München, 18.06.2012

2. Unternehmer-Salon Hessen: "Der Wurm muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler": Innovationen sichern Performance

"Je mehr man mit den eigenen Kunden redet, desto innovativer  wird man automatisch", so Friedhelm Loh, Vorsitzender des Vorstandes der  Friedhelm Loh Stiftung und Präsident des ZVEI auf dem 2. Unternehmer-Salon  Hessen. Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) hatte wieder zum exklusiven Salon-Abend  geladen, um Anspruch und Realität professioneller Innovationsarbeit branchenübergreifend
auf einem abendlichen Podium diskutieren zu lassen: "Man muß den  Kunden einen festen Platz in der eigenen Entwicklungsstruktur geben", so Loh weiter  über die notwendige Einbindung des Kunden in die eigene Innovationsarbeit.

Neben Friedhelm Loh konnte W&P auch Dr. Jürgen Heraeus (Heraeus Holding), Dr.  Bernhard gr. Broermann (Asklepios Kliniken) und Prof. Dr. Gregor Schulz (biotest  AG) fürs Podium gewinnen, die - moderiert von Sandra Louven vom Handelsblatt -  ihre eigenen Erfahrungen mit Innovationsarbeit schilderten:
  • Struktur und Prozess der Innovation: "In unserem Center of Excellence
    entscheidet ein Portfolio-Committee über die Werthaltigkeit neuer Ideen. Bei
    Entwicklungsprozessen von bis zu 15 Jahren kann nur durch Strukturiertheit
    ein optimaler Innovationsprozess sichergestellt werden", so Professor Schulz
    vom Pharma-Hersteller biotest.
  • Innovationscontrolling: Bei Heraeus unterliegen die Innovationen einem klaren
    Controlling: "Wir überprüfen nach 3 bis 4 Jahren die besten Erfindungen
    danach, inwieweit sie zu Geschäften geführt haben", so Dr. Heraeus.
  • Honorierung innovativer Mitarbeiter: Dr. Heraeus setzt dabei nicht ausschließlich
    auf monetäre Anreize: "Die Gefahr der Erfindervergütung ist, dass danach
    oftmals kein Impetus mehr besteht, die Innovation weiterzuentwickeln.
    Deshalb loben wir einen internen, weltweit ausgeschriebenen Innovationspreis
    aus und anerkennen die Leistung im Kreis der Gesellschafter."
  • Machtpromotion für Innovationen: Welche Bedeutung die Unterstützung der
    Innovationsarbeit durch den Inhaber haben kann, wurde bei Dr. Broermann
    deutlich: "Mir war das Thema Green Hospital (30% höhere Energieeffizienz,
    30% altern. Energien, 30% Energieeinsparung) genauso ein persönliches
    Anliegen wie das Asklepios Future Hospital, in dessen Rahmen wir ITLösungen
    fürs Krankenhaus entwickeln. Also habe ich beides auf die Agenda
    gesetzt und nun erzielen wir große Fortschritte."
"Zu spät, zu teuer, zu viel und zu flach. Die Realität des Innovations-Management in  Familienunternehmen ist zu Teilen ernüchternd. Leider lassen sich allzu oft  Unternehmen nicht dabei unterstützen, erkannte Defizite auch abzustellen" so Prof.  Wieselhuber in seinem Vortrag. Dabei begleitet W&P seit mittlerweile 25 Jahren  Familienunternehmen im Rahmen von Innovations-Audits, die die Innovationsperformance  ermitteln, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung von Innovationsstrategie,  -methoden, -prozesse und -klimas ableiten und messbar umsetzen. Dabei setzt W&P auch auf die Expertise der Tochterunternehmen Brand Networks, ein  Markenbewertungsspezialist und Wurzer & Kollegen, eine Intellectual Property-  Beratung: "Neue Wege zum Wachstum - Innovationen durch Marken transportieren  und Marken innovativ aufladen - den Innovationsvorsprung wirksam sichern und  nutzen", so beschreibt Prof. Wieselhuber den Fokus seiner Innovationsberatung.

Einleitend hatte der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Prof. Dr. Norbert  Walter unter dem Thema "Quo vadis Euro(pa)?" seine Einschätzungen über die  aktuelle europäische Haushaltslage präsentiert und Prognosen zu künftigen  Szenarios preisgegeben: "Misswirtschaft in Griechenland ist für Europa so gefährlich  wie das seit Jahrzehnten defizitäre Saarland für Deutschland. Erst wenn Portugal,  Spanien und Italien gemeinsam kollabieren und das ist durchaus wahrscheinlich, ist Europa gefährdet." Die Inflationsentwicklung sieht Prof. Walter jenseits des Zenits  und prognostiziert, dass die in den kommenden Jahren weltweit sinken wird.

Der nächste Unternehmer-Salon findet am 5. Juli 2012 in München statt.
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