W&P Kommentar
München, 03.12.2014

Industrie 4.0 - "Reset" fürs gesamte Unternehmen?

Kommentar von Dr. Mathias Döbele, Leiter Maschinen- und Anlagenbau bei Dr. Wieselhuber & Partner
Dr.-Ing. Mathias Döbele
Leiter Maschinen- und Anlagenbau 

Alle Welt spricht über Industrie 4.0. Und obwohl sie heute noch mehr Vision wie Realität ist - Potenziale für Unternehmen birgt sie bereits jetzt. Deshalb machen sich schon viele Unternehmen Gedanken darüber, wie sie sich in der Industrie 4.0 zukünftig eigentlich aufstellen wollen. Grundsätzlich gibt es hier zwei Möglichkeiten: Zum einen kann die eigene Produktion nach Industrie 4.0-Gesichtspunkten gestaltet werden, um die damit verbundenen Effizienzpotenziale zu heben. Zum anderen können neue Nutzenpotenziale für den Kunden geschaffen werden, indem Industrie 4.0 innerhalb der eigenen Produkte und Leistungen angeboten wird.

Häufiges Ergebnis dieser Überlegungen? In der Regel erfährt das Geschäftsmodell eines Unternehmens mittelfristig eine stärkere Serviceorientierung. Dadurch wird die eigene Wertschöpfung als Teil eines übergeordneten Ganzen begriffen - Flexibilität und Wandlungsfähigkeit werden Bestandteil eines neuen Selbstverständnisses. Durch das Angebot von Services können die dem Unternehmen vor- und nachgelagerten Prozesse bzw. Marktteilnehmer stärker integriert, Anforderungen und Bedürfnissen so zeitnah wie nie zuvor nachgekommen werden.

Doch auch kurzfristig zu realisierende Möglichkeiten liegen auf dem Weg zur Industrie 4.0: Alle Initiativen in "Eigenregie", die das Unternehmen effizienter in der Wertschöpfung oder innovativer am Markt machen, können zum entscheidenden Erfolgsfaktor werden. Denn damit werden ideale Voraussetzungen geschaffen, um von den richtig großen Potenzialen zu profitieren sobald der Netzwerkeffekt greift. Dennoch: Eine komplette Neuaufstellung zur Industrie 4.0 kann nur von allen Beteiligten gemeinsam bewerkstelligt werden. Und die besteht nicht darin, lediglich neue Organigramme zu zeichnen. Das "Reset" in Sachen Aufstellung verlangt wesentlich mehr: Eine grundsätzliche Veränderung in der Zusammenarbeit von Menschen.

Für weitere Informationen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
 
Ihr Ansprechpartner
Stephanie Meske
Public Relations
 
Telefon
+49 89 / 286 23 139

Fax
+49 89 / 286 23 290

 
Kontaktieren Sie uns
 
Themenrelevante Inhalte
Die Digitalisierung als technologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel trifft jedes Unternehmen –...
mehr
Agenda 18:00 Empfang/Eintreffen 18:15 Begrüßung und...
mehr
Agenda 18:00 Empfang/Eintreffen 18:15 Begrüßung und...
mehr
Mitteilung, 06.06.2019
Küchen bieten sich bestens für smarte Anwendungen an. Doch welche individuellen Bedürfnisse haben unterschiedliche Küchenkäufer? Wie...
mehr
Mitteilung, 29.05.2019
Die Wertschöpfungskette-Bau steht am Anfang einer Revolution. Building Information Modeling (BIM) ist dabei nur ein kleines Puzzleteil:...
mehr
Start-Ups entstehen auf der grünen Wiese. Doch der „Greenfield-Ansatz“ ist harte Realität, Trial & Error sind an der...
mehr
Die Verunsicherung der Kunden in Folge des Dieselskandals sowie die Umstellung auf den Abgas- und...
mehr
Beim Weltwirtschaftsforum 2018 wurde das bekannte 24/7-Prinzip um eine aktualisierte Variante ergänzt: 25/8. Ein Ausdruck für die...
mehr
Die Digitalisierung in der SHK-Branche ist seit Jahren in aller Munde. Auf der ISH 2019 wird das nicht anders sein. Smart Home ist...
mehr
Durch den stetig zunehmenden Preis- und Wettbewerbsdruck stehen Unternehmen in der Pflicht, vorhandene...
mehr