Branchenstudie: Food & Beverages 2011

Schwierige Zeiten für die deutsche Nahrungsmittelindustrie: Die Preise vieler Rohstoffe sind stark gestiegen, weitere Anpassungen nach oben scheinen unausweichlich. Die Nachfrage in etablier-ten Märkten stagniert. Und das Wachstum in jungen Auslandsmärkten ist vielfach durch eine geringe Bekanntheit der Marken begrenzt. Welche Strategien helfen in dieser Situation weiter? Welche Handlungsoptionen haben sie in der "Sandwichlage" zwischen Preis- und Kostendruck?

Antworten gibt die Branchenstudie "Food & Beverages 2011" von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) und WestLB.

Management Summary

Aus tiefer Marktbetrachtung und einer umfangreichen Unternehmensbefragung von Entscheidern zu den Herausforderungen von Herstellern und Handelsunternehmen aus der Food & Beverages-Branche sind folgende Kernaussagen festzuhalten:

Die Unternehmen spüren inzwischen den kräftigen Anstieg der Rohstoffpreise der vergangenen Monate bei fast allen Vorprodukten, sei es bei Energie oder bei „Soft Commodities“. Die wichtigen Rohstoffe für die Lebensmittelindustrie steigen im Trend aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung, des sich ändernden Konsumverhaltens in den Emerging Markets und Modifikationen im Verwendungszweck der Rohstoffe. Auch angebotsseitige Einflüsse spielen eine erhebliche Rolle. Spekulative Elemente werden als nachrangig eingeschätzt.

Die Mehrheit der Entscheider rechnet mit weiteren Preissteigerungen und zunehmend volatilen Preisentwicklungen. Die Hälfte geht von einer nachhaltigen Verknappung wichtiger Vorprodukte aus. Die wichtigsten Antworten, um dieser Herausforderung zu begegnen, sind eine forcierte Preisüberwälzung und eine zunehmende Kontrolle der Wertschöpfungskette. Horizontale und vertikale Kooperationen stellen für viele eine Strategiealternative dar, um Skaleneffekte zu heben und Risiken zu reduzieren.

Die deutsche Lebensmittelindustrie und der Handel sehen sich seit Jahrzehnten mit sich ändernden Verbrauchsgewohnheiten konfrontiert. Grundtenor der vergangenen Jahre ist jedoch eine weitgehend stagnierende Entwicklung der vermeintlich „gesättigten Märkte“. Das Wachstumspotenzial für den inländischen Markt wird vielfach als gering angesehen.

Um Wachstumspotenziale zu nutzen, fokussieren sich die meisten der befragten Unternehmen auf eine gezielte Internationalisierungsstrategie. Den Schwerpunkt bilden hier vor allem die wachstumsstarken Emerging Markets. Unternehmen, deren Fokus auf dem Inlandsmarkt liegt, sehen weitere Wachstumsmöglichkeiten primär in einem Ausbau der Nischenpositionierung und/oder in Form ständiger Produktinnovationen.

Die Ergebnisse dieser Studie belegen, dass die Herausforderungen der deutschen Food & Beverages-Industrie trotz eines wohlwollenden gesamtwirtschaftlichen Umfeldes groß sind und auch bleiben. Die herausgearbeiteten strategischen Antworten stellen u.E. keine Patentrezepte sondern Best-Practice-Lösungen dar. Angesichts der spezifischen Ausgangslage und Wettbewerbssituation jedes Einzelunternehmens ist die zielgerichtete Auswahl der individuellen – zum Teil vorgestellten – Instrumentarien eine der wichtigsten Managementaufgaben, die auch in Zukunft einen hohen Stellenwert auf der Agenda der Unternehmensentscheider einnehmen wird.
Inhaltsverzeichnis 
Einleitung

Rohstoffpreise im Höhenflug – Herausforderung für Hersteller und Handel

Rohstoffmärkte im Überblick – Befund, Treiber, Ausblick

Entwicklung ausgewählter Rohstoffe

Rohstoffpreise als Belastungsfaktor

Gesättigte Inlandsmärkte – geht da noch etwas?

Langfristige Veränderung der Nachfragemuster

Ergebnisse der Befragung: Ausreichend Handlungsoptionen vorhanden

Ablauf der Untersuchung

Weiter steigende Rohstoffpreise und Volatilitäten erwartet

Gesättigte Märkte: Fakt oder Fiktion?

Strategische Antworten

Abschöpfen und veräußern

Wachstum und Rohstoffsicherung durch Internationalisierung

Abhängigkeiten schaffen durch Nischendurchdringung

Risiken reduzieren durch Wertschöpfungskontrolle/-verflechtung

Kernkompetenzen nutzen und neue Geschäfte erobern
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