Restrukturierung
Durch die Restrukturierung des Unternehmens wird Ballast abgeworfen, unrentable Kunden und Sortimente aussortiert, die Wertschöpfung verdichtet und die Verlustquellen eliminiert.

 
 
Stabile Basis für die Zukunftsentwicklung des Unternehmens
Komplexität und Vielfalt der Geschäfte nehmen meist kontinuierlich zu, der Break even steigt und Wertevernichter schmälern den Ertrag, den die Wertetreiber eigentlich abwerfen. Zukäufe von Geschäften und Unternehmen bringen häufig eine „parallele Welt“ mit eigenen Prozessen und Strukturen ins Haus. Die „Blindleistung“ nimmt zu, die Ertragssituation verschlechtert sich, das Unternehmen läuft unter Umständen Gefahr, Kreditauflagen zu verletzen. Durch eine Restrukturierung werden die Dinge wieder zurechtgerückt und die Ertragskraft zurückgewonnen.

Durch die Restrukturierung des Unternehmens wird Ballast abgeworfen, unrentable Kunden und Sortimente aussortiert, die Wertschöpfung verdichtet und die Verlustquellen eliminiert. Beginnend beim Markt und seinen -anwendungsorientiert, nicht nach Produkten segmentierten – Marktsegmenten stehen Zielgruppen-, Kunden- und damit Sortimentsstrukturen im Mittelpunkt unserer Betrachtungen.
Die Mengengerüste müssen zu den Strukturen passen, sonst bleibt der Ertrag unter dem Mindestniveau. Die Produkt- und Sortimentsstruktur muss so modulbar wie möglich aufgebaut sein, nur das garantiert einen kundennahen Variantenpunkt und damit eine ruhige Wertschöpfung durch geringe Vielfalt und Komplexität.

Wir prüfen mögliche Skalierungseffekte, alternative Kostendegressionskurven und ermitteln, ob für alle Geschäfte, Standorte und Funktionen die Mindestbetriebsgröße nachhaltig erreicht wird. Dadurch stellen wir sicher, dass die direkten Kosten stimmen und ausreichend Ertrag zur Abdeckung der Fixkosten erzielt wird. Quasi im Gegenstromverfahren passen wir die Fixkosten dem an, was das operative Geschäft tragen kann. In ertragsschwachen Phasen werden Investitionen meist zurückgenommen und strukturelle Anpassungen nicht vorgenommen. Dieser „Stau“ ist dann in der Restrukturierung aufzulösen. Unter Berücksichtigung möglicher finanzieller Restriktionen stellen wir dadurch mit unseren Restrukturierungskonzepten sicher, dass nicht nur kurzfristig ein „Ertragsfeuerwerk“ stattfindet sondern die grundsätzlichen Relationen wieder stimmen und zueinander passen.

Dies umfasst qualitatives Wachstum, Ertragskraft, Investitionsrate, Abschreibung sowie EBITDA und Verschuldungsgrad. Unser Ziel ist Stabilität und Ausgewogenheit von Ertrag, Liquidität und Bilanzrelationen.
 
Schwerpunktthemen
Restrukturierungsaudit
Digitalisierung des Geschäftsmodells, Industrie 4.0, Vertikalisierung oder Global Footprint – alle aktuellen Schlagworte haben eines gemeinsam: sie stehen für Veränderungen und Wandel sowie den damit verbundenen Vorleistungen und Investitionen.
Diese kann das Unternehmen nur dann mit überschaubaren Risiken leisten, wenn die Absprungbasis steht, das aktuelle Geschäft rund läuft, d.h. ausreichend Ertrag und Cashflow abwirft.

Mit dem Restrukturierungsaudit sorgen wir schnell für Klarheit und Transparenz darüber, ob die Basis ausreicht oder ob Potenziale in den Strukturen und in den Prozessen gehoben werden können.

Entscheidend ist dabei, dass nicht Verlustquellen im Altgeschäft das aufzehren, was für die Zukunftsinvestitionen notwendig wäre.
Wir ermitteln deshalb die Potenziale in Kunden- und Sortimentsstrukturen, in der Wertschöpfung sowie in den Unternehmensstrukturen und Overheads.
Wir identifizieren die Notwendigkeit tiefergehender Aktivitäten, leiten Sofortmaßnahmen ein und sorgen damit dafür, dass die Kräfte im Unternehmen gebündelt in die Zukunft investiert werden können.

Konsolidierung von Zukäufen in Konzernen
Mehrmarkenstrategien und das parallele Führen von selbständigen Unternehmen war lange ein Erfolgsfaktor. Mit Unternehmertum und kurzen Entscheidungswegen kann jede Zielgruppe bzw. jeder Distributionskanal spezifisch bearbeitet werden. Im Konzern wird so z.B. ein breites Spektrum von Preissegmenten abgedeckt, ohne das Absatzermittler konzernweite Konditionsforderungen stellen.
Intern werden jedoch selten Synergien wahrgenommen, gerade angesichts der aktuellen Anforderungen hinsichtlich durchgängiger Produktkonfiguration und vertikaler Vernetzung ist das Geschäftsmodell schnell nicht mehr wettbewerbsfähig.

Bei der Konsolidierung von Konzernen verdichten wir deshalb meist Prozesse und Strukturen auf vorab definierten Pfaden, so dass den segmentspezifischen Besonderheiten insbesondere in der Vermarktung, aber auch entlang des Auftrags- und Wertschöpfungsprozesses Rechnung getragen wird. Vor diesem Hintergrund werden dann, wo immer möglich, die Sortimentsstrukturen vereinheitlicht, der Variantenpunkt soweit wie möglich zum Kunden geschoben, Standorte konsolidiert und die Wertschöpfung verdichtet. Marktseitig werden die Vertriebe für Marken und Segmente übergeordnet gesteuert, so dass die Zielbeiträge abgestimmt und aus übergeordneter Gesamtunternehmenssicht stimmig sind.

Wir achten dabei auf eine Flexibilisierung der Wertschöpfung und lösen Haftungsbrücken zwischen Konzerngesellschaften auf. Dadurch ermöglichen wir – wenn zielführend – die Veräußerung von Wertschöpfungsbereichen und die Fokussierung auf Kernkompetenzen.
Ein zentraler Bestandteil der Konzernkonsolidierung ist die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Bilanz- und Finanzierungsstrukturen sowie der entsprechenden Relationen.
Dadurch werden Reserven mobilisiert, unternehmerische Freiheitsgrade geschaffen und Risiken verringert.

Wir erarbeiten nicht nur ein in sich schlüssiges Konsolidierungskonzept, wir leiten auch die erforderlichen Umsetzungsmaßnahmen ab und begleiten den Umsetzungsprozess.

Kostenantriebskräfte identifizieren – Verlustquellen eliminieren
Die Ursache schwacher Erträge sind meist Kostentreiber und weit seltener als immer vermutet, Preisprobleme. Varianz und Vielfalt des Leistungsspektrums nehmen zu, Altes und Bewährtes wird weiter angeboten und nicht aus dem Markt genommen. Kunden- und segmentspezifische Prozesse laufen durch die gleichen Stationen. Die internen Strukturen werden meist immer teurer und wachsen stetig.

Was ist zu tun?
Soll dem Einhalt geboten werden, sind die Kostenantriebskräfte zu ermitteln. Diese können im Markt begründet sein, wie z.B. rückläufige Bestell- und Auftragswerte bei steigender Bestellhäufigkeit oder aber auch intern durch nicht mehr zeitgemäße Strukturen, zu große Overheads und zu ineffiziente Prozesse.

Ähnlich verhält es sich mit Verlustquellen. Diese können Kundengruppen und Marktsegmente sein, die mit zuviel Aufwand oder über den falschen Kanal bedient werden, aber auch Sortimente und Leistungen, die im Wertschöpfungsprozess zu hohen Aufwand verursachen.
Kundengruppen und Vertriebskanäle mit roten Zahlen und ohne Perspektive sind nicht zu tolerieren, Sortimente und Leistungen nur dann, wenn sie für Kunden mit hoher DB unerlässlich sind.
Intern muss die Leistungserstellung flexibel, schnell und mit geringem Aufwand erfolgen. Neben den klassischen Strukturkosten ist insbesondere auf die Prozesskosten zu achten, denn gerade die Individualisierung der Nachfrage verringert häufig den Bestellwert bei steigender Bestellhäufigkeit. Bleiben dann die Prozesskosten konstant, geht der Ertrag in den Keller.

Kernstück unseres Restrukturierungskonzeptes ist deshalb eine klare Zielsetzung hinsichtlich Ertrag, Cashflow und Bilanzrelationen, eine Planung, die die Zielerreichung sicherstellt und mit nachvollziehbaren Maßnahmen und Aktivitäten hinterlegt ist. So stellen wir sicher, dass die Kostenantriebskräfte nicht die Oberhand bekommen.

Independent Business Review
Eine allgemeingültige Definition des Begriffes Independent Business Review (IBR) existiert nicht. Ausgehend vom Wortstamm beruht der IBR auf drei Säulen:

  • Independent: Die Meinung eines externen, unabhängigen Dritten.
  • Business: Konzentration auf das Geschäft eines Unternehmens bzw. eines Unternehmensbereiches, d.h. er umfasst Aussagen zum Geschäftsmodell, zur Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf dessen bisherige (Ist- Daten) und zukünftige Entwicklung (Plan-Daten).
  • Review: Kritische Würdigung des aktuellen oder erwarteten Unternehmensstatus

In der Regel wird deshalb unter dem IBR eine professionelle und unabhängige (Querschnitts-)Analyse und Beurteilung der vergangenheits- und zukunftsbezogenen Lage des Unternehmens verstanden. Insbesondere im Rahmen einer Restrukturierung bietet ein IBR die Bestandsaufnahme der unternehmerischen Leistungsfähigkeit.

Oftmals stellt der IBR eine wesentliche Grundlage bei der Vergabe von (Fremd-)Kapital dar. Durch den Independent Business Review erhalten Eigen- oder Fremdkapitalgeber einen Überblick über das Unternehmen. Kernbereiche der Beurteilung sind dabei: 

  • Analyse der Unternehmensstrategie 
  • Analyse der Unternehmensbereiche, Systeme und Prozesse
  • Beurteilung der derzeitigen Markt- und Wettbewerbssituation inkl. Beurteilung der Positionierung des Unternehmens
  • Darstellung der finanzwirtschaftlichen Ist-Situation inkl. kritischer Beurteilung der aktuellen Ertrags-, Vermögens- und Finanzierungslage
  • Analyse der Gründe für ein etwaiges Nichterreichen von Zielen in der Vergangenheit
  • Beurteilung der Unternehmensplanung hinsichtlich der Plausibilität der zugrundeliegenden Planungsannahmen und der Erreichbarkeit der angestrebten Ziele in Anbetracht zukünftiger Markttrends
  • Bei Bedarf: Indikative Bewertung des Unternehmens

Bei Bedarf liefert der IBR auch die Grundlage für klassisches Sanierungskonzept und wird oftmals auch mit dem Begriff „S6-Readiness“ verbunden.

    Zusammenfassend kann man sagen: Der IBR liefert somit nicht nur den potenziellen Kapitalgebern wie Banken und Aktionären, sondern auch dem Management bzw. den Aufsichtsorganen die notwendige Transparenz und Grundlage, um fundierte und für alle Stakeholder nachvollziehbare Entscheidungen treffen zu können.
     
    Unser Beratungsansatz
    Unsere Erfahrungen im Bereich Restrukturierung sind vielfältig und erstrecken sich auf zahlreiche inhabergeführte Unternehmen in den verschiedenen Branchen des Mittelstandes.

    Wir berücksichtigen stets die Anforderungen von Kunde und Markt sowie die Besonderheiten des Unternehmens. 

    Wir machen die Kostenantriebskräfte transparent, ermitteln die Wertetreiber und Wertevernichter durch Zurechnung der aktuellen Vollkosten und spiegeln diese an den Anforderungen des Marktes und den Bedürfnissen der Kunden.

    Wir setzen das Ist in Relation zu Benchmarks und leiten daraus konkrete Ziele und Sollvorgaben ab, die es im Projekt zu erreichen gilt.

    Wenn wir Dinge abschneiden, haben wir immer die marktseitigen Konsequenzen im Blick. Neue Strukturen und Prozesse, entwickeln wir auf der Grundlage von Vorgaben und KPI´s, alle Anpassungen erfolgen vor dem Hintergrund der Frage, wie das Unternehmen denn heute „neu“ aufgebaut würde (Greenfieldansatz). Unser Anspruch ist es, die Dinge nachhaltig und langfristig in Ordnung zu bringen und nicht nur kurzfristig wirksame Effekte zu erzielen. Mögliche Restriktionen, die sich aus der Finanzierbarkeit von Restrukturierungsmaßnahmen ergeben, machen wir nicht nur transparent, sondern wir identifizieren die mit vorhandenen Mitteln bestmöglich erreichbaren Effekte.

    Mit der Restrukturierung des Unternehmens schaffen wir eine tragfähige und stabile Ausgangsbasis für Wachstum, neue Geschäfte – den Aufbruch zu neuen Ufern.

    Als unabhängige Top-Management-Beratung vertreten wir einzig und allein die Interessen unserer Auftraggeber zum Nutzen des Unternehmens und seiner Stakeholder. Wir wollen nicht überreden, sondern geprägt von Branchenkenntnissen, Methoden-Know how und langjähriger Praxiserfahrung überzeugen. Und dies jederzeit objektiv und eigenständig.

    Unser Anspruch ist es, Wachstums- und Wettbewerbsfähigkeit, Ertragskraft und Unternehmenswert unserer Auftraggeber nachhaltig zu steigern.
     
    Publikationen
    Digitalisierung, das Internet der Dinge, Industrie 4.0: Politik und Öffentlichkeit haben spätestens seit der Hannover-Messe 2015 ein neues Lieblingsthema, dem sich unzählige Veröffentlichungen und Veranstaltungen widmen. Häufiger als mögliche...

    Anleihe-Emissionen sind für den Mittelstand attraktiv. Bei wirtschaftlicher Schieflage eines Emittenten jedoch gelten besondere Rahmenbedingungen bei der Unternehmensrestrukturierung. Die Studie "Restrukturierung von Unternehmensanleihen - Fünf Jahre...

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    Dr. Wieselhuber & Partner ist das erfahrene, kompetente und professionelle Beratungsunternehmen für Familienunternehmen, für Sparten und Tochtergesellschaften von Konzernen unterschiedlicher Branchen. Wir sind spezialisiert auf die unternehmerischen...

    Berater von Dr. Wieselhuber & Partner sind Lotsen, die ein Unternehmen in verschiedenen Situationen mit ihren Erfahrungen und Kenntnissen hilfreich unterstützen. Wir legen gemeinsam mit unserem Auftraggeber den Kurs fest und wirken mit, daß dieser...

     
    Ihre Ansprechpartner
    Dr. Volkhard Emmrich
    Managing Partner
    Volker Riedel
    Partner
    Lars Richter
    Partner
    Florian Frank
    Mitglied der Geschäftsleitung

     
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