München, 26.03.2026

Wie Unternehmen der industriellen Automation und Elektrotechnik aktuelle wirtschaftliche und technologische Spannungsfelder strategisch nutzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit über Innovation nachhaltig absichern können, stand im Mittelpunkt des Executive Dialogs von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P).

Effizienzprogramme und Kostendisziplin sind notwendig, reichen jedoch nicht aus, um Unternehmen langfristig resilient zu machen. Entscheidend sei, Innovation wieder stärker als strategischer Hebel zu begreifen und konsequent mit Markt- und Wettbewerbsfragen zu verknüpfen. „Innovation ist ein zentrales Thema – gerade auch neben all den Effizienzthemen, die aktuell im Fokus stehen“, betonte Dr.-Ing. Dirk Artelt, Managing Partner bei W&P, in seiner Einordnung der Branchensituation.

Simon Moser, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Industrielle Automation & Elektrotechnik bei Dr. Wieselhuber & Partner, zeigte, wie Unternehmen New Business und Diversifikation auch in Krisenzeiten systematisch erschließen können. Viele Unternehmen reagierten auf Trendthemen, ohne zuvor Ziele, Suchfelder und Kernkompetenzen ausreichend zu klären. Erfolgreiche Diversifikation erfordere Struktur, Priorisierung und eine konsequente Bewertung potenzieller Geschäftsfelder entlang von technischer Passung, Markt- und Kundenrelevanz sowie Wirtschaftlichkeit. „Innovation scheitert nicht an Ideen, sondern an fehlender Klarheit, Priorisierung und konsequenter Steuerung“, betonte Moser.

Der zunehmende Preis- und Wettbewerbsdruck – insbesondere durch asiatische Anbieter – lässt sich nicht über einen reinen Kostenwettbewerb beantworten. „Der Kunde kauft keine Technologie – er kauft ein Ergebnis“, brachte es Stefan Lehmann, Senior Consultant bei W&P, auf den Punkt. Statt technischer Features müsse der konkrete Kundennutzen europäischer Anbieter in den Mittelpunkt rücken, etwa durch Prozessintegration, Services oder softwaregestützte Lösungen. Entscheidend sei das Zusammenspiel aus klarer Value Proposition und einem darauf abgestimmten Pricing.

Jürgen Feldmeier, Managing Partner bei Prüfer & Partner Patentanwälte, verdeutlichte, dass China heute über ein leistungsfähiges IP-System verfügt und Schutzrechte systematisch als Wettbewerbsinstrument nutzt. Anhand von Praxisbeispielen wurde deutlich, dass konsequenter Schutz geistigen Eigentums wirksam sein kann, während fehlende IP-Strategien erhebliche Risiken bergen. Für europäische Unternehmen seien Patente und Marken daher nicht nur juristische Absicherung, sondern strategische Vermögenswerte zur Sicherung von Innovationen und Marktpositionen.

Nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit entsteht nur im integrierten Zusammenspiel aus Innovation, klarer strategischer Positionierung und konsequenter Umsetzung – das wurde in der gemeinsamen Abschlussdiskussion deutlich. Radikale Diversifikationsschritte können erfolgreich sein, wenn sie organisatorisch abgesichert, mit klaren Verantwortlichkeiten hinterlegt und vom Top-Management getragen werden. Resilienz entsteht dort, wo Unternehmen Innovation systematisch denken, schützen und wirtschaftlich wirksam machen.

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Executive Dialog: Wachstumshebel und Schutzschilder gegen den Wettbewerb in der industriellen Automation & Elektrotechnik

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