München, 08.10.2018

Digitales Schwaben: Bitte nur mit Mehrwert!

Investitionen in die Digitalisierung nach dem Prinzip „Hoffnung“? Das funktioniert nicht. Vielmehr muss die digitale Transformation Teil der Unternehmensstrategie sein – und letztlich die Renditen des Unternehmens steigern. Wie? Darüber diskutierten rund 70 schwäbische Familienunternehmen, Vertreter von Wissenschaft und Politik beim Unternehmersalon von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) und dem Wirtschaftsbeirat Bayern in Augsburg.

Für den bayerischen Wirtschaftsminister Franz-Josef Pschierer macht Digitalisierung ohne Mehrwert keinen Sinn. Der bayerische Mittelstand müsse deshalb die Chance „Digitalisierung“ für neue Produkte, Geschäftsmodelle und Veränderungen in den Wertschöpfungsketten jetzt nutzen. „Die digitale Transformation ist dabei kein Selbstzweck, sondern muss direkt auf die GuV wirken!“, unterstreicht auch Jean-Francois Pauly, Leiter Digitalisierung bei W&P. „Wer das Thema Digitalisierung richtig angeht, reduziert Prozess- und Strukturkosten und steigert seinen Umsatz.“

Dazu Erich Schulz, Geschäftsführer Erich Schulz GmbH & Co. KG für die SHK-Branche: „Digitale Prozesse, die wir vor Jahren angestoßen haben, zeigen heute schon Effekte in der Bilanz, aber: Eine gewisse Zeit dauert das schon! Bei uns hat sich durch den verbesserten Service vor allem auch die Kundenbindung verbessert."

Neben innovativen Ansätzen bei Produkten und Dienstleistungen im Maschinenbau ist für Florian Hofbauer, Sprecher des Vorstandes der Renk AG, vor allem aber die Gewährleistung der Datensicherheit ein Muss: „Viele Unternehmen wollen die Chancen der Digitalisierung voll nutzen – und zögern auf Grund der unzureichenden Datensicherheit. Hier braucht es dringend eine deutsche, eine europäische Lösung!“

Fazit des Abends: Es geht darum, jetzt zu starten und die Digitalisierung für weitere Ertragspotentiale zu nutzen. Nur so kann der Mittelstand verhindern, dass neue, ggf. branchenfremde Wettbewerber – Stichwort Plattformökonomie – ihre Geschäfte von morgen „feindlich übernehmen“. Michael Grandl, Geschäftsführer Dr. Grandl GmbH, kann das für die Kosmetikbranche nur bestätigen: „Wir sollten nicht nur wie das Kaninchen auf die Schlange – alias Amazon & Co. – starren. Wer sich beispielsweise im Online-Handel positionieren will, sollte vor allem bei der Wahl seiner Partner in Sachen Preis- und Vertriebshygiene gut aufpassen!“

Informationen über weitere Termine der Veranstaltungsreihe „Digitalisierung im Bayerischen Mittelstand – Wachstumsquellen & Wachstumsschwellen“ unter https://www.wieselhuber.de/aktuelles/veranstaltungen/
 
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