W&P Kommentar
München, 05.02.2020

Bau-Wertschöpfungskette - endlich digital? oder: Warum die digitalBAU die richtige Messe zum richtigen Zeitpunkt ist!

Kommentar von Florian Kaiser, Partner und Leiter des Geschäftsbereichs Bauzulieferindustrie, Dr. Wieselhuber & Partner
Florian Kaiser
Partner 

Endlich bewegt sich etwas! Die Digitalisierung in der Bau-Wertschöpfungskette und ihre Potentiale wird kaum noch in Frage gestellt. Es überwiegt die Erkenntnis, dass da im Moment eine große Revolution mit umfassenden Chancen Fahrt aufnimmt. Nicht zuletzt die erstmalige Veranstaltung der Messe digitalBAU 2020 kommende Woche zeigt: Aus „Zukunftsmusik“ wird Branchenrealität!

Doch worauf kommt es konkret an bei der Digitalisierung der Wertschöpfungskette-Bau? Auf ihren verschiedenen Stufen müssen die zahlreichen Chancen ganz unterschiedlich aufgegriffen und weiterentwickelt werden, um sie in die eigene strategische Ausrichtung zu integrieren - und so die Zukunftsfähigkeit zu sichern. Große Herausforderung dabei: Die weitere, absehbare gute Auftragslage vieler führender Hersteller und Verarbeiter im deutschen Kernmarkt. Sie verspüren derzeit keinerlei Druck, über fundamentale Änderungen ihrer Strategie nachzudenken. Doch gerade jetzt sollten sich sämtliche Spieler der Wertschöpfungskette vom Planer, über Hersteller, Handel bis hin zum Verarbeiter ambitioniert und vorausschauend für die Spielregeln der Zukunft aufzustellen! Denn so viel ist sicher: Jeder einzelne wird unter der Überschrift „integrale Planung/Digitalisierung“ seine eigenen tradierten Verhaltensweisen und Geschäftsmechaniken über kurz oder lang überdenken müssen. Wie genau?

Weiterdenken!
Digitalisierung entfaltet gerade dann ihr volles Potential, wenn bestehende Strukturen und Muster umfassend in Frage gestellt werden. Sowohl Prozesse als auch Leistungsangebote und Lösungen für den Kunden sind mit innovativen Ideen auf ein neues Niveau zu heben.

Digitalisierung auch in der Marktbearbeitung
Vielfältige Zielgruppen verlangen eine saubere Abbildung der differenzierten Customer Journey, ihre detaillierte Kenntnis, eine konsequente Kundenorientierung und die Abbildung dieser Details in einem effizienten Datenmodell sind das Fundament.

Digitale Kompetenz aufbauen!
Noch ist digitale Kompetenz in Unternehmen häufig Mangelware – da sie aber am Markt zunehmend zum Engpass wird, ist es fünf vor 12 für Kompetenzaufbau.

Traditionen hinterfragen!
Geschäftsmodelle, die an „traditionellen Spielregeln“ wie z.B. 3-Stufigkeit, Rolle des Großhandels, Autonomie des Handwerks rütteln, werden wie ein Tabu behandelt. Damit werden wertvolle Chancen vertan.

Bedrohungen antizipieren!
Externe Player, egal ob Apple, Amazon oder dynamische Neugründungen, werden noch nicht ausreichend ernst genommen. Die disruptive Revolution z.B. von Plattformen auf Ebene von Handel und Verarbeitung, die derzeit entwickelt werden, wird noch nicht erkannt.

Eine Veranstaltung wie die digitalBAU ist damit die richtige Messe zum richtigen Zeitpunkt: Vielversprechende, vielfältige Ansätze werden den ein oder anderen Entscheider aufrütteln und inspirieren, die eigene Zukunftsfähigkeit aktiv zu gestalten! Vielleicht kann die Branche dann in 5 bis 10 Jahren vermelden: Bau endlich digital!
 
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