München, 11.11.2025

Die Bau- und Immobilienwirtschaft befindet sich in einer strukturellen Umbruchphase. Neben Geschäftsmodellen wird vor allem die zugrundeliegende Finanzierungsstrategie zunehmend zum Erfolgsfaktor.

Im Rahmen des digitalen W&P Executive Dialogs standen daher praxisnahe Strategien im Mittelpunkt, wie Finanzierungsinstrumente gezielt zur Transformation eingesetzt werden können. „Im anhaltend schwierigen Marktumfeld der Bauindustrie rückt die finanzielle Stabilität stärker in den Mittelpunkt. Eine tragfähige Finanzierungsarchitektur ist nicht nur Stabilitätsanker, sondern Voraussetzung für unternehmerische und strategische Freiheit“, so einleitend Dr. Stephan Hundertmark, Partner bei W&P.

Oliver Markschläger, Leiter Bau-/Bauzulieferindustrie bei W&P, verdeutlichte: Trotz der angespannten Lage in der Bauindustrie eröffnen sich Chancen für Unternehmen, die ihre Transformation aktiv steuern. „Der Schlüssel liegt in einer klaren strategischen Priorisierung – im Zusammenspiel von Märkten und Produkten, Operating Model und Finanzierung“, so Markschläger. „Nur wer finanzielle Stabilität und vorausschauendes Liquiditätsmanagement sicherstellt, kann strategische Initiativen mit erhöhtem Kapitalbedarf erfolgreich umsetzen – etwa Industrialisierung der Produktion und Vorfertigung, Digitalisierung, gezielte Zukäufe oder auch Restrukturierungen.“

Im anschließenden Zwiegespräch diskutierte er mit Doreen Laabs, W&P Finance Expertin, welche konkreten Optionen Unternehmen in Sachen Finanzierungsstrategie heute haben: von der Abwägung zwischen bilateralen und konsortialen Finanzierungen über die richtige Nutzung von Aval- und Cash-Kreditlinien bis hin zu zukunftsorientierten Strukturierungsansätzen, die Flexibilität und Liquidität auch in volatilen Marktphasen sichern. Die Diskussion machte deutlich: Banken prüfen ihr Branchenexposure heute sehr genau und achten bei der Kreditvergabe auf zukunftsfähige Geschäftsmodelle, stabile Liquidität und gezielte Investitionen in F&E. Erfolgreiche Finanzierungsstrategien brauchen deshalb vor allem Transparenz, ein klares Verständnis der eigenen Finanzarchitektur und: „Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation! Der proaktive, transparente Austausch mit Banken ist entscheidend, um sich das Vertrauen des Finanzierungspartners zu sichern“, so Laabs. Unternehmen sollten nicht erst dann auf die Bank zugehen, wenn sie „mit dem Rücken an der Wand stehen“, unterstrich auch Oliver Markschläger.

Deutlich wurde: Langfristige Kreditlinien, ausreichende Liquiditätsreserven, flexible Covenants und die Vermeidung von Klumpenrisiken durch Konsortialkredite oder breit gestreute Bankpartner sind zentrale Erfolgsfaktoren für stabile, diversifizierte und vorausschauend gestaltete Finanzierungsstrukturen. Auch die Nutzung alternativer Finanzierungsquellen und Förderprogramme können zusätzlich die Handlungsfähigkeit und Resilienz stärken.

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