München, 10.04.2018

New Business: Start-ups sind Chancenbereiter!

Wenn etablierte Geschäftsmodelle an ihre Grenzen stoßen, sind neue Geschäftsideen gefragt. Doch wer im „New Game“ mitmischen will, muss sich vom angestammten Kerngeschäft entfernen und neue Wege gehen. Die Basis: Ein professionelles New Business Management. Wie das konkret aussehen kann? Die Branchenwerkstatt New Business von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Frankfurt lieferte branchenübergreifende Impulse.

Für Prof. Dr. Tim Hosenfeldt, Senior Vice President Technologiestrategie & Innovation der Schaeffler AG, ist klar: Ein systematischer Innovationsprozess ist das Fundament, um Innovations- und New Businessprojekte effektiv und effizient voranzutreiben. Neben transparenten Entscheidungen für alle Beteiligten im Planungsprozess und einer anfänglichen Marktbetrachtung ist es wichtig, die Frage zu klären: „Haben wir für die neuen Geschäftsfelder die entsprechenden Kompetenzen im Unternehmen und wer sind gegebenenfalls die richtigen Partner – zum Beispiel Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Start-ups?“ Denn nur mit den passenden Fertigkeiten lassen sich radikale Innovationsprojekte umsetzen und damit zusätzlich zu heutigen Geschäftsfeldern ein nachhaltig profitables Wachstum generieren.

Johannes Spannagl, Managing Partner bei W&P, misst dabei den Start-ups eine besondere Bedeutung zu: „Sie können etablierte Unternehmen mit Geschäftsideen befeuern, interne Beharrungskräfte durchbrechen und den Innovationsprozess durch ihre Dynamik und Flexibilität beschleunigen. Kurzum: Start-ups sind Chancenbereiter!“

Start-up Unternehmer Yüksel Sirmasac, Gründer und CEO der Rockethome GmbH betont in diesem Zusammenhang: „Start-up bedeutet nicht, dass man in Sachen Qualität und Zuverlässigkeit Abstriche machen kann! Im Gegenteil: Die Anforderungen sind höher als bei alt-eingesessenen Unternehmen.“ Entscheidend seien für die ersten Jahre deshalb auch Wegbegleiter und Partner, die an das Geschäftsmodell glauben und nach vorne bringen, um erfolgreich zu sein.

Dr. Philipp Strack, Head of New Venture der Carl Zeiss AG, betont die Bedeutung eines strukturierten New Business Management, aber „methodische Ansätze in allen Ehren - in der Praxis ist es doch so: Viele der beispielsweise digitalen Optikthemen, die für Zeiss relevant sind, liegen oft auf der Hand.“ Unverzichtbar sei deshalb eine hohe Entscheidungsgeschwindigkeit im kleinen Kreis, wobei New Ventures nach Wichtigkeit kategorisiert, aber nicht zu Tode analysiert werden sollten.

„Unternehmen, die fundiertes Zukunftswissen in einer New Business Strategie erarbeiten und verankern sowie einen starken Teamgedanken leben, werden im Wettbewerb erfolgreicher sein – das gilt für Start-ups und etablierte Player gleichermaßen“, resümiert Dr. Dirk Artelt, Leiter Innovationsmanagement & New Business bei W&P.

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