München, 27.10.2010

Licht an oder Licht aus in der deutschen Leuchtenindustrie? LED-Revolution zwingt Unternehmen zum Strategiewechsel

Für die Beleuchtungsbranche bricht ein neues Zeitalter an: Der aktuelle Technologiewandel durch LED und OLED bringt einen Umbruch des Marktes mit sich. Eine massive Marktkonsolidierung steht an - gut die Hälfte aller deutschen Player sind mittel- bis langfristig gefährdet. Damit in der inländischen Leuchtenindustrie nicht die Lichter ausgehen, müssen Unternehmen die Potenziale der Veränderung jetzt nutzen. Einziger Weg: Die schnelle Verabschiedung von traditionellen Strukturen und die Neukonfiguration des Geschäftsmodells - denn die Verdrängung durch Anbieter aus Fernost ist bereits in vollem Gange.

Eine aktuelle Marktanalyse von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) zeigt: Deutsche Leuchtenhersteller spielen im reifen, stagnierenden Heimatmarkt eine zunehmend geringere Rolle, viele werden bald um ihr Überleben kämpfen müssen. Denn lag das Marktvolumen im deutschen Beleuchtungsmarkt im Jahr 2005 noch bei 2,18 Milliarden Euro, machte es 2009 nur noch 1,91 Milliarden Euro aus - und das bei gleichzeitig steigender Importquote um 16,5 Prozent. Im vergangen Jahr mussten die inländischen Hersteller sogar einen Umsatzrückgang von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Die Krise 2008/2009 allein ist dafür nicht verantwortlich. Veränderte technologische Kompetenzanforderungen sowie die stärker werdende asiatische Konkurrenz gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Es wird nicht ausreichen den Bedeutungsrückgang auf dem heimischen Markt nur durch das Exportventil (+17,6 Prozent seit 2005) zu kompensieren. Aus Sicht des Branchenexperten Johannes Spannagl, Mitglied der Geschäftsleitung bei W&P, laufen rund die Hälfte aller deutschen Anbieter Gefahr, innerhalb der nächsten 5-10 Jahre komplett vom Markt zu verschwinden. Einziger Lösungsansatz: Eine Neukonfiguration des Geschäftsmodells.

An vorderster Stelle müssen dabei Investitionen in Forschung & Entwicklung stehen, um sich eine Vorreiterrolle im bei LED- und OLED-Technologie zu sichern: "Technologiezyklen werden immer kürzer und erhöhen den Druck auf die Branche", weiß Spannagl. "LED und OLED werden sich kurzfristig zum Standard entwickeln - wer diesen Standard nicht bedienen kann, muss einpacken!" Besonders wichtig sei dabei auch der Aufbau neuer Kernkompetenzen in den Bereichen Software und Programmierung - nur so könne man beim schnelllebigen Technologiewandel künftig Schritt halten.

Da Leuchten künftig nicht mehr nur autarke Einzelkomponenten darstellen, sondern sich vielmehr zum Bestandteil eines intelligenten, integrierten Licht- oder Gebäudemanagementsystems entwickeln, bieten sich auch im Projektgeschäft völlig neue Perspektiven: Die Planung und Gestaltung professioneller Lichtmanagementsysteme und Beleuchtungskonzepte sollte einen festen Platz im Angebotsportfolio haben. Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Neugestaltung von Vertriebs- und Vermarktungskonzepten.

Das Fazit der Marktanalyse von W&P: Nur wer jetzt die richtigen Weichen stellt und sein Geschäftsmodell den neuen Herausforderungen anpasst, kann die aktuellen Entwicklungen auf dem Beleuchtungsmarkt als Chance nutzen und sich künftig im internationalen Wettbewerb behaupten.

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