Industrie 4.0: Unternehmerische Herausforderung und Chance für Deutschland

Ist „Industrie 4.0“ ein Buzzword, ein Marketing-Gag, eine leere Worthülse oder steckt hinter dem stark gehypten Thema eine wirklich realistische Vision mit entsprechender Relevanz für produzierende Unternehmen? Wenn ja, was bedeutet dies für Maschinen- und Anlagenbauer als Ausstatter zukünftiger Industrie 4.0-Fabriken und deren Kunden?

Die Studie "Industrie 4.0: Unternehmerische Herausforderung und Chance für Deutschland" von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) liefert Antworten.

Management Summary

Ist „Industrie 4.0“ ein Buzzword, ein Marketing-Gag, eine leere Worthülse oder steckt hinter dem – spätestens nach der Hannover-Messe 2013 – stark gehypten Thema eine wirklich realistische Vision mit entsprechender Relevanz für produzierende Unternehmen? Wenn ja, was bedeutet dies für Maschinen- und Anlagenbauer als Ausstatter zukünftiger Industrie 4.0-Fabriken und deren Kunden?

Ziel der vierten industriellen Revolution muss die langfristige Sicherung des Produktionsstandorts Deutschland sein. Die Produktion im Heimatmarkt ist nicht nur ein wesentlicher Faktor unserer Wirtschaftsleistung, sondern auch die Basis für die international anerkannte Stärke des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Der Nutzen von Industrie 4.0 muss sich daher an einer deutlichen Steigerung der Ressourceneffizienz und einer Erhöhung der Produktionsflexibilität, begründet durch wandlungsfähige Produktionssysteme und eine Integration des Menschen, festmachen lassen.

Als technologische Grundlage für diesen Wandel gelten das Internet der Dinge und die damit realisierbaren Cyber-Physikalischen Systeme in Produktionsanlagen. Die Technikentwicklung in diese Richtung hat bereits begonnen; erste Lösungen wie etwa TCP/IP-basierte Kommunikationssysteme oder Protokolle wie OPC UA sind bereits auf dem Markt. Dennoch sind zukünftig erhebliche technische Probleme zu lösen, obgleich die angestrebte technologische Weiterentwicklung selbst keinesfalls revolutionär ist. Hingegen dürften sich durchaus revolutionäre Möglichkeiten für neue Wertschöpfungsarchitekturen und serviceorientierte Geschäftsmodelle aus den neuen Technologien ergeben. Zwar ist dies zum heutigen Zeitpunkt noch schwer abzusehen, aber mit den Erfahrungen aus der Entwicklung des Internet in den letzten 15 Jahren, kann hier einiges erwartet werden.

Das Potenzial durch neue Technologie und neue Geschäftsmodelle den Kundennutzen zu steigern, wird die Entwicklung in Richtung der Industrie 4.0-Vision vorantreiben. Gleichzeitig sind auch die Fabrikausrüster aufgefordert ihrerseits den Wandel zu Industrie 4.0 zu beschleunigen, um sich selbst frühzeitig in dem neuen Marktumfeld zu positionieren. Denn es ist bereits klar, dass von einer deutlichen Veränderung der Marktmechanik ausgegangen werden muss, sobald die Gesamtentwicklung einen gewissen Stand erreicht hat. Unternehmen die heute in einer etablierten Position als feste Größe am Markt vertreten sind, können mit ihrem Geschäftsmodell sodann rapide an Bedeutung verlieren. Daher ist es für jeden Unternehmer unerlässlich, sich rechtzeitig Gedanken zu machen und sich selbst immer wieder neu zu erfinden. Ideen und Ansatzpunkte hierzu liefert diese Studie.
Inhaltsverzeichnis 
1
Einleitung

2
Ablauf

3
Zukünftige Anforderungen an die Produktion in Deutschland – warum brauchen wir Industrie 4.0

4
Industrie 4.0: Die Zukunft der Produktion in Deutschland

5
Herausforderung für Maschinen- und Anlagenbauer: Die Revolution gestalten
5.1
Analyse der Marktanforderungen – Industrie 4.0-Produkte definieren
5.2
Technologie und Innovationsmanagement – Bereitstellung notwendiger Ressourcen
5.3
Geschäftsmodellanpassung – Gestaltung der neuen Marktmechanik

6
Industrie 4.0 als Standortsicherung der Produktion in Deutschland: Eine einmalige Chance für alle Beteiligten
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