München, 07.12.2017

W&P Trendometer 2018: Digital unterwegs ohne strategischen Fahrplan

Welche Trends und Themen scheuchen im Jahr 2018 branchenübergreifend mittelständische Unternehmen aus ihrer „Komfortzone“? Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) hat erneut 13 Branchen - von Maschinen- & Anlagenbau, Medizintechnik über Bauzulieferer bis zu den Konsumgütern – unter die Lupe genommen. Ergebnis: Die Digitalisierung ist bei allen angekommen – vor allem in technologischer Hinsicht wird ihr in 2018 weiter der Weg geebnet. Die Entwicklung smarter Produkte und Services, eine Anpassung der Prozesse hin zum Kunden (end-to-end Integration) und die Nutzung von Smart Data spielen auch im neuen Jahr eine zentrale Rolle. Aber Vorsicht: Die übergeordnete digitale Strategie ist in keiner der Branchen ein klar erkennbarer Trend, es scheint „Digitalisierungs-Opportunismus“ zu herrschen.

Wichtige technologische Trends, die Unternehmen 2018 dagegen auf dem Radar haben, sind Smart Data und Data-Analytics: Für die Entwicklung disruptiver, innovativer Geschäftsmodelle müssen aus allen verfügbaren Daten entscheidungsrelevante Informationen abgeschöpft werden. Kombiniert mit eigenen Kompetenzen, entstehen so neue Erlösquellen – und Unternehmen werden zu erfolgreichen Regelbrechern. In diesem Zusammenhang spielt auch die Integration externer Daten ggf. über Plattformen eine wichtige Rolle. Generell werden IT-Systemschnittstellen weiter eliminiert, Daten qualitativ verbessert und vereinheitlicht sowie die IT-Sicherheit in den Fokus genommen. Gefragt sind kreative Ideen, die vor allem zukunftsweisende, smarte Anwendungen absichern. Das kann auch eine Quelle für innovative Lösungen sein, aus der erlösrelevante, digitale Services entstehen. Auch Anwendungen der erweiterten/virtuellen Realität sowie Künstliche Intelligenz, die bei großen Mittelständlern bereits getestet werden, gewinnen über das neue Jahr hinaus massiv an Bedeutung. Bei allen Anstrengungen immer im Fokus: Der Kunde. Nur wer die Bedürfnisse seiner Kunden mittels Digitalisierungs-Methoden und –Tools besser erfasst, kann ihnen einen größeren Nutzen wie bisher bieten, und sie somit enger ans Unternehmen binden. Vor allem entlang der Wertschöpfungskette finden sich signifikante Ansatzpunkte um schneller, passgenauer und effizienter am Kunden zu sein: von Losgröße 1 über optimierte Planungssysteme, einem perfekten Komplexitätsmanagement bis hin zum passenden (global) Footprint.

Was bleibt? Die Erkenntnis, dass viele Unternehmen in der Digitalisierung weiterhin nur Methoden und Tools sehen, die bedarfsgetrieben eingesetzt werden können, ohne dies vorab in einer übergreifenden digitalen Agenda bzw. eine Digitalisierungsstrategie einzuordnen. Dabei muss das Thema zwingend ganzheitlich angepackt werden, durch Anpassung der Organisation und Kultur genauso wie eine ausgewogene Finanzierung. Nur so können die Potenziale der Digitalisierung ausgeschöpft und eine messbar positive Wirkung hinterlassen werden – und der „Digitalisierungs-Opportunismus“ ist endlich passé.

Analysierte Branchen:

  • Maschinen- und Anlagenbau/Automatisierung
  • Sicherheitstechnik
  • Automotive & Mobility
  • Verteidigung // Rüstung
  • Medizintechnik
  • Bau, Bauzulieferer
  • Chemie, Kunststoffe
  • Pharma
  • Lebensmittel & Getränke // Haushalts & Körperpflege
  • Sport, Mode, Luxus
  • Möbel, Einrichtung
  • Freizeit, Garten, Heimwerken
  • Handel

Weitere Informationen auf Anfrage.
 
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Stephanie Meske
Public Relations
 
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