Und jetzt stellen viele fest: Es ist zu viel Sand im Getriebe. Die Ursachen hierfür sind vielfältig:
- Doppel- und Mehrfachstrukturen erschweren Führbarkeit, erhöhen Komplexität, verringern Flexibilität und drücken auf die Fixkosten
- Unterschiedliche Systeme (IT, Kennzahlen, Reporting) verhindern effiziente Steuerung
- Neue Verhaltensweisen (z. B. Führungskräfte im Home Office) und Generation Z verändern die Kultur
- Erfolgsrezepte der Vergangenheit behindern Veränderungsbereitschaft und Flexibilität
- Die Integration von Zukäufen verläuft halbherzig
- Das richtige Maß an Zentralität und Dezentralität in den Funktionen wird nicht gefunden
- Performancehemmer („Liebste Kinder“, „alte Zöpfe“, „heilige Kühe“) werden nicht konsequent hinterfragt
- Wachstum oder Schrumpfung führen dazu, dass der organisatorische Maßanzug zwickt
- Verankerung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit hinkt den zahlreichen losgetretenen Initiativen hinterher
- Dem Fachkräftemangel wird mit Personalpolitik begegnet, nicht mit einer Neuorganisation
- Prozessbrüche, nicht aus Kundensicht zu Ende gedachte End-to-End-Prozesse sowie ungeregelte Schnittstellen verhindern Effizienz
Die Reorganisation oder zumindest eine evolutionäre Weiterentwicklung ist in vielen Unternehmen überfällig. Die Organisation muss wieder der Motor der Strategie werden und die Performance stützen und treiben. Egal, ob ganzheitlich oder modular Organisationsthemen sollten strukturiert, faktenorientiert und mit dem notwendigen „Fingerspitzengefühl“ angegangen werden.
Wer erfolgreich Organisationsberatung betreiben will, muss diese Veränderungen proaktiv berücksichtigen, gleichzeitig aber auch die Unternehmensziele, die persönlichen Perspektiven von Inhabern, Führungskräften berücksichtigen und in Einklang bringen.








