München, 15.12.2016

W&P Trendometer 2017: Endlich Licht im digitalen Nebel?

Welche Trends geben im Jahr 2017 branchenübergreifend in Unternehmen den Ton an? Welche Themen scheuchen sie aus der „Komfortzone“? Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) hat rund 13 Branchen - von Maschinen- & Anlagenbau, Medizintechnik über Bauzulieferer hin bis Konsumgüter – unter die Lupe genommen. Das zentrale Ergebnis: Die digitale Unternehmenszukunft treibt alle um – doch die Anstrengungen vieler Player konzentrieren sich fast ausschließlich auf die Digitalisierung von Leistungsangeboten. So spielen die Entwicklung smarter Produkte und Services sowie die Anpassung der Prozesse hin zum Kunden (front end), und auch die Nutzung von Smart Data in 2017 eine zentrale Rolle. Eine übergreifende digitale Strategie, die Anpassung der back end-Prozesse sowie Organisation und Kultur inklusive Finanzierung werden jedoch noch stiefmütterlich behandelt.

Eines wird in allen Märkten deutlich: Nur langsam kommt „Licht in den digitalen Nebel“. Da einige Pioniere aber bereits Marktfelder mit smarten Produkten und Services besetzen, müssen sich die anderen Player endlich proaktiv um Lösungen bemühen. 2017 werden hauptsächlich noch operativ naheliegende Themen wie smarte Produkte und Services überdacht - „Vernetzung und Bedienbarkeit per App“ wird deshalb als einer der wichtigsten Trends genannt. Auch die „Beherrschung der Supply Chain“ sowie die Vorteile der unternehmensinternen Prozessverzahnung (end-to-end) stehen auf der Agenda, smarte Innovationsprozesse, das entsprechende Marketing und Vertriebsprozesse sowie eine smarte Produktion haben jetzt mehr Unternehmen auf dem Radar. Besonderes Augenmerk liegt außerdem auf der intelligenten Nutzung von Daten. Viele Unternehmen erkennen den Wettbewerbsvorteil, den sie durch den Einsatz digitaler Technologien wie Smart Data Analytics realisieren können. „Ran an den Datenschatz!“. Ein entscheidender Punkt, nämlich die Mitarbeiter fit für die Digitalisierung zu machen, findet ebenfalls zunehmend Beachtung.

Digitalisierung scheint also insgesamt immer besser verstanden, doch tasten sich die meisten Unternehmen auch in 2017 noch über Einzelthemen heran. Eine vollständige Integration der fünf entscheidenden Ebenen im Unternehmen - Strategie, Leistungsangebot, end-to-end Prozessintegration, smarte Daten sowie die Organisation und Kultur – wie im W&P Digitalisierungshaus (siehe Grafik) abgebildet – trauen sich noch die wenigsten zu. Von einer entsprechenden strategischen Positionierung im Themenumfeld Digitalisierung oder gar einem „digitalen Selbstverständnis“ zu sprechen, scheint also verfrüht - obwohl dies zukunftsentscheidend sein wird, denn: Digitalisierung ist Chefsache und muss ganzheitlich angegangen werden!

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