Wenn ein geschäftsführender Gesellschafter ausscheidet, verändert sich die strategische „Statik“ eines Familienunternehmens. Entscheidend ist, ob die Einheit von Eigentum und Führung erhalten bleibt oder die Familie in die reine Gesellschafterrolle wechselt und ein Fremdmanager übernimmt.
Entsprechend darf die Strategie nicht an Personen hängen, sondern muss institutionell verankert sein. Doch die aktuelle W&P Studie "Strategisches Management in Familienunternehmen" zeigt: Zwar haben 64 % der Unternehmen ihre Strategie schriftlich formuliert, aber nur 36 % quantifizieren sie vollständig und lediglich 24 % klar.
Gleichzeitig verändern neue Gesellschaftergenerationen die Erwartungshaltung insbesondere im Hinblick auf Kapitalrendite und Vermögensbindung. Wer diese Dimension frühzeitig berücksichtigt, erhöht die Stabilität des Unternehmens unabhängig davon, wer an der operativen Spitze steht.
W&P Managing Partner Dr.-Ing. Dirk Artelt und Jürgen Gottinger, Mitglied der Geschäftsleitung, in der aktuellen Unternehmer Edition.