich politische oder emotionale Widerstände vermeiden? Im Zentrum standen Transparenz, ein klares Narrativ und die frühzeitige Einbindung der Funktionsbereiche, um Energie in konstruktive Mitarbeit statt in Blockade zu lenken. Deutlich wurde: Die nachhaltige Senkung von Organisationskosten gelingt nur, wenn strategische Klarheit, analytische Stringenz und professionelles Change-Management konsequent zusammengedacht werden.
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News, 26.02.2026
26.02.2026
Leistung und Produktivität sind entscheidend für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen – doch wie lassen sich diese konkret messen und gezielt steigern? Welche Rolle spielt People Performance als Steuerungsgröße, und wie können Unternehmen steigenden Personalkosten und stagnierender Produktivität wirksam begegnen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs. „Die Produktivitätsentwicklung im deutschen Mittelstand ist alarmierend: Seit Jahren stagniert das Wachstum, die Personalkosten steigen und gleichzeitig rutschen wir im europäischen Vergleich immer weiter ab. Genau deshalb sind Produktivität und Personalkosteneffizienz jetzt entschlossener denn je anzugehen“, so einleitend Jens Ekopf, Managing Partner bei W&P. Leonard Kluck, Head of People & Transformation bei W&P, dazu: „Performance entsteht dort, wo der Zusammenhang von Input und Output ehrlich betrachtet wird – und die vielen Stellhebel zwischen Menschen, Strukturen und Kultur so ausgerichtet werden, dass echte Wertschöpfung möglich wird.“ Entscheidend sei die Balance zwischen eingesetzten Ressourcen und erzieltem Output – ein Verhältnis, das in vielen Unternehmen aus dem Gleichgewicht geraten sei. Gleichzeitig werde Performance häufig zu eindimensional diskutiert, obwohl sie das Zusammenspiel von People Performance, Business Performance, Struktur, Steuerung und Kultur erfordere. Daraus ergibt sich auch eine klare Rolle für HR als strategischer Übersetzer zwischen Unternehmensstrategie und operativer Umsetzung. Die Ergebnisse des „W&P People Performance & Transformation Check-ups“, vorgestellt von Dr. Valerie Kaiser, Senior Expert People & Transformation bei W&P, bestätigten den Handlungsbedarf über alle Branchen hinweg. People Performance ist ein zentrales „Zahnrad“ für die gesamte Business Performance, während zugleich in vielen Unternehmen eine deutliche Lücke zwischen Zielbild und Umsetzung besteht. Häufig werde Performance zwar gemessen, aber nicht konsequent gesteuert: Es fehlen klare Verantwortlichkeiten, Prioritäten und konsistente Kennzahlensysteme. Gleichzeitig sei die strategische Verankerung entscheidend – Performance müsse sich in Organisation, Rollen, Vergütung und Kultur widerspiegeln. Kaiser zieht auch eine positive Perspektive aus den Umfrageergebnissen: „Unternehmen haben ein gemeinsames Verständnis davon, wohin sich ihre Organisation entwickeln muss – und sie priorisieren dieses Ziel aktiv. Das bestehende Delta zwischen Ist und Soll ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein klarer Kompass für die nächsten Schritte. Genau darin liegt die Chance!“ Fazit der Werkstatt-Diskussion: Nachhaltige Performance funktioniert nur ganzheitlich, einzelne Instrumente greifen zu kurz. Entscheidend ist ihre konsistente Verknüpfung in einer klaren Steuerungslogik. HR kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, um Strategie, Struktur und Umsetzung zu verbinden und Performance wirksam in der Organisation zu verankern. Denn Transformation bedeutet letztlich auch, wieder performanter zu werden und so entscheidende Wettbewerbsvorteile zu sichern.
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News, 09.02.2026
09.02.2026
Künstliche Intelligenz (KI) birgt in nahezu jeder Unternehmensfunktion Potenzial – im Vertrieb jedoch besonders. Grund dafür ist die Art der Vertriebsarbeit selbst: Sie ist komplex, wissensintensiv, aufwendig und erfordert schnelle Reaktionen für den Kunden.  Durch den gezielten Einsatz von KI lassen sich Aufgaben automatisieren und Mitarbeitende gleichzeitig mit relevanten Entscheidungsinformationen versorgen. Dies steigert nicht nur die Effizienz, sondern ermöglicht es Organisationen, schneller, flexibler und intelligenter auf Marktveränderungen, Kundenanforderungen und Projektprobleme zu reagieren. Wie die Herausforderungen & Benefits entlang des Vertriebsprozesses bei Bauzlieferern konkret aussehen? Und wie eine sinnvolle Implementierung von KI zu meistern ist?  Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie, in der aktuellen Ausgabe der RAS.   
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Best Case
05.02.2026
Die Aicher Group betreibt Mobilitätsservices am Münchner Flughafen für Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität (PRM). Im Jahr 2024 stand AICHER, wie andere Dienstleister auch, auf Grund von Verspätungen und Unregelmäßigkeiten durch das steigende Flugaufkommen sowie nicht durchgängig optimierte Prozessabläufe erheblich unter Druck.  Im Rahmen eines operativen Restrukturierungsprojekts musste die Schichtplanung der Operations, die Disposition und das Reporting optimiert werden, um den reibungslosen Ablauf des PRM-Service und die Erfüllung der vertraglichen SLA-Erfüllungsquoten sicherzustellen. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) löste die Herausforderungen durch ein datengetriebenes Modell, entwickelte Machine-Learning (ML) Modelle und dynamische Dashboards.  „W&P hat durch die Einführung neuer ML-Methoden dafür gesorgt, dass der operative Betrieb im Bereich PRM datengetrieben und effizient gesteuert wird. Parallel dazu ist das Modell skalierbar und stellt somit eine zentrale Säule der Zukunftsfähigkeit des PRM-Services dar,“ so Peter Aicher, Geschäftsführender Gesellschafter Aicher Airport Services. Wie das Team um Daniel Emmrich, Partner Operative Restrukturierung, Sebastian Batton, Leiter Digitale Transformation, und Moritz Zoepffel, Digitale Transformation, konkret vorging?  Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 04.02.2026
04.02.2026
Künstliche Intelligenz gilt als Produktivitätshebel im Servicegeschäft – doch in vielen Industrieunternehmen bleibt ihr Einsatz bislang punktuell.  Der digitale W&P Executive Dialog zeigte, wie datenbasierte Ansätze und konkrete KI-Anwendungen den Service strukturell transformieren und neue Ertragsquellen erschließen können. „KI entfaltet ihren Nutzen nicht durch Technologie allein, sondern durch klare Use Cases, saubere Daten und konsequente Umsetzung im Geschäft“, so einleitend W&P Partner Oliver Rörig. Die aktuelle W&P Service-Excellence-Studie offenbare Handlungsbedarf im Mittelstand: Neben Kostendruck und steigenden Kundenanforderungen prägen Investitionsbedarf, Know-how-Lücken und organisatorische Silos die Realität. Erfolgreiche Service-Champions setzen daher auf eigenständige Serviceeinheiten, klare Portfolio- und Pricing-Logiken, eine systematische Ausschöpfung der installierten Basis sowie einen hohen Digitalisierungs- und Datenreifegrad. KI kann dabei gezielt Mehrwert schaffen. Ein strukturiertes Vorgehen – von der Exploration relevanter Anwendungsfälle über Readiness-Checks und Pilotierung bis zur Skalierung inklusive Change Management – ist entscheidend für nachhaltigen Erfolg. Wie sich dieser Ansatz operativ umsetzen lässt, zeigte Sven Walleser, Director Data Solutions bei RATIONAL AG. Der auf professionelle Küchentechnik spezialisierte Hidden Champion vernetzt seine Geräte weltweit und nutzt die entstehende Datenbasis systematisch für digitale Services. KI- und Deep-Learning-Modelle erkennen Anomalien automatisiert, clustern Fehlerbilder und ermöglichen präzisere Diagnosen sowie vorausschauende Wartung. Das reduziert ungeplante Einsätze, erhöht die Effizienz im Feldservice und verbessert die Planbarkeit. Ergänzend zeigte Lukas Riedel, Senior Innovation Manager Aftersales bei Jungheinrich Service & Parts AG & Co. KG, wie KI konsequent in bestehende Serviceprozesse integriert werden kann. Ein eigenständiges Innovationsmanagement testet neue Technologien früh, bewertet sie pragmatisch und skaliert ausschließlich belastbare Lösungen. Zentrale Voraussetzung bleibt eine hohe Datenqualität, da Akzeptanz und Leistungsfähigkeit von KI unmittelbar von der Prozess- und Systemintegration abhängen. In der Werkstattdiskussion standen vor allem Datenbasis, Skalierbarkeit und Governance im Fokus. Eine belastbare Gerätevernetzung und ein strukturiertes Datenmanagement gelten als zentrale Voraussetzung, um KI-Anwendungen effizient zu betreiben und in bestehende Serviceprozesse zu integrieren. Gleichzeitig wurde betont, dass nicht jede Optimierung zwingend KI erfordert, sondern häufig auch klassische Algorithmen und Automatisierungslösungen ausreichen. Für den Einstieg empfehlen sich klar abgegrenzte Use Cases mit schnellem Nutzen, etwa im Knowledge Management oder bei der Automatisierung des Erstkontakts durch Chatbots Fazit der Runde: Der Kundenkontakt dürfe sich durch KI nicht verschlechtern – die Servicequalität müsse mindestens erhalten bleiben, insbesondere dort, wo bisher die persönliche Interaktion Standard ist.
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Event, 17.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Wir zeigen, wie Machine Learning strategisch genutzt werden kann, um Produktportfolios transparenter zu bewerten, wirtschaftliche Muster zu erkennen und Entscheidungsprozesse zu vereinfachen. Machine Learning macht sichtbar, welche Produkte wirklich zum Ergebnis beitragen und wo Komplexität unnötig Ressourcen bindet. Von der Identifikation schwacher Produkte bis zur Priorisierung rentabler Linien. Ziel ist ein effizienteres, fokussiertes Produktportfolio mit höherem wirtschaftlichem Beitrag. Das Webinar richtet sich an Entscheider, die Produktportfolioentscheidungen schneller und sicherer treffen möchten. Anstelle abstrakter Theorie zeigen wir praxisnah, wie Machine Learning Transparenz schafft, Analysen beschleunigt und Entscheidungsqualität erhöht. Teilnehmende erhalten konkrete Einblicke in Vorgehen, Nutzen und Umsetzbarkeit – und erfahren, wie sich Machine Learning ohne großen Aufwand für Produktportfolioverbesserungen einsetzen lässt.
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Publikation
12.12.2025
Der W&P Trendradar erscheint seit zehn Jahren jährlich und kombiniert Projekterfahrung, Marktanalysen und die Erkenntnisse der umfassenden W&P-Megatrend-Analyse. Die Basis bildet die Praxis: über 250 Beratungsprojekte pro Jahr in mittelständischen und familiengeführten Unternehmen zeigen unmittelbar, wie technologische, regulatorische und finanzielle Entwicklungen in der Realität wirken und wo konkreter Transformationsbedarf entsteht. Ergänzend werden interne und externe Studien, Branchenreports, Technologieanalysen sowie regulatorische Veröffentlichungen ausgewertet. Für 2026 steht fest: Unternehmen müssen sich in einem Umfeld behaupten, das von geopolitischen Spannungen, regulatorischen Eingriffen, hoher Kapitalintensität, Kosteninflation und tiefgreifenden technologischen Umbrüchen geprägt ist. Über alle Branchen – von Industriegütern, Automotive & Mobility, Elektro-& Energietechnik, Medizintechnik, Sicherheitstechnik über Konsumgüter, Chemie-& Kunststoffe, Bau-& Bauzulieferer bis hin zu Pharma& Lifescience – zeigt sich ein gemeinsames Muster: Erfolg entsteht dort, wo das Top-Management Strategien neu ausrichtet, operative Exzellenz stärkt und Digitalisierung sowie KI pragmatisch in Wertschöpfung übersetzt.
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News, 11.12.2025
11.12.2025
Der W&P Trendradar 2026 zeigt: Mittelstand und Familienunternehmen stehen 2026 vor einer doppelten Herausforderung. Zum einen beschleunigt sich die Transformation vieler Branchen deutlich, zum anderen verschärft sich der finanzielle und operative Druck. Unternehmen müssen sich in einem Umfeld behaupten, das von geopolitischen Spannungen, regulatorischen Eingriffen, hoher Kapitalintensität, Kosteninflation und tiefgreifenden technologischen Umbrüchen geprägt ist. Über alle Branchen – von Industriegütern, Automotive & Mobility, Elektro-& Energietechnik, Medizintechnik, Sicherheitstechnik über Konsumgüter, Chemie-& Kunststoffe, Bau-& Bauzulieferer bis hin zu Pharma& Lifescience – zeigt sich ein gemeinsames Muster: Erfolg entsteht dort, wo das Top-Management Strategien neu ausrichtet, operative Exzellenz stärkt und Digitalisierungsowie KIpragmatisch in Wertschöpfung übersetzt. In technologiegetriebenen Märkten werden Software, Daten und KIzu zentralen Differenzierungsfaktoren. Neue Geschäftsmodelle entstehen rund um Services, Plattformen und vernetzte Systeme. Zugleich rückt die Fähigkeit, Wertschöpfungsketten resilienter, regionaler und effizienter zu gestalten, ins Zentrum strategischer Entscheidungen. Unternehmen professionalisieren Planung, Einkauf und Supply Chain, setzen stärker auf Automatisierung und nutzen KI als Enablerfür präzise Prognosen, operative Geschwindigkeit und Risikotransparenz. In konsumentennahen Branchen verschieben sich Marktlogiken: Nachfragevolatilität, verschärfter Preiswettbewerb, Nachhaltigkeitsdruck und neue Käufergenerationenerfordern konsequentes Portfoliomanagement, datengetriebene Vermarktung und strikte Liquiditätssteuerung. Erfolgreiche Player schaffen die Balance zwischen Effizienz und Investitionen in Marke, Innovation und Kundennähe. Gleichzeitig werden Business-Case-Transformationenzur Voraussetzung für Investitionen, Transaktionen und Finanzierung. Insgesamt wird der finanzielle Rahmen enger. Die Zinswendemacht Kapital teurer, Covenants strenger und Refinanzierungen anspruchsvoller. In vielen Branchen steigert dies den Druck auf Kapitalallokation, Working Capital und strukturierte Risikoanalytik. StaRUG-basierte Lösungen, Liability-Management-Ansätze und kreative Finanzierungsarchitekturen gewinnen an Bedeutung –sowohl in industriellen Transformationsprojekten als auch in Real Estate und Leveraged-Finance-Strukturen. Für Familienunternehmen entsteht ein neues Spannungsfeld zwischen Stabilität, Wachstumsambitionen und finanzieller Resilienz. Gleichzeitig zeigt sich ein zentraler Erfolgsfaktor in nahezu allen Branchen: Führung und Organisation entscheiden über Transformationsgeschwindigkeit.Unternehmen, die klare Verantwortlichkeiten setzen, datenbasierte Steuerung etablieren und Kompetenzen gezielt entwickeln, können KI, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle deutlich schneller skalieren. Restrukturierung und Transformation rücken enger zusammen: Portfoliofokussierung, operative Maßnahmenprogramme und schlanke Entscheidungsprozesse bilden die Basis, um Wettbewerbsfähigkeit in volatilen Märkten zu sichern. In Summe entsteht ein Bild der Beschleunigung: 2026 wird für viele Mittelständler zum Jahr der strategischen Neuaufstellung.
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News, 11.12.2025
11.12.2025
Was KI in der Möbelindustrie heute schon kann?Das zeigte Philipp Trompeter, Leiter Fashion, Lifestyle & Retail  bei seinem Impulsvortrag auf der Mitgliederversammlung die möbelindustrie - Verbände der deutschen Möbelindustrie mit Use Cases und Projekteinblicken. Deutlich wurde: Es entstehen bereits spürbare Effekte mit praxisnahen KI-Anwendungen durch intelligente Raumplanung & Produktempfehlungen, präzisere Abverkaufsprognosen, automatisierte Prozessoptimierung, effizientere Personalplanung und datengestützte Materialkostenreduktion.Die Leitplanken für erfolgreiche KI-Projekte sind eindeutig:✔️ Saubere strukturierte Daten sind Rohstoff für jeden KI-Use-Case✔️ Mit einem Pain Point starten - konkrete Probleme führen zu erfolgreichen Use-Cases✔️ KI kann schneller bessere Lösungen liefern - bei richtigem Einsatz erleben Projekte schon jetzt einen KI-Boost.
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News, 03.12.2025
03.12.2025
Service entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit zum zentralen Werttreiber im B2B-Geschäft. Auf dem gestrigen Strategiegipfel B2B Service Management wurde deutlich: Konsequente Service Excellence und KI-gestützte Prozesse machen bereits heute den entscheidenden Unterschied.  W&P Partner Oliver Rörig zeigte in einem Vortrag, wie Serviceorganisationen Umsatz, EBIT und Kundenbindung signifikant steigern – und warum KI erst dann wirkt, wenn Prozesse, Daten und Organisation verzahnt sind. Die aktuelle W&P Studie „Service-Champions im Mittelstand 2025“ unterstreicht: Nur 24 % der Unternehmen nutzen KI im Service, während Top-Performer bereits mehr als 30 % EBIT im Servicegeschäft erzielen. Die Erfolgsfaktoren: qualifiziertes Personal, systematisches Wissensmanagement, skalierbare KI-Modelle  und der Aufbau profitabler Service-Portfolios. Fazit: Service wird zum strategischen Wachstumsmotor der Industriegüterbranchen.
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Kommentar, 27.11.2025
27.11.2025
Kommentar von Fabian Dichant, Senior Manager Business Performance Improvement und Philipp Seiz, Senior Manager Restructuring & Corporate Finance bei Dr. Wieselhuber & Partner Familienunternehmen leben von ihrer Nähe zur Belegschaft, zu den Maschinen und zu ihren Kunden. Genau deshalb entsteht Liquidität nicht in Planungstools, sondern dort, wo Material zu Gutteilen wird. Eine Cashflow-Planung hilft, die Transparenz zu erhöhen und Engpässe aufzudecken. Sie bleibt aber wirkungslos, wenn im Werk zu viel unfertige Arbeit liegt und der Engpass nicht stabil im Takt läuft. Dann klingt der Plan gut, doch die Rechnung geht nicht auf. Der Ort der Wahrheit ist der Engpass. Was dort pro Schicht tatsächlich läuft, entscheidet über Auslieferungen und Auslieferungen entscheiden über Geldeingänge. Unfertige Aufträge binden Kapital, Zeit und Aufmerksamkeit. Je mehr Work-in-Progress (WIP) vor dem Engpass liegt, desto länger werden die Durchlaufzeiten, desto mehr Chaos entsteht in Planung und Einkauf, desto häufiger braucht es Eilbestellungen und Sonderfahrten. Der Finanzplan sieht das oft erst im Rückspiegel; die Linie spürt es sofort. Der schnellste Weg zu spürbarer Liquidität ist unspektakulär: angefangene Aufträge gezielt fertigstellen und in die Rechnungsstellung gehen. Nichts Neues starten, wenn kritische Komponenten fehlen. Morgens am Board klären, was den Engpass heute bremst - Verfügbarkeit, Leistung oder Qualität - und nachmittags prüfen, ob die Bremse gelöst ist. So wandert die Planung aus Excel in die Wirklichkeit. Wie das aussieht, zeigt ein Beispiel aus der Welt eines mittelständischen Herstellers von Büro- und Papierprodukten. Dort ist eine Bogendruckmaschine häufig der Engpass – und Zeit geht vor allem beim Wechsel verloren. Wenn Platte, Papier und Farbkassetten vorbereitet bereitstehen und der Auftrag am Leitstand per Code geladen wird, schrumpft das Wechselfenster auf Minuten. Werden die Aufträge so gereiht, dass sich Farben und Formate möglichst wenig ändern, sinkt der Reinigungs- und Nachstellaufwand, der erste Gutbogen kommt schneller, kleine Lose werden wirtschaftlich und der Stapel halbfertiger Bögen vor dem Engpass schrumpft. Auch die Weiterverarbeitung folgt diesem Prinzip: Werkzeuge und Materialien werden extern vorbereitet, der erste Gutteil sauber freigegeben und die Reihenfolge in Familien gebildet. So bleibt der Takt stabil – ohne neue WIP-Inseln. Genau dadurch bekommt die Cashflow-Planung Substanz, weil die Ausbringung nicht geschätzt, sondern durch kurze Wechselzeiten und eine ruhige Weiterverarbeitung abgesichert ist. Mit solchen Shopfloor-Signalen bekommt die Planung Rückgrat. Die Wochenlieferung wird nicht erhofft, sondern aus Engpass-Leistung und realem Durchsatz abgeleitet. Der Cash-Pfad ist nachvollziehbar: weniger WIP senkt die Bestandsreichweite, mehr „ausliefern & abrechnen“ erhöht die Eingänge. Risiken stehen nicht länger im Kleingedruckten, sondern werden offen adressiert. Ersatzteile an kritischen Aggregaten, Qualifikationslücken in Schichten, fragile Lieferketten bei A-Teilen. Das schafft Vertrauen bei Banken, Gesellschaftern und Belegschaft, weil Fortschritt sichtbar wird und Zusagen gehalten werden. Dafür braucht es kein Kennzahlen-Feuerwerk. Ein kleines, hartes Set, wöchentlich geführt und direkt am Werk entstanden, reicht. Entscheidend ist nicht die Menge der Zahlen, sondern der klare Ursache-Wirkung-Pfad: schnellere Auftragswechsel, stabiler Engpasstakt, sinkendes WIP-Alter und am Ende eine Rechnung, die rausgeht. Dann beschreibt die Cashflow-Planung nicht mehr, was man sich wünscht, sondern was tatsächlich passiert. Familienunternehmen haben hier einen echten Vorteil. Wege sind kurz, Verantwortung ist persönlich, die Identifikation mit dem Produkt ist hoch. Wenn der Werksleiter täglich am Board steht, wenn Meisterinnen und Meister offen sagen, was gestern gehakt hat und was heute anders läuft, entsteht eine Wir-schaffen-das-Mentalität. Die Mannschaft sieht, dass ihre Verbesserung nicht nur eine Zahl in einer Präsentation ist, sondern die Liquidität der Firma stärkt. Das Geld wird im Werk verdient.
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News, 20.11.2025
20.11.2025
Die strategisch erfolgreiche  Unternehmensführung ist eine besondere Kunst. Den klassischen Königsweg gibt es nicht – Individualität ist gefordert. Die aktuelle W&P Studie „Strategisches Management“ gibt dabei einen hochaktuellen Einblick in den Status Quo und den Reifegrad dieses wichtigen Themas in Familienunternehmen. Deshalb steht die Strategie neben Themen rund um Marketing & Vertrieb, KI, Finanzierung, Distressed M&A genauso im Fokus der 32. Ausgabe des Management Support, wie auch Beiträge rund um Kultur und zunehmend wichtige Softskills. Aktuelle Best Cases, Branchen-Insights und Interviews geben Einblicke in die branchenübergreifende Beratungspraxis und liefern unternehmerische Impulse für operativ dringliche und manchmal sogar existenzielle Tagesordnungspunkte. Jetzt reinlesen!
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News, 12.11.2025
12.11.2025
Künstliche Intelligenz, Digital Twins und Vision Systeme verändern Produktionsprozesse und industrielle Wertschöpfung grundlegend – von der Effizienzsteigerung über Qualitätsmanagement bis hin zu Flexibilität und Transparenz auf dem Shopfloor. Doch wie erkennt man das Potenzial in der Fertigung und wie lässt es sich heben? Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit Deltia und WILO SE gab es praxisnahe Impulse. „KI ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern Realität im Shopfloor. Sie hilft, Verschwendung zu eliminieren, Qualität zu steigern und den Fachkräftemangel abzufedern – bestenfalls aufsetzend auf bereits verschlankten Proezessen im Zuge einer LEAN Transformation sowie einer optimierten Datentransparenz und -qualität“, so Christian Sprenger, Partner und Leiter Operational Excellence bei W&P, einleitend. Eine aktuelle W&P Studie zeigt, dass die größten Potenziale in Predictive Maintenance, Qualitätskontrolle und Produktionsplanung liegen, jedoch nur rund 25% des deutschen Mittelstands KI bereits im Einsatz hat. Wie KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette zum Einsatz kommt zeigte Jan Daniel, Head of Smart Manufacturing bei W&P. „Gerade die Kombination aus virtuellen Daten, Agentensystemen und Closed Loop Quality zeigt, dass KI-Anwendungen nicht nur Effizienzgewinne bringen, sondern oft schon nach sechs bis neun Monaten einen messbaren ROI erzielen.“ Gleichzeitig warnte er vor typischen Stolpersteinen wie fehlender Governance, Skalierungsschocks oder kulturellen Widerständen und empfahl ein strukturiertes Vorgehen in fünf Phasen – von der Exploration über Use-Case-Definition bis zum Rollout. Maximilian Fischer, CEO Deltia, demonstrierte, wie KI-gestützte Videoanalysen Produktionsprozesse messbar verbessern. Aus Projekten mit ABB und Viessmann berichtete er von Produktivitätssteigerungen zwischen 10 und 20 Prozent. Erfolgsentscheidend seien dabei Transparenz gegenüber den Mitarbeitenden, die Auswahl eines relevanten Businessproblems, crossfunktionale Teams und ein pragmatisches, iteratives Vorgehen. David Graurock, Head of AI Competence Center bei WILO SE, gewährte Einblicke in die KI-Strategie des Dortmunder Pumpenherstellers. Anhand von Praxisbeispielen, die von adaptiver Werkerassistenz über KI-basierte Dichtungsprüfung bis hin zu generativen Anwendungen wie „Wilo GPT“ reichten, zeigte Graurock, wie KI bereits heute Prozesse optimiert und Wissen im Unternehmen nutzbar macht. Take-aways aus der Werkstatt-Diskussion, moderiert von Oliver Rörig, Partner bei W&P: Die Einführung von KI sollte sich immer an konkreten Business-Problemen und klaren Mehrwerten orientieren. Für den Einstieg empfehlen sich Use Cases mit schnellem, sichtbarem Nutzen wie etwa Predictive Maintenance oder visuelle Qualitätsprüfungen. Und auch wenn viele Unternehmen noch am Anfang stehen: Entscheidend sind Erfahrungsaustausch und pragmatisches Vorgehen. Denn eine datenbasierte, skalierbare und ROI-orientierte Einführung von KI ist der Schlüssel zu nachhaltiger Performance-Steigerung in der Produktion. Unternehmen, die diese Transformation aktiv gestalten, sichern sich nicht nur Effizienzgewinne – sie schaffen die Basis für die smarte Fabrik von morgen und steigern nachhaltig Ihre Wettbewerbsfähigkeit.
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Publikation
11.11.2025
Aus unserer Projekterfahrung wissen wir, dass viele mittelständische Sport- und Outdoor-Unternehmen ein hohes Kundendurchschnittsalter von +/- 60 haben. Hierdurch wird Umsatzpotenzial des Sortiments verschenkt. Die Zielsetzung ist daher häufig für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens jüngere Kunden und Fans zu gewinnen. Wie kann das gelingen? Die Antwort hierzu beginnt mit dem Verständnis für welche Faktoren die Kaufentscheidungen von Gen Z, Y und X prägen und der Erkenntnis, wie sich diese verändern. Nur wer seine Kunden versteht kann sie richtig ansprechen. Die W&P Studie „NextGen Insights: Werte, Kanäle, Entscheidungen“ in Kooperation mit Dr. Henrik Vogel, Professor für Marketing an IU München, legt den Grundstein hierzu. Durch eine repräsentative Befragung von 1.700 Teilnehmenden haben sie wesentliche Entwicklungen für Lifestyleunternehmen und explizit für die Sport und Outdoorbranche identifiziert. Anhand des beispielhaften Kaufprozesses einer „Wasserdichten Funktionsjacke“ werden anhand der Customer Journey unter anderem folgende Fragen je Generation beantwortet: • Welche Rolle spielen stationäres Geschäft, Website und Community bei der Kaufentscheidung? • In welchen Kanälen findet zukünftig der eigentliche Kauf statt? • Welche Relevanz hat Nachhaltigkeit bei der Kaufentscheidung wirklich? • Wie können Kunden über die Transaktion hinaus zu Fans gemacht werden? Anbei finden Sie die Übersicht der Studienergebnisse. Für tiefergehende Informationen zu den Ergebnissen der Studie und für einen Austausch zu den Implikationen für Ihr Unternehmen, stehen wir Ihnen mit einem persönlichen Termin gerne zur Verfügung.
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News, 30.10.2025
30.10.2025
Kommentar von Christian Sprenger, Partner Operational Excellence, und Fabian Dichant, Senior Manager Operational Excellence bei Dr. Wieselhuber & Partner Der Produktionsstandort Deutschland wurde in den letzten Jahren gern als Problemfall beschrieben – teuer, langsam, überreguliert. Auf der Summit Allgäu Produktion 2025 war der Ton anders: Die Probleme sind brutal real, aber niemand versinkt im Selbstmitleid. Genannt wurden unter anderem hohe Energiekosten, Fachkräftemangel, Bürokratie und ein globaler Kostendruck, der durch die geopolitische Lage weiter steigt. Die US-Regierung unter Donald Trump setzt wieder offen auf Industrieprotektionismus, Zölle und „America First“, um Produktion zurück in die USA zu holen. Gleichzeitig kommt aus China eine neue Welle industrieller Konkurrenz: technisch solide, schnell skalierbar und „good enough“ – funktional ausreichend, aber preislich so aggressiv, dass gerade europäische Maschinenbauer und Zulieferer massiv unter Druck geraten. Die Botschaft der zwei Tage war deshalb eindeutig: Wenn wir in fünf Jahren noch wettbewerbsfähig sein wollen, reicht „weiter so“ nicht – gefragt seien laut Georg Weber, CTO WILO SE, mehr Produktivitätssprünge, um in 5 Jahren noch wettbewerbsfähig zu sein. Diese Produktivitätssprünge werden inzwischen nicht mehr als theoretische LEAN-Übung diskutiert, sondern sehr operativ. Automatisierung ist keine Prestigeinsel mehr, sondern Grundvoraussetzung dafür, in einem Hochlohnland stabil und in Qualität liefern zu können. Digitale Assistenzsysteme sollen Prozesse beherrschbar machen: Werkerführung in Echtzeit statt dicker Arbeitsanweisung, sofortiges Feedback statt spätem Nacharbeiten, klare Takte statt individueller Heldenleistung. Nachhaltigkeit wird nicht mehr als Imageblock verkauft, sondern als Teil der Effizienzlogik: Energie verstehen, Verbräuche aktiv steuern, eigene Versorgung sichern, Verluste reduzieren. Es geht weniger um „mehr Leute für mehr Schichten“, sondern darum, die vorhandenen Ressourcen so stabil, standardisiert und störungsarm laufen zu lassen, dass Ausbringung und Liefertreue planbar bleiben. Ein weiterer roter Faden: Geschwindigkeit. Veränderung wird nicht mehr als mehrjähriges Transformationsprogramm beschrieben, sondern als Taktfrage im Tagesgeschäft. Wer jede Entscheidung dreifach absichert, liefert zu spät. Wer die Industrialisierung zu lange absichert, verliert den Markt an jemanden, der schneller lernt. Geschwindigkeit wird damit zur Führungsaufgabe – nicht nur in der Entwicklung, sondern bis tief in die Fertigung. Entbürokratisierung wurde nicht als politisches Schlagwort diskutiert, sondern als Standortfrage. Zu lange Genehmigungswege, zusätzliche Berichtspflichten, wachsende regulatorische Komplexität kosten genau die Geschwindigkeit, die alle gleichzeitig einfordern. Am Ende liefen die Forderungen aus Industrie und Mittelstand erstaunlich deckungsgleich zusammen: weniger Fesseln, mehr Mut zu Sprunginnovationen und ein konsequenter Fokus auf Effizienz und Produktivität direkt am Shopfloor – nicht nur in Präsentationen. Fazit: Wettbewerbsfähigkeit wird sich nicht mehr über Lohnkosten entscheiden, sondern über Exzellenz in der Ausführung. Wer morgen bestehen will, muss heute Standards schaffen, Komplexität runterfahren, Output pro Anlage und Schicht heben und Führung am Shopfloor stärken – und das Ganze mit Tempo.
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News, 29.10.2025
29.10.2025
In unsicheren wirtschaftlichen Zeiten reagieren viele HR-Abteilungen reflexartig mit Stellenabbau oder operativer Routine. Dadurch bleiben Kostensteuerung, Personalbindung und strategische Wirkung unzureichend – und die Organisation verliert an Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Smarte HR-Operating-Modelle verbinden intelligentes Rightsizing mit passgenauen Employee Journeys. Datenbasiertes HR-Controlling, gezielte Freiwilligenprogramme, Potenzialanalysen und systematisches Workforce Management ermöglichen eine differenzierte Steuerung von Kosten, Kompetenzen und Personalentwicklung. Leonard Kluck, Leiter HR Excellence im HR Journal.
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News, 28.10.2025
28.10.2025
Im digitalen Executive Dialog von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) stand die Frage im Mittelpunkt, wie Machine Learning im Mittelstand konkrete Wertbeiträge schaffen kann – jenseits von Hype und Theorie. „Machine Learning ist sicher keine „Knopfdrucklösung" kann aber – richtig eingesetzt – erheblichen Mehrwert stiften und Kosten sparen“, so einleitend  Sebastian Batton, Leiter Digital Excellence W&P. Machine Learning eigne sich überall dort, wo große Datenmengen, viele Einflussfaktoren und komplexe Zusammenhänge zu bewältigen sind, beispielsweise in Sales & Operations Planning, Preisentwicklung, Produktlebenszyklusmanagement, Predictive Maintenance aber auch Personal-, Schicht- und Finanzplanung. Wie sich Machine Learning in der Praxis bewährt, zeigte Julian Tietze, Senior Expert Management Link GmbH. Er stellte ein Projekt zur Optimierung der Personalplanung bei einem Dienstleister am Flughafen München vor, der Passagiere mit Mobilitätseinschränkungen betreut. Durch den Einsatz eines Machine-Learning-Modells konnte die Schichtplanung automatisiert, Kosten reduziert und die Servicequalität signifikant verbessert werden. Moritz Zoepffel, Senior Consultant Digital Excellence W&P, erläuterte die technische Umsetzung. „Ziel war, die bisher subjektive Einschätzung der Schichtplaner durch ein objektives, datenbasiertes Machine-Learning-Modell zu ersetzen, um die operative Komplexität und die stark schwankende Nachfrage besser zu bewältigen.“ Auf Grundlage historischer Auftrags- und Flugplandaten sowie angereicherter Zusatzinformationen prognostiziert das Modell die tatsächliche Nachfrage und generiert daraus automatisiert Schichtpläne, die direkt in der operativen Planung genutzt werden können. Die Modellgüte liegt bei 78 Prozent – ein sehr guter Wert in einem derart komplexen Umfeld. W&P Partner und Moderator Daniel Emmrich resümiert: „Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung war die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden und sein Geschäftsmodell zu verstehen: Das Modell wurde iterativ weiterentwickelt und gemeinsam optimiert.“ Die anschließende Werkstattdiskussion machte deutlich: Machine Learning heißt nicht, in eine Glaskugel zu blicken, sondern hilft ganz konkret, das eigene Geschäft besser zu verstehen, Wirkzusammenhänge zu erkennen und Optimierungen abzuleiten. Um zu starten, werden keine Daten „in Perfektion“ benötigt, vielmehr sei im Unternehmenskontext Muster und Korrelationen in vorhandenen Daten zu identifizieren und daraus einen Use Case zu entwickeln. Wie starten? „Einfach trauen, das Risiko ist sehr überschaubar“, so die Experten unisono. „Im Kleinen anfangen, experimentieren, Know-how sammeln, Expertise entwicklen und aus diesem „kleinen Pflänzchen“ etwas im Unternehmen wachsen lassen.“
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News, 23.10.2025
23.10.2025
Die deutsche Bauwirtschaft steht weiter unter erheblichem Druck. 2025 droht das fünfte Jahr in Folge ein Umsatzrückgang. In diesem Umfeld gilt: Nur wer frühzeitig handelt, bleibt am Steuer. Unternehmen, die Transformation anstoßen, Kosten senken und eine Neuausrichtung einleiten, sichern sich Handlungsfreiheit – statt sich von externen Faktoren oder Finanzierern lenken zu lassen. Wie? Entsprechende Impulse standen im Mittelpunkt des digitalen Executive Dialog „Stagnation in der Bauindustrie“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P). „Je länger der Aufschwung dauert, desto wichtiger werden Durchhaltevermögen, Kapitalreserven, das Erreichen des Break-even und die „Atmungsfähigkeit“ der Unternehmen“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Moderator und W&P Branchenexperte. Georg Charlier, Regional Manager bei JLL, verdeutlichte: Das Marktumfeld bleibt herausfordernd auch wenn mittlerweile vereinzelter Lichtblicke am Horizont sichtbar werden. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferer bei W&P, betonte in seiner strategischen Einordnung entsprechend: „Wer in dieser schwierigen Phase das passende Portfolio und eine leistungsfähige Organisation im Griff hat, kann jetzt strategisch die Weichen stellen und als Gewinner hervorgehen.“ Unternehmen, die breit diversifiziert und effizient aufgestellt sind, verfügen über einen klaren Vorteil. Frühzeitiges Handeln wird damit zum Schlüsselfaktor, um Kosten zu senken, Effizienz zu steigern und neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Dass kaufmännische Steuerung dabei weit mehr ist als ein Reporting-Instrument, unterstrich Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: „Unternehmen dürfen kaufmännische Steuerung nicht als lästige Pflicht begreifen – richtig umgesetzt wird sie zum strategischen Vorteil. Existieren keine derartigen Instrumente bedeutet das auf jeden Fall einen Wettbewerbsnachteil!“ Moritz Polk, Manager bei W&P, ergänzt: „Nur der integrierte Dreiklang aus Strategie-, Finanz- und Liquiditätsmanagement ermöglicht kontrollierte, fundierte Entscheidungen für die Zukunft -  die letztlich Zeit und Kosten sparen.“ Wie das in der Praxis gelingt, zeigte W&P Partner Daniel Emmrich anhand eines Restrukturierungsbeispiels. Er ist sich sicher: „Zentrale Erfolgsfaktoren der Restrukturierung und Neuausrichtung sind vor allem die offene Kommunikation mit allen Finanzierern, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Beratern und Geschäftsführung und der klare Veränderungswille in der Führung.“ In der abschließenden Diskussion wurde deutlich: Die Branche durchläuft tiefgreifende strukturellen Veränderungen – frühes, szenariobasiertes Handeln schafft in dieser Situation Klarheit und sichert Handlungsfähigkeit. Wer jetzt kaufmännische Steuerung als strategisches Führungsinstrument begreift, Effizienz mit klarer Ausrichtung verbindet und strategisch klug handelt, kann gestärkt aus der Stagnation hervorgehen und den Wettbewerb sogar überholen. 
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News, 23.10.2025
23.10.2025
Die Möbelindustrie steht unter anhaltendem Druck: Schwache Konsumnachfrage, stagnierender Wohnungsbau und zunehmender Importdruck prägen die Marktlage. Beim digitalen Executive Dialog von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P)  in Kooperation mit dem Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) standen deshalb die aktuelle Entwicklung, strukturelle Herausforderungen und strategische Handlungsoptionen für Hersteller, Zulieferer und Handel im Fokus. Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie, zeichnete einleitend ein nüchternes Bild der aktuellen Branchenlage. Von Aufschwung könne keine Rede sein, vielmehr bewege sich die Möbelindustrie in einer Seitwärtsphase. Doch trotz der konjunkturellen Schwäche erweise sich der Arbeitsmarkt als stabil – ein Faktor, der das Verbrauchervertrauen langfristig stützen könnte Manuel Schenck, Mitglied der Geschäftsleitung W&P, betonte die entscheidende Rolle eines professionellen Liquiditätsmanagements – sowohl als Enabler für Wachstum als auch als Rettungsanker in Krisenzeiten. „Liquidität ist die zentrale Steuerungsgröße, um Handlungsfähigkeit zu sichern und Chancen gezielt zu nutzen“, so Schenck. Bestände seien die größten kurzfristigen Hebel zur Liquiditätsverbesserung: Durch gezielte Analysen und Steuerung ließen sich oftmals 20 bis 30 Prozent an Potenzialen heben. Philipp Trompeter, Senior Manager Konsumgüter bei W&P, setzte den Schwerpunkt auf Effizienzsteigerung und Kostensenkung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. „Digitalisierung und Automatisierung sind keine Zukunftsvision, sondern eine Notwendigkeit, um Prozesse effizienter, kundenorientierter und schlanker zu gestalten“, betonte er. Besonders in der Auftragsabwicklung und im Kundenservice ließen sich durch digitale Lösungen erhebliche Effizienzgewinne erzielen. Restrukturierungsexperte Christian Dresen, der einen Praxisfall au dem Bereich Möbelhandel vorstellte, unterstrich: Benchmarks aus Projekten und Marktdaten seien essenziell, um die eigene Kostenstruktur realistisch zu bewerten: „Szenarien proaktiv entwickeln und offen kommunizieren – so lassen sich Investitionen und Betriebsmittel gezielt absichern“. Daniel Emmrich, W&P Partner Operative Restrukturierung bei W&P, empfahl eine ehrliche und selbstkritische Standortbestimmung, um den Krisenstatus und den konkreten Handlungsbedarf zu erkennen. „Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung eines frühen, realistischen Bildes ihrer Situation – operativ wie finanziell“, betonte Emmrich. Transparenz sei die Grundlage jeder erfolgreichen Restrukturierung.  In der abschließenden Werkstatt-Diskussion wurden deutlich: Die Branche hat den Ernst der Lage erkannt – jedem ist klar, dass es sich nicht mehr um eine vorübergehende, konjunkturelle Delle handelt sondern vielmehr um eine strukturelle Veränderung der Branche. Entsprechend sollte Restrukturierung als normaler Bestandteil des Unternehmenslebenszyklus verstanden werden – mit einem ganzheitlichen Blick auf Effizienz, Strategie und Finanzierung.  „Entscheidend ist, mutig zu bleiben, Entscheidungen zu treffen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken“, so W&P Managing Partner & Moderator Dr. Timo Renz abschießend. Eine erfolgreiche Veränderung gelinge nur, wenn Berater, Geschäftsführung und alle anderen Beteiligte als Team agieren und die Transformation gemeinsam umsetzen. 
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News, 20.10.2025
20.10.2025
Der Aufschwung lässt auf sich warten und somit bleibt die Haustechnik- und Sanitärbranche in einer Phase, in der das Top-Management eine feine Balance wahren muss: Einerseits erfordert die Zukunftssicherung gezielte Investitionen in neue Geschäftsfelder und  Technologien, andererseits verlangt die kaufmännische Realität deutliche Effizienzsteigerungen in betrieblichen Abläufen und Kostensenkungen in der Organisation. Die Management-Agenda steht damit zwischen den Polen Performance Improvement und Zukunftsinvestition. Und genaudiese Mischung entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit der kommenden Jahre.W&P Partner Dr. Stephan Hundertmark in der aktuellen Fachzeitschrift RAS.
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News, 14.10.2025
14.10.2025
Die Automobilindustrie befindet sich weiterhin im Krisenmodus – oder, laut Dr.-Ing. Dirk Artelt, Managing Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), in der „zweiten Welle der Transformation“. Absatzrückgänge, Kostendruck und geopolitische Unsicherheiten treffen auf eine bereits geschwächte Zulieferlandschaft. Entsprechend widmete sich der digitale W&P Executive Dialog in Kooperation mit der Huhn Group der Frage, wie Unternehmen zwischen technologischem Wandel, Finanzierung und Restrukturierung handlungsfähig bleiben.Simon Moser, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, präsentierte zum Einstieg aktuelle Umfrageergebnisse aus der Zulieferindustrie: 80 % der befragten Unternehmen sehen akuten Handlungsbedarf, nur wenige erwarten in den kommenden Jahren eine positive Entwicklung. Mit der Analogie der „Triage“ verdeutlichte Moser, dass Unternehmen je nach Krisenstadium unterschiedliche Maßnahmen benötigen – von gezielten Korrekturen wie der Verbesserung von Deckungsbeiträgen bis zu tiefgreifenden Restrukturierungs- oder Sanierungsmaßnahmen. „Wenn das Unternehmen nicht mehr die Kraft für Veränderung aufbringen kann, ist es auf externe Beatmung angewiesen“, so Moser. Besonders betroffen seien Tier-One-Zulieferer, während diversifizierte Unternehmen häufig stabiler aufgestellt sind.Aus Unternehmenssicht bestätigte Jens Lange, CEO der Huhn Group, den anhaltenden Druck auf die Branche – die Krise sei das neue Normal. Anstatt auf Entspannung zu hoffen, müssten Unternehmen ihre Strukturen konsequent anpassen, Prozesse hinterfragen und Effizienzpotenziale realisieren. Zukunftsfähigkeit entstehe nur durch aktives Handeln und frühzeitige Entscheidungen, nicht durch Abwarten. Das Umsatzwachstum der Huhn Group sei kein Ergebnis eines florierenden Standardgeschäfts, sondern konsequenter Anpassung: durch proaktive Restrukturierung, konsequentes Kostencontrolling, kontinuierliches Hinterfragen des Geschäftsmodells, frühzeitige Diversifikation und offene Kommunikation mit Kunden, Banken und Mitarbeitenden.W&P-Finanzexpertin Doreen Laabs erklärte, dass sinkende Einlagen und gestiegene Risiken bei Banken zu restriktiveren Kreditvergaben führten – insbesondere in der Automobilindustrie. Klassische Fallstricke wie instabile Finanzierungsstrukturen oder fehlende Transformationspläne erschwerten den Kapitalzugang zusätzlich. Ihre Lösung: eine robuste Liquiditätsplanung und offene Kommunikation mit Finanzierungspartnern. Nur so ließe sich Vertrauen schaffen und Handlungsfähigkeit sichern. „Finanzierung muss integraler Bestandteil der Unternehmensplanung sein“, betont Laabs. Und es gilt: „Cash is King! Schließlich ist noch kein Unternehmen an einer zu hohen Kreditsumme gestorben – eher kommt es zum Liquiditätstod.“Matthias Müller, Partner Sanierung & Insolvenz bei W&P, zeigte anhand aktueller Projekte, dass erfolgreiche Transformation vor allem von relativer Stärke abhängt: Auch in einem schrumpfenden Markt können Unternehmen profitieren, wenn sie schneller, fokussierter und entschlossener handeln als der Wettbewerb. „Entscheidend ist nicht die absolute Größe, sondern die Fähigkeit, besser zu sein als die anderen“, so Müller. Transformation erfordere frisches Kapital – klassische Preiserhöhungen reichten nicht mehr aus, gefragt seien Eigenkapital, Innovationskraft und unternehmerischer Mut. Bei Restrukturierungen in Familienunternehmen seien Klarheit und Commitment aller Gesellschafter zentral.Die Branche steht steckt mitten in strukturellen Veränderungen, doch: „Handlungsfähigkeit entsteht nur durch Transparenz, realistische Ziele und konsequente Selbstüberprüfung. Unternehmer und Top-Manager müssen sich permanent fragen, ob sie die richtigen Dinge tun – und offen für Veränderung bleiben“, so Gastgeber Artelt zusammenfassend in der Werkstattdiskussion.
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News, 09.10.2025
09.10.2025
Innovation muss heute zielgerichtet, schnell und kundenzentriert erfolgen. Klassische Entwicklungsprozesse – langwierig, ressourcenintensiv und oft zu stark auf Erfahrungswissen gestützt – stoßen an Grenzen. Künstliche Intelligenz (KI) bietet die Chance, Produktentwicklung modularer, faktenbasierter und marktgerechter zu gestalten. Ein zentraler Ansatz ist die strukturierte Analyse von Wettbewerbsprodukten. Viele Informationen sind online frei zugänglich – auf Plattformen, in Produktdatenblättern oder Kundenrezensionen. KI kann diese Inhalte analysieren und Muster erkennen: Welche Maße, Materialien, Claims und Farben sind verbreitet? Unternehmen der Grünen Branche, die heute beginnen, ihre Innovationsprozesse datenbasiert, kundenzentriert und digital zu gestalten, verschaffen sich entscheidende Vorteile: schnellere Markteinführung, höhere Relevanz bei Konsumenten und nachhaltigere Wertschöpfung.Mehr von Dr. Jerome Honerkamp, Leiter Konsumgüter & Handel bei Dr. Wieselhuber & Partner, in TASPO Gartenmarkt. 
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News, 29.09.2025
29.09.2025
Machine Learning verändert die Medizintechnik und das gleich an zwei Fronten: als integraler Bestandteil von Produkten und als Hebel für effizientere Prozesse im Unternehmen. Wer heute die Grundlagen schafft – von solider Datenbasis bis zu ersten Pilotprojekten – kann sich nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich für die Zukunft positionieren.In der Fachzeitschrift Devicemed zeigen Dr. Michael Marquardt, Leiter Medizintechnik, und Sebastian Batton, Leiter Digitale Transformation bei W&P, wie der Einstieg in Machine Learning gelingt - und welche Effizienzvorteile gehoben werden können. Zum Artikel. 
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Publikation
25.09.2025
Das HR-Management agiert heute in einem komplexen Wirkungsfeld: Es muss steigende Risiken (von Compliance bis Employer Branding), unklare Rollenzuweisungen, kulturelle Spannungen sowie divergierende Stakeholder-Interessen simultan adressieren. Diese Herausforderungen verdichten sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, hybrider Arbeitsmodelle und des wachsenden Anspruchs an sinnstiftende Tätigkeiten. Wie muss das HR-Management konkret ausgestaltet werden, um als „Enabler“ für eine effektive sowie effiziente Organisation und eine performance-orientierte Führungskultur zu wirken?
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Kommentar, 16.09.2025
16.09.2025
Kommentar von Fabian Dichant, Senior Manager Business Performance Improvement bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbHSales & Operations Planning, kurz S&OP? Ja, aber oft nur auf dem Papier. Rund 70 % der Unternehmen im produzierenden Mittelstand, insbesondere Familienunternehmen, haben S&OP formal eingeführt, doch nur etwa ein Viertel steuert damit konsequent und unternehmensweit. Rund 80 % organisieren den Prozess immer noch primär in Excel. Die Folge: Silos, Eilaufträge, Fehlteile, häufige Umplanung in der Produktion, hohe (Zwischen-)Bestände und im Ergebnis verschenkte Marge.Viele Unternehmen scheitern nicht an der IT. Sie scheitern an Konsequenz, Rollenklärung und fehlendem Entscheidungsfokus. S&OP ist kein Reporting, sondern ein Führungs- und Ent-scheidungsformat. Ohne klare Verantwortlichkeiten, ohne Prioritäten und ohne Finanzin-tegration bleibt es ein Meeting mit Charts, aber ohne wirkliche Steuerung.Worum geht’s wirklich? S&OP ist Führungsarbeit und das Rückgrat einer integrierten Unternehmenssteuerung: eine Zahl, eine Wahrheit über Nachfrage, Kapazitäten und Finanzwirkung. Der rollierende Prozess setzt einen klaren Takt – mit verlässlichen Entscheidungen statt endloser Abstimmungsrunden. Von statistischem Forecast über Bedarfs- und Kapazitätspla-nung bis zum Abgleich: In Szenarien werden Engpässe sichtbar, Alternativen bewertet und die Finanzwirkung transparent gemacht. Im S&OP-Meeting wird entschieden und der integrierte Plan freigegeben. Ein verbindlicher Monatskalender (Input, Output, Rollen, Termine) macht S&OP planbar – strategisch, taktisch, operativ; langfristig bis kurzfristig. Wer daran rüttelt, landet wieder in Ad-hoc-Feuerwehrmaßnahmen und „best effort“-Excel.So gelingt der Einstieg:1. Fokus setzen: Die 20 % Produkte/Kunden, die 80 % der Menge treiben kommen zuerst in den Scope.2. Rollen festziehen: Eindeutige Verantwortlichkeiten für Forecast, Bedarf, Kapazität, Bedarfs-Kapazitätsabgleich, Finanzen und ein klares Entscheidungsgremium.3. Monatstakt leben: Fixer Kalender, definierte Inputs/Outputs, sauberer Datenhaushalt („gut genug“ genügt zum Start).4. Szenarien verpflichtend: Baseline plus „Was-wäre-wenn“ (Engpass, Nachfrage-Peaks, Lieferverzug) inkl. Finanzwirkung.5. KVP verankern: Jeden Zyklus zwei Verbesserungen beschließen – Prozess, Daten oder Verantwortungen.Der Effekt ist schnell spürbar. Bessere Forecast-Qualität, höhere Lieferfähigkeit und -treue, Bestände runter bei Reaktionsgeschwindigkeit rauf, robustere Ressourcennutzung. Für Pro-duktanläufe zeigt sich das unter anderem in bis zu 20 % höherer Lieferbereitschaft (schnellere Marktdurchdringung). Das reduziert Fehlstarts messbar – weil Produkte zum Launch verfüg-bar sind und zuverlässig geliefert werden.Fazit? Für den produzierenden Mittelstand und Familienunternehmen ist S&OP kein „nice to have“, sondern strategische Steuerung in volatilen Märkten. Wer sich konsequent an den S&OP-Prozess hält, gewinnt Liefertreue, Geschwindigkeit und Kapitalbindung zurück. Wer zögert, bleibt im Nebel – mit Excel als Taschenlampe.
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Publikation
01.09.2025
Die Bauindustrie steht unter massivem Veränderungsdruck. Bauen ist nach 3 Dekaden stagnierender Produktivität zu teuer und zu langsam. Die wesentlichen Treiber dieser Entwicklung sind: Fragmentierte Wertschöpfung, Ungleiche Margen- und Risikoverteilung, Mangelnde Skaleneffekte, Fachkräftemangel, Defizite in der Digitalisierung, Nachhaltigkeitsanforderungen und Regulatorik. Zusammengenommen eine enorme Herausforderung für die Branche und für jedes einzelnen Unternehmen in der Wertschöpfungskette, von der Projektentwicklung bis zum Betrieb und dem Rückbau. Antworten im neuen W&P Dossier „Von der Baustelle zur Produktionshalle - Wie industrielle Vorfertigung die Spielregeln im Bau verändert“.
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News, 12.08.2025
12.08.2025
Die Turbulenzen der vergangenen Jahre markieren für viele Familienunternehmen einen tiefgreifenden Wendepunkt.Inflation, zunehmende Regulatorik, Fachkräftemangel, Digitalisierung und externes Investoreninteresse stellen langjährig etablierte Geschäftsmodelle auf den Prüfstand. Gerade für Gesellschafter und Geschäftsführer im Mittelstand wird klar: Transformation ist kein optionales Zukunftsthema. Sie ist zur zwingenden unternehmerischen Notwendigkeit geworden. Doch vielen fehlt das strategische Zielbild.In der Zeitschrift „Die News – Fachzeitschrift für Familienunternehmen“ zeigen die W&P Managing Partner Dr.-Ing. Dirk Artelt und Jens Ekopf, wie ein solches Zielbild präzise formuliert wird und wie sich daraus ein konsistenter Transformationspfad ableiten lässt.
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Best Case
29.07.2025
RGF Staffing, mit international etablierten Marken wie Unique oder Start People, ist einer der größten Anbieter von maßgeschneiderten HR-Lösungen in Deutschland & Europa. Über Jahre hatte RGF Staffing im deutschen Zeitarbeitsmarkt insgesamt 13 mittelständische Unternehmen übernommen, die unter einheitlichen Dach von Unique zusammengeführt werden sollten. Ziel: Die Markt-/Wettbewerbsposition stärken und Effizienzvorteilen im Verbund heben. „Die exzellente Begleitung der Post Merger Integration durch W&P brachte für den Erfolg dieses komplexen Vorhabens einen entscheidenden Mehrwert. Mit hoher fachlicher Kompetenz, strategischem Weitblick, Fingerspitzengefühl und großem persönlichen Engagement wurden alle beteiligten Gesellschaften souverän zusammengeführt. Ich danke dem W&P-Team herzlich für die herausragende Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit,“ so Philipp Geyer, Vorsitzender der Geschäftsführung RGF Staffing Germany GmbH. Wie das Team um Sebastian Fitz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 23.07.2025
23.07.2025
Die operative Planung bleibt trotz – oder gerade wegen – zunehmender Unsicherheit eines der wichtigsten Instrumente im Controlling. Allerdings muss sie um Risikoanalysen und Szenariotechniken ergänzt und flexibel gestaltet werden, um Risiken wie Zölle, Marktvolatilität oder Wechselkursänderungen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen wie Hedging oder Kostensenkung einzuplanen.Eine enge Verzahnung von Planung, Risikomanagement und KPIs ermöglicht eine effiziente Steuerung und bietet Wettbewerbsvorteile. Flexibilität und realistische Annahmen sind essenziell. Denn: Operative Planung ist kein Selbstzweck – sie ist der Schlüssel zur erfolgreichen Navigation durch unsichere Zeiten.Christian Neeb, Experte Profit & Controlling Excellence bei W&P, im aktuellen Controller Magazin.
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Best Case
30.06.2025
Die DEHN SE, führendes und international tätiges Familienunternehmen der Elektrotechnik, bietet mit seinen Anwendungen in den Bereichen Blitz-, Überspannungs- und Arbeitsschutz Lösungen für die Elektromobilität, den Energiesektor und für den Schutz kritischer Infrastruktur. Dank einer erfolgreich umgesetzten Wachstumsstrategie verzeichnete das Unternehmen ein überproportionales Umsatzplus – allerdings nicht ohne spürbare Wachstumsschmerzen. Insbesondere aktuelle Kostensteigerungen und vielfältige interne wie externe Herausforderungen belasteten das Ergebnis. Um diesen Dynamiken gezielt zu begegnen, wurde W&P beauftragt, auf Basis eines umfassenden Benchmarkings mit den Kennzahlen führender Innovations- und Branchenpioniere die entscheidenden Stellschrauben zu identifizieren und die Profitabilität zielgerichtet und nachhaltig zu optimieren. Mit Erfolg: „Dank der strukturierten und zielgerichteten Vorgehensweise von W&P, konnten wir in kurzer Zeit die wesentlichen Handlungsfelder identifizieren und zentrale Maßnahmen zur Steigerung unserer Profitabilität einleiten,“ so Dr. Philipp Dehn Managing Partner & CEO. Wie das Team um Dr.-Ing. Dirk Artelt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 25.06.2025
25.06.2025
Wie Künstliche Intelligenz den Service transformiert und neue Gewinnpotenziale erschließt – diese Fragen standen im Zentrum des digitalen Executive Dialogs von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit Reply und SPIE Industry Service & Wind.„Service wird zur Profitmaschine – wenn es gelingt, Prozesse konsequent an Effizienz und Kundennutzen auszurichten und KI gezielt zu nutzen“, so Gastgeber Oliver Rörig, Partner und Leiter Operations & Service Excellence bei W&P. Gerade in kapitalintensiven Industriegüterbranchen sei Service nicht nur Stabilitätsanker, sondern zunehmend strategischer Wachstumstreiber. Doch die aktuelle W&P Best-Practice-Studie „Service-Champions im Mittelstand 2025“ zeigt: Nur 24 % der befragten Unternehmen setzen bereits Data Analytics oder KI ein. Weitere 46 % planen zwar den Einsatz – doch ein Drittel hat aktuell noch keinerlei Initiative gestartet.Eine weitere zentrale Erkenntnis: Erfolgreiche „Service Champions“ zeichnen sich nicht nur durch einen hohen Service-Umsatz aus, sondern vor allem durch überdurchschnittliche Profitabilität und Krisenfestigkeit. So erzielen diese Unternehmen mehr als 30 % EBIT im Servicegeschäft – ein Bereich, den 78 % der Studienteilnehmenden als besonders krisenresistent einstufen. Für die Zukunft des Servicegeschäfts kristallisieren sich mehrere Erfolgsfaktoren heraus: Allen voran qualifiziertes Fachpersonal – denn ohne dieses geraten Kapazitäten schnell an ihre Grenzen. Eng verknüpft sind das Wissensmanagement und der gezielte KI-Einsatz. Hier liegt enormes Potenzial, um bestehende Ressourcen effizienter zu nutzen, Know-how zu sichern und skalierbar zu machen. Ebenso relevant: die Entwicklung vom Kostenfaktor zum profitablen Geschäftsfeld sowie der Ausbau des Service-Portfolios, um zusätzliche Mehrwerte für Kunden zu schaffen. „Kurz gesagt: KI macht aus reaktiven Serviceprozessen einen durchgängig datengestützten, lernenden Kreislauf – mit höherer Transparenz, mehr Effizienz und Skalierbarkeit“, so Tan Kalaycioglu, Senior Expert Service & Aftersales bei W&P.René Schulte, Senior Manager bei Reply, warf einen Blick auf die nächste Evolutionsstufe: Jenseits klassischer Chatbots transformieren multimodale, agentische und verkörperte KI-Lösungen den Kundenservice grundlegend – hin zu dialogfähigen, lernenden Systemen mit hoher Prozessautonomie. „Multimodale und agentische KI-Lösungen ermöglichen ein völlig neues Serviceverständnis – weg vom Ticket-Handling hin zu empathischen, autonomen Agenten, die in Echtzeit reagieren, lernen und unterstützen“, so Schulte.Wie dies in der Praxis gelingt, zeigte André Panné, Head of BU Industrial Transformation bei SPIE Industry Service & Wind: Anwendungsbeispiele aus der Industrie machen deutlich, wie durchgängige Digitalisierung in Kombination mit KI sowohl die Steuerung von Serviceeinsätzen als auch die operative Performance messbar verbessert – bei sinkenden Reaktionszeiten und wachsender Kundenzufriedenheit. „Wir sehen messbare Effekte – kürzere Reaktionszeiten, bessere Ressourcenauslastung und deutlich höhere Kundenzufriedenheit. Die Basis dafür ist eine ganzheitlich vernetzte Servicearchitektur“, betont Panné.In der abschließenden Werkstatt-Diskussion wurde klar: Die Daten sind da, die Technologie ist verfügbar – jetzt braucht es gezielte Initiativen, um daraus echten Mehrwert im Service zu schaffen. Die eigentliche Herausforderung liegt weniger in der Technik, sondern in der Transformation von Organisation, Prozessen und Rollenverständnis. Wer Service als datengetriebenes Geschäftsfeld denkt und die Organisation entsprechend befähigt, macht aus einem klassischen After-Sales-Bereich eine zukunftsfähige Profitmaschine.
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News, 17.06.2025
17.06.2025
Noch immer agieren viele Unternehmen im Blindflug, wenn es um finanzielle Transparenz und Risikobewertung im HR-Bereich geht. Während über New Work und „Job Purpose“ diskutiert wird, bleiben betriebswirtschaftliche Grundlagen wie HR-Kosten- und Risikobeurteilungen häufig unbeachtet.Die (un)erwartbare Folge: Indirekte Personalkosten entstehen an unerwarteten Stellen – etwa durch hohe Fluktuation, Krankheitsquoten oder ineffiziente HR-Prozessabläufe – und bleiben oftmals unentdeckt. HR-Maßnahmen dienen zumeist der Brandbekämpfung und entfalten überdies kaum Wirkung, weil es an strategischer Einbettung und finanzieller Fundierung fehlt.Wie ein systematisches HR Cost & Risk Management Transparenz schafft, Wertströme sichtbar macht und personalwirtschaftliche Themen an zentrale Steuerungsprozesse anbindet, zeigt W&P Leiter HR Excellence Leonard Kluck im HR Journal.Zum Beitrag.
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Best Case
05.06.2025
Die familiengeführte Buhck Gruppe, führender Dienstleistern der norddeutschen Abfall- und Umweltwirtschaft, ist in den letzten Jahren stark gewaschen bei gleichzeitig hohem Ertragsniveau. Zeit für eine Positionsbestimmung, um einen neutralen Blick auf die aktuelle Unternehmensausrichtung bekommen. W&P wurde beauftragt, einen umfassenden „Fitness-Check“ des Unternehmens durchzuführen und durch tiefgehende betriebswirtschaftliche Auswertungen und Benchmarking die Unternehmenssituation zu bewerten und mögliche Handlungsfelder bzw. Optimierungspotenziale zu identifizieren. Konkret wurden bestehende Transparenzansätze hinsichtlich Effizienz und Kostenstrukturen in den administrativen Zentralfunktionen weiterentwickelt, für Entwicklungen außerhalb des bisherigen Managementfokus auf Basis ausgewählter Kennzahlen sensibilisiert, die gegenwärtige Unternehmensausrichtung unter Beachtung unternehmensspezifischer Charakteristiken objektiv eingeschätzt und konkrete Ansätze zur unternehmensübergreifenden Verbesserung der Performance abgeleitet. „Das W&P-Team hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Durch die fachliche Expertise und fundierter Analysen wurde zielsicher aufgezeigt, wo Handlungsbedarf besteht und welche Optimierungsmaßnahmen eingeleitet werden sollten“, bestätigt Holger Harms, GF und CFO Buhck UmweltservicesGmbH & Co. KG, den Erfolg des Teams um Dr.-Ing. Dirk Artelt.
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News, 03.06.2025
03.06.2025
In den aktuell anspruchsvollen Zeiten reichen weder Reaktivität noch passive Proaktivität: Champions der Transformation richten jetzt, im Rahmen der Business Transformation, die zentralen Dimensionen ihres Geschäfts neu aus – und zwar umfassend zukunftsgerichtet auf ein strategisches Zielbild der Gesamtorganisation.Neuausrichtungen des Unternehmensportfolios mittels Post Merger Integrationen oder Carve- Outs spielen dabei eine zunehmend zentrale Rolle. Business Transformation im Sinne einer Neuausrichtung geschieht nicht zum Selbstzweck, sondern wird von Champions als Resultat ihrer existierenden langfristigen Vision und Mission sowie ihrer mittelfristigen Strategie aktiv vorangetrieben. Diese Unternehmen haben ein klares Verständnis davon, wie ihre Geschäftsmodelle in ihren jeweiligen Marktsegmenten auch in verschiedenen Zukunftsszenarien weiterhin effektiv und effizient wirken werden.Aus diesem Rahmenwerk ergibt sich der Blueprint zur Neuausrichtung aller relevanten Geschäftsdimensionen – die strategischen Leitplanken der Business Transformation in den DimensionenSales ExcellenceOperational ExcellenceProfit & Controlling ExcellenceHR & Change ExcellenceDigital ExcellenceWie W&P nicht nur bei der Ableitung dieser richtungsweisenden Transformationsleitplanken aus ihrem strategischen Zielbild, sondern auch bei der vorgelagerten Strategieentwicklung unterstützen kann?Jetzt nachlesen!
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News, 28.05.2025
28.05.2025
Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit der Frostkrone Food Group diskutierten Experten, wie HR-Strategien unter Krisenbedingungen neu ausgerichtet werden müssen. Der Fokus lag auf der Transformation der HR-Funktion vom Feel-Good-Manager zum Performance- und Kostensteuerer.
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News, 26.05.2025
26.05.2025
Das Gefühl der Unsicherheit hat die letzten Monate eine neue Dimension erhalten: Geopolitische Verwerfungen, Protektionismus, Handelskriege, Schuldeninflation. In dieser Situation springt das Hohelied auf die Strategie „des Fahrens auf Sicht“ deutlich zu kurz. Vielmehr braucht es eine Grundentscheidung über die Richtung, um Folgeentscheidungen zu fällen. Es geht darum Fakten und Risiken abzuwägen, strategisch zu planen, auf Performance Management zu setzen – mit maximaler Fokussierung auf das jeweilige Geschäftsmodell und die mikro- und makroseitigen Rahmenbedingungen eines Unternehmens.
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News, 21.05.2025
21.05.2025
Wie lassen sich durch künstliche Intelligenz (KI) schnell und faktenbasiert Einsparpotenziale im Einkauf realisieren? Dieser Frage widmete sich der digitale W&P Executive Dialog in Kooperation mit Shouldcosting und Putzmeister Concrete Pumps.Zum Auftakt betonte Christian Sprenger, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner: „Unsere aktuelle Operational Excellence Studie zeigt klar: Für 83 % der mittelständischen Unternehmen stellen die Materialkosten den größten Belastungsfaktor dar.“ Der Schlüssel zur Verbesserung liege in der gezielten Analyse verfügbarer Unternehmensdaten. „Mit Data Analytics lassen sich bis zu 12 % der Materialkosten auf Basis einer KI-basierten Potenzialanalyse durch Verhandlungen, Bündelungs- und Skaleneffekte einsparen.“Welche Rolle KI und Data Analytics dabei spielen, verdeutlichte Hans-Peter Gysel, CEO der Shouldcosting GmbH, in seinem Beitrag. Er ist der Meinung, dass der Wert von Unternehmensdaten heute noch massiv unterschätzt wird. Wer diese Daten aber systematisch mit KI kombiniere, könne seine Wettbewerbsfähigkeit substantiell verbessern. Daten werden somit zum absoluten „Gamechanger“. Durch automatisierte Analysen könnten nicht nur Einsparungen von 8–12 % erzielt werden – auch die Datenqualität in ERP-, PDM- und PLM-Systemen verbessere sich um bis zu 90 %. Ein weiterer Vorteil: deutlich beschleunigte Prozesse. In der Praxis bedeute das: Bis zu 100-fach schnellere Prozesse und eine deutlich transparentere Entscheidungsfindung – etwa bei der Bestimmung von Kosten, Klassen oder Best Supplier in frühen Projektphasen.Ein Beispiel, wie diese Potenziale konkret gehoben werden können, zeigte Alexander Heinzelmann, Head of Corporate Procurement der Putzmeister Holding GmbH, mit einem Best-Practice-Einblick. Die KI-basierte Analyse der Daten des Maschinenbauers habe nicht nur Transparenz über Stärken und Schwächen geschaffen, sondern auch das Bewusstsein für die „Macht der Daten“ nachhaltig gestärkt. Zudem ermöglichte das Projekt einen Benchmark mit anderen Kunden und Lieferanten, und machte weitergehende Potenziale sichtbar – etwa im Bereich Varianz und Gleichteile, Prozess-Effizienz, CO₂-Footprint und Compliance.In der abschließenden Werkstatt-Diskussion, moderiert von W&P-Partner Oliver Rörig, wurde deutlich: Daten bilden die Grundlage jeder erfolgreichen Optimierung – doch erst ihre Qualität entscheidet über den tatsächlichen Erfolg von KI-Anwendungen. Unternehmen, die strukturierte und vollständige Daten systematisch auswerten, erschließen damit erhebliche Einsparpotenziale. Praxisbeispiele wie das von Putzmeister zeigen, dass sich durch den gezielten Einsatz von KI nicht nur Kosten senken, sondern auch Prozesse – von der Anfrage bis zur Neuentwicklung – deutlich beschleunigen lassen. Zugleich wurde betont, dass die Einführung KI-gestützter Analysen tiefgreifende Auswirkungen auf die Datenstrategie eines Unternehmens haben kann – etwa durch notwendige Anpassungen in Systemen und Prozessen.„Wer seine Daten im Griff hat, beherrscht seine Kosten. Die Kombination aus Datenqualität und KI ist der neue Maßstab für einen effizienten und effektiven Einkauf“, resümierte Oliver Rörig. Christian Sprenger ergänzte mit Blick auf den Mittelstand: „Einfach starten – das Potenzial ist riesengroß!“
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News, 09.05.2025
09.05.2025
Wie lassen sich Organisationskosten wirksam senken, ohne die Leistungsfähigkeit zu gefährden? Wie entstehen ineffiziente Strukturen – und wie können Unternehmen diese systematisch identifizieren und beseitigen?
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Best Case
05.05.2025
Die thyssenkrupp Steering (tkS) ist Teil der börsennotierten thyssenkrupp AG und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Lenksystemen. Mit rund 10.900 Mitarbeitenden an 24 Standorten steht tkS für technologische Exzellenz – insbesondere im Bereich der Massivumformung. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Transparenz und Steuerungsfähigkeit in der globalen R&D-Planung initiierte das Unternehmen eine umfassende Optimierung des R&D-Controllings. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde beauftragt, den gesamten Prozess strategisch und operativ zu begleiten – von der Analyse der Ausgangssituation über die Zielbildentwicklung bis hin zur Auswahl und Implementierung eines geeigneten Planungstools. Ziel war, die Steuerungsmöglichkeiten und Transparenz durch eine optimierte Schnittstelle zwischen Budget- und Projektplanung zu erhöhen, die Controlling-Effizienz durch systemische Anpassungen zu steigern und ein zukunftsfähiges R&D-Controllingkonzept zu etablieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Projekt- und Jahresplanung wurde durch ein passgenaues Tool effizienter gestaltet, eine adaptierte Prozess- und Gremienstruktur ermöglicht nun eine verbesserte Steuerung der globalen R&D-Ressourcen. Zudem schaffen klar definierte Rollenprofile und ein KPI-gestütztes Dashboard-Konzept Transparenz und Verantwortlichkeit in der Umsetzung. „Dank des strukturierten Vorgehens von W&P konnten wir trotz des äußerst engen Zeitplans diese komplexe Aufgabenstellung zielorientiert lösen, was uns zukünftig eine effizientere Planung und Steuerung unserer R&D-Ressourcen ermöglicht“, so Patrick Vith, CEO & COO der thyssenkrupp Steering. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business bei W&P, das Projekt umgesetzt hat? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 29.04.2025
29.04.2025
Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit der Streifeneder Unternehmensgruppe diskutierten Experten, warum Digitalisierung 2025 mehr denn je zur zentralen Notwendigkeit für Familienunternehmen des gehobenen Mittelstands wird. Der Fokus: praxisnahe Umsetzung statt reiner Theorie.
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News, 23.04.2025
23.04.2025
Umsatz um jeden Preis!? Insbesondere in Wachstumsphasen zeigt sich ein Trend zum Aufbau überproportionaler Organisationkosten. Prozesse werden bürokratisiert, Strukturen redundant und ineffizient aufgebaut und das (interne) Leistungs- und Serviceportfolio wird unkontrolliert erweitert. Diese Phänomene zeigen sich meist an der Schwelle vom sogenannten KMU zu Konzernstrukturen bei Familienunternehmen. In einer abflauenden Konjunkturlage schlägt sich dies rasch in einer dramatisch sinkenden Break-Even-Resilienz nieder.
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Best Case
16.04.2025
Die GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG ist ein international führendes Familienunternehmen spezialisiert auf Prozesstechnik für die Pharma- und Halbleiterindustrie sowie allgemeine industrielle Anwendungen. Durch das starke Wachstum der letzten Jahre und der Ausweitung der Produktions- und Vertriebsgesellschaften baut GEMÜ seine globale Wettbewerbsfähigkeit stetig aus. Ein zentraler Hebel: die strategische Ausrichtung und Effizienzsteigerung der administrativen Bereiche. Um diesen Transformationsprozess professionell aufzusetzen, wurde Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) beauftragt – von der Analyse der Ausgangssituation über die Entwicklung einer langfristigen Funktionalstrategie bis hin zur konkreten Projektaufplanung und Definition der Governance Modelle. „Durch die Zusammenarbeit mit W&P konnten wir schnell und effizient die strategischen Ziele und die erforderlichen Projekte für den Weg zur administrativen Exzellenz definieren, um damit die Performance unseres Unternehmens nachhaltig zu steigern“, so Stephan Müller, Geschäftsführer GEMÜ. Wie das Team um Oliver Rörig, Partner bei W&P, das Projekt begleitete? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 09.04.2025
09.04.2025
Controlling und CFO sind aufgrund der über­greifenden Ausrichtung meist erster Anlauf­punkt und vor allem erste „Beobachter“, wenn das Unternehmen in eine potenzielle (finanzielle) Gefahr gerät, bei der operativen Performance abzurutschen. Daher laufen in diesen Bereichen auch die Fäden für ein über­greifendes Business Performance Manage­ment zusammen – um Performance und Ergebnis zu sichern und aktiv zu managen.
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Best Case
07.04.2025
Die Ensinger GmbH ein international tätiges Familienunternehmen, spezialisiert auf technische Kunststoffe, liefert innovative Lösungen für Branchen wie Maschinenbau, Automobilindustrie, Medizintechnik und Luftfahrt. Um in einer anspruchsvollen Markt- und Wettbewerbssituation langfristig nachhaltiges Wachstum und die Ergebnissicherung zu gewährleisten, wurde das Transformationsprogramm NEXT ins Leben gerufen. Ziel: Ensinger durch optimierte Prozesse, ein klares Rollenverständnis und eine funktional ausgerichtete Organisationsstruktur stärker markt- und kundenorientiert aufzustellen. Das Team um Leonard Kluck, Head of HR Excellence bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde an Bord geholt, um bei Change Management und Kommunikation zu unterstützen: „Im Rahmen unseres Transformationsprogramms konnten wir dank der professionellen Unterstützung von W&P eine klare Programmführung und -steuerung etablieren, unsere internen Stakeholder gezielt auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten und ein nachhaltiges Change-Momentum schaffen, “ so Sven Heidinger, Head of Human Resources. Konkret konnten Ergebnisorientierung und Effizienzsteigerung durch ein stringentes Programmmanagement mit klaren Meilensteinen, Maßnahmenpaketen und transparentem Reporting verbessert, Transformations- und Veränderungsbereitschaft durch die nachhaltige Verankerung eines positiven Change Narrativs gesteigert und Widerständen mittels klarer Kommunikation und verbindlichen Verantwortlichkeiten gesteigert werden.
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News, 01.04.2025
01.04.2025
In der Vergangenheit haben Unternehmen erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt, um ihre Innovationskraft zu steigern. Doch die Realität zeigt: Entwicklungszyklen dauern oft zu lange – und sind geprägt von geringer Transparenz in den Prozessen. Wie also die Time-to-Market gezielt verkürzen, um Innovationen schneller verfügbar zu machen und Wettbewerbsvorteile zu sichern? Beim digitalen Executive Dialog „F&E meets SAP“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit Milliarum und HAVER & BOECKER gaben Experten aus Beratung und Industrie praxisnahe Einblicke in systemgestützte Controlling-Ansätze – mit SAP EPPM als technologischem Hebel.
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News, 02.12.2024
02.12.2024
Die 30. Ausgabe der Kundenzeitschrift Management Support von W&P liegt druckfrisch vor. Geboren am 03. März 2010 aus der Überzeugung heraus, dass Erkenntnisse und Erfahrungen von Beratern aus Kundenprojekten in marktführenden Familienunternehmen für EntscheiderInnen der Wirtschaft Mehrwert bieten müssten. Dabei war die Kontinuität dieser Kundenzeitschrift nicht immer gesichert – gerade aufgrund exogener Veränderungen. Die rasante Digitalisierung und Technisierung im Bereich der Kommunikationsmedien und die rapide abnehmenden Zeitbudgets in den Führungsetagen stellten die Existenzberechtigung eines so umfassenden Lesemediums in gedruckter Form mit klarem Fokus auf Inhalt deutlich in Frage.
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News, 28.11.2024
28.11.2024
Der aktuelle „W&P-Trendradar 2025“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) zeigt: Exogene Faktoren wirken weiter vehement auf Strategien und Geschäftsmodelle von Familienunternehmen und Mittelstand ein. Trends des Vorjahres wie Nachhaltigkeit/ESG, Fachkräftemangel und Künstliche Intelligenz sind auch im neuen Jahr weiter aktuell. Gleichzeitig verschärfen finanzielle Risiken und Multikrisen den Druck auf Finanzarchitekturen und gestalten Restrukturierungs- und Sanierungsprozesse neu.
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News, 28.11.2024
28.11.2024
Was sind die angesagten Themen im Bereich Profit & Controlling im Jahr 2025? Auf einer Skala von 1-10: Welche Trends scheuchen die Player aus ihrer Komfortzone, welchen „Impact“ haben sie? Christian Neeb, Senior Manager bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), wagt eine Prognose – im Trendradar 2025.
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Best Case
28.10.2024
InfraServ betreibt als Infrastrukturdienstleiter mit rd. 1.000 Mitarbeitern den größten Chemiepark Bayerns. Das Unternehmen bietet vernetzte Lösungen für Aufgabenbereiche von Firmen der Chemie- und Prozessindustrie - innerhalb und außerhalb des Standorts. Wegen absehbarer, signifikante Remanenzen hat das Unternehmen diverse Ansätze zur Ergebnissicherung initiiert – und in diesem Kontext Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) beauftragt, das Programm „HORIZON 2030“ zu unterstützen. Das Ziel: Realistische Wachstumschancen identifizieren, konsequente Maßnahmen zur nachhaltigen Kostensenkung aktiv unterstützen. Das Ergebnis: Gemeinsam mit W&P konnten substanziellen Umsatzpotenziale bei Bestandskunden inklusive definierter Maßnahmen zur konkreten Umsetzung in der Organisation realisiert und Business Cases zur Ansiedlung neuer Unternehmen am Standort ausgearbeitet werden. Zudem wurden rund 17 Prozent an Personal- und Sachkosteneinsparpotenzialen aus der Service-, Leistungs- und Kostenstrukturanalyse identifiziert. „Durch die Zusammenarbeit mit W&P konnten wir neue Umsatz- und Wachstumspotenziale identifizieren. Das Know-how und die Erfahrung des Beraterteams haben uns geholfen, unser Leistungsspektrum effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Entscheidend für den Projekterfolg war der enge Austausch mit den Beratern, die nicht nur fachlich überzeugten, sondern auch mit Augenmaß agierten und damit gut zu unserer Unternehmenskultur passten“, so Dominik Gschwendtner, Geschäftsleiter Infraserv Gendorf. Wie das Team um Jens Ekop, Partner & Head of BPI bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Kommentar, 10.10.2024
10.10.2024
Operational Excellence ist der „Heilige Gral“ jedes Unternehmens, der den Unterschied zwischen Mittelmäßigkeit und Spitzenleistung in der Unternehmensperformance definiert. In einer sich rasant wandelnden Welt ist es für Unternehmen unerlässlich, effektiv und effizient zu sein, umnachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben und den Unternehmenswert zu steigern. Auf die wichtigsten Elemente, Methoden und Erfolgsfaktoren zur Erzielung von operativer Exzellenz wird nachfolgend eingegangen.DefinitionOperational Excellence (kurz: OPEX) ist ein ganzheitlicher Managementansatz mit systematischer Herangehensweise zur nachhaltigen Generierung von Wettbewerbsvorteilen. Durch OPEX werden die Kosten gesenkt, die Qualität optimiert, die Durchlauf- und Lieferzeiten verkürzt sowie die Kundenzufriedenheit verbessert und damit alle relevanten Hebel zur Steigerung des Unternehmenswerts bedient. Ausgerichtet auf die Unternehmensstrategie, verbindet OPEX die funktionsübergreifende Exzellenz in den Kernfunktionen und der Administration mit der funktionsübergreifenden Exzellenz in den Kernprozessen zur Supply-Chain- und Wertstromoptimierung. Operational Excellence beinhaltet dabei die effektive und effiziente Kooperation von Menschen, Prozessen und Technologien, um optimale Unternehmensergebnisse zu erzielen. Als essenzielles Fundament zur nachhaltigen Erfüllung von OPEX ist dieser durch die Themenfelder Leadership und Kultur, Change-Management, KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) sowie durch ein schlagkräftiges PMO (Project Management Office) zu unterstützen.StrategieOperational Excellence ist kein isoliert zu betrachtendes Ziel, sondern ein ganzheitlicher Managementansatz, der eng mit der Unternehmensstrategie verknüpft sein muss. Hierdurch wird sichergestellt, dass sämtliche Aktivitäten und Maßnahmen sowie auch die Ressourcenallokation konsequent auf die Erreichung der übergeordneten, strategischen Unternehmensziele ausgerichtet sind. Wenn zum Beispiel die Marktführerschaft durch Produktinnovation angestrebt wird, sollte Operational Excellence darauf abzielen, die Effektivität und Effizienz der Produktentwicklung zu steigern und die Time-to-Market zu verkürzen.Funktionale und funktionsübergreifende ExzellenzFunktionale Exzellenz konzentriert sich auf die kontinuierliche Optimierung der Prozesse, Strukturen und Methoden innerhalb der gegebenen Kern- sowie auch der Unterstützungsfunktionen. Ziel ist es, durch Eliminierung und Minimierung der bestehenden (offensichtlichen und verdeckten) Verschwendungen die Wertschöpfung und somit genau das zu steigern, wofür der Kunde bereit ist zu bezahlen. LEAN-Management, Six Sigma und Total Productive Management sind hierbei ausgewählte bewährte Methodiken zur Erzielung „schlanker“ Prozesse mit optimierter Qualität sowie Ausgangspunkt für die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP).Für eine schnelle Bewertung der funktionalen Performance eignen sich neben klassischen Werkzeugen wie Wertstrom- und Prozessanalysen sowie Funktionalinterviews auch digitale Tools wie (Big) Data Analytics als bewährte Methoden in unseren Projekten. Auf Basis schlanker Prozesse können dann in einem zweiten Schritt weitere Optimierungen durch Digitalisierung und Automatisierung angestrebt werden (Bsp.: Robotic process automation (RPA), Internet of Things (IoT), etc.). Die Reihenfolge der Umsetzung ist hierbei entscheidend, um die Skalierbarkeit der Prozesse sicherzustellen und somit den Ressourceneinsatz auf ein Minimum zu beschränken.Neben der funktionalen Exzellenz ist die funktionsübergreifende Optimierung von entscheidender Bedeutung, da gemäß verschiedener Studien bis zu 40 % der unternehmensweiten Potenziale durch funktionsübergreifende Verbesserungsmaßnahmen erzielt werden („End-to- End“). Im Fokus stehen hierbei unter anderen die Kernprozesse Auftragsabwicklung, Sales- & Operations- Planning (S&OP), Produktentwicklung, Life Cycle Management und Innovation (PEP & PIP) sowie Qualitätsmanagement. Zur Erzielung von funktionsübergreifender Exzellenz muss über funktionale Grenzen hinweg operiert sowie eine nahtlose Zusammenarbeit und Integration zwischen verschiedenen Abteilungen und Funktionen sichergestellt werden. Statt isolierter Silos arbeiten die Mitarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen an der Erreichung gemeinsamer Ziele und der Maximierung des Unternehmenserfolgs.Für eine datengestützte Bewertung der funktionsübergreifenden Performance eignet sich Process-Mining als Ergänzung zu den Erkenntnissen aus klassischen End-to-End-Interviews sowie Prozess- und Systemanalysen. Nach Gestaltung von effektiven und effizienten, funktionsübergreifenden Prozessen kann dann weitere Optimierung durch Digitalisierung und Automatisierung angestrebt werden (Bsp.: Prozessautomatisierungen, Integration von Systemen und Anwendungen, Cloud Computing, etc.). Auch hier gilt es, die Prioritäten richtig zu setzen und die Reihenfolge der Umsetzung zu beachten.Das Fundament: Leadership und Kultur, Change-Management, KVP und PMODas Fundament für die nachhaltige Umsetzung operativer Exzellenz bildet eine starke Führung und Unternehmenskultur, unterstützt durch wirksames Change-Management und die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Zudem spielt ein leistungsfähiges Project Management Office (PMO) eine entscheidende Rolle in der Unterstützung und Umsetzung dieser Prinzipien.■ Leadership und Kultur: Eine starke Führung mit einem klaren Fokus auf Performance sowie eine unterstützende Unternehmenskultur sind von entscheidender Bedeutung für das Erzielen von nachhaltiger operativer Exzellenz. Führungskräfte müssen die Vision und die Ziele klar kommunizieren und Innovation, kontinuierliche Verbesserung, Konfliktbewusstsein und gleichfalls eine authentische Zusammenarbeit konsequent vorleben. Eine Kultur des Vertrauens, der Offenheit und des Engagements ist unerlässlich, um Mitarbeiter zu ermutigen, Ideen einzubringen, Risiken einzugehen und sich proaktiv an der Verbesserung der Abläufe zu beteiligen.■ Change-Management: Operational Excellence erfordert spürbare Veränderungen, was zwangsläufig zu Widerständen und Herausforderungen führt. Ein wirkungsvolles Change-Management ist entscheidend, um diese Veränderungen erfolgreich zu bewältigen und sicherzustellen, damit sie von den Mitarbeitern akzeptiert und umgesetzt werden. Dies beinhaltet die klare Kommunikation der Veränderungsgründe und dazugehöriger Konsequenzen, die Einbindung der betroffenen Mitarbeiter, um „Betroffene zu Beteiligten zu machen“, die Bereitstellung von Schulungsangeboten und Coachings sowie die Entwicklung von Stakeholder-spezifischen Anreiz und Incentivierungslogiken.■ Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP): Der kontinuierliche Verbesserungsprozess ist ein zentraler Bestandteil von Operational Excellence. Damit dieser aktiv gelebt wird, müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen und Führungsinstrumente wie beispielsweise Shopfloor-Management etabliert werden, die es den Mitarbeitern ermöglichen, kontinuierlich nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Prozesse, Strukturen und Produkte zu streben.■ Projektmanagement: Projektmanagement ist ein weiteres entscheidendes Element von OPEX, da viele Initiativen zur Prozessverbesserung und Veränderung als Projekte organisiert sind. Ein stringentes Projektmanagement umfasst dabei die Definition von klaren Zielen und Meilensteinen, die Zuweisung von Ressourcen und Verantwortlichkeiten, die Planung und Durchführung von Aktivitäten sowie die Messung, Überwachung und Steuerung des Projektfortschritts. Somit gewährleistet ein strukturiertes Projektmanagement, dass die gewünschten Ergebnisse zur Erzielung der strategischen Ziele erreicht werden.Operative Exzellenz ergebniswirksam machenÜbergeordnetes Ziel des Operational Excellence-Ansatzes ist die nachhaltige Steigerung des ROCE (Return on Capital Employed), also der Rendite auf das eingesetzte Kapital und damit auch die Steigerung des Unternehmenswertes. Wichtig hierbei ist jedoch, bei Umsetzung der funktionalen oder funktionsübergreifenden Exzellenz die Ergebniswirksamkeit der Optimierungsmaßnahmen sicherzustellen.
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Best Case
25.09.2024
Das Familienunternehmen Streifeneder zählt zu den größten Anbietern in der Orthopädietechnik, Prothetik und Rehatechnik und steht vor wachsenden Herausforderungen wie insbesondere dem anhaltenden Fachkräftemangel und überbordender Bürokratie. Gemeinsam mit Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde eine umfassende Digitalstrategie entwickelt, um Effizienzsteigerungen zu erzielen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Im Rahmen des W&P Digital Excellence Ansatzes wurden laufende und geplante Digitalprojekte analysiert, priorisiert und ein unternehmensweites Digitalboard etabliert, um die Umsetzung und Verantwortung der Digitalstrategie zentral zu verankern. „Digitalisierung ist für uns eine strategische Säule und Fundament für nachhaltiges Wachstum bei gleichbleibend höchster Versorgungsqualität für unsere Kundinnen und Kunden,“ ​ so der Geschäftsführende Gesellschafter Florian Streifeneder über die Bedeutung von Digitalisierung für das Unternehmen. „Allzu oft wurde Digitalisierung mit aufregenden Mondmissionen gestartet, ohne die notwendigen Strukturen etabliert zu haben. Die Folge: Der Return on Digital blieb aus“, ergänzt Korbinian Richter, Experte für Digitale Transformation bei W&P. „Unser Ziel ist heute mehr denn je: Durch priorisierte Initiativen den Ergebnisbeitrag von Digitalisierung bei unseren Kunden sicherstellen!“ Wie das Team um Korbinian Richter mit dem W&P Digital Excellence Ansatz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 24.09.2024
24.09.2024
Auch wenn aktuell Zinssenkungen erwartet werden – das Thema Working Capital bleibt weiterhin ein wichtiges Thema in den Controlling- und Finanzbereichen der Unternehmen.
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News, 04.09.2024
04.09.2024
Die Fashion-KundInnen sind aktuell in ihrem Konsum stark verunsichert und haben gleichzeitig höhere Ansprüche – das treibt die interne Komplexität bei Modeunternehmen. Parallel führen höhere Kosten (insb. bei Beschaffung und Personal) zu sinkenden Erträgen, was in der Konsequenz auch die Finanzierungssituation verschlechtert. Die Aufgabe ist es nun, bei allem Handlungsdruck, den Fokus auf die vorhandenen Chancen zu richten und operativ tragfähige Lösungen zu entwickeln. Welchen Impact in dieser Situation Partnerschaften auf Augenhöhe haben, stand im Mittelpunkt des 3. Executive Dialog Fashion von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (W&P) in Kooperation mit dem Serviceverband unitex, dem Hersteller Brax sowie dem Handelsunternehmen Breuninger.Ausgangspunkt muss immer eine „ehrliche Standortbestimmung“ sein, so Philipp Trompeter, Senior Manager des W&P-Teams Fashion, Beauty & Lifestyle, der dann in seinem einleitenden Vortrag ganz konkrete Maßnahmen vorstellte, die aktuell Priorität auf der Top-Management-Agenda haben sollten: „Für mich sind das ganz klar die Steigerung der Operational Excellence im Sinne von Raumkosten, Personal, Warenmanagement und Supply Chain, der Effizienzboost im Marketing durch Nutzung von KI-Tools sowie ESG als Mittel der Differenzierung zu sehen und nicht nur für Compliance-Zwecke.“In diese Richtung argumentierte auch Xaver Albrecht, Geschäftsführer des Serviceverbands unitex, der gerade im Feld der Prozessoptimierung deutliche Potentiale der Zukunft in der Branche sieht: "In Zeiten, in denen allen immer noch Personal auf der Fläche fehlt, müssen erst recht alle Prozesse im back end und front end auf den Prüfstand und verschlankt werden – von der Buchhaltung, übers Vertragswesen bis hin zu den Prozessen in Richtung Kunde“Für Benjamin Fuest, Mitglied der Unternehmensleitung für Verkauf und Personal bei Breuninger, liegt in der Gestaltung der Prozesse in Richtung Kunde eine große Chance, da sich das Kundenverhalten doch fundamental verändert hat: „Handel hat sich sowohl stationär als auch online stark verändert und wird zusehends weniger rein transaktional und bedarfsgetrieben. Für Menschen ist Shopping mehr eine Freizeitbeschäftigung und sie wollen emotional und anlassbezogen abgeholt werden. Dabei ist es in der Zusammenarbeit zwischen Händler und Lieferant wichtig, auch einen guten Anteil Trends und Newness im Sortiment zu bringen und diese Ready-to-Wear zum richtigen Zeitpunkt anzubieten und zu pushen. Oder auch die Kunden beispielsweise mit exklusiven Kapseln und Special Collections zu locken. Ebenso spielen gemeinsam kreierte Erlebnisse über Eventformate und besondere Aktionen eine wichtige Rolle.“Sind diese Herausforderungen alleine zu stemmen? Klares Credo, dass nein. Es gilt in diesen krisenhaften Zeiten stärker zusammenrücken, so Marc Freyberg, Geschäftsführer des Herstellers Brax, der neben dem Committment zu gemeinsamen Regeln des Miteinanders auch eine überragende Datenqualität fordert, um die gestiegenen Erwartungen der Kunden treffen zu können – alles unter einer Prämisse: „Nicht Unternehmen machen Marken, sondern Menschen machen Marken, deshalb ist die Voraussetzung für eine gute Partnerschaft gerade in Krisenzeiten offene Kommunikation auf Augenhöhe.“ Nur so könne beispielsweise auch gemeinsam ausgebrochen werden aus dem alljährlichen Zyklus der Ordnersituation zum frühesten Zeitpunkt, sodass die Performance im Sinne der LUG und Abverkaufsquoten gesteigert wird.Die abschließende Podiumsdiskussion zeigte: Alle Kooperationsmodelle, ob Own-buy, Depot oder Full Concession bieten die Möglichkeit, den Umsatz zu pushen, wieder aktiver am Markt und direkter am Kunden zu sein. Aber einerseits passt nicht jedes dieser Modelle zu jedem Unternehmen und andererseits bleibt es Aufgabe des Händlers den Kunden entlang seiner Customer Journey konsequent abzuholen. Die aktuell großen Herausforderungen werden nach Meinung von Manuel Farrokh, Gastgeber und Leiter des Geschäftsbereichs Fashion, Beauty & Lifestyle bei Dr. Wieselhuber & Partner, erst dann zur Chance, „wenn sie gerade in widrigen Rahmenbedingungen durch starke Partnerschaften von Handel und Herstellern gemeinsam angegangen werden – ohne dabei die ganz operativen, akuten Hausaufgaben wie Operational Excellence, Time-to-Market, KI und ESG zu vernachlässigen.“
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Kommentar, 14.08.2024
14.08.2024
„Service-Excellence im After-Sales-Service ist nicht nur wichtig, sondern auch unverzichtbar für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens“, betont ein führender Entscheider im Präzisionsmaschinenbau. „Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung von Kundenbindung und trägt überproportional zum Gesamt-EBIT bei.“ Ein weiterer Kunde, Marktführer im Baumaschinenmarkt, bestätigt dies: „95 % des Umsatzpotenzials bei unseren Kunden beginnt drei bis vier Jahre nach dem Kauf. Allein durch den Aufbau von Lifecycle Services konnten wir unseren Gesamtumsatz letztes Jahr um 20 % steigern.“Für Anbieter, sei es Hersteller oder Händler, ergeben sich durch die Entwicklung und Bereitstellung einer exzellenten Serviceleistung zahlreiche attraktive Erfolgselemente. Dazu zählen unter anderem die Umsatzsicherheit gegen Konjunkturschwankungen, die Steigerung der Unternehmensprofitabilität und die Schaffung neuer Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung von Services.Die Ergebnisse unserer W&P Service-Studie „Service Champions im Mittelstand“ bestätigen diese Einschätzung: Der Service hat zwar einen vergleichsweise geringen Umsatzanteil von „nur“ 20 bis 30% gegenüber dem Produktumsatz. Dennoch leistet er einen signifikant hohen EBIT-Beitrag von bis zu 45% und mehr. Dies unterstreicht die enorme Bedeutung und den hohen Wertbeitrag der After-Sales-Service-Exzellenz für das Gesamtunternehmen.Ein Euro des Serviceumsatzes erzeugt etwa denselben EBIT-Wertbeitrag für das Unternehmen wie drei Euro des Produktumsatzes. Quintessenz: Service-Exzellenz gehört auf die Top-Management-Agenda!Vier Stellhebel für nachhaltige Service-EBIT-SteigerungEs spielen vier grundlegende Stellhebel eine zentrale Rolle, um Umsatz und EBIT zu steigern und nachhaltig zu sichern (siehe Abb.). Der erste Stellhebel konzentriert sich auf das Durchdringen der installierten Produktbasis. Er beinhaltet eine fundierte Analyse und serviceorientierte Segmentierung der bestehenden Kundenbasis, der Identifizierung von lukrativen Umsatzpotenzialen und der Entwicklung gezielter Vertriebsinitiativen. Durch zielgruppenspezifische Servicepakete, der gezielten Schulung des Vertriebspersonals und eine kontinuierliche Verbesserung von Service-Prozessen (KVP) kann die Effizienz und Effektivität im Service-Vertrieb gesteigert werden.Der zweite Stellhebel zielt auf die Optimierung des bestehenden Service-Geschäfts ab. Hierbei stehen das Feintuning der Services, z. B. durch bessere Paketierung oder Inhaltsoptimierung, das Anpassen des Pricing-Modells zur Margenverbesserung, eine effiziente Auslastungssteuerung sowie regionale Skalierung und Erweiterung des Service-Geschäftes und die Steigerung der Rahmenvertragsquote im Fokus.Die Entwicklung neuer Services stellt den dritten Stellhebel dar. Unternehmen sollten potenzielle Services wie Retrofit-Lösungen, Ersatzeilpakete, Garantieverlängerungen, proaktive Services und innovative „Türöffner“-Services in Betracht ziehen, um neue Umsatzquellen zu erschließen und die Kundenbindung zu stärken.Der vierte und letzte Stellhebel liegt in der Digitalisierung der Services, des Frontends und der Service-Prozesse. Durch die Einführung digitaler Geschäftsmodelle, digitaler Fernwartung, Retrofits, Self-Help-Plattformen, Remote-Training und virtueller Inbetriebnahme können Unternehmen nicht nur die Service-Effizienz steigern, sondern sich auch langfristig für die digitale Zukunft absichern.Insgesamt bieten diese Stellhebel kurz-, mittel- und langfristige Strategien, um die Umsatzsteigerung und Profitabilität zu maximieren, die Position beim Kunden zu stärken und die Unternehmen für die Herausforderungen der digitalen Ära zu rüsten.FazitDie Macht der Service-Exzellenz im After-Sales-Service ist entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg. Die Service Studie von W&P unterstreicht, dass Service und Aftersales dem Unternehmen einen vergleichbaren Wertbeitrag wie der Produktumsatz liefern, jedoch dem Top Management einen weitaus stärkeren EBIT-Hebel bieten.Vier Handlungsfelder für eine nachhaltige Service-EBIT-Steigerung warten mit konkreten Strategien zur Umsatzmaximierung und Profitabilitätssicherung auf. Das Durchdringen der Kundenbasis, Optimierung bestehender Services, Entwicklung neuer Angebote und die Digitalisierung von Service-Prozessen.Dieser Weg ist entscheidend, um in der digitalen Ära erfolgreich zu sein und den Gesamterfolg des Unternehmens nachhaltig steigern zu können.
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News, 04.07.2024
04.07.2024
In schnelllebigen Zeiten legen führende Unternehmen verstärkt Wert darauf, ihren Servicevertrieb auszubauen, um nachhaltiges Wachstum zu sichern. Der Fokus liegt dabei auf dem Profitabilitätsbeitrag des Service- im Vergleich zum Produktverkauf und darauf, wie ein Service Sales Boost erzielt werden kann. Bei der Service-Leadgenerierung ist es dabei wichtig, die installierte Basis an Produkten in einen systematischen Ansatz einzubeziehen.
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News, 27.06.2024
27.06.2024
Jede Organisation und jede Organisationsanpassung zieht mehr oder minder gut erkennbare Organisationskosten nach sich. Oft wähnt sich das Management in einem Zielkonflikt: Eine leistungsfähige High Performer Organisation verursacht vermeintlich hohe Kosten. Eine kosteneffiziente Organisation spart zwar Kosten, begrenzt aber die Leistungsfähigkeit der Organisation. Dem muss nicht so sein. Im Rahmen der Digitalveranstaltung „EBIT im Fokus: Wenn dem Management die Organisationskosten davonlaufen“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit der Uhlmann-Gruppe wurden Wege und Vorgehensweisen aufgezeigt, wie sich beide Ziele im Rahmen einer Organisationsentwicklung verbinden lassen.
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News, 19.06.2024
19.06.2024
Herausforderungen der Service-Transformation und bewährte Strategien zur Sicherung der Serviceprofitabilität in turbulenten Zeiten – diese Themen standen im Mittelpunkt des 5. Executive Dialog Operations von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit Brückner Servtec und Rittal.
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News, 23.05.2024
23.05.2024
Nur ein stabiler Break-even macht ein Unternehmen wetterfest. Er befähigt das Unternehmen, Absatzschwankungen oder -rückgängen zu begegnen. Vom Controlling kommt dafür das entsprechende Instrument. Eine differenzierte Betrachtung der Kosten hinsichtlich ihrer Beeinflussbarkeit ist dafür unabdingbar und sie sind dafür hinsichtlich ihres Fix- oder Gemeinkostencharakters sowie ihrer Variabilität zu unterteilen. Den Break-even im Vergleich zu Ist- und Planumsätzen zu verfolgen, zählt dabei zu den wesentlichen Controllingaufgaben. Mehr von Dr. Günter Lubos, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, im aktuellen Controller Magazin.
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News, 17.05.2024
17.05.2024
Im Kontext globaler Veränderungen, Unsicherheit und neuer Schwierigkeiten, macht sich eine allgemeine Zurückhaltung breit. Innovationsdrang und Mut zu neuen Unternehmungen werden ausgebremst, Wege in eine zielgerichtete und positive Zukunft häufig verstellt. Echte Entscheider sind gerade in solchen Situationen die wahren Game Changer – ob als Zukunftsgestalter, Unternehmensarchitekten, Regelbrecher oder einfach „nur“ Unternehmenslenker.Doch welche Werkzeuge braucht es, um dem „Game Over“ zu entgehen und sich Richtung „Wachstum“ zu entwickeln? Um mit starker Hand, eine grundlegende Neuausrichtung – vom Zielbild, über das Geschäftsmodell bis hin zum operativen Setup eines Unternehmens – voranzutreiben? Neu gedachte Strategie, eine Auseinandersetzung mit der Anwendung künstlicher Intelligenz in allen Unternehmensfunktionen, professionelles operatives Management mit einem Fokus auf Business Performance.Diese Themen und weiteres Know-how für das erfolgreiche Gelingen des Wandels finden Sie in der neuen Ausgabe des W&P Management Support.Impulse für Entscheider – jetzt reinlesen!
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Event, 12.02.2026 (Beendet)
München
Beendet
Die Münchner Europa Konferenz hat sich als offene, überparteiliche und internationale Plattform das Ziel gesetzt, einen Beitrag für die politische Integration eines demokratischen Europas der Vielfalt zu leisten. Die Münchner Europa Konferenz bietet unter dieser Maßgabe ein Forum, die aktuellen Entwicklungen zu analysieren, die Grundlagen der europäischen Integration im Bewusstsein zu halten und Wege für künftige Entwicklungen aufzuzeigen. Um diesen Zweck zu erfüllen, veranstaltet die Münchner Europa Konferenz mit Unterstützung von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH zum 10. Mal am Vorabend der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 einen namhaft besetzten Diskussionsabend zum Thema "Europas digitale Souveränität zwischen globalen Machtblöcken".  Als Referenten treten u.a. auf Gerd Chrzanowski, CEO & Komplementär der Schwarz Gruppe Dr. Ralf Wintergerst, CEO Giesecke+Devrient GmbH Georg Eisenreich, MdL, Staatsminister der Justiz Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie  Manfred Weber, MdEP, Vorsitzender des Münchner Europakonferenz e. V.
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News, 25.03.2024
25.03.2024
Seit März 2024 hat Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) hochkarätige Unterstützung im Bereich Business Performance Improvement: Mit Christian Sprenger, der als Partner und Leiter des BPI-Bereiches Operational Excellence einsteigt, kommt ein Experte mit fundiertem Fachwissen und Hands-on Mentalität zur Top-Management Beratung für Familienunternehmen.
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Best Case
23.02.2024
Die Münchner Unternehmensgruppe Leonhard Moll Betonwerke ist ein Industrieunternehmen in Familienhand mit über 300 Mio. € Umsatz und über 1.700 Mitarbeitenden. Herausforderung: Das bereits eingeführte ERP-System sollte noch umfassender genutzt werden. Hinzu kam, dass ein weiteres zugekauftes Unternehmen innerhalb von drei Monaten ebenfalls in die bestehende Plattform integriert werden musste. Angesichts der Notwendigkeit bis zu einem unverrückbaren Zeitpunkt den Go Live zu realisieren, reichten die Ressourcen nicht aus, um die zeitgerechte Realisierung zu sichern – und hier kam W&P unterstützend ins Spiel. Zentrale Aufgabe für das Team um Dr. Günter Lubos, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: Den Implementierungsprozess der ERP-Einführung für die neu erworbene Tochtergesellschaft steuern und parallel Effizienzpotenziale durch eine bessere Nutzung des ERP-Systems identifizieren. „Dank der strukturierten Vorgehensweise, der bewiesenen Expertise in dem Kontext und nicht zuletzt entsprechendem Feingespür in Moderation und Koordination hat W&P erheblichen Anteil daran, dass deutliche Effizienzreserven gehoben wurden und die ERP-Um-setzung zeitgerecht erfolgte“, bestätigt Alexander Beer, CFO der Moll Betonwerke, den Projekterfolg. Wie das konkrete Vorgehen aussah? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
07.02.2024
BRUGG Pipes, einer der führenden europäischen Anbieter für Fernwärmeleitungen, industrielle und urbane Versorgungsinfrastruktur, hat sein umfassendes Produktsortiment bestens im Griff: Eng begleitet von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden im Rahmen einer Portfoliooptimierung alle Verkaufsartikel massiv reduziert, neu strukturiert und im ERP-System implementiert. „Das Know-how und die maximale Umsetzungsorientierung von W&P war der Garant für den erfolgreichen Veränderungsprozess in der Organisation und in den Systemen. Das Ergebnis hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagt Boris Mäder, CMO der BRUGG Pipes. So wurde das Portfolio im Live-System in weniger als 3 Wochen Hypercare umgesetzt, die Korrekturquote im neuen Produktdatenmodell lag unter 1%, das Standardportfolio wurde um 87% low-performer Artikel von über 60.000 auf unter 9.000 verkleinert, die Artikelmerkmale um ca. 70% für die effiziente Portfoliosteuerung reduziert. Wie das Team um Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 29.01.2024
29.01.2024
Die Krisen und Lieferabrisse der letzten Jahre machen es erforderlich, Wertschöpfungsketten strukturell umzubauen und resilienter zu machen. Dazu bieten sich zwei strategische Lösungsansätze an: „Reshoring“, also die Rückverlagerung von Produktionsstätten aus Low Cost Countries in Industriestaaten, oder die Regionalisierung, der Aufbau autarker, unabhängiger Lieferkreise in einzelnen Weltregionen.
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Best Case
24.01.2024
Das Familienunternehmen LAUDA Dr. R. Wobser GmbH & Co. KG, weltweit führender Hersteller von Temperiergeräten und –anlagen, hat mit seiner Unternehmensstrategie DRIVE 250 ambitionierte Wachstumsziele definiert. Teil dessen: DRIVE Digital. Darin werden Digitalinitiativen definiert, die Wachstum und Profitabilität mit Hilfe digitaler Technologien unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen. Zusammen mit Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden mittels des Digital Excellence Ansatzes zentrale Bereiche der Digitalstrategie definiert, in einem Bottom-Up und Top-Down-Ansatz verifiziert und ausgearbeitet. Das Ergebnis? Kann sich laut Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter LAUDA, sehen lassen: „Mit dem Digital Excellence-Ansatz konnten wir unsere Digitalstrategie so ausgestalten, dass die Umsetzung genau auf unsere Organisation abgestimmt ist. W&P ist die für uns passende Boutique unter den Digitalstrategen.“ „Die Entwicklung der Digitalstrategie sollte fester Bestandteil jedes Strategieprozesses sein. Leider sieht die Realität im deutschen Mittelstand hierzu aktuell ernüchternd aus,“ so Dr.-Ing. Dirk Artelt, Geschäftsführender Gesellschafter W&P und Experte für Industriegüter. Wie das Team um Korbinian Richter, Experte Digitale Transformation bei W&P, im Rahmen des Digital Excellence Ansatzes konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 12.12.2023
12.12.2023
In vielen Branchen ist das Metaverse zum zentralen Bestandteil von Zukunftsvisionen geworden. Es hat das Potenzial, die Zukunft des Gartencenters positiv zu beeinflussen, indem es dem Kunden neue immersive Erfahrungen im Gartencenter und bei der Gartenplanung bietet.
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News, 08.12.2023
08.12.2023
Der aktuelle „W&P-Trendradar 2024“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) zeigt: Geopolitische Disharmonien, exogene Faktoren und neue Technologien wirken auch 2024 bei Familienunternehmen und Mittelstand auf Strategien und Geschäftsmodelle ein. Trends wie Business Performance, Nachhaltigkeit, Personalmangel, Künstliche Intelligenz oder Restrukturierung & Corporate Finance verlangen in Branchen wie Maschinen- & Anlagenbau, Bau/Bauzulieferer, Chemie/Kunststoffe oder Konsumgütern jetzt strategische Entscheidungen im Top-Management.
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News, 01.12.2023
01.12.2023
Komplexität, Dynamik und Turbulenzen der Märkte nehmen zu. Geopolitische Disharmonien, exogene Faktoren und neue Technologien wirken auf Strategien und Geschäftsmodelle ein. Die Herausforderungen, Aufgaben, aber auch die Chancen für Unternehmen und deren Führung sind umfangreich, neu, groß und riskobehaftet. Analytik, Kreativität, Mut, Entscheidungskraft und Umsetzungsstärke, sowie Resilienz der Entscheider, der Zukunftsgestalter, der intelligenten und innovativen Macher sind gefordert.
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News, 22.11.2023
22.11.2023
Nach wie vor ist Service ein wichtiger Stabilitätsfaktor in Industriegüterunternehmen. Denn ein gut funktionierender Service ist für Maschinenbetreiber essenziell, um die Verfügbarkeit ihrer Produktionslinien zu gewährleisten. Zudem bietet er in schwierigen Zeiten mit stagnierenden oder sinkenden Produktumsätzen die Möglichkeit, sich über einen exzellenten Service zu differenzieren und zusätzliche Erträge zu erzielen. Auch Künstliche Intelligenz spielt eine wichtige Rolle und treibt innovative Ansätze zur Gestaltung neuer Geschäftsmodelle voran. Gründe genug, um das Thema für rund 50 Teilnehmer im 4. Executive Dialog Operations von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) im Dialog mit Experten von Accretech, USU Software und WILO SE auf die Agenda zu nehmen.
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News, 20.11.2023
20.11.2023
Das "richtige" Pricing entscheidet in hohem Maße über den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Welche Informationen muss das Controlling zur Preisfindung bereitstellen? Wie kann das Controlling beim Preismanagement wirkungsvoll unterstützen? Welche Methoden sind relevant und wie können wir sie in der Praxis bestmöglich umsetzen?
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News, 10.11.2023
10.11.2023
Was sind die relevanten Themen der Digitalisierung im Jahr 2024? Auf einer Skala von 1-10: Welche Trends scheuchen Unternehmen aus ihrer Komfortzone und welchen „Impact“ haben sie? Leiter Digitale Transformation bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) Sebastian Batton, wagt eine Prognose – im Trendradar 2024.
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Best Case
25.10.2023
Die Oberalp Gruppe, Anbieter von Ausrüstung und Textilien für nahezu alle Aktivitäten auf dem Berg, nimmt regelmäßig aktuelle Megatrends unter die Lupe. Diesmal: Die Potenziale des Metaverse für die Bergsportbranche im Allgemeinen und für die Oberalp Gruppe mit seinen Bergsportmarken Salewa, Dynafit, Wild Country, Pomoca, Evolv und LaMunt. W&P unterstützte durch die Erstellung der Studie „Mountaineering and the Metaverse – Separating facts from fiction“ und entwickelte eine entsprechende Strategie, die sie den Händlern der Gruppe auf dem jährlichen Oberalp Summit vorstellten. Dafür wurden die zugrundeliegenden technologische Entwicklungen und Voraussetzungen des Metaverse, zentrale und treibende Metaverse-Unternehmen und -Plattformen sowie ihre Einflüsse auf Bergsportindustrie und Oberalp Gruppe analysiert. Auf Basis dieser Ergebnisse konnten dann konkrete Initiativen abgeleitet und validiert werden. „Mit W&P haben wir es geschafft, aus dem Megatrend Metaverse ein für die Bergsportindustrie und die Oberalp Gruppe handhab- und umsetzbares Thema zu machen. Damit sind wir einen wesentlichen Schritt in Richtung Zukunft virtueller Welten gegangen und starten mit der Umsetzung. Die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht“, so Stefan Rainer, Chief Sales Officer.
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Publikation
11.10.2023
So bunt der Blumenstrauß ist, so vielfältig sind Digitalinitiativen im deutschen Mittelstand. Bei all der bunten Vielfalt bleibt richtig und wichtig, dass der Beitrag der Digitalisierung zu Umsatzwachstum und Ergebnisverbesserung sichergestellt ist. Dafür sind Ordnung und auch bewusste Entscheidungen, Dinge nicht zu tun, notwendig - aber meist nicht die Realität. Es braucht Ansatz, der das “weiter so” verhindert, was die vergangenen Jahre guter Konjunktur noch erlaubt hatten: - Unkoordinierte Aktivitäten ohne konkretes und ausreichend kommuniziertes Zielbild - Fehlende Transparenz über den Wertbeitrag des digitalen Projektportfolios - Überproportionale Belastung für Kompetenzträger und daher kaum Projekte in-time und in-budget
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Event, 03.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Unsere digitale Veranstaltung zeigt Ihnen, wie KI zum echten Turbo für das Servicegeschäft wird. Erfahren Sie, wie moderne KI-Technologien Prozesse beschleunigen, die Servicequalität erhöhen und neue Umsatz- und Ertragspotenziale freisetzen. Branchenexperten demonstrieren anhand konkreter Praxisbeispiele, wie KI-Lösungen bereits heute im After-Sales erfolgreich eingesetzt werden. Dabei beleuchten wir sowohl die Chancen als auch die wichtigsten Herausforderungen der digitalen Transformation und zeigen praxiserprobte Ansätze, mit denen Serviceorganisationen nachhaltig zukunftsfähig werden.   Warum teilnehmen? Diese kompakte Veranstaltung richtet sich an Entscheider und Fachleute aus kapitalintensiven Industriegüterbranchen, die den nächsten Schritt in Richtung KI-gestützter Service-Exzellenz gehen wollen. Freuen Sie sich auf wertvolle Impulse, konkrete Anwendungsbeispiele und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Führungskräften.
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Kommentar, 06.09.2023
06.09.2023
In den letzten Jahrzehnten hat die Globalisierung dazu geführt, dass Unternehmen ihre Produktion und Dienstleistungen in Länder mit niedrigeren Löhnen und geringeren Kosten verlagert haben. Dadurch konnten sie wettbewerbsfähiger anbieten und ihre Profitabilität steigern. Die Krisen und „Black Swan“ Events der letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass Methoden der Vergangenheit in einer immer turbulenteren und schlechter planbaren Welt nicht mehr zum Erfolg führen. Die Verwundbarkeit von einst erfolgreichen, globalen Lieferketten wurde beispielsweise durch einen blockierten Suez-Kanal, zunehmend nationalistische Tendenzen, politische Instabilität, die COVID-19-Pandemie und nicht zuletzt den Krieg in der Ukraine schonungslos offengelegt.Aufgrund der erforderlichen „Feuerwehraktionen“ im Tagesgeschäft der letzten Jahre hat sich in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) in den Lieferketten durch wieder mehr strategische und konzeptionelle Maßnahmen verbessert werden muss. Dabei gilt es, die Auswirkungen von unvorhersehbaren Ereignissen in der Zukunft zu mildern und die Lieferfähigkeit zu jeder Zeit aufrechterhalten zu können.Aufbau von autarken, unabhängigen LieferkreisenDer strategische Lösungsansatz besteht in dem Aufbau von autarken, unabhängigen Lieferkreisen zur Erhöhung der Resilienz und Lieferfähigkeit. Bei global agierenden Unternehmen betriff t dies in der Regel die drei Weltregionen „Amerika“, „EMEA“ und „Asia-Pacific“ oder eine noch weiter untergliederte Struktur (z. B. Nord- vs. Südamerika oder China vs. Rest von Asien).Dieser Lösungsansatz kombiniert mehrere Vorteile: Zunächst werden die Wiederbeschaffungszeiten und somit die Risiken und Unsicherheiten im (bisher sehr langen) Beschaffungsprozess deutlich verringert. Die einzelnen Supply Chains sind folglich überschaubarer und besser zu steuern. Unternehmen haben wieder mehr Kontrolle über ihre Lieferketten und können schneller auf Änderungsbedarfe reagieren. Schließlich wird die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein durch kürzere Transportwege mit geringeren CO2Emmissionen berücksichtigt.Bei der Umsetzung des Zielbildes von unabhängigen, robusten Lieferkreisen müssen die folgenden Handlungsfelder bearbeitet werden: Transparentes Mengengerüst 2030Grundlage zur Ausgestaltung der Lieferkreise ist das erwartete Mengengerüst in den jeweiligen Weltregionen (auf operationsrelevantem Detaillierungsniveau). Dieses bestimmt nicht nur die erforderlichen Produktions- und Beschaffungskapazitäten, sondern hat auch Einfluss auf den Funktionsumfang und die Größe der regionalen Organisationseinheiten.Leistungsfähige WertschöpfungsarchitekturBevor es um die Festlegung und Dimensionierung der Produktionsstandorte in den einzelnen Lieferkreisen geht, sollte die Frage nach den Kernkompetenzen beantwortet und die strategische Make-or-Buy Entscheidung getroffen werden. So sollte nur das selbst produziert werden, womit ein höherer Kundennutzen erzielt werden kann. Beispiele dafür: Günstigere Herstellkosten, individuellere Leistungserbringung, schnellere Lieferzeiten, höhere Flexibilität und Qualität etc.. Volumenabhängig kann dann die Wertschöpfungstiefe definiert werden. Geringe Stückzahlen sprechen eher nur für den Aufbau von Lagerbeständen oder kundennahen Wertschöpfungsprozessen (z. B. Endmontage oder Verpackung). Große Stückzahlen mit Skaleneffekten (kritische Masse), rechtfertigen hingegen eigene Produktionskapazitäten auch in vorgelagerten Fertigungsstufen.Skalierbare LieferantenbasisRobuste, autarke Lieferketten in den Regionen basieren vor allem auf einer professionellen und skalierbaren Lieferantenbasis. Der strategische Einkauf ist an dieser Stelle gefordert, nicht nur einmalig wettbewerbsfähige Sourcing-Strukturen mit geringen Einstandspreisen aufzubauen, sondern diese auch stetig in Richtung Transparenz, Kollaboration, Bestandsoptimierung und ganzheitlicher Lieferperformance weiterzuentwickeln. Dadurch dass in allen Weltregionen analoge, redundante Strukturen aufgebaut werden, ist die Lieferfähigkeit auch im Falle von unvorhersehbaren Störungen bis zu einem gewissen Ausmaß gewährleistet.Synergetische FührungsorganisationDurch den Aufbau von autarken Lieferkreisen muss auch die Organisation mit den regional erforderlichen (Minimal-) Funktionen in volumenabhängiger Dimension ausgestattet werden. Um dabei globale Standards zu schaffen und funktionale Synergien ausnutzen zu können, muss ein Mindestmaß an Zentralisierung und Richtlinienkompetenz vorhanden sein. Als Beispiele dafür dienen ein global ausgerolltes Produktionssystem mit standardisierten KPIs in allen Werken oder aber ein strategischer Zentraleinkauf, der lokale Beschaffungsalternativen gemäß der regionalen Kundenanforderungen zulässt.Effiziente StandardprozesseZur Sicherstellung einer global hohen Effizienz und Skalierbarkeit, müssen die dezentralen Prozesse end-to-end-optimiert, standardisiert und einheitlich systemgestützt ablaufen. So sollte beispielsweise der Order-to-Cash Prozess in allen Weltregionen die gleiche automatisierte Terminierungs- und Auftragsbestätigungslogik aufweisen. Zudem sollten einheitliche KPIs dafür sorgen, dass die SCM-Performance – mit Zahlen, Daten und Fakten gestützt – ganzheitlich gemessen und kontinuierlich verbessert werden kann (Liefertreue, Qualität, Kosten, Bestände, …).Nach den Krisen und Lieferabrissen der letzten Jahre steht der Aufbau von autarken, resilienten Lieferkreisen ganz oben auf der COO-Agenda. Obwohl die Transformation dorthin kein Sprint ist, wird der Aufwand durch eine hohe Lieferfähigkeit, Transparenz und Steuerungsfähigkeit sowie geringere CO2-Emissionen belohnt.
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Kommentar, 14.08.2023
14.08.2023
Die Steuerung der Business Performance ist eine wesentliche Aufgabe eines CFO. Sein vorhandener Werkzeugkasten? Der ist oft gut bestückt, aber recht kleinteilig ausgestattet. Vor allem dann, wenn Beirat, Aufsichtsrat oder Gesellschafter einfache und griffige Kennzahlen wünschen, fehlen häufig die notwendigen Instrumente. Mit welchen KPIs die Performance betreffend Umsatz, Kosten und Kapital am besten abbilden? Und wie dabei sowohl operative als auch strategische Aspekte berücksichtigen? Und gleichzeitig Zusammenhänge darstellen, die zur Performance führen?Umsatzperformance – ohne Umsatz keine PerformanceDie Umsatzperformance des Unternehmens in Form von prozentualem Wachstum oder Rückgang ist ein einfach zu messender Wert. Sie hat aber nur dann Aussagekraft, wenn sie in die beiden Komponenten Mengen- und Margenentwicklung zerlegt und auf ihre Rohertragswirkung gemessen wird. Geht das Mengenwachstum zu Lasten der Marge, ist die Marge stabil oder rückläufig? Dies sind Fragen, die mittels der differenzierten Betrachtung nach den Wachstumsquellen zu beantworten sind.Deckungsbeitrag nach Herstellkosten – 10 benchmarkfähige KPIsDie Qualität des Deckungsbeitrags nach (variablen) Herstellkosten als Wert über alle Produkte bildet in diesem Zusammenhang eine weitere wichtige und zugleich benchmarkfähige KPI. Sie sollte zum einen ein Minimum in % vom Umsatz erreichen und bildet zum anderen die Basis für die Ermittlung vom Break-Even und vor allem der Break Even-Resilienz. Damit ist der prozentuale Abstand des Break-Even Umsatz zum Ist- oder Plan-Umsatz zu verstehen. Diese eher strategische – und ebenfalls benchmarkfähige - KPI zeigt, in welchem Maße das Unternehmen bei Absatzschwankungen oder Preisrückgängen hinsichtlich seines Ergebnisses gefährdet ist. Deckungsbeitragsqualität und Break Even bilden die Brücke zum nächsten „KPI-Paket“ zur Bewertung der Kostenperformance.Kostenperformance – wesentlicher ErgebnistreiberInsbesondere in einem personalkostenintensiven Unternehmen stellt die Personalkostenproduktivität eine wesentliche Messgröße dar. Die Relation aus Rohertrag zu den Personalkosten ist eine benchmarkfähige KPI. Wieviel Personalkosten sind in Relation erforderlich, um den Rohertrag zu erwirtschaften? Dabei egalisiert sie die Wertschöpfungstiefe im Benchmarkvergleich. Auch Unternehmen mit unterschiedlicher Wertschöpfungstiefe lassen sich so vergleichen und die Ertragskraft unterschiedlicher Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen.Die Kapazitätsauslastung von Maschinen, aber auch die Auslastung von Mitarbeitern, z.B. im Projektgeschäft, ist ein weiterer wichtiger Performancetreiber. Niedrige Auslastung erzeugt Leerkosten. Eine dauerhaft hohe Auslastung bei Maschinen verschleißt diese schneller, erhöht die Instandhaltungskosten und ist ein Signal für notwendige Erweiterungsinvestitionen. Zu viele teure Überstunden wiederum signalisieren zusätzlichen Bedarf an personellen Kapazitäten.Die Quote der Vertriebskosten als operative Größe signalisiert, ob und in welchem Umfang der Vertrieb effizient ausgerichtet ist. Eine im Vergleich zum Benchmark angemessene F&E-Quote ist Grundlage für neue Produkte und damit zukünftige Umsätze. Mit ihrem eher strategischen Charakter sendet sie fast schon „investive“ Signale. Die Verwaltungskostenquote hingegen dient vor allem als operatives Effizienzkriterium. Die Bedeutung der jeweiligen Kostenquoten kann dabei von Branche zu Branche schwanken. So gibt es Branchen, in denen F&E stark im Fokus steht, bei anderen hingegen ist dies der Vertrieb.Kapitalperformance – in Zeiten steigender Zinsen von zunehmender BedeutungKapital wird in Zeiten steigender Zinsen wieder zunehmend zu einem wichtigen Performancemerkmal. Im Hinblick auf die Verschuldungs- und Entschuldungsfähigkeit bildet die Relation von verzinslichen Fremdkapital nach Abzug von Finanzmitteln (Nebt Debt) in Relation zum EBITDA eine wichtige KPI für den CFO. Sie findet sich in vielen Kreditverträgen als Covenance wieder und besitzt zweierlei Aussageinhalte: Zu einen, wie lange es dauert, Verbindlichkeiten via EBITDA zurückzuzahlen. Zum anderen, welcher Spielraum – gemessen an Benchmark und/oder Covenance - für eine Ausweitung der Fremdverschuldung, z.B. im Rahmen von Investitionsplänen, noch besteht. Letzteres ist damit wieder vor allem eine strategische KPI.Die Cash Conversion Rate weist auf die Kapitalbindung aus Umlaufvermögen und Lieferantenverbindlichkeiten hin. Gemessen in Tagen bildet sie auch und vor allem für die operative Steuerung eine wichtige Kennzahl.Die Relation aus Abschreibungen und Investitionen in %, möglichst gemessen über einen längeren Zeitraum, signalisiert als strategische Kennzahl den Grad der Substanzerhaltung der Aktiva. Liegt die Afa längerfristig über den Investitionen, so signalisiert dies Substanzverzehr. Diese KPI weist u.U. darauf hin, dass das Unternehmen zwar ein „gutes“ Ergebnis erwirtschaftet, dies jedoch auf Grund unterlassener Investitionen zu Lasten der Zukunft geht.Die Eigenkapitalquote als „klassische“ Bilanzkennzahl zeigt den Grad der Unabhängigkeit des Unternehmens von externem Kapital auf. Ergänzt um die Eigenkapitalverzinsung als Relation von EAT zu Eigenkapital informiert es vor allem Anteilseigner darüber, ob und in welchem Umfang das Unternehmen ein lohnendes Investment darstellt.FazitAlle dargestellten Kennzahlen haben bereits jeweils einzeln eine hohe Aussagekraft hinsichtlich der Quellen und Ursachen der Performance. Besondere Aussagekraft entfalten sie dann, wenn ihre Inhalte miteinander verknüpft werden. Mit einigen wenigen Performance-KPI ist der CFO schnell in der Lage, die Performance des Unternehmens, ihre Entwicklung, vorhandene Schwachstellen, aber auch und vor allem unausgeschöpfte Potenziale zu identifizieren und darzustellen. Er hat damit sowohl ein aussagefähiges operatives als auch ein strategisches Werkzeug zur Unternehmenssteuerung in der Hand.
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Kommentar, 05.07.2023
05.07.2023
„Das Metaverse“ war DAS Hype-Thema des letzten Jahres. Analysten überboten sich in der Höhe ihrer Marktprognosen, nahezu täglich gab es neue Berichte zu den Entwicklungen auf Plattformen wie Roblox und den neuesten NFT-Drops. Stand heute? Im Silicon Valley befindet sich das Thema Künstliche Intelligenz jetzt auf der Überholspur. Also: Aus, der Zauber beim Metaverse? Orientiert am Gartner-Hype-Cycle abgestürzt vom „Gipfel der überzogenen Erwartungen“ ins „Tal der Enttäuschungen“? Oder birgt das Metaverse vor dem Hintergrund von Apples angekündigtem AR/VR-Headset Vision eben doch noch Potential?Zukunftsthema GenZBloomberg sagt dem Metaverse im Jahr 2030 ein Markvolumen von 1 Billion Dollar voraus, Goldman Sachs rechnet mit einem 8 Billionen Dollar-Markt. Demgegenüber stehen die neuesten Meldungen über Massenentlassungen in den VR-Abteilungen großer Tech- und Entertainmentkonzerne - allem voran bei Metas Reality Labs, Microsoft und Disney. Die Erwartungen an das Metaverse und die damit verbundenen Technologien sind stark angeschlagen. Und doch lohnt ein weiterer Blick, denn: Diese Entscheidungen sind in einem gesamtwirtschaftlichen Kontext von steigenden Kosten und zurückgehenden Konsumausgaben einzuordnen. Zudem setzt Apple mit Vision Pro neue Standards bzgl. intuitiver Bedienung und User-Experience. Das abstrakte Thema wird durch das Zusammenspiel von Hard- und Software-Entwicklungen zunehmend konkreter. In immersiven Welten verschmelzen die reale und digitale Umgebung, künstliche Intelligenz ist hierbei nicht Konkurrenz, sondern vielmehr ein Werkzeug, um immersive Technologien voranzutreiben.Erste Anwendungen sind bereits im Einsatz und haben Auswirkungen auf das Arbeitsleben und Geschäftsmodelle. In der Industrie werden digitale Zwillinge von Produktionsanlagen genutzt, um die Effizienz zu erhöhen, Mitarbeiter zu schulen oder das Leistungsangebot für Kaufinteressenten erlebbar zu machen. Die Anwendungsfälle im Konsumgüterbereich sind ungleich höher, denn Shopping ist nach Gaming und Reisen die Aktivität, der der User im Metaverse am liebsten nachgehen würden. Insbesondere Mode, Sport und Freizeitartikel sind hierbei besonders interessant. Denn gegenwärtig ist das Onlinegeschäft in der Mode-, Sport- und Freizeitbranche aufgrund hoher Retourenquoten häufig wenig profitabel – Verbesserungspotenziale durch AR und VR liegen auf der Hand. Darüber hinaus ist für viele Konsumgüterhersteller die Erschließung von Generation Z als Kundengruppe eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Dazu wird die Markenkommunikation über Metaverse-Plattformen wie Roblox und Fortnite zunehmend wichtiger.Metaversability-CheckErfolg und Nutzen immersiver Technologien hängen stark vom Geschäftsfeld und der jeweiligen Unternehmens-DNA ab – und von einer Strategie. Damit unternehmens-spezifische Potenziale und Handlungsfelder individuell abgeleitet werden können, sollte zuerst die sogenannte „Metaversability“ bestimmt werden.Sehen Kunden Nutzen im Metaverse und halten sich künftig dort auf?Wird sich die Markenbildung der Branche durch Metaverseplattformen verändern?Werden physische Produkte künftig auf Metaverseplattformen verkauft?Werden künftig digitale Produkte (Skins und Tokens) des Unternehmens verkauft?Werden virtuelle Welten Einfluss auf die Wertschöpfung haben?Basierend auf den Antworten können Zukunftsszenarien mit einer Roadmap für unternehmensindividuelle Initiativen entwickelt werden. Konkret kann das zum Beispiel die Einrichtung eines virtuellen Showrooms sein. Dabei zeigt sich, ob Mitarbeiter zukunftsorientiert eingestellt sind und über ausreichend Know-how verfügen, wie sich Produkte in eine virtuelle Umgebung transferieren lassen und wo virtuelle Welten Prozesse und Kommunikation verbessern können. Die Bewertung, wie gut das eigene Unternehmen auf virtuelle Anwendungen vorbereitet ist, identifiziert also auch implizite Potenziale der digitalen Transformation.FazitWann erweiterte Realitäten in der Mitte der Gesellschaft ankommen, hängt von der Entwicklungsgeschwindigkeit von Hardware und Software ab und ist aktuell nicht exakt vorauszusagen. Dass mit der Verbreitung jedoch drastische Veränderungen im Konsumentenverhalten einhergehen, ist absehbar. Entsprechend sollten Unternehmen der Konsumgüterbranche nun individuell Chancen und Risiken bewerten, um ihren Weg im Umgang mit immersiven Technologien festzulegen. Wer stattdessen lieber in den aktuellen Abgesang des Metaverse einstimmt, wird den richtigen Zeitpunkt für die Generierung von Kundenmehrwerten, Differenzierung und Wettbewerbsvorteilen durch immersive Technologien und das Metaverse verpassen.
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Kommentar, 31.05.2023
31.05.2023
„Data driven enterprise“ – „AI fi rst“ – „Real-Time decision making“ – der Buzzword-Dschungel ist groß und der Weg zum datengetriebenen Unternehmen verspricht vieles, doch leider verläuft er in der Praxis oft irrwegig. Einige Gründe dafür sind: Fehlende digitale Kompetenzen, funktionsorientierte Sichtweisen und Fokus auf die sehr detaillierte Planung anstatt direkter Umsetzung.Ein datengetriebenes Unternehmen ist ein Unternehmen, welches Daten zur Unterstützung von Geschäftsentscheidungen und -prozessen nutzt. Studien belegen, dass diese Unternehmen effizienter arbeiten und am Ende ertragsstärker sind. Voraussetzungen hierfür sind Investitionen in Tools, Technologien und Mitarbeitende, die die Datenerfassung, -analyse und -visualisierung ermöglichen.Doch wie kann diese Transformation für ein Unternehmen erfolgreich aussehen? Wie kann man am besten starten? Am Anfang von allem steht die Vision der Geschäftsführung. Sie geben der Organisation das Ziel des datengetriebenen Unternehmens vor. Und der nächste Schritt erfolgt dann nicht mit einem großen Knall, sondern in verdaulichen Schritten, sonst kann dies zu einer Überforderung der Organisation führen.Think big, start small, scale fastDie Vision ist groß, die Umsetzung wirkt lang, umso wichtiger ist es den richtigen Startpunkt zu wählen und die Erfolgsfaktoren zu kennen: Sich vertraut mit den neuen technologischen Möglichkeiten machen, Kompetenzen aufbauen, Entscheidungsmuster aufbrechen und direkt erste Erfolge nachweisen. Eine der technischen Möglichkeiten ist Process Mining: Eine leistungsstarke Technik, die Algorithmen zur Analyse und Visualisierung von Geschäftsprozessen auf der Grundlage von Daten aus verschiedenen Quellen verwendet. Durch die Analyse von Prozessdaten können unsichtbare Ineffizienzen, Engpässe und andere Problemmuster identifiziert werden.Es ist zu empfehlen, mit weniger komplexen Prozessen zu starten, die einen schnellen monetären Effekt nachweisen. Hierfür eigenen sich insbesondere der Kreditoren- und Debitorenprozess (siehe Abb.). Danach kann die Methodik in Wellen für weitere Prozesse ausgerollt und durch den Aufbau eines Center of Excellence organisatorisch verankert werden. Die Optimierungsfelder der Debitoren- und Kreditorenprozesse liegen in Umsatzsicherung, Working Capital, Produktivität und Compliance & Rsikomanagement. Die Effekte sind entweder direkt monetär messbar (z. B. höherer Free-Cashflow) oder durch Reduzierung von Aufwänden spürbar (z. B. No-Touch-Rate):UmsatzsicherungDer folgende Optimierungsbereich scheint sehr offensichtlich zu sein, doch gerade die Themen um Umsatzsicherung und Ausgabenvermeidung werden in Unternehmen häufig stiefmütterlich behandelt: Der Anteil an doppelten bezahlten Rechnungen im Einkauf (Referenz > 1 %), oder falsch hinterlegte Einkaufskonditionen aufgrund Mengenvereinbarungen im Rahmenvertag des Lieferanten. Es sind nicht die Einzelfälle, die es komplex machen, sondern die Menge an Prozessschnittstellen, Abhängigkeiten, Sonderfällen und funktionaler Kollaboration, die zu diesen ungewollten Effekten führen.Working CapitalWorking Capital Optimierungen haben in den letzten Jahren aufgrund der makroökonomischen Situation deutlich an Relevanz gewonnen. Die Optimierung des Cash Conversion Cycles mit Days Payable Outstanding und Days Sales Outstanding steht auf der Agenda eines jeden CFOs. Der größte Hebel liegt darin, sich von einer reaktiven Position hin zu einem proaktiven Vorgehen zu entwickeln. Die Realität in den Unternehmen zeigt, dass die Prozessqualität in den letzten Jahren gelitten hat und sich Ineffizienzen eingeschlichen haben. Zahlungsbedingungen (Zahlungsfrist, Skonto) sind heterogen gewachsen, Zahlungen der Kunden gehen verspätet ein (Referenz 27 % der Rechnungssumme) und werden nicht konsequent angemahnt, Skonto wird trotz Fristablauf gewährt (Referenz > 2 % der Rechnungen). Dies hat nicht nur Einfluss auf den Free-Cashflow, sondern mindert direkt den Ertrag des Unternehmens. Häufig werden in der Unternehmensrealität dann Gründe angeführt wie „Es handelt sich um einen strategischen Kunden, den man nicht anmahnen kann“ oder „Der Kunde war in der Vergangenheit sehr zuverlässig, was Zahlungen angeht“. Diese Denkmuster kosten Unternehmen unter dem Strich Profitabilität – mit einer vollkommenen Transparenz über den End-to-End Prozess werden Interdependenzen zwischen Teilprozessen erkannt und Lösungsmöglichkeiten können individuell, faktenbasiert diskutiert werden.ProduktivitätZiel ist es, nicht wertstiftende Arbeiten von Mitarbeitenden zu minimieren und durch Automatisierung zu ersetzen. Die mehrmalige Eingabe von Daten oder Veränderung von hinterlegten Stammdaten potenziert sich im täglichen Arbeitsablauf. Kleine Automatisierungen von repetitiven Tätigkeiten entlasten zügig die Mitarbeitenden in operativen Prozessen. Jedoch sind ERP-Systeme dafür häufig zu unflexibel und Anpassungen zu teuer. Anders sieht es bei Process Mining aus, das Aktionen im ERP triggern und steuern kann. Die Technologie ermöglicht beispielsweise das Versenden von Zahlungserinnerungen via E-Mail, Änderungen von Zahlungsbedingungen oder das Überprüfen von Bestellung, Wareneingang und Rechnung (3-Way-Match).Compliance & RisikomanagementCompliance ist in Unternehmen ein schwieriges Unterfangen, oftmals personenbezogen und stark papierbasiert. Process Mining bietet Werkzeuge, um Compliance- Vorgaben einzuhalten. Es kann überprüft werden, ob geplante Aufgabentrennungen erfolgreich im Alltag umgesetzt, Kreditlimits geändert oder Genehmigungsprozesse effizient definiert sind.FazitDie Potenziale für Ihr Unternehmen sind groß – sie müssen sie nur nutzen. Technologisch können Prozesse und Ineffizienzen heute in einer End-to-End Sicht analysiert und direkt aufgelöst werden. Der Einfluss ist direkt messbar. Debitoren- und Kreditorenprozess sind gute Einstiegsmöglichkeiten, um eine neue Arbeitsweise zu implementieren, datengetrieben zu agieren und messbare Erfolge zu generieren. Das Risiko ist gering, der Ressourcenaufwand überschaubar und die positiven Effekte sicher.
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Publikation
25.05.2023
Betrachtet man die globale Situation genauer, so lassen sich drei primäre Herausforderungen ableiten, die es bezüglich Ihrer Auswirkungen auf die Unternehmen in dieser Kombination und Stärke so noch nicht gegeben hat: 1. Engpässe bei Ressourcen durch gestörte Lieferketten und Preissteigerungen 2. Entkopplung und Regionalisierung der Märkte 3. Inflation und Kaufkraftverluste Diese neuen Herausforderungen kommen zu den bekannten Herausforderungen wie Fachkräftemangel, geänderte Markt- und Kundenanforderungen, Umweltschutz und Nachhaltigkeit hinzu und erhöhen noch einmal massiv den Druck auf die Unternehmen, Maßnahmen zu ergreifen, um das Ergebnis auf ei- nem stabilen Niveau zu halten oder idealerweise zu steigern. Dabei kommt insbesondere den Kosten für Energie und Produktionsmaterialien, wie z. B. Rohstof- fen, Halbzeugen und Vorprodukten aktuell eine große Bedeutung zu, oder um es mit anderem Worten zu sagen: „Verschwendung können sich die Unternehmen nicht mehr leisten.“ Um unseren Kunden die Maximierung der ökonomischen und ökologischen Effizienz zu ermöglichen und Produktion und Supply-Chain fit für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu machen, hat Dr. Wieselhuber & Partner das „Smart Operations“- Konzept entwickelt.
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Best Case
17.05.2023
Die GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG ist spezialisiert auf Ventile für die Pharmaindustrie und allgemeine industrielle Anwendungen. Mit seinen heute über 2.400 Mitarbeitern weltweit befindet sich GEMÜ auf dem Weg zu einem Smarten Unternehmen. Ein Kernbaustein: Die digitale Transformation der Produktion. Hierzu wurde eine I4.0-Strategie definiert, mit der Vision einer digitalisierten, CO2-neutralen, bedarfsgetriebenen und robuste Supply Chain. W&P wurde beauftragt diese Strategie auf Vollständigkeit, Wirksamkeit und Tragfähigkeit sowie mögliche strukturelle und organisatorische Auswirkungen zu überprüfen. „Der Erfahrungsschatz und die Best- Practice-Ansätze vom W&P-Team kombiniert mit der hoch-individuellen, auf unsere Bedarfe zugeschnittenen Vorgehensweise kamen bei diesem Projekt voll zu unseren Gunsten zum Tragen. Ein echter Erfolg!“ so Matthias Fick, Geschäftsführer von GEMÜ. Mehr zum konkreten Vorgehen des W&P Teams um W&P Partner Oliver Rörig mehr im aktuellen Best Case.
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Publikation
28.04.2023
rofessionelles operatives Management mit dem Fokus auf Business Performance bedeutet nicht „Kostensenkung um jeden Preis“, sondern es sucht, findet und beseitigt die Ursachen der unbefriedigenden Unternehmens-Performance. Es lohnt sich hierfür, das Unternehmen, seine Geschäfte systematisch auf den Prüfstand zu stellen. Doch die richtigen und wichtigen Entscheidungen zu treffen, ist angesichts der vielen Themen, die FamilienunternehmerInnen aktuell umtreiben, nicht leicht: Wie gelingt Strategiearbeit unter Unsicherheit? Lassen sich Zukunftschancen auch in volatilen Zeiten realisieren? Wie sind strategische Herausforderungen in globalen Lieferketten zu lösen? Und das Geschäftsfeldportfolio nachhaltig managen? Welche Rolle spielt die Organisation als „Motor der Strategie“? Die neue Ausgabe des W&P Management Support kann hierbei in dreierlei Weise behilflich sein: Als Beleg, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Als Impulsgeber für Themen, die Sie noch nicht auf dem Schirm hatten. In den seltensten Fällen vielleicht auch zur kognitiven Dissonanzreduktion, im Falle unglücklich getroffener Entscheidungen. Impulse für Entscheider – jetzt reinlesen!
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Best Case
20.04.2023
Die Windmöller & Hölscher KG (W&H) ist ein deutsches Maschinenbauunternehmen und international tätiger Anbieter von Extrusions-, Druck- und Verarbeitungsmaschinen zur Herstellung und Verarbeitung flexibler Verpackungen. Um den erfolgreichen Wachstumskurs von W&H zu unterstützen und strategischen Anforderungen gerecht zu werden, wurde es notwendig, die Transparenz und Steuerungsmöglichkeiten im F&E-Bereich weiter zu optimieren: Wie sollte ein aussagekräftiges F&E-Controlling zur Unterstützung eines professionellen​ F&E-Managements gestaltet werden?​ Welche KPIs/Informationen zur F&E sollten aus Stakeholder-Sicht zur Verfügung gestellt werden? Wie kann das F&E-Controlling implementiert und nachhaltig bei W&H verankert werden?​ Wie das Wieselhuber-Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business, diese Fragen adressierte und entsprechende Maßnahmen auf den Weg brachte, ist im aktuellen Best Case zu lesen.
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Kommentar, 17.04.2023
17.04.2023
8 %, 10 %, 12 % – die aktuellen Tarifforderungen haben Werte erreicht, die vor kurzem noch undenkbar schienen. Dies stellt vor allem das Management personalkostenintensiver Unternehmen mit hoher Wertschöpfung vor erhebliche Herausforderungen. Können steigende Personalkosten nicht über das Pricing an die Kunden weitergegeben werden, sind vor allem CFO und COO gefordert. Sie müssen dafür sorgen, dass die Produktivität im Unternehmen steigt. In letzter Konsequenz heißt das: Mit weniger Personal bei höheren Personalkosten pro Kopf die gleiche oder sogar eine höhere Leistung zu erbringen als bisher.Warum sind hier COO und CFO – Funktionen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben – gemeinsam gefordert? Wer die Produktivität steigern will, braucht zunächst Transparenz: Wo liegen unentdeckte Produktivitätspotenziale? Wie hoch sind diese Potenziale in Euro gemessen? Dies zu erkennen ist Aufgabe des Finanzvorstands. Kostenrechnung, Kalkulation und Produktionscontrolling können aufzeigen, inwieweit steigende Personalkosten durch bisher unentdeckte Potenziale kompensiert werden können. Um diese Potenziale auch tatsächlich zu realisieren, bedarf es der Konkretisierung und vor allem der Umsetzung entsprechender Maßnahmen - Aufgabe des COO. Durch Maßnahmen, die zu einer Beschleunigung des Wertstroms, einer besseren Kapazitätsauslastung, einem geringeren Ressourcenbedarf und damit zu niedrigeren Produktionskosten führen, können echte Produktivitätssteigerungen erzielt werden. Kurz: Die geschaffene Transparenz wird genutzt, um dort anzusetzen, wo die größten Effekte erzielt werden können.Häufig ist das Zusammenspiel der Funktionen im Unternehmen durch ein „Nebeneinander“ geprägt, jeder „macht sein Ding“. Bei moderat steigenden (Personal-)Kosten mag dies ohne allzu große negative Effekte auf das Ergebnis funktionieren. Angesichts der zu erwartenden Tarifsteigerungen hat diese Art der Zusammenarbeit jedoch keine Zukunft mehr. Nur wenn COO und CFO Hand in Hand arbeiten und gemeinsam eine gestaltende Rolle einnehmen, besteht die Chance, den hohen Personalkostensteigerungen eine Produktivitätssteigerung entgegenzusetzen.
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Publikation
17.02.2023
Die Liste der Fragen, die mangels Transparenz und unterentwickeltem F&E-Controlling unbeantwortet bleiben, ist lang – sei es im Top-Management wie auch im F&E- und Projektmanagement: Wo können Kostenpotenziale gehoben werden? Wie groß ist der Beitrag der F&E zum Unternehmenserfolg? Wie effizient werden Projekte gemanaged? Welche Projekte sollten abgebrochen werden? Wie ist die Projekt-Performance bzgl. Zielerreichung, Kosten und Zeit zu bewerten? Häufig wird die Intransparenz in der sogenannten „Black-Box F&E“ durch den Effekt verstärkt, dass der Nutzen von F&E-Projekten nur zeitversetzt und teilweise nachweisbar ist. Sich verkürzende Produkt- und Lebenszyklen fordern neue Herangehensweisen in der F&E, agile Methoden führen klassische Controlling-Ansätze an ihre Grenze. Außerdem sind Unternehmensstrategie und F&E nur selten verknüpft, klare Verantwortlichkeiten fehlen, Ressourcenengpässe werden nicht berücksichtigt. Hinzu kommt der Umgang mit Daten: Tools zur Datenerfassung und Auswertung werden nur wenig genutzt und gepflegt, umfangreiche Datensammlungen nicht systematisch analysiert und als Steuerungsbasis eingesetzt. Wer seine F&E-Performance richtig steuern und letztlich steigern will, benötigt einen ganzheitlichen F&E-Controlling-Ansatz. Nur so lassen sich qualifizierte strategische Entscheidungen treffen, Effizienzpotenziale identifizieren sowie F&E-Kosten optimieren. Wie das funktioniert? Mehr im neuen Dossier „F&E-Controlling: Mit den richtigen Performance-Kennzahlen den „Return on R&D“ steigern“.
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02.02.2023
Administrative Prozesse durchziehen ein Unternehmen in allen Funktionen. Sie beschränken sich nicht auf die klassische kaufmännische Verwaltung, sondern finden sind auch in Funktionen wie Marketing, Vertrieb, Entwicklung, Einkauf oder Fertigung wieder. Ineffiziente Prozesse stellen auch dort einen wesentlichen Treiber für vermeidbare Gemeinkosten dar. Eine gezielte Steigerung des Ebit auf Basis einer Reduzierung von Gemeinkosten sollte daher an der Optimierung der Prozesslandschaft ansetzen und darf sich nicht auf reines „Cost Cutting“ personeller Ressourcen beschränken. Prozesseffizienz ist weit mehr als eine kostenorientierte Gestaltung der eigenen Administration. Ausgehend von einer unternehmerischen Sichtweise ermöglicht eine zielgerichtete Prozessgestaltung die Ausrichtung auf zwei unternehmerische Ziele: - Größtmöglicher Kundennutzen - Größtmögliche Organisationseffizienz und niedrige Gemeinkosten Nahezu alle W&P-Projekte im Bereich der administrativen Prozesseffizienz unterliegen diesen Zielsetzungen. Ob als begrenzte Aufgabe im Bereich des Rechnungswesens oder als das gesamte Unternehmen durchziehende Gestaltung, Prozesseffizienz schafft umfassenden Nutzen.
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Kommentar, 24.01.2023
24.01.2023
Das bisherige Paradigma preisoptimierter Beschaffung mit unbegrenzt globalisierten und performanten Lieferketten steht auf dem Prüfstand. Nicht nur die akuten Versorgungsprobleme bedeuten einen Stresstest für die Supply Chains. Die stark gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Transportkosten erhöhen den Druck ebenfalls signifikant. Strategisch stellt zudem der steigende Protektionismus die Lieferketten vor erhebliche Herausforderungen. Begriffe wie Reshoring, Friendshoring, Decoupling, Local-to-local und Glokalisierung machen die Runde. Alle Aspekte der bisherigen Wertschöpfungsarchitektur müssen kritisch beleuchtet werden:Wie sollten mittelständische Unternehmer ihr Unternehmen zukunftsorientiert ausrichten?Wie können Risiken in den Lieferketten frühzeitig transparent gemacht, bewertet und beherrscht werden? Wie können künftige Volatilitäten bestmöglich verkraftet werden?Ist die Regionalisierung der Wertschöpfungsarchitektur sinnvoll und machbar für eine stärkere Robustheit und Nachhaltigkeit? Sind Insourcing und eine größere Fertigungstiefe adäquate Stellhebel?Welche Rolle spielt eine Diversifikation der Beschaffung? Ist eine strategische Lagerhaltung gegenüber Just-in-Time-Konzepten das Gebot der Stunde?Und last but not least: Lassen sich digitale und effiziente Fabriken mit ihren sinkenden Skaleneffekten für modulare Supply-Chain-Netzwerke nutzen?Massiver Druck auf die LieferkettenSeit 2020 haben wir eine unvergleichliche Sequenz von disruptiven, temporären Ereignissen erlebt. Aber auch anhaltende Trends wie Fachkräftemangel, Inflation, Protektionismus und Handelsbarrieren erhöhen den Druck auf die Wertschöpfungsstruktur deutlich. Preisexplosionen, Lieferengpässe bis hin zu Produktionsstillständen, Hamsterkäufe und Überbestellungen (Bullwhip-Effekt) – es ist alles geboten. Diese aktuellen Probleme sind symptomatisch. Wir müssen erkennen, wie volatil unsere globalen Warenströme wirklich sind. Weder die politischen, noch die marktseitigen Rahmenbedingungen werden sich wieder, wie gewohnt, stabilisieren. Die einseitige Auslegung der Lieferketten auf die Ausschöpfung maximaler Kostenvorteile – ohne Kernfaktoren wie Risiken, Abhängigkeiten und Umwelteinflüsse – hat ausgedient.Durch die aktuellen Entwicklungen erleben Unternehmen, dass langfristige Kundenbeziehungen zum Asset werden. Die Verfügbarkeit von Artikeln schlägt die Kostenprämisse. Die aus der Not geborenen Taskforces werden zur Dauereinrichtung und zum agilen Nukleus innerhalb der Unternehmen. Bestehende Liefernetzwerke erweitern sich dynamisch. Lange überfällige Digitalisierungsinitativen werden in kürzester Zeit operationalisiert.Erleben wir aktuell ein lange überfälliges Fitnessprogramm in den Unternehmen? Wie lassen sich die gewonnenen Erfahrungen verstetigen, um eine größere Robustheit und Zukunftsfähigkeit zu erlangen? Reicht der aktuelle Management-Baukasten aus oder müssen komplett neue Wege gegangen werden?Die Stellhebel einer zukunftsfähigen Supply Chain – lean, green, digital, robustDie Zielsetzung ist eine robuste Supply Chain, die zudem effizient (lean), nachhaltig (green) und digital ist. Das Gebot der Stunde lautet strategische Neuausrichtung auf ein zukunftsfähiges Wertschöpfungsmodell.Konkret müssen acht Stellhebel optimiert werden:Transparenz schaffenPlanbarkeit erhöhenRisiken managenDigitalisierung und Analytics nutzenEffizienz steigernRobuste und agile Supply-Chain-Netzwerke gestaltenKonsequent auf Nachhaltigkeit ausrichtenMitarbeitende mitnehmenDie konkreten Ansatzpunkte sind vielfältig und unternehmensspezifisch. Sie betreffen sowohl taktische als auch strategische Elemente, wobei natürlich alle im Auge zu behalten sind.Nicht alle Risiken können vermieden werden. Doch lassen sich die relevantesten mit einem proaktiven Risikomanagement identifizieren, im Rahmen von Szenarien betrachten und auf Mitigationspotenzial durchspielen. Der W&P Supply-Chain-Control-Tower erlaubt eine Ende-zu-Ende-Transparenz in Echtzeit, um operative Risiken zu managen. Ein State-of-the-art Bestandsmanagement unter Zuhilfenahme von KI-gestützter, kollaborativer und integrierter Bedarfsvorhersage und Planung ermöglicht die gezielte Bevorratung, ohne jedoch das Working Capital und des Bestandsrisiko zu überreizen.Strategisch gilt es, die Wertschöpfungsarchitektur modularer und mit der richtigen Balance aus regionalen und globalen Anteilen, Redundanzen, Skaleneffekten und Spezialisierung zu gestalten. Ein mehrgleisiges Fahren und hybride Ansätze sollten hierbei in Erwägung gezogen werden. Die ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungstiefe unter Berücksichtigung von robusten, agilen und diversifizierten Liefernetzwerken und Kooperation/Koopetition ist notwendig. Darüber hinaus muss sich der Einkauf komplett neu aufstellen. Neben dem Preis gilt es Kernfaktoren wie das Ausfallrisiko, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Lieferperformance sowie Umweltaspekte zu bewerten. Fähigkeiten zur aktiven Unterstützung kriselnder Kernlieferanten müssen, wo notwendig, aufgebaut oder zugekauft werden.Produktseitig hilft ein aktives Portfoliomanagement, um den Fokus auf die margen- und umsatzträchtigen Produkte zu legen. Signifikante Potenziale für die Robustheit liegen schlussendlich auch in der Produktausprägung z. B. durch einen Produktbaukasten, Reengineering oder Software-Features.FazitDie aktuelle Dynamik durch disruptive Ereignisse und damit strategische Herausforderungen für die Supply Chain werden auf absehbare Zeit bleiben. Der Managementbaukasten aus operativer und digitaler Exzellenz ist in den meisten Fällen ausreichend, muss aber neu interpretiert werden. In der Anpassung und fokussierten Ausgestaltung der einzelnen Stellhebel liegt das größte Potenzial. Hierbei geht es nicht nur um radikale Lösungen, sondern oft auch um die fokussierte Identifikation der spezifischen und wirksamen Ansätze sowie deren Verankerung in der Organisation.
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Best Case
10.01.2023
Die Unternehmensgruppe Böllhoff, Familienunternehmen in 4. Familiengeneration, ist weltweiter Partner für 360° Verbindungstechnik mit Montage- und Logistiklösungen. Anfang 2021 erwarb das Unternehmen die Verbindungselemente Engel GmbH – ebenfalls ein Familienunternehmen. Um den Transformationsprozess vom eigenständigen, operativ von der Inhaberfamilie geführten Familienunternehmen in eine Tochtergesellschaft der familiengeführten Böllhoff Gruppe zu begleiten, wurde bewusst auf die Unterstützung durch einen erfahrenen Interim Manger gesetzt. Ziel war, den Charakter und die Eigenständigkeit der Firma Engel als Tochtergesellschaft zu erhalten: „Die Entscheidung, auf die Expertise und die Erfahrung eines Interim-Managers mit hoher Umsetzungsqualität zu setzen, wurde eindrucksvoll bestätigt. Die Unterstützung von W&P bei der Auswahl und Installierung der interimistischen Führungsfunktion war sehr wertvoll“, so Wilhelm A. Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter Böllhoff Gruppe. Der Projektverlauf unterm Strich? Sehr erfolgreich. So konnte der Umsatz unter Interim-CEO Dr. Bernd-Michael Brunck um 30 % und die EBIT-Rendite über 5% (2021) auf 9% (2022) gesteigert werden – unterstützt von einem motivierten und neu ausgerichteten Führungsteam. Mehr im aktuellen Best Case.
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12.12.2022
Die bisherige Stabilität in unserem Wirtschaftssystem ist aus dem Gleichgewicht geraten – entsprechend umfangreich die Liste der Herausforderungen für das Top-Management in Familienunternehmen. Operativ sind „brennende“ Herausforderungen zu lösen: Adhoc müssen u.a. Lieferketten robust aufgestellt, Vermarktung neu gedacht, das Pricing der Inflation angepasst, Performance und Finanzierung gesichert werden. Gleichzeitig gilt es, langfristige Transformationsentscheidungen vor dem Hintergrund mächtiger Veränderungstreiber wie Nachhaltigkeit oder Digitalisierung in einen agilen Strategieprozess einzubinden. Die 25. Ausgabe unseres W&P Management Support ist gespickt mit Lösungsansätzen, direkten Erfahrungen unserer BeraterInnen aus laufenden Projektthemenstellungen, Projektbeispiele von Böllhoff, Medice und Hörmann inkl. Referenzaussagen unserer Kunden zum Nutzen und zum Mehrwert angewandter Tools und Methoden sowie Einschätzungen zur Markt- und Branchenlage.
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15.11.2022
MEDICE, ein inhabergeführtes Familienunternehmen aus Iserlohn, ist Hersteller und Entwickler von Arzneimitteln und an drei Standorten in Deutschland und knapp 50 Partnern weltweit aktiv. Wachstumsstarke Jahre, eine große Post Merger Integration sowie steigende Anforderungen an Prozesssicherheit und -effizienz führten zu einem großen Projektportfolio – unter anderem auch im digitalen Bereich. Um hier nachhaltig die Transparenz über die Gesamtheit der digitalen Projekte zu verbessern und diese künftig effektiver zu kontrollieren, wurde W&P an Bord geholt. Die W&P Spezialisten für Digitale Transformation reduzierten und priorisierten über 200 Initiativen auf 34 strategisch relevante, führten eine Rhythmik für den Antrag und die Umsetzung der Initiativen ein, etablierten eine projektindividuelle Berechnung des ROI und entwickelten gemeinsam mit den Verantwortlichen bei Medice eine Digitalisierungs-Roadmap, mit der die Planung und Umsetzung digitaler Projekte jetzt auch strategisch verankert ist: „Die Digitalisierungs-Roadmap hat uns mit der klaren Bewertung des Projektnutzens ein perfektes Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem auch die Basis für die stringente Umsetzung geschaffen wurde“, so Stefan Lehmkühler, Leitung IT & Digitalisierung Medice. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
02.11.2022
Die Böllhoff Gruppe ist ein international agierender Anbieter von Verbindungstechnik. Das Familienunternehmen produziert und vertreibt Spezialverbindungselemente, DIN- und Normteile und Montagetechnik. Auch anwendungstechnische Beratung sowie After Sales Service gehören zum Portfolio. Ziel des Managements mit Unterstützung von W&P: Eine Positionsbestimmung hinsichtlich der Kosten und Effizienz der zentralen Gruppenfunktionen im Abgleich zu Unternehmen mit ähnlicher Organisationsstruktur und Größe vor. Basis für die Durchführung des Projektes waren von W&P bereitgestellte Benchmark-Werte aus einer Datenbank, die auch spezifische Einflussfaktoren auf den Effizienzstatus ermittelte und bewertete. Durch den Abgleich der Böllhoff-Werte mit diesen, wurden Abweichungen und Ursachen im Rahmen von Interviews und Workshops ermittelt und entsprechende To Do’s und Aktivitäten zur Effizienzsteigerung erarbeitet. Willhelm Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der Böllhoff Gruppe: „W&P hat nicht nur eine sehr gute Arbeit geleistet, sondern die Erwartungen übertroffen.“ Wie das konkrete Vorgehen aussah? Mehr im aktuellen Best Case.
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18.10.2022
Der Begriff „Zeitenwende“ beschreibt das aktuell his- torische Ausmaß der Turbulenzen und Veränderungen aus langfristigen Megatrends und aktuellen Ereignissen im Vergleich zu den vergangenen Jahren sehr treffend. Ohne heute schon die Konsequenzen absehen zu können, wissen wir, dass im Unterschied zu den Boomjahren nach 2010 weder die Basisannahmen unseres Handelns (z. B. Frieden, garantierte Energieversorgung, funktionierende Lieferketten) noch die Ziele unseres Handelns (z. B. Wachstum, Wohlstand, Sicherheit) gewährleistet sind – ein Paradigmenwechsel! Die bisherige Stabilität in unserem Wirtschaftssystem ist aus den Fugen geraten.
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Kommentar, 17.08.2022
17.08.2022
Nicht nur Großkonzerne, sondern auch die meisten mittelständischen Unternehmen agieren in internationalen Beschaffungs-, Produktions-, und Logistik- Netzwerken. Aufgrund des strategischen Charakters sowie der hohen Ergebnis- und Working Capital-Auswirkungen sollten Standortentscheidungen gut überlegt sein, um die Ertragskraft und Liquidität dauerhaft zu sichern.Viele Unternehmen beschäftigen sich gerade mit folgenden, typischen Kernfragen der Standortentwicklung:Wie viele Standorte sind erforderlich?Reichen die vorhandenen Kapazitäten aus, um weiteres Wachstum zu realisieren?Sind die Standorte unterausgelastet und verursachen Leerkosten?Wie hoch sollte die Wertschöpfungstiefe der einzelnen Standorte sein?Wie hoch sind die Einsparpotenziale durch „Redimensionierung“, also den Abbau von Überkapazitäten im Produktions- und Logistiknetzwerk?Welche Rolle haben die einzelnen Standorte im zukünftigen Werksverbund?Ist ein zentrales Werk mit hohen Skaleneffekten besser als kundennahe, dezentrale Standorte? Zur Beantwortung dieser Fragen sollte eine fundierte Entscheidungsvorlage erarbeitet werden, um das Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig und krisenfest aufzustellen. Grundlage dafür ist immer eine Annahme über die zukünftige Entwicklung von Umsatz und Absatz in den Zielregionen des Unternehmens.Da die Zukunft aufgrund der zunehmenden Volatilität der Märkte – nicht erst seit der Pandemie – immer schwieriger zu prognostizieren ist, sollte nicht mehr nur eine einzige, starre Mittelfristplanung erstellt werden, sondern vielmehr verschiedene Szenarien erstellt und simuliert werden.Im Operations-Kontext geht es dabei um die Entwicklung und Bewertung unterschiedlicher Standortszenarien auf Basis von differenzierenden Annahmen über das zukünftige Produktionsvolumen und über die Produktkalkulation zu den Standorten. Die Herausforderung besteht darin, gleichzeitig die operations-relevanten Aspekte (z. B. Kapazitätsauslastung und Mitarbeiterbedarf je Maschine) mit finanzwirtschaftlichen Aussagen zu Investitionsbedarf, Working Capital und GuV-Effekte zu verknüpfen, um alle Stakeholder mit ihren spezifischen Informationsbedarfen versorgen zu können. Im Ergebnis sollte eine belastbare Quantifizierung für die verschiedenen Umsatz- und Standortszenarien vorliegen sowie eine Umsetzungsempfehlung mit konkretem Fahrplan zur sukzessiven Transformation vom Ist- in den Soll-Zustand.ProjektbeispielW&P begleitete einen mittelständischen Automobilzulieferer bei der Neuaufstellung des Produktionsfootprints, da der Hersteller von Aluminiumdruckguss-Komponenten unter den Folgen des Wandels in Richtung Elektromobilität und dem Nachfrageeinbruch in der Pandemie in eine Ergebniskrise geraten ist. Der Fokus des W&P-Projekts lag von Beginn an auf der Neukonfiguration des Produktionsfootprints, um relevante Kostenpositionen zu adressieren. Jedes der vier deutschen Werke produzierte bereits vor der Pandemie unterhalb der möglichen Kapazitäten – bei gleichzeitig negativen Umsatzprognosen. Die in der Automobilindustrie vorherrschende Unsicherheit machte Zusagen für Neugeschäfte zur Steigerung der Auslastung nicht möglich. Die Schließung einer oder mehrerer der vier Standorte und die Konsolidierung der Kapazitäten war somit die logische Konsequenz.VorgehensweiseUm den Erfolg des Projektes zu gewährleisten, galt es vor allem von Beginn an sicherzustellen, dass alle Stakeholder, bestehend aus den Eigentümern, der Geschäftsführung und den Werkleitern mit W&P an einem Strang ziehen. Im Ergebnis der ersten Abstimmung konnten vier Kernszenarien zur Anpassung des Produktionsfootprints definiert und wesentliche Leitplanken des Projektes festgelegt werden. Aufgrund des negativen Absatzrückgangs wurde in diesem Fall nur ein Umsatzszenario unterstellt, das konservativ auf ein sehr niedriges und somit auf jeden Fall zu erreichendes Umsatzniveau ausgelegt war.Zur Erstellung einer Entscheidungsvorlage bestand die Kernaufgabe darin, die Profitabilität der vier Szenarien und die entstehenden Einmalkosten zu quantifizieren sowie die relevanten Entscheidungskriterien aufzuzeigen. Neben dem Quick-Check jedes der Werke zur Aufnahme standortspezifischer Gegebenheiten und produktionstechnischer Schwerpunkte stand vor allem der Aufbau einer soliden Zahlenbasis im Vordergrund.In dem von W&P erstellten Kapazitäts- und Quantifizierungsmodell wurden zukünftige Anlagenauslastungen, Einmalkosten für Verlagerungen, Investitionskosten, Abfindungen sowie die jährlichen Betriebskosten für die vier Szenarien berechnet. Erfolgsfaktoren im Projekt waren vor allem der hohe Detailgrad, der sich beispielsweise bei der Berechnung der Anlagenauslastungen auf Basis der Schusszahlen der einzelnen Produkte je Druckgussanlage zeigte, da dies nicht nur die Ebene der anfangs teilweise kritischen Werkleiter, sondern auch die anderen Stakeholder von der Solidität der berechneten Szenarien überzeugt hat. Darüber hinaus war die Kombination von Operations- und betriebswirtschaftlicher Kompetenz entscheidend für die Glaubwürdigkeit und die Akzeptanz der erarbeiteten Entscheidungsgrundlage.ErgebnisDas einzig profitable Szenario hatte die Schließung von zwei der vier Werke zur Folge. Im Ergebnis des Projektes lag ein detailliert ausgearbeiteter Zeitplan für die Verlagerungen, Schließungen und den Hochlauf der Standorte vor, der inzwischen 1:1 umgesetzt wurde. Die aktuelle Zeit ist durch Krisen, Volatilität und eine nur schwer vorhersehbare Zukunft geprägt. Umso wichtiger ist es, dieser Unsicherheit proaktiv durch die Bewertung verschiedener Umsatz- und Absatz-Szenarien entgegenzuwirken, um später die passende und vorgedachte Lösung zur Gestaltung der Wertschöpfungsarchitektur „aus der Schublade ziehen“ zu können.FazitDie aktuelle Zeit ist durch Krisen, Volatilität und eine nur schwer vorhersehbare Zukunft geprägt. Umso wichtiger ist es, dieser Unsicherheit proaktiv durch die Bewertung verschiedener Umsatz- und Absatz-Szenarien entgegenzuwirken, um später die passende und vorgedachte Lösung zur Gestaltung der Wertschöpfungsarchitektur „aus der Schublade ziehen“ zu können.
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Best Case
25.07.2022
Die Unternehmensgruppe Hörmann ist ein Industriekonzern mit vier Geschäftsfeldern - Automotive, Engineering, Communication und Intralogistics. Das Familienunternehmen ist weltweit aktiv und verfügt über 27 Tochtergesellschaften. Zur Verbesserung der Ergebnissteuerung im Geschäftsfeld Automotive setzte die Gruppenführung auf die Expertise von W&P, um die Instrumente im kostensensiblen Geschäftsfeld Automotive zu optimieren. Hauptaufgabe war es, das Produktportfolio mit Hilfe von BI-Instrumenten hinsichtlich der kosten- und ergebnistreibenden Faktoren zu analysieren, erste Handlungsoptionen zur Optimierung abzuleiten und ein Konzept zur Ergebnisdarstellung des Produktportfolios aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zu erarbeiten. Hinzu kam die Erstellung eines Prototypen zur Ergebnisdarstellung als Basis für die SAP Umsetzung in CO-PA. Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Projektumsetzung: Der interdisziplinäre Ansatz aus Controlling, Operations und Data Analytics. Das unterstreicht auch Johann Schmid-Davis, CFO der Hörmann Gruppe: „Der interdisziplinäre und fachlich durch hohes State-of-the-Art-Wissen gekennzeichnete Projektansatz von W&P war für das Projekt ein wichtiger Erfolgsfaktor.“ Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 07.07.2022
07.07.2022
Der Anstieg von Rohstoff-, Energie- und teilweise bereits Arbeitskosten schlägt sich aktuell in der Ergebnisrechnung von Unternehmen nieder. Und diese Entwicklung wird so bald nicht enden. Viele Controller werden dabei mit Herausforderungen konfrontiert, die sie bis dato nicht kannten. Denn während einige Unternehmen mit ausländischen Tochterfirmen in einem inflationären Umfeld vielleicht über ein geeignetes Instrumentarium verfügen, ist Inflation für die meisten Controller völliges „Neuland“, das einige Fragen für sie aufwirft:Bildet die Ergebnisrechnung die tatsächliche Ergebnissituation noch richtig ab bzw. wie sieht das inflationsbereinigte Ergebnis des Unternehmens aus?Werden insbesondere die Materialeinsatzkosten in der Ergebnisrechnung realitätsbezogen abgebildet?Inwieweit ist eine Standardkostenrechnung noch geeignet, um das Produktportfolio und das Unternehmen zielgerichtet zu steuern und wo sind Anpassungen nötig? Sind statische Kalkulationen noch angemessen oder bedarf es häufigerer Anpassungen?Sind die mit dem Kunden vereinbarten Preisgleitklauseln zur Erlössicherung ausreichend?Ist das Vertriebscontrolling richtig aufgestellt, um rasch auf steigende Einstandspreise zu reagieren und eine Antwort auf der Erlösseite zu finden?Wer sich also stabil aufstellen will, muss jetzt im Controlling handeln. Zunächst ist Transparenz darüber gefragt, wo und wie sich die Inflation im Unternehmen, in den Herstell- und damit in den Produktkosten niederschlägt. Dazu werden Instrumente benötigt, die die Auswirkungen des Inflationsgeschehen laufend beobachten und transparent machen.Dabei genügt vielleicht nicht mehr, einmal zu Beginn des Jahres Maschinenstundensätze oder Kostensätze als Kalkulationsbasis festzulegen. Stattdessen müssen ggf. die Materialpreise über Durchschnittswerte in einem kürzeren Intervall als bislang gleitende Durchschnitte über längere Perioden ermittelt werden.Management des Produktportfolios als wichtige ControllingaufgabeDie Zusammensetzung des Produktportfolios hat entscheidenden Anteil an der Ergebnissicherung in inflationären Zeiten. Die Konzentration auf Produkte, die in ausreichender Menge auf Basis der Verfügbarkeit von Vorprodukten - Stichwort „Lieferkettensicherheit“ - erstellt werden können sowie die Sicherung der prozentualen Deckungsbeitragsqualität (Deckungsbeitrag in Relation zum Erlös des Produktes) sind dabei wichtige Controllingprojekte.Die Deckungsbeitragsmarge wird dabei durch steigende Einstandspreise, insbesondere beim Material, bedroht. Um hier Entscheidungshilfen zur Portfoliosteuerung zu geben, sollte das Controlling sich nicht nur auf die rein „wertmäßigen“ Controlling-Größen wie z.B. den Deckungsbeitrag fokussieren. Vielmehr bedarf es eines „Drill Down“ in die mengenrelevanten Größen - ausgehend vom Produktergebnis. Wieviel Energieaufwand geht in welche Produkte ein, wieviel personelle Ressourcen sind nötig, um bestimmte Produkte zu fertigen? Welche „bedrohten“ Rohstoffmengen infolge von Lieferengpässen sind für welche Produkte erforderlich? Welche einzusetzenden Materialien sind besonders stark inflationsbedroht? Um derartige Fragen zu beantworten, ist ein vom Unternehmenscontrolling starker Fokus auf das Produktionscontrolling gefragt - oder zumindest eine enge Zusammenarbeit mit Produktion und Einkauf.Wachsende Bedeutung des Vertriebscontrolling zur Steuerung des PricingNeben der Optimierung des Portfolios unter Kostengesichtspunkten und der Suche nach Einsparungspotenzialen, kommt bei steigenden Einstandspreisen dem Pricing und damit der Optimierung der Erlöse große Bedeutung zu – was vor allem das Vertriebscontrolling fordert. Umfassende Transparenz bei der Erlös- und Konditionenqualität bei Kunden und Produkten ist dabei ein wichtiges Element. In welchen Kombinationen wird angesichts der steigenden Preise die beste Marge realisiert? Welche Preis-Mengen-Relationen sind zu erwarten? Welche Auswirkungen haben Anpassungen auf das Produkt- und Kundenportfolio? Diese Fragen lassen sich am besten auf Basis eines umfassenden Vertriebscontrollings mit entsprechenden Instrumenten beantworten.Interdisziplinärer Controllingansatz – Erfolgsfaktor in inflationären ZeitenBetrachtet man alle Einzelaspekte, die sich aus Inflationstendenzen und Preissteigerungen ergeben, so wird eines offensichtlich: Nur wenn alle Funktionsbereiche im Unternehmen zusammenarbeiten, kann den aktuellen Herausforderungen effektiv begegnet werden. Das Controlling muss seine Betrachtungsweise ausweiten und eine Vielzahl von Aspekten einbeziehen, die bislang nicht von Bedeutung waren. Nur wer schnellstmöglich resiliente Instrumente etabliert, wird auch im inflationären Umfeld Fuß fassen.
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Kommentar, 09.06.2022
09.06.2022
Die Tyrannei der kleinen Entscheidungen ist ein vielbesprochenes Phänomen, entwickelt vom amerikanischen Ökonom Alfred E. Kahn. Es beschreibt, wie eine Vielzahl von vernünftigen Einzelentscheidungen, die individuell betrachtet klein und wenig bedeutend sind, in ihrer Gesamtheit zu einem unvernünftigen Ergebnis führen. Kahn beschreibt das Phänomen als häufige Ursache marktwirtschaftlichen Versagens und führt als Beispiel eine lahmgelegte Eisenbahnlinie in Ithaka an. Dort haben viele einzelne Entscheidungen der Bewohnerinnen und Bewohner für das Auto und gegen die Eisenbahn die Eisenbahnanbindung am Ende überflüssig gemacht, den Ort dadurch aber strukturell geschwächt.Das Phänomen ist auch in Unternehmen zu beobachten, insbesondere in der Herausforderung einer Vielzahl von Projekten und Initiativen, die digitale Transformation umzusetzen. Häufig ist das Zielbild der digitalen Transformation für das Unternehmen eindeutig und präsent, der gewünschte Erfolg in der Operationalisierung stellt sich jedoch nicht ein. In der Umsetzung definieren die einzelnen Funktionsbereiche digitale Projekte, die individuell betrachtet sinnvoll sind, in der Summe der Projekte allerdings nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Kurzum stellt sich die Frage: Kann ein Unternehmen mit dem aktuellen Projektportfolio erfolgreich transformieren oder ist das Unternehmen gefangen in der Tyrannei von Einzelprojekten?Situationen, die wir in Unternehmen vorfindenVielzahl digitaler Projekte, die nicht in-Time und in-Budget abgeschlossen werdenFehlende Governance zur Steuerung des Projektportfolios, sodass die IT-Organisation im Wesentlichen mit Firefighting beschäftigt istUnterschiede in Eigen- und Fremdbild der IT-Organisation als Supply-Demand Organisation oder als Business Innovator Ein Unternehmen kann sich aus dieser Situation nur befreien, wenn es die notwendige Transparenz schafft, Projekte clustert, bewertet und priorisiert.1. Schritt Transparenz: Welche digitalen Projekte existieren im Unternehmen? Um Transparenz über die Ist-Situation herzustellen, bedarf es der strukturierten Aufnahme und Clusterung der Projekte aus den einzelnen Funktionsbereichen. Oftmals werden kleine Einzelinitiativen, System-Changes oder Release-Updates als Digitale Projekte bezeichnet, bedürfen aber eines anderen Umgangs als digitalstrategische Transformationsprojekte. Beispiele für die Kategorien der Clusterung sind (1) die strategische Relevanz im Kontext der übergeordneten Strategie, (2) prozessuale Effizienz, (3) qualitative Produktverbesserung, (4) kundenzentrierter Service oder (5) der monetäre und kapazitative Aufwand sowie Risiken in der Umsetzung der Projekte. Darüber hinaus berücksichtigt die Bewertung von Projekten in der Ist-Situation häufig nur Kosten, weniger häufig den dahinterliegenden Aufwand von Kapazitäten in der Umsetzung und sehr selten die zu erwartenden Geschäftspotenziale.Das Priorisieren, Zusammenführen oder Beenden von (Ballast-)Projekten ist so unmöglich und damit auch die gesamtheitliche Orchestrierung der Projekte in einer Digitalisierungs-Roadmap – dann in bearbeitbarem Umfang. Der Tyrannei der Einzelprojekte wird somit durch Transparenz und Priorisierung Zügel angelegt. 2. Schritt Konsistenz: Welche Projekte sind für die digitale Transformation notwendig?Die Aufnahme der Projekte macht eine detaillierte Inside-Out Perspektive im Kontext der Strategie möglich. Auf Basis der entstandenen Transparenz kann die Inside-Out Perspektive nun erstmals mit den Marktentwicklungen (ergänzend zur Strategie und aus Sicht digitaler Technologien und Tools) abgeglichen werden.Im Ergebnis werden so die strategischen Whitespots des Projektportfolios und der Digitalisierungs-Roadmap sichtbar. Die Bewertung von Marktentwicklungen (Outside-In) bezieht brancheninterne und branchenfremde Technologieentwicklungen mit ein, Makrotrends im Kundenverhalten sowie signifikante Kapitalflüsse in Startups als Frühindikator zu erwartender Transformationen.Im Ergebnis vervielfacht die transparente Herleitung und Kommunikation der Projektnotwendigkeiten die Akzeptanz der entstehenden Digitalisierungs-Roadmap und befeuert den Umsetzungserfolg.3. Schritt Konzeption: Wie sieht eine effiziente und effektive Digitalisierungs-Roadmap aus?Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die richtige Rhythmik in der Einsteuerung und Bearbeitung von Projekten, um deren Umsetzung sicherzustellen. Steuerungselemente dafür sind ausgewiesene Phasen im Jahr, in denen Projekte beantragt und aufgesetzt werden können, während in „Frozen Zones“ die Kapazitäten ausschließlich dem Projektfortschritt vorbehalten sind. Verantwortlich für den „Drumbeat“ ist ein ausgewiesenes Digital Board, in dem die Funktionsbereiche zusammenkommen und gemeinsam Entscheidungen treffen.Zur Rhythmik gehört auch, die Kapazitäten in der IT effektiv einzusetzen und dazu nicht nur die Anzahl von FTEs zu berücksichtigen, sondern auch deren Umsetzungskompetenz und Verfügbarkeit für Projekte. Dafür sind Stabilität in der Projektplanung und Ressourcenzuordnung durch obengenannte Frozen Zones essenziell. Die Fixierung schafft die notwendigen Rahmenbedingungen für Planung und Umsetzung und damit effektive Kontrolle über den Projekterfolg inklusive Kosten und Nutzen.FazitDigitale Transformationen werden immer mit schwierigen Projekten, Unabsehbarkeiten und Abhängigkeiten verbunden sein. Deshalb ist es für die Organisation ein stetiger Prozess in Planung und Fortschrittsmessung. Der Erfolg hängt von einigen wenigen Faktoren ab. Projekte rigoros verwalten, der digitalen Transformation die wichtige Top-Management Attention geben, nach Business Value steuern, ein starkes Digital Board einführen, eine Stage Gate Methodik über Frozen Zones definieren, Tools und Daten zur Steuerung des Portfolios nutzen – so werden die Initiativen auf Kurs gehalten und die Tyrannei der Einzelprojekte hat ein Ende.
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Kommentar, 18.05.2022
18.05.2022
Aktuell denken viele Vertriebsverantwortliche beim Thema Digitalisierung des Vertriebs immer noch an Aufbau und Einführung eines e-Shops oder eine neue Website. Aber es geht um wesentlich mehr:Content is King: Der Kunde möchte rechtzeitig in der Customer Journey mit einer bedürfnisindividuellen Story abgeholt werden.Digital Natives werden Entscheider: Klassische „Vertreterbesuche“ sind in Zeiten von Digital Self- Services out. Es geht um die schnelle Informationsbeschaffung in der Geschäftsanbahnung und die Nutzung digitaler Tools in der persönlichen Vertriebsarbeit, um der „digitalaffinen“ Zielgruppe gerecht zu werden.Remote Selling: Spätestens die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Beratung und Verkauf via Videokonferenz effizient und zielführend sind. Nun gilt es diese Dynamik mitzunehmen und die Vertriebsstrukturen zu Gunsten der Hot-Lead Bearbeitung des Außendienstes neu zu ordnen und verkaufsaktive Innendienstbereiche zu etablieren.Omnichannel-Vertrieb: Digitale und klassische Vertriebswege verschmelzen zunehmend miteinander. Wer hier nicht handelt und Balance findet, riskiert den Anschluss zu verlieren. Im Kern sorgen die Veränderungstreiber nicht dafür, dass sog. „Verkäufer“ überflüssig werden. Es geht vielmehr darum, über passende Werkzeuge Kunden zielgerichteter und effizienter anzusprechen, einen möglichst hohen Automatisierungsgrad zu erzielen, um somit die Wertschöpfung im Vertrieb zu erhöhen.Lead-Management als Brücke zwischen klassischem und digitalem VertriebDas Informations- und Entscheidungsverhalten der Kunden hat sich verändert. Bevor ein potenzieller Kunde mit dem Unternehmen in Kontakt tritt oder eine Kaufentscheidung trifft, wird i. d. R. zuerst im Internet nach Themen und Lösungen recherchiert, was eine Vielzahl an Marktforschungsstudien belegen. D. h. die Kaufentscheidung bzw. Präferenz wird bereits größtenteils vor der klassischen Akquisephase beeinflusst. Das betrifft insbesondere Kaufentscheidungen erklärungsbedürftiger Produkte und Services im B2B-Umfeld. Die Kaufentscheidung kann jedoch signifikant beeinflusst werden, wenn dem potenziellen Interessenten (Lead) entlang der digitalen Customer Journey relevante Informationen und kaufentscheidende Kundenerlebnisse geboten werden. Unter Lead-Management versteht man deshalb sämtliche Prozesse und Maßnahmen, um Leads zu generieren, für den Vertrieb zu qualifizieren und letztendlich Kunden zu gewinnen.Wesentliche Erfolgsfaktoren des digitalen Lead-Managements sind:Effiziente, durchgängige VertriebsprozesseDie Entwicklung eines ersten Leads zum Kunden ist ein intensiver Weg, der eine strukturierte Vorgehensweise und eine enge Abstimmung zwischen Vertrieb und Marketing erfordert. Zunächst geht es darum, den Interessenten bestmöglich mit relevanten Inhalten durch das Marketing zu versorgen, mit dem Ziel im Gegenzug relevante Kundendaten abzugreifen. Besitzt der Lead eine gewisse Reife, wird dieser an den Vertrieb zur weiteren Bearbeitung übergeben. Der Zeitpunkt sowie die konkreten Kriterien der Übergabe werden im Rahmen des sog. Lead-Scorings festgelegt. Das Lead-Scoring ist entscheidend, damit keine Blindleistung im Vertrieb durch unqualifizierte Kontakte entsteht und somit nur Leads weitergeleitet werden, die das größte Potenzial aufweisen.Marketing als UmsatzturboDie Zeiten der klassischen Kaltakquise neigen sich dem Ende. Social Media Plattformen, Websites und das Internet avancieren zur Nr. 1 Quelle der Leadgenerierung. Marketing-Automation-Tools ermöglichen dabei die automatisierte und zielgerichtete Lead-Generierung und -Qualifizierung entlang der Customer Journey. Jede Aktion (z. B. Download Produktinformation), die ein Lead entlang der Customer Journey durchführt, wird automatisiert erfasst, bewertet und der Kundendatensatz angereichert (Nuturing) bzw. mögliche Folgeaktivitäten (z. B. Newsletter-Versand, Einladung Event) automatisch ausgelöst. Die Bereitstellung von wertvollen und konsistenten „Inhalten“ durch das Marketing, um das spezielle Interesse der jeweiligen Zielgruppe zu wecken ist dabei maßgeblich, denn wenn der potenzielle Kunde keinen Nutzen aus dem Inhalt zieht, wird es schwer, ihn an das Unternehmen zu binden.Datenmanagement als VertriebskompetenzDie wohl größte Veränderung des Lead-Management trifft den Vertrieb in Sachen Datenmanagement. Wurde das Customer-Relationship-Management-System (CRM) in der Vergangenheit oft als ungeliebtes Stiefkind zur Dokumentation von Angeboten und Besuchsterminen genutzt, so wird es zukünftig die zentrale Rolle als Datenbank der Kundeninformationen und Steuerungsinstrument einnehmen. Erst die 360° Kundensicht erhöht signifikant die Erfolgsquote bei Potenzialkunden. Hierfür ist ein geschlossenes Daten- Management und entsprechende Systemlandschaft bestehend aus Datenbanken (z. B. CRM), Content Management Systemen (CMS), Marketing-Automation- (MA) sowie Analyse-Tools (z. B. BI) notwendig. Die Analyse der Kundendaten sowie das Ableiten von Lead-Management- Kampagnen muss als Kompetenz im Vertrieb verankert werden. Um die dafür notwendige Datenqualität zu erhalten, ist ein entsprechendes Mindset zur Datenpflege Voraussetzung.FazitDer Digitalisierung im Vertrieb kann man sich nicht mehr entziehen. Lead-Management bietet jedoch die Möglichkeit den klassischen mit dem digitalen Vertrieb zu kombinieren und zudem das Effizienz-Niveau im Vertrieb anzuheben. Hierbei macht man sich die veränderte Informationsbeschaffung potenzieller Kunden, die mit der Digitalisierung einhergeht, zu Nutze. Mit Hilfe geeigneter Software-Tools werden die Potenziale entlang der Customer Journey für den Vertrieb identifiziert und qualifiziert. Diese „Vorqualifizierung“ gestaltet den eigentlichen Akquise- Prozess effizienter und zeitsparender.Insbesondere Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten und Services sollten deshalb über den Einsatz von Lead-Management nachdenken. Das heißt aber auch, dass sich das Rollenverständnis im Vertrieb ändern muss. Marketing übernimmt im Lead-Management eine stärkere Rolle in der „Neukundeakquise“ und die Analyse bzw. das Management von Kundendaten wird zur erfolgsentscheidenden Vertriebsdisziplin.Abb. 1: Marketing-Automation Plattform und Lead-Management
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Publikation
28.04.2022
25 Ausgaben des W&P-Management Support seit 2010. Das sind rund 500 Fachbeiträge, 750 Autoren und Coautoren, mehr als 400 Branchen- nachrichten und 125 Publikationsbesprechungen. Dazu kommen diverse Beiträge von Fremdautoren und Netzwerkpartnern, vielfältige Branchennachrichten, Statements namhafter UnternehmerInnen, W&P-interne Vermeldungen sowie Best Case aus unserer Kundenpraxis. Und dahinter steckt Überzeugung: Um Perspek- tiven eröffnen und Zukunft gestalten zu können, wie dies unser Unternehmens-Claim beansprucht, ist es notwendig, eine valide Entscheidungsbasis zu haben. Dies macht jedoch Tiefenbohrungen und das Schürfen weit unterhalb der Oberfläche der schein- baren Realitäten notwendig – um Unsicherheitsfaktoren zu reduzieren, Alternativen abzuleiten und zu bewerten und eine konsistente Entscheidung treffen zu können. Wir hoffen, dass wir mit dieser Überzeugung nah an Ihren Bedarfen sind und werden auch in Zukunft alles daran setzen, Ihnen mit dem W&P-Manage- ment Support ein inhaltlich ausgewogenes, fundier- tes und zukunftsgewandtes Informations- und Inspi- rationsmedium für EntscheiderInnen zu bieten. Wir wünschen weiterhin gutes Gelingen Ihrer geschäftlichen Aktivitäten und freuen uns wie immer auf die Fortsetzung bzw. in Einzelfällen auch den Beginn des direkten Austausches mit Ihnen.
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Publikation
03.02.2022
Als ein Aspekt der Digitalen Transformation ist das Thema Data Analytics mittlerweile in vielen Unternehmen angekommen. Ganz generell ist Data Analytics wichtig, da es Unternehmen hilft, ihre Leistungen zu optimieren: integriert in das Geschäftsmodell können Unternehmen ihre Kosten senken, indem sie effizientere Wege der Geschäftsabwicklung ermitteln. Zusätzlich können Unternehmen Data Analytics auch nutzen, um bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen und Kundentrends und -zufriedenheit zu analysieren, was zu neuen – und besseren – Produkten und Dienstleistungen führen kann. Data Analytics bewährt sich daher für immer mehr Unternehmen als gut geeigneter Einstieg in eine Trans- formation hin zum datengetriebenen Unternehmen. Die Gründe liegen auf der Hand: ohne große Vorlaufzeit können mit Hilfe von Analytics-Tools schnelle erste Er- folge „sichtbar“ gemacht werden – was die Akzeptanz auf Entscheiderebene erhöht. Somit können die Ent- scheidungsträger eine Strategie „Führen unter Fakten“ umsetzen und eine Vielzahl von Wertschöpfungsketten effizienter gestalten.
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Publikation
03.02.2022
Die ganze Welt läuft über Prozesse. Immer mehr Unternehmen verstehen, dass eine der größten Quellen für Wettbewerbsvorteile aus der Optimierung der granularen betrieblichen Details stammt, da diese zu einer höheren Effizienz und vor allem Kundenzufriedenheit führen. Aus diesem Grund ist Process Mining immer weiter auf dem Vormarsch, sprich die Analyse der digitalen Spuren im Unternehmen zu analysieren, um so Geschäftsprozesse durch eine Verbesserung der Effizienz, Effektivität und Produktivität ihrer kritischen Arbeitsabläufe zu optimieren. Klassische Prozessverbesserungsmethoden wie z. B. Process Mapping greifen zu kurz, um fundamentale Schwachstellen im Prozess zu identifizieren und anschließend zu beheben. Heute laufen nahezu alle geschäftskritischen Prozesse in IT-Systemen ab. Als Folge sind die Kernprozesse durch unternehmensspezifische Anforderungen und systemische Vorgaben selbst zu komplexen Systemen geworden – zu individuell, zu häufig, zu vernetzt und zu verteilt, um sie manuell zu verwalten. Entscheidend ist, dass sich Unternehmen mit der Zeit verändern – sie expandieren, vergrößern sich, implementieren neue Systeme, führen Fusionen und Übernahmen durch, entwickeln neue Produkte, migrieren in die Cloud oder Ähnliches. Jede dieser Änderungen wirkt sich auf die Prozessumgebung aus, und macht sie zunehmend unübersichtlich und komplex. Ohne ein ganzheitliches Verständnis dafür zu haben, wie die Prozesslandschaft verknüpft ist und in der Realität aussieht, ist es unmöglich einen Kernprozess zu optimieren. Es braucht also einen datenbasierten Ansatz, um der Komplexität moderner Prozesslandschaften gerecht zu werden. Wenn die dem Prozess zugrundeliegenden Daten in den Mittelpunkt gestellt werden, gewinnen die Ergebnisse an Objektivität und die Durchführung an Geschwindigkeit. Mehr dazu im neuen W&P Dossier „Process Mining: Mit datenbasierter Transparenz zu verbesserter Leistungsfähigkeit“.
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Kommentar, 21.12.2021
21.12.2021
Erst einmal abwarten, keine Panik, es wird nicht viel schlimmer werden und wenn es soweit ist, können wir immer noch handeln und aktiv werden. Die aktuellen Zahlen zeigen noch keinen hohen Bedrohungsgrad, aber auch keine interessanten Chancenpotenziale und im Übrigen „wir fahren auf Sicht und haben alles im Griff“.Dies trifft nicht auf Ihre Unternehmensführung zu, aber die Unternehmensrealität zeigt leider auch in zunehmendem Maß ein anderes Bild. Erfolge der Vergangenheit und Gegenwart sind keine Garantie für eine erfolgreiche Zukunft. Sie sind jedoch eine gute Grundlage für das systematische Reflektieren und die Erkenntnis, dass Prävention ein geeignetes Mittel zur Zukunftsgestaltung ist.Der Unternehmensalltag ist durch geringe strategische Weitsicht und mehr durch operative Hektik gekennzeichnet. Dies trifft allerdings nicht auf die Führung von nachhaltig erfolgreichen Unternehmen zu, die über Erfolge und Misserfolge regelmäßig reflektieren und deren Verhalten dadurch geprägt ist, Unternehmen robust und zukunftsfähig zu gestalten. Aus dieser Management-Philosophie resultieren Wettbewerbsvorteile und Zeitvorsprünge.Erfolgsfaktoren ändern sich und lassen sich nicht aus den Controlling-Reports oder gar aus den gesetzlich vorgeschriebenen Wirtschaftsprüfertestaten und deren Stellungnahmen ablesen. Marktanteilsentwicklungen, Lieferanteil bei Großkunden, Marken-Image und Bedeutung des Markenkaufs, Technologiestatus, Versorgungssicherheit, Innovationsgrad, Organisationseffizienz, etc. sind die entscheidenden Merkmale für den aktuellen und zukünftigen Unternehmenserfolg.Mögliche unternehmensrelevante Zukunftswelten, deren Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten auf das Produkt- und Leistungsportfolio, die Wertschöpfungsarchitektur, die Unternehmenskonfiguration, die Unternehmensstrategie und das Geschäftsmodell werden antizipiert und daraus alternative Handlungsoptionen für die Abwehr von Bedrohungen und die Nutzung von Chancen entwickelt. Dieses „Vorsorgepaket“ erhöht die Handlungsfähigkeit und verhindert im Krisenfall „Feuerwehreinsätze“ und hohe Reparatur-Nachsorgekosten.Diese Denk- und Handlungsweise benötigt jedoch eine Unternehmenskultur und Führungspersönlichkeiten, die Prävention nicht als Angst vor der Zukunft, unnötige Zeitverschwendung und Phantasiegespinst abtun, sondern als proaktive Zukunftsgestaltung des Unternehmens betrachten und akzeptieren, dass „die Zukunft bereits begonnen hat und gestaltbar ist.“Verantwortungsvolle und moderne Unternehmensführer und Eigentümer gestalten das größte Vermögensobjekt, die wichtigste Einkommensquelle, den bedeutendsten Reputationsfaktor zum Nutzen aller Stakeholder proaktiv und verhindern damit, dass das Unternehmen zum „Spielball“ vermeidbarer Turbulenzen wird. Stellen Sie also ihr Unternehmen auf den Prüfstand, machen Sie regelmäßig einen „Unternehmens-TÜV“, der sowohl Ergebnisse der Vergangenheit, der Gegenwart, aber auch Entwicklungen der Zukunft beinhaltet. Strategische und operative Prüfkriterien sind dabei gleichwertig zu berücksichtigen. Es lohnt sich, für alle Beteiligten und für das Unternehmen.
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Publikation
22.11.2021
Die Unternehmenszukunft individuell und flexibel zu gestalten ist für UnternehmerInnen ein große Herausforderung. Denn: Gerade in volatilen Zeiten ist der Unternehmensalltag weniger durch strategische Weitsicht als durch operative Hektik gekennzeichnet. Doch erst durch die kreative Gestaltung von Unternehmensstrategie, Unternehmensarchitektur, Führungsorganisation, Markenpositionierung und Management wird ein Unternehmen auch ein zukunftsfähiges Unikat. Anlass genug um in der aktuellen Ausgabe des W&P Management Support einen genaueren Blick auf Themen wie die Renaissance der Strategiediskussion, die Nachhaltigkeit im Geschäftsmodell, die „Enkelfähigkeit“ von Familienunternehmen sowie diverse Megatrends, die das Post-Covid-Zeitalter prägen werden, zu werfen. Auch diesmal kommen praxisorientierte Impulse rund um die Digitale Transformation, Finance und Operations nicht zu kurz.
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Publikation
13.10.2021
Das Thema Data Analytics ist im Mittelstand angekommen. Integriert in das Geschäftsmodell können Unternehmen damit Kosten senken, bessere Geschäftsentscheidungen treffen, Kundentrends und -zufriedenheit analysieren und daraus neue – und bessere – Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Data Analytics bewährt sich daher als ein guter Einstieg in die Transformation hin zum datengetriebenen Unternehmen. Die Gründe liegen für Sarik Weber, Leiter Digitale Transformation bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), auf der Hand: „Intelligente Data Analytics-Tools machen erste, schnelle Erfolge „sichtbar“ – und das erhöht die Akzeptanz bei Entscheidern, die so faktenbasiert agieren und Wertschöpfungsketten wesentlich effizienter gestalten können“. Basis eines erfolgreichen Data Analytics Projekts: Ein geeigneter Business Case, in dem Analytics auch spürbaren Mehrwert liefert. „Hier ist vor allem ein kritischer Blick auf die Prozesse, Produkte und Services im Unternehmen gefragt, um zu bestimmen, wo die größten Effizienz- und Optimierungspotentiale liegen“, so Sebastian Batton, Digital Expert bei W&P. Im Zuge der Business Case-Definition sollten Zielwerte festgelegt werden, die nach dem Abschluss des Projektes eine Erfolgskontrolle ermöglichen. Neben dem Business Case gilt es eine adäquate Datenarchitektur aufzubauen. Nur wenn verfügbare Daten, Datenaufbereitung und Tools vernünftig aufeinander abgestimmt und integriert sind, können Analysen effizient umgesetzt und vor allem einfach skaliert werden. Eine moderne Data-Analytics Architektur reicht von der Datenquelle bis zur Visualisierung und besteht in der Regel aus drei Ebenen: - Datenquellen (z. B. ERP, CRM) - Datenaufbereitung (z. B. Data Warehouse) - Analyseumgebung (z. B. BI-Tool) Welche konkreten Herausforderungen eine solche „End-to-End Data Pipeline“ mit sich bringt? Welche Tools für Reporting und Prognosen geeignet sind? Und welchen Mehrwert ein agiler Ansatz bei Data-Analytics Initiativen hat? Mehr dazu im neuen W&P Dossier „Data Analytics: Durch Erkenntnisse aus Daten zu verbesserter Leistung“.
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Kommentar, 28.09.2021
28.09.2021
Alle Verantwortlichen in Unternehmen müssen täglich Entscheidungen treffen, müssen entsprechende Maßnahmen aufsetzen und ihre Umsetzung sicherstellen; je schneller, nachhaltiger und konsequenter, desto besser – unabhängig davon, ob es sich um strategische oder um operative Entscheidungen handelt. Dies erfolgt unter Einbeziehung der Betroffenen – auf Basis von Fakten, oder? Doch: Wie so oft liegt der Teufel im Detail – und in der Sichtweise. CEO, CSO, CTO, COO – jeder hat seine eigene Sicht der Dinge und damit seine „eigene Wahrheit“. Unterschiedliche Perspektiven, Auswertungen, Verdichtungen und damit unterschiedliche Fakten zu eigentlich gleichen Daten sind die Folge. Und egal ob Vertrieb, Operations oder Finanzbereich: Jeder wird an unterschiedlichen Zielen gemessen, jeder hat eigene Werte und Motive. Die Folge: Viele unfruchtbare Diskussionen und „Nicht-Entscheidungen“ im Management bzw. zwischen Management und Gesellschaftern.Dies macht gerade der Nachfolgegeneration in Familienunternehmen oft den Einstieg schwer. In einem solchen Umfeld erfordern Entscheidungen viel Erfahrung. Man muss die Sichten, Ziele und Motive, den Sinn und Zweck der Aussagen kennen, um sie richtig zu bewerten – und letztendlich im Kontext für das Gesamtunternehmen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Doch: Es gibt sehr zielführende Mittel und Wege, die fehlende Erfahrung durchaus wettmachen können.Betrachtet man beispielsweise die gesamte Wertschöpfungskette, also den Prozess vom Lieferanten bis zum Kunden über alle Funktionen und Legal Entities hinweg – neudeutsch „end to end“ –, spielen Partialsichten keine Rolle mehr. Die Dinge werden im Gesamtkontext schlüssig und transparent. Richtig angewandtes Process Mining und Data Analytics macht Schluss mit unterschiedlichen Blickwinkeln, und das faktenorientiert: Die Basis dafür sind alle verfügbaren Ist-Daten, also die komplette „Spur“, die z.B. ein Angebot oder ein Auftrag in den Systemen hinterlassen hat. Das betrifft alle Prozesse, nicht nur den – neudeutsch „Lead-to-Order“ oder „Order-to-Cash“ Prozess – und alle Auftrags-, Kunden-, und Produktstammdaten. Die Periode der Betrachtung kann dabei frei gewählt werden.Ein weiterer Baustein ist die Betrachtung aller Kosten über alle Legal Entities hinweg und auf tiefster Kostenstellenebene. Die (Ist-)Vollkosten werden über Kostentreiber wesentlichen Wertschöpfungsprozessen wie Produktion, Kundengewinnung oder Vertrieb zugeordnet. Prozess- und Kostenanalyse werden nach gleicher Logik segmentiert, was Regionen, Kundengruppen, Sortimente, Geschäftsmodelle oder Wertschöpfungstypen sein können. Dabei wird nie verdichtet, sondern immer in der Grundgesamtheit gearbeitet.Das Ergebnis: Ein klarer Blick darauf, wo wirklich Geld verdient wird, welche Stammdaten valide sind, ob Prozesse eingehalten werden, ob sie standardisiert sind. Entscheidungen können schnell und eindeutig getroffen werden – nicht (nur) mit Bauchgefühl und Erfahrung, sondern mit Fokus auf die schnelle Beseitigung von Ursachen ohne Schuldzuweisungen.Die weiter hohe Volatilität der Märkte, die entsprechend gefragte Reagibilität und Anpassungsfähigkeit der Unternehmen machen schnelle und zielsichere Entscheidungen künftig unverzichtbar. Die Nachfolgegeneration muss gleich richtig entscheiden – ohne erst im Detail zu eruieren, warum welcher Funktionsbereich seine Entscheidungen wie trifft. Künftig bedeutet „richtiges Entscheiden“ Entscheiden durch Daten und Fakten. Der Führungsstil setzt auf Transparenz – end-to-end, über Legal Entities hinweg, mit Blick auf die gesamte Wertschöpfung.
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Kommentar, 07.09.2021
07.09.2021
Kosten weiter senken, Prozesse optimieren, neue Software implementieren, Working Capital reduzieren, Governance verbessern. etc. Alles notwendig, die Pflicht des Management-Alltags. Es stärkt die operative Effizienz und trägt zur Überlebensfähigkeit des Unternehmens bei. Ist damit die erfolgreiche Zukunft des Unternehmens im Blick oder gar gesichert? Natürlich nein, denn auch der Grenzertrag dieser Maßnahmen bewegt sich irgendwann „gegen Null“.Zweifelsohne ist die perfekte Beherrschung des operativen Geschäftes ein wichtiges und solides Fundament, um sich mit den Herausforderungen und den Chancen der Zukunft intensiv und systematisch beschäftigen zu können. Es darf nur kein Alibi sein, sich den Zukunftsthemen zu versperren. Warum sich die Unternehmensführung und die Gesellschafter damit systematisch auseinandersetzen sollen und müssen, liegt in den zunehmend komplexen, dynamischen und strukturellen Veränderungen des Unternehmensumfeldes begründet. Ausprägungen dieses Strukturwandels und den damit verbundenen disruptiven Entwicklungen sind z. B. Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Migration, neue Technologien und nicht zuletzt Digitalisierung und die globale Pandemie. Die Welt ist mehr denn je „grenzenlos“ geworden. Zweifelsohne gibt es weitere branchen- und unternehmensspezifische exogene Einflussfaktoren, die auf Unternehmen und Märkte einwirken. Wie immer kann man diese als Bedrohungen oder als Chancen interpretieren.Strategen setzen sich früher, schneller, systematischer und konsequenter mit der Erkennung, Beurteilung und Nutzung von Megatrends auseinander. Sie nutzen den eigenen Zeit- und Wissensvorsprung und die Veränderungsdynamik zu ihrem Wettbewerbsvorteil und Nutzen. Ihr strategisches Timing ist weder zu früh – um nicht als ressourcenschwacher „Missionar“ zu scheitern – noch zu spät, um Kräfte für eine kaum noch zu gewinnende Aufholjagd zu verschwenden.Strategen fokussieren auf die zentralen Erfolgsfaktoren, sie besetzen schnell die Märkte und erhöhen stetig und systematisch die Markteintrittsbarrieren für Follower. Alles richtig und leicht gesagt, aber schwergetan, denn das Trägheitsmoment von Unternehmen und das Beharrungsvermögen von Menschen sowie das große Talent „sich gegenseitig mit intellektueller Brillanz zu beweisen, warum es nicht geht, bzw. es so nicht kommen wird“ sind typische Merkmale, die Zukunfts-Management als Management des Fortschritts erschweren. Oft fehlt es aber auch an der Begründung, am Nutzen und der fehlenden, überzeugenden Kommunikation für die Vorbereitung, den Eintritt und die Partizipation an einer anderen, neuen Welt. Erfolgreiche Führungskräfte hatten schon immer eine ausgeprägte Neugier, hohe Empathie und Sensibilität für Veränderungen. Sie schöpfen daraus Freude und Sinngebung für Ihre Arbeit. Erfolgreiche und überzeugende Strategen sind in ihrem Verhalten und Vorgehen stark outside-in geleitet. Sie haben als Beobachtungs- und Ausgangspunkt den oder die Kunden mit ihren Wünschen, Bedürfnissen und Bedarfen und sie berücksichtigen bestehende und vor allem neue potenzielle Wettbewerber. Das daraus entstehende Zukunftsbild wirkt als „Pull-Faktor“, um das Unternehmen auf den richtigen Zukunftspfad zu bringen und es auf Kurs zu halten. Dabei sind Stopps und Umwege durchaus normal, nur das Ziel und die zu erreichende Zukunft sollte man nicht aus den Augen vielen.Kreativität, Intuition, Agilität, Intelligenz, Resilienz, Mut, Überzeugungskraft, Durchsetzungsvermögen, messbare Fortschritte und Erfolgswille und natürlich Freude am Neuen und der Veränderung waren, sind und bleiben die notwendigen Voraussetzungen, um persönliche Perspektiven und die Zukunft des Unternehmens zu gestalten. Strategen sind Chancen-Sucher und Zukunftsgestalter. Davon kann ein Unternehmen und unsere Gesellschaft nie genügend haben.
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Kommentar, 31.08.2021
31.08.2021
Den digitalen Wandel erfolgreich umzusetzen, ist derzeit Aufgabe aller Unternehmen und Branchen. Insbesondere Familienunternehmen haben erkannt, dass die digitale Transformation einen erheblichen Einfluss auf ihre Strukturen und Prozesse ausübt. Doch eine Studie der Otto Beisheim School of Management (WHU) zeigt: In Sachen Umsetzung zögern viele. Technologien in den Bereichen Cloud Computing, Big Data und Künstlicher Intelligenz werden begrenzt in Anspruch genommen, weshalb Familienunternehmen immer stärker in Abhängigkeitsstrukturen geraten. Es braucht also eine umfangreiche Geschäftsstrategie, um sich den neusten Trends und Technologien anzunähern.Das „große Ganze“: Business Modell TransformationEinige Unternehmen setzen die Digitale Transformation von traditionellen Geschäftsmodellen ins Zentrum ihrer strategischen Ausrichtung. Bestes Beispiel: Die Parfümerie-Kette Douglas. Mit einem verstärkten Fokus auf Digitalisierung und E-Commerce konnte die Profitabilität des Traditionsunternehmens in diesem Bereich deutlich gesteigert werden.Die Geschäftsmodell-Umwandlung zielte auf die grundlegenden Bausteine der Wertschöpfung in einer Branche ab. Denn: Märkte und Kundenbedürfnisse hatten sich stark verändert und machten eine neue strategische Ausrichtung unumgänglich. Voraussetzung: Sie musste schnell und anpassungsfähig sein, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Da sich die digitale Transformations-Strategie an den digitalen Wandel anpassen muss, der außerhalb und innerhalb des Unternehmens stattfindet, braucht sie ein klares Zielbild. Einen Fahrplan, der durch die Beteiligung und Führung von neuen Geschäftseinheiten vorangetrieben wird und parallel zum traditionellen Geschäft läuft. Verändern Unternehmen so grundlegende Bausteine der Wertschöpfung, eröffnen sich dadurch erhebliche neue Wachstumschancen, die Stück für Stück ein Traditionsunternehmen zu einem führenden Digital-Player transformieren.Die Basis: Prozess-Daten TransformationDie Einführung intelligenter digitaler Tools ist eine Kernvoraussetzung für die erfolgreiche Umwandlung. Denn werden Standardabläufe mit Hilfe neuer Technologien digitalisiert, können verstärkt strategische, datengestützte Entscheidungen getroffen werden und das Unternehmen wird transparenter. Klar ist jedoch: Ohne eine brauchbare Datenbasis sind diese Initiativen zwecklos. Deshalb sollte die Ausgangslage der Daten innerhalb des Unternehmens zuerst evaluiert werden. In einem weiteren Schritt muss sich das Unternehmen auf einige Grundlagen des digitalen Betriebs wie z.B. eine solide IT, effektive Datenstrategien, eine robuste Dateninfrastruktur und die Sicherung der Datenqualität einigen.Durch eine Kombination dieser Faktoren entstehen zum Beispiel Möglichkeiten, Vertrieb und Kundendienst zu verbessern. Wer zusätzlich agile Methoden nutzt, mithilfe von Process Mining (z.B. mit Celonis) Prozesse analysiert und vernetzt oder durch KI aufwändige Arbeiten reduziert, verschafft sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile.Ohne geht’s nicht: Kulturelle und organisatorische TransformationDoch bei aller „Datenliebe“: Technologien allein reichen nicht aus, um eine erfolgreiche Transformation durchzuführen. Auch die Organisation und die Menschen dahinter sind entscheidend. Es braucht transformations-spezifische Rollen wie der des CDO´s, die die Veränderungsprozesse zentral koordinieren und umsetzen; Führungskräfte auf Schlüsselpositionen, die verstärkt in das Thema eingebunden werden. Zusätzlich ist die Entwicklung von Talenten und Fähigkeiten im gesamten Unternehmen ein wichtiger Erfolgsfaktor.Die Neudefinition von Rollen und Zuständigkeiten einzelner MitarbeiterInnen müssen in Einklang mit der Vision der Transformation gebracht werden – im Rahmen einer Kultur, die digitalgetrieben ist und agil funktioniert. Neue Arbeitsweisen müssen durch formale Mechanismen gefördert werden und Mitarbeiter sollten ein Mitspracherecht, sowie die Freiheit der Entwicklung von neuen Ideen erlangen, wo und wie die digitale Transformation weitere positive Veränderungen bewirkt.FazitDiese tiefgreifenden Maßnahmen machen klar: Der Aufstieg zum Digital Champion passiert nicht über Nacht. Es ist nur zu verständlich, dass auf Grund ihrer Komplexität einige Familienunternehmen vor der konsequenten Umsetzung zurückschrecken. Und doch kommt am digitalen Wandel keiner mehr vorbei, der mittelfristig wettbewerbsfähig bleiben will. Darum hilft hier nur eines: Jetzt losgehen – und schrittweise den Aufstieg beginnen!
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Kommentar, 19.08.2021
19.08.2021
Mit dem Ende der Urlaubssaison beginnen in vielen Controlling-Abteilungen die ersten Vorbereitungen auf die Planung 2022. Doch aktuell beeinflussen viele Unsicherheitsmomente die Planung: Coronabedingt können die Absatzerwartungen und materialbedingt die Produktionsfähigkeit eines Unternehmens stark schwanken. Gerade der Rohstoffmangel stellt für viele produzierende Unternehmen eine große Unbekannte dar, die sich über den Absatz auf den Umsatz und damit auf das Ergebnis auswirken kann.Klar: Zwar kann das Controlling durch die beste Planung das Problem der Rohstoffknappheit nicht lösen – es sollte aber in der Lage sein, dem Management geeignete Entscheidungsvorlagen zum Umgang mit dieser Situation an die Hand zu geben. Voraussetzung ist, statt mit starren Planungen verstärkt mit Szenarien und entsprechenden Prämissen zu arbeiten, die Absatzmöglichkeiten und Materialverfügbarkeit aufzeigen. Auf Basis eines „Was-wäre-wenn-Schemas“ kann das Management so Handlungsoptionen und Schubladenpläne vorbereiten. Je mehr Szenarien ein Controlling erarbeiten soll, desto aufwendiger wird jedoch der damit einhergehende Prozess der Planung. Die drängendste Frage ist meist, von welcher Absatzgröße realistischerweise auszugehen ist. Welche Menge an Produkten wird von welchem Kunden voraussichtlich nachgefragt? Diese Frage ist am schwierigsten zu beantworten – und doch hängen davon die notwendigen Beschaffungsmengen und die damit einhergehen Einstandskosten ebenso ab, wie die Berechnung, ob und in welchem Umfang die damit generierten Deckungsbeiträge die Gemeinkosten decken werden.Für die Lösung dieses Dilemmas gibt es zwei Wege:Der Vertrieb entwickelt eine umfassende Absatzplanung nach einzelnen Kunden, die eine intensive Abstimmung zwischen Vertrieb und Controlling voraussetzt. Erste Einschätzungen erfordern ein kritisches Feedback und mögliche Anpassungen. Je mehr Kunden, Produkte und zu planende Regionen, desto aufwändiger wird der Prozess. Was schon in „normalen“ Zeiten ein herausforderndes Unterfangen mit hohem Arbeitsaufwand für das Controlling war, wird nun durch äußere Einflüsse potenziert. Ein anderer Ansatz ist, die Absatzplanung mit Instrumenten der Künstlichen Intelligenz (KI) in Angriff zu nehmen und auf Basis historischer Daten und Algorithmen unterschiedliche Prognosen zu erstellen. KI-basierte Systeme, die für die Planung 2022 exogene Faktoren und Unsicherheitsmomente mitverarbeiten, können folglich die Unternehmensplanung in einem volatilen Umfeld sehr hilfreich unterstützen und den Arbeitsaufwand in Controlling- und Vertriebsabteilungen erheblich reduzieren. Fazit?Die Tage einer starren Planung sind (spätestens 2021) gezählt. Wer in seinem Unternehmen einerseits den Arbeitsaufwand bei vielfältig wirkenden und damit zu planenden Einflussfaktoren begrenzen und andererseits die Planungsgüte trotz unsicherer Zeiten und Umfeldbedingungen verbessern will, der kommt an KI-gestützten Systemen und Planungsmethoden nicht mehr vorbei. Denn die Entscheidungsmöglichkeiten, die sich auf die Daten des Controllings stützen, werden so deutlich sicherer. Nur so wappnet sich das Management für Situationen, die eine starre Planung nur begrenzt vorwegnehmen kann.
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Kommentar, 22.06.2021
22.06.2021
Service-Champions erreichen einen hohen und relativ krisenfesten Umsatz und Ertragsanteil durch ihr Service-Geschäft. Was unterscheidet jedoch die Unternehmen, die Service eher reaktiv betreiben, weil der Kunde nun manchmal Ersatzteile und technische Hilfe bei Problemen braucht und auf sie zukommt von den Champions, die den Service als einen zentralen Kundenbindungs- bzw. Ertragsmotor erkannt haben?Service-Champions haben ihre gesamte Unternehmens-DNA durch radikale Kundenzentrierung schrittweise transformiert. Fünf Ebenen werden dabei von Best-Practice-Unternehmen aktiv gemanagt:Service Strategie & Customer JourneyTop-Service-Unternehmen ermöglichen ihren Kunden eine detaillierte und gleichzeitig relevante Transparenz der Service-Interaktion an den Kundenberührungspunkten in Echtzeit. Sie nutzen dabei gemeinsam mit ihren Kunden virtuelle kundenspezifische Serviceräume („Service-Experience-Räume“) sowohl für das strategische Management des gemeinsamen Service-Geschäftes (z. B. Management der installierten Basis, der Service-Verträge, der Preismodelle), als auch für das transparente operative Management einzelner Service-Aufträge (z. B. Informationen über den Service-Fortschritt, Tracking und Tracing).Die gängigen digitalen Kommunikationskanäle (Web, Video, Chat, App) sind in diesen Räumen integriert. Digitale Tools wie RPA, KI, Analytics und Service-Bots werden hierbei genutzt, um dem Kunden maßgeschneiderte und relevante Information, Erkenntnisse sowie Empfehlungen zur Verfügung zu stellen. Ein Überfluten mit neugewonnenen digitalen Informationen und Reports wird vermieden. Höchste Kundenzentrierung bei Best-Practice-Unternehmen bedeutet schließlich auch die richtige Balance zwischen der menschlichen Interaktion und den Best-in-Class Analytics zu finden.Service-PortfolioServicemarktführer bieten Lösungen aus einer Hand mit einem breiten modularen Portfolio von Dienstleistungsprodukten und Service-Verträgen an. Diese reichen von einfachen Wartungs- und Instandhaltungsbausteinen bis hin zu prädiktiver Wartung und Empfehlung und ermöglichen damit auch Total-Care Verträge mit digitalen Mehrwertdiensten. In den relevanten Branchen sind die Top Unternehmen auch in der Lage Lifecycle-Services, Verfügbarkeitsverträge bis hin zu Pay-Per-Use-Modellen profitabel anzubieten. Damit wird die installierte Produktbasis ihrer Kunden über den gesamten Lebenszyklus hin optimal betreut.Operative ExzellenzBei der Vermarktung und dem Vertrieb wenden Marktführer einen beratenden Verkaufsansatz an („Consultative Solution Selling“) und integrieren ihre Servicebereitstellung in den Betrieb ihrer Kunden. Die Vertriebsorganisation entwickelt sich weg vom Produktvertrieb hin zum eigenständigen beratenden Service-Vertrieb. Dieser sollte auch in der Lage sein, sowohl digitale Services und die damit verbundenen Software-Lösungen bzw. -Lizenzen zu vermarkten als auch die entsprechende Software-Distributions-Kette für Software-Updates und -Upgrades effektiv zu managen. Bei der Leistungserbringung bieten viele der Top-Unternehmen eine hohe Kundenorientierung durch 24x7 Erreichbarkeit sowie schnelle Reaktionszeiten an.Basis ist eine hohe Standardisierung der Prozesse im Fieldservice sowie die effizienten und skalierbar realisierten technischen Support-Prozesse. Um beim skalierbaren Design eines globalen Service-Netzwerkes eine kosteneffektive Balance zwischen lokaler Vor-Ort-Abdeckung und zentralen Standards und Know-how zu erreichen, arbeiten Marktführer mit einem strategisch differenzierten Partnermodell und der Integration von Top-Service-Partnern in die eigenen Vertriebs- und Service-Prozesse.Digitalisierung & TransparenzIn der digitalen Kundeninteraktion nutzen Best-Practice Unternehmen eine „Service-Cloud“ mit einer Vielzahl an KI-unterstützten digitalen Werkzeugen. Diese reichen von KI-unterstützten Fehlerbäumen und Lösungsvorschlägen bis hin zu einem transparenten und prädiktiven Lifecycle-Management, welches Assetmanagement-Lösungen mit relevanten Service-Data-Analytics (z. B. MTBF-/MTBI-Analytics) kombiniert. Im Fieldservice werden über APIs angebundene spezialisierte Service-Lösungen und smarte Feldtechnikeranbindung genutzt, wobei die Feldtechniker durch digitalisierte interaktive Bereitstellung von Prozesswissen unterstützt werden.Einige Branchenführer vermarkten derzeit auch proaktiv digitale Retrofitting-Angebote für die installierte Produktbasis, um den Rollout neuer digitaler Service-Plattformen Hand-in-Hand zu forcieren. Auf diesen Plattformen können die Kunden komfortabel alles aus einer Hand beziehen, von neuen digitalen Services (wie z. B. E-Tutorials, Zustandsmonitoring in digitalen Twins) bis zu klassischen Services in höherwertiger selbstadministrierten Form (z. B. automatische Ersatzteil-Identifikation mit Sofortbestellung).Organisation & KulturBei allen Service-Champions stellt der Service einen eigenständigen Geschäftsbereich mit eigenen Querschnittsfunktionen dar, der direkt an die Geschäftsführung berichtet. Eine Kultur der Kundenzentrierung im Service wird nachhaltig verankert durch das Vorleben dieser Werte durch das Top-Management, einer transparenten und stringenten Unternehmenskommunikation sowie dem Fördern und Fordern durch Mitarbeiter-Incentives basierend auf Kundenzufriedenheit und Profitabilität.Tiefes Kundenvertrauen und starke Kundenbindung entwickelt sich über Jahre wenn ein Kunde eine offene Service-Kultur erlebt, welche die entscheidenden „Momente der Wahrheit“ von dem Erstkontakt, der Kaufentscheidung, der Problemlösung bis hin zum Wiederkauf, transparent und professionell vorbereitet managt. Deshalb ist besonders auch bei kritischsten Servicefällen wie z. B. dem Total-Ausfall einer Produktionsanlage, eine proaktive professionelle Kommunikation zum Kunden in Kombination mit vollkommener Transparenz über den Fortschritt der Problemlösung von äußerster Wichtigkeit. Eine derartige professionelle Service-Kultur ermöglicht auch unter schwierigsten Umstanden hervorragende Chancen für den Aufbau einer starken Kundenbindung.FazitKundenzentriertes Handeln ist kein philosophischer Denkansatz, sondern kann und muss messbar, quantitativ und radikal auf allen Ebenen des Service-Geschäftes prozessual wie auch systemtechnisch umgesetzt werden. Wahre Service-Champions transformieren aktiv alle fünf Ebenen, um damit die Transformation der gesamten Unternehmens-DNA hin zu einem kundenzentrierten Service-Champion zu erreichen. Damit sichern sie sich einen hohen und krisenfesten Umsatzanteil mit sehr attraktiven Margen.
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Best Case
16.06.2021
Der bekannte, größte Feind der Digitalisierung? Excel! Darum stand für den namhaften deutschen Hersteller von Kaltband und kaltgewalztem Bandstahl, Risse + Wilke, fest: Das Vertriebsreporting, das bis dato weitgehend in Excel und über ein SAP Business Warehouse stattfand, brauchte ein Update. Gemeinsam mit W&P wurde in einem IT-Quick-Check das Reporting analysiert und Optimierungspotenziale identifiziert. Die Ziele: Ein zentrales hochgradig standardisiertes Tool für Reporting und Controlling implementieren, die Berichtserstellung und -verteilung automatisieren, Self-Service-Reporting für individuelle Ad-hoc-Analysen der Mitarbeitenden einführen und ein durchgängiges KPI-System aufsetzen. Zudem sollten die dafür notwendigen Daten ansprechend und nutzerorientiert visualisiert und in der Datenanalyse interaktiv zu bearbeiten sein. Nach bereits sechs Wochen konnten sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeitende auf ein durchgängiges Standard-Vertriebsreporting zugreifen, das nun den Vertriebserfolg transparent macht: „Ein echter Mehrwert für die tägliche Vertriebsarbeit. W&P lieferte analytisch fundiert, schnell und in enger Abstimmung mit uns ein zukunftsfähiges Vertriebstool“, findet Marcus Clases, Director of Sales, Risse + Wilke Kaltband. Wie die schnelle Umsetzung gelang? Mehr im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 01.06.2021
01.06.2021
Heute geht es um Agilität, um Transparenz, um schnelle faktenorientierte Entscheidungen. Corona hat gezeigt, die Reagiblen, die wohl Strukturierten, die Digitalen sind – branchenunabhängig – die Gewinner.Erfolgsfaktoren liegen in der Basis: Konsistente, valide und einheitliche Daten, Standards in den Prozessen und End-to-End-Prozesse. Es geht nicht mehr darum, die Dinge auf individueller Ebene festzuschreiben und via Pflichtenheft in Software abzubilden. Technische Verfügbarkeit und Performance sind nach wie vor zentrale Anforderungen an „die IT“, heute kommt jedoch An-wendungswissen dazu. „Die IT“ der Zukunft ist Business Partner mit Domainwissen, ist Scout, wenn es um neue Anwendungen und nutzbare Standards geht. Plattformen, die sowohl hochstandardisiert als auch flexibel ausgestaltet sind, spielen in der künftigen Systemarchitektur die entscheidende Rolle.ERP-Systeme sind Bestandteil dieser Infrastruktur, sie sind der „Backbone“ des Unternehmens. Als zentrales betriebswirtschaftliches System bilden sie die Geschäftsmodelle als digitaler Kern des Unternehmens ab. Das ERP-System ist somit die „Single Source of Truth“ des Unternehmens bzw. muss es sein. Es liefert die für alle Geschäftsprozesse nötigen Daten und Services, sichert diese, bereitet datenbasierte Entscheidungen vor oder trifft einige sogar „selbst“ durch künstliche Intelligenz.Das ERP-System ist somit Grundlage und Voraussetzung jeder digitalen Transformation. Es unterstützt und agiert auf den digitalen Plattformen und bildet neue Geschäftsmodelle ab. ERP-Systeme sind die Datendrehscheiben, die es dem Unternehmen ermöglichen, sowohl intern als auch extern Daten zu erfassen und zu sammeln, sie zu interpretieren und zu nutzen, um sich so durch intelligente Entscheidungen mit effizienten Prozessen einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb zu verschaffen. Das ERP-System entscheidet somit über Skalierungsniveau und Wettbewerbsfähigkeit.Wie ist das ERP-System optimal aufzustellen?Das richtig aufgesetzte ERP-System ist der Grundstein jeder digitalen Transformation, es sorgt dafür, dass der Umbau des Unternehmens auch wirklich funktioniert. Basis ist nicht „das Ist“, sondern klar strukturiert, die Geschäftsmodelle der Zukunft zielorientiert, ihre spezifischen Prozessanforderungen und nutzbare Standards und Applikationen. Ausgangspunkt ist also ein klares Zielbild von Daten, Prozessen und damit der Systemarchitektur. Das ERP-System verbindet alle Waren- und Werteflüsse, es kalkuliert Aufträge und bewertet deren Rentabilität und es plant Produktion, Distribution und Verkauf. Von den Stammdaten über Produkte und Services bildet dieses System die Schnittstelle zu Kunden, ihren Aufträgen, zu Lieferanten, zu Produktion und Vertrieb.Erfolgsentscheidend sind valide Daten und Standards in Prozessen und Schnittstellen – nur dadurch und nicht durch „Individualprozesse“ entsteht Flexibilität und Geschwindigkeit. Nur so gelingt der Aufbau eines kompletten „Öko-Systems“ – also die Einbindung von Partnern wie Kunden und Lieferanten in die komplette Wertschöpfungskette. Alles andere bleibt Stückwerk und „Gefrickel“. Die häufig eingeschränkte Sicht einzelner Funktionsbereiche, das „Silodenken“, steht dem entgegen. Der Blick muss erweitert werden, die End-to-End-Sicht muss in die Köpfe.Die zentrale Chance, dies mit der Konzeption der Systemarchitektur und einer ERP-Einführung zu erreichen heißt: Greenfield-Prozesse, also keine Ist-Aufnahme, keine Bewertung von „Besser oder Schlechter“ und keine Ableitung des kleinsten gemeinsamen Nenners. Es muss klar sein, was Prozesse und Daten leisten müssen. Das „Wie“ wird auf der Basis von Use Cases dargestellt und durch die betroffenen Mitarbeiter beurteilt und bewertet. Also – für alle gleich neu – alle mit End-to-End-Sicht. Auch die IT-Abteilung muss mitgenommen werden – denn für sie heißt es meist: Abgabe von Verantwortung für technische Verfügbarkeit und Performance gegen „Neuland“, was Applikationen angeht.Wie kann die Lösung aussehen?Das Zielbild ist entscheidend. Ausgehend von Unternehmensstrategie, Geschäftsmodellen und damit der „Prozessleistung“ werden die Ziele für ein ERP definiert und funktionale Hypothesen aufgestellt.Ist das Ziel definiert, muss sich intensiv mit dem zukünftigen Datenmodell und den Prozessen auseinandergesetzt werden. Entscheidend ist der Grundansatz – die globalen Datenströme End-to-End vom Kunden her denken und die Prozesse daran auszurichten. „Ins Unterholz“ führen alle Detailansätze auf Datenbankebene und Feldinhalte zu definieren.Im „Operating Modell“ – also im Zielbild für den ein-geschwungenen Zustand – ist die IT-Organisation Business Partner und Innovationstreiber, mit neuen Anwendungen und Services für die zu unterstützenden Prozesse und Schnittstellen. Den Unterbau bildet dabei eine IT-Infrastruktur, die skalierbare Cloud-Lösungen und selbstbetriebene Systeme als hybrides Modell vereint.Bei der Weiterentwicklung eines ERP-Systems sind noch weitere Erfolgsfaktoren zu beachten: Zum einen sollte auf Best-Practice-Lösungen gesetzt, andererseits so standardnah wie möglich implementiert werden. Für die End-to-End-Betrachtungen sind übergreifende Teams zu bilden und früh Process Owner festzulegen. Die Use- Cases als Beispiele für die Prozessmodelle sind durch alle Phasen der Implementierung zu verifizieren, angefangen vom Prozess Design über die Umsetzung, Testing bis hin zur Abnahme, Go-Live und Hypercare-Phase.Last but not least benötigt es an der einen oder anderen Stelle auch etwas Mut. Nicht jede durchdachte Prozessvariante wird in Zukunft benötigt und muss (in der ersten Phase) umgesetzt werden.FazitDie Anforderungen an ERP-Systeme werden größer, die Einsatzfelder immer breiter. Daher gibt es keine Patentlösung für die ERP-Einführung. Allerdings ist die Richtung klar: ERP wird als Integrationsplattform und digitaler Kern eine immer größere Rolle spielen. In diesem Spannungsfeld, aus performantem ERP-System mit hohem Standardisierungsgrad sowie gleichzeitig ausreichender Flexibilität und Reagibilität für das Erfüllen der Anforderungen von Funktionen und Kunden, findet die digitale Transfromation statt. Die Unternehmen, die dies in Ihrer ERP-Roadmap berücksichtigen, sind mittel- und langfristig gut aufgestellt und fit für die Zukunft.
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Best Case
11.05.2021
Das Familienunternehmen Pfeifer, einer der Weltmarktführer im Bereich Seiltechnik, Seilbau, Bautechnik, Hebetechnik und Anschlag-/ Zurrtechnik, macht es vor: Im Zuge einer Digitalisierungs-Initiative, die auf die Transformation von Prozessen, Systemen und Teil-Geschäftsmodellen abzielte, wurde ein Data Analytics Projekt zur Analyse bisher ungenutzter Datenbeständen ins Leben gerufen. Mit Unterstützung des W&P Digitalisierungsteams wurde dafür ein Datenmodell zur Verknüpfung der Vertriebs- und Servicedaten aus ERP und dem bestehenden Service-Systems erstellt, Daten-Qualitäts-Quick-Checks durchgeführt und interaktive BI-Analysen zu u.a. Kundensegmentierung, installierter Basis, Fremdprodukten und Vertriebspotenzialen aufgesetzt. „Durch den Data-Analytics Ansatz von W&P konnten wir unsere Datensilos aufbrechen und sind dadurch heute vernetzter und vor allem schlagkräftiger an unseren Kunden und deren Bedürfnissen dran“, bestätigt Gerhard Pfeifer Geschäftsführender Gesellschafter Pfeifer Seil- und Hebetechnik, den Erfolg des Projekts.
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Best Case
27.04.2021
Liefertreue erhöhen, „Feuerwehraktionen“ adé: Mit diesem Ziel startete das W&P Projektteam bei Lenze SE, Hersteller und Entwickler für Antriebstechnik und Automation. Mit einem end-to-End Prozessansatz wurde der Order-to-Cash Prozesse datenbasiert analysiert – um dann mit entsprechenden Maßnahmen die Durchlaufzeiten zu reduzieren, die OTD (On Time Delivery) zu steigern und die Prozessstabilität zu verbessern. Christian Wendler, CEO von Lenze SE: „In dieser Art und Weise hat noch niemand eine so wertschöpfende Prozessanalyse gefahren. Die Themen wurden klar identifiziert und quantifiziert.“ Wie genau die Skalierung der Prozesse gelang und welche Erfolgsfaktoren dabei eine entscheidende Rolle spielten? Mehr im aktuellen Best Case.
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Publikation
21.04.2021
Business Performance steht momentan auf den meisten Top-Management-Agenden der Entscheider in Familienunternehmen - mit Blick auf eine höhere Flexibilität des Unternehmens für die Zukunft. Digitalisierung und Agilisierung der Strukturen und Prozesse werden damit deutlich wichtiger, Process Mining, Agiles Projektmanagement und Data Analytics rücken den Kunden weiter in den Mittelpunkt und stärken die Kundenzentrierung. Wie Unternehmen neben performance-fokussierten Hausaufgaben auch Sales- und Service Excellence-Ansätze, Customer Journey Management sowie die New Business-Herangehensweise „Technologie sucht Markt“ nutzen können, um ihre markseitige Power zu erhöhen? Impulse für EntscheiderInnen im neuen Management Support.
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Publikation
16.11.2020
Der Blick in die Zukunft gestaltet sich aktuell schwierig. Planungsrunden ohne Szenarienmanagement sind schwerlich vorstellbar und die Gestaltungskraft von Führungskräften sucht valide Hebel. Der Management Support 2-2020 liefert wieder entsprechende Impulse aus konkreten Kundenprojekten, in aktuellen Fachbeiträge und vertiefenden Interviews. Hinzu kommen auch diesmal wieder wertvolle Beiträge von Experten und Partnern unseres Kooperationsnetzwerks, die einen hilfreichen „Blick über den Tellerrand“ ermöglichen und Ideen für erfolgreiches Unternehmertum – auch in Zeiten von Corona – anstoßen.
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Publikation
15.10.2020
Egal ob im Rahmen der Digitalen Transformation eines Unternehmens, des Kaufs oder Exits: Nur Transparenz über Daten-, Prozess- und Systemarchitektur macht deutlich, wie zukunftsfähig ein Geschäftsmodell ist, wo Kaufpreisabschläge notwendig sind – oder aber bereits geleistete Investitionen und Potenziale der Zukunft kaufpreissteigernd berücksichtigt werden müssen. Bessere Daten, eine bessere Verknüpfung unterschiedlicher Daten und ihre zentrale Vorhaltung werden zu Wertetreibern für Unternehmen. Doch: Wie Transparenz schaffen? Der W&P Daten-, Prozess- und Systemaudit (DPSA) ist der zentrale Startpunkt zur Entwicklung eines Datenmodells und damit eines datengetriebenen Geschäftsmodells. Einerseits kann es zur Status Quo-Bestimmung für den Start bzw. die Weiterentwicklung der Digitalen Transformation genutzt werden, andererseits als Zusatzbaustein zur Financial Due Diligence.
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Publikation
21.07.2020
Die Pandemie und ihre Auswirkungen haben uns immer noch fest im Griff – beruflich wie persönlich – und das aus heiterem Himmel, unerwartet und ohne eigenes unter- nehmerisches Verschulden. Der Weg aus der Krise, der Bedrohung ist erfahrungsgemäß länger als man gedacht hat und auch gelegentlich mit Rückschlägen verbunden. Gerade das unternehmensindividuelle Konzept der Krisenbewältigung und eine hohe Unternehmensresilienz, gepaart mit hoher Umsetzungskraft sind erfolgsentscheidend. Für viele Unternehmen bedeuten die Corona-Einschränkungen eine strikte Vermeidung von Ausgaben, Kurzarbeit, strenge Liquiditätsplanung und gegebenenfalls eine Unterstützung durch staatliche Hilfen oder anderweitige Finanzmittel. Nicht nur als Ihr Partner, sondern ebenfalls als Unternehmer wissen wir, dass dies jedoch nur der Anfang der Entwicklung sein kann und wird. Denn nach der akuten Sicherung des Überlebens stellen sich zahlreiche weitere Fragen, deren Beantwortung nötig ist, um das Unternehmen erfolgreich für die Zukunft auszurichten. Diese haben wir auf Basis unserer langjährigen Erfahrungen sowie aus aktuellen Gesprächen und „Corona-Projekten“ für Sie in der vorliegenden Sonderpublikation ausgeführt, priorisiert und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Hierbei konnten wir feststellen, dass die Bereitschaft für das Hinterfragen von Bestehendem und für Veränderung wohl schon lange nicht mehr so groß war wie heute. Das macht Mut und Zuversicht, auch in schwierigen Zeiten! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine anregende Lektüre, weiterhin alles Gute in diesen herausfordernden Monaten sowie das nötige „glückliche unternehmerische Händchen“. Wenn wir Sie hierbei als Ihr Partner unterstützen können, stehen wir Ihnen immer gerne für ein unverbindliches Gespräch zur Verfügung.
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Publikation
25.05.2020
Für Unternehmen stand in den letzten Wochen vor allem die Sicherung von ausreichend Liquidität ganz oben auf der Agenda. Doch nun beginnt eine neue Phase im Umgang mit der Krise: Im Ramp-up rücken die Redimensionierung und Transformation des Geschäfts sowohl auf strategischer, operativer als auch struktureller Ebene in den Fokus. Was heißt das konkret für die neue unternehmerische Normalität? Welche Maßnahmen helfen Unternehmen und Unternehmern dabei, mit einem kleinstmöglichen Corona-Rucksack in die Zukunft zu gehen? Im aktuellen Management Support lesen Sie zusätzlich zu Impulsen aus aktuellen Projekterfahrungen diesmal auch wertvolle Beiträge externer Autoren aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.
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Publikation
13.02.2020
Die Marktreife digitaler Werkzeuge wie KI, Objekt- und Spracherkennung, Digitaler Zwilling sowie zahlreicher IoT-Plattformen hat den Service in den letzten Jahren fundamental verändert. Viele Servicekonzepte wie Fernwartung, prädiktive und präskriptive Wartung und Hochverfügbarkeitsdienste, sind nun wirtschaftlich realisierbar. Diese digitalen Treiber ermöglichen eine höhere Effizienz im Back-End und einen höheren Individualisierungsgrad im Front-End. Mehr noch: Sie machen Service zum Werttreiber des Unternehmens. Doch welche strategischen Fragestellungen müssen auf dem Weg zur Service-Exzellenz beantwortet werden? Welche Stellhebel optimiert? Antworten darauf im neuen W&P Dossier „Top-Management-Agenda: Service-Exzellenz ̶ Ertragssicherung in schwierigen Zeiten“.
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Publikation
21.01.2020
Die Vorzeichen der nahenden konjunkturellen „Delle“ in der Weltwirtschaft – das ist eines der Top-Themen in Davos auf dem WEF. Für Unternehmen geht es dabei konkret um eines: Sie müssen im Vorfeld eines Abschwungs die richtigen Stellschrauben justieren, um im Abschwung ihre Ergebnisse abzusichern.
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Publikation
14.01.2020
Die Bedeutung von Familienunternehmen für die Gesellschaft hervorzuheben – das war der Antrieb für Prof. Dr. Norbert Wieselhuber anlässlich seines 70. Geburtstags ein Buch zu verfassen. In „Unternehmer gestalten Unternehmen“, erschienen im Unternehmer Medien Verlag, bricht der Berater eine Lanze für Unternehmensgestalter. Ihre Spitzenleistungen und großes Engagement verdienten in der Öffentlichkeit ein deutlich höheres Ansehen. Mit diesem „absoluten Standardwerk für Entscheider in Familienunternehmen“ so Oliver Hermes, Vorsitzender des Vorstandes WILO SE, liefert Wieselhuber einen Leitfaden der Unternehmensführung, der laut Prof. Friedhelm Loh, Vorsitzender des Vorstandes der Friedhelm Loh Stiftung, „von Verbindlichkeit, Analysefähigkeit und einem starken Willen zur Veränderung geprägt ist“. Bestellungen ab sofort beim Verlag Unternehmermedien unter https://www.unternehmermagazin.de/shop/buecher/ Im Laufe des Januars in jeder Buchhandlung und bei Amazon. ISBN 978-3-937960-42-5.
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Event, 26.11.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Carve-Outs gehören zu den komplexesten Restrukturierungsinstrumenten. Sie verbinden strategische Neuausrichtung mit rechtlichen, finanziellen und operativen Fragen und können richtig umgesetzt sowohl Krisen vorbeugen als auch in schwierigen Situationen den Fortbestand sichern.In unserem Executive Dialog zeigen wir, wie Sanierungsfähigkeit geprüft, operative Trennungen umgesetzt und rechtliche Herausforderungen gemeistert werden können. Ergänzend beleuchten wir Finanzierungsansätze wie Staple Financing und diskutieren in einer Werkstatt-Runde praxisnahe Lösungsansätze für erfolgreiche Carve-Outs.
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Publikation
12.11.2019
Die Signale für einen konjunkturellen Abschwung verdichten sich. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, digitale Disruptionen, ausstehende Investitionsentscheidungen halten auch Familienunternehmen auf Trab. Alles negative Vorzeichen für die Zukunft? Nicht, wenn man diesen Herausforderungen auf Augenhöhe begegnet! Wer an erster Stelle seine Organisation auf Vordermann bringt und strategisch gestaltet, dem winken Wettbewerbsvorteile – auch in unsicheren Zeiten. Weiteres Mittel zum Zweck: Datenanalyse- oder KI-Projekte, die in einer agilen Organisation die Chancen auf erfolgreiche Projekte mit DER Schlüsseltechnologie des digitalen Wandels erhöhen. Doch wie konkret vorgehen? Impulse für Entscheider im neuen Management Support.
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Publikation
28.10.2019
Digitalisierung ist längst Modewort, die dahinterliegenden Daten werden hingegen oft nur als Nebenprodukt gesehen. Doch: Professionelles Datenmanagement sollte auf die Agenda jedes Unternehmenslenkers, da Daten der Schlüssel zur nachhaltigen Transformation des Geschäftsmodells sein können. Wie individuelle Herausforderungen nachhaltig und zukunftsfähig gelöst werden können? Mehr dazu in der aktuellen W&P-Publikation „Datenmanagement“, die Wege zu einem ganzheitlichen Ansatz zum Aufbau und zur Entwicklung zukunftsfähiger Datenwelten zeigt.
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Publikation
26.09.2019
Die Automatisierung, Robotisierung und Digitalisierung der Industrie ist nicht zu stoppen. Mit den Ankündigungen der EU-Kommission, 20 Milliarden Euro in KI-Technologien zu investieren, und der Bundesregierung, 40 Milliarden Euro für die digitale Wende bereitzustellen, sendet die politische Führung ein aus drei Gründen wichtiges Aufbruchsignal: Erstens beweist diese politische Unterstützung auf europäischer Ebene den Willen, den Standort Deutschland und Europa wettbewerbsfähig gegenüber Nordamerika und Asien zu halten. Der wichtige Beitrag der Digitalisierung zu einer nachhaltigen Arbeitsplatzsicherung wurde erkannt. Zweitens wird die Digitalisierung als positive Veränderungskraft in unserem Leben vorgestellt. Diese Botschaft hilft dem Top-Management die digitale Evolution in Ihrem Unternehmen mit besserem Verständnis und höherer Akzeptanz bei allen Mitarbeitern voranzutreiben. Drittens wird mit diesen angekündigten Investitionsoffensiven kleinen und mittelständischen Unternehmen finanzielle Unterstützung angeboten, um in Zukunftstechnologien zu investieren. Trotzdem zögern noch viele Manager auf den Digitalisierungsweg mit aller Konsequenz einzuschwenken. Die Herausforderungen sind vielfältig: eine unklare Zukunftsvision, eine fehlende Synchronisierung der Unternehmens- und Digitalisierungsaktivitäten, schwer messbare Potenziale oder einfach eine Überdosis an englischen Begriffen und Akronymen. Was die Digitalisierung strategisch, operativ und organisatorisch für Sie bedeuten kann, wie Sie Ihre individuelle Digitalisierungsstrategie entwickeln können, welche Umsetzungsoptionen existieren und wer letztendlich zum digitalen Leader werden kann, das alles möchten wir Ihnen hier auf Basis unserer praktischen Erfahrung strukturiert und ganzheitlich vorstellen. Uns ist bewusst, dass die digitale Evolution in hohem Maße branchen- und unternehmensindividuell angegangen werden muss. Aus diesem Grund arbeitet unser Digitalisierungsteam immer in engem Schulterschluss mit unseren Branchenspezialisten und mit dem Kundenteam zusammen. Um dem branchen- und unternehmensindividuellen Aspekt in der vorliegenden Unterlagen Ausdruck zu verleihen, haben wir an vielen Stellen konkrete Anwendungsfallbeispiele aus der Praxis skizziert.
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Publikation
27.08.2019
Digitale Transformation, Industrie 4.0, IoT, Smart Factory sind in aller Munde. Sicherlich stehen diese Themen auch auf Ihrer Agenda. Absolut richtig! Sie liefern u. a. Antworten auf zentrale Herausforderungen: Extern steigen die Erwartungen an Vielfalt, Individualität und Digitalisierung, intern wird der Druck auf Schnelligkeit, Effizienz und Transparenz immer größer. In der Industrie passiert gerade sehr viel, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Die Bundesregierung setzt Forschungsprogramme in Milliardenhöhe auf, Konzerne investieren großzügig in Industrie 4.0-Pilotwerke oder die Entwicklungen von Plattformen, Anlagenbauer entwickeln schon heute neue Geschäftsmodelle auf Basis von IoT und Vernetzung. Die spannende Frage lautet, wie der Mittelstand auf diese Herausforderungen reagiert. Welche Entwicklungsschritte sind notwendig? Wie stark sollten Sie in das Thema Industrie 4.0 investieren?
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Publikation
17.06.2019
Alles Strategie (!) oder nicht? - Entscheidungen mit hoher Zukunfts- und Ressourcenrelevanz unter hoher Unsicherheit. Kaum ein Begriff ist seit Jahren stärker strapaziert als der der Strategie. Beinahe alle Entscheidungen werden als strategisch deklariert, ohne es zu sein. Vielen fehlt der Zukunftsbezug, ein eindeutiger Ressourcen- zusammenhang und letztendlich auch die Tragweite, die das Prädikat strategisch verdient.
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Publikation
04.06.2019
In Zeiten unsicherer gesamtwirtschaftlicher Prognosen stehen in Familienunternehmen robuste Vorbereitungsmaßnahmen im Fokus. Dauerbrenner: die Strategie. Es gilt das Dilemma der Unternehmensführung zwischen Risikobewertung, Flexibilität und Kreativität wirkungsvoll zu lösen. Einen zweiten Blick verdient auch ein Asset, das nicht in der Bilanz steht: Der Kunde. Wer ihn in den Mittelpunkt stellt, eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe pflegt, hat Zukunft. Das „Kraftfeld Kunde“ schafft dabei konkurrenzlosen Kunden-Mehrwert. Wie? Mehr hierzu in der aktuellen Ausgabe des Management Support.
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Publikation
17.04.2019
Ein dynamisches Unternehmensumfeld braucht ein zukunftsorientiertes Controlling. Doch wie sehen optimale Controllingprozesse aus, die den Anforderungen von Globalisierung und Digitalisierung standhalten? Welche Instrumente und Methoden unterstützen Entscheidungsprozesse am besten? Konkrete W&P Best-Practice-Beispiele aus der Praxis zeigen, wie Problemstellungen mit individuell zugeschnittenen Lösungen erfolgreich gelöst wurden. Lesen Sie im aktuellen W&P Dossier „Controlling 2020+ - Best-Practice-Beispiele aus der Beratungspraxis“ wie u.a. eine ERP-Einführung zur Verbesserung der Controllinginstrumente genutzt wurde, ein organisatorischer Wandel die Unternehmenssteuerung veränderte oder der gezielte Einsatz von Controllingressourcen Unternehmensprozesse beschleunigte und vereinfachte.
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Publikation
10.04.2019
Die vorrangige Aufgabe im Supply Chain Management wird bislang meist darin gesehen, die Kunden effizient, fristgerecht und in der richtigen Qualität zu versorgen. Doch nur an der „klassischen“ Effizienzschraube zu drehen, reicht in der heutigen Zeit nicht mehr aus, weil die Markt- und Kundenanforderungen immer weiter steigen. Das führt zu divergenten Zielsetzungen: - Einerseits für den Kunden besser, vielfältiger und individueller werden, - andererseits in der Leistungserbringung schneller, transparenter und effizienter werden. Es müssen also innovative und zukunftsfähige Lösungen gefunden werden, um eine kundenzentrierte und performante Wertschöpfungskette mit Alleinstellungsmerkmalen zu schaffen. Die Supply Chain wird so zu einem zentralen Erfolgsfaktor im Geschäftsmodell – zu einer strategischen Waffe!
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21.03.2019
Volle Regale, guter Preis und Lage, Lage, Lage – das waren über Jahrzehnte die Erfolgsrezepte des stationären Einzelhandels. Neue Filialen galten als Wertetreiber, denn sie bedeuteten mehr Umsatz, dadurch bessere Konditionen bei der Industrie und eine Degression von Logistik- und Verwaltungs- kosten. Das ist heute nicht mehr so. Attraktive Standorte sind schwer zu finden und allerorts sinkt die Besucherfrequenz. Die bisherige Allzweckwaffe „Preisrabatt“ ist stumpf geworden. Durch die hohe Transparenz und die immer kürzeren Beschaffungszeiten der Online-Shops hat sich der Preiswettbewerb zunehmend ins Internet verlagert. Warenverfügbarkeit und ein angemessenes Preisleistungsverhältnis sind noch immer notwendige Bedingungen – hinreichend für stationären Erfolg sind heute jedoch andere Faktoren.
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Publikation
19.02.2019
Schnelllebige Märkte, neue Technologien und eine massiv fortschreitende Digitalisierung mit KI-Möglichkeiten verändern vielerorts die Gesetzmäßigkeiten von Märkten und deren Umfeld von Grund auf. Der Bedarf an belastbaren Zahlen und Fakten in kürzeren Zyklen wird deshalb immer größer und damit auch der Stellenwert der Marktforschung. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, bündelt Dr. Wieselhuber & Partner vorhandene Kompetenzen und Erfahrungen seit Jahren im branchenübergreifenden Team „Strategic Market Research“ (SMR). Dabei verstehen wir uns nicht nur als Anbieter für Datenerhebung, sondern als Integrator und Berater, der Ihre individuelle Unternehmenssituation bei allen marktseitigen Erhebungen berücksichtigt. Mit unserem Dossier „Strategic Market Research“ stellen wir unser Leistungsspektrum vor und bieten einen ersten Einblick, welcher nutzenstiftende Input aus der strategischen Marktforschung für Ihr Unternehmen denkbar wäre.
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22.01.2019
Gemeinkostenmanagement ist mehr als reines Kostendenken: Wer seine Kostenperformance im Unternehmen verbessert, kann auch Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit steigern. Voraussetzung: Ein ehrlicher Blick in den Spiegel, der Gemeinkostenfunktionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg sichtbar macht. Doch wie ein zukunftsorientiertes Gemeinkostenmanagement aufbauen, das nicht nur das „Preisschild“ sondern auch die entsprechenden Leistungen im Blick hat? Antworten in der neuen W&P Publikation „Gemeinkostenmanagement: Unternehmensfunktionen adäquat ausstatten“.
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Publikation
14.12.2018
Virtuelle Personalplattformen und -netzwerke entscheiden über den Zugang zu Bewerbern. Der kommunikative Austausch zwischen Mitarbeitern läuft parallel zu bzw. integriert in den sozialen Netzwerken. Technologischer Fortschritt macht erworbene Kompetenzen obsolet. Entscheidungen in Unternehmen werden immer häufiger von Maschinen auf Basis von Algorithmen getroffen. Wenngleich die Dramatik des Wandels für viele Unternehmen sicher etwas geringer sein dürfte, so steht doch in vielen Unternehmen heute die Auswirkung der aktuellen Dynamiken auf die Organisation weit oben auf der Agenda. Dabei steht außer Zweifel, dass das Top-Management gefordert ist, die Organisation „fit für die Zukunft“ zu machen. Es kann nur mit wenigen Entscheidungen dem Unternehmen so sehr „seinen eigenen Stempel aufdrücken“, wie bei der Gestaltung der Organisation. Doch was sind die konkreten Weichenstellungen bei der zukünftigen Definition der Unternehmensorganisation und worauf kommt es bei der Umsetzung an? Diese und weitere Themen der Agenda des Top-Management stehen bei dieser Ausgabe des Management Support im Fokus und liefern Ihnen als Gestalter des Wandels in Ihrem Unternehmen hoffentlich wieder Impulse mit Mehrwert für den operativen Alltag.
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Publikation
26.07.2018
Die zukünftige Bedeutung von BIM und der daraus resultierende Veränderungsdruck im Rahmen der digitalen Transformation für die gesamte Wertschöpfungskette der Bauindustrie ist allgemein akzeptiert und im Grunde unstrittig. Daher geht es in der vorliegenden Studie ganz bewusst nicht um die Frage, wer BIM heute bereits nutzt und wann BIM kommt, sondern ganz gezielt um die Fragestellung, was für Anpassungen in Strategie, Organisation und Arbeitsweise die verschiedenen Player der Wertschöpfungskette Bau vornehmen und welche Muster erfolgsversprechend sind.
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Publikation
04.07.2018
Ausmaß und Geschwindigkeit aktueller Veränderungen erfordern in jedem Unternehmen eine größere Management-Wertschöpfung als in der Vergangenheit: Der „klassische“ CFO wird beispielsweise zum gestaltenden Risikomanager. Auf seiner Agenda von morgen: Zukunftsorientiertes, unternehmerisches Denken jenseits des „business as usual“. Auch die Anforderungen an die künftige Organisation von Familienunternehmen wandeln sich – eine ständige, aktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ebenen in der Organisation ist Pflicht. Doch wo ansetzen? Und wie? Der aktuelle W&P Management Support liefert wieder zahlreiche Impulse für Unternehmer, Gesellschafter und Top-Management im operativen Unternehmensalltag - aus der Praxis für die Praxis.
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Event, 30.10.2025 (Beendet)
München
Beendet
Die zunehmende Komplexität und Häufung von Krisen stellt Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Einrichtung eines effizienten Krisenmanagements zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen der Konferenz werden praxisnahe Ansätze zur Risikoanalyse sowie deren Bedeutung für eine belastbare Unternehmensführung beleuchtet. Ein besonderer Fokus liegt auf den Auswirkungen aktueller Entwicklungen auf Ratingverfahren sowie auf Business Continuity Management (BCM) und Krisenmanagement als zentrale Säulen unternehmerischer Resilienz.Fundierte Einblicke, spannende Diskussionen und konkrete Handlungsempfehlungen - von der Prävention bis zur erfolgreichen Bewältigung von Krisensituationen ist inhaltlich alles geboten.Christian Neeb, Senior Manager im Bereich Profit & Controlling Excellence bei W&P, spricht um 10:45 Uhr über „Business Performance Management: Risiken vorbeugen, Ergebnisse sichern und Maßnahmen treffen."Eine detaillierte Agenda finden Sie hier.
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Publikation
24.05.2018
Auf breiter Front verändern sich Geschäftsmodelle und deren Logik. Disruptive Angriffe von außen gefährden aktuell die Erfolgsbasis bestehender Geschäfte und damit ihrer Ertragsquellen. Was heißt das für den CFO? Seine Rolle verändert sich: Gefragt sind zukunftsorientiertes, unternehmerisches Denken jenseits des „business as usual“ bestimmt durch Budget-, Reporting-, Controlling- und Finanzierungsprozesse. Wie er diesen Herausforderungen als gestaltender Risikomanager am besten begegnet?
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Event, 27.10.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Der Kongress SUMMIT ALLGÄU Produktion ist eine Managementkonferenz „von der Industrie für die Industrie“. Die Veranstaltung wurde ins Leben gerufen, um Führungskräften im Produktionsumfeld neue Impulse für Ihre Arbeit zu liefern. Hierfür kommen die relevanten Entscheider der produzierenden Industrie zusammen und schaffen eine Atmosphäre des offenen Austausches auf Augenhöhe. Im Kern stehen dabei keine wissenschaftlichen Fachvorträge, sondern authentische Erfahrungsberichte aus der industriellen Praxis.In diesem Jahr als Aussteller dabei: Das W&P Team Business Perfomance Improvement. Folgende Fragestellungen werden im Rahmen des SUMMIT ALLGÄU Produktion 2025 diskutiert:Zwischen Zöllen, geopolitischen Konflikten und vulnerablen Lieferketten: Wie kann den Anforderungen „Wandlungsfähigkeit“ und „Resilienz“ moderner Produktionssysteme nachhaltig Rechnung getragen werden?Mit welchen produktionssystematischen Werkzeugen lässt sich die gegebene Variantenvielfalt bestmöglich abbilden?Welche Rolle spielt in Zukunft die ökologische Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette? Wie kann ein gleichermaßen ökologisch und ökonomisch vorteilhafter Transformationsprozess in der industriellen Praxis gelingen? Wie muss ein Produktionssystem gestaltet sein, um qualifizierte Fachkräfte zu begeistern und nachhaltig an das eigene Unternehmen zu binden? Zwischen Hype und Revolution: Wie kann aus Produktionsdaten echter Mehrwert für die Beantwortung dieser Fragestellungen entstehen?Zur Anmeldung beim Veranstalter. 
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Publikation
22.03.2018
Wer die Performancetreiber seines Unternehmens kennt, kann Gewinn und Rendite verbessern. Umsatz, variable Kosten und Gemeinkosten auf der Ertragsseite werden u.a. durch Stellschrauben wie Produktmix, Leistungsfähigkeit des Vertriebs, Wertschöpfungskonfiguration oder Organisation beeinflusst. Was Management und Gesellschafter noch im Blick haben sollten, um das Ebit zu erhöhen und den Kapitalbedarf zu senken? Antworten dazu im aktuellen W&P Dossier „Business Performance: Gewinn und Rendite erhöhen“.
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05.02.2018
Lebenswerk mag Ihnen als eine große Vokabel erscheinen. Aber Sie können als Unternehmer auf den Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens zurückblicken. Oder Sie haben das Unternehmen Ihrer Familie erfolgreich ausgebaut. Sie haben es eingerichtet, dass die Organisation mittlerweile auch ohne Sie läuft – zumindest im täglichen Betrieb. Irgendwann kommen Sie an den Punkt, an dem Sie Ihr Unternehmen einmal nicht mit dem Blick des Entscheiders und Lenkers, sondern aus einer Perspektive des Vermögensaufbaus betrachten. Hier treffen sich private und betriebswirtschaftliche Aspekte.
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12.12.2017
Entscheiden war das Credo, unter dem wir die vergangene Ausgabe unseres Management Supports gestellt hatten. Die richtigen und wichtigen Entscheidungen zu treffen stand sicherlich auch bei Ihnen in den vergangenen Wochen und Tagen im Rahmen der Planungs- und Budgetrunden 2018 oben auf der Agenda. Aber was kommt danach? Machen! Der aktuelle Management Support kann Ihnen hierbei in dreierlei Weise behil ich sein: Als Beleg, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Als Impulsgeber für Themen, die Sie noch nicht auf dem Schirm hatten. In den seltensten Fällen vielleicht auch zur kognitiven Dissonanzreduktion, im Falle unglücklich getroffener Entscheidungen. In jedem Fall aber hoffentlich als Management Support – nomen est omen – und damit hilfreicher Impuls für Ihren operativen Alltag. Wir wünschen Ihnen wie immer eine angenehme und interessante Lektüre und stehen Ihnen natürlich jederzeit gerne für Rückfragen zu Verfügung.
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19.03.2026
Geopolitische Risiken, Energie- und Rohstoffvolatilität, knappe Fachkräfte, steigende Produktkomplexität sowie der Druck auf Lieferfähigkeit und Working Capital führen dazu, dass der Produktions-Footprint wieder zur Chefsache wird – nicht als Einmalprojekt, sondern als wiederkehrender Managementprozess. Unternehmen gewinnen nicht mehr dadurch, dass sie den „billigsten“ Standort finden, sondern dadurch, dass sie ihr Netzwerk steuerbar machen. Steuerbar heißt in der Praxis: klare Rollen je Werk, belastbare Wertstrom- und Kapazitätslogik, transparente Kosten- und Servicehebel sowie eine Organisation, die Szenarien schnell bewerten und konsequent umsetzen kann. Wie eine transparente Faktenbasis zu Produktfamilien, Kundensegmenten, Wertströmen und Kapazitäten entsteht, daraus Szenarien, eine Business-Case-Bewertung und letztlich ein OPEX-Umsetzungsprogramm entwickelt wird, zeigt das aktuelle Dossier von Christian Sprenger & Fabian Dichant.
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Best Case
12.03.2026
Die familiengeführte Rauch Landmaschinenfabrik GmbH mit Sitz in Rheinmünster entwickelt seit 1921 Lösungen für die Produktbereiche Düngetechnik, Sätechnik und Winterdienst. Mit rund 400 Mitarbeitenden erwirtschaftet RAUCH einen Umsatz von rund 114 Mio. € bei einer Exportquote von über 70 %. RAUCH holte W&P an Bord, um die operative Leistungsfähigkeit mit Fokus auf die Liefertreue im Sinne von OTIF (On Time In Full – pünktliche und vollständige Lieferung) systematisch zu analysieren, Ursachen für Abweichungen strukturiert zu identifizieren und priorisieren sowie die Umsetzungskraft funktionsübergreifend deutlich zu stärken. Im Projektzeitraum von rund sechs Monaten wurde die Liefertreue in den wesentlichen operativen Bereichen signifikant gesteigert und erhöhte sich im Durchschnitt um rund 25 Prozentpunkte. Parallel verbesserten sich weitere zentrale Leistungsparameter, darunter Produktivität, OEE, Prozessstabilität sowie das Bestandsniveau. „W&P hat Shopfloor-Management als zentrale Führungsroutine verankert – mit täglichem Rhythmus, klaren Kennzahlen sowie einem stringenten Abweichungs- und Verbesserungsmanagement. In Kombination mit dem interdisziplinären Task Force Team, die die priorisierten Hebel schnell und konsequent umgesetzt hat, konnten wir in kurzer Zeit die Liefertreue deutlich steigern und die Prozessstabilität unserer Supply Chain nachhaltig stärken“, so Martin Rauch, Geschäftsführer Rauch Landmaschinenfabrik GmbH. Wie das Team von W&P um Christian Sprenger und Fabian Dichant konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 09.02.2026
09.02.2026
Künstliche Intelligenz (KI) birgt in nahezu jeder Unternehmensfunktion Potenzial – im Vertrieb jedoch besonders. Grund dafür ist die Art der Vertriebsarbeit selbst: Sie ist komplex, wissensintensiv, aufwendig und erfordert schnelle Reaktionen für den Kunden.  Durch den gezielten Einsatz von KI lassen sich Aufgaben automatisieren und Mitarbeitende gleichzeitig mit relevanten Entscheidungsinformationen versorgen. Dies steigert nicht nur die Effizienz, sondern ermöglicht es Organisationen, schneller, flexibler und intelligenter auf Marktveränderungen, Kundenanforderungen und Projektprobleme zu reagieren. Wie die Herausforderungen & Benefits entlang des Vertriebsprozesses bei Bauzlieferern konkret aussehen? Und wie eine sinnvolle Implementierung von KI zu meistern ist?  Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie, in der aktuellen Ausgabe der RAS.   
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News, 04.02.2026
04.02.2026
Künstliche Intelligenz gilt als Produktivitätshebel im Servicegeschäft – doch in vielen Industrieunternehmen bleibt ihr Einsatz bislang punktuell.  Der digitale W&P Executive Dialog zeigte, wie datenbasierte Ansätze und konkrete KI-Anwendungen den Service strukturell transformieren und neue Ertragsquellen erschließen können. „KI entfaltet ihren Nutzen nicht durch Technologie allein, sondern durch klare Use Cases, saubere Daten und konsequente Umsetzung im Geschäft“, so einleitend W&P Partner Oliver Rörig. Die aktuelle W&P Service-Excellence-Studie offenbare Handlungsbedarf im Mittelstand: Neben Kostendruck und steigenden Kundenanforderungen prägen Investitionsbedarf, Know-how-Lücken und organisatorische Silos die Realität. Erfolgreiche Service-Champions setzen daher auf eigenständige Serviceeinheiten, klare Portfolio- und Pricing-Logiken, eine systematische Ausschöpfung der installierten Basis sowie einen hohen Digitalisierungs- und Datenreifegrad. KI kann dabei gezielt Mehrwert schaffen. Ein strukturiertes Vorgehen – von der Exploration relevanter Anwendungsfälle über Readiness-Checks und Pilotierung bis zur Skalierung inklusive Change Management – ist entscheidend für nachhaltigen Erfolg. Wie sich dieser Ansatz operativ umsetzen lässt, zeigte Sven Walleser, Director Data Solutions bei RATIONAL AG. Der auf professionelle Küchentechnik spezialisierte Hidden Champion vernetzt seine Geräte weltweit und nutzt die entstehende Datenbasis systematisch für digitale Services. KI- und Deep-Learning-Modelle erkennen Anomalien automatisiert, clustern Fehlerbilder und ermöglichen präzisere Diagnosen sowie vorausschauende Wartung. Das reduziert ungeplante Einsätze, erhöht die Effizienz im Feldservice und verbessert die Planbarkeit. Ergänzend zeigte Lukas Riedel, Senior Innovation Manager Aftersales bei Jungheinrich Service & Parts AG & Co. KG, wie KI konsequent in bestehende Serviceprozesse integriert werden kann. Ein eigenständiges Innovationsmanagement testet neue Technologien früh, bewertet sie pragmatisch und skaliert ausschließlich belastbare Lösungen. Zentrale Voraussetzung bleibt eine hohe Datenqualität, da Akzeptanz und Leistungsfähigkeit von KI unmittelbar von der Prozess- und Systemintegration abhängen. In der Werkstattdiskussion standen vor allem Datenbasis, Skalierbarkeit und Governance im Fokus. Eine belastbare Gerätevernetzung und ein strukturiertes Datenmanagement gelten als zentrale Voraussetzung, um KI-Anwendungen effizient zu betreiben und in bestehende Serviceprozesse zu integrieren. Gleichzeitig wurde betont, dass nicht jede Optimierung zwingend KI erfordert, sondern häufig auch klassische Algorithmen und Automatisierungslösungen ausreichen. Für den Einstieg empfehlen sich klar abgegrenzte Use Cases mit schnellem Nutzen, etwa im Knowledge Management oder bei der Automatisierung des Erstkontakts durch Chatbots Fazit der Runde: Der Kundenkontakt dürfe sich durch KI nicht verschlechtern – die Servicequalität müsse mindestens erhalten bleiben, insbesondere dort, wo bisher die persönliche Interaktion Standard ist.
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Publikation
12.12.2025
Der W&P Trendradar erscheint seit zehn Jahren jährlich und kombiniert Projekterfahrung, Marktanalysen und die Erkenntnisse der umfassenden W&P-Megatrend-Analyse. Die Basis bildet die Praxis: über 250 Beratungsprojekte pro Jahr in mittelständischen und familiengeführten Unternehmen zeigen unmittelbar, wie technologische, regulatorische und finanzielle Entwicklungen in der Realität wirken und wo konkreter Transformationsbedarf entsteht. Ergänzend werden interne und externe Studien, Branchenreports, Technologieanalysen sowie regulatorische Veröffentlichungen ausgewertet. Für 2026 steht fest: Unternehmen müssen sich in einem Umfeld behaupten, das von geopolitischen Spannungen, regulatorischen Eingriffen, hoher Kapitalintensität, Kosteninflation und tiefgreifenden technologischen Umbrüchen geprägt ist. Über alle Branchen – von Industriegütern, Automotive & Mobility, Elektro-& Energietechnik, Medizintechnik, Sicherheitstechnik über Konsumgüter, Chemie-& Kunststoffe, Bau-& Bauzulieferer bis hin zu Pharma& Lifescience – zeigt sich ein gemeinsames Muster: Erfolg entsteht dort, wo das Top-Management Strategien neu ausrichtet, operative Exzellenz stärkt und Digitalisierung sowie KI pragmatisch in Wertschöpfung übersetzt.
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News, 11.12.2025
11.12.2025
Der W&P Trendradar 2026 zeigt: Mittelstand und Familienunternehmen stehen 2026 vor einer doppelten Herausforderung. Zum einen beschleunigt sich die Transformation vieler Branchen deutlich, zum anderen verschärft sich der finanzielle und operative Druck. Unternehmen müssen sich in einem Umfeld behaupten, das von geopolitischen Spannungen, regulatorischen Eingriffen, hoher Kapitalintensität, Kosteninflation und tiefgreifenden technologischen Umbrüchen geprägt ist. Über alle Branchen – von Industriegütern, Automotive & Mobility, Elektro-& Energietechnik, Medizintechnik, Sicherheitstechnik über Konsumgüter, Chemie-& Kunststoffe, Bau-& Bauzulieferer bis hin zu Pharma& Lifescience – zeigt sich ein gemeinsames Muster: Erfolg entsteht dort, wo das Top-Management Strategien neu ausrichtet, operative Exzellenz stärkt und Digitalisierungsowie KIpragmatisch in Wertschöpfung übersetzt. In technologiegetriebenen Märkten werden Software, Daten und KIzu zentralen Differenzierungsfaktoren. Neue Geschäftsmodelle entstehen rund um Services, Plattformen und vernetzte Systeme. Zugleich rückt die Fähigkeit, Wertschöpfungsketten resilienter, regionaler und effizienter zu gestalten, ins Zentrum strategischer Entscheidungen. Unternehmen professionalisieren Planung, Einkauf und Supply Chain, setzen stärker auf Automatisierung und nutzen KI als Enablerfür präzise Prognosen, operative Geschwindigkeit und Risikotransparenz. In konsumentennahen Branchen verschieben sich Marktlogiken: Nachfragevolatilität, verschärfter Preiswettbewerb, Nachhaltigkeitsdruck und neue Käufergenerationenerfordern konsequentes Portfoliomanagement, datengetriebene Vermarktung und strikte Liquiditätssteuerung. Erfolgreiche Player schaffen die Balance zwischen Effizienz und Investitionen in Marke, Innovation und Kundennähe. Gleichzeitig werden Business-Case-Transformationenzur Voraussetzung für Investitionen, Transaktionen und Finanzierung. Insgesamt wird der finanzielle Rahmen enger. Die Zinswendemacht Kapital teurer, Covenants strenger und Refinanzierungen anspruchsvoller. In vielen Branchen steigert dies den Druck auf Kapitalallokation, Working Capital und strukturierte Risikoanalytik. StaRUG-basierte Lösungen, Liability-Management-Ansätze und kreative Finanzierungsarchitekturen gewinnen an Bedeutung –sowohl in industriellen Transformationsprojekten als auch in Real Estate und Leveraged-Finance-Strukturen. Für Familienunternehmen entsteht ein neues Spannungsfeld zwischen Stabilität, Wachstumsambitionen und finanzieller Resilienz. Gleichzeitig zeigt sich ein zentraler Erfolgsfaktor in nahezu allen Branchen: Führung und Organisation entscheiden über Transformationsgeschwindigkeit.Unternehmen, die klare Verantwortlichkeiten setzen, datenbasierte Steuerung etablieren und Kompetenzen gezielt entwickeln, können KI, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle deutlich schneller skalieren. Restrukturierung und Transformation rücken enger zusammen: Portfoliofokussierung, operative Maßnahmenprogramme und schlanke Entscheidungsprozesse bilden die Basis, um Wettbewerbsfähigkeit in volatilen Märkten zu sichern. In Summe entsteht ein Bild der Beschleunigung: 2026 wird für viele Mittelständler zum Jahr der strategischen Neuaufstellung.
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News, 03.12.2025
03.12.2025
Service entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit zum zentralen Werttreiber im B2B-Geschäft. Auf dem gestrigen Strategiegipfel B2B Service Management wurde deutlich: Konsequente Service Excellence und KI-gestützte Prozesse machen bereits heute den entscheidenden Unterschied.  W&P Partner Oliver Rörig zeigte in einem Vortrag, wie Serviceorganisationen Umsatz, EBIT und Kundenbindung signifikant steigern – und warum KI erst dann wirkt, wenn Prozesse, Daten und Organisation verzahnt sind. Die aktuelle W&P Studie „Service-Champions im Mittelstand 2025“ unterstreicht: Nur 24 % der Unternehmen nutzen KI im Service, während Top-Performer bereits mehr als 30 % EBIT im Servicegeschäft erzielen. Die Erfolgsfaktoren: qualifiziertes Personal, systematisches Wissensmanagement, skalierbare KI-Modelle  und der Aufbau profitabler Service-Portfolios. Fazit: Service wird zum strategischen Wachstumsmotor der Industriegüterbranchen.
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News, 20.11.2025
20.11.2025
Die strategisch erfolgreiche  Unternehmensführung ist eine besondere Kunst. Den klassischen Königsweg gibt es nicht – Individualität ist gefordert. Die aktuelle W&P Studie „Strategisches Management“ gibt dabei einen hochaktuellen Einblick in den Status Quo und den Reifegrad dieses wichtigen Themas in Familienunternehmen. Deshalb steht die Strategie neben Themen rund um Marketing & Vertrieb, KI, Finanzierung, Distressed M&A genauso im Fokus der 32. Ausgabe des Management Support, wie auch Beiträge rund um Kultur und zunehmend wichtige Softskills. Aktuelle Best Cases, Branchen-Insights und Interviews geben Einblicke in die branchenübergreifende Beratungspraxis und liefern unternehmerische Impulse für operativ dringliche und manchmal sogar existenzielle Tagesordnungspunkte. Jetzt reinlesen!
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Publikation
11.11.2025
Aus unserer Projekterfahrung wissen wir, dass viele mittelständische Sport- und Outdoor-Unternehmen ein hohes Kundendurchschnittsalter von +/- 60 haben. Hierdurch wird Umsatzpotenzial des Sortiments verschenkt. Die Zielsetzung ist daher häufig für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens jüngere Kunden und Fans zu gewinnen. Wie kann das gelingen? Die Antwort hierzu beginnt mit dem Verständnis für welche Faktoren die Kaufentscheidungen von Gen Z, Y und X prägen und der Erkenntnis, wie sich diese verändern. Nur wer seine Kunden versteht kann sie richtig ansprechen. Die W&P Studie „NextGen Insights: Werte, Kanäle, Entscheidungen“ in Kooperation mit Dr. Henrik Vogel, Professor für Marketing an IU München, legt den Grundstein hierzu. Durch eine repräsentative Befragung von 1.700 Teilnehmenden haben sie wesentliche Entwicklungen für Lifestyleunternehmen und explizit für die Sport und Outdoorbranche identifiziert. Anhand des beispielhaften Kaufprozesses einer „Wasserdichten Funktionsjacke“ werden anhand der Customer Journey unter anderem folgende Fragen je Generation beantwortet: • Welche Rolle spielen stationäres Geschäft, Website und Community bei der Kaufentscheidung? • In welchen Kanälen findet zukünftig der eigentliche Kauf statt? • Welche Relevanz hat Nachhaltigkeit bei der Kaufentscheidung wirklich? • Wie können Kunden über die Transaktion hinaus zu Fans gemacht werden? Anbei finden Sie die Übersicht der Studienergebnisse. Für tiefergehende Informationen zu den Ergebnissen der Studie und für einen Austausch zu den Implikationen für Ihr Unternehmen, stehen wir Ihnen mit einem persönlichen Termin gerne zur Verfügung.
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News, 29.10.2025
29.10.2025
In unsicheren wirtschaftlichen Zeiten reagieren viele HR-Abteilungen reflexartig mit Stellenabbau oder operativer Routine. Dadurch bleiben Kostensteuerung, Personalbindung und strategische Wirkung unzureichend – und die Organisation verliert an Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Smarte HR-Operating-Modelle verbinden intelligentes Rightsizing mit passgenauen Employee Journeys. Datenbasiertes HR-Controlling, gezielte Freiwilligenprogramme, Potenzialanalysen und systematisches Workforce Management ermöglichen eine differenzierte Steuerung von Kosten, Kompetenzen und Personalentwicklung. Leonard Kluck, Leiter HR Excellence im HR Journal.
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News, 23.10.2025
23.10.2025
Die deutsche Bauwirtschaft steht weiter unter erheblichem Druck. 2025 droht das fünfte Jahr in Folge ein Umsatzrückgang. In diesem Umfeld gilt: Nur wer frühzeitig handelt, bleibt am Steuer. Unternehmen, die Transformation anstoßen, Kosten senken und eine Neuausrichtung einleiten, sichern sich Handlungsfreiheit – statt sich von externen Faktoren oder Finanzierern lenken zu lassen. Wie? Entsprechende Impulse standen im Mittelpunkt des digitalen Executive Dialog „Stagnation in der Bauindustrie“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P). „Je länger der Aufschwung dauert, desto wichtiger werden Durchhaltevermögen, Kapitalreserven, das Erreichen des Break-even und die „Atmungsfähigkeit“ der Unternehmen“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Moderator und W&P Branchenexperte. Georg Charlier, Regional Manager bei JLL, verdeutlichte: Das Marktumfeld bleibt herausfordernd auch wenn mittlerweile vereinzelter Lichtblicke am Horizont sichtbar werden. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferer bei W&P, betonte in seiner strategischen Einordnung entsprechend: „Wer in dieser schwierigen Phase das passende Portfolio und eine leistungsfähige Organisation im Griff hat, kann jetzt strategisch die Weichen stellen und als Gewinner hervorgehen.“ Unternehmen, die breit diversifiziert und effizient aufgestellt sind, verfügen über einen klaren Vorteil. Frühzeitiges Handeln wird damit zum Schlüsselfaktor, um Kosten zu senken, Effizienz zu steigern und neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Dass kaufmännische Steuerung dabei weit mehr ist als ein Reporting-Instrument, unterstrich Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: „Unternehmen dürfen kaufmännische Steuerung nicht als lästige Pflicht begreifen – richtig umgesetzt wird sie zum strategischen Vorteil. Existieren keine derartigen Instrumente bedeutet das auf jeden Fall einen Wettbewerbsnachteil!“ Moritz Polk, Manager bei W&P, ergänzt: „Nur der integrierte Dreiklang aus Strategie-, Finanz- und Liquiditätsmanagement ermöglicht kontrollierte, fundierte Entscheidungen für die Zukunft -  die letztlich Zeit und Kosten sparen.“ Wie das in der Praxis gelingt, zeigte W&P Partner Daniel Emmrich anhand eines Restrukturierungsbeispiels. Er ist sich sicher: „Zentrale Erfolgsfaktoren der Restrukturierung und Neuausrichtung sind vor allem die offene Kommunikation mit allen Finanzierern, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Beratern und Geschäftsführung und der klare Veränderungswille in der Führung.“ In der abschließenden Diskussion wurde deutlich: Die Branche durchläuft tiefgreifende strukturellen Veränderungen – frühes, szenariobasiertes Handeln schafft in dieser Situation Klarheit und sichert Handlungsfähigkeit. Wer jetzt kaufmännische Steuerung als strategisches Führungsinstrument begreift, Effizienz mit klarer Ausrichtung verbindet und strategisch klug handelt, kann gestärkt aus der Stagnation hervorgehen und den Wettbewerb sogar überholen. 
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News, 20.10.2025
20.10.2025
Der Aufschwung lässt auf sich warten und somit bleibt die Haustechnik- und Sanitärbranche in einer Phase, in der das Top-Management eine feine Balance wahren muss: Einerseits erfordert die Zukunftssicherung gezielte Investitionen in neue Geschäftsfelder und  Technologien, andererseits verlangt die kaufmännische Realität deutliche Effizienzsteigerungen in betrieblichen Abläufen und Kostensenkungen in der Organisation. Die Management-Agenda steht damit zwischen den Polen Performance Improvement und Zukunftsinvestition. Und genaudiese Mischung entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit der kommenden Jahre.W&P Partner Dr. Stephan Hundertmark in der aktuellen Fachzeitschrift RAS.
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News, 09.10.2025
09.10.2025
Innovation muss heute zielgerichtet, schnell und kundenzentriert erfolgen. Klassische Entwicklungsprozesse – langwierig, ressourcenintensiv und oft zu stark auf Erfahrungswissen gestützt – stoßen an Grenzen. Künstliche Intelligenz (KI) bietet die Chance, Produktentwicklung modularer, faktenbasierter und marktgerechter zu gestalten. Ein zentraler Ansatz ist die strukturierte Analyse von Wettbewerbsprodukten. Viele Informationen sind online frei zugänglich – auf Plattformen, in Produktdatenblättern oder Kundenrezensionen. KI kann diese Inhalte analysieren und Muster erkennen: Welche Maße, Materialien, Claims und Farben sind verbreitet? Unternehmen der Grünen Branche, die heute beginnen, ihre Innovationsprozesse datenbasiert, kundenzentriert und digital zu gestalten, verschaffen sich entscheidende Vorteile: schnellere Markteinführung, höhere Relevanz bei Konsumenten und nachhaltigere Wertschöpfung.Mehr von Dr. Jerome Honerkamp, Leiter Konsumgüter & Handel bei Dr. Wieselhuber & Partner, in TASPO Gartenmarkt. 
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Publikation
25.09.2025
Das HR-Management agiert heute in einem komplexen Wirkungsfeld: Es muss steigende Risiken (von Compliance bis Employer Branding), unklare Rollenzuweisungen, kulturelle Spannungen sowie divergierende Stakeholder-Interessen simultan adressieren. Diese Herausforderungen verdichten sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, hybrider Arbeitsmodelle und des wachsenden Anspruchs an sinnstiftende Tätigkeiten. Wie muss das HR-Management konkret ausgestaltet werden, um als „Enabler“ für eine effektive sowie effiziente Organisation und eine performance-orientierte Führungskultur zu wirken?
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News, 12.08.2025
12.08.2025
Die Turbulenzen der vergangenen Jahre markieren für viele Familienunternehmen einen tiefgreifenden Wendepunkt.Inflation, zunehmende Regulatorik, Fachkräftemangel, Digitalisierung und externes Investoreninteresse stellen langjährig etablierte Geschäftsmodelle auf den Prüfstand. Gerade für Gesellschafter und Geschäftsführer im Mittelstand wird klar: Transformation ist kein optionales Zukunftsthema. Sie ist zur zwingenden unternehmerischen Notwendigkeit geworden. Doch vielen fehlt das strategische Zielbild.In der Zeitschrift „Die News – Fachzeitschrift für Familienunternehmen“ zeigen die W&P Managing Partner Dr.-Ing. Dirk Artelt und Jens Ekopf, wie ein solches Zielbild präzise formuliert wird und wie sich daraus ein konsistenter Transformationspfad ableiten lässt.
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Best Case
29.07.2025
RGF Staffing, mit international etablierten Marken wie Unique oder Start People, ist einer der größten Anbieter von maßgeschneiderten HR-Lösungen in Deutschland & Europa. Über Jahre hatte RGF Staffing im deutschen Zeitarbeitsmarkt insgesamt 13 mittelständische Unternehmen übernommen, die unter einheitlichen Dach von Unique zusammengeführt werden sollten. Ziel: Die Markt-/Wettbewerbsposition stärken und Effizienzvorteilen im Verbund heben. „Die exzellente Begleitung der Post Merger Integration durch W&P brachte für den Erfolg dieses komplexen Vorhabens einen entscheidenden Mehrwert. Mit hoher fachlicher Kompetenz, strategischem Weitblick, Fingerspitzengefühl und großem persönlichen Engagement wurden alle beteiligten Gesellschaften souverän zusammengeführt. Ich danke dem W&P-Team herzlich für die herausragende Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit,“ so Philipp Geyer, Vorsitzender der Geschäftsführung RGF Staffing Germany GmbH. Wie das Team um Sebastian Fitz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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Best Case
30.06.2025
Die DEHN SE, führendes und international tätiges Familienunternehmen der Elektrotechnik, bietet mit seinen Anwendungen in den Bereichen Blitz-, Überspannungs- und Arbeitsschutz Lösungen für die Elektromobilität, den Energiesektor und für den Schutz kritischer Infrastruktur. Dank einer erfolgreich umgesetzten Wachstumsstrategie verzeichnete das Unternehmen ein überproportionales Umsatzplus – allerdings nicht ohne spürbare Wachstumsschmerzen. Insbesondere aktuelle Kostensteigerungen und vielfältige interne wie externe Herausforderungen belasteten das Ergebnis. Um diesen Dynamiken gezielt zu begegnen, wurde W&P beauftragt, auf Basis eines umfassenden Benchmarkings mit den Kennzahlen führender Innovations- und Branchenpioniere die entscheidenden Stellschrauben zu identifizieren und die Profitabilität zielgerichtet und nachhaltig zu optimieren. Mit Erfolg: „Dank der strukturierten und zielgerichteten Vorgehensweise von W&P, konnten wir in kurzer Zeit die wesentlichen Handlungsfelder identifizieren und zentrale Maßnahmen zur Steigerung unserer Profitabilität einleiten,“ so Dr. Philipp Dehn Managing Partner & CEO. Wie das Team um Dr.-Ing. Dirk Artelt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 17.06.2025
17.06.2025
Noch immer agieren viele Unternehmen im Blindflug, wenn es um finanzielle Transparenz und Risikobewertung im HR-Bereich geht. Während über New Work und „Job Purpose“ diskutiert wird, bleiben betriebswirtschaftliche Grundlagen wie HR-Kosten- und Risikobeurteilungen häufig unbeachtet.Die (un)erwartbare Folge: Indirekte Personalkosten entstehen an unerwarteten Stellen – etwa durch hohe Fluktuation, Krankheitsquoten oder ineffiziente HR-Prozessabläufe – und bleiben oftmals unentdeckt. HR-Maßnahmen dienen zumeist der Brandbekämpfung und entfalten überdies kaum Wirkung, weil es an strategischer Einbettung und finanzieller Fundierung fehlt.Wie ein systematisches HR Cost & Risk Management Transparenz schafft, Wertströme sichtbar macht und personalwirtschaftliche Themen an zentrale Steuerungsprozesse anbindet, zeigt W&P Leiter HR Excellence Leonard Kluck im HR Journal.Zum Beitrag.
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News, 03.06.2025
03.06.2025
In den aktuell anspruchsvollen Zeiten reichen weder Reaktivität noch passive Proaktivität: Champions der Transformation richten jetzt, im Rahmen der Business Transformation, die zentralen Dimensionen ihres Geschäfts neu aus – und zwar umfassend zukunftsgerichtet auf ein strategisches Zielbild der Gesamtorganisation.Neuausrichtungen des Unternehmensportfolios mittels Post Merger Integrationen oder Carve- Outs spielen dabei eine zunehmend zentrale Rolle. Business Transformation im Sinne einer Neuausrichtung geschieht nicht zum Selbstzweck, sondern wird von Champions als Resultat ihrer existierenden langfristigen Vision und Mission sowie ihrer mittelfristigen Strategie aktiv vorangetrieben. Diese Unternehmen haben ein klares Verständnis davon, wie ihre Geschäftsmodelle in ihren jeweiligen Marktsegmenten auch in verschiedenen Zukunftsszenarien weiterhin effektiv und effizient wirken werden.Aus diesem Rahmenwerk ergibt sich der Blueprint zur Neuausrichtung aller relevanten Geschäftsdimensionen – die strategischen Leitplanken der Business Transformation in den DimensionenSales ExcellenceOperational ExcellenceProfit & Controlling ExcellenceHR & Change ExcellenceDigital ExcellenceWie W&P nicht nur bei der Ableitung dieser richtungsweisenden Transformationsleitplanken aus ihrem strategischen Zielbild, sondern auch bei der vorgelagerten Strategieentwicklung unterstützen kann?Jetzt nachlesen!
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News, 26.05.2025
26.05.2025
Das Gefühl der Unsicherheit hat die letzten Monate eine neue Dimension erhalten: Geopolitische Verwerfungen, Protektionismus, Handelskriege, Schuldeninflation. In dieser Situation springt das Hohelied auf die Strategie „des Fahrens auf Sicht“ deutlich zu kurz. Vielmehr braucht es eine Grundentscheidung über die Richtung, um Folgeentscheidungen zu fällen. Es geht darum Fakten und Risiken abzuwägen, strategisch zu planen, auf Performance Management zu setzen – mit maximaler Fokussierung auf das jeweilige Geschäftsmodell und die mikro- und makroseitigen Rahmenbedingungen eines Unternehmens.
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News, 09.05.2025
09.05.2025
Wie lassen sich Organisationskosten wirksam senken, ohne die Leistungsfähigkeit zu gefährden? Wie entstehen ineffiziente Strukturen – und wie können Unternehmen diese systematisch identifizieren und beseitigen?
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News, 29.04.2025
29.04.2025
Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit der Streifeneder Unternehmensgruppe diskutierten Experten, warum Digitalisierung 2025 mehr denn je zur zentralen Notwendigkeit für Familienunternehmen des gehobenen Mittelstands wird. Der Fokus: praxisnahe Umsetzung statt reiner Theorie.
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Best Case
16.04.2025
Die GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG ist ein international führendes Familienunternehmen spezialisiert auf Prozesstechnik für die Pharma- und Halbleiterindustrie sowie allgemeine industrielle Anwendungen. Durch das starke Wachstum der letzten Jahre und der Ausweitung der Produktions- und Vertriebsgesellschaften baut GEMÜ seine globale Wettbewerbsfähigkeit stetig aus. Ein zentraler Hebel: die strategische Ausrichtung und Effizienzsteigerung der administrativen Bereiche. Um diesen Transformationsprozess professionell aufzusetzen, wurde Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) beauftragt – von der Analyse der Ausgangssituation über die Entwicklung einer langfristigen Funktionalstrategie bis hin zur konkreten Projektaufplanung und Definition der Governance Modelle. „Durch die Zusammenarbeit mit W&P konnten wir schnell und effizient die strategischen Ziele und die erforderlichen Projekte für den Weg zur administrativen Exzellenz definieren, um damit die Performance unseres Unternehmens nachhaltig zu steigern“, so Stephan Müller, Geschäftsführer GEMÜ. Wie das Team um Oliver Rörig, Partner bei W&P, das Projekt begleitete? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
07.04.2025
Die Ensinger GmbH ein international tätiges Familienunternehmen, spezialisiert auf technische Kunststoffe, liefert innovative Lösungen für Branchen wie Maschinenbau, Automobilindustrie, Medizintechnik und Luftfahrt. Um in einer anspruchsvollen Markt- und Wettbewerbssituation langfristig nachhaltiges Wachstum und die Ergebnissicherung zu gewährleisten, wurde das Transformationsprogramm NEXT ins Leben gerufen. Ziel: Ensinger durch optimierte Prozesse, ein klares Rollenverständnis und eine funktional ausgerichtete Organisationsstruktur stärker markt- und kundenorientiert aufzustellen. Das Team um Leonard Kluck, Head of HR Excellence bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde an Bord geholt, um bei Change Management und Kommunikation zu unterstützen: „Im Rahmen unseres Transformationsprogramms konnten wir dank der professionellen Unterstützung von W&P eine klare Programmführung und -steuerung etablieren, unsere internen Stakeholder gezielt auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten und ein nachhaltiges Change-Momentum schaffen, “ so Sven Heidinger, Head of Human Resources. Konkret konnten Ergebnisorientierung und Effizienzsteigerung durch ein stringentes Programmmanagement mit klaren Meilensteinen, Maßnahmenpaketen und transparentem Reporting verbessert, Transformations- und Veränderungsbereitschaft durch die nachhaltige Verankerung eines positiven Change Narrativs gesteigert und Widerständen mittels klarer Kommunikation und verbindlichen Verantwortlichkeiten gesteigert werden.
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News, 02.12.2024
02.12.2024
Die 30. Ausgabe der Kundenzeitschrift Management Support von W&P liegt druckfrisch vor. Geboren am 03. März 2010 aus der Überzeugung heraus, dass Erkenntnisse und Erfahrungen von Beratern aus Kundenprojekten in marktführenden Familienunternehmen für EntscheiderInnen der Wirtschaft Mehrwert bieten müssten. Dabei war die Kontinuität dieser Kundenzeitschrift nicht immer gesichert – gerade aufgrund exogener Veränderungen. Die rasante Digitalisierung und Technisierung im Bereich der Kommunikationsmedien und die rapide abnehmenden Zeitbudgets in den Führungsetagen stellten die Existenzberechtigung eines so umfassenden Lesemediums in gedruckter Form mit klarem Fokus auf Inhalt deutlich in Frage.
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News, 28.11.2024
28.11.2024
Was sind die angesagten Themen im Bereich Profit & Controlling im Jahr 2025? Auf einer Skala von 1-10: Welche Trends scheuchen die Player aus ihrer Komfortzone, welchen „Impact“ haben sie? Christian Neeb, Senior Manager bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), wagt eine Prognose – im Trendradar 2025.
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Kommentar, 10.10.2024
10.10.2024
Operational Excellence ist der „Heilige Gral“ jedes Unternehmens, der den Unterschied zwischen Mittelmäßigkeit und Spitzenleistung in der Unternehmensperformance definiert. In einer sich rasant wandelnden Welt ist es für Unternehmen unerlässlich, effektiv und effizient zu sein, umnachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben und den Unternehmenswert zu steigern. Auf die wichtigsten Elemente, Methoden und Erfolgsfaktoren zur Erzielung von operativer Exzellenz wird nachfolgend eingegangen.DefinitionOperational Excellence (kurz: OPEX) ist ein ganzheitlicher Managementansatz mit systematischer Herangehensweise zur nachhaltigen Generierung von Wettbewerbsvorteilen. Durch OPEX werden die Kosten gesenkt, die Qualität optimiert, die Durchlauf- und Lieferzeiten verkürzt sowie die Kundenzufriedenheit verbessert und damit alle relevanten Hebel zur Steigerung des Unternehmenswerts bedient. Ausgerichtet auf die Unternehmensstrategie, verbindet OPEX die funktionsübergreifende Exzellenz in den Kernfunktionen und der Administration mit der funktionsübergreifenden Exzellenz in den Kernprozessen zur Supply-Chain- und Wertstromoptimierung. Operational Excellence beinhaltet dabei die effektive und effiziente Kooperation von Menschen, Prozessen und Technologien, um optimale Unternehmensergebnisse zu erzielen. Als essenzielles Fundament zur nachhaltigen Erfüllung von OPEX ist dieser durch die Themenfelder Leadership und Kultur, Change-Management, KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) sowie durch ein schlagkräftiges PMO (Project Management Office) zu unterstützen.StrategieOperational Excellence ist kein isoliert zu betrachtendes Ziel, sondern ein ganzheitlicher Managementansatz, der eng mit der Unternehmensstrategie verknüpft sein muss. Hierdurch wird sichergestellt, dass sämtliche Aktivitäten und Maßnahmen sowie auch die Ressourcenallokation konsequent auf die Erreichung der übergeordneten, strategischen Unternehmensziele ausgerichtet sind. Wenn zum Beispiel die Marktführerschaft durch Produktinnovation angestrebt wird, sollte Operational Excellence darauf abzielen, die Effektivität und Effizienz der Produktentwicklung zu steigern und die Time-to-Market zu verkürzen.Funktionale und funktionsübergreifende ExzellenzFunktionale Exzellenz konzentriert sich auf die kontinuierliche Optimierung der Prozesse, Strukturen und Methoden innerhalb der gegebenen Kern- sowie auch der Unterstützungsfunktionen. Ziel ist es, durch Eliminierung und Minimierung der bestehenden (offensichtlichen und verdeckten) Verschwendungen die Wertschöpfung und somit genau das zu steigern, wofür der Kunde bereit ist zu bezahlen. LEAN-Management, Six Sigma und Total Productive Management sind hierbei ausgewählte bewährte Methodiken zur Erzielung „schlanker“ Prozesse mit optimierter Qualität sowie Ausgangspunkt für die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP).Für eine schnelle Bewertung der funktionalen Performance eignen sich neben klassischen Werkzeugen wie Wertstrom- und Prozessanalysen sowie Funktionalinterviews auch digitale Tools wie (Big) Data Analytics als bewährte Methoden in unseren Projekten. Auf Basis schlanker Prozesse können dann in einem zweiten Schritt weitere Optimierungen durch Digitalisierung und Automatisierung angestrebt werden (Bsp.: Robotic process automation (RPA), Internet of Things (IoT), etc.). Die Reihenfolge der Umsetzung ist hierbei entscheidend, um die Skalierbarkeit der Prozesse sicherzustellen und somit den Ressourceneinsatz auf ein Minimum zu beschränken.Neben der funktionalen Exzellenz ist die funktionsübergreifende Optimierung von entscheidender Bedeutung, da gemäß verschiedener Studien bis zu 40 % der unternehmensweiten Potenziale durch funktionsübergreifende Verbesserungsmaßnahmen erzielt werden („End-to- End“). Im Fokus stehen hierbei unter anderen die Kernprozesse Auftragsabwicklung, Sales- & Operations- Planning (S&OP), Produktentwicklung, Life Cycle Management und Innovation (PEP & PIP) sowie Qualitätsmanagement. Zur Erzielung von funktionsübergreifender Exzellenz muss über funktionale Grenzen hinweg operiert sowie eine nahtlose Zusammenarbeit und Integration zwischen verschiedenen Abteilungen und Funktionen sichergestellt werden. Statt isolierter Silos arbeiten die Mitarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen an der Erreichung gemeinsamer Ziele und der Maximierung des Unternehmenserfolgs.Für eine datengestützte Bewertung der funktionsübergreifenden Performance eignet sich Process-Mining als Ergänzung zu den Erkenntnissen aus klassischen End-to-End-Interviews sowie Prozess- und Systemanalysen. Nach Gestaltung von effektiven und effizienten, funktionsübergreifenden Prozessen kann dann weitere Optimierung durch Digitalisierung und Automatisierung angestrebt werden (Bsp.: Prozessautomatisierungen, Integration von Systemen und Anwendungen, Cloud Computing, etc.). Auch hier gilt es, die Prioritäten richtig zu setzen und die Reihenfolge der Umsetzung zu beachten.Das Fundament: Leadership und Kultur, Change-Management, KVP und PMODas Fundament für die nachhaltige Umsetzung operativer Exzellenz bildet eine starke Führung und Unternehmenskultur, unterstützt durch wirksames Change-Management und die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Zudem spielt ein leistungsfähiges Project Management Office (PMO) eine entscheidende Rolle in der Unterstützung und Umsetzung dieser Prinzipien.■ Leadership und Kultur: Eine starke Führung mit einem klaren Fokus auf Performance sowie eine unterstützende Unternehmenskultur sind von entscheidender Bedeutung für das Erzielen von nachhaltiger operativer Exzellenz. Führungskräfte müssen die Vision und die Ziele klar kommunizieren und Innovation, kontinuierliche Verbesserung, Konfliktbewusstsein und gleichfalls eine authentische Zusammenarbeit konsequent vorleben. Eine Kultur des Vertrauens, der Offenheit und des Engagements ist unerlässlich, um Mitarbeiter zu ermutigen, Ideen einzubringen, Risiken einzugehen und sich proaktiv an der Verbesserung der Abläufe zu beteiligen.■ Change-Management: Operational Excellence erfordert spürbare Veränderungen, was zwangsläufig zu Widerständen und Herausforderungen führt. Ein wirkungsvolles Change-Management ist entscheidend, um diese Veränderungen erfolgreich zu bewältigen und sicherzustellen, damit sie von den Mitarbeitern akzeptiert und umgesetzt werden. Dies beinhaltet die klare Kommunikation der Veränderungsgründe und dazugehöriger Konsequenzen, die Einbindung der betroffenen Mitarbeiter, um „Betroffene zu Beteiligten zu machen“, die Bereitstellung von Schulungsangeboten und Coachings sowie die Entwicklung von Stakeholder-spezifischen Anreiz und Incentivierungslogiken.■ Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP): Der kontinuierliche Verbesserungsprozess ist ein zentraler Bestandteil von Operational Excellence. Damit dieser aktiv gelebt wird, müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen und Führungsinstrumente wie beispielsweise Shopfloor-Management etabliert werden, die es den Mitarbeitern ermöglichen, kontinuierlich nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Prozesse, Strukturen und Produkte zu streben.■ Projektmanagement: Projektmanagement ist ein weiteres entscheidendes Element von OPEX, da viele Initiativen zur Prozessverbesserung und Veränderung als Projekte organisiert sind. Ein stringentes Projektmanagement umfasst dabei die Definition von klaren Zielen und Meilensteinen, die Zuweisung von Ressourcen und Verantwortlichkeiten, die Planung und Durchführung von Aktivitäten sowie die Messung, Überwachung und Steuerung des Projektfortschritts. Somit gewährleistet ein strukturiertes Projektmanagement, dass die gewünschten Ergebnisse zur Erzielung der strategischen Ziele erreicht werden.Operative Exzellenz ergebniswirksam machenÜbergeordnetes Ziel des Operational Excellence-Ansatzes ist die nachhaltige Steigerung des ROCE (Return on Capital Employed), also der Rendite auf das eingesetzte Kapital und damit auch die Steigerung des Unternehmenswertes. Wichtig hierbei ist jedoch, bei Umsetzung der funktionalen oder funktionsübergreifenden Exzellenz die Ergebniswirksamkeit der Optimierungsmaßnahmen sicherzustellen.
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Best Case
25.09.2024
Das Familienunternehmen Streifeneder zählt zu den größten Anbietern in der Orthopädietechnik, Prothetik und Rehatechnik und steht vor wachsenden Herausforderungen wie insbesondere dem anhaltenden Fachkräftemangel und überbordender Bürokratie. Gemeinsam mit Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde eine umfassende Digitalstrategie entwickelt, um Effizienzsteigerungen zu erzielen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Im Rahmen des W&P Digital Excellence Ansatzes wurden laufende und geplante Digitalprojekte analysiert, priorisiert und ein unternehmensweites Digitalboard etabliert, um die Umsetzung und Verantwortung der Digitalstrategie zentral zu verankern. „Digitalisierung ist für uns eine strategische Säule und Fundament für nachhaltiges Wachstum bei gleichbleibend höchster Versorgungsqualität für unsere Kundinnen und Kunden,“ ​ so der Geschäftsführende Gesellschafter Florian Streifeneder über die Bedeutung von Digitalisierung für das Unternehmen. „Allzu oft wurde Digitalisierung mit aufregenden Mondmissionen gestartet, ohne die notwendigen Strukturen etabliert zu haben. Die Folge: Der Return on Digital blieb aus“, ergänzt Korbinian Richter, Experte für Digitale Transformation bei W&P. „Unser Ziel ist heute mehr denn je: Durch priorisierte Initiativen den Ergebnisbeitrag von Digitalisierung bei unseren Kunden sicherstellen!“ Wie das Team um Korbinian Richter mit dem W&P Digital Excellence Ansatz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 04.09.2024
04.09.2024
Die Fashion-KundInnen sind aktuell in ihrem Konsum stark verunsichert und haben gleichzeitig höhere Ansprüche – das treibt die interne Komplexität bei Modeunternehmen. Parallel führen höhere Kosten (insb. bei Beschaffung und Personal) zu sinkenden Erträgen, was in der Konsequenz auch die Finanzierungssituation verschlechtert. Die Aufgabe ist es nun, bei allem Handlungsdruck, den Fokus auf die vorhandenen Chancen zu richten und operativ tragfähige Lösungen zu entwickeln. Welchen Impact in dieser Situation Partnerschaften auf Augenhöhe haben, stand im Mittelpunkt des 3. Executive Dialog Fashion von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (W&P) in Kooperation mit dem Serviceverband unitex, dem Hersteller Brax sowie dem Handelsunternehmen Breuninger.Ausgangspunkt muss immer eine „ehrliche Standortbestimmung“ sein, so Philipp Trompeter, Senior Manager des W&P-Teams Fashion, Beauty & Lifestyle, der dann in seinem einleitenden Vortrag ganz konkrete Maßnahmen vorstellte, die aktuell Priorität auf der Top-Management-Agenda haben sollten: „Für mich sind das ganz klar die Steigerung der Operational Excellence im Sinne von Raumkosten, Personal, Warenmanagement und Supply Chain, der Effizienzboost im Marketing durch Nutzung von KI-Tools sowie ESG als Mittel der Differenzierung zu sehen und nicht nur für Compliance-Zwecke.“In diese Richtung argumentierte auch Xaver Albrecht, Geschäftsführer des Serviceverbands unitex, der gerade im Feld der Prozessoptimierung deutliche Potentiale der Zukunft in der Branche sieht: "In Zeiten, in denen allen immer noch Personal auf der Fläche fehlt, müssen erst recht alle Prozesse im back end und front end auf den Prüfstand und verschlankt werden – von der Buchhaltung, übers Vertragswesen bis hin zu den Prozessen in Richtung Kunde“Für Benjamin Fuest, Mitglied der Unternehmensleitung für Verkauf und Personal bei Breuninger, liegt in der Gestaltung der Prozesse in Richtung Kunde eine große Chance, da sich das Kundenverhalten doch fundamental verändert hat: „Handel hat sich sowohl stationär als auch online stark verändert und wird zusehends weniger rein transaktional und bedarfsgetrieben. Für Menschen ist Shopping mehr eine Freizeitbeschäftigung und sie wollen emotional und anlassbezogen abgeholt werden. Dabei ist es in der Zusammenarbeit zwischen Händler und Lieferant wichtig, auch einen guten Anteil Trends und Newness im Sortiment zu bringen und diese Ready-to-Wear zum richtigen Zeitpunkt anzubieten und zu pushen. Oder auch die Kunden beispielsweise mit exklusiven Kapseln und Special Collections zu locken. Ebenso spielen gemeinsam kreierte Erlebnisse über Eventformate und besondere Aktionen eine wichtige Rolle.“Sind diese Herausforderungen alleine zu stemmen? Klares Credo, dass nein. Es gilt in diesen krisenhaften Zeiten stärker zusammenrücken, so Marc Freyberg, Geschäftsführer des Herstellers Brax, der neben dem Committment zu gemeinsamen Regeln des Miteinanders auch eine überragende Datenqualität fordert, um die gestiegenen Erwartungen der Kunden treffen zu können – alles unter einer Prämisse: „Nicht Unternehmen machen Marken, sondern Menschen machen Marken, deshalb ist die Voraussetzung für eine gute Partnerschaft gerade in Krisenzeiten offene Kommunikation auf Augenhöhe.“ Nur so könne beispielsweise auch gemeinsam ausgebrochen werden aus dem alljährlichen Zyklus der Ordnersituation zum frühesten Zeitpunkt, sodass die Performance im Sinne der LUG und Abverkaufsquoten gesteigert wird.Die abschließende Podiumsdiskussion zeigte: Alle Kooperationsmodelle, ob Own-buy, Depot oder Full Concession bieten die Möglichkeit, den Umsatz zu pushen, wieder aktiver am Markt und direkter am Kunden zu sein. Aber einerseits passt nicht jedes dieser Modelle zu jedem Unternehmen und andererseits bleibt es Aufgabe des Händlers den Kunden entlang seiner Customer Journey konsequent abzuholen. Die aktuell großen Herausforderungen werden nach Meinung von Manuel Farrokh, Gastgeber und Leiter des Geschäftsbereichs Fashion, Beauty & Lifestyle bei Dr. Wieselhuber & Partner, erst dann zur Chance, „wenn sie gerade in widrigen Rahmenbedingungen durch starke Partnerschaften von Handel und Herstellern gemeinsam angegangen werden – ohne dabei die ganz operativen, akuten Hausaufgaben wie Operational Excellence, Time-to-Market, KI und ESG zu vernachlässigen.“
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News, 27.06.2024
27.06.2024
Jede Organisation und jede Organisationsanpassung zieht mehr oder minder gut erkennbare Organisationskosten nach sich. Oft wähnt sich das Management in einem Zielkonflikt: Eine leistungsfähige High Performer Organisation verursacht vermeintlich hohe Kosten. Eine kosteneffiziente Organisation spart zwar Kosten, begrenzt aber die Leistungsfähigkeit der Organisation. Dem muss nicht so sein. Im Rahmen der Digitalveranstaltung „EBIT im Fokus: Wenn dem Management die Organisationskosten davonlaufen“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit der Uhlmann-Gruppe wurden Wege und Vorgehensweisen aufgezeigt, wie sich beide Ziele im Rahmen einer Organisationsentwicklung verbinden lassen.
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News, 23.05.2024
23.05.2024
Nur ein stabiler Break-even macht ein Unternehmen wetterfest. Er befähigt das Unternehmen, Absatzschwankungen oder -rückgängen zu begegnen. Vom Controlling kommt dafür das entsprechende Instrument. Eine differenzierte Betrachtung der Kosten hinsichtlich ihrer Beeinflussbarkeit ist dafür unabdingbar und sie sind dafür hinsichtlich ihres Fix- oder Gemeinkostencharakters sowie ihrer Variabilität zu unterteilen. Den Break-even im Vergleich zu Ist- und Planumsätzen zu verfolgen, zählt dabei zu den wesentlichen Controllingaufgaben. Mehr von Dr. Günter Lubos, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, im aktuellen Controller Magazin.
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Event, 12.02.2026 (Beendet)
München
Beendet
Die Münchner Europa Konferenz hat sich als offene, überparteiliche und internationale Plattform das Ziel gesetzt, einen Beitrag für die politische Integration eines demokratischen Europas der Vielfalt zu leisten. Die Münchner Europa Konferenz bietet unter dieser Maßgabe ein Forum, die aktuellen Entwicklungen zu analysieren, die Grundlagen der europäischen Integration im Bewusstsein zu halten und Wege für künftige Entwicklungen aufzuzeigen. Um diesen Zweck zu erfüllen, veranstaltet die Münchner Europa Konferenz mit Unterstützung von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH zum 10. Mal am Vorabend der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 einen namhaft besetzten Diskussionsabend zum Thema "Europas digitale Souveränität zwischen globalen Machtblöcken".  Als Referenten treten u.a. auf Gerd Chrzanowski, CEO & Komplementär der Schwarz Gruppe Dr. Ralf Wintergerst, CEO Giesecke+Devrient GmbH Georg Eisenreich, MdL, Staatsminister der Justiz Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie  Manfred Weber, MdEP, Vorsitzender des Münchner Europakonferenz e. V.
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Best Case
07.02.2024
BRUGG Pipes, einer der führenden europäischen Anbieter für Fernwärmeleitungen, industrielle und urbane Versorgungsinfrastruktur, hat sein umfassendes Produktsortiment bestens im Griff: Eng begleitet von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden im Rahmen einer Portfoliooptimierung alle Verkaufsartikel massiv reduziert, neu strukturiert und im ERP-System implementiert. „Das Know-how und die maximale Umsetzungsorientierung von W&P war der Garant für den erfolgreichen Veränderungsprozess in der Organisation und in den Systemen. Das Ergebnis hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagt Boris Mäder, CMO der BRUGG Pipes. So wurde das Portfolio im Live-System in weniger als 3 Wochen Hypercare umgesetzt, die Korrekturquote im neuen Produktdatenmodell lag unter 1%, das Standardportfolio wurde um 87% low-performer Artikel von über 60.000 auf unter 9.000 verkleinert, die Artikelmerkmale um ca. 70% für die effiziente Portfoliosteuerung reduziert. Wie das Team um Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
24.01.2024
Das Familienunternehmen LAUDA Dr. R. Wobser GmbH & Co. KG, weltweit führender Hersteller von Temperiergeräten und –anlagen, hat mit seiner Unternehmensstrategie DRIVE 250 ambitionierte Wachstumsziele definiert. Teil dessen: DRIVE Digital. Darin werden Digitalinitiativen definiert, die Wachstum und Profitabilität mit Hilfe digitaler Technologien unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen. Zusammen mit Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden mittels des Digital Excellence Ansatzes zentrale Bereiche der Digitalstrategie definiert, in einem Bottom-Up und Top-Down-Ansatz verifiziert und ausgearbeitet. Das Ergebnis? Kann sich laut Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter LAUDA, sehen lassen: „Mit dem Digital Excellence-Ansatz konnten wir unsere Digitalstrategie so ausgestalten, dass die Umsetzung genau auf unsere Organisation abgestimmt ist. W&P ist die für uns passende Boutique unter den Digitalstrategen.“ „Die Entwicklung der Digitalstrategie sollte fester Bestandteil jedes Strategieprozesses sein. Leider sieht die Realität im deutschen Mittelstand hierzu aktuell ernüchternd aus,“ so Dr.-Ing. Dirk Artelt, Geschäftsführender Gesellschafter W&P und Experte für Industriegüter. Wie das Team um Korbinian Richter, Experte Digitale Transformation bei W&P, im Rahmen des Digital Excellence Ansatzes konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 08.12.2023
08.12.2023
Der aktuelle „W&P-Trendradar 2024“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) zeigt: Geopolitische Disharmonien, exogene Faktoren und neue Technologien wirken auch 2024 bei Familienunternehmen und Mittelstand auf Strategien und Geschäftsmodelle ein. Trends wie Business Performance, Nachhaltigkeit, Personalmangel, Künstliche Intelligenz oder Restrukturierung & Corporate Finance verlangen in Branchen wie Maschinen- & Anlagenbau, Bau/Bauzulieferer, Chemie/Kunststoffe oder Konsumgütern jetzt strategische Entscheidungen im Top-Management.
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News, 22.11.2023
22.11.2023
Nach wie vor ist Service ein wichtiger Stabilitätsfaktor in Industriegüterunternehmen. Denn ein gut funktionierender Service ist für Maschinenbetreiber essenziell, um die Verfügbarkeit ihrer Produktionslinien zu gewährleisten. Zudem bietet er in schwierigen Zeiten mit stagnierenden oder sinkenden Produktumsätzen die Möglichkeit, sich über einen exzellenten Service zu differenzieren und zusätzliche Erträge zu erzielen. Auch Künstliche Intelligenz spielt eine wichtige Rolle und treibt innovative Ansätze zur Gestaltung neuer Geschäftsmodelle voran. Gründe genug, um das Thema für rund 50 Teilnehmer im 4. Executive Dialog Operations von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) im Dialog mit Experten von Accretech, USU Software und WILO SE auf die Agenda zu nehmen.
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Best Case
25.10.2023
Die Oberalp Gruppe, Anbieter von Ausrüstung und Textilien für nahezu alle Aktivitäten auf dem Berg, nimmt regelmäßig aktuelle Megatrends unter die Lupe. Diesmal: Die Potenziale des Metaverse für die Bergsportbranche im Allgemeinen und für die Oberalp Gruppe mit seinen Bergsportmarken Salewa, Dynafit, Wild Country, Pomoca, Evolv und LaMunt. W&P unterstützte durch die Erstellung der Studie „Mountaineering and the Metaverse – Separating facts from fiction“ und entwickelte eine entsprechende Strategie, die sie den Händlern der Gruppe auf dem jährlichen Oberalp Summit vorstellten. Dafür wurden die zugrundeliegenden technologische Entwicklungen und Voraussetzungen des Metaverse, zentrale und treibende Metaverse-Unternehmen und -Plattformen sowie ihre Einflüsse auf Bergsportindustrie und Oberalp Gruppe analysiert. Auf Basis dieser Ergebnisse konnten dann konkrete Initiativen abgeleitet und validiert werden. „Mit W&P haben wir es geschafft, aus dem Megatrend Metaverse ein für die Bergsportindustrie und die Oberalp Gruppe handhab- und umsetzbares Thema zu machen. Damit sind wir einen wesentlichen Schritt in Richtung Zukunft virtueller Welten gegangen und starten mit der Umsetzung. Die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht“, so Stefan Rainer, Chief Sales Officer.
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Event, 03.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Unsere digitale Veranstaltung zeigt Ihnen, wie KI zum echten Turbo für das Servicegeschäft wird. Erfahren Sie, wie moderne KI-Technologien Prozesse beschleunigen, die Servicequalität erhöhen und neue Umsatz- und Ertragspotenziale freisetzen. Branchenexperten demonstrieren anhand konkreter Praxisbeispiele, wie KI-Lösungen bereits heute im After-Sales erfolgreich eingesetzt werden. Dabei beleuchten wir sowohl die Chancen als auch die wichtigsten Herausforderungen der digitalen Transformation und zeigen praxiserprobte Ansätze, mit denen Serviceorganisationen nachhaltig zukunftsfähig werden.   Warum teilnehmen? Diese kompakte Veranstaltung richtet sich an Entscheider und Fachleute aus kapitalintensiven Industriegüterbranchen, die den nächsten Schritt in Richtung KI-gestützter Service-Exzellenz gehen wollen. Freuen Sie sich auf wertvolle Impulse, konkrete Anwendungsbeispiele und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Führungskräften.
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Kommentar, 14.08.2023
14.08.2023
Die Steuerung der Business Performance ist eine wesentliche Aufgabe eines CFO. Sein vorhandener Werkzeugkasten? Der ist oft gut bestückt, aber recht kleinteilig ausgestattet. Vor allem dann, wenn Beirat, Aufsichtsrat oder Gesellschafter einfache und griffige Kennzahlen wünschen, fehlen häufig die notwendigen Instrumente. Mit welchen KPIs die Performance betreffend Umsatz, Kosten und Kapital am besten abbilden? Und wie dabei sowohl operative als auch strategische Aspekte berücksichtigen? Und gleichzeitig Zusammenhänge darstellen, die zur Performance führen?Umsatzperformance – ohne Umsatz keine PerformanceDie Umsatzperformance des Unternehmens in Form von prozentualem Wachstum oder Rückgang ist ein einfach zu messender Wert. Sie hat aber nur dann Aussagekraft, wenn sie in die beiden Komponenten Mengen- und Margenentwicklung zerlegt und auf ihre Rohertragswirkung gemessen wird. Geht das Mengenwachstum zu Lasten der Marge, ist die Marge stabil oder rückläufig? Dies sind Fragen, die mittels der differenzierten Betrachtung nach den Wachstumsquellen zu beantworten sind.Deckungsbeitrag nach Herstellkosten – 10 benchmarkfähige KPIsDie Qualität des Deckungsbeitrags nach (variablen) Herstellkosten als Wert über alle Produkte bildet in diesem Zusammenhang eine weitere wichtige und zugleich benchmarkfähige KPI. Sie sollte zum einen ein Minimum in % vom Umsatz erreichen und bildet zum anderen die Basis für die Ermittlung vom Break-Even und vor allem der Break Even-Resilienz. Damit ist der prozentuale Abstand des Break-Even Umsatz zum Ist- oder Plan-Umsatz zu verstehen. Diese eher strategische – und ebenfalls benchmarkfähige - KPI zeigt, in welchem Maße das Unternehmen bei Absatzschwankungen oder Preisrückgängen hinsichtlich seines Ergebnisses gefährdet ist. Deckungsbeitragsqualität und Break Even bilden die Brücke zum nächsten „KPI-Paket“ zur Bewertung der Kostenperformance.Kostenperformance – wesentlicher ErgebnistreiberInsbesondere in einem personalkostenintensiven Unternehmen stellt die Personalkostenproduktivität eine wesentliche Messgröße dar. Die Relation aus Rohertrag zu den Personalkosten ist eine benchmarkfähige KPI. Wieviel Personalkosten sind in Relation erforderlich, um den Rohertrag zu erwirtschaften? Dabei egalisiert sie die Wertschöpfungstiefe im Benchmarkvergleich. Auch Unternehmen mit unterschiedlicher Wertschöpfungstiefe lassen sich so vergleichen und die Ertragskraft unterschiedlicher Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen.Die Kapazitätsauslastung von Maschinen, aber auch die Auslastung von Mitarbeitern, z.B. im Projektgeschäft, ist ein weiterer wichtiger Performancetreiber. Niedrige Auslastung erzeugt Leerkosten. Eine dauerhaft hohe Auslastung bei Maschinen verschleißt diese schneller, erhöht die Instandhaltungskosten und ist ein Signal für notwendige Erweiterungsinvestitionen. Zu viele teure Überstunden wiederum signalisieren zusätzlichen Bedarf an personellen Kapazitäten.Die Quote der Vertriebskosten als operative Größe signalisiert, ob und in welchem Umfang der Vertrieb effizient ausgerichtet ist. Eine im Vergleich zum Benchmark angemessene F&E-Quote ist Grundlage für neue Produkte und damit zukünftige Umsätze. Mit ihrem eher strategischen Charakter sendet sie fast schon „investive“ Signale. Die Verwaltungskostenquote hingegen dient vor allem als operatives Effizienzkriterium. Die Bedeutung der jeweiligen Kostenquoten kann dabei von Branche zu Branche schwanken. So gibt es Branchen, in denen F&E stark im Fokus steht, bei anderen hingegen ist dies der Vertrieb.Kapitalperformance – in Zeiten steigender Zinsen von zunehmender BedeutungKapital wird in Zeiten steigender Zinsen wieder zunehmend zu einem wichtigen Performancemerkmal. Im Hinblick auf die Verschuldungs- und Entschuldungsfähigkeit bildet die Relation von verzinslichen Fremdkapital nach Abzug von Finanzmitteln (Nebt Debt) in Relation zum EBITDA eine wichtige KPI für den CFO. Sie findet sich in vielen Kreditverträgen als Covenance wieder und besitzt zweierlei Aussageinhalte: Zu einen, wie lange es dauert, Verbindlichkeiten via EBITDA zurückzuzahlen. Zum anderen, welcher Spielraum – gemessen an Benchmark und/oder Covenance - für eine Ausweitung der Fremdverschuldung, z.B. im Rahmen von Investitionsplänen, noch besteht. Letzteres ist damit wieder vor allem eine strategische KPI.Die Cash Conversion Rate weist auf die Kapitalbindung aus Umlaufvermögen und Lieferantenverbindlichkeiten hin. Gemessen in Tagen bildet sie auch und vor allem für die operative Steuerung eine wichtige Kennzahl.Die Relation aus Abschreibungen und Investitionen in %, möglichst gemessen über einen längeren Zeitraum, signalisiert als strategische Kennzahl den Grad der Substanzerhaltung der Aktiva. Liegt die Afa längerfristig über den Investitionen, so signalisiert dies Substanzverzehr. Diese KPI weist u.U. darauf hin, dass das Unternehmen zwar ein „gutes“ Ergebnis erwirtschaftet, dies jedoch auf Grund unterlassener Investitionen zu Lasten der Zukunft geht.Die Eigenkapitalquote als „klassische“ Bilanzkennzahl zeigt den Grad der Unabhängigkeit des Unternehmens von externem Kapital auf. Ergänzt um die Eigenkapitalverzinsung als Relation von EAT zu Eigenkapital informiert es vor allem Anteilseigner darüber, ob und in welchem Umfang das Unternehmen ein lohnendes Investment darstellt.FazitAlle dargestellten Kennzahlen haben bereits jeweils einzeln eine hohe Aussagekraft hinsichtlich der Quellen und Ursachen der Performance. Besondere Aussagekraft entfalten sie dann, wenn ihre Inhalte miteinander verknüpft werden. Mit einigen wenigen Performance-KPI ist der CFO schnell in der Lage, die Performance des Unternehmens, ihre Entwicklung, vorhandene Schwachstellen, aber auch und vor allem unausgeschöpfte Potenziale zu identifizieren und darzustellen. Er hat damit sowohl ein aussagefähiges operatives als auch ein strategisches Werkzeug zur Unternehmenssteuerung in der Hand.
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Kommentar, 31.05.2023
31.05.2023
„Data driven enterprise“ – „AI fi rst“ – „Real-Time decision making“ – der Buzzword-Dschungel ist groß und der Weg zum datengetriebenen Unternehmen verspricht vieles, doch leider verläuft er in der Praxis oft irrwegig. Einige Gründe dafür sind: Fehlende digitale Kompetenzen, funktionsorientierte Sichtweisen und Fokus auf die sehr detaillierte Planung anstatt direkter Umsetzung.Ein datengetriebenes Unternehmen ist ein Unternehmen, welches Daten zur Unterstützung von Geschäftsentscheidungen und -prozessen nutzt. Studien belegen, dass diese Unternehmen effizienter arbeiten und am Ende ertragsstärker sind. Voraussetzungen hierfür sind Investitionen in Tools, Technologien und Mitarbeitende, die die Datenerfassung, -analyse und -visualisierung ermöglichen.Doch wie kann diese Transformation für ein Unternehmen erfolgreich aussehen? Wie kann man am besten starten? Am Anfang von allem steht die Vision der Geschäftsführung. Sie geben der Organisation das Ziel des datengetriebenen Unternehmens vor. Und der nächste Schritt erfolgt dann nicht mit einem großen Knall, sondern in verdaulichen Schritten, sonst kann dies zu einer Überforderung der Organisation führen.Think big, start small, scale fastDie Vision ist groß, die Umsetzung wirkt lang, umso wichtiger ist es den richtigen Startpunkt zu wählen und die Erfolgsfaktoren zu kennen: Sich vertraut mit den neuen technologischen Möglichkeiten machen, Kompetenzen aufbauen, Entscheidungsmuster aufbrechen und direkt erste Erfolge nachweisen. Eine der technischen Möglichkeiten ist Process Mining: Eine leistungsstarke Technik, die Algorithmen zur Analyse und Visualisierung von Geschäftsprozessen auf der Grundlage von Daten aus verschiedenen Quellen verwendet. Durch die Analyse von Prozessdaten können unsichtbare Ineffizienzen, Engpässe und andere Problemmuster identifiziert werden.Es ist zu empfehlen, mit weniger komplexen Prozessen zu starten, die einen schnellen monetären Effekt nachweisen. Hierfür eigenen sich insbesondere der Kreditoren- und Debitorenprozess (siehe Abb.). Danach kann die Methodik in Wellen für weitere Prozesse ausgerollt und durch den Aufbau eines Center of Excellence organisatorisch verankert werden. Die Optimierungsfelder der Debitoren- und Kreditorenprozesse liegen in Umsatzsicherung, Working Capital, Produktivität und Compliance & Rsikomanagement. Die Effekte sind entweder direkt monetär messbar (z. B. höherer Free-Cashflow) oder durch Reduzierung von Aufwänden spürbar (z. B. No-Touch-Rate):UmsatzsicherungDer folgende Optimierungsbereich scheint sehr offensichtlich zu sein, doch gerade die Themen um Umsatzsicherung und Ausgabenvermeidung werden in Unternehmen häufig stiefmütterlich behandelt: Der Anteil an doppelten bezahlten Rechnungen im Einkauf (Referenz > 1 %), oder falsch hinterlegte Einkaufskonditionen aufgrund Mengenvereinbarungen im Rahmenvertag des Lieferanten. Es sind nicht die Einzelfälle, die es komplex machen, sondern die Menge an Prozessschnittstellen, Abhängigkeiten, Sonderfällen und funktionaler Kollaboration, die zu diesen ungewollten Effekten führen.Working CapitalWorking Capital Optimierungen haben in den letzten Jahren aufgrund der makroökonomischen Situation deutlich an Relevanz gewonnen. Die Optimierung des Cash Conversion Cycles mit Days Payable Outstanding und Days Sales Outstanding steht auf der Agenda eines jeden CFOs. Der größte Hebel liegt darin, sich von einer reaktiven Position hin zu einem proaktiven Vorgehen zu entwickeln. Die Realität in den Unternehmen zeigt, dass die Prozessqualität in den letzten Jahren gelitten hat und sich Ineffizienzen eingeschlichen haben. Zahlungsbedingungen (Zahlungsfrist, Skonto) sind heterogen gewachsen, Zahlungen der Kunden gehen verspätet ein (Referenz 27 % der Rechnungssumme) und werden nicht konsequent angemahnt, Skonto wird trotz Fristablauf gewährt (Referenz > 2 % der Rechnungen). Dies hat nicht nur Einfluss auf den Free-Cashflow, sondern mindert direkt den Ertrag des Unternehmens. Häufig werden in der Unternehmensrealität dann Gründe angeführt wie „Es handelt sich um einen strategischen Kunden, den man nicht anmahnen kann“ oder „Der Kunde war in der Vergangenheit sehr zuverlässig, was Zahlungen angeht“. Diese Denkmuster kosten Unternehmen unter dem Strich Profitabilität – mit einer vollkommenen Transparenz über den End-to-End Prozess werden Interdependenzen zwischen Teilprozessen erkannt und Lösungsmöglichkeiten können individuell, faktenbasiert diskutiert werden.ProduktivitätZiel ist es, nicht wertstiftende Arbeiten von Mitarbeitenden zu minimieren und durch Automatisierung zu ersetzen. Die mehrmalige Eingabe von Daten oder Veränderung von hinterlegten Stammdaten potenziert sich im täglichen Arbeitsablauf. Kleine Automatisierungen von repetitiven Tätigkeiten entlasten zügig die Mitarbeitenden in operativen Prozessen. Jedoch sind ERP-Systeme dafür häufig zu unflexibel und Anpassungen zu teuer. Anders sieht es bei Process Mining aus, das Aktionen im ERP triggern und steuern kann. Die Technologie ermöglicht beispielsweise das Versenden von Zahlungserinnerungen via E-Mail, Änderungen von Zahlungsbedingungen oder das Überprüfen von Bestellung, Wareneingang und Rechnung (3-Way-Match).Compliance & RisikomanagementCompliance ist in Unternehmen ein schwieriges Unterfangen, oftmals personenbezogen und stark papierbasiert. Process Mining bietet Werkzeuge, um Compliance- Vorgaben einzuhalten. Es kann überprüft werden, ob geplante Aufgabentrennungen erfolgreich im Alltag umgesetzt, Kreditlimits geändert oder Genehmigungsprozesse effizient definiert sind.FazitDie Potenziale für Ihr Unternehmen sind groß – sie müssen sie nur nutzen. Technologisch können Prozesse und Ineffizienzen heute in einer End-to-End Sicht analysiert und direkt aufgelöst werden. Der Einfluss ist direkt messbar. Debitoren- und Kreditorenprozess sind gute Einstiegsmöglichkeiten, um eine neue Arbeitsweise zu implementieren, datengetrieben zu agieren und messbare Erfolge zu generieren. Das Risiko ist gering, der Ressourcenaufwand überschaubar und die positiven Effekte sicher.
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Best Case
17.05.2023
Die GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG ist spezialisiert auf Ventile für die Pharmaindustrie und allgemeine industrielle Anwendungen. Mit seinen heute über 2.400 Mitarbeitern weltweit befindet sich GEMÜ auf dem Weg zu einem Smarten Unternehmen. Ein Kernbaustein: Die digitale Transformation der Produktion. Hierzu wurde eine I4.0-Strategie definiert, mit der Vision einer digitalisierten, CO2-neutralen, bedarfsgetriebenen und robuste Supply Chain. W&P wurde beauftragt diese Strategie auf Vollständigkeit, Wirksamkeit und Tragfähigkeit sowie mögliche strukturelle und organisatorische Auswirkungen zu überprüfen. „Der Erfahrungsschatz und die Best- Practice-Ansätze vom W&P-Team kombiniert mit der hoch-individuellen, auf unsere Bedarfe zugeschnittenen Vorgehensweise kamen bei diesem Projekt voll zu unseren Gunsten zum Tragen. Ein echter Erfolg!“ so Matthias Fick, Geschäftsführer von GEMÜ. Mehr zum konkreten Vorgehen des W&P Teams um W&P Partner Oliver Rörig mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
20.04.2023
Die Windmöller & Hölscher KG (W&H) ist ein deutsches Maschinenbauunternehmen und international tätiger Anbieter von Extrusions-, Druck- und Verarbeitungsmaschinen zur Herstellung und Verarbeitung flexibler Verpackungen. Um den erfolgreichen Wachstumskurs von W&H zu unterstützen und strategischen Anforderungen gerecht zu werden, wurde es notwendig, die Transparenz und Steuerungsmöglichkeiten im F&E-Bereich weiter zu optimieren: Wie sollte ein aussagekräftiges F&E-Controlling zur Unterstützung eines professionellen​ F&E-Managements gestaltet werden?​ Welche KPIs/Informationen zur F&E sollten aus Stakeholder-Sicht zur Verfügung gestellt werden? Wie kann das F&E-Controlling implementiert und nachhaltig bei W&H verankert werden?​ Wie das Wieselhuber-Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business, diese Fragen adressierte und entsprechende Maßnahmen auf den Weg brachte, ist im aktuellen Best Case zu lesen.
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Publikation
17.02.2023
Die Liste der Fragen, die mangels Transparenz und unterentwickeltem F&E-Controlling unbeantwortet bleiben, ist lang – sei es im Top-Management wie auch im F&E- und Projektmanagement: Wo können Kostenpotenziale gehoben werden? Wie groß ist der Beitrag der F&E zum Unternehmenserfolg? Wie effizient werden Projekte gemanaged? Welche Projekte sollten abgebrochen werden? Wie ist die Projekt-Performance bzgl. Zielerreichung, Kosten und Zeit zu bewerten? Häufig wird die Intransparenz in der sogenannten „Black-Box F&E“ durch den Effekt verstärkt, dass der Nutzen von F&E-Projekten nur zeitversetzt und teilweise nachweisbar ist. Sich verkürzende Produkt- und Lebenszyklen fordern neue Herangehensweisen in der F&E, agile Methoden führen klassische Controlling-Ansätze an ihre Grenze. Außerdem sind Unternehmensstrategie und F&E nur selten verknüpft, klare Verantwortlichkeiten fehlen, Ressourcenengpässe werden nicht berücksichtigt. Hinzu kommt der Umgang mit Daten: Tools zur Datenerfassung und Auswertung werden nur wenig genutzt und gepflegt, umfangreiche Datensammlungen nicht systematisch analysiert und als Steuerungsbasis eingesetzt. Wer seine F&E-Performance richtig steuern und letztlich steigern will, benötigt einen ganzheitlichen F&E-Controlling-Ansatz. Nur so lassen sich qualifizierte strategische Entscheidungen treffen, Effizienzpotenziale identifizieren sowie F&E-Kosten optimieren. Wie das funktioniert? Mehr im neuen Dossier „F&E-Controlling: Mit den richtigen Performance-Kennzahlen den „Return on R&D“ steigern“.
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Kommentar, 24.01.2023
24.01.2023
Das bisherige Paradigma preisoptimierter Beschaffung mit unbegrenzt globalisierten und performanten Lieferketten steht auf dem Prüfstand. Nicht nur die akuten Versorgungsprobleme bedeuten einen Stresstest für die Supply Chains. Die stark gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Transportkosten erhöhen den Druck ebenfalls signifikant. Strategisch stellt zudem der steigende Protektionismus die Lieferketten vor erhebliche Herausforderungen. Begriffe wie Reshoring, Friendshoring, Decoupling, Local-to-local und Glokalisierung machen die Runde. Alle Aspekte der bisherigen Wertschöpfungsarchitektur müssen kritisch beleuchtet werden:Wie sollten mittelständische Unternehmer ihr Unternehmen zukunftsorientiert ausrichten?Wie können Risiken in den Lieferketten frühzeitig transparent gemacht, bewertet und beherrscht werden? Wie können künftige Volatilitäten bestmöglich verkraftet werden?Ist die Regionalisierung der Wertschöpfungsarchitektur sinnvoll und machbar für eine stärkere Robustheit und Nachhaltigkeit? Sind Insourcing und eine größere Fertigungstiefe adäquate Stellhebel?Welche Rolle spielt eine Diversifikation der Beschaffung? Ist eine strategische Lagerhaltung gegenüber Just-in-Time-Konzepten das Gebot der Stunde?Und last but not least: Lassen sich digitale und effiziente Fabriken mit ihren sinkenden Skaleneffekten für modulare Supply-Chain-Netzwerke nutzen?Massiver Druck auf die LieferkettenSeit 2020 haben wir eine unvergleichliche Sequenz von disruptiven, temporären Ereignissen erlebt. Aber auch anhaltende Trends wie Fachkräftemangel, Inflation, Protektionismus und Handelsbarrieren erhöhen den Druck auf die Wertschöpfungsstruktur deutlich. Preisexplosionen, Lieferengpässe bis hin zu Produktionsstillständen, Hamsterkäufe und Überbestellungen (Bullwhip-Effekt) – es ist alles geboten. Diese aktuellen Probleme sind symptomatisch. Wir müssen erkennen, wie volatil unsere globalen Warenströme wirklich sind. Weder die politischen, noch die marktseitigen Rahmenbedingungen werden sich wieder, wie gewohnt, stabilisieren. Die einseitige Auslegung der Lieferketten auf die Ausschöpfung maximaler Kostenvorteile – ohne Kernfaktoren wie Risiken, Abhängigkeiten und Umwelteinflüsse – hat ausgedient.Durch die aktuellen Entwicklungen erleben Unternehmen, dass langfristige Kundenbeziehungen zum Asset werden. Die Verfügbarkeit von Artikeln schlägt die Kostenprämisse. Die aus der Not geborenen Taskforces werden zur Dauereinrichtung und zum agilen Nukleus innerhalb der Unternehmen. Bestehende Liefernetzwerke erweitern sich dynamisch. Lange überfällige Digitalisierungsinitativen werden in kürzester Zeit operationalisiert.Erleben wir aktuell ein lange überfälliges Fitnessprogramm in den Unternehmen? Wie lassen sich die gewonnenen Erfahrungen verstetigen, um eine größere Robustheit und Zukunftsfähigkeit zu erlangen? Reicht der aktuelle Management-Baukasten aus oder müssen komplett neue Wege gegangen werden?Die Stellhebel einer zukunftsfähigen Supply Chain – lean, green, digital, robustDie Zielsetzung ist eine robuste Supply Chain, die zudem effizient (lean), nachhaltig (green) und digital ist. Das Gebot der Stunde lautet strategische Neuausrichtung auf ein zukunftsfähiges Wertschöpfungsmodell.Konkret müssen acht Stellhebel optimiert werden:Transparenz schaffenPlanbarkeit erhöhenRisiken managenDigitalisierung und Analytics nutzenEffizienz steigernRobuste und agile Supply-Chain-Netzwerke gestaltenKonsequent auf Nachhaltigkeit ausrichtenMitarbeitende mitnehmenDie konkreten Ansatzpunkte sind vielfältig und unternehmensspezifisch. Sie betreffen sowohl taktische als auch strategische Elemente, wobei natürlich alle im Auge zu behalten sind.Nicht alle Risiken können vermieden werden. Doch lassen sich die relevantesten mit einem proaktiven Risikomanagement identifizieren, im Rahmen von Szenarien betrachten und auf Mitigationspotenzial durchspielen. Der W&P Supply-Chain-Control-Tower erlaubt eine Ende-zu-Ende-Transparenz in Echtzeit, um operative Risiken zu managen. Ein State-of-the-art Bestandsmanagement unter Zuhilfenahme von KI-gestützter, kollaborativer und integrierter Bedarfsvorhersage und Planung ermöglicht die gezielte Bevorratung, ohne jedoch das Working Capital und des Bestandsrisiko zu überreizen.Strategisch gilt es, die Wertschöpfungsarchitektur modularer und mit der richtigen Balance aus regionalen und globalen Anteilen, Redundanzen, Skaleneffekten und Spezialisierung zu gestalten. Ein mehrgleisiges Fahren und hybride Ansätze sollten hierbei in Erwägung gezogen werden. Die ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungstiefe unter Berücksichtigung von robusten, agilen und diversifizierten Liefernetzwerken und Kooperation/Koopetition ist notwendig. Darüber hinaus muss sich der Einkauf komplett neu aufstellen. Neben dem Preis gilt es Kernfaktoren wie das Ausfallrisiko, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Lieferperformance sowie Umweltaspekte zu bewerten. Fähigkeiten zur aktiven Unterstützung kriselnder Kernlieferanten müssen, wo notwendig, aufgebaut oder zugekauft werden.Produktseitig hilft ein aktives Portfoliomanagement, um den Fokus auf die margen- und umsatzträchtigen Produkte zu legen. Signifikante Potenziale für die Robustheit liegen schlussendlich auch in der Produktausprägung z. B. durch einen Produktbaukasten, Reengineering oder Software-Features.FazitDie aktuelle Dynamik durch disruptive Ereignisse und damit strategische Herausforderungen für die Supply Chain werden auf absehbare Zeit bleiben. Der Managementbaukasten aus operativer und digitaler Exzellenz ist in den meisten Fällen ausreichend, muss aber neu interpretiert werden. In der Anpassung und fokussierten Ausgestaltung der einzelnen Stellhebel liegt das größte Potenzial. Hierbei geht es nicht nur um radikale Lösungen, sondern oft auch um die fokussierte Identifikation der spezifischen und wirksamen Ansätze sowie deren Verankerung in der Organisation.
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Publikation
12.12.2022
Die bisherige Stabilität in unserem Wirtschaftssystem ist aus dem Gleichgewicht geraten – entsprechend umfangreich die Liste der Herausforderungen für das Top-Management in Familienunternehmen. Operativ sind „brennende“ Herausforderungen zu lösen: Adhoc müssen u.a. Lieferketten robust aufgestellt, Vermarktung neu gedacht, das Pricing der Inflation angepasst, Performance und Finanzierung gesichert werden. Gleichzeitig gilt es, langfristige Transformationsentscheidungen vor dem Hintergrund mächtiger Veränderungstreiber wie Nachhaltigkeit oder Digitalisierung in einen agilen Strategieprozess einzubinden. Die 25. Ausgabe unseres W&P Management Support ist gespickt mit Lösungsansätzen, direkten Erfahrungen unserer BeraterInnen aus laufenden Projektthemenstellungen, Projektbeispiele von Böllhoff, Medice und Hörmann inkl. Referenzaussagen unserer Kunden zum Nutzen und zum Mehrwert angewandter Tools und Methoden sowie Einschätzungen zur Markt- und Branchenlage.
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Best Case
02.11.2022
Die Böllhoff Gruppe ist ein international agierender Anbieter von Verbindungstechnik. Das Familienunternehmen produziert und vertreibt Spezialverbindungselemente, DIN- und Normteile und Montagetechnik. Auch anwendungstechnische Beratung sowie After Sales Service gehören zum Portfolio. Ziel des Managements mit Unterstützung von W&P: Eine Positionsbestimmung hinsichtlich der Kosten und Effizienz der zentralen Gruppenfunktionen im Abgleich zu Unternehmen mit ähnlicher Organisationsstruktur und Größe vor. Basis für die Durchführung des Projektes waren von W&P bereitgestellte Benchmark-Werte aus einer Datenbank, die auch spezifische Einflussfaktoren auf den Effizienzstatus ermittelte und bewertete. Durch den Abgleich der Böllhoff-Werte mit diesen, wurden Abweichungen und Ursachen im Rahmen von Interviews und Workshops ermittelt und entsprechende To Do’s und Aktivitäten zur Effizienzsteigerung erarbeitet. Willhelm Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der Böllhoff Gruppe: „W&P hat nicht nur eine sehr gute Arbeit geleistet, sondern die Erwartungen übertroffen.“ Wie das konkrete Vorgehen aussah? Mehr im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 17.08.2022
17.08.2022
Nicht nur Großkonzerne, sondern auch die meisten mittelständischen Unternehmen agieren in internationalen Beschaffungs-, Produktions-, und Logistik- Netzwerken. Aufgrund des strategischen Charakters sowie der hohen Ergebnis- und Working Capital-Auswirkungen sollten Standortentscheidungen gut überlegt sein, um die Ertragskraft und Liquidität dauerhaft zu sichern.Viele Unternehmen beschäftigen sich gerade mit folgenden, typischen Kernfragen der Standortentwicklung:Wie viele Standorte sind erforderlich?Reichen die vorhandenen Kapazitäten aus, um weiteres Wachstum zu realisieren?Sind die Standorte unterausgelastet und verursachen Leerkosten?Wie hoch sollte die Wertschöpfungstiefe der einzelnen Standorte sein?Wie hoch sind die Einsparpotenziale durch „Redimensionierung“, also den Abbau von Überkapazitäten im Produktions- und Logistiknetzwerk?Welche Rolle haben die einzelnen Standorte im zukünftigen Werksverbund?Ist ein zentrales Werk mit hohen Skaleneffekten besser als kundennahe, dezentrale Standorte? Zur Beantwortung dieser Fragen sollte eine fundierte Entscheidungsvorlage erarbeitet werden, um das Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig und krisenfest aufzustellen. Grundlage dafür ist immer eine Annahme über die zukünftige Entwicklung von Umsatz und Absatz in den Zielregionen des Unternehmens.Da die Zukunft aufgrund der zunehmenden Volatilität der Märkte – nicht erst seit der Pandemie – immer schwieriger zu prognostizieren ist, sollte nicht mehr nur eine einzige, starre Mittelfristplanung erstellt werden, sondern vielmehr verschiedene Szenarien erstellt und simuliert werden.Im Operations-Kontext geht es dabei um die Entwicklung und Bewertung unterschiedlicher Standortszenarien auf Basis von differenzierenden Annahmen über das zukünftige Produktionsvolumen und über die Produktkalkulation zu den Standorten. Die Herausforderung besteht darin, gleichzeitig die operations-relevanten Aspekte (z. B. Kapazitätsauslastung und Mitarbeiterbedarf je Maschine) mit finanzwirtschaftlichen Aussagen zu Investitionsbedarf, Working Capital und GuV-Effekte zu verknüpfen, um alle Stakeholder mit ihren spezifischen Informationsbedarfen versorgen zu können. Im Ergebnis sollte eine belastbare Quantifizierung für die verschiedenen Umsatz- und Standortszenarien vorliegen sowie eine Umsetzungsempfehlung mit konkretem Fahrplan zur sukzessiven Transformation vom Ist- in den Soll-Zustand.ProjektbeispielW&P begleitete einen mittelständischen Automobilzulieferer bei der Neuaufstellung des Produktionsfootprints, da der Hersteller von Aluminiumdruckguss-Komponenten unter den Folgen des Wandels in Richtung Elektromobilität und dem Nachfrageeinbruch in der Pandemie in eine Ergebniskrise geraten ist. Der Fokus des W&P-Projekts lag von Beginn an auf der Neukonfiguration des Produktionsfootprints, um relevante Kostenpositionen zu adressieren. Jedes der vier deutschen Werke produzierte bereits vor der Pandemie unterhalb der möglichen Kapazitäten – bei gleichzeitig negativen Umsatzprognosen. Die in der Automobilindustrie vorherrschende Unsicherheit machte Zusagen für Neugeschäfte zur Steigerung der Auslastung nicht möglich. Die Schließung einer oder mehrerer der vier Standorte und die Konsolidierung der Kapazitäten war somit die logische Konsequenz.VorgehensweiseUm den Erfolg des Projektes zu gewährleisten, galt es vor allem von Beginn an sicherzustellen, dass alle Stakeholder, bestehend aus den Eigentümern, der Geschäftsführung und den Werkleitern mit W&P an einem Strang ziehen. Im Ergebnis der ersten Abstimmung konnten vier Kernszenarien zur Anpassung des Produktionsfootprints definiert und wesentliche Leitplanken des Projektes festgelegt werden. Aufgrund des negativen Absatzrückgangs wurde in diesem Fall nur ein Umsatzszenario unterstellt, das konservativ auf ein sehr niedriges und somit auf jeden Fall zu erreichendes Umsatzniveau ausgelegt war.Zur Erstellung einer Entscheidungsvorlage bestand die Kernaufgabe darin, die Profitabilität der vier Szenarien und die entstehenden Einmalkosten zu quantifizieren sowie die relevanten Entscheidungskriterien aufzuzeigen. Neben dem Quick-Check jedes der Werke zur Aufnahme standortspezifischer Gegebenheiten und produktionstechnischer Schwerpunkte stand vor allem der Aufbau einer soliden Zahlenbasis im Vordergrund.In dem von W&P erstellten Kapazitäts- und Quantifizierungsmodell wurden zukünftige Anlagenauslastungen, Einmalkosten für Verlagerungen, Investitionskosten, Abfindungen sowie die jährlichen Betriebskosten für die vier Szenarien berechnet. Erfolgsfaktoren im Projekt waren vor allem der hohe Detailgrad, der sich beispielsweise bei der Berechnung der Anlagenauslastungen auf Basis der Schusszahlen der einzelnen Produkte je Druckgussanlage zeigte, da dies nicht nur die Ebene der anfangs teilweise kritischen Werkleiter, sondern auch die anderen Stakeholder von der Solidität der berechneten Szenarien überzeugt hat. Darüber hinaus war die Kombination von Operations- und betriebswirtschaftlicher Kompetenz entscheidend für die Glaubwürdigkeit und die Akzeptanz der erarbeiteten Entscheidungsgrundlage.ErgebnisDas einzig profitable Szenario hatte die Schließung von zwei der vier Werke zur Folge. Im Ergebnis des Projektes lag ein detailliert ausgearbeiteter Zeitplan für die Verlagerungen, Schließungen und den Hochlauf der Standorte vor, der inzwischen 1:1 umgesetzt wurde. Die aktuelle Zeit ist durch Krisen, Volatilität und eine nur schwer vorhersehbare Zukunft geprägt. Umso wichtiger ist es, dieser Unsicherheit proaktiv durch die Bewertung verschiedener Umsatz- und Absatz-Szenarien entgegenzuwirken, um später die passende und vorgedachte Lösung zur Gestaltung der Wertschöpfungsarchitektur „aus der Schublade ziehen“ zu können.FazitDie aktuelle Zeit ist durch Krisen, Volatilität und eine nur schwer vorhersehbare Zukunft geprägt. Umso wichtiger ist es, dieser Unsicherheit proaktiv durch die Bewertung verschiedener Umsatz- und Absatz-Szenarien entgegenzuwirken, um später die passende und vorgedachte Lösung zur Gestaltung der Wertschöpfungsarchitektur „aus der Schublade ziehen“ zu können.
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Best Case
25.07.2022
Die Unternehmensgruppe Hörmann ist ein Industriekonzern mit vier Geschäftsfeldern - Automotive, Engineering, Communication und Intralogistics. Das Familienunternehmen ist weltweit aktiv und verfügt über 27 Tochtergesellschaften. Zur Verbesserung der Ergebnissteuerung im Geschäftsfeld Automotive setzte die Gruppenführung auf die Expertise von W&P, um die Instrumente im kostensensiblen Geschäftsfeld Automotive zu optimieren. Hauptaufgabe war es, das Produktportfolio mit Hilfe von BI-Instrumenten hinsichtlich der kosten- und ergebnistreibenden Faktoren zu analysieren, erste Handlungsoptionen zur Optimierung abzuleiten und ein Konzept zur Ergebnisdarstellung des Produktportfolios aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zu erarbeiten. Hinzu kam die Erstellung eines Prototypen zur Ergebnisdarstellung als Basis für die SAP Umsetzung in CO-PA. Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Projektumsetzung: Der interdisziplinäre Ansatz aus Controlling, Operations und Data Analytics. Das unterstreicht auch Johann Schmid-Davis, CFO der Hörmann Gruppe: „Der interdisziplinäre und fachlich durch hohes State-of-the-Art-Wissen gekennzeichnete Projektansatz von W&P war für das Projekt ein wichtiger Erfolgsfaktor.“ Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 18.05.2022
18.05.2022
Aktuell denken viele Vertriebsverantwortliche beim Thema Digitalisierung des Vertriebs immer noch an Aufbau und Einführung eines e-Shops oder eine neue Website. Aber es geht um wesentlich mehr:Content is King: Der Kunde möchte rechtzeitig in der Customer Journey mit einer bedürfnisindividuellen Story abgeholt werden.Digital Natives werden Entscheider: Klassische „Vertreterbesuche“ sind in Zeiten von Digital Self- Services out. Es geht um die schnelle Informationsbeschaffung in der Geschäftsanbahnung und die Nutzung digitaler Tools in der persönlichen Vertriebsarbeit, um der „digitalaffinen“ Zielgruppe gerecht zu werden.Remote Selling: Spätestens die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Beratung und Verkauf via Videokonferenz effizient und zielführend sind. Nun gilt es diese Dynamik mitzunehmen und die Vertriebsstrukturen zu Gunsten der Hot-Lead Bearbeitung des Außendienstes neu zu ordnen und verkaufsaktive Innendienstbereiche zu etablieren.Omnichannel-Vertrieb: Digitale und klassische Vertriebswege verschmelzen zunehmend miteinander. Wer hier nicht handelt und Balance findet, riskiert den Anschluss zu verlieren. Im Kern sorgen die Veränderungstreiber nicht dafür, dass sog. „Verkäufer“ überflüssig werden. Es geht vielmehr darum, über passende Werkzeuge Kunden zielgerichteter und effizienter anzusprechen, einen möglichst hohen Automatisierungsgrad zu erzielen, um somit die Wertschöpfung im Vertrieb zu erhöhen.Lead-Management als Brücke zwischen klassischem und digitalem VertriebDas Informations- und Entscheidungsverhalten der Kunden hat sich verändert. Bevor ein potenzieller Kunde mit dem Unternehmen in Kontakt tritt oder eine Kaufentscheidung trifft, wird i. d. R. zuerst im Internet nach Themen und Lösungen recherchiert, was eine Vielzahl an Marktforschungsstudien belegen. D. h. die Kaufentscheidung bzw. Präferenz wird bereits größtenteils vor der klassischen Akquisephase beeinflusst. Das betrifft insbesondere Kaufentscheidungen erklärungsbedürftiger Produkte und Services im B2B-Umfeld. Die Kaufentscheidung kann jedoch signifikant beeinflusst werden, wenn dem potenziellen Interessenten (Lead) entlang der digitalen Customer Journey relevante Informationen und kaufentscheidende Kundenerlebnisse geboten werden. Unter Lead-Management versteht man deshalb sämtliche Prozesse und Maßnahmen, um Leads zu generieren, für den Vertrieb zu qualifizieren und letztendlich Kunden zu gewinnen.Wesentliche Erfolgsfaktoren des digitalen Lead-Managements sind:Effiziente, durchgängige VertriebsprozesseDie Entwicklung eines ersten Leads zum Kunden ist ein intensiver Weg, der eine strukturierte Vorgehensweise und eine enge Abstimmung zwischen Vertrieb und Marketing erfordert. Zunächst geht es darum, den Interessenten bestmöglich mit relevanten Inhalten durch das Marketing zu versorgen, mit dem Ziel im Gegenzug relevante Kundendaten abzugreifen. Besitzt der Lead eine gewisse Reife, wird dieser an den Vertrieb zur weiteren Bearbeitung übergeben. Der Zeitpunkt sowie die konkreten Kriterien der Übergabe werden im Rahmen des sog. Lead-Scorings festgelegt. Das Lead-Scoring ist entscheidend, damit keine Blindleistung im Vertrieb durch unqualifizierte Kontakte entsteht und somit nur Leads weitergeleitet werden, die das größte Potenzial aufweisen.Marketing als UmsatzturboDie Zeiten der klassischen Kaltakquise neigen sich dem Ende. Social Media Plattformen, Websites und das Internet avancieren zur Nr. 1 Quelle der Leadgenerierung. Marketing-Automation-Tools ermöglichen dabei die automatisierte und zielgerichtete Lead-Generierung und -Qualifizierung entlang der Customer Journey. Jede Aktion (z. B. Download Produktinformation), die ein Lead entlang der Customer Journey durchführt, wird automatisiert erfasst, bewertet und der Kundendatensatz angereichert (Nuturing) bzw. mögliche Folgeaktivitäten (z. B. Newsletter-Versand, Einladung Event) automatisch ausgelöst. Die Bereitstellung von wertvollen und konsistenten „Inhalten“ durch das Marketing, um das spezielle Interesse der jeweiligen Zielgruppe zu wecken ist dabei maßgeblich, denn wenn der potenzielle Kunde keinen Nutzen aus dem Inhalt zieht, wird es schwer, ihn an das Unternehmen zu binden.Datenmanagement als VertriebskompetenzDie wohl größte Veränderung des Lead-Management trifft den Vertrieb in Sachen Datenmanagement. Wurde das Customer-Relationship-Management-System (CRM) in der Vergangenheit oft als ungeliebtes Stiefkind zur Dokumentation von Angeboten und Besuchsterminen genutzt, so wird es zukünftig die zentrale Rolle als Datenbank der Kundeninformationen und Steuerungsinstrument einnehmen. Erst die 360° Kundensicht erhöht signifikant die Erfolgsquote bei Potenzialkunden. Hierfür ist ein geschlossenes Daten- Management und entsprechende Systemlandschaft bestehend aus Datenbanken (z. B. CRM), Content Management Systemen (CMS), Marketing-Automation- (MA) sowie Analyse-Tools (z. B. BI) notwendig. Die Analyse der Kundendaten sowie das Ableiten von Lead-Management- Kampagnen muss als Kompetenz im Vertrieb verankert werden. Um die dafür notwendige Datenqualität zu erhalten, ist ein entsprechendes Mindset zur Datenpflege Voraussetzung.FazitDer Digitalisierung im Vertrieb kann man sich nicht mehr entziehen. Lead-Management bietet jedoch die Möglichkeit den klassischen mit dem digitalen Vertrieb zu kombinieren und zudem das Effizienz-Niveau im Vertrieb anzuheben. Hierbei macht man sich die veränderte Informationsbeschaffung potenzieller Kunden, die mit der Digitalisierung einhergeht, zu Nutze. Mit Hilfe geeigneter Software-Tools werden die Potenziale entlang der Customer Journey für den Vertrieb identifiziert und qualifiziert. Diese „Vorqualifizierung“ gestaltet den eigentlichen Akquise- Prozess effizienter und zeitsparender.Insbesondere Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten und Services sollten deshalb über den Einsatz von Lead-Management nachdenken. Das heißt aber auch, dass sich das Rollenverständnis im Vertrieb ändern muss. Marketing übernimmt im Lead-Management eine stärkere Rolle in der „Neukundeakquise“ und die Analyse bzw. das Management von Kundendaten wird zur erfolgsentscheidenden Vertriebsdisziplin.Abb. 1: Marketing-Automation Plattform und Lead-Management
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Publikation
03.02.2022
Als ein Aspekt der Digitalen Transformation ist das Thema Data Analytics mittlerweile in vielen Unternehmen angekommen. Ganz generell ist Data Analytics wichtig, da es Unternehmen hilft, ihre Leistungen zu optimieren: integriert in das Geschäftsmodell können Unternehmen ihre Kosten senken, indem sie effizientere Wege der Geschäftsabwicklung ermitteln. Zusätzlich können Unternehmen Data Analytics auch nutzen, um bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen und Kundentrends und -zufriedenheit zu analysieren, was zu neuen – und besseren – Produkten und Dienstleistungen führen kann. Data Analytics bewährt sich daher für immer mehr Unternehmen als gut geeigneter Einstieg in eine Trans- formation hin zum datengetriebenen Unternehmen. Die Gründe liegen auf der Hand: ohne große Vorlaufzeit können mit Hilfe von Analytics-Tools schnelle erste Er- folge „sichtbar“ gemacht werden – was die Akzeptanz auf Entscheiderebene erhöht. Somit können die Ent- scheidungsträger eine Strategie „Führen unter Fakten“ umsetzen und eine Vielzahl von Wertschöpfungsketten effizienter gestalten.
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Kommentar, 21.12.2021
21.12.2021
Erst einmal abwarten, keine Panik, es wird nicht viel schlimmer werden und wenn es soweit ist, können wir immer noch handeln und aktiv werden. Die aktuellen Zahlen zeigen noch keinen hohen Bedrohungsgrad, aber auch keine interessanten Chancenpotenziale und im Übrigen „wir fahren auf Sicht und haben alles im Griff“.Dies trifft nicht auf Ihre Unternehmensführung zu, aber die Unternehmensrealität zeigt leider auch in zunehmendem Maß ein anderes Bild. Erfolge der Vergangenheit und Gegenwart sind keine Garantie für eine erfolgreiche Zukunft. Sie sind jedoch eine gute Grundlage für das systematische Reflektieren und die Erkenntnis, dass Prävention ein geeignetes Mittel zur Zukunftsgestaltung ist.Der Unternehmensalltag ist durch geringe strategische Weitsicht und mehr durch operative Hektik gekennzeichnet. Dies trifft allerdings nicht auf die Führung von nachhaltig erfolgreichen Unternehmen zu, die über Erfolge und Misserfolge regelmäßig reflektieren und deren Verhalten dadurch geprägt ist, Unternehmen robust und zukunftsfähig zu gestalten. Aus dieser Management-Philosophie resultieren Wettbewerbsvorteile und Zeitvorsprünge.Erfolgsfaktoren ändern sich und lassen sich nicht aus den Controlling-Reports oder gar aus den gesetzlich vorgeschriebenen Wirtschaftsprüfertestaten und deren Stellungnahmen ablesen. Marktanteilsentwicklungen, Lieferanteil bei Großkunden, Marken-Image und Bedeutung des Markenkaufs, Technologiestatus, Versorgungssicherheit, Innovationsgrad, Organisationseffizienz, etc. sind die entscheidenden Merkmale für den aktuellen und zukünftigen Unternehmenserfolg.Mögliche unternehmensrelevante Zukunftswelten, deren Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten auf das Produkt- und Leistungsportfolio, die Wertschöpfungsarchitektur, die Unternehmenskonfiguration, die Unternehmensstrategie und das Geschäftsmodell werden antizipiert und daraus alternative Handlungsoptionen für die Abwehr von Bedrohungen und die Nutzung von Chancen entwickelt. Dieses „Vorsorgepaket“ erhöht die Handlungsfähigkeit und verhindert im Krisenfall „Feuerwehreinsätze“ und hohe Reparatur-Nachsorgekosten.Diese Denk- und Handlungsweise benötigt jedoch eine Unternehmenskultur und Führungspersönlichkeiten, die Prävention nicht als Angst vor der Zukunft, unnötige Zeitverschwendung und Phantasiegespinst abtun, sondern als proaktive Zukunftsgestaltung des Unternehmens betrachten und akzeptieren, dass „die Zukunft bereits begonnen hat und gestaltbar ist.“Verantwortungsvolle und moderne Unternehmensführer und Eigentümer gestalten das größte Vermögensobjekt, die wichtigste Einkommensquelle, den bedeutendsten Reputationsfaktor zum Nutzen aller Stakeholder proaktiv und verhindern damit, dass das Unternehmen zum „Spielball“ vermeidbarer Turbulenzen wird. Stellen Sie also ihr Unternehmen auf den Prüfstand, machen Sie regelmäßig einen „Unternehmens-TÜV“, der sowohl Ergebnisse der Vergangenheit, der Gegenwart, aber auch Entwicklungen der Zukunft beinhaltet. Strategische und operative Prüfkriterien sind dabei gleichwertig zu berücksichtigen. Es lohnt sich, für alle Beteiligten und für das Unternehmen.
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Publikation
22.11.2021
Die Unternehmenszukunft individuell und flexibel zu gestalten ist für UnternehmerInnen ein große Herausforderung. Denn: Gerade in volatilen Zeiten ist der Unternehmensalltag weniger durch strategische Weitsicht als durch operative Hektik gekennzeichnet. Doch erst durch die kreative Gestaltung von Unternehmensstrategie, Unternehmensarchitektur, Führungsorganisation, Markenpositionierung und Management wird ein Unternehmen auch ein zukunftsfähiges Unikat. Anlass genug um in der aktuellen Ausgabe des W&P Management Support einen genaueren Blick auf Themen wie die Renaissance der Strategiediskussion, die Nachhaltigkeit im Geschäftsmodell, die „Enkelfähigkeit“ von Familienunternehmen sowie diverse Megatrends, die das Post-Covid-Zeitalter prägen werden, zu werfen. Auch diesmal kommen praxisorientierte Impulse rund um die Digitale Transformation, Finance und Operations nicht zu kurz.
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Kommentar, 28.09.2021
28.09.2021
Alle Verantwortlichen in Unternehmen müssen täglich Entscheidungen treffen, müssen entsprechende Maßnahmen aufsetzen und ihre Umsetzung sicherstellen; je schneller, nachhaltiger und konsequenter, desto besser – unabhängig davon, ob es sich um strategische oder um operative Entscheidungen handelt. Dies erfolgt unter Einbeziehung der Betroffenen – auf Basis von Fakten, oder? Doch: Wie so oft liegt der Teufel im Detail – und in der Sichtweise. CEO, CSO, CTO, COO – jeder hat seine eigene Sicht der Dinge und damit seine „eigene Wahrheit“. Unterschiedliche Perspektiven, Auswertungen, Verdichtungen und damit unterschiedliche Fakten zu eigentlich gleichen Daten sind die Folge. Und egal ob Vertrieb, Operations oder Finanzbereich: Jeder wird an unterschiedlichen Zielen gemessen, jeder hat eigene Werte und Motive. Die Folge: Viele unfruchtbare Diskussionen und „Nicht-Entscheidungen“ im Management bzw. zwischen Management und Gesellschaftern.Dies macht gerade der Nachfolgegeneration in Familienunternehmen oft den Einstieg schwer. In einem solchen Umfeld erfordern Entscheidungen viel Erfahrung. Man muss die Sichten, Ziele und Motive, den Sinn und Zweck der Aussagen kennen, um sie richtig zu bewerten – und letztendlich im Kontext für das Gesamtunternehmen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Doch: Es gibt sehr zielführende Mittel und Wege, die fehlende Erfahrung durchaus wettmachen können.Betrachtet man beispielsweise die gesamte Wertschöpfungskette, also den Prozess vom Lieferanten bis zum Kunden über alle Funktionen und Legal Entities hinweg – neudeutsch „end to end“ –, spielen Partialsichten keine Rolle mehr. Die Dinge werden im Gesamtkontext schlüssig und transparent. Richtig angewandtes Process Mining und Data Analytics macht Schluss mit unterschiedlichen Blickwinkeln, und das faktenorientiert: Die Basis dafür sind alle verfügbaren Ist-Daten, also die komplette „Spur“, die z.B. ein Angebot oder ein Auftrag in den Systemen hinterlassen hat. Das betrifft alle Prozesse, nicht nur den – neudeutsch „Lead-to-Order“ oder „Order-to-Cash“ Prozess – und alle Auftrags-, Kunden-, und Produktstammdaten. Die Periode der Betrachtung kann dabei frei gewählt werden.Ein weiterer Baustein ist die Betrachtung aller Kosten über alle Legal Entities hinweg und auf tiefster Kostenstellenebene. Die (Ist-)Vollkosten werden über Kostentreiber wesentlichen Wertschöpfungsprozessen wie Produktion, Kundengewinnung oder Vertrieb zugeordnet. Prozess- und Kostenanalyse werden nach gleicher Logik segmentiert, was Regionen, Kundengruppen, Sortimente, Geschäftsmodelle oder Wertschöpfungstypen sein können. Dabei wird nie verdichtet, sondern immer in der Grundgesamtheit gearbeitet.Das Ergebnis: Ein klarer Blick darauf, wo wirklich Geld verdient wird, welche Stammdaten valide sind, ob Prozesse eingehalten werden, ob sie standardisiert sind. Entscheidungen können schnell und eindeutig getroffen werden – nicht (nur) mit Bauchgefühl und Erfahrung, sondern mit Fokus auf die schnelle Beseitigung von Ursachen ohne Schuldzuweisungen.Die weiter hohe Volatilität der Märkte, die entsprechend gefragte Reagibilität und Anpassungsfähigkeit der Unternehmen machen schnelle und zielsichere Entscheidungen künftig unverzichtbar. Die Nachfolgegeneration muss gleich richtig entscheiden – ohne erst im Detail zu eruieren, warum welcher Funktionsbereich seine Entscheidungen wie trifft. Künftig bedeutet „richtiges Entscheiden“ Entscheiden durch Daten und Fakten. Der Führungsstil setzt auf Transparenz – end-to-end, über Legal Entities hinweg, mit Blick auf die gesamte Wertschöpfung.
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Kommentar, 07.09.2021
07.09.2021
Kosten weiter senken, Prozesse optimieren, neue Software implementieren, Working Capital reduzieren, Governance verbessern. etc. Alles notwendig, die Pflicht des Management-Alltags. Es stärkt die operative Effizienz und trägt zur Überlebensfähigkeit des Unternehmens bei. Ist damit die erfolgreiche Zukunft des Unternehmens im Blick oder gar gesichert? Natürlich nein, denn auch der Grenzertrag dieser Maßnahmen bewegt sich irgendwann „gegen Null“.Zweifelsohne ist die perfekte Beherrschung des operativen Geschäftes ein wichtiges und solides Fundament, um sich mit den Herausforderungen und den Chancen der Zukunft intensiv und systematisch beschäftigen zu können. Es darf nur kein Alibi sein, sich den Zukunftsthemen zu versperren. Warum sich die Unternehmensführung und die Gesellschafter damit systematisch auseinandersetzen sollen und müssen, liegt in den zunehmend komplexen, dynamischen und strukturellen Veränderungen des Unternehmensumfeldes begründet. Ausprägungen dieses Strukturwandels und den damit verbundenen disruptiven Entwicklungen sind z. B. Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Migration, neue Technologien und nicht zuletzt Digitalisierung und die globale Pandemie. Die Welt ist mehr denn je „grenzenlos“ geworden. Zweifelsohne gibt es weitere branchen- und unternehmensspezifische exogene Einflussfaktoren, die auf Unternehmen und Märkte einwirken. Wie immer kann man diese als Bedrohungen oder als Chancen interpretieren.Strategen setzen sich früher, schneller, systematischer und konsequenter mit der Erkennung, Beurteilung und Nutzung von Megatrends auseinander. Sie nutzen den eigenen Zeit- und Wissensvorsprung und die Veränderungsdynamik zu ihrem Wettbewerbsvorteil und Nutzen. Ihr strategisches Timing ist weder zu früh – um nicht als ressourcenschwacher „Missionar“ zu scheitern – noch zu spät, um Kräfte für eine kaum noch zu gewinnende Aufholjagd zu verschwenden.Strategen fokussieren auf die zentralen Erfolgsfaktoren, sie besetzen schnell die Märkte und erhöhen stetig und systematisch die Markteintrittsbarrieren für Follower. Alles richtig und leicht gesagt, aber schwergetan, denn das Trägheitsmoment von Unternehmen und das Beharrungsvermögen von Menschen sowie das große Talent „sich gegenseitig mit intellektueller Brillanz zu beweisen, warum es nicht geht, bzw. es so nicht kommen wird“ sind typische Merkmale, die Zukunfts-Management als Management des Fortschritts erschweren. Oft fehlt es aber auch an der Begründung, am Nutzen und der fehlenden, überzeugenden Kommunikation für die Vorbereitung, den Eintritt und die Partizipation an einer anderen, neuen Welt. Erfolgreiche Führungskräfte hatten schon immer eine ausgeprägte Neugier, hohe Empathie und Sensibilität für Veränderungen. Sie schöpfen daraus Freude und Sinngebung für Ihre Arbeit. Erfolgreiche und überzeugende Strategen sind in ihrem Verhalten und Vorgehen stark outside-in geleitet. Sie haben als Beobachtungs- und Ausgangspunkt den oder die Kunden mit ihren Wünschen, Bedürfnissen und Bedarfen und sie berücksichtigen bestehende und vor allem neue potenzielle Wettbewerber. Das daraus entstehende Zukunftsbild wirkt als „Pull-Faktor“, um das Unternehmen auf den richtigen Zukunftspfad zu bringen und es auf Kurs zu halten. Dabei sind Stopps und Umwege durchaus normal, nur das Ziel und die zu erreichende Zukunft sollte man nicht aus den Augen vielen.Kreativität, Intuition, Agilität, Intelligenz, Resilienz, Mut, Überzeugungskraft, Durchsetzungsvermögen, messbare Fortschritte und Erfolgswille und natürlich Freude am Neuen und der Veränderung waren, sind und bleiben die notwendigen Voraussetzungen, um persönliche Perspektiven und die Zukunft des Unternehmens zu gestalten. Strategen sind Chancen-Sucher und Zukunftsgestalter. Davon kann ein Unternehmen und unsere Gesellschaft nie genügend haben.
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Kommentar, 19.08.2021
19.08.2021
Mit dem Ende der Urlaubssaison beginnen in vielen Controlling-Abteilungen die ersten Vorbereitungen auf die Planung 2022. Doch aktuell beeinflussen viele Unsicherheitsmomente die Planung: Coronabedingt können die Absatzerwartungen und materialbedingt die Produktionsfähigkeit eines Unternehmens stark schwanken. Gerade der Rohstoffmangel stellt für viele produzierende Unternehmen eine große Unbekannte dar, die sich über den Absatz auf den Umsatz und damit auf das Ergebnis auswirken kann.Klar: Zwar kann das Controlling durch die beste Planung das Problem der Rohstoffknappheit nicht lösen – es sollte aber in der Lage sein, dem Management geeignete Entscheidungsvorlagen zum Umgang mit dieser Situation an die Hand zu geben. Voraussetzung ist, statt mit starren Planungen verstärkt mit Szenarien und entsprechenden Prämissen zu arbeiten, die Absatzmöglichkeiten und Materialverfügbarkeit aufzeigen. Auf Basis eines „Was-wäre-wenn-Schemas“ kann das Management so Handlungsoptionen und Schubladenpläne vorbereiten. Je mehr Szenarien ein Controlling erarbeiten soll, desto aufwendiger wird jedoch der damit einhergehende Prozess der Planung. Die drängendste Frage ist meist, von welcher Absatzgröße realistischerweise auszugehen ist. Welche Menge an Produkten wird von welchem Kunden voraussichtlich nachgefragt? Diese Frage ist am schwierigsten zu beantworten – und doch hängen davon die notwendigen Beschaffungsmengen und die damit einhergehen Einstandskosten ebenso ab, wie die Berechnung, ob und in welchem Umfang die damit generierten Deckungsbeiträge die Gemeinkosten decken werden.Für die Lösung dieses Dilemmas gibt es zwei Wege:Der Vertrieb entwickelt eine umfassende Absatzplanung nach einzelnen Kunden, die eine intensive Abstimmung zwischen Vertrieb und Controlling voraussetzt. Erste Einschätzungen erfordern ein kritisches Feedback und mögliche Anpassungen. Je mehr Kunden, Produkte und zu planende Regionen, desto aufwändiger wird der Prozess. Was schon in „normalen“ Zeiten ein herausforderndes Unterfangen mit hohem Arbeitsaufwand für das Controlling war, wird nun durch äußere Einflüsse potenziert. Ein anderer Ansatz ist, die Absatzplanung mit Instrumenten der Künstlichen Intelligenz (KI) in Angriff zu nehmen und auf Basis historischer Daten und Algorithmen unterschiedliche Prognosen zu erstellen. KI-basierte Systeme, die für die Planung 2022 exogene Faktoren und Unsicherheitsmomente mitverarbeiten, können folglich die Unternehmensplanung in einem volatilen Umfeld sehr hilfreich unterstützen und den Arbeitsaufwand in Controlling- und Vertriebsabteilungen erheblich reduzieren. Fazit?Die Tage einer starren Planung sind (spätestens 2021) gezählt. Wer in seinem Unternehmen einerseits den Arbeitsaufwand bei vielfältig wirkenden und damit zu planenden Einflussfaktoren begrenzen und andererseits die Planungsgüte trotz unsicherer Zeiten und Umfeldbedingungen verbessern will, der kommt an KI-gestützten Systemen und Planungsmethoden nicht mehr vorbei. Denn die Entscheidungsmöglichkeiten, die sich auf die Daten des Controllings stützen, werden so deutlich sicherer. Nur so wappnet sich das Management für Situationen, die eine starre Planung nur begrenzt vorwegnehmen kann.
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Best Case
16.06.2021
Der bekannte, größte Feind der Digitalisierung? Excel! Darum stand für den namhaften deutschen Hersteller von Kaltband und kaltgewalztem Bandstahl, Risse + Wilke, fest: Das Vertriebsreporting, das bis dato weitgehend in Excel und über ein SAP Business Warehouse stattfand, brauchte ein Update. Gemeinsam mit W&P wurde in einem IT-Quick-Check das Reporting analysiert und Optimierungspotenziale identifiziert. Die Ziele: Ein zentrales hochgradig standardisiertes Tool für Reporting und Controlling implementieren, die Berichtserstellung und -verteilung automatisieren, Self-Service-Reporting für individuelle Ad-hoc-Analysen der Mitarbeitenden einführen und ein durchgängiges KPI-System aufsetzen. Zudem sollten die dafür notwendigen Daten ansprechend und nutzerorientiert visualisiert und in der Datenanalyse interaktiv zu bearbeiten sein. Nach bereits sechs Wochen konnten sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeitende auf ein durchgängiges Standard-Vertriebsreporting zugreifen, das nun den Vertriebserfolg transparent macht: „Ein echter Mehrwert für die tägliche Vertriebsarbeit. W&P lieferte analytisch fundiert, schnell und in enger Abstimmung mit uns ein zukunftsfähiges Vertriebstool“, findet Marcus Clases, Director of Sales, Risse + Wilke Kaltband. Wie die schnelle Umsetzung gelang? Mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
27.04.2021
Liefertreue erhöhen, „Feuerwehraktionen“ adé: Mit diesem Ziel startete das W&P Projektteam bei Lenze SE, Hersteller und Entwickler für Antriebstechnik und Automation. Mit einem end-to-End Prozessansatz wurde der Order-to-Cash Prozesse datenbasiert analysiert – um dann mit entsprechenden Maßnahmen die Durchlaufzeiten zu reduzieren, die OTD (On Time Delivery) zu steigern und die Prozessstabilität zu verbessern. Christian Wendler, CEO von Lenze SE: „In dieser Art und Weise hat noch niemand eine so wertschöpfende Prozessanalyse gefahren. Die Themen wurden klar identifiziert und quantifiziert.“ Wie genau die Skalierung der Prozesse gelang und welche Erfolgsfaktoren dabei eine entscheidende Rolle spielten? Mehr im aktuellen Best Case.
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Publikation
16.11.2020
Der Blick in die Zukunft gestaltet sich aktuell schwierig. Planungsrunden ohne Szenarienmanagement sind schwerlich vorstellbar und die Gestaltungskraft von Führungskräften sucht valide Hebel. Der Management Support 2-2020 liefert wieder entsprechende Impulse aus konkreten Kundenprojekten, in aktuellen Fachbeiträge und vertiefenden Interviews. Hinzu kommen auch diesmal wieder wertvolle Beiträge von Experten und Partnern unseres Kooperationsnetzwerks, die einen hilfreichen „Blick über den Tellerrand“ ermöglichen und Ideen für erfolgreiches Unternehmertum – auch in Zeiten von Corona – anstoßen.
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Publikation
21.07.2020
Die Pandemie und ihre Auswirkungen haben uns immer noch fest im Griff – beruflich wie persönlich – und das aus heiterem Himmel, unerwartet und ohne eigenes unter- nehmerisches Verschulden. Der Weg aus der Krise, der Bedrohung ist erfahrungsgemäß länger als man gedacht hat und auch gelegentlich mit Rückschlägen verbunden. Gerade das unternehmensindividuelle Konzept der Krisenbewältigung und eine hohe Unternehmensresilienz, gepaart mit hoher Umsetzungskraft sind erfolgsentscheidend. Für viele Unternehmen bedeuten die Corona-Einschränkungen eine strikte Vermeidung von Ausgaben, Kurzarbeit, strenge Liquiditätsplanung und gegebenenfalls eine Unterstützung durch staatliche Hilfen oder anderweitige Finanzmittel. Nicht nur als Ihr Partner, sondern ebenfalls als Unternehmer wissen wir, dass dies jedoch nur der Anfang der Entwicklung sein kann und wird. Denn nach der akuten Sicherung des Überlebens stellen sich zahlreiche weitere Fragen, deren Beantwortung nötig ist, um das Unternehmen erfolgreich für die Zukunft auszurichten. Diese haben wir auf Basis unserer langjährigen Erfahrungen sowie aus aktuellen Gesprächen und „Corona-Projekten“ für Sie in der vorliegenden Sonderpublikation ausgeführt, priorisiert und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Hierbei konnten wir feststellen, dass die Bereitschaft für das Hinterfragen von Bestehendem und für Veränderung wohl schon lange nicht mehr so groß war wie heute. Das macht Mut und Zuversicht, auch in schwierigen Zeiten! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine anregende Lektüre, weiterhin alles Gute in diesen herausfordernden Monaten sowie das nötige „glückliche unternehmerische Händchen“. Wenn wir Sie hierbei als Ihr Partner unterstützen können, stehen wir Ihnen immer gerne für ein unverbindliches Gespräch zur Verfügung.
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Publikation
13.02.2020
Die Marktreife digitaler Werkzeuge wie KI, Objekt- und Spracherkennung, Digitaler Zwilling sowie zahlreicher IoT-Plattformen hat den Service in den letzten Jahren fundamental verändert. Viele Servicekonzepte wie Fernwartung, prädiktive und präskriptive Wartung und Hochverfügbarkeitsdienste, sind nun wirtschaftlich realisierbar. Diese digitalen Treiber ermöglichen eine höhere Effizienz im Back-End und einen höheren Individualisierungsgrad im Front-End. Mehr noch: Sie machen Service zum Werttreiber des Unternehmens. Doch welche strategischen Fragestellungen müssen auf dem Weg zur Service-Exzellenz beantwortet werden? Welche Stellhebel optimiert? Antworten darauf im neuen W&P Dossier „Top-Management-Agenda: Service-Exzellenz ̶ Ertragssicherung in schwierigen Zeiten“.
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14.01.2020
Die Bedeutung von Familienunternehmen für die Gesellschaft hervorzuheben – das war der Antrieb für Prof. Dr. Norbert Wieselhuber anlässlich seines 70. Geburtstags ein Buch zu verfassen. In „Unternehmer gestalten Unternehmen“, erschienen im Unternehmer Medien Verlag, bricht der Berater eine Lanze für Unternehmensgestalter. Ihre Spitzenleistungen und großes Engagement verdienten in der Öffentlichkeit ein deutlich höheres Ansehen. Mit diesem „absoluten Standardwerk für Entscheider in Familienunternehmen“ so Oliver Hermes, Vorsitzender des Vorstandes WILO SE, liefert Wieselhuber einen Leitfaden der Unternehmensführung, der laut Prof. Friedhelm Loh, Vorsitzender des Vorstandes der Friedhelm Loh Stiftung, „von Verbindlichkeit, Analysefähigkeit und einem starken Willen zur Veränderung geprägt ist“. Bestellungen ab sofort beim Verlag Unternehmermedien unter https://www.unternehmermagazin.de/shop/buecher/ Im Laufe des Januars in jeder Buchhandlung und bei Amazon. ISBN 978-3-937960-42-5.
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12.11.2019
Die Signale für einen konjunkturellen Abschwung verdichten sich. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, digitale Disruptionen, ausstehende Investitionsentscheidungen halten auch Familienunternehmen auf Trab. Alles negative Vorzeichen für die Zukunft? Nicht, wenn man diesen Herausforderungen auf Augenhöhe begegnet! Wer an erster Stelle seine Organisation auf Vordermann bringt und strategisch gestaltet, dem winken Wettbewerbsvorteile – auch in unsicheren Zeiten. Weiteres Mittel zum Zweck: Datenanalyse- oder KI-Projekte, die in einer agilen Organisation die Chancen auf erfolgreiche Projekte mit DER Schlüsseltechnologie des digitalen Wandels erhöhen. Doch wie konkret vorgehen? Impulse für Entscheider im neuen Management Support.
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Publikation
26.09.2019
Die Automatisierung, Robotisierung und Digitalisierung der Industrie ist nicht zu stoppen. Mit den Ankündigungen der EU-Kommission, 20 Milliarden Euro in KI-Technologien zu investieren, und der Bundesregierung, 40 Milliarden Euro für die digitale Wende bereitzustellen, sendet die politische Führung ein aus drei Gründen wichtiges Aufbruchsignal: Erstens beweist diese politische Unterstützung auf europäischer Ebene den Willen, den Standort Deutschland und Europa wettbewerbsfähig gegenüber Nordamerika und Asien zu halten. Der wichtige Beitrag der Digitalisierung zu einer nachhaltigen Arbeitsplatzsicherung wurde erkannt. Zweitens wird die Digitalisierung als positive Veränderungskraft in unserem Leben vorgestellt. Diese Botschaft hilft dem Top-Management die digitale Evolution in Ihrem Unternehmen mit besserem Verständnis und höherer Akzeptanz bei allen Mitarbeitern voranzutreiben. Drittens wird mit diesen angekündigten Investitionsoffensiven kleinen und mittelständischen Unternehmen finanzielle Unterstützung angeboten, um in Zukunftstechnologien zu investieren. Trotzdem zögern noch viele Manager auf den Digitalisierungsweg mit aller Konsequenz einzuschwenken. Die Herausforderungen sind vielfältig: eine unklare Zukunftsvision, eine fehlende Synchronisierung der Unternehmens- und Digitalisierungsaktivitäten, schwer messbare Potenziale oder einfach eine Überdosis an englischen Begriffen und Akronymen. Was die Digitalisierung strategisch, operativ und organisatorisch für Sie bedeuten kann, wie Sie Ihre individuelle Digitalisierungsstrategie entwickeln können, welche Umsetzungsoptionen existieren und wer letztendlich zum digitalen Leader werden kann, das alles möchten wir Ihnen hier auf Basis unserer praktischen Erfahrung strukturiert und ganzheitlich vorstellen. Uns ist bewusst, dass die digitale Evolution in hohem Maße branchen- und unternehmensindividuell angegangen werden muss. Aus diesem Grund arbeitet unser Digitalisierungsteam immer in engem Schulterschluss mit unseren Branchenspezialisten und mit dem Kundenteam zusammen. Um dem branchen- und unternehmensindividuellen Aspekt in der vorliegenden Unterlagen Ausdruck zu verleihen, haben wir an vielen Stellen konkrete Anwendungsfallbeispiele aus der Praxis skizziert.
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Publikation
17.06.2019
Alles Strategie (!) oder nicht? - Entscheidungen mit hoher Zukunfts- und Ressourcenrelevanz unter hoher Unsicherheit. Kaum ein Begriff ist seit Jahren stärker strapaziert als der der Strategie. Beinahe alle Entscheidungen werden als strategisch deklariert, ohne es zu sein. Vielen fehlt der Zukunftsbezug, ein eindeutiger Ressourcen- zusammenhang und letztendlich auch die Tragweite, die das Prädikat strategisch verdient.
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Publikation
17.04.2019
Ein dynamisches Unternehmensumfeld braucht ein zukunftsorientiertes Controlling. Doch wie sehen optimale Controllingprozesse aus, die den Anforderungen von Globalisierung und Digitalisierung standhalten? Welche Instrumente und Methoden unterstützen Entscheidungsprozesse am besten? Konkrete W&P Best-Practice-Beispiele aus der Praxis zeigen, wie Problemstellungen mit individuell zugeschnittenen Lösungen erfolgreich gelöst wurden. Lesen Sie im aktuellen W&P Dossier „Controlling 2020+ - Best-Practice-Beispiele aus der Beratungspraxis“ wie u.a. eine ERP-Einführung zur Verbesserung der Controllinginstrumente genutzt wurde, ein organisatorischer Wandel die Unternehmenssteuerung veränderte oder der gezielte Einsatz von Controllingressourcen Unternehmensprozesse beschleunigte und vereinfachte.
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21.03.2019
Volle Regale, guter Preis und Lage, Lage, Lage – das waren über Jahrzehnte die Erfolgsrezepte des stationären Einzelhandels. Neue Filialen galten als Wertetreiber, denn sie bedeuteten mehr Umsatz, dadurch bessere Konditionen bei der Industrie und eine Degression von Logistik- und Verwaltungs- kosten. Das ist heute nicht mehr so. Attraktive Standorte sind schwer zu finden und allerorts sinkt die Besucherfrequenz. Die bisherige Allzweckwaffe „Preisrabatt“ ist stumpf geworden. Durch die hohe Transparenz und die immer kürzeren Beschaffungszeiten der Online-Shops hat sich der Preiswettbewerb zunehmend ins Internet verlagert. Warenverfügbarkeit und ein angemessenes Preisleistungsverhältnis sind noch immer notwendige Bedingungen – hinreichend für stationären Erfolg sind heute jedoch andere Faktoren.
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Publikation
22.01.2019
Gemeinkostenmanagement ist mehr als reines Kostendenken: Wer seine Kostenperformance im Unternehmen verbessert, kann auch Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit steigern. Voraussetzung: Ein ehrlicher Blick in den Spiegel, der Gemeinkostenfunktionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg sichtbar macht. Doch wie ein zukunftsorientiertes Gemeinkostenmanagement aufbauen, das nicht nur das „Preisschild“ sondern auch die entsprechenden Leistungen im Blick hat? Antworten in der neuen W&P Publikation „Gemeinkostenmanagement: Unternehmensfunktionen adäquat ausstatten“.
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Publikation
26.07.2018
Die zukünftige Bedeutung von BIM und der daraus resultierende Veränderungsdruck im Rahmen der digitalen Transformation für die gesamte Wertschöpfungskette der Bauindustrie ist allgemein akzeptiert und im Grunde unstrittig. Daher geht es in der vorliegenden Studie ganz bewusst nicht um die Frage, wer BIM heute bereits nutzt und wann BIM kommt, sondern ganz gezielt um die Fragestellung, was für Anpassungen in Strategie, Organisation und Arbeitsweise die verschiedenen Player der Wertschöpfungskette Bau vornehmen und welche Muster erfolgsversprechend sind.
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Event, 30.10.2025 (Beendet)
München
Beendet
Die zunehmende Komplexität und Häufung von Krisen stellt Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Einrichtung eines effizienten Krisenmanagements zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen der Konferenz werden praxisnahe Ansätze zur Risikoanalyse sowie deren Bedeutung für eine belastbare Unternehmensführung beleuchtet. Ein besonderer Fokus liegt auf den Auswirkungen aktueller Entwicklungen auf Ratingverfahren sowie auf Business Continuity Management (BCM) und Krisenmanagement als zentrale Säulen unternehmerischer Resilienz.Fundierte Einblicke, spannende Diskussionen und konkrete Handlungsempfehlungen - von der Prävention bis zur erfolgreichen Bewältigung von Krisensituationen ist inhaltlich alles geboten.Christian Neeb, Senior Manager im Bereich Profit & Controlling Excellence bei W&P, spricht um 10:45 Uhr über „Business Performance Management: Risiken vorbeugen, Ergebnisse sichern und Maßnahmen treffen."Eine detaillierte Agenda finden Sie hier.
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Publikation
24.05.2018
Auf breiter Front verändern sich Geschäftsmodelle und deren Logik. Disruptive Angriffe von außen gefährden aktuell die Erfolgsbasis bestehender Geschäfte und damit ihrer Ertragsquellen. Was heißt das für den CFO? Seine Rolle verändert sich: Gefragt sind zukunftsorientiertes, unternehmerisches Denken jenseits des „business as usual“ bestimmt durch Budget-, Reporting-, Controlling- und Finanzierungsprozesse. Wie er diesen Herausforderungen als gestaltender Risikomanager am besten begegnet?
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Publikation
05.02.2018
Lebenswerk mag Ihnen als eine große Vokabel erscheinen. Aber Sie können als Unternehmer auf den Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens zurückblicken. Oder Sie haben das Unternehmen Ihrer Familie erfolgreich ausgebaut. Sie haben es eingerichtet, dass die Organisation mittlerweile auch ohne Sie läuft – zumindest im täglichen Betrieb. Irgendwann kommen Sie an den Punkt, an dem Sie Ihr Unternehmen einmal nicht mit dem Blick des Entscheiders und Lenkers, sondern aus einer Perspektive des Vermögensaufbaus betrachten. Hier treffen sich private und betriebswirtschaftliche Aspekte.
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News, 17.03.2026
17.03.2026
Produzierende Unternehmen stehen heute vor tiefgreifenden Herausforderungen: Variantenvielfalt, volatile Märkte, wachsender internationaler Wettbewerbsdruck und steigende Anforderungen an Planungssicherheit erschweren schnelle und belastbare Portfolioentscheidungen. Gleichzeitig bieten datenbasierte Methoden und Machine Learning neue Möglichkeiten, Produktlandschaften präziser zu bewerten und Ressourcen zielgerichteter einzusetzen. Welche Rolle KI dabei spielt und wie Unternehmen komplexe Portfolios transparenter, effizienter und wirtschaftlich robuster steuern können, war Thema des digitalen W&P Executive Dialogs.  Zum Auftakt ordnete Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), das Thema in die aktuelle unternehmerische Realität ein. Er machte deutlich, dass Produktportfolios heute zentrale Stellhebel für Marktattraktivität, Kostenstrukturen und operative Leistungsfähigkeit sind. „Das Produktportfolio ist der Nukleus der Wertschöpfung – und genau deshalb brauchen Unternehmen datenintelligente Instrumente, um Entscheidungen schneller, fundierter und belastbarer vorzubereiten.“ Mit Blick auf Variantenvielfalt, volatilen Absatz und internationale Wettbewerbsverschiebungen betonte er, dass klassische Analysen und funktionsspezifische Einzelbetrachtungen dieser Komplexität nicht mehr gerecht werden.  Anschließend richtete Dr. Tim Lämmermann, Senior Consultant bei W&P, den Blick auf die strategische Einbettung von KI in Unternehmensprozesse. KI müsse – so Lämmermann – als ganzheitlicher Transformationsprozess verstanden werden, der Strategie, Organisation, Datenqualität und Governance gleichermaßen umfasst. Besonders hob er hervor, dass erfolgreiche KI-Projekte dort entstehen, wo Use Cases klar priorisiert, Rollen eindeutig definiert und Mitarbeitende aktiv eingebunden werden. „KI wirkt erst dann nachhaltig, wenn sie entlang der Wertschöpfung verankert ist, klaren Nutzen stiftet und die Organisation befähigt, bessere Entscheidungen zu treffen.“  Wie diese Prinzipien operativ wirksam werden, zeigte Sebastian Batton, Senior Manager und Leiter Digital Excellence bei W&P. Er beschrieb, wie fragmentierte Datenlandschaften, Excel Grenzen und funktionale Zielkonflikte die Portfoliosteuerung vieler Unternehmen prägen. Machine Learning schließe hier wesentliche Lücken: Modelle könnten Zusammenhänge sichtbar machen und wirtschaftliche Effekte klarer quantifizieren. Batton stellte heraus, dass datengetriebene Transparenz ein entscheidender Erfolgsfaktor ist: „Erst durch datengetriebene Modelle erkennen Unternehmen, welche Produkte Rendite schaffen, wo Komplexität Ressourcen frisst und welche Entscheidungen wirklich Wirkung entfalten.“  Einblicke in die Praxis lieferte Moritz Zoepffel, Senior Consultant bei W&P, der anhand eines Projektbeispiels zeigte, wie Machine Learning Forecasting, Szenariomodellierung und Deckungsbeitragsoptimierung ineinandergreifen. Er beschrieb die operative Realität vieler Unternehmen – eine Vielzahl heterogener Datenpunkte, restriktive Rahmenbedingungen, hohe Variantenvielfalt – und legte dar, warum traditionelle Werkzeuge an strukturelle Grenzen stoßen. „Excel kann die Komplexität heutiger Portfolios nicht mehr abbilden – Machine Learning dagegen macht aus tausenden Varianten eine klar strukturierte Entscheidungsgrundlage.“ Im Ergebnis ließen sich im Projekt sowohl eine signifikant höhere Planungs- und Entscheidungsqualität als auch spürbare wirtschaftliche Effekte erzielen.  In der anschließenden Werkstattdiskussion wurde deutlich, dass datengetriebene Portfoliooptimierung mehr ist als ein technologischer Fortschritt: Sie verändert die Art, wie Unternehmen Entscheidungen vorbereiten und Zielkonflikte auflösen. KI-gestützte Modelle seien dabei als Ergänzung menschlicher Expertise zu verstehen. Sie schaffen Transparenz, simulieren Szenarien, machen Abhängigkeiten sichtbar und geben Entscheidern eine belastbare Grundlage, auch in unsicheren Zeiten verantwortlich zu handeln. Unternehmen, die datenbasierte Portfoliomodelle konsequent einsetzen, steigern nicht nur ihre Effizienz, sondern auch ihre Resilienz und Zukunftsfähigkeit.
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News, 04.03.2026
04.03.2026
Wie lassen sich Organisationskosten wirksam senken, ohne in einen reinen Sparmodus zu verfallen? Wie gelingt es, Effizienz und Effektivität so zu steigern, dass das Geschäftsmodell gestärkt statt ausgehöhlt wird? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffkosten, Lieferkettenstörungen, wachsender Insolvenzen und zunehmendem Druck im Mittelstand positionierte Jens Ekopf, Managing Partner und Leiter Business Performance Improvement, Organisationskosten als strategischen Hebel. Kostensenkung sei kein isoliertes Sparprogramm, sondern Teil einer konsequent am Geschäftsmodell ausgerichteten Transformation. Zentral sei dabei ein klarer strategischer Rahmen: „Zuerst müssen die strategischen Leitplanken und der Kern des Geschäftsmodells klar festgelegt werden – denn ohne diesen Rahmen fehlt die Orientierung, um Leistungen und Strukturen sinnvoll zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln.“ Erst auf dieser Basis lasse sich das interne Leistungsportfolio systematisch hinterfragen – hinsichtlich der Notwendigkeit von Leistungen, angemessener Servicelevel, organisatorischer Verortung und effizienter Prozessgestaltung. Abhängig von Ausgangslage und Ambition, zeigen Projekterfahrungen Potenziale von 20 bis 30 Prozent, kurzfristig über Servicelevel-Anpassungen, mittelfristig über Reorganisation und die Ausgestaltung eines belastbaren Target Operating Models. Dass solche Programme weit mehr sind als eine analytische Aufgabenstellung, betonte Leonard Kluck, Senior Manager und Leiter People & Transformation. Leistungsanalysen erzeugten spürbaren Druck, da Mitarbeitende ihre Rolle, Beiträge und Perspektiven neu bewerten. Veränderungsprozesse durchliefen typische emotionale Phasen – von Verunsicherung bis Akzeptanz – und würden in ihrer Wirkung häufig unterschätzt. Transparente Kommunikation, klare Moderation und die gezielte Einbindung konstruktiver Stakeholder seien daher entscheidend, um Dynamik produktiv zu nutzen und Widerstände aktiv zu moderieren. „Veränderungsprogramme sind nie nur eine Excel-Übung. Hinter jeder Maßnahme stehen Menschen, Emotionen und Erwartungen. Entscheidend ist, diese Dynamik ernst zu nehmen, transparent zu kommunizieren und die Organisation Schritt für Schritt durch die Veränderung zu führen.“ In der Werkstattdiskussion, moderiert von Seyma Bosluk, Senior Expert Cost & Controlling Excellence, rückten drei Praxisfragen in den Fokus. Erstens: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Programme zur Organisationskostensenkung? Die Erfahrung zeigt: Viele Unternehmen reagieren erst unter sichtbarem Ergebnisdruck oder bei steigenden Overhead-Quoten, obwohl ein frühzeitiges, proaktives Handeln größere Gestaltungsspielräume eröffnet. Zweitens: Woran lässt sich erkennen, dass Overhead-Strukturen aus dem Gleichgewicht geraten? Neben Benchmarks wurden vor allem interne Warnsignale wie zunehmende Komplexität, überfrequente Reports ohne klaren Nutzen, lange Abstimmungsprozesse oder eine vom Kerngeschäft entkoppelte Kostenentwicklung diskutiert. Drittens: Wie lassen sich politische oder emotionale Widerstände vermeiden? Im Zentrum standen Transparenz, ein klares Narrativ und die frühzeitige Einbindung der Funktionsbereiche, um Energie in konstruktive Mitarbeit statt in Blockade zu lenken. Deutlich wurde: Die nachhaltige Senkung von Organisationskosten gelingt nur, wenn strategische Klarheit, analytische Stringenz und professionelles Change-Management konsequent zusammengedacht werden.
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News, 26.02.2026
26.02.2026
Leistung und Produktivität sind entscheidend für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen – doch wie lassen sich diese konkret messen und gezielt steigern? Welche Rolle spielt People Performance als Steuerungsgröße, und wie können Unternehmen steigenden Personalkosten und stagnierender Produktivität wirksam begegnen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs. „Die Produktivitätsentwicklung im deutschen Mittelstand ist alarmierend: Seit Jahren stagniert das Wachstum, die Personalkosten steigen und gleichzeitig rutschen wir im europäischen Vergleich immer weiter ab. Genau deshalb sind Produktivität und Personalkosteneffizienz jetzt entschlossener denn je anzugehen“, so einleitend Jens Ekopf, Managing Partner bei W&P. Leonard Kluck, Head of People & Transformation bei W&P, dazu: „Performance entsteht dort, wo der Zusammenhang von Input und Output ehrlich betrachtet wird – und die vielen Stellhebel zwischen Menschen, Strukturen und Kultur so ausgerichtet werden, dass echte Wertschöpfung möglich wird.“ Entscheidend sei die Balance zwischen eingesetzten Ressourcen und erzieltem Output – ein Verhältnis, das in vielen Unternehmen aus dem Gleichgewicht geraten sei. Gleichzeitig werde Performance häufig zu eindimensional diskutiert, obwohl sie das Zusammenspiel von People Performance, Business Performance, Struktur, Steuerung und Kultur erfordere. Daraus ergibt sich auch eine klare Rolle für HR als strategischer Übersetzer zwischen Unternehmensstrategie und operativer Umsetzung. Die Ergebnisse des „W&P People Performance & Transformation Check-ups“, vorgestellt von Dr. Valerie Kaiser, Senior Expert People & Transformation bei W&P, bestätigten den Handlungsbedarf über alle Branchen hinweg. People Performance ist ein zentrales „Zahnrad“ für die gesamte Business Performance, während zugleich in vielen Unternehmen eine deutliche Lücke zwischen Zielbild und Umsetzung besteht. Häufig werde Performance zwar gemessen, aber nicht konsequent gesteuert: Es fehlen klare Verantwortlichkeiten, Prioritäten und konsistente Kennzahlensysteme. Gleichzeitig sei die strategische Verankerung entscheidend – Performance müsse sich in Organisation, Rollen, Vergütung und Kultur widerspiegeln. Kaiser zieht auch eine positive Perspektive aus den Umfrageergebnissen: „Unternehmen haben ein gemeinsames Verständnis davon, wohin sich ihre Organisation entwickeln muss – und sie priorisieren dieses Ziel aktiv. Das bestehende Delta zwischen Ist und Soll ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein klarer Kompass für die nächsten Schritte. Genau darin liegt die Chance!“ Fazit der Werkstatt-Diskussion: Nachhaltige Performance funktioniert nur ganzheitlich, einzelne Instrumente greifen zu kurz. Entscheidend ist ihre konsistente Verknüpfung in einer klaren Steuerungslogik. HR kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, um Strategie, Struktur und Umsetzung zu verbinden und Performance wirksam in der Organisation zu verankern. Denn Transformation bedeutet letztlich auch, wieder performanter zu werden und so entscheidende Wettbewerbsvorteile zu sichern.
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Best Case
05.02.2026
Die Aicher Group betreibt Mobilitätsservices am Münchner Flughafen für Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität (PRM). Im Jahr 2024 stand AICHER, wie andere Dienstleister auch, auf Grund von Verspätungen und Unregelmäßigkeiten durch das steigende Flugaufkommen sowie nicht durchgängig optimierte Prozessabläufe erheblich unter Druck.  Im Rahmen eines operativen Restrukturierungsprojekts musste die Schichtplanung der Operations, die Disposition und das Reporting optimiert werden, um den reibungslosen Ablauf des PRM-Service und die Erfüllung der vertraglichen SLA-Erfüllungsquoten sicherzustellen. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) löste die Herausforderungen durch ein datengetriebenes Modell, entwickelte Machine-Learning (ML) Modelle und dynamische Dashboards.  „W&P hat durch die Einführung neuer ML-Methoden dafür gesorgt, dass der operative Betrieb im Bereich PRM datengetrieben und effizient gesteuert wird. Parallel dazu ist das Modell skalierbar und stellt somit eine zentrale Säule der Zukunftsfähigkeit des PRM-Services dar,“ so Peter Aicher, Geschäftsführender Gesellschafter Aicher Airport Services. Wie das Team um Daniel Emmrich, Partner Operative Restrukturierung, Sebastian Batton, Leiter Digitale Transformation, und Moritz Zoepffel, Digitale Transformation, konkret vorging?  Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Event, 17.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Wir zeigen, wie Machine Learning strategisch genutzt werden kann, um Produktportfolios transparenter zu bewerten, wirtschaftliche Muster zu erkennen und Entscheidungsprozesse zu vereinfachen. Machine Learning macht sichtbar, welche Produkte wirklich zum Ergebnis beitragen und wo Komplexität unnötig Ressourcen bindet. Von der Identifikation schwacher Produkte bis zur Priorisierung rentabler Linien. Ziel ist ein effizienteres, fokussiertes Produktportfolio mit höherem wirtschaftlichem Beitrag. Das Webinar richtet sich an Entscheider, die Produktportfolioentscheidungen schneller und sicherer treffen möchten. Anstelle abstrakter Theorie zeigen wir praxisnah, wie Machine Learning Transparenz schafft, Analysen beschleunigt und Entscheidungsqualität erhöht. Teilnehmende erhalten konkrete Einblicke in Vorgehen, Nutzen und Umsetzbarkeit – und erfahren, wie sich Machine Learning ohne großen Aufwand für Produktportfolioverbesserungen einsetzen lässt.
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News, 11.12.2025
11.12.2025
Was KI in der Möbelindustrie heute schon kann?Das zeigte Philipp Trompeter, Leiter Fashion, Lifestyle & Retail  bei seinem Impulsvortrag auf der Mitgliederversammlung die möbelindustrie - Verbände der deutschen Möbelindustrie mit Use Cases und Projekteinblicken. Deutlich wurde: Es entstehen bereits spürbare Effekte mit praxisnahen KI-Anwendungen durch intelligente Raumplanung & Produktempfehlungen, präzisere Abverkaufsprognosen, automatisierte Prozessoptimierung, effizientere Personalplanung und datengestützte Materialkostenreduktion.Die Leitplanken für erfolgreiche KI-Projekte sind eindeutig:✔️ Saubere strukturierte Daten sind Rohstoff für jeden KI-Use-Case✔️ Mit einem Pain Point starten - konkrete Probleme führen zu erfolgreichen Use-Cases✔️ KI kann schneller bessere Lösungen liefern - bei richtigem Einsatz erleben Projekte schon jetzt einen KI-Boost.
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Kommentar, 27.11.2025
27.11.2025
Kommentar von Fabian Dichant, Senior Manager Business Performance Improvement und Philipp Seiz, Senior Manager Restructuring & Corporate Finance bei Dr. Wieselhuber & Partner Familienunternehmen leben von ihrer Nähe zur Belegschaft, zu den Maschinen und zu ihren Kunden. Genau deshalb entsteht Liquidität nicht in Planungstools, sondern dort, wo Material zu Gutteilen wird. Eine Cashflow-Planung hilft, die Transparenz zu erhöhen und Engpässe aufzudecken. Sie bleibt aber wirkungslos, wenn im Werk zu viel unfertige Arbeit liegt und der Engpass nicht stabil im Takt läuft. Dann klingt der Plan gut, doch die Rechnung geht nicht auf. Der Ort der Wahrheit ist der Engpass. Was dort pro Schicht tatsächlich läuft, entscheidet über Auslieferungen und Auslieferungen entscheiden über Geldeingänge. Unfertige Aufträge binden Kapital, Zeit und Aufmerksamkeit. Je mehr Work-in-Progress (WIP) vor dem Engpass liegt, desto länger werden die Durchlaufzeiten, desto mehr Chaos entsteht in Planung und Einkauf, desto häufiger braucht es Eilbestellungen und Sonderfahrten. Der Finanzplan sieht das oft erst im Rückspiegel; die Linie spürt es sofort. Der schnellste Weg zu spürbarer Liquidität ist unspektakulär: angefangene Aufträge gezielt fertigstellen und in die Rechnungsstellung gehen. Nichts Neues starten, wenn kritische Komponenten fehlen. Morgens am Board klären, was den Engpass heute bremst - Verfügbarkeit, Leistung oder Qualität - und nachmittags prüfen, ob die Bremse gelöst ist. So wandert die Planung aus Excel in die Wirklichkeit. Wie das aussieht, zeigt ein Beispiel aus der Welt eines mittelständischen Herstellers von Büro- und Papierprodukten. Dort ist eine Bogendruckmaschine häufig der Engpass – und Zeit geht vor allem beim Wechsel verloren. Wenn Platte, Papier und Farbkassetten vorbereitet bereitstehen und der Auftrag am Leitstand per Code geladen wird, schrumpft das Wechselfenster auf Minuten. Werden die Aufträge so gereiht, dass sich Farben und Formate möglichst wenig ändern, sinkt der Reinigungs- und Nachstellaufwand, der erste Gutbogen kommt schneller, kleine Lose werden wirtschaftlich und der Stapel halbfertiger Bögen vor dem Engpass schrumpft. Auch die Weiterverarbeitung folgt diesem Prinzip: Werkzeuge und Materialien werden extern vorbereitet, der erste Gutteil sauber freigegeben und die Reihenfolge in Familien gebildet. So bleibt der Takt stabil – ohne neue WIP-Inseln. Genau dadurch bekommt die Cashflow-Planung Substanz, weil die Ausbringung nicht geschätzt, sondern durch kurze Wechselzeiten und eine ruhige Weiterverarbeitung abgesichert ist. Mit solchen Shopfloor-Signalen bekommt die Planung Rückgrat. Die Wochenlieferung wird nicht erhofft, sondern aus Engpass-Leistung und realem Durchsatz abgeleitet. Der Cash-Pfad ist nachvollziehbar: weniger WIP senkt die Bestandsreichweite, mehr „ausliefern & abrechnen“ erhöht die Eingänge. Risiken stehen nicht länger im Kleingedruckten, sondern werden offen adressiert. Ersatzteile an kritischen Aggregaten, Qualifikationslücken in Schichten, fragile Lieferketten bei A-Teilen. Das schafft Vertrauen bei Banken, Gesellschaftern und Belegschaft, weil Fortschritt sichtbar wird und Zusagen gehalten werden. Dafür braucht es kein Kennzahlen-Feuerwerk. Ein kleines, hartes Set, wöchentlich geführt und direkt am Werk entstanden, reicht. Entscheidend ist nicht die Menge der Zahlen, sondern der klare Ursache-Wirkung-Pfad: schnellere Auftragswechsel, stabiler Engpasstakt, sinkendes WIP-Alter und am Ende eine Rechnung, die rausgeht. Dann beschreibt die Cashflow-Planung nicht mehr, was man sich wünscht, sondern was tatsächlich passiert. Familienunternehmen haben hier einen echten Vorteil. Wege sind kurz, Verantwortung ist persönlich, die Identifikation mit dem Produkt ist hoch. Wenn der Werksleiter täglich am Board steht, wenn Meisterinnen und Meister offen sagen, was gestern gehakt hat und was heute anders läuft, entsteht eine Wir-schaffen-das-Mentalität. Die Mannschaft sieht, dass ihre Verbesserung nicht nur eine Zahl in einer Präsentation ist, sondern die Liquidität der Firma stärkt. Das Geld wird im Werk verdient.
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News, 12.11.2025
12.11.2025
Künstliche Intelligenz, Digital Twins und Vision Systeme verändern Produktionsprozesse und industrielle Wertschöpfung grundlegend – von der Effizienzsteigerung über Qualitätsmanagement bis hin zu Flexibilität und Transparenz auf dem Shopfloor. Doch wie erkennt man das Potenzial in der Fertigung und wie lässt es sich heben? Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit Deltia und WILO SE gab es praxisnahe Impulse. „KI ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern Realität im Shopfloor. Sie hilft, Verschwendung zu eliminieren, Qualität zu steigern und den Fachkräftemangel abzufedern – bestenfalls aufsetzend auf bereits verschlankten Proezessen im Zuge einer LEAN Transformation sowie einer optimierten Datentransparenz und -qualität“, so Christian Sprenger, Partner und Leiter Operational Excellence bei W&P, einleitend. Eine aktuelle W&P Studie zeigt, dass die größten Potenziale in Predictive Maintenance, Qualitätskontrolle und Produktionsplanung liegen, jedoch nur rund 25% des deutschen Mittelstands KI bereits im Einsatz hat. Wie KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette zum Einsatz kommt zeigte Jan Daniel, Head of Smart Manufacturing bei W&P. „Gerade die Kombination aus virtuellen Daten, Agentensystemen und Closed Loop Quality zeigt, dass KI-Anwendungen nicht nur Effizienzgewinne bringen, sondern oft schon nach sechs bis neun Monaten einen messbaren ROI erzielen.“ Gleichzeitig warnte er vor typischen Stolpersteinen wie fehlender Governance, Skalierungsschocks oder kulturellen Widerständen und empfahl ein strukturiertes Vorgehen in fünf Phasen – von der Exploration über Use-Case-Definition bis zum Rollout. Maximilian Fischer, CEO Deltia, demonstrierte, wie KI-gestützte Videoanalysen Produktionsprozesse messbar verbessern. Aus Projekten mit ABB und Viessmann berichtete er von Produktivitätssteigerungen zwischen 10 und 20 Prozent. Erfolgsentscheidend seien dabei Transparenz gegenüber den Mitarbeitenden, die Auswahl eines relevanten Businessproblems, crossfunktionale Teams und ein pragmatisches, iteratives Vorgehen. David Graurock, Head of AI Competence Center bei WILO SE, gewährte Einblicke in die KI-Strategie des Dortmunder Pumpenherstellers. Anhand von Praxisbeispielen, die von adaptiver Werkerassistenz über KI-basierte Dichtungsprüfung bis hin zu generativen Anwendungen wie „Wilo GPT“ reichten, zeigte Graurock, wie KI bereits heute Prozesse optimiert und Wissen im Unternehmen nutzbar macht. Take-aways aus der Werkstatt-Diskussion, moderiert von Oliver Rörig, Partner bei W&P: Die Einführung von KI sollte sich immer an konkreten Business-Problemen und klaren Mehrwerten orientieren. Für den Einstieg empfehlen sich Use Cases mit schnellem, sichtbarem Nutzen wie etwa Predictive Maintenance oder visuelle Qualitätsprüfungen. Und auch wenn viele Unternehmen noch am Anfang stehen: Entscheidend sind Erfahrungsaustausch und pragmatisches Vorgehen. Denn eine datenbasierte, skalierbare und ROI-orientierte Einführung von KI ist der Schlüssel zu nachhaltiger Performance-Steigerung in der Produktion. Unternehmen, die diese Transformation aktiv gestalten, sichern sich nicht nur Effizienzgewinne – sie schaffen die Basis für die smarte Fabrik von morgen und steigern nachhaltig Ihre Wettbewerbsfähigkeit.
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News, 30.10.2025
30.10.2025
Kommentar von Christian Sprenger, Partner Operational Excellence, und Fabian Dichant, Senior Manager Operational Excellence bei Dr. Wieselhuber & Partner Der Produktionsstandort Deutschland wurde in den letzten Jahren gern als Problemfall beschrieben – teuer, langsam, überreguliert. Auf der Summit Allgäu Produktion 2025 war der Ton anders: Die Probleme sind brutal real, aber niemand versinkt im Selbstmitleid. Genannt wurden unter anderem hohe Energiekosten, Fachkräftemangel, Bürokratie und ein globaler Kostendruck, der durch die geopolitische Lage weiter steigt. Die US-Regierung unter Donald Trump setzt wieder offen auf Industrieprotektionismus, Zölle und „America First“, um Produktion zurück in die USA zu holen. Gleichzeitig kommt aus China eine neue Welle industrieller Konkurrenz: technisch solide, schnell skalierbar und „good enough“ – funktional ausreichend, aber preislich so aggressiv, dass gerade europäische Maschinenbauer und Zulieferer massiv unter Druck geraten. Die Botschaft der zwei Tage war deshalb eindeutig: Wenn wir in fünf Jahren noch wettbewerbsfähig sein wollen, reicht „weiter so“ nicht – gefragt seien laut Georg Weber, CTO WILO SE, mehr Produktivitätssprünge, um in 5 Jahren noch wettbewerbsfähig zu sein. Diese Produktivitätssprünge werden inzwischen nicht mehr als theoretische LEAN-Übung diskutiert, sondern sehr operativ. Automatisierung ist keine Prestigeinsel mehr, sondern Grundvoraussetzung dafür, in einem Hochlohnland stabil und in Qualität liefern zu können. Digitale Assistenzsysteme sollen Prozesse beherrschbar machen: Werkerführung in Echtzeit statt dicker Arbeitsanweisung, sofortiges Feedback statt spätem Nacharbeiten, klare Takte statt individueller Heldenleistung. Nachhaltigkeit wird nicht mehr als Imageblock verkauft, sondern als Teil der Effizienzlogik: Energie verstehen, Verbräuche aktiv steuern, eigene Versorgung sichern, Verluste reduzieren. Es geht weniger um „mehr Leute für mehr Schichten“, sondern darum, die vorhandenen Ressourcen so stabil, standardisiert und störungsarm laufen zu lassen, dass Ausbringung und Liefertreue planbar bleiben. Ein weiterer roter Faden: Geschwindigkeit. Veränderung wird nicht mehr als mehrjähriges Transformationsprogramm beschrieben, sondern als Taktfrage im Tagesgeschäft. Wer jede Entscheidung dreifach absichert, liefert zu spät. Wer die Industrialisierung zu lange absichert, verliert den Markt an jemanden, der schneller lernt. Geschwindigkeit wird damit zur Führungsaufgabe – nicht nur in der Entwicklung, sondern bis tief in die Fertigung. Entbürokratisierung wurde nicht als politisches Schlagwort diskutiert, sondern als Standortfrage. Zu lange Genehmigungswege, zusätzliche Berichtspflichten, wachsende regulatorische Komplexität kosten genau die Geschwindigkeit, die alle gleichzeitig einfordern. Am Ende liefen die Forderungen aus Industrie und Mittelstand erstaunlich deckungsgleich zusammen: weniger Fesseln, mehr Mut zu Sprunginnovationen und ein konsequenter Fokus auf Effizienz und Produktivität direkt am Shopfloor – nicht nur in Präsentationen. Fazit: Wettbewerbsfähigkeit wird sich nicht mehr über Lohnkosten entscheiden, sondern über Exzellenz in der Ausführung. Wer morgen bestehen will, muss heute Standards schaffen, Komplexität runterfahren, Output pro Anlage und Schicht heben und Führung am Shopfloor stärken – und das Ganze mit Tempo.
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News, 28.10.2025
28.10.2025
Im digitalen Executive Dialog von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) stand die Frage im Mittelpunkt, wie Machine Learning im Mittelstand konkrete Wertbeiträge schaffen kann – jenseits von Hype und Theorie. „Machine Learning ist sicher keine „Knopfdrucklösung" kann aber – richtig eingesetzt – erheblichen Mehrwert stiften und Kosten sparen“, so einleitend  Sebastian Batton, Leiter Digital Excellence W&P. Machine Learning eigne sich überall dort, wo große Datenmengen, viele Einflussfaktoren und komplexe Zusammenhänge zu bewältigen sind, beispielsweise in Sales & Operations Planning, Preisentwicklung, Produktlebenszyklusmanagement, Predictive Maintenance aber auch Personal-, Schicht- und Finanzplanung. Wie sich Machine Learning in der Praxis bewährt, zeigte Julian Tietze, Senior Expert Management Link GmbH. Er stellte ein Projekt zur Optimierung der Personalplanung bei einem Dienstleister am Flughafen München vor, der Passagiere mit Mobilitätseinschränkungen betreut. Durch den Einsatz eines Machine-Learning-Modells konnte die Schichtplanung automatisiert, Kosten reduziert und die Servicequalität signifikant verbessert werden. Moritz Zoepffel, Senior Consultant Digital Excellence W&P, erläuterte die technische Umsetzung. „Ziel war, die bisher subjektive Einschätzung der Schichtplaner durch ein objektives, datenbasiertes Machine-Learning-Modell zu ersetzen, um die operative Komplexität und die stark schwankende Nachfrage besser zu bewältigen.“ Auf Grundlage historischer Auftrags- und Flugplandaten sowie angereicherter Zusatzinformationen prognostiziert das Modell die tatsächliche Nachfrage und generiert daraus automatisiert Schichtpläne, die direkt in der operativen Planung genutzt werden können. Die Modellgüte liegt bei 78 Prozent – ein sehr guter Wert in einem derart komplexen Umfeld. W&P Partner und Moderator Daniel Emmrich resümiert: „Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung war die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden und sein Geschäftsmodell zu verstehen: Das Modell wurde iterativ weiterentwickelt und gemeinsam optimiert.“ Die anschließende Werkstattdiskussion machte deutlich: Machine Learning heißt nicht, in eine Glaskugel zu blicken, sondern hilft ganz konkret, das eigene Geschäft besser zu verstehen, Wirkzusammenhänge zu erkennen und Optimierungen abzuleiten. Um zu starten, werden keine Daten „in Perfektion“ benötigt, vielmehr sei im Unternehmenskontext Muster und Korrelationen in vorhandenen Daten zu identifizieren und daraus einen Use Case zu entwickeln. Wie starten? „Einfach trauen, das Risiko ist sehr überschaubar“, so die Experten unisono. „Im Kleinen anfangen, experimentieren, Know-how sammeln, Expertise entwicklen und aus diesem „kleinen Pflänzchen“ etwas im Unternehmen wachsen lassen.“
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News, 23.10.2025
23.10.2025
Die Möbelindustrie steht unter anhaltendem Druck: Schwache Konsumnachfrage, stagnierender Wohnungsbau und zunehmender Importdruck prägen die Marktlage. Beim digitalen Executive Dialog von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P)  in Kooperation mit dem Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) standen deshalb die aktuelle Entwicklung, strukturelle Herausforderungen und strategische Handlungsoptionen für Hersteller, Zulieferer und Handel im Fokus. Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie, zeichnete einleitend ein nüchternes Bild der aktuellen Branchenlage. Von Aufschwung könne keine Rede sein, vielmehr bewege sich die Möbelindustrie in einer Seitwärtsphase. Doch trotz der konjunkturellen Schwäche erweise sich der Arbeitsmarkt als stabil – ein Faktor, der das Verbrauchervertrauen langfristig stützen könnte Manuel Schenck, Mitglied der Geschäftsleitung W&P, betonte die entscheidende Rolle eines professionellen Liquiditätsmanagements – sowohl als Enabler für Wachstum als auch als Rettungsanker in Krisenzeiten. „Liquidität ist die zentrale Steuerungsgröße, um Handlungsfähigkeit zu sichern und Chancen gezielt zu nutzen“, so Schenck. Bestände seien die größten kurzfristigen Hebel zur Liquiditätsverbesserung: Durch gezielte Analysen und Steuerung ließen sich oftmals 20 bis 30 Prozent an Potenzialen heben. Philipp Trompeter, Senior Manager Konsumgüter bei W&P, setzte den Schwerpunkt auf Effizienzsteigerung und Kostensenkung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. „Digitalisierung und Automatisierung sind keine Zukunftsvision, sondern eine Notwendigkeit, um Prozesse effizienter, kundenorientierter und schlanker zu gestalten“, betonte er. Besonders in der Auftragsabwicklung und im Kundenservice ließen sich durch digitale Lösungen erhebliche Effizienzgewinne erzielen. Restrukturierungsexperte Christian Dresen, der einen Praxisfall au dem Bereich Möbelhandel vorstellte, unterstrich: Benchmarks aus Projekten und Marktdaten seien essenziell, um die eigene Kostenstruktur realistisch zu bewerten: „Szenarien proaktiv entwickeln und offen kommunizieren – so lassen sich Investitionen und Betriebsmittel gezielt absichern“. Daniel Emmrich, W&P Partner Operative Restrukturierung bei W&P, empfahl eine ehrliche und selbstkritische Standortbestimmung, um den Krisenstatus und den konkreten Handlungsbedarf zu erkennen. „Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung eines frühen, realistischen Bildes ihrer Situation – operativ wie finanziell“, betonte Emmrich. Transparenz sei die Grundlage jeder erfolgreichen Restrukturierung.  In der abschließenden Werkstatt-Diskussion wurden deutlich: Die Branche hat den Ernst der Lage erkannt – jedem ist klar, dass es sich nicht mehr um eine vorübergehende, konjunkturelle Delle handelt sondern vielmehr um eine strukturelle Veränderung der Branche. Entsprechend sollte Restrukturierung als normaler Bestandteil des Unternehmenslebenszyklus verstanden werden – mit einem ganzheitlichen Blick auf Effizienz, Strategie und Finanzierung.  „Entscheidend ist, mutig zu bleiben, Entscheidungen zu treffen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken“, so W&P Managing Partner & Moderator Dr. Timo Renz abschießend. Eine erfolgreiche Veränderung gelinge nur, wenn Berater, Geschäftsführung und alle anderen Beteiligte als Team agieren und die Transformation gemeinsam umsetzen. 
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News, 14.10.2025
14.10.2025
Die Automobilindustrie befindet sich weiterhin im Krisenmodus – oder, laut Dr.-Ing. Dirk Artelt, Managing Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), in der „zweiten Welle der Transformation“. Absatzrückgänge, Kostendruck und geopolitische Unsicherheiten treffen auf eine bereits geschwächte Zulieferlandschaft. Entsprechend widmete sich der digitale W&P Executive Dialog in Kooperation mit der Huhn Group der Frage, wie Unternehmen zwischen technologischem Wandel, Finanzierung und Restrukturierung handlungsfähig bleiben.Simon Moser, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, präsentierte zum Einstieg aktuelle Umfrageergebnisse aus der Zulieferindustrie: 80 % der befragten Unternehmen sehen akuten Handlungsbedarf, nur wenige erwarten in den kommenden Jahren eine positive Entwicklung. Mit der Analogie der „Triage“ verdeutlichte Moser, dass Unternehmen je nach Krisenstadium unterschiedliche Maßnahmen benötigen – von gezielten Korrekturen wie der Verbesserung von Deckungsbeiträgen bis zu tiefgreifenden Restrukturierungs- oder Sanierungsmaßnahmen. „Wenn das Unternehmen nicht mehr die Kraft für Veränderung aufbringen kann, ist es auf externe Beatmung angewiesen“, so Moser. Besonders betroffen seien Tier-One-Zulieferer, während diversifizierte Unternehmen häufig stabiler aufgestellt sind.Aus Unternehmenssicht bestätigte Jens Lange, CEO der Huhn Group, den anhaltenden Druck auf die Branche – die Krise sei das neue Normal. Anstatt auf Entspannung zu hoffen, müssten Unternehmen ihre Strukturen konsequent anpassen, Prozesse hinterfragen und Effizienzpotenziale realisieren. Zukunftsfähigkeit entstehe nur durch aktives Handeln und frühzeitige Entscheidungen, nicht durch Abwarten. Das Umsatzwachstum der Huhn Group sei kein Ergebnis eines florierenden Standardgeschäfts, sondern konsequenter Anpassung: durch proaktive Restrukturierung, konsequentes Kostencontrolling, kontinuierliches Hinterfragen des Geschäftsmodells, frühzeitige Diversifikation und offene Kommunikation mit Kunden, Banken und Mitarbeitenden.W&P-Finanzexpertin Doreen Laabs erklärte, dass sinkende Einlagen und gestiegene Risiken bei Banken zu restriktiveren Kreditvergaben führten – insbesondere in der Automobilindustrie. Klassische Fallstricke wie instabile Finanzierungsstrukturen oder fehlende Transformationspläne erschwerten den Kapitalzugang zusätzlich. Ihre Lösung: eine robuste Liquiditätsplanung und offene Kommunikation mit Finanzierungspartnern. Nur so ließe sich Vertrauen schaffen und Handlungsfähigkeit sichern. „Finanzierung muss integraler Bestandteil der Unternehmensplanung sein“, betont Laabs. Und es gilt: „Cash is King! Schließlich ist noch kein Unternehmen an einer zu hohen Kreditsumme gestorben – eher kommt es zum Liquiditätstod.“Matthias Müller, Partner Sanierung & Insolvenz bei W&P, zeigte anhand aktueller Projekte, dass erfolgreiche Transformation vor allem von relativer Stärke abhängt: Auch in einem schrumpfenden Markt können Unternehmen profitieren, wenn sie schneller, fokussierter und entschlossener handeln als der Wettbewerb. „Entscheidend ist nicht die absolute Größe, sondern die Fähigkeit, besser zu sein als die anderen“, so Müller. Transformation erfordere frisches Kapital – klassische Preiserhöhungen reichten nicht mehr aus, gefragt seien Eigenkapital, Innovationskraft und unternehmerischer Mut. Bei Restrukturierungen in Familienunternehmen seien Klarheit und Commitment aller Gesellschafter zentral.Die Branche steht steckt mitten in strukturellen Veränderungen, doch: „Handlungsfähigkeit entsteht nur durch Transparenz, realistische Ziele und konsequente Selbstüberprüfung. Unternehmer und Top-Manager müssen sich permanent fragen, ob sie die richtigen Dinge tun – und offen für Veränderung bleiben“, so Gastgeber Artelt zusammenfassend in der Werkstattdiskussion.
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News, 29.09.2025
29.09.2025
Machine Learning verändert die Medizintechnik und das gleich an zwei Fronten: als integraler Bestandteil von Produkten und als Hebel für effizientere Prozesse im Unternehmen. Wer heute die Grundlagen schafft – von solider Datenbasis bis zu ersten Pilotprojekten – kann sich nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich für die Zukunft positionieren.In der Fachzeitschrift Devicemed zeigen Dr. Michael Marquardt, Leiter Medizintechnik, und Sebastian Batton, Leiter Digitale Transformation bei W&P, wie der Einstieg in Machine Learning gelingt - und welche Effizienzvorteile gehoben werden können. Zum Artikel. 
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Kommentar, 16.09.2025
16.09.2025
Kommentar von Fabian Dichant, Senior Manager Business Performance Improvement bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbHSales & Operations Planning, kurz S&OP? Ja, aber oft nur auf dem Papier. Rund 70 % der Unternehmen im produzierenden Mittelstand, insbesondere Familienunternehmen, haben S&OP formal eingeführt, doch nur etwa ein Viertel steuert damit konsequent und unternehmensweit. Rund 80 % organisieren den Prozess immer noch primär in Excel. Die Folge: Silos, Eilaufträge, Fehlteile, häufige Umplanung in der Produktion, hohe (Zwischen-)Bestände und im Ergebnis verschenkte Marge.Viele Unternehmen scheitern nicht an der IT. Sie scheitern an Konsequenz, Rollenklärung und fehlendem Entscheidungsfokus. S&OP ist kein Reporting, sondern ein Führungs- und Ent-scheidungsformat. Ohne klare Verantwortlichkeiten, ohne Prioritäten und ohne Finanzin-tegration bleibt es ein Meeting mit Charts, aber ohne wirkliche Steuerung.Worum geht’s wirklich? S&OP ist Führungsarbeit und das Rückgrat einer integrierten Unternehmenssteuerung: eine Zahl, eine Wahrheit über Nachfrage, Kapazitäten und Finanzwirkung. Der rollierende Prozess setzt einen klaren Takt – mit verlässlichen Entscheidungen statt endloser Abstimmungsrunden. Von statistischem Forecast über Bedarfs- und Kapazitätspla-nung bis zum Abgleich: In Szenarien werden Engpässe sichtbar, Alternativen bewertet und die Finanzwirkung transparent gemacht. Im S&OP-Meeting wird entschieden und der integrierte Plan freigegeben. Ein verbindlicher Monatskalender (Input, Output, Rollen, Termine) macht S&OP planbar – strategisch, taktisch, operativ; langfristig bis kurzfristig. Wer daran rüttelt, landet wieder in Ad-hoc-Feuerwehrmaßnahmen und „best effort“-Excel.So gelingt der Einstieg:1. Fokus setzen: Die 20 % Produkte/Kunden, die 80 % der Menge treiben kommen zuerst in den Scope.2. Rollen festziehen: Eindeutige Verantwortlichkeiten für Forecast, Bedarf, Kapazität, Bedarfs-Kapazitätsabgleich, Finanzen und ein klares Entscheidungsgremium.3. Monatstakt leben: Fixer Kalender, definierte Inputs/Outputs, sauberer Datenhaushalt („gut genug“ genügt zum Start).4. Szenarien verpflichtend: Baseline plus „Was-wäre-wenn“ (Engpass, Nachfrage-Peaks, Lieferverzug) inkl. Finanzwirkung.5. KVP verankern: Jeden Zyklus zwei Verbesserungen beschließen – Prozess, Daten oder Verantwortungen.Der Effekt ist schnell spürbar. Bessere Forecast-Qualität, höhere Lieferfähigkeit und -treue, Bestände runter bei Reaktionsgeschwindigkeit rauf, robustere Ressourcennutzung. Für Pro-duktanläufe zeigt sich das unter anderem in bis zu 20 % höherer Lieferbereitschaft (schnellere Marktdurchdringung). Das reduziert Fehlstarts messbar – weil Produkte zum Launch verfüg-bar sind und zuverlässig geliefert werden.Fazit? Für den produzierenden Mittelstand und Familienunternehmen ist S&OP kein „nice to have“, sondern strategische Steuerung in volatilen Märkten. Wer sich konsequent an den S&OP-Prozess hält, gewinnt Liefertreue, Geschwindigkeit und Kapitalbindung zurück. Wer zögert, bleibt im Nebel – mit Excel als Taschenlampe.
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Publikation
01.09.2025
Die Bauindustrie steht unter massivem Veränderungsdruck. Bauen ist nach 3 Dekaden stagnierender Produktivität zu teuer und zu langsam. Die wesentlichen Treiber dieser Entwicklung sind: Fragmentierte Wertschöpfung, Ungleiche Margen- und Risikoverteilung, Mangelnde Skaleneffekte, Fachkräftemangel, Defizite in der Digitalisierung, Nachhaltigkeitsanforderungen und Regulatorik. Zusammengenommen eine enorme Herausforderung für die Branche und für jedes einzelnen Unternehmen in der Wertschöpfungskette, von der Projektentwicklung bis zum Betrieb und dem Rückbau. Antworten im neuen W&P Dossier „Von der Baustelle zur Produktionshalle - Wie industrielle Vorfertigung die Spielregeln im Bau verändert“.
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News, 23.07.2025
23.07.2025
Die operative Planung bleibt trotz – oder gerade wegen – zunehmender Unsicherheit eines der wichtigsten Instrumente im Controlling. Allerdings muss sie um Risikoanalysen und Szenariotechniken ergänzt und flexibel gestaltet werden, um Risiken wie Zölle, Marktvolatilität oder Wechselkursänderungen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen wie Hedging oder Kostensenkung einzuplanen.Eine enge Verzahnung von Planung, Risikomanagement und KPIs ermöglicht eine effiziente Steuerung und bietet Wettbewerbsvorteile. Flexibilität und realistische Annahmen sind essenziell. Denn: Operative Planung ist kein Selbstzweck – sie ist der Schlüssel zur erfolgreichen Navigation durch unsichere Zeiten.Christian Neeb, Experte Profit & Controlling Excellence bei W&P, im aktuellen Controller Magazin.
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News, 25.06.2025
25.06.2025
Wie Künstliche Intelligenz den Service transformiert und neue Gewinnpotenziale erschließt – diese Fragen standen im Zentrum des digitalen Executive Dialogs von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit Reply und SPIE Industry Service & Wind.„Service wird zur Profitmaschine – wenn es gelingt, Prozesse konsequent an Effizienz und Kundennutzen auszurichten und KI gezielt zu nutzen“, so Gastgeber Oliver Rörig, Partner und Leiter Operations & Service Excellence bei W&P. Gerade in kapitalintensiven Industriegüterbranchen sei Service nicht nur Stabilitätsanker, sondern zunehmend strategischer Wachstumstreiber. Doch die aktuelle W&P Best-Practice-Studie „Service-Champions im Mittelstand 2025“ zeigt: Nur 24 % der befragten Unternehmen setzen bereits Data Analytics oder KI ein. Weitere 46 % planen zwar den Einsatz – doch ein Drittel hat aktuell noch keinerlei Initiative gestartet.Eine weitere zentrale Erkenntnis: Erfolgreiche „Service Champions“ zeichnen sich nicht nur durch einen hohen Service-Umsatz aus, sondern vor allem durch überdurchschnittliche Profitabilität und Krisenfestigkeit. So erzielen diese Unternehmen mehr als 30 % EBIT im Servicegeschäft – ein Bereich, den 78 % der Studienteilnehmenden als besonders krisenresistent einstufen. Für die Zukunft des Servicegeschäfts kristallisieren sich mehrere Erfolgsfaktoren heraus: Allen voran qualifiziertes Fachpersonal – denn ohne dieses geraten Kapazitäten schnell an ihre Grenzen. Eng verknüpft sind das Wissensmanagement und der gezielte KI-Einsatz. Hier liegt enormes Potenzial, um bestehende Ressourcen effizienter zu nutzen, Know-how zu sichern und skalierbar zu machen. Ebenso relevant: die Entwicklung vom Kostenfaktor zum profitablen Geschäftsfeld sowie der Ausbau des Service-Portfolios, um zusätzliche Mehrwerte für Kunden zu schaffen. „Kurz gesagt: KI macht aus reaktiven Serviceprozessen einen durchgängig datengestützten, lernenden Kreislauf – mit höherer Transparenz, mehr Effizienz und Skalierbarkeit“, so Tan Kalaycioglu, Senior Expert Service & Aftersales bei W&P.René Schulte, Senior Manager bei Reply, warf einen Blick auf die nächste Evolutionsstufe: Jenseits klassischer Chatbots transformieren multimodale, agentische und verkörperte KI-Lösungen den Kundenservice grundlegend – hin zu dialogfähigen, lernenden Systemen mit hoher Prozessautonomie. „Multimodale und agentische KI-Lösungen ermöglichen ein völlig neues Serviceverständnis – weg vom Ticket-Handling hin zu empathischen, autonomen Agenten, die in Echtzeit reagieren, lernen und unterstützen“, so Schulte.Wie dies in der Praxis gelingt, zeigte André Panné, Head of BU Industrial Transformation bei SPIE Industry Service & Wind: Anwendungsbeispiele aus der Industrie machen deutlich, wie durchgängige Digitalisierung in Kombination mit KI sowohl die Steuerung von Serviceeinsätzen als auch die operative Performance messbar verbessert – bei sinkenden Reaktionszeiten und wachsender Kundenzufriedenheit. „Wir sehen messbare Effekte – kürzere Reaktionszeiten, bessere Ressourcenauslastung und deutlich höhere Kundenzufriedenheit. Die Basis dafür ist eine ganzheitlich vernetzte Servicearchitektur“, betont Panné.In der abschließenden Werkstatt-Diskussion wurde klar: Die Daten sind da, die Technologie ist verfügbar – jetzt braucht es gezielte Initiativen, um daraus echten Mehrwert im Service zu schaffen. Die eigentliche Herausforderung liegt weniger in der Technik, sondern in der Transformation von Organisation, Prozessen und Rollenverständnis. Wer Service als datengetriebenes Geschäftsfeld denkt und die Organisation entsprechend befähigt, macht aus einem klassischen After-Sales-Bereich eine zukunftsfähige Profitmaschine.
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Best Case
05.06.2025
Die familiengeführte Buhck Gruppe, führender Dienstleistern der norddeutschen Abfall- und Umweltwirtschaft, ist in den letzten Jahren stark gewaschen bei gleichzeitig hohem Ertragsniveau. Zeit für eine Positionsbestimmung, um einen neutralen Blick auf die aktuelle Unternehmensausrichtung bekommen. W&P wurde beauftragt, einen umfassenden „Fitness-Check“ des Unternehmens durchzuführen und durch tiefgehende betriebswirtschaftliche Auswertungen und Benchmarking die Unternehmenssituation zu bewerten und mögliche Handlungsfelder bzw. Optimierungspotenziale zu identifizieren. Konkret wurden bestehende Transparenzansätze hinsichtlich Effizienz und Kostenstrukturen in den administrativen Zentralfunktionen weiterentwickelt, für Entwicklungen außerhalb des bisherigen Managementfokus auf Basis ausgewählter Kennzahlen sensibilisiert, die gegenwärtige Unternehmensausrichtung unter Beachtung unternehmensspezifischer Charakteristiken objektiv eingeschätzt und konkrete Ansätze zur unternehmensübergreifenden Verbesserung der Performance abgeleitet. „Das W&P-Team hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Durch die fachliche Expertise und fundierter Analysen wurde zielsicher aufgezeigt, wo Handlungsbedarf besteht und welche Optimierungsmaßnahmen eingeleitet werden sollten“, bestätigt Holger Harms, GF und CFO Buhck UmweltservicesGmbH & Co. KG, den Erfolg des Teams um Dr.-Ing. Dirk Artelt.
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News, 28.05.2025
28.05.2025
Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit der Frostkrone Food Group diskutierten Experten, wie HR-Strategien unter Krisenbedingungen neu ausgerichtet werden müssen. Der Fokus lag auf der Transformation der HR-Funktion vom Feel-Good-Manager zum Performance- und Kostensteuerer.
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News, 21.05.2025
21.05.2025
Wie lassen sich durch künstliche Intelligenz (KI) schnell und faktenbasiert Einsparpotenziale im Einkauf realisieren? Dieser Frage widmete sich der digitale W&P Executive Dialog in Kooperation mit Shouldcosting und Putzmeister Concrete Pumps.Zum Auftakt betonte Christian Sprenger, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner: „Unsere aktuelle Operational Excellence Studie zeigt klar: Für 83 % der mittelständischen Unternehmen stellen die Materialkosten den größten Belastungsfaktor dar.“ Der Schlüssel zur Verbesserung liege in der gezielten Analyse verfügbarer Unternehmensdaten. „Mit Data Analytics lassen sich bis zu 12 % der Materialkosten auf Basis einer KI-basierten Potenzialanalyse durch Verhandlungen, Bündelungs- und Skaleneffekte einsparen.“Welche Rolle KI und Data Analytics dabei spielen, verdeutlichte Hans-Peter Gysel, CEO der Shouldcosting GmbH, in seinem Beitrag. Er ist der Meinung, dass der Wert von Unternehmensdaten heute noch massiv unterschätzt wird. Wer diese Daten aber systematisch mit KI kombiniere, könne seine Wettbewerbsfähigkeit substantiell verbessern. Daten werden somit zum absoluten „Gamechanger“. Durch automatisierte Analysen könnten nicht nur Einsparungen von 8–12 % erzielt werden – auch die Datenqualität in ERP-, PDM- und PLM-Systemen verbessere sich um bis zu 90 %. Ein weiterer Vorteil: deutlich beschleunigte Prozesse. In der Praxis bedeute das: Bis zu 100-fach schnellere Prozesse und eine deutlich transparentere Entscheidungsfindung – etwa bei der Bestimmung von Kosten, Klassen oder Best Supplier in frühen Projektphasen.Ein Beispiel, wie diese Potenziale konkret gehoben werden können, zeigte Alexander Heinzelmann, Head of Corporate Procurement der Putzmeister Holding GmbH, mit einem Best-Practice-Einblick. Die KI-basierte Analyse der Daten des Maschinenbauers habe nicht nur Transparenz über Stärken und Schwächen geschaffen, sondern auch das Bewusstsein für die „Macht der Daten“ nachhaltig gestärkt. Zudem ermöglichte das Projekt einen Benchmark mit anderen Kunden und Lieferanten, und machte weitergehende Potenziale sichtbar – etwa im Bereich Varianz und Gleichteile, Prozess-Effizienz, CO₂-Footprint und Compliance.In der abschließenden Werkstatt-Diskussion, moderiert von W&P-Partner Oliver Rörig, wurde deutlich: Daten bilden die Grundlage jeder erfolgreichen Optimierung – doch erst ihre Qualität entscheidet über den tatsächlichen Erfolg von KI-Anwendungen. Unternehmen, die strukturierte und vollständige Daten systematisch auswerten, erschließen damit erhebliche Einsparpotenziale. Praxisbeispiele wie das von Putzmeister zeigen, dass sich durch den gezielten Einsatz von KI nicht nur Kosten senken, sondern auch Prozesse – von der Anfrage bis zur Neuentwicklung – deutlich beschleunigen lassen. Zugleich wurde betont, dass die Einführung KI-gestützter Analysen tiefgreifende Auswirkungen auf die Datenstrategie eines Unternehmens haben kann – etwa durch notwendige Anpassungen in Systemen und Prozessen.„Wer seine Daten im Griff hat, beherrscht seine Kosten. Die Kombination aus Datenqualität und KI ist der neue Maßstab für einen effizienten und effektiven Einkauf“, resümierte Oliver Rörig. Christian Sprenger ergänzte mit Blick auf den Mittelstand: „Einfach starten – das Potenzial ist riesengroß!“
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Best Case
05.05.2025
Die thyssenkrupp Steering (tkS) ist Teil der börsennotierten thyssenkrupp AG und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Lenksystemen. Mit rund 10.900 Mitarbeitenden an 24 Standorten steht tkS für technologische Exzellenz – insbesondere im Bereich der Massivumformung. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Transparenz und Steuerungsfähigkeit in der globalen R&D-Planung initiierte das Unternehmen eine umfassende Optimierung des R&D-Controllings. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde beauftragt, den gesamten Prozess strategisch und operativ zu begleiten – von der Analyse der Ausgangssituation über die Zielbildentwicklung bis hin zur Auswahl und Implementierung eines geeigneten Planungstools. Ziel war, die Steuerungsmöglichkeiten und Transparenz durch eine optimierte Schnittstelle zwischen Budget- und Projektplanung zu erhöhen, die Controlling-Effizienz durch systemische Anpassungen zu steigern und ein zukunftsfähiges R&D-Controllingkonzept zu etablieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Projekt- und Jahresplanung wurde durch ein passgenaues Tool effizienter gestaltet, eine adaptierte Prozess- und Gremienstruktur ermöglicht nun eine verbesserte Steuerung der globalen R&D-Ressourcen. Zudem schaffen klar definierte Rollenprofile und ein KPI-gestütztes Dashboard-Konzept Transparenz und Verantwortlichkeit in der Umsetzung. „Dank des strukturierten Vorgehens von W&P konnten wir trotz des äußerst engen Zeitplans diese komplexe Aufgabenstellung zielorientiert lösen, was uns zukünftig eine effizientere Planung und Steuerung unserer R&D-Ressourcen ermöglicht“, so Patrick Vith, CEO & COO der thyssenkrupp Steering. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business bei W&P, das Projekt umgesetzt hat? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 23.04.2025
23.04.2025
Umsatz um jeden Preis!? Insbesondere in Wachstumsphasen zeigt sich ein Trend zum Aufbau überproportionaler Organisationkosten. Prozesse werden bürokratisiert, Strukturen redundant und ineffizient aufgebaut und das (interne) Leistungs- und Serviceportfolio wird unkontrolliert erweitert. Diese Phänomene zeigen sich meist an der Schwelle vom sogenannten KMU zu Konzernstrukturen bei Familienunternehmen. In einer abflauenden Konjunkturlage schlägt sich dies rasch in einer dramatisch sinkenden Break-Even-Resilienz nieder.
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News, 09.04.2025
09.04.2025
Controlling und CFO sind aufgrund der über­greifenden Ausrichtung meist erster Anlauf­punkt und vor allem erste „Beobachter“, wenn das Unternehmen in eine potenzielle (finanzielle) Gefahr gerät, bei der operativen Performance abzurutschen. Daher laufen in diesen Bereichen auch die Fäden für ein über­greifendes Business Performance Manage­ment zusammen – um Performance und Ergebnis zu sichern und aktiv zu managen.
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News, 01.04.2025
01.04.2025
In der Vergangenheit haben Unternehmen erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt, um ihre Innovationskraft zu steigern. Doch die Realität zeigt: Entwicklungszyklen dauern oft zu lange – und sind geprägt von geringer Transparenz in den Prozessen. Wie also die Time-to-Market gezielt verkürzen, um Innovationen schneller verfügbar zu machen und Wettbewerbsvorteile zu sichern? Beim digitalen Executive Dialog „F&E meets SAP“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit Milliarum und HAVER & BOECKER gaben Experten aus Beratung und Industrie praxisnahe Einblicke in systemgestützte Controlling-Ansätze – mit SAP EPPM als technologischem Hebel.
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News, 28.11.2024
28.11.2024
Der aktuelle „W&P-Trendradar 2025“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) zeigt: Exogene Faktoren wirken weiter vehement auf Strategien und Geschäftsmodelle von Familienunternehmen und Mittelstand ein. Trends des Vorjahres wie Nachhaltigkeit/ESG, Fachkräftemangel und Künstliche Intelligenz sind auch im neuen Jahr weiter aktuell. Gleichzeitig verschärfen finanzielle Risiken und Multikrisen den Druck auf Finanzarchitekturen und gestalten Restrukturierungs- und Sanierungsprozesse neu.
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Best Case
28.10.2024
InfraServ betreibt als Infrastrukturdienstleiter mit rd. 1.000 Mitarbeitern den größten Chemiepark Bayerns. Das Unternehmen bietet vernetzte Lösungen für Aufgabenbereiche von Firmen der Chemie- und Prozessindustrie - innerhalb und außerhalb des Standorts. Wegen absehbarer, signifikante Remanenzen hat das Unternehmen diverse Ansätze zur Ergebnissicherung initiiert – und in diesem Kontext Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) beauftragt, das Programm „HORIZON 2030“ zu unterstützen. Das Ziel: Realistische Wachstumschancen identifizieren, konsequente Maßnahmen zur nachhaltigen Kostensenkung aktiv unterstützen. Das Ergebnis: Gemeinsam mit W&P konnten substanziellen Umsatzpotenziale bei Bestandskunden inklusive definierter Maßnahmen zur konkreten Umsetzung in der Organisation realisiert und Business Cases zur Ansiedlung neuer Unternehmen am Standort ausgearbeitet werden. Zudem wurden rund 17 Prozent an Personal- und Sachkosteneinsparpotenzialen aus der Service-, Leistungs- und Kostenstrukturanalyse identifiziert. „Durch die Zusammenarbeit mit W&P konnten wir neue Umsatz- und Wachstumspotenziale identifizieren. Das Know-how und die Erfahrung des Beraterteams haben uns geholfen, unser Leistungsspektrum effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Entscheidend für den Projekterfolg war der enge Austausch mit den Beratern, die nicht nur fachlich überzeugten, sondern auch mit Augenmaß agierten und damit gut zu unserer Unternehmenskultur passten“, so Dominik Gschwendtner, Geschäftsleiter Infraserv Gendorf. Wie das Team um Jens Ekop, Partner & Head of BPI bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 24.09.2024
24.09.2024
Auch wenn aktuell Zinssenkungen erwartet werden – das Thema Working Capital bleibt weiterhin ein wichtiges Thema in den Controlling- und Finanzbereichen der Unternehmen.
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Kommentar, 14.08.2024
14.08.2024
„Service-Excellence im After-Sales-Service ist nicht nur wichtig, sondern auch unverzichtbar für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens“, betont ein führender Entscheider im Präzisionsmaschinenbau. „Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung von Kundenbindung und trägt überproportional zum Gesamt-EBIT bei.“ Ein weiterer Kunde, Marktführer im Baumaschinenmarkt, bestätigt dies: „95 % des Umsatzpotenzials bei unseren Kunden beginnt drei bis vier Jahre nach dem Kauf. Allein durch den Aufbau von Lifecycle Services konnten wir unseren Gesamtumsatz letztes Jahr um 20 % steigern.“Für Anbieter, sei es Hersteller oder Händler, ergeben sich durch die Entwicklung und Bereitstellung einer exzellenten Serviceleistung zahlreiche attraktive Erfolgselemente. Dazu zählen unter anderem die Umsatzsicherheit gegen Konjunkturschwankungen, die Steigerung der Unternehmensprofitabilität und die Schaffung neuer Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung von Services.Die Ergebnisse unserer W&P Service-Studie „Service Champions im Mittelstand“ bestätigen diese Einschätzung: Der Service hat zwar einen vergleichsweise geringen Umsatzanteil von „nur“ 20 bis 30% gegenüber dem Produktumsatz. Dennoch leistet er einen signifikant hohen EBIT-Beitrag von bis zu 45% und mehr. Dies unterstreicht die enorme Bedeutung und den hohen Wertbeitrag der After-Sales-Service-Exzellenz für das Gesamtunternehmen.Ein Euro des Serviceumsatzes erzeugt etwa denselben EBIT-Wertbeitrag für das Unternehmen wie drei Euro des Produktumsatzes. Quintessenz: Service-Exzellenz gehört auf die Top-Management-Agenda!Vier Stellhebel für nachhaltige Service-EBIT-SteigerungEs spielen vier grundlegende Stellhebel eine zentrale Rolle, um Umsatz und EBIT zu steigern und nachhaltig zu sichern (siehe Abb.). Der erste Stellhebel konzentriert sich auf das Durchdringen der installierten Produktbasis. Er beinhaltet eine fundierte Analyse und serviceorientierte Segmentierung der bestehenden Kundenbasis, der Identifizierung von lukrativen Umsatzpotenzialen und der Entwicklung gezielter Vertriebsinitiativen. Durch zielgruppenspezifische Servicepakete, der gezielten Schulung des Vertriebspersonals und eine kontinuierliche Verbesserung von Service-Prozessen (KVP) kann die Effizienz und Effektivität im Service-Vertrieb gesteigert werden.Der zweite Stellhebel zielt auf die Optimierung des bestehenden Service-Geschäfts ab. Hierbei stehen das Feintuning der Services, z. B. durch bessere Paketierung oder Inhaltsoptimierung, das Anpassen des Pricing-Modells zur Margenverbesserung, eine effiziente Auslastungssteuerung sowie regionale Skalierung und Erweiterung des Service-Geschäftes und die Steigerung der Rahmenvertragsquote im Fokus.Die Entwicklung neuer Services stellt den dritten Stellhebel dar. Unternehmen sollten potenzielle Services wie Retrofit-Lösungen, Ersatzeilpakete, Garantieverlängerungen, proaktive Services und innovative „Türöffner“-Services in Betracht ziehen, um neue Umsatzquellen zu erschließen und die Kundenbindung zu stärken.Der vierte und letzte Stellhebel liegt in der Digitalisierung der Services, des Frontends und der Service-Prozesse. Durch die Einführung digitaler Geschäftsmodelle, digitaler Fernwartung, Retrofits, Self-Help-Plattformen, Remote-Training und virtueller Inbetriebnahme können Unternehmen nicht nur die Service-Effizienz steigern, sondern sich auch langfristig für die digitale Zukunft absichern.Insgesamt bieten diese Stellhebel kurz-, mittel- und langfristige Strategien, um die Umsatzsteigerung und Profitabilität zu maximieren, die Position beim Kunden zu stärken und die Unternehmen für die Herausforderungen der digitalen Ära zu rüsten.FazitDie Macht der Service-Exzellenz im After-Sales-Service ist entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg. Die Service Studie von W&P unterstreicht, dass Service und Aftersales dem Unternehmen einen vergleichbaren Wertbeitrag wie der Produktumsatz liefern, jedoch dem Top Management einen weitaus stärkeren EBIT-Hebel bieten.Vier Handlungsfelder für eine nachhaltige Service-EBIT-Steigerung warten mit konkreten Strategien zur Umsatzmaximierung und Profitabilitätssicherung auf. Das Durchdringen der Kundenbasis, Optimierung bestehender Services, Entwicklung neuer Angebote und die Digitalisierung von Service-Prozessen.Dieser Weg ist entscheidend, um in der digitalen Ära erfolgreich zu sein und den Gesamterfolg des Unternehmens nachhaltig steigern zu können.
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News, 04.07.2024
04.07.2024
In schnelllebigen Zeiten legen führende Unternehmen verstärkt Wert darauf, ihren Servicevertrieb auszubauen, um nachhaltiges Wachstum zu sichern. Der Fokus liegt dabei auf dem Profitabilitätsbeitrag des Service- im Vergleich zum Produktverkauf und darauf, wie ein Service Sales Boost erzielt werden kann. Bei der Service-Leadgenerierung ist es dabei wichtig, die installierte Basis an Produkten in einen systematischen Ansatz einzubeziehen.
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News, 19.06.2024
19.06.2024
Herausforderungen der Service-Transformation und bewährte Strategien zur Sicherung der Serviceprofitabilität in turbulenten Zeiten – diese Themen standen im Mittelpunkt des 5. Executive Dialog Operations von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit Brückner Servtec und Rittal.
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News, 17.05.2024
17.05.2024
Im Kontext globaler Veränderungen, Unsicherheit und neuer Schwierigkeiten, macht sich eine allgemeine Zurückhaltung breit. Innovationsdrang und Mut zu neuen Unternehmungen werden ausgebremst, Wege in eine zielgerichtete und positive Zukunft häufig verstellt. Echte Entscheider sind gerade in solchen Situationen die wahren Game Changer – ob als Zukunftsgestalter, Unternehmensarchitekten, Regelbrecher oder einfach „nur“ Unternehmenslenker.Doch welche Werkzeuge braucht es, um dem „Game Over“ zu entgehen und sich Richtung „Wachstum“ zu entwickeln? Um mit starker Hand, eine grundlegende Neuausrichtung – vom Zielbild, über das Geschäftsmodell bis hin zum operativen Setup eines Unternehmens – voranzutreiben? Neu gedachte Strategie, eine Auseinandersetzung mit der Anwendung künstlicher Intelligenz in allen Unternehmensfunktionen, professionelles operatives Management mit einem Fokus auf Business Performance.Diese Themen und weiteres Know-how für das erfolgreiche Gelingen des Wandels finden Sie in der neuen Ausgabe des W&P Management Support.Impulse für Entscheider – jetzt reinlesen!
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News, 25.03.2024
25.03.2024
Seit März 2024 hat Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) hochkarätige Unterstützung im Bereich Business Performance Improvement: Mit Christian Sprenger, der als Partner und Leiter des BPI-Bereiches Operational Excellence einsteigt, kommt ein Experte mit fundiertem Fachwissen und Hands-on Mentalität zur Top-Management Beratung für Familienunternehmen.
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Best Case
23.02.2024
Die Münchner Unternehmensgruppe Leonhard Moll Betonwerke ist ein Industrieunternehmen in Familienhand mit über 300 Mio. € Umsatz und über 1.700 Mitarbeitenden. Herausforderung: Das bereits eingeführte ERP-System sollte noch umfassender genutzt werden. Hinzu kam, dass ein weiteres zugekauftes Unternehmen innerhalb von drei Monaten ebenfalls in die bestehende Plattform integriert werden musste. Angesichts der Notwendigkeit bis zu einem unverrückbaren Zeitpunkt den Go Live zu realisieren, reichten die Ressourcen nicht aus, um die zeitgerechte Realisierung zu sichern – und hier kam W&P unterstützend ins Spiel. Zentrale Aufgabe für das Team um Dr. Günter Lubos, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: Den Implementierungsprozess der ERP-Einführung für die neu erworbene Tochtergesellschaft steuern und parallel Effizienzpotenziale durch eine bessere Nutzung des ERP-Systems identifizieren. „Dank der strukturierten Vorgehensweise, der bewiesenen Expertise in dem Kontext und nicht zuletzt entsprechendem Feingespür in Moderation und Koordination hat W&P erheblichen Anteil daran, dass deutliche Effizienzreserven gehoben wurden und die ERP-Um-setzung zeitgerecht erfolgte“, bestätigt Alexander Beer, CFO der Moll Betonwerke, den Projekterfolg. Wie das konkrete Vorgehen aussah? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 29.01.2024
29.01.2024
Die Krisen und Lieferabrisse der letzten Jahre machen es erforderlich, Wertschöpfungsketten strukturell umzubauen und resilienter zu machen. Dazu bieten sich zwei strategische Lösungsansätze an: „Reshoring“, also die Rückverlagerung von Produktionsstätten aus Low Cost Countries in Industriestaaten, oder die Regionalisierung, der Aufbau autarker, unabhängiger Lieferkreise in einzelnen Weltregionen.
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News, 12.12.2023
12.12.2023
In vielen Branchen ist das Metaverse zum zentralen Bestandteil von Zukunftsvisionen geworden. Es hat das Potenzial, die Zukunft des Gartencenters positiv zu beeinflussen, indem es dem Kunden neue immersive Erfahrungen im Gartencenter und bei der Gartenplanung bietet.
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News, 01.12.2023
01.12.2023
Komplexität, Dynamik und Turbulenzen der Märkte nehmen zu. Geopolitische Disharmonien, exogene Faktoren und neue Technologien wirken auf Strategien und Geschäftsmodelle ein. Die Herausforderungen, Aufgaben, aber auch die Chancen für Unternehmen und deren Führung sind umfangreich, neu, groß und riskobehaftet. Analytik, Kreativität, Mut, Entscheidungskraft und Umsetzungsstärke, sowie Resilienz der Entscheider, der Zukunftsgestalter, der intelligenten und innovativen Macher sind gefordert.
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News, 20.11.2023
20.11.2023
Das "richtige" Pricing entscheidet in hohem Maße über den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Welche Informationen muss das Controlling zur Preisfindung bereitstellen? Wie kann das Controlling beim Preismanagement wirkungsvoll unterstützen? Welche Methoden sind relevant und wie können wir sie in der Praxis bestmöglich umsetzen?
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News, 10.11.2023
10.11.2023
Was sind die relevanten Themen der Digitalisierung im Jahr 2024? Auf einer Skala von 1-10: Welche Trends scheuchen Unternehmen aus ihrer Komfortzone und welchen „Impact“ haben sie? Leiter Digitale Transformation bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) Sebastian Batton, wagt eine Prognose – im Trendradar 2024.
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Publikation
11.10.2023
So bunt der Blumenstrauß ist, so vielfältig sind Digitalinitiativen im deutschen Mittelstand. Bei all der bunten Vielfalt bleibt richtig und wichtig, dass der Beitrag der Digitalisierung zu Umsatzwachstum und Ergebnisverbesserung sichergestellt ist. Dafür sind Ordnung und auch bewusste Entscheidungen, Dinge nicht zu tun, notwendig - aber meist nicht die Realität. Es braucht Ansatz, der das “weiter so” verhindert, was die vergangenen Jahre guter Konjunktur noch erlaubt hatten: - Unkoordinierte Aktivitäten ohne konkretes und ausreichend kommuniziertes Zielbild - Fehlende Transparenz über den Wertbeitrag des digitalen Projektportfolios - Überproportionale Belastung für Kompetenzträger und daher kaum Projekte in-time und in-budget
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Kommentar, 06.09.2023
06.09.2023
In den letzten Jahrzehnten hat die Globalisierung dazu geführt, dass Unternehmen ihre Produktion und Dienstleistungen in Länder mit niedrigeren Löhnen und geringeren Kosten verlagert haben. Dadurch konnten sie wettbewerbsfähiger anbieten und ihre Profitabilität steigern. Die Krisen und „Black Swan“ Events der letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass Methoden der Vergangenheit in einer immer turbulenteren und schlechter planbaren Welt nicht mehr zum Erfolg führen. Die Verwundbarkeit von einst erfolgreichen, globalen Lieferketten wurde beispielsweise durch einen blockierten Suez-Kanal, zunehmend nationalistische Tendenzen, politische Instabilität, die COVID-19-Pandemie und nicht zuletzt den Krieg in der Ukraine schonungslos offengelegt.Aufgrund der erforderlichen „Feuerwehraktionen“ im Tagesgeschäft der letzten Jahre hat sich in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) in den Lieferketten durch wieder mehr strategische und konzeptionelle Maßnahmen verbessert werden muss. Dabei gilt es, die Auswirkungen von unvorhersehbaren Ereignissen in der Zukunft zu mildern und die Lieferfähigkeit zu jeder Zeit aufrechterhalten zu können.Aufbau von autarken, unabhängigen LieferkreisenDer strategische Lösungsansatz besteht in dem Aufbau von autarken, unabhängigen Lieferkreisen zur Erhöhung der Resilienz und Lieferfähigkeit. Bei global agierenden Unternehmen betriff t dies in der Regel die drei Weltregionen „Amerika“, „EMEA“ und „Asia-Pacific“ oder eine noch weiter untergliederte Struktur (z. B. Nord- vs. Südamerika oder China vs. Rest von Asien).Dieser Lösungsansatz kombiniert mehrere Vorteile: Zunächst werden die Wiederbeschaffungszeiten und somit die Risiken und Unsicherheiten im (bisher sehr langen) Beschaffungsprozess deutlich verringert. Die einzelnen Supply Chains sind folglich überschaubarer und besser zu steuern. Unternehmen haben wieder mehr Kontrolle über ihre Lieferketten und können schneller auf Änderungsbedarfe reagieren. Schließlich wird die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein durch kürzere Transportwege mit geringeren CO2Emmissionen berücksichtigt.Bei der Umsetzung des Zielbildes von unabhängigen, robusten Lieferkreisen müssen die folgenden Handlungsfelder bearbeitet werden: Transparentes Mengengerüst 2030Grundlage zur Ausgestaltung der Lieferkreise ist das erwartete Mengengerüst in den jeweiligen Weltregionen (auf operationsrelevantem Detaillierungsniveau). Dieses bestimmt nicht nur die erforderlichen Produktions- und Beschaffungskapazitäten, sondern hat auch Einfluss auf den Funktionsumfang und die Größe der regionalen Organisationseinheiten.Leistungsfähige WertschöpfungsarchitekturBevor es um die Festlegung und Dimensionierung der Produktionsstandorte in den einzelnen Lieferkreisen geht, sollte die Frage nach den Kernkompetenzen beantwortet und die strategische Make-or-Buy Entscheidung getroffen werden. So sollte nur das selbst produziert werden, womit ein höherer Kundennutzen erzielt werden kann. Beispiele dafür: Günstigere Herstellkosten, individuellere Leistungserbringung, schnellere Lieferzeiten, höhere Flexibilität und Qualität etc.. Volumenabhängig kann dann die Wertschöpfungstiefe definiert werden. Geringe Stückzahlen sprechen eher nur für den Aufbau von Lagerbeständen oder kundennahen Wertschöpfungsprozessen (z. B. Endmontage oder Verpackung). Große Stückzahlen mit Skaleneffekten (kritische Masse), rechtfertigen hingegen eigene Produktionskapazitäten auch in vorgelagerten Fertigungsstufen.Skalierbare LieferantenbasisRobuste, autarke Lieferketten in den Regionen basieren vor allem auf einer professionellen und skalierbaren Lieferantenbasis. Der strategische Einkauf ist an dieser Stelle gefordert, nicht nur einmalig wettbewerbsfähige Sourcing-Strukturen mit geringen Einstandspreisen aufzubauen, sondern diese auch stetig in Richtung Transparenz, Kollaboration, Bestandsoptimierung und ganzheitlicher Lieferperformance weiterzuentwickeln. Dadurch dass in allen Weltregionen analoge, redundante Strukturen aufgebaut werden, ist die Lieferfähigkeit auch im Falle von unvorhersehbaren Störungen bis zu einem gewissen Ausmaß gewährleistet.Synergetische FührungsorganisationDurch den Aufbau von autarken Lieferkreisen muss auch die Organisation mit den regional erforderlichen (Minimal-) Funktionen in volumenabhängiger Dimension ausgestattet werden. Um dabei globale Standards zu schaffen und funktionale Synergien ausnutzen zu können, muss ein Mindestmaß an Zentralisierung und Richtlinienkompetenz vorhanden sein. Als Beispiele dafür dienen ein global ausgerolltes Produktionssystem mit standardisierten KPIs in allen Werken oder aber ein strategischer Zentraleinkauf, der lokale Beschaffungsalternativen gemäß der regionalen Kundenanforderungen zulässt.Effiziente StandardprozesseZur Sicherstellung einer global hohen Effizienz und Skalierbarkeit, müssen die dezentralen Prozesse end-to-end-optimiert, standardisiert und einheitlich systemgestützt ablaufen. So sollte beispielsweise der Order-to-Cash Prozess in allen Weltregionen die gleiche automatisierte Terminierungs- und Auftragsbestätigungslogik aufweisen. Zudem sollten einheitliche KPIs dafür sorgen, dass die SCM-Performance – mit Zahlen, Daten und Fakten gestützt – ganzheitlich gemessen und kontinuierlich verbessert werden kann (Liefertreue, Qualität, Kosten, Bestände, …).Nach den Krisen und Lieferabrissen der letzten Jahre steht der Aufbau von autarken, resilienten Lieferkreisen ganz oben auf der COO-Agenda. Obwohl die Transformation dorthin kein Sprint ist, wird der Aufwand durch eine hohe Lieferfähigkeit, Transparenz und Steuerungsfähigkeit sowie geringere CO2-Emissionen belohnt.
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Kommentar, 05.07.2023
05.07.2023
„Das Metaverse“ war DAS Hype-Thema des letzten Jahres. Analysten überboten sich in der Höhe ihrer Marktprognosen, nahezu täglich gab es neue Berichte zu den Entwicklungen auf Plattformen wie Roblox und den neuesten NFT-Drops. Stand heute? Im Silicon Valley befindet sich das Thema Künstliche Intelligenz jetzt auf der Überholspur. Also: Aus, der Zauber beim Metaverse? Orientiert am Gartner-Hype-Cycle abgestürzt vom „Gipfel der überzogenen Erwartungen“ ins „Tal der Enttäuschungen“? Oder birgt das Metaverse vor dem Hintergrund von Apples angekündigtem AR/VR-Headset Vision eben doch noch Potential?Zukunftsthema GenZBloomberg sagt dem Metaverse im Jahr 2030 ein Markvolumen von 1 Billion Dollar voraus, Goldman Sachs rechnet mit einem 8 Billionen Dollar-Markt. Demgegenüber stehen die neuesten Meldungen über Massenentlassungen in den VR-Abteilungen großer Tech- und Entertainmentkonzerne - allem voran bei Metas Reality Labs, Microsoft und Disney. Die Erwartungen an das Metaverse und die damit verbundenen Technologien sind stark angeschlagen. Und doch lohnt ein weiterer Blick, denn: Diese Entscheidungen sind in einem gesamtwirtschaftlichen Kontext von steigenden Kosten und zurückgehenden Konsumausgaben einzuordnen. Zudem setzt Apple mit Vision Pro neue Standards bzgl. intuitiver Bedienung und User-Experience. Das abstrakte Thema wird durch das Zusammenspiel von Hard- und Software-Entwicklungen zunehmend konkreter. In immersiven Welten verschmelzen die reale und digitale Umgebung, künstliche Intelligenz ist hierbei nicht Konkurrenz, sondern vielmehr ein Werkzeug, um immersive Technologien voranzutreiben.Erste Anwendungen sind bereits im Einsatz und haben Auswirkungen auf das Arbeitsleben und Geschäftsmodelle. In der Industrie werden digitale Zwillinge von Produktionsanlagen genutzt, um die Effizienz zu erhöhen, Mitarbeiter zu schulen oder das Leistungsangebot für Kaufinteressenten erlebbar zu machen. Die Anwendungsfälle im Konsumgüterbereich sind ungleich höher, denn Shopping ist nach Gaming und Reisen die Aktivität, der der User im Metaverse am liebsten nachgehen würden. Insbesondere Mode, Sport und Freizeitartikel sind hierbei besonders interessant. Denn gegenwärtig ist das Onlinegeschäft in der Mode-, Sport- und Freizeitbranche aufgrund hoher Retourenquoten häufig wenig profitabel – Verbesserungspotenziale durch AR und VR liegen auf der Hand. Darüber hinaus ist für viele Konsumgüterhersteller die Erschließung von Generation Z als Kundengruppe eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Dazu wird die Markenkommunikation über Metaverse-Plattformen wie Roblox und Fortnite zunehmend wichtiger.Metaversability-CheckErfolg und Nutzen immersiver Technologien hängen stark vom Geschäftsfeld und der jeweiligen Unternehmens-DNA ab – und von einer Strategie. Damit unternehmens-spezifische Potenziale und Handlungsfelder individuell abgeleitet werden können, sollte zuerst die sogenannte „Metaversability“ bestimmt werden.Sehen Kunden Nutzen im Metaverse und halten sich künftig dort auf?Wird sich die Markenbildung der Branche durch Metaverseplattformen verändern?Werden physische Produkte künftig auf Metaverseplattformen verkauft?Werden künftig digitale Produkte (Skins und Tokens) des Unternehmens verkauft?Werden virtuelle Welten Einfluss auf die Wertschöpfung haben?Basierend auf den Antworten können Zukunftsszenarien mit einer Roadmap für unternehmensindividuelle Initiativen entwickelt werden. Konkret kann das zum Beispiel die Einrichtung eines virtuellen Showrooms sein. Dabei zeigt sich, ob Mitarbeiter zukunftsorientiert eingestellt sind und über ausreichend Know-how verfügen, wie sich Produkte in eine virtuelle Umgebung transferieren lassen und wo virtuelle Welten Prozesse und Kommunikation verbessern können. Die Bewertung, wie gut das eigene Unternehmen auf virtuelle Anwendungen vorbereitet ist, identifiziert also auch implizite Potenziale der digitalen Transformation.FazitWann erweiterte Realitäten in der Mitte der Gesellschaft ankommen, hängt von der Entwicklungsgeschwindigkeit von Hardware und Software ab und ist aktuell nicht exakt vorauszusagen. Dass mit der Verbreitung jedoch drastische Veränderungen im Konsumentenverhalten einhergehen, ist absehbar. Entsprechend sollten Unternehmen der Konsumgüterbranche nun individuell Chancen und Risiken bewerten, um ihren Weg im Umgang mit immersiven Technologien festzulegen. Wer stattdessen lieber in den aktuellen Abgesang des Metaverse einstimmt, wird den richtigen Zeitpunkt für die Generierung von Kundenmehrwerten, Differenzierung und Wettbewerbsvorteilen durch immersive Technologien und das Metaverse verpassen.
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Publikation
25.05.2023
Betrachtet man die globale Situation genauer, so lassen sich drei primäre Herausforderungen ableiten, die es bezüglich Ihrer Auswirkungen auf die Unternehmen in dieser Kombination und Stärke so noch nicht gegeben hat: 1. Engpässe bei Ressourcen durch gestörte Lieferketten und Preissteigerungen 2. Entkopplung und Regionalisierung der Märkte 3. Inflation und Kaufkraftverluste Diese neuen Herausforderungen kommen zu den bekannten Herausforderungen wie Fachkräftemangel, geänderte Markt- und Kundenanforderungen, Umweltschutz und Nachhaltigkeit hinzu und erhöhen noch einmal massiv den Druck auf die Unternehmen, Maßnahmen zu ergreifen, um das Ergebnis auf ei- nem stabilen Niveau zu halten oder idealerweise zu steigern. Dabei kommt insbesondere den Kosten für Energie und Produktionsmaterialien, wie z. B. Rohstof- fen, Halbzeugen und Vorprodukten aktuell eine große Bedeutung zu, oder um es mit anderem Worten zu sagen: „Verschwendung können sich die Unternehmen nicht mehr leisten.“ Um unseren Kunden die Maximierung der ökonomischen und ökologischen Effizienz zu ermöglichen und Produktion und Supply-Chain fit für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu machen, hat Dr. Wieselhuber & Partner das „Smart Operations“- Konzept entwickelt.
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Publikation
28.04.2023
rofessionelles operatives Management mit dem Fokus auf Business Performance bedeutet nicht „Kostensenkung um jeden Preis“, sondern es sucht, findet und beseitigt die Ursachen der unbefriedigenden Unternehmens-Performance. Es lohnt sich hierfür, das Unternehmen, seine Geschäfte systematisch auf den Prüfstand zu stellen. Doch die richtigen und wichtigen Entscheidungen zu treffen, ist angesichts der vielen Themen, die FamilienunternehmerInnen aktuell umtreiben, nicht leicht: Wie gelingt Strategiearbeit unter Unsicherheit? Lassen sich Zukunftschancen auch in volatilen Zeiten realisieren? Wie sind strategische Herausforderungen in globalen Lieferketten zu lösen? Und das Geschäftsfeldportfolio nachhaltig managen? Welche Rolle spielt die Organisation als „Motor der Strategie“? Die neue Ausgabe des W&P Management Support kann hierbei in dreierlei Weise behilflich sein: Als Beleg, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Als Impulsgeber für Themen, die Sie noch nicht auf dem Schirm hatten. In den seltensten Fällen vielleicht auch zur kognitiven Dissonanzreduktion, im Falle unglücklich getroffener Entscheidungen. Impulse für Entscheider – jetzt reinlesen!
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Kommentar, 17.04.2023
17.04.2023
8 %, 10 %, 12 % – die aktuellen Tarifforderungen haben Werte erreicht, die vor kurzem noch undenkbar schienen. Dies stellt vor allem das Management personalkostenintensiver Unternehmen mit hoher Wertschöpfung vor erhebliche Herausforderungen. Können steigende Personalkosten nicht über das Pricing an die Kunden weitergegeben werden, sind vor allem CFO und COO gefordert. Sie müssen dafür sorgen, dass die Produktivität im Unternehmen steigt. In letzter Konsequenz heißt das: Mit weniger Personal bei höheren Personalkosten pro Kopf die gleiche oder sogar eine höhere Leistung zu erbringen als bisher.Warum sind hier COO und CFO – Funktionen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben – gemeinsam gefordert? Wer die Produktivität steigern will, braucht zunächst Transparenz: Wo liegen unentdeckte Produktivitätspotenziale? Wie hoch sind diese Potenziale in Euro gemessen? Dies zu erkennen ist Aufgabe des Finanzvorstands. Kostenrechnung, Kalkulation und Produktionscontrolling können aufzeigen, inwieweit steigende Personalkosten durch bisher unentdeckte Potenziale kompensiert werden können. Um diese Potenziale auch tatsächlich zu realisieren, bedarf es der Konkretisierung und vor allem der Umsetzung entsprechender Maßnahmen - Aufgabe des COO. Durch Maßnahmen, die zu einer Beschleunigung des Wertstroms, einer besseren Kapazitätsauslastung, einem geringeren Ressourcenbedarf und damit zu niedrigeren Produktionskosten führen, können echte Produktivitätssteigerungen erzielt werden. Kurz: Die geschaffene Transparenz wird genutzt, um dort anzusetzen, wo die größten Effekte erzielt werden können.Häufig ist das Zusammenspiel der Funktionen im Unternehmen durch ein „Nebeneinander“ geprägt, jeder „macht sein Ding“. Bei moderat steigenden (Personal-)Kosten mag dies ohne allzu große negative Effekte auf das Ergebnis funktionieren. Angesichts der zu erwartenden Tarifsteigerungen hat diese Art der Zusammenarbeit jedoch keine Zukunft mehr. Nur wenn COO und CFO Hand in Hand arbeiten und gemeinsam eine gestaltende Rolle einnehmen, besteht die Chance, den hohen Personalkostensteigerungen eine Produktivitätssteigerung entgegenzusetzen.
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Publikation
02.02.2023
Administrative Prozesse durchziehen ein Unternehmen in allen Funktionen. Sie beschränken sich nicht auf die klassische kaufmännische Verwaltung, sondern finden sind auch in Funktionen wie Marketing, Vertrieb, Entwicklung, Einkauf oder Fertigung wieder. Ineffiziente Prozesse stellen auch dort einen wesentlichen Treiber für vermeidbare Gemeinkosten dar. Eine gezielte Steigerung des Ebit auf Basis einer Reduzierung von Gemeinkosten sollte daher an der Optimierung der Prozesslandschaft ansetzen und darf sich nicht auf reines „Cost Cutting“ personeller Ressourcen beschränken. Prozesseffizienz ist weit mehr als eine kostenorientierte Gestaltung der eigenen Administration. Ausgehend von einer unternehmerischen Sichtweise ermöglicht eine zielgerichtete Prozessgestaltung die Ausrichtung auf zwei unternehmerische Ziele: - Größtmöglicher Kundennutzen - Größtmögliche Organisationseffizienz und niedrige Gemeinkosten Nahezu alle W&P-Projekte im Bereich der administrativen Prozesseffizienz unterliegen diesen Zielsetzungen. Ob als begrenzte Aufgabe im Bereich des Rechnungswesens oder als das gesamte Unternehmen durchziehende Gestaltung, Prozesseffizienz schafft umfassenden Nutzen.
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Best Case
10.01.2023
Die Unternehmensgruppe Böllhoff, Familienunternehmen in 4. Familiengeneration, ist weltweiter Partner für 360° Verbindungstechnik mit Montage- und Logistiklösungen. Anfang 2021 erwarb das Unternehmen die Verbindungselemente Engel GmbH – ebenfalls ein Familienunternehmen. Um den Transformationsprozess vom eigenständigen, operativ von der Inhaberfamilie geführten Familienunternehmen in eine Tochtergesellschaft der familiengeführten Böllhoff Gruppe zu begleiten, wurde bewusst auf die Unterstützung durch einen erfahrenen Interim Manger gesetzt. Ziel war, den Charakter und die Eigenständigkeit der Firma Engel als Tochtergesellschaft zu erhalten: „Die Entscheidung, auf die Expertise und die Erfahrung eines Interim-Managers mit hoher Umsetzungsqualität zu setzen, wurde eindrucksvoll bestätigt. Die Unterstützung von W&P bei der Auswahl und Installierung der interimistischen Führungsfunktion war sehr wertvoll“, so Wilhelm A. Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter Böllhoff Gruppe. Der Projektverlauf unterm Strich? Sehr erfolgreich. So konnte der Umsatz unter Interim-CEO Dr. Bernd-Michael Brunck um 30 % und die EBIT-Rendite über 5% (2021) auf 9% (2022) gesteigert werden – unterstützt von einem motivierten und neu ausgerichteten Führungsteam. Mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
15.11.2022
MEDICE, ein inhabergeführtes Familienunternehmen aus Iserlohn, ist Hersteller und Entwickler von Arzneimitteln und an drei Standorten in Deutschland und knapp 50 Partnern weltweit aktiv. Wachstumsstarke Jahre, eine große Post Merger Integration sowie steigende Anforderungen an Prozesssicherheit und -effizienz führten zu einem großen Projektportfolio – unter anderem auch im digitalen Bereich. Um hier nachhaltig die Transparenz über die Gesamtheit der digitalen Projekte zu verbessern und diese künftig effektiver zu kontrollieren, wurde W&P an Bord geholt. Die W&P Spezialisten für Digitale Transformation reduzierten und priorisierten über 200 Initiativen auf 34 strategisch relevante, führten eine Rhythmik für den Antrag und die Umsetzung der Initiativen ein, etablierten eine projektindividuelle Berechnung des ROI und entwickelten gemeinsam mit den Verantwortlichen bei Medice eine Digitalisierungs-Roadmap, mit der die Planung und Umsetzung digitaler Projekte jetzt auch strategisch verankert ist: „Die Digitalisierungs-Roadmap hat uns mit der klaren Bewertung des Projektnutzens ein perfektes Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem auch die Basis für die stringente Umsetzung geschaffen wurde“, so Stefan Lehmkühler, Leitung IT & Digitalisierung Medice. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr im aktuellen Best Case.
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Publikation
18.10.2022
Der Begriff „Zeitenwende“ beschreibt das aktuell his- torische Ausmaß der Turbulenzen und Veränderungen aus langfristigen Megatrends und aktuellen Ereignissen im Vergleich zu den vergangenen Jahren sehr treffend. Ohne heute schon die Konsequenzen absehen zu können, wissen wir, dass im Unterschied zu den Boomjahren nach 2010 weder die Basisannahmen unseres Handelns (z. B. Frieden, garantierte Energieversorgung, funktionierende Lieferketten) noch die Ziele unseres Handelns (z. B. Wachstum, Wohlstand, Sicherheit) gewährleistet sind – ein Paradigmenwechsel! Die bisherige Stabilität in unserem Wirtschaftssystem ist aus den Fugen geraten.
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Kommentar, 07.07.2022
07.07.2022
Der Anstieg von Rohstoff-, Energie- und teilweise bereits Arbeitskosten schlägt sich aktuell in der Ergebnisrechnung von Unternehmen nieder. Und diese Entwicklung wird so bald nicht enden. Viele Controller werden dabei mit Herausforderungen konfrontiert, die sie bis dato nicht kannten. Denn während einige Unternehmen mit ausländischen Tochterfirmen in einem inflationären Umfeld vielleicht über ein geeignetes Instrumentarium verfügen, ist Inflation für die meisten Controller völliges „Neuland“, das einige Fragen für sie aufwirft:Bildet die Ergebnisrechnung die tatsächliche Ergebnissituation noch richtig ab bzw. wie sieht das inflationsbereinigte Ergebnis des Unternehmens aus?Werden insbesondere die Materialeinsatzkosten in der Ergebnisrechnung realitätsbezogen abgebildet?Inwieweit ist eine Standardkostenrechnung noch geeignet, um das Produktportfolio und das Unternehmen zielgerichtet zu steuern und wo sind Anpassungen nötig? Sind statische Kalkulationen noch angemessen oder bedarf es häufigerer Anpassungen?Sind die mit dem Kunden vereinbarten Preisgleitklauseln zur Erlössicherung ausreichend?Ist das Vertriebscontrolling richtig aufgestellt, um rasch auf steigende Einstandspreise zu reagieren und eine Antwort auf der Erlösseite zu finden?Wer sich also stabil aufstellen will, muss jetzt im Controlling handeln. Zunächst ist Transparenz darüber gefragt, wo und wie sich die Inflation im Unternehmen, in den Herstell- und damit in den Produktkosten niederschlägt. Dazu werden Instrumente benötigt, die die Auswirkungen des Inflationsgeschehen laufend beobachten und transparent machen.Dabei genügt vielleicht nicht mehr, einmal zu Beginn des Jahres Maschinenstundensätze oder Kostensätze als Kalkulationsbasis festzulegen. Stattdessen müssen ggf. die Materialpreise über Durchschnittswerte in einem kürzeren Intervall als bislang gleitende Durchschnitte über längere Perioden ermittelt werden.Management des Produktportfolios als wichtige ControllingaufgabeDie Zusammensetzung des Produktportfolios hat entscheidenden Anteil an der Ergebnissicherung in inflationären Zeiten. Die Konzentration auf Produkte, die in ausreichender Menge auf Basis der Verfügbarkeit von Vorprodukten - Stichwort „Lieferkettensicherheit“ - erstellt werden können sowie die Sicherung der prozentualen Deckungsbeitragsqualität (Deckungsbeitrag in Relation zum Erlös des Produktes) sind dabei wichtige Controllingprojekte.Die Deckungsbeitragsmarge wird dabei durch steigende Einstandspreise, insbesondere beim Material, bedroht. Um hier Entscheidungshilfen zur Portfoliosteuerung zu geben, sollte das Controlling sich nicht nur auf die rein „wertmäßigen“ Controlling-Größen wie z.B. den Deckungsbeitrag fokussieren. Vielmehr bedarf es eines „Drill Down“ in die mengenrelevanten Größen - ausgehend vom Produktergebnis. Wieviel Energieaufwand geht in welche Produkte ein, wieviel personelle Ressourcen sind nötig, um bestimmte Produkte zu fertigen? Welche „bedrohten“ Rohstoffmengen infolge von Lieferengpässen sind für welche Produkte erforderlich? Welche einzusetzenden Materialien sind besonders stark inflationsbedroht? Um derartige Fragen zu beantworten, ist ein vom Unternehmenscontrolling starker Fokus auf das Produktionscontrolling gefragt - oder zumindest eine enge Zusammenarbeit mit Produktion und Einkauf.Wachsende Bedeutung des Vertriebscontrolling zur Steuerung des PricingNeben der Optimierung des Portfolios unter Kostengesichtspunkten und der Suche nach Einsparungspotenzialen, kommt bei steigenden Einstandspreisen dem Pricing und damit der Optimierung der Erlöse große Bedeutung zu – was vor allem das Vertriebscontrolling fordert. Umfassende Transparenz bei der Erlös- und Konditionenqualität bei Kunden und Produkten ist dabei ein wichtiges Element. In welchen Kombinationen wird angesichts der steigenden Preise die beste Marge realisiert? Welche Preis-Mengen-Relationen sind zu erwarten? Welche Auswirkungen haben Anpassungen auf das Produkt- und Kundenportfolio? Diese Fragen lassen sich am besten auf Basis eines umfassenden Vertriebscontrollings mit entsprechenden Instrumenten beantworten.Interdisziplinärer Controllingansatz – Erfolgsfaktor in inflationären ZeitenBetrachtet man alle Einzelaspekte, die sich aus Inflationstendenzen und Preissteigerungen ergeben, so wird eines offensichtlich: Nur wenn alle Funktionsbereiche im Unternehmen zusammenarbeiten, kann den aktuellen Herausforderungen effektiv begegnet werden. Das Controlling muss seine Betrachtungsweise ausweiten und eine Vielzahl von Aspekten einbeziehen, die bislang nicht von Bedeutung waren. Nur wer schnellstmöglich resiliente Instrumente etabliert, wird auch im inflationären Umfeld Fuß fassen.
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Kommentar, 09.06.2022
09.06.2022
Die Tyrannei der kleinen Entscheidungen ist ein vielbesprochenes Phänomen, entwickelt vom amerikanischen Ökonom Alfred E. Kahn. Es beschreibt, wie eine Vielzahl von vernünftigen Einzelentscheidungen, die individuell betrachtet klein und wenig bedeutend sind, in ihrer Gesamtheit zu einem unvernünftigen Ergebnis führen. Kahn beschreibt das Phänomen als häufige Ursache marktwirtschaftlichen Versagens und führt als Beispiel eine lahmgelegte Eisenbahnlinie in Ithaka an. Dort haben viele einzelne Entscheidungen der Bewohnerinnen und Bewohner für das Auto und gegen die Eisenbahn die Eisenbahnanbindung am Ende überflüssig gemacht, den Ort dadurch aber strukturell geschwächt.Das Phänomen ist auch in Unternehmen zu beobachten, insbesondere in der Herausforderung einer Vielzahl von Projekten und Initiativen, die digitale Transformation umzusetzen. Häufig ist das Zielbild der digitalen Transformation für das Unternehmen eindeutig und präsent, der gewünschte Erfolg in der Operationalisierung stellt sich jedoch nicht ein. In der Umsetzung definieren die einzelnen Funktionsbereiche digitale Projekte, die individuell betrachtet sinnvoll sind, in der Summe der Projekte allerdings nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Kurzum stellt sich die Frage: Kann ein Unternehmen mit dem aktuellen Projektportfolio erfolgreich transformieren oder ist das Unternehmen gefangen in der Tyrannei von Einzelprojekten?Situationen, die wir in Unternehmen vorfindenVielzahl digitaler Projekte, die nicht in-Time und in-Budget abgeschlossen werdenFehlende Governance zur Steuerung des Projektportfolios, sodass die IT-Organisation im Wesentlichen mit Firefighting beschäftigt istUnterschiede in Eigen- und Fremdbild der IT-Organisation als Supply-Demand Organisation oder als Business Innovator Ein Unternehmen kann sich aus dieser Situation nur befreien, wenn es die notwendige Transparenz schafft, Projekte clustert, bewertet und priorisiert.1. Schritt Transparenz: Welche digitalen Projekte existieren im Unternehmen? Um Transparenz über die Ist-Situation herzustellen, bedarf es der strukturierten Aufnahme und Clusterung der Projekte aus den einzelnen Funktionsbereichen. Oftmals werden kleine Einzelinitiativen, System-Changes oder Release-Updates als Digitale Projekte bezeichnet, bedürfen aber eines anderen Umgangs als digitalstrategische Transformationsprojekte. Beispiele für die Kategorien der Clusterung sind (1) die strategische Relevanz im Kontext der übergeordneten Strategie, (2) prozessuale Effizienz, (3) qualitative Produktverbesserung, (4) kundenzentrierter Service oder (5) der monetäre und kapazitative Aufwand sowie Risiken in der Umsetzung der Projekte. Darüber hinaus berücksichtigt die Bewertung von Projekten in der Ist-Situation häufig nur Kosten, weniger häufig den dahinterliegenden Aufwand von Kapazitäten in der Umsetzung und sehr selten die zu erwartenden Geschäftspotenziale.Das Priorisieren, Zusammenführen oder Beenden von (Ballast-)Projekten ist so unmöglich und damit auch die gesamtheitliche Orchestrierung der Projekte in einer Digitalisierungs-Roadmap – dann in bearbeitbarem Umfang. Der Tyrannei der Einzelprojekte wird somit durch Transparenz und Priorisierung Zügel angelegt. 2. Schritt Konsistenz: Welche Projekte sind für die digitale Transformation notwendig?Die Aufnahme der Projekte macht eine detaillierte Inside-Out Perspektive im Kontext der Strategie möglich. Auf Basis der entstandenen Transparenz kann die Inside-Out Perspektive nun erstmals mit den Marktentwicklungen (ergänzend zur Strategie und aus Sicht digitaler Technologien und Tools) abgeglichen werden.Im Ergebnis werden so die strategischen Whitespots des Projektportfolios und der Digitalisierungs-Roadmap sichtbar. Die Bewertung von Marktentwicklungen (Outside-In) bezieht brancheninterne und branchenfremde Technologieentwicklungen mit ein, Makrotrends im Kundenverhalten sowie signifikante Kapitalflüsse in Startups als Frühindikator zu erwartender Transformationen.Im Ergebnis vervielfacht die transparente Herleitung und Kommunikation der Projektnotwendigkeiten die Akzeptanz der entstehenden Digitalisierungs-Roadmap und befeuert den Umsetzungserfolg.3. Schritt Konzeption: Wie sieht eine effiziente und effektive Digitalisierungs-Roadmap aus?Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die richtige Rhythmik in der Einsteuerung und Bearbeitung von Projekten, um deren Umsetzung sicherzustellen. Steuerungselemente dafür sind ausgewiesene Phasen im Jahr, in denen Projekte beantragt und aufgesetzt werden können, während in „Frozen Zones“ die Kapazitäten ausschließlich dem Projektfortschritt vorbehalten sind. Verantwortlich für den „Drumbeat“ ist ein ausgewiesenes Digital Board, in dem die Funktionsbereiche zusammenkommen und gemeinsam Entscheidungen treffen.Zur Rhythmik gehört auch, die Kapazitäten in der IT effektiv einzusetzen und dazu nicht nur die Anzahl von FTEs zu berücksichtigen, sondern auch deren Umsetzungskompetenz und Verfügbarkeit für Projekte. Dafür sind Stabilität in der Projektplanung und Ressourcenzuordnung durch obengenannte Frozen Zones essenziell. Die Fixierung schafft die notwendigen Rahmenbedingungen für Planung und Umsetzung und damit effektive Kontrolle über den Projekterfolg inklusive Kosten und Nutzen.FazitDigitale Transformationen werden immer mit schwierigen Projekten, Unabsehbarkeiten und Abhängigkeiten verbunden sein. Deshalb ist es für die Organisation ein stetiger Prozess in Planung und Fortschrittsmessung. Der Erfolg hängt von einigen wenigen Faktoren ab. Projekte rigoros verwalten, der digitalen Transformation die wichtige Top-Management Attention geben, nach Business Value steuern, ein starkes Digital Board einführen, eine Stage Gate Methodik über Frozen Zones definieren, Tools und Daten zur Steuerung des Portfolios nutzen – so werden die Initiativen auf Kurs gehalten und die Tyrannei der Einzelprojekte hat ein Ende.
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Publikation
28.04.2022
25 Ausgaben des W&P-Management Support seit 2010. Das sind rund 500 Fachbeiträge, 750 Autoren und Coautoren, mehr als 400 Branchen- nachrichten und 125 Publikationsbesprechungen. Dazu kommen diverse Beiträge von Fremdautoren und Netzwerkpartnern, vielfältige Branchennachrichten, Statements namhafter UnternehmerInnen, W&P-interne Vermeldungen sowie Best Case aus unserer Kundenpraxis. Und dahinter steckt Überzeugung: Um Perspek- tiven eröffnen und Zukunft gestalten zu können, wie dies unser Unternehmens-Claim beansprucht, ist es notwendig, eine valide Entscheidungsbasis zu haben. Dies macht jedoch Tiefenbohrungen und das Schürfen weit unterhalb der Oberfläche der schein- baren Realitäten notwendig – um Unsicherheitsfaktoren zu reduzieren, Alternativen abzuleiten und zu bewerten und eine konsistente Entscheidung treffen zu können. Wir hoffen, dass wir mit dieser Überzeugung nah an Ihren Bedarfen sind und werden auch in Zukunft alles daran setzen, Ihnen mit dem W&P-Manage- ment Support ein inhaltlich ausgewogenes, fundier- tes und zukunftsgewandtes Informations- und Inspi- rationsmedium für EntscheiderInnen zu bieten. Wir wünschen weiterhin gutes Gelingen Ihrer geschäftlichen Aktivitäten und freuen uns wie immer auf die Fortsetzung bzw. in Einzelfällen auch den Beginn des direkten Austausches mit Ihnen.
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Publikation
03.02.2022
Die ganze Welt läuft über Prozesse. Immer mehr Unternehmen verstehen, dass eine der größten Quellen für Wettbewerbsvorteile aus der Optimierung der granularen betrieblichen Details stammt, da diese zu einer höheren Effizienz und vor allem Kundenzufriedenheit führen. Aus diesem Grund ist Process Mining immer weiter auf dem Vormarsch, sprich die Analyse der digitalen Spuren im Unternehmen zu analysieren, um so Geschäftsprozesse durch eine Verbesserung der Effizienz, Effektivität und Produktivität ihrer kritischen Arbeitsabläufe zu optimieren. Klassische Prozessverbesserungsmethoden wie z. B. Process Mapping greifen zu kurz, um fundamentale Schwachstellen im Prozess zu identifizieren und anschließend zu beheben. Heute laufen nahezu alle geschäftskritischen Prozesse in IT-Systemen ab. Als Folge sind die Kernprozesse durch unternehmensspezifische Anforderungen und systemische Vorgaben selbst zu komplexen Systemen geworden – zu individuell, zu häufig, zu vernetzt und zu verteilt, um sie manuell zu verwalten. Entscheidend ist, dass sich Unternehmen mit der Zeit verändern – sie expandieren, vergrößern sich, implementieren neue Systeme, führen Fusionen und Übernahmen durch, entwickeln neue Produkte, migrieren in die Cloud oder Ähnliches. Jede dieser Änderungen wirkt sich auf die Prozessumgebung aus, und macht sie zunehmend unübersichtlich und komplex. Ohne ein ganzheitliches Verständnis dafür zu haben, wie die Prozesslandschaft verknüpft ist und in der Realität aussieht, ist es unmöglich einen Kernprozess zu optimieren. Es braucht also einen datenbasierten Ansatz, um der Komplexität moderner Prozesslandschaften gerecht zu werden. Wenn die dem Prozess zugrundeliegenden Daten in den Mittelpunkt gestellt werden, gewinnen die Ergebnisse an Objektivität und die Durchführung an Geschwindigkeit. Mehr dazu im neuen W&P Dossier „Process Mining: Mit datenbasierter Transparenz zu verbesserter Leistungsfähigkeit“.
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Publikation
13.10.2021
Das Thema Data Analytics ist im Mittelstand angekommen. Integriert in das Geschäftsmodell können Unternehmen damit Kosten senken, bessere Geschäftsentscheidungen treffen, Kundentrends und -zufriedenheit analysieren und daraus neue – und bessere – Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Data Analytics bewährt sich daher als ein guter Einstieg in die Transformation hin zum datengetriebenen Unternehmen. Die Gründe liegen für Sarik Weber, Leiter Digitale Transformation bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), auf der Hand: „Intelligente Data Analytics-Tools machen erste, schnelle Erfolge „sichtbar“ – und das erhöht die Akzeptanz bei Entscheidern, die so faktenbasiert agieren und Wertschöpfungsketten wesentlich effizienter gestalten können“. Basis eines erfolgreichen Data Analytics Projekts: Ein geeigneter Business Case, in dem Analytics auch spürbaren Mehrwert liefert. „Hier ist vor allem ein kritischer Blick auf die Prozesse, Produkte und Services im Unternehmen gefragt, um zu bestimmen, wo die größten Effizienz- und Optimierungspotentiale liegen“, so Sebastian Batton, Digital Expert bei W&P. Im Zuge der Business Case-Definition sollten Zielwerte festgelegt werden, die nach dem Abschluss des Projektes eine Erfolgskontrolle ermöglichen. Neben dem Business Case gilt es eine adäquate Datenarchitektur aufzubauen. Nur wenn verfügbare Daten, Datenaufbereitung und Tools vernünftig aufeinander abgestimmt und integriert sind, können Analysen effizient umgesetzt und vor allem einfach skaliert werden. Eine moderne Data-Analytics Architektur reicht von der Datenquelle bis zur Visualisierung und besteht in der Regel aus drei Ebenen: - Datenquellen (z. B. ERP, CRM) - Datenaufbereitung (z. B. Data Warehouse) - Analyseumgebung (z. B. BI-Tool) Welche konkreten Herausforderungen eine solche „End-to-End Data Pipeline“ mit sich bringt? Welche Tools für Reporting und Prognosen geeignet sind? Und welchen Mehrwert ein agiler Ansatz bei Data-Analytics Initiativen hat? Mehr dazu im neuen W&P Dossier „Data Analytics: Durch Erkenntnisse aus Daten zu verbesserter Leistung“.
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Kommentar, 31.08.2021
31.08.2021
Den digitalen Wandel erfolgreich umzusetzen, ist derzeit Aufgabe aller Unternehmen und Branchen. Insbesondere Familienunternehmen haben erkannt, dass die digitale Transformation einen erheblichen Einfluss auf ihre Strukturen und Prozesse ausübt. Doch eine Studie der Otto Beisheim School of Management (WHU) zeigt: In Sachen Umsetzung zögern viele. Technologien in den Bereichen Cloud Computing, Big Data und Künstlicher Intelligenz werden begrenzt in Anspruch genommen, weshalb Familienunternehmen immer stärker in Abhängigkeitsstrukturen geraten. Es braucht also eine umfangreiche Geschäftsstrategie, um sich den neusten Trends und Technologien anzunähern.Das „große Ganze“: Business Modell TransformationEinige Unternehmen setzen die Digitale Transformation von traditionellen Geschäftsmodellen ins Zentrum ihrer strategischen Ausrichtung. Bestes Beispiel: Die Parfümerie-Kette Douglas. Mit einem verstärkten Fokus auf Digitalisierung und E-Commerce konnte die Profitabilität des Traditionsunternehmens in diesem Bereich deutlich gesteigert werden.Die Geschäftsmodell-Umwandlung zielte auf die grundlegenden Bausteine der Wertschöpfung in einer Branche ab. Denn: Märkte und Kundenbedürfnisse hatten sich stark verändert und machten eine neue strategische Ausrichtung unumgänglich. Voraussetzung: Sie musste schnell und anpassungsfähig sein, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Da sich die digitale Transformations-Strategie an den digitalen Wandel anpassen muss, der außerhalb und innerhalb des Unternehmens stattfindet, braucht sie ein klares Zielbild. Einen Fahrplan, der durch die Beteiligung und Führung von neuen Geschäftseinheiten vorangetrieben wird und parallel zum traditionellen Geschäft läuft. Verändern Unternehmen so grundlegende Bausteine der Wertschöpfung, eröffnen sich dadurch erhebliche neue Wachstumschancen, die Stück für Stück ein Traditionsunternehmen zu einem führenden Digital-Player transformieren.Die Basis: Prozess-Daten TransformationDie Einführung intelligenter digitaler Tools ist eine Kernvoraussetzung für die erfolgreiche Umwandlung. Denn werden Standardabläufe mit Hilfe neuer Technologien digitalisiert, können verstärkt strategische, datengestützte Entscheidungen getroffen werden und das Unternehmen wird transparenter. Klar ist jedoch: Ohne eine brauchbare Datenbasis sind diese Initiativen zwecklos. Deshalb sollte die Ausgangslage der Daten innerhalb des Unternehmens zuerst evaluiert werden. In einem weiteren Schritt muss sich das Unternehmen auf einige Grundlagen des digitalen Betriebs wie z.B. eine solide IT, effektive Datenstrategien, eine robuste Dateninfrastruktur und die Sicherung der Datenqualität einigen.Durch eine Kombination dieser Faktoren entstehen zum Beispiel Möglichkeiten, Vertrieb und Kundendienst zu verbessern. Wer zusätzlich agile Methoden nutzt, mithilfe von Process Mining (z.B. mit Celonis) Prozesse analysiert und vernetzt oder durch KI aufwändige Arbeiten reduziert, verschafft sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile.Ohne geht’s nicht: Kulturelle und organisatorische TransformationDoch bei aller „Datenliebe“: Technologien allein reichen nicht aus, um eine erfolgreiche Transformation durchzuführen. Auch die Organisation und die Menschen dahinter sind entscheidend. Es braucht transformations-spezifische Rollen wie der des CDO´s, die die Veränderungsprozesse zentral koordinieren und umsetzen; Führungskräfte auf Schlüsselpositionen, die verstärkt in das Thema eingebunden werden. Zusätzlich ist die Entwicklung von Talenten und Fähigkeiten im gesamten Unternehmen ein wichtiger Erfolgsfaktor.Die Neudefinition von Rollen und Zuständigkeiten einzelner MitarbeiterInnen müssen in Einklang mit der Vision der Transformation gebracht werden – im Rahmen einer Kultur, die digitalgetrieben ist und agil funktioniert. Neue Arbeitsweisen müssen durch formale Mechanismen gefördert werden und Mitarbeiter sollten ein Mitspracherecht, sowie die Freiheit der Entwicklung von neuen Ideen erlangen, wo und wie die digitale Transformation weitere positive Veränderungen bewirkt.FazitDiese tiefgreifenden Maßnahmen machen klar: Der Aufstieg zum Digital Champion passiert nicht über Nacht. Es ist nur zu verständlich, dass auf Grund ihrer Komplexität einige Familienunternehmen vor der konsequenten Umsetzung zurückschrecken. Und doch kommt am digitalen Wandel keiner mehr vorbei, der mittelfristig wettbewerbsfähig bleiben will. Darum hilft hier nur eines: Jetzt losgehen – und schrittweise den Aufstieg beginnen!
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Kommentar, 22.06.2021
22.06.2021
Service-Champions erreichen einen hohen und relativ krisenfesten Umsatz und Ertragsanteil durch ihr Service-Geschäft. Was unterscheidet jedoch die Unternehmen, die Service eher reaktiv betreiben, weil der Kunde nun manchmal Ersatzteile und technische Hilfe bei Problemen braucht und auf sie zukommt von den Champions, die den Service als einen zentralen Kundenbindungs- bzw. Ertragsmotor erkannt haben?Service-Champions haben ihre gesamte Unternehmens-DNA durch radikale Kundenzentrierung schrittweise transformiert. Fünf Ebenen werden dabei von Best-Practice-Unternehmen aktiv gemanagt:Service Strategie & Customer JourneyTop-Service-Unternehmen ermöglichen ihren Kunden eine detaillierte und gleichzeitig relevante Transparenz der Service-Interaktion an den Kundenberührungspunkten in Echtzeit. Sie nutzen dabei gemeinsam mit ihren Kunden virtuelle kundenspezifische Serviceräume („Service-Experience-Räume“) sowohl für das strategische Management des gemeinsamen Service-Geschäftes (z. B. Management der installierten Basis, der Service-Verträge, der Preismodelle), als auch für das transparente operative Management einzelner Service-Aufträge (z. B. Informationen über den Service-Fortschritt, Tracking und Tracing).Die gängigen digitalen Kommunikationskanäle (Web, Video, Chat, App) sind in diesen Räumen integriert. Digitale Tools wie RPA, KI, Analytics und Service-Bots werden hierbei genutzt, um dem Kunden maßgeschneiderte und relevante Information, Erkenntnisse sowie Empfehlungen zur Verfügung zu stellen. Ein Überfluten mit neugewonnenen digitalen Informationen und Reports wird vermieden. Höchste Kundenzentrierung bei Best-Practice-Unternehmen bedeutet schließlich auch die richtige Balance zwischen der menschlichen Interaktion und den Best-in-Class Analytics zu finden.Service-PortfolioServicemarktführer bieten Lösungen aus einer Hand mit einem breiten modularen Portfolio von Dienstleistungsprodukten und Service-Verträgen an. Diese reichen von einfachen Wartungs- und Instandhaltungsbausteinen bis hin zu prädiktiver Wartung und Empfehlung und ermöglichen damit auch Total-Care Verträge mit digitalen Mehrwertdiensten. In den relevanten Branchen sind die Top Unternehmen auch in der Lage Lifecycle-Services, Verfügbarkeitsverträge bis hin zu Pay-Per-Use-Modellen profitabel anzubieten. Damit wird die installierte Produktbasis ihrer Kunden über den gesamten Lebenszyklus hin optimal betreut.Operative ExzellenzBei der Vermarktung und dem Vertrieb wenden Marktführer einen beratenden Verkaufsansatz an („Consultative Solution Selling“) und integrieren ihre Servicebereitstellung in den Betrieb ihrer Kunden. Die Vertriebsorganisation entwickelt sich weg vom Produktvertrieb hin zum eigenständigen beratenden Service-Vertrieb. Dieser sollte auch in der Lage sein, sowohl digitale Services und die damit verbundenen Software-Lösungen bzw. -Lizenzen zu vermarkten als auch die entsprechende Software-Distributions-Kette für Software-Updates und -Upgrades effektiv zu managen. Bei der Leistungserbringung bieten viele der Top-Unternehmen eine hohe Kundenorientierung durch 24x7 Erreichbarkeit sowie schnelle Reaktionszeiten an.Basis ist eine hohe Standardisierung der Prozesse im Fieldservice sowie die effizienten und skalierbar realisierten technischen Support-Prozesse. Um beim skalierbaren Design eines globalen Service-Netzwerkes eine kosteneffektive Balance zwischen lokaler Vor-Ort-Abdeckung und zentralen Standards und Know-how zu erreichen, arbeiten Marktführer mit einem strategisch differenzierten Partnermodell und der Integration von Top-Service-Partnern in die eigenen Vertriebs- und Service-Prozesse.Digitalisierung & TransparenzIn der digitalen Kundeninteraktion nutzen Best-Practice Unternehmen eine „Service-Cloud“ mit einer Vielzahl an KI-unterstützten digitalen Werkzeugen. Diese reichen von KI-unterstützten Fehlerbäumen und Lösungsvorschlägen bis hin zu einem transparenten und prädiktiven Lifecycle-Management, welches Assetmanagement-Lösungen mit relevanten Service-Data-Analytics (z. B. MTBF-/MTBI-Analytics) kombiniert. Im Fieldservice werden über APIs angebundene spezialisierte Service-Lösungen und smarte Feldtechnikeranbindung genutzt, wobei die Feldtechniker durch digitalisierte interaktive Bereitstellung von Prozesswissen unterstützt werden.Einige Branchenführer vermarkten derzeit auch proaktiv digitale Retrofitting-Angebote für die installierte Produktbasis, um den Rollout neuer digitaler Service-Plattformen Hand-in-Hand zu forcieren. Auf diesen Plattformen können die Kunden komfortabel alles aus einer Hand beziehen, von neuen digitalen Services (wie z. B. E-Tutorials, Zustandsmonitoring in digitalen Twins) bis zu klassischen Services in höherwertiger selbstadministrierten Form (z. B. automatische Ersatzteil-Identifikation mit Sofortbestellung).Organisation & KulturBei allen Service-Champions stellt der Service einen eigenständigen Geschäftsbereich mit eigenen Querschnittsfunktionen dar, der direkt an die Geschäftsführung berichtet. Eine Kultur der Kundenzentrierung im Service wird nachhaltig verankert durch das Vorleben dieser Werte durch das Top-Management, einer transparenten und stringenten Unternehmenskommunikation sowie dem Fördern und Fordern durch Mitarbeiter-Incentives basierend auf Kundenzufriedenheit und Profitabilität.Tiefes Kundenvertrauen und starke Kundenbindung entwickelt sich über Jahre wenn ein Kunde eine offene Service-Kultur erlebt, welche die entscheidenden „Momente der Wahrheit“ von dem Erstkontakt, der Kaufentscheidung, der Problemlösung bis hin zum Wiederkauf, transparent und professionell vorbereitet managt. Deshalb ist besonders auch bei kritischsten Servicefällen wie z. B. dem Total-Ausfall einer Produktionsanlage, eine proaktive professionelle Kommunikation zum Kunden in Kombination mit vollkommener Transparenz über den Fortschritt der Problemlösung von äußerster Wichtigkeit. Eine derartige professionelle Service-Kultur ermöglicht auch unter schwierigsten Umstanden hervorragende Chancen für den Aufbau einer starken Kundenbindung.FazitKundenzentriertes Handeln ist kein philosophischer Denkansatz, sondern kann und muss messbar, quantitativ und radikal auf allen Ebenen des Service-Geschäftes prozessual wie auch systemtechnisch umgesetzt werden. Wahre Service-Champions transformieren aktiv alle fünf Ebenen, um damit die Transformation der gesamten Unternehmens-DNA hin zu einem kundenzentrierten Service-Champion zu erreichen. Damit sichern sie sich einen hohen und krisenfesten Umsatzanteil mit sehr attraktiven Margen.
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Kommentar, 01.06.2021
01.06.2021
Heute geht es um Agilität, um Transparenz, um schnelle faktenorientierte Entscheidungen. Corona hat gezeigt, die Reagiblen, die wohl Strukturierten, die Digitalen sind – branchenunabhängig – die Gewinner.Erfolgsfaktoren liegen in der Basis: Konsistente, valide und einheitliche Daten, Standards in den Prozessen und End-to-End-Prozesse. Es geht nicht mehr darum, die Dinge auf individueller Ebene festzuschreiben und via Pflichtenheft in Software abzubilden. Technische Verfügbarkeit und Performance sind nach wie vor zentrale Anforderungen an „die IT“, heute kommt jedoch An-wendungswissen dazu. „Die IT“ der Zukunft ist Business Partner mit Domainwissen, ist Scout, wenn es um neue Anwendungen und nutzbare Standards geht. Plattformen, die sowohl hochstandardisiert als auch flexibel ausgestaltet sind, spielen in der künftigen Systemarchitektur die entscheidende Rolle.ERP-Systeme sind Bestandteil dieser Infrastruktur, sie sind der „Backbone“ des Unternehmens. Als zentrales betriebswirtschaftliches System bilden sie die Geschäftsmodelle als digitaler Kern des Unternehmens ab. Das ERP-System ist somit die „Single Source of Truth“ des Unternehmens bzw. muss es sein. Es liefert die für alle Geschäftsprozesse nötigen Daten und Services, sichert diese, bereitet datenbasierte Entscheidungen vor oder trifft einige sogar „selbst“ durch künstliche Intelligenz.Das ERP-System ist somit Grundlage und Voraussetzung jeder digitalen Transformation. Es unterstützt und agiert auf den digitalen Plattformen und bildet neue Geschäftsmodelle ab. ERP-Systeme sind die Datendrehscheiben, die es dem Unternehmen ermöglichen, sowohl intern als auch extern Daten zu erfassen und zu sammeln, sie zu interpretieren und zu nutzen, um sich so durch intelligente Entscheidungen mit effizienten Prozessen einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb zu verschaffen. Das ERP-System entscheidet somit über Skalierungsniveau und Wettbewerbsfähigkeit.Wie ist das ERP-System optimal aufzustellen?Das richtig aufgesetzte ERP-System ist der Grundstein jeder digitalen Transformation, es sorgt dafür, dass der Umbau des Unternehmens auch wirklich funktioniert. Basis ist nicht „das Ist“, sondern klar strukturiert, die Geschäftsmodelle der Zukunft zielorientiert, ihre spezifischen Prozessanforderungen und nutzbare Standards und Applikationen. Ausgangspunkt ist also ein klares Zielbild von Daten, Prozessen und damit der Systemarchitektur. Das ERP-System verbindet alle Waren- und Werteflüsse, es kalkuliert Aufträge und bewertet deren Rentabilität und es plant Produktion, Distribution und Verkauf. Von den Stammdaten über Produkte und Services bildet dieses System die Schnittstelle zu Kunden, ihren Aufträgen, zu Lieferanten, zu Produktion und Vertrieb.Erfolgsentscheidend sind valide Daten und Standards in Prozessen und Schnittstellen – nur dadurch und nicht durch „Individualprozesse“ entsteht Flexibilität und Geschwindigkeit. Nur so gelingt der Aufbau eines kompletten „Öko-Systems“ – also die Einbindung von Partnern wie Kunden und Lieferanten in die komplette Wertschöpfungskette. Alles andere bleibt Stückwerk und „Gefrickel“. Die häufig eingeschränkte Sicht einzelner Funktionsbereiche, das „Silodenken“, steht dem entgegen. Der Blick muss erweitert werden, die End-to-End-Sicht muss in die Köpfe.Die zentrale Chance, dies mit der Konzeption der Systemarchitektur und einer ERP-Einführung zu erreichen heißt: Greenfield-Prozesse, also keine Ist-Aufnahme, keine Bewertung von „Besser oder Schlechter“ und keine Ableitung des kleinsten gemeinsamen Nenners. Es muss klar sein, was Prozesse und Daten leisten müssen. Das „Wie“ wird auf der Basis von Use Cases dargestellt und durch die betroffenen Mitarbeiter beurteilt und bewertet. Also – für alle gleich neu – alle mit End-to-End-Sicht. Auch die IT-Abteilung muss mitgenommen werden – denn für sie heißt es meist: Abgabe von Verantwortung für technische Verfügbarkeit und Performance gegen „Neuland“, was Applikationen angeht.Wie kann die Lösung aussehen?Das Zielbild ist entscheidend. Ausgehend von Unternehmensstrategie, Geschäftsmodellen und damit der „Prozessleistung“ werden die Ziele für ein ERP definiert und funktionale Hypothesen aufgestellt.Ist das Ziel definiert, muss sich intensiv mit dem zukünftigen Datenmodell und den Prozessen auseinandergesetzt werden. Entscheidend ist der Grundansatz – die globalen Datenströme End-to-End vom Kunden her denken und die Prozesse daran auszurichten. „Ins Unterholz“ führen alle Detailansätze auf Datenbankebene und Feldinhalte zu definieren.Im „Operating Modell“ – also im Zielbild für den ein-geschwungenen Zustand – ist die IT-Organisation Business Partner und Innovationstreiber, mit neuen Anwendungen und Services für die zu unterstützenden Prozesse und Schnittstellen. Den Unterbau bildet dabei eine IT-Infrastruktur, die skalierbare Cloud-Lösungen und selbstbetriebene Systeme als hybrides Modell vereint.Bei der Weiterentwicklung eines ERP-Systems sind noch weitere Erfolgsfaktoren zu beachten: Zum einen sollte auf Best-Practice-Lösungen gesetzt, andererseits so standardnah wie möglich implementiert werden. Für die End-to-End-Betrachtungen sind übergreifende Teams zu bilden und früh Process Owner festzulegen. Die Use- Cases als Beispiele für die Prozessmodelle sind durch alle Phasen der Implementierung zu verifizieren, angefangen vom Prozess Design über die Umsetzung, Testing bis hin zur Abnahme, Go-Live und Hypercare-Phase.Last but not least benötigt es an der einen oder anderen Stelle auch etwas Mut. Nicht jede durchdachte Prozessvariante wird in Zukunft benötigt und muss (in der ersten Phase) umgesetzt werden.FazitDie Anforderungen an ERP-Systeme werden größer, die Einsatzfelder immer breiter. Daher gibt es keine Patentlösung für die ERP-Einführung. Allerdings ist die Richtung klar: ERP wird als Integrationsplattform und digitaler Kern eine immer größere Rolle spielen. In diesem Spannungsfeld, aus performantem ERP-System mit hohem Standardisierungsgrad sowie gleichzeitig ausreichender Flexibilität und Reagibilität für das Erfüllen der Anforderungen von Funktionen und Kunden, findet die digitale Transfromation statt. Die Unternehmen, die dies in Ihrer ERP-Roadmap berücksichtigen, sind mittel- und langfristig gut aufgestellt und fit für die Zukunft.
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Best Case
11.05.2021
Das Familienunternehmen Pfeifer, einer der Weltmarktführer im Bereich Seiltechnik, Seilbau, Bautechnik, Hebetechnik und Anschlag-/ Zurrtechnik, macht es vor: Im Zuge einer Digitalisierungs-Initiative, die auf die Transformation von Prozessen, Systemen und Teil-Geschäftsmodellen abzielte, wurde ein Data Analytics Projekt zur Analyse bisher ungenutzter Datenbeständen ins Leben gerufen. Mit Unterstützung des W&P Digitalisierungsteams wurde dafür ein Datenmodell zur Verknüpfung der Vertriebs- und Servicedaten aus ERP und dem bestehenden Service-Systems erstellt, Daten-Qualitäts-Quick-Checks durchgeführt und interaktive BI-Analysen zu u.a. Kundensegmentierung, installierter Basis, Fremdprodukten und Vertriebspotenzialen aufgesetzt. „Durch den Data-Analytics Ansatz von W&P konnten wir unsere Datensilos aufbrechen und sind dadurch heute vernetzter und vor allem schlagkräftiger an unseren Kunden und deren Bedürfnissen dran“, bestätigt Gerhard Pfeifer Geschäftsführender Gesellschafter Pfeifer Seil- und Hebetechnik, den Erfolg des Projekts.
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Publikation
21.04.2021
Business Performance steht momentan auf den meisten Top-Management-Agenden der Entscheider in Familienunternehmen - mit Blick auf eine höhere Flexibilität des Unternehmens für die Zukunft. Digitalisierung und Agilisierung der Strukturen und Prozesse werden damit deutlich wichtiger, Process Mining, Agiles Projektmanagement und Data Analytics rücken den Kunden weiter in den Mittelpunkt und stärken die Kundenzentrierung. Wie Unternehmen neben performance-fokussierten Hausaufgaben auch Sales- und Service Excellence-Ansätze, Customer Journey Management sowie die New Business-Herangehensweise „Technologie sucht Markt“ nutzen können, um ihre markseitige Power zu erhöhen? Impulse für EntscheiderInnen im neuen Management Support.
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Publikation
15.10.2020
Egal ob im Rahmen der Digitalen Transformation eines Unternehmens, des Kaufs oder Exits: Nur Transparenz über Daten-, Prozess- und Systemarchitektur macht deutlich, wie zukunftsfähig ein Geschäftsmodell ist, wo Kaufpreisabschläge notwendig sind – oder aber bereits geleistete Investitionen und Potenziale der Zukunft kaufpreissteigernd berücksichtigt werden müssen. Bessere Daten, eine bessere Verknüpfung unterschiedlicher Daten und ihre zentrale Vorhaltung werden zu Wertetreibern für Unternehmen. Doch: Wie Transparenz schaffen? Der W&P Daten-, Prozess- und Systemaudit (DPSA) ist der zentrale Startpunkt zur Entwicklung eines Datenmodells und damit eines datengetriebenen Geschäftsmodells. Einerseits kann es zur Status Quo-Bestimmung für den Start bzw. die Weiterentwicklung der Digitalen Transformation genutzt werden, andererseits als Zusatzbaustein zur Financial Due Diligence.
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Publikation
25.05.2020
Für Unternehmen stand in den letzten Wochen vor allem die Sicherung von ausreichend Liquidität ganz oben auf der Agenda. Doch nun beginnt eine neue Phase im Umgang mit der Krise: Im Ramp-up rücken die Redimensionierung und Transformation des Geschäfts sowohl auf strategischer, operativer als auch struktureller Ebene in den Fokus. Was heißt das konkret für die neue unternehmerische Normalität? Welche Maßnahmen helfen Unternehmen und Unternehmern dabei, mit einem kleinstmöglichen Corona-Rucksack in die Zukunft zu gehen? Im aktuellen Management Support lesen Sie zusätzlich zu Impulsen aus aktuellen Projekterfahrungen diesmal auch wertvolle Beiträge externer Autoren aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.
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21.01.2020
Die Vorzeichen der nahenden konjunkturellen „Delle“ in der Weltwirtschaft – das ist eines der Top-Themen in Davos auf dem WEF. Für Unternehmen geht es dabei konkret um eines: Sie müssen im Vorfeld eines Abschwungs die richtigen Stellschrauben justieren, um im Abschwung ihre Ergebnisse abzusichern.
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Event, 26.11.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Carve-Outs gehören zu den komplexesten Restrukturierungsinstrumenten. Sie verbinden strategische Neuausrichtung mit rechtlichen, finanziellen und operativen Fragen und können richtig umgesetzt sowohl Krisen vorbeugen als auch in schwierigen Situationen den Fortbestand sichern.In unserem Executive Dialog zeigen wir, wie Sanierungsfähigkeit geprüft, operative Trennungen umgesetzt und rechtliche Herausforderungen gemeistert werden können. Ergänzend beleuchten wir Finanzierungsansätze wie Staple Financing und diskutieren in einer Werkstatt-Runde praxisnahe Lösungsansätze für erfolgreiche Carve-Outs.
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Publikation
28.10.2019
Digitalisierung ist längst Modewort, die dahinterliegenden Daten werden hingegen oft nur als Nebenprodukt gesehen. Doch: Professionelles Datenmanagement sollte auf die Agenda jedes Unternehmenslenkers, da Daten der Schlüssel zur nachhaltigen Transformation des Geschäftsmodells sein können. Wie individuelle Herausforderungen nachhaltig und zukunftsfähig gelöst werden können? Mehr dazu in der aktuellen W&P-Publikation „Datenmanagement“, die Wege zu einem ganzheitlichen Ansatz zum Aufbau und zur Entwicklung zukunftsfähiger Datenwelten zeigt.
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Publikation
27.08.2019
Digitale Transformation, Industrie 4.0, IoT, Smart Factory sind in aller Munde. Sicherlich stehen diese Themen auch auf Ihrer Agenda. Absolut richtig! Sie liefern u. a. Antworten auf zentrale Herausforderungen: Extern steigen die Erwartungen an Vielfalt, Individualität und Digitalisierung, intern wird der Druck auf Schnelligkeit, Effizienz und Transparenz immer größer. In der Industrie passiert gerade sehr viel, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Die Bundesregierung setzt Forschungsprogramme in Milliardenhöhe auf, Konzerne investieren großzügig in Industrie 4.0-Pilotwerke oder die Entwicklungen von Plattformen, Anlagenbauer entwickeln schon heute neue Geschäftsmodelle auf Basis von IoT und Vernetzung. Die spannende Frage lautet, wie der Mittelstand auf diese Herausforderungen reagiert. Welche Entwicklungsschritte sind notwendig? Wie stark sollten Sie in das Thema Industrie 4.0 investieren?
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Publikation
04.06.2019
In Zeiten unsicherer gesamtwirtschaftlicher Prognosen stehen in Familienunternehmen robuste Vorbereitungsmaßnahmen im Fokus. Dauerbrenner: die Strategie. Es gilt das Dilemma der Unternehmensführung zwischen Risikobewertung, Flexibilität und Kreativität wirkungsvoll zu lösen. Einen zweiten Blick verdient auch ein Asset, das nicht in der Bilanz steht: Der Kunde. Wer ihn in den Mittelpunkt stellt, eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe pflegt, hat Zukunft. Das „Kraftfeld Kunde“ schafft dabei konkurrenzlosen Kunden-Mehrwert. Wie? Mehr hierzu in der aktuellen Ausgabe des Management Support.
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Publikation
10.04.2019
Die vorrangige Aufgabe im Supply Chain Management wird bislang meist darin gesehen, die Kunden effizient, fristgerecht und in der richtigen Qualität zu versorgen. Doch nur an der „klassischen“ Effizienzschraube zu drehen, reicht in der heutigen Zeit nicht mehr aus, weil die Markt- und Kundenanforderungen immer weiter steigen. Das führt zu divergenten Zielsetzungen: - Einerseits für den Kunden besser, vielfältiger und individueller werden, - andererseits in der Leistungserbringung schneller, transparenter und effizienter werden. Es müssen also innovative und zukunftsfähige Lösungen gefunden werden, um eine kundenzentrierte und performante Wertschöpfungskette mit Alleinstellungsmerkmalen zu schaffen. Die Supply Chain wird so zu einem zentralen Erfolgsfaktor im Geschäftsmodell – zu einer strategischen Waffe!
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Publikation
19.02.2019
Schnelllebige Märkte, neue Technologien und eine massiv fortschreitende Digitalisierung mit KI-Möglichkeiten verändern vielerorts die Gesetzmäßigkeiten von Märkten und deren Umfeld von Grund auf. Der Bedarf an belastbaren Zahlen und Fakten in kürzeren Zyklen wird deshalb immer größer und damit auch der Stellenwert der Marktforschung. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, bündelt Dr. Wieselhuber & Partner vorhandene Kompetenzen und Erfahrungen seit Jahren im branchenübergreifenden Team „Strategic Market Research“ (SMR). Dabei verstehen wir uns nicht nur als Anbieter für Datenerhebung, sondern als Integrator und Berater, der Ihre individuelle Unternehmenssituation bei allen marktseitigen Erhebungen berücksichtigt. Mit unserem Dossier „Strategic Market Research“ stellen wir unser Leistungsspektrum vor und bieten einen ersten Einblick, welcher nutzenstiftende Input aus der strategischen Marktforschung für Ihr Unternehmen denkbar wäre.
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Publikation
14.12.2018
Virtuelle Personalplattformen und -netzwerke entscheiden über den Zugang zu Bewerbern. Der kommunikative Austausch zwischen Mitarbeitern läuft parallel zu bzw. integriert in den sozialen Netzwerken. Technologischer Fortschritt macht erworbene Kompetenzen obsolet. Entscheidungen in Unternehmen werden immer häufiger von Maschinen auf Basis von Algorithmen getroffen. Wenngleich die Dramatik des Wandels für viele Unternehmen sicher etwas geringer sein dürfte, so steht doch in vielen Unternehmen heute die Auswirkung der aktuellen Dynamiken auf die Organisation weit oben auf der Agenda. Dabei steht außer Zweifel, dass das Top-Management gefordert ist, die Organisation „fit für die Zukunft“ zu machen. Es kann nur mit wenigen Entscheidungen dem Unternehmen so sehr „seinen eigenen Stempel aufdrücken“, wie bei der Gestaltung der Organisation. Doch was sind die konkreten Weichenstellungen bei der zukünftigen Definition der Unternehmensorganisation und worauf kommt es bei der Umsetzung an? Diese und weitere Themen der Agenda des Top-Management stehen bei dieser Ausgabe des Management Support im Fokus und liefern Ihnen als Gestalter des Wandels in Ihrem Unternehmen hoffentlich wieder Impulse mit Mehrwert für den operativen Alltag.
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Publikation
04.07.2018
Ausmaß und Geschwindigkeit aktueller Veränderungen erfordern in jedem Unternehmen eine größere Management-Wertschöpfung als in der Vergangenheit: Der „klassische“ CFO wird beispielsweise zum gestaltenden Risikomanager. Auf seiner Agenda von morgen: Zukunftsorientiertes, unternehmerisches Denken jenseits des „business as usual“. Auch die Anforderungen an die künftige Organisation von Familienunternehmen wandeln sich – eine ständige, aktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ebenen in der Organisation ist Pflicht. Doch wo ansetzen? Und wie? Der aktuelle W&P Management Support liefert wieder zahlreiche Impulse für Unternehmer, Gesellschafter und Top-Management im operativen Unternehmensalltag - aus der Praxis für die Praxis.
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Event, 27.10.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Der Kongress SUMMIT ALLGÄU Produktion ist eine Managementkonferenz „von der Industrie für die Industrie“. Die Veranstaltung wurde ins Leben gerufen, um Führungskräften im Produktionsumfeld neue Impulse für Ihre Arbeit zu liefern. Hierfür kommen die relevanten Entscheider der produzierenden Industrie zusammen und schaffen eine Atmosphäre des offenen Austausches auf Augenhöhe. Im Kern stehen dabei keine wissenschaftlichen Fachvorträge, sondern authentische Erfahrungsberichte aus der industriellen Praxis.In diesem Jahr als Aussteller dabei: Das W&P Team Business Perfomance Improvement. Folgende Fragestellungen werden im Rahmen des SUMMIT ALLGÄU Produktion 2025 diskutiert:Zwischen Zöllen, geopolitischen Konflikten und vulnerablen Lieferketten: Wie kann den Anforderungen „Wandlungsfähigkeit“ und „Resilienz“ moderner Produktionssysteme nachhaltig Rechnung getragen werden?Mit welchen produktionssystematischen Werkzeugen lässt sich die gegebene Variantenvielfalt bestmöglich abbilden?Welche Rolle spielt in Zukunft die ökologische Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette? Wie kann ein gleichermaßen ökologisch und ökonomisch vorteilhafter Transformationsprozess in der industriellen Praxis gelingen? Wie muss ein Produktionssystem gestaltet sein, um qualifizierte Fachkräfte zu begeistern und nachhaltig an das eigene Unternehmen zu binden? Zwischen Hype und Revolution: Wie kann aus Produktionsdaten echter Mehrwert für die Beantwortung dieser Fragestellungen entstehen?Zur Anmeldung beim Veranstalter. 
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Publikation
22.03.2018
Wer die Performancetreiber seines Unternehmens kennt, kann Gewinn und Rendite verbessern. Umsatz, variable Kosten und Gemeinkosten auf der Ertragsseite werden u.a. durch Stellschrauben wie Produktmix, Leistungsfähigkeit des Vertriebs, Wertschöpfungskonfiguration oder Organisation beeinflusst. Was Management und Gesellschafter noch im Blick haben sollten, um das Ebit zu erhöhen und den Kapitalbedarf zu senken? Antworten dazu im aktuellen W&P Dossier „Business Performance: Gewinn und Rendite erhöhen“.
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12.12.2017
Entscheiden war das Credo, unter dem wir die vergangene Ausgabe unseres Management Supports gestellt hatten. Die richtigen und wichtigen Entscheidungen zu treffen stand sicherlich auch bei Ihnen in den vergangenen Wochen und Tagen im Rahmen der Planungs- und Budgetrunden 2018 oben auf der Agenda. Aber was kommt danach? Machen! Der aktuelle Management Support kann Ihnen hierbei in dreierlei Weise behil ich sein: Als Beleg, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Als Impulsgeber für Themen, die Sie noch nicht auf dem Schirm hatten. In den seltensten Fällen vielleicht auch zur kognitiven Dissonanzreduktion, im Falle unglücklich getroffener Entscheidungen. In jedem Fall aber hoffentlich als Management Support – nomen est omen – und damit hilfreicher Impuls für Ihren operativen Alltag. Wir wünschen Ihnen wie immer eine angenehme und interessante Lektüre und stehen Ihnen natürlich jederzeit gerne für Rückfragen zu Verfügung.
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Publikation
19.03.2026
Geopolitische Risiken, Energie- und Rohstoffvolatilität, knappe Fachkräfte, steigende Produktkomplexität sowie der Druck auf Lieferfähigkeit und Working Capital führen dazu, dass der Produktions-Footprint wieder zur Chefsache wird – nicht als Einmalprojekt, sondern als wiederkehrender Managementprozess. Unternehmen gewinnen nicht mehr dadurch, dass sie den „billigsten“ Standort finden, sondern dadurch, dass sie ihr Netzwerk steuerbar machen. Steuerbar heißt in der Praxis: klare Rollen je Werk, belastbare Wertstrom- und Kapazitätslogik, transparente Kosten- und Servicehebel sowie eine Organisation, die Szenarien schnell bewerten und konsequent umsetzen kann. Wie eine transparente Faktenbasis zu Produktfamilien, Kundensegmenten, Wertströmen und Kapazitäten entsteht, daraus Szenarien, eine Business-Case-Bewertung und letztlich ein OPEX-Umsetzungsprogramm entwickelt wird, zeigt das aktuelle Dossier von Christian Sprenger & Fabian Dichant.
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News, 04.03.2026
04.03.2026
Wie lassen sich Organisationskosten wirksam senken, ohne in einen reinen Sparmodus zu verfallen? Wie gelingt es, Effizienz und Effektivität so zu steigern, dass das Geschäftsmodell gestärkt statt ausgehöhlt wird? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffkosten, Lieferkettenstörungen, wachsender Insolvenzen und zunehmendem Druck im Mittelstand positionierte Jens Ekopf, Managing Partner und Leiter Business Performance Improvement, Organisationskosten als strategischen Hebel. Kostensenkung sei kein isoliertes Sparprogramm, sondern Teil einer konsequent am Geschäftsmodell ausgerichteten Transformation. Zentral sei dabei ein klarer strategischer Rahmen: „Zuerst müssen die strategischen Leitplanken und der Kern des Geschäftsmodells klar festgelegt werden – denn ohne diesen Rahmen fehlt die Orientierung, um Leistungen und Strukturen sinnvoll zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln.“ Erst auf dieser Basis lasse sich das interne Leistungsportfolio systematisch hinterfragen – hinsichtlich der Notwendigkeit von Leistungen, angemessener Servicelevel, organisatorischer Verortung und effizienter Prozessgestaltung. Abhängig von Ausgangslage und Ambition, zeigen Projekterfahrungen Potenziale von 20 bis 30 Prozent, kurzfristig über Servicelevel-Anpassungen, mittelfristig über Reorganisation und die Ausgestaltung eines belastbaren Target Operating Models. Dass solche Programme weit mehr sind als eine analytische Aufgabenstellung, betonte Leonard Kluck, Senior Manager und Leiter People & Transformation. Leistungsanalysen erzeugten spürbaren Druck, da Mitarbeitende ihre Rolle, Beiträge und Perspektiven neu bewerten. Veränderungsprozesse durchliefen typische emotionale Phasen – von Verunsicherung bis Akzeptanz – und würden in ihrer Wirkung häufig unterschätzt. Transparente Kommunikation, klare Moderation und die gezielte Einbindung konstruktiver Stakeholder seien daher entscheidend, um Dynamik produktiv zu nutzen und Widerstände aktiv zu moderieren. „Veränderungsprogramme sind nie nur eine Excel-Übung. Hinter jeder Maßnahme stehen Menschen, Emotionen und Erwartungen. Entscheidend ist, diese Dynamik ernst zu nehmen, transparent zu kommunizieren und die Organisation Schritt für Schritt durch die Veränderung zu führen.“ In der Werkstattdiskussion, moderiert von Seyma Bosluk, Senior Expert Cost & Controlling Excellence, rückten drei Praxisfragen in den Fokus. Erstens: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Programme zur Organisationskostensenkung? Die Erfahrung zeigt: Viele Unternehmen reagieren erst unter sichtbarem Ergebnisdruck oder bei steigenden Overhead-Quoten, obwohl ein frühzeitiges, proaktives Handeln größere Gestaltungsspielräume eröffnet. Zweitens: Woran lässt sich erkennen, dass Overhead-Strukturen aus dem Gleichgewicht geraten? Neben Benchmarks wurden vor allem interne Warnsignale wie zunehmende Komplexität, überfrequente Reports ohne klaren Nutzen, lange Abstimmungsprozesse oder eine vom Kerngeschäft entkoppelte Kostenentwicklung diskutiert. Drittens: Wie lassen sich politische oder emotionale Widerstände vermeiden? Im Zentrum standen Transparenz, ein klares Narrativ und die frühzeitige Einbindung der Funktionsbereiche, um Energie in konstruktive Mitarbeit statt in Blockade zu lenken. Deutlich wurde: Die nachhaltige Senkung von Organisationskosten gelingt nur, wenn strategische Klarheit, analytische Stringenz und professionelles Change-Management konsequent zusammengedacht werden.
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Best Case
05.02.2026
Die Aicher Group betreibt Mobilitätsservices am Münchner Flughafen für Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität (PRM). Im Jahr 2024 stand AICHER, wie andere Dienstleister auch, auf Grund von Verspätungen und Unregelmäßigkeiten durch das steigende Flugaufkommen sowie nicht durchgängig optimierte Prozessabläufe erheblich unter Druck.  Im Rahmen eines operativen Restrukturierungsprojekts musste die Schichtplanung der Operations, die Disposition und das Reporting optimiert werden, um den reibungslosen Ablauf des PRM-Service und die Erfüllung der vertraglichen SLA-Erfüllungsquoten sicherzustellen. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) löste die Herausforderungen durch ein datengetriebenes Modell, entwickelte Machine-Learning (ML) Modelle und dynamische Dashboards.  „W&P hat durch die Einführung neuer ML-Methoden dafür gesorgt, dass der operative Betrieb im Bereich PRM datengetrieben und effizient gesteuert wird. Parallel dazu ist das Modell skalierbar und stellt somit eine zentrale Säule der Zukunftsfähigkeit des PRM-Services dar,“ so Peter Aicher, Geschäftsführender Gesellschafter Aicher Airport Services. Wie das Team um Daniel Emmrich, Partner Operative Restrukturierung, Sebastian Batton, Leiter Digitale Transformation, und Moritz Zoepffel, Digitale Transformation, konkret vorging?  Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 11.12.2025
11.12.2025
Der W&P Trendradar 2026 zeigt: Mittelstand und Familienunternehmen stehen 2026 vor einer doppelten Herausforderung. Zum einen beschleunigt sich die Transformation vieler Branchen deutlich, zum anderen verschärft sich der finanzielle und operative Druck. Unternehmen müssen sich in einem Umfeld behaupten, das von geopolitischen Spannungen, regulatorischen Eingriffen, hoher Kapitalintensität, Kosteninflation und tiefgreifenden technologischen Umbrüchen geprägt ist. Über alle Branchen – von Industriegütern, Automotive & Mobility, Elektro-& Energietechnik, Medizintechnik, Sicherheitstechnik über Konsumgüter, Chemie-& Kunststoffe, Bau-& Bauzulieferer bis hin zu Pharma& Lifescience – zeigt sich ein gemeinsames Muster: Erfolg entsteht dort, wo das Top-Management Strategien neu ausrichtet, operative Exzellenz stärkt und Digitalisierungsowie KIpragmatisch in Wertschöpfung übersetzt. In technologiegetriebenen Märkten werden Software, Daten und KIzu zentralen Differenzierungsfaktoren. Neue Geschäftsmodelle entstehen rund um Services, Plattformen und vernetzte Systeme. Zugleich rückt die Fähigkeit, Wertschöpfungsketten resilienter, regionaler und effizienter zu gestalten, ins Zentrum strategischer Entscheidungen. Unternehmen professionalisieren Planung, Einkauf und Supply Chain, setzen stärker auf Automatisierung und nutzen KI als Enablerfür präzise Prognosen, operative Geschwindigkeit und Risikotransparenz. In konsumentennahen Branchen verschieben sich Marktlogiken: Nachfragevolatilität, verschärfter Preiswettbewerb, Nachhaltigkeitsdruck und neue Käufergenerationenerfordern konsequentes Portfoliomanagement, datengetriebene Vermarktung und strikte Liquiditätssteuerung. Erfolgreiche Player schaffen die Balance zwischen Effizienz und Investitionen in Marke, Innovation und Kundennähe. Gleichzeitig werden Business-Case-Transformationenzur Voraussetzung für Investitionen, Transaktionen und Finanzierung. Insgesamt wird der finanzielle Rahmen enger. Die Zinswendemacht Kapital teurer, Covenants strenger und Refinanzierungen anspruchsvoller. In vielen Branchen steigert dies den Druck auf Kapitalallokation, Working Capital und strukturierte Risikoanalytik. StaRUG-basierte Lösungen, Liability-Management-Ansätze und kreative Finanzierungsarchitekturen gewinnen an Bedeutung –sowohl in industriellen Transformationsprojekten als auch in Real Estate und Leveraged-Finance-Strukturen. Für Familienunternehmen entsteht ein neues Spannungsfeld zwischen Stabilität, Wachstumsambitionen und finanzieller Resilienz. Gleichzeitig zeigt sich ein zentraler Erfolgsfaktor in nahezu allen Branchen: Führung und Organisation entscheiden über Transformationsgeschwindigkeit.Unternehmen, die klare Verantwortlichkeiten setzen, datenbasierte Steuerung etablieren und Kompetenzen gezielt entwickeln, können KI, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle deutlich schneller skalieren. Restrukturierung und Transformation rücken enger zusammen: Portfoliofokussierung, operative Maßnahmenprogramme und schlanke Entscheidungsprozesse bilden die Basis, um Wettbewerbsfähigkeit in volatilen Märkten zu sichern. In Summe entsteht ein Bild der Beschleunigung: 2026 wird für viele Mittelständler zum Jahr der strategischen Neuaufstellung.
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News, 20.11.2025
20.11.2025
Die strategisch erfolgreiche  Unternehmensführung ist eine besondere Kunst. Den klassischen Königsweg gibt es nicht – Individualität ist gefordert. Die aktuelle W&P Studie „Strategisches Management“ gibt dabei einen hochaktuellen Einblick in den Status Quo und den Reifegrad dieses wichtigen Themas in Familienunternehmen. Deshalb steht die Strategie neben Themen rund um Marketing & Vertrieb, KI, Finanzierung, Distressed M&A genauso im Fokus der 32. Ausgabe des Management Support, wie auch Beiträge rund um Kultur und zunehmend wichtige Softskills. Aktuelle Best Cases, Branchen-Insights und Interviews geben Einblicke in die branchenübergreifende Beratungspraxis und liefern unternehmerische Impulse für operativ dringliche und manchmal sogar existenzielle Tagesordnungspunkte. Jetzt reinlesen!
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News, 30.10.2025
30.10.2025
Kommentar von Christian Sprenger, Partner Operational Excellence, und Fabian Dichant, Senior Manager Operational Excellence bei Dr. Wieselhuber & Partner Der Produktionsstandort Deutschland wurde in den letzten Jahren gern als Problemfall beschrieben – teuer, langsam, überreguliert. Auf der Summit Allgäu Produktion 2025 war der Ton anders: Die Probleme sind brutal real, aber niemand versinkt im Selbstmitleid. Genannt wurden unter anderem hohe Energiekosten, Fachkräftemangel, Bürokratie und ein globaler Kostendruck, der durch die geopolitische Lage weiter steigt. Die US-Regierung unter Donald Trump setzt wieder offen auf Industrieprotektionismus, Zölle und „America First“, um Produktion zurück in die USA zu holen. Gleichzeitig kommt aus China eine neue Welle industrieller Konkurrenz: technisch solide, schnell skalierbar und „good enough“ – funktional ausreichend, aber preislich so aggressiv, dass gerade europäische Maschinenbauer und Zulieferer massiv unter Druck geraten. Die Botschaft der zwei Tage war deshalb eindeutig: Wenn wir in fünf Jahren noch wettbewerbsfähig sein wollen, reicht „weiter so“ nicht – gefragt seien laut Georg Weber, CTO WILO SE, mehr Produktivitätssprünge, um in 5 Jahren noch wettbewerbsfähig zu sein. Diese Produktivitätssprünge werden inzwischen nicht mehr als theoretische LEAN-Übung diskutiert, sondern sehr operativ. Automatisierung ist keine Prestigeinsel mehr, sondern Grundvoraussetzung dafür, in einem Hochlohnland stabil und in Qualität liefern zu können. Digitale Assistenzsysteme sollen Prozesse beherrschbar machen: Werkerführung in Echtzeit statt dicker Arbeitsanweisung, sofortiges Feedback statt spätem Nacharbeiten, klare Takte statt individueller Heldenleistung. Nachhaltigkeit wird nicht mehr als Imageblock verkauft, sondern als Teil der Effizienzlogik: Energie verstehen, Verbräuche aktiv steuern, eigene Versorgung sichern, Verluste reduzieren. Es geht weniger um „mehr Leute für mehr Schichten“, sondern darum, die vorhandenen Ressourcen so stabil, standardisiert und störungsarm laufen zu lassen, dass Ausbringung und Liefertreue planbar bleiben. Ein weiterer roter Faden: Geschwindigkeit. Veränderung wird nicht mehr als mehrjähriges Transformationsprogramm beschrieben, sondern als Taktfrage im Tagesgeschäft. Wer jede Entscheidung dreifach absichert, liefert zu spät. Wer die Industrialisierung zu lange absichert, verliert den Markt an jemanden, der schneller lernt. Geschwindigkeit wird damit zur Führungsaufgabe – nicht nur in der Entwicklung, sondern bis tief in die Fertigung. Entbürokratisierung wurde nicht als politisches Schlagwort diskutiert, sondern als Standortfrage. Zu lange Genehmigungswege, zusätzliche Berichtspflichten, wachsende regulatorische Komplexität kosten genau die Geschwindigkeit, die alle gleichzeitig einfordern. Am Ende liefen die Forderungen aus Industrie und Mittelstand erstaunlich deckungsgleich zusammen: weniger Fesseln, mehr Mut zu Sprunginnovationen und ein konsequenter Fokus auf Effizienz und Produktivität direkt am Shopfloor – nicht nur in Präsentationen. Fazit: Wettbewerbsfähigkeit wird sich nicht mehr über Lohnkosten entscheiden, sondern über Exzellenz in der Ausführung. Wer morgen bestehen will, muss heute Standards schaffen, Komplexität runterfahren, Output pro Anlage und Schicht heben und Führung am Shopfloor stärken – und das Ganze mit Tempo.
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News, 23.10.2025
23.10.2025
Die Möbelindustrie steht unter anhaltendem Druck: Schwache Konsumnachfrage, stagnierender Wohnungsbau und zunehmender Importdruck prägen die Marktlage. Beim digitalen Executive Dialog von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P)  in Kooperation mit dem Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) standen deshalb die aktuelle Entwicklung, strukturelle Herausforderungen und strategische Handlungsoptionen für Hersteller, Zulieferer und Handel im Fokus. Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie, zeichnete einleitend ein nüchternes Bild der aktuellen Branchenlage. Von Aufschwung könne keine Rede sein, vielmehr bewege sich die Möbelindustrie in einer Seitwärtsphase. Doch trotz der konjunkturellen Schwäche erweise sich der Arbeitsmarkt als stabil – ein Faktor, der das Verbrauchervertrauen langfristig stützen könnte Manuel Schenck, Mitglied der Geschäftsleitung W&P, betonte die entscheidende Rolle eines professionellen Liquiditätsmanagements – sowohl als Enabler für Wachstum als auch als Rettungsanker in Krisenzeiten. „Liquidität ist die zentrale Steuerungsgröße, um Handlungsfähigkeit zu sichern und Chancen gezielt zu nutzen“, so Schenck. Bestände seien die größten kurzfristigen Hebel zur Liquiditätsverbesserung: Durch gezielte Analysen und Steuerung ließen sich oftmals 20 bis 30 Prozent an Potenzialen heben. Philipp Trompeter, Senior Manager Konsumgüter bei W&P, setzte den Schwerpunkt auf Effizienzsteigerung und Kostensenkung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. „Digitalisierung und Automatisierung sind keine Zukunftsvision, sondern eine Notwendigkeit, um Prozesse effizienter, kundenorientierter und schlanker zu gestalten“, betonte er. Besonders in der Auftragsabwicklung und im Kundenservice ließen sich durch digitale Lösungen erhebliche Effizienzgewinne erzielen. Restrukturierungsexperte Christian Dresen, der einen Praxisfall au dem Bereich Möbelhandel vorstellte, unterstrich: Benchmarks aus Projekten und Marktdaten seien essenziell, um die eigene Kostenstruktur realistisch zu bewerten: „Szenarien proaktiv entwickeln und offen kommunizieren – so lassen sich Investitionen und Betriebsmittel gezielt absichern“. Daniel Emmrich, W&P Partner Operative Restrukturierung bei W&P, empfahl eine ehrliche und selbstkritische Standortbestimmung, um den Krisenstatus und den konkreten Handlungsbedarf zu erkennen. „Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung eines frühen, realistischen Bildes ihrer Situation – operativ wie finanziell“, betonte Emmrich. Transparenz sei die Grundlage jeder erfolgreichen Restrukturierung.  In der abschließenden Werkstatt-Diskussion wurden deutlich: Die Branche hat den Ernst der Lage erkannt – jedem ist klar, dass es sich nicht mehr um eine vorübergehende, konjunkturelle Delle handelt sondern vielmehr um eine strukturelle Veränderung der Branche. Entsprechend sollte Restrukturierung als normaler Bestandteil des Unternehmenslebenszyklus verstanden werden – mit einem ganzheitlichen Blick auf Effizienz, Strategie und Finanzierung.  „Entscheidend ist, mutig zu bleiben, Entscheidungen zu treffen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken“, so W&P Managing Partner & Moderator Dr. Timo Renz abschießend. Eine erfolgreiche Veränderung gelinge nur, wenn Berater, Geschäftsführung und alle anderen Beteiligte als Team agieren und die Transformation gemeinsam umsetzen. 
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News, 14.10.2025
14.10.2025
Die Automobilindustrie befindet sich weiterhin im Krisenmodus – oder, laut Dr.-Ing. Dirk Artelt, Managing Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), in der „zweiten Welle der Transformation“. Absatzrückgänge, Kostendruck und geopolitische Unsicherheiten treffen auf eine bereits geschwächte Zulieferlandschaft. Entsprechend widmete sich der digitale W&P Executive Dialog in Kooperation mit der Huhn Group der Frage, wie Unternehmen zwischen technologischem Wandel, Finanzierung und Restrukturierung handlungsfähig bleiben.Simon Moser, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, präsentierte zum Einstieg aktuelle Umfrageergebnisse aus der Zulieferindustrie: 80 % der befragten Unternehmen sehen akuten Handlungsbedarf, nur wenige erwarten in den kommenden Jahren eine positive Entwicklung. Mit der Analogie der „Triage“ verdeutlichte Moser, dass Unternehmen je nach Krisenstadium unterschiedliche Maßnahmen benötigen – von gezielten Korrekturen wie der Verbesserung von Deckungsbeiträgen bis zu tiefgreifenden Restrukturierungs- oder Sanierungsmaßnahmen. „Wenn das Unternehmen nicht mehr die Kraft für Veränderung aufbringen kann, ist es auf externe Beatmung angewiesen“, so Moser. Besonders betroffen seien Tier-One-Zulieferer, während diversifizierte Unternehmen häufig stabiler aufgestellt sind.Aus Unternehmenssicht bestätigte Jens Lange, CEO der Huhn Group, den anhaltenden Druck auf die Branche – die Krise sei das neue Normal. Anstatt auf Entspannung zu hoffen, müssten Unternehmen ihre Strukturen konsequent anpassen, Prozesse hinterfragen und Effizienzpotenziale realisieren. Zukunftsfähigkeit entstehe nur durch aktives Handeln und frühzeitige Entscheidungen, nicht durch Abwarten. Das Umsatzwachstum der Huhn Group sei kein Ergebnis eines florierenden Standardgeschäfts, sondern konsequenter Anpassung: durch proaktive Restrukturierung, konsequentes Kostencontrolling, kontinuierliches Hinterfragen des Geschäftsmodells, frühzeitige Diversifikation und offene Kommunikation mit Kunden, Banken und Mitarbeitenden.W&P-Finanzexpertin Doreen Laabs erklärte, dass sinkende Einlagen und gestiegene Risiken bei Banken zu restriktiveren Kreditvergaben führten – insbesondere in der Automobilindustrie. Klassische Fallstricke wie instabile Finanzierungsstrukturen oder fehlende Transformationspläne erschwerten den Kapitalzugang zusätzlich. Ihre Lösung: eine robuste Liquiditätsplanung und offene Kommunikation mit Finanzierungspartnern. Nur so ließe sich Vertrauen schaffen und Handlungsfähigkeit sichern. „Finanzierung muss integraler Bestandteil der Unternehmensplanung sein“, betont Laabs. Und es gilt: „Cash is King! Schließlich ist noch kein Unternehmen an einer zu hohen Kreditsumme gestorben – eher kommt es zum Liquiditätstod.“Matthias Müller, Partner Sanierung & Insolvenz bei W&P, zeigte anhand aktueller Projekte, dass erfolgreiche Transformation vor allem von relativer Stärke abhängt: Auch in einem schrumpfenden Markt können Unternehmen profitieren, wenn sie schneller, fokussierter und entschlossener handeln als der Wettbewerb. „Entscheidend ist nicht die absolute Größe, sondern die Fähigkeit, besser zu sein als die anderen“, so Müller. Transformation erfordere frisches Kapital – klassische Preiserhöhungen reichten nicht mehr aus, gefragt seien Eigenkapital, Innovationskraft und unternehmerischer Mut. Bei Restrukturierungen in Familienunternehmen seien Klarheit und Commitment aller Gesellschafter zentral.Die Branche steht steckt mitten in strukturellen Veränderungen, doch: „Handlungsfähigkeit entsteht nur durch Transparenz, realistische Ziele und konsequente Selbstüberprüfung. Unternehmer und Top-Manager müssen sich permanent fragen, ob sie die richtigen Dinge tun – und offen für Veränderung bleiben“, so Gastgeber Artelt zusammenfassend in der Werkstattdiskussion.
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Publikation
25.09.2025
Das HR-Management agiert heute in einem komplexen Wirkungsfeld: Es muss steigende Risiken (von Compliance bis Employer Branding), unklare Rollenzuweisungen, kulturelle Spannungen sowie divergierende Stakeholder-Interessen simultan adressieren. Diese Herausforderungen verdichten sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, hybrider Arbeitsmodelle und des wachsenden Anspruchs an sinnstiftende Tätigkeiten. Wie muss das HR-Management konkret ausgestaltet werden, um als „Enabler“ für eine effektive sowie effiziente Organisation und eine performance-orientierte Führungskultur zu wirken?
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Best Case
29.07.2025
RGF Staffing, mit international etablierten Marken wie Unique oder Start People, ist einer der größten Anbieter von maßgeschneiderten HR-Lösungen in Deutschland & Europa. Über Jahre hatte RGF Staffing im deutschen Zeitarbeitsmarkt insgesamt 13 mittelständische Unternehmen übernommen, die unter einheitlichen Dach von Unique zusammengeführt werden sollten. Ziel: Die Markt-/Wettbewerbsposition stärken und Effizienzvorteilen im Verbund heben. „Die exzellente Begleitung der Post Merger Integration durch W&P brachte für den Erfolg dieses komplexen Vorhabens einen entscheidenden Mehrwert. Mit hoher fachlicher Kompetenz, strategischem Weitblick, Fingerspitzengefühl und großem persönlichen Engagement wurden alle beteiligten Gesellschaften souverän zusammengeführt. Ich danke dem W&P-Team herzlich für die herausragende Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit,“ so Philipp Geyer, Vorsitzender der Geschäftsführung RGF Staffing Germany GmbH. Wie das Team um Sebastian Fitz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 25.06.2025
25.06.2025
Wie Künstliche Intelligenz den Service transformiert und neue Gewinnpotenziale erschließt – diese Fragen standen im Zentrum des digitalen Executive Dialogs von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit Reply und SPIE Industry Service & Wind.„Service wird zur Profitmaschine – wenn es gelingt, Prozesse konsequent an Effizienz und Kundennutzen auszurichten und KI gezielt zu nutzen“, so Gastgeber Oliver Rörig, Partner und Leiter Operations & Service Excellence bei W&P. Gerade in kapitalintensiven Industriegüterbranchen sei Service nicht nur Stabilitätsanker, sondern zunehmend strategischer Wachstumstreiber. Doch die aktuelle W&P Best-Practice-Studie „Service-Champions im Mittelstand 2025“ zeigt: Nur 24 % der befragten Unternehmen setzen bereits Data Analytics oder KI ein. Weitere 46 % planen zwar den Einsatz – doch ein Drittel hat aktuell noch keinerlei Initiative gestartet.Eine weitere zentrale Erkenntnis: Erfolgreiche „Service Champions“ zeichnen sich nicht nur durch einen hohen Service-Umsatz aus, sondern vor allem durch überdurchschnittliche Profitabilität und Krisenfestigkeit. So erzielen diese Unternehmen mehr als 30 % EBIT im Servicegeschäft – ein Bereich, den 78 % der Studienteilnehmenden als besonders krisenresistent einstufen. Für die Zukunft des Servicegeschäfts kristallisieren sich mehrere Erfolgsfaktoren heraus: Allen voran qualifiziertes Fachpersonal – denn ohne dieses geraten Kapazitäten schnell an ihre Grenzen. Eng verknüpft sind das Wissensmanagement und der gezielte KI-Einsatz. Hier liegt enormes Potenzial, um bestehende Ressourcen effizienter zu nutzen, Know-how zu sichern und skalierbar zu machen. Ebenso relevant: die Entwicklung vom Kostenfaktor zum profitablen Geschäftsfeld sowie der Ausbau des Service-Portfolios, um zusätzliche Mehrwerte für Kunden zu schaffen. „Kurz gesagt: KI macht aus reaktiven Serviceprozessen einen durchgängig datengestützten, lernenden Kreislauf – mit höherer Transparenz, mehr Effizienz und Skalierbarkeit“, so Tan Kalaycioglu, Senior Expert Service & Aftersales bei W&P.René Schulte, Senior Manager bei Reply, warf einen Blick auf die nächste Evolutionsstufe: Jenseits klassischer Chatbots transformieren multimodale, agentische und verkörperte KI-Lösungen den Kundenservice grundlegend – hin zu dialogfähigen, lernenden Systemen mit hoher Prozessautonomie. „Multimodale und agentische KI-Lösungen ermöglichen ein völlig neues Serviceverständnis – weg vom Ticket-Handling hin zu empathischen, autonomen Agenten, die in Echtzeit reagieren, lernen und unterstützen“, so Schulte.Wie dies in der Praxis gelingt, zeigte André Panné, Head of BU Industrial Transformation bei SPIE Industry Service & Wind: Anwendungsbeispiele aus der Industrie machen deutlich, wie durchgängige Digitalisierung in Kombination mit KI sowohl die Steuerung von Serviceeinsätzen als auch die operative Performance messbar verbessert – bei sinkenden Reaktionszeiten und wachsender Kundenzufriedenheit. „Wir sehen messbare Effekte – kürzere Reaktionszeiten, bessere Ressourcenauslastung und deutlich höhere Kundenzufriedenheit. Die Basis dafür ist eine ganzheitlich vernetzte Servicearchitektur“, betont Panné.In der abschließenden Werkstatt-Diskussion wurde klar: Die Daten sind da, die Technologie ist verfügbar – jetzt braucht es gezielte Initiativen, um daraus echten Mehrwert im Service zu schaffen. Die eigentliche Herausforderung liegt weniger in der Technik, sondern in der Transformation von Organisation, Prozessen und Rollenverständnis. Wer Service als datengetriebenes Geschäftsfeld denkt und die Organisation entsprechend befähigt, macht aus einem klassischen After-Sales-Bereich eine zukunftsfähige Profitmaschine.
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News, 03.06.2025
03.06.2025
In den aktuell anspruchsvollen Zeiten reichen weder Reaktivität noch passive Proaktivität: Champions der Transformation richten jetzt, im Rahmen der Business Transformation, die zentralen Dimensionen ihres Geschäfts neu aus – und zwar umfassend zukunftsgerichtet auf ein strategisches Zielbild der Gesamtorganisation.Neuausrichtungen des Unternehmensportfolios mittels Post Merger Integrationen oder Carve- Outs spielen dabei eine zunehmend zentrale Rolle. Business Transformation im Sinne einer Neuausrichtung geschieht nicht zum Selbstzweck, sondern wird von Champions als Resultat ihrer existierenden langfristigen Vision und Mission sowie ihrer mittelfristigen Strategie aktiv vorangetrieben. Diese Unternehmen haben ein klares Verständnis davon, wie ihre Geschäftsmodelle in ihren jeweiligen Marktsegmenten auch in verschiedenen Zukunftsszenarien weiterhin effektiv und effizient wirken werden.Aus diesem Rahmenwerk ergibt sich der Blueprint zur Neuausrichtung aller relevanten Geschäftsdimensionen – die strategischen Leitplanken der Business Transformation in den DimensionenSales ExcellenceOperational ExcellenceProfit & Controlling ExcellenceHR & Change ExcellenceDigital ExcellenceWie W&P nicht nur bei der Ableitung dieser richtungsweisenden Transformationsleitplanken aus ihrem strategischen Zielbild, sondern auch bei der vorgelagerten Strategieentwicklung unterstützen kann?Jetzt nachlesen!
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News, 21.05.2025
21.05.2025
Wie lassen sich durch künstliche Intelligenz (KI) schnell und faktenbasiert Einsparpotenziale im Einkauf realisieren? Dieser Frage widmete sich der digitale W&P Executive Dialog in Kooperation mit Shouldcosting und Putzmeister Concrete Pumps.Zum Auftakt betonte Christian Sprenger, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner: „Unsere aktuelle Operational Excellence Studie zeigt klar: Für 83 % der mittelständischen Unternehmen stellen die Materialkosten den größten Belastungsfaktor dar.“ Der Schlüssel zur Verbesserung liege in der gezielten Analyse verfügbarer Unternehmensdaten. „Mit Data Analytics lassen sich bis zu 12 % der Materialkosten auf Basis einer KI-basierten Potenzialanalyse durch Verhandlungen, Bündelungs- und Skaleneffekte einsparen.“Welche Rolle KI und Data Analytics dabei spielen, verdeutlichte Hans-Peter Gysel, CEO der Shouldcosting GmbH, in seinem Beitrag. Er ist der Meinung, dass der Wert von Unternehmensdaten heute noch massiv unterschätzt wird. Wer diese Daten aber systematisch mit KI kombiniere, könne seine Wettbewerbsfähigkeit substantiell verbessern. Daten werden somit zum absoluten „Gamechanger“. Durch automatisierte Analysen könnten nicht nur Einsparungen von 8–12 % erzielt werden – auch die Datenqualität in ERP-, PDM- und PLM-Systemen verbessere sich um bis zu 90 %. Ein weiterer Vorteil: deutlich beschleunigte Prozesse. In der Praxis bedeute das: Bis zu 100-fach schnellere Prozesse und eine deutlich transparentere Entscheidungsfindung – etwa bei der Bestimmung von Kosten, Klassen oder Best Supplier in frühen Projektphasen.Ein Beispiel, wie diese Potenziale konkret gehoben werden können, zeigte Alexander Heinzelmann, Head of Corporate Procurement der Putzmeister Holding GmbH, mit einem Best-Practice-Einblick. Die KI-basierte Analyse der Daten des Maschinenbauers habe nicht nur Transparenz über Stärken und Schwächen geschaffen, sondern auch das Bewusstsein für die „Macht der Daten“ nachhaltig gestärkt. Zudem ermöglichte das Projekt einen Benchmark mit anderen Kunden und Lieferanten, und machte weitergehende Potenziale sichtbar – etwa im Bereich Varianz und Gleichteile, Prozess-Effizienz, CO₂-Footprint und Compliance.In der abschließenden Werkstatt-Diskussion, moderiert von W&P-Partner Oliver Rörig, wurde deutlich: Daten bilden die Grundlage jeder erfolgreichen Optimierung – doch erst ihre Qualität entscheidet über den tatsächlichen Erfolg von KI-Anwendungen. Unternehmen, die strukturierte und vollständige Daten systematisch auswerten, erschließen damit erhebliche Einsparpotenziale. Praxisbeispiele wie das von Putzmeister zeigen, dass sich durch den gezielten Einsatz von KI nicht nur Kosten senken, sondern auch Prozesse – von der Anfrage bis zur Neuentwicklung – deutlich beschleunigen lassen. Zugleich wurde betont, dass die Einführung KI-gestützter Analysen tiefgreifende Auswirkungen auf die Datenstrategie eines Unternehmens haben kann – etwa durch notwendige Anpassungen in Systemen und Prozessen.„Wer seine Daten im Griff hat, beherrscht seine Kosten. Die Kombination aus Datenqualität und KI ist der neue Maßstab für einen effizienten und effektiven Einkauf“, resümierte Oliver Rörig. Christian Sprenger ergänzte mit Blick auf den Mittelstand: „Einfach starten – das Potenzial ist riesengroß!“
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News, 29.04.2025
29.04.2025
Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit der Streifeneder Unternehmensgruppe diskutierten Experten, warum Digitalisierung 2025 mehr denn je zur zentralen Notwendigkeit für Familienunternehmen des gehobenen Mittelstands wird. Der Fokus: praxisnahe Umsetzung statt reiner Theorie.
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News, 09.04.2025
09.04.2025
Controlling und CFO sind aufgrund der über­greifenden Ausrichtung meist erster Anlauf­punkt und vor allem erste „Beobachter“, wenn das Unternehmen in eine potenzielle (finanzielle) Gefahr gerät, bei der operativen Performance abzurutschen. Daher laufen in diesen Bereichen auch die Fäden für ein über­greifendes Business Performance Manage­ment zusammen – um Performance und Ergebnis zu sichern und aktiv zu managen.
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News, 02.12.2024
02.12.2024
Die 30. Ausgabe der Kundenzeitschrift Management Support von W&P liegt druckfrisch vor. Geboren am 03. März 2010 aus der Überzeugung heraus, dass Erkenntnisse und Erfahrungen von Beratern aus Kundenprojekten in marktführenden Familienunternehmen für EntscheiderInnen der Wirtschaft Mehrwert bieten müssten. Dabei war die Kontinuität dieser Kundenzeitschrift nicht immer gesichert – gerade aufgrund exogener Veränderungen. Die rasante Digitalisierung und Technisierung im Bereich der Kommunikationsmedien und die rapide abnehmenden Zeitbudgets in den Führungsetagen stellten die Existenzberechtigung eines so umfassenden Lesemediums in gedruckter Form mit klarem Fokus auf Inhalt deutlich in Frage.
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News, 28.11.2024
28.11.2024
Was sind die angesagten Themen im Bereich Profit & Controlling im Jahr 2025? Auf einer Skala von 1-10: Welche Trends scheuchen die Player aus ihrer Komfortzone, welchen „Impact“ haben sie? Christian Neeb, Senior Manager bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), wagt eine Prognose – im Trendradar 2025.
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News, 24.09.2024
24.09.2024
Auch wenn aktuell Zinssenkungen erwartet werden – das Thema Working Capital bleibt weiterhin ein wichtiges Thema in den Controlling- und Finanzbereichen der Unternehmen.
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Kommentar, 14.08.2024
14.08.2024
„Service-Excellence im After-Sales-Service ist nicht nur wichtig, sondern auch unverzichtbar für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens“, betont ein führender Entscheider im Präzisionsmaschinenbau. „Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung von Kundenbindung und trägt überproportional zum Gesamt-EBIT bei.“ Ein weiterer Kunde, Marktführer im Baumaschinenmarkt, bestätigt dies: „95 % des Umsatzpotenzials bei unseren Kunden beginnt drei bis vier Jahre nach dem Kauf. Allein durch den Aufbau von Lifecycle Services konnten wir unseren Gesamtumsatz letztes Jahr um 20 % steigern.“Für Anbieter, sei es Hersteller oder Händler, ergeben sich durch die Entwicklung und Bereitstellung einer exzellenten Serviceleistung zahlreiche attraktive Erfolgselemente. Dazu zählen unter anderem die Umsatzsicherheit gegen Konjunkturschwankungen, die Steigerung der Unternehmensprofitabilität und die Schaffung neuer Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung von Services.Die Ergebnisse unserer W&P Service-Studie „Service Champions im Mittelstand“ bestätigen diese Einschätzung: Der Service hat zwar einen vergleichsweise geringen Umsatzanteil von „nur“ 20 bis 30% gegenüber dem Produktumsatz. Dennoch leistet er einen signifikant hohen EBIT-Beitrag von bis zu 45% und mehr. Dies unterstreicht die enorme Bedeutung und den hohen Wertbeitrag der After-Sales-Service-Exzellenz für das Gesamtunternehmen.Ein Euro des Serviceumsatzes erzeugt etwa denselben EBIT-Wertbeitrag für das Unternehmen wie drei Euro des Produktumsatzes. Quintessenz: Service-Exzellenz gehört auf die Top-Management-Agenda!Vier Stellhebel für nachhaltige Service-EBIT-SteigerungEs spielen vier grundlegende Stellhebel eine zentrale Rolle, um Umsatz und EBIT zu steigern und nachhaltig zu sichern (siehe Abb.). Der erste Stellhebel konzentriert sich auf das Durchdringen der installierten Produktbasis. Er beinhaltet eine fundierte Analyse und serviceorientierte Segmentierung der bestehenden Kundenbasis, der Identifizierung von lukrativen Umsatzpotenzialen und der Entwicklung gezielter Vertriebsinitiativen. Durch zielgruppenspezifische Servicepakete, der gezielten Schulung des Vertriebspersonals und eine kontinuierliche Verbesserung von Service-Prozessen (KVP) kann die Effizienz und Effektivität im Service-Vertrieb gesteigert werden.Der zweite Stellhebel zielt auf die Optimierung des bestehenden Service-Geschäfts ab. Hierbei stehen das Feintuning der Services, z. B. durch bessere Paketierung oder Inhaltsoptimierung, das Anpassen des Pricing-Modells zur Margenverbesserung, eine effiziente Auslastungssteuerung sowie regionale Skalierung und Erweiterung des Service-Geschäftes und die Steigerung der Rahmenvertragsquote im Fokus.Die Entwicklung neuer Services stellt den dritten Stellhebel dar. Unternehmen sollten potenzielle Services wie Retrofit-Lösungen, Ersatzeilpakete, Garantieverlängerungen, proaktive Services und innovative „Türöffner“-Services in Betracht ziehen, um neue Umsatzquellen zu erschließen und die Kundenbindung zu stärken.Der vierte und letzte Stellhebel liegt in der Digitalisierung der Services, des Frontends und der Service-Prozesse. Durch die Einführung digitaler Geschäftsmodelle, digitaler Fernwartung, Retrofits, Self-Help-Plattformen, Remote-Training und virtueller Inbetriebnahme können Unternehmen nicht nur die Service-Effizienz steigern, sondern sich auch langfristig für die digitale Zukunft absichern.Insgesamt bieten diese Stellhebel kurz-, mittel- und langfristige Strategien, um die Umsatzsteigerung und Profitabilität zu maximieren, die Position beim Kunden zu stärken und die Unternehmen für die Herausforderungen der digitalen Ära zu rüsten.FazitDie Macht der Service-Exzellenz im After-Sales-Service ist entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg. Die Service Studie von W&P unterstreicht, dass Service und Aftersales dem Unternehmen einen vergleichbaren Wertbeitrag wie der Produktumsatz liefern, jedoch dem Top Management einen weitaus stärkeren EBIT-Hebel bieten.Vier Handlungsfelder für eine nachhaltige Service-EBIT-Steigerung warten mit konkreten Strategien zur Umsatzmaximierung und Profitabilitätssicherung auf. Das Durchdringen der Kundenbasis, Optimierung bestehender Services, Entwicklung neuer Angebote und die Digitalisierung von Service-Prozessen.Dieser Weg ist entscheidend, um in der digitalen Ära erfolgreich zu sein und den Gesamterfolg des Unternehmens nachhaltig steigern zu können.
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News, 19.06.2024
19.06.2024
Herausforderungen der Service-Transformation und bewährte Strategien zur Sicherung der Serviceprofitabilität in turbulenten Zeiten – diese Themen standen im Mittelpunkt des 5. Executive Dialog Operations von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit Brückner Servtec und Rittal.
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Event, 12.02.2026 (Beendet)
München
Beendet
Die Münchner Europa Konferenz hat sich als offene, überparteiliche und internationale Plattform das Ziel gesetzt, einen Beitrag für die politische Integration eines demokratischen Europas der Vielfalt zu leisten. Die Münchner Europa Konferenz bietet unter dieser Maßgabe ein Forum, die aktuellen Entwicklungen zu analysieren, die Grundlagen der europäischen Integration im Bewusstsein zu halten und Wege für künftige Entwicklungen aufzuzeigen. Um diesen Zweck zu erfüllen, veranstaltet die Münchner Europa Konferenz mit Unterstützung von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH zum 10. Mal am Vorabend der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 einen namhaft besetzten Diskussionsabend zum Thema "Europas digitale Souveränität zwischen globalen Machtblöcken".  Als Referenten treten u.a. auf Gerd Chrzanowski, CEO & Komplementär der Schwarz Gruppe Dr. Ralf Wintergerst, CEO Giesecke+Devrient GmbH Georg Eisenreich, MdL, Staatsminister der Justiz Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie  Manfred Weber, MdEP, Vorsitzender des Münchner Europakonferenz e. V.
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News, 29.01.2024
29.01.2024
Die Krisen und Lieferabrisse der letzten Jahre machen es erforderlich, Wertschöpfungsketten strukturell umzubauen und resilienter zu machen. Dazu bieten sich zwei strategische Lösungsansätze an: „Reshoring“, also die Rückverlagerung von Produktionsstätten aus Low Cost Countries in Industriestaaten, oder die Regionalisierung, der Aufbau autarker, unabhängiger Lieferkreise in einzelnen Weltregionen.
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News, 08.12.2023
08.12.2023
Der aktuelle „W&P-Trendradar 2024“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) zeigt: Geopolitische Disharmonien, exogene Faktoren und neue Technologien wirken auch 2024 bei Familienunternehmen und Mittelstand auf Strategien und Geschäftsmodelle ein. Trends wie Business Performance, Nachhaltigkeit, Personalmangel, Künstliche Intelligenz oder Restrukturierung & Corporate Finance verlangen in Branchen wie Maschinen- & Anlagenbau, Bau/Bauzulieferer, Chemie/Kunststoffe oder Konsumgütern jetzt strategische Entscheidungen im Top-Management.
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News, 20.11.2023
20.11.2023
Das "richtige" Pricing entscheidet in hohem Maße über den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Welche Informationen muss das Controlling zur Preisfindung bereitstellen? Wie kann das Controlling beim Preismanagement wirkungsvoll unterstützen? Welche Methoden sind relevant und wie können wir sie in der Praxis bestmöglich umsetzen?
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Publikation
11.10.2023
So bunt der Blumenstrauß ist, so vielfältig sind Digitalinitiativen im deutschen Mittelstand. Bei all der bunten Vielfalt bleibt richtig und wichtig, dass der Beitrag der Digitalisierung zu Umsatzwachstum und Ergebnisverbesserung sichergestellt ist. Dafür sind Ordnung und auch bewusste Entscheidungen, Dinge nicht zu tun, notwendig - aber meist nicht die Realität. Es braucht Ansatz, der das “weiter so” verhindert, was die vergangenen Jahre guter Konjunktur noch erlaubt hatten: - Unkoordinierte Aktivitäten ohne konkretes und ausreichend kommuniziertes Zielbild - Fehlende Transparenz über den Wertbeitrag des digitalen Projektportfolios - Überproportionale Belastung für Kompetenzträger und daher kaum Projekte in-time und in-budget
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Kommentar, 14.08.2023
14.08.2023
Die Steuerung der Business Performance ist eine wesentliche Aufgabe eines CFO. Sein vorhandener Werkzeugkasten? Der ist oft gut bestückt, aber recht kleinteilig ausgestattet. Vor allem dann, wenn Beirat, Aufsichtsrat oder Gesellschafter einfache und griffige Kennzahlen wünschen, fehlen häufig die notwendigen Instrumente. Mit welchen KPIs die Performance betreffend Umsatz, Kosten und Kapital am besten abbilden? Und wie dabei sowohl operative als auch strategische Aspekte berücksichtigen? Und gleichzeitig Zusammenhänge darstellen, die zur Performance führen?Umsatzperformance – ohne Umsatz keine PerformanceDie Umsatzperformance des Unternehmens in Form von prozentualem Wachstum oder Rückgang ist ein einfach zu messender Wert. Sie hat aber nur dann Aussagekraft, wenn sie in die beiden Komponenten Mengen- und Margenentwicklung zerlegt und auf ihre Rohertragswirkung gemessen wird. Geht das Mengenwachstum zu Lasten der Marge, ist die Marge stabil oder rückläufig? Dies sind Fragen, die mittels der differenzierten Betrachtung nach den Wachstumsquellen zu beantworten sind.Deckungsbeitrag nach Herstellkosten – 10 benchmarkfähige KPIsDie Qualität des Deckungsbeitrags nach (variablen) Herstellkosten als Wert über alle Produkte bildet in diesem Zusammenhang eine weitere wichtige und zugleich benchmarkfähige KPI. Sie sollte zum einen ein Minimum in % vom Umsatz erreichen und bildet zum anderen die Basis für die Ermittlung vom Break-Even und vor allem der Break Even-Resilienz. Damit ist der prozentuale Abstand des Break-Even Umsatz zum Ist- oder Plan-Umsatz zu verstehen. Diese eher strategische – und ebenfalls benchmarkfähige - KPI zeigt, in welchem Maße das Unternehmen bei Absatzschwankungen oder Preisrückgängen hinsichtlich seines Ergebnisses gefährdet ist. Deckungsbeitragsqualität und Break Even bilden die Brücke zum nächsten „KPI-Paket“ zur Bewertung der Kostenperformance.Kostenperformance – wesentlicher ErgebnistreiberInsbesondere in einem personalkostenintensiven Unternehmen stellt die Personalkostenproduktivität eine wesentliche Messgröße dar. Die Relation aus Rohertrag zu den Personalkosten ist eine benchmarkfähige KPI. Wieviel Personalkosten sind in Relation erforderlich, um den Rohertrag zu erwirtschaften? Dabei egalisiert sie die Wertschöpfungstiefe im Benchmarkvergleich. Auch Unternehmen mit unterschiedlicher Wertschöpfungstiefe lassen sich so vergleichen und die Ertragskraft unterschiedlicher Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen.Die Kapazitätsauslastung von Maschinen, aber auch die Auslastung von Mitarbeitern, z.B. im Projektgeschäft, ist ein weiterer wichtiger Performancetreiber. Niedrige Auslastung erzeugt Leerkosten. Eine dauerhaft hohe Auslastung bei Maschinen verschleißt diese schneller, erhöht die Instandhaltungskosten und ist ein Signal für notwendige Erweiterungsinvestitionen. Zu viele teure Überstunden wiederum signalisieren zusätzlichen Bedarf an personellen Kapazitäten.Die Quote der Vertriebskosten als operative Größe signalisiert, ob und in welchem Umfang der Vertrieb effizient ausgerichtet ist. Eine im Vergleich zum Benchmark angemessene F&E-Quote ist Grundlage für neue Produkte und damit zukünftige Umsätze. Mit ihrem eher strategischen Charakter sendet sie fast schon „investive“ Signale. Die Verwaltungskostenquote hingegen dient vor allem als operatives Effizienzkriterium. Die Bedeutung der jeweiligen Kostenquoten kann dabei von Branche zu Branche schwanken. So gibt es Branchen, in denen F&E stark im Fokus steht, bei anderen hingegen ist dies der Vertrieb.Kapitalperformance – in Zeiten steigender Zinsen von zunehmender BedeutungKapital wird in Zeiten steigender Zinsen wieder zunehmend zu einem wichtigen Performancemerkmal. Im Hinblick auf die Verschuldungs- und Entschuldungsfähigkeit bildet die Relation von verzinslichen Fremdkapital nach Abzug von Finanzmitteln (Nebt Debt) in Relation zum EBITDA eine wichtige KPI für den CFO. Sie findet sich in vielen Kreditverträgen als Covenance wieder und besitzt zweierlei Aussageinhalte: Zu einen, wie lange es dauert, Verbindlichkeiten via EBITDA zurückzuzahlen. Zum anderen, welcher Spielraum – gemessen an Benchmark und/oder Covenance - für eine Ausweitung der Fremdverschuldung, z.B. im Rahmen von Investitionsplänen, noch besteht. Letzteres ist damit wieder vor allem eine strategische KPI.Die Cash Conversion Rate weist auf die Kapitalbindung aus Umlaufvermögen und Lieferantenverbindlichkeiten hin. Gemessen in Tagen bildet sie auch und vor allem für die operative Steuerung eine wichtige Kennzahl.Die Relation aus Abschreibungen und Investitionen in %, möglichst gemessen über einen längeren Zeitraum, signalisiert als strategische Kennzahl den Grad der Substanzerhaltung der Aktiva. Liegt die Afa längerfristig über den Investitionen, so signalisiert dies Substanzverzehr. Diese KPI weist u.U. darauf hin, dass das Unternehmen zwar ein „gutes“ Ergebnis erwirtschaftet, dies jedoch auf Grund unterlassener Investitionen zu Lasten der Zukunft geht.Die Eigenkapitalquote als „klassische“ Bilanzkennzahl zeigt den Grad der Unabhängigkeit des Unternehmens von externem Kapital auf. Ergänzt um die Eigenkapitalverzinsung als Relation von EAT zu Eigenkapital informiert es vor allem Anteilseigner darüber, ob und in welchem Umfang das Unternehmen ein lohnendes Investment darstellt.FazitAlle dargestellten Kennzahlen haben bereits jeweils einzeln eine hohe Aussagekraft hinsichtlich der Quellen und Ursachen der Performance. Besondere Aussagekraft entfalten sie dann, wenn ihre Inhalte miteinander verknüpft werden. Mit einigen wenigen Performance-KPI ist der CFO schnell in der Lage, die Performance des Unternehmens, ihre Entwicklung, vorhandene Schwachstellen, aber auch und vor allem unausgeschöpfte Potenziale zu identifizieren und darzustellen. Er hat damit sowohl ein aussagefähiges operatives als auch ein strategisches Werkzeug zur Unternehmenssteuerung in der Hand.
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Kommentar, 31.05.2023
31.05.2023
„Data driven enterprise“ – „AI fi rst“ – „Real-Time decision making“ – der Buzzword-Dschungel ist groß und der Weg zum datengetriebenen Unternehmen verspricht vieles, doch leider verläuft er in der Praxis oft irrwegig. Einige Gründe dafür sind: Fehlende digitale Kompetenzen, funktionsorientierte Sichtweisen und Fokus auf die sehr detaillierte Planung anstatt direkter Umsetzung.Ein datengetriebenes Unternehmen ist ein Unternehmen, welches Daten zur Unterstützung von Geschäftsentscheidungen und -prozessen nutzt. Studien belegen, dass diese Unternehmen effizienter arbeiten und am Ende ertragsstärker sind. Voraussetzungen hierfür sind Investitionen in Tools, Technologien und Mitarbeitende, die die Datenerfassung, -analyse und -visualisierung ermöglichen.Doch wie kann diese Transformation für ein Unternehmen erfolgreich aussehen? Wie kann man am besten starten? Am Anfang von allem steht die Vision der Geschäftsführung. Sie geben der Organisation das Ziel des datengetriebenen Unternehmens vor. Und der nächste Schritt erfolgt dann nicht mit einem großen Knall, sondern in verdaulichen Schritten, sonst kann dies zu einer Überforderung der Organisation führen.Think big, start small, scale fastDie Vision ist groß, die Umsetzung wirkt lang, umso wichtiger ist es den richtigen Startpunkt zu wählen und die Erfolgsfaktoren zu kennen: Sich vertraut mit den neuen technologischen Möglichkeiten machen, Kompetenzen aufbauen, Entscheidungsmuster aufbrechen und direkt erste Erfolge nachweisen. Eine der technischen Möglichkeiten ist Process Mining: Eine leistungsstarke Technik, die Algorithmen zur Analyse und Visualisierung von Geschäftsprozessen auf der Grundlage von Daten aus verschiedenen Quellen verwendet. Durch die Analyse von Prozessdaten können unsichtbare Ineffizienzen, Engpässe und andere Problemmuster identifiziert werden.Es ist zu empfehlen, mit weniger komplexen Prozessen zu starten, die einen schnellen monetären Effekt nachweisen. Hierfür eigenen sich insbesondere der Kreditoren- und Debitorenprozess (siehe Abb.). Danach kann die Methodik in Wellen für weitere Prozesse ausgerollt und durch den Aufbau eines Center of Excellence organisatorisch verankert werden. Die Optimierungsfelder der Debitoren- und Kreditorenprozesse liegen in Umsatzsicherung, Working Capital, Produktivität und Compliance & Rsikomanagement. Die Effekte sind entweder direkt monetär messbar (z. B. höherer Free-Cashflow) oder durch Reduzierung von Aufwänden spürbar (z. B. No-Touch-Rate):UmsatzsicherungDer folgende Optimierungsbereich scheint sehr offensichtlich zu sein, doch gerade die Themen um Umsatzsicherung und Ausgabenvermeidung werden in Unternehmen häufig stiefmütterlich behandelt: Der Anteil an doppelten bezahlten Rechnungen im Einkauf (Referenz > 1 %), oder falsch hinterlegte Einkaufskonditionen aufgrund Mengenvereinbarungen im Rahmenvertag des Lieferanten. Es sind nicht die Einzelfälle, die es komplex machen, sondern die Menge an Prozessschnittstellen, Abhängigkeiten, Sonderfällen und funktionaler Kollaboration, die zu diesen ungewollten Effekten führen.Working CapitalWorking Capital Optimierungen haben in den letzten Jahren aufgrund der makroökonomischen Situation deutlich an Relevanz gewonnen. Die Optimierung des Cash Conversion Cycles mit Days Payable Outstanding und Days Sales Outstanding steht auf der Agenda eines jeden CFOs. Der größte Hebel liegt darin, sich von einer reaktiven Position hin zu einem proaktiven Vorgehen zu entwickeln. Die Realität in den Unternehmen zeigt, dass die Prozessqualität in den letzten Jahren gelitten hat und sich Ineffizienzen eingeschlichen haben. Zahlungsbedingungen (Zahlungsfrist, Skonto) sind heterogen gewachsen, Zahlungen der Kunden gehen verspätet ein (Referenz 27 % der Rechnungssumme) und werden nicht konsequent angemahnt, Skonto wird trotz Fristablauf gewährt (Referenz > 2 % der Rechnungen). Dies hat nicht nur Einfluss auf den Free-Cashflow, sondern mindert direkt den Ertrag des Unternehmens. Häufig werden in der Unternehmensrealität dann Gründe angeführt wie „Es handelt sich um einen strategischen Kunden, den man nicht anmahnen kann“ oder „Der Kunde war in der Vergangenheit sehr zuverlässig, was Zahlungen angeht“. Diese Denkmuster kosten Unternehmen unter dem Strich Profitabilität – mit einer vollkommenen Transparenz über den End-to-End Prozess werden Interdependenzen zwischen Teilprozessen erkannt und Lösungsmöglichkeiten können individuell, faktenbasiert diskutiert werden.ProduktivitätZiel ist es, nicht wertstiftende Arbeiten von Mitarbeitenden zu minimieren und durch Automatisierung zu ersetzen. Die mehrmalige Eingabe von Daten oder Veränderung von hinterlegten Stammdaten potenziert sich im täglichen Arbeitsablauf. Kleine Automatisierungen von repetitiven Tätigkeiten entlasten zügig die Mitarbeitenden in operativen Prozessen. Jedoch sind ERP-Systeme dafür häufig zu unflexibel und Anpassungen zu teuer. Anders sieht es bei Process Mining aus, das Aktionen im ERP triggern und steuern kann. Die Technologie ermöglicht beispielsweise das Versenden von Zahlungserinnerungen via E-Mail, Änderungen von Zahlungsbedingungen oder das Überprüfen von Bestellung, Wareneingang und Rechnung (3-Way-Match).Compliance & RisikomanagementCompliance ist in Unternehmen ein schwieriges Unterfangen, oftmals personenbezogen und stark papierbasiert. Process Mining bietet Werkzeuge, um Compliance- Vorgaben einzuhalten. Es kann überprüft werden, ob geplante Aufgabentrennungen erfolgreich im Alltag umgesetzt, Kreditlimits geändert oder Genehmigungsprozesse effizient definiert sind.FazitDie Potenziale für Ihr Unternehmen sind groß – sie müssen sie nur nutzen. Technologisch können Prozesse und Ineffizienzen heute in einer End-to-End Sicht analysiert und direkt aufgelöst werden. Der Einfluss ist direkt messbar. Debitoren- und Kreditorenprozess sind gute Einstiegsmöglichkeiten, um eine neue Arbeitsweise zu implementieren, datengetrieben zu agieren und messbare Erfolge zu generieren. Das Risiko ist gering, der Ressourcenaufwand überschaubar und die positiven Effekte sicher.
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Publikation
28.04.2023
rofessionelles operatives Management mit dem Fokus auf Business Performance bedeutet nicht „Kostensenkung um jeden Preis“, sondern es sucht, findet und beseitigt die Ursachen der unbefriedigenden Unternehmens-Performance. Es lohnt sich hierfür, das Unternehmen, seine Geschäfte systematisch auf den Prüfstand zu stellen. Doch die richtigen und wichtigen Entscheidungen zu treffen, ist angesichts der vielen Themen, die FamilienunternehmerInnen aktuell umtreiben, nicht leicht: Wie gelingt Strategiearbeit unter Unsicherheit? Lassen sich Zukunftschancen auch in volatilen Zeiten realisieren? Wie sind strategische Herausforderungen in globalen Lieferketten zu lösen? Und das Geschäftsfeldportfolio nachhaltig managen? Welche Rolle spielt die Organisation als „Motor der Strategie“? Die neue Ausgabe des W&P Management Support kann hierbei in dreierlei Weise behilflich sein: Als Beleg, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Als Impulsgeber für Themen, die Sie noch nicht auf dem Schirm hatten. In den seltensten Fällen vielleicht auch zur kognitiven Dissonanzreduktion, im Falle unglücklich getroffener Entscheidungen. Impulse für Entscheider – jetzt reinlesen!
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Publikation
17.02.2023
Die Liste der Fragen, die mangels Transparenz und unterentwickeltem F&E-Controlling unbeantwortet bleiben, ist lang – sei es im Top-Management wie auch im F&E- und Projektmanagement: Wo können Kostenpotenziale gehoben werden? Wie groß ist der Beitrag der F&E zum Unternehmenserfolg? Wie effizient werden Projekte gemanaged? Welche Projekte sollten abgebrochen werden? Wie ist die Projekt-Performance bzgl. Zielerreichung, Kosten und Zeit zu bewerten? Häufig wird die Intransparenz in der sogenannten „Black-Box F&E“ durch den Effekt verstärkt, dass der Nutzen von F&E-Projekten nur zeitversetzt und teilweise nachweisbar ist. Sich verkürzende Produkt- und Lebenszyklen fordern neue Herangehensweisen in der F&E, agile Methoden führen klassische Controlling-Ansätze an ihre Grenze. Außerdem sind Unternehmensstrategie und F&E nur selten verknüpft, klare Verantwortlichkeiten fehlen, Ressourcenengpässe werden nicht berücksichtigt. Hinzu kommt der Umgang mit Daten: Tools zur Datenerfassung und Auswertung werden nur wenig genutzt und gepflegt, umfangreiche Datensammlungen nicht systematisch analysiert und als Steuerungsbasis eingesetzt. Wer seine F&E-Performance richtig steuern und letztlich steigern will, benötigt einen ganzheitlichen F&E-Controlling-Ansatz. Nur so lassen sich qualifizierte strategische Entscheidungen treffen, Effizienzpotenziale identifizieren sowie F&E-Kosten optimieren. Wie das funktioniert? Mehr im neuen Dossier „F&E-Controlling: Mit den richtigen Performance-Kennzahlen den „Return on R&D“ steigern“.
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Best Case
10.01.2023
Die Unternehmensgruppe Böllhoff, Familienunternehmen in 4. Familiengeneration, ist weltweiter Partner für 360° Verbindungstechnik mit Montage- und Logistiklösungen. Anfang 2021 erwarb das Unternehmen die Verbindungselemente Engel GmbH – ebenfalls ein Familienunternehmen. Um den Transformationsprozess vom eigenständigen, operativ von der Inhaberfamilie geführten Familienunternehmen in eine Tochtergesellschaft der familiengeführten Böllhoff Gruppe zu begleiten, wurde bewusst auf die Unterstützung durch einen erfahrenen Interim Manger gesetzt. Ziel war, den Charakter und die Eigenständigkeit der Firma Engel als Tochtergesellschaft zu erhalten: „Die Entscheidung, auf die Expertise und die Erfahrung eines Interim-Managers mit hoher Umsetzungsqualität zu setzen, wurde eindrucksvoll bestätigt. Die Unterstützung von W&P bei der Auswahl und Installierung der interimistischen Führungsfunktion war sehr wertvoll“, so Wilhelm A. Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter Böllhoff Gruppe. Der Projektverlauf unterm Strich? Sehr erfolgreich. So konnte der Umsatz unter Interim-CEO Dr. Bernd-Michael Brunck um 30 % und die EBIT-Rendite über 5% (2021) auf 9% (2022) gesteigert werden – unterstützt von einem motivierten und neu ausgerichteten Führungsteam. Mehr im aktuellen Best Case.
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Best Case
02.11.2022
Die Böllhoff Gruppe ist ein international agierender Anbieter von Verbindungstechnik. Das Familienunternehmen produziert und vertreibt Spezialverbindungselemente, DIN- und Normteile und Montagetechnik. Auch anwendungstechnische Beratung sowie After Sales Service gehören zum Portfolio. Ziel des Managements mit Unterstützung von W&P: Eine Positionsbestimmung hinsichtlich der Kosten und Effizienz der zentralen Gruppenfunktionen im Abgleich zu Unternehmen mit ähnlicher Organisationsstruktur und Größe vor. Basis für die Durchführung des Projektes waren von W&P bereitgestellte Benchmark-Werte aus einer Datenbank, die auch spezifische Einflussfaktoren auf den Effizienzstatus ermittelte und bewertete. Durch den Abgleich der Böllhoff-Werte mit diesen, wurden Abweichungen und Ursachen im Rahmen von Interviews und Workshops ermittelt und entsprechende To Do’s und Aktivitäten zur Effizienzsteigerung erarbeitet. Willhelm Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der Böllhoff Gruppe: „W&P hat nicht nur eine sehr gute Arbeit geleistet, sondern die Erwartungen übertroffen.“ Wie das konkrete Vorgehen aussah? Mehr im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 09.06.2022
09.06.2022
Die Tyrannei der kleinen Entscheidungen ist ein vielbesprochenes Phänomen, entwickelt vom amerikanischen Ökonom Alfred E. Kahn. Es beschreibt, wie eine Vielzahl von vernünftigen Einzelentscheidungen, die individuell betrachtet klein und wenig bedeutend sind, in ihrer Gesamtheit zu einem unvernünftigen Ergebnis führen. Kahn beschreibt das Phänomen als häufige Ursache marktwirtschaftlichen Versagens und führt als Beispiel eine lahmgelegte Eisenbahnlinie in Ithaka an. Dort haben viele einzelne Entscheidungen der Bewohnerinnen und Bewohner für das Auto und gegen die Eisenbahn die Eisenbahnanbindung am Ende überflüssig gemacht, den Ort dadurch aber strukturell geschwächt.Das Phänomen ist auch in Unternehmen zu beobachten, insbesondere in der Herausforderung einer Vielzahl von Projekten und Initiativen, die digitale Transformation umzusetzen. Häufig ist das Zielbild der digitalen Transformation für das Unternehmen eindeutig und präsent, der gewünschte Erfolg in der Operationalisierung stellt sich jedoch nicht ein. In der Umsetzung definieren die einzelnen Funktionsbereiche digitale Projekte, die individuell betrachtet sinnvoll sind, in der Summe der Projekte allerdings nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Kurzum stellt sich die Frage: Kann ein Unternehmen mit dem aktuellen Projektportfolio erfolgreich transformieren oder ist das Unternehmen gefangen in der Tyrannei von Einzelprojekten?Situationen, die wir in Unternehmen vorfindenVielzahl digitaler Projekte, die nicht in-Time und in-Budget abgeschlossen werdenFehlende Governance zur Steuerung des Projektportfolios, sodass die IT-Organisation im Wesentlichen mit Firefighting beschäftigt istUnterschiede in Eigen- und Fremdbild der IT-Organisation als Supply-Demand Organisation oder als Business Innovator Ein Unternehmen kann sich aus dieser Situation nur befreien, wenn es die notwendige Transparenz schafft, Projekte clustert, bewertet und priorisiert.1. Schritt Transparenz: Welche digitalen Projekte existieren im Unternehmen? Um Transparenz über die Ist-Situation herzustellen, bedarf es der strukturierten Aufnahme und Clusterung der Projekte aus den einzelnen Funktionsbereichen. Oftmals werden kleine Einzelinitiativen, System-Changes oder Release-Updates als Digitale Projekte bezeichnet, bedürfen aber eines anderen Umgangs als digitalstrategische Transformationsprojekte. Beispiele für die Kategorien der Clusterung sind (1) die strategische Relevanz im Kontext der übergeordneten Strategie, (2) prozessuale Effizienz, (3) qualitative Produktverbesserung, (4) kundenzentrierter Service oder (5) der monetäre und kapazitative Aufwand sowie Risiken in der Umsetzung der Projekte. Darüber hinaus berücksichtigt die Bewertung von Projekten in der Ist-Situation häufig nur Kosten, weniger häufig den dahinterliegenden Aufwand von Kapazitäten in der Umsetzung und sehr selten die zu erwartenden Geschäftspotenziale.Das Priorisieren, Zusammenführen oder Beenden von (Ballast-)Projekten ist so unmöglich und damit auch die gesamtheitliche Orchestrierung der Projekte in einer Digitalisierungs-Roadmap – dann in bearbeitbarem Umfang. Der Tyrannei der Einzelprojekte wird somit durch Transparenz und Priorisierung Zügel angelegt. 2. Schritt Konsistenz: Welche Projekte sind für die digitale Transformation notwendig?Die Aufnahme der Projekte macht eine detaillierte Inside-Out Perspektive im Kontext der Strategie möglich. Auf Basis der entstandenen Transparenz kann die Inside-Out Perspektive nun erstmals mit den Marktentwicklungen (ergänzend zur Strategie und aus Sicht digitaler Technologien und Tools) abgeglichen werden.Im Ergebnis werden so die strategischen Whitespots des Projektportfolios und der Digitalisierungs-Roadmap sichtbar. Die Bewertung von Marktentwicklungen (Outside-In) bezieht brancheninterne und branchenfremde Technologieentwicklungen mit ein, Makrotrends im Kundenverhalten sowie signifikante Kapitalflüsse in Startups als Frühindikator zu erwartender Transformationen.Im Ergebnis vervielfacht die transparente Herleitung und Kommunikation der Projektnotwendigkeiten die Akzeptanz der entstehenden Digitalisierungs-Roadmap und befeuert den Umsetzungserfolg.3. Schritt Konzeption: Wie sieht eine effiziente und effektive Digitalisierungs-Roadmap aus?Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die richtige Rhythmik in der Einsteuerung und Bearbeitung von Projekten, um deren Umsetzung sicherzustellen. Steuerungselemente dafür sind ausgewiesene Phasen im Jahr, in denen Projekte beantragt und aufgesetzt werden können, während in „Frozen Zones“ die Kapazitäten ausschließlich dem Projektfortschritt vorbehalten sind. Verantwortlich für den „Drumbeat“ ist ein ausgewiesenes Digital Board, in dem die Funktionsbereiche zusammenkommen und gemeinsam Entscheidungen treffen.Zur Rhythmik gehört auch, die Kapazitäten in der IT effektiv einzusetzen und dazu nicht nur die Anzahl von FTEs zu berücksichtigen, sondern auch deren Umsetzungskompetenz und Verfügbarkeit für Projekte. Dafür sind Stabilität in der Projektplanung und Ressourcenzuordnung durch obengenannte Frozen Zones essenziell. Die Fixierung schafft die notwendigen Rahmenbedingungen für Planung und Umsetzung und damit effektive Kontrolle über den Projekterfolg inklusive Kosten und Nutzen.FazitDigitale Transformationen werden immer mit schwierigen Projekten, Unabsehbarkeiten und Abhängigkeiten verbunden sein. Deshalb ist es für die Organisation ein stetiger Prozess in Planung und Fortschrittsmessung. Der Erfolg hängt von einigen wenigen Faktoren ab. Projekte rigoros verwalten, der digitalen Transformation die wichtige Top-Management Attention geben, nach Business Value steuern, ein starkes Digital Board einführen, eine Stage Gate Methodik über Frozen Zones definieren, Tools und Daten zur Steuerung des Portfolios nutzen – so werden die Initiativen auf Kurs gehalten und die Tyrannei der Einzelprojekte hat ein Ende.
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Publikation
28.04.2022
25 Ausgaben des W&P-Management Support seit 2010. Das sind rund 500 Fachbeiträge, 750 Autoren und Coautoren, mehr als 400 Branchen- nachrichten und 125 Publikationsbesprechungen. Dazu kommen diverse Beiträge von Fremdautoren und Netzwerkpartnern, vielfältige Branchennachrichten, Statements namhafter UnternehmerInnen, W&P-interne Vermeldungen sowie Best Case aus unserer Kundenpraxis. Und dahinter steckt Überzeugung: Um Perspek- tiven eröffnen und Zukunft gestalten zu können, wie dies unser Unternehmens-Claim beansprucht, ist es notwendig, eine valide Entscheidungsbasis zu haben. Dies macht jedoch Tiefenbohrungen und das Schürfen weit unterhalb der Oberfläche der schein- baren Realitäten notwendig – um Unsicherheitsfaktoren zu reduzieren, Alternativen abzuleiten und zu bewerten und eine konsistente Entscheidung treffen zu können. Wir hoffen, dass wir mit dieser Überzeugung nah an Ihren Bedarfen sind und werden auch in Zukunft alles daran setzen, Ihnen mit dem W&P-Manage- ment Support ein inhaltlich ausgewogenes, fundier- tes und zukunftsgewandtes Informations- und Inspi- rationsmedium für EntscheiderInnen zu bieten. Wir wünschen weiterhin gutes Gelingen Ihrer geschäftlichen Aktivitäten und freuen uns wie immer auf die Fortsetzung bzw. in Einzelfällen auch den Beginn des direkten Austausches mit Ihnen.
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Kommentar, 21.12.2021
21.12.2021
Erst einmal abwarten, keine Panik, es wird nicht viel schlimmer werden und wenn es soweit ist, können wir immer noch handeln und aktiv werden. Die aktuellen Zahlen zeigen noch keinen hohen Bedrohungsgrad, aber auch keine interessanten Chancenpotenziale und im Übrigen „wir fahren auf Sicht und haben alles im Griff“.Dies trifft nicht auf Ihre Unternehmensführung zu, aber die Unternehmensrealität zeigt leider auch in zunehmendem Maß ein anderes Bild. Erfolge der Vergangenheit und Gegenwart sind keine Garantie für eine erfolgreiche Zukunft. Sie sind jedoch eine gute Grundlage für das systematische Reflektieren und die Erkenntnis, dass Prävention ein geeignetes Mittel zur Zukunftsgestaltung ist.Der Unternehmensalltag ist durch geringe strategische Weitsicht und mehr durch operative Hektik gekennzeichnet. Dies trifft allerdings nicht auf die Führung von nachhaltig erfolgreichen Unternehmen zu, die über Erfolge und Misserfolge regelmäßig reflektieren und deren Verhalten dadurch geprägt ist, Unternehmen robust und zukunftsfähig zu gestalten. Aus dieser Management-Philosophie resultieren Wettbewerbsvorteile und Zeitvorsprünge.Erfolgsfaktoren ändern sich und lassen sich nicht aus den Controlling-Reports oder gar aus den gesetzlich vorgeschriebenen Wirtschaftsprüfertestaten und deren Stellungnahmen ablesen. Marktanteilsentwicklungen, Lieferanteil bei Großkunden, Marken-Image und Bedeutung des Markenkaufs, Technologiestatus, Versorgungssicherheit, Innovationsgrad, Organisationseffizienz, etc. sind die entscheidenden Merkmale für den aktuellen und zukünftigen Unternehmenserfolg.Mögliche unternehmensrelevante Zukunftswelten, deren Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten auf das Produkt- und Leistungsportfolio, die Wertschöpfungsarchitektur, die Unternehmenskonfiguration, die Unternehmensstrategie und das Geschäftsmodell werden antizipiert und daraus alternative Handlungsoptionen für die Abwehr von Bedrohungen und die Nutzung von Chancen entwickelt. Dieses „Vorsorgepaket“ erhöht die Handlungsfähigkeit und verhindert im Krisenfall „Feuerwehreinsätze“ und hohe Reparatur-Nachsorgekosten.Diese Denk- und Handlungsweise benötigt jedoch eine Unternehmenskultur und Führungspersönlichkeiten, die Prävention nicht als Angst vor der Zukunft, unnötige Zeitverschwendung und Phantasiegespinst abtun, sondern als proaktive Zukunftsgestaltung des Unternehmens betrachten und akzeptieren, dass „die Zukunft bereits begonnen hat und gestaltbar ist.“Verantwortungsvolle und moderne Unternehmensführer und Eigentümer gestalten das größte Vermögensobjekt, die wichtigste Einkommensquelle, den bedeutendsten Reputationsfaktor zum Nutzen aller Stakeholder proaktiv und verhindern damit, dass das Unternehmen zum „Spielball“ vermeidbarer Turbulenzen wird. Stellen Sie also ihr Unternehmen auf den Prüfstand, machen Sie regelmäßig einen „Unternehmens-TÜV“, der sowohl Ergebnisse der Vergangenheit, der Gegenwart, aber auch Entwicklungen der Zukunft beinhaltet. Strategische und operative Prüfkriterien sind dabei gleichwertig zu berücksichtigen. Es lohnt sich, für alle Beteiligten und für das Unternehmen.
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Publikation
13.10.2021
Das Thema Data Analytics ist im Mittelstand angekommen. Integriert in das Geschäftsmodell können Unternehmen damit Kosten senken, bessere Geschäftsentscheidungen treffen, Kundentrends und -zufriedenheit analysieren und daraus neue – und bessere – Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Data Analytics bewährt sich daher als ein guter Einstieg in die Transformation hin zum datengetriebenen Unternehmen. Die Gründe liegen für Sarik Weber, Leiter Digitale Transformation bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), auf der Hand: „Intelligente Data Analytics-Tools machen erste, schnelle Erfolge „sichtbar“ – und das erhöht die Akzeptanz bei Entscheidern, die so faktenbasiert agieren und Wertschöpfungsketten wesentlich effizienter gestalten können“. Basis eines erfolgreichen Data Analytics Projekts: Ein geeigneter Business Case, in dem Analytics auch spürbaren Mehrwert liefert. „Hier ist vor allem ein kritischer Blick auf die Prozesse, Produkte und Services im Unternehmen gefragt, um zu bestimmen, wo die größten Effizienz- und Optimierungspotentiale liegen“, so Sebastian Batton, Digital Expert bei W&P. Im Zuge der Business Case-Definition sollten Zielwerte festgelegt werden, die nach dem Abschluss des Projektes eine Erfolgskontrolle ermöglichen. Neben dem Business Case gilt es eine adäquate Datenarchitektur aufzubauen. Nur wenn verfügbare Daten, Datenaufbereitung und Tools vernünftig aufeinander abgestimmt und integriert sind, können Analysen effizient umgesetzt und vor allem einfach skaliert werden. Eine moderne Data-Analytics Architektur reicht von der Datenquelle bis zur Visualisierung und besteht in der Regel aus drei Ebenen: - Datenquellen (z. B. ERP, CRM) - Datenaufbereitung (z. B. Data Warehouse) - Analyseumgebung (z. B. BI-Tool) Welche konkreten Herausforderungen eine solche „End-to-End Data Pipeline“ mit sich bringt? Welche Tools für Reporting und Prognosen geeignet sind? Und welchen Mehrwert ein agiler Ansatz bei Data-Analytics Initiativen hat? Mehr dazu im neuen W&P Dossier „Data Analytics: Durch Erkenntnisse aus Daten zu verbesserter Leistung“.
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Kommentar, 22.06.2021
22.06.2021
Service-Champions erreichen einen hohen und relativ krisenfesten Umsatz und Ertragsanteil durch ihr Service-Geschäft. Was unterscheidet jedoch die Unternehmen, die Service eher reaktiv betreiben, weil der Kunde nun manchmal Ersatzteile und technische Hilfe bei Problemen braucht und auf sie zukommt von den Champions, die den Service als einen zentralen Kundenbindungs- bzw. Ertragsmotor erkannt haben?Service-Champions haben ihre gesamte Unternehmens-DNA durch radikale Kundenzentrierung schrittweise transformiert. Fünf Ebenen werden dabei von Best-Practice-Unternehmen aktiv gemanagt:Service Strategie & Customer JourneyTop-Service-Unternehmen ermöglichen ihren Kunden eine detaillierte und gleichzeitig relevante Transparenz der Service-Interaktion an den Kundenberührungspunkten in Echtzeit. Sie nutzen dabei gemeinsam mit ihren Kunden virtuelle kundenspezifische Serviceräume („Service-Experience-Räume“) sowohl für das strategische Management des gemeinsamen Service-Geschäftes (z. B. Management der installierten Basis, der Service-Verträge, der Preismodelle), als auch für das transparente operative Management einzelner Service-Aufträge (z. B. Informationen über den Service-Fortschritt, Tracking und Tracing).Die gängigen digitalen Kommunikationskanäle (Web, Video, Chat, App) sind in diesen Räumen integriert. Digitale Tools wie RPA, KI, Analytics und Service-Bots werden hierbei genutzt, um dem Kunden maßgeschneiderte und relevante Information, Erkenntnisse sowie Empfehlungen zur Verfügung zu stellen. Ein Überfluten mit neugewonnenen digitalen Informationen und Reports wird vermieden. Höchste Kundenzentrierung bei Best-Practice-Unternehmen bedeutet schließlich auch die richtige Balance zwischen der menschlichen Interaktion und den Best-in-Class Analytics zu finden.Service-PortfolioServicemarktführer bieten Lösungen aus einer Hand mit einem breiten modularen Portfolio von Dienstleistungsprodukten und Service-Verträgen an. Diese reichen von einfachen Wartungs- und Instandhaltungsbausteinen bis hin zu prädiktiver Wartung und Empfehlung und ermöglichen damit auch Total-Care Verträge mit digitalen Mehrwertdiensten. In den relevanten Branchen sind die Top Unternehmen auch in der Lage Lifecycle-Services, Verfügbarkeitsverträge bis hin zu Pay-Per-Use-Modellen profitabel anzubieten. Damit wird die installierte Produktbasis ihrer Kunden über den gesamten Lebenszyklus hin optimal betreut.Operative ExzellenzBei der Vermarktung und dem Vertrieb wenden Marktführer einen beratenden Verkaufsansatz an („Consultative Solution Selling“) und integrieren ihre Servicebereitstellung in den Betrieb ihrer Kunden. Die Vertriebsorganisation entwickelt sich weg vom Produktvertrieb hin zum eigenständigen beratenden Service-Vertrieb. Dieser sollte auch in der Lage sein, sowohl digitale Services und die damit verbundenen Software-Lösungen bzw. -Lizenzen zu vermarkten als auch die entsprechende Software-Distributions-Kette für Software-Updates und -Upgrades effektiv zu managen. Bei der Leistungserbringung bieten viele der Top-Unternehmen eine hohe Kundenorientierung durch 24x7 Erreichbarkeit sowie schnelle Reaktionszeiten an.Basis ist eine hohe Standardisierung der Prozesse im Fieldservice sowie die effizienten und skalierbar realisierten technischen Support-Prozesse. Um beim skalierbaren Design eines globalen Service-Netzwerkes eine kosteneffektive Balance zwischen lokaler Vor-Ort-Abdeckung und zentralen Standards und Know-how zu erreichen, arbeiten Marktführer mit einem strategisch differenzierten Partnermodell und der Integration von Top-Service-Partnern in die eigenen Vertriebs- und Service-Prozesse.Digitalisierung & TransparenzIn der digitalen Kundeninteraktion nutzen Best-Practice Unternehmen eine „Service-Cloud“ mit einer Vielzahl an KI-unterstützten digitalen Werkzeugen. Diese reichen von KI-unterstützten Fehlerbäumen und Lösungsvorschlägen bis hin zu einem transparenten und prädiktiven Lifecycle-Management, welches Assetmanagement-Lösungen mit relevanten Service-Data-Analytics (z. B. MTBF-/MTBI-Analytics) kombiniert. Im Fieldservice werden über APIs angebundene spezialisierte Service-Lösungen und smarte Feldtechnikeranbindung genutzt, wobei die Feldtechniker durch digitalisierte interaktive Bereitstellung von Prozesswissen unterstützt werden.Einige Branchenführer vermarkten derzeit auch proaktiv digitale Retrofitting-Angebote für die installierte Produktbasis, um den Rollout neuer digitaler Service-Plattformen Hand-in-Hand zu forcieren. Auf diesen Plattformen können die Kunden komfortabel alles aus einer Hand beziehen, von neuen digitalen Services (wie z. B. E-Tutorials, Zustandsmonitoring in digitalen Twins) bis zu klassischen Services in höherwertiger selbstadministrierten Form (z. B. automatische Ersatzteil-Identifikation mit Sofortbestellung).Organisation & KulturBei allen Service-Champions stellt der Service einen eigenständigen Geschäftsbereich mit eigenen Querschnittsfunktionen dar, der direkt an die Geschäftsführung berichtet. Eine Kultur der Kundenzentrierung im Service wird nachhaltig verankert durch das Vorleben dieser Werte durch das Top-Management, einer transparenten und stringenten Unternehmenskommunikation sowie dem Fördern und Fordern durch Mitarbeiter-Incentives basierend auf Kundenzufriedenheit und Profitabilität.Tiefes Kundenvertrauen und starke Kundenbindung entwickelt sich über Jahre wenn ein Kunde eine offene Service-Kultur erlebt, welche die entscheidenden „Momente der Wahrheit“ von dem Erstkontakt, der Kaufentscheidung, der Problemlösung bis hin zum Wiederkauf, transparent und professionell vorbereitet managt. Deshalb ist besonders auch bei kritischsten Servicefällen wie z. B. dem Total-Ausfall einer Produktionsanlage, eine proaktive professionelle Kommunikation zum Kunden in Kombination mit vollkommener Transparenz über den Fortschritt der Problemlösung von äußerster Wichtigkeit. Eine derartige professionelle Service-Kultur ermöglicht auch unter schwierigsten Umstanden hervorragende Chancen für den Aufbau einer starken Kundenbindung.FazitKundenzentriertes Handeln ist kein philosophischer Denkansatz, sondern kann und muss messbar, quantitativ und radikal auf allen Ebenen des Service-Geschäftes prozessual wie auch systemtechnisch umgesetzt werden. Wahre Service-Champions transformieren aktiv alle fünf Ebenen, um damit die Transformation der gesamten Unternehmens-DNA hin zu einem kundenzentrierten Service-Champion zu erreichen. Damit sichern sie sich einen hohen und krisenfesten Umsatzanteil mit sehr attraktiven Margen.
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Best Case
11.05.2021
Das Familienunternehmen Pfeifer, einer der Weltmarktführer im Bereich Seiltechnik, Seilbau, Bautechnik, Hebetechnik und Anschlag-/ Zurrtechnik, macht es vor: Im Zuge einer Digitalisierungs-Initiative, die auf die Transformation von Prozessen, Systemen und Teil-Geschäftsmodellen abzielte, wurde ein Data Analytics Projekt zur Analyse bisher ungenutzter Datenbeständen ins Leben gerufen. Mit Unterstützung des W&P Digitalisierungsteams wurde dafür ein Datenmodell zur Verknüpfung der Vertriebs- und Servicedaten aus ERP und dem bestehenden Service-Systems erstellt, Daten-Qualitäts-Quick-Checks durchgeführt und interaktive BI-Analysen zu u.a. Kundensegmentierung, installierter Basis, Fremdprodukten und Vertriebspotenzialen aufgesetzt. „Durch den Data-Analytics Ansatz von W&P konnten wir unsere Datensilos aufbrechen und sind dadurch heute vernetzter und vor allem schlagkräftiger an unseren Kunden und deren Bedürfnissen dran“, bestätigt Gerhard Pfeifer Geschäftsführender Gesellschafter Pfeifer Seil- und Hebetechnik, den Erfolg des Projekts.
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Publikation
16.11.2020
Der Blick in die Zukunft gestaltet sich aktuell schwierig. Planungsrunden ohne Szenarienmanagement sind schwerlich vorstellbar und die Gestaltungskraft von Führungskräften sucht valide Hebel. Der Management Support 2-2020 liefert wieder entsprechende Impulse aus konkreten Kundenprojekten, in aktuellen Fachbeiträge und vertiefenden Interviews. Hinzu kommen auch diesmal wieder wertvolle Beiträge von Experten und Partnern unseres Kooperationsnetzwerks, die einen hilfreichen „Blick über den Tellerrand“ ermöglichen und Ideen für erfolgreiches Unternehmertum – auch in Zeiten von Corona – anstoßen.
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Publikation
25.05.2020
Für Unternehmen stand in den letzten Wochen vor allem die Sicherung von ausreichend Liquidität ganz oben auf der Agenda. Doch nun beginnt eine neue Phase im Umgang mit der Krise: Im Ramp-up rücken die Redimensionierung und Transformation des Geschäfts sowohl auf strategischer, operativer als auch struktureller Ebene in den Fokus. Was heißt das konkret für die neue unternehmerische Normalität? Welche Maßnahmen helfen Unternehmen und Unternehmern dabei, mit einem kleinstmöglichen Corona-Rucksack in die Zukunft zu gehen? Im aktuellen Management Support lesen Sie zusätzlich zu Impulsen aus aktuellen Projekterfahrungen diesmal auch wertvolle Beiträge externer Autoren aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.
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Publikation
14.01.2020
Die Bedeutung von Familienunternehmen für die Gesellschaft hervorzuheben – das war der Antrieb für Prof. Dr. Norbert Wieselhuber anlässlich seines 70. Geburtstags ein Buch zu verfassen. In „Unternehmer gestalten Unternehmen“, erschienen im Unternehmer Medien Verlag, bricht der Berater eine Lanze für Unternehmensgestalter. Ihre Spitzenleistungen und großes Engagement verdienten in der Öffentlichkeit ein deutlich höheres Ansehen. Mit diesem „absoluten Standardwerk für Entscheider in Familienunternehmen“ so Oliver Hermes, Vorsitzender des Vorstandes WILO SE, liefert Wieselhuber einen Leitfaden der Unternehmensführung, der laut Prof. Friedhelm Loh, Vorsitzender des Vorstandes der Friedhelm Loh Stiftung, „von Verbindlichkeit, Analysefähigkeit und einem starken Willen zur Veränderung geprägt ist“. Bestellungen ab sofort beim Verlag Unternehmermedien unter https://www.unternehmermagazin.de/shop/buecher/ Im Laufe des Januars in jeder Buchhandlung und bei Amazon. ISBN 978-3-937960-42-5.
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Publikation
28.10.2019
Digitalisierung ist längst Modewort, die dahinterliegenden Daten werden hingegen oft nur als Nebenprodukt gesehen. Doch: Professionelles Datenmanagement sollte auf die Agenda jedes Unternehmenslenkers, da Daten der Schlüssel zur nachhaltigen Transformation des Geschäftsmodells sein können. Wie individuelle Herausforderungen nachhaltig und zukunftsfähig gelöst werden können? Mehr dazu in der aktuellen W&P-Publikation „Datenmanagement“, die Wege zu einem ganzheitlichen Ansatz zum Aufbau und zur Entwicklung zukunftsfähiger Datenwelten zeigt.
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Publikation
27.08.2019
Digitale Transformation, Industrie 4.0, IoT, Smart Factory sind in aller Munde. Sicherlich stehen diese Themen auch auf Ihrer Agenda. Absolut richtig! Sie liefern u. a. Antworten auf zentrale Herausforderungen: Extern steigen die Erwartungen an Vielfalt, Individualität und Digitalisierung, intern wird der Druck auf Schnelligkeit, Effizienz und Transparenz immer größer. In der Industrie passiert gerade sehr viel, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Die Bundesregierung setzt Forschungsprogramme in Milliardenhöhe auf, Konzerne investieren großzügig in Industrie 4.0-Pilotwerke oder die Entwicklungen von Plattformen, Anlagenbauer entwickeln schon heute neue Geschäftsmodelle auf Basis von IoT und Vernetzung. Die spannende Frage lautet, wie der Mittelstand auf diese Herausforderungen reagiert. Welche Entwicklungsschritte sind notwendig? Wie stark sollten Sie in das Thema Industrie 4.0 investieren?
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Publikation
10.04.2019
Die vorrangige Aufgabe im Supply Chain Management wird bislang meist darin gesehen, die Kunden effizient, fristgerecht und in der richtigen Qualität zu versorgen. Doch nur an der „klassischen“ Effizienzschraube zu drehen, reicht in der heutigen Zeit nicht mehr aus, weil die Markt- und Kundenanforderungen immer weiter steigen. Das führt zu divergenten Zielsetzungen: - Einerseits für den Kunden besser, vielfältiger und individueller werden, - andererseits in der Leistungserbringung schneller, transparenter und effizienter werden. Es müssen also innovative und zukunftsfähige Lösungen gefunden werden, um eine kundenzentrierte und performante Wertschöpfungskette mit Alleinstellungsmerkmalen zu schaffen. Die Supply Chain wird so zu einem zentralen Erfolgsfaktor im Geschäftsmodell – zu einer strategischen Waffe!
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Publikation
22.01.2019
Gemeinkostenmanagement ist mehr als reines Kostendenken: Wer seine Kostenperformance im Unternehmen verbessert, kann auch Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit steigern. Voraussetzung: Ein ehrlicher Blick in den Spiegel, der Gemeinkostenfunktionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg sichtbar macht. Doch wie ein zukunftsorientiertes Gemeinkostenmanagement aufbauen, das nicht nur das „Preisschild“ sondern auch die entsprechenden Leistungen im Blick hat? Antworten in der neuen W&P Publikation „Gemeinkostenmanagement: Unternehmensfunktionen adäquat ausstatten“.
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Publikation
04.07.2018
Ausmaß und Geschwindigkeit aktueller Veränderungen erfordern in jedem Unternehmen eine größere Management-Wertschöpfung als in der Vergangenheit: Der „klassische“ CFO wird beispielsweise zum gestaltenden Risikomanager. Auf seiner Agenda von morgen: Zukunftsorientiertes, unternehmerisches Denken jenseits des „business as usual“. Auch die Anforderungen an die künftige Organisation von Familienunternehmen wandeln sich – eine ständige, aktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ebenen in der Organisation ist Pflicht. Doch wo ansetzen? Und wie? Der aktuelle W&P Management Support liefert wieder zahlreiche Impulse für Unternehmer, Gesellschafter und Top-Management im operativen Unternehmensalltag - aus der Praxis für die Praxis.
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Publikation
22.03.2018
Wer die Performancetreiber seines Unternehmens kennt, kann Gewinn und Rendite verbessern. Umsatz, variable Kosten und Gemeinkosten auf der Ertragsseite werden u.a. durch Stellschrauben wie Produktmix, Leistungsfähigkeit des Vertriebs, Wertschöpfungskonfiguration oder Organisation beeinflusst. Was Management und Gesellschafter noch im Blick haben sollten, um das Ebit zu erhöhen und den Kapitalbedarf zu senken? Antworten dazu im aktuellen W&P Dossier „Business Performance: Gewinn und Rendite erhöhen“.
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News, 17.03.2026
17.03.2026
Produzierende Unternehmen stehen heute vor tiefgreifenden Herausforderungen: Variantenvielfalt, volatile Märkte, wachsender internationaler Wettbewerbsdruck und steigende Anforderungen an Planungssicherheit erschweren schnelle und belastbare Portfolioentscheidungen. Gleichzeitig bieten datenbasierte Methoden und Machine Learning neue Möglichkeiten, Produktlandschaften präziser zu bewerten und Ressourcen zielgerichteter einzusetzen. Welche Rolle KI dabei spielt und wie Unternehmen komplexe Portfolios transparenter, effizienter und wirtschaftlich robuster steuern können, war Thema des digitalen W&P Executive Dialogs.  Zum Auftakt ordnete Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), das Thema in die aktuelle unternehmerische Realität ein. Er machte deutlich, dass Produktportfolios heute zentrale Stellhebel für Marktattraktivität, Kostenstrukturen und operative Leistungsfähigkeit sind. „Das Produktportfolio ist der Nukleus der Wertschöpfung – und genau deshalb brauchen Unternehmen datenintelligente Instrumente, um Entscheidungen schneller, fundierter und belastbarer vorzubereiten.“ Mit Blick auf Variantenvielfalt, volatilen Absatz und internationale Wettbewerbsverschiebungen betonte er, dass klassische Analysen und funktionsspezifische Einzelbetrachtungen dieser Komplexität nicht mehr gerecht werden.  Anschließend richtete Dr. Tim Lämmermann, Senior Consultant bei W&P, den Blick auf die strategische Einbettung von KI in Unternehmensprozesse. KI müsse – so Lämmermann – als ganzheitlicher Transformationsprozess verstanden werden, der Strategie, Organisation, Datenqualität und Governance gleichermaßen umfasst. Besonders hob er hervor, dass erfolgreiche KI-Projekte dort entstehen, wo Use Cases klar priorisiert, Rollen eindeutig definiert und Mitarbeitende aktiv eingebunden werden. „KI wirkt erst dann nachhaltig, wenn sie entlang der Wertschöpfung verankert ist, klaren Nutzen stiftet und die Organisation befähigt, bessere Entscheidungen zu treffen.“  Wie diese Prinzipien operativ wirksam werden, zeigte Sebastian Batton, Senior Manager und Leiter Digital Excellence bei W&P. Er beschrieb, wie fragmentierte Datenlandschaften, Excel Grenzen und funktionale Zielkonflikte die Portfoliosteuerung vieler Unternehmen prägen. Machine Learning schließe hier wesentliche Lücken: Modelle könnten Zusammenhänge sichtbar machen und wirtschaftliche Effekte klarer quantifizieren. Batton stellte heraus, dass datengetriebene Transparenz ein entscheidender Erfolgsfaktor ist: „Erst durch datengetriebene Modelle erkennen Unternehmen, welche Produkte Rendite schaffen, wo Komplexität Ressourcen frisst und welche Entscheidungen wirklich Wirkung entfalten.“  Einblicke in die Praxis lieferte Moritz Zoepffel, Senior Consultant bei W&P, der anhand eines Projektbeispiels zeigte, wie Machine Learning Forecasting, Szenariomodellierung und Deckungsbeitragsoptimierung ineinandergreifen. Er beschrieb die operative Realität vieler Unternehmen – eine Vielzahl heterogener Datenpunkte, restriktive Rahmenbedingungen, hohe Variantenvielfalt – und legte dar, warum traditionelle Werkzeuge an strukturelle Grenzen stoßen. „Excel kann die Komplexität heutiger Portfolios nicht mehr abbilden – Machine Learning dagegen macht aus tausenden Varianten eine klar strukturierte Entscheidungsgrundlage.“ Im Ergebnis ließen sich im Projekt sowohl eine signifikant höhere Planungs- und Entscheidungsqualität als auch spürbare wirtschaftliche Effekte erzielen.  In der anschließenden Werkstattdiskussion wurde deutlich, dass datengetriebene Portfoliooptimierung mehr ist als ein technologischer Fortschritt: Sie verändert die Art, wie Unternehmen Entscheidungen vorbereiten und Zielkonflikte auflösen. KI-gestützte Modelle seien dabei als Ergänzung menschlicher Expertise zu verstehen. Sie schaffen Transparenz, simulieren Szenarien, machen Abhängigkeiten sichtbar und geben Entscheidern eine belastbare Grundlage, auch in unsicheren Zeiten verantwortlich zu handeln. Unternehmen, die datenbasierte Portfoliomodelle konsequent einsetzen, steigern nicht nur ihre Effizienz, sondern auch ihre Resilienz und Zukunftsfähigkeit.
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News, 26.02.2026
26.02.2026
Leistung und Produktivität sind entscheidend für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen – doch wie lassen sich diese konkret messen und gezielt steigern? Welche Rolle spielt People Performance als Steuerungsgröße, und wie können Unternehmen steigenden Personalkosten und stagnierender Produktivität wirksam begegnen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen W&P Executive Dialogs. „Die Produktivitätsentwicklung im deutschen Mittelstand ist alarmierend: Seit Jahren stagniert das Wachstum, die Personalkosten steigen und gleichzeitig rutschen wir im europäischen Vergleich immer weiter ab. Genau deshalb sind Produktivität und Personalkosteneffizienz jetzt entschlossener denn je anzugehen“, so einleitend Jens Ekopf, Managing Partner bei W&P. Leonard Kluck, Head of People & Transformation bei W&P, dazu: „Performance entsteht dort, wo der Zusammenhang von Input und Output ehrlich betrachtet wird – und die vielen Stellhebel zwischen Menschen, Strukturen und Kultur so ausgerichtet werden, dass echte Wertschöpfung möglich wird.“ Entscheidend sei die Balance zwischen eingesetzten Ressourcen und erzieltem Output – ein Verhältnis, das in vielen Unternehmen aus dem Gleichgewicht geraten sei. Gleichzeitig werde Performance häufig zu eindimensional diskutiert, obwohl sie das Zusammenspiel von People Performance, Business Performance, Struktur, Steuerung und Kultur erfordere. Daraus ergibt sich auch eine klare Rolle für HR als strategischer Übersetzer zwischen Unternehmensstrategie und operativer Umsetzung. Die Ergebnisse des „W&P People Performance & Transformation Check-ups“, vorgestellt von Dr. Valerie Kaiser, Senior Expert People & Transformation bei W&P, bestätigten den Handlungsbedarf über alle Branchen hinweg. People Performance ist ein zentrales „Zahnrad“ für die gesamte Business Performance, während zugleich in vielen Unternehmen eine deutliche Lücke zwischen Zielbild und Umsetzung besteht. Häufig werde Performance zwar gemessen, aber nicht konsequent gesteuert: Es fehlen klare Verantwortlichkeiten, Prioritäten und konsistente Kennzahlensysteme. Gleichzeitig sei die strategische Verankerung entscheidend – Performance müsse sich in Organisation, Rollen, Vergütung und Kultur widerspiegeln. Kaiser zieht auch eine positive Perspektive aus den Umfrageergebnissen: „Unternehmen haben ein gemeinsames Verständnis davon, wohin sich ihre Organisation entwickeln muss – und sie priorisieren dieses Ziel aktiv. Das bestehende Delta zwischen Ist und Soll ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein klarer Kompass für die nächsten Schritte. Genau darin liegt die Chance!“ Fazit der Werkstatt-Diskussion: Nachhaltige Performance funktioniert nur ganzheitlich, einzelne Instrumente greifen zu kurz. Entscheidend ist ihre konsistente Verknüpfung in einer klaren Steuerungslogik. HR kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, um Strategie, Struktur und Umsetzung zu verbinden und Performance wirksam in der Organisation zu verankern. Denn Transformation bedeutet letztlich auch, wieder performanter zu werden und so entscheidende Wettbewerbsvorteile zu sichern.
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News, 04.02.2026
04.02.2026
Künstliche Intelligenz gilt als Produktivitätshebel im Servicegeschäft – doch in vielen Industrieunternehmen bleibt ihr Einsatz bislang punktuell.  Der digitale W&P Executive Dialog zeigte, wie datenbasierte Ansätze und konkrete KI-Anwendungen den Service strukturell transformieren und neue Ertragsquellen erschließen können. „KI entfaltet ihren Nutzen nicht durch Technologie allein, sondern durch klare Use Cases, saubere Daten und konsequente Umsetzung im Geschäft“, so einleitend W&P Partner Oliver Rörig. Die aktuelle W&P Service-Excellence-Studie offenbare Handlungsbedarf im Mittelstand: Neben Kostendruck und steigenden Kundenanforderungen prägen Investitionsbedarf, Know-how-Lücken und organisatorische Silos die Realität. Erfolgreiche Service-Champions setzen daher auf eigenständige Serviceeinheiten, klare Portfolio- und Pricing-Logiken, eine systematische Ausschöpfung der installierten Basis sowie einen hohen Digitalisierungs- und Datenreifegrad. KI kann dabei gezielt Mehrwert schaffen. Ein strukturiertes Vorgehen – von der Exploration relevanter Anwendungsfälle über Readiness-Checks und Pilotierung bis zur Skalierung inklusive Change Management – ist entscheidend für nachhaltigen Erfolg. Wie sich dieser Ansatz operativ umsetzen lässt, zeigte Sven Walleser, Director Data Solutions bei RATIONAL AG. Der auf professionelle Küchentechnik spezialisierte Hidden Champion vernetzt seine Geräte weltweit und nutzt die entstehende Datenbasis systematisch für digitale Services. KI- und Deep-Learning-Modelle erkennen Anomalien automatisiert, clustern Fehlerbilder und ermöglichen präzisere Diagnosen sowie vorausschauende Wartung. Das reduziert ungeplante Einsätze, erhöht die Effizienz im Feldservice und verbessert die Planbarkeit. Ergänzend zeigte Lukas Riedel, Senior Innovation Manager Aftersales bei Jungheinrich Service & Parts AG & Co. KG, wie KI konsequent in bestehende Serviceprozesse integriert werden kann. Ein eigenständiges Innovationsmanagement testet neue Technologien früh, bewertet sie pragmatisch und skaliert ausschließlich belastbare Lösungen. Zentrale Voraussetzung bleibt eine hohe Datenqualität, da Akzeptanz und Leistungsfähigkeit von KI unmittelbar von der Prozess- und Systemintegration abhängen. In der Werkstattdiskussion standen vor allem Datenbasis, Skalierbarkeit und Governance im Fokus. Eine belastbare Gerätevernetzung und ein strukturiertes Datenmanagement gelten als zentrale Voraussetzung, um KI-Anwendungen effizient zu betreiben und in bestehende Serviceprozesse zu integrieren. Gleichzeitig wurde betont, dass nicht jede Optimierung zwingend KI erfordert, sondern häufig auch klassische Algorithmen und Automatisierungslösungen ausreichen. Für den Einstieg empfehlen sich klar abgegrenzte Use Cases mit schnellem Nutzen, etwa im Knowledge Management oder bei der Automatisierung des Erstkontakts durch Chatbots Fazit der Runde: Der Kundenkontakt dürfe sich durch KI nicht verschlechtern – die Servicequalität müsse mindestens erhalten bleiben, insbesondere dort, wo bisher die persönliche Interaktion Standard ist.
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News, 11.12.2025
11.12.2025
Was KI in der Möbelindustrie heute schon kann?Das zeigte Philipp Trompeter, Leiter Fashion, Lifestyle & Retail  bei seinem Impulsvortrag auf der Mitgliederversammlung die möbelindustrie - Verbände der deutschen Möbelindustrie mit Use Cases und Projekteinblicken. Deutlich wurde: Es entstehen bereits spürbare Effekte mit praxisnahen KI-Anwendungen durch intelligente Raumplanung & Produktempfehlungen, präzisere Abverkaufsprognosen, automatisierte Prozessoptimierung, effizientere Personalplanung und datengestützte Materialkostenreduktion.Die Leitplanken für erfolgreiche KI-Projekte sind eindeutig:✔️ Saubere strukturierte Daten sind Rohstoff für jeden KI-Use-Case✔️ Mit einem Pain Point starten - konkrete Probleme führen zu erfolgreichen Use-Cases✔️ KI kann schneller bessere Lösungen liefern - bei richtigem Einsatz erleben Projekte schon jetzt einen KI-Boost.
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Kommentar, 27.11.2025
27.11.2025
Kommentar von Fabian Dichant, Senior Manager Business Performance Improvement und Philipp Seiz, Senior Manager Restructuring & Corporate Finance bei Dr. Wieselhuber & Partner Familienunternehmen leben von ihrer Nähe zur Belegschaft, zu den Maschinen und zu ihren Kunden. Genau deshalb entsteht Liquidität nicht in Planungstools, sondern dort, wo Material zu Gutteilen wird. Eine Cashflow-Planung hilft, die Transparenz zu erhöhen und Engpässe aufzudecken. Sie bleibt aber wirkungslos, wenn im Werk zu viel unfertige Arbeit liegt und der Engpass nicht stabil im Takt läuft. Dann klingt der Plan gut, doch die Rechnung geht nicht auf. Der Ort der Wahrheit ist der Engpass. Was dort pro Schicht tatsächlich läuft, entscheidet über Auslieferungen und Auslieferungen entscheiden über Geldeingänge. Unfertige Aufträge binden Kapital, Zeit und Aufmerksamkeit. Je mehr Work-in-Progress (WIP) vor dem Engpass liegt, desto länger werden die Durchlaufzeiten, desto mehr Chaos entsteht in Planung und Einkauf, desto häufiger braucht es Eilbestellungen und Sonderfahrten. Der Finanzplan sieht das oft erst im Rückspiegel; die Linie spürt es sofort. Der schnellste Weg zu spürbarer Liquidität ist unspektakulär: angefangene Aufträge gezielt fertigstellen und in die Rechnungsstellung gehen. Nichts Neues starten, wenn kritische Komponenten fehlen. Morgens am Board klären, was den Engpass heute bremst - Verfügbarkeit, Leistung oder Qualität - und nachmittags prüfen, ob die Bremse gelöst ist. So wandert die Planung aus Excel in die Wirklichkeit. Wie das aussieht, zeigt ein Beispiel aus der Welt eines mittelständischen Herstellers von Büro- und Papierprodukten. Dort ist eine Bogendruckmaschine häufig der Engpass – und Zeit geht vor allem beim Wechsel verloren. Wenn Platte, Papier und Farbkassetten vorbereitet bereitstehen und der Auftrag am Leitstand per Code geladen wird, schrumpft das Wechselfenster auf Minuten. Werden die Aufträge so gereiht, dass sich Farben und Formate möglichst wenig ändern, sinkt der Reinigungs- und Nachstellaufwand, der erste Gutbogen kommt schneller, kleine Lose werden wirtschaftlich und der Stapel halbfertiger Bögen vor dem Engpass schrumpft. Auch die Weiterverarbeitung folgt diesem Prinzip: Werkzeuge und Materialien werden extern vorbereitet, der erste Gutteil sauber freigegeben und die Reihenfolge in Familien gebildet. So bleibt der Takt stabil – ohne neue WIP-Inseln. Genau dadurch bekommt die Cashflow-Planung Substanz, weil die Ausbringung nicht geschätzt, sondern durch kurze Wechselzeiten und eine ruhige Weiterverarbeitung abgesichert ist. Mit solchen Shopfloor-Signalen bekommt die Planung Rückgrat. Die Wochenlieferung wird nicht erhofft, sondern aus Engpass-Leistung und realem Durchsatz abgeleitet. Der Cash-Pfad ist nachvollziehbar: weniger WIP senkt die Bestandsreichweite, mehr „ausliefern & abrechnen“ erhöht die Eingänge. Risiken stehen nicht länger im Kleingedruckten, sondern werden offen adressiert. Ersatzteile an kritischen Aggregaten, Qualifikationslücken in Schichten, fragile Lieferketten bei A-Teilen. Das schafft Vertrauen bei Banken, Gesellschaftern und Belegschaft, weil Fortschritt sichtbar wird und Zusagen gehalten werden. Dafür braucht es kein Kennzahlen-Feuerwerk. Ein kleines, hartes Set, wöchentlich geführt und direkt am Werk entstanden, reicht. Entscheidend ist nicht die Menge der Zahlen, sondern der klare Ursache-Wirkung-Pfad: schnellere Auftragswechsel, stabiler Engpasstakt, sinkendes WIP-Alter und am Ende eine Rechnung, die rausgeht. Dann beschreibt die Cashflow-Planung nicht mehr, was man sich wünscht, sondern was tatsächlich passiert. Familienunternehmen haben hier einen echten Vorteil. Wege sind kurz, Verantwortung ist persönlich, die Identifikation mit dem Produkt ist hoch. Wenn der Werksleiter täglich am Board steht, wenn Meisterinnen und Meister offen sagen, was gestern gehakt hat und was heute anders läuft, entsteht eine Wir-schaffen-das-Mentalität. Die Mannschaft sieht, dass ihre Verbesserung nicht nur eine Zahl in einer Präsentation ist, sondern die Liquidität der Firma stärkt. Das Geld wird im Werk verdient.
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Publikation
11.11.2025
Aus unserer Projekterfahrung wissen wir, dass viele mittelständische Sport- und Outdoor-Unternehmen ein hohes Kundendurchschnittsalter von +/- 60 haben. Hierdurch wird Umsatzpotenzial des Sortiments verschenkt. Die Zielsetzung ist daher häufig für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens jüngere Kunden und Fans zu gewinnen. Wie kann das gelingen? Die Antwort hierzu beginnt mit dem Verständnis für welche Faktoren die Kaufentscheidungen von Gen Z, Y und X prägen und der Erkenntnis, wie sich diese verändern. Nur wer seine Kunden versteht kann sie richtig ansprechen. Die W&P Studie „NextGen Insights: Werte, Kanäle, Entscheidungen“ in Kooperation mit Dr. Henrik Vogel, Professor für Marketing an IU München, legt den Grundstein hierzu. Durch eine repräsentative Befragung von 1.700 Teilnehmenden haben sie wesentliche Entwicklungen für Lifestyleunternehmen und explizit für die Sport und Outdoorbranche identifiziert. Anhand des beispielhaften Kaufprozesses einer „Wasserdichten Funktionsjacke“ werden anhand der Customer Journey unter anderem folgende Fragen je Generation beantwortet: • Welche Rolle spielen stationäres Geschäft, Website und Community bei der Kaufentscheidung? • In welchen Kanälen findet zukünftig der eigentliche Kauf statt? • Welche Relevanz hat Nachhaltigkeit bei der Kaufentscheidung wirklich? • Wie können Kunden über die Transaktion hinaus zu Fans gemacht werden? Anbei finden Sie die Übersicht der Studienergebnisse. Für tiefergehende Informationen zu den Ergebnissen der Studie und für einen Austausch zu den Implikationen für Ihr Unternehmen, stehen wir Ihnen mit einem persönlichen Termin gerne zur Verfügung.
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News, 28.10.2025
28.10.2025
Im digitalen Executive Dialog von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) stand die Frage im Mittelpunkt, wie Machine Learning im Mittelstand konkrete Wertbeiträge schaffen kann – jenseits von Hype und Theorie. „Machine Learning ist sicher keine „Knopfdrucklösung" kann aber – richtig eingesetzt – erheblichen Mehrwert stiften und Kosten sparen“, so einleitend  Sebastian Batton, Leiter Digital Excellence W&P. Machine Learning eigne sich überall dort, wo große Datenmengen, viele Einflussfaktoren und komplexe Zusammenhänge zu bewältigen sind, beispielsweise in Sales & Operations Planning, Preisentwicklung, Produktlebenszyklusmanagement, Predictive Maintenance aber auch Personal-, Schicht- und Finanzplanung. Wie sich Machine Learning in der Praxis bewährt, zeigte Julian Tietze, Senior Expert Management Link GmbH. Er stellte ein Projekt zur Optimierung der Personalplanung bei einem Dienstleister am Flughafen München vor, der Passagiere mit Mobilitätseinschränkungen betreut. Durch den Einsatz eines Machine-Learning-Modells konnte die Schichtplanung automatisiert, Kosten reduziert und die Servicequalität signifikant verbessert werden. Moritz Zoepffel, Senior Consultant Digital Excellence W&P, erläuterte die technische Umsetzung. „Ziel war, die bisher subjektive Einschätzung der Schichtplaner durch ein objektives, datenbasiertes Machine-Learning-Modell zu ersetzen, um die operative Komplexität und die stark schwankende Nachfrage besser zu bewältigen.“ Auf Grundlage historischer Auftrags- und Flugplandaten sowie angereicherter Zusatzinformationen prognostiziert das Modell die tatsächliche Nachfrage und generiert daraus automatisiert Schichtpläne, die direkt in der operativen Planung genutzt werden können. Die Modellgüte liegt bei 78 Prozent – ein sehr guter Wert in einem derart komplexen Umfeld. W&P Partner und Moderator Daniel Emmrich resümiert: „Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung war die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden und sein Geschäftsmodell zu verstehen: Das Modell wurde iterativ weiterentwickelt und gemeinsam optimiert.“ Die anschließende Werkstattdiskussion machte deutlich: Machine Learning heißt nicht, in eine Glaskugel zu blicken, sondern hilft ganz konkret, das eigene Geschäft besser zu verstehen, Wirkzusammenhänge zu erkennen und Optimierungen abzuleiten. Um zu starten, werden keine Daten „in Perfektion“ benötigt, vielmehr sei im Unternehmenskontext Muster und Korrelationen in vorhandenen Daten zu identifizieren und daraus einen Use Case zu entwickeln. Wie starten? „Einfach trauen, das Risiko ist sehr überschaubar“, so die Experten unisono. „Im Kleinen anfangen, experimentieren, Know-how sammeln, Expertise entwicklen und aus diesem „kleinen Pflänzchen“ etwas im Unternehmen wachsen lassen.“
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News, 20.10.2025
20.10.2025
Der Aufschwung lässt auf sich warten und somit bleibt die Haustechnik- und Sanitärbranche in einer Phase, in der das Top-Management eine feine Balance wahren muss: Einerseits erfordert die Zukunftssicherung gezielte Investitionen in neue Geschäftsfelder und  Technologien, andererseits verlangt die kaufmännische Realität deutliche Effizienzsteigerungen in betrieblichen Abläufen und Kostensenkungen in der Organisation. Die Management-Agenda steht damit zwischen den Polen Performance Improvement und Zukunftsinvestition. Und genaudiese Mischung entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit der kommenden Jahre.W&P Partner Dr. Stephan Hundertmark in der aktuellen Fachzeitschrift RAS.
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News, 29.09.2025
29.09.2025
Machine Learning verändert die Medizintechnik und das gleich an zwei Fronten: als integraler Bestandteil von Produkten und als Hebel für effizientere Prozesse im Unternehmen. Wer heute die Grundlagen schafft – von solider Datenbasis bis zu ersten Pilotprojekten – kann sich nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich für die Zukunft positionieren.In der Fachzeitschrift Devicemed zeigen Dr. Michael Marquardt, Leiter Medizintechnik, und Sebastian Batton, Leiter Digitale Transformation bei W&P, wie der Einstieg in Machine Learning gelingt - und welche Effizienzvorteile gehoben werden können. Zum Artikel. 
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Publikation
01.09.2025
Die Bauindustrie steht unter massivem Veränderungsdruck. Bauen ist nach 3 Dekaden stagnierender Produktivität zu teuer und zu langsam. Die wesentlichen Treiber dieser Entwicklung sind: Fragmentierte Wertschöpfung, Ungleiche Margen- und Risikoverteilung, Mangelnde Skaleneffekte, Fachkräftemangel, Defizite in der Digitalisierung, Nachhaltigkeitsanforderungen und Regulatorik. Zusammengenommen eine enorme Herausforderung für die Branche und für jedes einzelnen Unternehmen in der Wertschöpfungskette, von der Projektentwicklung bis zum Betrieb und dem Rückbau. Antworten im neuen W&P Dossier „Von der Baustelle zur Produktionshalle - Wie industrielle Vorfertigung die Spielregeln im Bau verändert“.
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News, 23.07.2025
23.07.2025
Die operative Planung bleibt trotz – oder gerade wegen – zunehmender Unsicherheit eines der wichtigsten Instrumente im Controlling. Allerdings muss sie um Risikoanalysen und Szenariotechniken ergänzt und flexibel gestaltet werden, um Risiken wie Zölle, Marktvolatilität oder Wechselkursänderungen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen wie Hedging oder Kostensenkung einzuplanen.Eine enge Verzahnung von Planung, Risikomanagement und KPIs ermöglicht eine effiziente Steuerung und bietet Wettbewerbsvorteile. Flexibilität und realistische Annahmen sind essenziell. Denn: Operative Planung ist kein Selbstzweck – sie ist der Schlüssel zur erfolgreichen Navigation durch unsichere Zeiten.Christian Neeb, Experte Profit & Controlling Excellence bei W&P, im aktuellen Controller Magazin.
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News, 17.06.2025
17.06.2025
Noch immer agieren viele Unternehmen im Blindflug, wenn es um finanzielle Transparenz und Risikobewertung im HR-Bereich geht. Während über New Work und „Job Purpose“ diskutiert wird, bleiben betriebswirtschaftliche Grundlagen wie HR-Kosten- und Risikobeurteilungen häufig unbeachtet.Die (un)erwartbare Folge: Indirekte Personalkosten entstehen an unerwarteten Stellen – etwa durch hohe Fluktuation, Krankheitsquoten oder ineffiziente HR-Prozessabläufe – und bleiben oftmals unentdeckt. HR-Maßnahmen dienen zumeist der Brandbekämpfung und entfalten überdies kaum Wirkung, weil es an strategischer Einbettung und finanzieller Fundierung fehlt.Wie ein systematisches HR Cost & Risk Management Transparenz schafft, Wertströme sichtbar macht und personalwirtschaftliche Themen an zentrale Steuerungsprozesse anbindet, zeigt W&P Leiter HR Excellence Leonard Kluck im HR Journal.Zum Beitrag.
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News, 28.05.2025
28.05.2025
Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit der Frostkrone Food Group diskutierten Experten, wie HR-Strategien unter Krisenbedingungen neu ausgerichtet werden müssen. Der Fokus lag auf der Transformation der HR-Funktion vom Feel-Good-Manager zum Performance- und Kostensteuerer.
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News, 09.05.2025
09.05.2025
Wie lassen sich Organisationskosten wirksam senken, ohne die Leistungsfähigkeit zu gefährden? Wie entstehen ineffiziente Strukturen – und wie können Unternehmen diese systematisch identifizieren und beseitigen?
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News, 23.04.2025
23.04.2025
Umsatz um jeden Preis!? Insbesondere in Wachstumsphasen zeigt sich ein Trend zum Aufbau überproportionaler Organisationkosten. Prozesse werden bürokratisiert, Strukturen redundant und ineffizient aufgebaut und das (interne) Leistungs- und Serviceportfolio wird unkontrolliert erweitert. Diese Phänomene zeigen sich meist an der Schwelle vom sogenannten KMU zu Konzernstrukturen bei Familienunternehmen. In einer abflauenden Konjunkturlage schlägt sich dies rasch in einer dramatisch sinkenden Break-Even-Resilienz nieder.
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Best Case
07.04.2025
Die Ensinger GmbH ein international tätiges Familienunternehmen, spezialisiert auf technische Kunststoffe, liefert innovative Lösungen für Branchen wie Maschinenbau, Automobilindustrie, Medizintechnik und Luftfahrt. Um in einer anspruchsvollen Markt- und Wettbewerbssituation langfristig nachhaltiges Wachstum und die Ergebnissicherung zu gewährleisten, wurde das Transformationsprogramm NEXT ins Leben gerufen. Ziel: Ensinger durch optimierte Prozesse, ein klares Rollenverständnis und eine funktional ausgerichtete Organisationsstruktur stärker markt- und kundenorientiert aufzustellen. Das Team um Leonard Kluck, Head of HR Excellence bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde an Bord geholt, um bei Change Management und Kommunikation zu unterstützen: „Im Rahmen unseres Transformationsprogramms konnten wir dank der professionellen Unterstützung von W&P eine klare Programmführung und -steuerung etablieren, unsere internen Stakeholder gezielt auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten und ein nachhaltiges Change-Momentum schaffen, “ so Sven Heidinger, Head of Human Resources. Konkret konnten Ergebnisorientierung und Effizienzsteigerung durch ein stringentes Programmmanagement mit klaren Meilensteinen, Maßnahmenpaketen und transparentem Reporting verbessert, Transformations- und Veränderungsbereitschaft durch die nachhaltige Verankerung eines positiven Change Narrativs gesteigert und Widerständen mittels klarer Kommunikation und verbindlichen Verantwortlichkeiten gesteigert werden.
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News, 28.11.2024
28.11.2024
Der aktuelle „W&P-Trendradar 2025“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) zeigt: Exogene Faktoren wirken weiter vehement auf Strategien und Geschäftsmodelle von Familienunternehmen und Mittelstand ein. Trends des Vorjahres wie Nachhaltigkeit/ESG, Fachkräftemangel und Künstliche Intelligenz sind auch im neuen Jahr weiter aktuell. Gleichzeitig verschärfen finanzielle Risiken und Multikrisen den Druck auf Finanzarchitekturen und gestalten Restrukturierungs- und Sanierungsprozesse neu.
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Kommentar, 10.10.2024
10.10.2024
Operational Excellence ist der „Heilige Gral“ jedes Unternehmens, der den Unterschied zwischen Mittelmäßigkeit und Spitzenleistung in der Unternehmensperformance definiert. In einer sich rasant wandelnden Welt ist es für Unternehmen unerlässlich, effektiv und effizient zu sein, umnachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben und den Unternehmenswert zu steigern. Auf die wichtigsten Elemente, Methoden und Erfolgsfaktoren zur Erzielung von operativer Exzellenz wird nachfolgend eingegangen.DefinitionOperational Excellence (kurz: OPEX) ist ein ganzheitlicher Managementansatz mit systematischer Herangehensweise zur nachhaltigen Generierung von Wettbewerbsvorteilen. Durch OPEX werden die Kosten gesenkt, die Qualität optimiert, die Durchlauf- und Lieferzeiten verkürzt sowie die Kundenzufriedenheit verbessert und damit alle relevanten Hebel zur Steigerung des Unternehmenswerts bedient. Ausgerichtet auf die Unternehmensstrategie, verbindet OPEX die funktionsübergreifende Exzellenz in den Kernfunktionen und der Administration mit der funktionsübergreifenden Exzellenz in den Kernprozessen zur Supply-Chain- und Wertstromoptimierung. Operational Excellence beinhaltet dabei die effektive und effiziente Kooperation von Menschen, Prozessen und Technologien, um optimale Unternehmensergebnisse zu erzielen. Als essenzielles Fundament zur nachhaltigen Erfüllung von OPEX ist dieser durch die Themenfelder Leadership und Kultur, Change-Management, KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) sowie durch ein schlagkräftiges PMO (Project Management Office) zu unterstützen.StrategieOperational Excellence ist kein isoliert zu betrachtendes Ziel, sondern ein ganzheitlicher Managementansatz, der eng mit der Unternehmensstrategie verknüpft sein muss. Hierdurch wird sichergestellt, dass sämtliche Aktivitäten und Maßnahmen sowie auch die Ressourcenallokation konsequent auf die Erreichung der übergeordneten, strategischen Unternehmensziele ausgerichtet sind. Wenn zum Beispiel die Marktführerschaft durch Produktinnovation angestrebt wird, sollte Operational Excellence darauf abzielen, die Effektivität und Effizienz der Produktentwicklung zu steigern und die Time-to-Market zu verkürzen.Funktionale und funktionsübergreifende ExzellenzFunktionale Exzellenz konzentriert sich auf die kontinuierliche Optimierung der Prozesse, Strukturen und Methoden innerhalb der gegebenen Kern- sowie auch der Unterstützungsfunktionen. Ziel ist es, durch Eliminierung und Minimierung der bestehenden (offensichtlichen und verdeckten) Verschwendungen die Wertschöpfung und somit genau das zu steigern, wofür der Kunde bereit ist zu bezahlen. LEAN-Management, Six Sigma und Total Productive Management sind hierbei ausgewählte bewährte Methodiken zur Erzielung „schlanker“ Prozesse mit optimierter Qualität sowie Ausgangspunkt für die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP).Für eine schnelle Bewertung der funktionalen Performance eignen sich neben klassischen Werkzeugen wie Wertstrom- und Prozessanalysen sowie Funktionalinterviews auch digitale Tools wie (Big) Data Analytics als bewährte Methoden in unseren Projekten. Auf Basis schlanker Prozesse können dann in einem zweiten Schritt weitere Optimierungen durch Digitalisierung und Automatisierung angestrebt werden (Bsp.: Robotic process automation (RPA), Internet of Things (IoT), etc.). Die Reihenfolge der Umsetzung ist hierbei entscheidend, um die Skalierbarkeit der Prozesse sicherzustellen und somit den Ressourceneinsatz auf ein Minimum zu beschränken.Neben der funktionalen Exzellenz ist die funktionsübergreifende Optimierung von entscheidender Bedeutung, da gemäß verschiedener Studien bis zu 40 % der unternehmensweiten Potenziale durch funktionsübergreifende Verbesserungsmaßnahmen erzielt werden („End-to- End“). Im Fokus stehen hierbei unter anderen die Kernprozesse Auftragsabwicklung, Sales- & Operations- Planning (S&OP), Produktentwicklung, Life Cycle Management und Innovation (PEP & PIP) sowie Qualitätsmanagement. Zur Erzielung von funktionsübergreifender Exzellenz muss über funktionale Grenzen hinweg operiert sowie eine nahtlose Zusammenarbeit und Integration zwischen verschiedenen Abteilungen und Funktionen sichergestellt werden. Statt isolierter Silos arbeiten die Mitarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen an der Erreichung gemeinsamer Ziele und der Maximierung des Unternehmenserfolgs.Für eine datengestützte Bewertung der funktionsübergreifenden Performance eignet sich Process-Mining als Ergänzung zu den Erkenntnissen aus klassischen End-to-End-Interviews sowie Prozess- und Systemanalysen. Nach Gestaltung von effektiven und effizienten, funktionsübergreifenden Prozessen kann dann weitere Optimierung durch Digitalisierung und Automatisierung angestrebt werden (Bsp.: Prozessautomatisierungen, Integration von Systemen und Anwendungen, Cloud Computing, etc.). Auch hier gilt es, die Prioritäten richtig zu setzen und die Reihenfolge der Umsetzung zu beachten.Das Fundament: Leadership und Kultur, Change-Management, KVP und PMODas Fundament für die nachhaltige Umsetzung operativer Exzellenz bildet eine starke Führung und Unternehmenskultur, unterstützt durch wirksames Change-Management und die Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Zudem spielt ein leistungsfähiges Project Management Office (PMO) eine entscheidende Rolle in der Unterstützung und Umsetzung dieser Prinzipien.■ Leadership und Kultur: Eine starke Führung mit einem klaren Fokus auf Performance sowie eine unterstützende Unternehmenskultur sind von entscheidender Bedeutung für das Erzielen von nachhaltiger operativer Exzellenz. Führungskräfte müssen die Vision und die Ziele klar kommunizieren und Innovation, kontinuierliche Verbesserung, Konfliktbewusstsein und gleichfalls eine authentische Zusammenarbeit konsequent vorleben. Eine Kultur des Vertrauens, der Offenheit und des Engagements ist unerlässlich, um Mitarbeiter zu ermutigen, Ideen einzubringen, Risiken einzugehen und sich proaktiv an der Verbesserung der Abläufe zu beteiligen.■ Change-Management: Operational Excellence erfordert spürbare Veränderungen, was zwangsläufig zu Widerständen und Herausforderungen führt. Ein wirkungsvolles Change-Management ist entscheidend, um diese Veränderungen erfolgreich zu bewältigen und sicherzustellen, damit sie von den Mitarbeitern akzeptiert und umgesetzt werden. Dies beinhaltet die klare Kommunikation der Veränderungsgründe und dazugehöriger Konsequenzen, die Einbindung der betroffenen Mitarbeiter, um „Betroffene zu Beteiligten zu machen“, die Bereitstellung von Schulungsangeboten und Coachings sowie die Entwicklung von Stakeholder-spezifischen Anreiz und Incentivierungslogiken.■ Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP): Der kontinuierliche Verbesserungsprozess ist ein zentraler Bestandteil von Operational Excellence. Damit dieser aktiv gelebt wird, müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen und Führungsinstrumente wie beispielsweise Shopfloor-Management etabliert werden, die es den Mitarbeitern ermöglichen, kontinuierlich nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Prozesse, Strukturen und Produkte zu streben.■ Projektmanagement: Projektmanagement ist ein weiteres entscheidendes Element von OPEX, da viele Initiativen zur Prozessverbesserung und Veränderung als Projekte organisiert sind. Ein stringentes Projektmanagement umfasst dabei die Definition von klaren Zielen und Meilensteinen, die Zuweisung von Ressourcen und Verantwortlichkeiten, die Planung und Durchführung von Aktivitäten sowie die Messung, Überwachung und Steuerung des Projektfortschritts. Somit gewährleistet ein strukturiertes Projektmanagement, dass die gewünschten Ergebnisse zur Erzielung der strategischen Ziele erreicht werden.Operative Exzellenz ergebniswirksam machenÜbergeordnetes Ziel des Operational Excellence-Ansatzes ist die nachhaltige Steigerung des ROCE (Return on Capital Employed), also der Rendite auf das eingesetzte Kapital und damit auch die Steigerung des Unternehmenswertes. Wichtig hierbei ist jedoch, bei Umsetzung der funktionalen oder funktionsübergreifenden Exzellenz die Ergebniswirksamkeit der Optimierungsmaßnahmen sicherzustellen.
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Best Case
25.09.2024
Das Familienunternehmen Streifeneder zählt zu den größten Anbietern in der Orthopädietechnik, Prothetik und Rehatechnik und steht vor wachsenden Herausforderungen wie insbesondere dem anhaltenden Fachkräftemangel und überbordender Bürokratie. Gemeinsam mit Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde eine umfassende Digitalstrategie entwickelt, um Effizienzsteigerungen zu erzielen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Im Rahmen des W&P Digital Excellence Ansatzes wurden laufende und geplante Digitalprojekte analysiert, priorisiert und ein unternehmensweites Digitalboard etabliert, um die Umsetzung und Verantwortung der Digitalstrategie zentral zu verankern. „Digitalisierung ist für uns eine strategische Säule und Fundament für nachhaltiges Wachstum bei gleichbleibend höchster Versorgungsqualität für unsere Kundinnen und Kunden,“ ​ so der Geschäftsführende Gesellschafter Florian Streifeneder über die Bedeutung von Digitalisierung für das Unternehmen. „Allzu oft wurde Digitalisierung mit aufregenden Mondmissionen gestartet, ohne die notwendigen Strukturen etabliert zu haben. Die Folge: Der Return on Digital blieb aus“, ergänzt Korbinian Richter, Experte für Digitale Transformation bei W&P. „Unser Ziel ist heute mehr denn je: Durch priorisierte Initiativen den Ergebnisbeitrag von Digitalisierung bei unseren Kunden sicherstellen!“ Wie das Team um Korbinian Richter mit dem W&P Digital Excellence Ansatz konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 04.07.2024
04.07.2024
In schnelllebigen Zeiten legen führende Unternehmen verstärkt Wert darauf, ihren Servicevertrieb auszubauen, um nachhaltiges Wachstum zu sichern. Der Fokus liegt dabei auf dem Profitabilitätsbeitrag des Service- im Vergleich zum Produktverkauf und darauf, wie ein Service Sales Boost erzielt werden kann. Bei der Service-Leadgenerierung ist es dabei wichtig, die installierte Basis an Produkten in einen systematischen Ansatz einzubeziehen.
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News, 23.05.2024
23.05.2024
Nur ein stabiler Break-even macht ein Unternehmen wetterfest. Er befähigt das Unternehmen, Absatzschwankungen oder -rückgängen zu begegnen. Vom Controlling kommt dafür das entsprechende Instrument. Eine differenzierte Betrachtung der Kosten hinsichtlich ihrer Beeinflussbarkeit ist dafür unabdingbar und sie sind dafür hinsichtlich ihres Fix- oder Gemeinkostencharakters sowie ihrer Variabilität zu unterteilen. Den Break-even im Vergleich zu Ist- und Planumsätzen zu verfolgen, zählt dabei zu den wesentlichen Controllingaufgaben. Mehr von Dr. Günter Lubos, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, im aktuellen Controller Magazin.
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News, 25.03.2024
25.03.2024
Seit März 2024 hat Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) hochkarätige Unterstützung im Bereich Business Performance Improvement: Mit Christian Sprenger, der als Partner und Leiter des BPI-Bereiches Operational Excellence einsteigt, kommt ein Experte mit fundiertem Fachwissen und Hands-on Mentalität zur Top-Management Beratung für Familienunternehmen.
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Best Case
07.02.2024
BRUGG Pipes, einer der führenden europäischen Anbieter für Fernwärmeleitungen, industrielle und urbane Versorgungsinfrastruktur, hat sein umfassendes Produktsortiment bestens im Griff: Eng begleitet von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden im Rahmen einer Portfoliooptimierung alle Verkaufsartikel massiv reduziert, neu strukturiert und im ERP-System implementiert. „Das Know-how und die maximale Umsetzungsorientierung von W&P war der Garant für den erfolgreichen Veränderungsprozess in der Organisation und in den Systemen. Das Ergebnis hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagt Boris Mäder, CMO der BRUGG Pipes. So wurde das Portfolio im Live-System in weniger als 3 Wochen Hypercare umgesetzt, die Korrekturquote im neuen Produktdatenmodell lag unter 1%, das Standardportfolio wurde um 87% low-performer Artikel von über 60.000 auf unter 9.000 verkleinert, die Artikelmerkmale um ca. 70% für die effiziente Portfoliosteuerung reduziert. Wie das Team um Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 12.12.2023
12.12.2023
In vielen Branchen ist das Metaverse zum zentralen Bestandteil von Zukunftsvisionen geworden. Es hat das Potenzial, die Zukunft des Gartencenters positiv zu beeinflussen, indem es dem Kunden neue immersive Erfahrungen im Gartencenter und bei der Gartenplanung bietet.
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News, 22.11.2023
22.11.2023
Nach wie vor ist Service ein wichtiger Stabilitätsfaktor in Industriegüterunternehmen. Denn ein gut funktionierender Service ist für Maschinenbetreiber essenziell, um die Verfügbarkeit ihrer Produktionslinien zu gewährleisten. Zudem bietet er in schwierigen Zeiten mit stagnierenden oder sinkenden Produktumsätzen die Möglichkeit, sich über einen exzellenten Service zu differenzieren und zusätzliche Erträge zu erzielen. Auch Künstliche Intelligenz spielt eine wichtige Rolle und treibt innovative Ansätze zur Gestaltung neuer Geschäftsmodelle voran. Gründe genug, um das Thema für rund 50 Teilnehmer im 4. Executive Dialog Operations von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) im Dialog mit Experten von Accretech, USU Software und WILO SE auf die Agenda zu nehmen.
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Best Case
25.10.2023
Die Oberalp Gruppe, Anbieter von Ausrüstung und Textilien für nahezu alle Aktivitäten auf dem Berg, nimmt regelmäßig aktuelle Megatrends unter die Lupe. Diesmal: Die Potenziale des Metaverse für die Bergsportbranche im Allgemeinen und für die Oberalp Gruppe mit seinen Bergsportmarken Salewa, Dynafit, Wild Country, Pomoca, Evolv und LaMunt. W&P unterstützte durch die Erstellung der Studie „Mountaineering and the Metaverse – Separating facts from fiction“ und entwickelte eine entsprechende Strategie, die sie den Händlern der Gruppe auf dem jährlichen Oberalp Summit vorstellten. Dafür wurden die zugrundeliegenden technologische Entwicklungen und Voraussetzungen des Metaverse, zentrale und treibende Metaverse-Unternehmen und -Plattformen sowie ihre Einflüsse auf Bergsportindustrie und Oberalp Gruppe analysiert. Auf Basis dieser Ergebnisse konnten dann konkrete Initiativen abgeleitet und validiert werden. „Mit W&P haben wir es geschafft, aus dem Megatrend Metaverse ein für die Bergsportindustrie und die Oberalp Gruppe handhab- und umsetzbares Thema zu machen. Damit sind wir einen wesentlichen Schritt in Richtung Zukunft virtueller Welten gegangen und starten mit der Umsetzung. Die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht“, so Stefan Rainer, Chief Sales Officer.
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Kommentar, 06.09.2023
06.09.2023
In den letzten Jahrzehnten hat die Globalisierung dazu geführt, dass Unternehmen ihre Produktion und Dienstleistungen in Länder mit niedrigeren Löhnen und geringeren Kosten verlagert haben. Dadurch konnten sie wettbewerbsfähiger anbieten und ihre Profitabilität steigern. Die Krisen und „Black Swan“ Events der letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass Methoden der Vergangenheit in einer immer turbulenteren und schlechter planbaren Welt nicht mehr zum Erfolg führen. Die Verwundbarkeit von einst erfolgreichen, globalen Lieferketten wurde beispielsweise durch einen blockierten Suez-Kanal, zunehmend nationalistische Tendenzen, politische Instabilität, die COVID-19-Pandemie und nicht zuletzt den Krieg in der Ukraine schonungslos offengelegt.Aufgrund der erforderlichen „Feuerwehraktionen“ im Tagesgeschäft der letzten Jahre hat sich in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) in den Lieferketten durch wieder mehr strategische und konzeptionelle Maßnahmen verbessert werden muss. Dabei gilt es, die Auswirkungen von unvorhersehbaren Ereignissen in der Zukunft zu mildern und die Lieferfähigkeit zu jeder Zeit aufrechterhalten zu können.Aufbau von autarken, unabhängigen LieferkreisenDer strategische Lösungsansatz besteht in dem Aufbau von autarken, unabhängigen Lieferkreisen zur Erhöhung der Resilienz und Lieferfähigkeit. Bei global agierenden Unternehmen betriff t dies in der Regel die drei Weltregionen „Amerika“, „EMEA“ und „Asia-Pacific“ oder eine noch weiter untergliederte Struktur (z. B. Nord- vs. Südamerika oder China vs. Rest von Asien).Dieser Lösungsansatz kombiniert mehrere Vorteile: Zunächst werden die Wiederbeschaffungszeiten und somit die Risiken und Unsicherheiten im (bisher sehr langen) Beschaffungsprozess deutlich verringert. Die einzelnen Supply Chains sind folglich überschaubarer und besser zu steuern. Unternehmen haben wieder mehr Kontrolle über ihre Lieferketten und können schneller auf Änderungsbedarfe reagieren. Schließlich wird die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein durch kürzere Transportwege mit geringeren CO2Emmissionen berücksichtigt.Bei der Umsetzung des Zielbildes von unabhängigen, robusten Lieferkreisen müssen die folgenden Handlungsfelder bearbeitet werden: Transparentes Mengengerüst 2030Grundlage zur Ausgestaltung der Lieferkreise ist das erwartete Mengengerüst in den jeweiligen Weltregionen (auf operationsrelevantem Detaillierungsniveau). Dieses bestimmt nicht nur die erforderlichen Produktions- und Beschaffungskapazitäten, sondern hat auch Einfluss auf den Funktionsumfang und die Größe der regionalen Organisationseinheiten.Leistungsfähige WertschöpfungsarchitekturBevor es um die Festlegung und Dimensionierung der Produktionsstandorte in den einzelnen Lieferkreisen geht, sollte die Frage nach den Kernkompetenzen beantwortet und die strategische Make-or-Buy Entscheidung getroffen werden. So sollte nur das selbst produziert werden, womit ein höherer Kundennutzen erzielt werden kann. Beispiele dafür: Günstigere Herstellkosten, individuellere Leistungserbringung, schnellere Lieferzeiten, höhere Flexibilität und Qualität etc.. Volumenabhängig kann dann die Wertschöpfungstiefe definiert werden. Geringe Stückzahlen sprechen eher nur für den Aufbau von Lagerbeständen oder kundennahen Wertschöpfungsprozessen (z. B. Endmontage oder Verpackung). Große Stückzahlen mit Skaleneffekten (kritische Masse), rechtfertigen hingegen eigene Produktionskapazitäten auch in vorgelagerten Fertigungsstufen.Skalierbare LieferantenbasisRobuste, autarke Lieferketten in den Regionen basieren vor allem auf einer professionellen und skalierbaren Lieferantenbasis. Der strategische Einkauf ist an dieser Stelle gefordert, nicht nur einmalig wettbewerbsfähige Sourcing-Strukturen mit geringen Einstandspreisen aufzubauen, sondern diese auch stetig in Richtung Transparenz, Kollaboration, Bestandsoptimierung und ganzheitlicher Lieferperformance weiterzuentwickeln. Dadurch dass in allen Weltregionen analoge, redundante Strukturen aufgebaut werden, ist die Lieferfähigkeit auch im Falle von unvorhersehbaren Störungen bis zu einem gewissen Ausmaß gewährleistet.Synergetische FührungsorganisationDurch den Aufbau von autarken Lieferkreisen muss auch die Organisation mit den regional erforderlichen (Minimal-) Funktionen in volumenabhängiger Dimension ausgestattet werden. Um dabei globale Standards zu schaffen und funktionale Synergien ausnutzen zu können, muss ein Mindestmaß an Zentralisierung und Richtlinienkompetenz vorhanden sein. Als Beispiele dafür dienen ein global ausgerolltes Produktionssystem mit standardisierten KPIs in allen Werken oder aber ein strategischer Zentraleinkauf, der lokale Beschaffungsalternativen gemäß der regionalen Kundenanforderungen zulässt.Effiziente StandardprozesseZur Sicherstellung einer global hohen Effizienz und Skalierbarkeit, müssen die dezentralen Prozesse end-to-end-optimiert, standardisiert und einheitlich systemgestützt ablaufen. So sollte beispielsweise der Order-to-Cash Prozess in allen Weltregionen die gleiche automatisierte Terminierungs- und Auftragsbestätigungslogik aufweisen. Zudem sollten einheitliche KPIs dafür sorgen, dass die SCM-Performance – mit Zahlen, Daten und Fakten gestützt – ganzheitlich gemessen und kontinuierlich verbessert werden kann (Liefertreue, Qualität, Kosten, Bestände, …).Nach den Krisen und Lieferabrissen der letzten Jahre steht der Aufbau von autarken, resilienten Lieferkreisen ganz oben auf der COO-Agenda. Obwohl die Transformation dorthin kein Sprint ist, wird der Aufwand durch eine hohe Lieferfähigkeit, Transparenz und Steuerungsfähigkeit sowie geringere CO2-Emissionen belohnt.
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Kommentar, 05.07.2023
05.07.2023
„Das Metaverse“ war DAS Hype-Thema des letzten Jahres. Analysten überboten sich in der Höhe ihrer Marktprognosen, nahezu täglich gab es neue Berichte zu den Entwicklungen auf Plattformen wie Roblox und den neuesten NFT-Drops. Stand heute? Im Silicon Valley befindet sich das Thema Künstliche Intelligenz jetzt auf der Überholspur. Also: Aus, der Zauber beim Metaverse? Orientiert am Gartner-Hype-Cycle abgestürzt vom „Gipfel der überzogenen Erwartungen“ ins „Tal der Enttäuschungen“? Oder birgt das Metaverse vor dem Hintergrund von Apples angekündigtem AR/VR-Headset Vision eben doch noch Potential?Zukunftsthema GenZBloomberg sagt dem Metaverse im Jahr 2030 ein Markvolumen von 1 Billion Dollar voraus, Goldman Sachs rechnet mit einem 8 Billionen Dollar-Markt. Demgegenüber stehen die neuesten Meldungen über Massenentlassungen in den VR-Abteilungen großer Tech- und Entertainmentkonzerne - allem voran bei Metas Reality Labs, Microsoft und Disney. Die Erwartungen an das Metaverse und die damit verbundenen Technologien sind stark angeschlagen. Und doch lohnt ein weiterer Blick, denn: Diese Entscheidungen sind in einem gesamtwirtschaftlichen Kontext von steigenden Kosten und zurückgehenden Konsumausgaben einzuordnen. Zudem setzt Apple mit Vision Pro neue Standards bzgl. intuitiver Bedienung und User-Experience. Das abstrakte Thema wird durch das Zusammenspiel von Hard- und Software-Entwicklungen zunehmend konkreter. In immersiven Welten verschmelzen die reale und digitale Umgebung, künstliche Intelligenz ist hierbei nicht Konkurrenz, sondern vielmehr ein Werkzeug, um immersive Technologien voranzutreiben.Erste Anwendungen sind bereits im Einsatz und haben Auswirkungen auf das Arbeitsleben und Geschäftsmodelle. In der Industrie werden digitale Zwillinge von Produktionsanlagen genutzt, um die Effizienz zu erhöhen, Mitarbeiter zu schulen oder das Leistungsangebot für Kaufinteressenten erlebbar zu machen. Die Anwendungsfälle im Konsumgüterbereich sind ungleich höher, denn Shopping ist nach Gaming und Reisen die Aktivität, der der User im Metaverse am liebsten nachgehen würden. Insbesondere Mode, Sport und Freizeitartikel sind hierbei besonders interessant. Denn gegenwärtig ist das Onlinegeschäft in der Mode-, Sport- und Freizeitbranche aufgrund hoher Retourenquoten häufig wenig profitabel – Verbesserungspotenziale durch AR und VR liegen auf der Hand. Darüber hinaus ist für viele Konsumgüterhersteller die Erschließung von Generation Z als Kundengruppe eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Dazu wird die Markenkommunikation über Metaverse-Plattformen wie Roblox und Fortnite zunehmend wichtiger.Metaversability-CheckErfolg und Nutzen immersiver Technologien hängen stark vom Geschäftsfeld und der jeweiligen Unternehmens-DNA ab – und von einer Strategie. Damit unternehmens-spezifische Potenziale und Handlungsfelder individuell abgeleitet werden können, sollte zuerst die sogenannte „Metaversability“ bestimmt werden.Sehen Kunden Nutzen im Metaverse und halten sich künftig dort auf?Wird sich die Markenbildung der Branche durch Metaverseplattformen verändern?Werden physische Produkte künftig auf Metaverseplattformen verkauft?Werden künftig digitale Produkte (Skins und Tokens) des Unternehmens verkauft?Werden virtuelle Welten Einfluss auf die Wertschöpfung haben?Basierend auf den Antworten können Zukunftsszenarien mit einer Roadmap für unternehmensindividuelle Initiativen entwickelt werden. Konkret kann das zum Beispiel die Einrichtung eines virtuellen Showrooms sein. Dabei zeigt sich, ob Mitarbeiter zukunftsorientiert eingestellt sind und über ausreichend Know-how verfügen, wie sich Produkte in eine virtuelle Umgebung transferieren lassen und wo virtuelle Welten Prozesse und Kommunikation verbessern können. Die Bewertung, wie gut das eigene Unternehmen auf virtuelle Anwendungen vorbereitet ist, identifiziert also auch implizite Potenziale der digitalen Transformation.FazitWann erweiterte Realitäten in der Mitte der Gesellschaft ankommen, hängt von der Entwicklungsgeschwindigkeit von Hardware und Software ab und ist aktuell nicht exakt vorauszusagen. Dass mit der Verbreitung jedoch drastische Veränderungen im Konsumentenverhalten einhergehen, ist absehbar. Entsprechend sollten Unternehmen der Konsumgüterbranche nun individuell Chancen und Risiken bewerten, um ihren Weg im Umgang mit immersiven Technologien festzulegen. Wer stattdessen lieber in den aktuellen Abgesang des Metaverse einstimmt, wird den richtigen Zeitpunkt für die Generierung von Kundenmehrwerten, Differenzierung und Wettbewerbsvorteilen durch immersive Technologien und das Metaverse verpassen.
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Best Case
17.05.2023
Die GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG ist spezialisiert auf Ventile für die Pharmaindustrie und allgemeine industrielle Anwendungen. Mit seinen heute über 2.400 Mitarbeitern weltweit befindet sich GEMÜ auf dem Weg zu einem Smarten Unternehmen. Ein Kernbaustein: Die digitale Transformation der Produktion. Hierzu wurde eine I4.0-Strategie definiert, mit der Vision einer digitalisierten, CO2-neutralen, bedarfsgetriebenen und robuste Supply Chain. W&P wurde beauftragt diese Strategie auf Vollständigkeit, Wirksamkeit und Tragfähigkeit sowie mögliche strukturelle und organisatorische Auswirkungen zu überprüfen. „Der Erfahrungsschatz und die Best- Practice-Ansätze vom W&P-Team kombiniert mit der hoch-individuellen, auf unsere Bedarfe zugeschnittenen Vorgehensweise kamen bei diesem Projekt voll zu unseren Gunsten zum Tragen. Ein echter Erfolg!“ so Matthias Fick, Geschäftsführer von GEMÜ. Mehr zum konkreten Vorgehen des W&P Teams um W&P Partner Oliver Rörig mehr im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 17.04.2023
17.04.2023
8 %, 10 %, 12 % – die aktuellen Tarifforderungen haben Werte erreicht, die vor kurzem noch undenkbar schienen. Dies stellt vor allem das Management personalkostenintensiver Unternehmen mit hoher Wertschöpfung vor erhebliche Herausforderungen. Können steigende Personalkosten nicht über das Pricing an die Kunden weitergegeben werden, sind vor allem CFO und COO gefordert. Sie müssen dafür sorgen, dass die Produktivität im Unternehmen steigt. In letzter Konsequenz heißt das: Mit weniger Personal bei höheren Personalkosten pro Kopf die gleiche oder sogar eine höhere Leistung zu erbringen als bisher.Warum sind hier COO und CFO – Funktionen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben – gemeinsam gefordert? Wer die Produktivität steigern will, braucht zunächst Transparenz: Wo liegen unentdeckte Produktivitätspotenziale? Wie hoch sind diese Potenziale in Euro gemessen? Dies zu erkennen ist Aufgabe des Finanzvorstands. Kostenrechnung, Kalkulation und Produktionscontrolling können aufzeigen, inwieweit steigende Personalkosten durch bisher unentdeckte Potenziale kompensiert werden können. Um diese Potenziale auch tatsächlich zu realisieren, bedarf es der Konkretisierung und vor allem der Umsetzung entsprechender Maßnahmen - Aufgabe des COO. Durch Maßnahmen, die zu einer Beschleunigung des Wertstroms, einer besseren Kapazitätsauslastung, einem geringeren Ressourcenbedarf und damit zu niedrigeren Produktionskosten führen, können echte Produktivitätssteigerungen erzielt werden. Kurz: Die geschaffene Transparenz wird genutzt, um dort anzusetzen, wo die größten Effekte erzielt werden können.Häufig ist das Zusammenspiel der Funktionen im Unternehmen durch ein „Nebeneinander“ geprägt, jeder „macht sein Ding“. Bei moderat steigenden (Personal-)Kosten mag dies ohne allzu große negative Effekte auf das Ergebnis funktionieren. Angesichts der zu erwartenden Tarifsteigerungen hat diese Art der Zusammenarbeit jedoch keine Zukunft mehr. Nur wenn COO und CFO Hand in Hand arbeiten und gemeinsam eine gestaltende Rolle einnehmen, besteht die Chance, den hohen Personalkostensteigerungen eine Produktivitätssteigerung entgegenzusetzen.
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Publikation
02.02.2023
Administrative Prozesse durchziehen ein Unternehmen in allen Funktionen. Sie beschränken sich nicht auf die klassische kaufmännische Verwaltung, sondern finden sind auch in Funktionen wie Marketing, Vertrieb, Entwicklung, Einkauf oder Fertigung wieder. Ineffiziente Prozesse stellen auch dort einen wesentlichen Treiber für vermeidbare Gemeinkosten dar. Eine gezielte Steigerung des Ebit auf Basis einer Reduzierung von Gemeinkosten sollte daher an der Optimierung der Prozesslandschaft ansetzen und darf sich nicht auf reines „Cost Cutting“ personeller Ressourcen beschränken. Prozesseffizienz ist weit mehr als eine kostenorientierte Gestaltung der eigenen Administration. Ausgehend von einer unternehmerischen Sichtweise ermöglicht eine zielgerichtete Prozessgestaltung die Ausrichtung auf zwei unternehmerische Ziele: - Größtmöglicher Kundennutzen - Größtmögliche Organisationseffizienz und niedrige Gemeinkosten Nahezu alle W&P-Projekte im Bereich der administrativen Prozesseffizienz unterliegen diesen Zielsetzungen. Ob als begrenzte Aufgabe im Bereich des Rechnungswesens oder als das gesamte Unternehmen durchziehende Gestaltung, Prozesseffizienz schafft umfassenden Nutzen.
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Best Case
15.11.2022
MEDICE, ein inhabergeführtes Familienunternehmen aus Iserlohn, ist Hersteller und Entwickler von Arzneimitteln und an drei Standorten in Deutschland und knapp 50 Partnern weltweit aktiv. Wachstumsstarke Jahre, eine große Post Merger Integration sowie steigende Anforderungen an Prozesssicherheit und -effizienz führten zu einem großen Projektportfolio – unter anderem auch im digitalen Bereich. Um hier nachhaltig die Transparenz über die Gesamtheit der digitalen Projekte zu verbessern und diese künftig effektiver zu kontrollieren, wurde W&P an Bord geholt. Die W&P Spezialisten für Digitale Transformation reduzierten und priorisierten über 200 Initiativen auf 34 strategisch relevante, führten eine Rhythmik für den Antrag und die Umsetzung der Initiativen ein, etablierten eine projektindividuelle Berechnung des ROI und entwickelten gemeinsam mit den Verantwortlichen bei Medice eine Digitalisierungs-Roadmap, mit der die Planung und Umsetzung digitaler Projekte jetzt auch strategisch verankert ist: „Die Digitalisierungs-Roadmap hat uns mit der klaren Bewertung des Projektnutzens ein perfektes Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem auch die Basis für die stringente Umsetzung geschaffen wurde“, so Stefan Lehmkühler, Leitung IT & Digitalisierung Medice. Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr im aktuellen Best Case.
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Kommentar, 17.08.2022
17.08.2022
Nicht nur Großkonzerne, sondern auch die meisten mittelständischen Unternehmen agieren in internationalen Beschaffungs-, Produktions-, und Logistik- Netzwerken. Aufgrund des strategischen Charakters sowie der hohen Ergebnis- und Working Capital-Auswirkungen sollten Standortentscheidungen gut überlegt sein, um die Ertragskraft und Liquidität dauerhaft zu sichern.Viele Unternehmen beschäftigen sich gerade mit folgenden, typischen Kernfragen der Standortentwicklung:Wie viele Standorte sind erforderlich?Reichen die vorhandenen Kapazitäten aus, um weiteres Wachstum zu realisieren?Sind die Standorte unterausgelastet und verursachen Leerkosten?Wie hoch sollte die Wertschöpfungstiefe der einzelnen Standorte sein?Wie hoch sind die Einsparpotenziale durch „Redimensionierung“, also den Abbau von Überkapazitäten im Produktions- und Logistiknetzwerk?Welche Rolle haben die einzelnen Standorte im zukünftigen Werksverbund?Ist ein zentrales Werk mit hohen Skaleneffekten besser als kundennahe, dezentrale Standorte? Zur Beantwortung dieser Fragen sollte eine fundierte Entscheidungsvorlage erarbeitet werden, um das Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig und krisenfest aufzustellen. Grundlage dafür ist immer eine Annahme über die zukünftige Entwicklung von Umsatz und Absatz in den Zielregionen des Unternehmens.Da die Zukunft aufgrund der zunehmenden Volatilität der Märkte – nicht erst seit der Pandemie – immer schwieriger zu prognostizieren ist, sollte nicht mehr nur eine einzige, starre Mittelfristplanung erstellt werden, sondern vielmehr verschiedene Szenarien erstellt und simuliert werden.Im Operations-Kontext geht es dabei um die Entwicklung und Bewertung unterschiedlicher Standortszenarien auf Basis von differenzierenden Annahmen über das zukünftige Produktionsvolumen und über die Produktkalkulation zu den Standorten. Die Herausforderung besteht darin, gleichzeitig die operations-relevanten Aspekte (z. B. Kapazitätsauslastung und Mitarbeiterbedarf je Maschine) mit finanzwirtschaftlichen Aussagen zu Investitionsbedarf, Working Capital und GuV-Effekte zu verknüpfen, um alle Stakeholder mit ihren spezifischen Informationsbedarfen versorgen zu können. Im Ergebnis sollte eine belastbare Quantifizierung für die verschiedenen Umsatz- und Standortszenarien vorliegen sowie eine Umsetzungsempfehlung mit konkretem Fahrplan zur sukzessiven Transformation vom Ist- in den Soll-Zustand.ProjektbeispielW&P begleitete einen mittelständischen Automobilzulieferer bei der Neuaufstellung des Produktionsfootprints, da der Hersteller von Aluminiumdruckguss-Komponenten unter den Folgen des Wandels in Richtung Elektromobilität und dem Nachfrageeinbruch in der Pandemie in eine Ergebniskrise geraten ist. Der Fokus des W&P-Projekts lag von Beginn an auf der Neukonfiguration des Produktionsfootprints, um relevante Kostenpositionen zu adressieren. Jedes der vier deutschen Werke produzierte bereits vor der Pandemie unterhalb der möglichen Kapazitäten – bei gleichzeitig negativen Umsatzprognosen. Die in der Automobilindustrie vorherrschende Unsicherheit machte Zusagen für Neugeschäfte zur Steigerung der Auslastung nicht möglich. Die Schließung einer oder mehrerer der vier Standorte und die Konsolidierung der Kapazitäten war somit die logische Konsequenz.VorgehensweiseUm den Erfolg des Projektes zu gewährleisten, galt es vor allem von Beginn an sicherzustellen, dass alle Stakeholder, bestehend aus den Eigentümern, der Geschäftsführung und den Werkleitern mit W&P an einem Strang ziehen. Im Ergebnis der ersten Abstimmung konnten vier Kernszenarien zur Anpassung des Produktionsfootprints definiert und wesentliche Leitplanken des Projektes festgelegt werden. Aufgrund des negativen Absatzrückgangs wurde in diesem Fall nur ein Umsatzszenario unterstellt, das konservativ auf ein sehr niedriges und somit auf jeden Fall zu erreichendes Umsatzniveau ausgelegt war.Zur Erstellung einer Entscheidungsvorlage bestand die Kernaufgabe darin, die Profitabilität der vier Szenarien und die entstehenden Einmalkosten zu quantifizieren sowie die relevanten Entscheidungskriterien aufzuzeigen. Neben dem Quick-Check jedes der Werke zur Aufnahme standortspezifischer Gegebenheiten und produktionstechnischer Schwerpunkte stand vor allem der Aufbau einer soliden Zahlenbasis im Vordergrund.In dem von W&P erstellten Kapazitäts- und Quantifizierungsmodell wurden zukünftige Anlagenauslastungen, Einmalkosten für Verlagerungen, Investitionskosten, Abfindungen sowie die jährlichen Betriebskosten für die vier Szenarien berechnet. Erfolgsfaktoren im Projekt waren vor allem der hohe Detailgrad, der sich beispielsweise bei der Berechnung der Anlagenauslastungen auf Basis der Schusszahlen der einzelnen Produkte je Druckgussanlage zeigte, da dies nicht nur die Ebene der anfangs teilweise kritischen Werkleiter, sondern auch die anderen Stakeholder von der Solidität der berechneten Szenarien überzeugt hat. Darüber hinaus war die Kombination von Operations- und betriebswirtschaftlicher Kompetenz entscheidend für die Glaubwürdigkeit und die Akzeptanz der erarbeiteten Entscheidungsgrundlage.ErgebnisDas einzig profitable Szenario hatte die Schließung von zwei der vier Werke zur Folge. Im Ergebnis des Projektes lag ein detailliert ausgearbeiteter Zeitplan für die Verlagerungen, Schließungen und den Hochlauf der Standorte vor, der inzwischen 1:1 umgesetzt wurde. Die aktuelle Zeit ist durch Krisen, Volatilität und eine nur schwer vorhersehbare Zukunft geprägt. Umso wichtiger ist es, dieser Unsicherheit proaktiv durch die Bewertung verschiedener Umsatz- und Absatz-Szenarien entgegenzuwirken, um später die passende und vorgedachte Lösung zur Gestaltung der Wertschöpfungsarchitektur „aus der Schublade ziehen“ zu können.FazitDie aktuelle Zeit ist durch Krisen, Volatilität und eine nur schwer vorhersehbare Zukunft geprägt. Umso wichtiger ist es, dieser Unsicherheit proaktiv durch die Bewertung verschiedener Umsatz- und Absatz-Szenarien entgegenzuwirken, um später die passende und vorgedachte Lösung zur Gestaltung der Wertschöpfungsarchitektur „aus der Schublade ziehen“ zu können.
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Best Case
25.07.2022
Die Unternehmensgruppe Hörmann ist ein Industriekonzern mit vier Geschäftsfeldern - Automotive, Engineering, Communication und Intralogistics. Das Familienunternehmen ist weltweit aktiv und verfügt über 27 Tochtergesellschaften. Zur Verbesserung der Ergebnissteuerung im Geschäftsfeld Automotive setzte die Gruppenführung auf die Expertise von W&P, um die Instrumente im kostensensiblen Geschäftsfeld Automotive zu optimieren. Hauptaufgabe war es, das Produktportfolio mit Hilfe von BI-Instrumenten hinsichtlich der kosten- und ergebnistreibenden Faktoren zu analysieren, erste Handlungsoptionen zur Optimierung abzuleiten und ein Konzept zur Ergebnisdarstellung des Produktportfolios aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zu erarbeiten. Hinzu kam die Erstellung eines Prototypen zur Ergebnisdarstellung als Basis für die SAP Umsetzung in CO-PA. Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Projektumsetzung: Der interdisziplinäre Ansatz aus Controlling, Operations und Data Analytics. Das unterstreicht auch Johann Schmid-Davis, CFO der Hörmann Gruppe: „Der interdisziplinäre und fachlich durch hohes State-of-the-Art-Wissen gekennzeichnete Projektansatz von W&P war für das Projekt ein wichtiger Erfolgsfaktor.“ Wie W&P konkret vorgegangen ist? Mehr dazu im aktuellen Best Case.
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Publikation
03.02.2022
Als ein Aspekt der Digitalen Transformation ist das Thema Data Analytics mittlerweile in vielen Unternehmen angekommen. Ganz generell ist Data Analytics wichtig, da es Unternehmen hilft, ihre Leistungen zu optimieren: integriert in das Geschäftsmodell können Unternehmen ihre Kosten senken, indem sie effizientere Wege der Geschäftsabwicklung ermitteln. Zusätzlich können Unternehmen Data Analytics auch nutzen, um bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen und Kundentrends und -zufriedenheit zu analysieren, was zu neuen – und besseren – Produkten und Dienstleistungen führen kann. Data Analytics bewährt sich daher für immer mehr Unternehmen als gut geeigneter Einstieg in eine Trans- formation hin zum datengetriebenen Unternehmen. Die Gründe liegen auf der Hand: ohne große Vorlaufzeit können mit Hilfe von Analytics-Tools schnelle erste Er- folge „sichtbar“ gemacht werden – was die Akzeptanz auf Entscheiderebene erhöht. Somit können die Ent- scheidungsträger eine Strategie „Führen unter Fakten“ umsetzen und eine Vielzahl von Wertschöpfungsketten effizienter gestalten.
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Publikation
22.11.2021
Die Unternehmenszukunft individuell und flexibel zu gestalten ist für UnternehmerInnen ein große Herausforderung. Denn: Gerade in volatilen Zeiten ist der Unternehmensalltag weniger durch strategische Weitsicht als durch operative Hektik gekennzeichnet. Doch erst durch die kreative Gestaltung von Unternehmensstrategie, Unternehmensarchitektur, Führungsorganisation, Markenpositionierung und Management wird ein Unternehmen auch ein zukunftsfähiges Unikat. Anlass genug um in der aktuellen Ausgabe des W&P Management Support einen genaueren Blick auf Themen wie die Renaissance der Strategiediskussion, die Nachhaltigkeit im Geschäftsmodell, die „Enkelfähigkeit“ von Familienunternehmen sowie diverse Megatrends, die das Post-Covid-Zeitalter prägen werden, zu werfen. Auch diesmal kommen praxisorientierte Impulse rund um die Digitale Transformation, Finance und Operations nicht zu kurz.
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Kommentar, 31.08.2021
31.08.2021
Den digitalen Wandel erfolgreich umzusetzen, ist derzeit Aufgabe aller Unternehmen und Branchen. Insbesondere Familienunternehmen haben erkannt, dass die digitale Transformation einen erheblichen Einfluss auf ihre Strukturen und Prozesse ausübt. Doch eine Studie der Otto Beisheim School of Management (WHU) zeigt: In Sachen Umsetzung zögern viele. Technologien in den Bereichen Cloud Computing, Big Data und Künstlicher Intelligenz werden begrenzt in Anspruch genommen, weshalb Familienunternehmen immer stärker in Abhängigkeitsstrukturen geraten. Es braucht also eine umfangreiche Geschäftsstrategie, um sich den neusten Trends und Technologien anzunähern.Das „große Ganze“: Business Modell TransformationEinige Unternehmen setzen die Digitale Transformation von traditionellen Geschäftsmodellen ins Zentrum ihrer strategischen Ausrichtung. Bestes Beispiel: Die Parfümerie-Kette Douglas. Mit einem verstärkten Fokus auf Digitalisierung und E-Commerce konnte die Profitabilität des Traditionsunternehmens in diesem Bereich deutlich gesteigert werden.Die Geschäftsmodell-Umwandlung zielte auf die grundlegenden Bausteine der Wertschöpfung in einer Branche ab. Denn: Märkte und Kundenbedürfnisse hatten sich stark verändert und machten eine neue strategische Ausrichtung unumgänglich. Voraussetzung: Sie musste schnell und anpassungsfähig sein, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Da sich die digitale Transformations-Strategie an den digitalen Wandel anpassen muss, der außerhalb und innerhalb des Unternehmens stattfindet, braucht sie ein klares Zielbild. Einen Fahrplan, der durch die Beteiligung und Führung von neuen Geschäftseinheiten vorangetrieben wird und parallel zum traditionellen Geschäft läuft. Verändern Unternehmen so grundlegende Bausteine der Wertschöpfung, eröffnen sich dadurch erhebliche neue Wachstumschancen, die Stück für Stück ein Traditionsunternehmen zu einem führenden Digital-Player transformieren.Die Basis: Prozess-Daten TransformationDie Einführung intelligenter digitaler Tools ist eine Kernvoraussetzung für die erfolgreiche Umwandlung. Denn werden Standardabläufe mit Hilfe neuer Technologien digitalisiert, können verstärkt strategische, datengestützte Entscheidungen getroffen werden und das Unternehmen wird transparenter. Klar ist jedoch: Ohne eine brauchbare Datenbasis sind diese Initiativen zwecklos. Deshalb sollte die Ausgangslage der Daten innerhalb des Unternehmens zuerst evaluiert werden. In einem weiteren Schritt muss sich das Unternehmen auf einige Grundlagen des digitalen Betriebs wie z.B. eine solide IT, effektive Datenstrategien, eine robuste Dateninfrastruktur und die Sicherung der Datenqualität einigen.Durch eine Kombination dieser Faktoren entstehen zum Beispiel Möglichkeiten, Vertrieb und Kundendienst zu verbessern. Wer zusätzlich agile Methoden nutzt, mithilfe von Process Mining (z.B. mit Celonis) Prozesse analysiert und vernetzt oder durch KI aufwändige Arbeiten reduziert, verschafft sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile.Ohne geht’s nicht: Kulturelle und organisatorische TransformationDoch bei aller „Datenliebe“: Technologien allein reichen nicht aus, um eine erfolgreiche Transformation durchzuführen. Auch die Organisation und die Menschen dahinter sind entscheidend. Es braucht transformations-spezifische Rollen wie der des CDO´s, die die Veränderungsprozesse zentral koordinieren und umsetzen; Führungskräfte auf Schlüsselpositionen, die verstärkt in das Thema eingebunden werden. Zusätzlich ist die Entwicklung von Talenten und Fähigkeiten im gesamten Unternehmen ein wichtiger Erfolgsfaktor.Die Neudefinition von Rollen und Zuständigkeiten einzelner MitarbeiterInnen müssen in Einklang mit der Vision der Transformation gebracht werden – im Rahmen einer Kultur, die digitalgetrieben ist und agil funktioniert. Neue Arbeitsweisen müssen durch formale Mechanismen gefördert werden und Mitarbeiter sollten ein Mitspracherecht, sowie die Freiheit der Entwicklung von neuen Ideen erlangen, wo und wie die digitale Transformation weitere positive Veränderungen bewirkt.FazitDiese tiefgreifenden Maßnahmen machen klar: Der Aufstieg zum Digital Champion passiert nicht über Nacht. Es ist nur zu verständlich, dass auf Grund ihrer Komplexität einige Familienunternehmen vor der konsequenten Umsetzung zurückschrecken. Und doch kommt am digitalen Wandel keiner mehr vorbei, der mittelfristig wettbewerbsfähig bleiben will. Darum hilft hier nur eines: Jetzt losgehen – und schrittweise den Aufstieg beginnen!
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Best Case
16.06.2021
Der bekannte, größte Feind der Digitalisierung? Excel! Darum stand für den namhaften deutschen Hersteller von Kaltband und kaltgewalztem Bandstahl, Risse + Wilke, fest: Das Vertriebsreporting, das bis dato weitgehend in Excel und über ein SAP Business Warehouse stattfand, brauchte ein Update. Gemeinsam mit W&P wurde in einem IT-Quick-Check das Reporting analysiert und Optimierungspotenziale identifiziert. Die Ziele: Ein zentrales hochgradig standardisiertes Tool für Reporting und Controlling implementieren, die Berichtserstellung und -verteilung automatisieren, Self-Service-Reporting für individuelle Ad-hoc-Analysen der Mitarbeitenden einführen und ein durchgängiges KPI-System aufsetzen. Zudem sollten die dafür notwendigen Daten ansprechend und nutzerorientiert visualisiert und in der Datenanalyse interaktiv zu bearbeiten sein. Nach bereits sechs Wochen konnten sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeitende auf ein durchgängiges Standard-Vertriebsreporting zugreifen, das nun den Vertriebserfolg transparent macht: „Ein echter Mehrwert für die tägliche Vertriebsarbeit. W&P lieferte analytisch fundiert, schnell und in enger Abstimmung mit uns ein zukunftsfähiges Vertriebstool“, findet Marcus Clases, Director of Sales, Risse + Wilke Kaltband. Wie die schnelle Umsetzung gelang? Mehr im aktuellen Best Case.
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Publikation
21.04.2021
Business Performance steht momentan auf den meisten Top-Management-Agenden der Entscheider in Familienunternehmen - mit Blick auf eine höhere Flexibilität des Unternehmens für die Zukunft. Digitalisierung und Agilisierung der Strukturen und Prozesse werden damit deutlich wichtiger, Process Mining, Agiles Projektmanagement und Data Analytics rücken den Kunden weiter in den Mittelpunkt und stärken die Kundenzentrierung. Wie Unternehmen neben performance-fokussierten Hausaufgaben auch Sales- und Service Excellence-Ansätze, Customer Journey Management sowie die New Business-Herangehensweise „Technologie sucht Markt“ nutzen können, um ihre markseitige Power zu erhöhen? Impulse für EntscheiderInnen im neuen Management Support.
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21.07.2020
Die Pandemie und ihre Auswirkungen haben uns immer noch fest im Griff – beruflich wie persönlich – und das aus heiterem Himmel, unerwartet und ohne eigenes unter- nehmerisches Verschulden. Der Weg aus der Krise, der Bedrohung ist erfahrungsgemäß länger als man gedacht hat und auch gelegentlich mit Rückschlägen verbunden. Gerade das unternehmensindividuelle Konzept der Krisenbewältigung und eine hohe Unternehmensresilienz, gepaart mit hoher Umsetzungskraft sind erfolgsentscheidend. Für viele Unternehmen bedeuten die Corona-Einschränkungen eine strikte Vermeidung von Ausgaben, Kurzarbeit, strenge Liquiditätsplanung und gegebenenfalls eine Unterstützung durch staatliche Hilfen oder anderweitige Finanzmittel. Nicht nur als Ihr Partner, sondern ebenfalls als Unternehmer wissen wir, dass dies jedoch nur der Anfang der Entwicklung sein kann und wird. Denn nach der akuten Sicherung des Überlebens stellen sich zahlreiche weitere Fragen, deren Beantwortung nötig ist, um das Unternehmen erfolgreich für die Zukunft auszurichten. Diese haben wir auf Basis unserer langjährigen Erfahrungen sowie aus aktuellen Gesprächen und „Corona-Projekten“ für Sie in der vorliegenden Sonderpublikation ausgeführt, priorisiert und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Hierbei konnten wir feststellen, dass die Bereitschaft für das Hinterfragen von Bestehendem und für Veränderung wohl schon lange nicht mehr so groß war wie heute. Das macht Mut und Zuversicht, auch in schwierigen Zeiten! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine anregende Lektüre, weiterhin alles Gute in diesen herausfordernden Monaten sowie das nötige „glückliche unternehmerische Händchen“. Wenn wir Sie hierbei als Ihr Partner unterstützen können, stehen wir Ihnen immer gerne für ein unverbindliches Gespräch zur Verfügung.
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Publikation
21.01.2020
Die Vorzeichen der nahenden konjunkturellen „Delle“ in der Weltwirtschaft – das ist eines der Top-Themen in Davos auf dem WEF. Für Unternehmen geht es dabei konkret um eines: Sie müssen im Vorfeld eines Abschwungs die richtigen Stellschrauben justieren, um im Abschwung ihre Ergebnisse abzusichern.
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Publikation
12.11.2019
Die Signale für einen konjunkturellen Abschwung verdichten sich. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, digitale Disruptionen, ausstehende Investitionsentscheidungen halten auch Familienunternehmen auf Trab. Alles negative Vorzeichen für die Zukunft? Nicht, wenn man diesen Herausforderungen auf Augenhöhe begegnet! Wer an erster Stelle seine Organisation auf Vordermann bringt und strategisch gestaltet, dem winken Wettbewerbsvorteile – auch in unsicheren Zeiten. Weiteres Mittel zum Zweck: Datenanalyse- oder KI-Projekte, die in einer agilen Organisation die Chancen auf erfolgreiche Projekte mit DER Schlüsseltechnologie des digitalen Wandels erhöhen. Doch wie konkret vorgehen? Impulse für Entscheider im neuen Management Support.
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Publikation
17.06.2019
Alles Strategie (!) oder nicht? - Entscheidungen mit hoher Zukunfts- und Ressourcenrelevanz unter hoher Unsicherheit. Kaum ein Begriff ist seit Jahren stärker strapaziert als der der Strategie. Beinahe alle Entscheidungen werden als strategisch deklariert, ohne es zu sein. Vielen fehlt der Zukunftsbezug, ein eindeutiger Ressourcen- zusammenhang und letztendlich auch die Tragweite, die das Prädikat strategisch verdient.
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Publikation
17.04.2019
Ein dynamisches Unternehmensumfeld braucht ein zukunftsorientiertes Controlling. Doch wie sehen optimale Controllingprozesse aus, die den Anforderungen von Globalisierung und Digitalisierung standhalten? Welche Instrumente und Methoden unterstützen Entscheidungsprozesse am besten? Konkrete W&P Best-Practice-Beispiele aus der Praxis zeigen, wie Problemstellungen mit individuell zugeschnittenen Lösungen erfolgreich gelöst wurden. Lesen Sie im aktuellen W&P Dossier „Controlling 2020+ - Best-Practice-Beispiele aus der Beratungspraxis“ wie u.a. eine ERP-Einführung zur Verbesserung der Controllinginstrumente genutzt wurde, ein organisatorischer Wandel die Unternehmenssteuerung veränderte oder der gezielte Einsatz von Controllingressourcen Unternehmensprozesse beschleunigte und vereinfachte.
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Publikation
19.02.2019
Schnelllebige Märkte, neue Technologien und eine massiv fortschreitende Digitalisierung mit KI-Möglichkeiten verändern vielerorts die Gesetzmäßigkeiten von Märkten und deren Umfeld von Grund auf. Der Bedarf an belastbaren Zahlen und Fakten in kürzeren Zyklen wird deshalb immer größer und damit auch der Stellenwert der Marktforschung. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, bündelt Dr. Wieselhuber & Partner vorhandene Kompetenzen und Erfahrungen seit Jahren im branchenübergreifenden Team „Strategic Market Research“ (SMR). Dabei verstehen wir uns nicht nur als Anbieter für Datenerhebung, sondern als Integrator und Berater, der Ihre individuelle Unternehmenssituation bei allen marktseitigen Erhebungen berücksichtigt. Mit unserem Dossier „Strategic Market Research“ stellen wir unser Leistungsspektrum vor und bieten einen ersten Einblick, welcher nutzenstiftende Input aus der strategischen Marktforschung für Ihr Unternehmen denkbar wäre.
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Publikation
26.07.2018
Die zukünftige Bedeutung von BIM und der daraus resultierende Veränderungsdruck im Rahmen der digitalen Transformation für die gesamte Wertschöpfungskette der Bauindustrie ist allgemein akzeptiert und im Grunde unstrittig. Daher geht es in der vorliegenden Studie ganz bewusst nicht um die Frage, wer BIM heute bereits nutzt und wann BIM kommt, sondern ganz gezielt um die Fragestellung, was für Anpassungen in Strategie, Organisation und Arbeitsweise die verschiedenen Player der Wertschöpfungskette Bau vornehmen und welche Muster erfolgsversprechend sind.
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Event, 27.10.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Der Kongress SUMMIT ALLGÄU Produktion ist eine Managementkonferenz „von der Industrie für die Industrie“. Die Veranstaltung wurde ins Leben gerufen, um Führungskräften im Produktionsumfeld neue Impulse für Ihre Arbeit zu liefern. Hierfür kommen die relevanten Entscheider der produzierenden Industrie zusammen und schaffen eine Atmosphäre des offenen Austausches auf Augenhöhe. Im Kern stehen dabei keine wissenschaftlichen Fachvorträge, sondern authentische Erfahrungsberichte aus der industriellen Praxis.In diesem Jahr als Aussteller dabei: Das W&P Team Business Perfomance Improvement. Folgende Fragestellungen werden im Rahmen des SUMMIT ALLGÄU Produktion 2025 diskutiert:Zwischen Zöllen, geopolitischen Konflikten und vulnerablen Lieferketten: Wie kann den Anforderungen „Wandlungsfähigkeit“ und „Resilienz“ moderner Produktionssysteme nachhaltig Rechnung getragen werden?Mit welchen produktionssystematischen Werkzeugen lässt sich die gegebene Variantenvielfalt bestmöglich abbilden?Welche Rolle spielt in Zukunft die ökologische Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette? Wie kann ein gleichermaßen ökologisch und ökonomisch vorteilhafter Transformationsprozess in der industriellen Praxis gelingen? Wie muss ein Produktionssystem gestaltet sein, um qualifizierte Fachkräfte zu begeistern und nachhaltig an das eigene Unternehmen zu binden? Zwischen Hype und Revolution: Wie kann aus Produktionsdaten echter Mehrwert für die Beantwortung dieser Fragestellungen entstehen?Zur Anmeldung beim Veranstalter. 
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Publikation
05.02.2018
Lebenswerk mag Ihnen als eine große Vokabel erscheinen. Aber Sie können als Unternehmer auf den Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens zurückblicken. Oder Sie haben das Unternehmen Ihrer Familie erfolgreich ausgebaut. Sie haben es eingerichtet, dass die Organisation mittlerweile auch ohne Sie läuft – zumindest im täglichen Betrieb. Irgendwann kommen Sie an den Punkt, an dem Sie Ihr Unternehmen einmal nicht mit dem Blick des Entscheiders und Lenkers, sondern aus einer Perspektive des Vermögensaufbaus betrachten. Hier treffen sich private und betriebswirtschaftliche Aspekte.
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Best Case
12.03.2026
Die familiengeführte Rauch Landmaschinenfabrik GmbH mit Sitz in Rheinmünster entwickelt seit 1921 Lösungen für die Produktbereiche Düngetechnik, Sätechnik und Winterdienst. Mit rund 400 Mitarbeitenden erwirtschaftet RAUCH einen Umsatz von rund 114 Mio. € bei einer Exportquote von über 70 %. RAUCH holte W&P an Bord, um die operative Leistungsfähigkeit mit Fokus auf die Liefertreue im Sinne von OTIF (On Time In Full – pünktliche und vollständige Lieferung) systematisch zu analysieren, Ursachen für Abweichungen strukturiert zu identifizieren und priorisieren sowie die Umsetzungskraft funktionsübergreifend deutlich zu stärken. Im Projektzeitraum von rund sechs Monaten wurde die Liefertreue in den wesentlichen operativen Bereichen signifikant gesteigert und erhöhte sich im Durchschnitt um rund 25 Prozentpunkte. Parallel verbesserten sich weitere zentrale Leistungsparameter, darunter Produktivität, OEE, Prozessstabilität sowie das Bestandsniveau. „W&P hat Shopfloor-Management als zentrale Führungsroutine verankert – mit täglichem Rhythmus, klaren Kennzahlen sowie einem stringenten Abweichungs- und Verbesserungsmanagement. In Kombination mit dem interdisziplinären Task Force Team, die die priorisierten Hebel schnell und konsequent umgesetzt hat, konnten wir in kurzer Zeit die Liefertreue deutlich steigern und die Prozessstabilität unserer Supply Chain nachhaltig stärken“, so Martin Rauch, Geschäftsführer Rauch Landmaschinenfabrik GmbH. Wie das Team von W&P um Christian Sprenger und Fabian Dichant konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen.
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News, 09.02.2026
09.02.2026
Künstliche Intelligenz (KI) birgt in nahezu jeder Unternehmensfunktion Potenzial – im Vertrieb jedoch besonders. Grund dafür ist die Art der Vertriebsarbeit selbst: Sie ist komplex, wissensintensiv, aufwendig und erfordert schnelle Reaktionen für den Kunden.  Durch den gezielten Einsatz von KI lassen sich Aufgaben automatisieren und Mitarbeitende gleichzeitig mit relevanten Entscheidungsinformationen versorgen. Dies steigert nicht nur die Effizienz, sondern ermöglicht es Organisationen, schneller, flexibler und intelligenter auf Marktveränderungen, Kundenanforderungen und Projektprobleme zu reagieren. Wie die Herausforderungen & Benefits entlang des Vertriebsprozesses bei Bauzlieferern konkret aussehen? Und wie eine sinnvolle Implementierung von KI zu meistern ist?  Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie, in der aktuellen Ausgabe der RAS.   
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Event, 17.03.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Wir zeigen, wie Machine Learning strategisch genutzt werden kann, um Produktportfolios transparenter zu bewerten, wirtschaftliche Muster zu erkennen und Entscheidungsprozesse zu vereinfachen. Machine Learning macht sichtbar, welche Produkte wirklich zum Ergebnis beitragen und wo Komplexität unnötig Ressourcen bindet. Von der Identifikation schwacher Produkte bis zur Priorisierung rentabler Linien. Ziel ist ein effizienteres, fokussiertes Produktportfolio mit höherem wirtschaftlichem Beitrag. Das Webinar richtet sich an Entscheider, die Produktportfolioentscheidungen schneller und sicherer treffen möchten. Anstelle abstrakter Theorie zeigen wir praxisnah, wie Machine Learning Transparenz schafft, Analysen beschleunigt und Entscheidungsqualität erhöht. Teilnehmende erhalten konkrete Einblicke in Vorgehen, Nutzen und Umsetzbarkeit – und erfahren, wie sich Machine Learning ohne großen Aufwand für Produktportfolioverbesserungen einsetzen lässt.
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Publikation
12.12.2025
Der W&P Trendradar erscheint seit zehn Jahren jährlich und kombiniert Projekterfahrung, Marktanalysen und die Erkenntnisse der umfassenden W&P-Megatrend-Analyse. Die Basis bildet die Praxis: über 250 Beratungsprojekte pro Jahr in mittelständischen und familiengeführten Unternehmen zeigen unmittelbar, wie technologische, regulatorische und finanzielle Entwicklungen in der Realität wirken und wo konkreter Transformationsbedarf entsteht. Ergänzend werden interne und externe Studien, Branchenreports, Technologieanalysen sowie regulatorische Veröffentlichungen ausgewertet. Für 2026 steht fest: Unternehmen müssen sich in einem Umfeld behaupten, das von geopolitischen Spannungen, regulatorischen Eingriffen, hoher Kapitalintensität, Kosteninflation und tiefgreifenden technologischen Umbrüchen geprägt ist. Über alle Branchen – von Industriegütern, Automotive & Mobility, Elektro-& Energietechnik, Medizintechnik, Sicherheitstechnik über Konsumgüter, Chemie-& Kunststoffe, Bau-& Bauzulieferer bis hin zu Pharma& Lifescience – zeigt sich ein gemeinsames Muster: Erfolg entsteht dort, wo das Top-Management Strategien neu ausrichtet, operative Exzellenz stärkt und Digitalisierung sowie KI pragmatisch in Wertschöpfung übersetzt.
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News, 03.12.2025
03.12.2025
Service entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit zum zentralen Werttreiber im B2B-Geschäft. Auf dem gestrigen Strategiegipfel B2B Service Management wurde deutlich: Konsequente Service Excellence und KI-gestützte Prozesse machen bereits heute den entscheidenden Unterschied.  W&P Partner Oliver Rörig zeigte in einem Vortrag, wie Serviceorganisationen Umsatz, EBIT und Kundenbindung signifikant steigern – und warum KI erst dann wirkt, wenn Prozesse, Daten und Organisation verzahnt sind. Die aktuelle W&P Studie „Service-Champions im Mittelstand 2025“ unterstreicht: Nur 24 % der Unternehmen nutzen KI im Service, während Top-Performer bereits mehr als 30 % EBIT im Servicegeschäft erzielen. Die Erfolgsfaktoren: qualifiziertes Personal, systematisches Wissensmanagement, skalierbare KI-Modelle  und der Aufbau profitabler Service-Portfolios. Fazit: Service wird zum strategischen Wachstumsmotor der Industriegüterbranchen.
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News, 12.11.2025
12.11.2025
Künstliche Intelligenz, Digital Twins und Vision Systeme verändern Produktionsprozesse und industrielle Wertschöpfung grundlegend – von der Effizienzsteigerung über Qualitätsmanagement bis hin zu Flexibilität und Transparenz auf dem Shopfloor. Doch wie erkennt man das Potenzial in der Fertigung und wie lässt es sich heben? Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs in Kooperation mit Deltia und WILO SE gab es praxisnahe Impulse. „KI ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern Realität im Shopfloor. Sie hilft, Verschwendung zu eliminieren, Qualität zu steigern und den Fachkräftemangel abzufedern – bestenfalls aufsetzend auf bereits verschlankten Proezessen im Zuge einer LEAN Transformation sowie einer optimierten Datentransparenz und -qualität“, so Christian Sprenger, Partner und Leiter Operational Excellence bei W&P, einleitend. Eine aktuelle W&P Studie zeigt, dass die größten Potenziale in Predictive Maintenance, Qualitätskontrolle und Produktionsplanung liegen, jedoch nur rund 25% des deutschen Mittelstands KI bereits im Einsatz hat. Wie KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette zum Einsatz kommt zeigte Jan Daniel, Head of Smart Manufacturing bei W&P. „Gerade die Kombination aus virtuellen Daten, Agentensystemen und Closed Loop Quality zeigt, dass KI-Anwendungen nicht nur Effizienzgewinne bringen, sondern oft schon nach sechs bis neun Monaten einen messbaren ROI erzielen.“ Gleichzeitig warnte er vor typischen Stolpersteinen wie fehlender Governance, Skalierungsschocks oder kulturellen Widerständen und empfahl ein strukturiertes Vorgehen in fünf Phasen – von der Exploration über Use-Case-Definition bis zum Rollout. Maximilian Fischer, CEO Deltia, demonstrierte, wie KI-gestützte Videoanalysen Produktionsprozesse messbar verbessern. Aus Projekten mit ABB und Viessmann berichtete er von Produktivitätssteigerungen zwischen 10 und 20 Prozent. Erfolgsentscheidend seien dabei Transparenz gegenüber den Mitarbeitenden, die Auswahl eines relevanten Businessproblems, crossfunktionale Teams und ein pragmatisches, iteratives Vorgehen. David Graurock, Head of AI Competence Center bei WILO SE, gewährte Einblicke in die KI-Strategie des Dortmunder Pumpenherstellers. Anhand von Praxisbeispielen, die von adaptiver Werkerassistenz über KI-basierte Dichtungsprüfung bis hin zu generativen Anwendungen wie „Wilo GPT“ reichten, zeigte Graurock, wie KI bereits heute Prozesse optimiert und Wissen im Unternehmen nutzbar macht. Take-aways aus der Werkstatt-Diskussion, moderiert von Oliver Rörig, Partner bei W&P: Die Einführung von KI sollte sich immer an konkreten Business-Problemen und klaren Mehrwerten orientieren. Für den Einstieg empfehlen sich Use Cases mit schnellem, sichtbarem Nutzen wie etwa Predictive Maintenance oder visuelle Qualitätsprüfungen. Und auch wenn viele Unternehmen noch am Anfang stehen: Entscheidend sind Erfahrungsaustausch und pragmatisches Vorgehen. Denn eine datenbasierte, skalierbare und ROI-orientierte Einführung von KI ist der Schlüssel zu nachhaltiger Performance-Steigerung in der Produktion. Unternehmen, die diese Transformation aktiv gestalten, sichern sich nicht nur Effizienzgewinne – sie schaffen die Basis für die smarte Fabrik von morgen und steigern nachhaltig Ihre Wettbewerbsfähigkeit.
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News, 29.10.2025
29.10.2025
In unsicheren wirtschaftlichen Zeiten reagieren viele HR-Abteilungen reflexartig mit Stellenabbau oder operativer Routine. Dadurch bleiben Kostensteuerung, Personalbindung und strategische Wirkung unzureichend – und die Organisation verliert an Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Smarte HR-Operating-Modelle verbinden intelligentes Rightsizing mit passgenauen Employee Journeys. Datenbasiertes HR-Controlling, gezielte Freiwilligenprogramme, Potenzialanalysen und systematisches Workforce Management ermöglichen eine differenzierte Steuerung von Kosten, Kompetenzen und Personalentwicklung. Leonard Kluck, Leiter HR Excellence im HR Journal.
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News, 23.10.2025
23.10.2025
Die deutsche Bauwirtschaft steht weiter unter erheblichem Druck. 2025 droht das fünfte Jahr in Folge ein Umsatzrückgang. In diesem Umfeld gilt: Nur wer frühzeitig handelt, bleibt am Steuer. Unternehmen, die Transformation anstoßen, Kosten senken und eine Neuausrichtung einleiten, sichern sich Handlungsfreiheit – statt sich von externen Faktoren oder Finanzierern lenken zu lassen. Wie? Entsprechende Impulse standen im Mittelpunkt des digitalen Executive Dialog „Stagnation in der Bauindustrie“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P). „Je länger der Aufschwung dauert, desto wichtiger werden Durchhaltevermögen, Kapitalreserven, das Erreichen des Break-even und die „Atmungsfähigkeit“ der Unternehmen“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Moderator und W&P Branchenexperte. Georg Charlier, Regional Manager bei JLL, verdeutlichte: Das Marktumfeld bleibt herausfordernd auch wenn mittlerweile vereinzelter Lichtblicke am Horizont sichtbar werden. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferer bei W&P, betonte in seiner strategischen Einordnung entsprechend: „Wer in dieser schwierigen Phase das passende Portfolio und eine leistungsfähige Organisation im Griff hat, kann jetzt strategisch die Weichen stellen und als Gewinner hervorgehen.“ Unternehmen, die breit diversifiziert und effizient aufgestellt sind, verfügen über einen klaren Vorteil. Frühzeitiges Handeln wird damit zum Schlüsselfaktor, um Kosten zu senken, Effizienz zu steigern und neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Dass kaufmännische Steuerung dabei weit mehr ist als ein Reporting-Instrument, unterstrich Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: „Unternehmen dürfen kaufmännische Steuerung nicht als lästige Pflicht begreifen – richtig umgesetzt wird sie zum strategischen Vorteil. Existieren keine derartigen Instrumente bedeutet das auf jeden Fall einen Wettbewerbsnachteil!“ Moritz Polk, Manager bei W&P, ergänzt: „Nur der integrierte Dreiklang aus Strategie-, Finanz- und Liquiditätsmanagement ermöglicht kontrollierte, fundierte Entscheidungen für die Zukunft -  die letztlich Zeit und Kosten sparen.“ Wie das in der Praxis gelingt, zeigte W&P Partner Daniel Emmrich anhand eines Restrukturierungsbeispiels. Er ist sich sicher: „Zentrale Erfolgsfaktoren der Restrukturierung und Neuausrichtung sind vor allem die offene Kommunikation mit allen Finanzierern, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Beratern und Geschäftsführung und der klare Veränderungswille in der Führung.“ In der abschließenden Diskussion wurde deutlich: Die Branche durchläuft tiefgreifende strukturellen Veränderungen – frühes, szenariobasiertes Handeln schafft in dieser Situation Klarheit und sichert Handlungsfähigkeit. Wer jetzt kaufmännische Steuerung als strategisches Führungsinstrument begreift, Effizienz mit klarer Ausrichtung verbindet und strategisch klug handelt, kann gestärkt aus der Stagnation hervorgehen und den Wettbewerb sogar überholen. 
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News, 09.10.2025
09.10.2025
Innovation muss heute zielgerichtet, schnell und kundenzentriert erfolgen. Klassische Entwicklungsprozesse – langwierig, ressourcenintensiv und oft zu stark auf Erfahrungswissen gestützt – stoßen an Grenzen. Künstliche Intelligenz (KI) bietet die Chance, Produktentwicklung modularer, faktenbasierter und marktgerechter zu gestalten. Ein zentraler Ansatz ist die strukturierte Analyse von Wettbewerbsprodukten. Viele Informationen sind online frei zugänglich – auf Plattformen, in Produktdatenblättern oder Kundenrezensionen. KI kann diese Inhalte analysieren und Muster erkennen: Welche Maße, Materialien, Claims und Farben sind verbreitet? Unternehmen der Grünen Branche, die heute beginnen, ihre Innovationsprozesse datenbasiert, kundenzentriert und digital zu gestalten, verschaffen sich entscheidende Vorteile: schnellere Markteinführung, höhere Relevanz bei Konsumenten und nachhaltigere Wertschöpfung.Mehr von Dr. Jerome Honerkamp, Leiter Konsumgüter & Handel bei Dr. Wieselhuber & Partner, in TASPO Gartenmarkt. 
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Kommentar, 16.09.2025
16.09.2025
Kommentar von Fabian Dichant, Senior Manager Business Performance Improvement bei Dr. Wieselhuber & Partner GmbHSales & Operations Planning, kurz S&OP? Ja, aber oft nur auf dem Papier. Rund 70 % der Unternehmen im produzierenden Mittelstand, insbesondere Familienunternehmen, haben S&OP formal eingeführt, doch nur etwa ein Viertel steuert damit konsequent und unternehmensweit. Rund 80 % organisieren den Prozess immer noch primär in Excel. Die Folge: Silos, Eilaufträge, Fehlteile, häufige Umplanung in der Produktion, hohe (Zwischen-)Bestände und im Ergebnis verschenkte Marge.Viele Unternehmen scheitern nicht an der IT. Sie scheitern an Konsequenz, Rollenklärung und fehlendem Entscheidungsfokus. S&OP ist kein Reporting, sondern ein Führungs- und Ent-scheidungsformat. Ohne klare Verantwortlichkeiten, ohne Prioritäten und ohne Finanzin-tegration bleibt es ein Meeting mit Charts, aber ohne wirkliche Steuerung.Worum geht’s wirklich? S&OP ist Führungsarbeit und das Rückgrat einer integrierten Unternehmenssteuerung: eine Zahl, eine Wahrheit über Nachfrage, Kapazitäten und Finanzwirkung. Der rollierende Prozess setzt einen klaren Takt – mit verlässlichen Entscheidungen statt endloser Abstimmungsrunden. Von statistischem Forecast über Bedarfs- und Kapazitätspla-nung bis zum Abgleich: In Szenarien werden Engpässe sichtbar, Alternativen bewertet und die Finanzwirkung transparent gemacht. Im S&OP-Meeting wird entschieden und der integrierte Plan freigegeben. Ein verbindlicher Monatskalender (Input, Output, Rollen, Termine) macht S&OP planbar – strategisch, taktisch, operativ; langfristig bis kurzfristig. Wer daran rüttelt, landet wieder in Ad-hoc-Feuerwehrmaßnahmen und „best effort“-Excel.So gelingt der Einstieg:1. Fokus setzen: Die 20 % Produkte/Kunden, die 80 % der Menge treiben kommen zuerst in den Scope.2. Rollen festziehen: Eindeutige Verantwortlichkeiten für Forecast, Bedarf, Kapazität, Bedarfs-Kapazitätsabgleich, Finanzen und ein klares Entscheidungsgremium.3. Monatstakt leben: Fixer Kalender, definierte Inputs/Outputs, sauberer Datenhaushalt („gut genug“ genügt zum Start).4. Szenarien verpflichtend: Baseline plus „Was-wäre-wenn“ (Engpass, Nachfrage-Peaks, Lieferverzug) inkl. Finanzwirkung.5. KVP verankern: Jeden Zyklus zwei Verbesserungen beschließen – Prozess, Daten oder Verantwortungen.Der Effekt ist schnell spürbar. Bessere Forecast-Qualität, höhere Lieferfähigkeit und -treue, Bestände runter bei Reaktionsgeschwindigkeit rauf, robustere Ressourcennutzung. Für Pro-duktanläufe zeigt sich das unter anderem in bis zu 20 % höherer Lieferbereitschaft (schnellere Marktdurchdringung). Das reduziert Fehlstarts messbar – weil Produkte zum Launch verfüg-bar sind und zuverlässig geliefert werden.Fazit? Für den produzierenden Mittelstand und Familienunternehmen ist S&OP kein „nice to have“, sondern strategische Steuerung in volatilen Märkten. Wer sich konsequent an den S&OP-Prozess hält, gewinnt Liefertreue, Geschwindigkeit und Kapitalbindung zurück. Wer zögert, bleibt im Nebel – mit Excel als Taschenlampe.
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News, 12.08.2025
12.08.2025
Die Turbulenzen der vergangenen Jahre markieren für viele Familienunternehmen einen tiefgreifenden Wendepunkt.Inflation, zunehmende Regulatorik, Fachkräftemangel, Digitalisierung und externes Investoreninteresse stellen langjährig etablierte Geschäftsmodelle auf den Prüfstand. Gerade für Gesellschafter und Geschäftsführer im Mittelstand wird klar: Transformation ist kein optionales Zukunftsthema. Sie ist zur zwingenden unternehmerischen Notwendigkeit geworden. Doch vielen fehlt das strategische Zielbild.In der Zeitschrift „Die News – Fachzeitschrift für Familienunternehmen“ zeigen die W&P Managing Partner Dr.-Ing. Dirk Artelt und Jens Ekopf, wie ein solches Zielbild präzise formuliert wird und wie sich daraus ein konsistenter Transformationspfad ableiten lässt.
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Best Case
30.06.2025
Die DEHN SE, führendes und international tätiges Familienunternehmen der Elektrotechnik, bietet mit seinen Anwendungen in den Bereichen Blitz-, Überspannungs- und Arbeitsschutz Lösungen für die Elektromobilität, den Energiesektor und für den Schutz kritischer Infrastruktur. Dank einer erfolgreich umgesetzten Wachstumsstrategie verzeichnete das Unternehmen ein überproportionales Umsatzplus – allerdings nicht ohne spürbare Wachstumsschmerzen. Insbesondere aktuelle Kostensteigerungen und vielfältige interne wie externe Herausforderungen belasteten das Ergebnis. Um diesen Dynamiken gezielt zu begegnen, wurde W&P beauftragt, auf Basis eines umfassenden Benchmarkings mit den Kennzahlen führender Innovations- und Branchenpioniere die entscheidenden Stellschrauben zu identifizieren und die Profitabilität zielgerichtet und nachhaltig zu optimieren. Mit Erfolg: „Dank der strukturierten und zielgerichteten Vorgehensweise von W&P, konnten wir in kurzer Zeit die wesentlichen Handlungsfelder identifizieren und zentrale Maßnahmen zur Steigerung unserer Profitabilität einleiten,“ so Dr. Philipp Dehn Managing Partner & CEO. Wie das Team um Dr.-Ing. Dirk Artelt konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
05.06.2025
Die familiengeführte Buhck Gruppe, führender Dienstleistern der norddeutschen Abfall- und Umweltwirtschaft, ist in den letzten Jahren stark gewaschen bei gleichzeitig hohem Ertragsniveau. Zeit für eine Positionsbestimmung, um einen neutralen Blick auf die aktuelle Unternehmensausrichtung bekommen. W&P wurde beauftragt, einen umfassenden „Fitness-Check“ des Unternehmens durchzuführen und durch tiefgehende betriebswirtschaftliche Auswertungen und Benchmarking die Unternehmenssituation zu bewerten und mögliche Handlungsfelder bzw. Optimierungspotenziale zu identifizieren. Konkret wurden bestehende Transparenzansätze hinsichtlich Effizienz und Kostenstrukturen in den administrativen Zentralfunktionen weiterentwickelt, für Entwicklungen außerhalb des bisherigen Managementfokus auf Basis ausgewählter Kennzahlen sensibilisiert, die gegenwärtige Unternehmensausrichtung unter Beachtung unternehmensspezifischer Charakteristiken objektiv eingeschätzt und konkrete Ansätze zur unternehmensübergreifenden Verbesserung der Performance abgeleitet. „Das W&P-Team hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Durch die fachliche Expertise und fundierter Analysen wurde zielsicher aufgezeigt, wo Handlungsbedarf besteht und welche Optimierungsmaßnahmen eingeleitet werden sollten“, bestätigt Holger Harms, GF und CFO Buhck UmweltservicesGmbH & Co. KG, den Erfolg des Teams um Dr.-Ing. Dirk Artelt.
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News, 26.05.2025
26.05.2025
Das Gefühl der Unsicherheit hat die letzten Monate eine neue Dimension erhalten: Geopolitische Verwerfungen, Protektionismus, Handelskriege, Schuldeninflation. In dieser Situation springt das Hohelied auf die Strategie „des Fahrens auf Sicht“ deutlich zu kurz. Vielmehr braucht es eine Grundentscheidung über die Richtung, um Folgeentscheidungen zu fällen. Es geht darum Fakten und Risiken abzuwägen, strategisch zu planen, auf Performance Management zu setzen – mit maximaler Fokussierung auf das jeweilige Geschäftsmodell und die mikro- und makroseitigen Rahmenbedingungen eines Unternehmens.
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Best Case
05.05.2025
Die thyssenkrupp Steering (tkS) ist Teil der börsennotierten thyssenkrupp AG und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Lenksystemen. Mit rund 10.900 Mitarbeitenden an 24 Standorten steht tkS für technologische Exzellenz – insbesondere im Bereich der Massivumformung. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Transparenz und Steuerungsfähigkeit in der globalen R&D-Planung initiierte das Unternehmen eine umfassende Optimierung des R&D-Controllings. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde beauftragt, den gesamten Prozess strategisch und operativ zu begleiten – von der Analyse der Ausgangssituation über die Zielbildentwicklung bis hin zur Auswahl und Implementierung eines geeigneten Planungstools. Ziel war, die Steuerungsmöglichkeiten und Transparenz durch eine optimierte Schnittstelle zwischen Budget- und Projektplanung zu erhöhen, die Controlling-Effizienz durch systemische Anpassungen zu steigern und ein zukunftsfähiges R&D-Controllingkonzept zu etablieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Projekt- und Jahresplanung wurde durch ein passgenaues Tool effizienter gestaltet, eine adaptierte Prozess- und Gremienstruktur ermöglicht nun eine verbesserte Steuerung der globalen R&D-Ressourcen. Zudem schaffen klar definierte Rollenprofile und ein KPI-gestütztes Dashboard-Konzept Transparenz und Verantwortlichkeit in der Umsetzung. „Dank des strukturierten Vorgehens von W&P konnten wir trotz des äußerst engen Zeitplans diese komplexe Aufgabenstellung zielorientiert lösen, was uns zukünftig eine effizientere Planung und Steuerung unserer R&D-Ressourcen ermöglicht“, so Patrick Vith, CEO & COO der thyssenkrupp Steering. Wie das Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business bei W&P, das Projekt umgesetzt hat? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
16.04.2025
Die GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG ist ein international führendes Familienunternehmen spezialisiert auf Prozesstechnik für die Pharma- und Halbleiterindustrie sowie allgemeine industrielle Anwendungen. Durch das starke Wachstum der letzten Jahre und der Ausweitung der Produktions- und Vertriebsgesellschaften baut GEMÜ seine globale Wettbewerbsfähigkeit stetig aus. Ein zentraler Hebel: die strategische Ausrichtung und Effizienzsteigerung der administrativen Bereiche. Um diesen Transformationsprozess professionell aufzusetzen, wurde Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) beauftragt – von der Analyse der Ausgangssituation über die Entwicklung einer langfristigen Funktionalstrategie bis hin zur konkreten Projektaufplanung und Definition der Governance Modelle. „Durch die Zusammenarbeit mit W&P konnten wir schnell und effizient die strategischen Ziele und die erforderlichen Projekte für den Weg zur administrativen Exzellenz definieren, um damit die Performance unseres Unternehmens nachhaltig zu steigern“, so Stephan Müller, Geschäftsführer GEMÜ. Wie das Team um Oliver Rörig, Partner bei W&P, das Projekt begleitete? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 01.04.2025
01.04.2025
In der Vergangenheit haben Unternehmen erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt, um ihre Innovationskraft zu steigern. Doch die Realität zeigt: Entwicklungszyklen dauern oft zu lange – und sind geprägt von geringer Transparenz in den Prozessen. Wie also die Time-to-Market gezielt verkürzen, um Innovationen schneller verfügbar zu machen und Wettbewerbsvorteile zu sichern? Beim digitalen Executive Dialog „F&E meets SAP“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit Milliarum und HAVER & BOECKER gaben Experten aus Beratung und Industrie praxisnahe Einblicke in systemgestützte Controlling-Ansätze – mit SAP EPPM als technologischem Hebel.
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Best Case
28.10.2024
InfraServ betreibt als Infrastrukturdienstleiter mit rd. 1.000 Mitarbeitern den größten Chemiepark Bayerns. Das Unternehmen bietet vernetzte Lösungen für Aufgabenbereiche von Firmen der Chemie- und Prozessindustrie - innerhalb und außerhalb des Standorts. Wegen absehbarer, signifikante Remanenzen hat das Unternehmen diverse Ansätze zur Ergebnissicherung initiiert – und in diesem Kontext Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) beauftragt, das Programm „HORIZON 2030“ zu unterstützen. Das Ziel: Realistische Wachstumschancen identifizieren, konsequente Maßnahmen zur nachhaltigen Kostensenkung aktiv unterstützen. Das Ergebnis: Gemeinsam mit W&P konnten substanziellen Umsatzpotenziale bei Bestandskunden inklusive definierter Maßnahmen zur konkreten Umsetzung in der Organisation realisiert und Business Cases zur Ansiedlung neuer Unternehmen am Standort ausgearbeitet werden. Zudem wurden rund 17 Prozent an Personal- und Sachkosteneinsparpotenzialen aus der Service-, Leistungs- und Kostenstrukturanalyse identifiziert. „Durch die Zusammenarbeit mit W&P konnten wir neue Umsatz- und Wachstumspotenziale identifizieren. Das Know-how und die Erfahrung des Beraterteams haben uns geholfen, unser Leistungsspektrum effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Entscheidend für den Projekterfolg war der enge Austausch mit den Beratern, die nicht nur fachlich überzeugten, sondern auch mit Augenmaß agierten und damit gut zu unserer Unternehmenskultur passten“, so Dominik Gschwendtner, Geschäftsleiter Infraserv Gendorf. Wie das Team um Jens Ekop, Partner & Head of BPI bei W&P, konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 04.09.2024
04.09.2024
Die Fashion-KundInnen sind aktuell in ihrem Konsum stark verunsichert und haben gleichzeitig höhere Ansprüche – das treibt die interne Komplexität bei Modeunternehmen. Parallel führen höhere Kosten (insb. bei Beschaffung und Personal) zu sinkenden Erträgen, was in der Konsequenz auch die Finanzierungssituation verschlechtert. Die Aufgabe ist es nun, bei allem Handlungsdruck, den Fokus auf die vorhandenen Chancen zu richten und operativ tragfähige Lösungen zu entwickeln. Welchen Impact in dieser Situation Partnerschaften auf Augenhöhe haben, stand im Mittelpunkt des 3. Executive Dialog Fashion von Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (W&P) in Kooperation mit dem Serviceverband unitex, dem Hersteller Brax sowie dem Handelsunternehmen Breuninger.Ausgangspunkt muss immer eine „ehrliche Standortbestimmung“ sein, so Philipp Trompeter, Senior Manager des W&P-Teams Fashion, Beauty & Lifestyle, der dann in seinem einleitenden Vortrag ganz konkrete Maßnahmen vorstellte, die aktuell Priorität auf der Top-Management-Agenda haben sollten: „Für mich sind das ganz klar die Steigerung der Operational Excellence im Sinne von Raumkosten, Personal, Warenmanagement und Supply Chain, der Effizienzboost im Marketing durch Nutzung von KI-Tools sowie ESG als Mittel der Differenzierung zu sehen und nicht nur für Compliance-Zwecke.“In diese Richtung argumentierte auch Xaver Albrecht, Geschäftsführer des Serviceverbands unitex, der gerade im Feld der Prozessoptimierung deutliche Potentiale der Zukunft in der Branche sieht: "In Zeiten, in denen allen immer noch Personal auf der Fläche fehlt, müssen erst recht alle Prozesse im back end und front end auf den Prüfstand und verschlankt werden – von der Buchhaltung, übers Vertragswesen bis hin zu den Prozessen in Richtung Kunde“Für Benjamin Fuest, Mitglied der Unternehmensleitung für Verkauf und Personal bei Breuninger, liegt in der Gestaltung der Prozesse in Richtung Kunde eine große Chance, da sich das Kundenverhalten doch fundamental verändert hat: „Handel hat sich sowohl stationär als auch online stark verändert und wird zusehends weniger rein transaktional und bedarfsgetrieben. Für Menschen ist Shopping mehr eine Freizeitbeschäftigung und sie wollen emotional und anlassbezogen abgeholt werden. Dabei ist es in der Zusammenarbeit zwischen Händler und Lieferant wichtig, auch einen guten Anteil Trends und Newness im Sortiment zu bringen und diese Ready-to-Wear zum richtigen Zeitpunkt anzubieten und zu pushen. Oder auch die Kunden beispielsweise mit exklusiven Kapseln und Special Collections zu locken. Ebenso spielen gemeinsam kreierte Erlebnisse über Eventformate und besondere Aktionen eine wichtige Rolle.“Sind diese Herausforderungen alleine zu stemmen? Klares Credo, dass nein. Es gilt in diesen krisenhaften Zeiten stärker zusammenrücken, so Marc Freyberg, Geschäftsführer des Herstellers Brax, der neben dem Committment zu gemeinsamen Regeln des Miteinanders auch eine überragende Datenqualität fordert, um die gestiegenen Erwartungen der Kunden treffen zu können – alles unter einer Prämisse: „Nicht Unternehmen machen Marken, sondern Menschen machen Marken, deshalb ist die Voraussetzung für eine gute Partnerschaft gerade in Krisenzeiten offene Kommunikation auf Augenhöhe.“ Nur so könne beispielsweise auch gemeinsam ausgebrochen werden aus dem alljährlichen Zyklus der Ordnersituation zum frühesten Zeitpunkt, sodass die Performance im Sinne der LUG und Abverkaufsquoten gesteigert wird.Die abschließende Podiumsdiskussion zeigte: Alle Kooperationsmodelle, ob Own-buy, Depot oder Full Concession bieten die Möglichkeit, den Umsatz zu pushen, wieder aktiver am Markt und direkter am Kunden zu sein. Aber einerseits passt nicht jedes dieser Modelle zu jedem Unternehmen und andererseits bleibt es Aufgabe des Händlers den Kunden entlang seiner Customer Journey konsequent abzuholen. Die aktuell großen Herausforderungen werden nach Meinung von Manuel Farrokh, Gastgeber und Leiter des Geschäftsbereichs Fashion, Beauty & Lifestyle bei Dr. Wieselhuber & Partner, erst dann zur Chance, „wenn sie gerade in widrigen Rahmenbedingungen durch starke Partnerschaften von Handel und Herstellern gemeinsam angegangen werden – ohne dabei die ganz operativen, akuten Hausaufgaben wie Operational Excellence, Time-to-Market, KI und ESG zu vernachlässigen.“
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News, 27.06.2024
27.06.2024
Jede Organisation und jede Organisationsanpassung zieht mehr oder minder gut erkennbare Organisationskosten nach sich. Oft wähnt sich das Management in einem Zielkonflikt: Eine leistungsfähige High Performer Organisation verursacht vermeintlich hohe Kosten. Eine kosteneffiziente Organisation spart zwar Kosten, begrenzt aber die Leistungsfähigkeit der Organisation. Dem muss nicht so sein. Im Rahmen der Digitalveranstaltung „EBIT im Fokus: Wenn dem Management die Organisationskosten davonlaufen“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit der Uhlmann-Gruppe wurden Wege und Vorgehensweisen aufgezeigt, wie sich beide Ziele im Rahmen einer Organisationsentwicklung verbinden lassen.
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News, 17.05.2024
17.05.2024
Im Kontext globaler Veränderungen, Unsicherheit und neuer Schwierigkeiten, macht sich eine allgemeine Zurückhaltung breit. Innovationsdrang und Mut zu neuen Unternehmungen werden ausgebremst, Wege in eine zielgerichtete und positive Zukunft häufig verstellt. Echte Entscheider sind gerade in solchen Situationen die wahren Game Changer – ob als Zukunftsgestalter, Unternehmensarchitekten, Regelbrecher oder einfach „nur“ Unternehmenslenker.Doch welche Werkzeuge braucht es, um dem „Game Over“ zu entgehen und sich Richtung „Wachstum“ zu entwickeln? Um mit starker Hand, eine grundlegende Neuausrichtung – vom Zielbild, über das Geschäftsmodell bis hin zum operativen Setup eines Unternehmens – voranzutreiben? Neu gedachte Strategie, eine Auseinandersetzung mit der Anwendung künstlicher Intelligenz in allen Unternehmensfunktionen, professionelles operatives Management mit einem Fokus auf Business Performance.Diese Themen und weiteres Know-how für das erfolgreiche Gelingen des Wandels finden Sie in der neuen Ausgabe des W&P Management Support.Impulse für Entscheider – jetzt reinlesen!
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Best Case
23.02.2024
Die Münchner Unternehmensgruppe Leonhard Moll Betonwerke ist ein Industrieunternehmen in Familienhand mit über 300 Mio. € Umsatz und über 1.700 Mitarbeitenden. Herausforderung: Das bereits eingeführte ERP-System sollte noch umfassender genutzt werden. Hinzu kam, dass ein weiteres zugekauftes Unternehmen innerhalb von drei Monaten ebenfalls in die bestehende Plattform integriert werden musste. Angesichts der Notwendigkeit bis zu einem unverrückbaren Zeitpunkt den Go Live zu realisieren, reichten die Ressourcen nicht aus, um die zeitgerechte Realisierung zu sichern – und hier kam W&P unterstützend ins Spiel. Zentrale Aufgabe für das Team um Dr. Günter Lubos, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: Den Implementierungsprozess der ERP-Einführung für die neu erworbene Tochtergesellschaft steuern und parallel Effizienzpotenziale durch eine bessere Nutzung des ERP-Systems identifizieren. „Dank der strukturierten Vorgehensweise, der bewiesenen Expertise in dem Kontext und nicht zuletzt entsprechendem Feingespür in Moderation und Koordination hat W&P erheblichen Anteil daran, dass deutliche Effizienzreserven gehoben wurden und die ERP-Um-setzung zeitgerecht erfolgte“, bestätigt Alexander Beer, CFO der Moll Betonwerke, den Projekterfolg. Wie das konkrete Vorgehen aussah? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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Best Case
24.01.2024
Das Familienunternehmen LAUDA Dr. R. Wobser GmbH & Co. KG, weltweit führender Hersteller von Temperiergeräten und –anlagen, hat mit seiner Unternehmensstrategie DRIVE 250 ambitionierte Wachstumsziele definiert. Teil dessen: DRIVE Digital. Darin werden Digitalinitiativen definiert, die Wachstum und Profitabilität mit Hilfe digitaler Technologien unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen. Zusammen mit Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurden mittels des Digital Excellence Ansatzes zentrale Bereiche der Digitalstrategie definiert, in einem Bottom-Up und Top-Down-Ansatz verifiziert und ausgearbeitet. Das Ergebnis? Kann sich laut Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter LAUDA, sehen lassen: „Mit dem Digital Excellence-Ansatz konnten wir unsere Digitalstrategie so ausgestalten, dass die Umsetzung genau auf unsere Organisation abgestimmt ist. W&P ist die für uns passende Boutique unter den Digitalstrategen.“ „Die Entwicklung der Digitalstrategie sollte fester Bestandteil jedes Strategieprozesses sein. Leider sieht die Realität im deutschen Mittelstand hierzu aktuell ernüchternd aus,“ so Dr.-Ing. Dirk Artelt, Geschäftsführender Gesellschafter W&P und Experte für Industriegüter. Wie das Team um Korbinian Richter, Experte Digitale Transformation bei W&P, im Rahmen des Digital Excellence Ansatzes konkret vorging? Jetzt im aktuellen Best Case lesen!
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News, 01.12.2023
01.12.2023
Komplexität, Dynamik und Turbulenzen der Märkte nehmen zu. Geopolitische Disharmonien, exogene Faktoren und neue Technologien wirken auf Strategien und Geschäftsmodelle ein. Die Herausforderungen, Aufgaben, aber auch die Chancen für Unternehmen und deren Führung sind umfangreich, neu, groß und riskobehaftet. Analytik, Kreativität, Mut, Entscheidungskraft und Umsetzungsstärke, sowie Resilienz der Entscheider, der Zukunftsgestalter, der intelligenten und innovativen Macher sind gefordert.
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News, 10.11.2023
10.11.2023
Was sind die relevanten Themen der Digitalisierung im Jahr 2024? Auf einer Skala von 1-10: Welche Trends scheuchen Unternehmen aus ihrer Komfortzone und welchen „Impact“ haben sie? Leiter Digitale Transformation bei Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) Sebastian Batton, wagt eine Prognose – im Trendradar 2024.
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Event, 03.02.2026 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Unsere digitale Veranstaltung zeigt Ihnen, wie KI zum echten Turbo für das Servicegeschäft wird. Erfahren Sie, wie moderne KI-Technologien Prozesse beschleunigen, die Servicequalität erhöhen und neue Umsatz- und Ertragspotenziale freisetzen. Branchenexperten demonstrieren anhand konkreter Praxisbeispiele, wie KI-Lösungen bereits heute im After-Sales erfolgreich eingesetzt werden. Dabei beleuchten wir sowohl die Chancen als auch die wichtigsten Herausforderungen der digitalen Transformation und zeigen praxiserprobte Ansätze, mit denen Serviceorganisationen nachhaltig zukunftsfähig werden.   Warum teilnehmen? Diese kompakte Veranstaltung richtet sich an Entscheider und Fachleute aus kapitalintensiven Industriegüterbranchen, die den nächsten Schritt in Richtung KI-gestützter Service-Exzellenz gehen wollen. Freuen Sie sich auf wertvolle Impulse, konkrete Anwendungsbeispiele und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Führungskräften.
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Publikation
25.05.2023
Betrachtet man die globale Situation genauer, so lassen sich drei primäre Herausforderungen ableiten, die es bezüglich Ihrer Auswirkungen auf die Unternehmen in dieser Kombination und Stärke so noch nicht gegeben hat: 1. Engpässe bei Ressourcen durch gestörte Lieferketten und Preissteigerungen 2. Entkopplung und Regionalisierung der Märkte 3. Inflation und Kaufkraftverluste Diese neuen Herausforderungen kommen zu den bekannten Herausforderungen wie Fachkräftemangel, geänderte Markt- und Kundenanforderungen, Umweltschutz und Nachhaltigkeit hinzu und erhöhen noch einmal massiv den Druck auf die Unternehmen, Maßnahmen zu ergreifen, um das Ergebnis auf ei- nem stabilen Niveau zu halten oder idealerweise zu steigern. Dabei kommt insbesondere den Kosten für Energie und Produktionsmaterialien, wie z. B. Rohstof- fen, Halbzeugen und Vorprodukten aktuell eine große Bedeutung zu, oder um es mit anderem Worten zu sagen: „Verschwendung können sich die Unternehmen nicht mehr leisten.“ Um unseren Kunden die Maximierung der ökonomischen und ökologischen Effizienz zu ermöglichen und Produktion und Supply-Chain fit für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu machen, hat Dr. Wieselhuber & Partner das „Smart Operations“- Konzept entwickelt.
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Best Case
20.04.2023
Die Windmöller & Hölscher KG (W&H) ist ein deutsches Maschinenbauunternehmen und international tätiger Anbieter von Extrusions-, Druck- und Verarbeitungsmaschinen zur Herstellung und Verarbeitung flexibler Verpackungen. Um den erfolgreichen Wachstumskurs von W&H zu unterstützen und strategischen Anforderungen gerecht zu werden, wurde es notwendig, die Transparenz und Steuerungsmöglichkeiten im F&E-Bereich weiter zu optimieren: Wie sollte ein aussagekräftiges F&E-Controlling zur Unterstützung eines professionellen​ F&E-Managements gestaltet werden?​ Welche KPIs/Informationen zur F&E sollten aus Stakeholder-Sicht zur Verfügung gestellt werden? Wie kann das F&E-Controlling implementiert und nachhaltig bei W&H verankert werden?​ Wie das Wieselhuber-Team um Simon Moser, Leiter Innovation & New Business, diese Fragen adressierte und entsprechende Maßnahmen auf den Weg brachte, ist im aktuellen Best Case zu lesen.
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Kommentar, 24.01.2023
24.01.2023
Das bisherige Paradigma preisoptimierter Beschaffung mit unbegrenzt globalisierten und performanten Lieferketten steht auf dem Prüfstand. Nicht nur die akuten Versorgungsprobleme bedeuten einen Stresstest für die Supply Chains. Die stark gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Transportkosten erhöhen den Druck ebenfalls signifikant. Strategisch stellt zudem der steigende Protektionismus die Lieferketten vor erhebliche Herausforderungen. Begriffe wie Reshoring, Friendshoring, Decoupling, Local-to-local und Glokalisierung machen die Runde. Alle Aspekte der bisherigen Wertschöpfungsarchitektur müssen kritisch beleuchtet werden:Wie sollten mittelständische Unternehmer ihr Unternehmen zukunftsorientiert ausrichten?Wie können Risiken in den Lieferketten frühzeitig transparent gemacht, bewertet und beherrscht werden? Wie können künftige Volatilitäten bestmöglich verkraftet werden?Ist die Regionalisierung der Wertschöpfungsarchitektur sinnvoll und machbar für eine stärkere Robustheit und Nachhaltigkeit? Sind Insourcing und eine größere Fertigungstiefe adäquate Stellhebel?Welche Rolle spielt eine Diversifikation der Beschaffung? Ist eine strategische Lagerhaltung gegenüber Just-in-Time-Konzepten das Gebot der Stunde?Und last but not least: Lassen sich digitale und effiziente Fabriken mit ihren sinkenden Skaleneffekten für modulare Supply-Chain-Netzwerke nutzen?Massiver Druck auf die LieferkettenSeit 2020 haben wir eine unvergleichliche Sequenz von disruptiven, temporären Ereignissen erlebt. Aber auch anhaltende Trends wie Fachkräftemangel, Inflation, Protektionismus und Handelsbarrieren erhöhen den Druck auf die Wertschöpfungsstruktur deutlich. Preisexplosionen, Lieferengpässe bis hin zu Produktionsstillständen, Hamsterkäufe und Überbestellungen (Bullwhip-Effekt) – es ist alles geboten. Diese aktuellen Probleme sind symptomatisch. Wir müssen erkennen, wie volatil unsere globalen Warenströme wirklich sind. Weder die politischen, noch die marktseitigen Rahmenbedingungen werden sich wieder, wie gewohnt, stabilisieren. Die einseitige Auslegung der Lieferketten auf die Ausschöpfung maximaler Kostenvorteile – ohne Kernfaktoren wie Risiken, Abhängigkeiten und Umwelteinflüsse – hat ausgedient.Durch die aktuellen Entwicklungen erleben Unternehmen, dass langfristige Kundenbeziehungen zum Asset werden. Die Verfügbarkeit von Artikeln schlägt die Kostenprämisse. Die aus der Not geborenen Taskforces werden zur Dauereinrichtung und zum agilen Nukleus innerhalb der Unternehmen. Bestehende Liefernetzwerke erweitern sich dynamisch. Lange überfällige Digitalisierungsinitativen werden in kürzester Zeit operationalisiert.Erleben wir aktuell ein lange überfälliges Fitnessprogramm in den Unternehmen? Wie lassen sich die gewonnenen Erfahrungen verstetigen, um eine größere Robustheit und Zukunftsfähigkeit zu erlangen? Reicht der aktuelle Management-Baukasten aus oder müssen komplett neue Wege gegangen werden?Die Stellhebel einer zukunftsfähigen Supply Chain – lean, green, digital, robustDie Zielsetzung ist eine robuste Supply Chain, die zudem effizient (lean), nachhaltig (green) und digital ist. Das Gebot der Stunde lautet strategische Neuausrichtung auf ein zukunftsfähiges Wertschöpfungsmodell.Konkret müssen acht Stellhebel optimiert werden:Transparenz schaffenPlanbarkeit erhöhenRisiken managenDigitalisierung und Analytics nutzenEffizienz steigernRobuste und agile Supply-Chain-Netzwerke gestaltenKonsequent auf Nachhaltigkeit ausrichtenMitarbeitende mitnehmenDie konkreten Ansatzpunkte sind vielfältig und unternehmensspezifisch. Sie betreffen sowohl taktische als auch strategische Elemente, wobei natürlich alle im Auge zu behalten sind.Nicht alle Risiken können vermieden werden. Doch lassen sich die relevantesten mit einem proaktiven Risikomanagement identifizieren, im Rahmen von Szenarien betrachten und auf Mitigationspotenzial durchspielen. Der W&P Supply-Chain-Control-Tower erlaubt eine Ende-zu-Ende-Transparenz in Echtzeit, um operative Risiken zu managen. Ein State-of-the-art Bestandsmanagement unter Zuhilfenahme von KI-gestützter, kollaborativer und integrierter Bedarfsvorhersage und Planung ermöglicht die gezielte Bevorratung, ohne jedoch das Working Capital und des Bestandsrisiko zu überreizen.Strategisch gilt es, die Wertschöpfungsarchitektur modularer und mit der richtigen Balance aus regionalen und globalen Anteilen, Redundanzen, Skaleneffekten und Spezialisierung zu gestalten. Ein mehrgleisiges Fahren und hybride Ansätze sollten hierbei in Erwägung gezogen werden. Die ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungstiefe unter Berücksichtigung von robusten, agilen und diversifizierten Liefernetzwerken und Kooperation/Koopetition ist notwendig. Darüber hinaus muss sich der Einkauf komplett neu aufstellen. Neben dem Preis gilt es Kernfaktoren wie das Ausfallrisiko, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Lieferperformance sowie Umweltaspekte zu bewerten. Fähigkeiten zur aktiven Unterstützung kriselnder Kernlieferanten müssen, wo notwendig, aufgebaut oder zugekauft werden.Produktseitig hilft ein aktives Portfoliomanagement, um den Fokus auf die margen- und umsatzträchtigen Produkte zu legen. Signifikante Potenziale für die Robustheit liegen schlussendlich auch in der Produktausprägung z. B. durch einen Produktbaukasten, Reengineering oder Software-Features.FazitDie aktuelle Dynamik durch disruptive Ereignisse und damit strategische Herausforderungen für die Supply Chain werden auf absehbare Zeit bleiben. Der Managementbaukasten aus operativer und digitaler Exzellenz ist in den meisten Fällen ausreichend, muss aber neu interpretiert werden. In der Anpassung und fokussierten Ausgestaltung der einzelnen Stellhebel liegt das größte Potenzial. Hierbei geht es nicht nur um radikale Lösungen, sondern oft auch um die fokussierte Identifikation der spezifischen und wirksamen Ansätze sowie deren Verankerung in der Organisation.
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Publikation
12.12.2022
Die bisherige Stabilität in unserem Wirtschaftssystem ist aus dem Gleichgewicht geraten – entsprechend umfangreich die Liste der Herausforderungen für das Top-Management in Familienunternehmen. Operativ sind „brennende“ Herausforderungen zu lösen: Adhoc müssen u.a. Lieferketten robust aufgestellt, Vermarktung neu gedacht, das Pricing der Inflation angepasst, Performance und Finanzierung gesichert werden. Gleichzeitig gilt es, langfristige Transformationsentscheidungen vor dem Hintergrund mächtiger Veränderungstreiber wie Nachhaltigkeit oder Digitalisierung in einen agilen Strategieprozess einzubinden. Die 25. Ausgabe unseres W&P Management Support ist gespickt mit Lösungsansätzen, direkten Erfahrungen unserer BeraterInnen aus laufenden Projektthemenstellungen, Projektbeispiele von Böllhoff, Medice und Hörmann inkl. Referenzaussagen unserer Kunden zum Nutzen und zum Mehrwert angewandter Tools und Methoden sowie Einschätzungen zur Markt- und Branchenlage.
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Publikation
18.10.2022
Der Begriff „Zeitenwende“ beschreibt das aktuell his- torische Ausmaß der Turbulenzen und Veränderungen aus langfristigen Megatrends und aktuellen Ereignissen im Vergleich zu den vergangenen Jahren sehr treffend. Ohne heute schon die Konsequenzen absehen zu können, wissen wir, dass im Unterschied zu den Boomjahren nach 2010 weder die Basisannahmen unseres Handelns (z. B. Frieden, garantierte Energieversorgung, funktionierende Lieferketten) noch die Ziele unseres Handelns (z. B. Wachstum, Wohlstand, Sicherheit) gewährleistet sind – ein Paradigmenwechsel! Die bisherige Stabilität in unserem Wirtschaftssystem ist aus den Fugen geraten.
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Kommentar, 07.07.2022
07.07.2022
Der Anstieg von Rohstoff-, Energie- und teilweise bereits Arbeitskosten schlägt sich aktuell in der Ergebnisrechnung von Unternehmen nieder. Und diese Entwicklung wird so bald nicht enden. Viele Controller werden dabei mit Herausforderungen konfrontiert, die sie bis dato nicht kannten. Denn während einige Unternehmen mit ausländischen Tochterfirmen in einem inflationären Umfeld vielleicht über ein geeignetes Instrumentarium verfügen, ist Inflation für die meisten Controller völliges „Neuland“, das einige Fragen für sie aufwirft:Bildet die Ergebnisrechnung die tatsächliche Ergebnissituation noch richtig ab bzw. wie sieht das inflationsbereinigte Ergebnis des Unternehmens aus?Werden insbesondere die Materialeinsatzkosten in der Ergebnisrechnung realitätsbezogen abgebildet?Inwieweit ist eine Standardkostenrechnung noch geeignet, um das Produktportfolio und das Unternehmen zielgerichtet zu steuern und wo sind Anpassungen nötig? Sind statische Kalkulationen noch angemessen oder bedarf es häufigerer Anpassungen?Sind die mit dem Kunden vereinbarten Preisgleitklauseln zur Erlössicherung ausreichend?Ist das Vertriebscontrolling richtig aufgestellt, um rasch auf steigende Einstandspreise zu reagieren und eine Antwort auf der Erlösseite zu finden?Wer sich also stabil aufstellen will, muss jetzt im Controlling handeln. Zunächst ist Transparenz darüber gefragt, wo und wie sich die Inflation im Unternehmen, in den Herstell- und damit in den Produktkosten niederschlägt. Dazu werden Instrumente benötigt, die die Auswirkungen des Inflationsgeschehen laufend beobachten und transparent machen.Dabei genügt vielleicht nicht mehr, einmal zu Beginn des Jahres Maschinenstundensätze oder Kostensätze als Kalkulationsbasis festzulegen. Stattdessen müssen ggf. die Materialpreise über Durchschnittswerte in einem kürzeren Intervall als bislang gleitende Durchschnitte über längere Perioden ermittelt werden.Management des Produktportfolios als wichtige ControllingaufgabeDie Zusammensetzung des Produktportfolios hat entscheidenden Anteil an der Ergebnissicherung in inflationären Zeiten. Die Konzentration auf Produkte, die in ausreichender Menge auf Basis der Verfügbarkeit von Vorprodukten - Stichwort „Lieferkettensicherheit“ - erstellt werden können sowie die Sicherung der prozentualen Deckungsbeitragsqualität (Deckungsbeitrag in Relation zum Erlös des Produktes) sind dabei wichtige Controllingprojekte.Die Deckungsbeitragsmarge wird dabei durch steigende Einstandspreise, insbesondere beim Material, bedroht. Um hier Entscheidungshilfen zur Portfoliosteuerung zu geben, sollte das Controlling sich nicht nur auf die rein „wertmäßigen“ Controlling-Größen wie z.B. den Deckungsbeitrag fokussieren. Vielmehr bedarf es eines „Drill Down“ in die mengenrelevanten Größen - ausgehend vom Produktergebnis. Wieviel Energieaufwand geht in welche Produkte ein, wieviel personelle Ressourcen sind nötig, um bestimmte Produkte zu fertigen? Welche „bedrohten“ Rohstoffmengen infolge von Lieferengpässen sind für welche Produkte erforderlich? Welche einzusetzenden Materialien sind besonders stark inflationsbedroht? Um derartige Fragen zu beantworten, ist ein vom Unternehmenscontrolling starker Fokus auf das Produktionscontrolling gefragt - oder zumindest eine enge Zusammenarbeit mit Produktion und Einkauf.Wachsende Bedeutung des Vertriebscontrolling zur Steuerung des PricingNeben der Optimierung des Portfolios unter Kostengesichtspunkten und der Suche nach Einsparungspotenzialen, kommt bei steigenden Einstandspreisen dem Pricing und damit der Optimierung der Erlöse große Bedeutung zu – was vor allem das Vertriebscontrolling fordert. Umfassende Transparenz bei der Erlös- und Konditionenqualität bei Kunden und Produkten ist dabei ein wichtiges Element. In welchen Kombinationen wird angesichts der steigenden Preise die beste Marge realisiert? Welche Preis-Mengen-Relationen sind zu erwarten? Welche Auswirkungen haben Anpassungen auf das Produkt- und Kundenportfolio? Diese Fragen lassen sich am besten auf Basis eines umfassenden Vertriebscontrollings mit entsprechenden Instrumenten beantworten.Interdisziplinärer Controllingansatz – Erfolgsfaktor in inflationären ZeitenBetrachtet man alle Einzelaspekte, die sich aus Inflationstendenzen und Preissteigerungen ergeben, so wird eines offensichtlich: Nur wenn alle Funktionsbereiche im Unternehmen zusammenarbeiten, kann den aktuellen Herausforderungen effektiv begegnet werden. Das Controlling muss seine Betrachtungsweise ausweiten und eine Vielzahl von Aspekten einbeziehen, die bislang nicht von Bedeutung waren. Nur wer schnellstmöglich resiliente Instrumente etabliert, wird auch im inflationären Umfeld Fuß fassen.
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Kommentar, 18.05.2022
18.05.2022
Aktuell denken viele Vertriebsverantwortliche beim Thema Digitalisierung des Vertriebs immer noch an Aufbau und Einführung eines e-Shops oder eine neue Website. Aber es geht um wesentlich mehr:Content is King: Der Kunde möchte rechtzeitig in der Customer Journey mit einer bedürfnisindividuellen Story abgeholt werden.Digital Natives werden Entscheider: Klassische „Vertreterbesuche“ sind in Zeiten von Digital Self- Services out. Es geht um die schnelle Informationsbeschaffung in der Geschäftsanbahnung und die Nutzung digitaler Tools in der persönlichen Vertriebsarbeit, um der „digitalaffinen“ Zielgruppe gerecht zu werden.Remote Selling: Spätestens die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Beratung und Verkauf via Videokonferenz effizient und zielführend sind. Nun gilt es diese Dynamik mitzunehmen und die Vertriebsstrukturen zu Gunsten der Hot-Lead Bearbeitung des Außendienstes neu zu ordnen und verkaufsaktive Innendienstbereiche zu etablieren.Omnichannel-Vertrieb: Digitale und klassische Vertriebswege verschmelzen zunehmend miteinander. Wer hier nicht handelt und Balance findet, riskiert den Anschluss zu verlieren. Im Kern sorgen die Veränderungstreiber nicht dafür, dass sog. „Verkäufer“ überflüssig werden. Es geht vielmehr darum, über passende Werkzeuge Kunden zielgerichteter und effizienter anzusprechen, einen möglichst hohen Automatisierungsgrad zu erzielen, um somit die Wertschöpfung im Vertrieb zu erhöhen.Lead-Management als Brücke zwischen klassischem und digitalem VertriebDas Informations- und Entscheidungsverhalten der Kunden hat sich verändert. Bevor ein potenzieller Kunde mit dem Unternehmen in Kontakt tritt oder eine Kaufentscheidung trifft, wird i. d. R. zuerst im Internet nach Themen und Lösungen recherchiert, was eine Vielzahl an Marktforschungsstudien belegen. D. h. die Kaufentscheidung bzw. Präferenz wird bereits größtenteils vor der klassischen Akquisephase beeinflusst. Das betrifft insbesondere Kaufentscheidungen erklärungsbedürftiger Produkte und Services im B2B-Umfeld. Die Kaufentscheidung kann jedoch signifikant beeinflusst werden, wenn dem potenziellen Interessenten (Lead) entlang der digitalen Customer Journey relevante Informationen und kaufentscheidende Kundenerlebnisse geboten werden. Unter Lead-Management versteht man deshalb sämtliche Prozesse und Maßnahmen, um Leads zu generieren, für den Vertrieb zu qualifizieren und letztendlich Kunden zu gewinnen.Wesentliche Erfolgsfaktoren des digitalen Lead-Managements sind:Effiziente, durchgängige VertriebsprozesseDie Entwicklung eines ersten Leads zum Kunden ist ein intensiver Weg, der eine strukturierte Vorgehensweise und eine enge Abstimmung zwischen Vertrieb und Marketing erfordert. Zunächst geht es darum, den Interessenten bestmöglich mit relevanten Inhalten durch das Marketing zu versorgen, mit dem Ziel im Gegenzug relevante Kundendaten abzugreifen. Besitzt der Lead eine gewisse Reife, wird dieser an den Vertrieb zur weiteren Bearbeitung übergeben. Der Zeitpunkt sowie die konkreten Kriterien der Übergabe werden im Rahmen des sog. Lead-Scorings festgelegt. Das Lead-Scoring ist entscheidend, damit keine Blindleistung im Vertrieb durch unqualifizierte Kontakte entsteht und somit nur Leads weitergeleitet werden, die das größte Potenzial aufweisen.Marketing als UmsatzturboDie Zeiten der klassischen Kaltakquise neigen sich dem Ende. Social Media Plattformen, Websites und das Internet avancieren zur Nr. 1 Quelle der Leadgenerierung. Marketing-Automation-Tools ermöglichen dabei die automatisierte und zielgerichtete Lead-Generierung und -Qualifizierung entlang der Customer Journey. Jede Aktion (z. B. Download Produktinformation), die ein Lead entlang der Customer Journey durchführt, wird automatisiert erfasst, bewertet und der Kundendatensatz angereichert (Nuturing) bzw. mögliche Folgeaktivitäten (z. B. Newsletter-Versand, Einladung Event) automatisch ausgelöst. Die Bereitstellung von wertvollen und konsistenten „Inhalten“ durch das Marketing, um das spezielle Interesse der jeweiligen Zielgruppe zu wecken ist dabei maßgeblich, denn wenn der potenzielle Kunde keinen Nutzen aus dem Inhalt zieht, wird es schwer, ihn an das Unternehmen zu binden.Datenmanagement als VertriebskompetenzDie wohl größte Veränderung des Lead-Management trifft den Vertrieb in Sachen Datenmanagement. Wurde das Customer-Relationship-Management-System (CRM) in der Vergangenheit oft als ungeliebtes Stiefkind zur Dokumentation von Angeboten und Besuchsterminen genutzt, so wird es zukünftig die zentrale Rolle als Datenbank der Kundeninformationen und Steuerungsinstrument einnehmen. Erst die 360° Kundensicht erhöht signifikant die Erfolgsquote bei Potenzialkunden. Hierfür ist ein geschlossenes Daten- Management und entsprechende Systemlandschaft bestehend aus Datenbanken (z. B. CRM), Content Management Systemen (CMS), Marketing-Automation- (MA) sowie Analyse-Tools (z. B. BI) notwendig. Die Analyse der Kundendaten sowie das Ableiten von Lead-Management- Kampagnen muss als Kompetenz im Vertrieb verankert werden. Um die dafür notwendige Datenqualität zu erhalten, ist ein entsprechendes Mindset zur Datenpflege Voraussetzung.FazitDer Digitalisierung im Vertrieb kann man sich nicht mehr entziehen. Lead-Management bietet jedoch die Möglichkeit den klassischen mit dem digitalen Vertrieb zu kombinieren und zudem das Effizienz-Niveau im Vertrieb anzuheben. Hierbei macht man sich die veränderte Informationsbeschaffung potenzieller Kunden, die mit der Digitalisierung einhergeht, zu Nutze. Mit Hilfe geeigneter Software-Tools werden die Potenziale entlang der Customer Journey für den Vertrieb identifiziert und qualifiziert. Diese „Vorqualifizierung“ gestaltet den eigentlichen Akquise- Prozess effizienter und zeitsparender.Insbesondere Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten und Services sollten deshalb über den Einsatz von Lead-Management nachdenken. Das heißt aber auch, dass sich das Rollenverständnis im Vertrieb ändern muss. Marketing übernimmt im Lead-Management eine stärkere Rolle in der „Neukundeakquise“ und die Analyse bzw. das Management von Kundendaten wird zur erfolgsentscheidenden Vertriebsdisziplin.Abb. 1: Marketing-Automation Plattform und Lead-Management
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03.02.2022
Die ganze Welt läuft über Prozesse. Immer mehr Unternehmen verstehen, dass eine der größten Quellen für Wettbewerbsvorteile aus der Optimierung der granularen betrieblichen Details stammt, da diese zu einer höheren Effizienz und vor allem Kundenzufriedenheit führen. Aus diesem Grund ist Process Mining immer weiter auf dem Vormarsch, sprich die Analyse der digitalen Spuren im Unternehmen zu analysieren, um so Geschäftsprozesse durch eine Verbesserung der Effizienz, Effektivität und Produktivität ihrer kritischen Arbeitsabläufe zu optimieren. Klassische Prozessverbesserungsmethoden wie z. B. Process Mapping greifen zu kurz, um fundamentale Schwachstellen im Prozess zu identifizieren und anschließend zu beheben. Heute laufen nahezu alle geschäftskritischen Prozesse in IT-Systemen ab. Als Folge sind die Kernprozesse durch unternehmensspezifische Anforderungen und systemische Vorgaben selbst zu komplexen Systemen geworden – zu individuell, zu häufig, zu vernetzt und zu verteilt, um sie manuell zu verwalten. Entscheidend ist, dass sich Unternehmen mit der Zeit verändern – sie expandieren, vergrößern sich, implementieren neue Systeme, führen Fusionen und Übernahmen durch, entwickeln neue Produkte, migrieren in die Cloud oder Ähnliches. Jede dieser Änderungen wirkt sich auf die Prozessumgebung aus, und macht sie zunehmend unübersichtlich und komplex. Ohne ein ganzheitliches Verständnis dafür zu haben, wie die Prozesslandschaft verknüpft ist und in der Realität aussieht, ist es unmöglich einen Kernprozess zu optimieren. Es braucht also einen datenbasierten Ansatz, um der Komplexität moderner Prozesslandschaften gerecht zu werden. Wenn die dem Prozess zugrundeliegenden Daten in den Mittelpunkt gestellt werden, gewinnen die Ergebnisse an Objektivität und die Durchführung an Geschwindigkeit. Mehr dazu im neuen W&P Dossier „Process Mining: Mit datenbasierter Transparenz zu verbesserter Leistungsfähigkeit“.
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Kommentar, 28.09.2021
28.09.2021
Alle Verantwortlichen in Unternehmen müssen täglich Entscheidungen treffen, müssen entsprechende Maßnahmen aufsetzen und ihre Umsetzung sicherstellen; je schneller, nachhaltiger und konsequenter, desto besser – unabhängig davon, ob es sich um strategische oder um operative Entscheidungen handelt. Dies erfolgt unter Einbeziehung der Betroffenen – auf Basis von Fakten, oder? Doch: Wie so oft liegt der Teufel im Detail – und in der Sichtweise. CEO, CSO, CTO, COO – jeder hat seine eigene Sicht der Dinge und damit seine „eigene Wahrheit“. Unterschiedliche Perspektiven, Auswertungen, Verdichtungen und damit unterschiedliche Fakten zu eigentlich gleichen Daten sind die Folge. Und egal ob Vertrieb, Operations oder Finanzbereich: Jeder wird an unterschiedlichen Zielen gemessen, jeder hat eigene Werte und Motive. Die Folge: Viele unfruchtbare Diskussionen und „Nicht-Entscheidungen“ im Management bzw. zwischen Management und Gesellschaftern.Dies macht gerade der Nachfolgegeneration in Familienunternehmen oft den Einstieg schwer. In einem solchen Umfeld erfordern Entscheidungen viel Erfahrung. Man muss die Sichten, Ziele und Motive, den Sinn und Zweck der Aussagen kennen, um sie richtig zu bewerten – und letztendlich im Kontext für das Gesamtunternehmen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Doch: Es gibt sehr zielführende Mittel und Wege, die fehlende Erfahrung durchaus wettmachen können.Betrachtet man beispielsweise die gesamte Wertschöpfungskette, also den Prozess vom Lieferanten bis zum Kunden über alle Funktionen und Legal Entities hinweg – neudeutsch „end to end“ –, spielen Partialsichten keine Rolle mehr. Die Dinge werden im Gesamtkontext schlüssig und transparent. Richtig angewandtes Process Mining und Data Analytics macht Schluss mit unterschiedlichen Blickwinkeln, und das faktenorientiert: Die Basis dafür sind alle verfügbaren Ist-Daten, also die komplette „Spur“, die z.B. ein Angebot oder ein Auftrag in den Systemen hinterlassen hat. Das betrifft alle Prozesse, nicht nur den – neudeutsch „Lead-to-Order“ oder „Order-to-Cash“ Prozess – und alle Auftrags-, Kunden-, und Produktstammdaten. Die Periode der Betrachtung kann dabei frei gewählt werden.Ein weiterer Baustein ist die Betrachtung aller Kosten über alle Legal Entities hinweg und auf tiefster Kostenstellenebene. Die (Ist-)Vollkosten werden über Kostentreiber wesentlichen Wertschöpfungsprozessen wie Produktion, Kundengewinnung oder Vertrieb zugeordnet. Prozess- und Kostenanalyse werden nach gleicher Logik segmentiert, was Regionen, Kundengruppen, Sortimente, Geschäftsmodelle oder Wertschöpfungstypen sein können. Dabei wird nie verdichtet, sondern immer in der Grundgesamtheit gearbeitet.Das Ergebnis: Ein klarer Blick darauf, wo wirklich Geld verdient wird, welche Stammdaten valide sind, ob Prozesse eingehalten werden, ob sie standardisiert sind. Entscheidungen können schnell und eindeutig getroffen werden – nicht (nur) mit Bauchgefühl und Erfahrung, sondern mit Fokus auf die schnelle Beseitigung von Ursachen ohne Schuldzuweisungen.Die weiter hohe Volatilität der Märkte, die entsprechend gefragte Reagibilität und Anpassungsfähigkeit der Unternehmen machen schnelle und zielsichere Entscheidungen künftig unverzichtbar. Die Nachfolgegeneration muss gleich richtig entscheiden – ohne erst im Detail zu eruieren, warum welcher Funktionsbereich seine Entscheidungen wie trifft. Künftig bedeutet „richtiges Entscheiden“ Entscheiden durch Daten und Fakten. Der Führungsstil setzt auf Transparenz – end-to-end, über Legal Entities hinweg, mit Blick auf die gesamte Wertschöpfung.
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Kommentar, 07.09.2021
07.09.2021
Kosten weiter senken, Prozesse optimieren, neue Software implementieren, Working Capital reduzieren, Governance verbessern. etc. Alles notwendig, die Pflicht des Management-Alltags. Es stärkt die operative Effizienz und trägt zur Überlebensfähigkeit des Unternehmens bei. Ist damit die erfolgreiche Zukunft des Unternehmens im Blick oder gar gesichert? Natürlich nein, denn auch der Grenzertrag dieser Maßnahmen bewegt sich irgendwann „gegen Null“.Zweifelsohne ist die perfekte Beherrschung des operativen Geschäftes ein wichtiges und solides Fundament, um sich mit den Herausforderungen und den Chancen der Zukunft intensiv und systematisch beschäftigen zu können. Es darf nur kein Alibi sein, sich den Zukunftsthemen zu versperren. Warum sich die Unternehmensführung und die Gesellschafter damit systematisch auseinandersetzen sollen und müssen, liegt in den zunehmend komplexen, dynamischen und strukturellen Veränderungen des Unternehmensumfeldes begründet. Ausprägungen dieses Strukturwandels und den damit verbundenen disruptiven Entwicklungen sind z. B. Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Migration, neue Technologien und nicht zuletzt Digitalisierung und die globale Pandemie. Die Welt ist mehr denn je „grenzenlos“ geworden. Zweifelsohne gibt es weitere branchen- und unternehmensspezifische exogene Einflussfaktoren, die auf Unternehmen und Märkte einwirken. Wie immer kann man diese als Bedrohungen oder als Chancen interpretieren.Strategen setzen sich früher, schneller, systematischer und konsequenter mit der Erkennung, Beurteilung und Nutzung von Megatrends auseinander. Sie nutzen den eigenen Zeit- und Wissensvorsprung und die Veränderungsdynamik zu ihrem Wettbewerbsvorteil und Nutzen. Ihr strategisches Timing ist weder zu früh – um nicht als ressourcenschwacher „Missionar“ zu scheitern – noch zu spät, um Kräfte für eine kaum noch zu gewinnende Aufholjagd zu verschwenden.Strategen fokussieren auf die zentralen Erfolgsfaktoren, sie besetzen schnell die Märkte und erhöhen stetig und systematisch die Markteintrittsbarrieren für Follower. Alles richtig und leicht gesagt, aber schwergetan, denn das Trägheitsmoment von Unternehmen und das Beharrungsvermögen von Menschen sowie das große Talent „sich gegenseitig mit intellektueller Brillanz zu beweisen, warum es nicht geht, bzw. es so nicht kommen wird“ sind typische Merkmale, die Zukunfts-Management als Management des Fortschritts erschweren. Oft fehlt es aber auch an der Begründung, am Nutzen und der fehlenden, überzeugenden Kommunikation für die Vorbereitung, den Eintritt und die Partizipation an einer anderen, neuen Welt. Erfolgreiche Führungskräfte hatten schon immer eine ausgeprägte Neugier, hohe Empathie und Sensibilität für Veränderungen. Sie schöpfen daraus Freude und Sinngebung für Ihre Arbeit. Erfolgreiche und überzeugende Strategen sind in ihrem Verhalten und Vorgehen stark outside-in geleitet. Sie haben als Beobachtungs- und Ausgangspunkt den oder die Kunden mit ihren Wünschen, Bedürfnissen und Bedarfen und sie berücksichtigen bestehende und vor allem neue potenzielle Wettbewerber. Das daraus entstehende Zukunftsbild wirkt als „Pull-Faktor“, um das Unternehmen auf den richtigen Zukunftspfad zu bringen und es auf Kurs zu halten. Dabei sind Stopps und Umwege durchaus normal, nur das Ziel und die zu erreichende Zukunft sollte man nicht aus den Augen vielen.Kreativität, Intuition, Agilität, Intelligenz, Resilienz, Mut, Überzeugungskraft, Durchsetzungsvermögen, messbare Fortschritte und Erfolgswille und natürlich Freude am Neuen und der Veränderung waren, sind und bleiben die notwendigen Voraussetzungen, um persönliche Perspektiven und die Zukunft des Unternehmens zu gestalten. Strategen sind Chancen-Sucher und Zukunftsgestalter. Davon kann ein Unternehmen und unsere Gesellschaft nie genügend haben.
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Kommentar, 19.08.2021
19.08.2021
Mit dem Ende der Urlaubssaison beginnen in vielen Controlling-Abteilungen die ersten Vorbereitungen auf die Planung 2022. Doch aktuell beeinflussen viele Unsicherheitsmomente die Planung: Coronabedingt können die Absatzerwartungen und materialbedingt die Produktionsfähigkeit eines Unternehmens stark schwanken. Gerade der Rohstoffmangel stellt für viele produzierende Unternehmen eine große Unbekannte dar, die sich über den Absatz auf den Umsatz und damit auf das Ergebnis auswirken kann.Klar: Zwar kann das Controlling durch die beste Planung das Problem der Rohstoffknappheit nicht lösen – es sollte aber in der Lage sein, dem Management geeignete Entscheidungsvorlagen zum Umgang mit dieser Situation an die Hand zu geben. Voraussetzung ist, statt mit starren Planungen verstärkt mit Szenarien und entsprechenden Prämissen zu arbeiten, die Absatzmöglichkeiten und Materialverfügbarkeit aufzeigen. Auf Basis eines „Was-wäre-wenn-Schemas“ kann das Management so Handlungsoptionen und Schubladenpläne vorbereiten. Je mehr Szenarien ein Controlling erarbeiten soll, desto aufwendiger wird jedoch der damit einhergehende Prozess der Planung. Die drängendste Frage ist meist, von welcher Absatzgröße realistischerweise auszugehen ist. Welche Menge an Produkten wird von welchem Kunden voraussichtlich nachgefragt? Diese Frage ist am schwierigsten zu beantworten – und doch hängen davon die notwendigen Beschaffungsmengen und die damit einhergehen Einstandskosten ebenso ab, wie die Berechnung, ob und in welchem Umfang die damit generierten Deckungsbeiträge die Gemeinkosten decken werden.Für die Lösung dieses Dilemmas gibt es zwei Wege:Der Vertrieb entwickelt eine umfassende Absatzplanung nach einzelnen Kunden, die eine intensive Abstimmung zwischen Vertrieb und Controlling voraussetzt. Erste Einschätzungen erfordern ein kritisches Feedback und mögliche Anpassungen. Je mehr Kunden, Produkte und zu planende Regionen, desto aufwändiger wird der Prozess. Was schon in „normalen“ Zeiten ein herausforderndes Unterfangen mit hohem Arbeitsaufwand für das Controlling war, wird nun durch äußere Einflüsse potenziert. Ein anderer Ansatz ist, die Absatzplanung mit Instrumenten der Künstlichen Intelligenz (KI) in Angriff zu nehmen und auf Basis historischer Daten und Algorithmen unterschiedliche Prognosen zu erstellen. KI-basierte Systeme, die für die Planung 2022 exogene Faktoren und Unsicherheitsmomente mitverarbeiten, können folglich die Unternehmensplanung in einem volatilen Umfeld sehr hilfreich unterstützen und den Arbeitsaufwand in Controlling- und Vertriebsabteilungen erheblich reduzieren. Fazit?Die Tage einer starren Planung sind (spätestens 2021) gezählt. Wer in seinem Unternehmen einerseits den Arbeitsaufwand bei vielfältig wirkenden und damit zu planenden Einflussfaktoren begrenzen und andererseits die Planungsgüte trotz unsicherer Zeiten und Umfeldbedingungen verbessern will, der kommt an KI-gestützten Systemen und Planungsmethoden nicht mehr vorbei. Denn die Entscheidungsmöglichkeiten, die sich auf die Daten des Controllings stützen, werden so deutlich sicherer. Nur so wappnet sich das Management für Situationen, die eine starre Planung nur begrenzt vorwegnehmen kann.
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Kommentar, 01.06.2021
01.06.2021
Heute geht es um Agilität, um Transparenz, um schnelle faktenorientierte Entscheidungen. Corona hat gezeigt, die Reagiblen, die wohl Strukturierten, die Digitalen sind – branchenunabhängig – die Gewinner.Erfolgsfaktoren liegen in der Basis: Konsistente, valide und einheitliche Daten, Standards in den Prozessen und End-to-End-Prozesse. Es geht nicht mehr darum, die Dinge auf individueller Ebene festzuschreiben und via Pflichtenheft in Software abzubilden. Technische Verfügbarkeit und Performance sind nach wie vor zentrale Anforderungen an „die IT“, heute kommt jedoch An-wendungswissen dazu. „Die IT“ der Zukunft ist Business Partner mit Domainwissen, ist Scout, wenn es um neue Anwendungen und nutzbare Standards geht. Plattformen, die sowohl hochstandardisiert als auch flexibel ausgestaltet sind, spielen in der künftigen Systemarchitektur die entscheidende Rolle.ERP-Systeme sind Bestandteil dieser Infrastruktur, sie sind der „Backbone“ des Unternehmens. Als zentrales betriebswirtschaftliches System bilden sie die Geschäftsmodelle als digitaler Kern des Unternehmens ab. Das ERP-System ist somit die „Single Source of Truth“ des Unternehmens bzw. muss es sein. Es liefert die für alle Geschäftsprozesse nötigen Daten und Services, sichert diese, bereitet datenbasierte Entscheidungen vor oder trifft einige sogar „selbst“ durch künstliche Intelligenz.Das ERP-System ist somit Grundlage und Voraussetzung jeder digitalen Transformation. Es unterstützt und agiert auf den digitalen Plattformen und bildet neue Geschäftsmodelle ab. ERP-Systeme sind die Datendrehscheiben, die es dem Unternehmen ermöglichen, sowohl intern als auch extern Daten zu erfassen und zu sammeln, sie zu interpretieren und zu nutzen, um sich so durch intelligente Entscheidungen mit effizienten Prozessen einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb zu verschaffen. Das ERP-System entscheidet somit über Skalierungsniveau und Wettbewerbsfähigkeit.Wie ist das ERP-System optimal aufzustellen?Das richtig aufgesetzte ERP-System ist der Grundstein jeder digitalen Transformation, es sorgt dafür, dass der Umbau des Unternehmens auch wirklich funktioniert. Basis ist nicht „das Ist“, sondern klar strukturiert, die Geschäftsmodelle der Zukunft zielorientiert, ihre spezifischen Prozessanforderungen und nutzbare Standards und Applikationen. Ausgangspunkt ist also ein klares Zielbild von Daten, Prozessen und damit der Systemarchitektur. Das ERP-System verbindet alle Waren- und Werteflüsse, es kalkuliert Aufträge und bewertet deren Rentabilität und es plant Produktion, Distribution und Verkauf. Von den Stammdaten über Produkte und Services bildet dieses System die Schnittstelle zu Kunden, ihren Aufträgen, zu Lieferanten, zu Produktion und Vertrieb.Erfolgsentscheidend sind valide Daten und Standards in Prozessen und Schnittstellen – nur dadurch und nicht durch „Individualprozesse“ entsteht Flexibilität und Geschwindigkeit. Nur so gelingt der Aufbau eines kompletten „Öko-Systems“ – also die Einbindung von Partnern wie Kunden und Lieferanten in die komplette Wertschöpfungskette. Alles andere bleibt Stückwerk und „Gefrickel“. Die häufig eingeschränkte Sicht einzelner Funktionsbereiche, das „Silodenken“, steht dem entgegen. Der Blick muss erweitert werden, die End-to-End-Sicht muss in die Köpfe.Die zentrale Chance, dies mit der Konzeption der Systemarchitektur und einer ERP-Einführung zu erreichen heißt: Greenfield-Prozesse, also keine Ist-Aufnahme, keine Bewertung von „Besser oder Schlechter“ und keine Ableitung des kleinsten gemeinsamen Nenners. Es muss klar sein, was Prozesse und Daten leisten müssen. Das „Wie“ wird auf der Basis von Use Cases dargestellt und durch die betroffenen Mitarbeiter beurteilt und bewertet. Also – für alle gleich neu – alle mit End-to-End-Sicht. Auch die IT-Abteilung muss mitgenommen werden – denn für sie heißt es meist: Abgabe von Verantwortung für technische Verfügbarkeit und Performance gegen „Neuland“, was Applikationen angeht.Wie kann die Lösung aussehen?Das Zielbild ist entscheidend. Ausgehend von Unternehmensstrategie, Geschäftsmodellen und damit der „Prozessleistung“ werden die Ziele für ein ERP definiert und funktionale Hypothesen aufgestellt.Ist das Ziel definiert, muss sich intensiv mit dem zukünftigen Datenmodell und den Prozessen auseinandergesetzt werden. Entscheidend ist der Grundansatz – die globalen Datenströme End-to-End vom Kunden her denken und die Prozesse daran auszurichten. „Ins Unterholz“ führen alle Detailansätze auf Datenbankebene und Feldinhalte zu definieren.Im „Operating Modell“ – also im Zielbild für den ein-geschwungenen Zustand – ist die IT-Organisation Business Partner und Innovationstreiber, mit neuen Anwendungen und Services für die zu unterstützenden Prozesse und Schnittstellen. Den Unterbau bildet dabei eine IT-Infrastruktur, die skalierbare Cloud-Lösungen und selbstbetriebene Systeme als hybrides Modell vereint.Bei der Weiterentwicklung eines ERP-Systems sind noch weitere Erfolgsfaktoren zu beachten: Zum einen sollte auf Best-Practice-Lösungen gesetzt, andererseits so standardnah wie möglich implementiert werden. Für die End-to-End-Betrachtungen sind übergreifende Teams zu bilden und früh Process Owner festzulegen. Die Use- Cases als Beispiele für die Prozessmodelle sind durch alle Phasen der Implementierung zu verifizieren, angefangen vom Prozess Design über die Umsetzung, Testing bis hin zur Abnahme, Go-Live und Hypercare-Phase.Last but not least benötigt es an der einen oder anderen Stelle auch etwas Mut. Nicht jede durchdachte Prozessvariante wird in Zukunft benötigt und muss (in der ersten Phase) umgesetzt werden.FazitDie Anforderungen an ERP-Systeme werden größer, die Einsatzfelder immer breiter. Daher gibt es keine Patentlösung für die ERP-Einführung. Allerdings ist die Richtung klar: ERP wird als Integrationsplattform und digitaler Kern eine immer größere Rolle spielen. In diesem Spannungsfeld, aus performantem ERP-System mit hohem Standardisierungsgrad sowie gleichzeitig ausreichender Flexibilität und Reagibilität für das Erfüllen der Anforderungen von Funktionen und Kunden, findet die digitale Transfromation statt. Die Unternehmen, die dies in Ihrer ERP-Roadmap berücksichtigen, sind mittel- und langfristig gut aufgestellt und fit für die Zukunft.
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Best Case
27.04.2021
Liefertreue erhöhen, „Feuerwehraktionen“ adé: Mit diesem Ziel startete das W&P Projektteam bei Lenze SE, Hersteller und Entwickler für Antriebstechnik und Automation. Mit einem end-to-End Prozessansatz wurde der Order-to-Cash Prozesse datenbasiert analysiert – um dann mit entsprechenden Maßnahmen die Durchlaufzeiten zu reduzieren, die OTD (On Time Delivery) zu steigern und die Prozessstabilität zu verbessern. Christian Wendler, CEO von Lenze SE: „In dieser Art und Weise hat noch niemand eine so wertschöpfende Prozessanalyse gefahren. Die Themen wurden klar identifiziert und quantifiziert.“ Wie genau die Skalierung der Prozesse gelang und welche Erfolgsfaktoren dabei eine entscheidende Rolle spielten? Mehr im aktuellen Best Case.
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Publikation
15.10.2020
Egal ob im Rahmen der Digitalen Transformation eines Unternehmens, des Kaufs oder Exits: Nur Transparenz über Daten-, Prozess- und Systemarchitektur macht deutlich, wie zukunftsfähig ein Geschäftsmodell ist, wo Kaufpreisabschläge notwendig sind – oder aber bereits geleistete Investitionen und Potenziale der Zukunft kaufpreissteigernd berücksichtigt werden müssen. Bessere Daten, eine bessere Verknüpfung unterschiedlicher Daten und ihre zentrale Vorhaltung werden zu Wertetreibern für Unternehmen. Doch: Wie Transparenz schaffen? Der W&P Daten-, Prozess- und Systemaudit (DPSA) ist der zentrale Startpunkt zur Entwicklung eines Datenmodells und damit eines datengetriebenen Geschäftsmodells. Einerseits kann es zur Status Quo-Bestimmung für den Start bzw. die Weiterentwicklung der Digitalen Transformation genutzt werden, andererseits als Zusatzbaustein zur Financial Due Diligence.
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Publikation
13.02.2020
Die Marktreife digitaler Werkzeuge wie KI, Objekt- und Spracherkennung, Digitaler Zwilling sowie zahlreicher IoT-Plattformen hat den Service in den letzten Jahren fundamental verändert. Viele Servicekonzepte wie Fernwartung, prädiktive und präskriptive Wartung und Hochverfügbarkeitsdienste, sind nun wirtschaftlich realisierbar. Diese digitalen Treiber ermöglichen eine höhere Effizienz im Back-End und einen höheren Individualisierungsgrad im Front-End. Mehr noch: Sie machen Service zum Werttreiber des Unternehmens. Doch welche strategischen Fragestellungen müssen auf dem Weg zur Service-Exzellenz beantwortet werden? Welche Stellhebel optimiert? Antworten darauf im neuen W&P Dossier „Top-Management-Agenda: Service-Exzellenz ̶ Ertragssicherung in schwierigen Zeiten“.
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Event, 26.11.2025 (Beendet)
Digitalevent
Beendet
Carve-Outs gehören zu den komplexesten Restrukturierungsinstrumenten. Sie verbinden strategische Neuausrichtung mit rechtlichen, finanziellen und operativen Fragen und können richtig umgesetzt sowohl Krisen vorbeugen als auch in schwierigen Situationen den Fortbestand sichern.In unserem Executive Dialog zeigen wir, wie Sanierungsfähigkeit geprüft, operative Trennungen umgesetzt und rechtliche Herausforderungen gemeistert werden können. Ergänzend beleuchten wir Finanzierungsansätze wie Staple Financing und diskutieren in einer Werkstatt-Runde praxisnahe Lösungsansätze für erfolgreiche Carve-Outs.
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Publikation
26.09.2019
Die Automatisierung, Robotisierung und Digitalisierung der Industrie ist nicht zu stoppen. Mit den Ankündigungen der EU-Kommission, 20 Milliarden Euro in KI-Technologien zu investieren, und der Bundesregierung, 40 Milliarden Euro für die digitale Wende bereitzustellen, sendet die politische Führung ein aus drei Gründen wichtiges Aufbruchsignal: Erstens beweist diese politische Unterstützung auf europäischer Ebene den Willen, den Standort Deutschland und Europa wettbewerbsfähig gegenüber Nordamerika und Asien zu halten. Der wichtige Beitrag der Digitalisierung zu einer nachhaltigen Arbeitsplatzsicherung wurde erkannt. Zweitens wird die Digitalisierung als positive Veränderungskraft in unserem Leben vorgestellt. Diese Botschaft hilft dem Top-Management die digitale Evolution in Ihrem Unternehmen mit besserem Verständnis und höherer Akzeptanz bei allen Mitarbeitern voranzutreiben. Drittens wird mit diesen angekündigten Investitionsoffensiven kleinen und mittelständischen Unternehmen finanzielle Unterstützung angeboten, um in Zukunftstechnologien zu investieren. Trotzdem zögern noch viele Manager auf den Digitalisierungsweg mit aller Konsequenz einzuschwenken. Die Herausforderungen sind vielfältig: eine unklare Zukunftsvision, eine fehlende Synchronisierung der Unternehmens- und Digitalisierungsaktivitäten, schwer messbare Potenziale oder einfach eine Überdosis an englischen Begriffen und Akronymen. Was die Digitalisierung strategisch, operativ und organisatorisch für Sie bedeuten kann, wie Sie Ihre individuelle Digitalisierungsstrategie entwickeln können, welche Umsetzungsoptionen existieren und wer letztendlich zum digitalen Leader werden kann, das alles möchten wir Ihnen hier auf Basis unserer praktischen Erfahrung strukturiert und ganzheitlich vorstellen. Uns ist bewusst, dass die digitale Evolution in hohem Maße branchen- und unternehmensindividuell angegangen werden muss. Aus diesem Grund arbeitet unser Digitalisierungsteam immer in engem Schulterschluss mit unseren Branchenspezialisten und mit dem Kundenteam zusammen. Um dem branchen- und unternehmensindividuellen Aspekt in der vorliegenden Unterlagen Ausdruck zu verleihen, haben wir an vielen Stellen konkrete Anwendungsfallbeispiele aus der Praxis skizziert.
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Publikation
04.06.2019
In Zeiten unsicherer gesamtwirtschaftlicher Prognosen stehen in Familienunternehmen robuste Vorbereitungsmaßnahmen im Fokus. Dauerbrenner: die Strategie. Es gilt das Dilemma der Unternehmensführung zwischen Risikobewertung, Flexibilität und Kreativität wirkungsvoll zu lösen. Einen zweiten Blick verdient auch ein Asset, das nicht in der Bilanz steht: Der Kunde. Wer ihn in den Mittelpunkt stellt, eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe pflegt, hat Zukunft. Das „Kraftfeld Kunde“ schafft dabei konkurrenzlosen Kunden-Mehrwert. Wie? Mehr hierzu in der aktuellen Ausgabe des Management Support.
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Publikation
21.03.2019
Volle Regale, guter Preis und Lage, Lage, Lage – das waren über Jahrzehnte die Erfolgsrezepte des stationären Einzelhandels. Neue Filialen galten als Wertetreiber, denn sie bedeuteten mehr Umsatz, dadurch bessere Konditionen bei der Industrie und eine Degression von Logistik- und Verwaltungs- kosten. Das ist heute nicht mehr so. Attraktive Standorte sind schwer zu finden und allerorts sinkt die Besucherfrequenz. Die bisherige Allzweckwaffe „Preisrabatt“ ist stumpf geworden. Durch die hohe Transparenz und die immer kürzeren Beschaffungszeiten der Online-Shops hat sich der Preiswettbewerb zunehmend ins Internet verlagert. Warenverfügbarkeit und ein angemessenes Preisleistungsverhältnis sind noch immer notwendige Bedingungen – hinreichend für stationären Erfolg sind heute jedoch andere Faktoren.
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Publikation
14.12.2018
Virtuelle Personalplattformen und -netzwerke entscheiden über den Zugang zu Bewerbern. Der kommunikative Austausch zwischen Mitarbeitern läuft parallel zu bzw. integriert in den sozialen Netzwerken. Technologischer Fortschritt macht erworbene Kompetenzen obsolet. Entscheidungen in Unternehmen werden immer häufiger von Maschinen auf Basis von Algorithmen getroffen. Wenngleich die Dramatik des Wandels für viele Unternehmen sicher etwas geringer sein dürfte, so steht doch in vielen Unternehmen heute die Auswirkung der aktuellen Dynamiken auf die Organisation weit oben auf der Agenda. Dabei steht außer Zweifel, dass das Top-Management gefordert ist, die Organisation „fit für die Zukunft“ zu machen. Es kann nur mit wenigen Entscheidungen dem Unternehmen so sehr „seinen eigenen Stempel aufdrücken“, wie bei der Gestaltung der Organisation. Doch was sind die konkreten Weichenstellungen bei der zukünftigen Definition der Unternehmensorganisation und worauf kommt es bei der Umsetzung an? Diese und weitere Themen der Agenda des Top-Management stehen bei dieser Ausgabe des Management Support im Fokus und liefern Ihnen als Gestalter des Wandels in Ihrem Unternehmen hoffentlich wieder Impulse mit Mehrwert für den operativen Alltag.
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Event, 30.10.2025 (Beendet)
München
Beendet
Die zunehmende Komplexität und Häufung von Krisen stellt Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Einrichtung eines effizienten Krisenmanagements zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen der Konferenz werden praxisnahe Ansätze zur Risikoanalyse sowie deren Bedeutung für eine belastbare Unternehmensführung beleuchtet. Ein besonderer Fokus liegt auf den Auswirkungen aktueller Entwicklungen auf Ratingverfahren sowie auf Business Continuity Management (BCM) und Krisenmanagement als zentrale Säulen unternehmerischer Resilienz.Fundierte Einblicke, spannende Diskussionen und konkrete Handlungsempfehlungen - von der Prävention bis zur erfolgreichen Bewältigung von Krisensituationen ist inhaltlich alles geboten.Christian Neeb, Senior Manager im Bereich Profit & Controlling Excellence bei W&P, spricht um 10:45 Uhr über „Business Performance Management: Risiken vorbeugen, Ergebnisse sichern und Maßnahmen treffen."Eine detaillierte Agenda finden Sie hier.
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Publikation
24.05.2018
Auf breiter Front verändern sich Geschäftsmodelle und deren Logik. Disruptive Angriffe von außen gefährden aktuell die Erfolgsbasis bestehender Geschäfte und damit ihrer Ertragsquellen. Was heißt das für den CFO? Seine Rolle verändert sich: Gefragt sind zukunftsorientiertes, unternehmerisches Denken jenseits des „business as usual“ bestimmt durch Budget-, Reporting-, Controlling- und Finanzierungsprozesse. Wie er diesen Herausforderungen als gestaltender Risikomanager am besten begegnet?
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Publikation
12.12.2017
Entscheiden war das Credo, unter dem wir die vergangene Ausgabe unseres Management Supports gestellt hatten. Die richtigen und wichtigen Entscheidungen zu treffen stand sicherlich auch bei Ihnen in den vergangenen Wochen und Tagen im Rahmen der Planungs- und Budgetrunden 2018 oben auf der Agenda. Aber was kommt danach? Machen! Der aktuelle Management Support kann Ihnen hierbei in dreierlei Weise behil ich sein: Als Beleg, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Als Impulsgeber für Themen, die Sie noch nicht auf dem Schirm hatten. In den seltensten Fällen vielleicht auch zur kognitiven Dissonanzreduktion, im Falle unglücklich getroffener Entscheidungen. In jedem Fall aber hoffentlich als Management Support – nomen est omen – und damit hilfreicher Impuls für Ihren operativen Alltag. Wir wünschen Ihnen wie immer eine angenehme und interessante Lektüre und stehen Ihnen natürlich jederzeit gerne für Rückfragen zu Verfügung.
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Unsere Experten
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Performance ganzheitlich neu ausrichten

In den aktuell anspruchsvollen Zeiten reichen weder Reaktivität noch passive Proaktivität: Champions der Transformation richten gerade jetzt im Rahmen der Business Transformation die zentralen Dimensionen ihres Geschäfts neu aus – und zwar umfassend zukunftsgerichtet auf ein strategisches Zielbild der Gesamtorganisation. Damit entscheiden sie sich mit zielgerichteten und ergebniswirksamen Maßnahmen für eine Zukunft, in der das eigene Unternehmen nachhaltig prosperieren wird. Neuausrichtungen des Unternehmensportfolios mittels Post Merger Integrationen oder Carve-Outs spielen dabei gleichfalls eine zunehmend zentrale Rolle. 

Business Transformation im Sinne einer Neuausrichtung, geschieht nicht zum Selbstzweck, sondern wird von Champions als konsequentes Resultat ihrer zumeist bereits existenten langfristigen Vision und Mission sowie ihrer subsequenten mittelfristigen Strategie aktiv vorangetrieben. Diese Unternehmen haben ein klares Verständnis davon, wie ihre Geschäftsmodelle in ihren jeweiligen Marktsegmenten auch in verschiedenen Zukunftsszenarien weiterhin effektiv und effizient wirken werden. Aus diesem Rahmenwerk ergibt sich sodann der Blueprint zur Neuausrichtung aller relevanten Geschäftsdimensionen – die strategischen Leitplanken der Business Transformation in den Dimensionen:

  • Operational Excellence 
  • Digital Excellence 
  • Cost & Controlling Excellence 
  • HR Excellence & Change 

W&P unterstützt nicht nur bei der Ableitung dieser richtungsweisenden Transformationsleitplanken aus ihrem strategischen Zielbild, sondern auch bereits bei der vorgelagerten Strategieentwicklung mit tiefgreifender Expertise auch in hochspezifischen Branchen.
“„Business Performance Improvement“ verstehen wir nie nur als singuläre, rein funktionale Aufgabe, sondern vielmehr als Gesamtsicht im Sinne einer umfassenden Transformation, den Erfolg und die Profitabilität unserer Kunden strategiebasiert und nachhaltig zu unterstützen und zu verankern”
Jens Ekopf
Managing Partner
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Leistungen

Wir unterstützen Sie bei
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Operational Excellence
  • Supply Chain Management
  • Procurement Excellence
  • Production & Footprint Excellence
  • Logistik
  • After Sales / Service
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Digital Excellence
  • Digitalstrategie und Digitale Roadmaps
  • Prozessdigitalisierung und Process Mining
  • Datenstrategie und Advanced Analytics
  • Business Intelligence
  • Prozessmanagement
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Cost & Controlling Excellence
  • Effizienz und Effektivität in den SG&A Bereichen
  • Overhead Benchmarking
  • Moderne und strategiefokussierte
  • Steuerungssysteme
  • Moderne Kosten-rechnungs- und Reportingsysteme
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HR Excellence & Change
  • HR Strategy & Organisation
  • Employee Lifecycle Mgmt.
  • Change & Stakeholder Mgmt.
  • Management & People Performance Review
  • HR & Corporate Culture Assessment
Human Resources & Change: Unterstützung der ganzheitlichen Business Transformation
Das HR-Management agiert heute in einem komplexen Wirkungsfeld: Es muss steigende Risiken (von Compliance bis Employer Branding), unklare Rollenzuweisungen, kulturelle Spannungen sowie divergierende Stakeholder-Interessen simultan adressieren. Diese Herausforderungen verdichten sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, hybrider Arbeitsmodelle und des wachsenden Anspruchs an sinnstiftende Tätigkeiten.
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Ausgewählte Referenzen

W&P bei Windmöller Hölscher: Optimierung des F&E Controlling
Die Windmöller & Hölscher KG (W&H) ist ein deutsches Maschinenbauunternehmen und international tätiger Anbieter von Extrusions-, Druck- und Verarbeitungsmaschinen zur Herstellung und Verarbeitung flexibler Verpackungen.
W&P bei Medice: Entwicklung einer strategischen Digitalisierungs-Roadmap
MEDICE, ein inhabergeführtes Familienunternehmen aus Iserlohn, ist Hersteller und Entwickler von Arzneimitteln und an drei Standorten in Deutschland und knapp 50 Partnern weltweit aktiv.
W&P bei Böllhoff: Benchmarking der zentralen Gruppenfunktionen
W&P bei Hörmann: Einführung einer Produktergebnisrechnung
Die Unternehmensgruppe Hörmann ist ein Industriekonzern mit vier Geschäftsfeldern - Automotive, Engineering, Communication und Intralogistics. Das Familienunternehmen ist weltweit aktiv und verfügt über 27 Tochtergesellschaften.
BI-Vertriebsreporting: W&P bei Risse + Wilke
Der bekannte, größte Feind der Digitalisierung? Excel! Darum stand für den namhaften deutschen Hersteller von Kaltband und kaltgewalztem Bandstahl, Risse + Wilke, fest: Das Vertriebsreporting, das bis dato weitgehend in Excel und über ein SAP Business Warehouse stattfand, brauchte ein Update.
W&P bei LAUDA: Digitalstrategie im Kontext der Unternehmensstrategie
Process Mining: W&P bei Lenze SE
Liefertreue erhöhen, „Feuerwehraktionen“ adé: Mit diesem Ziel startete das W&P Projektteam bei Lenze SE, Hersteller und Entwickler für Antriebstechnik und Automation.
W&P bei LAUDA: Digitalstrategie im Kontext der Unternehmensstrategie
Best Case: MIT ERP zu mehr Organisationseffizienz
Best Case: Datengestützte Portfoliooptimierung
Best Case: Chancen des Metaverse
Best Case: Equipment-as-a-Service für Werkzeugmaschinen
W&P bei Theben: Steigerung der Marketing- und Vertriebsperformance
W&P bei InfraServ Gendorf: Evaluierung von Wachstumschancen und Kostensenkungspotenzialen
W&P bei Böllhoff: Post Merger Integration und strategische Neuausrichtung
Die Unternehmensgruppe Böllhoff, Familienunternehmen in 4. Familiengeneration, ist weltweiter Partner für 360° Verbindungstechnik mit Montage- und Logistiklösungen. Anfang 2021 erwarb das Unternehmen die Verbindungselemente Engel GmbH – ebenfalls ein Familienunternehmen.
W&P bei Streifeneder: Digitalstrategie für Effizienz und Ergebniswirkung
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Unsere Branchen

Industriegüter & Automotive
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