München, 07.11.2019

Organisation 2020+: Neues Rollenbild für den CEO

Bei der Zukunftsgestaltung der Organisation herrscht bei vielen Unternehmen dringender Handlungsbedarf. Wie Schlagkraft, Schnelligkeit, Effizienz und Flexibilität in der Organisation gesteigert werden können? Namhafte ReferentInnen lieferten Impulse auf dem W&P-Unternehmerforum „Organisation 2020+“ in Frankfurt.

„Organisationsgestaltung heißt nicht nur Strukturmodelle und Kernprozesse! Sie muss vielmehr Kultur, Geschäftsmodell und Reifegrad eines Unternehmens berücksichtigen“, umriss einleitend Prof. Dr. Norbert Wieselhuber, Gastgeber und Managing Partner W&P, die Bandbreite des Themas.

Details aus der Unternehmensorganisation von WILO verrieten: „Der neue organisatorische Erfolgsfaktor für Unternehmen in geopolitisch turbulenten Zeiten heißt: Structure follows geopolitics! Organisationsstrukturen müssen entsprechend agil sein und sich lokalen Märkten anpassen“, so Oliver Hermes, Vorsitzender des Vorstandes und CEO. Dr. Hinrich Mählmann, Gesellschafter Otto Fuchs, betonte in diesem Zusammenhang: “In unserer multinationalen Spartenorganisation gilt die Maxime: Lokales unternehmerisches Handeln muss gewährleistet sein, während gleichzeitig die Potentiale der gesamten Unternehmensgruppe gehoben werden!“ Voraussetzungen dafür: Geringe Komplexität der Strukturen, gemeinsame Regeln, sowie eine einheitliche Interessenslage innerhalb der Organisation.

Dr. Valentin Langen, Gründer und Managing Director, IONIQ Skincare sieht v.a. das Top-Management in der Pflicht, wenn es darum geht organisatorische Regelbrüche und Transformation zuzulassen: „Radikale Business Modell- und Produkt-Innovationen setzen Regelbrüche in der Kultur, Strategie, Struktur und Prozesslandschaft eines etablierten Unternehmens voraus. Wichtig: Nicht auf Basis eines ROIs entscheiden, sondern der Intuition und der Neugierde folgen!“ Diese Erfolgsfaktoren sind entscheidend, sind doch „Innovationen die einzige Währung, die Unternehmen langfristig erfolgreich machen“, wie Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung Microsoft Deutschland, betonte.

Für Hanno D. Wentzler, Vorsitzender der Geschäftsleitung Freudenberg, stärkt gelebte Vielfalt innerhalb einer Organisation die Identität, speziell in weitverzweigten Familienunternehmen wie Freudenberg: „Doch an vier Prinzipien darf dabei nicht gerüttelt werden: An der Sicherung des Unternehmensfortbestandes, dem vollständigen Erhalt der Familien-Eigentümerschaft, der langfristigen Ertragskraft und letztlich auch der Liquidität.“

Die abschließende Podiumsdiskussion - moderiert von Philipp P. Prechtl, Mitglied der Geschäftsleitung W&P - lieferte einen Blick auf „extreme“ Organisationsgestaltung am Filmset (J. Kosack, Geschäftsführer UFA), in der medizinischen Notaufnahme (P. Petersen, Klinikum Frankfurt Höchst), im Katastrophenfall (G. Friedsam, THW) und in der Mensch-Maschine-Kommunikation (W. Bauer, Fraunhofer-Institut).

Credo des Abends: „Organisationsgestaltung heute, in turbulenten Markt- und Technologiebedingungen, braucht Struktur, Prozesseffizienz und mehr denn je Kultur. Deshalb ist der CEO nicht nur als Stratege gefragt, sondern ist zugleich der Schlüssel und Promotor des organisatorischen Wandels “, so Dr. Timo Renz, Managing Partner, W&P.
 
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