München, 28.01.2015

W&P Studie: Chemiestandort Deutschland - Attraktivität in Gefahr?

Noch überwiegen für mittelständische Unternehmen der chemischen Industrie die Standortvorteile im Inland. Doch die Attraktivität des Standortes Deutschland hat sich in den letzten fünf Jahren verschlechtert - wunder Punkt ist vor allem die kostenseitige Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich. Konkrete Ideen, wie der Mittelstand damit einhergehenden Herausforderungen begegnen kann, sind rar. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Die Wettbewerbsfähigkeit des Chemiestandortes Deutschland - Bestandsaufnahme, Bewertung und strategische Konsequenzen, insbesondere für mittelständische Unternehmen" von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) in Kooperation mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI). Doch die Branchenexperten von W&P sind sich einig: Es gibt strategische Hebel, die die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands in der Chemiebranche auf Dauer sicherstellen können.

70% der Unternehmen, vor allem größere Mittelständler, messen dabei der Stärkung der Innovation die höchste Bedeutung bei. Auch in Bezug auf Individualisierung und Kundenbindung wollen mehr als 60% der Unternehmen einen Schritt voraus sein. Ebenfalls mehr als 60% der Mittelständler beschäftigen sich mit der verstärkten internationalen Ausrichtung ihres Geschäfts, um das geringe europäische Wachstum zu kompensieren. Gelegentlich wurde auch die Optimierung der Wertschöpfungsstrukturen und nur selten die Überprüfung der grundsätzlichen unternehmerischen Ausrichtung genannt.

"Die Antworten überraschen nicht - eher beunruhigend ist die Tatsache, dass es wenig konkrete Ideen und Impulse gibt, wie die Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer gesichert werden kann", so Dr. Karl-Martin Schellerer, Studienleiter und Branchenexperte bei W&P. "Wie kann man einen Wettbewerbsvorteil erlangen, wenn alle Firmen das gleiche Ziel anstreben? Wo ist der wirkliche Differenzierungsfaktor? Das sind wichtige Fragen, die Unternehmer zeitnah beantworten müssen!" Unstrittig ist, dass Kundennähe ein Erfolgsfaktor für den chemischen Mittelstand darstellt. Gerade deshalb muss sie als Unternehmensaufgabe und nicht als Vertriebsthema verstanden werden. Für Schellerer ist auch Internationalisierung nur auf den ersten Blick der einfachste Wachstumsweg: "Der Mittelstand steht vor der Herausforderung, in Auslandsmärkten in die Breite zu gehen - also auch weniger potenzialträchtige Länder anzugehen oder lokale Kunden mit geringeren Produktansprüchen und geringerer Preisbereitschaft zu bearbeiten".

Fazit: Gerade die Komplexität der globalen Verflechtungen in der Chemieindustrie, der sich auch der deutsche Mittelstand nicht entziehen kann, macht das Überprüfen der eigenen Aufstellung und des Geschäftsmodells unausweichlich. Erleichtern veränderte Standortfaktoren ausländischen Wettbewerbern das Eindringen in den deutschen Markt? Ergeben sich daraus Kostennachteile bei der internationalen Ausrichtung deutscher Unternehmen? Diese Fragen müssen jetzt geklärt werden.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte auch der unten stehenden Pressemitteilung des VCI.Lesen Sie zum Thema auch den Artikel "Wettbewerbsfähigkeit Deutschland - Mittelständische Chemie warnt vor Verlust der Standortattraktivität" im Branchenmagazin Chemanager: Zum Artikel

Die Studie "Die Wettbewerbsfähigkeit des Chemiestandortes Deutschland" kann unten stehend heruntergeladen werden.

Für weitere Informationen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
 
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