In der Vergangenheit haben Unternehmen erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt, um ihre Innovationskraft zu steigern. Doch die Realität zeigt: Entwicklungszyklen dauern oft zu lange – und sind geprägt von geringer Transparenz in den Prozessen. Wie also die Time-to-Market gezielt verkürzen, um Innovationen schneller verfügbar zu machen und Wettbewerbsvorteile zu sichern? Beim digitalen Executive Dialog „F&E meets SAP“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit Milliarum und HAVER & BOECKER gaben Experten aus Beratung und Industrie praxisnahe Einblicke in systemgestützte Controlling-Ansätze – mit SAP EPPM als technologischem Hebel.
„Bisher fehlt es häufig an Transparenz und Tools als Basis für eine Optimierung des Time-to-Market“, so eröffnend Dr.-Ing. Dirk Artelt, Managing Partner bei W&P. Ein professionelles, systemgestütztes F&E-Controlling könne hier den entscheidenden Unterschied machen: Es schafft Transparenz, identifiziert Engpässe und ermöglicht datenbasierte Entscheidungen. „Damit werden Entwicklungszyklen besser planbar, steuerbar und messbar.“
Simon Moser, Leiter des Competence Centers Innovation & New Business bei W&P, beobachtet: „Viele Unternehmen stochern im Nebel, wenn es um die Erfolgsmessung ihrer F&E geht: Datensammlungen werden nicht systematisch analysiert und zur Steuerung genutzt, Tools zur Erfassung und Auswertung nur stiefmütterlich gepflegt, Projektabweichungen bleiben folgenlos, Ressourcenengpässe unberücksichtigt.“ Um den vollen Nutzen des F&E-Managements zu realisieren, müssten drei Kernelemente in Einklang gebracht werden: ein adressatenspezifisches Set an Kennzahlen, valide Daten & akzeptierte Tools sowie eine kennzahlenbasierte Führungskultur.
Wie ein solcher Ansatz konkret in SAP EPPM abgebildet werden kann, veranschaulichte Steffen Wester-Ebbinghaus, Geschäftsführer von Milliarum. Er zeigte auf, wie mit einem einzigen zentralen Tool eine vollständige Übersicht aller Projekte inklusive relevanter Statusinformationen ermöglicht wird. Ergänzt um einen Chatbot mit ChatGPT-Funktionen lassen sich SAP-Systeme nicht nur intuitiver bedienen, sondern auch deutlich effizienter nutzen.
Im anschließenden Werkstattgespräch diskutierten Dr.-Ing. Dirk Artelt und Marvin Brox, Projektkoordinator beim Maschinenbauer HAVER & BOECKER, zentrale Erfolgsfaktoren für eine zielgerichtete Projektsteuerung im Spannungsfeld von Kunden- und F&E-Projekten. Sie betonten, dass eine frühzeitige Integration von Steuerungsinstrumenten und die Definition geeigneter Kennzahlen – etwa der Rückmeldequote – essenziell sei, um operative Risiken zu minimieren und gleichzeitig Raum für Innovation zu schaffen.
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