Oliver Markschläger ist Branchenleiter für die Bau- und Bauzuliefererindustrie bei der Dr. Wieselhuber & Partner GmbH. In dieser Rolle verantwortet er die Weiterentwicklung von Strategien und Geschäftsmodellen sowie die Umsetzung leistungssteigernder Programme in der Industrie. Einen besonderen Fokus legt er auf die Transformation hin zum industrialisierten Bauen – von der strategischen Ausrichtung bis zur operativen Umsetzung.

Als studierter Bauingenieur mit MBA-Abschluss startete er seine Karriere 2012 bei Drees & Sommer mit dem Schwerpunkt Lean Construction Management. Als Vorstandsassistent war er dort zwischen 2016 und 2018 eng in strategische Unternehmensentscheidungen eingebunden. Anschließend beriet er über sechseinhalb Jahre hinweg bei Porsche Consulting Bau- und Immobilienunternehmen zu Themen wie Strategie, Effizienzsteigerung und Industrialisierung.

Oliver Markschläger

Senior Manager
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Aktuelles

News, 11.11.2025
11.11.2025
Die Bau- und Immobilienwirtschaft befindet sich in einer strukturellen Umbruchphase. Neben Geschäftsmodellen wird vor allem die zugrundeliegende Finanzierungsstrategie zunehmend zum Erfolgsfaktor. Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs standen daher praxisnahe Strategien im Mittelpunkt, wie Finanzierungsinstrumente gezielt zur Transformation eingesetzt werden können. „Im anhaltend schwierigen Marktumfeld der Bauindustrie rückt die finanzielle Stabilität stärker in den Mittelpunkt. Eine tragfähige Finanzierungsarchitektur ist nicht nur Stabilitätsanker, sondern Voraussetzung für unternehmerische und strategische Freiheit“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie bei W&P, verdeutlichte: Trotz der angespannten Lage in der Bauindustrie eröffnen sich Chancen für Unternehmen, die ihre Transformation aktiv steuern. „Der Schlüssel liegt in einer klaren strategischen Priorisierung – im Zusammenspiel von Märkten und Produkten, Operating Model und Finanzierung“, so Markschläger. „Nur wer finanzielle Stabilität und vorausschauendes Liquiditätsmanagement sicherstellt, kann strategische Initiativen mit erhöhtem Kapitalbedarf erfolgreich umsetzen – etwa Industrialisierung der Produktion und Vorfertigung, Digitalisierung, gezielte Zukäufe oder auch Restrukturierungen.“ Im anschließenden Zwiegespräch diskutierte er mit Doreen Laabs, W&P Finance Expertin, welche konkreten Optionen Unternehmen in Sachen Finanzierungsstrategie heute haben: von der Abwägung zwischen bilateralen und konsortialen Finanzierungen über die richtige Nutzung von Aval- und Cash-Kreditlinien bis hin zu zukunftsorientierten Strukturierungsansätzen, die Flexibilität und Liquidität auch in volatilen Marktphasen sichern. Die Diskussion machte deutlich: Banken prüfen ihr Branchenexposure heute sehr genau und achten bei der Kreditvergabe auf zukunftsfähige Geschäftsmodelle, stabile Liquidität und gezielte Investitionen in F&E. Erfolgreiche Finanzierungsstrategien brauchen deshalb vor allem Transparenz, ein klares Verständnis der eigenen Finanzarchitektur und: „Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation! Der proaktive, transparente Austausch mit Banken ist entscheidend, um sich das Vertrauen des Finanzierungspartners zu sichern“, so Laabs. Unternehmen sollten nicht erst dann auf die Bank zugehen, wenn sie „mit dem Rücken an der Wand stehen“, unterstrich auch Oliver Markschläger. Deutlich wurde: Langfristige Kreditlinien, ausreichende Liquiditätsreserven, flexible Covenants und die Vermeidung von Klumpenrisiken durch Konsortialkredite oder breit gestreute Bankpartner sind zentrale Erfolgsfaktoren für stabile, diversifizierte und vorausschauend gestaltete Finanzierungsstrukturen. Auch die Nutzung alternativer Finanzierungsquellen und Förderprogramme können zusätzlich die Handlungsfähigkeit und Resilienz stärken.
News, 23.10.2025
23.10.2025
Die deutsche Bauwirtschaft steht weiter unter erheblichem Druck. 2025 droht das fünfte Jahr in Folge ein Umsatzrückgang. In diesem Umfeld gilt: Nur wer frühzeitig handelt, bleibt am Steuer. Unternehmen, die Transformation anstoßen, Kosten senken und eine Neuausrichtung einleiten, sichern sich Handlungsfreiheit – statt sich von externen Faktoren oder Finanzierern lenken zu lassen. Wie? Entsprechende Impulse standen im Mittelpunkt des digitalen Executive Dialog „Stagnation in der Bauindustrie“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P). „Je länger der Aufschwung dauert, desto wichtiger werden Durchhaltevermögen, Kapitalreserven, das Erreichen des Break-even und die „Atmungsfähigkeit“ der Unternehmen“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Moderator und W&P Branchenexperte. Georg Charlier, Regional Manager bei JLL, verdeutlichte: Das Marktumfeld bleibt herausfordernd auch wenn mittlerweile vereinzelter Lichtblicke am Horizont sichtbar werden. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferer bei W&P, betonte in seiner strategischen Einordnung entsprechend: „Wer in dieser schwierigen Phase das passende Portfolio und eine leistungsfähige Organisation im Griff hat, kann jetzt strategisch die Weichen stellen und als Gewinner hervorgehen.“ Unternehmen, die breit diversifiziert und effizient aufgestellt sind, verfügen über einen klaren Vorteil. Frühzeitiges Handeln wird damit zum Schlüsselfaktor, um Kosten zu senken, Effizienz zu steigern und neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Dass kaufmännische Steuerung dabei weit mehr ist als ein Reporting-Instrument, unterstrich Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: „Unternehmen dürfen kaufmännische Steuerung nicht als lästige Pflicht begreifen – richtig umgesetzt wird sie zum strategischen Vorteil. Existieren keine derartigen Instrumente bedeutet das auf jeden Fall einen Wettbewerbsnachteil!“ Moritz Polk, Manager bei W&P, ergänzt: „Nur der integrierte Dreiklang aus Strategie-, Finanz- und Liquiditätsmanagement ermöglicht kontrollierte, fundierte Entscheidungen für die Zukunft -  die letztlich Zeit und Kosten sparen.“ Wie das in der Praxis gelingt, zeigte W&P Partner Daniel Emmrich anhand eines Restrukturierungsbeispiels. Er ist sich sicher: „Zentrale Erfolgsfaktoren der Restrukturierung und Neuausrichtung sind vor allem die offene Kommunikation mit allen Finanzierern, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Beratern und Geschäftsführung und der klare Veränderungswille in der Führung.“ In der abschließenden Diskussion wurde deutlich: Die Branche durchläuft tiefgreifende strukturellen Veränderungen – frühes, szenariobasiertes Handeln schafft in dieser Situation Klarheit und sichert Handlungsfähigkeit. Wer jetzt kaufmännische Steuerung als strategisches Führungsinstrument begreift, Effizienz mit klarer Ausrichtung verbindet und strategisch klug handelt, kann gestärkt aus der Stagnation hervorgehen und den Wettbewerb sogar überholen. 
News, 17.10.2025
17.10.2025
Kommentar von Oliver Markschläger, Leiter Bau- & Bauzulieferindustrie, Dr. Dustin Bauer, Manager Real Estate Finance und Adam Olek, Senior Manager Real Estate Finance bei Dr. Wieselhuber & PartnerFokus auf InvestitionenDer Investmentmarkt ist weiterhin geprägt von Vorsicht. Wohnen, Logistik und Hotel Investments nehmen gemächlich wieder Fahrt auf, die Assetklasse Büro darf trotz stabilisierender Mietmärkte vom Spielfeldrand zusehen.Die Verlagerung der Anforderungen an value-add Objekte hat sich deutlich in Richtung core+ entwickelt. Vor allem wird dies im Rahmen von Finanzierungen deutlich. Dass die Party vorbei ist, ist mittlerweile jedem klar, jedoch wird die zögerliche Haltung zur Finanzierung bei guten Potenzialobjekten moniert und der Transaktionsmarkt weiterhin mit angezogener Handbremse gesehen.Chancen im Projektentwicklungsmarkt bestehen derzeit vor allem bei Projekten in der Fertigstellung. Zwar ist die Zahl potenzieller Vorhaben mit und ohne Baurecht groß, diese befinden sich jedoch überwiegend noch in einem frühen Stadium – als Landbank oder nur teilweise entwickelte Projekte – und sind damit für die geplanten Exits bestehender Business Cases derzeit kaum relevant. Hier gilt es die Kostenstruktur so gering wie möglich zu halten, um Zeit für eine ersehnte Marktanpassung zu gewinnen.Private Equity steht mit Ansätzen zur Rettung parat, jedoch divergieren hier die Erwartungen der in Schieflage geratenen Projekte mit den Rendite-Profilen der PE-Häuser. Kreative Lösungsstrukturen und bereitstehendes fresh money rücken immer mehr in den Fokus der schwächelnden Projektstrukturen.Fokus auf ProduzentenSerielles und modulares Bauen bleiben große Zukunftsthemen der Branche. Der beschlossene „Bauturbo“ stößt grundsätzlich auf positive Resonanz – echte Wirkung wird allerdings frühestens Ende 2026 spürbar sein. Auch bei der Förderung tut sich etwas: Ein neues Neubauprogramm, beschleunigte Gesetzgebungsverfahren, Anschlussfinanzierungen und die geplante BauGB-Novelle mit Fokus auf Digitalisierung und Beschleunigung sind in Arbeit, der erste Entwurf soll zum Jahresbeginn vorliegen.Trotz aller politischen Ankündigungen bleibt die Branche – die durch Bauinvestitionen immerhin für rund 11 % des deutschen BIP verantwortlich ist – in einer Stimmung zwischen vorsichtigem Optimismus und realistischer Ernüchterung. Im Fokus stehen Themen wie individualisierbare Standardisierung und die Einsicht, dass serielles Bauen und Architekturentwürfe keine Gegensätze sein müssen – beides kann sich sinnvoll ergänzen. Besonders positiv gestimmt sind Unternehmen aus dem mehrgeschossigen Wohnungsbau: Modulbauer, Generalunternehmer und Fertighaushersteller blicken mit neuem Selbstbewusstsein nach vorn – neben jenen, die auch Lösungen in den Bereichen Logistik, Infrastruktur und Verteidigung anbieten.Die Industrie steht in den Startlöchern, die Stimmung hellt sich auf – doch eines bleibt klar: Der eigentliche Wandel muss weiter konsequent priorisiert werden. Neben notwendigen Regulierungsanpassungen braucht es vor allem eine grundlegende Veränderung in der Art des Bauens und der Projektabwicklung. Nur so kann das enorme Potenzial der Branche tatsächlich gehoben werden.Fokus auf RestrukturierungDie Finanzierungssituation im Immobilienmarkt bleibt herausfordernd. Banken agieren weiterhin konservativ, während alternative Finanzierungsquellen, wie Private Debt oder Mezzanine-Strukturen als Brückenbauer, an Bedeutung gewinnen. Die unisono geforderten Sicherheiten hinsichtlich Eigenkapitalquoten und Covenants demonstrieren jedoch, wie anspruchsvoll die gewerbliche Immobilienfinanzierung heute ist – viele Projekte scheitern bereits an dieser Hürde. Für zahlreiche gewerbliche Objekte insbesondere dürfte die erwartete Refinanzierungswelle 2026 zum Prüfstein werden.Die Expo Real 2025 zeigte, dass Restrukturierung nicht mehr nur Randthema ist, sondern integraler Bestandteil vieler Projektdiskussionen. Projekte, die in einem früheren Umfeld kalkuliert wurden, müssen oft neu strukturiert oder angepasst werden (z. B. durch Umnutzung, Teilverkäufe oder Anpassung der Flächenkonzeption). Dabei kann inzwischen auch vernommen werden, dass sich die Krise zunehmend von Projektentwicklungen hin zu Bestandsobjekten verschiebt. Die Nachfrage nach Spezialvehikeln zur Abwicklung problembehafteter Portfolios wird ebenfalls spürbar größer, auch wenn das Wort „Bad Bank“ noch zurückhaltend verwendet wird.Klar ist: Die Branche steht weiterhin vor einem strukturellen Anpassungsprozess. Die kommenden Jahre werden zeigen, wer in der Lage ist, durch flexible Kapitalstrukturen und aktive Portfoliosteuerung Stabilität in einem sich wandelnden Marktumfeld zu sichern.
News, 22.09.2025
22.09.2025
Die Bauindustrie steht unter massivem Veränderungsdruck. Bauen ist nach drei Dekaden stagnierender Produktivität zu teuer und zu langsam. Steigende Kosten, Fachkräftemangel, höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie zunehmender Effizienzdruck machen deutlich, dass das traditionelle Bauen an seine Grenzen stößt.Immer klarer erkennbar ist, dass eine der Antworten in der Industrialisierung liegt – mit einer deutlichen Verlagerung der Wertschöpfung von der Baustelle in die Produktionshalle.Diese Entwicklung verändert die Spielregeln für alle Akteure der Bauwertschöpfungskette. Im aktuellen Dossier “Von der Baustelle zur Produktionshalle” von W&P Leiter Bau-/Bauzuliefererindustrie Oliver Markschläger und W&P Partner Dr. Stephan Hundertmark, erhalten Branchenplayer eine kompakte Übersicht über wesentliche Treiber dieses Wandels - und entsprechende strategische Optionen.
News, 10.03.2021
10.03.2021
Ein professionelles Customer Journey Management ist in hohem Maße ergebnisrelevant und führt zu deutlich mehr Umsatz und Profitabilität. Doch im Rahmen großer Bauprojekte wird deutlich: Verschiedene Bedürfnisse von Kunden, Entscheidern und Beeinflussern zu erfüllen und Begeisterung auf der Customer Journey zu erzeugen, ist eine große Herausforderung. Dafür braucht es Transparenz über Kundenbedürfnisse, die genaue Kenntnis unterschiedlicher Kundenreisen, das Management der relevanten Berührungspunkte sowie das Sammeln und Nutzen von Daten anhand der richtigen Datenmodelle und mit den richtigen IT-Systemen.
News, 11.11.2025
11.11.2025
Die Bau- und Immobilienwirtschaft befindet sich in einer strukturellen Umbruchphase. Neben Geschäftsmodellen wird vor allem die zugrundeliegende Finanzierungsstrategie zunehmend zum Erfolgsfaktor. Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs standen daher praxisnahe Strategien im Mittelpunkt, wie Finanzierungsinstrumente gezielt zur Transformation eingesetzt werden können. „Im anhaltend schwierigen Marktumfeld der Bauindustrie rückt die finanzielle Stabilität stärker in den Mittelpunkt. Eine tragfähige Finanzierungsarchitektur ist nicht nur Stabilitätsanker, sondern Voraussetzung für unternehmerische und strategische Freiheit“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie bei W&P, verdeutlichte: Trotz der angespannten Lage in der Bauindustrie eröffnen sich Chancen für Unternehmen, die ihre Transformation aktiv steuern. „Der Schlüssel liegt in einer klaren strategischen Priorisierung – im Zusammenspiel von Märkten und Produkten, Operating Model und Finanzierung“, so Markschläger. „Nur wer finanzielle Stabilität und vorausschauendes Liquiditätsmanagement sicherstellt, kann strategische Initiativen mit erhöhtem Kapitalbedarf erfolgreich umsetzen – etwa Industrialisierung der Produktion und Vorfertigung, Digitalisierung, gezielte Zukäufe oder auch Restrukturierungen.“ Im anschließenden Zwiegespräch diskutierte er mit Doreen Laabs, W&P Finance Expertin, welche konkreten Optionen Unternehmen in Sachen Finanzierungsstrategie heute haben: von der Abwägung zwischen bilateralen und konsortialen Finanzierungen über die richtige Nutzung von Aval- und Cash-Kreditlinien bis hin zu zukunftsorientierten Strukturierungsansätzen, die Flexibilität und Liquidität auch in volatilen Marktphasen sichern. Die Diskussion machte deutlich: Banken prüfen ihr Branchenexposure heute sehr genau und achten bei der Kreditvergabe auf zukunftsfähige Geschäftsmodelle, stabile Liquidität und gezielte Investitionen in F&E. Erfolgreiche Finanzierungsstrategien brauchen deshalb vor allem Transparenz, ein klares Verständnis der eigenen Finanzarchitektur und: „Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation! Der proaktive, transparente Austausch mit Banken ist entscheidend, um sich das Vertrauen des Finanzierungspartners zu sichern“, so Laabs. Unternehmen sollten nicht erst dann auf die Bank zugehen, wenn sie „mit dem Rücken an der Wand stehen“, unterstrich auch Oliver Markschläger. Deutlich wurde: Langfristige Kreditlinien, ausreichende Liquiditätsreserven, flexible Covenants und die Vermeidung von Klumpenrisiken durch Konsortialkredite oder breit gestreute Bankpartner sind zentrale Erfolgsfaktoren für stabile, diversifizierte und vorausschauend gestaltete Finanzierungsstrukturen. Auch die Nutzung alternativer Finanzierungsquellen und Förderprogramme können zusätzlich die Handlungsfähigkeit und Resilienz stärken.
News, 17.10.2025
17.10.2025
Kommentar von Oliver Markschläger, Leiter Bau- & Bauzulieferindustrie, Dr. Dustin Bauer, Manager Real Estate Finance und Adam Olek, Senior Manager Real Estate Finance bei Dr. Wieselhuber & PartnerFokus auf InvestitionenDer Investmentmarkt ist weiterhin geprägt von Vorsicht. Wohnen, Logistik und Hotel Investments nehmen gemächlich wieder Fahrt auf, die Assetklasse Büro darf trotz stabilisierender Mietmärkte vom Spielfeldrand zusehen.Die Verlagerung der Anforderungen an value-add Objekte hat sich deutlich in Richtung core+ entwickelt. Vor allem wird dies im Rahmen von Finanzierungen deutlich. Dass die Party vorbei ist, ist mittlerweile jedem klar, jedoch wird die zögerliche Haltung zur Finanzierung bei guten Potenzialobjekten moniert und der Transaktionsmarkt weiterhin mit angezogener Handbremse gesehen.Chancen im Projektentwicklungsmarkt bestehen derzeit vor allem bei Projekten in der Fertigstellung. Zwar ist die Zahl potenzieller Vorhaben mit und ohne Baurecht groß, diese befinden sich jedoch überwiegend noch in einem frühen Stadium – als Landbank oder nur teilweise entwickelte Projekte – und sind damit für die geplanten Exits bestehender Business Cases derzeit kaum relevant. Hier gilt es die Kostenstruktur so gering wie möglich zu halten, um Zeit für eine ersehnte Marktanpassung zu gewinnen.Private Equity steht mit Ansätzen zur Rettung parat, jedoch divergieren hier die Erwartungen der in Schieflage geratenen Projekte mit den Rendite-Profilen der PE-Häuser. Kreative Lösungsstrukturen und bereitstehendes fresh money rücken immer mehr in den Fokus der schwächelnden Projektstrukturen.Fokus auf ProduzentenSerielles und modulares Bauen bleiben große Zukunftsthemen der Branche. Der beschlossene „Bauturbo“ stößt grundsätzlich auf positive Resonanz – echte Wirkung wird allerdings frühestens Ende 2026 spürbar sein. Auch bei der Förderung tut sich etwas: Ein neues Neubauprogramm, beschleunigte Gesetzgebungsverfahren, Anschlussfinanzierungen und die geplante BauGB-Novelle mit Fokus auf Digitalisierung und Beschleunigung sind in Arbeit, der erste Entwurf soll zum Jahresbeginn vorliegen.Trotz aller politischen Ankündigungen bleibt die Branche – die durch Bauinvestitionen immerhin für rund 11 % des deutschen BIP verantwortlich ist – in einer Stimmung zwischen vorsichtigem Optimismus und realistischer Ernüchterung. Im Fokus stehen Themen wie individualisierbare Standardisierung und die Einsicht, dass serielles Bauen und Architekturentwürfe keine Gegensätze sein müssen – beides kann sich sinnvoll ergänzen. Besonders positiv gestimmt sind Unternehmen aus dem mehrgeschossigen Wohnungsbau: Modulbauer, Generalunternehmer und Fertighaushersteller blicken mit neuem Selbstbewusstsein nach vorn – neben jenen, die auch Lösungen in den Bereichen Logistik, Infrastruktur und Verteidigung anbieten.Die Industrie steht in den Startlöchern, die Stimmung hellt sich auf – doch eines bleibt klar: Der eigentliche Wandel muss weiter konsequent priorisiert werden. Neben notwendigen Regulierungsanpassungen braucht es vor allem eine grundlegende Veränderung in der Art des Bauens und der Projektabwicklung. Nur so kann das enorme Potenzial der Branche tatsächlich gehoben werden.Fokus auf RestrukturierungDie Finanzierungssituation im Immobilienmarkt bleibt herausfordernd. Banken agieren weiterhin konservativ, während alternative Finanzierungsquellen, wie Private Debt oder Mezzanine-Strukturen als Brückenbauer, an Bedeutung gewinnen. Die unisono geforderten Sicherheiten hinsichtlich Eigenkapitalquoten und Covenants demonstrieren jedoch, wie anspruchsvoll die gewerbliche Immobilienfinanzierung heute ist – viele Projekte scheitern bereits an dieser Hürde. Für zahlreiche gewerbliche Objekte insbesondere dürfte die erwartete Refinanzierungswelle 2026 zum Prüfstein werden.Die Expo Real 2025 zeigte, dass Restrukturierung nicht mehr nur Randthema ist, sondern integraler Bestandteil vieler Projektdiskussionen. Projekte, die in einem früheren Umfeld kalkuliert wurden, müssen oft neu strukturiert oder angepasst werden (z. B. durch Umnutzung, Teilverkäufe oder Anpassung der Flächenkonzeption). Dabei kann inzwischen auch vernommen werden, dass sich die Krise zunehmend von Projektentwicklungen hin zu Bestandsobjekten verschiebt. Die Nachfrage nach Spezialvehikeln zur Abwicklung problembehafteter Portfolios wird ebenfalls spürbar größer, auch wenn das Wort „Bad Bank“ noch zurückhaltend verwendet wird.Klar ist: Die Branche steht weiterhin vor einem strukturellen Anpassungsprozess. Die kommenden Jahre werden zeigen, wer in der Lage ist, durch flexible Kapitalstrukturen und aktive Portfoliosteuerung Stabilität in einem sich wandelnden Marktumfeld zu sichern.
News, 10.03.2021
10.03.2021
Ein professionelles Customer Journey Management ist in hohem Maße ergebnisrelevant und führt zu deutlich mehr Umsatz und Profitabilität. Doch im Rahmen großer Bauprojekte wird deutlich: Verschiedene Bedürfnisse von Kunden, Entscheidern und Beeinflussern zu erfüllen und Begeisterung auf der Customer Journey zu erzeugen, ist eine große Herausforderung. Dafür braucht es Transparenz über Kundenbedürfnisse, die genaue Kenntnis unterschiedlicher Kundenreisen, das Management der relevanten Berührungspunkte sowie das Sammeln und Nutzen von Daten anhand der richtigen Datenmodelle und mit den richtigen IT-Systemen.
News, 23.10.2025
23.10.2025
Die deutsche Bauwirtschaft steht weiter unter erheblichem Druck. 2025 droht das fünfte Jahr in Folge ein Umsatzrückgang. In diesem Umfeld gilt: Nur wer frühzeitig handelt, bleibt am Steuer. Unternehmen, die Transformation anstoßen, Kosten senken und eine Neuausrichtung einleiten, sichern sich Handlungsfreiheit – statt sich von externen Faktoren oder Finanzierern lenken zu lassen. Wie? Entsprechende Impulse standen im Mittelpunkt des digitalen Executive Dialog „Stagnation in der Bauindustrie“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P). „Je länger der Aufschwung dauert, desto wichtiger werden Durchhaltevermögen, Kapitalreserven, das Erreichen des Break-even und die „Atmungsfähigkeit“ der Unternehmen“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Moderator und W&P Branchenexperte. Georg Charlier, Regional Manager bei JLL, verdeutlichte: Das Marktumfeld bleibt herausfordernd auch wenn mittlerweile vereinzelter Lichtblicke am Horizont sichtbar werden. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferer bei W&P, betonte in seiner strategischen Einordnung entsprechend: „Wer in dieser schwierigen Phase das passende Portfolio und eine leistungsfähige Organisation im Griff hat, kann jetzt strategisch die Weichen stellen und als Gewinner hervorgehen.“ Unternehmen, die breit diversifiziert und effizient aufgestellt sind, verfügen über einen klaren Vorteil. Frühzeitiges Handeln wird damit zum Schlüsselfaktor, um Kosten zu senken, Effizienz zu steigern und neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Dass kaufmännische Steuerung dabei weit mehr ist als ein Reporting-Instrument, unterstrich Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: „Unternehmen dürfen kaufmännische Steuerung nicht als lästige Pflicht begreifen – richtig umgesetzt wird sie zum strategischen Vorteil. Existieren keine derartigen Instrumente bedeutet das auf jeden Fall einen Wettbewerbsnachteil!“ Moritz Polk, Manager bei W&P, ergänzt: „Nur der integrierte Dreiklang aus Strategie-, Finanz- und Liquiditätsmanagement ermöglicht kontrollierte, fundierte Entscheidungen für die Zukunft -  die letztlich Zeit und Kosten sparen.“ Wie das in der Praxis gelingt, zeigte W&P Partner Daniel Emmrich anhand eines Restrukturierungsbeispiels. Er ist sich sicher: „Zentrale Erfolgsfaktoren der Restrukturierung und Neuausrichtung sind vor allem die offene Kommunikation mit allen Finanzierern, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Beratern und Geschäftsführung und der klare Veränderungswille in der Führung.“ In der abschließenden Diskussion wurde deutlich: Die Branche durchläuft tiefgreifende strukturellen Veränderungen – frühes, szenariobasiertes Handeln schafft in dieser Situation Klarheit und sichert Handlungsfähigkeit. Wer jetzt kaufmännische Steuerung als strategisches Führungsinstrument begreift, Effizienz mit klarer Ausrichtung verbindet und strategisch klug handelt, kann gestärkt aus der Stagnation hervorgehen und den Wettbewerb sogar überholen. 
News, 22.09.2025
22.09.2025
Die Bauindustrie steht unter massivem Veränderungsdruck. Bauen ist nach drei Dekaden stagnierender Produktivität zu teuer und zu langsam. Steigende Kosten, Fachkräftemangel, höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie zunehmender Effizienzdruck machen deutlich, dass das traditionelle Bauen an seine Grenzen stößt.Immer klarer erkennbar ist, dass eine der Antworten in der Industrialisierung liegt – mit einer deutlichen Verlagerung der Wertschöpfung von der Baustelle in die Produktionshalle.Diese Entwicklung verändert die Spielregeln für alle Akteure der Bauwertschöpfungskette. Im aktuellen Dossier “Von der Baustelle zur Produktionshalle” von W&P Leiter Bau-/Bauzuliefererindustrie Oliver Markschläger und W&P Partner Dr. Stephan Hundertmark, erhalten Branchenplayer eine kompakte Übersicht über wesentliche Treiber dieses Wandels - und entsprechende strategische Optionen.
News, 11.11.2025
11.11.2025
Die Bau- und Immobilienwirtschaft befindet sich in einer strukturellen Umbruchphase. Neben Geschäftsmodellen wird vor allem die zugrundeliegende Finanzierungsstrategie zunehmend zum Erfolgsfaktor. Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs standen daher praxisnahe Strategien im Mittelpunkt, wie Finanzierungsinstrumente gezielt zur Transformation eingesetzt werden können. „Im anhaltend schwierigen Marktumfeld der Bauindustrie rückt die finanzielle Stabilität stärker in den Mittelpunkt. Eine tragfähige Finanzierungsarchitektur ist nicht nur Stabilitätsanker, sondern Voraussetzung für unternehmerische und strategische Freiheit“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie bei W&P, verdeutlichte: Trotz der angespannten Lage in der Bauindustrie eröffnen sich Chancen für Unternehmen, die ihre Transformation aktiv steuern. „Der Schlüssel liegt in einer klaren strategischen Priorisierung – im Zusammenspiel von Märkten und Produkten, Operating Model und Finanzierung“, so Markschläger. „Nur wer finanzielle Stabilität und vorausschauendes Liquiditätsmanagement sicherstellt, kann strategische Initiativen mit erhöhtem Kapitalbedarf erfolgreich umsetzen – etwa Industrialisierung der Produktion und Vorfertigung, Digitalisierung, gezielte Zukäufe oder auch Restrukturierungen.“ Im anschließenden Zwiegespräch diskutierte er mit Doreen Laabs, W&P Finance Expertin, welche konkreten Optionen Unternehmen in Sachen Finanzierungsstrategie heute haben: von der Abwägung zwischen bilateralen und konsortialen Finanzierungen über die richtige Nutzung von Aval- und Cash-Kreditlinien bis hin zu zukunftsorientierten Strukturierungsansätzen, die Flexibilität und Liquidität auch in volatilen Marktphasen sichern. Die Diskussion machte deutlich: Banken prüfen ihr Branchenexposure heute sehr genau und achten bei der Kreditvergabe auf zukunftsfähige Geschäftsmodelle, stabile Liquidität und gezielte Investitionen in F&E. Erfolgreiche Finanzierungsstrategien brauchen deshalb vor allem Transparenz, ein klares Verständnis der eigenen Finanzarchitektur und: „Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation! Der proaktive, transparente Austausch mit Banken ist entscheidend, um sich das Vertrauen des Finanzierungspartners zu sichern“, so Laabs. Unternehmen sollten nicht erst dann auf die Bank zugehen, wenn sie „mit dem Rücken an der Wand stehen“, unterstrich auch Oliver Markschläger. Deutlich wurde: Langfristige Kreditlinien, ausreichende Liquiditätsreserven, flexible Covenants und die Vermeidung von Klumpenrisiken durch Konsortialkredite oder breit gestreute Bankpartner sind zentrale Erfolgsfaktoren für stabile, diversifizierte und vorausschauend gestaltete Finanzierungsstrukturen. Auch die Nutzung alternativer Finanzierungsquellen und Förderprogramme können zusätzlich die Handlungsfähigkeit und Resilienz stärken.
News, 10.03.2021
10.03.2021
Ein professionelles Customer Journey Management ist in hohem Maße ergebnisrelevant und führt zu deutlich mehr Umsatz und Profitabilität. Doch im Rahmen großer Bauprojekte wird deutlich: Verschiedene Bedürfnisse von Kunden, Entscheidern und Beeinflussern zu erfüllen und Begeisterung auf der Customer Journey zu erzeugen, ist eine große Herausforderung. Dafür braucht es Transparenz über Kundenbedürfnisse, die genaue Kenntnis unterschiedlicher Kundenreisen, das Management der relevanten Berührungspunkte sowie das Sammeln und Nutzen von Daten anhand der richtigen Datenmodelle und mit den richtigen IT-Systemen.
News, 23.10.2025
23.10.2025
Die deutsche Bauwirtschaft steht weiter unter erheblichem Druck. 2025 droht das fünfte Jahr in Folge ein Umsatzrückgang. In diesem Umfeld gilt: Nur wer frühzeitig handelt, bleibt am Steuer. Unternehmen, die Transformation anstoßen, Kosten senken und eine Neuausrichtung einleiten, sichern sich Handlungsfreiheit – statt sich von externen Faktoren oder Finanzierern lenken zu lassen. Wie? Entsprechende Impulse standen im Mittelpunkt des digitalen Executive Dialog „Stagnation in der Bauindustrie“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P). „Je länger der Aufschwung dauert, desto wichtiger werden Durchhaltevermögen, Kapitalreserven, das Erreichen des Break-even und die „Atmungsfähigkeit“ der Unternehmen“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Moderator und W&P Branchenexperte. Georg Charlier, Regional Manager bei JLL, verdeutlichte: Das Marktumfeld bleibt herausfordernd auch wenn mittlerweile vereinzelter Lichtblicke am Horizont sichtbar werden. Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferer bei W&P, betonte in seiner strategischen Einordnung entsprechend: „Wer in dieser schwierigen Phase das passende Portfolio und eine leistungsfähige Organisation im Griff hat, kann jetzt strategisch die Weichen stellen und als Gewinner hervorgehen.“ Unternehmen, die breit diversifiziert und effizient aufgestellt sind, verfügen über einen klaren Vorteil. Frühzeitiges Handeln wird damit zum Schlüsselfaktor, um Kosten zu senken, Effizienz zu steigern und neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Dass kaufmännische Steuerung dabei weit mehr ist als ein Reporting-Instrument, unterstrich Johannes Zubrod, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P: „Unternehmen dürfen kaufmännische Steuerung nicht als lästige Pflicht begreifen – richtig umgesetzt wird sie zum strategischen Vorteil. Existieren keine derartigen Instrumente bedeutet das auf jeden Fall einen Wettbewerbsnachteil!“ Moritz Polk, Manager bei W&P, ergänzt: „Nur der integrierte Dreiklang aus Strategie-, Finanz- und Liquiditätsmanagement ermöglicht kontrollierte, fundierte Entscheidungen für die Zukunft -  die letztlich Zeit und Kosten sparen.“ Wie das in der Praxis gelingt, zeigte W&P Partner Daniel Emmrich anhand eines Restrukturierungsbeispiels. Er ist sich sicher: „Zentrale Erfolgsfaktoren der Restrukturierung und Neuausrichtung sind vor allem die offene Kommunikation mit allen Finanzierern, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Beratern und Geschäftsführung und der klare Veränderungswille in der Führung.“ In der abschließenden Diskussion wurde deutlich: Die Branche durchläuft tiefgreifende strukturellen Veränderungen – frühes, szenariobasiertes Handeln schafft in dieser Situation Klarheit und sichert Handlungsfähigkeit. Wer jetzt kaufmännische Steuerung als strategisches Führungsinstrument begreift, Effizienz mit klarer Ausrichtung verbindet und strategisch klug handelt, kann gestärkt aus der Stagnation hervorgehen und den Wettbewerb sogar überholen. 
News, 17.10.2025
17.10.2025
Kommentar von Oliver Markschläger, Leiter Bau- & Bauzulieferindustrie, Dr. Dustin Bauer, Manager Real Estate Finance und Adam Olek, Senior Manager Real Estate Finance bei Dr. Wieselhuber & PartnerFokus auf InvestitionenDer Investmentmarkt ist weiterhin geprägt von Vorsicht. Wohnen, Logistik und Hotel Investments nehmen gemächlich wieder Fahrt auf, die Assetklasse Büro darf trotz stabilisierender Mietmärkte vom Spielfeldrand zusehen.Die Verlagerung der Anforderungen an value-add Objekte hat sich deutlich in Richtung core+ entwickelt. Vor allem wird dies im Rahmen von Finanzierungen deutlich. Dass die Party vorbei ist, ist mittlerweile jedem klar, jedoch wird die zögerliche Haltung zur Finanzierung bei guten Potenzialobjekten moniert und der Transaktionsmarkt weiterhin mit angezogener Handbremse gesehen.Chancen im Projektentwicklungsmarkt bestehen derzeit vor allem bei Projekten in der Fertigstellung. Zwar ist die Zahl potenzieller Vorhaben mit und ohne Baurecht groß, diese befinden sich jedoch überwiegend noch in einem frühen Stadium – als Landbank oder nur teilweise entwickelte Projekte – und sind damit für die geplanten Exits bestehender Business Cases derzeit kaum relevant. Hier gilt es die Kostenstruktur so gering wie möglich zu halten, um Zeit für eine ersehnte Marktanpassung zu gewinnen.Private Equity steht mit Ansätzen zur Rettung parat, jedoch divergieren hier die Erwartungen der in Schieflage geratenen Projekte mit den Rendite-Profilen der PE-Häuser. Kreative Lösungsstrukturen und bereitstehendes fresh money rücken immer mehr in den Fokus der schwächelnden Projektstrukturen.Fokus auf ProduzentenSerielles und modulares Bauen bleiben große Zukunftsthemen der Branche. Der beschlossene „Bauturbo“ stößt grundsätzlich auf positive Resonanz – echte Wirkung wird allerdings frühestens Ende 2026 spürbar sein. Auch bei der Förderung tut sich etwas: Ein neues Neubauprogramm, beschleunigte Gesetzgebungsverfahren, Anschlussfinanzierungen und die geplante BauGB-Novelle mit Fokus auf Digitalisierung und Beschleunigung sind in Arbeit, der erste Entwurf soll zum Jahresbeginn vorliegen.Trotz aller politischen Ankündigungen bleibt die Branche – die durch Bauinvestitionen immerhin für rund 11 % des deutschen BIP verantwortlich ist – in einer Stimmung zwischen vorsichtigem Optimismus und realistischer Ernüchterung. Im Fokus stehen Themen wie individualisierbare Standardisierung und die Einsicht, dass serielles Bauen und Architekturentwürfe keine Gegensätze sein müssen – beides kann sich sinnvoll ergänzen. Besonders positiv gestimmt sind Unternehmen aus dem mehrgeschossigen Wohnungsbau: Modulbauer, Generalunternehmer und Fertighaushersteller blicken mit neuem Selbstbewusstsein nach vorn – neben jenen, die auch Lösungen in den Bereichen Logistik, Infrastruktur und Verteidigung anbieten.Die Industrie steht in den Startlöchern, die Stimmung hellt sich auf – doch eines bleibt klar: Der eigentliche Wandel muss weiter konsequent priorisiert werden. Neben notwendigen Regulierungsanpassungen braucht es vor allem eine grundlegende Veränderung in der Art des Bauens und der Projektabwicklung. Nur so kann das enorme Potenzial der Branche tatsächlich gehoben werden.Fokus auf RestrukturierungDie Finanzierungssituation im Immobilienmarkt bleibt herausfordernd. Banken agieren weiterhin konservativ, während alternative Finanzierungsquellen, wie Private Debt oder Mezzanine-Strukturen als Brückenbauer, an Bedeutung gewinnen. Die unisono geforderten Sicherheiten hinsichtlich Eigenkapitalquoten und Covenants demonstrieren jedoch, wie anspruchsvoll die gewerbliche Immobilienfinanzierung heute ist – viele Projekte scheitern bereits an dieser Hürde. Für zahlreiche gewerbliche Objekte insbesondere dürfte die erwartete Refinanzierungswelle 2026 zum Prüfstein werden.Die Expo Real 2025 zeigte, dass Restrukturierung nicht mehr nur Randthema ist, sondern integraler Bestandteil vieler Projektdiskussionen. Projekte, die in einem früheren Umfeld kalkuliert wurden, müssen oft neu strukturiert oder angepasst werden (z. B. durch Umnutzung, Teilverkäufe oder Anpassung der Flächenkonzeption). Dabei kann inzwischen auch vernommen werden, dass sich die Krise zunehmend von Projektentwicklungen hin zu Bestandsobjekten verschiebt. Die Nachfrage nach Spezialvehikeln zur Abwicklung problembehafteter Portfolios wird ebenfalls spürbar größer, auch wenn das Wort „Bad Bank“ noch zurückhaltend verwendet wird.Klar ist: Die Branche steht weiterhin vor einem strukturellen Anpassungsprozess. Die kommenden Jahre werden zeigen, wer in der Lage ist, durch flexible Kapitalstrukturen und aktive Portfoliosteuerung Stabilität in einem sich wandelnden Marktumfeld zu sichern.
News, 22.09.2025
22.09.2025
Die Bauindustrie steht unter massivem Veränderungsdruck. Bauen ist nach drei Dekaden stagnierender Produktivität zu teuer und zu langsam. Steigende Kosten, Fachkräftemangel, höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie zunehmender Effizienzdruck machen deutlich, dass das traditionelle Bauen an seine Grenzen stößt.Immer klarer erkennbar ist, dass eine der Antworten in der Industrialisierung liegt – mit einer deutlichen Verlagerung der Wertschöpfung von der Baustelle in die Produktionshalle.Diese Entwicklung verändert die Spielregeln für alle Akteure der Bauwertschöpfungskette. Im aktuellen Dossier “Von der Baustelle zur Produktionshalle” von W&P Leiter Bau-/Bauzuliefererindustrie Oliver Markschläger und W&P Partner Dr. Stephan Hundertmark, erhalten Branchenplayer eine kompakte Übersicht über wesentliche Treiber dieses Wandels - und entsprechende strategische Optionen.
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Expertise

Branchen
Bau- und Bauzuliefererindustrie​
Anlagenbau
Industriegüter​
Automotive​
Leistungen
Strategie- & Geschäftsmodellentwicklung​
Transformationsprojekte
Industrialisiertes Bauen​
Produktentwicklung​
Operating Model Design inkl. End-to-End Prozessmanagement​
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Lean (Construction) Management​/Lean Organisation
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Oliver
Markschläger
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